[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour, dieses Mal mit dem Thema Das Heiligtum und zwar zum letzten Mal in diesem Quartal. Wir werden heute dieses Buch abschließen, Das Heiligtum, mit unserem 13. Thema: Mahnung und Ansporn aus dem Heiligtum.
[0:19] Ich lade euch ein, dass wir, bevor wir in das Thema hineinsteigen, dass wir miteinander beten und Gott bitten, dass er uns seinen Heiligen Geist gibt, damit wir verstehen, was er uns zu sagen hat. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir dafür, dass wir diese Lektion haben und dass wir deine Schrift haben, dass wir dein Wort studieren dürfen, Herr, und deinen Willen erkennen dürfen. Wir möchten dich bitten, dass dein Heiliger Geist jetzt bei uns ist, wenn wir dein Wort studieren und dass du uns Schritt für Schritt in deine Wahrheit hineinführst. Durch dein Wort, Herr, damit wir zubereitet werden, Herr, um dir ganz ähnlich zu werden, damit du unseren Charakter verändern und verformen kannst, Herr, dass er deinem Charakter entspricht. Wir danken dir, Herr, dafür, dass du es tun willst und bitten all dies im Namen Jesu Christi unseres Herrn. Amen.
[0:58] Nachdem wir nun in diesem Quartal über das himmlische Heiligtum gesprochen haben und auch das irdische Heiligtum betrachtet haben und gesehen haben, was Jesus Christus gerade für uns tut. Wir haben erkannt, dass Jesus Christus als Hohepriester für uns dient im Himmel, dass Jesus Christus für uns Fürsprache hält, dass er für uns einsteht und dass er Worte für uns findet und dass er unsere Gebete vor den Vater bringt. Jesus Christus ist diesen Weg gegangen, unseretwegen, und ich möchte es heute ganz persönlich machen: Ich möchte heute sagen, deinetwegen. Jesus Christus steht vor seinem himmlischen Vater, er dient im Heiligtum um deinetwillen, damit du gerettet werden kannst, damit du Zugang zum himmlischen Vater hast. Das ist der Grund, warum Jesus Christus jetzt gerade seinen Dienst tut.
[1:42] Und ich wünsche mir und ich hoffe, dass wir das alle verstehen können heute, dass wir erkennen, dass diese Botschaft was ganz Persönliches ist. Dass auch wenn wir von der Gemeinde sprechen, wenn wir von den Menschen sprechen, dass du dich doch ganz persönlich angesprochen fühlst, denn es geht in diesem großen Kampf, in diesem großen Konflikt um dich.
[2:02] Ich möchte anfangen mit einem Text aus Hebräer und zwar Hebräer 6, Vers 19 und wir lesen Vers 20 noch dazu, 19 und 20. Hier spricht Paulus, der den Hebräerbrief geschrieben hat: „Diese Hoffnung halten wir fest als einen sicheren und festen Anker der Seele, der auch hineinreicht ins Innere hinter den Vorhang, wohin Jesus als Vorläufer für uns eingegangen ist, der Hohepriester in Ewigkeit geworden ist, nach der Weise Melchisedeks.“
[2:29] Nun, über Melchisedek haben wir schon gesprochen und wir haben erkannt, dass Melchisedek ein gutes Symbol für Jesus Christus ist. Aber interessant an diesem Vers hier ist, dass es heißt, wir haben einen sicheren Anker, der hineinreicht hinter den Vorhang, also da, wo wir es nicht mehr sehen können. Wenn ich früher als Israelit vorm Heiligtum stand, dann konnte ich nicht hinter den Vorhang blicken. Ich war der Priester, aber ich konnte nicht wissen, was da drin vor sich geht. Ich konnte nur wissen, was der Priester mir gesagt hat, was er da tut, und ich konnte ihm glauben.
[2:57] Und in der gleichen Situation stehen wir heute, wenn es um Jesus Christus geht. Jesus Christus hat uns versprochen, dass er da Fürsprache für uns einlegt und dass er da für uns einsteht, aber wir können es nicht sehen. Aber wir haben einen sicheren Halt, einen festen Anker, denn Gott kann sich unmöglich untreu sein. Wir wissen, dass Jesus Christus da für uns dient und für uns einsteht, und diese Hoffnung wollen wir festhalten.
[3:17] Schön ist, dass in Vers 20 heißt: „wohin Jesus als Vorläufer für uns eingegangen ist.“ Wenn hier das Wort Vorläufer steht, dann meint das natürlich auch, wenn jemand vorgeht, dass jemand nachfolgt. Jesus ging uns voran ins himmlische Heiligtum. Jesus ging uns voran vor den Thron Gottes. Natürlich impliziert das, dass wir auch eines Tages vor Gottes Angesicht treten sollen.
[3:36] Und schön ist, dass dieses Wort Vorläufer, das hier steht – ich habe eine starke Übersetzung – „wohin Jesus als Vorläufer für uns eingegangen ist.“ Dieses Wort Vorläufer kann auch mit Wegbereiter übersetzt werden. Also Jesus Christus bereitet uns den Weg vor, damit wir vor Gottes Angesicht treten können. Und das macht er schon heute und das wird er auch in Zukunft machen.
[3:55] Wenn wir Jesus Christus selber dazu befragen, was Jesus Christus selber gesagt hat, was er tut, dann finden wir das in Johannes 14 und dort in Vers 2. In Johannes 14, Vers 6 lesen wir, dass Jesus Christus sagt: „Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit und ich bin das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ Da sagt Jesus Christus, er ist der Weg.
[4:06] Aber in Johannes 14, Vers 2 sagt er, was er da eigentlich macht im himmlischen Heiligtum. Johannes 14 und dort Vers 2: „Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten.“ Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Und dann sagt er: „Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten.“ Persönlich, Jesus Christus geht hin, um für dich eine Stätte zu bereiten.
[4:38] Die Wohnung ist da, aber du kannst sie noch nicht beziehen. Aber Jesus Christus dient gerade für dich, um dir das zu ermöglichen, damit du in diese Wohnung hineinkannst. Und vielleicht hast du manchmal das Gefühl und sagst: Naja, Jesus ist zwar da, und Jesus in seiner ganzen Herrlichkeit, in seiner Heiligkeit spricht vor dem Vater ein, aber wie kann er mich denn sehen? Wie kann er denn auf mich achten? Er hat eine ganze Welt, auf die er achten muss. Da sind auch ganz viele Welten, da ist ganz, ganz viel. Jesus Christus soll auf mich, an Menschen achten.
[5:10] Wenn ich in meinem Gebet zum Vater komme, ich kann mir vorstellen, dass Jesus Christus vielleicht für Petrus gesprochen hat, dass er für Paulus gesprochen hat, vielleicht für Martin Luther, vielleicht für John Wycliffe, für viele große Männer, aber gerade für mich? Ja, wenn du glaubst, dass du es nicht wert bist, dass Jesus Christus vor dir spricht, dann lass dir von Jesus Christus sagen: In Matthäus 18, Vers 11 sagt Jesus Christus: „Ich bin gekommen, das Verlorene zu suchen.“ Wenn du dich verloren fühlst und sagst: Wie kann ich, kleiner Mensch, denn vor den Schöpfer treten? Dann sagt Jesus Christus: „Ich bin gekommen, das Verlorene zu suchen, um dich zu suchen, um dich zu erlösen, um für dich Fürsprache einzuhalten.“ Dafür ist Jesus Christus da.
