[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier im zweiten Quartal. Heute mit der dritten Lektion und zwar Christus und die religiösen Traditionen. Ich möchte Sie ganz herzlich willkommen heißen bei joelmedia.de und natürlich auch bei unserem Partner Amazing Discoveries. Und bevor wir jetzt quasi in die Lektion so richtig hineintauchen, möchte ich einfach noch mal ein kurzes Gebet sprechen. Großer Vater im Himmel, ich möchte danken, dass wir dein Wort öffnen dürfen, Herr. Und ich habe eine ganz besondere Bitte. Herr, wenn wir aus deinem Wort lesen, bring uns etwas bei, dass wir in unserem Leben auch umsetzen können, das praktisch ist und für uns gedacht. Sprich du zu unseren Herzen. Amen.
[1:12] Unser Merkvers, ja, eigentlich heißt er gar nicht mehr Merkvers. Wenn man in die Lektion reinguckt, steht ja mittlerweile dran Leitvers. Manche machen sich einen Witz und nennen das auch gerne den Leitvers mit "d". Aber es ist und so auch in den anderen Sprachen, wenn man sich die englische Lektion zum Beispiel anguckt, hat man hier immer noch den Merkvers stehen. So ganz wie in der Kindersabbatschule auswendig lernen. Aber genau um diesen Merkvers geht es jetzt und zwar steht in unserer Lektion der Vers Matthäus 15, Vers 8 und 9. Und das Ding ist, Matthäus macht es ganz geschickt. Er zitiert nämlich den Propheten Jesaja und wir werden direkt in den Propheten Jesaja jetzt eintauchen und lesen uns genau den Vers. Wir lesen also quasi den Merkvers, aber aus der Quelle. Direkt bei der Quelle. Und ich möchte euch einladen zu Jesaja Kapitel 29, der Vers 13. Das Praktische, ich werde meine Bibel auch aufschlagen. Das heißt, auch hinter der Kamera jetzt beim Zuschauen der CSH hat man genügend Zeit, seine Bibel in die Hand zu nehmen, aufzuschlagen und mitzulesen. Jesaja Kapitel 29, Vers 13. Wie heißt es? Folgendermaßen: Weiter spricht der Herr: Weil sich dieses Volk mit seinem Mund mir naht und mich mit seinen Lippen ehrt, während es doch sein Herz fern von mir hat und ihre Furcht vor mir nur angelerntes Menschengebot ist.
[2:52] Also Gott beklagt sich hier über einen Zustand. Und er beklagt sich im Prinzip über zwei Punkte. Der eine Punkt ist, euer Herz ist fern von mir. Er sagt noch so, ja, ihr bekennt mich mit den Lippen. Ihr sagt zwar, dass ihr mich liebt. Ihr sagt zwar, dass ich euer Gott bin, aber das ist nur das sogenannte Lippenbekenntnis. Euer Herz ist fern. Und der zweite Punkt, der hier angesagt wird und in meiner Schlachterübersetzung steht, angelerntes Menschensatzungen. Die Luther beschreibt es ein bisschen besser oder ein bisschen einfacher zu verstehen. Sie beschreibt hier Lehren. Die Lehren, die ihr lernt, sind Menschengebote. Und das wissen wir, wollen wir natürlich alle nicht. Menschengebote. Und darum geht es genau in dieser Lektion auch: Menschengebote gegenübergestellt den Geboten Gottes.
[3:51] Und es ist ganz interessant. Ich hatte diese Woche vor ein paar Tagen eine Erfahrung. Kann man es vielleicht überhaupt Erfahrung nennen? Ich saß mit meinem Vater am Tisch. Unsere Familie saß am Tisch. Man muss dazu wissen, mein Vater ist kein Adventist. Meine Familie ist nicht adventistisch, sind aber auf dem besten Weg. Und es ging darum, das Gesprächsthema war gerade eine Fernsehsendung. Die kam wohl im Zweiten. Und das Thema, das behandelt wurde, war vegetarisches Essen. Wenn ich mich recht erinnere, war es Quark und Kohl. Es wurde über vegetarisches Essen geredet. Ein bisschen untersucht, wie man das so macht bei diesen Fernsehsendungen. Und es wurde dann gesagt, man hat es halt untersucht. Man hat sich sogar die Adventist Health Study angesehen. Einige von euch werden die vielleicht kennen. Das wurde durchgeführt im Loma Linda Gebiet. Da hat man sich also Adventisten angeguckt und man hat gesehen, okay, daher kommt dieser berühmte Ausspruch: "Adventisten leben zehn Jahre länger." Das kommt genau von dieser Studie, von dieser Adventist Health Study. Also die Korrelation zwischen guter Ernährung und längerem Leben. Hat man sich also in dieser Sendung tatsächlich angeguckt, ich habe sie nicht selber gesehen, kann das nur vom Hörensagen berichten. Aber man hat es dann ein bisschen relativiert wieder. Man hat gesagt, versucht ein bisschen zu relativieren und zu sagen, okay, aber diejenigen, die so einen gesunden Lebenswandel haben, die einen, die Vegetarier sind, es ging um Vegetarier. Also diejenigen, die Vegetarier sind, das sind ja auch Leute, die sich generell mehr für ihre Gesundheit interessieren. Und dadurch, dass die Menschen sich generell mehr für ihre Gesundheit interessieren, daher kommt es auch, dass sie natürlich gesünder sind als durchschnittlich Nicht-Vegetarier.
