In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die Bedeutung von Gemeinschaft im christlichen Glauben. Anhand biblischer Beispiele, wie der Reise des Apostels Paulus nach Rom und der Leidensgeschichte Jesu, wird beleuchtet, wie wichtig es ist, nicht allein zu sein. Die Predigt zeigt auf, dass Gott selbst Gemeinschaft ist und dass er uns nicht allein lassen möchte. Es wird betont, dass wahre Gemeinschaft nicht nur ein Gefühl ist, sondern eine aktive Entscheidung, die uns stärkt und uns hilft, auch in schwierigen Zeiten festzuhalten.
Zweisam ist besser als einsam.
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Serie: Predigten
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Transkript
[0:00] Ich möchte mit euch heute ein Thema besprechen, das weder was mit Mission und Dreck zu tun hat, noch mit dem Ende der Welt, noch mit Adventgeschichte, sondern etwas, von dem ich glaube, dass es uns sehr, sehr wichtig oder nottut, dass wir das gemeinsam studieren. Aber bevor wir anfangen, möchte ich mit euch noch einmal niederknien zu einem Anfangsgebet und dann werden wir mit dem Gebet starten.
[0:21] Lieber Vater im Himmel, wir kommen hier vereint als Gemeinde, als Freunde zusammen, um vor deinem Thron niederzuknien. Wir kommen zusammen, um dich zu loben und dich zu preisen. Wir kommen auch zusammen, um dich zu bitten, dass du jetzt durch deinen heiligen Geist unsere Herzen anrührst. Du weißt, wie leicht es ist, in dieser Welt, auch in dieser letzten Zeit, immer wieder den Fokus zu verlieren, wie leicht es auch ist, dass wir uns voneinander entfernen. So möchten wir dich bitten, dass du jetzt in den kommenden Minuten durch die Predigt deines Wortes uns näher zu dir ziehst und auch näher zueinander ziehst, dass wir als einige Gemeinde vorangehen können im Werk, das du uns gegeben hast. Möchte ich bitten, dass du alle Störende fernhältst, dass wir uns gut konzentrieren können und dass dein Wort das ausführt, wozu du es gesandt hast. Sei du jetzt bei uns nach deiner Verheißung. Im Namen Jesu beten wir dies, Amen.
[1:40] Er hatte schon alles erlebt, was man als Missionar erleben kann. Er hatte große Erfolge erlebt, schwere Niederlagen. Er hatte Menschen zu Christus geführt, nicht in den Hunderten, in den Tausenden. Er hatte Gemeinden gegründet. Er hatte schon viele Jahre im aktiven Dienst verbracht. Er war jemand, den so leicht etwas nicht aus der Bahn werfen konnte und trotzdem war er an diesen Tagen schwer entmutigt. Er hatte sich immer gewünscht, diesen einen Ort zu besuchen. Jahrelang hatte er gehofft, eine Gelegenheit zu haben, an diesen einen Ort zu gelangen und jetzt war er auf dem Weg dorthin, aber es war so ganz anders. Er hatte gehofft, als Missionar dorthin zu gehen, mit der Bibel unter dem Arm, um dort predigen zu können, aber jetzt wird er genau an diesen Ort geführt, nicht als Missionar, sondern als Gefangener in Ketten. Als Paulus auf dem Weg nach Rom ist und die letzten Kilometer zu Fuß zurücklegt von Süditalien aufwärts, nordwärts Richtung Rom, da ist er enttäuscht, entmutigt, obwohl er so viel erlebt hat, weiß er nicht, wie das ausgehen soll. Jetzt ist er endlich auf dem Weg nach Rom, aber es scheint sich keine Gelegenheit zu ergeben, dort irgendwie predigen zu können oder Bibelstunden zu halten, er wird ins Gefängnis geworfen werden. Und selbst einem Paulus kommen dunkle Gedanken. Selbst um einen Paulus sammeln sich die Wolken der Schwermut und der Entmutigung.
[3:34] Aber auf diesem Weg nach Rom, auf diesem Weg, als er so entmutigt vor sich hin trottet, wird ihm geholfen. Ist dir schon mal so gegangen, dass du entmutigt gewesen bist, obwohl du vielleicht schon viel getan hast im Werk des Herrn, schon viel Erfahrung mit Gott gemacht hast und plötzlich trotzdem kommen diese dunklen, schweren Wolken. Wir können etwas lernen von Paulus, wie es in seinem Leben einen Wendepunkt gegeben hat. Und ihr könnt ihn mir aufschlagen in Apostelgeschichte 28, Apostelgeschichte 28, dort wird uns berichtet von dieser Reise nach Rom, wir sehen dort auch einige Dinge, die passiert sind, auf dem Weg zwischendurch auf Malta und so weiter. Und dann, als sie auf dem Weg sind, erleben wir hier in Apostelgeschichte 28, was die dunklen Wolken im Leben des Paulus haben verschwinden lassen. War es eine Vision, die er gehabt hat? Ist es Christus, die ihm vom Himmel erschien? Waren es Bibelfersen, die ihm plötzlich in den Sinn kamen, die ihm einfach Mut gegeben haben? War es ein Lied, das auf seinen Lippen war, das ihn wieder ermutigt hat? All das hätte es sein können, aber es war es nicht.
[5:15] Schaut mit mir in Apostelgeschichte 28, Vers 14 und 15, dort heißt es: "Dort fanden wir Brüder und wurden von ihnen gebeten, sieben Tage zu bleiben. Und so machten wir uns auf den Weg nach Rom. Und von dort kamen uns die Brüder, als sie von uns gehört hatten, entgegen bis nach Forum Appi und Tres Tabernal. Als Paulus sie sah, dankt er Gott und fasste Mut." Als Paulus Geschwister sieht, Gemeindeglieder, die sich 60 Kilometer von Rom auf den Weg machen, nicht um eine Predigt zu hören, nicht um einem Seminar teilzunehmen, sondern einfach nur, um Paulus zu begrüßen. Als er Geschwister sieht, dankt er Gott und fasste Mut. Uns wird gesagt, im Buch "Wirken der Apostel", acht Tage nach der Landung brachte der Hauptmann mit seinen Gefangenen nach Rom auf. Soweit es in seiner Macht stand, gewährte Julius dem Paulus gern jede Erleichterung. An seinem Los als Gefangener konnte er hingegen nichts ändern. Schweren Herzens sah Paulus dem lang erwarteten Besuch in der Welthauptstadt entgegen. Wie ganz anders hatte er sich ihnen sich vorgestellt, wie sollte er als Gebundener und Gezeichneter dort das Evangelium verkündigen? Seine Hoffnung, in Rom viele Menschen für die Wahrheit zu gewinnen, schien völlig zum Scheitern verurteilt. Dann sagt sie: "Wenige mögen ermessen, welche Bedeutung diesen Worten des Lukas zukommt." Sie zitiert Vers 15: "Als er Gott dankte und Zuversicht gewann inmitten der weinenden, mitfühlenden Gläubigen, die sich seiner Fessel nicht schämten, pries der Apostel Gott mit lauter Stimme. Die Wolke der Traurigkeit, die sein Gemüt bedrückt hatte, war verschwunden." Wohl war sein Christenleben eine ununterbrochene Folge von Anfechtung, Leid und Enttäuschung gewesen, doch in dieser Stunde fühlte er sich für alles reichlich entschädigt. Sein ganzes Leben lang war eine Folge von Enttäuschung, von Trübsal, von all diesen Dingen gewesen. Und in jener Stunde, als ein paar Gemeindegeschwister 60 Kilometer gereist sind, einfach nur um bei ihm zu sein, da hat sich alles gelohnt. Wenige, sagt sie, wenige erfassen die Bedeutung. Wir lesen drüber und sagen: "Er dankte Gott und fasste Mut." Wenige verstehen, wie wichtig es dem Paulus war, dass dort Geschwister waren, die einfach bei ihm waren. Nicht, weil er Geld brauchte, nicht, weil er Nahrung brauchte, nicht einfach wegen eines guten Werkes, sondern einfach Geschwister, die da waren, die bei ihm waren. Mit festem Schritt und freudigem Herzen setzte er seinen Weg fort. Er wollte weder über die Vergangenheit klagen, noch sich vor der Zukunft fürchten. Gefängnis und Trübsal warteten auf ihn, das wusste er, doch er wusste auch, dass durch ihn Menschen von einer viel schrecklicheren Knechtschaft befreit worden waren. Deshalb freute er sich seiner Leiden um Christi willen.