[5:52] Und er macht das ganz schön deutlich in einem Gleichnis, nämlich in dem Gleichnis vom verlorenen Schaf, das finden wir in Lukas 15. Das wollen wir gemeinsam mal aufschlagen, in Lukas 15 und dort lesen wir die Verse vier bis sieben. Lukas 15, vier bis sieben: „Welcher Mensch unter euch, der hundert Schafe hat und eines von ihnen verliert, lässt nicht die neunundneunzig in der Wildnis und geht dem Verlorenen nach, bis er es findet? Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es auf seine Schulter mit Freude.“
[6:22] Schauen wir uns jetzt mal diese beiden Verse an. Welcher Mensch unter euch, der hundert Schafe hat. Es ist ganz normal, was Jesus hier sagt. Es ist sogar für uns normal, dass wir das tun würden, wenn wir eine Herde haben aus hundert Schafen und eins fehlt. Natürlich würden wir suchen, wir würden uns Sorgen machen: Wo ist dieses Schaf? Es soll ja zu unserer Herde gehören. Es ist ja unser Schaf, und wir werden losgehen, werden es suchen.
[6:44] Wie viel mehr wird Jesus Christus dich suchen? Der du doch viel, viel mehr wert bist als ein Schaf. Hier haben wir den ersten Punkt: Jesus Christus geht dem Verlorenen nach. Er sucht und er sucht und er sucht und er sucht so lange, sagt die Bibel, bis er es gefunden hat. Also bis Jesus Christus dich gefunden hat. Jesus Christus hat dich gefunden, sonst würdest du jetzt nicht diesen Vortrag sehen. Jesus Christus ist dir schon nachgegangen und er hat dich gefunden.
[7:08] Und in Vers 5 haben wir gelesen: „Wenn er es gefunden hat, nimmt er es auf seine Schulter mit Freuden.“ Das ist eine schöne Nachricht. Jesus Christus geht uns nach, und wenn er uns gefunden hat, dann sagt er nicht: Los, zurück zur Herde, geh deinen Weg, sieh zu, dass du vorankommst. Das heißt, er trägt uns, er nimmt uns auf seine Schulter und er bringt uns zurück zur Herde. Er trägt die Last für uns, er trägt uns. Wir sind die Last.
[7:34] Vers 6: „Und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und Nachbarn zusammen und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir, denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war.“ Großartig. Das heißt, wenn er nach Hause kommt, ruft er alle zusammen, sagt: Freut euch mit mir. Das ist eine große Freude im Himmel, wenn ein Verlorener zu Jesus Christus kommt, und er ruft die Leute alle zusammen, weil er sein Schaf nach Hause gebracht hat.
[7:59] Und dieses Nach-Hause-Bringen finden wir auch in Philipper 3, Vers 20, wo Paulus schon sagt: „Unser Bürgerrecht ist im Himmel.“ Paulus lebte noch hier auf der Welt und sagt: Mein Bürgerrecht ist bereits im Himmel. Jesus Christus hat mich schon nach Hause gebracht, ich gehöre schon zu seinem Volk, und das soll bei uns auch so sein. Wir gehören zu seinem Volk, denn Jesus Christus ist uns nachgegangen, er hat uns getragen, er hat unsere Last genommen und er hat uns nach Hause gebracht, ins himmlische Heiligtum, zu seinem Vater. Unser Bürgerrecht ist schon im Himmel, unsere Namen sind schon im Himmel angeschrieben.
[8:29] Und vielleicht zuletzt noch Vers 7: „Ich sage euch, so wird auch Freude sein im Himmel über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die keine Buße brauchen.“ Über einen einzigen Sünder wird riesen Freude sein, wenn er dann den Weg zur Umkehr findet. Für Jesus Christus ist jeder einzelne Mensch wichtig, jeder Mensch. Und es spielt keine Rolle, ob dieser Mensch David heißt oder ob er Petrus heißt, dieser Mensch, der kann auch Stefan heißen oder Heinrich oder Lieselotte, oder er kann einfach deinen Namen tragen. Du bist Jesus Christus wichtig. Es geht um dich, es geht um deine ewige Erlösung. Jesus Christus geht dir nach, er will dich tragen, er will dich nach Hause bringen.
[9:07] Wir lesen Psalm 8, Vers 5. Psalm 8, Vers 5. Verzeihung, Psalm 8, Vers 5. Hier heißt es: „Was ist der Mensch, dass du an ihn gedenkst, und der Sohn des Menschen, dass du auf ihn achtest?“ David konnte es kaum begreifen, dass Gott auf einen Menschen achtet. Kannst du es begreifen? Kannst du begreifen, dass Gott dich sieht, dass er dich persönlich sieht?
[9:46] Gott hat das ganze Universum geschaffen. Ja, er ist der Herrscher über die Galaxien, ja, er ist der Herrscher über die Sonnensysteme, die Planetensysteme. Ja, er kennt jeden Stern, er kennt jeden Planeten, er ist der Herrscher über jeden einzelnen Planeten, er ist der Herrscher über jeden Trabanten, alle Monde, der Herrscher über alle Völker, die da wohnen, über alles Geschaffene. Und er achtet auf diesen kleinen Planeten, irgendwo im Südosten der Milchstraße, winzig klein, auf diesem Planeten, und da auch noch auf dein Kontinent, und da auch noch auf dein Land, auf deine Stadt, und dann auch noch auf dich. Ja, David konnte das kaum fassen: „Was ist der Mensch, dass du an ihn gedenkst?“
[10:25] Aber das will uns Jesus Christus klar machen. Er achtet auf dich, er kennt dich, er kennt alles von dir. Er hat dich geschaffen in Liebe, aus Liebe, und du bist ihm so, so wichtig.
[10:36] Wir wollen mal weiter gucken, denn jetzt werden wir etwas Spannendes entdecken. Wenn wir in diesem Psalm bleiben und Psalm 8, Verse 6, 7, 8, 9 und 10 weiterlesen, dann wird uns hier plötzlich der Sinn des Lebens offenbar. Der Sinn des Lebens. Vielleicht hast du dich schon mal gefragt, was eigentlich der Sinn des Lebens ist, dann seid ihr gesagt: Hier steht er. Wollen wir ihn uns kurz anschauen.
[10:57] Psalm 8, Vers 6: „Hier heißt es: Du hast ihn ein wenig niedriger gemacht als die Engel, mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt. Du hast ihn zum Herrscher über die Werke deiner Hände gemacht, alles hast du unter seine Füße gelegt: Schafe und Rinder allesamt, dazu auch die Tiere des Feldes, die Vögel des Himmels und die Fische im Meer, alles, was die Pfade der Meere durchzieht. Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde!“
[11:20] Du hast den Menschen ein wenig niedriger gemacht als die Engel, steht hier. Du hast ihm alles unterworfen. Alles, was du geschaffen hast, ist unter ihm. Du hast ihn eingesetzt, um zu herrschen. Das ist der Sinn des Lebens. Dafür wurde der Mensch gemacht. Der Mensch wurde so gedacht, so kreiert, wie er ist. Wir sind kreativ, wir können was tun, wir können was planen, wir können was machen. Der Mensch muss auch handeln, er muss verwalten, gestalten, er muss ordnen, er muss pflegen. Das ist das, was der Mensch macht. Wenn der Mensch nicht arbeitet, dann wird er krank. Der Mensch muss was tun, aber diese Arbeit soll auch Spaß machen. Und Gott hat uns eine Arbeit gegeben, hat eine Aufgabe gehabt zu herrschen und hat uns dann so kreiert, dass wir das gerne machen und dass wir alle Fähigkeiten dazu haben. Das war der Sinn des Lebens, den Gott uns einmal gegeben hat.
