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In dieser Folge von „Die Zeit des Endes“ beleuchtet Christopher Kramp das Jahr 1822 und den Glauben von William Miller. Wir erfahren von den historischen Ereignissen des Jahres, wie der griechischen Unabhängigkeitserklärung und einem großen Schiffsunglück, und verfolgen die Reisen des Missionars Josef Wolff durch den Nahen Osten, von Palästina bis nach Ägypten. Gleichzeitig erleben wir die Reformen von Joseph Bates auf See und werfen einen Blick auf die 20 Glaubenspunkte, die William Miller 1822 festhielt, wobei der Schwerpunkt auf dem Evangelium und der Erlösung liegt.


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Serie: Die Zeit des Endes (Eine chronologische Darstellung der Adventgeschichte von 1798 bis in die 1850er)

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Transkript

[0:00] Ein wunderschönen guten Abend! Schön, dass ihr alle wieder da seid und dass ihr auch heute wieder gekommen seid und schön, dass ihr eingeschaltet habt auf joelmedia.de zu unserer nächsten Folge von "Die Zeit des Endes". Heute geht es um den Glauben von William Miller. Wir wollen wissen, was hat er im Laufe seines Bibelstudiums mal abgesehen von der Prophetie herausgefunden? Woran hat er geglaubt und was war das Fundament seiner Überzeugung? Und wir haben natürlich eine ganze Menge mehr noch, was wir heute besprechen wollen und studieren wollen. Und wie immer werden wir den Abend beginnen mit einem Gebet. Ich lade euch ein, kurz eure Hände zu falten und dann werden wir hineinsteigen ins Thema. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir jetzt noch einmal zu dir kommen können, dass wir dich bitten können, dass du bei uns bist und wir danken dir, dass du uns durch den Heiligen Geist zeigen möchtest, wie du jeden einzelnen Menschen von uns führst und wie du uns bewahrst in Not und Gefahr und wie du uns auch im Glauben Schritt für Schritt voranbringst. Und wenn wir in die Geschichte zurückschauen, dann lass uns daraus lernen, die Lektion, die du bereithältst für uns. Wir danken dir, dass du uns deinem unterstützen möchtest durch deinen Heiligen Geist. Amen.

[1:15] Heute werden wir uns vor allem mit einem Jahr beschäftigen, mit dem Jahr 1822. Und das Jahr 1822 begann mit einem Paukenschlag, nämlich gleich am 1. Januar. Weiß jemand unter uns, was am 1. Januar 1822 war? Das sind jetzt zwei Menschen, die müssten das eigentlich wissen. Griechenland hat seine Unabhängigkeit verkündigt. Am 1. Januar 1822 in der griechischen Revolution. 21 begann zwar die Revolution, aber am 1. Januar 22 haben sie ihre Unabhängigkeit verkündigt und haben dort sich vom Osmanischen Reich losgesagt. Und das war natürlich für viele Menschen eine große Sache, denn seit etlichen Jahren hatten Prophetieausleger vorausgesagt, dass das Osmanische Reich irgendwann zusammenbrechen wird. Und hier war das erste Gebiet, oder die erste Nation auf dem Gebiet des Osmanischen Reiches, die sich gegen die Türken erhoben haben. Und damit hat sich so manches bestätigt gesehen. Wir werden gleich noch mehr dazu zu sagen haben. Eine große Katastrophe ereignete sich dann nur zwei Wochen später, am 15. Januar. Hier sehen wir solche Schiffe aus China, sogenannte Dschunken. Und am 15. Januar ist so ein chinesisches Schiff untergegangen. Es handelt sich um eines der größten Schiffsunglücke der Weltgeschichte. 1600 Menschen sind gestorben, mehr als auf der Titanic. Und auch das ist natürlich eine eine schlimme Sache.

[2:47] Zunächst wollen wir uns ein bisschen wieder an Josef Wolff erinnern. Weiß jemand, wo wir ihn zurückgelassen haben das letzte Mal? England hat er bereits verlassen gehabt und hatte sich in den Nahen Osten begeben. Er war über Gibraltar und Malta nach Ägypten und dann über den Sinai bis nach Palästina vorgedrungen. Und wir haben gesehen, wie er dort zu den Juden gesprochen hat, wie er mit den Moslems Kontakt hatte. Und wie er sich vorgenommen hatte, noch nicht gleich nach Jerusalem zu gehen, sondern zunächst ein bisschen weiter nördlich zu reisen, um dort sein Arabisch noch ein bisschen aufzufrischen. Und jedenfalls ist er Anfang des Jahres 1822 dann von Jaffa aus zum Berg Karmel gereist. Und was liest man, wenn man auf dem Berg Karmel sitzt? Da oben hier, also das war so eine Reise von Jaffa, immer entlang der Küste. Hier ist der Berg Karmel. Was liest man da? In Singapur hat er schon gelesen, als er auf dem Berg Sinai war, ganz unten, in den Wochen vorher. Was liest man auf dem Berg Karmel, wenn man da mal hinkommt? Welche berühmte Geschichte hat sich auf dem Berg Karmel zugetragen? Die Elia-Geschichte, genau. Und dann hat er sich hier, da haben wir den Berg Karmel, oder das Gebirge, und dort gab es natürlich in der Gegend auch Christen. Und die hat er da versammelt und den Juden und Christen dort aus der Elia-Geschichte vorgelesen.

[4:21] Weiter ging es dann hier nach Akkon, das heutige moderne Akkon. Und auch dort hat er interessante Diskussionen gehabt. Er hat einen schwedischen Naturforscher gefunden, er hat mit einem Schweizer Religionsfanatiker gesprochen, hatte eine dreistündige Diskussion mit einem Rabbi und hat Schauer-Geschichten gehört über die türkischen Paschas, die dort regiert haben. Von einem ganz besonders, einem Pascha mit dem Beinamen der Schlechter, der seinen Untertanen die Nasen und Ohren hat abschneiden lassen. Von dort ist er dann weiter gereist, von Akkon, Richtung Beirut in den Libanon. Hier immer weiter nach Norden. Und er hat in seiner Reisegesellschaft so viele interessante Leute, unter anderem einen Christen, der hier auch aus der Levante war. Und dieser Christ besaß ein Weizenkorn. Und Wolff beschreibt das, das ist sehr interessant. Auf diesem Weizenkorn waren, wie auch immer das passiert ist und wie auch immer wer das bewerkstelligt hat, auf diesem Weizenkorn war das gesamte erste Kapitel des Korans auf Arabisch eingraviert. Und das konnte man mit dem Teleskop tatsächlich lesen. Und dieser Christ hat versucht, das zu verkaufen und damit sein Geld zu machen, aber es ist ihm nie richtig gelungen. Jedenfalls hat er eine ganze Reihe von interessanten Leuten dort getroffen.

