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Manuskript: CSH Studienmaterial Sacharja Teil 2

Diese Predigt aus der Cannstatt Study Hour Serie „Große Lehren von kleinen Propheten“ beleuchtet die Kapitel 8-14 des Buches Sacharja unter dem Titel „Das große Geschenk des Himmels“. Christopher Kramp erklärt die prophetischen Visionen, die sich auf Jesus Christus als Zentrum konzentrieren. Die Ausführungen reichen von Gottes Eifer für sein Volk und der Verheißung des Neuen Bundes bis hin zu messianischen Prophezeiungen über den kommenden König und die Bedeutung seines Opfers.

Die Botschaft betont Gottes Treue, die Erlösung durch das Blut des Neuen Bundes und die Hoffnung auf Wiederherstellung. Es wird auch auf die Rolle der Hirten und die Konsequenzen ihrer Handlungen eingegangen, sowie auf die letztendliche Erfüllung von Gottes Plänen in der Gemeinde und der Wiederkunft Christi.

In dieser Folge der Cannstatt Study Hour wird das Buch Sacharja, Kapitel 8 bis 14, unter dem Titel „Das große Geschenk des Himmels“ behandelt. Christopher Kramp beleuchtet die prophetischen Botschaften, die sich auf die Wiederherstellung Jerusalems, den kommenden Messias Jesus Christus und den neuen Bund beziehen. Die Lektion betont die Bedeutung von Gottes Treue, die Verheißung des neuen Bundes und die Rolle Jesu als dem wahren Hirten, der Erlösung bringt.

Die Ausführungen reichen von der Hoffnung auf eine wiederaufgebaute Stadt bis hin zur tiefgreifenden Symbolik des Leidens und der Erlösung durch Jesus. Es wird erklärt, wie die Prophezeiungen Sacharjas auf Jesus hinweisen und wie sie auch heute noch für Gläubige relevant sind, insbesondere im Hinblick auf die Erwartung seiner Wiederkunft und die Notwendigkeit des Gebets um den Heiligen Geist.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2013 Q2: Die kleinen Propheten

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Transkript

[1:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Wir freuen uns, dass ihr eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de und wir begrüßen auch alle diejenigen, die auf Amazing Discoveries zuschauen zu unserer vorletzten Folge unserer Serie "Große Lehren von kleinen Propheten".

[1:31] Wir bereiten uns auf das Bibelgespräch am 22. Juni vor und wollen dort den zweiten Teil des Buches Sacharja betrachten. Letzte Woche haben wir die ersten sieben Kapitel betrachtet, dort vor allem einige dieser acht Nachtvisionen, der Nachtgesichte. Und heute, wie gesagt, der zweite Teil des Buches Sacharja, die Kapitel 8 bis 14 unter dem Titel "Das große Geschenk des Himmels". Das hat einen Bezug auf Jesus Christus, den wir gleich sehen werden, denn er ist das Zentrum dieser Kapitel. Und wir wollen gemeinsam hier anschauen, in einigen Highlights, was Sacharja uns und auch den Menschen damals zu sagen hat.

[2:12] In Sacharja 8, und dort Vers 1 und 2 heißt es: "Und das Wort des Herrn der Herrscher ging folgendermaßen: So spricht der Herr der Herrscher: Ich eifere für Zion mit großem Eifer und mit großem Grimm eifrig für es." Kapitel 8 ist im Wesentlichen die Antwort auf jene Fragen, die in Kapitel 7 gestellt worden sind, als dort eine Abordnung aus Bethel kam nach Jerusalem und gefragt hat: Wie ist es mit diesen Fastentagen, die wir beobachten als Erinnerungen an bestimmte Ereignisse in der Vergangenheit, wo Jerusalem zerstört worden ist unter den Babyloniern? Sollen wir die jetzt immer noch halten, wenn Jerusalem und vor allem der Tempel wieder aufgebaut wird?

[2:50] Kapitel 8 ist jetzt so eine hoffnungsvolle Vision, die zeigt, was Gott vorhat mit seinem Volk. Und er sagt: "Ich eifere für mein Volk." Interessanterweise diese Formulierung "So spricht der Herr" oder "So spricht der Herr der Herrscher", etwas, was in diesem Kapitel allein zehnmal wiederholt wird. Gott macht ganz deutlich, dass all das, was er verheißt, auf der Grundlage des Wortes Gottes geschieht. Denn Titus 1, Vers 2 sagt: Gott kann nicht lügen. Jesaja 55, Vers 11 sagt, dass das Wort Gottes nicht leer zurückkehrt und in ihm sind alle Verheißungen, das Ja und das Amen.

[3:22] Und "Ich eifere für Zion", diese Formulierung, die erinnert uns an Joel 2, Vers 18, wo Gott auch gesagt hat: Wenn ihr eure Herzen zerreißt, wenn ihr zu mir kommt, wenn ihr Erweckung und Reformation erlebt, dann werde ich für mein Volk eifern. Und so ist es auch hier in Sacharja 8. Das Volk begibt sich an den Tempelbau, es hört auf die Propheten und Gott sagt: "Ich eifere für Zion."

[3:42] In Vers 3 und 4 lesen wir: "So spricht der Herr, ich will wieder nach Zion zurückkehren und ich werde eine Wohnung nehmen mitten in Jerusalem, und Jerusalem soll die Stadt der Wahrheit heißen und der Berg des Herrn, der Herrscher, der heilige Berg." Und dann heißt es in Vers 4: "So spricht der Herr, der Herrscher, es sollen noch alte Männer und alte Frauen in den Straßen Jerusalems sitzen, jeder mit einem Stab in seiner Hand wegen ihres hohen Alters."

[4:07] Was Gott hier beschreibt, ist, was hätte passieren können, wenn Israel wirklich treu gewesen wäre und über die nächsten Jahrzehnte, Jahrhunderte im Glauben an Gott seine Gesetze gehalten hätte. Jerusalem wäre zum Zentrum der Welt geworden. Und viele dieser Verheißungen, Prophezeiungen hier in den nächsten Kapiteln sind unter diesem Gesichtspunkt zu sehen, dass Gott das beschreibt, was hätte passieren können. Aber ist das niemals so eingetroffen, ähnlich wie der Tempel in Hesekiel 40-48, aus einem einfachen Grund: Das Volk Israel war wiederum nicht treu und hat nicht das getan, was Gott möchte. Und so werden viele dieser Dinge sich geistlich erfüllen dann am Ende der Zeit in der Gemeinde Gottes. Aber trotzdem sollten wir bedenken, dass manche Details hier eigentlich eine sehr konkrete Vorhersage sind für das, was hätte passieren können, vorausgesetzt Gottes Volk erfüllt die Bedingungen.

[4:59] Dazu gehört zum Beispiel auch Vers 5 und Vers 6: "Und die Straßen der Stadt sollen erfüllt werden mit Knaben und Mädchen, die auf ihren Straßen spielen. So spricht der Herr, der Herrscher. Wenn das wunderbar sein wird in den Augen des Überrestes dieses Volkes in jenen Tagen, sollte es auch in meinen Augen wunderbar sein, spricht der Herr, der Herrscher." Gott möchte uns hier deutlich machen, dass es für ihn nichts gibt, was zu schwierig ist. Gott hat diese Frage ja öfter gestellt. Im 1. Mose 18, Vers 14 zum Beispiel: "Gibt es etwas, was dem Herrn zu schwierig ist?"