[12:04] Wir schauen dazu mal in 1. Mose 1, 26-28. Bevor der Mensch erschaffen war, heißt es in Vers 1. Mose 1, 26: „Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen, nach unserem Bild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht.“ Gott hat einen Plan. Er sagt: „Lasst uns Menschen machen, denn sie sollen herrschen über alles, was ich gemacht habe. Sie sollen herrschen über die Natur, über das, was ich geschaffen habe. Sie sollen das tun, was ich eigentlich mache. Ich will die Menschen in meinem Bild schaffen. Lasst uns Menschen machen, unserem Bild, uns ähnlich.“
[12:45] Und jetzt, nachdem der Plan entwickelt ist, wofür brauche ich den Menschen, wird der Mensch gemacht. Vers 27: „Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie.“ Gott hatte erst einen Plan, was er brauchte, und dann die Menschen genau so gemacht, wie er gut und wie er vollkommen und wie er perfekt ist, wie er sein Werk vollbringen kann.
[13:07] Vers 28: „Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde.“
[13:19] Nachdem Gott nun einen Sinn gehabt hat, um die Menschen zu schaffen, schafft er die Menschen. Nachdem er die Menschen geschaffen hat, sagt er den Menschen den Sinn: „Ihr sollt herrschen über alles, was ich gemacht habe.“ Der Sinn des Lebens.
[13:33] Und das ist, was Gott von uns auch heute möchte. Er hat uns damals geschaffen, zu Adam und Evas Zeiten noch, um das zu tun. Heute sind wir weit weg von dem, was wir eigentlich machen sollten. Heute kämpfen wir viel mehr mit der Sünde, anstatt über diese Erde wirklich so zu herrschen, wie Gott es möchte, sie zu pflegen, sie zu bewahren, sie zu verweilen, sie zu gestalten. Viel mehr ist das, was wir heute machen, eher – einige machen die Welt eher kaputt und einige versuchen, so ein bisschen Schadensbegrenzung zu machen. Aber so richtig glücklich ist eigentlich niemand hier wirklich auf dieser Welt. Wirklich den Frieden auf dieser Welt gefunden hat eigentlich niemand durch diese Welt, sondern wenn, dann haben wir den Frieden durch Jesus Christus gefunden.
[14:10] Aber Jesus Christus möchte, dass wir da wieder zurückkommen, wozu er uns gemacht hat. Er möchte, dass wir wieder in seine Herrlichkeit verwandelt werden. Er möchte, dass wir wieder in unseren Dienst eingesetzt werden und dafür diese Fürsprache beim Vater. Er möchte dich zurückbringen zu dem, wozu er dich berufen hat.
[14:26] Bist du dir eigentlich bewusst, dass Jesus Christus wirklich jeden Tag, jeden Tag vor Gott steht und für dich betet? Für dich einsteht, damit du diese Aufgabe wieder übernehmen kannst, damit du wieder in die Herrlichkeit Gottes zurückgeführt werden kannst? So sehr hat Jesus dich lieb, dass er das tut.
[14:47] Er schafft uns Zugang zum Thron Gottes, so wie Adam und Eva damals mit Gott reden konnten und wie sie vor sein Angesicht treten konnten. So können wir das heute auch machen, aber nur durch Jesus Christus. Weil Jesus Christus im himmlischen Heiligtum für uns dient, haben wir die Möglichkeit, tatsächlich wieder so mit Gott zu sprechen, wie Adam und Eva auch. Wir können persönlich mit ihm reden, denn wir haben Jesus Christus, der unsere Gebete als ein Mittler zu Gott bringt. Unsere Gebete kommen direkt vor Gott.
[15:11] Nun, es gibt ein paar Dinge, die wir dabei beachten müssen. Ich nenne es mal ein paar Regeln, wie wir vor Gott treten sollen. Das finden wir in Hebräer 10, sagt Paulus uns das. Hebräer 10 und dort in Verse 19 bis 22. Hebräer 10, 19 bis 22. Und wenn ihr so ein Bändchen in der Bibel habt, legt es genau da rein. Wir werden die Texte ein bisschen brauchen.
[15:39] Hebräer 10, 19 bis 22: „Da wir nun, ihr Brüder, Kraft des Blutes Jesu, Freimütigkeit haben zum Eingang in das Heiligtum, den er uns eingeweiht hat, als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang hindurch, das heißt durch sein Fleisch. Und da wir einen großen Priester über das Haus Gottes haben, so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigen Herzen in völliger Gewissheit des Glaubens, durch Besprengung der Herzen, los vom bösen Gewissen und am Leib gewaschen mit reinem Wasser.“
[16:04] Das ist, was Paulus sagt. Da wir nun eine Möglichkeit haben, einen Weg haben, um zu Gott hineinzukommen, um mit ihm zu reden, um zu Gott zu beten, sagt er: „So lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigen Herzen in völliger Gewissheit des Glaubens, durch Besprengung der Herzen, los vom bösen Gewissen und am Leib gewaschen mit reinem Wasser.“
[16:23] Ich möchte mir genau diesen letzten Vers mit euch angucken und möchte mal rückwärts da durchgehen. Das heißt, wir sollen gewaschen sein am Leib mit reinem Wasser, wenn wir vor Gott treten. Nun, dieses Gewaschen könnte vieles bedeuten. Man könnte sagen, es ist wie die Taufe, wenn wir vor Gott treten, aber das ist, glaube ich, hier nicht gemeint. Ich glaube, hier ist was anderes gemeint. In Epheser 5, Vers 26 lesen wir Epheser 5, Vers 26. Es geht hier um Christus, wie er für die Gemeinde wird, damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort. Wir sollen gereinigt werden durch das Wasserbad im Wort.
[17:08] Wenn wir vor Gott treten, sollen wir gereinigt werden durch das Wasserbad im Wort. Was heißt das? Durch das Wort verändert sein. Das Wort Gottes soll uns verändern. Das ist das, was wir jeden Tag durchmachen. Das ist das, was Gott jeden Tag in uns bewirkt. Das Wort Gottes verändert uns. Es ist der Heilige Geist, der in unseren Herzen wirkt. Der Heilige Geist, der uns immer mehr in das Angesicht Jesu Christi verwandelt, in das Ebenbild Jesu Christi. Und in Johannes 16, Vers 13 lesen wir, dass der Geist uns in alle Wahrheit hineinführen will.
[17:41] Der Geist möchte uns in alle Wahrheit hineinbringen. Nun, wir wissen, dass die Bibel sagt: „Dein Wort ist Wahrheit“ und es spricht von der Bibel. Der Geist Gottes möchte uns also in die Bibel hineinbringen, und wir wissen auch aus der Bibel, dass Jesus Christus sagt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“ Hier ist Christus auch die Wahrheit. Der Geist Gottes möchte uns in die Bibel hineinbringen und möchte uns so in das Ebenbild Jesu Christi verwandeln.
[18:08] Gottes Wort ist es, das uns verändert. Das Studium in Gottes Wort, durch dieses Studium wird der Heilige Geist in uns Veränderung bewirken. Deswegen ist es wichtig: Wir sollen gewaschen sein am Leib, wir sollen rein vor Gott treten, wir sollen uns in unser Wort studieren, wir sollen Christus ähnlich werden.
[18:27] Das Nächste, was hier im Text steht, ist: Wir sollen ein besprengtes Gewissen haben. „Heißt es hier: Durch Besprengung der Herzen, los vom bösen Gewissen.“ Besprengte Herzen, besprengtes Gewissen, was meint es? Um uns anzugucken, was das bedeutet, gehen wir ins Alte Testament zurück und gehen ins zweite Buch Mose und dort Kapitel 24. Und hier lesen wir Verse 3 bis 8.