[5:34] Er ist dann über Sidon und Tyrus gereist und hat dort zu vielen Juden gesprochen, hat Christus gepredigt. Auf dem Berg Libanon ist er dann in ein Kloster aufgenommen worden, in einem maronitischen Kloster und hat dort drei Monate sein Arabisch aufpoliert und praktiziert, weil er wusste, in Jerusalem wird vor allem Arabisch gesprochen, das muss ich können. Und hat dort auch die Religion der Drusen studiert. Weiß jemand, was die Drusen sind? Die Drusen sind eine Abspaltung der Muslime, die mit dem Koran nicht mehr viel zu tun haben. Eine Geheimreligion, die ungefähr so in dieser Gegend hier verbreitet ist, so Nordost-Israel, Libanon, Syrien. Eine Religion, die alle Religionen irgendwie anerkennt, aber zu der man auch nicht mehr sich bekehren kann, sondern man wird da hineingeboren und ist sehr geheim und er konnte auch nicht viel herausbekommen über diese Religion, aber ein bisschen was hat er studiert. Er hat so ein großes Interesse gehabt an den verschiedenen Kulturen, die er dort getroffen hat und hatte auch interessante Diskussionen mit einem katholischen Missionar und besonders interessant fand er, er hat dort einige Europäer getroffen, zum Beispiel Italiener, die Europa verlassen hatten, weil sie gesagt haben, in Europa sind wir nicht frei, die europäischen Königshäuser, die unterdrücken uns, wir suchen unser Abenteuer, wir suchen unsere Freiheit und sind dann in den Nahen Osten gegangen und sind dann als Sklaven von irgendwelchen Paschas geendet und haben sich natürlich fürchterlich geärgert, dass sie Europa jemals verlassen haben und da hat er sich natürlich ein bisschen darüber amüsiert, über so viel Dummheit.

[7:09] Am 22. Januar ist dann auch Joseph Bates wieder in See gestochen, nachdem er einige Wochen und Monate zu Hause geblieben war und ist wieder Richtung Süden und Pazifik als Kapitän gereist. Wir werden gleich noch sehen, was er dort erlebt hat. Am 26. Januar haben die Griechen einen großen Erfolg in ihrer Revolution errungen. Weiß jemand, was für eine Festung das ist? Das ist Agro-Korinth und die ist am 26. Januar eingenommen worden und dann am 15. Februar hatte dieser Mann seinen 40. Geburtstag. Das ist natürlich, wer? William Miller. 40 Jahre alt ist er geworden, so ist die Zeit vergangen schon mittlerweile. Aus dem jungen Deisten und kriegserfahrenen Veteranen ist jetzt ein fürsorglicher Vater, ein angesehener Bürger, der die Bibel studiert und der wirklich als guter Christ sich versucht, in seiner Gemeinde einzubringen. Er hat noch keinerlei große Anstrengungen unternommen, das, was er herausgefunden hat, weiter zu verbreiten. Mal hier eine Bemerkung, beim Nachbarn dort eine Bemerkung. Aber noch studiert er immer weiter und will sehen, ob das, was er dort gefunden hat mit der buchstäblichen Wiederkunft und der baldigen Nähe, ob das wirklich wahr ist. Und so studiert er weiter und wie gesagt, er feiert hier seinen 40. Geburtstag. Joseph Bates, wie gesagt, ist 30, zehn Jahre älter und Joseph Wolff zu diesem Zeitpunkt 27.

[8:46] Zu dem kehren wir jetzt zurück. Als er dann drei Monate im Libanon verbracht hat, ist er Anfang März wieder auf dem Weg zurück nach Süden und predigt dort in Akkon wieder vor einer großen Menge von Juden. Wohin auch kommt, überall versammelt er die Juden und predigt das Evangelium mit großem Enthusiasmus. Auf dem Weg dann von Akkon nach Jaffa wird er von Beduinen überfallen, die ihm alles wegnehmen, was er hat, inklusive der Kleider. Und das ist das zweite Mal schon, dass er sowas erlebt hat. Aber wer ein echter Missionar ist, den stört das nicht. Der geht weiter und in Jaffa werden ihm neue Kleider gegeben und er bereitet sich dann auf den Weg nach Jerusalem vor. Das war sein großer Kindheitstraum, einmal nach Jerusalem. Als er ein junger Knabe war, da hat er zwei Sachen sich gewünscht, entweder Papst und Rom werden oder Missionar in Jerusalem. Mit dem Papst und Rom hat es nicht geklappt, weil er dazu aufmüpfig war und jetzt ist er kurz davor nach Jerusalem zu gehen. Und mit einem Esel reitet er dann hier über Arimathäa, dem alten Arimathäa-Ramla heute, nach Jerusalem. Er wird dort noch einmal von Räubern festgehalten, kann sich aber mit einer geringen Summe Geld freikaufen.

[10:09] Interessanterweise beschreibt er es dann in seinem Buch. Auf diesem Weg nach Jerusalem befinden sich viele große Steine und er beschreibt dann, wenn ein großer Pascha oder ein großer Fürst sich auf den Weg macht nach Jerusalem, dann heißt es immer, bereitet den Weg. Dann müssen die Steine weggenommen werden und das erklärt eine der berühmtesten Passagen in Jesaja 40, wo es heißt, bereitet den Weg dem Herrn. Etwas, was damals Gang und Gebe war, diese Straßen dann vorzubereiten, dass ein König oder Pascha oder Sultan, wer auch immer, geradeaus gehen kann, ohne irgendwie zu stolpern. Und dann am 8. März ist es soweit. Josef Wolff, unser deutscher Adventpionier im Nahen Osten, kommt an die Stadtmauern von Jerusalem und die Tore sind sogar verschlossen, weil man vor den vielen Räubern, die drumherum wohnen, immer wieder Angst hat. Und er ruft dann und jemand auf der Mauer hört ihn und dann werden die Schlüssel gesucht und er beschreibt dann interessanterweise, was für Schlüssel das sind. Die Schlüssel dort in Jerusalem sind nicht Schlüssel wie bei uns, wo man die Tür zuschließt, sondern mit den Schlüsseln dort wird eine Tür zugebunden oder gelöst. Und als er das sieht, erklärt er, er versteht zum ersten Mal, was Jesus meint, als er sagt, ich gebe dir die Schlüssel des Himmels und was immer du binden wirst und was du lösen wirst. Das sind so viele Dinge, die er da vor Ort dann plötzlich zum ersten Mal richtig begreift.

[11:40] Und Tag und Nacht hört er da von den Stadtmauern den Ruf der muslimischen Wächter, großes Allah und Mohammed ist sein Prophet. Bevor das Tor geöffnet wird, steht er da vor der vor der Stadtmauer und singt dann ein selbst komponiertes Lied über Jerusalem, so begeistert ist er. Und als er dann nach Jerusalem hineinkommt, zieht er zunächst in ein Kloster der italienischen Franziskaner und wechselt dann in ein armenisches Kloster. Und er hat dort die Gelegenheit zu Juden zu sprechen, zu Armeniern, zu Türken, zu Katholiken, alle möglichen Gruppen kommen dort zu ihm und er predigt das Evangelium in Italienisch, in Hebräisch, in Arabisch, in Deutsch und in Englisch. Also mit welcher Sprache man auch ankam, Joseph Wolff konnte so ziemlich alles und konnte das Evangelium predigen. Er hat sich dann zu dieser Zeit manchmal auch vorgestellt als der Missionar zu allen Völkern. Er hat dann auch Kontakt hergestellt zwischen dem griechischen Kloster und hat dort festgestellt, dass dieses griechische Kloster von englischen und amerikanischen Missionaren mit Bibeln ausgestattet worden ist. Und die verbreitet er dann natürlich auch weiter. Und es gibt etliche Juden, die von ihm dann neue Testamente auf Hebräisch akzeptieren.

