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In dieser Predigt wird der Vers Offenbarung 13,18 unter die Lupe genommen, der die Zahl 666 erwähnt. Der Sprecher betont, dass die Kernaussage des Verses nicht die Zahl selbst ist, sondern die darin enthaltene Weisheit. Es wird erklärt, dass biblische Weisheit nicht mit menschlicher Klugheit oder Intellekt gleichzusetzen ist, sondern eine praktische Fähigkeit darstellt, die von Gott gegeben wird. Die Predigt beleuchtet, wie diese göttliche Weisheit im Leben eines Gläubigen zum Tragen kommt und wie sie uns hilft, auch die schwierigsten biblischen Prophezeiungen zu verstehen.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] So, herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid. Schön, dass ihr gekommen seid. Schön, dass ihr eingeschaltet habt zu dem letzten Vers aus Offenbarung 13 und das ist wahrscheinlich einer der geheimnisvollsten und der meistdiskutiertesten Verse überhaupt. Und da geht es um die Zahl 666. Wir möchten heute diesen Vers zumindest zu Beginn zu studieren. Ich lade euch ein, wo es möglich ist, mit mir niederzuknien und dann werden wir starten.

[0:35] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir dein Wort aufschlagen dürfen. Wir danken dir, dass du uns durch dein Wort belehren möchtest. Wir möchten dich bitten, dass du uns die Weisheit schenkst, von der in Offenbarung 13 bis 18 gesprochen wird. Bitte sei du bei uns, führe uns durch deinen Heiligen Geist und stärke du uns geistlich durch dein Wort. Im Namen Jesu bitten wir dich, Amen.

[1:04] Offenbarung 13, Vers 18. Es heißt: „Hier ist was, hier ist Weisheit. Wer das Verständnis hat, der berechne die Zahl des Tieres, denn es ist die Zahl eines Menschen und seine Zahl ist 666.“

[1:44] Frage: Was an diesem Vers ist wohl die Kernaussage, die wichtigste Aussage, die wichtigsten Worte, die wichtigste Idee eurer Meinung nach? Oh ja, was meint ihr, was ist wohl nach Meinung der meisten Bibelleser hier das Wichtigste? Die 666, ja? Die meisten sind ganz wild darauf zu wissen, was ist die 666. Und da gibt es so viele Theorien wie Sand am Meer und die meisten springen sofort zu dieser Zahl. Da heißt: „Berechne die Zahl, das ist die Zahl eines Namens.“ Und dann wird gerechnet und vorwärts und rückwärts. Und das werden wir auch alles noch zu seiner Zeit tun. Aber die meisten übersehen und überlesen, dass der Vers nicht mit „Berechnen“ anfängt, sondern mit: „Hier ist die Weisheit.“ Mit anderen Worten: Ohne Weisheit kommt man beim Rechnen auf was Falsches.

[2:34] Gibt es noch einen anderen Vers in Offenbarung, der mit denselben Worten beginnt: „Hier ist die Weisheit“? Ganz genau, eine gute Konkurrentin sagt es in Offenbarung 17, Vers 9. Und da geht es ganz genau so um etwas sehr detaillierte Endzeitprophetie. In Offenbarung 17, Vers 9 heißt es: „Wer Weisheit hat, der berechne die Zahl des Tieres, denn es ist die Zahl eines Menschen und seine Zahl ist 666.“ Also sowohl die 666 als auch diese sieben Köpfe, dieses siebenköpfige Tieres – um das zu verstehen, braucht man Weisheit.

[3:06] Gibt es noch andere Stellen der Bibel, die deutlich machen, dass Endzeitprophetie oder überhaupt Prophetie verstanden werden kann, nur mit Weisheit? Wir haben jetzt gerade Offenbarung 13, 18 und Offenbarung 17, Vers 9 gesehen. Gibt es noch andere Verse, wo deutlich wird, dass man Weisheit braucht, um Prophetie, um Endzeitprophetie zu verstehen? In Daniel heißt es, genau, so ähnlich, genau. Da wird was verschlossen bis auf die letzte Zeit. Schaut mal in Daniel 12. Daniel 12.

[3:54] Und dort Vers 10. Daniel 12, Vers 10. Da heißt es: „Viele sollen gesichtet und gereinigt und geläutert werden, und die Gottlosen werden gottlos bleiben, und kein Gottloser wird es verstehen, aber die Verständigen, die Weisen – hier ist der Verstand nötig, der Weisheit hat – die Verständigen, die Weisen, die werden es verstehen.“ Da gibt es also etwas Notwendiges. So wie in Offenbarung 17 Verstand notwendig ist, um diese sieben Köpfe zu berechnen, so wie Weisheit nötig ist in Offenbarung 13, um die Zahl 666 zu berechnen, so ist Weisheit hier nötig, um das Buch Daniel zu verstehen. Also immer wieder finden wir den Hinweis, dass zum Prophetiestudium Weisheit nötig ist. Das hat einige dazu geführt, dass sie sagen: „Naja, ich bin nicht weise, ich lasse die Prophetie mal da, wo sie ist.“

[4:57] Kennt ihr noch ein Beispiel, wo jemand sagt, dass man Weisheit braucht, um Prophetie zu verstehen? Eine ganz bekannte Geschichte sogar im Buch Daniel. In Daniel 2, genau. Schaut mal in Daniel 2. In Daniel Kapitel 2 und dort Vers 23. Ihr kennt die Geschichte von Daniel 2. Der König hat einen Traum, der König versteht den Traum nicht, keiner von den Weisen und Mächtigen und Traumdeuten kann den Traum deuten. Und dann betet Daniel. Schaut mal in Vers 23: „Dir, dem Gott meiner Väter, sage ich was? Lob und Dank, dass du mir Weisheit und Kraft verliehen und mich jetzt wissen lassen hast, was wir von dir beten haben, denn die Sache des Königs hast du uns wissen lassen.“ Im gleichen Kontext in Vers 21 heißt es: „Er führt andere Zeiten und Stunden dabei, er setzt Könige ab und setzt Könige ein, er gibt den Weisen die Weisheit und den Verständigen den Verstand.“