[18:54] „Und Mose kam und verkündete dem Volk alle Worte des Herrn und alle Verordnungen. Er antwortete das Volk einstimmig und sprach: Alle Worte, die der Herr geredet hat, wollen wir tun. Da schrieb Mose alle Worte des Herrn nieder und er stand früh am Morgen auf und errichtete einen Altar unter dem Berg und zwölf Gedenksteine für die zwölf Stämme Israels. Und Mose sandte junge israelitische Männer, damit sie Brandopfer darbrachten und Jungstiere opferten als Friedensopfer für den Herrn. Und Mose nahm die Hälfte des Blutes und goss es in Schalen, aber die andere Hälfte des Blutes sprengte er auf den Altar. Darauf nahm er das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volkes und sie sprachen: Alles, was der Herr gesagt hat, das wollen wir tun und darauf hören. Danach nahm Mose das Blut und sprengte es auf das Volk und sprach: Seht, das ist das Blut des Bundes, den der Herr mit euch geschlossen hat, aufgrund all dieser Worte.“
[19:55] Das besprengte Gewissen. Als Mose dieses Blut nahm und das Volk besprengte, war das auf ein Bekenntnis hin. Sie haben gesagt: Wir möchten dem Herrn treu sein, wir möchten Gottes Geboten gehorsam sein. Und das ist das, was wir auch tun müssen. Wir müssen wirklich von ganzem Herzen, wenn wir vor Gottes Thron kommen, wir müssen sagen: Herr, wir möchten dir folgen, wir möchten deinem Gesetz treu sein, wir möchten ehrliche, aufrichtige Nachfolger Jesu Christi sein. Und wenn wir das machen, wenn wir das wirklich wollen im Herzen, dann wird Jesu Blut unser Gewissen reinigen, und wir werden vor Gott treten können. Unsere Gebete werden zu Gott kommen.
[20:34] Es ist wichtig, dass wir wirklich sagen: Herr, wir möchten dir nachfolgen. Und das war genau das Bekenntnis, das Israel hier gegeben hat. Israel hat gesagt: Wir möchten im Worte Gottes bleiben, wir möchten es uns aufnehmen und wir möchten dir folgen. Das muss auch unser Motto sein, wenn wir vor Gottes Thron kommen, dass wir sagen: Herr, wir möchten deiner Ordnung gehorsam sein, wir möchten dir nachfolgen.
[20:54] Gut, gucken wir auf den nächsten Punkt. Der nächste Punkt, den hatten wir gelesen in Hebräer 10 und dort war es in Vers 22: „Wir sollen in völliger Gewissheit des Glaubens kommen, in völliger Gewissheit des Glaubens.“ Also wir sollen Gewissheit haben, dass unser Gebet auch wirklich vor Gott kommt. Das ist eine. Wenn wir denn beten, dass wir wirklich wissen: Vor Gottes heiligem Thron wird jetzt unsere Stimme gehört.
[21:27] Und das Zweite, was wichtig ist, dass wir wirklich uns auch gewiss sind, dass wenn Gott unser Gebet hört, dass er auch handeln wird. Dass unsere Worte nicht einfach verhallen, sondern dass sie bei Gott auf offene Ohren stoßen. Nun, das Gebet, das wir in völliger Gewissheit bringen, ist eigentlich was Bestimmtes. Matthäus 6, Vers 8. Wir schauen erstmal in den Text rein, bevor ich da weiter was zu sage. Matthäus 6, Vers 8 und da gucken wir uns den Teil B an.
[22:09] Matthäus 6, Vers 8 und hier den Teil B. Da heißt es: „Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet.“ Also Gott liest in unseren Herzen. Wenn wir auf die Knie fallen und zu Gott kommen, dann können wir die völlige Gewissheit haben, dass unser Gebet gehört wird und dass Gott weiß, was wir brauchen, ehe wir ihn bitten.
[22:26] Wenn Gott sowieso alles weiß, ehe wir ihn bitten, warum bitten wir dann? Nun, wir bitten deswegen, damit das ganze Universum es sehen kann, damit wir gereinigt werden, damit es in uns fest wird und das ganze Universum sieht, was wir vorhaben. Wir beten zu Gott. Wir bringen unsere Bitten vor seinen Thron. Wir legen ihm alles dar. Gott bräuchte dieses Gebet ja eigentlich nicht, weil er ja unser Herzen lesen kann. Aber alle anderen Zeugen brauchen das. Unser aufrichtiges Gebet.
[22:54] Nun, und wenn wir dieses Gebet, diese aufrichtige Bitte, in der Gewissheit, sie wird auch bei Gott gehört, zu ihm bringen, dann sagt uns, wenn wir eine Seite weiterblättern in Matthäus 7, werden wir dann erkennen, wo Jesus Christus uns aufruft zu beten. 7 und wir lesen 7 bis 11. „Bittet, so wird euch gegeben. Sucht, so werdet ihr finden. Klopft an, so wird euch aufgetan. Denn jeder, der bittet, empfängt. Und wer sucht, der findet. Und wer anklopft, dem wird aufgetan.“
[23:21] Und jetzt macht er einen Vergleich. Und er vergleicht jetzt uns Menschen mit unserem himmlischen Vater. „Oder ist unter euch ein Mensch, der, wenn sein Sohn ihm um Brot bittet, ihm einen Stein gibt? Sollte es hier jemanden geben, der unter uns Menschen seinem Sohn nicht das geben wird, was er fürs tägliche Leben nötig hat? Das, worum er ihn bittet?“ Vers 10: „Und wenn er um einen Fisch bittet, ihm eine Schlange gibt.“ Wer sollte so grausam sein und seinem eigenen Sohn um einen Fisch eine Schlange geben?
[23:52] Vers 11: „Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten?“ Wenn wir mit unseren Bitten vor Gott kommen, dann können wir die Gewissheit haben und die völlige Gewissheit, dass Gott es gut meint mit uns. Hier müssen wir auch Geduld haben. Wir dürfen die Bitten vor Gott bringen, und wir dürfen ihm sagen, was uns auf dem Herzen liegt. Und wir dürfen ihm sagen, was wir brauchen für sein Werk. Aber Zeit und Stunde lassen wir in Gottes Händen, wann er es gibt. Gott wird handeln. Aber wann der richtige Zeitpunkt ist, das können wir Menschen nicht erkennen, weil wir die Zukunft nicht sehen. Aber Gott weiß es.
[24:26] Also bringt die Bitte vor Gott und sei auch kontinuierlich in dem. Sag ihm das immer wieder, damit dein Herz sich ganz auf Gott verlässt und damit auch du als Zeuge von der ganzen Welt und dem ganzen Universum stehst und sagst: Mein Gott ist treu, er wird mein Gebet erhören. Aber lass Gott die richtige Zeit. Dann kann Gott Großes in dir vollbringen und mit dir und durch dich als Zeuge in der Welt. Du wirst ein helles Licht sein, wenn Gott seine Verheißung wahrmacht und deine Gebete erfüllen wird.
[24:54] Es ist wichtig, dass wir in Gewissheit vor Gott kommen. Das ist ganz, ganz wichtig, gerade wenn du im missionarischen Dienst tätig bist, dass du weißt: Gott wird handeln. Gott handelt oft im letzten Moment. Und dein Glaube wird geprüft werden, und alle Welt guckt auf dich und sagt: Wie kann er nur? Er verlässt sich da auf irgendwas. Und plötzlich sieht die ganze Welt: Gott greift ein. Ich möchte euch ermutigen, gerade solche Missionsberichte zu lesen. Schaut, wie Gott oft gehandelt hat und oft in letzter Minute. Und übertragt das in euer eigenes Leben. Es ist sehr ermutigend und sehr erbauend, das zu wissen und diese Gewissheit zu haben, die so wichtig ist für uns.