[8:35] Da ist eine Kraft, wenn Geschwister zusammenhalten. Paulus, der mit all dem, was er aus der Bibel wusste, vorher im Tal der Verzweiflung war, im Tal der Entmutigung, im Tal der Finsternis, derselbe Paulus ist plötzlich froh, dankt Gott und geht freudig schrittens Richtung demselben Rom, mit denselben Konsequenzen. Warum? Weil Geschwister weder Kosten noch Mühen gescheut haben, einfach bei ihm zu sein. Wenige, wenige erfassen die Bedeutung, die christlicher Gemeinschaft zukommt.
[9:19] Ich möchte mit euch heute nachdenken, warum wir uns brauchen. Warum gibt es Gemeinschaft? Denn wenn sie sagt, dass wenige die Bedeutung der Worte ermessen, könnte es sein, dass auch wir dieser Gemeinschaft untereinander von Brüdern und Schwestern nicht die Bedeutung beimessen, die sie hat. Oh ja, wir mögen es, gemeinsam zu sein, wir freuen uns auf das Potluck, wir freuen uns gemeinsam essen zu können, wir freuen uns, dass wir uns wieder sehen, wir freuen uns vielleicht, uns umarmen zu können, aber verstehen wir wirklich die Bedeutung dessen?
[9:54] Zunächst einmal möchte ich mit euch Gottes Plan der Gemeinschaft studieren. Erster Punkt: Gottes Plan der Gemeinschaft. Schlagt mit mir auf in 2. Korinther 13 und dort Vers 13. Wenn ein einfaches Bibelstudium heute haben. Zweite Korinther 13 und dort Vers 13. Letzter Vers des zweiten Korinther Briefes, zweite Korinther 13 und dort Vers 13. Die Bibel sagt: "Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. Amen." Was für eine Gemeinschaft wird hier beschrieben? Könnt ihr mir helfen? Was für eine Art von Gemeinschaft wird hier beschrieben? Hier wird die Gemeinschaft beschrieben, die Gott selbst ist.
[10:48] Warum gibt es Gemeinschaft? Gemeinschaft gibt es deswegen, weil Gott selbst Gemeinschaft ist. Gott ist der Vater, der Sohn und der Heilige Geist und alle drei haben Gemeinschaft miteinander. Übrigens nebenbei, könnte es sein, dass wenn wir ein falsches Bild von der Gottheit haben, wenn wir ein falsches Bild davon haben, wer Gott wirklich ist und wer alles zu Gott dazugehört, dass wir plötzlich auch ein anderes Bild von Gemeinschaft haben. Könnte es sein, dass ein Zusammenhang gibt zwischen der Lehre, die grafiert, dass der Heilige Geist gar nicht Gott ist und dass Jesus auch nicht wirklich Gott ist und dann der Tatsache, dass die, die das glauben, sich trennen von der Gemeinschaft der Gemeinde? Gott ist ein Gott der Gemeinschaft, aber nicht nur hat er untereinander Gemeinschaft, sondern die Bibel sagt, die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit wem? Mit uns. Das heißt, Punkt Nummer eins: Gott selbst hat Gemeinschaft. Gott ist nicht gern allein. Er ist eigentlich sowieso nie allein. Und weil er selbst nicht allein ist, möchte er auch, dass wir nicht allein sind. Er möchte mit uns Gemeinschaft haben.
[12:02] Und ihr kennt diesen Abschnitt in 1. Mose 2, in 1. Mose 1 und 2 wird uns berichtet, wie Gott die Welt geschaffen hat und ihr wisst, alles, was Gott gemacht hat, war gut. Die Sonne war gut, die Blumen waren gut, die Elefanten waren gut, aber etwas an der Schöpfung war nicht gut. Könnt ihr mir sagen, was war nicht gut? Dass der Mensch allein sei. Wir lesen in 1. Mose 2, Vers 18: "Und Gott sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei." Und ja, das hat natürlich eine einleitende Funktion zu der Tatsache, dass Gott später dann die Ehe schafft, aber es ist nicht die Ehe allein, die dieses Problem löst. Denn Adam und Eva sollten sich vermehren, dass die Lösung für die Einsamkeit ist nicht einfach Ehe, sondern Familie. Auch wenn wir nicht verheiratet sind oder nicht mehr verheiratet sind, jeder von uns ist Teil einer Familie. Der Mensch soll nicht allein sein, deswegen schafft Gott Ehe und Familie und Gemeinschaft. Gott möchte, dass wir nicht allein sind, denn wenn Gott sagt, es ist nicht gut, dass ich allein bin, dann ist es nicht gut und tief im Herzen wissen wir das auch.
[13:21] Schaut mit mir in 2. Mose 12, nicht nur am Anfang der Bibel wird uns das gesagt, sondern auch durch die ganze Bibel hindurch, in 2. Mose Kapitel 12, in 2. Mose Kapitel 12 haben wir die Geschichte vom Auszug aus Ägypten, es ist die Geschichte des Passafestes. Schaut mal in 2. Mose 12 und dort Vers 3, Gott sagt: "Rede zu der ganzen Gemeinde Israels und sprich: Am zehnten Tag dieses Monats nehme jeder Hausvater ein Lamm..." Ein Lamm für jeden Einzelnen, richtig? Steht das bei euch auch? Für wen war das Lamm? Für das Haus. Wie müssen die Mauern erlöst werden? Wenn die Bibel von Haus spricht, für ein jedes Haus, meint das natürlich nicht die Mauern und die Türen und die Fenster, es meint die, die im Haus wohnen und das waren damals mehr als eine, da gab es Vater, Mutter, Kinder, Großeltern, Mägde, Knechte. Ein Lamm sollte in der ganzen Familie geteilt werden, aber was war, wenn die Familie klein war, wenn das Lamm zu groß war für eine ganze Familie, was sollten sie tun? Vers 4: "Wenn aber das Haus zu klein ist für ein Lamm, so nehme er es, gemeinsam mit seinem Nachbarn, der am nächsten bei seinem Haus wohnt, nach der Zahl der Seelen, dabei sollte die Anzahl für das Lamm berechnen, je nachdem, wie jeder zu essen vermag." Es kann sein, dass das Lamm zu viel war für ein Haus, dann heißt es, geh und teile es mit deinem Nachbarn, lasst uns gemeinsam von diesem Lamm essen.
[15:03] Ihr Lieben, die Israeliten, als sie befreit wurden aus der Knechtschaft aus Ägypten, sollten Gemeinschaft haben. Da war nicht ein einziger Israelit, der alleine aus Ägypten gerettet wurde, keiner ist auf einem Sonderweg aus einer Hintertür durch Ägypten herausgegangen. Alle, die gerettet wurden, waren vorher Gemeinschaft miteinander. Könnt ihr das sehen, in kleinen Gruppen, in kleinen Familien, oder auch in größeren. Übrigens, dieses Lamm steht für wen? Jesus. Die Bibel sagt, berechne, wie viele Menschen von diesem Lamm essen können. Frage: Haben wir als Gemeinde noch ein bisschen Lamm übrig für unsere Nachbarn da draußen? Wenn da noch etwas übrig ist von diesem Lamm, dann lasst uns die Nachbarn einladen, dass auch sie mit uns essen. Haben wir noch etwas Lamm übrig? Hast du noch etwas Lamm in deinem Leben übrig? Hast du noch etwas übrig von der Liebe Gottes, was du selbst verbraucht hast, dann wäre doch heute Nachmittag die Gelegenheit, zum Nachbarn zu gehen und ihn einzuladen, mitzuessen von diesem Lamm. Gemeinschaft.
