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In dieser Folge von „Die Zeit des Endes“ beleuchten Christopher Kramp die Jahre 1816 und 1817, die als „Es werde Licht“ betitelt sind. Es wird ein Blick auf die weltweiten Ereignisse geworfen, von politischen Umwälzungen und Naturkatastrophen wie dem „Jahr ohne Sommer“ bis hin zu bedeutenden Gründungen wie der Amerikanischen Bibelgesellschaft. Im Fokus stehen dabei die persönlichen Entwicklungen von Schlüsselpersonen wie Joseph Wolf und William Miller, deren Weg zu tieferen Glaubenserkenntnissen beleuchtet wird.


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Serie: Die Zeit des Endes (Eine chronologische Darstellung der Adventgeschichte von 1798 bis in die 1850er)

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Transkript

[0:00] Ja, einen wunderschönen guten Abend hier live aus Stuttgart-Bad Cannstatt. Herzlich willkommen, dass ihr gekommen seid und schön, dass ihr den Weg hierher gefunden habt. Herzlich willkommen auch denjenigen, die jetzt zuschauen im Internet auf www.joelmedia.de oder die sich die Aufnahme später anschauen werden. Wir sind nach, ich glaube, jetzt drei Wochen Pause wieder bei unserer Serie, die Zeit des Endes. Ich hoffe, ihr habt es schon ein wenig vermisst. Wir haben uns ja Gedanken gemacht über die verschiedenen Jahre chronologisch seit 1798 und wir haben jetzt, sind bis ins Jahr 1815 gekommen, wir haben eine ganze Menge schon entdeckt. Wir haben ungefähr gefühlte 120 Kriege miterlebt und napoleonische Schlachten. Wir haben das Leben von verschiedenen Männern mitverfolgt aus ihrer Jugend und Kindheit an. Da werden wir natürlich heute weitermachen. Und das Jahr 1816 ist in mehrerer Hinsicht ein Einschnitt. Wir werden sehen, warum ab jetzt beginnt sozusagen in der Adventgeschichte ein neuer Abschnitt. Und das werden wir dann im Einzelnen besprechen. Ich freue mich schon darauf. Unser Thema heute ist Es werde Licht. Zwei Jahre haben wir heute auf unserem Menüplan und wie jedes Mal möchte ich uns einladen, dass wir gemeinsam ein Gebet sprechen und dann fangen wir an. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir auch heute wieder Zeit haben, darüber nachzudenken, wie du dein Volk durch die Geschichte geführt hast. Wir möchten dich bitten, dass du uns Weisheit schenkst aus dem zu lernen, was vor uns passiert ist. Die Bibel sagt, es geschieht nichts Neues unter der Sonne. Und so danken wir dir, dass du uns Weisheit schenken möchtest nach deiner Verheißung und dass wir aus dem lernen dürfen, was wir jetzt gemeinsam studieren werden. Und bitte gib, dass die gleiche Erfahrung, von der wir heute studieren und lesen werden, dass es auch unsere Erfahrung sein wird, dass in unseren Herzen es Licht werden wird. Amen.

[1:59] Das Jahr 1816. Ich hatte mir erst überlegt, ob ich noch mal eine große Zusammenfassung mache von den letzten Jahren, aber das habe ich mir gespart, weil man kann sich sowieso alles ja anschauen und das würde so viel Zeit nehmen. Wenn ja gleich, wenn wir die einzelnen Linien wieder aufnehmen, die einzelnen Fäden weiterspinnen, immer noch mal ein bisschen uns zurück erinnern. Das Jahr 1816 beginnt mit schweren Ausschreitungen zwischen oder vielmehr gegenüber Protestanten in Frankreich. Das ein halbes Jahr lang ist da wirklich wirklich im wahrsten Wort ist die Hölle los. Katholiken versuchen die Protestanten aus dem Land zu vertreiben. Grund dahinter ist, dass der König von Frankreich eine Toleranz versprochen hat den Protestanten und die Katholiken sind aber nicht besonders erfreut. Wir haben ja über drei Personen besonders gesprochen, das waren nämlich bisher, wer? Joseph Bates, William Miller und Josef Wolf, unser Deutscher, eigentlich ein Jude. Und den haben wir zuletzt zurückgelassen in Tübingen. Wir wissen ja, er war katholisch getauft worden nach langer langer Suche und hat sich in Tübingen im Theologiestudium vorbereitet, weil sein großes Ziel war ja einmal nach Rom zu gehen und dort auf der Propaganda, dem großen, der großen Universität für die Weltmission zu studieren, um dann ein großer katholischer Weltmissionar zu werden. Und Anfang des Jahres 1816 hat er Tübingen verlassen und hat sich auf den Weg gemacht von Tübingen, hier ganz bei uns in der Nähe, Richtung Rom. Das war eine lange Reise, hat mehrere Monate gedauert. Damals gab es noch keine ICEs und bei dieser Gelegenheit ist er an verschiedenen Orten in der Schweiz gewesen und hat dort einige interessante Persönlichkeiten getroffen. Er hat zum Beispiel den Schweizer Abenteurer Tjockel getroffen. Er hat hier in Aarau die Madame de la Baronne de Crudener getroffen. Das war die hier. Das war eine äußerst religiöse Baronne, so religiös, dass sie vor den großen Machthabern ihrer Zeit in den Jahren 1813, 14, 15 gepredigt hat und einige dieser großen Zaren wirklich fast und Kaiser und Könige fast zur Bekehrung geführt hat. Sie war besonders eng verknüpft mit dem Zar Alexander von Russland, der sich sehr für christliche Mystik interessiert hat. Sie war so sehr, ich würde nicht sagen mystisch angehört, sie war sehr spirituell sozusagen, hat ihn dann dazu überredet, diese heilige Allianz zu schließen zwischen Österreich und Russland und war sehr sehr bekannt in diesen Tagen. Und die Menschen sind zu Zaren zu ihr gekommen und haben ihr ihre Sünden gebeichtet und sie hat dann mit weihevollen Worten vom Evangelium gesprochen und den Menschen ihre Sünden vergeben. Das war ein bisschen interessant. Jedenfalls der Wolf hat sie auch aufgesucht, hat mit ihr gesprochen. Er war auch in vielen anderen Orten. Er ist auf ihren Rathen nach Basel gegangen, an ein Missionsseminar der reformierten Kirche und hat sich dort ein bisschen umgeschaut, wie so die Reformierten, die Kalvinisten so ticken und war ganz angetan von deren Bibelkenntnis. Aber was ihn immer abgestoßen hat bei den Protestanten war, dass die Protestanten so schlimm auf die katholische Kirche zu sprechen waren und die Katholiken so abgelehnt haben. Das fand er gar nicht gut und hat sich dann weiter auf den Weg gemacht und hat dort immer, wo er mit Protestanten aufeinandertraf, hat immer seine Variante des Katholizismus verteidigt. Ihr wisst ja, er war geprägt worden, diesen Baron Stolberg, der ihm erzählt hat, wir glauben an die Dogmen, aber nicht an den ganzen anderen Quatsch mit der Marienverehrung und mit all diesen Traditionen der Kirche. Und so hat er geglaubt, dass das, was er macht, was er glaubt, der Wolf, dass das die katholische Lehre ist. Und wo er mit Protestanten zusammenkam und die Protestanten ihm gesagt haben, hey, was du glaubst, das entspricht nicht dem, was Rom lehrt, hat er das nie glauben wollen. Aber er war ja auf dem Weg nach Rom. Er würde bald eines besseren belehrt werden. Und er ist dann, wie gesagt, durch die Schweiz gelaufen, zu Fuß, dann nach Fribourg und dort in Fribourg ist was interessantes passiert. Er hatte seine Bibel dabei, seine hebräische Bibel, er war ja Jude, konnte hebräisch fließend lesen, aus der er dann übersetzt hat. Und dort hat er sie einem katholischen Pater gezeigt, der hat nachgeschaut, wo sie gedruckt worden ist, nämlich in Amsterdam. Und Amsterdam war protestantisch. Daraufhin hat der Pater die Bibel eingezogen, hat gesagt, die Bibel ist konfisziert. Und da hat sich Wolf gewundert, hat gesagt, Moment mal, das ist doch meine Bibel. Aber da war nichts zu machen. Daraufhin hat er von einem anderen protestantischen Prediger eine andere Bibel bekommen, wieder eine hebräische. Und die ist dann im nächsten Ort, in Valais, wieder ihm genommen worden. Und da hat er gesagt, jetzt ist langsam genug. Und dann hat er sie, hat er seine Bibel beim zweiten Mal zurückgestohlen, hat sich da in das Haus des Paters begeben und hat sie dann gestohlen und hat sie dann mit nach Rom genommen. Wir werden gleich noch mehr hören über diese kuriose Bibel. Und er ist dann weiter gereist über Mailand, über Turin, über Genua und hat dort viele zahlreiche Persönlichkeiten getroffen. Also der hat in seinen jungen Jahren, er war zu dem Zeitpunkt noch 21 Jahre alt, mehr Berühmtheiten getroffen als alle wir zusammen wahrscheinlich in seinem ganzen Leben. Weil es halt nicht so oft vorkommt, dass ein Jude sich schon in Kindesjahren zum Christentum bekehrt, dann durch die halbe Welt reist und dann auch noch katholischer Weltmissionar werden will. Also der war schon relativ bekannt in Europa. Und dann im Mai war er irgendwo hier so in Mittel-Norditalien, hatte kein Geld mehr und war noch ungefähr 300 Meilen von Rom entfernt, wusste nicht mehr, was er machen sollte. Und daraufhin hat er sich niedergekniet und Gott gebetet, bitte hilf mir. Just in diesem Moment fuhr eine Kutsche vorbei und er hat diese Kutsche angehalten, hat gefragt, ob er ein bisschen mitfahren kann. Er hätte noch so und so viel Geld, das würde noch ein paar Kilometer, ein paar Meilen reichen und es ist ihm erlaubt worden. Und in der Kutsche trifft er dann jemanden, sie unterhalten sich und er stellt sich vor, wer ist. Und er trifft jemanden, der sich herausstellt als ein Armee-General aus Piedmont, der auf dem Weg nach Ägypten ist, um dort in Ägypten als Eremit zu leben. Interessante Zeiten. Und der verspricht ihm dann für all das zu bezahlen und so kommt er dann letztendlich nach Rom. Das ist so im Frühjahr 1816, diese ganze Begebenheit.

