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Word Dokument – CSH_2014_Q2_L11

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In dieser Cannstatt Study Hour-Lektion mit Thomas Kasunic wird die Beziehung zwischen den Aposteln und dem Gesetz Gottes beleuchtet. Es wird erklärt, wie das Gesetz, die Gnade und das Evangelium miteinander verbunden sind und wie sie zusammenwirken, um Erlösung zu ermöglichen. Die Lektion betont die Bedeutung des Gesetzes als Ausdruck von Gottes Charakter und die Notwendigkeit der Gnade, um es halten zu können.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2014 Q2: Christus und sein Gesetz

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[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf joelmedia.de. Schön, dass ihr eingeschaltet habt und ich begrüße auch alle, die auf adtv zugeschaltet sind. Schön, dass auch ihr zugeschaltet habt und dass wir jetzt gemeinsam eine weitere Lektion gemeinsam studieren dürfen. Hier aus unserer Sabbatschule Lektion Christus und das Gesetz. Diesmal mit dem Thema das Gesetz und die Apostel oder die Apostel und das Gesetz Gottes.

[0:50] Und bevor wir anfangen, lasst uns noch kurz unser Haupt neigen und Gott bitten, dass er gegenwärtig ist. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr, dass wir dein Wort haben, dass wir es studieren dürfen, dass wir Erkenntnis gewinnen dürfen über deinen Charakter, über dein Wesen, über deinen Plan der Erlösung. Herr, wir möchten ganz besonders über die Zeit der Apostel sprechen und wie sie das Gesetz gehalten haben, wie sie zum Gesetz standen und möchten dich bitten, dass du uns durch deinen Heiligen Geist uns jetzt in deine Wahrheit leitest und wir danken dies und bitten es in deinem Namen, Herr Jesus. Amen.

[1:24] Das Gesetz des Lebens ist mit untilgbaren Buchstaben in jedes Element, in jeder Faser, in jedem Kristall geschrieben und diese Gesetze regeln das Leben, die Materie und man kann sagen, die ganze Energie. Nun, die Verletzung dieser Gesetze bedeutet Zerstörung. Die ganze, die ganze Welt, das ganze Weltall gehorcht dem Willen des Schöpfers. Nur der Mensch, von Satan versucht, übertrat durch sein Sündigen die Gesetze des Schöpfers.

[2:07] Und Paulus machte dies schon deutlich in Römer Kapitel 5 Vers 12, wo er sagt: "Darum, gleich wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen hingelangt ist, weil sie alle gesündigt haben. Denn schon vor dem Gesetz war die Sünde in der Welt, wo aber kein Gesetz ist, da wird die Sünde nicht in Rechnung gestellt."

[2:32] Der Gedanke, der dahinter steckt, ist der: Wir sprechen heute oft über Gesetz. Auch die Apostel damals sprachen über das Gesetz. Nur vergessen wir oftmals, wenn wir sowieso schon aus der Lektion sehen, wie die einzelnen Apostel Petrus, Paulus, Jakobus, Johannes die Gesetze klar hielten – das kommt auch ganz deutlich aus den Lektionen hervor – wollen wir uns doch lieber noch vertieft einen Blick werfen, was wir heute oftmals vergessen. Nicht nur, dass es um Gesetz geht, natürlich geht es um das Gesetz, aber es geht hier auch um die Gnade und das Evangelium verbunden mit dem Gesetz.

[3:13] Denn was wir heute oftmals erleben ist, dass wir immer von Gnade sprechen und von der Liebe. Das Gesetz wird dabei oftmals auch immer auf die Seite geschoben. Die Apostel damals haben diesen Aspekt oft zusammengeführt, weil sie gesagt haben, man kann die Dinge nicht einfach trennen, denn das Gesetz, die Gnade und das Evangelium sind Partner. So ist das Gesetz auf der einen Seite wichtig und es ist die Grundlage dessen, worauf sich der ganze Erlösungsplan aufbaut. Aber das Gesetz allein rettet nicht nur, denn es bedarf die Gnade Gottes zur Erlösung durch das Evangelium.

[3:52] Eine weitere Aussage, die Paulus hier macht im Römerbrief, Kapitel 8, Vers 20, dort heißt es: "Die Schöpfung ist nämlich der Vergänglichkeit unterworfen, nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung hin." Und das ist die Hoffnung, die jeder Mensch haben kann. Die Hoffnung, erlöst zu sein. Die Hoffnung, auf der neuen Erde zu sein.

[4:22] Seit dem Fall des Menschen gibt es im menschlichen Herzen eine Feindschaft gegen Gott und sein vollkommenes Gesetz. Und das sagt auch Paulus im selben Kapitel im Römer 8, im Vers 7, wo er sagt: "Weil nämlich das Trachten des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist, denn es unterwirft sich dem Gesetz Gottes nicht und kann es auch nicht." Warum, werden wir nachher gleich sehen.

[4:46] Seit die Menschen zu Sündern wurden, haben sie versucht, getrennt von Gott und seinem Gesetz zu leben. Viele nehmen an, dass sie niemals für diese Haltung verurteilt werden und meinen, dass Gott keinen Grund habe, sie zu verdammen. Das ist Hochmut und anmaßendes Denken, das total in die Irre führt. Hat alles, und das ist die Frage, die wir uns stellen können, einschließlich des Glaubens, ein Gesetz?

[5:12] Nun, die Antwort findet sich in Römer 3, Römer Kapitel 3, Vers 27. "Wo bleibt nun das Rümen? Es ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Das der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens." Und dann sagt er weiter in Vers 28: "So kommen wir nun zu dem Schluss, dass der Mensch durch den Glauben gerechtfertigt wird, ohne Werke des Gesetzes."

[5:49] Heute haben wir oft mal das Problem, und es lag auch oft bei mir am Anfang der Fall, wenn man nur genug tut für Gott, erfüllt man sicherlich irgendwo in mancherlei Aspekte sein Gesetz. Die Bibel ist hier ganz klar, nur durch das Gesetz des Glaubens ist es möglich.