[5:37] Und dann in Vers 7 und 8 lesen wir: "So spricht der Herr, der Herrscher, siehe, ich rette mein Volk aus dem Land des Aufgangs und aus dem Land des Untergangs der Sonne, also von allen Ländern, von allen Seiten in den Himmelsrichtungen werden sie kommen. Und Vers 8: Ich will sie herbeibringen, dass sie mitten in Jerusalem wohnen sollen, und sie werden mein Volk sein und ich will ihr Gott sein in Wahrheit und Gerechtigkeit."

[6:02] Gott verheißt, dass wenn er errettet, errettet er zu einem bestimmten Punkt hin. Gottes Erlösungswerk wird hier vergeben mit einer Sammlungsbewegung. Gott sammelt aus allen Himmelsrichtungen an eine Stelle, nach Jerusalem. Geistlich bedeutet das, wenn Gott das Evangelium in die Welt hineinbringt, dann nicht einfach nur, dass die Menschen es für sich annehmen, sondern dass sie gesammelt werden an einen Punkt, an die Gemeinde der Endzeit, raus aus Babylon.

[6:29] Und wenn er sagt: "Ich will ihr Gott sein in Wahrheit und Gerechtigkeit", dann ist das nichts anderes als die Verheißung des neuen Bundes. Denn schon in Jeremia 31 und dort Vers 33 und 34 lesen wir: "Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein." Dann heißt es weiter Vers 34: "Es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: Erkenne den Herrn, denn sie werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen, spricht der Herr, denn ich werde ihre Missetat vergeben und dann ihre Sünde nicht mehr gedenken."

[7:15] Gott verheißt den neuen Bund für das Volk hier, und das ist etwas, was uns Hoffnung geben darf.

[7:25] In Vers 11 und 12, da lesen wir: "Nun aber will ich mich zu dem Überrest dieses Volkes nicht mehr stellen, wie in den vorigen Tagen, spricht der Herr." Warum? Wenn Gottes Volk seine Einstellung ändert, dann verändert sich auch die Beziehung, die Gott zu seinem Volk hat. Vers 12: "Sondern es soll eine Saat des Friedens geben, der Weinstock soll seine Frucht bringen und das Land seinen Ertrag abwerfen und der Himmel seinen Tau spenden, und dem Überrest dieses Volkes will ich dies alles zum Erbteil geben."

[8:00] Hier erfüllt sich 3. Mose 26, Vers 3 bis 6. Immer wieder geht es hier in Haggai und Sacharja um den Überrest, um die Übrigen, die herauskommen, die, wenn sie das Werk treu ausführen, von Gott geführt und geleitet werden. Es ist nicht das Volk in Babylon, das von Gott besonders geführt und geleitet wird. Es ist das Volk, das herauskommt als die Übrigen in Jerusalem auf dem Berg Zion bei der Verkündigung des ewigen Evangeliums.

[8:23] In Vers 19 beantwortet Gott dann die Frage, die damals in Kapitel 7 gestellt worden war. Er sagt in Vers 19: "So spricht der Herr, der Herrscher, dass Fasten im vierten und das Fasten im fünften und das Fasten im siebten und das Fasten im zehnten Monat mit dem Haus Juda zur Freude und Wonne werden und zu fröhlichen Festtagen. Liebt ihr nur die Wahrheit und den Frieden?"

[8:52] Es gab verschiedene Festtage, verschiedene Fastentage, vielmehr gesagt, die, wie schon angedeutet, bestimmte Erinnerungen wachhalten sollten. Das Fasten im vierten Monat erinnerte an die Einnahme Jerusalems, wie sie in 2. Könige 25, 1-9 beschrieben wird. Das Fasten im fünften Monat erinnerte an die Zerstörung des Tempels durch die Truppen Nebukadnezars, und das finden wir in Jeremia 52, Vers 12-16. Das Fasten im siebten Monat erinnerte an die Ermordung Gedaljas und den von Gott nicht befohlenen Zug nach Ägypten gegen den Ratschlag Jeremias, wie wir in 2. Könige 25, Vers 22-26 lesen. Und dann der Gedenktag im zehnten Monat war der Gedenktag an den Beginn der babylonischen Belagerung von Jerusalem. Und Gott sagt: Diese Erinnerungstage werden für euch zur Freude werden, jene Tage, die eigentlich verbunden sind mit Schmach und Schande, genau diese Tage, diese besonderen Feste werden für euch zu einem Zeichen der Freude sein.

[9:55] Und auch darin ist große Hoffnung für uns.

[9:59] Schauen wir gemeinsam in Vers 21-23, Vers 20-23: "So spricht der Herr der Herrschaften, es werden noch Völker und die Bewohner vieler Städte kommen und die Bewohner einer Stadt werden zu der einen anderen kommen und sagen: Lasst uns hingehen, um den Herrn anzuflehen und den Herrn der Herrschaften zu suchen. Auch ich will gehen." Eine Aussage, eine Formulierung, die wir finden, vor allem auch in Jesaja 2, wo auch diese große Bewegung beschrieben wird, wo die Menschen aus allen Völkern und Nationen kommen werden, um auf dem Berg des Herrn anzubeten.

[10:35] Vers 22: "So werden große Völker und mächtige Nationen kommen, um den Herrn der Herrschaften in Jerusalem zu suchen und den Herrn anzuflehen." Vers 23: "So spricht der Herr, der Herrscher, in jenen Tagen wird es geschehen, dass zehn Männer aus allen Sprachen der Heidenvölker einen Juden beim Rockzipfel festhalten und sagen werden: Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist."

[10:58] Auch hier, wie bei vielen anderen kleinen Propheten, zeigt Gott, dass es sein Wunsch ist, dass aus allen Sprachen, Stämmen, Nationen und Völkern Menschen das Evangelium, das die Juden hatten, kennenlernen. Und das ist der Hintergrund, warum dann Gott in Offenbarung 14, Vers 6 sagt, dass das Evangelium allen Völkern, Nationen, Stämmen und Sprachen gepredigt werden soll.

[11:17] Heute erfüllt das Israel Gottes diese Verheißung, wie sie in Galater 6, Vers 16 steht. Da bezieht sich nämlich Paulus auf die Christen und nennt sie in Galater 6, Vers 16: "Über alle, die nach dieser Regel wandeln, komme Frieden und Erbarmen und über das Israel Gottes." Wir sind heute diejenigen, die dieses ewige Evangelium in allen Sprachen geben sollen, sodass dann die Menschen zu uns kommen und sagen: Wir möchten auch gern an diesen Gott glauben und diesem Gott gehorchen.

[11:48] Gehen wir zurück zu Sacharja und Sacharja 9 beginnt jetzt der dritte große Abschnitt im Sacharja-Buch. Es sind zwei Lasten, die Sacharja trägt. Einmal Sacharja 9-11, das ist die erste große Last, die er beschreibt, und dann Sacharja 12-14, die zweite. Und diese Last, das wird ganz plastisch dargestellt, wenn es hier heißt in Sacharja 9, Vers 1: "Dies ist die Last des Wortes des Herrn über das Land Hadrach und auf Damaskus wird es ruhen." Das heißt, diese Lasten sind Gerichtsbotschaften, die auf Damaskus übertragen werden, die sozusagen die Schwere des Gerichts spüren sollen. In den weiteren Versen wird über Städte der Philister wie Askalon, Ekron, Gaza usw. berichtet.

[12:36] Und wir wollen aber etwas springen zu Vers 9, wo eine der wichtigsten messianischen Prophezeiungen im Buch Sacharja beschrieben wird. In Sacharja 9 und dort Vers 9, da lesen wir einen sehr bekannten Vers. So heißt es: "Frohlocke sehr, du Tochter Zion! Jauchze, du Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Retter ist er, demütig reitend auf einem Esel und zwar auf einem Füllen, einem Jungen der Eselin."