[8:15] In diesem Frühjahr sind noch einige andere interessante Dinge passiert. Im März 1816 ist das erste Dammschiff über den Ärmelkanal gefahren. Das war eine enorme Sensation. Von London nach Paris. Die Leute sind schier ausgeflippt, als sie das gesehen haben, dass man ohne Wind und ohne Segel jetzt von England nach Kontinentaleuropa kommen kann. Und außerdem ist auch im März die Inquisition in Portugal abgeschafft worden. Was aber besonders bemerkenswert im Jahre 1816 war, war folgendes. Es gab das sogenannte Jahr ohne Sommer. Von April bis September gab es Winterstürme. Stell dir mal vor, jetzt im Mai würde Schnee liegen, wir würden Hagel haben, Frost haben, Minusgrade und die Leute konnten sich das nicht erklären. Das war besonders katastrophal, vor allem in Europa, weil, wie gesagt, es waren ja gerade mehr als zehn Jahre Krieg gerade erst vorbei gewesen. Die Landschaft war sowieso ruiniert, die Leute haben ohnehin gehungert und jetzt in einem der ersten Friedensjahre gab es keine Ernten, weil nichts gewachsen ist, weil alles nur kalt war. Und es ist in die Geschichte eingegangen als das Jahr ohne Sommer, sowohl in Westeuropa als auch in Nordamerika. Und man hat damals nicht gewusst warum. Weiß jemand von uns, warum das so gewesen ist? Hat jemand eine Idee, warum es plötzlich so kalt geworden ist? Wenn jemand sich noch erinnern kann, was wir vor drei Wochen gemacht haben und sehr gut aufgepasst hat, könnte er einen Hinweis haben. Vor drei Wochen haben wir über ein Ereignis gesprochen, das 1815 stattfand, nämlich über diesen Vulkanausbruch, den schwersten der Menschheitsgeschichte in Indonesien. Können wir uns erinnern? Und dieser Vulkanausbruch, heute weiß man das, muss so viel Asche in die Atmosphäre geschleudert haben, dass ein Jahr später die Asche dann über Nordamerika und über Europa hing, dass dort ein ganzes Jahr lang quasi Winter war und die Sonne nicht durchgekommen ist. Man spricht auch von einem vulkanischen Winter. Das haben die Leute damals noch nicht gewusst, aber gehungert haben sie trotzdem. Das war das Erdbeben, was wir im Jahr 1815 angeschaut haben und das hat natürlich zu einer großen Krise geführt. Und auch William Miller, der ein Farmer war, ist natürlich davon nicht verschont geblieben.

[10:32] Und dazu kommen wir in den Mai 1816. Der Mai 1816 ist so ein Umschlagspunkt in der Adventgeschichte aus Zweilergrön. Erst einmal ist am 8. Mai 1816 die amerikanische Bibelgesellschaft gegründet worden. Nicht die erste Bibelgesellschaft auf der Welt, es gab ja schon einige in England und in Deutschland und so weiter, aber die amerikanische Bibelgesellschaft ist eine der größten überhaupt. The American Bible Society. Und die Initiative ging wieder zurück auf einige dieser jungen Männer, die im Laufe dieser Erweckungsbewegung damals schon diese erste Auslandsmissionsgesellschaft gegründet haben. Sie waren nämlich durch den Westen der USA gereist, zwei Jahre lang, 1813 und 1814 und hatten festgestellt, dass es im Westen Amerikas so gut wie keine Bibeln gibt. Und dann wundert man sich, dass der wilde Westen so wild ist, wenn es da keine Bibeln gibt und keine Kirchen. Wo soll da die Religion herkommen und die Moral? Und so hat sich diese Gesellschaft zum Ziel gesetzt, innerhalb von zwei Jahren jeden Haushalt in den USA mit einer Bibel zu versorgen. Das war das Ziel. Im gleichen Jahr 1816 sind auch die Frankfurter Bibelgesellschaft, die norwegische Bibelgesellschaft, die waldensische Bibelgesellschaft gegründet worden. Also das nahm 1816 wirklich rasant zu.