[6:10] Nun, die Beziehung zum Sünder bedarf einer Möglichkeit, wie zum Beispiel des Sittengesetz, die Beziehung des Sittengesetzes zum Sünder. Nun, was ist das Sittengesetz? Was sind die zehn Gebote? Das Gesetz ist der Ausdruck des Willen Gottes. Es ist die Darstellung seines Charakters. Kennen wir. Das Gesetz ist heilig, es ist gerecht und gut und vor allem geistlich.

[6:36] Und Paulus macht uns ja auch hier im Römerbrief in diesem Aspekt schon deutlich. In Römer 7, Vers 12 und Vers 14 heißt es: "So ist nun das Gesetz heilig und das Gebot ist heilig, gerecht und gut." Vers 14: "Denn wir wissen, dass das Gesetz geistlich ist. Ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft." Ich kann geistliche Dinge auch nur geistlich unterscheiden. Ich kann das Gesetz auch wirklich nur aus der geistlichen Perspektive verstehen. Und wenn ich nicht daran glaube, ist selbst diese Geistlichkeit nichtig.

[7:16] Es ist die ewige und unveränderliche Verhaltensregel, die Gott uns gibt. Und das wurde schon im Alten Testament deutlich. Im Psalm 119 zum Beispiel kommt es ganz deutlich zum Ausdruck. Im Psalm 119, Vers 89: "Auf ewig, o Herr, steht dein Wort fest im Himmel." Und im Vers 152 lesen wir auch: "Längst weiß ich aus deinen Zeugnissen, dass du sie auf ewig gegründet hast."

[8:10] Von Anfang an war das Gesetz bestehen. Denn solange es Gott gibt und Gott hat keinen Anfang, gab es das Gesetz. Denn das Gesetz spiegelt den Charakter Gottes wider. Sünder finden göttliche Hilfe in Jesus Christus.

[8:25] Kein Sünder kann Gottes Sittengesetz, die zehn Gebote, durch seine eigene Kraft halten, seit er durch die Sünde geschwächt wurde. Er wird von seiner sündhaften Natur beherrscht. Nur dadurch, dass Jesus Christus in ihm ununterbrochen lebt, also Christus in uns lebt, kann der Gläubige, der sich ihm übergeben hat, durch den Heiligen Geist erst die Gebote halten.

[8:52] Auch hier hat damals schon Paulus an die Philipper geschrieben, in Philipper Kapitel 4. Philipper Kapitel 4, Vers 13. Das machte er deutlich, als er einen Dankesbrief für die Gaben an die Philipper schreibt, wo er sagt: "Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus."

[9:25] Er hat das Prinzip verstanden und hat auch damals den Gemeinden mitteilen müssen, die exakt mit diesen Problemen zu kämpfen hatten, mit dieser Verständnisfrage zu kämpfen hatte, machte er ihnen deutlich: Alles ist möglich, aber nur dann, wenn Christus in uns lebt, jeden Tag.

[9:44] Jesus wird sich dem Gläubigen aufzwingen. Es ist eine Sache unserer Entscheidung und unserer Bereitschaft, wenn wir ihm erlauben, in uns zu wirken. So sagt es auch der Vers. Die Aufnahme des Lebens Jesu Christi anstelle unseres eigenen Lebens und ständige Unterordnung unter seine Leitung ist der Weg, um den Sieg zu erlangen.

[10:00] Und auch zu den Galatern schrieb er diesen Gedanken, in Galater 2, Vers 20, wo die Besonderheit darauf hinführte: "Ich bin mit Christus gekreuzigt und nun lebe ich, aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat."

[10:27] Wir müssen verstehen, dass wir heute genauso unter den selben Regeln zu leben haben. Wir kennen das Gesetz, wir sind das Volk des Buches. Das Gesetz ist die Grundlage, worauf sich hier alles aufbaut. Aber wir können um das Gesetz reden, debattieren, diskutieren, philosophieren, menschliche Gedanken mit einweben, aber alles wird nichts bringen und es wird niemals die richtige klare Aussage bekommen, wenn wir es nicht geistlich betrachten, dadurch, dass Christus in uns lebt. Der Heilige Geist führt uns zur Wahrheit.

[11:05] Kann der gefallene Mensch überhaupt das Sittengesetz halten? Römer 8, Vers 7 sagt Paulus ganz klar: "Auch sind nicht alle, weil sie Abrahams Samen sind, Kinder, sondern in Isaak soll dir ein Name genannt werden." Entschuldigt, ich bin verrutscht, nicht Kapitel 9, Kapitel 8. Römer Kapitel 8, Vers 7: "Weil nämlich das Trachten des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist, denn es unterwirft sich dem Gesetz Gottes nicht und kann es auch nicht."

[11:43] Wir hatten den Text vorhin schon gelesen. Einige Theologen sagen, mit Christus wurden die zehn Gebote ans Kreuz geheftet. Deshalb sind sie für uns nicht mehr verbindlich und das können wir auch zum Beispiel sehen in Kolosser, Kapitel 2, Vers 14. Auch schon damals kam dieser Grundgedanke auf. Kolosser 2, Vers 14. Wir können auch Vers 13 schon lesen: "Er hat auch euch, die ihr tot wart in den Übertretungen und dem unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, mit ihm lebendig gemacht, indem er euch alle Übertretungen vergab am Kreuz. Und er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, die durch Satzung uns entgegenstand und hat sie aus dem Weg geschafft, indem er sie ans Kreuz heftete."

[12:33] Dieser Vers allein kann natürlich, wenn man ihn nur aus dem Kontext heraus nimmt, so verstehen: Jesus hat das Gesetz ans Kreuz geheftet. Wir müssen es nicht mehr erfüllen. Unsere Schuld ist vergeben. Jetzt gilt nur noch Gnade und durch die Gnade die Erlösung.

[12:54] Einige Menschen behaupten, dass der wiedergeborene Christ von der Verantwortung frei sei, das Sittengesetz Gottes zu halten, da er unter der Gnade steht. Nun, hat diese Behauptung eine biblische Grundlage? Um die Unrichtigkeit dieser Begründung erkennen zu können, wollen wir ein Beispiel bringen. Warum sind Menschen im Gefängnis? Doch etwa deswegen, weil sie gegen das Gesetz verstoßen haben oder etwa nicht?