[12:59] Das war eines seiner Hauptziele als Missionar dort, das Neue Testament in Hebräisch unter den Juden zu verbreiten. Besonders stark fühlt er sich den armenischen Christen verbunden, die dort auch ein großes Kloster haben und er möchte diese armenischen Christen mit den englischen Christen ein bisschen mehr in Kontakt bringen und schafft es dort auch den Patriarchen davon zu überzeugen. Einer der Mönche unterbricht ihn dann und sagt zum Patriarchen, sieh dich vor vor den englischen Christen. Diese Missionare, die aus England kommen, mögen ja ganz toll sein, aber die Christen im Allgemeinen in England sind abgefallen. Sie glauben an Voltaire und an einen gewissen Martinus Lutherus, der nämlich einen Schwan angebetet hat. Und dann geht es noch weiter und heißt es, nicht nur hat dieser Lutherus einen Schwan angebetet, sondern gab es noch einen, der hat eine Gans angebetet und Wolff denkt sich, wovon reden die? Und dann geht es ihm auf, dass das Ganze ein Missverständnis ist, denn es geht um Jan Hus und Jan Hus ist böhmisch und heißt Gans und Luther ist auch böhmisch und heißt Schwan und über die vielen Jahrhunderte und die verschiedenen Sprachen ist es bei den Armeniern so angekommen, dass es da jemanden gab, der an einen Schwan geglaubt hat und der andere an eine Gans. Aber das konnte er zumindest teilweise berichtigen.

[14:22] Dann hat er in Jerusalem natürlich den Ölberg besucht, hat sich dort hingesetzt und hat dort mit den Mönchen gesprochen, hat den Juden aus Jesaja 14 vorgelesen, wo es heißt, dass Christus wiederkommen wird und mit seinem Fuß den Ölberg spalten wird. Dann ist er auch nach Bethlehem gegangen und auf das Feld der Hirten dort, was hat er dort gelesen? Die Geburt von Jesus, die Lukas 2 Geschichte, die berühmte Weihnachtsgeschichte. Das muss wahrscheinlich das Paradies für ihn gewesen sein, diese ganzen Orte zu besuchen und dort mit den ortsansässigen Juden und Muslimen über die Bibel zu sprechen. Außerdem besucht er noch den Jordan hier und dann sogar noch die Stelle, wo nach traditioneller Ansicht Sodom und Gomorra gestanden haben und man sieht da noch so ein bisschen die Reste der Katastrophe. In Jerusalem selbst besucht er dann das traditionelle Grab von Jesus und verschiedene andere Stellen.

[15:21] Er beschreibt dann, wie in Jerusalem es verschiedene Gruppen von Juden gibt. Da gibt es zum Beispiel die Sepharden, das sind die spanischen Juden, das sind die Reichen, die aus Spanien vertrieben worden sind und dann jetzt in Jerusalem leben. Dann gibt es auch die Aschkenasen, weiß jemand, woher die sind? Die Aschkenasen sind die Juden aus Deutschland, denn Aschkenas ist das jüdische Wort für Deutschland. Das sind also die aus Deutschland und Polen, die unterteilen sich nochmal in die sogenannten Pharisäer und die Chassidim, die streng und die nicht ganz so streng. Und dann gab es noch eine Gruppe und die ist sehr interessant, auf die werden wir später immer wieder zu sprechen kommen und zwar die sogenannten Karäer. Weiß nicht, wer von denen schon mal gehört hat. Die Karäer sind eine Gruppe von Juden, die den Talmud und alle jüdischen Legenden und Traditionen ablehnen, sondern sich nur an die Bibel halten. Wenn ja die restlichen Juden auch den Talmud haben und die Schriften der verschiedenen Rabbiner, haben die Karäer nur die Bibel und zu denen ist, zu denen war es besonders einfach, die Bibel zu predigen, das Neue Testament. Und Wolff hat sich immer wieder auch besonders um die Karäer gekümmert und sie werden später für die Adventgeschichte nicht unwichtig werden, wenn wir noch dann in späteren Wochen mal sehen. Und mit ihnen predigt er vor allem über Jesaja 53, das große Kapitel aus dem Alten Testament, das Jesus Christus hervorruft.

[16:33] Und dann hat er die Gelegenheit mit dem berühmtesten Rabbi zu der Zeit in Jerusalem zu sprechen mit Rabbi Mendel, der von allen verehrt wird und sie sprechen über die Bibel und der Rabbi versucht ihn zum Judentum zurückzubekehren. Und Joseph Wolff mit seiner Bibel in der Hand hat natürlich die klarsten Texte auf der Hand und sagt zum Beispiel, wie interpretierst du 1. Mose 3 Vers 15? Wer ist dieser Same, der der Schlange den Kopf zertreten wird? Und Rabbi Mendel sagt, das war Jerobeam, denn Jerobeam wurde von Satan in die Ferse gestochen und ist deswegen abgefallen. Und so versucht dieser Rabbi alles umzudrehen. Interessanterweise trifft dann Joseph Wolff einen anderen Rabbi, der ihm hilft im Talmud Stellen zu finden, die man gegen die Juden verwenden kann. Und dann studiert er mit dem einen Rabbi diese Stellen, geht dann mit diesen Stellen zum anderen Rabbi und sagt, dass im Talmud steht, dass irgendwann das Schweinefleischverbot aufhört. Glaubst du das? Und der Rabbi sagt dann, das hast du nicht selbst rausgefunden, das hatte dieser andere komische Rabbi gesagt. Und so ging es immer hin und her. Tatsächlich versucht einer der Rabbis ihn dadurch zu bekehren, indem er ihn am Sabbat zum Essen einlädt und ein bestimmtes Gericht macht, von dem es heißt, wenn man dieses Gericht am Sabbat viel isst, wird man ein Jude. Aber es hat natürlich auch nichts geholfen.

[17:59] Und Joseph Wolff ist dann weitergereist, von Jerusalem wieder nach Norden und über Jaffa und Samaria beim Berg Libanon. Und auf dem Weg dorthin hat er eine sehr, sehr schöne Christin getroffen, in die er sich sehr verliebt hat. Und einer seiner Reisegenossen, ein Amerikaner, sagt, Wolff, egal was du jetzt sagst, ich weiß, du magst sie. Und Wolff sagt, ja, ja, das hast du schon recht. Ich muss dir nur eine Frage stellen und wenn sie die richtig beantwortet, ist sie morgen meine Frau. Und dann stellt er diese Frage und sagt, was denkst du eigentlich über die Bekehrung der Juden? Wäre es gut, wenn die Juden sich zu Christus bekehren? Das ist ein ganzes Ziel. Dann sagt diese junge Christin, also wenn die Juden sich zu Christus bekehren, dann werde ich Muslim, weil ich möchte mit den Juden nichts zu tun haben. Und Wolff sagt, Moment mal, ich bin doch auch ein Jude. Ja, das glaube ich aber nicht wirklich. Du siehst so unjüdisch aus. Wahrscheinlich bist du nur der Sohn, der illegitime Sohn eines Christen. Worauf Wolff das Gespräch beendet und nie wieder mit ihr spricht.

[19:11] Das war's dann. Er reist dann weiter in die syrische Hafenstadt Latakia, das ist da oben. Und dort predigt er jetzt endlich mal zu den Muslimen vor allem. Und das ruft wirklich fanatische Reaktionen hervor. Und er muss sich da ein bisschen vorsehen. Von dort geht es weiter nach Antiochia. Und auf dem Weg hat er doch tatsächlich die Muße, einen Beduinen zu fragen, ob ihm in der Wüste nicht eine Tasse heiße Schokolade machen könnte. Also dieser Mann war wirklich nicht auf den Mund gefallen.