[13:05] Ich glaube, wir alle kennen die Geschichte, als sich das erfüllt hat. Es gibt hier mehrere Dinge, die konkret erfüllt haben. Zunächst einmal, der König ist natürlich Jesus. Und es heißt hier explizit, er soll demütig sein, auf einem Esel reitend.

[13:26] Schauen wir uns jetzt einmal das mit der Demut an. In Matthäus 11, Vers 28-30 heißt es: "Kommt her zu mir alle, die ihr müselig und beladen seid, so will ich euch erquicken. Nehmt auf euch meinen Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht." Jesus war der Demütige. Auch Philipper 2, Vers 5-8 macht uns das deutlich. Und er kam tatsächlich auf einem Eselsfüllen.

[14:05] Und diese Beweisung wollen wir in der Erfüllung auch sehen. In Matthäus 21, da lesen wir Matthäus 21 und dort Vers 6 und 7 heißt es: "Die Jünger aber gingen hin und taten, wie Jesus ihnen befohlen hatte, und brachten die Esel und das Füllen und legten ihre Kleider auf sie und setzten ihn darauf." Und dann Vers 4, 5 sagt uns, dass genau dadurch das Wort des Sacharja erfüllt worden ist.

[14:37] Sacharja weist darauf hin, es kommt dieser König, dieser Messias, der ein Ausdruck der Demut sein wird und er wird daran erkannt werden, unter anderem, dass er auf einem Eselsfüllen nach Jerusalem hineinreiten wird. Vers 10 sagt er: "Und ich werde die Streitwagen aus Ephraim ausrotten." Sacharja 9, Vers 10. "Und die Pferde aus Jerusalem, und der Kriegsbogen soll zerbrochen werden, und er, das ist Jesus, wird den Völkern Frieden gebieten."

[15:05] Wenn wir kurz drüber nachdenken, kennen wir eine ganze Reihe von Stellen, wo Jesus mit dem Frieden assoziiert wird. Zum Beispiel Jesaja 9, Vers 5, wo er der Friedefürst ist, und andere Stellen, wo in Lukas 2 gesagt wird: "Friede auf Erden", als Jesus geboren wird.

[15:22] Das heißt dann: "Und seine Herrschaft wird reichen von einem Meer zum anderen und vom Strom bis an die Enden der Erde." Das ist interessant, denn das klingt so ähnlich wie eine Formulierung in 5. Mose 11, Vers 24.

[15:36] Schauen wir uns das kurz an. In 5. Mose 11, Vers 24, da lesen wir: "Jeder Ort, auf den eure Fußsohle tritt, das ist Mose, der zum Volk Israel spricht, soll euch gehören, von der Wüste an, vom Libanon und dem Euphratstrom bis an das westliche Meer soll euer Gebiet reichen." Gott hat dem Volk Israel gesagt: Vom Euphratstrom bis zum Mittelmeer, das wird euer Gebiet sein. Aber vom Königreich des Messias, das ist jetzt von einem Meer bis zum anderen, vom Strom, das ist wahrscheinlich der Euphrat ebenfalls, bis an die Enden der Welt. Das Reich des Messias sollte noch viel weiter, noch viel größer sein als das, was den Kindern Israel unter Mose versprochen worden ist.

[16:25] Und hier weist Gott darauf hin, dass es letztendlich sein Ziel war, das Reich Gottes auf der ganzen Welt zu etablieren. Es ist nämlich für alle Menschen da, für alle Nationen.

[16:34] Vers 11, Sacharja 9, Vers 11: "Und was dich betrifft, so habe ich um des Blutes deines Bundes willen deine Gefangenen entlassen aus der Grube, in der kein Wasser ist." Hier macht Gott ein ganz interessantes Prinzip. Er sagt: Das Blut des Bundes führt aus der Gefangenschaft. Und wenn wir das auf das Neue Testament anwenden, dann wird uns sofort deutlich, dass hier das Blut des neuen Bundes, Matthäus 26, Vers 28 gemeint ist. Jesus spricht beim Abendmahl, als er den Kelch mit dem Traubensaft in der Hand hält: "Dieses ist mein Blut des neuen Bundes."

[17:05] Und Sacharja sagt uns, dass dieses Blut des neuen Bundes aus der Gefangenschaft herausführt. In Johannes 8, Vers 36, Vers 34 heißt es: "Dass jeder, der Sünde tut, ist er Sündeknecht." Und dann heißt es: "Wen aber der Sohn frei macht, den macht er wirklich frei." Mit anderen Worten, es ist das Blut des neuen Bundes, das uns aus der Knechtschaft herausführt, hinaus aus Babylon, hinaus aus der Sünde, hin zu Gottes Gebote haltendem Volk, hin zum geistlichen Jerusalem.

[17:35] Deswegen wiederum der Aufruf in Vers 12: "Kehrt wieder zur Festung zurück, ihr, die auf Hoffnung gefangen liegt. Schon heute verkündige ich, dass ich dir zweifachen Ersatz geben will." Gott sagt: Kehre zurück, komm wieder zu mir. Und ich denke, es ist eine Botschaft, die wir auch ganz persönlich für uns anwenden dürfen. Oft passiert es, dass wir doch vom Weg abgekommen sind und Jesus sagt: Komm zurück. Vielleicht geht es dir heute so, dass du diese Botschaft hören musst: Komm zurück. Vielleicht geht es mir so. Und wir müssen zurückkehren dorthin, wo wir zum letzten Mal gesagt haben: Ich möchte mich entscheiden, Jesus ganz zu folgen. Du dich auch.

[18:11] Zurückzukehren zu ihm, der allein uns befreien kann aus jeder Knechtschaft, in die wir uns hineinbegeben haben mögen. Und dann heißt es in Vers 13: "Er sagt: Denn ich habe mir Juda gespannt, den Bogen mit Ephraim gefüllt. Und ich will deine Söhne, o Zion, erwecken gegen deine Söhne, o Griechenland, und will dich machen wie das Schwert eines Helden."

[18:34] Hier haben wir die Symbolik von einer Waffe, und diese Symbolik soll die Eroberung der Welt für das Evangelium darstellen. Genau die gleiche Symbolik wird übrigens im ersten Siegel in Offenbarung 6, Vers 2 beschrieben.

[18:48] Schauen wir noch zu Vers 15 bis 17, und da heißt es: "Der Herr der Herrschaften wird sie beschirmen und sie werden die Feinde verzehren und mit Schleudersteinen unterwerfen." Auch das ein interessantes Bild, denn "mit Schleudersteinen unterwerfen", das erinnert uns sofort an eine Geschichte des Alten Testaments, nämlich an die berühmte Geschichte von David und Goliath. Es heißt hier, dass wir die Feinde mit Schleudersteinen unterwerfen werden.

[19:18] In dem Neuen Testament wird das ausgedrückt: Wir müssen Überwinder sein, wir müssen Sieger sein. Das Wort "überwinden" heißt "siegen". David war Sieger, obwohl er eigentlich menschlich gesehen keine Chance hatte. So können auch wir Sieger sein, auch wenn es menschlich aussieht, als ob wir keine Chance hätten. Wir können durch Gottes Gnade mit Schleudersteinen Sieger sein.

[19:37] Wir springen zu Vers 16: "Und der Herr, ihr Gott, wird sie erretten an jenem Tag, als die Herde seines Volkes." Ein Bild, das immer wieder in der Bibel beschrieben wird, auch in Johannes 10, Vers 27 sagt Jesus: "Ich bin der gute Hirte." In Micha 7, Vers 14 und anderen Stellen haben wir ähnliche Bilder. Und dann sagt er: "Denn Edelsteine am Diadem sind sie, funkelnd über seinem Land."

