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In diesem Vortrag der Reihe „Magna Conflictio“ thematisiert Christopher Kramp das Zeichen des Tieres und den Antichristen. Er beleuchtet die historische Entwicklung der päpstlichen Macht und die Lehren der Reformation, die das Papsttum als antichristlich identifizierten. Kramp analysiert kritisch die heutige Rolle des Vatikans, die zunehmende Annäherung zwischen Kirche und Staat sowie die Bedeutung von Symbolen und Traditionen in der katholischen Lehre im Vergleich zur biblischen Botschaft. Der Vortrag wirft einen Blick auf die prophetischen Zeichen der Endzeit und die Entwicklung hin zu einer globalen religiösen und politischen Macht.

In diesem Vortrag der Serie „Magna Conflictio“ beleuchtet Christopher Kramp das Thema „666 – Das Zeichen und der Antichrist“. Er analysiert die historische Entwicklung und die theologische Bedeutung des Papsttums im Kontext der Endzeitprophetie. Dabei werden sowohl die Lehren der Reformatoren als auch aktuelle Entwicklungen in der Weltkirche kritisch betrachtet. Der Vortrag wirft die Frage auf, ob die heutige Kirche die Zeichen der Zeit erkennt und wie die biblischen Prophezeiungen sich in unserer Zeit erfüllen.


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Serie: Magna Conflictio (Vortragsreihe über die Kirchengeschichte und die Endzeit)

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Transkript

[1:21] Einen wunderschönen guten Abend. Guten Abend. Zu unserem letzten Wochenende möchte ich Sie ganz herzlich begrüßen hier beim Magna Conflictio. Herzlich willkommen, auch liebe Zuschauer, auf www.magnaconflictio.de.

[1:36] Es ist eine lange Reise gewesen, die wir gemeinsam gemacht haben durch die letzten 2000 Jahre Kirchengeschichte und auch durch die Bibel hindurch. Und wir sind sozusagen auf der Schlussgeraden und haben heute Abend noch und morgen Vormittag ein zweites Bonusthema und dann morgen Abend nochmal ein Doppelvortrag. Vier Themen noch. Und jetzt geht es buchstäblich ans Eingemachte.

[1:59] Und wir werden heute ein Thema haben mit dem Titel 666, das Zeichen und der Antichrist. In diesen letzten vier Themen wollen wir, nachdem wir lange zurückgeschaut haben in die Vergangenheit und viele Lektionen gelernt haben aus der biblischen Vergangenheit, vor allem aus der Kirchengeschichte, wollen wir nicht nur die Gegenwart betrachten, sondern vor allem den Sprung wagen in die Zukunft. Was kommt auf uns zu? Und wie endet dieser ganze Konflikt? Und da werden wir ganz, ganz interessante Dinge gemeinsam studieren.

[2:28] Bevor wir das aber tun, möchte ich noch einen Buchhinweis geben. Denn es gibt tatsächlich, ob Sie es glauben oder nicht, ein Buch zur Serie. Zu unserer Vortragsseite gibt es ein Buch. Wenn Sie sagen, das gibt es, habe ich noch nie was von gehört. Es handelt sich dabei um ein Buch. Das heißt, es hat nicht den Titel Magna Conflictio, sondern Vom Schatten zum Licht. Ich weiß nicht, ob Sie den Namen schon mal gehört haben. Eine Neuübersetzung eines Klassikers mit dem Titel The Great Controversy. Der große Kampf, von dem wir auch unseren Titel Magna Conflict zu bekommen haben.

[2:58] Wenn Sie dieses Buch noch nicht besitzen, habe ich eine gute Nachricht. Sie werden es morgen kostenlos bekommen. Was sagen Sie jetzt? Und wenn Sie zuschauen und sagen, meine Güte, das möchte ich auch haben. Das ist ein Buch, das ich Ihnen wirklich wärmstens empfehlen kann. Es ist noch viel mehr Informationen drin enthalten, als wir hier in der Vortragsserie machen konnten. Im Anhang gibt es noch viele geschichtliche Informationen. Es geht noch tiefer in die Materie hinein. Und perfekt zu dem, was wir studiert haben. Dann kommen Sie doch morgen und lassen sich dieses Geschenk nicht entgehen. Das wird es nur morgen umsonst geben. Ansonsten müssen Sie natürlich dafür auch was bezahlen. Und deswegen hier dieser Hinweis.

[3:34] Geschrieben wurde das Buch übrigens von einer sehr bemerkenswerten Frau mit Namen Ellen Gould White. Wenn Sie mehr über diese Frau wissen wollen, habe ich auch noch einen Hinweis für Sie. Und zwar auf unserer Internetseite www.joelmedia.de gibt es einen Vortrag in der Vortragsserie Ausweg 2012 mit dem Titel Die Weissagung. Wenn Sie noch niemals... Was habe ich gesagt? Oh, Entschuldigung. Ausweg 2012. Ja, was habe ich gesagt? Ausweg 21? Ja, ich verwechsel das immer. Also, korrigiert, in der Serie Ausweg 2012 gibt es einen Vortrag, das ist Vortrag 24, mit dem Titel Die Weissagung. Wenn Sie noch niemals von dem Namen E.G. White etwas gehört haben, dann sollten Sie diesen Vortrag auf jeden Fall mal anschauen. Sehr informativ und sehr, sehr spannend.

[4:16] Jetzt genug der Vorrede. Und wir kommen zu unserem Quiz. Wir haben uns letzten Dienstag unterhalten mit dem Thema Vom Tod. Und die erste Frage war, wovon wurden Adam und Eva nach ihrer Sünde getrennt? Wer kann mir das nochmal sagen? Sie wurden vom Garten Eden getrennt. Ja, das stimmt, aber es gab einen Grund. Wovon sollten sie genau getrennt werden? Vom Baum des Lebens und damit vom ewigen Leben. Als Sünder sollten sie nicht ewig leben. Deswegen haben wir festgestellt, es gibt keinen ewig lebenden Sünder. Sie wurden vom Baum des Lebens und damit vom ewigen Leben getrennt.

[4:57] Wie nennt die Bibel den ersten Tod? Den Tod, den alle sterben müssen, egal ob sie gläubig sind oder ungläubig sind. Sie nennt ihn einen Schlaf, ganz genau. Und alle werden aus diesem Schlaf auferweckt werden. Es gibt die Auferstehung der Gerechten, es gibt die Auferstehung der Ungerechten. Und wir werden dazu auch morgen noch einiges zu sagen haben. Wann können Gläubige Jesus persönlich sehen? Sehen sie ihn, wenn sie sterben, sofort? Nein, sondern sie sehen ihn, wenn er wiederkommt. Nach der Wiederkunft, dann können sie ihn persönlich sehen. Jesus hatte gesagt, ich komme wieder und hole euch, damit ihr seid, wo ich auch bin.

[5:32] Und dann haben wir uns auch über den Spiritismus unterhalten, der ja darauf basiert, auf dieser Irrlehre der unsterblichen Seele, die aus dem antiken Heidentum gekommen ist. In welchem Jahr entstand der moderne Spiritismus, der sich dann ausgebreitet hat in der ganzen Welt? 1848, genau, ganz interessant. Nur wenige Jahre nach 1844. Und das waren nur diese Fox-Schwestern. Und dann haben wir die letzte Frage gehabt, wer war Herausgeber der Zeitschrift Lucifer Gnosis? Das hatte mit Blavatsky zu tun, das war Rudolf Steiner, auch bekannt als der Begründer und führende Kopf der Anthroposophie. Und wir haben daraus die Schlussfolgerung gezogen, dass nicht alles satanisch ist, was satanisch aussieht, sondern oftmals auch in sehr feinen, veredelten und verdeckten Formen auftritt.

[6:22] Für heute haben wir natürlich auch wieder fünf Fragen. Und Spielregeln sind uns ja schon so gut bekannt, dass ich sie nicht mal erwähnen muss. Wir wollen, oder ich werde sie auch nicht erwähnen. Also, wer ist nach alter protestantischer Auslegung der Antichrist? Zweite Frage. Was heißt Stellvertreter des Sohnes Gottes auf Latein? Ich weiß nicht, ob Sie Latein in der Schule gehabt haben. Ich nicht, aber vielleicht wissen Sie das auch trotzdem. Wann erhielt der Vatikan wieder Eigenstaatlichkeit? Muss sie offensichtlich mal verloren haben. Wir haben es auch schon studiert, wann. Und wann hat er die wiederbekommen? Vierte Frage. Welcher Kirchenvater beriet Konstantin, natürlich der Konstantin aus dem 4. Jahrhundert, theologisch in der Sonntagsfrage? Wir werden heute lernen, dass der Konstantin da nicht ganz von alleine drauf gekommen ist und es nicht alleine durchgesetzt hat. Da gab es einen besonderen Kirchenvater. Und weiß das jemand?

[7:16] Schön, dass Sie heute da sind. Und letzte Frage. Was überzeugte englische Christen im Jahre 1201, endlich den Sonntag anzunehmen? Die bis dahin immer noch am Samstag festgehalten haben. Da gab es einen Grund, warum sie dachten, okay, jetzt erkennen wir den Sonntag an. Und das werden wir heute auch auch studieren.

[7:41] Und das Thema, was wir heute studieren, möchte ich Ihnen gleich von Anfang an sagen, ist ein ernstes Thema. Es ist keins, was man einfach so aus dem Ärmel schüttelt. Und das wirklich uns herausfordern wird. Und ich glaube, es ist gut, dass wir auch an diesem Abend beginnen mit einem Gebet und den Heiligen Geist einladen, dass er unsere Worte führt und auch unsere Gedanken.

[8:01] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen danken, dass wir jetzt zu dir kommen können. Wir möchten dir danken, dass dein Wort uns nicht nur die Vergangenheit erklärt, sondern auch den Weg in die Zukunft weist. Wir möchten dich bitten, dass du uns zu diesem Punkt jetzt besonders führst, dass du uns Weisheit schenkst, dass du mit deinem Heiligen Geist gegenwärtig bist. Reinige du uns von allem, was uns von dir trennen könnte, dass wir deine Wahrheit so verstehen, wie du sie gemeint hast. Wir bitten dich, dass du uns Liebe zur Wahrheit schenkst und auch Liebe zu unseren Mitmenschen, sodass wir die Wahrheit in Liebe verkünden können. So möchten wir dich bitten, dass du jetzt bei uns bist und deine Verheißung wahrmachst, dass dein Wort nicht leer zurückkehrt. In deinem Namen beten wir, Jesus. Amen.

[8:45] Es gab etwas, dass alle Reformatoren, egal ob Wycliffe oder Zwingli, Huss oder Luther, Tyndale oder auch die späteren Englischen wie Wesley oder dann auch, wie in Amerika, William Miller, alle gemeinsam einstimmig bekundeten, obwohl sie sonst in vielen Fragen der Theologie sehr unterschiedlicher Meinung waren. Luther und Zwingli konnten sich nie einigen über das Abendmahl und Luther hatte auch eine andere Ansicht über Heiligkeit als Wesley vielleicht. Und in vielen theologischen Punkten waren die Reformatoren doch relativ gespalten. Sie haben zu unterschiedlichen Zeiten gelebt, haben unterschiedliche Wahrheiten entdeckt. Die einen waren für die Erwachsenentaufe, die anderen waren dagegen und so weiter und so fort.

[9:27] Es gab zwei Dinge. Das eine war auf jeden Fall Sola Scriptura. Alle Reformatoren zu allen Zeitaltern haben sich allein auf die Bibel berufen, auch wenn sie nicht alles verstanden haben, aber das war ihr Maßstab. Aber es gab eine zweite Lehre, an der alle ohne Ausnahme festgehalten haben und alle gleich stark betont hatten. Und das war die Lehre vom Antichristen. Ob sie Wycliffe gefragt hätten oder Huss gefragt hätten, Hieronymus, Zwingli, Tyndale, Luther, Miller, wen auch immer, alle hätten ohne Ausnahme mit den gleichen Bibelfersen gesagt, der Antichrist sitzt in Rom, das Papsttum.

[10:08] Nun, heutzutage scheint sich das etwas geändert zu haben. Wenn man heute über Rom spricht, über das Papsttum spricht, dann hat man nicht mehr den Eindruck, dass dort der Antichrist sitzt. Das scheint wie ein Relikt zu sein aus der alten Kirchenspaltungszeit, als man halt noch böse aufeinander war. Heute ist der Papst ein Medienstar. Es ist jemand, der weltpolitisch anerkannt ist und in unserem heutigen Zeitalter von Toleranz und von Freiheit scheint es nicht besonders angebracht zu sein, auf einen Menschen zu zeigen, auf eine Institution und zu sagen, da ist es böse. Und besonders haben wir uns vielleicht auch gefreut, oder viele haben sich gefreut, dass auch wir als Deutsche nach vielen hunderten Jahren mal wieder hier einen Papst gehabt haben.