[13:24] Nun, da sie das Gesetz verletzt haben, sind sie unter dem Gesetz. Sofern aber die Regierung jemanden begnadigt, so ist dieser dadurch von der Verurteilung zwar frei, er ist jedoch nicht davon befreit, das Gesetz dennoch zu halten. Wenn ich über Rot fahre und es gibt ein klares Verkehrsgesetz und ich fahre über Rot und verursache dadurch einen Unfall, wo jemand zu Schaden kam und ich deswegen ins Gefängnis gehe, stehe ich unter dem Gesetz. Wenn ich meine Zeit abgebüßt habe und ich habe mir meinen Führerschein und fahre wieder Auto, darf ich dann weiterhin die rote Ampel überfahren?

[14:18] Christus bezahlt die Strafe für das gebrochene Gesetz und er lässt Gnade walten über den, die an ihn glauben und sich ihm übergeben. Meine Frage: Wer steht alles unter dem Gesetz? Römer 3 Vers 23 macht uns Paulus hier deutlich.

[14:43] Römer 3 Vers 23: "Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten." Und das Gleiche können wir auch lesen in Kapitel 6 Vers 15. "Wie nun, sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne!" Und das macht uns deutlich und das haben alle Apostel verstanden. Weil wir sündigen, stehen wir unter dem Gesetz.

[15:21] Wir haben das Gesetz gebrochen und ja, es ist die Gnade Gottes, der seinen Sohn gesandt hat, dass wir leben können, indem Jesus Christus für uns die Sünden ans Kreuz genommen hat, weil er das einzigste Opfer, das wahre Opfer ist, das gültig ist vor dem Gericht, das Einspruch heben kann im Gericht. Das Blut, das reinigt von den Sünden, aber es ist nicht der Freifahrtschein zu sagen zu können, es gibt kein Gesetz mehr.

[15:50] Denn was für einen Sinn gäbe es dann überhaupt jetzt im himmlischen Heiligtum Gericht zu halten, wenn es kein Gesetz gibt? Die Gnade ist verbunden mit dem Gesetz, das ist richtig, aber nur Gnade allein zu behaupten, dass wir dadurch das Gesetz nicht mehr bräuchten, weil wir die Gnade Gottes ja haben, das sei ferne.

[16:09] Wer ist unter dem Gesetz? Jeder, der es bricht. Und meine Lieben, wie oft brechen wir denn schon allein in Gedanken das Gesetz Gottes. Beides, Gesetz und Gnade sind notwendig. Warum benötigt der Sünder Gnade? Gnade ist nur dann notwendig, wenn ein Gesetz übertreten oder jemand verurteilt wurde. Würde es kein Gesetz geben, gäbe es auch keine Sünde mehr.

[16:43] Römer 5, Vers 13 macht es ja deutlich: "Denn schon vor dem Gesetz war die Sünde in der Welt, wo aber kein Gesetz ist, da wird die Sünde nicht in Rechnung gestellt", sagt Paulus. Wenn es aber keine Sünde gibt, wozu brauchen wir dann überhaupt Gnade? Gnade, die unverdiente Gunst Gottes, ist moralische und geistliche Kraft, ein neues Leben zu führen.

[17:07] Und auch da schrieb der Apostel an die Korinther im zweiten Korintherbrief, Kapitel 12, Vers 19. 2. Korinther 12, Vers 9, entschuldigt bitte, 2. Korinther 12, Vers 9: "Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in den Schwachen vollkommen. Darum will ich mich am liebsten viel mehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus bei mir wohne."

[17:39] Ihr Lieben, wie oft gestehen wir ein, dass wir schwach sind, dass wir von uns aus, von unserer Schwachheit aus, das Gesetz niemals halten können. Dazu ist die Gnade erschienen, die Herrlichkeit Gottes, der uns die Kraft geben will, in unserer Schwachheit zu überwinden, das Gesetz halten zu können, auf dem Gesetz zu stehen, auf dem Gesetz zu wandeln und nicht erschlagen zu werden unter dem Gesetz. Es ist auch dein Wunsch.

[18:10] Wenn es aber, wenn diese innenwohnende Kraft stark genug ist, um uns zu halten, zu führen, um das Halten des Gesetzes zu führen, wird es uns auch befähigen. Und das sagt auch in Römer 8, Vers 4, Paulus in diesem Zusammenhang.

[18:29] Römer 8, Vers 4: "Damit die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit in uns erfüllt würde, die wir nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist." Wir können vielleicht noch Vers 3 dazu lesen: "Denn was dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch kraftlos war, das tat Gott, indem er seinen Sohn sandte in der gleichen Gestalt wie das Fleisch der Sünde und um der Sünde willen und die Sünde im Fleisch verurteilte."

[19:00] Wir können aus unserer fleischlichen Natur, es ist ja schon ein Widerspruch an sich, der sündhafte Natur in unserem fleischlichen Gelüsten, in unserem, so wie es die Bibel schreibt, in unserem fleischlichen Dasein, kann niemals vereint sein mit dem Gesetz Gottes. Dazu brauche es die Gnade, dass wir die Kraft bekommen, dass wir die Hoffnung dahinter sehen, dass wir sehen, dass Christus sich darum bemüht, jeden Tag aufs Neue uns alles zu geben, was wir brauchen, damit wir das Gesetz Gottes erfüllen.

[19:42] Gott hatte der Menschheit ein Sittengesetz gegeben. Als der Mensch dies übertrat, hatte er nicht mehr die Kraft dafür, gemäß dieser Regel zu leben. Darum gab Gott den Menschen seine Gnade, das heißt die Kraft, sich nach dem Gesetz Gottes auszurichten. Das ist die Gnade.

[19:56] Gesetz und Gnade sind kostbare Geschenke, die wir von Gott erhalten haben. Sie stehen nicht im Widerstreit zueinander, sondern sie ergänzen sich und das ist so wunderbar daran. Gott lässt nicht einfach uns nur dastehen und sagen: "Erfüllt das Gesetz, erfüllt das Gesetz, sonst kommt ihr nicht in den Himmel." Nein, Gott sagt: "Ich schenke euch meine Gnade, denn nur aus meiner Gnade, aus der Kraft meiner Gnade hin zum Gesetz ist es möglich."