[19:59] Lieber Freund, liebe Freundin, du bist, wenn du Jesus nachfolgst, ein Edelstein an seiner Königskrone, an seinem Diadem. Denn wenn Jesus wiederkommt, kommt er mit vielen Kronen, und er möchte auch dich dabei haben als sein Diadem, als sein funkelnder Edelstein. Du bist wertvoll in den Augen Gottes, und er möchte dir das sagen, damit du weißt, dass er ein großes Interesse an dir hat.

[20:23] Kommen wir zu Kapitel 10 und dort Vers 1, einem sehr wichtigen Vers, gerade auch für die Endzeit. Dann heißt es in Sacharja 10, Vers 1: "Er bittet vom Herrn Regen zur Zeit des Spätregens." Das heißt, der Herr macht Blitze und wird euch Regengüsse geben, jedem das Gewächs auf dem Feld.

[20:45] Die Bibel macht sehr deutlich, dass wir, wenn die Zeit für den Spätregen gekommen ist, für den Regen beten sollen. Und wir haben bereits im Zusammenhang mit Joel ausführlich gesprochen über den Spätregen und seine theologische Bedeutung. Wer das nochmal nachschauen will, sei verwiesen auf die dritte Folge unserer Lektionsreihe hier zu den kleinen Propheten, wo wir unter Joel 2, 23 ganz viel auch festgehalten haben über die biblische Lehre vom Spätregen. Wir setzen das jetzt hier voraus und wissen, dass der Spätregen eine besondere Ausgießung des Heiligen Geistes, sowohl gegen Ende meiner Christenerfahrung, als auch am Ende der Weltzeit sein wird für die gesamte Kirche.

[21:25] Und wenn diese Zeit näher rückt, wenn wir wissen, Jesus kommt bald wieder, dann sagt uns die Bibel: Betet darum. Der Spätregen ist nicht etwas, was automatisch auf uns herunterfällt, ob wir wollen oder nicht. Der Spätregen ist etwas, was erbeten werden will. Und ich denke, wir alle können sagen, wir beten wahrscheinlich zu wenig um die Gabe des Geistes, um die Gabe des Spätregens. Ich denke, dieses Wort hier von Sacharja sollte uns ermutigen, erneut dafür zu beten.

[21:52] Denn der Herr macht Blitze, einige übersetzen auch Donnerwolken. Und die Bibel sagt uns, dass es tatsächlich Wolken braucht, um den Spätregen zu haben. In Sprüche 16 und dort Vers 15, Sprüche 16, Vers 15 heißt es: "Wenn das Angesicht des Königs leuchtet, bedeutet es Leben, und seine Gunst ist wie eine Wolke des Spätregens."

[22:19] Er kann eine Wolke machen, er kann machen, dass wir Gnade bei ihm finden, er kann machen, dass wir Gunst finden beim himmlischen König. Er kann das machen. Jesus Christus kann das machen. Wenn wir ihn darum bitten, dann wird er diese Wolken des Spätregens machen und er wird Regen geben. Und das ist das, was wir in dieser Zeit am dringendsten brauchen: die Gewissheit, dass Jesus uns diese Gabe des Heiligen Geistes in einer besonderen Art und Weise geben möchte und geben kann.

[22:49] In Vers 2 lesen wir, Sacharja 10, Vers 2: "Denn die Teraphim haben leere Versprechungen gemacht und die Wahrsager haben Lügen geschaut, und sie erzählen erlogene Träume und spenden leeren Trost. Darum sind sie fortgelaufen wie Schafe, sie sind im Elend, weil kein Hirte da ist."

[23:08] Wir kommen jetzt zu einem Motiv, das von Sacharja in den nächsten Versen noch ausführlicher beschrieben wird, vor allem Kapitel 11 dann, nämlich das Bild von den Hirten und der Schafe und den Schafen. Er vergleicht hier das Volk Gottes mit einer Herde, die keinen Hirten hat und sagt, es liegt daran an den Teraphim, das waren so Hausgötzen in Form kleiner Figurinen, und wegen den Wahrsagern, das heißt wegen dem Götzendienst, wegen dem Abfall des Volkes Israel.

[23:38] Und es ist auch interessant zu beobachten, dass diese selbe Diagnose wie ein Volk, wie eine Herde ohne Hirten, auch im Neuen Testament gestellt wird von niemand geringerem als Jesus selbst in Markus 6, Vers 34. Das wollen wir kurz lesen. In Markus 6 und dort Vers 34, da heißt es: "Und als Jesus ausstieg, sah er eine große Volksmenge und er hatte Erbarmen mit ihnen, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben, und sie fingen an, sie vieles zu lehren."

[24:08] Nun, das Volk damals, zur Zeit von Jesus, hatte nicht so sehr Probleme mit tatsächlichen figürlichen Götzen und Wahrsagerei. Und trotzdem sind sie in dieselbe Falle gelaufen, dass sie wie eine Herde waren ohne Hirten. Das heißt, man kann denselben Effekt des Götzendienstes haben, selbst dann, wenn man keine buchstäblichen Götzen hat. Und das ist etwas, was wir ganz wichtig verstehen müssen, denn die Botschaft der Propheten richtet sich immer gegen den Götzendienst. Und vielleicht lesen wir das und haben es auch in den letzten Wochen studiert und gesagt: Naja, Götzendienst betrifft uns nicht, wir haben keine Götzen. Aber hier sehen wir, dass genau das gleiche Resultat entstehen kann, auch in einer Gesellschaft, in einem Volk Gottes, wo keine Götzen mehr buchstäblich zu sehen sind.

[24:52] Trotzdem war das Volk zur Zeit Jesu wie eine Herde ohne Hirten. Was für eine Tragödie, wenn heute, in der letzten Zeit, kurz bevor Jesus wiederkommen will, sein Volk agiert wie eine Herde ohne Hirten, weil man auf nichtige Ratgeber gehört hat, auf weltliche Methoden vertraut hat und das Volk versprengt es in alle Richtungen. Und Gott wird zornig über seine Hirten, die er eingesetzt hatte für sein Volk.

[25:22] In Sacharja 10, Vers 3 heißt es: "Mein Zorn ist entbrannt über die Hirten, und die Böcke werde ich strafen." Das Wort für Böcke, dasselbe hebräische Wort, kommt nach vorn in Jesaja 14, Vers 9, wo es explizit als Anführer übersetzt wird. Gottes Zorn entbrannte zur Zeit von Sacharja über die Führer des Volkes, oder überhaupt in die Zeit zurück gesehen, das Volk des Israel.

[25:47] Warum? Denn der Herr der Herrschaften hat sich seiner Herde, des Hauses Juda, angenommen und hat sich hergerichtet wie sein Prachtroß im Kampf. Es waren vor allem die Führer des Volkes, die selbsternannten Propheten, die Priester, die Könige, die durch ihr Beispiel das Volk in den Götzendienst getrieben haben. Wir haben zig Stellen in der Bibel, im Alten Testament, in Jesaja, in Jeremia, in Hesekiel, wir haben einige angeführt hier, die das mehr als deutlich machen. Und dieses Prinzip hat sich nicht geändert. Es waren die Führer des Volkes, die Pharisäer, die Schriftgelehrten, die das Problem darstellten zur Zeit von Jesus, das größte Problem.