[6:14] Also, woher kommt die Weisheit, woher kommt der Verstand, um Prophetie wie Daniel 2, Daniel 12, Offenbarung 13, Offenbarung 17 zu verstehen? Gott. Ihr sagt das so selbstverständlich, aber es ist wichtig zu verstehen, dass wenn man Prophetie, egal ob sie einfach wie Daniel 2 oder komplex wie Offenbarung 17 ist, man braucht von Gott Weisheit. Denn Daniel geht im selben Kapitel weiter. Schaut mal in Daniel 2, Vers 30. Er macht einen ganz interessanten Punkt. In Vers 23 sagt er: „Danke Gott, dass du mir Weisheit gegeben hast.“ Aber schaut mal, was er in Vers 30 sagt: „Mir aber ist dieses Geheimnis nicht durch eine Weisheit, die ich vor allen Lebenden voraus hätte, geoffenbart worden.“ Also, wie könnte man das mit anderen Worten beschreiben? Was sagt er auf Deutsch? Ich habe keine menschliche Weisheit.

[7:14] Es ist ein Unterschied. Also Daniel 2 macht ganz deutlich: In der Prophetie gibt es einen Unterschied, ob du mit göttlicher Weisheit an die Sache rangehst oder mit menschlicher Weisheit. Und ratet mal, wie die meisten Menschen solche Sachen wie die 666 oder die sieben Köpfe aus der Offenbarung 17 – mit welcher Art von Weisheit die meisten das versuchen zu lösen? Mit menschlicher Weisheit, nicht wahr? Wenn man nur klug genug ist, wenn man nur genügend Geschichte kennt, wenn man nur richtig rechnen kann, dann kriegt man es raus. Aber die Bibel macht ganz deutlich, in Daniel 2 schon: Es gibt einen Unterschied zwischen göttlicher Weisheit und menschlicher Weisheit.

[7:49] Was natürlich zu der Frage bringt: Was ist denn eigentlich wirklich Weisheit? Und wie kann man sie haben? Zu Sprüche 8 kommen wir noch. Wie würdest du zusammenfassen, was Sprüche 8 sagt? Gott ist die Weisheit. So wie er Liebe ist und uns Liebe geben kann, und wie er Freiheit ist und Freiheit gibt, so ist er auch Weisheit. Also, das ist ein sehr guter Punkt. Es gibt Bibelstellen, die das etwas genauer spezifizieren. Was ist eigentlich Weisheit? Was stellt ihr euch unter Weisheit normalerweise vor, wenn ihr so auf der Straße gefragt werden würdet: „Was ist Weisheit?“ Was würdet ihr sagen? Klug sein, oder? Wer weise ist, ist klug. So stellen sich viele. Ja, noch eine Idee? Genau, zu dem Vers kommen wir auch noch gleich. Dankeschön. Weisheit gehabt? Ja, sehr gut.

[9:00] Also, woran denken die meisten Menschen, wenn sie das Wort „Weisheit“ hören? An Klugheit, an Lebenserfahrung. Das griechische Wort für Weisheit, was im Neuen Testament verwendet wird, ist das Wort „Sophia“. Welches Wort ist daran angelehnt? Philosophia, nicht wahr? Viele denken, weil weise Menschen so eine Art von Philosophen sind, die viel denken. Ein weiser Mensch ist, der gut denken kann, der vielleicht ausgewogen denken kann, der viel Lebenserfahrung hat, ein bisschen nicht von dieser Welt. Aber schaut mal, was die Bibel unter Weisheit versteht.

[9:46] Wisst ihr, wo zum ersten Mal in der Bibel das Wort „Weisheit“ vorkommt? Ratet mal. Moses? Fast immer ein Treffer. Welche Geschichte kommt zum ersten Mal das Wort „Weisheit“ in der Bibel vor? Jetzt habe ich euch. Erste Mose 3? Die Schlange ist listig, aber sie ist nicht weise. Irgendein Patriarch? Nein, die Patriarchen waren es nicht. Im ganzen ersten Buch Mose kommt das Wort „Weisheit“ nicht vor. Ich gebe euch einen Hinweis: Das ist im Buch Zweite Mose. Ja, da kommt das Wort „Weisheit“ nicht vor. Jemand hat es gefunden. Zweite Mose 28. Schaut mal in Zweite Mose 28. Ja, dazwischen kommt es noch ganz oft vor.

[10:46] In Zweite Mose 28, Vers 3, heißt es: „Und du sollst mit allen reden, die ein verständiges Herz, ein weises Herz haben, die ich mit dem Geist der Weisheit erfüllt habe, dass sie dem Aaron was machen? Kleider fertigen.“ Die ersten Menschen, die explizit als weise bezeichnet werden in der Bibel, sind Menschen, die schneidern können. Sie haben Weisheit bekommen, um Kleider fertigen zu können. Noch ein Beispiel. Geht mal zum gleichen Buch. Zweite Mose 31, Vers 6. Das sind nur einige Beispiele. Wir könnten das hier an dieser Stelle immer weitergehen.

[11:40] In Zweite Mose 31, Vers 6 heißt es: „Und siehe, ich habe ihm Oholiab beigegeben, den Sohn Ahisamas vom Stamm Dan, und habe allen, die ein weises Herz haben, die Weisheit ins Herz gegeben, dass sie alles ausführen sollen, was ich dir geboten habe.“ Ja, was sollen die denn machen, diese Leute? Die sollen die Stiftshütte bauen. Was waren die denn von Beruf? Handwerker, Architekten, Handwerker, Bauarbeiter.