[11:42] Der andere Grund, warum der Mai 1816 so bedeutsam ist, der steht nicht in den Geschichtsbüchern, aber in der Biografie von William Miller. Es ist im Mai 1816 gewesen. Was genau er gemacht hat, wissen wir nicht. Er war mit irgendetwas beschäftigt und er hat geflucht. Das hat er öfter mal gemacht. Das hat er nämlich beim Militär gelernt. Beim Militär lernt man einige schlechte Dinge. Er hat beim Militär auch Kartenspielen gelernt. Das hatte er dann aufgegeben, als er aus dem Armeedienst entlassen worden ist. Aber das Fluchen hat er noch bei sich so gehabt und er hat diesen Mai einfach mal so vor sich hin geflucht. Er hat den Namen Gottes missbraucht und er schreibt, wie ihm plötzlich, unerklärlicherweise klar vor Augen stand, dass das falsch ist, dass es sündhaft ist, dass man das nicht machen sollte. Er beschreibt seine Erfahrung wie folgt. Im Monat Mai 1816 war ich unter Überzeugung. Er war überzeugt, dass er ein Sünder ist, dass er etwas tut, was er Dinge tut, die nicht richtig sind, aber er hatte keine Hoffnung. Er sagt und oh welcher Schrecken füllte meine Seele. Ich vergaß zu essen. Das war eine ernste Krise. Der Himmel erschien mir wie Bronze und die Erde wie Eisen. Keine Hoffnung, weder nach unten, noch nach oben. Hat sich wie eingeklemmt gefühlt. Er wusste, irgendwas läuft schief in meinem Leben und ich weiß nicht genau, was es ist. Ich weiß nicht, wer von uns mal diese Erfahrung gemacht hat. Wenn man plötzlich merkt, so wie ich lebe, so geht es nicht weiter. Und das kam über ihn. Er sagt es mit anderen Worten hier. 1816 wurden mir durch die Gnade Gottes meine Augen geöffnet, sodass ich die Schwachheit und Unvernünftigkeit meines eigenen Glaubens sah. Bis dahin war er ja Deist gewesen. Er hatte so ein bisschen geglaubt, dass es Gott gibt, aber dass er sonst nichts weiter macht. Der auf nichts anderem aufgebaut war, als Philosophie, Vermutungen und Ideen von Irrenden Sterblichen. Ich glaube vielen Menschen auch heute geht es so. Dass sie ihren Glauben basieren auf Philosophie, auf Vermutungen und auf Ideen von Irrenden Sterblichen. Dem William Miller ist es so gegangen. Er sagt dann, ich sah einen großen Mangel an was? An Beweisen an diesen Dingen. Als er plötzlich mal ehrlich zu sich war, hat er gesagt, ich glaube an Dinge, die ich selbst niemals bewiesen bekommen habe. Ich fühlte in meiner innersten Seele, dass von meinem Glauben in diesen Dingen ewige Konsequenzen abhängen. Er ist ihm plötzlich bewusst geworden, dass seine Weltanschauung etwas zu tun hat mit seinem Schicksal, mit der Frage des ewigen Lebens oder was auch immer. Er sagt dann, ich hatte oft über den blinden Glauben meiner christlichen Freunde, die an Dinge glaubten, die sie nicht verstehen konnten, gelacht. Das kann man sich gut vorstellen wie so ein junger Mann, der aufgeklärt ist, der viel gelesen hat, der Lebenserfahrungen hat, wie er sich lustig macht über Leute, die so an Dinge glauben, die wirklich etwas merkwürdig sind, die in der Bibel stehen. Ich habe darüber gelacht. Was für ein blinder Glaube. Ihr Christen, ihr braucht das vielleicht, ihr seid halt so dumm. Und jetzt sagt er aber, nun sah ich, dass mein Glaube so blind wie ihrer war, wenn nicht sogar noch mehr. Denn ich konnte nichts für die Zukunft beweisen und ich hatte natürlich keine vernünftige Hoffnung. Er steckte plötzlich drin in dieser Krise, von der ich glaube, dass jeder Mensch mindestens einmal in seinem Leben reinkommt. Wo er plötzlich merkt, alles worauf ich gebaut habe, das verschwindet unter meinen Füßen, der Boden wird mir weggezogen in den Füßen. So ähnlich wie der Nebukadniz das erlebt hat in Daniel 2, wo alles zusammenbricht. Und er hat sich Gedanken gemacht, richtig tiefgehende Gedanken, während er so gearbeitet hat auf dem Feld. Er sagt zum Beispiel folgendes, ich fragte mich dann, wie ein gerechtes Wesen diejenigen retten könne, die die Gesetze der Gerechtigkeit verletzten und gleichzeitig konsequent seien. Man merkt jetzt, er hat angefangen wirklich zu überlegen, wenn das stimmt, was die Christen sagen, dass man gerettet werden kann, wie kann Gott gerecht sein? Wenn er gerecht ist, wie kann er uns retten? Die Natur und die Vorseelen konnten mir keine Antwort auf diese Fragen geben und ich wurde beinahe in die Verzweiflung getrieben. So ging es einige Wochen und einige Monate und das Leben hat für ihn keinen Sinn mehr gemacht, keine Hoffnung gehabt. Und zudem auch noch diese furchtbare Wetterkrise, nicht wahr, hat wahrscheinlich auch noch dazu beigetragen, wenn man aus dem Fenster schaut, sogar im Juni und Juli Frost, Hage. Das Leben war wirklich nicht angenehm in dieser Zeit.