[5:40] So, das Statement einfach mal in den Raum gestellt. Und dann habe ich gesagt, in meiner, wie soll man sagen, Überheblichkeit, wenn die Medien über sowas berichten, dann muss es ja so sein. Die können ja nicht zugeben, Punkt, Punkt, Punkt. Und dann hat mein Vater mir gesagt: "Siehst du, genau das ist das Problem mit den Christen. Sie sind mit den Lippen schnell dabei, Dinge zu denunzieren, schnell dabei zu richten. Und auf der anderen Seite predigen sie die Liebe Jesu und die Offenheit." Und als er das gesagt hat, ich weiß nicht, der O-Ton, ich habe den O-Ton vergessen, aber so in die Richtung. Und als er das gesagt hat, da, ich weiß nicht, ob sie es kennen, da läuft einem so ein bisschen kalt den Rücken runter. Oh, jetzt hast du was, jetzt hast du was angestellt. Und da habe ich mich gefühlt wie so ein Pharisäer. Wie einer, der Gott mit seinen Lippen bekennt und mit dem Herzen fern ist. Und unsere Frage, die wir uns natürlich heute stellen, auch in der Lektion: Wie kommt es dazu, dass sowas passiert? Und ich finde es sehr schön übrigens, wie die Lektion dahin führt, wie die uns das beschreibt.
[6:52] Und wir schlagen auf den ersten Vers, Matthäus 23, die Verse 3 bis 7. Wenn sie ihre Bibel bis jetzt noch nicht geholt haben, dann ist jetzt der Moment aufzuspringen und sich die Bibel zu holen. Und natürlich das Perfekte, bei einer Aufnahme kann man immer Stopp drücken. Und wir haben Matthäus Kapitel 23, die Verse 3 bis 7. Ich lese es einfach ganz ruhig runter und dann werde ich ein paar Dinge davon rausholen. Matthäus Kapitel 23, die Verse 3 bis 7. Zumindest habe ich das in meinem Manuskript stehen. Ich möchte den Vers 2 aber noch dazunehmen. "Und sprach, also Jesus spricht: Die Schriftgelehrten und Pharisäer haben sich auf Moses Stuhl gesetzt. Alles nun, was sie euch sagen, das haltet und tut, aber nach ihren Werken tut nicht, denn sie sagen es wohl, tun es aber nicht. Sie binden nämlich schwere und kaum ertragbare Bürden und legen sie den Menschen auf die Schultern. Sie aber wollen sie nicht mit einem Finger anrühren. Alle ihre Werke tun sie aber, um von den Leuten gesehen zu werden. Sie machen nämlich ihre Gebetsriemen breit und die Säume an ihren Gewändern groß. Und sie lieben den obersten Platz bei den Mahlzeiten und die ersten Sitze in der Synagoge." Und das ist noch Vers 7. "Und die Begrüßung auf den Märkten und wenn sie von den Leuten Rabbi, Rabbi genannt werden, genau, das lieben sie."
[8:39] So, man sieht schon, der Tonus dieses Vers ist eigentlich ziemlich klar. Die Pharisäer werden hier damit bezichtigt, es sehr gern zu haben, den Größten zu spielen. Ich merke, dass es im Englischen so ein Wort gibt, das heißt "Aggrandisement". Und das hat schon so dieses Gefühl von, ich mache mich größer. Ja, das ist so das, was die Pharisäer hier gerne tun. Sie machen sich gerne groß, sie sind gerne beliebt, sie sind gerne an den besten Plätzen, werden gerne anerkannt. Und das ist ja auch so ein bisschen so die Ursünde. Nicht nur, dass sie und ich das gleiche Problem haben, sondern schon Luzifer im Himmel hatte genau dieses Problem und die ganze Misere mit Satan fing ja genau bei dem Punkt an.
[9:29] Zurück zum Text. Hier heißt es, und Jesus sagt, dass sich die Pharisäer auf Moses Stuhl gesetzt haben. Also sie haben schon eine gewisse Autorität, die auch anerkannt wird. Er sagt es auch im nächsten Vers, das, was sie sagen, das tut. Also was die Pharisäer sagen, das tut. Sie hüten quasi die Satzungen Mose und Jesus sagt ja auch, das ist auch gut so. Damit hat Jesus im Prinzip kein Problem. Die Menschen sollen sogar, genau, also obwohl er die Pharisäer hier bezichtigt, was negativ zu machen, sagt er ihnen eigentlich noch, aber das, was sie sagen, das sollt ihr wirklich tun. Aber hier ist der Punkt. Die Pharisäer selber tun nicht, was sie sagen. Und es wird beschrieben, wie sie den Menschen unnötige Lasten aufbinden, Lasten figurativ gesprochen, hier natürlich von den Gesetzlichkeiten, die sie da ausgemacht haben, die sie den Menschen aufbinden. Du musst das tun und das tun und das tun, am Sabbat darfst du das nicht und so und so weiter. Und was wir gerade schon gesagt haben, sie profilieren sich gerne, was Satan natürlich auch gerne gemacht hat.