[25:22] Mit Gewissheit vor Gott zu kommen. Der letzte Punkt, den wir gelesen haben in Hebräer 10 und dort Vers 22: „So lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigen Herzen“, heißt es hier. Wenn wir vor Gott kommen, sollen wir mit wahrhaftigen Herzen vor Gott kommen. Also mit aufrichtigen Motiven, und wir sollen völlig ehrlich zu Gott kommen. Es ist ja kurios, dass wir manchmal, wenn wir zu Gott beten, nicht ganz ehrlich sind. Gerade wenn es darum geht, seine Sünde zu bekennen, dass man seine Sünde nicht richtig benennt, versucht irgendwas anderes zu sagen, irgendwie sich umschreibt, hat man sich einfach schämt, mit seiner Sünde vor Gott zu kommen. Aber hey, mit wahrhaftigen Herzen und ganz, ganz ehrlich. Ich meine, Gott liest sowieso unsere Herzen. Und wenn wir wahrhaftig vor ihn treten und wenn wir ihm alles bekennen und alles hinlegen, dann kann Jesus Christus auch für uns eintreten.
[26:11] Denn Jesus Christus, eine Sache kann er nicht: Er kann nicht lügen. Wenn wir lügenhafte Gebete zu Jesus Christus bringen, dann kann er die nicht vor seinen Vater bringen. Wir müssen mit wahrhaftigem Herzen müssen wir ihn anbeten. Ehrlichkeit. Wir müssen ihn, sagt Jesus Christus selber in Johannes 4, Vers 24: „in Geist und in Wahrheit anbeten.“ Im Geist, durch den Heiligen Geist, der unsere Gebete formuliert und der uns die richtigen Gedanken gibt, und in Wahrheit. Und Jesus Christus sagt, er selbst ist die Wahrheit. Also durch Jesus Christus, durch unseren Mittler, sollen wir Gott anbeten. Und das geht nur in Ehrlichkeit.
[26:46] Dann wollen wir uns mal ein Beispiel dazu anlesen, wie König David das damals erfahren hat. Psalm 32. Hier erkennen wir, wie wichtig diese Ehrlichkeit vor Gott ist. Gott kann handeln, aber er möchte unsere Ehrlichkeit wissen. Und viele von uns sagen: Gott, warum hilfst du nicht? Warum machst du nichts? Warum greifst du nicht ein? Hast du dich mal geprüft, ob du ganz ehrlich bist mit dem, wie du vor Gott stehst? Das ist der vierte und damit auch der letzte und wichtige Punkt, wenn wir vor Gott treten.
[27:12] König David hat es mal gespürt und hat es uns aufgeschrieben in Psalm 32. Wir lesen die Verse 1 bis 5. Hier sagt David: „Wohl dem, dessen Übertretung vergeben, dessen Sünde zugedeckt ist. Wohl dem Menschen, dem der Herr keine Schuld anrechnet, ohne dessen Geist keine Falschheit ist. Als ich es verschwieg, da verfielen meine Gebeine durch mein Gestöhn den ganzen Tag. Denn deine Hand lag schwer auf mir Tag und Nacht, sodass mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürr wird. Da bekannte ich dir meine Sünde und verbarg meine Schuld nicht. Ich sprach: Ich will dem Herrn meine Übertretung bekennen. Dafür gabst du mir meine Sündenschuld.“
[27:51] Als David irgendwas verschwiegen hat im Gebet, obwohl er wusste: Gott weiß es, Gott sieht es. Aber als er irgendwas verschwiegen hat, hat Gott nicht gehandelt. Aber als er alles ehrlich und aufrichtig bekannt hat und auch zu seinen Sünden gestanden hat und seine Sünden tatsächlich beim Namen genannt hat und sagt: Das bin ich, das ist mein Problem. Da hat Gott eingegriffen, da hat er ihm vergeben. Und das ist das, was Gott mit uns machen möchte. Wir müssen mit aufrichtigen, wahrhaftigen Herzen vor ihm kommen, mit ehrlichen Motiven. Unser Motiv ist ja, verändert zu werden, dass Jesus Christus unsere Herzen verändert. Wenn wir immer wieder in irgendwelche Sünden hineinfallen, dann sagen wir sie Jesus Christus. Wir kennen sie ihm und sagen: Bitte verändere mich. Wird Jesus Christus nicht sofort eingreifen? Wird er nicht sofort versuchen, uns zu verändern? Wenn wir es ihm verschweigen, so wird er nichts tun.
[28:37] Lass uns diese vier Dinge mitnehmen: Im Wort Gottes gewaschen zu sein, unser Gewissen besprengt durch das Blut Jesu Christi, mit Gewissheit vor Gott zu treten, dass er handeln wird, dass er was tun wird, dass er unser Gebet erhört, und mit wahrhaftigen Herzen voller Ehrlichkeit ihm alles bekennen. So kann Gott in dir mächtig werden.
[28:59] Denn weißt du, Gott hat von Anfang an, seit Anbeginn an, einen Plan mit deinem Leben. Gott hat dich nicht irgendwie gemacht, zufällig warst du da und er sagt: Jetzt find deinen Platz auf der Welt. Bevor Gott dich gemacht hat, wusste er schon, was er mit dir vorhat. Das heißt nicht, dass dein Leben vorherbestimmt ist. Das heißt, dass Gott einen Plan mit dir hat. Ob du diesem Plan nachgehst oder nicht, ist deine Entscheidung, ist deine Wahl.
[29:22] Aber wir lesen zum Beispiel in Jeremia 1 und hier die ersten paar Verse. Wir beginnen in 5. Jeremia 1, Vers 5 bis 8: „Hier spricht Gott zu Jeremia: Ehe ich dich im Mutterleib bildete, habe ich dich ersehen. Und bevor du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt zum Propheten, für die Völker habe ich dich bestimmt. Da sprach ich: Ach, Herr, Herr, siehe, ich kann nicht reden, denn ich bin noch zu jung. Aber der Herr sprach zu mir: Sage nicht, ich bin zu jung, sondern du sollst zu allen hingehen, zu denen ich dich sende. Und du sollst alles reden, was ich dir gebiete. Fürchte dich nicht vor ihnen, denn ich bin mit dir, um dich zu erretten, spricht der Herr.“
[30:00] Hier sehen wir, dass Gott sagt: „Ehe ich dich im Mutterleib bildete, habe ich dich bestimmt, ein Prophet für die Völker zu werden.“ Nun, wir sehen das hier bei Jeremia, wir wissen das aber auch zum Beispiel von Johannes dem Täufer, wir wissen es auch von Jesus Christus natürlich, dass Gott einen Plan hatte, bevor er angefangen hat, diese Menschen im Mutterleib zu bilden. Diesen Plan hat Gott auch für dich.
[30:19] Er hat dir bestimmte Gaben, bestimmte Fähigkeiten mitgegeben, damit du in dieser Welt in seinem Weinberg arbeiten kannst. Und jeder Mensch hat von Geburt an etwas mitbekommen von Gott. Wichtig ist es, um eben für Gott zu arbeiten. Wir haben bestimmte Gaben, wir können auch noch welche bekommen von Gott, aber der Heilige Geist wird sie in uns hervorbringen, wird die Frucht in uns reifen lassen. Aber dieser Heilige Geist, der in uns wirkt, der wirkt deshalb in uns, weil wir Gott darum bitten.
[30:47] Und hierfür ist die Fürsprache Jesu Christi so wichtig. Denn Jesus Christus ist es, der für dich vor den Thron Gottes eintritt, der für dich bewirkt, dass der Heilige Geist in dir diese Früchte hervorbringen kann, die Glaubensfrüchte, damit Gott dich in seinem Weinberg auch gebrauchen kann, mit all deinen Gaben, die du hast.