[20:32] Wir haben die folgenden Worte des Apostel Paulus schon gelesen. "Sollen wir denn in der Sünde beharren, auf dass die Gnade Gottes mächtig werde? Das sei ferne. Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne." Römer 6, Vers 1, Vers 2 und Vers 15.

[20:59] Nicht zu sündigen bedeutet, das Sittengesetz Gottes zu befolgen durch die göttliche Gnade. Den Heiligen Geist wirken zu lassen bedeutet, im Einklang mit den Grundsätzen des Gesetzes Gottes durch die Gnade zu leben.

[21:13] Welches sind die erhabenen Grundsätze? Wir sollten Gott und unseren Nächsten lieben. Die Liebe zu Gott drückt sich durch das Halten der ersten vier Gebote des Gesetzes aus, während die Liebe zum Nächsten durch das Halten der restlichen sechs Gebote kundgetan wird. Ein Mensch, der nach diesen Geboten durch die Gnade Gottes und die Kraft des inwohnenden Christus lebt, ist frei von Verdammung. Und in deiner und meiner Seele wird es Frieden und Harmonie geben. Ist es nicht auch dein Wunsch?

[21:51] Ein Christ hält nicht deshalb das Gesetz, um sich Gottes Gnade und seine Erlösung zu verdienen. Das allein wäre nur Menschenwerk, sondern er hält es, weil er Gnade empfangen hat. Er wurde errettet durch den Glauben an Christus und durch die Gnade Gottes hat er die Kraft empfangen, den Geboten Gottes gemäß zu leben.

[22:11] Hast du das Verlangen danach, den Willen Gottes zu tun? Oder hast du deine eigene Regeln in deinem alltäglichen Leben? Ist es dein Verlangen, allen Willen Gottes zu tun, weil er ihn von ganzem Herzen liebt? Liebst du Gott von ganzem Herzen? Das ist die Frage, die wir uns jeden Tag stellen müssen. Wenn wir Gott nicht von ganzem Herzen lieben, werden wir immer ein Problem mit seinem Gesetz haben.

[22:50] Und das hat schon Paulus verstanden, wo er sagte: "Ich elende Mensch, was kann ich denn von mir aus tun, wenn ich nicht einmal die Liebe Gottes in mir habe?" Gesetz und Gnade sind in ihm vollkommen ineinander übergegangen. Darum können wir tatsächlich sagen, dass Gesetz und Gnade Partner sind.

[23:07] Wir können uns die Frage stellen: Welches ist der Sinn des Gesetzes? Welches ist der Sinn der Gnade? Nun, Paulus sagt uns in Römer 7, Vers 7: "Was wollen wir nun sagen? Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne! Aber ich hätte die Sünde nicht erkannt, außer durch das Gesetz; denn von der Begierde hätte ich nichts gewusst, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte: Du sollst nicht begehren."

[23:41] Hier macht Paulus schon ganz klar, das Sittengesetz zeigt mir, es ist ein Spiegel. Würde ich nicht in diesen Spiegel schauen, würde ich keine Flecken in meinem Gesicht, in meinem Körper erkennen können, um es reinigen zu lassen durch Christi Blut. Wie oft schauen wir denn in den Spiegel Gottes auf sein Gesetz, um uns fragen zu können: Wo habe ich noch Flecken her, die beseitigt werden müssen? Wo gibt es sündhafte Stellen, die durch dein Blut gereinigt werden müssen, Herr Jesus?

[24:18] Das Evangelium ist Gottes Antwort auf die Forderung des Gesetzes. In welcher Beziehung stehen Gesetze und Evangelium zueinander? Das Gesetz ist Gottes Maßstab für die Gerechtigkeit. Es ist Gottes Forderung an diejenigen, die mit ihm in alle Ewigkeit und im Einklang leben möchten.

[24:31] Und sagt uns ja schon der Text Offenbarung 22 Vers 14, und darauf haben ja schon sämtliche, also im Prinzip alle Apostel darauf hingearbeitet. Das ist das Ziel, worauf es ankommt, worauf alle hinstreben. Offenbarung 22 Vers 14: "Glückselig sind, die seine Gebote tun, damit sie Anrecht haben an den Baum des Lebens und durch die Tore in die Stadt eingehen können."

[24:57] Frage: So handhabe ich es mir gerade passt, habe ich ein Anrecht auf den Baum des Lebens? Kann ich durch die Tore der Stadt des neuen Jerusalems eintreten? Die Bibel ist ja ganz klar: Nein. Das Gleiche lesen wir auch in Matthäus, in Matthäus Kapitel 19.

[25:11] In Matthäus Kapitel 19 und dort Vers 17. Matthäus 19 Vers 17 heißt: "Er aber sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein. Willst du aber in das Leben eingehen, so halte die Gebote."

[25:52] Nachdem der Mensch in Sünde gefallen war, wurde er moralisch schwach und unfähig, dieses göttliche Gesetz aus eigener Kraft zu halten. Er war verloren. Und Gott erdachte in seiner Liebe und Barmherzigkeit zu uns Menschen den als Vergebung der Sünden durch Jesus Christus. Es bedeutet auch Umwandlung, Neuschöpfung, die Schöpfung eines neuen Menschen.

[26:17] Es ist das Geschenk göttlicher Kraft, die den Menschen befähigt, seine eigene Natur zu besiegen, weil diese Kraft stark genug ist, Sünde und Versuchungen zu überwinden. Solcher Mensch ist zum ersten Mal in seinem Leben in der Lage, den Forderungen des heiligen Gesetzes Gottes gerecht zu werden. Diese Kraft ist der inwohnende Christus, der durch den Heiligen Geist im Menschen lebt.

[26:48] Der Schöpfungsplan und der Erlösungsplan stehen nämlich auch in diesem Zusammenhang in einer Beziehung zueinander, aufgebaut auf dem Gesetz. Und hier sehen wir, dass der Erlösungsplan ein Vorhaben ist, das den Plan der Schöpfung unterstützen soll.

