In diesem Teil des Offenbarungsseminars wird der Vers 14,4 aus der Offenbarung behandelt, der von den 144.000 spricht. Christopher Kramp erklärt die Bedeutung des Erkauftseins durch das Blut Jesu und die Rolle der Erstlinge als Vorboten der gesamten Ernte. Er beleuchtet, wie die Charakteristika der 144.000 als Beweis für Gottes Gesetzestreue und die Kraft des Glaubens dienen.
Offenbarung 14:4 – Teil3
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Neues Testament, Offenbarung, Offenbarung, ProphetieWeitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:00] So, hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid. Schön, dass ihr eingeschaltet habt oder später die Aufnahme anschaut. Heute mit dem dritten Teil aus Offenbarung 14 Vers 4. Heute kommen wir zu den Erstlingen, den Erstlingsfrüchten. Das wird ein sehr spannendes Studium. Ich hoffe, ihr freut euch schon darauf. Wir sind immer noch dabei, die Charakteristiken der 144.000 jener letzten Generation zu erörtern und zu studieren. Und vor allem möchten wir davon etwas lernen, damit wir Teil dieser Gruppe sind, oder? Und so möchten wir den Heiligen Geist bitten, jetzt bei uns zu sein. Und ich lade euch ein, für jeden Abend mit mir niederzuknien zum Gebet.
[0:47] Lieber Vater im Himmel, hab du herzlichen Dank für all das, was du heute für uns getan hast. Hab Dank, dass du bei uns gewesen bist, dass du uns Mut gemacht hast und Freude geschenkt hast. Und hab Dank, dass wir jetzt auch dein Wort öffnen dürfen. Wir möchten dich bitten, dass du uns ganz deutlich zeigst, was dein Wort uns heute zu sagen hat. Dass wir erkennen, was in unserem Leben getan werden muss, durch dich und durch deinen Geist, damit wir zu jener Gruppe, den 144.000, gehören können. Wir danken dir für deine Führung bisher und bitten dich, dass du jetzt alle Störende fernhältst und dass die Offenbarung direkt zu unserem Herzen sprechen kann. Im Namen Jesu, Amen.
[1:29] Offenbarung 14 und dort Vers 4. Letzte Woche haben wir gesprochen, weiß jemand noch, was für eine Eigenschaft wir letzte Woche behandelt haben über die 144.000? Die Nachfolge, richtig? Wir folgen dem Lamm nach, wohin es auch geht. Wir haben über Nachfolge gesprochen und was es bedeutet, wohin es auch geht. Wir lesen am besten nochmal den ganzen Vers. Offenbarung 14 und dort Vers 4. Diese sind es, die sich mit Frauen nicht befleckt haben, also die keine Bündnisse mit diesen falschen Kirchen angegangen sind. Denn sie sind jungfräulich, rein. Diese sind es, die dem Lamm nachfolgen, wohin es auch geht. Und diese sind aus den Menschen erkauft worden als Erstlinge für Gott und das Lamm.
[2:28] Sie sind erkauft worden aus den Menschen als Erstlinge für Gott und das Lamm. Gott ist Gott, der Vater und das Lamm ist Jesus Christus. Das haben wir ja deutlich gesehen. Und wir wollen uns ein bisschen jetzt anschauen, was das bedeutet. Zunächst einmal das Wort erkauft. Kennt ihr andere Bibelstellen? Fallen euch andere Bibelstellen ein, wo dieses Wort erkauft oder erkaufen eine Rolle spielt? Kaufen. Erkauft. Wo, aber dass Jesus uns durch sein Blut erkauft. Er hat der Sünde Seel bezahlt. Ja, ganz genau. Schaut mal mit mir in Offenbarung 5 und dort Vers 9. Durch das Blut Jesu. Offenbarung 5, Vers 9. Das heißt es: Sie sangen ein neues Lied, in dem sie sprachen: Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen, denn du bist geschlachtet worden und hast uns für Gott erkauft mit deinem Blut, aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen.