[10:45] Jetzt stellt sich die Frage, woher kommen diese unnötigen Lasten? Wie kommt es zustande, dass diese Menschen in Mosestuhl, die Hüter des Gesetzes, quasi, die selbst in diese Stelle gesetzt wurden, die ja auch selbst, denen es ja wichtig ist, offenbar, dass jeder genau das tut, was auch vorgeschrieben ist. Das ist ja auch gut, wenn wir, wir haben Gottes Gesetz, wir haben Gottes Satzungen und es ist ja auch gut, wenn wir genau tun, was Gott sagt. Wenn also Gott sagt, du sollst nicht töten, ist ja gut, wenn wir uns daran halten. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren und so weiter und so fort. Das ist ja auch eine Charakteristik der Christen. Man erkennt ja Christen daran, dass sie genau das eben nicht tun. Sie fluchen nicht, sie lügen nicht, sie stehlen nicht, zumindest sollten sie nicht stehlen und sollten sie nicht lügen. Und es gibt ja diese schöne Passage mit Petrus, der im Königspalast bei Jesu Kreuzigung steht und man bezichtigt ihn, mit Jesus zu sein. Und dann sagt jemand: "Natürlich bist du mit Jesus, weil du redest ja genauso wie er." Und dann fängt Petrus an zu fluchen, um genau diesen Punkt zu widerlegen. Also, das ist schon gut, dass es Leute gibt, die sich genau an diese Vorschriften halten, ja auch im religiösen Sinn. Aber woher kommen jetzt diese unnötigen, diese Lasten, die hier aufgebunden werden, die Jesus kritisiert, wohlgemerkt.
[12:12] Dazu kommen wir mit in Matthäus Kapitel 15, ein paar Seiten zurück. Matthäus Kapitel 15, die Verse 1 bis 6. Und ich möchte lesen aus Matthäus Kapitel 15, die Verse 1 bis 6. Da kamen die Schriftgelehrten und Pharisäer von Jerusalem zu Jesus und sprachen. Vielleicht als kurze Erklärung, Pharisäer, Schriftgelehrte, also es gab generell zwei Sekten damals, vor allem die mit Jesus interagierten, die Sadduzäer und die Pharisäer. Und die Pharisäer sind so die, die es sehr ernst nehmen, sehr genau mit dem Wort. Die Sadduzäer waren die, die dann auch mal die Wiederauferstehung geleugnet haben, denen es mehr so um die politische Seite ging und den Pharisäern ging es doch sehr um den religiösen Erhalt. Also sie waren sehr, sehr steif und sehr bedacht auch auf die religiösen Traditionen. Schriftgelehrte kommt hier auch noch als Begriff mit rein, im Prinzip, was Schriftgelehrte einfach heißt, sie sind Gelehrte in der Schrift, sie können lesen, schreiben, haben dadurch Zugang zu den Schriften von Gott, was der normale Mensch damals nicht hatte. Und generell sind die Schriftgelehrten entweder eine Unterfraktion oder Teil dieser oder jener Fraktion und meistens Teil der Pharisäer. Also sie kommen eben und sprachen: "Warum übertreten deine Jünger die Überlieferungen der Alten? Denn sie waschen ihre Hände nicht, wenn sie Brot essen." Er aber, Jesus, antwortete und sprach zu ihnen: "Und warum übertretet ihr das Gebot Gottes um eurer Überlieferungen willen? Denn Gott hat geboten und gesagt: Du sollst deinen Vätern und deinen Müttern ehren." Das habe ich jetzt völlig falsch zitiert. "Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren." So, jeder kennt natürlich das Gesetz. "Und wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben." Also Jesus zitiert hier aus dem Alten Testament. "Ihr aber sagt: Wer zum Vater oder zur Mutter spricht: Ich habe zur Weihgabe bestimmt, was dir von mir zugutekommen sollte, der braucht auch seinen Vater oder seine Mutter nicht mehr zu ehren." Und so habt ihr das Gebot Gottes um eure Überlieferungen willen aufgehoben. Ihr Heuchler und so weiter.
[14:39] In Vers 7. Kurze Erklärung der Situation, obwohl ich da gar nicht weiter darauf eingehen will. Es wird also beschrieben, okay, sie haben sich die Hände nicht gewaschen und jetzt macht Jesus so ein Argument. Er sagt, schau mal, in der Bibel steht folgendes, du sollst deinen Vater und Mutter ehren und wer quasi flucht oder Fluch ausspricht gegen seine Vater und seine Mutter, der ist des Todes. Und er beschreibt hier, aber ihr habt eine folgende Regel aufgestellt und zwar, wenn quasi ein Geschenk, das euren Eltern zugutekommen sollte, ihr einfach sagt, nee, das ist nämlich für Gott, das ist nämlich für den Tempel, dann seid ihr fein raus. Das war so eine Art Hintertürchen, dass es seinen Eltern nichts geben muss, sozusagen. Das hat also das Gesetz Gottes aufgehoben. Im Sinne von, da gibt es ein Hintertürchen, dass du nicht etwas Gutes deinem Vater und deiner Mutter tun sollst, sondern du kannst einfach sagen, hey, ich benutze es aber für Gott und zack, kann ich die finanziellen Mittel oder was auch immer, Segnungen abziehen und bin fein raus. Das hat also Jesus hier kritisiert.