[27:05] Es ist einfacher, Materie zu erschaffen, als ein Volk zu erlösen, das durch die Sünde verloren ging. Gott sprach: "Es werde Licht", und es wurde Licht. Gott sprach: "Es werden Tiere im Wasser", und es wurden Tiere im Wasser. Aber Gott konnte nicht sagen: "Das ist mein Volk Israel, das ich aus Ägypten geführt habe, sei nun ohne Sünde."

[27:30] Es ist immer noch unsere Entscheidung, es ist unsere persönliche Entscheidung, ob wir Gott gehorchen wollen, aus Liebe zu ihm, weil wir erst verstehen müssen – das ist das, was auch die Apostel verstanden haben, durch die Lehren, die Jesus ihnen mitgegeben hatte –, dass Schöpfungsplan und Erlösungsplan mit dem Gesetz und der Gnade verbunden sind, dass sie sich gegenseitig unterstützen.

[27:57] Denn wohin sollte es denn führen? Es soll dahin führen, und das sagt Gott ja selbst, er möchte nicht, dass ein Mensch verloren geht. Aber ein Mensch kann nur verloren gehen, wenn er A, das Gesetz entweder nicht kennt oder B, das Gesetz zwar kennt, aber es nicht hält. Und Gott möchte, dass wir gerettet sind, dass wir nicht verloren sind.

[28:28] Aber es funktioniert nur dann, wenn wir tatsächlich verstehen, was Gott alles in die Waagschale wirft, damit sein Schöpfungsplan und der Erlösungsplan, wo sie sich gegenseitig ergänzen, aufgebaut auf der Struktur des Gesetzes Gottes und seiner Gnade.

[28:44] Wie viele Sünder oder Gesetzesbrecher werden denn auf der neuen Erde leben, die weiterhin das Gesetz brechen können? Nicht ein einziger.

[28:54] Erlösung fordert von Gott einen höheren Preis als Schöpfung, weil damit das Leiden, das Opfer und der Tod des Sohnes Gottes verbunden sind. Mit ihm, mit Gott leidet die ganze Gottheit.

[29:21] Der Zweck des Evangeliums ist es, den ehemaligen Zustand des gefallenen Menschen wiederherzustellen und ihm eine göttliche Natur zu geben, die ihm für das Leben nach Gottes Gesetz befähigt. Bist du ein Botschafter an Christi Stadt?

[29:34] Wenn du Menschen einlädst, in eine Stadt zu kommen, wo du ein Botschafter für diese Stadt bist, was ist dann das Erste, was du sagst? Sagst du: "Kommt herein in die Stadt Gottes, hier ist Friede, hier ist Freude, hier ist Liebe." Fehlt da nicht noch was? Es ist eine Stadt, es ist eine Nation und jedes Land, jede Nation hat ihre Gesetze, die man sich unterordnen muss.

[30:01] Denn wir haben ja den Gedanken angesprochen, wenn ich ein Gesetz übertrete, dann gehört man normalerweise ins Gefängnis und muss seine Strafe absitzen. Jeder Mensch, der willkommen ist und jeder Mensch ist willkommen in der Stadt Gottes, ist auch die Botschaft, dass es dort ein Gesetz gibt, ein Gesetz der Freiheit, der Freiheit von Sünde, frei von Sünde zu sein, weil dort das Gesetz des herrlichen Gottes existiert, das seinen Charakter widerspiegelt.

[30:45] Und manchmal, und das fand ich sehr oft dubios, wenn ich viele Geschwister hörte, die sich über das Gesetz manchmal aufregten oder gesagt haben: "Naja, das Halten dieses Gebotes oder Gesetz ist es ja nicht so wichtig." Nun, wenn die Bibel sagt, dass das Gesetz Gottes den Charakter Gottes widerspiegelt, wieso folge ich dann Gott nach, wenn ich schon mit seinem Charakter ein Problem habe?

[31:15] Wieso arbeite ich nicht lieber an mir, so wie auch die Apostel an sich haben arbeiten lassen, weil sie verstanden haben, wenn ich Gott liebe, erkenne ich sein Gesetz verbunden mit seinem Charakter und dadurch die überfließende Gnade, die er uns übergeben möchte, damit wir in der Lage sind, das Gesetz zu halten. Entweder ich kämpfe dagegen an oder ich sage wie Paulus: "Ich elende Mensch, wer wird mich befreien aus dem Leib des Todes?"

[31:49] Wir müssen uns oftmals selbst eingestehen, dass wir, wenn wir über das Gesetz sprechen, dass wir auch gleichzeitig Gottes Charakter unter die Lupe nehmen und verurteilen oder je nachdem, wie wir über das Gesetz sprechen, aber wir sprechen damit gleichzeitig über den Charakter Gottes und wir sollten es uns nicht anmaßen, niemals anmaßen, irgendeinen Zweifel zu hegen über das Gesetz, irgendwie zu debattieren oder zu diskutieren über das Gesetz Gottes, ganz besonders in unserer Gemeinde.

[32:15] Niemals hat das Evangelium das göttliche Gesetz aufgehoben. Diese vollkommene Erlösung der Menschheit wurde von Gott bereits vor der Erschaffung der Erde geplant. Auch Petrus sagt uns ja dies schon in 1. Petrus Kapitel 1.

[32:31] 1. Petrus Kapitel 1 Vers 18 bis 20: "Denn ihr wisst ja, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, losgekauft worden seid aus eurem nichtigen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut des Christus als einem makellosen und unbefleckten Lamm. Vers 20: Es war zuvor ersehen vor Grundlegung der Welt, aber wurde offenbar gemacht in den letzten Zeiten um euretwillen."

[33:11] Dieser Vers ist sehr interessant. Dieser Grundstein wurde gelegt vor der Grundlegung der Welt, vor der Erschaffung der Welt, aber offenbar gemacht wurde es in den letzten Zeiten. In welcher Zeit? Wann hat die letzte Zeit begonnen? Der Erlösungsplan ist erschaffen vor der Grundlegung der Welt.