[12:12] Für Griechen oder griechisch geprägte Leute sind weise Leute irgendwelche Leute mit langen grauen Haaren, 90 Jahre alt, viel Lebenserfahrung, die viel denken. In der Bibel sind weise Leute Menschen, die von Gott die Fähigkeit bekommen haben, etwas Praktisches zu tun und auch zu vollenden. Das ist doch interessant, oder? Weisheit ist hier gar nicht so sehr was Intellektuelles auf der Gehirnebene, sondern vielmehr was ganzheitliches, was mit den Händen zu tun hat. Jemand, der weise ist, der hat nicht nur eine Idee, der malt nicht nur ein Heiligtum, der kann das Heiligtum bauen. Der ist patent. Das ist doch interessant, oder?

[12:47] Die Hebräer haben einen ganz anderen Ansatz an Weisheit. Nach biblischem Maßstab kann jemand weise sein, auch wenn er nur fünf in Mathe hat, sozusagen, weil Gott ihm die Fähigkeit gibt für etwas ganz Bestimmtes und er diese Sache gut ausführen kann. Was in unserem westlich-europäischen Denken vielleicht als niedriger Dienst bezeichnet ist: Kleider machen, irgendwelche Holzkisten bauen, mit Gold überziehen – das ist nicht das, was wir als weise bezeichnen würden. Aber in der Bibel sind das die weisen Leute, die Gott mit Weisheit ausgestattet hat. Das ist das allererste.

[13:20] Weisheit hat also nichts mit IQ zu tun, nichts mit „ich kann besonders gut rechnen“, „ich habe besonders viel Ahnung von Geschichte“, sondern Weisheit ist vielmehr eine praktische Fähigkeit, eine Aufgabe, die Gott mir gibt, und sei sie noch so unbedeutend in den Augen der Welt, auszuführen und zwar zu Gottes Zufriedenheit. Denn das Heiligtum war nach Gottes Zufriedenheit ausgeführt, oder? Es wurde so ausgeführt, wie es ausgeführt werden musste. Es war alles gut durch Gottes Kraft. Das finde ich sehr, sehr interessant.

[13:48] Jetzt, lassen wir ein bisschen weitergehen. Dieses Thema von Gott. Von Gott kommt alle Weisheit. Das ist das, was hier auch deutlich gemacht wird. Also Weisheit ist praktisch. Übrigens, schaut mal mit mir. Jakobus 3, Vers 13. Da sieht man auch im Neuen Testament diese ganz praktische Idee, diese handgreifliche Idee von Weisheit. Jakobus 3, Vers 13.

[14:37] Da heißt es: Jakobus 3, Vers 13: „Wer ist weise und verständig unter euch?“ Offenbarung 13 sagt: „Hier ist Weisheit.“ Offenbarung 17 sagt: „Hier ist Verstand der Weisheit nötig.“ „Wer weise und verständig ist.“ Jesus sagt: „Wer das liest, der merke auch, wer Verstand hat, der lese das von dem Gräuel der Verwüstung.“ Und hier heißt es: „Wer ist es, der weise und verständig unter euch ist? Der zeige durch seine Werke in Sanftmut, die aus der Weisheit kommen.“ Echte Weisheit ist immer praktisch. Echte Weisheit wirkt. Weisheit ist nicht einfach, was jemand gut denken kann. Echte Weisheit zeigt sich immer praktisch im Tun.

[15:32] Genau, Gott ist super praktisch. Was meint ihr, wie praktisch Gott ist? Gott ist sehr, sehr praktisch. Absolut richtig beobachtet. Lass uns mal ein bisschen mehr dieses Thema Weisheit untersuchen. Schauen wir mal in Psalm 107. Und es gibt viele, viele, viele Texte. Gerade Psalmen und Sprüche sind ja getränkt von Weisheit. Man nennt sie auch die Weisheitsliteratur. Wir wollen ein paar Highlights rausgreifen. Psalm 107, Vers 43.

[15:58] Psalm 107, Vers 43. Die Bibel sagt: „Wer weise ist, wird dies beachten. Und wer die Gnade des Herrn versteht.“ Also, Weisheit, haben wir jetzt gesagt, ist praktisch. Also, was es bedeutet, ist: Jemand, der seine Pflichten, die Gott ihm aufträgt, treu erfüllt, kann Offenbarung verstehen. Auch wenn er keine einzige Hebräischstunde hatte und niemals Hebräisch gehabt hat. Aber jemand, der ein Superhirn in orientalischer Literatur ist, aber seine Pflichten, die kleinen Pflichten, die Gott ihm aufträgt, nicht erfüllt, kann es nicht verstehen. Das ist die Implikation davon. Und das ist das, was sich auch gezeigt hat in der Adventbewegung. Ich meine, diese einfachen Miller, der Farmer, Petrus der Fischer in der Christenheit – praktisch.

[17:09] Zweitens haben wir gesagt, es hat was zu tun mit der Gnade Gottes. Er wird die Gnade Gottes verstehen. Die weltliche oder die menschliche Weisheit, die rühmt sich meistens selbst. Die rühmt sich des eigenen Könnens. Wer göttliche Weisheit hat, versteht, dass er von der Gnade Gottes abhängig ist. Dass es nicht seine eigene Weisheit ist, sondern dass er, so wie Daniel sagt: „Gott hat mir Weisheit gegeben, aber es ist nicht meine eigene Weisheit.“ Er lobt mich nicht dafür. Ich habe das auch nicht von mir selbst.

[17:38] Ja, da kommen wir gleich zu. Ganz genau. Schaut mal in 5. Mose. 5. Mose 4. So ein interessantes Studium. Die Weisheit. 5. Mose 4 und dort Vers 6.