[19:48] 20. März. Joseph Bates, der auf dem Weg nach Süden war, ankert in Rio de Janeiro. Dort ist er angekommen. Er findet aber keinen Abnehmer für seine Ladung und segelt dann weiter von Rio de Janeiro nach hier zum Rio de la Plata, ins heutige Argentinien. Und dort an der Küste von Uruguay hören sie das Bellen der Seehunde. Und er verkauft dann in Buenos Aires seine Ladung, der Gewinn bringt, und besucht die Stadt. Natürlich jetzt eine ganz andere Welt dort. Hochkatholisch. Er sieht den abergläubischen Katholizismus dieser Menschen. Vor allem dann, wenn eine Prozession stattfindet, wenn die Hostie durch die Straßen getragen wird, dann kommen die Soldaten und zwingen die Bevölkerung, sich niederzuknien. Und selbst die freien Engländer, Amerikaner, müssen sich in Seitenstraßen verkriechen, damit sie nicht gezwungen werden, sich niederzuknien vor dieser Hostie. Es ist erst zwei Jahre her, dass die Inquisition abgeschafft worden ist. Und Joseph Bates ist sehr erstaunt, weil er so viel Aberglauben natürlich aus Amerika nicht gewohnt ist.

[20:56] Er muss dann sein Schiff hier vorbereiten auf die Umsegelung von Kap Horn. Er möchte auf die andere Seite von Südamerika reisen. Und dazu muss er viele Dinge einkaufen und deswegen auch öfter mal durch die Pampas reiten, auf halbwilden Pferden. Er beschreibt das sehr anschaulich. Wir haben nicht die Zeit, das alles zu lesen, aber es ist sehr interessant, wie er dort durch Sumpf und Moor und Pampa auf den Pferden reitet. Und schlussendlich kauft er eine Ladung und segelt dann weiter. Und dort möchte er dann nach Lima und er sagt dann folgendes. Nachdem ich auf meiner vorherigen Reise beschlossen hatte, nie wieder hochprozentige Getränke zu gebrauchen, abgesehen von medizinischen Fällen, so entschied ich mich nun, nie wieder auch nur ein Glas Wein zu trinken. Also er hat jetzt so Schritt für Schritt sein Leben reformiert. Erstmal letztes Jahr, 1821, nie wieder hochprozentige alkoholische Getränke. Als Matrose, als Kapitän. Jetzt keinen Wein mehr. Bier hat er manchmal noch getrunken, aber keinen Wein mehr. Mit dieser Reform stand ich ganz alleine da und wurde mit spöttischen Kommentaren von denjenigen bedacht, mit denen ich danach in Gesellschaft war. Besonders dann, wenn ich es ablehnte, mit ihnen zu trinken. Und er war standhaft. Er hat nicht ein einziges Mal diesen Entschluss rückgängig gemacht.

[22:22] Dann, am 11. April, ein trauriger Tag in der Geschichte Griechenlands. Auf der Insel Chios richten die Türken ein großes Massaker an. Zigtausende werden umgebracht, der Rest wird versklavt. Und als Strafe dafür schafft das dann ein griechischer Freiheitskämpfer Kanaris, einige Wochen und Monate später ein Flaggschiff der Türken zu versenken. Also diese Revolution war da im vollen Gange.

[23:00] Gehen wir zurück zu Josef Wolff. Im Mai befindet er sich jetzt in Antiochia und reist von dort nach Aleppo, hier in Syrien. Und dort ist wirklich eine schöne Stadt, ein angenehmes Klima. Die Muslime, die Christen, die Juden, auch die europäischen Ausländer leben alle freundlich zusammen. Er verbreitet das Wort Gottes in Hebräisch, in Persisch, in Arabisch. Und als einige Juden ihn dann fragen, was er von Jesus hält, sagt er voller Überzeugung, Jesus ist der Sohn Gottes, er ist Gott von Ewigkeit. Und die sind natürlich ganz entrüstet, aber ein Jude sagt öffentlich, Wolff hat Recht. Und dieser Jude ist am nächsten Morgen tot im Bett. Eine interessante Zeit.

[23:52] Jetzt, das haben wir falsch eingeordnet hier. Josef Bates reist dann von Argentinien Richtung Süden. Er möchte auf den Falkland-Inseln ankern, schafft das aber nicht und muss dann Kap Horn umsegeln, hier an den südlichsten Punkt von Südamerika. Zu der Zeit ist dort aber großer Sturm. Es treiben Eisberge im Meer und das Schiff sinkt beinahe. Also ohnehin wäre sein Leben hier zu Ende gewesen. Es gelingt ihm aber am Ende doch die Umsegelung und sie reisen dann weiter Richtung Juan-Fernandez-Insel. Weiß jemand, woher diese Insel berühmt ist, diese Insel Juan Fernandez? Das ist die Insel, wo die Geschichte von Robinson Crusoe spielt. Deswegen heißt auch eine Insel auf dem Archipel Robinson-Crusoe-Insel. Und von dort geht es dann weiter nach Lima, hier nach Peru und dann nach Pisco. Dort werden sie sogar von Soldaten bedroht. Zu dem Zeitpunkt in den 20er Jahren war Südamerika in großer Aufregung, denn die ganzen einzelnen Staaten haben sich zu der Zeit entwickelt. Die Argentinier und die Brasilianer und die Kolumbianer alle haben sich von den Spaniern freigemacht und die ganzen patriotischen Soldaten haben dort das Land unter Kontrolle gehabt. Und einer von Bates Matrosen soll sogar beinahe erschossen werden, aber weil sein eigenes Schiff Kanonen hat, lassen die Patrioten dann doch diesen Matrosen am Leben.

[25:39] Und Bates nimmt sich die Zeit, dort viel in Peru zu studieren. Er liebt die Landschaft, diese vielen Berge, diese Anden. Er findet noch Anzeichen eines großen Erdbebens, das 77 Jahre zuvor stattgefunden hat. Sie besuchen die vielen katholischen Kirchen, die allerdings immer mehr geraubt werden von den Patrioten. Und eines Tages passiert etwas Interessantes. Er sieht auch die ganzen katholischen Priester in den Spielhöllen und in den Billardtischen und er ist wirklich ein bisschen abgestoßen von dieser ganzen Welt, obwohl die Landschaft ganz toll ist. Und dann verkauft er eines Tages sein Schiff für 10.000 Dollar. Und das ist heute schon viel Geld, das war damals ein wirkliches Vermögen. Und das Problem ist nur, wenn man so viel Geld hat, muss man es irgendwo deponieren. Und er segelt dann auf einem anderen Schiff und dieser Schiff, dieser Kommandant, versucht dann mit 7.000 Dollar zu fliehen. Und nur mithilfe eines amerikanischen Walfangschiffes kann Bates das Geld wiederholen und übergibt dann das Geld einem US-amerikanischen Schiff. Es war gar nicht so einfach, damals reich zu sein, vor allem auf See. Wem kann man da auch vertrauen? Aber Joseph Bates hat ja wirklich viel, viel Geld verdient in dieser Zeit als Händler in Südamerika. Und das wird später noch von nicht geringer Bedeutung sein.

