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In diesem Teil des Offenbarungsseminars spricht Christopher Kramp über das Thema Verfolgung im Lichte von Offenbarung 12,13. Er beleuchtet die biblischen Lehren zur Verfolgung, die Bedeutung von Standhaftigkeit und die Rolle von Vergebung. Anhand historischer Beispiele und biblischer Texte wird gezeigt, wie Verfolgung als Prüfstein für den Glauben dient und wie Christen auch in schwierigsten Zeiten auf Gottes Beistand vertrauen können.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] Ja, jetzt sind wir wieder da, von den Wüsten Persiens zur Wüste in Stuttgart-Bad Cannstatt. Jedenfalls so heiß es ist hier. Ich weiß nicht, wie es euch vor dem Livestream geht. Vielleicht sitzt ihr in einer kühlen Wohnung, aber wahrscheinlich sitzt ihr auch irgendwo, wo es ganz heiß ist und ihr hättet euch gewünscht, hier in dieser kühlen Gemeinde zu sein. Nächste Woche habt ihr die Gelegenheit dazu, da werden wir uns nämlich wieder treffen hier um 19:30 Uhr. Bis dahin wollen wir jetzt das Offenbarungsseminar gemeinsam haben und wir werden heute den zweiten Teil von Offenbarung 12-13 haben. Ich möchte euch einladen, dass wir gemeinsam niederknien zum Gebet und dann werden wir weiter über das Thema Verfolgung sprechen, wie wir es letzte Woche angefangen haben.

[0:44] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir zu dir kommen können, dein Wort studieren können und auch dieses wichtige, manchmal etwas vernachlässigte Thema der Verfolgung behandeln dürfen. Bitte schenkt uns den Heiligen Geist, dass unsere Augen geöffnet werden, dass wir erkennen, was du uns sagen möchtest und dass wir vorbereitet sind auf das, was kommen mag und kommen wird in der baldigen Zukunft und dass wir gestärkt werden und aushalten dürfen. Und wir bitten dies im kostbaren und teuren Namen Jesu. Amen.

[1:16] Letzte Woche haben wir gesprochen über Offenbarung 12-13 und haben damit angefangen. Lass uns das nochmal aufschlagen. Das heißt, es ist Offenbarung 12, Vers 13. Und als der Drache sah, dass er auf die Erde geworfen war, verfolgte er die Frau, die den Knaben geboren hatte. Und wir hatten uns Gedanken gemacht über das Thema Verfolgung. Ich habe nochmal hier das Blatt aufgeschlagen, was wir hatten. Wir hatten darüber gesprochen, dass das Wort "Dioko" von dem Wort "Dio" abgeleitet ist. Und es heißt so viel wie verursachen, dass jemand flieht. Also wer verfolgt wird, der wird in die Flucht geschlagen, sozusagen. Und wir haben einige grundsätzliche Dinge letztes Mal angeschaut. Wir haben zum Beispiel gesehen, dass... Wie viele Menschen werden verfolgt werden? Wie viele Christen werden verfolgt werden? Alle. Jeder Mensch, der an Christus glaubt, wird früher oder später in einer Form oder anderen Verfolgung erleben. Es geht gar nicht ohne. Und wir haben auch gesehen, dass unsere Einstellung zur Verfolgung eine ganz besondere sein soll. Wir sollen glücklich sein. Jesus sagt, glückselig, wenn ihr um eine Gerechtigkeit willen verfolgt werdet. Und wir haben auch gesehen, dass es uns dann nicht anders geht als Jesus. Jesus wurde verfolgt, wir werden verfolgt. Jesus sagt, der Knecht ist nicht höher als der Meister.

[2:38] Und wir hatten gesehen, was der Grund dafür ist, dass es so oft Verfolgung gibt. Das ist der Gegensatz zwischen fleischlich und geistlich. Und wir hatten damit erklärt, warum es manchmal auch Verfolgung unter Gläubigen gibt, dass da eine Gruppe von Gläubigen die anderen verfolgt. Im Mittelalter hat die katholische Kirche Andersglaubende verfolgt. Und später haben dann auch manche Protestanten wieder andere Denominationen verfolgt. Und meistens hat es damit zu tun, dass hier eine neue geistliche Erkenntnis ans Licht gebracht worden ist, die gewisse fleischliche Sünden oder ein fleischliches Denken angeprangert hat. Und dann kommt dieser Kampf zwischen Fleisch und Geist. Und das führt zur Verfolgung. Können wir uns noch erinnern, welche Beispielgeschichte wir in der Bibel angesehen hatten? Der Paulus vergleicht es mit einer Geschichte im Alten Testament, wo auch jemand den anderen verfolgt hat. Genau, Ismael, der den Isaak verfolgt. Ismael, der fleischliche Sohn Abrams. Isaak, der geistliche Sohn Abrams. Das, was bei Kain und Abel, Ismael und Isaak passiert, passiert bis zum heutigen Tag. Die, die nur Namenschristen sind oder nur durch Tradition oder durch andere Umstände Christen geworden sind, werden, wenn sie mit der Wahrheit konfrontiert werden, stets die verfolgen, die geistlich der Wahrheit angehören und sie praktizieren.

[4:07] Wollen wir ein paar mehr Texte heute studieren, die, glaube ich, von Wichtigkeit sind. Schauen wir uns mal einen Text an in 1. Korinther 4, Vers 12. Es könnte sein, dass wir den einen oder anderen letztes Mal schon angeschaut haben, aber wir werden auf jeden Fall heute weitergehen und dann vor allem auch die historische Erfüllung dieses Verses auf Markus 12, Vers 13 betrachten. In 1. Korinther 4, Vers 12, ich glaube, den haben wir letztes Mal gehabt, da heißt es: "und arbeiten mühsam mit unseren eigenen Händen, wenn wir geschmäht werden, was sagt er? Segnen wir?" Was heißt geschmäht werden? Verspottet werden. Es ist nicht einfach, wenn man verspottet wird, wenn über einen gelacht wird, dann zu segnen.