[3:46] Übrigens, an wen ergeht, an wen ergeht, oder was ergeht denn an alle Völker, Nationen, Stämmen und Sprachen? In der Offenbarung. Die drei Verengelsbotschaften, die wird zusammengefasst als das ewige Evangelium. Und die Kurzfassung des Evangeliums ist die gute Nachricht: Jesus ist für mich gestorben. Übrigens, habt ihr schon mal Menschen getroffen, die sagen, ich hab jetzt vor kurzem, jetzt am Wochenende, jemanden getroffen, der mir gesagt hat: Christopher, Jesus hätte eigentlich gar nicht sterben brauchen. Das war gar nicht Gottes Plan. Schon mal getroffen, jemand? Es gibt so einige Christen, die sagen, Jesus ist nur deswegen gestorben, weil die Menschen Gottes Plan nicht wirklich verstanden haben. Jesus hätte nur als Lehrer kommen sollen und er hätte dann die Wahrheit gepredigt und die Menschen hätten sich einfach bekehren sollen. Jesus hätte nicht sterben sollen. Da werden so ein paar philosophische Argumente angebracht, warum Gott denn seinen eigenen Sohn töten muss, nicht wahr? Nur um und so weiter und so fort. Aber wenn du den Vers genau liest und viele andere Verse in der Bibel, wird ganz deutlich: Jesus kam nicht nur um die Wahrheit zu lehren. Jesus kam, um einen Kaufpreis zu bezahlen.
[4:55] Wenn ihr einen Kaufpreis bezahlt, was wollt ihr dann auch haben? Das, was man gekauft hat. Aber wenn ihr das nehmt, was ihr haben wollt, ohne den Kaufpreis zu bezahlen, wie nennt man das dann? Diebstahl. Jesus ist nicht gekommen, die Menschen zu stehlen, sondern zu kaufen. Es gibt einen Preis. Denn der Mensch durch seine Sünde hat sich ja eigentlich rein rechtlich dem Satan verschrieben. Durch seine Sünde hat er sich auf die Seite Satans gestellt. Und wenn ihr jemals daran zweifelt, ob es notwendig war, dass Jesus sterben muss, es hätte doch gereicht, wenn wir uns einfach Buße tun, dann erinnert euch an 1. Mose 3. In 1. Mose 3 haben wir Adam und Eva, richtig? Wie viele Sünden hatten sie getan? Eine Sünde. Und wie lange hat es gedauert, bis sie von alleine sich bekehrt haben und Buße getan haben? Sind sie von alleine zu Gott gekommen und haben gesagt: Oh, wir sehen, du bist so gut, du bist so gnädig? Sie sind gar nicht gekommen, Gott ging auf sie zu. Gott ging auf sie zu, warum? Weil sie nach einer Sünde Adam und Eva gar nicht mehr in der Lage waren, von alleine sich zu bekehren. Sondern, was hat sie geändert? Es war die Verheißung: Der Same wird kommen, wird der Schlange den Kopf zertreten, wird selbst verwundet werden, ein Symbol für den Tod Jesu. Erst als Gott das sagt, dass jemand kommen wird und die Schlange besiegen wird und dabei selbst Schaden nehmen wird, erst dann lesen wir, dass sie bereit sind, sich bekleiden zu lassen mit dem Lamm, erst wenn das Lamm geschlachtet ist.
[6:38] Das heißt, warum musste Jesus sterben? Unter anderem auch deswegen, weil ohne seinen Tod wir gar niemals hätten Buße getan. Buße ist nicht etwas, was wir Menschen alleine tun können. Die Bibel sagt an einer Stelle, dass Gott uns Buße geben möchte. Jesus ist gestorben, weil ohne seinen Kreuztod würden wir gar nicht sehen, wie schrecklich die Sünde ist. Wir würden gar nicht Buße tun. Also, wenn ihr mal diese Idee stoßt, schaut sie euch nicht weiter an, dann ist es einfach nur unlieblich und Quatsch. Aber nur, dass ihr mal wisst, dass es so etwas gibt. Also, durch das Blut Jesu sind wir erkauft worden.