[26:28] Und könnte es sein, dass auch heute das Volk Gottes unter anderem daran krankt, dass die Hirten, die ihre Aufgabe nicht ernst nehmen oder nicht ernst genug nehmen, dass einige dieser Hirten tatsächlich das tun, was Gott nicht möchte?

[26:51] Wir wollen ein bisschen springen. Gott verheißt großen Segen für sein Volk in der Zukunft.

[27:06] In Vers 6 heißt es: "Und ich werde das Haus Juda stärken und das Haus Josef erretten und werde sie heimkehren lassen, weil ich Erbarmen mit ihnen habe. Sie sollen sein, als hätte ich sie niemals verstoßen, denn ich, der Herr, bin ihr Gott und will sie hören." Interessanterweise zeigt dieser Vers, dass Gott nicht nur das Südreich Juda herausholen wollte aus der Gefangenschaft, sondern auch die versprengten Exilanten des ehemaligen Nordreiches. Das Haus Josef, Josefs Sohn Ephraim war ja einer der Stammväter, des wichtigsten Stammes, des Stammes Ephraim. Es ist wahr, es hätte niemals mehr ein Nordreich gegeben, aber es war Gottes Plan, so haben wir es ja schon bei Obadja gelesen, dass die Weggeführten des Nordreiches sich vereinigen mit dem neu etablierten Südreich und es wieder ein Volk entsteht.

[27:52] Gottes Ziel war Einheit, und er macht deutlich: Wenn ihr zurückkommt, werde ich euch anschauen, als wärt ihr niemals verstoßen worden. Und das sagt etwas über Erlösung. Wenn wir unsere Sünden vor Jesus bringen und sie ihm bekennen, es sei treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. Und Jesus schaut uns dann an und Gott schaut uns an, als hätten wir niemals diese Sünde getan.

[28:14] Genauso hier in Sacharja 10, Vers 8: "Ich will sie herbeirufen, sie sammeln, denn ich habe sie erlöst, und sie sollen so zahlreich werden, wie sie einst waren." Gott möchte wiederherstellen, er möchte das, was gewesen ist, wieder gut machen. Und das erfüllt sich letztendlich in der Christenheit, wenn wir auch Hosea 1, Vers 10 zum Beispiel hinzunehmen. Dieser Auszug aus Babylon, immer wieder sehen wir es in Sacharja, wird verknüpft mit dem Thema Erlösung. Das ist der Grund, warum Offenbarung 14, Vers 8: "Gefallen, gefallen ist Babylon", Teil des ewigen Evangeliums ist.

[28:50] Schauen wir Vers 10 an, Sacharja 10, Vers 10: "Und ich werde sie aus dem Land Ägypten zurückführen und aus Assyrien sammeln und sie ins Land Gilead und auf den Libanon bringen." Das ist ein schönes Bild, denn Ägypten war eines der Gebiete, wo sich die übrig gebliebenen Juden dann zurückgezogen haben. Das sagt uns Jesaja 43 und 44, und sie sind dann nach Ägypten gezogen und aus Assyrien und aus Assyrien sind sie gekommen, weil sie dort von Assyrern natürlich eingesammelt worden sind und dann selbst diejenigen, die im Südreich gelebt haben, gelten immer noch als in Assyrien lebend, weil es immer noch das Reich oder das Territorium von Assyrien ist.

[29:45] Und was aber interessant ist, das ist die Formulierung Gilead und Libanon. Warum? Gilead und Libanon waren nach 2. Könige 15, 29 die Gebiete, die zuallererst verloren gegangen waren von dem Nordreich, und das war im Nordwesten und Nordosten. Und Gott sagt: Ich will euch genau dorthin bringen. Es soll alles wieder hergestellt werden. Wenn Gott erlöst, dann stellt er wieder her, das was verloren gegangen ist. Ich denke, das ist eine ganz, ganz wichtige Lektion.

[30:17] Und dann heißt es in Vers 12, ganz toller Vers: "Und ich will sie stark machen in dem Herrn, und sie werden wandeln in seinem Namen, spricht der Herr." Gott möchte dich, lieber Freund, liebe Freundin, er möchte dich stark machen in dem Herrn. Es gibt einen tollen Vers, der das beschreibt, das ist Philipper 4, Vers 13: "Alles vermag ich durch den, der mich stark macht, Christus." Anderer Vers, der es ebenfalls sagt, in Epheser 6 und dort Vers 10 heißt es: "Im Übrigen, meine Brüder, Epheser 6, Vers 10, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke."

[30:50] Und dann heißt es auch: "Wandelt. Wir werden wandeln in seinem Namen." Was heißt das? Schauen wir ganz kurz an, vergleichen wir zwei Verse, die das deutlich machen. Einmal Micha 4, Vers 5. In Micha 4, Vers 5, da lesen wir: Micha 4, Vers 5: "Denn alle Völker mögen wandeln, jedes im Namen seines Gottes, wir wollen wandeln im Namen des Herrn, unseres Gottes, immer und ewig." Und in dem Parallelabschnitt, diesem Kapitel, in Jesaja 2, wird uns gesagt, Jesaja 2 und dort Vers 5: "Jesaja 2 und dort Vers 5: Komm hoch, Haus Jakob, und lasst uns wandeln im Licht des Herrn."

[31:42] Im Namen des Herrn zu wandeln, bedeutet in seinem Licht zu wandeln, in dem, was er uns gibt, und in seinem Evangelium, Schritt für Schritt. Wie gesagt, in 1. Johannes 1, Vers 7: "Wenn wir im Licht wandeln, wie er im Licht ist, dann reinigt uns das Blut von aller Sünde." Das ist die Aufforderung, das ist die Stärke, die Gott uns geben möchte.

[31:59] In Sacharja 10, schauen wir Sacharja 11 an, und dort wird dieses interessante Gleichnis vom Hirten gegeben. Wir gehen direkt zu Vers 3. Das heißt: "Man hört die Hirten jammern, weil ihre Herrlichkeit verwüstet ist. Man hört die jungen Löwen brüllen, denn das Dickicht des Jordan ist verwüstet."

[32:27] Vers 4 beginnt jetzt dieses eigentliche Gleichnis, in dem Sacharja als Hirte agieren soll, in der Vision. Das heißt, in Vers 4: "So sprach der Herr, mein Gott: Weide die Schlachtschaf." Das heißt, Schafe, die zur Schlachtbank geführt werden. Ein Bild, das für die Sünde steht, denn Jesus, so sagt uns hier Jesaja 53, war wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, weil er unsere Sünde trug. Hier geht es also darum, dass ein Hirte gesucht werden soll für dieses schuldbeladene Volk, und dieser Hirte soll Sacharja sein. Aber dieser Sacharja-Hirte ist natürlich nichts weiter als ein Typus auf den wahren guten Hirten, nämlich auf Jesus. Sacharja wird also hier zum Typus auf Jesus, und wir schauen uns an, wie das vonstatten geht.

[33:12] In Vers 5 heißt es: "Denn ihre Käufer schlachten sie und fühlen sich dabei unschuldig, und ihre Verkäufer sagen: Gelobt sei der Herr, ich bin reich geworden, und ihre Hirten schonen sie nicht." Das Volk Gottes wurde geführt von Leuten, die geglaubt haben, dass sie Gott einen Gefallen tun, und in Wirklichkeit schlimm abgefallen waren. Jesus hat das deutlich gemacht, als er Matthäus 23, die Führer des Volkes, anredet und mit ihren Weherufen ganz deutlich zeigt, wie er das im Blick der Bibel beurteilt.