[5:02] Wenn wir Verfolgung leiden, dann halten wir stand. Eines der Ziele, warum Satan Verfolgung bringt, ist, weil er durch den äußeren Druck versucht, Menschen zum Umfallen zu bringen. Wenn ich mich entscheiden muss, Christus oder Leben, dann gibt es manche Menschen, die entscheiden sich für das Leben und gegen Christus. So war es ja auch in der Zeit des Römischen Reiches. Wenn man vor die Löwen geworfen werden soll, dann lassen das nur die Menschen mit sich machen, die wirklich fest in Christus stehen. Verfolgung sichtet meistens diejenigen aus, die nicht wirklich standhalten. Und das ist einer der Gründe, warum Gott Verfolgung zulässt. 1. Korinther 4, Vers 12 sagt uns, wenn wir Verfolgung leiden, wollen wir standhalten.

[5:55] Einen Text, den hatten wir das letzte Mal angeschaut, den wollen wir auf jeden Fall heute nochmal zur Erinnerung machen. 2. Korinther 4, Vers 9. 2. Korinther 4, Vers 9 ist ein ganz toller Text. Ich weiß nicht, ob ihr ihn erinnern könnt. Es heißt hier in 2. Korinther 4, Vers 9: "Wir werden verfolgt, aber nicht verlassen. Wir werden niedergeworfen, aber wir kommen nicht um." Gott verheißt, dass selbst wenn wir verfolgt werden, wir sind niemals alleine. Jesus hatte gesagt in Matthäus 11, Verse 18-20: "Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Alle Macht ist mir gegeben im Himmel und auf Erden." Wir werden verfolgt, aber nicht verlassen. Kein einziger von jenen, die in den Jahrhunderten verfolgt worden sind, durch den Zorn des Satans, war verlassen von Gott. Es gab nur einen, der war verfolgt vom Satan und verlassen von Gott. Wer war das?

[7:02] Wenn ich jetzt sage, wer, dann werdet ihr sagen: Jesus. Verfolgt vom Satan am Kreuz, verlassen von Gott. Jesus hat das erlebt, damit wir es nicht erleben müssen. Deswegen kann der Paulus sagen, wir werden es auch verfolgt, aber nicht verlassen. Jesus hat es für uns erlebt, wie es ist, verfolgt zu sein und verlassen zu sein von Gott. Aber wenn wir verfolgt werden, müssen wir das niemals erleben, denn Jesus ist für uns am Kreuz gestorben. Wenn wir verfolgt werden, müssen wir nicht verlassen sein. Jesus ist bei uns, Gott ist bei uns. Das heißt, mit anderen Worten, niemand von uns, egal wie schwer er verfolgt wird, wird eigentlich so schlimm verfolgt wie Jesus. Denn was wäre diese schlimme Verfolgung, wenn wir uns nicht mehr sicher sein könnten, dass Gott mit uns ist? Oder wenn wir wüssten, dass Gott nicht mit uns ist? Wie sollte man das ertragen? Und das hat Jesus für uns getan. Und er versichert uns, wenn wir verfolgt werden, dann niemals ohne den Beistand Gottes.

[8:11] Jetzt schaut mal was ganz Praktisches an, in Matthäus 5, ebenfalls in der Bergpredigt, da sagt Jesus etwas, was noch darüber hinausgeht, dass man nur standhalten soll oder sich der Gegenwart Gottes gewiss sein darf. Es heißt hier in Matthäus 5, Vers 44: "Ich aber sage euch, liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen." Er sagt also, nicht nur ist Gott bei euch und nicht nur sollen wir glücklich sein, sondern wir sollen gleichzeitig für jene bitten, die uns verfolgen. Das sind also zwei verschiedene Dinge. Wenn ich verfolgt werde, kann ich glücklich sein, preis den Herrn, ich werde verfolgt. Aber manchmal kann das eine Schieflage bekommen. Dann ist man froh und dankbar, dass es Leute gibt, die einen verfolgen, weil dann fühlt man sich toll. Das ist nicht gemeint. Wenn ich verfolgt werde, soll ich mich zwar freuen, dass ich verfolgt werde, aber gleichzeitig darum bitten, dass diejenigen, die mich verfolgen, sich bekehren. Und was würde dann passieren? Die Verfolgung würde aufhören. Das heißt, es ist durchaus gut, für das Ende der Verfolgung zu bitten. Wir sollen nicht darum bitten, dass wir unbedingt verfolgt werden. Denn es würde bedeuten, dass wir um Feinde beten. Aber wenn wir verfolgt werden, dann dürfen wir glücklich sein, denn wir wissen, wir sind auf dem richtigen Weg. Aber trotzdem sollen wir gleichzeitig darum beten, dass die, die uns verfolgen, auch den Weg des Lebens erkennen.

[9:48] Und es gibt keinen besseren Weg, als treu zu sein in der Verfolgung. Für viele Menschen, die andere verfolgen, ist es die Treue, die sie sehen bei jenen Verfolgten, die sie selbst zum Umkehren bringen. Ein typisches Beispiel ist Saulus, der den Stephanus gesehen hat, und da diese erste Same in sein Herz gelegt worden ist. Und einige Zeit später, als es dann vom Himmel geregnet hat, das Licht, da ist diese Same aufgesprungen. Und es ist in vielen Fällen gewesen, wo das Zeugnis des Märtyrers der erste Same war. Und wenn wir dann bitten und beten für jene, die uns verfolgen, dann können wir große Dinge erleben.