[16:13] Ihr alle wisst, in 2. Mose 25, lass uns das kurz aufschlagen, 2. Mose 25, dort, als Gott beginnt, das Heiligtum bauen zu lassen, die Anweisungen zu geben für diese Stiftshütte, in 2. Mose 25, Vers 8 heißt es: "Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich wo wohne." In ihrer Mitte. Gott ist ein Gott der Gemeinschaft, Gott ist ein Gott, der bei ihnen wohnen wollte. Und Israeliten wohnen alle gemeinsam, er wohnt in ihrer Mitte. Was bedeutet, sie wohnen auch alle gemeinsam. Niemand konnte das Volk Israel verlassen, ohne gleichzeitig auch Gott zu verlassen. Denn Gott war da, wo das Volk Gottes zusammen war, wo es zusammenkam.
[17:09] Heute gibt es viele Menschen, die haben diese Idee: Naja, ich kann Gott einfach selbst dienen, Hauptsache es stimmt zwischen mir und Gott. Gemeinde ist ein notwendiges Übel. Da muss man halt hin, um Gottesdienst zu feiern, da muss man hin, um Predigten zu hören. Aber eigentlich, wenn ich an meine Gemeinde denke, bleibe ich lieber zuhause. Vielleicht denkst du so, vielleicht hast du noch nie so gedacht, aber es könnte sein, dass du mal so denkst. Vielleicht hast du noch nicht die Besonderheiten der Gemeinde kennengelernt, die es denn mal so geben kann. Aber trotz all dem, trotz all den Schwierigkeiten, die es gab, auch im Volk Gottes, war Gott mitten unter ihnen. Und die Bibel hat schon im Alten Testament eine Begründung, warum es wichtig ist, dass wir zusammenhalten, in den einfachen wie in den schwierigen Zeiten.
[18:00] Schaut mal mit mir in Prediger 4, ein Text, der gerne zitiert wird, insbesondere bei Hochzeiten. Wenn wir heute keine Hochzeit haben, hat uns der Vers trotzdem viel zu sagen. Prediger 4. Und Prediger ist ein Buch, das geschrieben wurde von einem weisen Mann und der hieß Salomo. Und Salomo schreibt das Buch Prediger am Ende seines Lebens, nachdem er alles erlebt hat. Und da ist Lebensweisheit in diesem Buch drin. Geheiligte Lebensweisheit. Prediger 4, Vers 8. Prediger 4, Vers 8, da steht: "Einer wie ganz allein, hat weder Sohn noch Bruder und doch hat all seine Arbeit kein Ende und er sieht nie Reichtum genug." Und jetzt kommt diese Frage: "Für wen mühe ich mich denn ab und enthalte meiner Seele das Beste vor?" Seht ihr, liebe Freunde, wenn ich alleine bin, macht das Leben auf Dauer keinen Sinn. Denn das Leben ist genauso mühselig, ob ich einsam bin oder in Gemeinschaft. Die Mühsal hört nicht auf, die Arbeit hört nicht auf. Paulus hatte dieselbe Mühsal, als er alleine war und als er in Gemeinschaft war. Aber es ist die Gemeinschaft, die mir hilft.
[19:31] In der Mühsal, Vers 9: "Es ist besser, dass man zu zweit ist als allein, denn die beiden haben einen guten Lohn für ihre Mühe. Denn wenn sie fallen, so hilft der eine dem anderen auf. Wehe aber dem, der allein ist, wenn er fällt und kein zweiter da ist, um ihn aufzurichten." Es kann sein, dass du ein tolles Leben mit Gott lebst und du denkst, ich brauche nichts weiter als Gott alleine. Aber es kann sein, dass du fällst, es kann sein, dass du in Sünde fällst, es kann sein, dass du Dinge tust, die du nicht hättest tun sollen und manchmal ist man so verzweifelt, dass es ein Bruder und eine Schwester ist, die einen aufrichten müssen, die einen wieder zu Jesus zurückbringen.
[20:13] Vers 11: "Auch wenn zwei beieinander liegen, so wärmen sie sich gegenseitig, aber wie soll einer warm werden, wenn er allein ist?" In unserer heutigen Gesellschaft ist es ziemlich kalt, vor allem dann, wenn man bekennender Christus ist und manchmal hat man das Gefühl, man ist der Einzige auf der Welt, wenn man allein im Studium oder auf der Schule oder auf der Arbeit ist und wenn man dann keine Gelegenheit hat, von anderen gewärmt zu der Mindergemeinde, dann wird einem irgendwann ganz kalt, dann wird man selbst ganz kalt, geistlich.
[20:42] Vers 12: "Und wenn man den einen angreift, so können die beiden Widerstand leisten und deine dreifache Schnur wird nicht so bald zerrissen." Kommt es vor in deinem Leben, dass du angegriffen wirst, dass Leute dir etwas Böses wollen, dass sie dich in schwierige Situationen bringen, dann brauchst du jemanden, der neben dir steht. Und ja, Gott ist immer da, aber an dieser Stelle spricht der weise Salomo davon, dass wir einen Bruder, eine Schwester brauchen im Glauben, mit der wir gemeinsam Widerstand leisten.
[21:23] Wenn wir heute hinausgehen, dann kann es sein, dass wir oft Kälte treffen, dann kann es sein, dass Leute Widerstand leisten, dann kann es sein, dass Leute uns angreifen, dann kann es sein, dass wir selbst fallen, dass wir entmutigt werden. Vielleicht gehörst du zu denjenigen, die immer zu Hause beten und sagen: "Ich weiß, es gibt einige Geschwister, die machen toll die Arbeit und die gehen hinaus und die machen das und ich bin froh, dass wir sie haben. Und ja, die werden es auch heute machen." Aber vielleicht geht es dem einen oder anderen heute so wie Paulus, hat schon seit drei Jahren in einer Mission zur Partei genommen, aber vielleicht ist er heute entmutigt und vielleicht bräuchte genau dieser Bruder, diese Schwester, die schon immer gegangen sind, dich, der du 60 Kilometer von Rom nach Forum Appi reist, der du dieses Opfer auf dich bringst, vielleicht auf den Mittagsschlaf zu verzichten. Vielleicht gibt es eine Evangelisation, eine Vortragsreihe und du weißt, es gibt bestimmte Geschwister, die sind immer da, den braucht man gar nicht sagen, den braucht man keinen Flyer in die Hand geben, die sind schon eine halbe Stunde vor da, die schließen am Ende zu, auf die kann man sich verlassen. Aber glaub mir, auch die sind irgendwann mal entmutigt und auch die brauchen dich, der du vielleicht bisher nur zu Hause gebetet hast. Und die Liste lässt sich fortsetzen. All das, was die Gemeinde tut und macht, tut sie ja nicht einfach nur, um ein Programm durchzuziehen, sondern sie tut es, damit wir gemeinsam, gemeinsam vorangehen.