[27:15] Springen wir zurück hier zu Joseph Wolff in Aleppo. Wir sind jetzt im August und eines Tages, Anfang August, entscheidet sich Wolff, die Stadt Aleppo zu verlassen, in ein kleines Dorf in der Nähe, Husia. Und er ist erst wenige Stunden aus Aleppo raus, es ist schon dunkel, und er und seine sechsköpfige Karawane übernachten in der Wüste. Einige Leute kommen aus dem nahegelegenen Dorf Husia und sagen, kommt doch, schlaft bei uns. Und er sagt, nee, ich möchte gerne unter freiem Himmel schlafen. Und dann sitzen sie noch ein bisschen ums Feuer, Joseph Wolff erzählt wieder aus der Bibel, predigt. Und plötzlich kracht es.

[28:04] Die Tage vorher waren schon ungewöhnlich gewesen in Aleppo. Das Wasser aus dem Brunnen war enorm heiß gewesen. Die Winde waren enorm heiß, man hatte das Gefühl, es weht direkt aus dem Ofen. Und jetzt in diesem Moment kracht die Erde. Es gibt ein gewaltiges Erdbeben und innerhalb von wenigen Sekunden stürzen nicht nur alle Häuser in Aleppo, sondern auch in den umliegenden Ortschaften alle zusammen. Wäre Joseph Wolff auch ein paar Stunden länger in Aleppo geblieben, wahrscheinlich wäre er tot gewesen. Man sagt, dass ungefähr 60.000 Menschen im Großraum Aleppo bei diesem gewaltigen Erdbeben ums Leben gekommen sind. Und er sagt, von einem Moment auf den anderen war die ganze Wüste auf den Kopf gestellt. Vorher war alles ruhig und die Beduinen haben alle an ihren Lagerfeuern gesessen und plötzlich schreit alles durcheinander. Und alle rufen, Allah ist groß und der Tag des Herrn ist gekommen und die Christen rufen, das jüngste Gericht ist gekommen. Als sie dann am nächsten Morgen an einem anderen Ort sind, dort wird er Überlebende besuchen und betet mit ihnen und während sie beten gibt es noch Nachbeben. Also wirklich eine ziemlich krasse Geschichte, die er erlebt hat.

[29:18] Und ein Magier versucht sich von der ganzen Situation Gewinn zu ziehen, indem er den Menschen einredet, es käme jetzt eine große Flut und die Welt würde untergehen. Und Joseph Wolff muss ihm dann aus der Bibel zeigen, dass die Welt nie wieder durch Wasser vernichtet werden wird.

[29:38] Von dort, von Latakia aus, segelt er weiter nach Zypern. Und in Zypern hört er, dass es in der Hauptstadt von Zypern, in Nikosia, große Gefahr für die Griechen besteht. Wahrscheinlich wissen wir, dass Zypern geteilt ist, da gibt es viele Türken und viele Griechen. Und die Türken waren nicht gut zu sprechen auf die Griechen, wegen der Revolution. Und er hört, dass es geplant ist, an diesen Griechen dort auch ein Massaker auszuführen. Und deswegen reist Joseph Wolff in großer Hast von Latakia, der Hafenstadt, nach Nikosia und rettet dort tatsächlich noch sechs Menschen das Leben. 207 sind schon umgebracht worden. Und er nimmt sich der Kinder an, die dort verwaist worden sind, und schickt sie dann nach England. Also der Mann hat wirklich eine ganze Weile gelebt, vom Erdbeben zum Massaker und dabei immer noch den Menschen das Evangelium gepredigt. Und wie gesagt, er hat etliche Kinder von denen, die er dann dort auf sich genommen hat, hat er dann mit Schiffen nach England gebracht. Viele davon sind dann später auch recht berühmte Griechen geworden in ihrem Land.

[30:52] Des Weiteren ist er dann nach Malta gereist und von dort mit zwei amerikanischen Missionaren wieder nach Ägypten. Und dort unter anderem nach Alexandria in das Haus einer Jüdin, weil er hat dort niemanden von seinen Freunden getroffen. Und ihm wurde empfohlen, geh doch in das Haus dieser Jüdin und übernachte dort mit deinen amerikanischen Missionaren. Und das macht er auch. Und sie haben dort eine Diskussion und Wolff und die beiden Missionare aus Amerika, sie predigen das Evangelium mit großer Vollmacht. Am nächsten Morgen treffen sie dann einige Europäer und erzählen ihnen, wie sie die Juden dort wirklich überzeugen konnten am Evangelium. Und dann fragen die Europäer, ja wo seid ihr denn gewesen? In welchem Haus? Und dann sagt Wolff, naja in dem Haus von der Jüdin so und so. Und dann fangen alle an zu lachen. Und Wolff sagt, ja warum? Naja, diese Jüdin ist eine Prostituierte. Ihr wart im Haus einer Prostituierten? Und Wolff sagt, was? Und dann erzählt er seinen amerikanischen Freunden und sagt, was sollen wir jetzt machen? Und einer der Amerikaner sagt, wir sind Missionare. Wir sind gekommen, um die Sünder zu retten, nicht die Gerechten. Wir bleiben jetzt hier. Und so bleiben sie dort in diesem Haus. Und all die Nobles der Gesellschaft, egal ob Juden oder Türken oder wer auch immer, kommen jetzt in dieses Bordell und hören Wolff und die beiden anderen Missionare predigen. Sogar den Gottesdienst lassen sie dort stattfinden. Wolf predigt dort in Arabisch, in Deutsch, in Hebräisch, in Persisch und in Italienisch. Die Amerikaner dazu noch in Englisch, Französisch und Griechisch. Und das alles in diesem Bordell dort in Alexandria.

[32:23] Von dort aus reisen sie dann weiter nach Oberägypten, wo sich die Amerikaner leider manchmal mehr für die Tempel von Luxor interessieren, als für die Menschen. Aber Wolff interessiert das gar nicht, die ganzen Pyramiden und so weiter. Er predigt hier zu den Kopten, den koptischen Christen in Theben und Assuan. Von dort geht es weiter nach Kairo und dort wieder nach Jerusalem, wo er dann bis ans Ende des Jahres bleibt. Das alles in einem Jahr, nicht wahr? Und wir werden sehen, er wird noch viel mehr erlebt haben nächstes Jahr.

[32:53] Aber wir wollen uns jetzt noch kurz Gedanken machen über William Miller, der am 5. September 1822, also wie gesagt jetzt 40 Jahre alt, folgendes niederschreibt. Hiermit gebe ich zu, dass ich seit langem glaube, dass es meine Pflicht ist, ein kurzes Statement meines Glaubens und was meine Praxis sein sollte, zur Überprüfung durch meine Geschwister, Freunde und Kinder niederzuschreiben. Hätte da stehen sollen. Und ich bete zu Gott, dass er mir vergibt dort, wo ich in Ehre gegangen bin. Ich habe darüber gebetet und intensiv nachgedacht und hinterlasse das folgende als meinen Glauben, und das gefällt mir besonders gut, und behalte mir das Privileg der Korrektur vor. Also hat sich jetzt nach etlichen Jahren Bibelstudium gesagt, ich muss mal niederschreiben, was ich so glaube. Nicht wahr, dass ich mir selbst beim Klaren bin, auch alle anderen. Das ist das, was ich rausgefunden habe durch die Bibel. Und es sind 20 Glaubenspunkte, die er notiert hat.