[17:52] 5. Mose 4, Vers 6. Das ist so die große Zusammenfassung all dessen, was Mose geschrieben hat hier in 5. Mose. In Kapitel 4, Vers 6 heißt es: „So bewahrt sie nun und tut sie.“ Wer ist denn sie oder was ist sie? Die Satzung, die Rechtsbestimmung, die Gesetze, die Gebote, das Wort Gottes. „Bewahrt sie und tut sie.“ Das heißt, vergesst sie nicht, aber sich daran zu erinnern reicht nicht aus. Man muss sie auch umsetzen. Man muss gehorsam sein. Man muss das tun, was Gott sagt. Denn darin besteht eure was? Eure Weisheit und euer Verstand vor den Augen der Völker. Wenn sie alle diese Gebote hören, werden sie sagen: „Wie ist doch dieses große Volk ein so weises und verständiges Volk.“

[18:45] Was Gott sagt ist: Wenn man das tut, was er einem aufträgt, dann wird man nicht nur selbst weise, sondern die Menschen um einen herum werden sagen: „Mensch, das ist wirklich, das ist, das macht Sinn. Das ist weise.“ Warum ist es so, dass ganz oft die Christen nicht als besonders weise gelten? Weil sie nicht tun, was Gott sagt. Weil sie immer denken: „Naja, Gott hat das gesagt, aber wir sind klüger als Gott.“ Und dann sagt die Welt: „Was ist das für ein Quatsch?“ Also, natürlich wissen wir, auch wenn wir Gott ganz treu sind, wird es Feinde geben, es wird Verleumdung geben, ohne Frage. Aber generell verspricht Gott, es verschafft uns auch Anerkennung nach außen. Das ist interessant, oder?

[19:37] Selbst der ungläubigste Atheist heute muss zugeben, dass Luther ein großes Werk getan hat. Wenn jemand treu das tut, was Gott ihm aufgegeben hat, egal ob er das jetzt gern möchte oder nicht, das ist Weisheit. Aus Liebe zu Gott, seine Gnade verstehen und das tun, was er sagt. Das heißt, Daniel, Offenbarung zu verstehen ist eigentlich ganz einfach. Man muss diese Bedingungen erfüllen, denn wer die erfüllt, kann auch die schwierigen Stellen von Offenbarung und Daniel verstehen. Das ist was, was der Vers sagt, und das muss ganz tief in unser Gehirn hinein, weil irgendwas hat sich da festgesetzt, das sagt: „Naja, ich muss erst mal ein Experte sein, bevor ich das begreifen kann.“

[20:15] Jetzt lasst uns mal ein bisschen weitergehen zu dem Vers, den David genannt hat. Psalm 111, Vers 10. Und das ist nur einer von mehreren Stellen, wo derselbe Vers quasi vorkommt. In Sprüche kommt es auch noch mal vor. Psalm 111, Vers 10. Psalm 111 und dort Vers 10. Dort heißt es: „Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit. Sie macht alle einsichtig.“ Das heißt, alle werden weise. Unter welcher Bedingung? Genau, sie macht alle einsichtig, die sie befolgen. Sein Ruhm bleibt ewiglich bestehen. Das heißt, hier gibt es eine einfache Idee: Das Fundament. Also, wenn ich jetzt hier Weisheit habe, das Fundament, auf dem die Weisheit aufbaut, ist die Furcht Gottes. Es ist der Anfang. Das heißt, das Allererste, wenn ich Weisheit haben will, damit muss ich anfangen.

[21:33] Frage: Anfang, Furcht Gottes. Gibt es da schon einen Gedankengang, der durch euer Gehirn blitzt? Furcht Gottes, Anfang. Anfang, Furcht Gottes. Anfang, Furcht Gottes. Was fängt denn mit der Furcht Gottes an? Die Dreivereinigungsbotschaft beginnt mit den Worten: „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen, und betet den an, der gemacht hat Himmel, Erde, Meer und Wasserquellen.“ Das heißt, wenn die Furcht des Herrn der Anfang der Weisheit ist, was ist dann die Dreivereinigungsbotschaft? Das ist die Weisheit. Die Dreivereinigungsbotschaft ist Weisheit. Warum? Weil sie ist das ewige Evangelium.

[22:26] Das heißt, daraus können wir Schlussfolgerungen wegen Offenbarung 14, Vers 6 und 7, dass Weisheit das Evangelium ist. Das Wort Evangelium kommt im Alten Testament so richtig fühlend nicht vor. Aber was kommt ganz oft vor? Weisheit. Ist das Evangelium praktisch? Ist das Evangelium die Gnade Gottes verstehen? Bedeutet das Evangelium, dass ich gehorsam bin? Es ist genau diese Weisheit. Übrigens, das heißt, wenn ihr diesen grundlegenden Gedankengang verstanden habt, dann werdet ihr plötzlich die Weisheitsliteratur im Alten Testament ganz anders lesen. Dann ist plötzlich das Buch Sprüche nicht ein Buch nur von klugen Sprüchen. Das ist ein Buch über das Evangelium. Dann sind die Psalmen plötzlich ein Buch über das Evangelium. Dann ist das Prediger ein Buch über das Evangelium und so weiter und so fort.

[23:18] Kommen wir zu Sprüche 8. Das ist vielleicht eine der interessantesten Stellen. Sprüche Kapitel 8. Da muss ich euch eine interessante Frage stellen.

[23:28] Genau. Das Gesetz Gottes, das Wort Gottes, die Weisung Gottes. Das Gesetz Gottes beschreibt ja das Evangelium. Es weist auf das Evangelium hin. Ganz genau. Also, wenn ihr da einfach mal eingibt „Weisheit im Alten Testament“, da habt ihr bestimmt 170 Verse oder so, über den Daumen gepeilt. Die könnt ihr alle zu Hause nachschauen. Die schaffen wir heute nicht, aber die sind sehr interessant zu studieren.