[23:15] Übrigens, das ist nicht nur im Alten Testament so, im Neuen Testament lesen wir in Apostelgeschichte. Apostelgeschichte 2. Apostelgeschichte 2 und dort Vers 42, das ist die Zeit, als Pfingsten gewesen ist, als an einem Tag 3000 Menschen getauft wurden. Schaut mal, was da steht in Apostelgeschichte 2 Vers 42: "Und sie blieben beständig." Was heißt beständig? Immer, kontinuierlich, ohne Unterbrechung, ohne Abfall, auf dem gleichen Level. Sie blieben beständig in was denn? "In der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten." Ein Zeichen, dass der Heilige Geist an einer Gemeinde wirkt, ist nicht nur, dass sie theologisch auf demselben Level bleiben und nicht abfallen. Ein Zeichen, dass der Heilige Geist an der Gemeinde wirkt, ist nicht nur, dass es da keine theologischen Streitigkeiten gibt oder keine theologischen Missverständnisse, sondern ein Zeichen ist auch, dass die Gemeinde konstant zusammenbleibt. Und es gibt einen Unterschied zwischen einer Begeisterung, wo alle kommen und dann geht das wieder so ein bisschen so und einer konstanten Aktivität. Das ist ein Unterschied, oder? Das eine ist Impuls, Emotion und sagen: "Wow, wir machen Mission to the Cities, lasst uns alle dabei sein." Und beim zweiten Mal ist es wie so ein Erdbeben, beim zweiten Mal ist dann der Schock schon ein bisschen kleiner und ein bisschen kleiner, aber wisst ihr, das ist nicht das Wirken des Heiligen Geistes. Das Wirken des Heiligen Geistes ist die Konstanz. Sie blieben beständig in der Lehre und in der Gemeinschaft.
[25:10] Und diese Gemeinschaft ist nicht nur die Gemeinschaft hinaus zu gehen, ist nicht nur die Gemeinschaft gemeinsam bei Vorträgen dabei zu sein, es ist auch die Gemeinschaft untereinander als Geschwister. Es ist die Gemeinschaft, selbst wenn keine Veranstaltung ist. Eine Gemeinschaft in der Lehre, im Brotbrechen, in den Gebeten. Freust du dich, dass du deine Geschwister in der Gemeinde hast? Ist dir bewusst, wie wertvoll deine Geschwister für dich sind?
[25:47] Uns wird gesagt, dass wir alle gemeinsam in das große Netz der Menschheit eingewoben sind. Wir alle sind ein Netz. Habt ihr schon mal so ein Spinnennetz gesehen? Oder so ein Netz. Jedes einzelne Teil im Netz ist verbunden mit anderen. Wenn du in einem Netz bist, bist du nicht alleine. Und sie sagt uns, wir alle sind eingebunden in das Netz der Menschheit und was immer wir tun können, um andere zu erheben, wird als Segen auf uns selbst kommen. Sie sagt auch, dass die Erfahrung von jedem Einzelnen zu einem großen Maß von der Erfahrung von anderen mitbestimmt wird. Heißt also, wenn ich Sieger sein will über eine Sünde, dann sollte ich mich viel mit Menschen abgeben, die auch Überwinder sind. Wenn ich Angst überwinden will oder wenn ich Mut bekommen möchte, dann muss ich mit Menschen zusammen sein, die auch durch Christus Mut bekommen haben. Das ist das Gesetz des Himmels.
[26:55] Nun schaut mal mit mir in 1. Johannes, in 1. Johannes 1, Vers 3. 1. Johannes 1, Vers 3, das heißt es, da sagt er Johannes: "Was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir euch." Also er spricht von seinem eigenen Zeugnis, er spricht von dem, was er gesehen hat, was er gehört hat, was er betastet hat vom Wort des Lebens, sagt er an anderer Stelle. Und er sagt: "Das verkünden wir euch, wir verkündigen euch etwas, was uns selbst berührt." Warum? Schaut mal weiter in den Vers. Warum, sagt Johannes, der Apostel, warum verkündigen wir das Evangelium, das wir selbst erlebt haben? Warum? Um die Taufzahlen zu erhöhen, damit unsere Gemeinde einfach wächst, deswegen, damit wir treu unseren Auftrag erfüllt haben, warum? "Was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir euch, damit auch ihr Gemeinschaft mit uns habt." Der Apostel Johannes sagt: "Ich predige das Evangelium aus einem Grund, ich möchte, dass du mit mir Gemeinschaft hast. Ich sehne mich danach, Gemeinschaft zu haben und deswegen möchte ich, dass Menschen gerettet werden."
[28:26] Schaut mal, wie er es weiter sagt: "Und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus." Ja, natürlich, wir wollen nicht nur eine Gemeinschaft horizontal haben, wir wollen eine Gemeinschaft vertikal haben. Aber Paulus, ich würde sagen Johannes, Johannes sagt ganz deutlich, er predigt, damit Gemeinschaft wir untereinander haben.
[28:51] Schaut mal nur vier Verse weiter in Vers 7, das ist ein ganz toller Vers, schaut mal in Vers 7, dort heißt es: "Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, was ist die Folge? So haben wir was? Gemeinschaft mit Gott." Stimmt das? Stimmt das, ja oder nein? Natürlich stimmt das, das steht noch nicht da. Wenn wir im Licht wandeln, wie er im Licht ist, haben wir natürlich Gemeinschaft mit Gott, aber was dort steht ist, wir haben Gemeinschaft miteinander. Das heißt, es ist eine, wenn dann, wenn wir im Licht wandeln, wie Jesus im Licht ist, dann haben wir Gemeinschaft. Schlussfolgerung: Wenn wir keine echte Gemeinschaft miteinander haben, was ist die Schlussfolgerung? Wir wandeln nicht im Licht, so wie er im Licht ist. Wenn wir Gemeinschaft untereinander haben, ist das ein Gradmesser dafür, ob wir wirklich mit Jesus verbunden sind und schaut mal, was dann passiert. "So haben wir Gemeinschaft miteinander und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde."
[29:53] Punkt Nummer 1: Gott hat einen Plan der Gemeinschaft. Punkt Nummer 2: Jemand hat diesen Plan der Gemeinschaft gestört. Sehr kurz wollen wir das abhandeln, die meisten von euch kennen sicherlich einige der Texte. In Jesaja 14, in Jesaja 14, euch ist das wahrscheinlich gut bekannt, Vers 13 und 14 wird uns berichtet von diesem Wesen von Luzifer, der die Gemeinschaft des Himmels gestört hat. Warum? "Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: Ich will zum Himmel emporsteigen und mein Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf den Versammlungsberg im äußersten Norden. Ich will emporfahren auf Wolkenhöhen, dem Allerhöchsten mich gleich machen."
[30:51] Was war es, dass die Gemeinschaft im Himmel gestört hat? Helft mir, was war es? Ich, Egoismus. Was ist es, was effektiv Gemeinschaft miteinander in der Gemeinde stört? Ich habe keine Zeit, ich habe keine Lust, ich habe mir was anderes vorgenommen, ich denke, ich brauche das nicht, ich denke, ich habe das jetzt nötig. Ich. Wenn wir ganz ehrlich sind, ist es genau dieses Ich, das sagt: "Ich bin verletzt worden, ich bin nicht begrüßt worden, ich bin beleidigt worden, ich, ich, ich, ich." Und es zerstört Gemeinschaft.
[31:38] Wir wissen aus Offenbarung 12 Vers 7, das ist ein Kampfkampf, wir wollen nicht aufschlagen, aber wir können in Jesaja 59 aufschlagen, wenn wir jetzt schon in Jesaja sind. In Jesaja 59, da sehen wir, was diese Sünde, diese Sünde des Ichs, die Sünde des Egoismus, was diese Sünde tut. In Jesaja 59, und dort Vers 2, dort lesen wir: "Sondern eure Missetaten trennen euch von eurem Gott." Sünde bewirkt Trennung, das ist uns bewusst. Ist uns auch bewusst, dass Sünde Trennung in der Gemeinde bewirkt? Ist uns bewusst, dass schlecht übereinander reden, schlecht übereinander denken, schlechte Motive dem anderen unterstellen, Trennung bewirkt? Es war nur eine Sünde, die Adam begangen hatte, aber er war plötzlich von Gott getrennt und von seiner Frau, innerlich die Frau, die du geschaffen hast. Wenn wir um uns selbst drehen, dann sehen wir nicht mehr die Notwendigkeit zusammenzuhalten und wir werden angreifbar. Wenn dann einer fällt, bleibt er liegen. Wenn dann einer in Kälte gerät, erfriert er. Wenn dann einer angegriffen wird, unterliegt er, weil wir nicht zusammengehalten haben, als Einheit.