[7:13] Es gibt eine andere Stelle, die so ganz ähnlich geht, in 1. Petrus. Vielleicht habt ihr auch die gemeint. In 1. Petrus 1, Vers 18 und 19. 1. Petrus, Kapitel 1, Vers 18 und 19, ist auch eine relativ bekannte Stelle. Dort heißt es, 1. Petrus 1, Vers 18 und 19: Denn ihr wisst ja, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold losgekauft worden seid, aus eurem nichtigen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut des Christus, als eines makellosen und unbefleckten Lammes.
[7:55] Das heißt, das Blut Jesu hat einen viel größeren Wert als Gold und Silber. Jetzt könnt ihr euch erinnern, wir haben ja gerade davon gesprochen, 1848 wird in Kalifornien Gold gefunden. Das wird dann publik gemacht und wir werden sehen, im nächsten Jahr bricht in Kalifornien buchstäblich die Hölle aus, weil dort alle Abenteurer zusammenkommen. Warum? Weil das Gold so attraktiv war. Die Menschen haben ihr Leben förmlich aufgegeben, ihr Leben zurückgelassen und haben dort in bescheidensten Baracken gelebt, in Zelten, nur um das Gold zu finden. Und die meisten sind trotzdem enttäuscht worden. Aber wie viele Menschen geben ihr Leben auf, sind bereit in Zelten zu leben wie Abraham, um den viel größeren Schatz, das Blut Jesu, zu finden. Das ist interessant, oder? Das Blut Jesu ist viel wichtiger und viel wertvoller als Silber und Gold und trotzdem hat es noch nie einen Rausch gegeben über das Blut Jesu, oder? Dass alle plötzlich alles haben stehen und liegen lassen und sich darauf geschmissen haben. Denn übrigens beim Blut Jesu gibt es keine Enttäuschung, da geht keiner leer aus, der dort wäscht. Das Blut Jesu ist für alle da.
[9:08] Übrigens, diese Idee, dass Gott seine Gemeinde, seine Gläubigen erkauft hat, ist sogar im alten Testament schon vorhanden. Zum Beispiel in den Psalmen. Psalm 74 und dort Vers 2. Psalm 74 Vers 2 ist einer der Psalmen von Asaph. Dort sagt er: Gedenke an deine Gemeinde, die du vor Zeiten erworben hast, an den Stamm deines Erbteils, den du erlöst hast. Also Erkaufen, Erwerben ist parallel mit Erlösen. Wenn es heißt, sie sind erkauft worden von den Menschen, dann sind das die Erlösten, die gelöst worden sind. Aus der Knechtschaft heraus gelöst. Dann sind sie lose gemacht, freigemacht, befreit.
[10:17] Übrigens, wollt ihr mal einen ganz tollen Vers lesen? Ich bin ja immer noch so nebenbei, habe ich immer so ein kleines Auge auf diese Frage mit der Gottheit Jesu und dem Heiligen Geist. Ihr wisst, das ist immer noch in manchen Gemeinden schwer diskutiert. Manchmal finde ich Verse, die habe ich noch nie in der Debatte gehört, dann denke ich: Meine Güte, der Vers macht es doch super deutlich. Schaut mal mit mir in Apostelgeschichte 20 Vers 28. Das ist mir letztens vor ein paar Tagen erst aufgegangen. Und das ist über die Frage, ob Jesus Gott ist. Mal sehen, ob ihr auch sehen könnt wie Apostelgeschichte 20 Vers 28. Das ist ein sehr interessanter Vers. Schaut mal in Apostelgeschichte 20 Vers 28. So habt nun acht. Das ist dieser Vers, wo Paulus dann zu den Ältesten von Ephesus spricht und sagt, da gibt es bald eine Attacke von innen. So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch zu aufsehen gesetzt hat. Und jetzt Achtung: Um die Gemeinde Gottes zu hüten, die er. Wem gehört die Gemeinde? Gott. Steht bei euch allen Gott? Wer ist er? Ihr habt weiter gelesen: Um die Gemeinde Gottes zu hüten, die er. Wenn da jetzt zu Ende wäre, was würdet ihr sagen, wer ist er? Gott, oder? Also habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch zu aufsehen gesetzt hat. Um die Gemeinde Gottes zu hüten, die er. Das bezieht sich auf Gott, oder?