[15:44] Aber auf was wir uns vor allem konzentrieren, er hat hier eine Sachleitung gegenübergestellt. Die Pharisäer haben gesagt: "Warum halten sich deine Jünger nicht an die Überlieferungen der Alten?" Und er sagt, Jesus: "Moment mal, mit diesen Überlieferungen der Alten hebelt ihr die Gesetze Gottes aus." Also ihr seht die Gegenüberstellung von Tradition bzw. Tradition der Alten, Überlieferungen der Alten gegenüber Gesetz Gottes. Also wie kommt es zustande, dass eine Überlieferung der Alten, die genauso die Menschen waren, die es nur gut im Sinn hatten und wirklich das Gesetz Gottes lehren wollten, nur gut, nehme ich jetzt mal weg, das kann ich nicht sagen, aber die die Gesetze Gottes lehren wollten, wie kommt es, dass dann plötzlich Satzungen zustande kommen gegen das Wort Gottes, die eher befolgt werden wie das Wort Gottes? Das ist ja das Kuriose.
[16:45] Und ich finde es sehr schön, wie die Lektion es beschreibt, in den verschiedenen Tagen von Dienstag bis Donnerstag. Und es wird beschrieben hier: Am Anfang waren die Satzungen Mose, die können wir nachlesen in den ersten fünf Büchern Mose. Wir haben die zehn Gebote, klar, aber dann haben wir noch die Reihe von Satzungen, darunter fallen die Reinigungsgebote, die Sündengebote, wenn du gesündigt hast, dann bringt das und das zum Heiligtum und so und so und die ganzen Opfergebote und so weiter und so fort. Und auch allerhand Regelungen, sonstige. Das hat Gott Mose auf dem Berg gesagt und Mose hat es aufgeschrieben. Das ist also eine von Gott inspirierte Sachlage, eine von Gott inspirierte Satzung.
[17:27] Jetzt kamen die gutmeinenden Rabbiner daher. Rabbiner, das ist quasi eine, bedeutet Lehrer, wie es auch in der Bibel steht, also Leute, die vor allem das Wort lehren, die eingesetzt wurden, das Wort zu lehren. Und einer davon hat eine Auslegung dieser Satzungen angefertigt. Und die hat man Mishnah genannt. Er hat sie Mishnah genannt, das ist eine Auslegung der Satzungen. Im Prinzip hat er sich gedacht: "Hey, damit wir diese ganzen Satzungen besser verstehen, schreibe ich jetzt eine Auslegung dazu." So ein Commentary, würde man auf Englisch sagen, also ein Kommentar. Ich mache eine Auslegung dazu. Was ist passiert? Die Nachfolger sind hergegangen und haben diese Auslegungen, die eigentlich zum besseren Verständnis gedacht waren, auf die gleiche Ebene wie die Satzungen von Mose gestellt und hatten jetzt quasi eine zusätzliche Ladung von Satzungen. Jetzt kam die nächste Generation gutmeinender Rabbiner daher und hat gesagt: "Okay, damit wir besser verstehen, wie diese Satzungen einzuhalten sind, machen wir noch einen Kommentar dazu." Also im Prinzip das gleiche nochmal passiert. Und wiederum das gleiche nochmal passiert. Die Nachfolger davon haben wiederum diese Kommentare, diese uninspirierten, also nicht von Gott direkt eingegebenen Auslegungen dieser Satzungen auf die gleiche Ebene gestellt.
[18:57] Und jetzt hatten wir quasi nebst den Satzungen von Gott eine ganze Reihe von menschengemachten Zusatzartikeln, die ja mit gutem Wissen und Gewissen gemacht worden waren. Sie haben mich verstanden. Und aber von den Nachfolgern jeweils einfach in ein falsches Licht gerückt wurden. Beziehungsweise es wurde übertrieben. Die Intention der Autoren wurde überschritten und sie wurden gleichgemacht dem Gesetz Gott. Und dann kommt genau das zustande. Eine Satzung widerspricht der von Gott. Und der Konflikt, den wir genau jetzt gesehen haben, der ist zustande gekommen.
[19:40] Das heißt, durch die Auslegungen und Interpretationen machen sie Gottes Gebote selbst nichtig. Und hier ist was Interessantes. Das ist genau das, worum es im großen Kampf mit Satan übrigens geht. Ich möchte mich noch aufschlagen. Offenbarung Kapitel 14, die Verse 9 bis 12, bevor ich mich hier verzettle. Offenbarung Kapitel 14, die Verse 9 bis 12. Der geübte Bibelstudent weiß schon genau, was in Offenbarung Kapitel 14 steht. Die dreifache Engelsbotschaft. Ich möchte genau die dritte davon lesen. Vers 9, Offenbarung 14, Vers 9. "Und ein dritter Engel folgte ihnen, der sprach mit lauter Stimme: Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und das Mahlzeichen auf seiner Stirn oder auf seiner Hand annimmt, so wird auch er von dem Glutwein Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in dem Kelch seines Zornes."