[10:53] Und obwohl es manchmal auch Kritik an bestimmten Lehren gibt oder bestimmte Kritik an Verhaltensweisen, ist doch eigentlich in der gesamten christlichen Welt fast die Idee nicht mehr präsent, dass ausgerechnet das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche in irgendeiner Weise besonders gefährlich wäre. Man geht eher davon aus, dass viele dieser Reformatoren vielleicht persönlich böse waren auf die Kirche in Rom, dann vielleicht ein bisschen überreagiert haben, überspannt waren vielleicht, ein bisschen zu sehr sich abgrenzen wollten, dass man sich wahrscheinlich missverstanden hat und dass man, wenn man einfach mal wieder mit einer Dialog führt, sich genau zuhört, man vielleicht entdeckt, dass die Unterschiede gar nicht so groß sind und dass man vielleicht doch viel mehr Gemeinsamkeiten hat, als man denkt. Und man möchte so viel wie möglich zusammengehen.

[11:44] Es ist wahr, die Kirchen sind noch nicht alle geeint. Aber was auch wahr ist, dass alle Kirchen, egal ob die katholische Kirche, die protestantischen Kirchen, die orthodoxen Kirchen, alle mehr oder weniger das Ziel haben, doch zusammenzukommen. Während die Reformatoren ganz deutlich in eine andere Richtung gehen, gehen jetzt die Kirchen alle aufeinander zu. Sie haben zwar noch Unterschiede, es gibt noch Differenzen, aber es geht aufeinander zu. Die Richtung hat sich vollkommen geändert.

[12:11] Heute Abend möchten wir über die römische Kirche sprechen. Ich möchte dazu sagen, dass ich heute über die römische Kirche sprechen möchte, nicht über die katholische. Ich möchte sie schocken. Ich halte mich für einen katholischen Christen. Ich hoffe, Sie sind auch ein katholischer Christ. Denn das Wort katholisch bedeutet nichts weiter als allumfassend. Das Wort katholisch wurde für Christen verwendet im 1. Jahrhundert, lange bevor Rom oder irgendeine andere Stadt die Vorschrift hatte, um einfach die allgemeine, gültige, von Jesus Christus weltweit ins Leben gerufene Kirche zu benennen. Die katholische Kirche. So haben sie die ersten Christen im 1. und 2. Jahrhundert genannt. Wir haben die katholische Kirche, die Katholik.

[12:58] Als dann, als wir studiert haben, am Anfang unserer Serie, im Laufe der frühen Kirchengeschichte, der Spätantike, zu einer Kirchenspaltung kam, und der Gemeindeleiter in Rom, der römischen Gemeinde, Vorherrschaft für sich in Anspruch genommen hat, da hat diese Abspaltung Roms für sich den Namen katholisch beansprucht. Deswegen sprechen wir heute von der römisch-katholischen Kirche. Das ist eigentlich so nicht wirklich richtig. Das Problem ist nur da, wo die Mehrheit ist. Was will man dagegen sagen? Wenn die Mehrheit der Christen sagt, wir sind die Katholiken, wir sind die katholische Kirche, und die anderen, das sind die Waldenser, die Albigenser, das sind die Passagini, das sind die Instabati, und da haben wir das Label. Ich spreche heute nicht über die katholische Kirche, ich spreche über die römische Kirche. Über jene gewaltige Abspaltung aus dem Frühmittelalter, die bis heute eine gewaltige Denomination erstellt. Und das einfach nur als Klärung.

[13:56] Die Zeit scheint also vorbei zu sein, dass protestantische Eltern ihren Kindern beigebracht haben, Rom zu fürchten. Vielleicht wundern Sie sich, ob das jemals überhaupt gewesen ist. Ja, stimmt, über Jahrhunderte haben Protestanten ihren Kindern eingeschärft, hütet euch vor Rom. Heute sagt man, das ist Quatsch. Das waren mittelalterliche Dinge, die da eine Rolle gespielt haben. Die Leute waren halt nicht klüger. Das war halt alles moralische Morast. Es gab noch keine Aufklärung. Das war der Grund, warum es im Mittelalter so viele Scheiterhaufen gab. Das kann man heute nicht mehr wirklich übertragen auf die moderne Kirche. Die ist doch auch im 20. Jahrhundert angekommen. Viele Dinge haben sich geändert. Man kann doch nicht immer dem römischen Papst das vorwerfen, was vor tausend Jahren passiert ist.

[14:46] Prinzipiell ein guter Gedanke. Ich glaube nicht, dass wir als Christen oder überhaupt als Menschen nachtragend sein sollten. Oder Institutionen nach dem messen sollten, was sie vor tausend Jahren gemacht haben. Es gibt allerdings ein Problem. Das Problem ist folgendes. Das erste Vatikanische Konzil, das habe ich Ihnen vor vier Wochen schon vorgelesen, hat folgendes bestätigt. Zur Ehre Gottes unseres Heilandes, zur Erhöhung der katholischen Religion, zum Heil der christlichen Völker lehren und erklären wir endgültig als von Gott geoffenbarten Glaubenssatz in treuem Anschluss an die vom Anfang des christlichen Glaubens erhaltene Überlieferung und der Zustimmung des Heiligen Konzils, wenn der römische Papst in höchster Lehrgewalt, das heißt Ex Cathedra, spricht, das heißt, wenn er seines Amtes als Hirte und Lehrer aller Christen waltend in höchster apostolischer Amtsgewalt endgültig entscheidet, eine Lehre über Glauben oder Sitten sei von der ganzen Kirche festzuhalten, so besitzt er aufgrund des göttlichen Beistandes, dem im Heiligen Petrus verheißen ist, was? Jene Unfehlbarkeit, mit der der göttliche Erlöser seine Kirche bei endgültigen Entscheidungen in Glaubens- und Sittenlehren ausgerüstet haben wollte.

[15:50] Im 19. Jahrhundert, nicht im 9., im 19. Jahrhundert beschließt die Kirche endgültig als Dogma, unsere Päpste waren und sind unfehlbar. Wenn jemand unfehlbar ist, was bedeutet das? Er macht keine Fehler. Und wenn das für die ganze Kirche gilt, dann bedeutet das, dass all das, was dort entschieden worden ist, niemals ein Fehler war. Diese endgültigen Entscheidungen des römischen Papstes sind daher aus sich und nicht aufgrund der Zustimmung der Kirche unabänderlich. Wenn sich jemand, was Gott verhüte, herausnehmen sollte, diese unserer endgültigen Entscheidung zu widersprechen, so sei er ausgeschlossen.

[16:29] Jetzt, ich habe das damals auch schon vorgelesen, das war keine neue Erfindung. Kardinal Gibbons, einer der berühmtesten katholischen Schriftsteller, sagt, das Konzil hat kein neues Bekenntnis geschaffen, sondern vielmehr ein altes bestätigt. Das heißt, diese Vorstellung von der unfehlbaren Kirche mit einem unfehlbaren Papst obendrüber, diese Vorstellung ist schon so alt wie das Papsttum selbst. Es wurde schon immer geglaubt. Es wurde nur bis dazu nie in ein festgelegtes Dogma schriftlich festgelegt. Das heißt, durch das gesamte Mittelalter mit all ihren Absurditäten, die dort geschehen sind, galt dieses Prinzip, dass die Kirche unfehlbar ist und ist in moderner Zeit beschädigt worden. Es formuliert eine Wahrheit als Glaubensartikel, die in jedem Zeitalter von der katholischen Welt akzeptiert worden ist, weil sie implizit in der erlegten Offenbarung enthalten ist.

[17:21] Was wir also verstehen müssen, ist, dass es nicht nur mit einer Macht oder einer Kirche zu tun hat, die in der Vergangenheit gefehlt hat. Ich glaube, jeder Mensch kann in seiner Vergangenheit Fehler gemacht haben. Jede Institution, jede Nation kann Fehler gemacht haben. Und gerade wir als Deutsche hätten ja nun wirklich kein Interesse daran, dass man uns immer wieder für das beschuldigt, was vielleicht Generationen vor uns gemacht haben. Es sei denn, wir würden beschließen, dass deutsche Regierungen immer unfehlbar gewesen waren und dass deutsche Regierungen noch niemals einen Fehler gemacht haben. Und dass, wenn ein deutscher Präsident, Kanzler oder Regierungsübergreifendes spricht und entscheidet, dass das in der Vergangenheit unfehlbar ist. Wie würden Sie dann denken über so eine Entscheidung? Das würde das Ganze in ein anderes Licht rücken, oder?

[18:13] Aber genau dieses Prinzip macht aus einer Kirche mit einer schwarzen Vergangenheit eine Kirche mit einem schwarzen Prinzip. Denn das, was damals geschah, war richtig in den Augen der Kirche. Und die Kirche sagt, die Päpste haben recht gehabt in dem, was sie tun. Es tut uns zwar leid, dass es geschehen ist, aber eigentlich hatten sie recht. Könnte es sein, dass diese Dinge sich nur gerade deswegen nicht ereignen, weil die Macht der Kirche zu sehr eingeschränkt ist?

[18:49] Josiah Strong, ein amerikanischer Autor, sagt Folgendes. Es gibt viele, die geneigt sind, irgendwelche Furcht vor dem römischen Katholizismus in den Vereinigten Staaten als engherzig oder kindisch hinzustellen. Es gibt viele, die schwach sind, dass die römische Kirche irgendwie gefährlich sein sollte. Aber sie sehen in dem Charakter und der Stellung der römisch-katholischen Erscheinungswelt nichts, was unseren freien Einrichtungen gegenüber feindlich ist. Wenn man das von außen betrachtet, sieht es nicht so aus. Das sind Kardinäle, Bischöfe, ein bisschen Weihrauch in der Hand. Sieht nicht gefährlich aus. Oder sie finden nichts Unheilverkündendes in ihrem Wachstum. Es gibt etliche der Grundregeln unserer Regierung, mit denen wir in der katholischen Kirche vergleichen. Die Verfassung der Vereinigten Staaten sichert Gewissensfreiheit zu. Nichts ist teurer oder wesentlicher.

[19:40] Papst Pius IX. sagte in seinem Enzyklika vom 15. August 1854. 1854, noch nicht so lange her. Die abgeschmackten und irrigen Lehren oder Farseleien zur Verteidigung der Gewissensfreiheit sind in der Kirche eine verdäbliche Irrtum. Eine Pest, die vor allen anderen in einem Staat am meisten zu fürchten ist. Das ist das Prinzip. Das ist nur wenige Jahre, bevor man gesagt hat, die Entscheidungen eines Papstes sind immer unfehlbar. Können nicht korrigiert werden. Derselbe Papst spricht in seinem Enzyklika vom 8. Dezember 1864. Das ist jetzt nur 7 Jahre vorher nicht. Den Bannfluch aus über diejenigen, die die Kirche nicht gewaltüben dürfen. Wenn sich jemand hinstellt und sagt, ich glaube, es gibt Glaubensfreiheit. Ich glaube, der Mensch kann entscheiden, was er glaubt. Dann ist er nach katholischer Lehre gemäß des unfehlbaren Papstes gebannt. Wie auch über alle, die darauf bestehen, dass die Kirche nicht Gewalt üben dürfe.

[20:44] Der friedfertige Ton Roms in den Vereinigten Staaten. Übrigens die Vereinigten Staaten damals, das ist eine Konfession, vor allem protestantisch. Der friedfertige Ton Roms in den Vereinigten Staaten schließt keineswegs eine Sinnesänderung in sich. Es ist duldsam, wo es ohne Hilfe ist. Ich glaube, dieser Mann hat etwas beobachtet, was viele Menschen heutzutage nicht beobachten. Dass hinter der netten und freundlichen und friedfertigen Fassade etwas anderes steckt.

[21:14] Bischof O'Connor sagte, die Religionsfreiheit wird nur geduldet, bis das Gegenteil durchgesetzt werden kann. Ohne die katholische Welt zu gefährden. Der Erzbischof von St. Louis sagte, bei einer Gelegenheit Ketzerei und Unglaube sind Verbrechen. In christlichen Ländern, wie z.B. Italien oder Spanien, das sind römisch-katholische Länder, wo die ganze Bevölkerung katholisch ist und wo die katholische Religion einen wesentlichen Teil der Landesgesetze bildet, werden sie wie andere Verbrechen bestrafen. Was heißt das? Wenn wir in diesem Land in den Vereinigten Staaten auch dieselben Verhältnisse haben, werden wir Häresie bestrafen. Das ist das Prinzip. Wenn wir die Möglichkeit haben, in Deutschland Häresie zu bestrafen, dann werden wir es tun. Das ist das Prinzip Roms.