[33:56] Kann jemand mal schätzen, wie viele davon werden wahrscheinlich mit Prophetie zusammenhängen? Hälfte, 10, okay. Hat jemand ein anderes Angebot? 15, okay. Wir schauen uns das mal kurz an. Hier haben wir den ersten Glaubenspunkt. Das ist immer der Wortlaut von William Miller. Ich glaube, dass die Bibel dem Menschen von Gott gegeben worden ist, als Maßstab unserer Praxis und als Leitschnur unseres Glaubens, dass sie eine Offenbarung von Gott an den Menschen ist. Können wir damit zustimmen? Wunderbar.

[34:31] Zweitens, ich glaube an einen lebendigen und wahren Gott und dass es drei Personen in der Gottheit gibt. Übrigens, nur ganz nebenbei. Es gibt Menschen, die behaupten, dass keiner von Adventpionieren an die Dreieinigkeit geglaubt hätte. Hier haben wir schon den ersten Beweis, dass das nicht stimmt. William Miller, der größte aller Adventpioniere, der erste, sagt ganz deutlich, ich glaube, dass es einen Gott gibt und dass es drei Personen in der Gottheit sind. Aber interessanterweise hat er eine merkwürdige Begründung. Was ist eine Begründung? So wie es im Menschen den Körper, die Seele und den Geist gibt. Und dann schreibt er etwas Interessantes dazu. Er sagt, wenn jemand mir erklärt, wie diese existieren, dann werde ich ihm erklären, wie die drei Personen des dreieinigen Gottes miteinander verbunden sind. Er sagt, wenn man das eine nicht erklären kann, kann man das andere auch nicht erklären. Also ich würde jetzt nicht behaupten, dass das die beste Begründung dafür ist. Ich glaube, es gibt bessere Begründungen, aber naja, wie auch immer. Das ist, was er herausgefunden hat für sich erstmal so.

[35:20] Dritter Glaubenspunkt, ich glaube, dass Gott durch seinen Sohn den Menschen im Bilde des dreieinigen Gottes geschaffen hat, mit Körper, Seele und Geist. Also das war ihm wirklich wichtig. Und dass er als moralisches Wesen geschaffen worden ist, fähig zu leben und die Gebote seines Schöpfers zu halten oder zu übertreten. Auch das ist natürlich ein wichtiger Punkt.

[35:44] Viertens, ich glaube, dass der Mensch versucht vom Feind alles Guten, übertrat und verunreinigt wurde. Durch diese Tat kam die Sünde in die Welt und alle Menschen wurden natürlicherweise Sünder, ausgestoßen von der Gegenwart Gottes und für immer seinem gerechten Zorn ausgesetzt. Also wir sehen, das ist eine gewisse Systematik. Erst die Bibel, dann Gott, dann der Mensch, wie er hätte sein sollen, dann der Mensch, dann der Sündenfall. Und wir sehen daran ein bisschen, wie William Miller methodisch gedacht hat. Sehr interessant.

[36:15] Fünfter Glaubenspunkt, ich glaube, dass Gott, der von Ewigkeit her wusste, welchen Gebrauch der Mensch von seiner Wahlmöglichkeit machen würde, in seinem ewigen Rat bestimmte, dass sein Sohn sterben sollte und dass durch seinen Tod den gefallenen Menschen Erlösung gegeben werden sollte, durch Mittel, die Gott erwählen würde. Gut, oder? Das ist im Prinzip diese Idee, dass Gott schon vorher wusste, dass er nicht überrascht war und diesen Plan der Lösung schon von Ewigkeit her ausersehen hatte.

[36:44] Er geht weiter. Sechstens, ich glaube, dass durch das Wirken des Heiligen Geistes Sünder zu Empfängern der Gnade gemacht werden, in Übereinstimmung mit dem göttlichen Plan, der auf der Weisheit und dem Wissen Gottes beruht. Seine, also die Früchte des Heiligen Geistes, offenbaren sich im Empfänger in Werken der Buße und des Glaubens. Und ohne ihn kann kein Mensch, kein Mensch hätte es heißen sollen, kann kein Mensch, der alt genug ist und zwischen Gut und Böse unterscheiden kann, ein Interesse am Blut und an der Gerechtigkeit Christi haben. Mit anderen Worten, ohne Heiligen Geist, ohne dass der Heilige Geist an uns wirkt, wird kein Mensch von alleine zu Jesus kommen. Keiner hat von alleine ein Interesse am Blut und an der Gerechtigkeit Jesus, selbst wenn er alt genug ist. Es ist der Heilige Geist, der uns zieht. Es ist der Heilige Geist, der uns drängt. Das ist auch wirklich ein wichtiger und richtiger Punkt.

[37:34] Siebens, ich glaube, dass Jesus Christus ein Angebot Gottes an Sünder für die Erlösung von der Sünde ist und dass die, die an seinen Namen glauben, ihn im Glauben annehmen, zu Gott gehen und Gnade finden können und dass diese unter keinen Umständen abgewiesen werden. Also, was er hier beschreibt, ist eigentlich die Erlösung, Schritt für Schritt. Sehen wir das? Ganz einfach nachvollziehen. Punkt für Punkt beschreibt er, wie ein Mensch gerettet werden kann. Das war sein Glaube.

[38:04] Schauen wir weiter, Vers 8. Ich glaube, dass Jesus das Opfer für die Sünden war, dass die Gerechtigkeit gefordert hatte und dass alle, die auf dem Kopf dieses Opfers ihre Sünden bekennen, Vergebung der Sünden durch das Blut der Versöhnung, die in Jesus ist, dem großen, Hohenpriester, der im Allerheiligsten ist, finden können. Jesus ist das Opfer, das die Gerechtigkeit gefordert hat und jeder kann Versöhnung finden und Vergebung der Sünden.

[38:32] Neuntens. Ich glaube, dass die Versöhnung durch die Fürsprache Jesu Christi und das Sprenkeln seines Blutes im Allerheiligsten, er hätte damals noch nicht geahnt, dass es da irgendwie eine Unterscheidung zwischen Heilig und Allerheiligsten gibt, damals für die Christen war das Heiligtum einfach nur Gott ist dort immer, Jesus ist dort im Allerheiligsten, was? Und sofort ins Allerheiligste gegangen. Es heißt hier, ich glaube, dass die Versöhnung durch die Fürsprache Jesu Christi und das Sprenkeln seines Blutes im Allerheiligsten und auf den Sündendeckel und das Volk stattfindet, wodurch der Geschädigte mit dem Misseltäter versöhnt wird. Der Misseltäter wird zur Unterwerfung unter den Willen Gottes gebracht und das Resultat ist Vergebung der Sünden, Gemeinschaft mit der göttlichen Person und der Haushalterschaft des Glaubens. Er hat schon geglaubt, dass Jesus dort Hohepriester ist. Er hatte geglaubt, dass Jesus jetzt schon zu seiner Zeit im Allerheiligsten ist und dort das Blut seit seiner Himmelfahrt auf den Sündendeckel sprengt. Das war Millers Verständnis.