[10:32] Die praktische Frage ist die: Kennst du jemanden, der dich in deinem Leben verfolgt? Oder der schlecht über dich redet, der böse Sachen über dich sagt, dir schaden möchte? Es ist einfach für die zu bitten, die einem am Herzen liegen. Oder wo man sich persönlich hingezogen fühlt zu denen. Es ist einfach für die zu bitten, die einem Schlechtes wollen. Aber Jesus sagt, wenn ihr das nicht tut, dann seid ihr wie die Heiden. Denn die Heiden gehen auch zu ihren Göttern und sagen: "Bitte Brahma, heile meine Mutter, Moloch, tu was für mein Kind, Baal, send uns Regen, damit es unseren Nachbarn gut geht und uns selbst." Für die eigenen Leute zu bitten, das kann auch ein Heide. Das machen auch die Heiden. Die Heiden gehen nicht zu ihren Götzen und bitten für die Feinde. Das unterscheidet, sollte Christen von Heiden unterscheiden. Ansonsten sind wir nur christliche Heiden. Es gibt viele christliche Heiden, habt ihr das gewusst?

[11:35] Wir waren auch Feinde Jesu. Ganz genau, wir waren auch Feinde und Jesus ist uns gestorben, als wir noch seine Feinde waren, sagt die Bibel. Jetzt schauen wir mal Lukas 21 an. In Lukas 21, wofür ist das Kapitel Lukas 21 bekannt, nebenbei gesagt? Wofür ist es bekannt und berühmt? Lukas 21 ist neben Matthäus 24, eines der großen Kapitel über die Endzeit. Es gehört zu dieser Endzeitpredigt von Jesus. Und in Lukas 21, Vers 12 heißt es: "Vor diesem allem aber werden sie Hand an euch legen und euch verfolgen und in Synagogen und Gefängnisse übergeben und dann vor Könige und Fürsten führen, um meines Namens willen." Jesus sagt vorher, dass wir verfolgt werden und zwar unter anderem auch in Synagogen. Wir werden in Synagogen verfolgt, in Gefängnisse übergeben werden und dann vor Könige und Fürsten geführt werden. Und wie gesagt, wenn ihr es anschaut in Lukas 21, vorher die Verse 9 und 10, es ist wie in Matthäus 24, wenn ihr von Kriegen und Unruhen hören werdet, Vers 10: "ein Heidenvolk wird sich gegen das andere heben" und so weiter. Das heißt, wir haben hier tatsächlich eine Endzeitprophezeiung, die sagt, es wird auch in der Endzeit Verfolgung geben.

[13:10] Können wir das sehen? Nicht nur gab es damals bei der Belagerung von Jerusalem und dann in der Zeit danach Verfolgung für die Christen, sondern es wird auch eine Endzeitverfolgung geben und in der Endzeitverfolgung wird es sein, warum Gott es zulässt, damit wir vor einflussreiche Menschen gebracht werden. Er sagt, wir werden vor Könige und Fürsten gestellt werden. Eines der Ziele in der Endzeit wird es sein, warum Gott Verfolgung zulässt, dass wir die Gelegenheit haben, vor großen Gerichten, vor einflussreichen Persönlichkeiten unter großer Aufmerksamkeit vielleicht das Evangelium zu predigen. Das gleiche war mit Paulus. Paulus wurde gefangen genommen, den Kaiser von Rom und all denen, die am Hof sind, wo ein normaler Christ jetzt nicht so einfach hingekommen wäre und einfach mal gesagt hätte: "Hallo, mein Name ist so und so, ich würde gerne mit Ihnen über den Glauben reden." Das kann man mit einem Nachbarn machen. Und auch so gibt es in unserer Gesellschaft Menschen, an die wir wahrscheinlich so erstmal nicht rankommen, die kaum erreichbar sind, es sei denn, man ist vielleicht mit den Verwandten oder so. Und die Endzeitverfolgung wird dazu führen, dass die Verfolgten in den Fokus geraten und viele Menschen, die eine hohe Persönlichkeit haben, einen hochgestellten Rang haben, mit dem Evangelium in Kontakt treten werden, die es vorher nicht haben hören können aus irgendwelchen Gründen.

[14:32] Schaut mal mit mir in Markus 4, Vers 17. Markus 4 und dort Vers 17. Das ist eine traurige Botschaft hier. Auch das hat etwas mit der Verfolgung zu tun. Markus 4, Vers 17 ist ein trauriger Vers. In Markus 4 ist eines der Berichte über dieses berühmte Gleichnis vom Seemann. Ihr kennt das mit den vier verschiedenen Böden. Das heißt hier in Markus 4, Vers 17: "Aber sie haben keine Wurzel in sich, sondern sie sind wetterwendig. Und jetzt schaut mal, was passiert. Später, wenn Bedrängnis oder was? Oder Verfolgung entsteht um des Wortes willen." Jesus hatte eine ähnliche Formulierung gehabt, als er in Matthäus 5 gesagt hat: "Glückselig werden sie euch verfolgen um der Gerechtigkeit willen." Wenn um des Wortes, um der Gerechtigkeit und um Jesu willen Verfolgung entsteht, heißt es hier: "nehmen sie sogleich Anstoß." Wenn ihr den Vers voranschaut, seht ihr, das sind keine Menschen, die irgendwie man in die Kirche geprügelt hat. Das waren Menschen, die mit großer Freude das Evangelium angenommen haben. Vers 16 sagt: "Und gleicherweise, wo auf steinigem Boden gesät wurde, das sind die, welche das Wort, wenn sie es hören, sogleich mit Freuden aufnehmen." Das sind keine Leute, die es lange brauchen. Das sind Leute, die sich sofort bekehren, große Freude haben, aber wenn dann die Verfolgung kommt, haben sie keine Wurzel. Wenn wir Menschen sehen, die sofort eine Entscheidung für Christus treffen, und mit Freunden dabei sind, dann würden wir sagen, das ist das Beste, was es geben kann, oder? Es geht nicht besser. Aber Gott weiß, es ist einfach, schnell begeistert zu sein. Es ist einfach, auch freudig begeistert zu sein. Aber wenn die Verfolgung kommt, zeigt sich, wer wirklich eine Wurzel hat und wer nur äußerlich entschieden hatte. Deswegen sagt der Paulus: "Wenn wir verfolgt werden, halten wir Stand." Und wer Stand hält, hat eine Wurzel. Das ist das, was man nicht sieht, aber was dringend notwendig ist in der Existenz.