[23:59] Schaut mal in Sprüche 8, da haben wir die Weisheit, die redet. In Vers 1 ruft nicht die Weisheit laut und lässt nicht die Weisheit ihre Einsicht, die Einsicht, ihre Stimme vernehmen. Was also bedeutet: Weisheit hat eine Stimme. Jetzt schaut mal, was die Weisheit sagt in Vers 22: „Der Herr besaß mich am Anfang seines Weges, er etwas machte vor aller Zeit. Ich war eingesetzt von Ewigkeit her, vor dem Anfang, vor den Ursprüngen der Erde. Als noch keine Fluten waren, wurde ich geboren. Als die wasserreichen Quellen noch nicht flossen, die Berge eingesenkt wurden und so weiter und so fort.“ Und dann heißt es hier in Vers 30: „Da war ich Werkmeister bei ihm.“ Vielleicht steht bei euch auch „Liebling“ oder „Schoßkind“. Das Wort eigentlich heißt Werkmeister. Die alte Luther-Bibel sagt auch Werkmeister. Die besten Übersetzungen sagen, aber es ist, wie gesagt, hat beide Bedeutungen. Aber eigentlich ist es hier Werkmeister, denn es geht um die Erschaffung der Welt. Die Weisheit sagt: „Ich war der Werkmeister bei ihm.“

[24:58] Hahaha. Wo kommt die Weisheit zum ersten Mal vor? Bei den Werkmeistern. Jetzt, wer spricht denn hier eurer Meinung nach? Jesus war der Werkmeister. Durch ihn ist alles geschaffen worden. Alles, was entstanden ist, ist durch ihn entstanden. Es ist nichts entstanden, was nicht durch ihn entstanden ist, sagt die Bibel. Er ist der Schöpfer, er ist der Werkmeister. Er ist die Weisheit.

[25:22] Ach, übrigens, ganz kurz nur: Wenn das stimmt, ist dann Jesus geboren worden? Steht doch da. Ist er geboren worden? Aber da steht, er ist geboren worden vor der Erschaffung der Welt. Ist er geboren worden vor der Erschaffung der Welt? Das heißt, der Parallelismus zeigt deutlich: Er ist geboren worden, aber nicht im Sinne von, er hat vorher nicht existiert, sondern das Wort „geboren worden sein“ ist hier ein Symbol für „eingesetzt worden sein in ein Amt“. Die Bibel sagt, dass er geboren worden ist, als er Schöpfer wurde, also als er das Amt bekam, die Welt zu erschaffen. Er ist geboren worden, als er auf die Erde kam, um Erlöser zu sein. Er ist auch geboren worden, sagt die Bibel, durch seine Auferstehung. Er ist geboren worden durch die Auferstehung, weil er jetzt ins Amt des Hohenpriesters eingesetzt wird. Psalm 2 sagt, dass er geboren worden ist, um König zu sein. Das heißt, diese Idee: „Er ist geboren worden“ meint, dass er eingesetzt worden ist in sein Amt.

[26:30] Und woher wissen wir das? Wenn es nicht buchstäblich bedeuten würde, dass er geboren worden wäre, dann würde es ja bedeuten, dass es eine Zeit gab, wo es ihn nicht gab. Und Sprüche 8 selbst, obwohl er von vielen Antitrinitariern als der Abschnitt benutzt wird, ist der beste Abschnitt dagegen. Denn, schaut mal nochmal, was in Sprüche 8, Vers 22 steht: „Der Herr besaß mich am Anfang seines Weges.“ Wenn die Weisheit Jesus ist, wer ist dann hier der Herr? Gott, der Vater. Seit wann gibt es dann die Weisheit? Seit es Gott gibt, vom Anfang seines Weges.

[27:08] Ein bisschen philosophisch jetzt, aber seit es Gott gibt, gibt es die Weisheit. Er sagt: „Vom Anfang seines Weges war ich da, vor aller Zeit.“ „Im Anfang war das Wort, das Wort war bei Gott, das Wort war Gott.“ Das ist die gleiche Idee wie im Neuen Testament. Das heißt, gab es eine Zeit, wo Gott der Vater alleine war? Nein, dann hätte er den Anfang seines Weges gehabt und später wäre die Weisheit dazugekommen. Dann hätte es nämlich einen Zeitpunkt gegeben, wo Gott keine Weisheit gehabt hätte. Und da sieht man also, wo eigentlich die ganze Idee hinläuft, mit dieser Idee, dass Gott, dass Jesus geboren worden ist, buchstäblich. Aber das ist nicht unser Thema.

[27:36] Wir haben also gesehen: Die Weisheit ist ein Synonym für Christus selbst. Denn Jesus, ist Jesus das Evangelium? Jemand hat mal gesagt, auf Englisch heißt es: „Hanging on the cross, Christ was the Gospel.“ Als er am Kreuz hing, war Christus das Evangelium.

[27:57] Gibt es einen Vers in der Bibel, der sagt, dass Jesus die Weisheit ist? Wo? Es ist in 1. Korinther 1. Schaut mal, 1. Korinther 1, Vers 30. Ganz toller Vers.

[28:14] Aber wir bleiben gleich in 1. Korinther. Schaut mal, 1. Korinther 1, Vers 30. 1. Korinther 1, Vers 30: „Aber durch ihn seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht worden ist zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung.“ Unsere Weisheit ist Christus, unsere Gerechtigkeit ist Christus, unsere Erlösung ist Christus, unsere Heiligung ist Christus. Er ist alles.