[33:41] Als die Sünde im Himmel begann zu wuchern, sie herausgeschmissen wurde und ein Überleben fand hier auf der Erde durch Adam und Eva. Gottes Heilsplan für den Sünder von der Bekehrung zur Rechtfertigung, zur Heiligung und schließlich zur Verherrlichung. Und wenn ich Gott verherrliche, trage ich sein Gebot auf meiner Stirn, in meinen Gedanken.

[34:06] Psalm 1 heißt, im Psalm Kapitel 1 die ersten drei Verse: "Ich sinne über dein Gesetz nach, wie oft? Tag und Nacht." Römer 8 Vers 30 bringt es auch noch mal zum Ausdruck, wo Paulus sagt in Römer 8 Vers 30: "Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen. Die er aber berufen hat, die hat er auch gerechtfertigt. Die er aber auch gerechtfertigt hat, die hat er auch verherrlicht."

[34:44] Was wollen wir nun hierzu sagen? Vers 31: "Ist Gott für uns, wer kann dann gegen uns sein?" Wer will uns denn nach menschlichen Gerichten verurteilen, wenn das universelle göttliche Gesetz hinter uns steht? Wenn wir zum göttlichen Gesetz stehen, komme, was wolle.

[35:03] Wie oft mussten denn die Apostel vor dem Hohen Rat stehen und den Glauben verteidigen aufgrund dessen, weil das Volk Gottes die Gesetze, die Gnade und die Erlösung vergessen haben, verworfen haben, vermischt haben mit anderen Gedankengut, die von Menschen kamen, sich erhoben haben über diese Dinge.

[35:27] Nun, auf geheimnisvolle Weise wandelt Gott die Natur des Sünders um und macht aus ihm einen Heiligen. Das ist der heilige Wandel, den wir alle zu durchstreiten haben. Er wird gerechtfertigt durch die Gnade Jesu. Die Natur Jesu wird die unserige und durch die Güte und Gerechtigkeit Jesu, die zu unserem Eigentum geworden ist, wird dem Gesetz vollkommen Genüge getan.

[35:59] Wir haben Jesus als unseren Vertreter der erlösten Menschen. Nach dem Evangelium wurde der Sohn Gottes zum Menschensohn. Er lebte in völliger Übereinstimmung mit dem Gottesgesetz und begann nicht eine einzige Sünde, sondern lebte inmitten einer bösen und sündhaften Welt, schon von klein auf. Und er lebte ein gerechtes Leben in dieser sündhaften Welt.

[36:31] Jesus bietet sein gerechtes Leben jedem an. Er schenkt es allen, die an ihn glauben und die in dem Glauben annehmen. Er gab sein Leben für uns, nahm selbst den zweiten Tod auf sich, um Menschen davor zu retten. Durch seinem Blut sind wir von allen Sünden gereinigt, wenn wir sie ihm bekennen.

[36:56] In 1. Timotheus wird auch hier nochmal dieser Gedanke deutlich. In 1. Timotheus 1, Vers 15 und 16: "Glaubwürdig ist das Wort und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu retten, von denen ich der Größte bin", schreibt Paulus selbst. "Aber darum ist mir Erbarmung widerfahren, damit an mir zuerst Jesus Christus alle Langmut erzeigte, zum Vorbild für die, die künftig an ihn glauben würden, zum ewigen Leben."

[37:31] Jesus Christus ist Vorbild in dessen, was er sagte, in dessen, was er tat, in dessen, was er dachte und woran er sich orientierte nach dem Gesetz.

[37:48] Jesus ist jetzt unser Vermittler, unser Hoherpriester im himmlischen Heiligtum. Das lesen wir aus Hebräer 9, Vers 24. Er ist ebenso Richter der Menschheit, sagt uns Johannes 5, Vers 22 und Vers 27.

[38:06] Wir wissen, dass wenn das Gericht im Himmel beendet sein wird, wird Jesus das zweite Mal auf diese Erde kommen und die Gerechtfertigten in den Himmel nehmen. Das lesen wir in Hebräer 9, Vers 27 und 28 und in 1. Thessalonicher Brief, Vers, 1. Thessalonicher Brief, Kapitel 4, Vers 16 und 17. Das könnt ihr dann auch im Manuskript nochmal durchlesen.

[38:35] Nun, das Evangelium war schon seit frühester Zeit bekannt. Adam, Abel, Seth und Noah opferten Lämmer als ein Sinnbild für das Kommen des Lammes Gottes, Jesus Christus. Henoch verstand Gottes Erlösungsbund und verkündigte die Herrlichkeit, herrliche Wiederkunft des Herrn in Judas 14 und 15.

[39:05] Nun, wenn wir uns nochmal alles durch den Kopf gehen lassen in Bezug auf das, was die Apostel schon damals erkannt hatten, was sich auf das Gesetz bezog, nicht nur was wir in dem Lektionsheft lesen, sondern das Verständnis, das wir auch heute haben müssen in Bezug auf Gesetz, Gnade und Evangelium, dann wissen wir auch, dass das Sittengesetz ein Abbild hat. Und dieses Abbild, wodurch auch das Evangelium sichtbar wird, ist der Gottesdienst in der Stiftshütte.

[39:36] Wir kennen all die Gerätschaften in der Stiftshütte. Wir wissen, dass es drei Abteilungen gab. Wir wissen vom Vorhof, wo Waschbecken und Brandopferaltar standen. Wir wissen von dem Bereich im Zelt, die erste Abteilung, das Heilige, wo Schaubrotisch, Räucheraltar und der siebenarmige Leuchter stand. Und der letzte Bereich in der Stiftshütte, das Allerheiligste, wo die Bundeslade, der Gnadenthron stand und das Gesetz Gottes verwahrt wurde.

[40:12] Und das sind die Stufen eines Gläubigen, der Christus annimmt und durch seine Gnade hindurch geht. Und wir haben schon viele Themen angesprochen gehabt diesbezüglich. Und wir sehen, dass das Ziel unserer Pilgerreise, unseres heiligen Wandels, das ist, dass wir Christus, dass wir Gott verherrlichen, der auf dem Thron sitzt und selbst das Gesetz repräsentiert.