[16:14] Springen wir zurück zu Wolf, der jetzt im Sommer, während also William Miller mit dem Leben hadert und eine Sinnkrise bekommt, Joseph Wolf jetzt Rom erreicht, den päpstlichen Staat. Er erreicht die Grenze des Kirchenstaates und an der Grenze des Kirchenstaates sieht er folgendes. Ein großes Schild mit einem Kreuz, davor die Waffen und da drüben, darüber steht Pax. Weißt du noch, was Pax heißt? Friede. Und er als treuer Katholik denkt, da bin ich endlich, nicht wahr, im Land des Friedens. Das erste, was er sieht im Land des Friedens, ist ein Galgen mit einem Kriminellen dran. Und dann sagt er, naja, der Frieden hat auch noch nicht Einzug gehalten hier im Vatikan, im Kirchenstaat vielmehr. Er kommt dann letztendlich in Rom an. Bevor er in Rom ankommt, trifft er noch an einem Vorort in Faenza einen aufgeklärten Chemieprofessor, der heißt Orioli, und der warnt ihn vor Rom und sagt, pass auf, Wolf, bei Gott ist Vergebung. Priester vergeben nicht. Pass auf, wenn du nach Rom gehst. Aber das geht bei ihm erstmal hier rein und da raus. Und er kommt dort an, wird auch sehr gut aufgenommen von den Kardinälen, von den verschiedenen Würdenträgern, die ihn schon mit Namen kennen. Als er sich vorstellt, dass er ein Jude ist und dass er zum christlichen Glauben übergetreten ist und dass er an der Propaganda studieren möchte, um Weltmissionar zu werden, da sagen sie, du musst Josef Wolf sein. Er war 21 Jahre alt und so bekannt schon in Rom. Und er wird dann umgehend dem amtierenden Papst vorgestellt. Pius VII, Josef Wolf jetzt vor dem Papst. Und er hat sich überlegt, was mache ich, wenn ich zum Papst komme? Das angemessene wäre vielleicht, ihm die Füße zu küssen. Und er hat sich darauf vorbereitet, dem die Füße zu küssen, aber der hat ihm die Hand gereicht. So hat er ihm die Hand geküsst. Und dann hat er dem Papst erzählt von seinen Reisen, von seinen Abenteuern und auch von seiner Erfahrung mit der Bibel. Und daraufhin soll der Papst herzlich gelacht haben und diese katholischen Pater als Heißköpfe beschimpft haben, die das alles ein bisschen übertreiben würden. Und er hat sich sogar vorlesen lassen aus dieser heretischen Bibel, aus dem Hebräischen. Man muss dazusagen, dass derselbe Papst mit den nichthebräischen Bibeln, die protestantisch gedruckt waren, anders ins Gericht gegangen ist. Denn zur gleichen Zeit, als der Wolf da gewesen ist, hat der Papst dann eine Bulle ausgebracht, in der er geschrieben hat, dass die protestantischen Bibelgesellschaften eine Pest sind und dass er geschockt sei über diese äußerst listigen Organe, durch die die grundfesten Religionen unterminiert werden. Er nannte diese Übersetzung in das Englische und Spanische und Deutsche eine Verunreinigung des Glaubens, die äußerst gefährlich für die Seele ist. Und hier sagt er den Grund. Die Bibel, die von Heretikern gedruckt wird, muss zu den anderen verbotenen Büchern gezählt werden, entsprechend den Fortschriften des Indexes. Wir sind aber nicht im Mittelalter, wir sind im 19. Jahrhundert. Denn die Erfahrung zeigt, dass die Verbreitung der Heiligen Schrift in der Muttersprache durch die Verwegenheit der Menschen mehr Schaden angerichtet hat, als Gutes gebracht hat. Ja, und da war das. Jedenfalls, Wolf war nicht so radikal gewesen. Und Wolf hatte ihm dann gesagt, Joseph hatte ihm gesagt, ich würde gern an der Propaganda studieren. Und Papst Pius sagte ihm, es tut mir leid, die ist noch nicht wieder aufgebaut, die ist noch in einem schlechten Zustand, weil die napoleonischen Truppen hatten die als Bracke benutzt. Du kannst aber an dem Collegio Romano, das war sozusagen die normale Universität dort, studieren. Und Papst Pius hat sich dafür eingesetzt, dass er dort studieren konnte. Und das hat er dann auch bald getan.

[19:46] Springen wir zu William Miller zurück. Am 4. Juli, weiß jemand, was der 4. Juli für ein Tag in Amerika ist? Genau, der Independence Day. Und der wird jedes Mal gefeiert mit einer politischen Festivität. Und William Miller war ja auch Mitglied einer politischen Partei. Weiß jemand noch welcher? Demokraten oder Republikaner? War eine Fangfrage. Er war bei den Demokraten oder Republikaner, denn die waren damals nur eine Partei. Die andere Partei waren damals die Föderalisten. Und solche Einladungsschreiben gingen damals heraus. Und er hat damals, seine Partei hatte sein Haus und sein Grundstück ausgewählt, um dort die Festivität zu halten. Und William Miller hat sich etwas erlaubt, was damals überhaupt nicht gang und gäbe war, was fast zum Erklage geführt hat. Er hat sich erlaubt, auch die Mitglieder der anderen Partei, der Föderalisten einzuladen. Und das waren so kleine Dinge, die zeigen, dass er selbst, als er noch nicht wirklich Gott angenommen hatte, einen sehr interessanten Charakter hatte und wirklich aufrichtig war.

[20:45] Derweil, auch im Sommer, ist Joseph Bates, weiß jemand noch, wo wir Bates zurückgelassen hatten das letzte Mal? Der war schon wieder zurückgekommen. Ich war aus der englischen Gefangenschaft und war dann mit einem Schiff nach einiger Zeit auf und halt wieder nach Europa gesegelt und dort nach Bremen gesegelt und in der Weser zugefroren überwintert. Und dann im Sommer war die, oder im Frühjahr ist die Weser zumindest so weit aufgetaut, dass man weiterfahren konnte. Er ist dann nach Amerika zurückgefahren und hat den Rest des Jahres damit verbracht, in Amerika so hin und her zu fahren mit verschiedenen Schiffen. Von ihm ist dieses Jahr nicht so viel zu berichten. Vielleicht eine Kleinigkeit noch am Rande. Am 27. August haben britische und niederländische Kriegsschiffe Algier, weiß jemand, wo Algier liegt? Algier ist Nordafrika, heutiges Algerien, bombardiert, weil dort, im heutigen Algerien, wurden Christen als Sklaven gehalten. Das war noch die Zeit, wo das war. Und da haben dann diese Kriegsschiffe die Stadt bombardiert, um die Sklaven zu befreien.

[21:46] Im August 1816 kommt zum ersten Mal ein prophetischer Artikel in diesem Magazin heraus, das ist der jüdische Ausleger oder auch genannt der Freund von Israel. Es gab in England eine Gesellschaft, die sich zur Aufgabe gemacht hat, die Juden zu bekehren. Es gab jetzt Missionsgesellschaften für jeden einzelnen Zweck. Da gab es eine eigene Missionsgesellschaft, um die Juden zu bekehren, die wird später noch wichtig werden im Zusammenhang mit Josef Wolf, aber dazu später mehr. Und hier 1816 fangen sie auch zum ersten Mal an, über Prophetie zu sprechen. Das ist nicht alles jetzt aufgeschrieben, aber sieht man hier über die 2300, die 1062 Jahre und so weiter und so fort. Immer mehr christliche Organisationen interessieren sich für Endzeit-Prophetie in dieser Zeit.

[22:37] Am 5. September fängt Josef Wolf dann ganz offiziell sein Studium an in Rom. Hier, das ist das Collegio Romano. Und er wird herzlich aufgenommen, die Lehrer sind nett zu ihm, die Schüler sind nett zu ihm, aber er merkt mit der Zeit, dass da eine gewisse Ignoranz ist. Als Beispiel, mit den Studenten behagt es sich manchmal, wenn man als Ausländer da ist, dann kommt es zu solchen Gesprächen wie, wir Italiener sind besser als ihr Deutschen. Nee, wir Deutschen sind besser als die Italiener. Warum seid ihr besser? Wir Italiener haben mehr Heilige als ihr. Und dann sagt Wolf, bist du dir sicher? Ja, natürlich, schauen wir mal, wen wir alles haben. Und dann sagt Wolf, ok, kennst du unsere deutschen Heiligen? Kennst du Goethe? Nee. Ah, Goethe ist ein Heiliger, ok. Kennst du Schiller? Ah, Schiller ist auch ein Heiliger, habe ich nicht gewusst. Kennst du Wieland? Ah, Wieland ist auch ein Heiliger. Er hat also die ganzen Poeten und Dichter, die alle mit der Katholikologie nichts zu tun haben, alle als Heiligen den verkaufen können, sogar bis zu Schwerverbrechern, dem berühmten Schinderhannes, auch als Heiligen. Und die haben das alles gar nicht gewusst. Da hat er natürlich nur ein bisschen drüber gelächelt. Nicht gelächelt hat der Wolf, als es dann hieß, bei bestimmten Lehren, zum Beispiel bei der Prädestination, darf man die Bibel nicht lesen und noch nicht einmal die Kirchenväter, weil selbst die Kirchenväter sich geirrt haben und man darf an diesen Dingen nur dem Wort des Papstes vertrauen. Daraufhin hat er scharf protestiert und hat sich dann beschwert, aber gemerkt, das bringt nicht so viel. Er hat dann immer wieder beobachtet, wie die Professoren und auch die Schüler im Wesentlichen eigentlich nur über Politik gesprochen haben und über eigene Geschäfte und weniger über Religion. An einer Situation ist ihm mal gesagt worden, es ist vollkommen unwichtig, die Ursprachen zu kennen. Er sagt, wieso denn? Ganz einfach, wenn es in der Ursprache mehrere Übersetzungsvarianten gibt, dann entscheidet sowieso der Papst, die richtige ist. Daraufhin hat Wolf eine interessante Frage gestellt. Wie kann der Papst das entscheiden, wenn er gar kein Hebräisch kann? Daraufhin hat man gesagt, wenn du weiter solche Fragen stellst, dann wirst du doch ein Heretiker. Also hör auf, solche Fragen zu stellen. Das hat ihn natürlich zur Weißgut gebracht. Und so ging das die ganze Zeit.