[28:45] Und wenn in Offenbarung 13, Vers 18 steht: „Hier ist Weisheit“ und alle dann zu 666 springen und sagen: „Oh, was ist die 666? Das ist das Wichtigste im Vers.“ Dann verpassen wir das Bibel und sagen: „Hier ist Christus. Hier ist das Evangelium.“ Nur wer das Evangelium versteht, nur wer Christus nachfolgt, hat eine Chance, Offenbarung 17, Offenbarung 13, all diese Verse zu verstehen. Deswegen heißt ja das Buch auch „Die Offenbarung Jesu Christi“. Und das dürfen wir nicht vergessen. Wir dürfen nicht sagen: „Ah ja, das Weisheit, ja, ja, ich muss ein bisschen klug sein, unwichtig. Lass uns zu den 666 gehen.“ Ganz im Gegenteil. Das Zentrum ist die Weisheit. Hier ist Weisheit.

[29:30] Schaut mal in 1. Korinther 1, Vers – wir fangen schon an in Vers 17. Da macht der Paulus ein ganz tolles Argument. Weltliche Weisheit, göttliche Weisheit. Schaut mal, was er sagt in Vers 17: „Denn Christus hat mich nicht gesandt, zu taufen, sondern das was zu verkündigen? Das Evangelium.“ Anderes Wort für Evangelium? Weisheit, genau. Also er sagt: „Gott hat mich gesandt, die Weisheit, das Evangelium zu verkündigen.“ Und zwar wie? Nicht in Redeweisheit, also in Rhetorik, in klugen Worten, in geschliffener Rede, mit vielen Fach- und Fremdwörtern und Fußnoten und, ja, akademisch korrekt. Nicht in Redeweisheit.

[30:09] Hätte das Paulus gekonnt? Paulus war der, ich persönlich bin der Meinung, dass Paulus der wahrscheinlich beste Theologe aller Zeiten war. Ich kenne keinen anderen Theologen, der so tief schreibt wie Paulus. Aber Paulus, habt ihr mal in seinem Buch irgendwelche Fußnoten gefunden und irgendwie Anhänge und Kommentatoren und Rabbi X und Y schreibt? Das hat er gar nicht nötig gehabt. Der schreibt Vers mit Vers verglichen. Viele unserer heutigen Theologen, die denken, sie wären besonders tiefgründig, wenn sie irgendwie tausendseitige Dissertationen schreiben und davon sind neunundneunzig Seiten Zitate von anderen Doktoren, die dann widerlegen. Paulus hat das aber nicht gemacht. Warum? Damit nicht was passiert: Das Kreuz zunichte wird. Hat jemand eine andere Übersetzung als „zunichte“? „Entkräftet“. Was heißt denn entkräftet? Hat denn das Kreuz Kraft? Warum hat das Kreuz Kraft? Weil es die Weisheit ist und die Weisheit ist das Evangelium. Und Paulus sagt in Römer 1, Vers 16: „Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist Gottes Kraft.“

[31:17] Aber was passiert, wenn ich über das Evangelium wissenschaftlich, akademisch, rhetorisch geschliffen rede? Ich nehme dem Evangelium die Kraft. Und was passiert dann? Es bleibt eine lose Hülle übrig, eine Theorie, die man akademisch beweisen oder widerlegen kann, die aber die Menschen nicht mehr verändert. Und genau das passiert heutzutage. Moderne Theologie nimmt dem Evangelium die lebensverändernde Kraft und lässt nur noch eine theologisch begründete Hülle zurück. Paulus hat das verstanden.

[31:57] Jetzt schaut mal weiter, was er sagt in Vers 19: „Denn es steht geschrieben: ‚Ich will was machen? Zunichte machen die Weisheit der Weisen und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.‘“ Vers 20: „Wo ist der Weise? Wo der Schriftgelehrte? Wo der Wortgewaltige dieser Weltzeit? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht?“ Und mir gefällt dieser Vers, weil eigentlich hätte er antworten können: „Hier, er war der Schriftgelehrte, er war der Wortgewaltige dieser Welt.“ Aber er hat sich verändern lassen. Die Weisheit der Welt hat Gott zur Torheit gemacht.

[32:39] Vers 21: „Denn weil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte – was das bedeutet, ist enorm. Alle Philosophie, alle griechisch geprägte dieses Denken in hohen Kategorien, abstrakt und so tief, und Theosophie und was es alles gibt – all das, da komme ich nicht durch zu Gott. Aber wie kann ich Gott erkennen? Indem ich einfach die praktische Arbeit tue, die Gott mir aufgegeben hat. Der Farmer kann Gott erkennen, aber der große Philosoph nicht.“ Das ist erstaunlich, oder? Das ist, was Jesus gesagt hat: „Ich preise dich, Herr, dass du es vor den Klugen verborgen hast und es denen unbedingt offenbart hast.“

[33:31] Und die große Herausforderung, gerade für Menschen, die vielleicht dahin tendieren – es gibt ja manche Menschen, die haben gar nichts mit Philosophie am Hut oder mit großem Denken oder menschlicher Weisheit, aber manche Menschen tendieren dazu. Die große Herausforderung für Menschen, die zu menschlicher Weisheit tendieren, ist diese Demut zu sagen: „Ich will mich unter Gottes Wort stellen und Gottes Wort soll mich korrigieren. Ich will nicht über Gottes Wort philosophieren, sondern ich will praktisch das tun, was Gottes Wort sagt.“

[33:44] Ja, das ist interessant. Das heißt, die Weisheit Gottes ist überall eigentlich zu sehen. Das ist ja, was Paulus sagt im Römerbrief. Wenn man die Schöpfung schaut, wenn man in die Bibel schaut, da ist ja Weisheit pur. Das ist ja auch für den Intellekt eigentlich hoch ansprechend. Aber die klügsten Köpfe heute schauen mit den besten wissenschaftlichen Methoden in den menschlichen Körper hinein und können genauestens erklären, wie er funktioniert, wie kein Computer eigentlich funktioniert. Also so komplex, und sie erkennen trotzdem Gott nicht. Das ist das, das ist unbegreiflich fast, aber das ist, was Gott sagt.