[39:27] Zehntens. Ich glaube, dass alle, für die Christus eintritt, die durch einen lebendigen Glauben mit Gott verbunden sind und die Vergebung der Sünden durch das Sprenkeln des Blutes Christi erlangt haben, nicht verloren gehen können, sondern durch die mächtige Kraft Gottes durch Glauben an die Erlösung bewahrt werden. Hier zeigt sich so ein bisschen sein kalvinistischer Einschlag. Die Kalvinisten glauben ja, dass wenn man sich einmal zu Christus bekannt hat und man wirklich glaubt, man nicht wirklich verloren gehen kann. Das ist dann in späteren Jahrzehnten so ein bisschen vereinfacht worden zu dieser Formel einmal gerettet, immer gerettet. Ich würde sagen, dass Miller das so nicht geglaubt hat, aber man findet so ein bisschen diesen Gedanken hier drin, wenn man wirklich, man kann nicht verloren gehen. Wir werden gleich noch einen Punkt sehen, wo das auch noch drin war. Das liegt zum Teil daran, dass die Gemeinde, die er besucht hat, die Baptisten-Gemeinde, eine kalvinistische Baptisten-Gemeinde war. Dazu gleich noch mehr.

[40:23] Elfens. Ich glaube, dass alle Verheißungen Gottes in Christus Jesus erfüllt sind und werden. Also manche haben sie schon erfüllt, manche werden noch erfüllt. Und dass niemand aus der menschlichen Familie Anspruch auf die Verheißung der Gnade hat, außer denen, die durch den Geist in Christus Jesus geboren worden sind. Genauso wenig, wie die Menschen vor der Sintflut ohne betretene Arche hätten gerettet werden können. Weiß jemand, warum er das sagt? Es gibt einen Grund. Weil die meisten Christen, die in der Zeit geglaubt haben und heute noch glauben, dass die Juden trotzdem irgendwie noch Gottes besonderes Volk sind. Obwohl sie vielleicht nicht an Jesus glauben. Aber einer seiner Hauptpunkte war ja im Prophetiestudium gewesen, das Volk der Juden hat keine besondere prophetische Bedeutung mehr. Und alle Verheißungen erfüllen sich in Christus. Und nur in Christus ist man in der Familie Gottes. Und man kann nicht außerhalb von Christus gerettet werden. Sehr wichtiger Punkt.

[41:21] Übrigens, interessanterweise, nicht wahr? Man würde denken, William Millers Glaube, das ist Daniel 7, Daniel 8, Daniel 9. Aber in Wirklichkeit beschreibt er den Plan der Erlösung, wie jeder einzelne Mensch gerettet wird. Und das zeigt uns etwas über den Hauptgedanken, den er hatte. Es ging ihm nämlich darum, Menschen zu retten. Und das Problem der Sünde zu lösen. Und das ist eigentlich auch das Hauptthema der Bibel, nicht wahr? Und manchmal wird William Miller da ein bisschen reduziert auf das, was besonders bei ihm war.

[41:54] Vers 12. Ich glaube, dass Jesus Christus letztlich die Sünde der Welt hinwegnehmen wird und die Erde von aller Verschmutzung reinigen wird, sodass diese Erde durch Mittel, die er erwählt hat, zur ewigen Heimat der Heiligen werden wird. Alle Gläubigen werden erneuert, geheiligt, gerechtfertigt und verherrlicht sein.

[42:14] 13. Ich glaube, dass alle endgültig Unbußfertigen von der Erde vernichtet werden und an einen Ort gesandt werden, der dem Teufel und den Dämonen bereitet worden ist. Wie gesagt, er hat ja an die Unsterblichkeit der Seele geglaubt und vermutlich hier dann so etwas wie die Hölle oder etwas Ähnliches gemeint.

[42:30] Vers 14. Ich glaube, dass Jesus Christus persönlich und in seiner Herrlichkeit zu dieser Erde wiederkehren wird, wo er seine göttliche Absicht ausführen wird. Obwohl das ja einer seiner wichtigsten Punkte war, kommt das an Nummer was? An Nummer 14. Das zeigt, wie wichtig ihm das Evangelium war. Das Evangelium war für William Miller nicht nur ein notwendiges Anhängsel, es war das Zentrum. Und nur mit dem Evangelium macht die Wiederkunft Sinn. Und nur mit dem Evangelium macht die Prophetie Sinn. Das zeigt eine wirkliche Ausgewogenheit hier. Es heißt hier, wo er seine göttliche Absicht ausführen wird, indem er sein Volk retten, die Bösen von der Erde vernichten und die Sünde der Welt hinweg nehmen wird. Und bis hierhin hätte wahrscheinlich kein Christ der damaligen Zeit irgendwas dagegen gehabt.

[43:16] Das Erste, was jetzt ein bisschen merkwürdig ist in den Ohren der meisten Christen der damaligen Zeit, wäre Nummer 15. Ich glaube, dass die Wiederkunft Jesu Christi nahe ist. Ja, sogar an der Tür. Sogar innerhalb der nächsten 21 Jahre. Vor oder in 1843. Aber verpasst mir diesen Punkt nicht. Ich möchte ihn nochmal betonen. Wie viele Menschen, wenn sie das rausgefunden hätten, hätten das nicht zu Punkt Nummer 1 oder 2 oder 3 gemacht? Meine große Erkenntnis. Jesus kommt 1843 wieder. Für William Miller war es Punkt Nummer 15. Nachdem er den kompletten Plan der Erlösung beschrieben hat. Und das zeigt tatsächlich, wie er gedacht hat. Diese Jahreszahl hätte keine Bedeutung, wenn ein Mensch sich nicht wirklich zu Christus bekehrt. Und das werden wir auch später sehen. In all seinem Wirken ging es ihm immer um eine Sache. Dass Menschen sich zu Christus bekehren und ihr Herz ihm übergeben.

[44:11] Und ja, dann kam natürlich hier die Prophetie. 16. Artikel. Ich glaube, dass alle konfessionsgebundenen, wörtlich sektiererischen, weil damals war das Wort Sekte nichts weiter als Konfession. Alle konfessionsgebundenen Prinzipien erschüttert werden und die Verehrer der verschiedenen Konfessionen in alle vier Winde zerstreut werden. Also er hatte was dagegen, dass man sagt, ich bin Methodist, ich will mit dem Baptisten nichts zu tun haben. Ich bin Episkopaler, ich will mit den Presbyterianern nichts zu tun haben. Das hat ihn gestört. Und er sagt, bevor Christus wiederkommt, dass niemand in der Lage sein wird zu bestehen, außer denen, die auf dem Wort Gottes geboren sind. Nicht die Tradition von der Kirche oder der Kirche, sondern das Wort Gottes. Das war sein Prinzip. Ich glaube, das ist ein sehr gutes, sehr wichtiges Prinzip.

[45:00] 17. Ich glaube an die Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten, der Gerechten oder Gläubigen bei der Wiederkunft Christi und der Ungerechten tausend Jahre später. Wenn das Gericht an allen der Reihenfolge nach stattfindet bei den verschiedenen Auferstehungen. Wenn die Gerechten ewiges Leben und die Ungerechten ewige Verdammnis empfangen. Also das mit den beiden Auferstehungen und den tausend Jahren dazwischen hat er richtig und gut erkannt. Und hier zeigt sich vielleicht am deutlichsten sein kalvinistischer Einschlag. Ich glaube an die Lehre der Erwählung, basierend auf dem Willen, dem Ziel und dem Vorwissen Gottes. Und dass alle Erwählten durch die Heiligung des Geistes und den Glauben an die Wahrheit in das Reich Gottes gerettet werden. Die Kalvinisten glauben, dass Gott schon vorher erwählt hat, wer gerettet wird und wer nicht. Bis heute ein großer Streitpunkt in der protestantischen Christenheit, ob Gott vorher jemanden erwählt zur Errettung oder ob der Mensch sich frei entscheiden kann. Ich denke, die Bibel ist sehr deutlich, dass der Mensch sich frei entscheiden kann. Und William Miller war mit Sicherheit kein extremer Kalvinist. William Miller hat auch an die freie Entscheidung geglaubt, aber doch mit dem Hintergrund, dass wahrscheinlich Gott ihn dann doch erwählt hat dazu so ein wenig.