[22:08] Jeder Kardinal, Erzbischof und Bischof in der katholischen Kirche enthält Ketzer, Schismatiker und Rebellen. Das sind andere Worte für diejenigen, die nicht der katholischen Lehre folgen. Wie der unseren besagten Herrn, den Papst oder seine vorerwähnten Nachfolger will ich nach Kräften verfolgen und mich ihnen auf Äußerste widersetzen. Das ist der Geist hinter Rom.

[22:29] Ich möchte eine Sache ganz deutlich machen. Ich glaube, dass in der römisch-katholischen Kirche sich Unmengen von ernsthaft gläubigen Menschen befinden, die Jesus nachfolgen mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrem ganzen Gemüt. Und gläubiger sind wahrscheinlich als viele Protestanten. Es kommt nicht selten vor, dass römisch-katholische Christen einen höheren Stellenwert der Bibel beimessen. Prinzipiell als Protestanten. Es war oft der Fall, dass römisch-katholische Christen die Bibel nicht so gut kennen, weil sie meistens nicht besonders viel gepredigt wird. Aber dieses Prinzip, dass die Bibel irgendwie Gottes Wort ist, ist tief verankert. Ich glaube, dass viele Menschen, gerade ganz besonders in dieser Kirche, am Ende der Zeit, wenn Wahrheit gepredigt wird, sich für Wahrheit entscheiden werden und dem Ruf der drei Engel, über den wir schon gesprochen haben, diese letzte Reformation, sich anschließen werden.

[23:23] Aber die Protestanten erkennen nicht die Zeichen der Zeit. Und die Zeichen der Zeit sagen uns, das Papsttum ist auf dem Vormarsch. Er hat vor einigen Jahrzehnten in Amerika einen Aufschrei ausgelöst. Heute, schönes Bild, oder? Protestantische Herrscher knien vor einem Papst. Rom ist auf dem Vormarsch. Überall wächst ihre Macht. Päpste werden wie Superstars gefeiert. Manche Kirchen sind schon fast wieder bei Rom angelaufen. Die Anglikanische Kirche ist heutzutage inhaltlich von Rom nicht mehr wirklich zu unterscheiden. Die Anglikanische Kirche ist ein Schritt davor, sich Rom wieder ganz zu unterstellen. Über die Lutherische Kirche haben wir auch schon gesprochen. Die haben am 31. Oktober 1999 gesagt, das, was der Luther da gesagt hat, von wegen Rechtfertigungslehre, Unterschied, sehen wir nicht mehr so. Und ich glaube, dass sogar manch einer in der katholischen Kirche sich gewundert hat. Das macht eigentlich die ganze Reformation zunichte.

[23:47] Manche fragen sich aber, ist es wirklich vorstellbar, dass Rom noch einmal so zu einer gewaltigen Vormachtstellung kommen sollte? Der römische Gottesdienst ist doch wirklich nichts, was die Leute von heute vom Hocker raushaut, oder? Das ist nicht ganz so. Wer von uns war mal in einem römisch-katholischen Gottesdienst? Und auch einige. Ich auch.

[25:01] Es ist etwas, was die Sinne betören kann. Da gibt es Prozessionen, Farben, Weihrauch, große Kirchen, tolle Akustik. Wenn dann Chöre singen, wenn dann die Musik spielt. Oftmals gibt es dort viele wertvolle Skulpturen, Gemälde. Das heißt, ein Mensch, der auch auf Intelligenz, auf Gefühl, auf Würde Wert legt, auf Sinne, wird angesprochen. Wir sollten das nicht unterschätzen. Das Mysterium, das betont wird in der Eucharistie, spricht viele Menschen besonders an. Die Musik und viele andere Dinge. Der Glanz und das Gepränge. Das, was damals Menschen inspiriert hat, das ist das, was wir in der Eucharistie besitzen. Wenn ich nicht an einer Herzensänderung bekehrt bin, sondern an etwas, was meinen Gefühlen gut tut, dann ist die katholische Religion etwas sehr Attraktives.

[26:01] Das Kreuz Jesu braucht all das nicht. Das Kreuz Jesu braucht keine großen Orgeln, keine aufwendigen Gemälde, keine Skulpturen, keine Heiligen, kein Weihrauch und keine langen Gewänder. Das ist eine witzige Sache. Das ist ein zerbrochenes Herz. Ein echtes, bekehrtes Herz. Da wohnt Gott. Aber die römische Kirche stellt es ins Gegenteil. Sie sagt, da, wo es besonders schön ist, da, wo es besonders erhaben ist, da, wo besonders viele Farben und Formen eine Rolle spielen, da, wo es besonders heilig in der Form ist, da ist Gott. Das ist eigentlich etwas, was das sündige Herz nur verspottet. Menschen gehen dorthin mit einem sündigen Herzen, sehen den Pomp, den Prunk, aber ihr Herz wird nicht gehalten.

[26:58] Statt zu Jesus geht man zu Menschen und bekennt seine Sünden. Ich weiß nicht, ob wir mal darüber nachgedacht haben, was das eigentlich bedeutet, dass Gott die Sünde getan hat, einem anderen Menschen zu sagen. Ich glaube, es gibt in der ganzen Welt kaum etwas, was so erniedrigend ist, als einem sterblichen Menschen das zu sagen, was eigentlich nur Gott hören sollte. Um meine Lanze zu brechen für die armen Priester, was bewirkt es wohl in meinem Herzen, wenn ich jahrelang und jahrzehntelang all die tiefsten und abartigsten Sünden höre, die Menschen so begehen? Wenn ich den ganzen Tag Dinge höre, die Leute denken und hören und tun, wird das nicht auch mein Denken meinen Charakter verändern? Ich glaube, dass hier in diesem Beichtstuhl eine der Wurzeln sind, die besonders viel Böses in dieser Welt hervorgebracht haben.

[27:55] Was besonders interessant ist, ist, dass wenn wir die Bibel studieren, es schon einmal eine Gruppe von Menschen gab, die besonders prunkvoll gewesen sind und viel Wert darauf gelegt haben, dass alle Menschen, die sie gesehen haben, das waren die Pharisäer. Die Schriftgelehrten der Zeit von Jesus haben eine ganz große Ähnlichkeit zu den Priestern und Prälaten der katholischen Kirche heute. In beiden Fällen wollte man gern gesehen werden, man hat große Gebete gesprochen, aber wie übertritt man das Gesetz Gottes mit Füßen?

[28:37] In der römischen Kirche hat man große Verehrungen für das Kreuz. Es gibt manche Gegenden, in Bayern zum Beispiel, da sieht man überall Kreuze. Aber christliche Religion besteht nicht darin, überall Kreuze hinzustellen. Die christliche Religion besteht darin, das Kreuz im Leben zu entfalten und dadurch verändert zu werden. So wie die Juden damals das Gesetz geehrt haben und es auswendig wussten und immer präsentiert haben, genauso wird heute in dieser Kirche das Kreuz emporgehoben, ohne die Wirkung des Kreuzes im Leben zu entfalten. Matthäus 23 sagt uns, sie binden nämlich schwere und kaum erträgliche Bürden und bestimmte Formen und Prozessionen und Riten werden aufgedrängt. Während diejenigen, die diese Satzungen bestimmen, meistens in Saus und Braus leben.

[29:40] Aber er ist ja auch nur ein Symptom. Es ist ja nicht so, dass er das schwarze Schaf ist. Aus irgendeinem Grund hat es ihn jetzt gerade mal erwischt, den Armen. Seit über Jahrhunderte ist das ein immer wiederkehrendes Phänomen, dass Reichtum und Luxus sich eigentlich nicht wirklich mit christlichen Religionen vertragen sollten, aber offensichtlich immer vertragen haben in der Geschichte.

[30:04] Einer der Grundpfeiler dieser Religion ist die Anbetung von Heiligen und von Bildern. Das ist hier in Spanien, das ist in München. Etwas, was eigentlich nach der Bibel Götzendienst ist. Die Heiden haben nichts anderes gemacht. Wenn die Heiden einen tollen König gehabt haben, einen Kaiser oder einen Fürst und er ist gestorben, hat man gesagt, er ist jetzt im Himmel, wir beten ihn an, stellen ihm eine Statue auf. In dieser Kirche, sagt man, gab es einen Heiligen, der war besonders heilig, also ist er jetzt im Himmel und deswegen stellen wir ihm eine Statue auf und beten ihn an. Es ist eigentlich genau dasselbe.

[30:40] Außerdem erhebt man nicht nur die Toten, man erhebt auch die Lebenden und behandelt Menschen, die eigentlich auch nur Sterbliche sind, auch nur Staub aus der Erde, als wären sie Halbgötter.

[30:58] Das Ganze geht letztendlich zurück auf ihn, über den wir schon gesprochen haben. Er hat im Himmel schon behauptet, Gottes Regierung fördern zu wollen, während er gleichzeitig dagegen gekämpft hat. Die Juden zur Zeit von Jesus, die Pharisäer und Schriftgelehrten, haben vorgegeben, Gottes Gesetz zu erhöhen und haben vorgegeben, der Regierung Gottes Vorschub zu leisten, haben gleichzeitig gegen den Sohn Gottes gekämpft. Diese Kirche sagt, dass sie die Kirche Gottes ist. Sie nennt sich das Volk Gottes. Aber sie kämpft gegen Gottes Gebot und gegen Gottes Wort.

[31:37] Jesus hatte gesagt, kommt her zu mir, wenn ihr müde und beladen seid, so will ich euch erquicken. Der Satan weiß, wenn das nicht aufgehalten wird, dann könnte ja jeder Mensch zu Jesus kommen. Es gibt einige, die wollen nicht, aber es gibt viele Menschen, die suchen. Jesus sagt, komm her zu mir, wenn du müde bist, wenn du in irgendeiner Form Hilfe brauchst, komm zu mir. Der Satan will das verhindern. Deswegen inspiriert er Menschen, die sagen, komm zu mir. Oder Menschen inspiriert er, die sagen, geh dahin, geh zu diesem Heiligen oder zu jener Gottesmutter. Geh hier zur Beichte und mach jenes. Die Menschen bekommen keinen Frieden im Herzen. Diesen Frieden im Herzen bekommen sie nur bei Jesus.

[32:23] Im Mittelalter hat man dieses Bild entwickelt von einem zornigen Gott, der Gericht halten wird. Dieser zornige Gott ist nicht nur der Vater, sondern selbst Jesus ist so zornig, dass man Vermittler braucht, um bei Jesus Fürsprache zu bekommen. Wer ist die Vermittlerin gewesen? Maria. Wir müssen zu Maria beten, damit der zornige Jesus uns hört. Dieses Bild von einem zornigen Gott, einem strengen Gott, den man mit Geldgaben, guten Taten beschwichtigen muss, diese Idee ist auch keine Erfindung des Mittelalters. Diese Idee kommt eigentlich aus dem Heidentum.

[33:02] Auch die Heiden haben gewusst, dass es einen Gott geben muss. Später haben sie von mehreren Göttern gesprochen. Die Urformen des Heidentums waren meistens auch mit einem Gott. Z.B. in China und in anderen Regionen. Aber Satan hatte damals geschafft, den Heiden einzureden, die Götter sind irgendwie grausam, irgendwie zornig. Man muss die Götter besänftigen. Hier haben wir z.B. so einen Azteken-Gott. Oder Maya-Gott, bin mir ganz sicher. Und hier einen aus Mesopotamien. Da gab es die schlimmsten Formen von Göttern, die sich gegenseitig umgebracht haben. Die Menschen aus Schlamm geschaffen haben, aber böse waren auf die Menschen. Man musste sie irgendwie besänftigen.

[33:47] Jetzt achten sie auf folgendes Prinzip. Als die Heiden diese Ideen in den Kopf bekamen durch Satan, dass das, was da oben im Himmel ist, Gott oder die Götter oder wer auch immer, dass die zornig ist und irgendwie böse ist und nicht so ganz liebevoll, da hat sich das ausgewirkt auf die Religion. Was war ihre Religion? Schlachte Menschen. Und dann sind die Götter besänftigt. Das ist ein Bild aus den Maya-Kunden. Da hat man den Leuten das Herz rausgerissen. Auch die anderen Religionen des Altertums haben das gemacht. Menschenopfer. Man hat manchmal sogar den Königssohn genommen, weil er besonders wertvoll war. Man hat Jungfrauen geopfert und manchmal rannte das Blut in Strömen.

[34:38] Frage. Bewirkt dasselbe Prinzip im Mittelalter auch dasselbe Resultat? Es gab doch keine Menschenopfer. Nicht ganz. Das ist der spanische Hase. Das sind nur einige der Torturen. Hat man nicht auch Menschen geopfert? Hat man nicht tatsächlich sogar gesagt, dass diese Scheiterhaufen notwendig wären, um einen beleidigten Gott wieder gnädig zu stimmen? So geschehen im 16. Jahrhundert in Frankreich, als die heilige Eucharistie gelästert wurde. Man hat Scheiterhaufen aufgebaut und gesagt, wir müssen Gott wieder besänftigen. Menschenopfer. Nur christlich.