[34:25] Jetzt gehen wir ein bisschen weiter in Vers 24 – Verzeihung, Vers 22. „Während nämlich die Juden ein Zeichen fordern und die Griechen was verlangen?“ Weißt du, Alter, selbst die Bibel sagt, dass dieses Weisheitsdenken kommt wirklich von den Griechen. Das ist griechisches Erbe, von den griechischen Philosophen. Die haben das erfunden, größtenteils. Und heute, selbst unser ganzes Erziehungssystem, unser Bildungssystem basiert ja im Wesentlichen noch auf diesem griechischen Prinzip. Und Paulus hat damals schon davor gemeint: Die Griechen hatten dieses Prinzip der Wissenschaften und des Denkens, wenig körperliche Beschäftigung, sondern viel Sitzen, Lesen, Denken, Lesen, Denken, und je weniger Körper, desto klüger ist man, so nach dem Motto. Und die hatten übrigens auch dieses Prinzip, dass je besser du bist, desto mehr Preise bekommst du, desto mehr akademische Grade bekommst du. Und wenn du dann besonders gut bist, dann wirst du erst... Das haben wir heute auch. Ich war Bachelor, Master, Doctor. Das ist alles. Aber das ist nicht unser Thema heute. Kann man mal studieren.

[35:28] Gehen wir mal weiter und schauen uns Vers – ich wollte in 1. Korinther 2 anschauen. Schaut mal in 1. Korinther 2, Vers 1. „So bin auch ich, meine Brüder, als ich zu euch kam, nicht gekommen, um euch in hervorragender Rede oder Weisheit das Zeugnis Gottes zu verkündigen, sondern“, sagt er in Vers 4: „Und meine Rede und meine Verkündigung bestanden nicht in überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft.“

[35:53] Diese Männer, die Gott damals berufen hat, die wurden von dem Heiligen Geist mit Weisheit ausgestattet. Und was Paulus sagt, der übrigens auch ein Zeltmacher war, dass wahre Weisheit besteht im praktischen Ding. Wahre Weisheit bringt Kraft in die Verkündigung. Wahre Weisheit hilft mir, das Wort Gottes so zu verstehen, wie es eigentlich gemeint hat, und wahre Weisheit hilft mir, es anderen kraftvoll zu verkündigen. Und dann können wir noch – ihr könnt das ganze erste, zweite Kapitel lesen, das ist die ganze Zeit dieses Thema.

[36:46] Schaut mal in Vers 6. Ne, nicht Vers 6. Wir lesen in noch Vers 6. „Wir reden allerdings Weisheit unter den Greisen, aber nicht die Weisheit dieser Weltzeit, auch nicht die Herrscher dieser Weltzeit, die vergehen, sondern wir reden was? Gottes Weisheit im Geheimnis, die verborgene.“

[37:03] Jetzt, was sagen die meisten Menschen über Daniel, Offenbarung? Verschlossen, geheim, kann keiner verstehen, Buch mit sieben Siegeln. Aber die, die Gottes Weisheit haben, für die ist es ein offenes Buch. Jetzt, wenn man fragt, auch in der Gemeinde, wie viele Leute das Buch Daniel, Offenbarung wirklich als offenes Buch empfinden, da werdet ihr erstaunt sein, wie viele eigentlich denken: „Naja, für mich ist es persönlich geschlossen, ich verstehe dann nicht viel.“ Das hat nichts damit zu tun, dass man wenig studiert hat, das hat vor allem was damit zu tun mit dieser praktischen Weisheit. Sehr interessanter Gedanke.

[37:40] Weiter in Vers 10: „Uns aber hat es Gott geoffenbart durch seinen Geist, denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes und so weiter.“ Vers 13: „Und jetzt kommt der entscheidende Punkt. Und davon reden wir auch nicht in Worten, die von menschlicher Weisheit gelehrt sind, sondern in solchen, die vom Heiligen Geist gelehrt sind.“ Und jetzt kommt die Methode: Indem wir was tun? Geistliches geistlich erklären.

[38:02] Was macht der normale Wissenschaftler, wenn er etwas Geistliches in der Bibel findet? Wie erklärt er das? Natürlich, er liest von einem Wunder und fragt sich: „Oh, wie könnte dieses Wunder passiert sein?“ Und dann denkt er so lange nach, bis er eine natürliche Erklärung gefunden hat. Er sieht die Schöpfung und fragt sich: „Was für eine natürliche, menschliche Erklärung gibt es dafür?“ Aber wenn ich etwas geistlich, geistlich erklären soll, wie mache ich das dann in der Praxis?

[38:30] Also nehmen wir ein Beispiel an. Um ein Beispiel zu nehmen, die 666. Diese Zahl ist noch auf dem 13. Vers 18. Wie geht der menschliche Wissenschaftler, der menschliche Philosoph, der menschliche Weise voran? Nach diesem Text? Was würde der machen? Ja, wie? Gib mir mal ein Beispiel. Wie würde ein Mensch – damit wir erkennen, woran man menschliche Weisheit erkennt.