[40:47] Wie weit, inwieweit repräsentieren wir heute das Gesetz? Als Mose auf dem Berg Sinai in der Gegenwart Gottes war, erhielt er nicht nur die zehn Gebote, sondern auch das Evangelium in Form des Zeremonialgesetzes und des Gottesdienstes in der Stiftshütte. Sie waren Schatten des Evangeliums und die Apostel haben es auch so verstanden.

[41:12] Das lesen wir in 2. Mose 24, Vers 12, Vers 18 und genauso in Kapitel 25, Vers 8. Gott wusste, dass kein Mensch ein heiliges Gesetz aus eigener Kraft halten kann. So ersann er einen Weg, durch den er selbst dessen Forderungen erfüllen konnte. Würde der Mensch einwilligen, dass Gott in ihm lebt, so würde Gott seinerseits sein Gesetz in dem sich ihm übergebenen Gläubigen halten. Gott selbst schreibt durch den Heiligen Geist sein Gebot in unser Sinn.

[41:40] Im Laufe der Zeit gingen der Sinn des Gottesdienstes in der Stiftshütte und die Bedeutung des Zeremonialgesetzes in Israel verloren. Man konnte ihre tiefe Bedeutung nicht mehr verstehen. Weder die der Erlösung, noch der Heiligung sowohl des Körpers, als auch der Seele. Und das machen auch diese Verse deutlich.

[42:07] In Kolosser 2, Vers 14, wir können auch schon Vers 13 lesen: "Er hat auch euch, die ihr tot wart in den Übertretungen und in dem unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, mit ihm lebendig gemacht, indem er euch alle Übertretungen vergab. Und er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, durch die Satzung uns entgegenstand und hat sie aus dem Weg geschafft, indem er sie ans Kreuz heftete."

[42:32] Jetzt verstehen wir den Sinn. Es heißt nicht, Christus hat das Gesetz ans Kreuz geheftet, wir müssen es nicht mehr erfüllen. Nein, die tiefe Bedeutung das zu verstehen, durch die Erlösung und die Heiligung für Körper als auch Seele, das ist, dass solange in uns die Sünde herrscht, werden wir unter dem Gesetz sein.

[42:56] Die Schuldschrift wird nicht aufgehoben. Was die Schuldschrift, die bis zu diesem Zeitpunkt aufgehoben wurde, war der Schuldschein, den Gott gegeben hatte für jedes Opfertier, das der Mensch für seine Sünden gegeben hatte im Alten Testament. Im Glauben daran, dass das wahre Lamm Gottes diesen Schuldschein, der ausgefüllt wurde, den Gott ausgefüllt hatte, am Kreuz angeheftet wurde und gelöscht wurde. Das ist das einzige Gesetz, was nicht mehr gültig ist. Das Opfergesetz.

[43:39] Deswegen zerriss auch der Vorhang im Tempel, als Jesus starb. Diese Schuldschrift wurde ausgelöscht. Aber auch deine und meine Schuldschrift kann ausgelöscht werden, solange wir unter der Gnade auf dem Gesetz wandeln. Nicht unter dem Gesetz. Aber es ist nicht aufgelöst. Es ist so lange nicht aufgelöst, bis im himmlischen Heiligtum das Gericht abgeschlossen ist und es kein Blut mehr für den Sünder zur Vergebung seiner Sünden gibt.

[44:11] Jeder Mensch benötigt das Gesetz Gottes, seine Gnade und sein Evangelium. Und das ist so dieses dreieinige Denken. So wie es einen Vorhof, das Heilige und das Allerheiligste gibt, gibt es den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist, gibt es das Gesetz Gottes, seine Gnade und sein Evangelium. Jesus Christus ist die Verkörperung des Evangeliums.

[44:39] Erlöst sein kann jemand völlig und nur durch Christus vollbracht werden, der stärker ist als das Gesetz. Nämlich durch Gott selbst. Er bezahlt den Preis für die Sünde. Er ist bereit, durch den Heiligen Geist in jedem sich ihm übergebenen Menschen zu leben und ihm zu helfen. Möchtest du diese Verheißungen annehmen?

[45:05] Die Apostel haben es damals verstanden. Sie lebten in diesem Geist. Sie verkündeten es in diesem Geist.

[45:26] Gott gibt uns die Möglichkeit, nach jeder moralischen Forderung des Gesetzes zu leben und uns auszurichten. Im Gericht rechnet Jesus jedem geretteten Menschen sein unvergängliches Leben zu, seine Gerechtigkeit.

[45:39] Die Grundlage des Gesetzes und des Evangeliums ist die Liebe. Gott ist die Liebe. Die Gnade Gottes und das Evangelium hätten keinen Sinn, wenn es kein Gesetz und keine Verdammung gäbe, sagt unsere Römer 4 Vers 15. Aus diesem Grunde stehen Gesetz und Gnade miteinander im Gleichgewicht.

[46:00] Und das wird deutlich jetzt in den mehreren Textstellen, das ihr dann auch in dem Manuskript lesen könnt. Beide haben dieselbe Grundlage, die Liebe Gottes. Beide haben dasselbe Ziel, die Errettung des Menschen. Gott ist die Liebe, sagt uns 1. Johannes 4 Vers 16. Gottes Gesetz ist Liebe, sagt uns Römer 13 Vers 10 und Matthäus 22 Vers 37 bis 40. Gnade ist Liebe, sagt uns Epheser 2 Vers 8 und Johannes 3 Vers 16. Das Evangelium ist Liebe, laut Epheser 3 Vers 19.

[46:39] Am Kreuz von Golgatha waren Gesetz und Gnade vollkommen verbunden. Dass Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen, sagt uns Psalm 85 Vers 11. Wer wird der Gerechte im Gericht oder wie wird der Gerechte im Gericht bestehen?

[46:58] Lasst uns zum Abschluss noch diese zwei Verse lesen in Römer 3, in Römer 3 Vers 22 oder vielleicht ab Vers 21. "Jetzt aber ist außerhalb des Gesetzes die Gerechtigkeit Gottes offenbar gemacht worden, die von dem Gesetz und den Propheten bezeugt wird. Nämlich die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben an Jesus Christus, die zu allen und auf alle kommt, die glauben. Denn es ist kein Unterschied und Gott macht auch keinen Unterschied in dem Punkt."