[35:26] Ein falsches Bild von Gott führt zu denselben Konsequenzen. Nicht nur bei den Azteken, sondern auch in der römischen Kirche. Hier noch einige andere Bilder. Eine Daumenschraube. Das war für die, die gegen das System waren. Was gab es für die, die für das System waren? Die hatten das Vorrecht, sich selbst zu geißeln. Man konnte wählen, entweder du bist gegen das System, dann droht dir der Scheiterhaufen, dann droht dir der Kerker, dann droht dir Folterung. Oder du bist für das System. Um dann aber Erlösung zu bekommen, musst du dich selbst geißeln. Tolle Wahl, oder? Aber das waren die Folgen eines Gottesbildes, das damit zu tun hat, dass man Gott besänftigen muss, weil er zornig ist.

[36:19] Wer kam wohl auf die Idee zu sagen, dass Gott zornig ist? Wer war der Erste wohl? Es war Satan. Man hat den Menschen eingeredet, wenn man wirklich heilig sein will und wirklich auf dem Weg in den Himmel möchte, direkt, nicht über das Fegefeuer hindurch, dann muss man sich in ein Kloster tun, muss dort heilig leben und muss den Menschen die Wahrheit nachgeben, auch wenn sie noch so natürlich sind. Dadurch hat man die Sünde gefördert. Ich glaube, das ist bis heute eines der Probleme. Wissen Sie, das Bibel sagt, dass Zölibat eine Lehre von Dämonen ist? Es sei denn, jemand macht das freiwillig. Aber wenn jemand das gezwungenermaßen tut? Eine Katastrophe.

[37:07] Es war der Geist Roms. Warum hasst der Teufel die Bibel? Aus einem Grund. Die Bibel offenbart einen Gott, der ganz anders ist. Einen Gott, der sanftmütig ist, der liebevoll ist, der keinen Zorn ungefragt auf die Menschen herabwirft. Sondern ein Gott, der den Menschen nahekommt. Ein Gott, der den Menschen liebt. Und der ihn annimmt.

[37:35] Hat Jesus jemals den Kindern gesagt, geht ins Kloster, damit ihr in den Himmel kommt? Hat er jemals gesagt, du musst so und so viel bezahlen, damit auch meine Jünger hier was zu essen haben? Nein. Und wenn wir diese beiden vergleichen, Christus und den sog. Stellvertreter Christi, dann gibt es eigentlich keinen größeren Unterschied. Weiß jemand, was Stellvertreter ist? Weiß jemand, was Stellvertreter Christi auf Latein heißt? Vicarius Filii Dei. Aber es gibt noch ein anderes Wort. Wenn man es auf Griechisch übersetzt, heißt es wie Antichrist. Denn Anti bedeutet nicht nur dagegen, sondern auch der Stellvertreter. Es gibt in der biblischen Sprache den Typus und den Antitypus. Die sind nicht gegeneinander, sondern die stehen für dasselbe.

[38:32] Interessanterweise sagt die Bibel, dass auch Jesus mal mit dieser Frage konfrontiert war, was sollen wir machen mit Menschen, die dich nicht anerkennen wollen. Hier zum Beispiel, als seine Jünger Jakobus und Johannes das sahen, sagten sie her, willst du, dass wir sprechen, dass Feuer vom Himmel herabfalle und sie verzehre, wie es auch Elia getan hat. Die Jünger haben gesagt, wie kann das sein, du bist doch der Messias. Wenn sie den nicht anbeten wollen, soll Feuer auf sie herabfallen. Was sagt Jesus? Das hätten wohl die Päpste gesagt. Im Mittelalter, wenn sie durch eine Stadt marschiert sind und Leute gesagt haben, wir erkennen den Papst nicht. Über 1000 Jahre haben wir die Geschichtsbücher, die uns sagen, der ist zwar nicht Feuer vom Himmel gefallen, aber er ist doch der Messias. Jesus sagte, der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um die Seelen der Menschen zu verderben. Warum tut der vorgebliche Stellvertreter genau das Gegenteil?

[39:35] Wie Vicarius Filii Dei ist ein interessanter Name. Wenn man ihn aufschreibt, Buchstaben für Buchstaben, dann dürfen sie wissen, dass im Römischen einzelne Buchstaben für einzelne Zahlen stehen. Wofür steht das V? 5. Oder das I steht für 1. Und C steht für 100. Und A steht für gar nichts. R steht auch nichts. Und U, das muss man auch wissen, ist das gleiche wie V. Und das L ist 50. Rechnen wir das zusammen. 5 plus 1 sind? 6 plus 100 sind? 106 plus 1 sind? 107 plus 5 sind? 112 plus 1 sind? 113 plus 50 sind? 163 plus 1 sind? 164 plus 1 sind? 665 plus 1 sind? 666.

[40:50] Sogar brauchen wir nicht mal, denn die Bibel ist sehr deutlich. Denn das ist, was wir gemacht haben, keine Trickserei. Sondern die Bibel sagt, hier ist die Weisheit. Wer das Verständnis hat, der berechne die Zahl des Tieres, denn sie ist die Zahl eines Menschen. Und seine Zahl ist 666. Das ist nicht das eigentliche Erkennungsmerkmal für den Antichristen. Wir haben schon viele andere gesehen in unseren frühen Vorträgen. Aber das ist etwas, was dazu kommt. Und Offenbarung 13 meint offensichtlich einen Menschen, der all das tut, was auch das kleine Horn tut, was wir schon auf Offenbarung 13 betrachtet haben.

[41:30] Rom ist auf dem Vormarsch. Ich möchte Ihnen ganz kurz hier etwas zeigen. Wissen Sie, als der deutsche Papst vor 2 Jahren, 2011, in Rom, im Deutschen Bundestag gesprochen hat, da gab es eine Debatte darum, ob er sprechen darf oder nicht. Warum? Weil im Deutschen Bundestag eigentlich keine religiösen Führer sprechen dürfen. Und weiß jemand noch, wie man das begründet hat, dass er sprechen darf? Der Papst hat gesagt, dass er sprechen darf. Er ist Staatsoberhaupt vom Vatikan. Er ist nicht eingeladen als Oberhaupt der römischen Kirche. Er ist eingeladen von diesem kleinen Lüttenstaat. Jetzt fragen wir uns mal, wie hat er das aufgefasst? Er sagt am Anfang seiner Rede, in dieser Stunde wende ich mich an Sie, verehrte Damen und Herren, gewiss auch als Landsmann, der sich lebenslang seiner Herkunft verbunden weiß, Papst, als Bischof von Rom, der die oberste Verantwortung für die katholische Christenheit trägt. Er hat sich gewagt hinzustellen und gesagt, also ich bin hier nicht einfach nur als Staatsoberhaupt von kleinem Vatikan, ich stehe hier als Papst, als Bischof von Rom, für die weltweite Christenheit und deswegen spreche ich hier. Da ist aber niemand aufgestanden und gesagt, Moment mal, das war ganz anders ausgemacht. Er hat noch immer den Anspruch, in der Politik mitzumischen. Und nicht, weil er ein kleiner Staat ist, sondern weil er der Bischof von Rom ist.

[43:04] Die katholische Kirche, die römische Kirche ist ganz deutlich. Die Erfüllung von 2. Thessalonicher 2, Vers 3 heißt, lasst euch von niemandem in irgendeiner Weise verführen. Denn es muss unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde offenbart werden, der Sohn des Verderbens. Wir haben darüber gesprochen am Anfang unserer Serie, dass er sich in den Tempel Gottes setzt als ein Gott und sich selbst für Gott ausgibt. Wir haben schon gesehen, warum das so ist. Denn wenn jemand das Gesetz Gottes ändert, dann tut er genau diese Eigenschaften sich selbst anmaßen, die eigentlich Gott hat, nämlich Gott zu sein.

[43:40] Heute sieht das mal etwas anders aus, aber hinter dem Chamäleon versteckt sich die Schlange. Schon im Konzil von Konstanz hieß es, wir sind nicht gebunden, den Ketzern Treue und Glauben zu halten. Jetzt sagen wir, das ist 600 Jahre zurück. Aber die Kirche ändert sich nicht. Und wenn sie nicht der katholischen Lehre mit der römischen Lehre übereinstimmt, dann sind sie per Definition ein Ketzer. Und wenn man ihnen heute sagt, du hast alle Freiheiten, du darfst natürlich deines Glaubens bleiben, dann ist in der römischen Kirche niemand daran gebunden, an dieses Versprechen, weil sie ein Ketzer sind. Das ist das Prinzip.

[44:28] Das Problem ist nur, wir kennen die Geschichte nicht mehr und wir kennen die Bibel nicht mehr. Und deswegen glauben wir einfach das, was uns gesagt wird. Und nehmen es für bare Münze. Ich glaube, wir müssen, es ist an der Zeit, dass die Kirche in der römischen Kirche in den letzten Jahrzehnten die Knie schlottern würde. Uns würden die Knie schlottern. Rom ist noch immer Rom.

[44:55] Es ist wahr, die Kirchen sind viel näher aneinander gekommen als jemals zuvor. Aber Rom hat sich nicht einen Zentimeter bewegt. Der Grund, warum die Kirchen heute viel näher aneinander sind, als früher, ist, dass sich die Lutheraner so weit weg bewegt haben. Von ihrer Sola Scriptura-Position. Und die Protestanten im Allgemeinen.

[45:19] Manche Leute sagen, wie kann das Papsttum heute noch an Macht gewinnen? Damals waren die Leute so leicht zu verführen. Die haben jedem Quatsch geglaubt. Die haben dieser Konstantin-Beschenkung geglaubt. Denen hat man irgendwelche Wundermärchen erzählt, das Papst war in der Lage, Macht auszuüben. Heute leben wir in einer Zeit, wo das Licht von Technik und Wissenschaft und Kultur und Philosophie noch viel aufgeklärter wird. Keiner wird noch ernsthaft diesem Aberglauben Glauben schenken wollen. Es gibt viel mehr Licht in der heutigen Zeit als im Mittelalter.

[46:01] Das liegt an diesem Buch. Je immer die Bibel der Menschheit zur Verfügung stand, umso mehr Licht gab es. Der Humanismus, die Aufklärung, all diese Dinge Anfang des 16. Jahrhunderts, Ende des 15. hatten damit zu tun, dass die Bibel wiederentdeckt worden ist. Dass wir im 19. Jahrhundert so einen gewaltigen zivilisatorischen Fortschritt gemacht haben, hing zusammen mit der Verbreitung der Bibel in einer Masse, wie es vorher noch nie möglich gewesen war. Aber es scheint mir so zu sein, dass das Wissen um die Bibel wieder etwas rapide abnimmt.

[46:38] Ich glaube, wenn heute Protestanten der verschiedensten Denominationen und Kirchen mit ihrer Bibel in der Hand und auf den Knien im Gebet die Prophetie studieren würden, sie würden die Zeichen der Zeit erkennen. Sie würden ganz schnell erkennen, was sich wirklich abspielt. Wir haben es ja zum Teil auch schon studiert. Das Papsttum geht immer weiter voran. Im Mittelalter war die Bibel verboten. Heute braucht man die Bibel gar nicht mehr verbieten. Keiner liest sie. Sie ist als überholt angesehen und nicht mehr up-to-date.

[47:15] Früher haben die Menschen Legenden geglaubt. Man hat ihnen irgendwelche Wundergeschichten erzählt. Das braucht man heute nicht mehr. Heute schaut man sich Wundergeschichten im Fernsehen an. Legenden. Leute beschäftigen sich mit denselben Sachen wie im Mittelalter. Damals wurde die Wissenschaft unterdrückt. Als Galileo Galilei seine Entdeckung gemacht hat, dachte man, das darfst du nicht. Heute gibt es keine Unterdrückung. Wenn Sie heute etwas sagen, was der sog. Wissenschaft, z.B. der Evolutionstheorie widerspricht, werden Sie genauso unterdrückt. Die Wissenschaft ist nicht vom Wissensstaat, aber vom Mittelalter nicht weit entfernt.

[48:00] Das, was im finsteren Mittelalter dem Papst geholfen hat, wird auch in der modernen Zeit am Ende dem Papst helfen. Wenn in Amerika einem der größten Bollwerke des Protestantismus Kirche und Staat zusammengehen werden, dann wird es düster aussehen. Wir werden sagen, das ist unmöglich, denn es steht in der Verfassung im 1. Zusatzartikel. Wie soll das jemals passieren? Ted Robertson, einer der einflussreichsten Politiker der religiösen Rechten, sagt, es gibt keine Trennung von Kirche und Staat in der Verfassung. Das ist eine Lüge der Linken, die wir nicht mehr hinnehmen werden. Es gibt eine gewaltige Lobby in Amerika, die sagt, diese Trennung gibt es nicht.