[20:37] Das heißt, hier wird uns eine Gruppe beschrieben, eine Gruppe, die ein sogenanntes Mahlzeichen auf der Stirn hat oder auf der Hand, also ein Mahlzeichen angenommen hat und ein Tier anbetet, so heißt es hier. Wer hat das Mahlzeichen des Tieres angenommen? Aus anderen Versen, aus Zeitgründen gehe ich da nicht genau so tief rein, aber man kann sehen, dass sie das Tier also anbeten. Und wiederum, wer gerne tiefer rein studieren möchte, auf www.joelmedia.tv.de gibt es da eine ganze Reihe von Videos. Ich kann vor allem empfehlen die Serie "Ausweg 2012", da wird alles genau erklärt. Ganz kurz, bei diesem Tier oder Bild des Tieres ist in der prophetischen Auslegung steht ein Tier für ein Königreich. Das kann man nachlesen, wer es mitschreiben will, in Daniel Kapitel 7, Vers 17 und 23. Ein Tier steht für ein Königreich, eine Nation, eine Herrschaft oder man kann auch sagen ein menschengemachtes System.
[21:40] Das heißt, diese erste Gruppe hier mit diesem Mahlzeichen, die hier beschrieben wurde, betet also ein menschengemachtes System an. Den Punkt wollte ich gerade mal herausarbeiten, denn die dritte Engelsbotschaft spricht noch über eine zweite Gruppe und die haben wir in Vers 12. Ich lese noch kurz Vers 11 mit, weil da wird es nochmal deutlich. "Und der Rauch ihrer Qualen steigt auf und Ewigkeit zur Ewigkeit und die das Tier und sein Bild anbeten, hier ist genau das, das Tier anbeten, haben keine Ruhe Tag und Nacht und wer das Mahlzeichen, hier haben wir es nochmal, das Mahlzeichen seines Namens annimmt." Also die erste Gruppe beten das Tier an, das menschengemachte System und haben dieses Mahlzeichen. Und es wird jetzt die zweite Gruppe, Kapitel Vers 12, hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen. Sie werden Heilige genannt, das zeugt schon davon, dass sie Gott ein bisschen näher stehen. Hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesu bewahren.
[22:44] Also wir haben hier zwei sehr interessante Charakteristiken. Wir sehen hier eine Charakteristik erstmal, die Heiligen oder die andere Gruppe, die Heilige genannt werden oder treue Gottes, die halten oder bewahren die Gebote Gottes. In Offenbarung 14, Vers 7 wird über die gleiche Gruppe gesprochen und hier heißt es: "Sprach mit lauter Stimme, das ist der erste Engel: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen und betet den an." Okay, wir sehen, es geht wieder um Anbetung. Gruppe Nummer 1 hat wen angebetet? Dieses menschengemachte System. Gruppe Nummer 2 betet jetzt wen an? Kommt. "Und betet den an, der Himmel und Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat." Gruppe Nummer 2 betet also einen Schöpfergott an, der diese Erde erschaffen hat.
[23:35] Und ich möchte ganz schnell noch herausarbeiten und kurz diese zwei Gruppen gegenüberstellen, damit wir den Konflikt verstehen können, der hier bei den Pharisäern auch passiert ist. Schaut mit mir mal kurz in Offenbarung Kapitel 7 und hier heißt es ganz am Anfang: Offenbarung Kapitel 7. "Und danach sah ich vier Engel und an den vier Enden der Erde stehen, die hielten die vier Winde der Erde fest, damit kein Wind wehe. Über die Erde noch, über das Meer noch, über irgendeinen Baum. Ich werde nicht weiter auf diese Symboliken jetzt eingehen, das ist Teil einer anderen Vortragsreihe. Und ich sah einen anderen Engel, der von Sonnenaufgang herauf stieg, der hatte das Siegel des lebendigen Gottes. Aha, wir hatten also das Mahlzeichen vor, jetzt haben wir das Siegel des lebendigen Gottes. Und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen es gegeben war, die Erde und dem Meer Schaden zuzufügen und sprach: Schade der Erde nicht, noch dem Meer, noch den Bäumen, bis wir, und jetzt kommt es, was uns betrifft, die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen versiegelt haben."
[24:38] Ja, die Stirne kannten wir schon. Also, wir haben zwei Gruppen. Die eine Gruppe wurde auch an ihren Stirnen oder an der Hand mit einem Mahlzeichen markiert und wir haben ja die Treuen Gottes, oder wie es hier steht, die Knechte unseres Gottes oder die Heiligen, im anderen Vers beschrieben, die dieses Siegel, mit einem Siegel markieren wurden. Das bedeutet, einfach zwecks Gegenüberstellung, wir haben also das eine System, oder die eine Gruppe, die hat das Siegel Gottes, das sind die Treuen, das sind die, die die Gebote Gottes halten, die Gott als Schöpfer anbeten. Und wir haben die andere Gruppe, die betet Gott nicht als Schöpfer an, sondern ein menschgemachtes System und hat das Mahlzeichen, nicht das Siegel. Und sie hält die Gebote Gottes nicht, nicht wie die andere Gruppe mit dem Siegel.