[31:07] Viele Menschen sehen ihr Leben als sinnlos und fühlen sich im falschen Platz. Ich sage dir, wenn du dein Leben vor Gott bringst und wenn du ihm alles bekennst, wenn du ihm sagst: Herr, gebrauche mich in deiner Welt, in deinem Weinberg, du hast mir Gaben und Fähigkeiten gegeben, du hast mir vielleicht auch die eine oder andere Behinderung gegeben, Dinge, die mir vielleicht helfen, mich nicht zu erhöhen, Dinge, die mir vielleicht helfen, in bestimmte Gebiete hineinzukommen, Dinge, die mir vielleicht helfen, zu wachsen und glauben. Scheitere nicht an diesen Dingen. Sag nicht: Gott hat mich zu jung gemacht, Gott hat mich nicht richtig berufen, Gott hat mir Handicaps gegeben, ich kann nicht für ihn arbeiten. Diese Dinge sind kein Zufall. Gott will mit dir arbeiten und er sagt: „Ich bin gerade in Schwachen mächtig.“ Gott hat einen Plan für dein Leben. Und wenn Gott möchte, Schritt für Schritt möchte er dich aufbauen.
[31:57] Wir gehen wieder zurück zum Hebräerbrief. Und im Hebräerbrief schreibt Paulus im Kapitel 3 und dort die Verse 1 bis 6. „Daher, ihr heiligen Brüder, die ihr Anteil habt an der himmlischen Berufung, betrachtet den Apostel und Hohepriester unseres Bekenntnisses Christus Jesus, welcher dem treu ist, der ihn eingesetzt hat, wie es auch Mose war in seinem ganzen Haus. Denn dieser ist größerer Ehre wertgeachtet worden als Mose. Wie jedoch der, welcher ein Haus gebaut hat, mehr Ehre hat als das Haus selbst. Denn jedes Haus wird von jemandem gebaut. Der aber alles gebaut hat, ist Gott. Auch Mose ist treu gewesen als Diener in seinem ganzen Haus zum Zeugnis dessen, was verkündet werden sollte. Christus aber als Sohn über sein eigenes Haus, und sein Haus sind wir, wenn wir die Zuversicht und das Rühmen der Hoffnung bis zum Ende standhaft festhalten.“
[32:48] Jesus Christus möchte uns aufbauen als sein Haus, er nennt uns sein Haus. Er möchte uns dahin bringen, dass wir sein Haus sind. Wenn wir sein Haus sind, heißt das, dass Gott in uns wohnt. Wenn Gott in uns wohnt, wenn der Heilige Geist in unserem Tempel ist, dann sind wir Gottes Haus. Das heißt also, Christus möchte uns heiligen, er möchte uns so zubereiten, dass sein Geist in uns Wohnung findet. Das ist das, was er mit jedem Menschen machen möchte.
[33:17] Paulus sagt: „Wenn wir die Zuversicht und das Rühmen der Hoffnung bis zum Ende festhalten.“ Dieses Rühmen, von dem Paulus hier spricht, ist nicht etwa dieses Überhebliche: Ja, ich bin berufen, ich gehöre zu Gottes Volk, also ich schwebe ein bisschen über der Welt. Sondern unser Rühmen liegt ganz in Jesus Christus verborgen. Denn wir wissen, dass wir sündige Menschen sind, aber Jesus Christus spricht für uns vor seinem Vater im himmlischen Heiligtum. Das ist unser ganzes Rühmen. Wir wissen, dass wir sündige Menschen sind, wir wissen, dass wir hier auf der Welt leben. Unser ganzer Rühmen gilt Jesus Christus. Und dieses Rühmen und diese Hoffnung, dass Christus für uns da ist, das sollen wir bis zum Ende festhalten.
[34:00] Das ist die Freimütigkeit und der Mut und die Zuversicht und die Freiheit, vor Gott treten zu können. Dessen können wir uns rühmen durch Jesus Christus.
[34:07] Nun, Jesus Christus hat einmal gesagt: „Ein weiser Mann baut sein Haus auf einem Felsen.“ Ja, es ist standhaft und er wird es nicht wanken. Gleichzeitig sagt die Bibel, auch der Felsen ist Jesus Christus. Wenn du dein Leben auf Jesus Christus gründest, wirst du nicht wanken. Wie auch? Jesus Christus tritt für dich ein. Jesus Christus ist dein Fürsprecher. Wir wissen, dass wir nach Hebräer 3, Vers 14 Anteil an Christus haben. Und Christus ist das Leben. Also können wir sagen, wir haben jetzt schon Anteil am Leben, am ewigen Leben.
[34:40] Ich habe mal etwas ganz, ganz Unangenehmes erfahren, als ich in einer evangelischen Kirche mal gefragt habe: Glaubst du, dass du gerettet wirst? Ich habe es nicht in die Gemeinde gefragt, sondern ich bin von Person zu Person gegangen und sagte: Glaubst du, dass du gerettet wirst? Glaubst du, dass du gerettet wirst? Und die Antwort war zum Beispiel: Einer sagte: Ja, ich hoffe. Ein anderer sagte: Es wäre schön. Ein anderer bekannte: Er wüsste es nicht. Und einer sagte immerhin noch: Na ja, ich lebe ja nicht so wie alle anderen. Er hat so einen Hoffnungsschimmer irgendwo noch gesehen. Ich dachte, wie schlimm, wie traurig.
[35:17] Es soll unser Glaube, sagt Hebräer 11, 1, soll eine Zuversicht sein, über eine überzeugt sein von Dingen, die wir noch nicht sehen. Wir sollen überzeugt sein davon, dass Christus für uns da ist. Wie kann ich denn, wenn ich mir nicht mehr sicher bin, dass Jesus Christus für mich einsteht, dass er mich kennt, dass er meine Sünden kennt, dass er für mich vor Gott will, wie kann ich denn jemanden in die Gemeinde einladen, wenn ich gar keine Hoffnung habe? Ich kann ja nicht sagen: Du, ich habe keine Hoffnung, ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich gerettet bin. Komm doch mit dazu. Dann kannst du dir auch unsicher sein, ob du gerettet bist.
[35:56] Wir sind Nachfolger Jesu Christi. Wir wissen, dass Jesus Christus unser Hohepriester ist. Lasst uns doch daran festhalten. Unser Haus ist auf einem festen, sicheren Grund gegründet, auf Jesus Christus selbst. Unser Haus, du stehst doch auf Jesus Christus. Lass dir doch keine Angst machen. Jesus Christus kann in dir alles überwinden, auch jede Sünde überwinden.
[36:20] Hebräer 4, 16 heißt: „So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe.“ Lasst uns mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade. Also mutig, trau dich, zu Gott zu kommen. Und zwar zu rechtzeitiger Hilfe. Wenn die Sünde mal wieder in deinem Leben anklopft, und das tut sie jeden Tag, wir leben in einer sündigen Welt, dann ist es interessant, dass du zu rechtzeitiger Hilfe vor den Thron Gottes kommen kannst. Du kannst jederzeit zu Gottes Thron kommen. Du kannst ihn jederzeit anrufen. Und zwar zu rechtzeitiger Hilfe. Gott wird dir helfen in der Überwindung. In der Sünde falsch zu handeln oder falsche Gedanken hast, zack, geh direkt zu Jesus Christus.
[37:05] Ich sage dir, Satan muss an dir verzweifeln. Er schafft so viele Versuchungen, so viele Möglichkeiten, so viel Verwirrung, so ein Babylon um uns rum. Aber du wirst rechtzeitig Hilfe finden bei deinem Hohepriester. Satan muss an dir verzweifeln. Er kann nichts tun, um dich zu zwingen, denn du hast einen Hohepriester, der stärker ist.