[48:49] Amerika und der Vatikan gehen zusammen, aber nicht nur in Amerika, auch in Europa nimmt die Sonntagsbewegung eine enorme Form an. Aber wie soll das am Ende wirklich funktionieren? Wie sollen diese Sonntagsgesetze, von denen wir letzte Woche schon gesprochen haben, praktisch umgesetzt werden? Ich kann mir nicht vorstellen, dass hier in Deutschland oder in den USA oder in Frankreich die Kirchen am Sonntag nicht mehr zu tun haben. Wie soll das möglich sein? Das ist doch unfassbar.

[49:25] Wir haben gelernt, dass das, was einmal war, wieder sein wird. Und dass unter der Sonne sich nichts Neues ereignet. Fragen wir also, wie ist es damals zu diesen Sonntagsgesetzen gekommen? Dann werden wir lernen über die Zeit von heute. Wir wissen schon, dass das mit Konstantin zusammenging. Weiß jemand noch, in welchem Jahr dieses 1. Sonntagsgesetz von Konstantin erlassen worden war? Es war am 7. März 321. Was war passiert? Er hatte einen wichtigen Sieg errungen, und es schien ihm politisch sinnvoll, die Christen auf seine Seite zu bekommen. Denn wenn es viele Christen gibt, die politischen Einfluss haben, wird man die immer mehr auf der Seite haben wollen. Na ja, hat das gemacht. Alle Richter und Einwohner der Städte, auch die Arbeiter aller Künste, sollen am ehrwürdigen Tag der Sonne ruhen. Das ist das, was man kennt.

[50:28] Das Problem war nur, dieses Gesetz hat sich nicht durchgesetzt. Schon gar nicht in der Christenheit. Es gab einen Kirchenvater mit Namen Eusebius, der die theologische Zuarbeit leisten musste. Er musste begründen, dass der Sonntag wichtig ist. Eusebius schreibt Folgendes. Er war ein Schmeichler von Konstantin. Er hat ihm den Honig ums Maul geschmiert. Als Konstantin Jerusalem neu aufbauen ließ, sagte er, das ist die Erfüllung von Offenbarung 21. Alles, was man am Sabbat zu tun verpflichtet war, haben Christus und die Apostel. Wir auf den Tag des Herrn übertragen. Er legt das theologische Grundwerk und sagt, wir haben jetzt durch unsere Aktion hier, das was am Samstag galt, auf den Sonntag übertragen. Der Konstantin war nicht so theologisch weit. Bei Eusebius liegt das Fundament.

[51:32] Im Jahr 325 hat Silvester, der Bischof von Rom, zum 1. Mal den Sonntag als Tag des Herrn bezeichnet. 364 wurde im Konzil von Laodicea die Sabbatheiligung verworfen. Man hat gesagt, das ist Judaisieren. Wir wollen mit den Juden nichts mehr zu tun haben. Die Juden sollen den Samstag halten. Es war im Jahr 372 immer noch, dass Samstag und Sonntag gleichwertig nebeneinander standen. Gregorius, Bischof von Nyssa, hat gesagt, die sind wie Schwestern. Man hat den Samstag immer noch gehalten. 469 hat Kaiser Leo das Sonntagsgesetz verschärft. Konstantin hatte noch gesagt, man darf Feldarbeit machen. Leo sagt, keine Feldarbeit mehr.

[52:23] 507 kommt das Konzil von Orléans. Offensichtlich waren bis 500 die Bischöfe nicht bereit, am Sonntag in die Kirche zu gehen. Dann 518, Konzil von Aragon. Keine zivilen Urteile am Sonntag. Dann 538, da wurde Feldarbeit endgültig verboten. Man hat erstmalig durch die Kirche Strafen angedroht. Vorher war nur, geht zum Gottesdienst. Jetzt ist, wenn du es nicht tust, dann folgt eine Konsequenz.

[52:59] Es gibt eine Entwicklung. Es gab nicht einfach ein Sonntagsgesetz, es gab eine Entwicklung, die schleichend war, aber zu enormen Dingen Anlass gab. Hier 588, da wurde auf der Synode von Marcon in Frankreich, die Einhaltung des Sonntags gefordert. 589, Synode von Naborn, Geldstrafe für Adlige und Schläge für Knechte. Da hat man gesagt, wenn ein Adliger den Sonntag entweiht, dann muss er Geld bezahlen. Später hat man gesagt, dann muss er die Hälfte oder ein Drittel seines Besitzes abgeben.

[53:38] 590, immer noch gab es zu viele Leute, die am Samstag festgehalten haben. Also musste man Wundergeschichten erfinden. Wenn jemand am Sonntag im Feld gearbeitet hat, dann ist ein Stück Eisen in seiner Hand stecken geblieben. Er konnte es nicht mehr rausziehen. 2 Jahre lang ist er mit dem Eisen in der Hand gelaufen. Wir müssen den Sonntag heiligen. Was würde passieren, wenn Hollywood auch ein paar Wundergeschichten erzählt? Die Millionen von Menschen solche Prinzipien in den Kopf bringen. Wir brauchen gar nicht so sehr über das Mittelalter zu lachen.

[54:14] 654, Provinz-Synode von Callens bestätigt frühe Beschlüsse und verschärft die Strafen. Es gibt Strafen, die werden jetzt noch schärfer. Die Daumenschraube wird angesetzt. 681, Synode von Toledo, Juden müssen am Sonntag ruhen und die Sabbatfeier wird ihnen verboten. Nicht nur in unserer Kirche, sondern auch in anderen Kirchen. Schritt für Schritt.

[54:38] 692, die Konstitution des Königs der Westsachsen. Sonntagsarbeit wird bestraft. Immer mehr Könige und Kaiser haben das übernommen. Wir müssen das auch von der weltlichen Seite aus bestrafen. Fernbleiben von der Messe wird bestraft. Vorher war Arbeiten am Sonntag bestraft. Jetzt wird man dafür bestraft, wenn man nicht zum Gottesdienst geht. Ein Schritt nach dem anderen.

[55:02] 747, immer noch muss man die Sonntagsheiligung anmahnen. In der Synode von Canterbury. Oder hier in Bayern. Da dürfen Sonntagsbrecher sogar versklavt werden. Auf Galeren. 784, der Erzbischof von York verbietet Hochzeiten am Sonntag. Und dann in Frankfurt. Was ist eigentlich Sonntag? Von Samstagabend bis Sonntagabend. Fast wie in der Bibel.

[55:32] 826, Synode von Rom. Da gab es in Rom Leute, die am Samstag festgehalten haben. Da musste man zusammenkommen und dagegen vorgehen. Dann hat man 3 Jahre später das ultimative Argument gefunden, das für den Rest des Mittelalters reichte. Gott bestraft Sonntagsbrecher durch Blitzeinschläge. Es war nämlich vorgekommen, dass hier und dort Leute auf dem Feld gestorben waren durch Blitzeinschlag. Raten wir mal, welchen Tag am Sonntag. Das war ein göttlicher Beweis, den konnte keiner widerlegen.

[56:03] 853 hat dann Papst Leo die praktische Sonntagsheilung durchgesetzt. Und erst ab diesem Zeitpunkt, sagen Historiker, war der Sonntag generell in der Christenheit weitflächig akzeptiert. Erst ab dann waren nur noch ganz kleine Minderheiten irgendwo, die den Samstag gehalten haben.

[56:18] 895, Synode von Freiburg. Gott wird zornig, wenn am Sonntag nicht gebetet wird. Aber es gab immer noch welche. Vor allem in England. In England musste die Sonntagsheiligung von Samstag auf 15 Uhr festlegen. Das Problem war, es gab zu viele, die den Samstag immer noch heilig gehalten haben. An anderen Gebieten in Irland hat man gesagt, von 12 Uhr. Ihr dürft den ganzen Samstag nachmittag heilig halten, aber den Sonntag auch. Und dann, der Sonntag soll der ganzen Messe gewidmet sein in 1050.

[56:51] Und dann ein ganz tolles Argument. 1056, Petrus Damianus behauptet, dass er die Seelen im Fegefeuer von Qualen befreit. Wenn der Sonntag kommt, kriegen die Seelen Flügel und können über der Lava, dem Feuer schweben. Und dann kommt Montag und dann ist das Vorrecht vorbei. Dann, und jetzt wird es noch besser. Papst Gregor VII., das ist der mit Canossa. Er verbietet Fleisch essen am Samstag. Ich habe nichts dagegen, wenn jemand sagt, Fleisch ist ungesund. Ich bin Vegetarier, das kann man ja gerne sagen. Aber damals haben die Leute Fleisch geliebt. Und wenn man einem Menschen verbietet, Fleisch zu essen an diesem Tag, und man Fleisch gerne mag, wie wird man diesen Tag empfinden? Man wird ihn hassen, man wird hoffen, dass es bald Sonntag ist, damit man endlich wieder Fleisch essen kann. Und mit solchen Mitteln hat man den Samstag immer mehr klein gemacht.

[57:43] Und jetzt wird es wirklich kurios. Man hat gesagt, ihr wollt am Samstag wirklich was anbeten, dann müsst ihr am Samstag zu Maria beten. Und dann haben die Leute am Samstag den Samstag zum besonderen Anbetungstag für Maria gemacht. Das ist krass, oder? Synode von Clermont, Maria soll angebetet werden. Nach dem Motto, wenn ihr gar nicht aufhören wollt mit irgendwelchen religiösen Übungen, Maria.

[58:04] Aber es gab immer noch welche. In England, ein Priester aus der Normandie kommt nach England und predigt gegen die Sonntagsentweihung. Weil es gibt immer noch Leute, die am Sonntag Markt machen und verkaufen. Und es gibt Leute, die ihn wieder zurückschicken und sagen, ich möchte euch mal den Bibelvers zeigen, wo das steht. Es gibt keinen. Und so muss er wieder fliehen. Dieser Priester geht zurück nach Frankreich und kommt ein Jahr später zurück. Und jetzt hat er großen Erfolg. Warum? Er hat ein Dokument in seiner Hand. Und dieses Dokument ist angeblich in Jerusalem vom Himmel gefallen. Und in diesem Dokument, das Gott persönlich geschrieben hat, und das dort drei Tage auf einem Altar in einer Kirche in Jerusalem lag, steht drinnen, ich der Herr habe verfohlen, den Sonntag zu halten. Und außerdem wird kein Punkt am Gesetz geändert. Das steht übrigens auch drinnen. Und ich habe am Berg Sinai all die Gebote gegeben und deswegen müsst ihr den Sonntag halten. Und als es dann auch noch so schriftlich schwarz auf weiß dastand, haben die Leute gesagt, okay, jetzt können wir nichts mehr sagen. Jetzt müssen wir den Sonntag halten. Das Problem war natürlich, das hat nie in Jerusalem gelegen. Das war wahrscheinlich irgendwo in Rom geschrieben worden.

[59:15] Es gab immer noch einige, die den Samstag gehalten haben. Waldenser und viele von ihnen sind dann umgekommen. Das war dann das Letzte mit Scheiterhaufen. Das war das Endziel. Das kam nicht sofort. Das war nicht in 321. Es war ein schleichender Prozess. Die Geschichte ist auch interessant. Das ist die Äthiopische Kirche. Und im Frühmittelalter hat man irgendwann vergessen, dass es Afrika gibt. Das Mittelalter war so, die Leute haben gar nicht mehr die Welt gesehen, wie sie war. Man hat Afrika aus den Augen verloren. Und vor ungefähr 1000 Jahren haben die afrikanischen Christen in Äthiopien einfach so gefeiert, wie man so um 500 den Ruhetag gefeiert hat. Das heißt Samstag und Sonntag. Aber den Samstag immer noch heilig gehalten. Als dann gegen Ende des Mittelalters römische Missionare entdeckt haben, da gibt es ja eine Kirche in Afrika, sind sie dahin und haben sich beim Kaiser Gehör verschafft und römische Prinzipien umgesetzt. Wurden aber nach kurzer Zeit wieder aus dem Land geschmissen. So ist es bis zum 17. oder 18. Jahrhundert, dass in Äthiopien der Samstag neben dem Sonntag geheiligt worden ist. Interessantes Zeugnis dafür.

[1:00:26] Und hier ist das Prinzip. Was einmal war, wird wieder sein. Ja, es stimmt. Es wird nicht über Nacht plötzlich religiöse Verfolgung ausbrechen. Das ist auch im Frühmittelalter nicht passiert. Es war Schritt für Schritt. Vielleicht wird es nicht so lange dauern wie damals. Zeiten sind schneller heute. Es wird eine Entwicklung sein, die Schritt für Schritt geht.