[33:20] Aber wisst ihr, wenn einer, wie damals Luzifer, sich gegen Gemeinschaft entscheidet, weil er glaubt, seine eigenen Rechte, seine eigenen Wünsche sind nicht ausreichend, wie soll man sagen, berücksichtigt worden. Wisst ihr, dass das nicht nur eine schmerzhafte Auswirkung für ihn hatte, sondern auch für Gott. Schaut mal in Hesekiel 28. In Hesekiel 28, da wird ihm Hesekiel gesagt, dass er ein Lied singen soll. Ein Lied, das die Gefühle Gottes ausdrückt, nachdem Luzifer sich von der Gemeinschaft getrennt hat. Luzifer war ja ganz nahe bei Gott, er stand am Thron Gottes. Er hat sich getrennt, wollte sein eigenes Ding machen, seine eigene Gruppe aufmachen. Er wollte nicht mit Gott mehr zusammenarbeiten. In Hesekiel 28, Vers 12 heißt es: "Menschensohn, stimme ein Klagelied über den König von Tyrus und sprichst so zu ihm: So spricht Gott, der Herr: Was ist das nächste Wort? Du warst..." Stimmt. Hat jemand eine Schlachtübersetzung? Das ist besonders schön. Oh. Wenn jemand sagt, oh, was kommt dann? Was drückt das aus, wenn jemand sagt, oh? Das ist kein Protokollbericht, oder? Kein Protokoll dieser Welt enthält das Wort, oh. Kein Polizeibericht, kein Zeitungsartikel enthält das Wort, oh. Aber Poesie, Gedichte, Lieder enthalten das Wort, oh, ganz besonders viel. "Oh, du Siegel der Vollendung, voller Weisheit, vollkommener Schönheit." Was möchte das aussagen? Gott hat Emotionen und Gott ist emotional berührt, als Luzifer sich trennt. Wisse, wenn du dich aus der Gemeinschaft entfernst, weil du meinst, du musst einfach nur dein eigenes Ding machen, ja, dann hat das nicht nur negative Konsequenzen auf dich, sondern es hat auch negative Konsequenzen für die, die eigentlich so gern mit dir zusammenarbeiten würden, die so gern mit dir zusammen Gemeinschaft haben würden.
[35:46] Aber wisst ihr was? Selbst der Satan ist nicht gern allein. Ist das nicht wahr? Selbst der Satan, obwohl er unbedingt dieses Ich, Ich, Ich, Ich haben wollte, er war nicht gern allein. Wisst ihr, was er gemacht hat? Auf Markus 12, Vers 4 sagt er, dass er ein Drittel der Sterne auf seine Seite gezogen hat. Er wollte Gemeinschaft, aber nicht die Gemeinschaft Gottes. Was uns das sagt, ist, dass es ein ganz, ganz tiefes, tiefes Bedürfnis in jedem Geschäft gibt nach Gemeinschaft. Selbst nach der Sünde, selbst nach dem Fall, nachdem er sich von Gott getrennt hat, wollte der Luzifer nicht allein sein. Niemand möchte gern allein sein, selbst der Luzifer nicht. Und so sucht er eine, eine Pseudogemeinschaft.
[36:27] Das Problem ist nur, Gemeinschaft und ich sind wie Feuer und Wasser. Und die Bibel sagt, schlag mal mit mir auf. In Matthäus 12, Matthäus 12 und Gott 25. Jesus zeigt, dass wenn zwei Prinzipien nicht zusammengehen können, dann kann das Reich auf Dauer nicht bestehen. Matthäus 12, Vers 25: "Dabei Jesus ihre Gedanken kannte, sprach er zu ihnen: Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet und keine Stadt, kein Haus, das mit sich selbst uneins ist, kann bestehen." Der Satan möchte Gemeinschaft, aber er möchte selbst alles bestimmen. Und deswegen kann das Reich des Satans nicht bestehen. Es ist uneins. Und deswegen streiten sich die Dämonen ständig.
[37:36] Und wisst ihr, dass das eine prophetische Perspektive hat? Wir alle kennen Daniel 2. Schaut mal mit mir in Daniel 2. In Daniel 2 wird uns berichtet von einem Versuch, Gemeinschaft zu haben. Ganz am Ende. Ihr alle kennt Daniel 2, das goldene, das Standbild aus Gold und Silber, aus Bronze und aus Eisen. Gold stand für Babylon und Silber stand für Medeversum und Bronze stand für Griechenland und Eisen steht für Rom. Und dann kommt Eisen und Ton. Und dann heißt es hier in Daniel 2, Vers 41. Schaut mal mit mir, Daniel 2, Vers 41: "Dass du aber die Füße und Zehen teils aus Töpferton und teils aus Eisen gesehen hast, bedeutet, dass das Königreich wie sein wird: Zerteilt, gespalten sein wird, aber es wird etwas von der Festigkeit des Eisens nebenbleiben. Gerade so, wie du das Eisen mit lehmigem Ton vermengt gesehen hast und wie die Zehen seiner Füße teils aus Eisen, teils aus Ton waren, so wird auch das Reich zum Teil stark und zum Teil zerbrechlich sein." Und jetzt Vers 43: "Dass du aber Eisen mit Tonerde vermengt gesehen hast, bedeutet, dass sie sich zwar mit Menschen sammeln vermischen, aber doch nicht aneinander haften werden." Sie werden versuchen, Gemeinschaft zu haben. Es kann nicht funktionieren. Alle Menschen möchten Gemeinschaft haben. Selbst der Satan möchte Gemeinschaft haben. Die Engel wollen Gemeinschaft haben. Alle wollen Gemeinschaft haben, aber es gibt eine Gemeinschaft, die hält dauerhaft konstant und es gibt eine Gemeinschaft, die zerbricht wieder auseinander.
[39:16] Wenn die Engel im Himmel, die jetzt im Himmel sind und dort Frieden und Harmonie haben, mittlerweile ist im Himmel wieder Frieden und Harmonie, auf die Gemeinde Gottes auf Erden schauen. Welche Art von Gemeinschaft sehen sie dann? Sehen sie die Gemeinschaft, wo konstant Liebe untereinander ist oder sehen sie die Gemeinschaft, wo man versucht, naja, wir müssen halt gemeinsam, weil wir haben gemeinsames Ziel, wir müssen halt irgendwie gemeinsam, aber trotzdem alles wieder zusammen bröckelt. Sehen die Engel im Himmel, wenn sie auf die Gemeinde Bad Cannstatt, die Gemeinde in Deutschland, die Gemeinde in der Welt schauen, sehen sie eine Gemeinschaft nach der Ordnung Gottes oder sehen sie eine Gemeinschaft, die nach Eisen und Ton aussieht?
[40:02] Die prophetische Perspektive geht weiter in Daniel 11. Wer hätte das gedacht? Schaut mal in Daniel 11. Da geht es um den Antichristen, den König des Nordens. Vers 44 und 45. Schaut mal, wie der König des Nordens endet. Daniel 11, Vers 44 und 45: "Aber Gerüchte aus Osten und Norden werden ihn erschrecken. Da wird der große Wut aufbrechen, um viele zu verderben und zu vertilgen. Und er wird sein Prachtzelt zwischen dem Meer und dem herrlichen Berg des Heiligtums aufschlagen. Da wird er sein Ende finden und niemand wird ihm helfen." Der Antichrist stirbt einsam, sagt die Bibel. Die große Einheit, die die Welt versucht, zusammenzukriegen, zerbricht. Warum? Weil es keine echte Gemeinschaft ohne Christus gibt. Keine echte Gemeinschaft, wenn gleichzeitig an Sünde festgehalten wird.