[25:38] Um das besser zu verstehen, möchte ich euch kurz mitnehmen in Offenbarung Kapitel 13. Da seht ihr, wir springen ein bisschen in der Offenbarung hin und her. Spannend, aber natürlich auch sehr tief. Offenbarung Kapitel 13, Vers 15 heißt es. Ups, muss ich rumtreten. Offenbarung 13, Vers 15. "Und es wurde ihm gegeben, dem Bild des Tieres einen Geist zu verleihen. Also wir haben wieder das Bild des Tieres, kennen wir schon von vorher, so dass das Bild des Tieres sogar redete und bewirkte. Okay, was hat es bewirkt? Jetzt wird es interessant, dass alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten. Also es wird, es kommt quasi ein gewisser Zwang. Entweder ihr gehört zu dieser einen Gruppe, die mit dem Mahlzeichen, die das menschgemachte System anbetet, oder ihr werdet getötet."
[26:15] Jetzt noch weiter, Vers 16 noch. "Und es bewirkt, dass allen, den Kleinen und den Großen, den Reichen und den Armen, den Freien und den Knechten, ein Mahlzeichen gegeben wird auf ihre rechte Hand oder ihre Stirn." Das heißt, es gibt einen gewissen Druck, der aufgebaut wird, dieser Gruppe 1 anzugehören mit dem Mahlzeichen. Und es wird gesagt, dass alle, die Armen, die Reichen, die Knechte, die Freien, alle dieser einen Gruppe angehören, außer natürlich die Gruppe Nummer 2, die sich weigert. Die sagt: "Nein, wir beten Gott als Schöpfer ein. Nein, wir halten die Gebote Gottes und brechen sie nicht." Das ist ganz interessant für die Endzeit. Es wird also diese zwei Gruppen geben.
[27:19] Wer Interesse weiter daran hat, es gibt sehr interessante, sehr aktuelle Begebenheiten, die einem auch erklären können, wieso es überhaupt zustande kommt. Da hat Christopher Kramp ein schönes Video verfasst über den lieben Tony Palmer und den Papst Franziskus. Wer das eingibt in die Suche, wird fündig. Aber unsere Frage ist hier: Wie schafft er es, Satan, wie schafft er es, dass alle ihm dienen? Beziehungsweise, wie schafft dieses falsche menschliche System, dieses falsche System, dass alle, die Reichen, die Armen, die Kleinen, die Großen, diesem System unterwürfig sind? Ist es nicht logisch, dass man sagt: "Hey, Moment mal, menschlich gemachtes System anbeten, Gottes Gebote missachten, da klingelt es bei mir doch sofort. Das mache ich nicht. Ich weiß doch, es ist viel besser, Gottes Gebote zu beachten. Da bin ich am Ende viel besser dran, weil Gott ist doch viel stärker." Wie schafft das System das also? Wie schafft Satan es also, all diese Menschen in dieses System hineinzubringen, die am Ende dann verloren sein werden?
[28:29] Und hier kommt es, Matthäus, Kapitel 7, Vers 21. Matthäus, Kapitel 7, Vers 21 bis 23. Schaut mal, was Jesus hier sagt: "Nicht jeder, der zu mir sagt, Herr, Herr, wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten verbracht?" Also es wird ja diese Gruppe beschrieben, die zu Gott kommt und sagt: "Hey, wir haben gedacht, wir dienen dir. Wir haben gedacht, wir lieben Jesus. Wir haben gedacht, wir sind auf der Seite Gottes." Und jetzt kommt die Begründung, warum Gott sagt, dass sie nicht auf der Seite Gottes waren. Schaut mal, Vers 23. "Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt. Warum? Weicht von mir, ihr Gesetzlosen." Oder wenn ich in meiner Fußzeile lese: "Ihr, die ihr Gesetzeslosigkeit tut." Wann tue ich Gesetzlosigkeit? Ja, wenn ich mich an das Gesetz nicht halte. Und welches Gesetz kann Gott wohl meinen, wenn er von Gesetz spricht? Nicht die Straßenverkehrsordnung, so viel kann ich euch versprechen, sondern es geht natürlich um das Gesetz Gottes. Gott sagt also: "Ihr habt zwar gedacht, dass ihr mich anbetet. Ihr habt gedacht, ihr macht meinen Dienst. Aber Freunde, ihr habt aber gar nicht meine Gebote gehalten. Ihr habt gar nicht mein Gesetz befolgt. Deswegen lehne ich euch ab."
[30:10] Ihr seht ja schon wieder die zwei Gruppen. Die eine Gruppe, die dieses Mahlzeichen hat, die dieses menschengemachte System anbetet. Und jetzt, wie hat Satan die Leute dazu gekriegt, dieses System anzubeten? Nicht indem er ihnen gesagt hat: "Hey, ich habe hier ein super menschengemachtes System, das ihr anbeten könnt. Hier super Schaubilder, Gold, alles. Ruhig anbeten, ist viel besser als Gott." Hätten die Menschen sofort durchschaut. Sondern er hat, er hat sich quasi von innen rein, von unten herangeschlichen und hat den Menschen das so glauben gemacht, dass sie eigentlich Gott anbeten. Die Menschen haben gedacht, sie beten eigentlich Gott an, aber haben es nicht getan.