[46:02] Dann zeigt sich sein baptistisches Verständnis. Ich glaube an die Satzung der Taufe durch Untertauchen. Als eine Repräsentation des Begräbnisses und der Auferstehung Christi, sowie auch unseres Todes zur Sünde und unseres Lebens zur Heiligkeit.

[46:19] Und 20. Ich glaube an die Satzung des Abendmahls, als da ist und da hört es auf. Ich weiß nicht, ob seine Frau zum Essen gerufen hat. Er hat es nie zu Ende gemacht. Es steht 5. September. Er hat auch nie wieder ein neues Dokument verfasst. Und auch nie wieder etwas daran geändert. Das ist das, was wir wissen über seinen Glauben.

[46:46] Jetzt kommen wir zum Schluss. Eine Änderung im Glauben der katholischen Kirche gab es am 11. September 1822. Dort hat nämlich die Kongregation der römischen und allgemeinen Inquisition erlaubt, dass man jetzt das heliozentrische Weltbild verbreiten darf. Dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist. 1822. Und am 27. September hat dieser Mann Champollion den Stein von Rosetta entschlüsselt. Der war schon 1799 gefunden worden, aber es hatte 23 Jahre gedauert, bis man nach mehreren gescheiterten Versuchen endlich diese Hieroglyphen lesen konnte. Er hat es geschafft und damit hat man natürlich dann einen Quantensprung in der Ägyptologie erreicht.

[47:28] Am 20. Oktober im Wiener Kongress versucht man sich zu fragen, wie man diese ganzen Revolutionen in den Griff bekommen könnte. Die Russen schlagen vor, man sollte in Spanien zum Beispiel, wo gerade auch wieder Revolution ist, einmarschieren und dann beschließen die Franzosen das auch zu tun. Und noch einige Kleinigkeiten aus dem Jahr. Wie gesagt, in Südamerika gibt es jetzt viele neue Staaten. Die Spanier verlieren dort fast ihr gesamtes Territorium. Unter anderem wird Pedro I. zum Kaiser von Brasilien gekrönt. Und dieser junge Mann tritt auf die Szene. 1822. Von dem werden wir in den nächsten Wochen noch viel hören. Das ist Edward Irving. Er ist zu diesem Zeitpunkt 30 Jahre alt. Er kommt als junger Pastor nach London. Und er wird ganz schnell einer der berühmtesten Prediger seiner Zeit. Er ist so berühmt, weil er erstens ein brillanter Rhetoriker ist und zweitens unglaublich einfühlsam ist und sich um seine Gemeinde wieder gut kümmert. Er ist so berühmt, dass irgendwann seine Kirche aus allen Nähten platzt, dass die Leute Tickets kaufen müssen für seine Predigten und selbst dann noch Stunden vor dem Gottesdienst kommen müssen, um ihren Platz zu reservieren. Und Edward Irving wird bald noch eine große Rolle spielen in der englischen Adventbewegung. Er beginnt also hier 1822 seinen Dienst in London. Er kommt übrigens aus Schottland.

[48:54] Noch ein Buch aus der Zeit. Und ich glaube, dieses Buch bekommt jetzt den Preis für den längsten Titel. Es heißt hier, die Wiederkunft oder die herrliche Erscheinung unseres Herrn Jesus Christus. Ein Versuch in chronologischer Ordnung die Prophezeiung sowohl des Alten und des Neuen Testamentes zu erhellen, die sich beziehen auf die herannahende Erscheinung des Erlösers und die Offenbarung der Söhne Gottes, das Gericht der abgefallenen Nationen und des christlichen Glaubens, die Wiederherstellung Israels und die Errichtung des Königreichs Christi auf der Erde. Von Reverend John Fry. Und das Buch war dann noch umso länger. Und wir sehen hier wiederum die ganzen Kapitel, die besprochen werden. Nebukadnezars Traum, Daniel 2 und Daniels Vision von den vier Weltreichen, Daniel 7 und die Vision von dem Widder und dem Ziegenbock, Daniel 8. Es geht immer um dieselben Sachen. Ein Ausleger nach dem anderen kommt mit diesen Prophezeiungen aus dem Neuen Testament, aus der Offenbarung dann und sagt, Jesus kommt bald. Über die 2300 Jahre ist er sich nicht ganz sicher, der John Fry, aber auch er verkündigt, Jesus kommt jetzt wirklich sehr, sehr bald.

[50:12] Und in diesem Sinne ist er noch darauf hingewiesen, dass im Jahre 1822 weitere Missionsgesellschaften in Deutschland gegründet worden sind, in Köln und in Wesel. Und dass die erste Dampfzylinderpresse zum Einsatz kam und damit Zeitungen besser und schneller gedruckt werden konnten. Und dass auch diese Sklavenfrage in Amerika immer schlimmer wurde. Der Gericht hat dort in Kentucky entschieden, dass Neger und Mulatten keine Bürger im Sinne der US-Verfassung sind. Und der Gegensatz zwischen den Sklavenbefürwortern und den Sklavengegnern wurde immer stärker. Und ein letztes Buch, noch ganz kurz erwähnt, Russell Scott sagt in seinem Buch, analytische Untersuchungen über den Zustand der Toten, dass die Idee, dass die Seele unsterblich ist, eine heidnische Erfindung ist. Und hier finden wir immer mehr Menschen, vor allem in England, die das in Büchern schreiben und sich damit an die Weltöffentlichkeit wenden.

[51:15] Nächstes Mal in unserem Thema Wüstenlicht werden wir sehen, was hat William Miller gemacht mit dem, was er als Glauben festgehalten hat. Hat er sich in seinem Datum 1843 verrechnet, oder ist er zu denselben Schlussfolgerungen gekommen? Wir werden sehen, was macht Joseph Bates in der Frage mit dem Alkohol. Und wir werden natürlich sehen, wie hat Joseph Wolff weiter in dem Nahen Osten, in den Wüsten, das Licht des Evangeliums verbreitet. 1823, 1824, nächstes Mal werden wir das anschauen. Bis dahin wollen wir uns daran erinnern, dass wir nichts zu befürchten haben, es sei denn, wir vergessen, wie Gott uns in der Vergangenheit geführt hat. Und ich denke, wir können von William Miller lernen, dass das Evangelium im Zentrum steht. Und wir haben auch gesehen, dass William Miller vielleicht nicht in allem Recht gehabt hat, aber dass er sich selbst gerne hat korrigieren lassen und die Bibel zum Maßstab gemacht hat. Das wollen wir jetzt auch tun, wenn wir das Offenbarungsseminar haben. Dazu haben wir eine kurze Pause. Und dann werden wir uns gleich wieder melden. Gottes Segen euch, der zugeschaut hat. Und bis gleich in wenigen Minuten.


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