[12:04] Und dann geht es weiter: Also Gott, durch sein eigenes Blut erworben hat. Könnt ihr alle sehen, dass der Vers alleine ausreichen würde, zu zeigen, dass Jesus Gott sein muss? Was sagt Elberfelder? Dass er ein eigenes Sohn ist? Ja, in Klammer, weißt du. Ah, ok. Durch das Blut seines eigenen, aber damit halt nichts mehr. Klammer Sohn ist, aber unten nochmal durch sein eigenes Blut. Genau, man hat das dann eingefügt, als Erklärung. Wahrscheinlich. Oder wenn es in Klammern geht. Wenn es in Klammern ist, ist es ja nicht im Originaltext. Ja, aber dieses durch sein eigenes ja schon. Durch sein eigenes Blut, genau. Oder verstehe ich das falsch, was du meinst? Durch das Blut seines eigenen, ja wahrscheinlich. Ach so, müssen wir nochmal nachschauen, ok. Ok, wie auch immer.
[12:55] Aber der eigentliche Punkt, den ich machen wollte, ist der: Wodurch ist die Gemeinde Gottes erworben worden? Durch das Blut, das Blut Jesu Christi. Und eins muss uns deutlich sein. Eins darf man als Teil der 144.000 nie vergessen: Ohne das Blut Jesu sind wir gar nichts. Manchmal fokussiert man sich bei den 144.000 einseitig auf das, was sie sind. Dass sie dann unsträflich sind, dass sie makellos sind, dass sie rein sind, dass sie jungfräulich sind. Dass ihr Charakter heilig ist. Und man vergisst manchmal fast, dass sie nur deswegen rein sind, weil sie durch das Blut Jesu reingewaschen worden sind. Man darf beim Studium der 144.000 niemals außer Acht lassen, dass bei aller Charakterheiligkeit, bei aller Sündlosigkeit und Makellosigkeit, die dort angesprochen wird, es immer das Blut Jesu ist. Nicht ihre eigenen Verdienste, ihre eigenen Werke. Es ist das Blut Jesu. Sehr, sehr wichtig.
[13:57] Schaut mal ganz kurz in 1. Korinther 6, Vers 20. Dieses Wissen, dass jemand für mich bezahlt hat. Stellt euch das mal vor, ihr seid im Gefängnis und jemand kommt und bezahlt eine hohe Kaution, um euch frei zu kaufen. Würdet ihr dieser Person dankbar sein, ja oder nein? 1. Korinther 6 und dort Vers 20. Diese Dankbarkeit Gott gegenüber, weil er uns erkauft hat, die zeigt sich in unserem Leben. Schaut mal in 1. Korinther 6, Vers 20. Denn ihr seid wie? Teuer erkauft. Nun, Frage: Wann bist du bereit viel Geld auszugeben? Wenn etwas wertvoll ist. Wann ist etwas wertvoll? Wer von euch würde tausende Euro für eine Briefmarke ausgeben? Hoffentlich niemand. Aber gibt es Leute, die das tun? Es gibt Leute, die sehen eine Briefmarke und ich weiß nicht, was die Blaue Mauritius kostet, aber die geben da Unsummen für aus. Oder für irgendwelche Gemälde. Ich erkenne ja gar nichts drauf. Irgendwelche moderne Kunst vielleicht. Aber manche Leute lieben das. Für sie ist das einen hohen Wert. Das heißt, der Wert einer Sache oder einer Person wird bestimmt durch die Menge an Geld, was ein anderer bereit dafür ist zu bezahlen. Der Wert wird bestimmt durch das, was ein anderer bereit ist dafür zu bezahlen. Und wenn sich niemand dafür interessiert, wird es wertlos, oder? Wenn ihr ein Haus habt, das irgendwo in der Pampa steht, völlig ohne jeglichen Reiz, und niemand will es kaufen, ist das Haus wertlos. Egal, wie viel Mühe ihr reingesteckt habt.