[16:45] Und die Frage, die wir uns stellen können, jeder Einzelne von uns: Habe ich so eine Wurzel? Bin ich verwurzelt im Wort, dass selbst wenn es drunter und drüber geht, wenn die Konflikte kommen, die Probleme kommen, dass ich immer noch stehe, selbst wenn die anderen fallen? Diese Verwurzelung im Wort, das ist das, was uns durch die Endzeit tragen wird. Keine emotionalen Gefühle oder sonst etwas, sondern eine tiefe Wurzel.

[17:11] Schaut mal mit mir in Apostelgeschichte 9, ein ganz interessanter Vers. Apostelgeschichte 9, Vers 4 und 5. Und das ist, glaube ich, etwas von ganz, ganz großem Trost, wenn man mal verfolgt wird. In Apostelgeschichte 9, Vers 4 lesen wir: "Und ihr wisst, worum geht es in Apostelgeschichte 9. Was ist das? Was ist da die Geschichte? Die Bekehrung von Saulus zu Paulus." Und Apostelgeschichte 9, Vers 4 beschreibt diese berühmten Worte von Jesus: "Und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die zu ihm sprach: Saul, Saul, warum verfolgst du die Christen?" Steht es bei euch auch? Wen hat Paulus verfolgt? Jesus sagt, er hat Jesus verfolgt. Aber Saulus selbst hat an Jesus gar nicht gedacht. Jesus war für ihn einfach ein Betrüger, ein aufmüpfiger Rebell, den man recht sicherweise zu Tode geschlagen hat und ins Kreuz genagelt hat und der seit dreieinhalb Jahren tot ist. Das war so seine Vorstellung. An Jesus hat er nicht gedacht. Ihm ging es um die Nachfrage. Ihm ging es um die Nachfolger von Jesus. Er hat die Nachfolger von Jesus verfolgt. Aber als Jesus das sieht, sagt Jesus nicht: "Du verfolgst sie", sondern "Du verfolgst mich." Mit anderen Worten, Jesus identifiziert sich so eindrücklich und so vollständig mit den Verfolgten, dass er sagt: "Es geschieht mir." Es gibt ein anderes Beispiel, wo Jesus so etwas ähnliches macht. Wenn er sagt in Matthäus 25: "Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan." Ich darf also wissen, wenn ich verfolgt werde, wenn jemand mich auslacht, wenn jemand über mich spottet, wenn jemand mich schlägt, wenn jemand schlägt und über mich redet, er tut das zu Jesus. Und das hilft mir nämlich, weil wenn das Ganze eigentlich an Jesus gerichtet ist, dann muss ich mich nur fragen: Wie hätte Jesus jetzt reagiert? Und dann kann ich genauso reagieren. Denn wenn es an mich gerichtet ist, dann müsste ich mich ja jetzt kümmern und dann kommt da der Ärger hoch und der Zorn und ich weiß nicht was. Aber wenn es an Jesus geht, dann kann ich Jesu Reaktion einfach weitergeben. Und Jesu Reaktion, die kennen wir. Wir wissen, wie er sich verhalten hat, als er verfolgt wurde. Er hat am Kreuz gesagt: "Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun."

[19:50] Und übrigens, ich habe das vor kurzem mit jemandem besprochen, jemand sagte mir: "Aber wir können nicht so sein wie Jesus. Es gibt bestimmte Dinge im Leben von Jesus, wenn er so sehr die Feinde geliebt hat, das können wir nicht tun." Wir können so sein wie Jesus, selbst wenn er am Kreuz hängt und sagt: "Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun." Ich glaube, es ist möglich für einen Menschen, so sehr den Feind zu lieben. Der es uns bewirkt, genau. Es gibt ein Beispiel in der Bibel. Stephanus ist das Beispiel, dass es tatsächlich möglich ist, genauso seine Feinde zu lieben. Der hat die gleichen Worte gesagt. Er hat die Worte Jesu gesagt. Im Leben von Stephanus zeigt sich, was es bedeutet, wenn Christus in uns ist. Er war erfüllt vom Heiligen Geist. Das ist ein tolles Beispiel. Es war diese Liebe, genau.