[41:03] Schaut mal noch an eine prophetische Perspektive in Offenbarung 17. Immer das gleiche Bild. Offenbarung 17. Dort haben wir die letzten Ereignisse im modernen Babylon. Wir haben jetzt keine Zeit, das alles auszulegen, aber ich möchte euch diesen einen Punkt deutlich vor Augen führen. Offenbarung 17 und dort Vers 12: "Das spricht über diese letzten Könige, die noch nicht gekommen sind. In Vers 12: Und die zehn Hörner, die du gesehen hast, sind zehn Könige, die noch kein Reich empfangen haben, aber sie erlangen Macht wie Könige, vor einer Stunde, zusammen mit dem Tier. Vers 13: Diese haben einen einmütigen Sinn und sie übergeben ihre Macht und Herrschaft dem Tier." Alles wird zusammenkommen. Eine große Gemeinschaft. Sie werden versuchen, zusammen zu haften. Aber was passiert nur einige Verse später in Vers 16? "Und die zehn Hörner, die du auf dem Tier gesehen hast, diese werden die Hure hassen und sie verwüsten und entblößen und sie werden ihr Fleisch verzehren und sie mit Feuer verbrennen." Am Ende der Zeit werden die Völker und Nationen, die Stämme und Sprachen, die Religionen und Staaten zusammen sich pressen und versuchen, eine Einheit zu bekommen. Aber wenn sie zusammen sind und nur kurz aneinander gehaftet haben, werden sie sich wieder die Augen ausreißen.
[42:08] Warum ist es dann so, dass wenn Geschwister zusammenkommen und länger als fünf Minuten nicht sehen, sie anfangen, sich die Augen auszureißen? Offenbaren sie damit den Geist des Heiligen Geistes und offenbaren sie damit den Geist des Antichristen? Wenn wir in der Gemeinde uns gegenseitig zerreißen, was tun wir nicht? Wenn wir anfangen, uns schon in Gedanken gegenseitig zu verurteilen, übereinander zu reden, dann offenbaren wir dieselben Eigenschaften wie die zehn Hörner, vor denen wir die Welt waren. Wir predigen das eine und leben das andere. Echte Gemeinschaft ist eine viel tiefere Sache, hat ein prophetisches Thema. Es geht nicht einfach nur um Wattebäuschen, die wir uns zuwerfen und sagen: "Ich hab dich so lieb." Das ist auch wichtig. Aber am Ende der Zeit wird es zwei Arten von Gemeinschaft geben. Die scheinbare Einheit zerbricht.
[43:17] Was passiert, wenn in der Gemeinde scheinbare Einheit zerbricht? Eine Einheit, was man nicht für möglich gehalten hat. Im Himmel hätte es niemand für möglich gehalten, dass irgendwann das zerbricht. Es war perfekt. Ihr Lieben, bestünde die Möglichkeit überhaupt, dass Einheit in der Gemeinde Wattkantstatt, dass Einheit, sonst von welcher Gemeinde ihr auch her seid, aus welcher Gemeinde ihr auch zuschaut, dass diese Einheit zerbricht? Ist das möglich? Nein, das ist nicht möglich. Wir sind schon seit zwei, drei Jahren so wunderbar zusammen. Wir begrüßen uns auch jeden Sabbat mit "Gesegneten Sabbat". Wir umarmen uns, wir küssen uns. Es ist doch alles wunderbar. Aber dieser kleine Gedanke: Ich, ich, ich, hat im Himmel die Gemeinde gespalten über lange Zeit.
[44:04] Dem Paulus ist es auch so gegangen. Schaut mal in 2. Timotheus 4. 2. Timotheus 4. Das ist der letzte Brief, den wir von Paulus haben. 2. Timotheus 4. Vers 16. Paulus wird in Rom vor den Kaiser gebracht, vor Kaiser Nero. Ich weiß nicht, ob ihr Geschichtsunterricht geliebt habt, aber Nero ist wahrscheinlich einer der schlimmsten Herrscher gewesen, die es auf der Welt gab. Eine Reihe mit Hitler, Stalin und so weiter. Und dieser Paulus wird vor diesen Nero gebracht und schaut mal, was nach der ersten Verhandlung Paulus zu sagen hat über seine Geschwister in der Gemeinde Rom. Vers 16: "Bei meiner ersten Verteidigung stand mir niemand bei, sondern alle verließen mich." Könnt ihr euch vorstellen? Eine große Gemeinde in Rom. Paulus hat den Römerbrief an diese Gemeinde geschrieben. An keine Gemeinde hat er so detailliert den ganzen Erlösungsplan geschrieben. Die wussten es. Hat er nicht, hätte er nicht Grund gehabt zu glauben, dass wenigstens ein paar mit ihm dort stehen und ihm zur Seite stehen. Viel helfen hätten sie ja nicht können, aber ihm wenigstens beistehen. Alle haben ihn verlassen. Aber Paulus sagt: "Es werde ihn nicht angerechnet."
[45:47] Kennt ihr noch jemanden, der im entscheidenden Moment von allen verlassen worden ist? Unser letzter und dritter Punkt: Jesus und die Einsamkeit. Schaut mit mir in Johannes 8, Vers 29. Jesus kam auf diese Welt, um mit uns Gemeinschaft zu haben. Daran kann kein Zweifel bestehen. Jesus kam, um den Menschen dort zu begegnen, wo sie waren. Und trotzdem hat Jesus es oft erlebt, dass Menschen ihn abgewiesen haben. Aber schaut mal, was er sagt in Johannes 8, Vers 29: "Und der, welcher mich gesandt hat, ist mit mir. Der Vater lässt mich nicht allein."
[46:42] Jesus hat es erlebt, dass er in einem Fußballstadion gepredigt hat, auf deutsch gesagt. Und das Fußballstadion hat sich geleert. Tausende Menschen haben ihn verlassen. Johannes 6, ihr kennt die Geschichte. Aber Jesus konnte wie Paulus sagen: "Ich überlebe das trotzdem, weil ich weiß, da gibt es jemanden, der mit mir ist. Gott ist mit mir. Ich bin nicht allein."
[47:01] Wenn du Verletzungen erlebst, denn es kann ja sein, dass du vielleicht gar nicht schuld bist, aber dass du trotzdem so wie Gott im Himmel negativ beeinflusst wirst durch die Entscheidung anderer in der Gemeinde, dass du verletzt worden bist. Du kannst für Jesus immer noch die zweifache Schnur haben, auch wenn die dritte zerbrochen ist. Aber schaut mal, was Jesus sagt. Schaut mal in Johannes 16, Vers 32. Johannes 16, Vers 32. Johannes 16, Vers 32.
[48:00] Das heißt es: "Siehe, es kommt die Stunde und sie ist jetzt schon da, wo ihr euch zerstreuen werdet, jeder das Seine und mich allein lasst." Stell dir vor, Jesus würde zu dir kommen und sagen: "Schön, dass du so lange bei mir gewesen bist. Schön, dass du alles von mir angehört hast. Schön, dass du mit mir gemeinsam von Haus zu Haus gegangen bist. Schön, dass du gemeinsam mit mir den Hauskreis gemacht hast. Schön, dass du gemeinsam mit mir die Lieder gesungen hast, gebetet hast, dass wir eine Beestgemeinschaft gehabt haben, dass wir die Organisation gehalten haben. Aber ich weiß, du wirst mich alleine lassen." Könnt ihr jetzt verstehen, warum der Petrus gesagt hat: "Alle her, ich nicht"? Vielleicht denkst du, ich werde diese Gemeinde niemals im Stich lassen. Bist du dir sicher? Jesus sagt: "Ich weiß, ihr werdet mich alle alleine lassen, aber was sagt er dann? Ich bin nicht allein. Warum? Denn der Vater ist bei mir."