[37:25] Eine Sache, die mir aufgefallen ist in unserer Lektion, die ich für sehr wichtig halte, ist die Tatsache, dass es in unserer Nachfolge auch darum geht, natürlich nach außen ein helles Licht zu sein, aber eben auch innerhalb der Gemeinde. Und hier entdecke ich immer wieder Dinge, über die ich traurig bin. Gott braucht dich außerhalb, aber er braucht dich auch innerhalb in der Gemeinde. Versuch das nicht voreinander abzugrenzen. Du bist auch berufen, um die Geschwister zu stärken. Ja, ich weiß, es gibt klagenswerte Dinge, auch in den Gemeinden, auch in den Adventgemeinden. Es gibt Zustände, über die wir alle nicht glücklich sind. Aber es ist der falsche Weg, das ständig anzumahnen und keinen anderen Weg zu gehen.
[38:05] Ich beobachte immer wieder, dass es in den Gemeinden Geschwister gibt, die viel anmahnen, viele Zitate schreiben, aber es ist der falsche Weg, das ständig anzumahnen und keinen anderen Weg zu gehen. Ich beobachte immer wieder, dass es der falsche Weg ist, das ständig anzumahnen, viele Zitate aus der Bibel bringen, viele NY-Zitate bringen, aber eigentlich die Geschwister nur verurteilen. Es ist gut und richtig, den guten und treuen Weg zu finden und sich gegenseitig in Liebe ermahnen. Aber hier ist das Geheimnis: In Liebe ermahnen. Sagt, was der richtige Weg ist. Aber verurteilt die Geschwister nicht. Sondern geht einen besseren Weg.
[38:46] Ich weiß nicht, aus welcher Stadt du kommst, aus welcher Gemeinde du kommst, aber du bist berufen, in deiner Gemeinde ein Licht zu sein. Ja, es gibt bestimmt auch Missstände in deiner Gemeinde. Und ja, sie sind auch in Liebe zu benennen. Aber lass nicht dabei. Degradier dich nicht in eine Ecke und sag nur, was alles schlecht ist. Sondern zeig die Dinge auf, die nicht richtig sind, in Liebe, und geh einen besseren Weg. Du wirst deine Gemeinde mitziehen. Sag nicht: Das müssen die Prediger machen, das müssen die Bibelarbeiter machen, das müssen wer auch immer machen, die Ältesten. Du bist berufen von Gott, diesen Weg zu gehen.
[39:23] Weißt du, Gott braucht dich nicht als Verkläger der Brüder. Satan kennt die Bibel besser als wir. Satan kennt auch Ellen White besser als wir. Er kennt die ganzen Zitate. Er könnte sich da hinstellen und die Brüder verklagen. Das ist falsch und das ist falsch und das ist falsch. Und das macht er auch. Aber wollen wir uns genau in die gleiche Ecke stellen? Das, was Satan nicht macht, ist, einen besseren Weg zu gehen. Er verklagt, aber er geht keinen besseren Weg. Stell dich nicht in diese Ecke. Sondern wenn du Sachen anmerkst und sagst: Hier ist was nicht richtig, dann geh den guten Weg, geh den guten Weg, den du erkannt hast, und nimm deine Gemeinde mit. Sei du ein Licht in deiner Gemeinde.
[40:08] Wir wollen noch den Hebräer 10 lesen. Und zwar Hebräer 10, 23-25. „Lasst uns festhalten am Bekenntnis der Hoffnung, ohne zu wanken. Denn er ist treu, der die Verheißung gegeben hat. Und lasst uns aufeinander Acht geben, damit wir uns gegenseitig anspornen zur Liebe und zu guten Werken, indem wir unsere eigenen Versammlungen nicht verlassen, wie es einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen. Und das umso mehr, als ihr den Tag herannahen seht.“
[40:39] Verlasst eure Versammlungen nicht. Wie viele von uns sagen: In der Gemeinde gibt es einige Leute, die folgen nicht ganz nach, die hören nicht mehr auf Ellen White, die lesen die Bibel nur noch oberflächlich. Ich will damit nichts zu tun haben, ich werde die Gemeinde verlassen. Nein, tu es nicht. Jesus Christus kann in dir wirken. Besuche diese Versammlung. Sei dabei, aber sei ganz bei Christus. Du kannst ein helles Licht sein, da, wo du bist. Bring deine Gaben ein. Resignier nicht vor einer Gemeinde und vielleicht vor Menschen, die sagen: Wir wollen alles ein bisschen abschlachten, wir wollen die Gemeinde der Welt anpassen. Tu es nicht, sei du in der Gemeinde und folge du ganz treu Gott nach. Denn Gott kann aus einem Menschen allein eine ganze Gemeinde erleuchten. Vielleicht bist du dieser Mensch, aber hab die Gewissheit, dass Gott es auch tun will. Gott braucht dich. Gott braucht dich in dieser Welt und auch in dieser Gemeinde.
[41:39] Zum Abschluss möchte ich mit euch die Geschichte von Lazarus mit euch lesen. Was die Geschichte von Lazarus heute mit unserem Thema zu tun hat, werden wir gleich sehen. Die Geschichte von Lazarus, wir finden sie in Johannes 11. Johannes 11 und dort ab Vers 22 lesen wir. Wir wissen, vielleicht vorweg, der Lazarus, ein Freund von Jesus, ist gestorben. Und Jesus Christus geht nun nach Bethanien, wo dieser Lazarus gestorben ist. Und Jesus Christus geht nun nach Bethanien, wo dieser Lazarus gewohnt hat, und spricht nun mit den Schwestern. Und ab Vers 22 lesen wir: „Doch auch jetzt weiß ich, was immer du von Gott erbitten wirst, das wird Gott dir geben.“ Das sagt nun Martha zu Jesus, eine von den Schwestern von Lazarus. Und Jesus spricht zu ihr: „Dein Bruder wird auferstehen.“ Martha spricht zu ihm: „Ich weiß, dass er auferstehen wird, in der Auferstehung am letzten Tag.“ Und Jesus spricht zu ihr: „Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das?“ Sie spricht zu ihm: „Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.“
[41:13] Hier sehen wir schon den ersten Punkt. Jesus Christus sagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Ich kann lebendig machen.“ Wir werden gleich noch sehen, was das bedeutet. Hier haben wir die Glaubensgewissheit von der Martha. Christus sagt: „Glaubst du, dass ich das kann?“ Martha sagt: „Ich glaube, du bist der Sohn Gottes.“ Diese Glaubensgewissheit sollten wir auch haben. Das ist die Glaubensgewissheit, die die Martha hier bewiesen hat.
[43:43] Wir lesen Vers 32 bis 35. „Als aber Maria dorthin kam, wo Jesus war und ihn sah, fiel zu seinen Füßen nieder und sprach zu ihm: Herr, wenn du hier gewesen wärst, mein Bruder wäre nicht gestorben. Als nun Jesus sah, wie sie weinte und wie die Juden, die mit ihr gekommen waren, weinten, seufzte er im Geist und wurde bewegt und sprach: Wo habt ihr ihn hingelegt? Sie sprechen zu ihm: Herr, komm und sieh.“ Jetzt lesen wir den kürzesten Vers der Bibel: „Jesus weinte.“
[44:13] Als nun Jesus Christus sieht, dass alle weinen, da seufzt er in seinem Geist und weint auch. Es ist traurig. Die Menschen gehen in den Tod, und die Menschen haben keine Hoffnung. Jesus Christus ist aber die Hoffnung. Und Jesus Christus ist die Auferstehung und das Leben. Und Jesus Christus weint um jeden Menschen, der diese Hand nicht ergreift, die er ihm ausstreckt.
[44:39] Und jetzt macht Jesus gleich ganz, ganz deutlich, dass man sich auf ihn verlassen kann. Dass er uns das lebendige Wasser schon hier geben kann, auf der Welt. Und dass er uns auch auferstehen lassen wird, am letzten Tage. Denn jetzt wird er ein Zeugnis gleich dafür geben.