[39:03] Genau, man könnte zum Beispiel Zahlenarithmetik betreiben. Ja, irgendwelche Zahlenspiele. Okay, was können wir noch machen? Wo vergleichen? Wo vergleichen? Das ist ja ein entscheidender Punkt. Genau, man könnte zum Beispiel gucken, gibt es irgendwo in anderen Religionen, in anderen Büchern der Weltliteratur gibt es auch die Zahl 666? Oder gibt es den vielleicht in der römischen Literatur irgendwo? Hat der Johannes vielleicht aus irgendwelchen römischen Tagebüchern irgendwelche Senatoren was abgeschrieben? Gibt es irgendwelche Quellen, auf die man das zurückführen könnte? Gibt es vielleicht irgendeinen Sonnengott gegeben, der die Zahl 666 auf der Brust gehabt hat, irgendwo in Ephesus, ja? Irgendwelche historischen, archäologischen Beweise suchen und sagen: „Das ist die Erklärung.“

[39:57] Was macht der bibeltreue Zeltmacher, Farmer, Handwerker, was auch immer unser Beruf ist, was macht der? Er vergleicht Bibelfers mit Bibelfers. Und da wir alle die Bibel haben, können wir das alle tun. Die Welt denkt: „So ein Schwachsinn. Das ist doch völlig ungelehrt.“ Aber es ist genau das ist Gottes Kraft. Und das hat den Miller vor vielen anderen Theologen ausgezeichnet. Der hat einfach die Bibel genommen, die Konkordanz, hat Bibelfers mit Bibelfers studiert. Das werden wir das nächste Mal dann machen, wenn wir die 666 angehen. Wir werden das studieren aus der Bibel.

[40:32] Aber der entscheidende Punkt ist der: Wenn wir treu sind und wenn wir praktisch Gottes Willen in unserem Leben umsetzen, dann können wir mit der Bibel in der Hand die Probleme der Bibel, soweit sie Gott offenbart hat natürlich, und es zeigt Schritt für Schritt, und der weltliche Philosoph mit all seinen hohen Titeln, mit seinem fünfmal so hohen Intellekt als unserem, kann sie nicht lösen. Und das ist ein Geheimnis, aber ich finde, das ist eine ganz tolle Sache. Was meint ihr? Das ist super, oder? Und das ist, glaube ich, auch ein Grund, warum Gott den Stolz der Menschheit bestraft.

[41:02] Wir enden heute, indem wir noch folgenden Vers lesen. Das haben wir gelesen. Schaut mal mit mir in Jakobus 1, Vers 5. Vielleicht sagt jetzt jemand von euch, von denen, die zuschauen: „Mir fehlt es an dieser Erfahrung, Bibelfers mit Bibelfers zu vergleichen. Mir fehlt es an dieser Erfahrung, einfach praktisch die Aufgabe, die Gott mir gibt, umzusetzen. Mir fehlt es an dieser Erfahrung, das Evangelium praktisch in meinem Leben auszuleben, damit andere mein Licht erkennen.“ Dann sagt die Bibel in Jakobus 1, Vers 5: „Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen wie gibt, gern und ohne Vorwurf, oder willig.“

[42:01] Mit anderen Worten: Er sagt nicht: „Du hast keine Weisheit, warum tust du nicht?“ Wenn wir sagen: „Herr Gott, ich brauche Weisheit, und zwar diese biblische Weisheit“, dann gibt er gern und ohne Vorwurf, so wird sie ihm gegeben werden. Die Bibel sagt: „Hier ist Weisheit.“ Mitten dieser Endzeitszenarien, mitten dieser dramatischen Szenen auf Offenbarung 13 sagt die Bibel: „Hier ist Weisheit.“ Und die Frage ist: Wer ist so klug, wer ist so weise, dass er das einsieht? Wie Hosea 14, Vers 12 sagt: Wer ist so weise, dass er diese praktische Weisheit in sein Leben nimmt? Denn das kann jeder von uns, und das muss jeder von uns.

[42:40] Das heißt, mitten auf Offenbarung 13, in dem Vers, wo es die 666 vorkommt, ist eigentlich ein Vers über das Evangelium. Und nur unter dem Hintergrund werden wir dann die Zahl 666 besser verstehen können, was damit eigentlich gemeint ist. Das machen wir nächstes Mal. Heute wollen wir Gott bitten, dass er uns was schenkt? Weisheit. Und nicht vergessen: Der Anfang der Weisheit ist die Furcht Gottes. Wenn ich Gott nicht fürchte, wenn ich seine Gebote nicht halten möchte, wenn ich keine Liebe zu ihm habe, werde ich niemals diese Weisheit haben. Es fängt mit der dreifachen Engelsbotschaft an, das Evangelium als Kraft in meinem Herzen. Christus in uns, die Hoffnung der Herrlichkeit. Sie macht uns weise, und dann werden wir unsere Aufgaben so vollenden können, wie diese weisen Handwerker im Heiligtum. Amen.

[43:31] Lass uns noch gemeinsam niederknien zu einem Gebet. Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass wir dein Wort studieren konnten, dass du uns gezeigt hast, was eigentlich biblisch mit der Weisheit gemeint ist. Hab Dank, dass du uns gezeigt hast, dass es nicht ein großer Intellekt oder viel Lebenserfahrung sind, sondern die praktische, ja die Einstellung in der Praxis, das zu tun, was du uns sagst. Egal, ob es eine kleine oder große Aufgabe ist, das macht uns wirklich weise. Und dann können wir auch die großen und schwierigen Probleme der Bibel verstehen und in unserem Leben anwenden. Wir danken dir, dass du uns nicht nach unseren natürlichen Gaben beurteilst, sondern nach unserer Willigkeit, deine geistlichen Gaben anzunehmen und umzusetzen. Dafür loben und preisen wir deinen Namen. Amen.

[44:28] Damit wünschen wir euch Gottes Segen. Kommt gut nach Hause und wir sehen uns nächste Woche wieder zu 18:45, Teil 1 am Scheideweg, und dann wirklich zur Rechnung 666 und was damit zusammenhängt. Gottes Segen in euch. Amen.


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