[20:35] Übrigens, noch etwas ganz Interessantes. Das hat zu tun mit jenem dritten Boden. Schaut mal in Galater 6. Galater 6 und dort Vers 12. Übrigens, der Galaterbrief ist einer der meist missverstandenen Briefe im ganzen Neuen Testament. Wisst ihr warum? Wegen dem Gesetz. Da stehen immer solche Sachen drin: "Wir sind nicht mehr im Gesetz." Und dann liest man das und denkt: Müssen wir das Gesetz noch halten oder nicht? Und wann immer ein Mensch der Überzeugung ist, als Christ muss man das Gesetz nicht mehr halten, dann könnte sicher sein, der erste oder zweite Text, den er zitieren wird, wird aus Galater sein. Aber Galater 6 gibt uns eigentlich die Antwort auf das Problem, was da wirklich bestand. Schaut mal in Galater 6, Vers 12, was dort steht. Wir wissen ja, die Galater waren Kelten, die durch Paulus zum Christentum geführt worden sind und dann kam, als Paulus weg war, kamen ihre Lehrer und haben sie verführt. Und hier steht, was der Grund ist. Vers 12: "Alle, die im Fleisch wohl angesehen sein wollen, nötigen euch, dass ihr euch was beschneiden lasst, nur damit sie nicht um des Kreuzes des Christus willen verfolgt werden." Jetzt Achtung. Um was für ein Gesetz ging es also im Galaterbrief vor allem? Wenn es hier um das Zeremonialgesetz ging. Es gibt auch Passagen im Galaterbrief, die sprechen vom moralischen Gesetz, von den zehn Geboten, ohne Frage. Aber der Punkt war, diese Lehrer haben gesagt: "Ihr Christen müsst wieder zurück zur Beschneidung." Mit anderen Worten, stellt euch das so vor. Da sind Heiden, Kelten, die haben vom Judentum keine Ahnung. Und sie werden direkt Christen. Vom Heidentum zum Christentum. Jetzt aber die Christen selbst im Denken vieler Menschen damals, waren ja mehr oder weniger fast noch sowas wie die Juden. Fast alle Christen waren Juden. Jesus selbst war ein Jude und so weiter. Das heißt, man könnte sie sozusagen als eine Unterart des Judentums betrachten. Eine fortschrittliche Form des Judentums sozusagen. Die eine neue Wahrheit verkündigt, nämlich etwas, was eine prophetische, gegenwärtige Wahrheit, dass Jesus Christus der Sohn Gottes gekommen ist, gekreuzigt worden ist, auferstanden ist. Das war die Botschaft der Christen. Und jetzt kommen gelehrte Leute von den anderen Kirchen, von den Pharisäern, von den Sadduzeern und so weiter und sagen: "Das ist ja toll, dass ihr euch jetzt für das Alltägliche interessiert. Endlich habt ihr den Weg zu Gott gefunden. Nur müssen wir euch leider warnen, dass ihr an die falsche Gruppierung geraten seid. Ihr seid ein bisschen zu extrem geworden. Denn in Wirklichkeit gibt es hier wirklich große Kirchen, die Pharisäer und die Sadduzeer. Diese kleine Sekte des Nazareners. Und da gibt es einige Dinge, die hat man euch nicht beigebracht. Ihr müsst nämlich das Zeremonialgesetz halten. Dann seid ihr so wie alle anderen auch. Wenn ihr das nicht macht, dann seid ihr abgesondert. Dann seid ihr irgendwie Sonderlinge. Dann gucken euch alle komisch an. Wenn ihr aber das Zeremonialgesetz haltet, dann seid ihr integriert in den großen Kreis der verschiedenen jüdischen Gruppen." Was haben die Galater gemacht? "Oh, das hat uns der Paulus nicht gesagt. Naja, vielleicht war Paulus auch nur ein Mensch. Wir wollen nicht so extrem sein. Wir halten das Zeremonialgesetz." Und Paulus sagt, was der Grund ist. Er sagt: "Sie nötigen euch, weil sie was? Sie wollen im Fleisch angesehen sein, damit sie um des Kreuzes des Christus nicht verfolgt werden." Mit anderen Worten, das Kreuz Jesu war damals die gegenwärtige prophetische Wahrheit, die Streit erzeugt hat. Das war das, was die Pharisäer und die Sadduzeer und die Zeloten, wie sie alle heißen, nicht anerkannt haben. Die Beschneidung haben alle anerkannt. Und diese Ehemänner haben gesagt: "Kommt, lasst uns keine Unterscheidungslehren haben, die uns von den anderen Gruppen unterscheidet. Lasst uns lieber Gemeinschaft haben mit ihnen." Und die Galater sind darauf reingefallen. Und Paulus schreibt diesen leidenschaftlichen Brief, um sie herauszuholen und sie zurückzuholen. Er sagt: "Wer hat euch verzaubert, ihr Galater?"

[25:13] Jetzt, wenn wir das übertragen würden, was wäre das heutzutage? Gibt es auch heutzutage eine gegenwärtige prophetische Wahrheit, die nur von einer kleinen Minderheit geglaubt wird? Der Sabbat, 1844. Das Ende von Daniel 9, der zweite Teil der Prophezeiung. So wie damals Daniel 9, das Kreuz Jesu, die gegenwärtige prophetische Wahrheit, das war, was die Sekte der Nazarener ausgesondert hat, was Verfolgung verursacht hat, so sind heute die Themen wie das himmlische Heiligtum, 1844, das Gesetz, der Sabbat, die plötzlich so eine Sonderunterscheidungslehre sind. Und jetzt passiert es manchmal, dass Menschen, die mit dem Christentum gar nichts zu tun haben, einfach mal auf diese Wahrheiten stoßen und sofort gerne annehmen und dann schauen sie im Moment mal, was gibt es denn sonst noch so? Es gibt noch die Kirche und die Kirche und die Kirche und die Kirche und die Kirche und die Kirche. Vielleicht sind wir schon auf einem guten Weg mit der Bibel, aber vielleicht sind wir ein bisschen zu weit gegangen. Und dann gibt es viele Leute, die sagen: "Schön, dass ihr schon mal die Bibel anerkannt, dass ihr zu Jesus kommt, aber ihr müsst den Sabbat nicht halten. Das mit 1844 ist eine Sonderlehre. Das himmlische Heiligtum, das haben nur die. Das braucht ihr nicht. Macht doch einfach so wie alle anderen, dann gibt es auch keine Verfolgung." Und genau darum geht es im Galaterbrief. Das heißt, mit anderen Worten, diejenigen, die den Galaterbrief meistens zitieren, das sind die Galater-Opfer gewesen. Der Brief ist eigentlich für sie geschrieben. Das ist das Kuriose an der ganzen Sache. Und das zeigt, warum zitiere ich das im Zusammenhang mit Verfolgung? Es gibt Menschen, die ändern ihre Theologie, wenn sie verfolgt werden. Das ist eine Möglichkeit, die besteht, dass man seine Meinung ändert, um konform zu gehen. Und das ist einer der Gründe, warum dieses Thema so wichtig ist.