[44:53] Wir lesen weiter in Vers 39: „Jesus spricht: Heb den Stein weg, Martha. Heb den Stein weg.“ Martha, die Schwester des Verstorbenen, spricht zu ihm: „Herr, er riecht schon, denn er ist schon vier Tage hier.“ Jesus spricht zu ihr: „Habe ich dir nicht gesagt, wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?“ Da hoben sie den Stein weg, wo der Verstorbene lag. Jesus aber hob die Augen auf und sprach: „Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. Ich aber weiß, dass du mich alle Zeit erhörst. Doch um der umstehenden Menschen willen habe ich es gesagt, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast.“
[45:27] Ich gebe mir den gleichen Fall. Jesus Christus betet laut vor Gott. Er sagt: „Herr, ich weiß, dass du mich schon erhört hast. In meinem Herzen bete ich schon. Ich weiß, dass ich mich auf dich verlassen kann. Aber um der umliegenden Menschen willen, als Zeugnis für diese Menschen, habe ich es laut gebetet.“ Und das Schöne ist, dass er sagt im Vers 42: „Ich aber weiß, dass du mich alle Zeit erhörst.“
[45:51] Ist es nicht großartig zu wissen, dass wir einen Fürsprecher haben im himmlischen Heiligtum, den Gott jederzeit und immer erhört und der auch noch für dich einspricht, der für dich spricht, der dich verändern will, der dein Segen sucht, der dein Gutes will? Und er wird alle Zeit gehört bei unserem himmlischen Vater. Das ist großartig.
[46:15] Lesen wir noch Vers 43 und Vers 44. „Und als er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! Und der Verstorbene kam heraus, an Händen und Füßen mit Grabtüchern umwickelt und sein Angesicht mit einem Schweißtuch umhüllt. Jesus spricht zu ihm: Bindet ihn los und lasst ihn gehen.“
[46:33] Ja, Jesus rief ihn, und er kommt aus den Toten heraus. Und genauso wird es am Ende der Zeit sein. Jesus Christus, die Stimme des Erzengels, wird erscheinen. Und die Toten werden aus den Gräbern kommen. Jesus Christus macht hier schon deutlich, wie es am Ende der Zeiten sein wird. Ja, sie liegen im Grab. Und ja, sie sind vielleicht schon verwest. Aber wenn die Stimme des Erzengels erscheint, werden die Toten herauskommen.
[46:59] Aber mehr noch. Nicht nur damals war es so, sondern auch heute ist es so. Jesus Christus sagt, ob er ihm nachfolgen kann. Er sagt: „Lass mich zuerst meinen Vater begraben.“ Und Jesus Christus sagt zu ihm: „Lass die Toten die Toten begraben.“ Jesus Christus macht also deutlich, dass hier auf der Welt schon Menschen leben, die eigentlich tot sind. Und Jesus Christus kann auch diese Menschen herausrufen. Nämlich heraus aus der Welt. Und zwar in eine neue Heimat. In ihr Bürgerrecht. Im Himmel. Und er kann sie wie Lazarus herausrufen, aus der dunklen Höhle, aus der Finsternis und sie ans Licht bringen.
[47:37] Lazarus kam heraus. Auf den Ruf ist er gefolgt. Und er war gefesselt, er war gebunden. Und Jesus Christus hat gesagt: „Nehmt ihm die Fesseln ab.“ Er sagt: „Nehmt ihm die Fesseln ab.“ Also das eine, es waren Grabtücher. Sie waren mit einer Leiche in Berührung. Diese Dinger waren unrein. Nehmt ihm die unreinen Kleider ab. Und das andere ist, Jesus Christus hat gesagt: „Nehmt ihn aus den Toten.“ Er ruft ihn aus den Toten. Schon hier, die wir jetzt leben, werden wir aus den Toten gerufen. Und wir werden das ewige Leben haben. Schon jetzt. Während unserer Lebenszeit. Das ist eine großartige Nachricht.
[48:17] Wir lesen noch mal den Vers 26. „Und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das?“ Jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das? Glaubst du, dass du schon zu Jesus Christus gehörst, in Ewigkeit nicht sterben wirst? Dass Jesus Christus dein Leben verwahrt? Dass Jesus Christus dich aus den Toten herausrufen wird? Dass Jesus Christus dein Bürgerrecht im Himmel anerkannt hat? Dass er dich eingeschrieben hat? Glaubst du das?
[48:45] Sei dir dessen gewiss, wenn du Christus von Herzen nachfolgst, sei dir dessen gewiss. Viele Menschen, viele Christen, die eigentlich zu einem guten Werk berufen sind, haben diese Gewissheit. Jesus Christus liebt dich. Wenn du an die Menschen denkst, die dich lieben, wie viel würden sie tun, um dich zu retten, um dir was Gutes zu tun? Wie viel deine Familie, vielleicht deine Ehefrau, deine Eltern, deine Kinder? Wie viel mehr dein himmlischer Vater? Verlass dich doch auf ihn. Er ist doch da für dich. Hab nicht diese gebrochene Hoffnung im Herzen: Vielleicht wird Gott mich retten. Vielleicht gehöre ich dazu. Sondern sei dir dessen gewiss: Ich gehöre zu Jesus Christus. Ich werde nicht sterben. Diese Gewissheit sollten wir alle im Herzen haben.
[49:29] Und ich sage euch, nichts kann uns von dieser Liebe trennen, die Jesus Christus zu uns hat. Wir lesen als letzten Vers heute Römer 8, 33-39. Als letzte Verse, muss ich sagen. Römer 8, 33-39. Verzeihung. Hier heißt es: „Wer will gegen die Auserwählten Gottes Anklage erheben? Gott ist es doch, der rechtfertigt. Wer will verurteilen? Christus ist es doch, der gestorben ist. Ja, mehr noch, der auch auferweckt ist, der auch zur Rechten Gottes ist, der für uns eintritt. Wer will uns scheiden von der Liebe des Christus? Drangsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Wie geschrieben steht: Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag. Wie Schlachtschaffe sind wir geachtet. Aber in dem Eilen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“ Amen.
[50:39] Lasst uns noch gemeinsam beten. Herr, unser Gott, wir möchten dir von ganzem Herzen dafür danken, dass wir gewiss sein dürfen, Herr, dass du treu bist, dass du zu uns stehst, dass du vor deinem Heiligen Vater stehst und dass du dort für uns eintrittst. Dass wir schon hier auf der Welt wissen dürfen und wirklich die völlige Gewissheit im Herzen haben dürfen, dass wir dein Volk sind und dass du uns über diese Welt hinaus bringen wirst. Dass wir diesen Tod, den zweiten Tod nicht sehen werden, sondern dass wir in deine Herrlichkeit eingehen werden, Herr. Und lass uns diese Hoffnung schon hier auf der Welt haben, dass wir in dieser Welt ein Licht sind, das für diese dunkle Welt leuchtet, damit viele Menschen an uns deine Herrlichkeit erkennen, dass viele Menschen gerettet werden. Wir möchten dich bitten, Vater, dass du es in uns vollbringst. Danke für diese großen Verheißungen, die du uns in deinem Wort gegeben hast und für diese Liebe, die wir da drin erkennen dürfen und immer wieder neu sehen. Wir danken dir von ganzem Herzen im Namen Jesu Christi, unseres Herrn. Amen.
[51:43] Nun, das war das letzte Thema aus unserer Themenreihe „Das Heiligtum“ in diesem Quartal. Aber ein neues Jahr beginnt und ein neues Quartal wird beginnen und wir werden nächste Woche, ab nächster Woche im nächsten Quartal, die neue Lektion haben: Jüngerschaft. Und ich würde mich freuen, das mit euch gemeinsam studieren zu dürfen, Stück für Stück, dass wir schauen, was erwartet uns, was hat es mit der Jüngerschaft auf sich. Bis zum nächsten Mal. Nicht zu versäumen.