[33:48] Ich glaube, es ist eine wichtige Lektion für uns, dass Gott merkt, wenn Führer des Volkes nicht das tun, was sie sagen. Es sind leider hier Hirten, die ein Bekenntnis ablegen für Christus, aber nicht das Volk so führen, dass sie aus der Sünde herausgeführt werden, sondern sie lassen sie in der Sünde fahren, sie behandeln sie wie Schlachtschaf.

[34:19] In Vers 6 lesen wir dann: "Darum will ich die Bewohner des Landes auch nicht mehr schonen, spricht der Herr, sondern siehe, ich will die Menschen preisgeben, jenen in die Hand seines Nächsten und die Hand seines Königs, die werden das Land verheeren, und ich werde es nicht aus ihrer Hand erretten." Gott deutet hier an, dass es ein endgültiges Ende mit dem israelitischen Volk haben wird. Und das ist etwas, was wir in der Bibel in Matthäus 22, in 23, Lukas 19 immer wieder finden können. Bekannte Verse in Matthäus 23, Vers 35 bis 38.

[34:52] Matthäus 23, Vers 35 bis 38 heißt es: "Damit über euch alles gerechte Blut kommt, das auf Erden vergossen worden ist, vom Blut Abels, des Gerechten, bis zum Blut des Sacharjas, des Sohnes Barachias, den ihr zwischen dem Tempel und dem Altar getötet habt. Wahrlich, ich sage euch, dies alles wird über dieses Geschlecht kommen. Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind. Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken unter die Flügel sammelt, aber ihr habt nicht gewollt. Siehe, euer Haus wird euch verwüstet gelassen werden."

[35:34] Diese Hirten, die zur Zeit von Jesus als fromme Pharisäer, als fromme Theologen, als fromme Schriftgelehrte das Volk in die Irre geführt haben. Das Volk war wie eine Herde ohne Hirten. Über diese Nation wird ein Urteil gesprochen, Matthäus 23. Und diese Hand des fremden Königs, der das Land verheert, das sind natürlich die Römer, die das Land dann endgültig zerstört haben, Jerusalem zerstört haben, den Tempel zerstört haben und das Volk Israel hörte auf, Gottes besonderes Volk zu sein.

[36:03] In Vers 7, Sacharja 11, Vers 7 heißt es: "Und ich weidete die Schlachtschaf, ja die Elenden der Herde, und ich nahm ihr zwei Stäbe, den einen nannte ich Huld, den anderen Verbindung, und so weidete ich die Schafe." Interessanterweise, dieses Wort "Huld" kommt siebenmal vor im Alten Testament und bedeutet manchmal so viel wie Freundlichkeit oder Lieblichkeit, manche übersetzen auch Schönheit. Der Stab, wie wir gleich sehen werden, ist offensichtlich ein Symbol für den Bund, für den der Liebe Gottes, dieser neue Bund, den er eigentlich mit allen haben möchte. Und dann dieses Wort "Verbindung" bedeutet eigentlich wörtlich Seil, also etwas, was verbindet, eine Seilschaft. Und Vers 14 sagt uns ja dann, dass dieser Stab ein Symbol war für die Bruderschaft zwischen Juda und Israel.

[36:53] Vers 8 heißt es: "Da zerbrach ich in einem Monat die drei Hirten, und meine Seele wurde ungeduldig über sie, und auch sie hatten einen Widerwillen gegen mich." In dieser Vision wird deutlich, dass der kommende Messias, der kommende Hirte mit seinem Volk nicht ganz, dass da eine Spannung geben wird, dass das, was er ihnen beibringen möchte, nicht auf fruchtbaren Boden fällt. Und dieser Widerwillen gegen Jesus, den finden wir an vielen Stellen erfüllt.

[37:27] Schauen wir mal zum Beispiel in Johannes 7, und dort Vers 7, da heißt es: "Wo Jesus sagt: Die Welt kann euch nicht hassen, mich aber hasst sie. Ich bezeuge von ihr, dass ihre Werke böse sind." Anderes Beispiel in Johannes 15, und dort Vers 18, da heißt es: "Wenn euch die Welt hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat." Vers 23: "Wer mich hasst, der hasst auch meinen Vater." Vers 25, Vers 24: "Wenn ich nicht die Werke unter ihnen getan hätte, die kein anderer getan hat, so hätten sie keine Sünde. Nun aber haben sie es gesehen und hassen doch sowohl mich als auch meinen Vater." Vers 25: "Doch dies geschieht, damit das Wort erfüllt wird, das in ihrem Gesetz geschrieben steht: Sie hassen mich ohne Ursache."

[38:11] Sünde ist Hass, oder Sünde hat als Hintergrund Hass auf Gott ohne Ursache. Satan hatte keinen Grund für seine Rebellion, und wir haben, wenn wir sündigen, keinen Grund. Wenn wir ganz ehrlich sind, wissen wir, es gibt keinen Grund zu sündigen, es gibt keinen Grund Gott zu hassen. Aber die Bibel macht deutlich, dass dieser kommende Hirte Jesus mit seinem Volk auf Konfrontationskurs gehen würde.

[38:39] In Sacharja 11 geht es dann weiter, es heißt in Vers 9: "Da sprach ich: Ich will euch nicht länger weiden. Was stirbt, das sterbe, was vertilgt werden soll, das werde vertilgt, von dem Überrest, aber soll jedes das Fleisch des anderen fressen."

[39:00] Vers 9 heißt es, Vers 10: "Und ich nahm meinen Stab, Huld, und zerbrach ihn, um meinen Bund aufzuheben, den ich mit allen Völkern gemacht hatte." Gott lässt den Bund zu Ende gehen. Dieser Bund war der Bund, den Gott mit Abram schon geschlossen hat, der Bund mit allen Völkern. In Abram sollten alle Völker gesegnet werden. Es war Gottes Plan, dass alle Nationen durch Verbindung mit dem Samen Abrams, dem buchstäblichen Samen Abrams, gesegnet werden. Es war Gottes Plan, dass alle Völker den neuen Bund realisieren in ihrem Leben, durch eine Verbindung mit dem Volk Israel. Dazu musste er inzwischen den alten Bund geben, um überhaupt zu erklären, was er vorhat. Aber Gottes Plan war es gewesen, den neuen Bund durch das Volk Israel zu realisieren, und das musste er aufgeben. Diesen Plan mit dem Volk Israel, den neuen Bund zu realisieren, musste er aufgeben. Dieser Bund musste einem anderen Volk gegeben werden.

[40:01] So macht es die Bibel ganz deutlich. In Galater 3, Vers 14 bis 18 sehen wir, dass es die christliche Religion ist, die diesen neuen Bund jetzt realisiert. Warum haben die Israeliten den neuen Bund nicht ausführen können? Weil sie den, um den es geht, dem neuen Bund, Jesus Christus, verworfen haben und ans Kreuz haben schlagen lassen. Sie haben ihren einzigen wahren Hirten verworfen.

[40:27] Vers 11: "Als er nun an jenem Tag aufgehoben wurde, da erkannten die Elenden der Herde, die auf mich achteten, dass es das Wort des Herrn war." Trotz allem Abfall gab es zu allen Zeiten Menschen, die auf Jesus geachtet haben. Ich will einige Beispiele hier erwähnen, nur drei Stück zum Beispiel.

[40:54] In Lukas 2, und dort Vers 25, heißt es: "Und es war ein Mensch namens Simeon in Jerusalem. Und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels. Und der Heilige Geist war auf ihm." Da war jemand, der wartete auf den Hirten. Oder in Vers 38, da heißt es: "Auch diese trat zu, zur selben Stunde hinzu und pries den Herrn und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung warteten in Jerusalem." Es gab dort Menschen, die warteten auf die Erlösung.