[27:11] Schauen wir noch gemeinsam 2. Korinther 12, Vers 10. Das ist ein schöner Vers, der auch Mut geben kann. "Darum habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten, an Misshandlungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Ängsten um des Christus willen. Denn wenn ich schwach bin, dann bin ich was? Bin stark. Und wenn ich stark bin, bin ich was? Also, wenn ich schwach bin, bin ich stark. Und dann bin ich ein Überwinder. Überwinder sind die, die stark sind. Paulus sagt: "In dem allen überwinden wir weit." Ich war in den Ängsten.

[28:00] Lasst uns einige Minuten neben noch drüber zu sprechen, wie diese Christenverfolgung damals historisch zu der Zeitpunkt, wo Offenbarung 12, Vers 13 spricht, ausgesehen hat. Wisst ihr, wie die erste Christenverfolgung begonnen hat? Also, wir wissen, die allererste Christenverfolgung war die im Jahre 1934. Das war die nach der Einigung von Stephanus. Das ist der Moment, wo in Jerusalem alle Christen Jerusalem verlassen, nur die Apostel bleiben zurück. Und sie verbreiten sich dann erst durch Judäa und dann nach Samaria und von dort dann bis in die weiteren Regionen. Und die Bibel macht deutlich, dass ohne diese Verfolgung, es ist wahrscheinlich den Evangeliumsauftrag gar nicht wirklich umgesetzt hätten. Denn erst durch die... Manchmal muss Gott erst so etwas schicken. Manchmal muss Gott die Israeliten erst nach Babylon ins Exil schicken, damit die Babylonier eine Möglichkeit haben, das Evangelium zu hören. Manchmal muss Gott Verfolgung schicken, damit endlich die Christen sich aufmachen. Nach der Steinigung des Stephanus da haben wir diese erste Verfolgung, die ging aus von den Juden. Die erste Verfolgung der Christen ging nicht aus von den Römern, sondern allein von den Juden.

[29:22] Jetzt die erste römische Christenverfolgung begann im Kontext im Jahre 49. Da haben wir das so genannte Edikt von Claudius. Es wird auch in der Bibel erwähnt, nämlich in Apostelgeschichte 18, Vers 1. Claudius hat damals alle Juden aus Rom vertrieben und für die Römer waren Juden und Christen im Prinzip eine dasselbe. Und dann vielleicht etwas, was sehr wichtig ist, damit man so ein bisschen die Geschichte hinterher versteht, war 64 der Brand von Rom. Bis heute hat man es nicht hundertprozentig geklärt, die Vermutung liegt wohl sehr nahe, dass Nero selbst die ganze Sache inszeniert hat und dass er einen Sündenbock herhalten musste und das waren dann die Christen. Und im Zuge dieser Christenverfolgung sind zwei der wichtigsten christlichen Missionare inhaftiert worden, nämlich Petrus und Paulus.

[30:27] Ich weiß nicht, ob ihr euch bewusst ist, dass Paulus eigentlich sogar so ein bisschen selbst schuld daran ist. Wisst ihr warum? Paulus hätte freikommen können. Ihr wisst ja, in Jerusalem ist er gefangen genommen worden und die Sache stand so gut für ihn. Er hätte freikommen können, aber er hat etwas zu früh gesagt: "Ich berufe mich auf den Kaiser." Und da ist ihm gesagt worden, er hätte es nicht getan, er hätte mich freigelassen. Und so musste er sich vor den Kaiser berufen, er musste nach Rom gehen und der Kaiser war Nero und da gab es keine Gnade. Ich denke, Paulus hätte ein paar Jahre länger leben können. Aber wie auch immer, es ist diese Verfolgung, die durch den Brand von Rom einsetzt, das war noch keine landesweite Verfolgung, das war eher so spontan, das waren so spontane, wie sagt man, so spontane Programme, die dann mal so losgingen.

[31:21] Eine etwas längere Verfolgung war die von 81 bis 96 unter Domitian. Und auch hier war es eigentlich eine Verfolgung von Juden, die dann meistens auf die Christen übergegangen ist. Domitian war ein ziemlich böser Kaiser. Auch unter Trajan gibt es einige Berichte. Und zwar, da gibt es diesen Bericht von Plinius dem Jüngeren, der stellt die Frage an den Trajan: "Du sag mal, ich habe hier Christen bei mir in der Gegend, was soll ich mit denen machen? Ich habe sie jetzt einfach mal töten lassen, das ist richtig." Und dann stellt sich heraus, dass sie eigentlich nichts Böses tun, aber einfach nur, weil sie so hartnäckig in dem Glauben sind, sind sie des Todes würdig. Das ist ein bisschen eine merkwürdige Sache, auch dieser Plinius tut da sehr merkwürdige Argumente aufgeben. Und eines der Probleme war, dass die Christen relativ abgeschottet gelebt haben, relativ geheim sozusagen ihre Sachen gemacht haben, sich oft geheim getroffen haben, und die Römer haben vermutet, dass es sich um Rebellen handelt. Und haben sie dann dementsprechend immer wieder gezwungen zu lästern oder vor der Venus niederzuknien oder dem Kaiserbild zu huldigen. Wer das nicht gemacht hat, der war halt widerspenstig gegen den Staat, der wurde umgebracht.