[47:35] Wir Menschen neigen immer gern dazu, einen Unterschied zu machen, aber Gott macht hier keinen Unterschied. Wir lesen im letzten Vers in Epheser 5 Vers 27, wo es heißt:

[47:51] Epheser 5 Vers 27: "Damit er sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, sodass sie weder Flecken, Runzeln noch etwas ähnliches habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei."

[48:10] Christus erwartet seine Gemeinde und er möchte sie zurüsten. Und genauso haben damals die Apostel bei der Entstehung der Gemeinden versucht, dass diesen Brüdern und Schwestern damals klar zu machen, wer vor Gericht bestehen kann. So sollten auch uns heute diese, diese dringliche Botschaften der Apostel auch heute für uns dieselbe Bedeutung haben, wie damals den Brüdern und Schwestern in Ephesus, in Galatien, in Rom, wo auch immer das Evangelium durch die errettende Botschaft der Gnade und des Gesetzes in die Ohren der Menschen eindrang.

[48:48] So sollte es für uns auch umso wichtiger sein, dass wir das Gesetz hochhalten. Paulus hatte das Gesetz Gottes stets hochgehalten, aber auch gezeigt, dass das Gesetz selbst keinerlei Kraft erhalte, um die Menschen von der Strafe des Ungehorsams zu retten, solange Christus, der Heilige Geist, nicht in uns lebt.

[49:17] Das ist auch mein Wunsch an uns alle, dass wir das Gesetz Gottes so verstehen, wie damals die Apostel es verstanden haben, damit auch wir in der Lage sind, in unseren Gemeinden, da wo Unstimmigkeiten herrschen, da wo versucht wird, aus dem Kontext Gesetz und Gnade auseinanderzuziehen, der Erlösungsplan dadurch vernichtet wird, der Schöpfungsgedanke dadurch zerrissen wird, dass wir klar zum Gesetz stehen können, sagen: Alles ist miteinander verbunden, man kann es nicht auseinanderreißen.

[49:47] Möge es auch unser Drang sein, klar und deutlich zu stehen, auch wenn wir vor dem Hohen Rat stehen würden, wie damals Petrus vor dem Hohen Rat stand und bekannte, dass er dazu steht, was er empfangen hat und es verkündigt. Gott segne uns dabei und ich wünsche uns allen, dass wir nicht nur das, was wir jetzt gelesen haben, einfach nur begreifen, dass das Gesetz wichtig ist, sondern dass wir verstehen, dass Gnade, Gesetz, Erlösungsplan und Schöpfungsplan miteinander vereint ist.

[50:11] Dass Christus nicht das Gesetz aufgehoben hat, nein, sondern er hat die Schuldschrift, der alten Schuldscheine am Kreuz geheftet, er hat es erfüllt und für die kommende Generation vorbereitet. Aber solange wir noch leben, stehen wir unter der Beobachtung des Gesetzes. Die Frage ist nur, sind wir unter dem Gesetz oder wandeln wir auf dem Gesetz?

[50:39] Es ist mein Wunsch an uns alle, dass wir auf dem Gesetz wandeln, dass wir den Menschen die Gnade des Gesetzes den Menschen weiterbringen können und dadurch auch die Liebe Gottes, die dahinter steht, dass wir selbst die Liebe Gottes ausleben. Das ist mein Wunsch an uns alle und ich wünsche uns dazu gottesreichen Segen.

[51:05] Und möchte vielleicht noch mal zum Abschluss ein kurzes Gebet sprechen. Unser lieber Vater im Himmel, wir können von uns aus nichts tun. Auch das, was wir gelesen und verstanden haben, lässt es uns doch manchmal ohnmächtig erscheinen, wenn wir vor deinem Gesetz stehen, das dein Charakter widerspiegelt und wir selber sehen, wie viele Runzeln und Flecken wir noch haben.

[51:37] Hierbei danke ich dir aber so sehr, dass du uns deine Gnade schenkst, deine Kraft schenkst durch deinen Heiligen Geist, durch Jesus Christus, dass wir in der Lage sind, einen heiligen Wandel zu begehen, dass wir dein Gesetz erfüllen und halten können und dass das Gesetz nicht einfach nur ein Sittengesetz ist, sondern dass es viel mehr ist, dass dahinter dein ganzer Erlösungsplan und dein Schöpfungsplan steckt, dass du nicht möchtest, dass ein Mensch verloren geht, denn jeder soll durch das Gesetz und durch das Blut Jesu, der das Gesetz erfüllt hat, erlöst werden.

[52:12] Herr, wir bitten dich so sehr, dass du uns helfen möchtest als deine Kinder in deiner Gemeinde, dass wir in der Lage sind, dieses Gesetz zu halten, dass wir wie damals die Apostel dazu stehen können, auch wenn wir verurteilt werden, dass wir klar und deutlich aussprechen können, wofür wir stehen, was wir empfangen haben und was wir weitergeben, dass wir uns nicht schämen, dass wir deine Nachfolger sind und dass du dich nicht schämen musst, dass wir deine Brüder sind.

[52:46] Herr, wir danken dir so sehr für dein Wort, das uns so klar und deutlich zeigt, dass das Gesetz seine Gültigkeit hat, vor dem Beginn der Schöpfung der Welt bis in Ewigkeit. Hilf da, wo wir das Gesetz noch nicht ganz verstanden haben oder wo wir es auch übertreten haben. Möchtest du uns vergeben, Herr, und uns helfen, dass wir durch deine Kraft des Heiligen Geistes zu überwindern werden. Wir danken dir, Herr, dass du uns alles gibst, was wir dazu brauchen. Wir danken dir, dass du so ein wunderbarer, gnädiger, liebender Gott bist. Amen.

[53:26] Ihr Lieben, ich wünsche euch Gottes reichen Segen in dem Studium und freue mich schon auf das nächste Thema, wenn es um das Gesetz und die Gemeinde Gottes geht. Und ich wünsche euch bis dahin Gottes reichen Segen und für das Sabbatschulgespräch auch gute Gedanken und eine feste Entscheidung für das Gesetz Gottes. Amen.

[53:56] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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