[41:35] Vers 12, in Sacharja 11, Vers 12, dort heißt es: "Da sprach ich zu ihnen: Wenn es gut ist in euren Augen, so gebt mir meinen Lohn. Wenn aber nicht, so lasst es bleiben. Da wogen sie mir meinen Lohn ab: 30 Silberlinge." Vergessen wir nicht, Sacharja steht für den Hirten, der kommen sollte. 30 Silberlinge wurden ihm gegeben. 30 Silberlinge war der Wert dieses Menschen. Und 30 Silberlinge war der Preis eines Sklaven, so sagt uns Matthäus, Verzeihung, 2. Mose 21, Vers 32.

[42:09] Und in Matthäus 27, Vers 3 bis 10, kennen wir die Geschichte, wie Jesus für 30 Silberlinge verkauft wird. Er trägt die Sünde der Welt, sagt uns Jesaja 53. Und Sünde, Sklaverei, so wird er als Sklave verkauft, für 30 Silberlinge.

[42:26] Vers 13: "Aber der Herr sprach zu mir: Wirf ihn dem Töpfer hin, den herrlichen Preis, dessen ich von ihnen wertgeachtet worden bin." Hier macht die Bibel deutlich, dass Sacharja ein Symbol für Jesus selbst war. Denn hier bezieht sich Jesus selbst auf diese 30 Silberlinge und sagt: "Ich bin ihnen so viel wert." Dann nahm ich die 30 Silberlinge und warf sie ins Haus des Herrn, dem Töpfer hin. Eine ganz interessante Prophezeiung, dass diese 30 Silberlinge ins Haus des Herrn geworfen werden, damit sie beim Töpfer landen. Und genau das hat sich erfüllt, als Judas, der Jesus für 30 Silberlinge verraten hat, das Geld in den Tempel warf und davon dann der Töpferacker gekauft worden ist. Auch das findet sich in Matthäus 27, Vers 3 bis 10.

[43:13] Vers 14: "Darauf zerbrach ich auch meinen zweiten Stab, Verbindung, und die Bruderschaft aufzulösen zwischen Juda und dem Haus Israel." Interessanterweise ist ein Gedanke, der mir kam beim Studium, kann man weiter studieren, ob das biblisch erhärtet lässt. Diesen Moment, als Christus starb und das Volk Juda aufhörte, Gottes besonderes Volk zu sein, da trennte sich Juda von Israel. Juda wurde ein normales Volk, aber Israel, die Idee Israel, blieb bestehen. Denn auch die Christen werden das geistliche Israel genannt. Ab diesem Zeitpunkt gehört Juda nicht mehr zu Israel. Sie sind getrennt. Die Verbindung, dass das Gottesvolk Israel mit dem ethnischen Stamm Juda verknüpft ist, diese Verbindung wurde getrennt bei der Kreuzigung.

[43:50] Wir wollen aus Zeitgründen noch etwas anderes anschauen, nämlich in Sacharja 12 und dort Vers 8.

[44:04] Hier ist eine schöne Verheißung, ebenfalls im Kontext der letzten Ereignisse. Dort heißt es: "An jenem Tag wird der Herr die Einwohner Jerusalems beschirmen, sodass an jenem Tag der Schwächste unter ihnen sein wird wie David, und das Haus David wie Gott, wie der Engel des Herrn vor ihnen her."

[44:24] Wir haben vorhin schon kurz über David gesprochen. David war derjenige, der als einziger sich getraut hat, Goliath, einen der größten Riesen aller Zeiten, zu besiegen. Und die Bibel sagt, wenn wir über Christus sind, kann der Schwächste so sein wie David. Vielleicht liest du die Geschichte von David und sagst: Meine Güte, ich bin nicht so mutig, so stark wie David. Die Bibel sagt, der Schwächste soll so sein wie David, und die Starken noch viel stärker. Und da David selbst den größten Feind besiegen konnte, wissen wir, dass in Christus können wir selbstverständlich, selbst wenn wir die Schwächsten der Schwachen sind, Überwinder sein. Es liegt also nicht, weil wir nicht genügend Stärke haben, sondern weil wir die Stärke, die Gott uns schenken möchte, manchmal nicht annehmen, dass wir kein Überwinder sind.

[45:09] Wir springen zu Vers 10, in Sacharja 12, Vers 10. Da finden wir eine andere interessante Prophezeiung, die auch mit dem Ende der Weltzeit zu tun hat. Da heißt es in Vers 10: "Aber über das Haus David, über die Einwohner von Jerusalem, will ich den Geist der Gnade und des Gebets ausgießen, und sie werden auf mich sehen, den sie durchstochen haben." Ja, sie werden auf ihn klagen, wie man klagt um den eingeborenen Sohn, und sie werden bitterlich über ihn Leid tragen, wie man bitterlich Leid trägt über den Erstgeborenen.

[45:40] Es wird die Zeit kommen, da werden die Menschen Jesus wiederkommen sehen, und sie werden sehen, was er gelitten hat. Und diejenigen, die ihn durchstochen haben, werden ihn dann ebenfalls sehen. Offenbarung 1, Vers 7 macht das unmittelbar deutlich. Das heißt, es ist Offenbarung 1, Vers 7: "Er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, und auch die, welche ihn durchstochen haben, sie werden sich seinen Wegen an die Brust schlagen, alle Geschlechter der Erde. Ja, Amen."

[46:11] Was wirst du für eine Reaktion haben, wenn du Jesus wiederkommen siehst mit den durchstochenen Händen? Wirst du klagen und die Brust schlagen und sagen: Oh nein, es war meine Sünde, die ihn dorthin gebracht hat? Weil du bewusst bist, dass es jetzt zu spät ist, Gnade zu finden? Oder wirst du sagen können: Seht, das ist der Gott, auf den wir gehofft haben. Er hat meine Sünde bezahlt, und deswegen kann ich fröhlich sein in seiner Rettung, so wie Jesaja 25, Vers 8 uns sagt.

[46:46] Gott verheißt, dass in dieser letzten Zeit es eine Reinigung der Gemeinde geben wird. In Sacharja 13, Vers 1 heißt es: "An jenem Tag wird für das Haus David und für die Einwohner von Jerusalem eine Quelle eröffnet sein gegen Sünde und Unreinheit." Ist nicht wunderbar, dass es eine Quelle gibt gegen Sünde, und in dieser Quelle können wir uns reinigen. Es ist das Blut Jesu, wo wir unsere Kleider, die mit Schmutz und Sünde behaftet sind, hineintauchen können, diese Quelle, diese Quelle des lebendigen Wassers, und sie weiß wie Schnee herausnehmen können. Ich möchte das in meinem Leben erleben. Möchtest du das auch erleben?

[47:23] Das heißt in Vers 2: "Es soll geschehen, an jenem Tag, spricht der Herr der Herrschaften, da will ich die Namen der Götzen aus dem Land ausrotten, dass sie nicht mehr erwähnt werden. Auch die Propheten und den Geist der Unreinheit will ich aus dem Land vertreiben, und da wird es keine falschen Propheten mehr geben."