[32:43] Und dann zeigt sich so ein bisschen die Art, wie Satan arbeitet. Es gab dann noch eine Verfolgung einige Jahrzehnte später, das war 193 vor allem bis 211 unter Severus. Und auch das waren eher so hier ein bisschen, da ein bisschen. Wir haben immer das Bild, dass sofort als die Apostel tot waren, die ganzen Jahrhunderte hindurch nur Christen geschlachtet worden sind. Das ist nicht wahr. Und wir werden noch sehen, warum. Das ist immer das Bild, das unter den Köpfen gezeichnet wird, aber wir sehen, dass auch die Offenbarung das eigentlich nicht sagt. Das Zeitpunkt, wo die Christenverfolgung systematisch werden, ist eigentlich etwas später, und zwar im 3. Jahrhundert.

[33:32] Schauen wir uns das mal auf. Und zwar 249 bis 251 unter Decius. Er ist der Erste, der systematisch im gesamten Römischen Reich Christen verfolgen lässt. Und dann noch schlimmer unter seinem Nachfolger unter Valerian. Und da gab es wirklich ein... Das war super geplant. Fast wie eine Art Holocaust. Da wurde ganz systematisch geplant, die Führer der Christen, die leitenden Bischöfe umzubringen, um die Struktur kurz und klein zu häckseln, und sie wurden massenhaft den Tieren vorgeworfen. Das begann zu dieser Zeit. Es gibt also eine Art Steigerung. Es geht los mit einzelnen Dingen, und es wird dann systematischer, und irgendwann haben wir eine ganz flächendeckende Verfolgung.

[34:23] Und das Ganze gipfelt. Und jetzt schlag mal mit mir auf, jene Zeit wird beschrieben in der Offenbarung mit dem 2. Sendschreiben. Wir sind gleich am Ende angelangt. Im 2. Sendschreiben. Ihr wisst, das 1. Sendschreiben, Ephesus, Offenbarung 2, berichtet von einer hohen Christenheit, die so viele tolle Sachen gehabt haben, die nur die erste Liebe verlassen haben und sich bekehren mussten. Das war so bis 100. Und dann kommt diese Zeit der verfolgten Gemeinde. Und das ist Smyrna, Vers 8. Jesus sagt: "Und dem Engel der Gemeinde von Smyrna schreibe: Das sagt der Tote und der Letzte, der tot war und lebendig geworden ist: Ich kenne deine Werke und deine Drangsal und deine Armut, du bist aber reich, und die Lästerung von denen, die sagen, sie seien Juden und sind es nicht, sondern eine Synagoge des Satans." Schon damals gab es die ersten Christen, die anfingen, biblische Sachen zu verkündigen, vor allem in Rom und in Alexandria. Und dann Vers 10: "Fürchte nichts von dem, was du erleiden wirst. Es ist noch Zukunft." Er spricht in diese Zeit hinein und sagt: "Ich weiß, ihr habt Bedrängnis, aber das Eigentliche, was kommt, die schlimme Verfolgung kommt noch, es ist Zukunft, seht ihr das? Fürchte nicht von dem, was du erleiden musst und zu erleiden hast." Und jetzt schaut, wie es weitergeht. "Der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr geprüft werdet, und ihr werdet Drangsal haben, wie lange? 10 Tage." Jetzt in der Prophetie, ein Tag ist wie lange? Ein Jahr. Das heißt, 10 Tage sind wie lange? 10 Jahre. Die große, gewaltige, blutige Christenverfolgung dauert nach der Bibel 10 Jahre. Nun, die ganze Zeit kann als ein Zeitalter der Verfolgung angesehen werden. Im weiteren Sinne des Wortes. Verfolgung ist auch dann, wenn immer mal wieder willkürlich herrschend mal für ein paar Jahre die Leute verfolgen. Aber die große, systematische, blutige, wir versuchen das Christentum bis zum Stumpf auszurotten, war 10 Jahre lang. Und zwar von 303 bis 313. Und das ist relativ spät erst. Das ist die große Christenverfolgung, von der die Bibelprophetie spricht. Und die war unter Diokletian.