[24:46] Springen wir zurück nach Nordamerika zu William Miller am 10. September. Weiß jemand, was am 11. September gewesen war? Nicht 2001, sondern 1814. Am 11. September war damals diese berühmte Schlacht von Plattsburgh gewesen. Können wir uns erinnern? Die entscheidende Schlacht, bei der Miller mitgekämpft hat, die den Krieg zwischen England und Amerika entschieden hat. Und so fand jetzt jedes Jahr, 1815, 1816, fanden große Gedenkfeiern statt. Die Amerikaner lieben ja poetische Gedenkfeiern und so weiter. Und so sollte auch am 11. September 1816 eine Gedenkfeier stattfinden für diesen glorreichen Sieg von Plattsburgh. Und William Miller konnte sich natürlich das nicht nehmen, dort dabei zu sein, als einer der Helden der Schlacht, die dabei gewesen sind, als Käpt'n im 30. Infanterieregiment und so weiter und so fort. Und es war ein Ball geplant, es waren Festivitäten geplant, soziale Events. Und er hat sich darauf gefreut, mit all seinen anderen Freunden zusammen. Und es wurde dann angekündigt, dass am Abend vorher zur Feier der Situation, am 10. September, das war ein Dienstagabend, so wie heute, eine Predigt noch anlässlich dieser Situation gehalten werden sollte. Irgendjemand sollte da kommen, eine Predigt halten und Miller und seine Freunde entschließen sich, na wenn das sowieso dazugehört, dann gehen wir mal zu dieser Predigt hin, mehr so aus Kuriosität. Und seine Frau beschreibt, er war damals 34 Jahre alt, wie er mit seinen Kumpels sozusagen rausgegangen ist, nicht wahr, kann man sich vorstellen, es waren so junge Männer, raus in die Nacht, haben noch einiges vor die nächsten Tage, gehen sie mal aus Neugier zu dieser Predigt. Sie haben wohl viele Witze gemacht, waren ganz fröhlich und lustig. Und am Abend kommt er wieder zurück, macht keine Witze, ist nicht mehr lustig und sagt, dass der Prediger eine Predigt gehalten hat, die so großen Eindruck gemacht hat, dass nicht nur er völlig ausgewechselt ist, sondern dass alle Zuhörer so ausgewechselt sind, dass man den kompletten Ball alles abgesagt hat. Die gesamten Festlichkeiten alles abgesagt haben. Und was ich mal spannend finde ist, worüber haben solche Leute gepredigt, die sowas bewirkt haben, nicht wahr? Die Predigt, die Miller wirklich zum Nachdenken gebracht hat. Kann sich jemand vorstellen, welcher Text das gewesen sein könnte? Daniel? Es ist fast unglaublich, wenn man das liest, man kann sich das fast nicht vorstellen. Es war dieser Text, Zechariah 2, Vers 8. Laufe und sage jenem jungen Mann. Ich weiß wirklich nicht, was der Prediger aus diesem Vers gemacht hat, aus diesem Abschnitt. Aber das müssen Erweckungsprediger gewesen sein, nicht wahr, die so einen Abschnitt nehmen können und eine Gemeinde so anpredigen können, dass die sagen, wir sagen alles ab, was wir an Festlichkeiten geplant haben. Wir müssen uns zu Gott kehren. Es waren diese Worte. Er war ja ein junger Mann, nicht wahr? Irgendwie muss dieser Prediger besonders die jungen Männer angesprochen haben. Laufe und sage jenem jungen Mann, alles war abgesagt. Miller war für Tage dabei zu beten und zu überlegen, was muss ich tun, um Götter zu werden. Das war am Dienstag. Wenige Tage später, am Sonntag, war der nächste Gottesdienst, 15. September, Sonntag. Und wieder war kein Prediger in der Kirche. Und wie wir schon das gesagt haben letztes Mal, ab und zu, wenn kein Prediger da war, mussten dann Predigten vorgelesen werden. Und wie der Zufall es will, an jenem Tag war Miller dran, eine Predigt vorzulesen. Er kommt da ans Pult und bekommt diese vorgefertigte Predigt. Diese vorgefertigte Predigt geht über die Pflichten der Eltern. Aber in dieser Predigt gibt es eine Bibelferse aus Jesaja 53. Da liest er für wahr, er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen. Wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Doch er wurde um unsere Übertretung willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen. Die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. Wir alle gingen in die Irre wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen Weg, aber der Herr warf unser aller Schuld auf ihn. Der Miller liest diese Predigt einige Minuten lang. Er ist so überwältigt, während er das liest, dass er nicht mehr weiterlesen kann. Und er geht vom Pult und setzt sich auf seinen Stuhl, nach wenigen Minuten des Predigtgottesdienstes.