[47:42] Vers 4 heißt es: "Es wird geschehen, an jenem Tag, da werden sich die Propheten schämen, jeder über sein Gesicht, wenn er weissagt, und sie werden keinen Mantel aus Ziegenhaar anziehen, um zu täuschen." Dort macht die Bibel deutlich, dass falsche Propheten äußerlich den Eindruck erwecken, sie wären Propheten. Denn einfache Kleidung, so sagt uns die Bibel in Bezug auf Elia oder auch auf Johannes den Täufer, war ein Kennzeichen der Propheten. Sie sagen, diese falschen Propheten sahen von außen aus wie Propheten, innerlich waren sie reißende Wölfe, so wie Jesus das erklärt in Matthäus 7, Vers 15, wo die falschen Propheten äußerlich von den richtigen nicht zu unterscheiden sind. Aber wenn diese Quelle der Reinheit, diese Quelle gegen Sünde und Unreinheit in Anspruch genommen wird, dann verschwindet auch die falsche Prophetie.

[48:23] Vers 6 ist ein wunderschöner Vers. In Vers 6 heißt es: "Und er wird zu ihm sagen: Was sind das für Wunden in deinen Händen?" Jesus wird die Frage gestellt bekommen, in aller Ewigkeit immer wieder: Was sind das für Wunden in deinen Händen? Kannst du dir vorstellen, dass dort Menschen sein werden im Himmel, die vielleicht von Jesus niemals etwas gehört haben, die nach Römer 2 sich selbst im Gewissen waren und das getan haben, was das Gesetz Gottes verlangt, ohne zu wissen, dass jemand für sie gestorben ist? Und die Frage wird gestellt werden: Er wird zu ihm sagen: "Was sind das für Wunden in deinen Händen?" Jesus, woher kommen diese Wunden? Und Jesus sagt: "Die hat man mir geschlagen im Haus meiner Lieben." Jesus wird zu allen Ewigkeiten, bis in alle Ewigkeiten, diese Wunden in seinen Händen haben und sagen: "Dass diese Wunden hat man mir geschlagen im Haus meiner Lieben." Er liebte die Menschen, er kam zu ihnen, um sie zu retten, und trotzdem hat man im Haus nicht seiner Feinde, sondern seiner Lieben diese Wunden ihm geschlagen.

[49:42] Eine der erstaunlichsten und herzerreißendsten Verse der Bibel findet sich direkt im Anschluss in Vers 7. Es heißt: "Schwert, erwache gegen meinen Hirten, gegen den Mann, der mein Gefährte ist, spricht der Herr der Herrschaften. Schlage den Hirten, und die Schafe werden sich zerstreuen, und ich will meine Hand den Geringen zuwenden."

[50:03] Hier spricht Gott, der Vater, der an irgendeinem Zeitpunkt der Geschichte sagen musste, obwohl es ihm das Herz brach: "Schwert, erwache gegen meinen Hirten, gegen den guten Hirten, der mein Gefährte ist, der mit mir ist." Denn Jesus war bei Gott und Jesus war Gott. Und an einem bestimmten Zeitpunkt der Menschheitsgeschichte, dem Zeitpunkt ab Gethsemane, musste Gott sich von ihm trennen und die Strafe für die Sünde auf ihn legen. Der Zorn Gottes musste ihn treffen. "Schwert, erwache gegen meinen Hirten, schlage den Hirten, und die Schafe werden sich zerstreuen." Jesus hat diesen Vers genommen und gesagt, er wird sich erfüllen, den Moment, wo Jesus gekreuzigt wird und die Jünger sich zerstreuen werden. Es zeigt übrigens, dass in Jesu Augen diese Jünger die neue Herde des neuen Volkes repräsentierten.

[50:57] Der Hirte wurde geschlagen. Können wir uns vorstellen, was für ein Gedanke das ist, den Gott hier denken muss, dass er gegen seinen Gefährten das Schwert rufen muss? Lieber Freund, liebe Freundin, das hat Jesus für dich getan. Er hat sich diese Wunden schlagen lassen im Haus seiner Lieben. Er ist durchstochen worden. Er ist dieser Hirte, der für 30 Silberlinge verkauft worden ist, wo gegen Gott sogar sein Schwert erheben musste. Das alles nur, damit du gerettet werden kannst.

[51:32] Vers 9: "Aber dieses letzte Drittel will ich ins Feuer bringen und es läutern, wie man Silber läutert, und ich will es prüfen, wie man Gold prüft. Es wird meinen Namen anrufen, und ich will ihm antworten. Ich will sagen: Das ist mein Volk, und ich will sagen: Der Herr ist mein Gott."

[51:47] Lieber Freund, liebe Freundin, kannst du sagen: Das ist mein Gott? Kann Gott sagen: Das ist mein Sohn, meine Tochter? Diese Kapitel, auch wenn sie manchmal etwas schwer zu verstehen sind, zeigen uns in ihrer Schönheit, in ihrer Tiefe, das Erlösungswerk Christi in all seinen Aspekten, von seinem Kreuzestod bis zu seiner Wiederkunft. Und die Frage ist: Hast du dieses große Geschenk des Himmels angenommen? Ich möchte heute hier dieses Geschenk erneut annehmen. Wie ist es mit dir?

[52:16] Denn wenn das geschehen wird, dann werden wir erleben, was in Sacharja 14, Vers 16 steht, und damit wollen wir schließen. Und es ist geschehen, dass alle übrig geblieben sind von all den Heidenvölkern, die gegen Jerusalem gezogen sind, Jahr für Jahr heraufkommen werden, um den Herrn, um den König der Herrschaften anzubeten und das Laubhüttenfest zu feiern. Gottes Idee war gewesen, dass wenn das Volk treu ist, Jahr für Jahr die Heiden kommen werden und gemeinsam als ein gemeinsames Volk Gott preisen werden. Da sich das nicht erfüllen konnte, weil Gottes Volk untreu wurde und man die Heiden nicht dorthin schicken konnte, weil sie Gottes Charakter dort in Jerusalem nicht lernen konnten, musste Gott einen anderen Weg finden. Er hat die christliche Kirche gegründet, die das Evangelium zu allen Heidenvölkern bringt. Aber doch werden wir mit allen Heidenvölkern zusammen als die Übrigen auf der neuen Erde zusammenkommen, um das geistliche Laubhüttenfest zu feiern. Und Sacharja spricht in diesen gewaltigen Visionen davon.

[53:26] Und wir können noch viel mehr sagen. Wir haben im Sendemanuskript noch viel mehr Details, die ihr anschauen könnt, vor allem auch über diese letzte Schlacht, die in Sacharja 14 beschrieben wird. Aber die Frage ist: Hast du das Geschenk des Himmels angenommen und möchtest du teilhaben an jener großen Wiederherstellung, von der Sacharja spricht, dass der geistliche Tempel aufgebaut wird und dass Christus, der für dich durchstochen worden ist, dein persönlicher Erlöser ist? Ist es dein Wille und dein Wunsch, ihn anzunehmen? Gott segne dich in deiner Entscheidung.

[53:54] Nächste Woche werden wir die letzte Folge haben. Wir werden uns mit Maleachi beschäftigen und diesen letzten Propheten des Alten Testamentes genau analysieren und anschauen. Und danach werden wir mit einem neuen Thema beginnen, auf das ich mich sehr, sehr freue. Wir werden dort eine neue Überraschung für euch haben. Wenn ihr regelmäßig die CSH schaut, werdet ihr wissen, wir überlegen uns immer wieder etwas Neues. Und nächstes Quartal wird in besonderer Weise ganz interessant werden. Wir werden über Erweckung und Reformation sprechen, ganz praktisch und sehr relevant für unsere Zeit. Da freuen wir uns schon und hoffen, dass wir in diesen Monaten eine besondere Erweckung und Reformation erleben werden, auch unter uns. Und wir danken euch, dass ihr zugeschaut habt und wünschen euch Gottes Segen bis zum nächsten Mal und viel Freude beim Studium seines Wortes. Amen.


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