[30:55] Und der Punkt, und das ist ganz wichtig, Satan versucht, die Menschen vom Gesetz Gottes wegzubringen. Und das genau der Punkt, den ich machen möchte. Das ist Satans Trick. Die Menschen denken, sie folgen Gott, denken, sie tun genau das Richtige. Sie sind voll auf Gottes Seite. Aber in Wirklichkeit brechen sie seine Gebote. Und ihr seht schon, wo wir jetzt gelandet sind. Wir sind zurück bei den Pharisäern. Denn die Pharisäer haben genau das gemacht. Sie haben gedacht: "Ich tue Gott einen Dienst. Ich halte genau alles ein, was Gott mir sagt. Ich bin voll auf Gottes Seite. Ich diene ihm." Und dabei haben sie seine Gebote gebrochen. Und genau den Missstand hat Jesus hier angefahndet, angezeigt mit einem Finger in die Wunde.
[31:45] Und jetzt stellt sich für uns die Frage: Wie können wir verhindern, dass wir in die gleiche Falle tappen? Wie können wir verhindern, dass wir nicht der Pharisäer sind, sondern auf der Seite Jesus stehen? Bleibt dran. Matthäus, Kapitel 5, die Verse 17 bis 20. Matthäus, Kapitel 5, die Verse 17 bis 20. "Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe, noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. Wer nun eins von diesen kleinsten Geboten auflöst und die Leute so lehrt, der wird der kleinste genannt werden im Reich der Himmel. Wer sie aber tut und lehrt, der wird groß genannt werden im Reich der Himmel. Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit, die der Schriftgelehrten und der Pharisäer nicht weit übertrifft, so werdet ihr gar nicht in das Reich der Himmel eingehen."
[33:02] Damit hat Jesus quasi jeden Zweifel auch beseitigt. Wer jetzt gedacht hat, okay, Jesus hat so vehement hier gegen diese Pharisäer gesprochen und gegen ihre Gesetzesangehörigkeit und ihre Genauigkeit, da muss ich jetzt einen Rückschluss ziehen. Dann muss ich mich ein bisschen von den Gesetzen entfernen und muss eher offener sein. Aber denn erst einmal hat Jesus hier gleich ausgeräumt und hat gesagt, ich bin nicht gekommen, das Gesetz aufzuheben, sondern um es zu bestätigen. Nicht mal ein Strichlein soll davon entfernt werden. Und dann macht er auch noch einen Punkt hier: Wir wollen sogar so gerecht sein wie die Pharisäer. Sogar mehr noch, sagt er, sogar noch mehr, sogar noch gerechter.
[34:00] Also die Schlussfolgerung, das Halten der Gebote über Gott zu werfen, ist falsch. Es ist also wichtig, dass wir Gott und seinen Geboten treu sind und mit dem Herzen dienen. Nicht nur ein Lippenbekenntnis und von Menschen gemachten Geboten konträr, denen Gottes fernhalten.
[34:25] Und jetzt möchte ich kurz noch euch mitnehmen in das Buch Römer. Römer Kapitel 10. Wir haben gesehen, wie Jesus uns gesagt hat, ihr sollt sogar die Gerechtigkeit der Pharisäer übertreffen. Jetzt, wenn wir mit Jesus da in der staubigen Erde Jerusalems, der staubigen Erde Israels gestanden wären und hätten ihm zugehört, hätten uns die Pharisäer angesehen, wie gerecht sie auf uns wirken. Ja, wie fein säuberlich, es wird sogar gesagt, dass sie sogar von dem Anis und von allen Gewürzen ihren Zehnten gegeben haben. Und haben sich gedacht: "Wie soll ich das denn bitte machen? Ich habe meine Landwirtschaft, ich habe mich um das zu kümmern, um das zu kümmern. Ich habe meine Familie. Die Pharisäer werden dafür bezahlt, dass sie Gottes Business, Gottes Geschäft nachgehen. Sie werden dafür bezahlt, dass sie alles genau machen. Ich werde nicht dafür bezahlt. Ich habe noch meine ganze andere Arbeit, meine Tiere, meine Landwirtschaft. Wie soll ich denn noch gerechter sein wie die Pharisäer?" Man kann sich vorstellen, wie ihr Herz so ein bisschen in die Hose sank und sie gedacht haben, das ist ja eine Anforderung, die für uns zu hoch ist. Der können wir gar nicht nachgehen. Reich der Himmel für uns gestrichen. No way, würde man auf Englisch sagen.