[15:54] Ich habe jetzt am Wochenende einen guten Freund von mir getroffen, der ist genauso verrückt nach Adventgeschichte wie ich. Und verrückt meine ich wirklich verrückt. Der sammelt so Originalzeugnisse aus der Zeit. Der hat zum Beispiel eines von sechs übrigen Exemplaren, die es auf der Welt gibt, von dem Papier »The True Midnight Cry« von Samuel Snow von 1844. Also das ist super wertvoll. Manche würden sagen, das ist Quatsch. Ich war vergilbt, zerrissen, kann man kaum lesen. Ich war weg damit. Entsorgen. Ich weiß nicht, wie viel er bezahlt hat, aber er hat eine ganze Menge dafür bezahlt. Es war ihm etwas wert.
[16:41] Und jetzt kommt der Gedanke: Warum hat Gott uns teuer erkauft? Jetzt objektiv gesehen, ich habe das vergessen, wie hoch ist der Wert eines Menschen, wenn man alle Chemikalien zusammennimmt? Bei sechs Euro oder so. Also alle Chemikalien des menschlichen Körpers zusammengenommen, in der Quantität wie sie da sind. Wenn man uns quasi im Chemielabor zusammenbauen wollen würde, wäre der Materialwert des Menschen irgendwas bei unter 10 Dollar auf jeden Fall. Materialkost, da kommen vielleicht noch ein paar Arbeitsstunden dazu. Aber das ist nicht der Wert des Menschen. Der Wert des Menschen wird nicht bestimmt durch das Material, was wir sind, sondern durch das, was jemand bereit war für uns zu bezahlen. Das ist seine Liebe. Aber die ist ja, in den Hymnen steht ja, dass sie überhaupt nicht kalt ist. Man kann sie nicht kaufen, das ist ein Geschenk. Wir können seine Liebe nicht kaufen, aber er musste uns kaufen. Er musste uns kaufen. Das heißt, wir konnten zwar nichts tun, um ihn zur Liebe zu bewegen, er liebt uns, aber weil er uns liebt, war er bereit, so viel zu geben. Und zwar nicht einfach nur die Schätze des Himmels, sondern sich selbst.
[17:55] Und wenn ihr jemals in eurem Leben so in ein dunkles Loch fallt oder mit dem Selbstwert kämpft, manchmal passiert es ja, dass man sich fragt: Was bin ich überhaupt wert? Die Menschen achten mich nicht, vielleicht hat man schwere Dinge erlebt in der Vergangenheit und man fragt sich: Bin ich wirklich etwas wert? Dann glaube ich, darf jeder Christ, ohne jetzt stolz zu werden, aber mit voller Freude sagen: Ich bin sehr viel wert. Ich bin ein Kind Gottes. Er hat mich geschaffen und er hat mich teuer erkauft. Er war bereit, viel für mich zu bezahlen. Und das ist, glaube ich, eine sehr große Sache. Und deswegen heißt es hier: Ihr seid teuer erkauft. Darum, weil das so ist, weil ich das verstehe, weil ich so einen Selbstwert haben darf, durch das Blut Jesu, das für mich vergossen worden ist, darum verherrlicht Gott in eurem Leib. Also mit dem, was wir mit unserem Körper tun. Was tun wir mit unserem Körper? Wir tun da Dinge hinein. Was wir essen, was wir trinken, wie wir mit unserem Körper umgehen. Und mit eurem Geist, also was wir uns anschauen, wo wir nachdenken, was wir uns anhören. All das, unser Leben, unser tägliches Leben, soll bezeugen, dass wir wissen: Gott hat etwas für uns bezahlt. Und die 144.000, das sind nicht die, die am meisten Theologie studiert haben, sondern das sind die, die verstanden haben: Gott hat mich erkauft. Und deswegen gehöre ich ihm. Ganz genau, er hat uns von der Sünde erkauft. Ganz genau, außer der Sklaverei nicht. Absolut. Er wäre vor allen gekommen. Er probiert uns. Er sieht, was uns geben soll. Das ist etwas, was wir gar nicht vorstellen. Und das ist diese Liebe. Absolut. Dankeschön, die Liebe, ganz genau.