[29:10] Das Licht des Wortes Gottes dringt hindurch in sein Herz und er schreibt dann folgendes. Auf einmal stand mir der Charakter eines Erlösers lebhaft vor Augen. Es ist so wichtig zu sehen, wie William Miller zu Gott und zur Bibel gefunden hat. Es war nicht durch irgendeine Prophetie, es war durch eine direkte Begegnung mit Jesus Christus im Wort. Es schien, dass es ein Wesen geben könnte, das so gut und mitfühlend sei, dass es für unsere Sünden sühnen würde und uns dadurch von dem Erleiden der Strafe für die Sünde retten würde. Ich fühlte augenblicklich, wie lieblich so ein Wesen sein musste und ich stellte mir vor, ich könnte mich so einem in die Arme werfen und seiner Gnade trauen. Ist nicht schön? Aber die Frage erhob sich und da kommt der Denker an. Wie kann man beweisen, dass solch ein Wesen existiert? Ich fand, dass ich außerhalb der Bibel keinen Beweis für die Existenz eines solchen Erlösers oder gar einer zukünftigen Existenz finden konnte. Ich fühlte, dass es extrem überspannt wäre, an solch einen Erlöser ohne Beweis zu glauben. Er wollte also nicht irgendwie schwärmerisch werden. Er wollte ein festes Fundament haben. Ich sah, dass die Bibel genau solch einen Erlöser präsentierte, wie ich ihn brauchte. Und dann heißt es weiter. Und ich konnte mir nicht erklären, wie ein uninspiriertes Buch Prinzipien entwickeln könnte, die so vollkommen auf die Bedürfnisse einer gefallenen Welt angepasst sind. Ich war gezwungen zuzugeben, dass die Schrift eine Offenbarung von Gott sein musste. Sie wurde meine Freude. Und in Jesus fand ich einen Freund. Und ich glaube, viele von uns, auch die das jetzt zuschauen oder später anschauen werden, können sagen, genau das habe ich auch erlebt. Er beschreibt etwas, was, glaube ich, jeder von uns, der Jesus gefunden hat, selbst erlebt hat, wie etwas, was uns vorher völlig bedeutungslos war, plötzlich zu einer Freude wird. Jemand, den man nicht kannte, plötzlich zu einem Freund wird. Der Erlöser wurde für mich der hervorragendste unter 10.000. Weiß jemand, wo das herkommt, diese Formulierung? Der hervorragendste unter 10.000? Das ist aus dem Hohelied. Das ist aus dem Hohelied. Das zeigt diese Liebe, die er für Jesus hatte. Und die Schrift, die zuvor dunkel und widersprüchlich war, wurde nun eine Leuchte für meinen Fuß und ein Licht auf meinen Weg. Woher hat er das? Psalm 119, Vers 150. Er war so begeistert. Seine Worte waren in biblische Sprache getaucht. Es war tatsächlich, Gott hatte gesprochen, es wäre der Licht. Mein Verstand wurde gefestigt und zufriedengestellt. Ich fand, dass der Herrgott ein Fels inmitten des Ozeans des Lebens ist. Die Bibel wurde nun mein Hauptstudium und ich kann wahrhaftig sagen, ich erforschte sie mit großer Freude. Warum? Weil er Christus kennengelernt hatte. Als er sich Gedanken gemacht hat, wohin mit meiner Schuld und er überlegt hatte, gibt es so einen Erlöser und er diesen Erlöser fand. Da wurde das Bibelstudium zu einer Freude für ihn. Ich entdeckte, dass die Hälfte mir niemals erzählt worden war. Er hatte bisher das Christentum nach dem beurteilt, was andere gesagt haben. Aber jetzt stellt er fest, beim Bibellesen, vielleicht ist euch auch so gegangen, wenn man selbst die Bibel liest, stellt man fest, hey, das hat mir noch niemand gesagt. Ich wunderte mich, dass ich ihre Schönheit und Herrlichkeit nicht schon vorher erkannt hatte und war erstaunt, dass ich sie hatte jemals ablehnen können. Wenn man jetzt die Bibel liest, wundert man sich, wie man jemals nicht daran Interesse haben konnte, oder? So ging es mir auch. Ich fand alles offenbart, dass mein Herz zu wissen begehrte und ein Heilmittel für jede Seelenkrankheit. Ich verlor alles Interesse für andere Literatur. Wow. Und ich richtete mein Herz darauf, Weisheit von Gott zu erlangen. Und dann sagte ich, hier, so erging es mir bis Oktober, als Gott mir die Augen öffnete. Und oh, meine Seele, was für ein Erlöser entdeckte ich in Jesus. Meine Sünden fielen wie eine Last von meiner Seele. Und wie klar erschien mir dann die Bibel. Sie sprach immer nur von Jesus. Er war auf jeder Seite und auf jeder Zeile. Es ist ganz wichtig, wenn wir über William Miller reden, zu wissen, das allererste, was er mit Gott erlebte, war eine tiefe, enge Beziehung zu Jesus. Er liebte Jesus von ganzem Herzen. Oh, dies war ein glücklicher Tag. Ich wollte gleich nach Hause in den Himmel. Jesus war alles für mich. Und ich dachte, und jetzt Achtung, ich glaube, jeder von uns hat die Erfahrung auch gemacht. Ich könnte jeden dazu bringen, ihn zu sehen, wie ich ihn sah. Schon mal was erlebt, nicht wahr? Wenn man so begeistert ist, müssen doch alle anderen auch erleben, nicht wahr?

[34:01] Was sagt er dann? Aber ich hatte mich getäuscht. Denn einige seiner Freunde sagten, hey, du spinnst ja. Du kannst doch jetzt nicht Christ werden, jetzt mit 34 Jahren. Das ist doch nicht, du warst doch schon mal so weit, nicht wahr? Du warst doch aufgeklärt, philosophisch. Und einer hat ihn herausgefordert, du hast damals das gesagt über die Bibel und das hast du gesagt über die Bibel und das hast du gesagt über die Bibel. Was ist jetzt damit? Und dann sagt er hier, ich antwortete, dass wenn die Bibel das Wort Gottes ist, dann kann alles, was in ihr enthalten ist, auch verstanden werden. Und all ihre Abschnitte können harmonisiert werden. Seine Freunde hatten gesagt, hey, du weißt doch ganz genau, die Bibel enthält den Widerspruch und den Widerspruch und den Widerspruch. Und er war sich bewusst, wenn ich Christ werde, dann will ich nicht einfach nur ein Gefühlschrist sein, obwohl das Gefühl natürlich mich zu Christus gezogen hat. Ich will einen echten Beweis haben. Und ich sagte ihm, dass wenn er mir Zeit geben würde, würde ich alle diese scheinbaren Widersprüche zu meiner eigenen Zufriedenheit harmonisieren. Oder aber, ich würde noch immer ein Deist bleiben. Mit anderen Worten, so wie ich Jesus kenne, weiß ich, er wird sich niemals widersprechen. Wenn ich das nicht harmonisieren kann, dann werfe ich die Bibel weg. Aber ich werde sie gründlich studieren. Und das hat er zum Anlass genommen. Ich will nicht einfach nur wie ein Christ sein wie alle anderen da sitzen und ab und zu mal Lieder singen. Ich will wirklich wissen, was ich glaube. Und der Müller war ein wirklich guter Denker. Er hat gesagt, dazu muss ich die Bibel wirklich gut kennen. Was soll ich machen? Ich muss sie studieren. Also hat er sich seine Bibel genommen. Nicht diese, aber eine englische Bibel. 18 Dollar hat sie ihn gekostet. Und eine Konkurrenz für acht Dollar. Mehr hat er nicht genommen. Keine Kommentare. Eine Bibel, eine Konkurrenz. Das war die einzige Konkurrenz, die es damals gab. Die Konkurrenz von Crudens, die Strongs Konkurrenz gab es damals auch nicht. Die war fast vollständig, aber nicht ganz. Aber schon ein ziemlich gutes Hilfsmittel. Und dann hat er angefangen, die Bibel zu studieren. Weiß jemand wo? Wo hat er angefangen? Erste Mose 1, Vers 1. Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. Und er sagt, ich bin immer ein Vers weitergegangen. Und wenn ich etwas nicht verstanden habe, habe ich alle mit der mit Hilfe der Konkurrenz, alle Verse nachgeschaut, die was dazu sagen. Dann habe ich es verstanden, bin ich weitergegangen. Unglaublich systematisch. Und das hat er jetzt angefangen über Wochen und über Monate. Ja, über zwei Jahre.