[36:00] Kommt mit mir mit zum Buch Römer. Römer Kapitel 10. Das Kapitel habe ich heute Morgen auch in der Predigt erwähnt, aber unter dem anderen Gesichtspunkt. Wir schauen uns jetzt die ersten drei Verse an. Römer Kapitel 10. "Brüder, der Wunsch meines Herzens und mein Flehen zu Gott für Israel ist, dass sie gerettet werden." Besser hätte, oder klarer hätte es Paulus nicht ausdrücken können. Man sieht schon, man sieht dieses Herzblut, das Paulus hier reinsteckt, damit Israel gerettet wird. "Denn ich gebe ihnen das Zeugnis, dass sie Eifer für Gott haben." Ja, selbst Paulus sagt: "Hey, schaut mal, die haben wirklich Eifer für Gott. Sie wollen wirklich das Richtige tun." Genau das haben wir auch rausgearbeitet. Jetzt, wo wir uns angeschaut haben, die Konfrontation zwischen den Pharisäern und Jesus. Schau mal, was der Paulus hier sagt: "Dass sie Eifer für Gott haben, aber nicht nach der rechten Erkenntnis." Sie haben Eifer für Gott, aber nicht nach der rechten Erkenntnis. "Denn, weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht erkennen und ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten trachten." Sie erkennen die Gerechtigkeit Gottes nicht, sondern versuchen ihre eigene Gerechtigkeit aufzubauen. Haben wir das nicht gehört mit den Satzungen, eigene Satzungen, neben Gottes Satzungen gestellt und dann wurden sie plötzlich genauso wichtig. Menschengemachtes System. "Denn, weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht erkennen und ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten trachten, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen."
[37:47] Und was ist diese Erkenntnis, über die Paulus hier spricht? Sie haben nicht die rechte Erkenntnis. Welche Erkenntnis brauchen sie dann? Und mit dem Vers möchte ich heute abschließen, komme mit zu einem wohlbekannten Vers, Johannes 17, Vers 3. Wer noch nicht auswendig gelernt hat, das ist ein guter Vers zum auswendig lernen. Johannes 17, Vers 3. "Und hier sagt Jesus: Das aber ist das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott und den du gesandt hast, Jesus Christus erkennen."
[38:32] Das, meine Freunde, ist die wahre Erkenntnis. Gott, den allein wahren Gott und Jesus Christus zu erkennen. Und bei all unseren Gesprächen über die Satzungen der Menschen, die Satzungen des Satans, die Satzungen von Gott. Und wir wissen, in welche Tiefen diese Gespräche manchmal führen können. In verschiedene Theorien auf dieser Welt und verschiedene gegeneinander arbeitende Kräfte. Wir schleifen auch gerne ab in die Politik und andere Bereiche. Aber so sehr wir auch über Menschen gemachte Systeme und Gottes gemachte Systeme, so sehr wir über Satzungen und Gebote, so sehr wir über diese ganzen Dinge reden. Hier ist der Schlüssel, hier ist der Punkt, wie wir uns davor schützen können, wie wir auf Gottes Seite stehen können. Denn das ist das ewige Leben, dass wir dich, der du allein wahrer Gott bist und den du gesandt hast, Jesus Christus erkennen.
[39:37] Und vielleicht sitzt du jetzt hinter deinem Bildschirm, vielleicht sitzt du jetzt da und sagst: "Wie kann ich Gott erkennen? Habe ich Gott jemals richtig erkannt?" Vielleicht hast du diese Sehnsucht jetzt, Gott wirklich und wahrlich zu erkennen. Wenn du dir sagst: "Herr Gott, ich möchte dich wirklich erkennen. Ich möchte wirklich, dass du mein Herz bekehrst und nicht ich meine eigenen Satzungen, meine eigene Gerechtigkeit aufbaue. Ich möchte, dass du dein Gesetz in mein Herz schreibst. Ich möchte endlich auf dem rechten Weg sein. Ich möchte endlich so sein wie du." Dann möchte ich dich einladen, dass du jetzt zusammen mit mir betest. Großer Vater im Himmel, ich möchte dir so sehr danken für dieses Studium. Und dieses Studium über das Gesetz hat uns so viel zu geben. Obwohl wir oft über Gesetzlichkeit, wenn wir Gesetz hören, haben wir eine gewisse negative Assoziation. Aber Herr, ich möchte dir danken, dass das Gesetz Gottes für uns immer eine positive Assoziation hat. Denn du möchtest uns in unser Herz schreiben und du möchtest uns bekehren. Und du möchtest uns, in uns, durch uns eine Veränderung hervorrufen, wenn wir uns dir übergeben. Wenn wir dich, der du allein wahrer Gott bist und den du gesandt hast, Jesus Christus erkennen, annehmen und dich anrufen. Herr, ich möchte dich bitten, dass du das Wunder jetzt in mir tust, weil ich brauche deine Bekehrung im Herzen. Und ich bitte dich, Vater, dass du mich annimmst mit meinen Macken, mit meinen Fehlern im Leben. Und ich möchte dich bitten, dass du meinen Freunden, meine Freundin, meinen Bruder, meine Schwestern glauben, die jetzt in sich sagen: "Ich möchte auch Gott, dass du mich annimmst", dass du auch ihnen dein Gesetz ins Herz schreibst, dass du auch sie im Herzen bekehrst. Im Namen Jesu bete ich. Amen.
[41:35] So darf ich euch noch alle einladen, nächste Woche wieder einzuschalten, wenn es wieder heißt Cannstatt Study Hour und nächste Woche mit dem Thema Christus und das Gesetz in der Bergpredigt. Ein spannendes Thema. Ich freue mich schon drauf und ich wünsche euch noch allen einen gesegneten Sabbat.
[42:19] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!