[1:00:47] Wir haben über Offenbarung 13 gesprochen. Ich sah ein anderes Tier aus der Erde aufsteigen. Weißt du immer noch, was Erde bedeutet? Keine Länder, keine Völker, keine Nation. Ein relativ unbewohntes Land. Amerika hat darüber gesprochen. Es redet wie ein Drache. Es übt alle Vollmacht des ersten Tieres aus, des Vatikans. Vor dessen Augen bringt die Erde und die auf ihr Wohnen dazu, dass sie das erste Tier anbeten, dessen Todeswunde geheilt wurde. Und es tut große Zeichen. Was haben die Menschen damals überzeugt? Es waren Zeichen und Wunder. Es lässt sogar Feuer vom Himmel auf die Erde herabfallen vor den Menschen. Es sagt den Menschen, die auf der Erde wohnen. Es sagt denen, die auf der Erde wohnen, dass sie dem Tier, das die Wunde von dem Schwert hat, und am Leben geblieben ist, ein Bild machen sollen. Es wurde ihnen Macht gegeben, Geist zu verleihen, damit das Bild des Tieres reden und machen können, dass alle, die das Bild des Tieres nicht anbeteten, getötet werden. Es wird zum selben Prozess kommen.

[1:01:53] Wir haben gesehen, das Bild des Tieres ist, dass es den Menschen auch Kirche und Staat verschmelzen lässt, um bestimmte religiöse Forderungen wie den Sonntag durchzudrücken. Es bewirkt, dass allen, den Kleinen und den Großen, den Reichen und den Armen, das hat im Mittelalter auch keinen Unterschied gemacht, ob man Sklave war oder Adeliger, den Freien und den Knechten ein Malzeichen gegeben wird. Wir haben gesehen, das Malzeichen ist das Gegenteil vom Siegel. Das Siegel Gottes ist der Samstag, der Sabbat, der Ruhetag. Wir haben gesehen, dass wir unseren Sabbat halten, unseren gemachten Sabbat, unseren Sonntag. Wir haben gesehen, Amerika wird diese Rolle spielen. Wir haben gesehen, Amerika und der Vatikan werden gemeinsam wirken.

[1:02:35] Das hat damit zu tun, dass die tödliche Wunde heil wurde, sagt die Bibel. Weiß jemand noch, wann die tödliche Wunde geschlagen worden ist für den Vatikan? 1798. Weiß jemand noch, wer der General hieß? Er hat am 15. Februar Papst Pius VI. gefangen genommen. Wir haben die Geschichte erzählt. Wir haben erzählt, dass er gestorben ist. Was wir nicht erzählt haben, ist, dass die Bibel sagt, dass dieser Abfall kommen muss im Mittelalter. Und dass sich der Papst über alles widersetzt. Übrigens hat der Paulus darüber gepredigt. Manche sagen, warum predigst du über den Papst? Warum predigst du über diese negativen Dinge? Warum predigst du über Jesus? Paulus sagt, erinnert euch nicht daran, dass ich euch dies sagte, als ich noch bei euch war. Als Paulus im 1. Jahrhundert in Thessalonich eine Vortragsreihe mit dem Titel Magna Conflict zuhielt, hat er auch über den Papst gesprochen. Deswegen tun wir das auch. Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon am Wirken von Paulus. Und dann wird er böse offenbart werden. Ihn wird der Herr Jesus umbringen mit dem Hauch seines Mundes. Und wird ihm ein Ende machen durch seine Erscheinung. Wann? Wenn er kommt.

[1:03:56] Wann wird also das Papsttum endgültig vernichtet werden? Durch die tödliche Wunde? Bei der Wiederkunft. Die Bibel sagt ganz deutlich, dieses Geheimnis der Bosheit wird bis zur Wiederkunft aktiv sein. Die Wunde wird heilen. Das Papsttum wurde aufgelöst. Das französische Direktorium der Revolutionsregierung hatte gesagt, es soll nie wieder einen Papst geben. Na ja, Paulus hatte gesagt, es wird einen geben. Dann konnten die Franzosen machen, was sie wollten. Die Bibel hat vorher gesagt, dass wieder jemand gewählt wird. Und zwar ist 1800 unter dem Schutz der Österreicher damals Papst Pius VII. gewählt worden. Und 1815, dem Zuge der Neuordnung Europas, hat der Kirchenstaat wieder seine Eigenstaatlichkeit bekommen. 1854. Und 1870 wurden dann 2 entscheidende Dogmen verkündigt. Das 1. ist das Dogma von der unbefleckten Empfängnis. Was nicht bedeutet, dass Maria Jungfrau war, als sie Jesus bekommen hat, sondern was bedeutet, dass Maria selbst sündlos war. Wenn Maria selbst sündlos war, dann war Jesus sündlos, logisch. Das war das größte Wunder. Bei Maria oder bei Jesus? Bei Maria, nicht wahr?

[1:05:14] Und 1870. 1871 wurde der Kirchenstaat noch mal aufgelöst. Die Wunde ist nicht stetig gehalten. Es gab keinen Rückschlag. Und 1891 hat sich das Papsttum besonders sozialen Fragen zugewandt. Man muss auf der sozialen Schiene arbeiten. Heute gilt die Kirche als ein besonderer Machtfaktor im Bereich des Sozialen. Der Friede und die sozialen Fragen müssen geklärt werden. 1829 die Lateranverträge. Und dann wurde endgültig der Vatikan wieder hergestellt mit Eigenstaatlichkeit. Und seitdem besteht diese Macht wieder.

[1:05:56] Dann 1962 bis 65 das 2. Vatikanische Konzil. Die Kirche öffnet sich. Die Kirche wird anders. Die Kirche ist freundlich. Die Kirche sagt, lass uns doch ein bisschen Ökumene feiern. Und Ökumene heißt römisches Reich. Die Kirche sagt, wir müssen feiern. Wir müssen charismatische Gottesdienste haben. All das hier beschlossen, umgesetzt. Und hat die protestantischen Kirchen ruiniert wie nichts anderes. Und dann Johannes Paul II. hat es geschafft, als Reisepapst die Kirche wieder in der gesamten Welt populär zu machen. Er war vielleicht der populärste Papst aller Zeiten. Und die beiden nächsten Päpste. Der 1. war der Leiter der Inquisition. Heißt heute Glaubenskongregation, aber ist die Inquisition. Und der 2. ist Jesuit. Und wenn sie in den ersten beiden Wochen da waren und aufgepasst haben und die Worte Inquisition und Jesuit hören, dann müssten bei ihnen irgendwie die Alarmglocken gehen.

[1:07:02] Das Problem ist nur, wir sehen und freuen uns. Wir sind Papst. Oder ein Papst der Armen. Und wir sind begeistert und sehen nicht, weil wir die Bibel nicht mehr kennen. Und weil wir die Geschichte nicht mehr kennen, weil wir die Geschichte nicht mehr kennen, weil wir die Geschichte nicht mehr kennen.

[1:07:26] Das heißt, alle, die auf der Erde wohnen, werden es anbeten. Es gab aber schon im Mitte des 19. Jahrhunderts Leute, die das vorher gesagt haben. Zu einem Zeitpunkt, als das Papsttum da unten war. Kaum man es beachtet hat. Zu einem Zeitpunkt, als die meisten protestantischen Kirchen aufgehört haben, das Papsttum als Antichristen zu bezeichnen. Im 19. Jahrhundert war es, als Protestanten angefangen haben, zu sagen, vielleicht ist der Papst doch nicht der Antichrist. Vielleicht ist der Antichrist Nero gewesen. Oder er kommt vielleicht in der Zukunft noch. Aber der Papst ist nicht mehr Antichrist. Er ist nicht mehr besonders machtvoll. Im 19. Jahrhundert war der Papst nur noch eine kleine Größe. Und in jener Zeit gab es Leute wie J.N. Andrews oder James White. Von diesen Adventgläubigen. Die festgehalten haben an der Wahrheit der Reformatoren. Als alle anderen gesagt haben, das brauchen wir nicht mehr. Leute wie Uriah Smith. Denn sein Buch Daniel Revelation, die alte protestantische Sicht akkurat und mit neuesten Erkenntnissen aus Offenbarung und Daniel beschrieben hat. 100 Jahre, 150 Jahre vor heute. Und heute sehen wir die Erfüllung davon. Weil es in der Bibel steht. Andere von Ihnen waren J.N. Loughborough oder Stephen N. Haskell. Die das alles gesagt haben, als Leute gesagt haben, was? Das stand in dem Buch hier drin. Daniel Revelation. Dass eines Tages die USA und der Vatikan zusammengehen werden. Die Leute haben gesagt, du spinnst, du bist ein Fantast. Das ist ungefähr so, als wenn man sagen würde, dass in der nächsten Zeit Nordkorea und Südkorea eine Einheit bilden werden. Aber wenn die Bibel etwas vorhersagt.

[1:09:09] was nicht absurd erscheint. 100 Jahre später sehen wir plötzlich, der Mann hatte recht. Stimmt? Auch andere wie H.S. Richards, der erste Evangelist Amerikas, der Radio verwendet hat, oder Mark Finley. Alles Leute, die über Generationen diese Wahrheit verkündet haben, die erst jetzt in den letzten Jahren so richtig an Fahrtwind aufgenommen haben. Und wenn Sie wissen wollen, zu welcher Bewegung die gehört haben, dann kommen Sie morgen früh.

[1:09:36] Es gibt diese Reformationsbewegung, die an den alten Grundweiten der Reformation festhält, während alle anderen reformatorischen Kirchen davon ablassen. Es gibt auch die Bewegung, die den Sonntag fördert. Über die haben wir schon gesprochen. Wissen Sie, die Kirche in Rom ist äußerst gewandt. Die haben über 1000 Jahre Erfahrung, fast 2000 Jahre Erfahrung. Die wissen, was kommt. Sie sehen, wie sich die Protestanten verhalten. Sie sehen, wie sich die Weltpolitiker verhalten. Sie warten ab. Sie warten auf ihre Zeit. Sie müssen keine große Agitation machen. Sie warten. Und wenn ihre Zeit kommt, dann werden sie Hilfe anbieten. Die Kirche ist eine der bestorganisierten Strukturen der Welt. Je dunkler, das sind die Gebiete, wo es 100% Katholiken sind. Jeder sechste Mensch auf der Welt ist ein römisch-katholischer Katholik. Und alle, weiß jemand, was das sind? Das sind Kardinäle und das sind Bischöfe. Alle von ihnen in der ganzen Welt sind dem Papst untertan. Das ist ein gewaltiges Informationsnetzwerk, wie es sonst nirgendwo gibt.

[1:10:46] Und wenn wir nur ein bisschen was lernen wollen, müssen wir zurück in die Geschichte schauen. Peter II. von Aragon und Innozenz III. Peter II. sagt: "Ich, Peter, König der Aragonier, bekenne und verspreche meinem Herrn Papst Innozenz, seinen katholischen Nachfolgern und der römischen Kirche stets treu und gehorsam zu sein und gewissenhaft mein Reich im Gehorsam gegen ihn zu bewahren, den köstlichen Glauben zu verteidigen und ketzerische Verderbtheit zu verfolgen." Was meinte er? Er meinte die Albigenser, die ausgerottet wurden. Rom ändert sich nicht. Und derselbe Geist von Innozenz III. und von Gregor VII., der mit den Dictatus Papae und mit dem Gang von Canossa, die selben Prinzipien sind auch seine Prinzipien. Es tut mir leid, aber es ist die Wahrheit. Seine Herrschaft basiert auf den selben Prinzipien, den selben Überzeugungen, dem selben Gesetz, den selben Traditionen und den selben Lehrmeinungen. Aber die Christenheit sieht das einfach nicht.

[1:11:46] Und wenn Amerika und die römische Kirche und die Trennung zwischen Kirche und Staat aufhören wird, wird Rom die Chance ergreifen. Und ich kann Ihnen etwas sagen: Es gibt kein größeres Schauermärchen für diese Welt, als dass die militärische Supermacht Amerika, der niemand auf Wasser streichen kann, gemeinsame Sache macht mit dem Vatikan. Und das ist die Wahrheit. Das ist die Wahrheit. Wenn der Vatikan es schafft, die USA auf seine Seite zu ziehen, dann ist es aus. Als der Vatikan es geschafft hat, die europäischen Herrscher im Mittelalter auf die Seite zu ziehen, den deutschen Kaiser zum deutschen Heiligen Römischen Reich zu machen, dann war es aus. Für Jahrhunderte. Es wird nicht Jahrhunderte gehen diesmal, aber es wird dramatisch werden.