[36:39] 303 bis 313. Und interessanterweise lässt sich das ziemlich genau festmachen. Denn im Jahre 313 gibt es das sogenannte Edikt von Mailand. Das sogenannte Toleranzedikt von Kaiser Konstantin. Und das ändert dann die gesamte Sache. Aus den Verfolgten wird plötzlich die Staatsreligion. Das ist 313, genau nach 10 Jahren. Wir sehen also eine Steigerung. Und als es auf dem Höhepunkt ankommt, der Höhepunkt sind diese 10 Jahre Verfolgung. Und dann ändert sich die Sache. Man muss aber sagen, dass es für die Christenheit danach schlimmer wurde als vorher. Dann kamen die Irrtümer hinein. Dann kamen die großen Kompromisse. Aber das ist die Christenverfolgung, die große, von der die Offenbarung spricht, diese 10 Jahre. Ein Jahr vorher, das ist die Zeit, wo auch die Kaiser untereinander gekämpft haben. 312 war diese berühmte Schlacht an den Milvischen Brücken, wo Kaiser Konstantin dieses Kreuz gesehen haben will. Und das war dann diese Zeit. Und diese Zeit hat man wirklich planmäßig versucht, die christliche Religion auszulöschen. Vorher war es mehr so eine Art, wir hassen euch und wenn ihr irgendwas tut, wenn wir euch finden, dann bringen wir euch mal um. Aber man hat so mit ihnen gelebt und sie gehasst. Das war auch schon Verfolgung. Aber da war das Schlimmste. Und das ist diese Wut, die sich immer mehr steigert. Und als der Satan merkt, das Blut der Märtyrer ist wie der Same des Evangeliums, endet er seine Taktik. Und ihr wisst, die Gemeinde von Smyrna hat keinen Tadel. Aber die Gemeinde von Pergamon, die muss sich einiges anhören von Jesus. Denn die hat dann am Evangelium einige Dinge verändert. Da werden wir das nächste Mal weitermachen und sehen, wie das dann in Offenbarung 12 weitergeht. Hier sehen wir den Zorn des Drachen. Wir wissen ja, all diese römischen Kaiser waren mehr oder weniger vom Drachen beeinflusst. Und wenn man sich ein bisschen mit den römischen Kaisern beschäftigt, dann weiß man auch, das waren mehr Monster als Menschen. Und hier wurde es immer schlimmer.

[38:47] Was lernen wir daraus? Wir lernen daraus, dass wenn das sich damals erfüllt hat, es sich auch am Ende nochmal erfüllen wird. Es wird eine Zeit der Verfolgung geben. Diese Verfolgung wird offensichtlich wahrscheinlich auch in der Endzeit steigernden Charakter sein. Die Bibel spricht in Offenbarung 13 von einer Zeit, wo es einen Befehl gibt, dass man nicht kaufen und verkaufen kann und später, dass man sterben wird sogar, wenn man das Malzeichen des Tieres nicht trägt. Das heißt, es gibt auch dort eine Art Steigerung. Und ist es nicht interessant zu sehen, ihr Lieben, dass es zwar fast 300 Jahre lang mehr oder weniger Verfolgung gab, aber dass die wirklich ganz schlimme Verfolgung nur die letzten 10 Jahre war? Und das gibt uns auch einen Hinweis darauf, wie die Endzeit sein wird. Es wird schlimmer und schlimmer werden, immer schlimmer und schlimmer. Und dann, wenn es nicht mehr erträglich wird, wird es relativ schnell vorbei sein. Wenn das 300 Jahre gegangen wäre, dann wäre es wahrscheinlich schon furchtbar gewesen. Das ist ein großes Crescendo, das immer mehr zunimmt. Nur, dass dann kein Konstantin kommen wird, sondern Christus. Dann werden wir keine Probleme mehr bekommen. Aber das ist sozusagen die Lehre, die wir ausziehen können. Gott weiß, was er wann zulassen kann und wie weit er gehen kann. Und mit jeder kleinen Verfolgung werden wir Kraft bekommen für die nächste. Bis es dann ans Limit geht und wenn es nicht mehr weiter zu ertragen ist, wird Jesus wiederkommen und sein Volk retten.

[40:17] Wollen wir noch gemeinsam Gott danken dafür, dass er uns vorbereiten möchte auf diese Zeit. Und dass, wenn der Satan noch so wütend ist, wir sogar für seine Helfer das Helfer bitten dürfen. Ich glaube, es macht ihn noch mehr wütend, oder? Und dass manche seiner Helfer sogar noch die Seiten wechseln werden, auch dann in der Endzeit. Was meint ihr, was das für eine Zeit sein wird? Wenn wir vor den Richtern stehen werden und sie uns anklagen werden: "Warum glaubt ihr, dass der Sabbat der richtige Tag ist?" Und wir mit dem Erfüllten im Heiligen Geist das aus der Bibel zeigen können und der ein oder andere Rechtsanwalt vielleicht selbst noch die Entscheidung trifft, diesen Tag zu halten. Das wird eine tolle Zeit sein. Das wird eine spannende Zeit sein. Und ich denke, wir können uns jetzt darauf vorbereiten. Wollen wir noch gemeinsam beten? Lass uns niedergehen.

[41:05] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir dieses Thema studieren konnten und möchten dich bitten, dass du uns Weisheit schenkst und Kraft schenkst, wirklich verwurzelt zu sein in deinem Wort. Bitte gib, dass wir nicht einfach nur begeistert sind, sondern wirklich Wurzeln schlagen. Dass, wenn die Schwierigkeiten kommen, wir stehen bleiben und uns nicht weg bewegen von deiner Wahrheit. Wir haben aus der Geschichte lernen dürfen und wir danken dir, dass du nur so viel Verfolgung zulässt, wie ertragbar ist. Und dass du immer einen Ausweg hast, in jeder Situation, dass du uns niemals verlässt und dass wir zwar verfolgt, aber nicht verlassen werden. Und wir danken dir, Jesus, dass wir treu sein dürfen und dass wir sogar in der Verfolgung so sein dürfen wie du, damit dein Charakter in uns geformt wird. Hab Dank dafür, Jesus, in deinem Namen. Amen.

[41:55] Damit sagen wir auf Wiedersehen. Nächste Woche werden wir uns wiedersehen hier 19:30 mit der Geburt von Ellen. Und dann um 20:15 Uhr den nächsten Vers, Offenbarung 20, Vers 14 besprechen und ich denke, da werden wir eine ganze Menge lernen. Bis dahin wünschen wir euch Gottes Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.


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