[49:17] Das ist die gute Nachricht. Selbst wenn mich alle verlassen, selbst wenn du der Einzige übrig bleiben solltest, so wie Ezekiel in Ezekiel 9. Vielleicht kennt ihr das in Ezekiel 9, als er die Vision sieht und alle Gemeindeglieder. Er ist allein übrig geblieben. Selbst dann, selbst in dieser Notsituation können wir stehen, weil wir können mit Gott verbunden sein. Aber Jesus hatte einen anderen Wunsch. Jesus wusste, er würde alleine sein. Sie würden ihn alle verlassen, aber trotzdem, obwohl sie ihn alle verlassen, hat er trotzdem einen Wunsch. Schaut mal nur ein Kapitel weiter in Johannes 17, Vers 24. Dieselben Jünger, die ihn verlassen würden, zumindest. Dieselben Jünger, die alle weglaufen würden. Frage, bevor wir das lesen: Wenn du von einem Menschen enttäuscht worden bist, wie groß ist dein Verlangen, danach wieder mit ihm Gemeinschaft zu haben? Wenn dich jemand hat sitzen lassen, wenn dich jemand enttäuscht hat, wenn jemand versprochen hat: "Ich helfe dir" und er kommt nicht, dann sagst du: "Naja, ich vergeb dir, das nächste Mal schaffe ich es auch alleine, oder?" Jesus, der ihnen ins Angesicht sagt: "Ihr werdet mich alle verlassen", sagt im nächsten Gebet in Vers 24, Johannes 17: "Vater, ich will, dass wo ich bin, auch die bei mir sein, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, denn du hast mich geliebt vor der Grundlegung der Welt." Jesus sagt: "Die, die mich verlassen, die möchte ich unbedingt bei mir haben." Nicht die, die treu zu mir stehen werden, die mit mir mitmarschieren werden vor Pilatus, die sich vor mich schmeißen werden und sagen: "Töte lieber mich." Nein, die gibt es nicht, leider. Die gibt es übrigens auch nicht in der Gemeinde, diese Helden. Wenn du die suchst, hör auf mit der Suche. Es gibt nur einen Helden, das ist Jesus. Das ist der einzige, der wirklich hält in der Gemeinde. Der Rest sind größtenteils nur Versager, die versuchen, hinterherzukommen, die durch die Gnade Gottes versammelt werden und verwandelt werden. Und dieser Jesus, dieser einzige Held sagt: "Die, die mich verlassen, die möchte ich trotzdem wieder bei mir haben." Wann hast du das letzte Mal für die gebetet in der Gemeinde, die dich explizit enttäuscht haben?
[51:57] Wisst ihr, warum hat Jesus all das getan? Warum hat Jesus all diese Leiden auf sich genommen? Das ist der entscheidende Punkt, hört gut zu. Hat Jesus all das getan, um Erlösung zu bekommen? Hat Jesus all das getan, um seinem himmlischen Vater näher zu kommen? Hat er das getan, um seinen himmlischen Vater gnädig zu stimmen? Hat er es getan, um Gemeinschaft mit Gott zu gewinnen, ja oder nein? Wenn das sein Ziel gewesen wäre, hätte er gar nicht vom Himmel kommen müssen, denn er hatte schon vollkommene Gemeinschaft mit Gott. Was hat er dann hier gemacht? Was hat er dann gesucht, wenn ich die Gemeinschaft mit Gott, die er schon hatte, Gemeinschaft mit dem Menschen?
[52:56] Jesus Christus kam auf die Erde nicht, um Gemeinschaft mit Gott zu haben, denn die hatte er schon. Er hat dieses Opfer auf sich genommen, um Gemeinschaft mit den Menschen zu nehmen. Wir nehmen unser Opfer nicht auf uns, um Gemeinschaft mit Gott zu haben, sondern Gemeinschaft mit den Menschen zu haben. Wir opfern nicht zwei Stunden am Sabbat, damit wir dadurch Gemeinschaft mit Gott haben, sondern Gemeinschaft mit den Menschen. All das, was Jesus gelitten und getan hat, hat er niemals getan, um Gemeinschaft mit Gott zu haben. Die hatte er schon vorher. All das hat er getan aus einem einzigen Grund: Er wollte Gemeinschaft mit den Menschen. Und manchmal, da betonen wir die Gemeinschaft mit Gott und die Gemeinschaft mit Gott, so dass man das Gefühl hat, wir sind alles lauter Mönche, die nichts miteinander zu tun haben, aber alle haben eine perfekte Beziehung zu Gott. Aber Jesus, sein gesamtes Leben auf der Erde hatte natürlich viel mit der Beziehung zu Gott zu tun, aber eigentlich war seine Mission, Gemeinschaft mit den Menschen zu haben. Ist das nicht wahr? Denn wenn er Gemeinschaft mit Gott gesucht hätte, hätte er im Himmel suchen können. Jesus kam wegen der Gemeinschaft unter den Menschen.
[54:06] Schaut mit mir an Johannes 12. Johannes 12 Vers 24. Jesus sagt: "Wahrlich, ich sage euch, wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es was? Allein." Jesus als Gott hatte er ewige Gemeinschaft mit dem Vater gehabt, von Ewigkeit bis Ewigkeit. Aber als Mensch sehnte er sich nach Gemeinschaft mit seinesgleichen und weil er unbedingt Gemeinschaft mit dir haben wollte, hat er sich entschieden, diesen Weg auf sich zu nehmen. Für dich und für mich zu sterben.
[55:04] Wir wollen am Ende noch einige kurze Abschnitte anschauen. In Matthäus 26. Matthäus 26 und dort Vers 37. Matthäus 26 Vers 37: "Und er nahm Petrus und die zwei Söhne des Zebedeus mit sich und er fing an, betrübt zu werden und ihm graute sehr." Warum nimmt der Petrus und die beiden Söhne mit? Warum nimmt Jesus, der Sohn Gottes, drei Fischer mit sich, um zu beten? Weil er Gemeinschaft gesucht hat. Er hat selbst gesagt: "Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich gegenwärtig." Aber Petrus und die anderen beiden, die sind schon mitgekommen, aber die haben die Bedeutung der Gemeinschaft nicht verstanden. Ja, sie hatten schon ein bisschen Gemeinschaft, aber die Gemeinschaft nahm dann immer mehr ab, je schwerer die Augen nieder wurden. Erst ein bisschen Gemeinschaft und dann immer weniger und weniger und weniger, bis sie eingeschlafen waren. Was hatte Jesus sich gewünscht? Konstante Gemeinschaft.
[56:52] Selbe Geschichte auf dem Verklärungsberg. Jesus nimmt genau die drei gleichen Männer, Petrus und die beiden Söhne des Zebedeus mit sich, steigt auf einen hohen Berg. Abends, man fragt sich, was machst du, Jesus, spätabends noch auf einem hohen Berg. Treffen sich dort zum Gebet. Und ja, sie beten auch. Aber es geht dann stundenlang so dieses Beten. Und irgendwann schlafen sie ein und verpassen, wie plötzlich der Himmel aufgeht. Petrus und die beiden Söhne des Zebedeus haben einen Großteil der Verherrlichung Jesu verschlafen und sie haben einen Großteil des Gartengezimmer nicht verschlafen, obwohl sie schon Interesse an Gemeinschaft hatten. Die Bedeutung der Gemeinschaft war ihnen nicht bewusst. Es war ihnen nicht bewusst, wie viel es Jesus bedeutet hätte, dass sie bei ihm bleiben und wach bleiben und nicht einschlafen.