[36:19] Kleinigkeit noch am Rande. Das Jahr endet hier am November, tagt der erste, nicht der Bundestag, aber die Bundesversammlung in Frankfurt-Main. Der Deutsche Bund war hier gegründet worden. Ein bisschen Politik muss auch sein. Der 19. Bundesstaat, Indiana ist dazu gekommen. Hier, Amerika hat sich Richtung Westen orientiert. Außerdem ist die Gründung der amerikanischen Kolonisation entstanden. Das war eine Gesellschaft, die sich darum bemüht hat, die Sklaven wieder nach Afrika zu bringen. Die wollten die Sklaven nicht befreien, wollten sie nach Afrika bringen. Die ist damals entstanden worden. Und weiß jemand noch, wer das ist? Das ist Manuel Lacunza. Ich weiß, dieser Jesuit, der schon lange tot ist zu diesem Zeitpunkt, aber dessen Schriften jetzt so langsam veröffentlicht worden sind. Und 1816 ist die erste vollständige Ausgabe seines gesamten Manuskripts erschienen. In Spanisch, in London, hier 1816. Immer noch heißt das Buch La Venida del Mesías en Gloria y Majestad. Und das war vor allem für Südamerika bestimmt. Dieses Buch ist komplett nach Südamerika, vor allem Argentinien gegangen und hat dort den ganzen Kontinent auf den Kopf gestellt. Die Ankunft des Herrn Jesu.

[37:27] Noch etwas, was interessant ist, hier Alexander Kempe, der seit einigen Jahren in der Erweckungsbewegung in Amerika schwer aktiv gewesen ist, fängt seit dem Jahr 1816 an, etwas zu sagen, was wir heute nur allzu gut kennen, was aber seinen Ursprung mit ihm hat. Er war einer der Ersten, die gesagt haben, das alte Testament brauchen wir gar nicht mehr. Das ist der alte Boden, der ist abgeschafft. Wir als Christen, vor allem als jetzt Bibelchristen, die erweckt sind, brauchen nur noch das neue Testament. So sehen wir also, wie in dieser Erweckungsbewegung langsam Weichen gestellt worden sind, die weg von der Wahrheit geführt haben. Und das, was heute so oft geglaubt wird, nimmt seinen Anfang hier mit diesem Alexander Kempe zum Beispiel. Er hat solche Sachen gesagt, der Buchstabe tötet, der Geist macht lebendig und so weiter und so fort.

[38:12] Nur einige wenige Minuten noch zum Jahr 1817. William Miller, die ganze Zeit damit beschäftigt, die Bibel zu studieren, hat jetzt von der restlichen Welt nicht mehr so viel mitbekommen. Da gab es vor allem Unabhängigkeitskrieg in Chile, während in Europa und Amerika jetzt alles ruhig war. In Südamerika war Krieg. Die Chilen haben sich gegen die spanische Besatzung erfolgreich zu Wehr gesetzt und haben sie vertrieben. Ein neuer US-Präsident ist gekommen, James Monroe, weiß nicht, ob jemand den Namen mal gehört hat, war der fünfte US-Präsident, auch wieder aus der Partei Millers, den Republikaner Demokraten. Und diese Erweckungsbewegung, die in den Jahren 1816, 1817 in Amerika einen Höhepunkt erreicht hat, da sind so viele beklärt worden wie nie zuvor, die hat auch so langsam ganz wenig auch auf Europa übergegriffen. Einer derjenigen, die das indiziert haben, war er hier, Robert Haldane. Er war in Schotte und er hat sich nach Kontinentaleuropa aufgemacht, vor allem in die Schweiz, weil dort immer mehr Rationalismus und Bibelkritik Einzug gehalten haben. Und er hat dort angefangen, zu den Theologiestudenten zu predigen. Dort in der Schweiz, vor allem in Genf, hatte man gelehrt, dass Jesus vor der Geburt, also vor seiner Geburt niemals existiert hat und viele andere solche Dinge, die sozusagen alle Wunder und alles, was nicht mit dem Verstand erklärbar ist, wegrationalisiert haben. Und er hat die wahren biblischen Lehren gepredigt, hat daraufhin ein Redeverbot bekommen und hat große Probleme bekommen, dort im Jahre 1817.

[39:44] Noch eine andere entscheidende Bekehrung ist die von diesem Mann hier, von Henry Drummond. Er war Bankier in London, reicher Mann und ein Parlamentarier, hat im englischen Parlament gesessen, hat wirklich eine einflussreiche Persönlichkeit, hat sich im Jahre 1817 mit 31 Jahren in England bekehrt, ist aus der anglikanischen Kirche ausgetreten und ist durch Untertauchen getauft worden und hat sich auf den Weg gemacht nach Israel und ist aber in Italien hängen geblieben und hat dann Rom besucht und Genf und einige andere Städte. Und er hatte die Bürde gehabt, diese Bewegung, die es schon in England gab, diese Prophetiebewegung und auch alles, was aus Amerika rübergeschabt ist, auch auf den Kontinent zu bringen, nach Mitteleuropa. Und er wird noch in den nächsten Jahren sehr einflussreich sein, um diese Adventbewegung in Europa zu unterstützen, denn er war sehr reich als Banker und bekehrt. Weiß jemand, welche Geschichte ihn bekehrt haben könnte? Jetzt ist es ein bisschen einfacher. Der reiche Junge, ganz genau, das hat ihn bekehrt. Übrigens in diesem Jahr 1817 ist auch die erste Dresine gefahren in Mannheim. Der technische Vorstandfortschritt nahm zu, aber noch im selben Jahr hat ein junger Politiker seine Karriere verloren, weil er behauptet hat, Dampfantrieb könnte man auch auf dem Land benutzen. Die Leute haben gesagt, du spinnst, das wird niemals passieren. Also es gab technischen Fortschritt, aber viele Sachen konnte man sich im Leben noch nicht vorstellen. Das ist eine ganz interessante Geschichte, da musst du dich wirklich staunen.

[41:13] Am 1. August ist diese Frau hier gestorben, das ist natürlich nur ein Gemälde, und zwar Theron de Mericourt. Sie war die Frau, die während der französischen Revolution als die Göttin der Vernunft angebetet worden ist. Sie war eine Tänzerin im Theater, sie ist ja damals bei dieser Anbetungsszene sogar enthüllt worden, ganz nackt, und sie war die Göttin der Vernunft. Und sie ist am 1. August 1817 gestorben und ratet mal wo? In einem Armenhaus für geistig Gestörte. Die Ironie der Geschichte ist, dass die Göttin der Vernunft 20 Jahre ihres Lebens als Geisteskranke in einem Armenhaus verbracht hat. Sie wurde als Göttin der Vernunft angebetet und hat all ihre Vernunft verloren. Das ist interessant, wie Gott das manchmal macht. Wir haben die Geschichte von dem König in der Bibel, der sich anbeten lässt und dann dafür gestraft worden ist. Das ist eine interessante Geschichte. Wir sind fast am Ende angelangt.

[42:12] Hier haben wir noch, genau, in Preußen wird die Reformierte und die Lutherische Kirche werden zusammengefasst, zwangsweise durch den König Friedrich Wilhelm III. Der sieht interessant aus, nicht wahr? Das sind italienische Abenteurer mit Namen Giovanni Battista Belzoni und er findet diese berühmten Königsgräber im Tempel von Abu Simbel. Das war so die Zeit der Oberaner, der Abenteurer und der Archäologen. Das kennt man vielleicht auch. Weiß jemand, was das ist? Das ist das Wartburgfest, wo die deutschen Studenten gekommen sind, alle zusammen, um gegen die Politik zu rebellieren. Da war ordentlich was los jetzt mittlerweile in Europa, was auf der politischen Ebene passiert ist.