[1:12:44] Denn unser Vortrag heißt ja, die ganze Vortragsreihe heißt Magna Conflictio, die letzte Auseinandersetzung. Der Satan hat schon im Himmel gegen Gottes Gesetz gekämpft. Darum geht es in der gesamten Auseinandersetzung. Und damit wird es auch am Ende weitergehen. Deswegen ist er aus dem Himmel geschmissen worden. Deswegen hat er all das aufgegeben. Weil er Gottes Gesetz ändern will. Für den Satan spielt es keine Rolle, ob man Gottes Gesetz ganz abschafft oder nicht, denn wer das ganze Gesetz hält, sich aber in einem verfehlt, der ist in allem schuldig geworden. Wenn er es also schafft, ein Gesetz zu ändern und das weltweit durchzudrücken, dann hat er es geschafft, das Gesetz für alle Menschen zu ändern. Das ist seine Logik. Und es gibt dieses eine Gebot, das im Fokus steht. Seit einiger Zeit.

[1:13:32] Und da haben wir schon ausführlich gesprochen. Heute ist die Bibel verfügbar für jeden Menschen. Wir können sie auf dem iPad lesen, wir können sie im Internet uns anschauen, wir können sie sehen, wir können sie hören. Nirgendwo in der Welt oder niemals in der Welt gab es so viel Möglichkeit, die Bibel zu kennen wie heute. Aber wissen Sie, was erstaunlich ist? Dass in unserem Land der Reformation, unsere reformatorischen Kirchen, in einem Zeitalter, wo die Bibel so verfügbar war wie nie zuvor, so wenig mehr an der Reformation festhalten. Wissen Sie, was die protestantischen Kirchen über die Schöpfung lernen? Wissen Sie, was die lutherische Kirche über die Schöpfung lernt? Dem Kreationismus argumentativ begegnen. Kreationismus heißt wörtlich Schöpfungslehre. Begegnen heißt, ich bin dagegen. Mit Argumenten. Luthers Nachfolger, Luthers Urenkel, sagen also erstes Mal, dass die Kirche die Kirche schafft, dass die Kirche die Kirche schafft. Luthers Nachfolger, Luthers Urenkel, sagen also erste Mose 1 und 2 können wir nicht glauben. Wir brauchen Argumente dagegen.

[1:14:44] Als Luther lebte, gab es einige wenige Manuskripte. Leute haben sich zusammengetan, um Geld zu kaufen, um die Bibel zu lesen. Heute haben wir die Bibel und sagen, wir glauben sie nicht mehr. Luther würde sich im Grabe umdrehen. Wenn man die Bibel umdreht, tritt man den mit Füßen, der Gottes Gesetz gegeben hat. Wer ist das? Gott. Wenn einem gesagt wird, was der wahre Ruhetag ist, und man lehnt es ab, kämpft man gegen Gott. Na ja. Anstelle dessen muss man sich mit anderen Themen beschäftigen. Klimawandel, sozialen Fragen, Hartz IV. Hören Sie sich mal die Predigten an. Wie oft wird er über Daniel auf dem Baum gepredigt? Und wie oft über Hartz IV und Harry Potter? Das ist Reformation. Der Zustand der Reformation heute. 2013. Wir machen uns Gedanken über die Schöpfung, aber nicht mehr über den Schöpfer.

[1:15:50] Ich möchte Ihnen etwas sagen, das wird Sie schocken. Aber der Gott der heutigen Universitäten, der Gott der heutigen theologischen Seminare, ist nur so wenig besser als Baal, der Sonnengott der Phönizier. Es ist Götzendienst. Wir beten unsere eigenen Ideen, unsere Theorien, unsere Philosophien. Wir betreten Gottes Gesetze. Was würden Sie von einem Prediger halten, der in einer Vortragsreihe folgendes sagt: Liebe Zuhörer, es gibt zwar das Grundgesetz oder die italienische Verfassung, aber wir sind ja alles ehrenwerte Bürger, keine Verbrecher hier. Und wir haben noch nie was Böses getan, Sie bestimmt auch nicht. Und deswegen sage ich Ihnen, eigentlich müssen Sie sich ans Grundgesetz nicht halten. Das ist unwichtig. Das ist nur Formalität. Das Grundgesetz. Wie lange dürfte ich hier predigen? Morgen Abend wäre der Verfassungsschutz hier. Moment mal. Was auch immer. Habe ich auch gar nicht vor, gegen das Grundgesetz zu predigen. Wir würden so einen Prediger keine 24 Stunden in irgendeiner Kirche erdulden. Aber die Christenheit duldet Prediger und Pastoren und es gibt auch noch Priester, die die Verfassung des Himmels für abgesetzt erklären.

[1:17:21] Und ich will es nur noch mal kurz ansprechen. Wir haben gesehen, was passiert, wenn eine ganze Nation das tut. Ich zeige es Ihnen noch einmal, falls Sie nicht da gewesen sind. Die Französische Revolution ist das Musterbeispiel, was passiert, wenn eine Nation gegen Gottes Gesetze erlässt. Es endet damit. Und dasselbe wird passieren. Die Bibel sagt, dass die Nationen Gesetze erlassen werden gegen Gottes Gesetz. Und ich, wissen Sie, wenn eine Nation, christliche Nationen wie Amerika, ein Gesetz erlassen werden, das gegen Gottes Gesetz ist, wird es ein Gebot sein gegen das sechste Gebot, gegen das fünfte Gebot, gegen das erste Gebot. Es wird gegen das Gebot sein, was sowieso nicht gehalten wird. Das vierte Gebot. Der Satan hat das alles von langer Hand geplant. Schon heute merken wir, was passiert, wenn Gottes Gebote immer mehr in den Hintergrund gedrückt werden.

[1:18:18] Vielleicht erinnern Sie sich über das Zitat, als wir über Amerika gesprochen haben in dem Vortrag "Zwei Republiken", dass in den amerikanischen Dörfern zur Zeit der Besiedlung, als dort wirklich treue Christen in Freiheit der Bibel gefolgt sind, da hat man gesagt, dass man über Jahre hinweg keinen einzigen Betrunkenen, keinen einzigen Bettler, keinen einzigen Kriminellen in irgendeiner Stadt sehen konnte. Je mehr des Gesetzes Gottes abgeschafft wird oder verungültig erklärt wird, desto mehr Mord und Totschlag. Wir geben viel Geld dazu, um das zu untersuchen, woanders liegt, um Psychologen usw. Aber die Bibel macht ganz deutlich: So wurde das Recht verdrängt und die Gerechtigkeit zog sich zurück, denn die Wahrheit strauchelte auf dem Markt und die Redlichkeit fand keinen Eingang. Und das finstere Mittelalter folgte.

[1:19:06] Heute ist die Bibel überall zur Verfügung, aber keiner glaubt mehr daran. Das muss uns doch wundern, dass protestantische Theologen nicht mal an die Bibel glauben. Sie werden sagen: "Wie kann der das sagen?" Ich sage Ihnen, das ist die Wahrheit. Ich fordere Sie heraus, gehen Sie an eine protestantische Universität und finden Sie mir einen Theologen, der die Bibel so auslegt wie Martin Luther. Bibelstelle mit Bibelstelle, finden Sie einen. Suchen Sie mal. Nur einen einzigen, der noch daran glaubt, dass die Bibel sich selbst auslegt. Heute glauben wir nicht, dass die Bibel sich selbst auslegt. Heute glauben wir, dass man die Bibel historisch-kritisch auslegen muss. Das heißt, Daniel hat es nie gegeben, es gab irgendjemand anderes, der hat zu spät behauptet, dass er Daniel ist, weil es gibt ja keine Offenbarung und keine Prophezeiung. Matthäus hat es auch nicht wirklich gegeben, der hat nur was zusammengeschrieben, hat sich den Namen Matthäus gegeben. Und von wegen Mose, so ein Unfug. Da gab es ein Jahwist und ein Elohist und eine Priesterschrift und das alles ist ein Flickenteppich. Und jeder Theologe hat seine eigene Theorie. Interessanterweise stimmen Sie alle nicht mal ein. Nur eins wissen wir: Mose hat es nicht gegeben, das ist das Einzige, was Sie wissen.

[1:20:21] Oder vielleicht brauchen wir eine kontextuelle Exegese. Wir sind homosexuell und weil wir homosexuell sind, müssen wir die Homosexualität in der Bibel finden. David liebt Jonathan. Schon gelesen? Ist kein Scherz. Oder wir haben eine feministische Exegese, weil wir die Frauenrechte stärken wollen, müssen wir darauf hinweisen, dass in der Bibel ja alles von Männern geschrieben ist und deswegen müssen wir das alles umdeuten. Man kann es ja nicht so stehen lassen, wie es da steht. Umdeuten. Oder befreiungstheologische Exegese. Man muss die Bibel so uminterpretieren, dass es passt, dass man den Leuten erklären kann, ihr dürft gegen eure bösen Tyrannen rebellieren, ihr dürft die Häuser zerstören usw. Oder tiefenpsychologische Exegese, wo man die ganze Tiefenpsychologie hineinnimmt und hineinpresst in die Bibel. Oder die kulturanthropologische Exegese. Man könnte die Liste fortführen und fortführen und fortführen.

[1:21:15] Und wenn jemand sagt: "Moment mal, vielleicht nehme ich einfach Offenbarung", dann sagt man: "Wer bist du denn? Sowas Absurdes. Sowas Einfältiges. Sowas Unwissenschaftliches." Versuchen Sie heute mal ein Akademiker zu werden, der einfach die Bibel liest. Das ist unmöglich. Und diese Leute bilden die Pastoren aus in all den Kirchen. Und dann wundern wir uns, dass niemand mehr die Bibel predigt. Ich meine, was soll man auch predigen, wenn man in die Bibel nicht glaubt? Dann hat man noch das Glaubensbekenntnis und das Glaubensbekenntnis wird so ausgehöhlt, dass man es gar nicht mehr erkennen kann. Man kann das Glaubensbekenntnis gar nicht ändern. Ist ja ein Credo. Es wird ausgehöhlt. Wiederkunft Jesu bedeutet, dass ich über ihn nachdenke. Und Auferstehung bedeutet, dass er immer wieder aufersteht. Und alles mögliche wird ausgehöhlt.

[1:22:06] Aber die Bibel, Sterblichkeit der Seele, hat dem Spiritismus den Weg geöffnet, haben wir gesehen. Höllentheorie hat viele Menschen kaputt gemacht. Sabbat wird übertreten. Die christlichen Kirchen heute sind ein ziemliches Chaos. Sie sind nicht vorbereitet auf den Konflikt. Eine Kirche ist vorbereitet: die römische. Wir müssen verstehen, dass es in diesem Konflikt zwei Bewegungen gibt, die wissen, was passiert. Es gibt diejenigen in Rom und Anhänger, die aus der Geschichte wissen, wie das ablaufen wird. Und es gibt diejenigen, die die Bibel kennen und der Prophetie folgen und es in einer Bewegung sammeln werden, die auch wissen, was passiert. Aber die große Masse dazwischen ist in diesem Konflikt und hat keine blassen Schimmer.

[1:22:54] Und ich glaube wirklich, bei dem Sonntag geht es nur darum, einfach vielleicht die Arbeitszeiten zu verbessern. Der Familie ein bisschen mehr Freiraum zu vermitteln. Klingt doch auch gut, oder? Wir sind doch alle am Überarbeiten und Burnout und kann man da nicht einfach mal legislativ sagen: "Okay, dann machen wir den Sonntag jetzt mal für alle." Klingt doch so toll. Wer kann denn was dagegen sagen? Muss man jetzt wirklich an diesem einen Tag festhalten? Kann man nicht einfach zum großen Guten der Gesellschaft? Und wenn du dir dagegen stellst, bist du nicht vielleicht auch gegen die Gesellschaftsordnung? Und wenn du dich nicht integrieren willst in unsere Gesellschaft, dann bist du nicht dagegen.

[1:23:36] Und was werden die spiritistischen Sitzungen ergeben? Was werden die ganzen Geister und Medien schreiben in ihren Büchern in dieser Zeit, die kommen wird? Werden sie den Sonntag fördern oder den Samstag? In dem Buch, das ich Ihnen vorhin angepriesen habe, das Sie wirklich lesen sollen, ich schätze es mehr als Gold und Silber, da heißt es: "Durch die beiden großen Irrtümer, der eine Irrtum legt den Grund für den Spiritismus, während der andere ein Band der Übereinstimmung mit Rom schafft." Wenn wir die Bibel genau studieren, werden wir sehen, es gibt diese beiden großen Irrtümer. Und sie werden dazu führen, dass Rom, der abgefallene Protestantismus und die moderne spiritistische New Age Bewegung zusammengehen werden in ein pseudo-christliches Konstrukt.