[57:47] Könnte sein, dass wir auch so sagen: "Ja, Gemeinschaft ist gut. Ja, wir sollten was gemeinsam machen. Da fühlen wir uns besser." Aber wenn wir dann müde werden und die Augenlider so schwach werden und wir keine Lust mehr haben und es so anstrengend war unter der Woche und wir mal unsere Ruhe brauchen, dann schläft so Stück für Stück die Gemeinde ein. Und wir verpassen, wie Gott sich verherrlichen möchte. Wir verpassen vielleicht auch, wie wir sehen, wie Christus von uns eintritt. Wir verpassen es. Und als die Krise kommt, sind Petrus und die Söhne des Zerbedeus und der Rest der Jünger nicht vorbereitet.
[58:22] Wenige ermessen die Bedeutung der Worte erfasste Mond, als er die Brüder sah und ist bewusst, dass Jesus nicht von einem Feind verraten worden ist, oder? Jesus ist nicht von einem Feind verleugnet worden. Zwei der engsten Jünger Jesu haben ihn verraten und verleugnet. Schaut mal, was die Psalmen dazu sagen. Psalm 55. Psalm 55. In Psalm 55 und dort Vers 13. Psalm 55 Vers 13: "Denn es ist nicht mein Feind, der mich schmäht. Das könnte ich ertragen. Nicht mein Hasser tut groß gegen mich. Vor dem wollte ich mich verbergen." Das kann ein Mensch noch ertragen, wenn Menschen dem sowieso böse gesinnt sind, wenn die einschmähen. Aber es heißt weiterhin Vers 14: "Aber du bist es, ein Mensch meinesgleichen, mein Freund und mein Vertrauter." Dabei hatten wir was? Innige Gemeinschaft miteinander. Sind zum Haus Gottes gegangen mit der Menge. Nicht schmerzt so sehr, als wenn man von denen verlassen, enttäuscht und entmutigt wird, mit denen man gemeinsam in das Haus Gottes gegangen ist. Jesus wurde von seinen engsten Gemeindefreunden verraten und verleugnet.
[1:00:05] Aber wir können sagen: Preist den Herrn. Trotzdem Jesus hatte ja immer noch seine Verbindung mit Gott. Er war ja nicht ganz allein, richtig? Zu kurz gedacht. Schon beim Psalm 22. Jesus, der 33 1,5 Jahre lang immer eine direkte und feste Beziehung zu Gott hatte, eine Gemeinschaft mit Gott, was immer er getan hat, ob als Kind, ob als Jugendlicher, ob als Erwachsener, war trotzdem gleichzeitig Mensch. Und als Mensch brauchte er die Gemeinschaft von anderen. Als Mensch hatte er sich gewünscht, dass Petrus und die Söhne des Zebedeus mit ihm auf dem Verklärungsberg beten. Er hatte sich gewünscht, dass sie mit ihm im Garten Gethsemane beten. Er hätte sich gewünscht, dass sie mit ihm dort bei Pontius Pilatus stehen. All das ist nicht passiert.
[1:01:04] Und als er so einsam vor sich hinschaut am Kreuz im Psalm 22, Vers 19, da heißt es: "Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los in mein Gewand. Du, mein Herr, sei nicht ferne. Oh, meine Stärke, eile mir zu Hilfe. Errette meine Seele von dem Schwert. Meine was? Meine Einsame von der Gewalt der Hunde." Jesus hat sich einsam gefühlt am Kreuz. Alle seine Freunde waren weg. In der schlimmsten Situation war er einsam.
[1:01:36] Und weißt du, was das Schlimmste war? Als er zu Gott betet und um Hilfe betet und diese Verbindung wieder versucht herzustellen, da realisiert er zu seiner übergroßen Enttäuschung: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Am Kreuz war Jesus ganz einsam. Nicht einmal mehr Gott war bei ihm. Ja, sein Dienst hindurch konnte er immer sagen: "Hey, hatten wir Gemeinschaft, aber ich fühle mich nicht allein. Selbst wenn ihr mich alle verlasst, denn Gott ist bei mir." Aber am Kreuz, als er für dich gestorben ist, um mit dir Gemeinschaft haben zu können, war keiner von uns da und selbst Gott nicht. Jesus musste ganz einsam sein, damit wir wieder Gemeinschaft haben. Ist dir bewusst, was es gekostet hat, dass wir Gemeinschaft haben können? Denn das, was Jesus dort erlebt hat, verlassen von allen Freunden und verlassen von Gott, ist das, was die natürliche Folge der Sünde wäre. Wir hätten dort hängen müssen, wenn am Ende die Menschen in Daniel 11 und Offenbarung 17, wenn sie am Ende alle sich verlassen werden, dann wird auch Gott sie verlassen haben. Wer von euch möchte in der Situation sein, dass die Gnadenzeit vorbei ist und alle Freunde Erfolg haben, alle verlassen werden und dann ist es so: "Ich wusste, Gott hat mich verlassen." Es ist zu spät. Das war die Situation, in der Jesus war. Alle hatten ihn verlassen und selbst Gott hat ihn verlassen. Da hätten wir sein sollen. Das wäre die Folge von Sünde. Aber Jesus hat es für uns getragen.
[1:03:27] Und wisst ihr, als er dort hing, obwohl Gott ihm seine Gemeinschaft nicht geben konnte, obwohl er es gern gewollt hätte, hat ihm doch ein Hoffnungsstrahl gegeben. Er war nämlich nicht Gott, sondern ein Mensch neben ihm, zu dem er sagen konnte: "Ich sage dir heute, du wirst mit mir im Paradies sein." Er ging den Weg der totalen Einsamkeit, um einem Menschen zu sagen: "Wir werden Gemeinschaft haben." Jesus Christus ist einsam geworden, damit wir Gemeinschaft haben können.
[1:04:18] Und der letzte Vers für heute, der findet sich in Johannes, in Johannes 1, Johannes 14, Vers 1 bis 3. Johannes 14, Vers 1 bis 3. "Euer Herz erschrecke nicht, glaubt an Gott und glaubt an mich. Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen. Keine Kerkerzellen, keine Lagereinheiten, keine rustikalen Zelte, sondern Wohnungen. Wenn nicht, hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen." Warum? Damit die Welt zugrunde geht, damit die tausend Jahre anfangen können? Nein, "damit auch ihr seid, wo ich bin."
[1:05:22] Gott hat einen Plan der Gemeinschaft. Gott möchte heute schon in deinem Leben, heute schon im Leben dieser Gemeinde diesen Plan der Gemeinschaft verwirklichen. Und wenn er wiederkommt, wird dort niemand sein, der in den Himmel kommt, der dort ganz für sich alleine hingeht, unabhängig von den anderen. Ihr Lieben, in der ganzen Bibel, von der ersten bis zur letzten Seite gibt es keinen Geist der Unabhängigkeit, sondern ein Geist der Gemeinschaft, der wahren Gemeinschaft. Jesus lädt dich ein, von ihm zu lernen. Und vielleicht regt dich sein Beispiel an, etwas zu investieren, um mit anderen Gemeinschaft zu haben. Denn wenn wir das tun, dann werden wir einem anderen, der gerade vielleicht in Verzweiflung ist, der gerade auf dem Weg zum Urteil ist, der gerade im Tal der Entmutigung ist, dann werden wir ihm Grund zur Dankbarkeit sein. Und er wird Mut fassen können. Wenige ermessen die Worte von Lukas. Paulus sah sie, dankte Gott und fasste Mut. Möchtest du heute Mut fassen und Gott danken, dass du Geschwister in der Gemeinde hast, die im Geist Christi zusammenhalten. Amen.
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