[43:08] Noch eine Geschichte von Josef Betz, der im Jahre 1817 vor allem in Südamerika unterwegs war mit Schiffen. Er war nach Brasilien mit einem Schiff gefahren als erster Matrose und auf einer Fahrt hatte er sich hier mit einem Schiff auf Martinique befunden und wie es so gang und gäbe war, es gibt da einen Kommandanten auf der Insel und wegen irgendeiner Banalität ist er mit dem Kapitän des Schiffes und mit der ganzen Schiffsbesatzung der Insel verwiesen worden. Ziemlich rüde. So haut ab hier. Okay, dann gehen wir halt. Sind früher losgefahren als sie es vorgehabt hätten. Als sie von der Insel wegfahren und einige Seemann entfernt sind, sehen sie wie ein Hurrikan die gesamte Insel verwüstet. Und er schreibt spät in seiner Biografie, er führt es auf die Vorsehung Gottes zurück, dass die verwiesen worden sind und damit am Leben geblieben sind. Und sind dann hier in die Karibik weitergefahren. Und so sehen wir diese Menschen. Wir wissen es manchmal gar nicht, wie oft Gott uns vor dem Tod rettet, weil wir noch ein großes Werk zu tun haben.

[44:17] Des Weiteren studiert Wolf auch 1817 immer noch am Collegio Romano und da kommt es zu einer interessanten Situation. Während eines Gesprächs sagt ein Student, dass der Papst Gott sei. Wolf sagt, er wurde rot wie ein Tutan. Er hat gesagt, der Papst ist Staub aus der Erde. Und dann kam es zu einer hitzigen Debatte, weil er gesagt hat, wie kannst du sowas sagen? Der Papst ist ein Staub aus der Erde. Und dann jeder einzelne Professor, selbst die Liberalsten, haben gesagt, wir müssen schon anerkennen, dass der Papst in einer gewissen Weise Gott ist. Dass er in einem geistlichen Sinne Gott ist, in einem erweiterten Sinne Gott ist. Und Wolf hat sich aufgeregt. Nein, er ist Staub aus der Erde, mehr nicht. Und er war natürlich auch jung. Er war mit seinen 21, 22 Jahren voller Eifer und wohl auch ein bisschen ambitioniert. Und er hat dann öffentlich gesagt, ich habe vor, Papst zu werden. Und wenn ich Papst werde, dann nenne ich mich, sagt er, Hildebrand I. Und dann werde ich die Heiligenverehrung abschaffen. Und ich werde, was werde ich abschaffen? Genau, das Zölibat. Das wollte er abschaffen. Hatte große Pläne. Es gibt noch ein paar amüsante Geschichten von ihm. Eines Tages war es so heiß im Studium. Sie hatten ihre einzelnen Studierzellen. Und dann kam so der Leiter mal vorbei und hat gesehen, ob sie auch fleißig studiert haben. Eines Tages war es so heiß in der prallen Hitze Italiens, dass er sich alle seiner Kleider einledigt hat und einfach nackt studiert hat. Und dann hat das der Leiter gesehen und ist dann zum Rektor gegangen. Schau mal, der sitzt da nackt in seiner Zelle und studiert. Und der Rektor soll gesagt haben, was soll man tun? Er ist ein Deutscher. Genau.

[45:48] Am 19.1817 wird die Bibelgesellschaft in Australien gegründet. Die kirchliche Missionsgesellschaft in England wird gegründet. In diesen Jahren 1816 und 1817 werden auch die ersten Sonntagsschulgesellschaften gegründet. Man fängt an in Amerika vor allem Sonntagsschulen einzuführen, um den Kindern systematischen Unterricht zu geben. In der Bibel. Und der hier geht nach Südafrika. Sein Name ist Robert Moffat. Er ist der erste Missionar nach Südafrika. Und hat dort auch eine der Einwohnersprachen gelernt. Die Bibel dort übersetzt. Sein ganzes Leben dort investiert in diese Missionswelt. Das ist die Zeit der Pioniere.

[46:31] 1817 kam auch noch folgendes Buch heraus von Leonard Heinrich Kelber. Das ist ein Deutscher. Aus Bayern. Ein Schulmeister. Und er nennt sein Buch vernünftige und schriftmäßige Gedanken über die Schöpfung und die Dauer der Welt. Insbesondere aber über die Nähe der Zukunft des Herrn. Zum Gericht des Antichrists und der unwillbar damit verbundenen Errichtung des herrlichen tausendjährigen Friedensreiches Jesu auf Erden. Und er setzt dem Ganzen ein Gedicht voran und sagt, der Zeiger an der Uhr steht auf der zwölften Stunde. Das Ziel ist nun erreicht und Babel geht zugrunde. Es hilft keinen Stützen mehr. Der große Tag ist da, den mancher Gottesknecht schon längst im Geiste sah. Also nicht nur in Amerika, nicht nur in England, auch in Bayern hier ganz bei uns in der Nähe sind solche Bücher geschrieben worden, die deutlich machen, Jesus kommt bald wieder.

[47:18] 1817 ist er gestorben. Timothy Dwight. Er war einer der Stützen der großen Entdeckungsbewegung. Ein Genie. Er konnte mit vier Jahren die Bibel lesen, mit sechs Jahren konnte er Latein, mit acht Jahren hat er Josephus gelesen, hat jeden Tag 14 Stunden studiert, hat sich dementsprechend die Augen kaputt gemacht und ist mit 65 gestorben. Aber er war einer der Hauptverantwortlichen, dass diese große Entdeckungsbewegung auch zu den Universitäten wie Yale und anderen gekommen ist.

[47:55] Und damit sind wir jetzt fast am Ende angekommen. Das fehlt noch. In der vierten Auflage seines Buches beschreibt Cunningham erneut, dass wir in der Zeit von Offenbarung 14 leben. Er bestätigt das und einige andere Bücher werden noch geschrieben. Eins noch ganz interessant, das heißt die prophetische Geschichte der christlichen Religion von John George Schmucker, einem Deutschen, der nach Amerika ausgewandert ist. Der zwar ein bisschen konfus hin und her rechnet, aber interessanterweise trotz falscher Berechnung auf das Jahr 1814 kommt. Man sagt 1814 kommt eine große Krise und nur 1850 beginnt das Millennium.

[48:34] Und während das alles passiert, studiert dieser Mann immer weiter. Tag für Tag. Seite für Seite. Kapitel für Kapitel. Buch für Buch und je mehr er das macht, desto mehr freut er sich, desto mehr entdeckt er. Was er entdeckt hat in diesen zwei Jahren des Studiums, das sehen wir das nächste Mal, wenn es heißt ein festes Fundament 1818 bis 1819.

[49:00] Unsere Frage heute ist ganz einfach. Hast du diesen Jesus kennengelernt, den William Miller kennengelernt hast? Hast du dich ihm in die Arme geworfen, so wie er sich ihm in die Arme geworfen hat und plötzlich sein Leben sich auf den Kopf gestellt hat? Dann haben wir nichts zu befürchten. Denn wir haben nichts zu befürchten, es sei denn, wir vergessen, wie Gott uns in der Vergangenheit geführt hat. Amen.


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