[1:24:24] Und diese Religion wird etwas für jeden haben. Wissen Sie, dass in dieser Religion man auf zweierlei Arten gerettet werden kann? Oder zwei Prinzipien gelten. Man wird gerettet durch Werke, katholisches Denken. Und man wird gerettet in den Sünden. Nicht von der Sünde, in den Sünden. Und wissen Sie was? Diese beiden Prinzipien sprechen fast die gesamte Weltbevölkerung an. Ich kann gerettet werden in meinen Sünden, in dem ich was tue, vielleicht ein Gebet spreche, vielleicht zur Beichte gehe, vielleicht eine Heilige-Geist-Konferenz besuche. Die Protestanten der Vereinigten Staaten werden die ersten sein, die ihre Hände über den Abgrund ausstrecken, um die Hand des Spiritismus zu erfassen. Sie werden über die Kluft hinüberreichen zum Handschlag mit der römischen Macht. Unter dem Einfluss dieser dreifachen Verbindung wird jenes Land den Fußstapfen Roms folgen.

[1:25:22] Heute ist der Protestantismus weit und breit schon bereit, Wunder anzunehmen, vor allem in der charismatischen Bewegung. Wenn ein Wunder geschieht, wow! Übrigens, die katholische Kirche ist sowieso den Wundern sehr, sehr zugeneigt. Warum halten wir den Sonntag? Weil es ist ja was vom Himmel gefallen. Und der Spiritismus, der produziert Wunder. Je mehr man die Menschen wegbringt von der Bibel, mehr zu den eigenen Wundern, je mehr man die Menschen wegbringt von der Bibel, mehr zu den eigenen Sinnen, was ich sehe, höre, wow! Ich möchte Sie herausfordern, morgen früh werden wir darüber sprechen, wie man auf dem Grund der Bibel stehen kann, in einer Zeit, wo man seinen eigenen Sinnen nicht mehr vertrauen kann. Wir kommen in eine Zeit, wo Sie Ihren Sinnen nicht mehr vertrauen können, wo Zeichen und Wunder geschehen werden, rechts und links. Der Satan bereitet das vor.

[1:26:13] Er hat noch ein anderes Mittel, das er in dieser letzten Auseinandersetzung einsetzt. Denn er weiß, durch Kriege kann er in schneller Zeit viele Menschen töten. Und wenn ein Mensch getötet wird, der nicht vorbereitet ist, ist das sein Untertan. Und so gibt es Kriege, die viel, viel Aufregung sorgen. Und wenn wir die Geschichte von Hiob genau anschauen, dann wissen wir, dass der Satan auch Naturkatastrophen erzeugen kann. Ein Teil der Katastrophen der Hiob-Botschaften hatte mit Naturkatastrophen zu tun, die nicht von Gott kamen, sondern von Satan. Ich will nicht sagen, dass alle Naturkatastrophen von Satan kommen, aber ich will sagen, der Satan kann Naturkatastrophen einsetzen. Und sollte er das in dem letzten Konflikt nicht auch tun, könnte es sein, dass so manches von dem, was wir sehen, nicht einfach nur 2 Grad Erderwärmung sind oder irgendwas sonst, sondern auch das Wirken Satans, der in dieser letzten Auseinandersetzung alle Mittel in Bewegung setzt, um diesen Konflikt zu befördern.

[1:27:11] Denn das Land liegt entweiht unter seinen Bewohnern, denn sie haben die Gesetze übertreten, die Satzung abgeändert, den ewigen Bund gebrochen. Es trauert und welkt das Land, der Erdkreis verschmachtet und es verschmachten die Hohen des Volkes im Land. Und dann kommt der Clou. Wann immer es Naturkatastrophen gibt, wann immer es Not gibt, muss ja jemand dafür verantwortlich sein, oder? Und was ist, wenn die Geister im Spiritismus, wenn die Wunderzeichen der charismatischen Bewegung und auch die Doktoren Roms erklären, es liegt an denjenigen, die nicht mitmachen mit unserer Bewegung, diejenigen, die sie nicht einfügen wollen in unsere gemeinsame religiöse Gemeinschaft. Wir haben eine religiöse Gemeinschaft, wo alle so sein können, wie sie sind, solange sie diese Grundwerte akzeptieren. Da gibt es ein paar, die sind dagegen. Gott ist böse auf sie. Sündenböcke, die nicht mitmachen beim System.

[1:28:16] Genau so sind über Jahrhunderte mehr Türen auf den Schalter offen gekommen. Warum gibt es Missernten? Warum gibt es kein Regen? Warum gibt es das und jenes? Weil da gibt es diese Häretiker, die müssen sie ausrotten. Dann wird Gott wieder uns gnädig sein. Und das wird die Auseinandersetzung sein. Es wird so aussehen, als sei die ganze Welt bekehrt. So wie es im Mittelalter aussah, als wäre die ganze Welt christlich. Es heißt doch christliches Abendland. Aber waren sie wirklich christlich? Keine Spur. Es war Heidentum getauft. Oder es hätte sich das Heidentum geändert. Diese ganze Welt wird christlich werden. So christlich, wie es im Mittelalter war. Es werden Rom folgen. Die Bibel sagt es voraus. Es werden Zeichen und Wunder folgen. Es werden Geistern folgen. Und genauso wild wie im Mittelalter. Leute verfolgen und hetzen, die für die Wahlen einstehen.

[1:29:26] Es ist interessant, über die Waldenser zu sprechen. Es ist interessant, über Hus und Luther zu sprechen. Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du zur Wahrheit stehst, kommst du in ihre Position. Du kommst in ihre Position. Und dann zeigt sich, ob du ein Hus bist oder ein Hieronymus. Oder vielleicht auch ein Erasmus. Der sagt: "Oh, sag nicht, dass ich mit dir geschrieben habe. Ich will keine Probleme bekommen." Schon Elia wurde gefragt: "Bist du da, der Israel ins Unglück bringt?" Aber Elia hat ganz deutlich gesagt: "Nicht ich bringe Israel ins Unglück, sondern du, Ahab, und das Haus deines Vaters, weil ihr die Gebote des Herrn verlassen habt." Na ja, der Satan wird zeigen, was er kann. Und Rom wird mitspielen.

[1:30:23] Damals, als Hus und andere auf den Scheiterhaufen gebracht wurden, da hat man nicht Christus auf ihre Mütze gemalt, sondern den Teufel. Man hat ihnen gesagt, ihr seid die schlimmsten Satanisten. Die schlimmsten Verbrecher. Ihr seid der Abschaum der Gesellschaft. Wie würdest du dich fühlen, wenn jemand dich so betituliert? Du bist vom Satan besessen. Du bist so halbstarrig. Du kannst nicht mal einen Kompromiss mitmachen. So etwas wie dich können wir nicht akzeptieren. Und wir haben schon die Tendenz in unserer Gesellschaft, dass wir diejenigen, die treu zu ihren Prinzipien stehen, auch wenn es falsche Prinzipien sind. Ich will nicht sagen, dass alle die Leute, die in der öffentlichen Diskussion dargestellt werden als Fanatiker, immer die richtige Wahrheit prägen. Wenn ein treuer Moslem zu seinen Prinzipien steht, seien sie richtig oder falsch, wird er schief angeschaut. Wenn ein treuer Christ zu seinen Prinzipien steht, wird er als Fundamentalist schief angeschaut. Schon jetzt.

[1:31:29] Und je mehr das Gesetz Gottes weggenommen wird, desto mehr wird das zunehmen. Denn wenn der Heilige Geist nicht mehr in unserem Herzen wirkt, dann kann das Herz sehr grausam werden. Und hat sie verbrannt. Und den Satan hat es gefreut. Er weiß, es ist seine letzte große Chance. Und Prediger, Pastoren, Priester, Prälaten werden predigen, dass man diese Gruppe, diese Häretiker, ausrotten muss. Und am Ende wird es passieren. Und dann wird es passieren.

[1:32:08] Und am Ende wird es passieren. Kirche und Staat werden in Amerika nach der Prophezeiung zusammengehen. Und bei diesem Fest wollen wir heute enden. "Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den übrigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes befolgen und das Zeugnis Jesu Christi haben." Wissen Sie, wie viele Frauen es in der Bibel gibt? Wie viele Frauen gibt es in der Bibel? Nein, das stimmt nicht. Es gibt ganz viele. Denn die Bibel sagt, es gibt die Frau Babylon, die ist die Mutter der Huren. Und sie hat viele Töchter. Es gibt aber zwei Arten von Frauen. Es gibt die babylonischen Frauen. Und es gibt die eine reine Frau. Auf wie viele Frauen ist der Satan zornig? Nur auf eine. Der Satan ist nicht auf die anderen Frauen zornig. Er liebt sie nicht. Aber sie sind seine Helfer. Aber auf eine Frau ist er zornig. Und gegen eine wird er kämpfen. Und gegen eine wird sich die letzte Auseinandersetzung zuspitzen. Und das ist welche, die die Gebote Gottes befolgt und das Zeugnis Jesu Christi hat. Bist du bereit auf die letzte Auseinandersetzung?

[1:33:29] Wir werden morgen Abend und morgen früh sehen, wie wir uns vorbereiten können und wie das Ganze ausgehen wird. Und darüber nachdenken, was es bedeutet, in dieser Zeit, in der wir leben, auf der Seite Gottes zu stehen. Ja, es ist interessant und spannend, wenn man sehen kann, wie Hus und Luther und Zwingli gelebt haben. Aber es wird dann vielleicht ein bisschen anders zumute, wenn man das Gefühl hat, ich lebe in derselben Zeit. Ich werde zumindest dasselbe erleben. Und dieselben Prinzipien, die wir dort studiert haben, werden auch in meinem Leben wichtig sein. Und heute ist eine ganz einfache Frage, die wir uns beantworten wollen. Jeder einzelne für sich selbst. Möchte ich, dass der Satan zornig auf mich ist, oder dass er mich als Helfer hat? Die beiden Wahlmöglichkeiten haben wir. Entweder Helfer des Satan oder Zorn des Satan. Ich weiß nicht, wie es in deinem Leben ist, lieber Freund, liebe Freundin. Ist der Satan zornig auf dich? Oder sagt er: "Der ist schon halb in meiner Schublade"?

[1:34:32] Wenn wir wirklich in diese letzte Auseinandersetzung gehen wollen und stehen wollen und Gott ehren wollen, dann müssen wir das, was hier steht, die Gebote Gottes und das Zeugnis Jesu, in unserem Herzen haben. Morgen werden wir die Frage beantworten: Wo soll ich dann hin? Gibt es da noch Mitreformatoren? Gibt es noch Melanchthon für mich an meiner Seite? Aber heute Abend möchte ich die Frage stellen: Wer von uns möchte in dieser letzten Auseinandersetzung auf der Seite Gottes stehen? Koste es, was es wolle. Amen.

[1:35:14] Lass uns gemeinsam beten. Wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du unsere Herzen berührt hast. Das war ein Thema, über das vielleicht wenig gesprochen wird. Aber darüber muss gesprochen werden. Denn alle Reformatoren seit den Zeiten von Paulus haben darüber gesprochen, dass es nicht nur die Wahrheit gibt, sondern auch den Irrtum. Dass es nicht nur das Gute gibt, sondern auch das Böse. Und dass das Böse manchmal halb gut aussieht. Dass wir dann auch nach außen hin liebevolle, aber standhafte Reformatoren sein können, die für die Wahrheit der Bibel einstehen. Koste es, was es wolle. Und wir danken dir von ganzem Herzen, dass du bei uns bist. Dass du uns nicht ohne Hilfe lässt, sondern dass du derselbe Gott bist, der Jan Hus, Martin Luther und all die anderen befähigt hast und ihnen Kraft gegeben hast, auch in den Schwierigkeiten.

[1:36:11] Wenn wir jetzt in die letzte Auseinandersetzung gehen, dann könnte es gut sein, dass die allermeisten von uns, vielleicht sogar alle, noch die Wiederkunft erleben werden. Und dass diese Auseinandersetzung real sein wird in unserem Leben. Und was das bedeutet, werden wir morgen sehen. Aber ich möchte dich bitten, dass du uns befähigst, jetzt, wo wir noch Zeit haben, uns darauf vorzubereiten. Denn manches von dem, was wir heute gesagt haben, ist noch nicht so weit. Und wir sehen, es könnte sehr schnell gehen. Aber noch haben wir Zeit. Und diese Zeit möchten wir nutzen. Ich möchte sie nutzen. Ich bitte dich für jeden Einzelnen, der auch diese Zeit nutzen möchte, dass du mit deinem Heiligen Geist gegenwärtig bist, um uns vorzubereiten auf die Aufgabe, die du uns vorgesehen hast. Ich danke dir von ganzem Herzen. Amen. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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