[19:54] Jetzt, lasst uns mal anschauen, was bedeutet es, dass wir Erstlinge sind. Wir haben ja gesagt, manche übersetzen Erstlinge, und andere übersetzen Erstlingsfrüchte. Was sind diese Erstlingsfrüchte? Nun, schauen wir mal zurück ins alte Testament, um das ein bisschen besser zu verstehen. Wahrscheinlich habt ihr schon eine Idee, was die Erstlingsfrüchte sind, oder? Was meint ihr, was sind die Erstlingsfrüchte? Die erste Frucht, die reif ist. Schauen wir mal in 5. Mose 26. 5. Mose, Verzeihung, 5. Mose 26. Ein absolut spannendes Buch, 5. Mose. 5. Mose, 1., 2., 3., 4., 5. Mose, dann Kapitel 26, und dann Vers 1 und 2.
[20:51] Dort heißt es: Wenn du nun in das Land kommst, das dir der Herr, dein Gott, zum Erbe gibt, und es in Besitz nimmst, und daran wohnst, sollst du von den Erstlingen aller Früchte des Erdbohns nehmen, die du von deinem Land einbringen wirst, das der Herr, dein Gott, dir gibt, und sollst sie in einen Korb legen und an den Ort hingehen, den der Herr, dein Gott, erwähnen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen. Also, wenn Israeliten in das gelobte Land kommen, haben sie ein Feld, und sie bauen vielleicht Weizen an, oder sie bauen Gerste an, oder sie bauen Datteln an, oder Feigen, oder Oliven, oder was auch immer, und dann kommt die Zeit der Ernte, und die ersten Früchte, die sie ernten, kommen wohin? In einen Korb. Und mit diesem Korb gehen sie wohin? In den Tempel. Der Ort, das ist das, was es heißt, der Ort, wo Gott seinen Namen wohnen lassen wird, das ist dort, wo der Tempel sein wird, oder das Heiligtum, die Stiftshütte. Das war zuerst welcher Ort? Weiß es jemand? Das war Silo zuerst, genau, und dann wurde ja die Bundeslade gefangen genommen, und dann später stand sie an verschiedenen Orten, bis dann David sie nach Jerusalem gebracht hat, und dort der Tempel gebaut worden ist. Also später dann bezog sie das auf Jerusalem. Also die Erstlinge gehören wohin? Sie gehören zum Heiligtum, zum Tempel.
[22:13] Nun, schauen wir mal ein paar neuteste männliche Texte an, die uns zeigen, was der geistliche Aspekt hinter diesen Erstlingen oder Erstlingsfrüchten ist. Schauen wir mal in Römer 11, Vers 16. Römer 11, Vers 16. Dort heißt es: Wenn aber die Erstlingsgabe heilig ist, so ist es auch der Teig. Und wenn die Wurzel heilig ist, so sind es auch die Zweige. Was können wir daraus lernen? Was will dieses Bild uns sagen hier?
[23:25] Genau. Wenn wir mal ein anderes Adjektiv einsetzen würden: Wenn ich da eine Apfelernte habe, und ich pflücke die ersten Äpfel, und die sind dieses Jahr besonders gut, dann weiß ich, die Ernte wird gut. Wenn die ersten Äpfel alle Maden haben, oder die ersten Kirschen alle Maden haben, dann vermute ich wohl, dass die ganze restliche Ernte auch schlecht sein wird. Das heißt, die Erstlingsfrucht ist ein Indikator für den ganzen Rest. Die 144.000 mit ihrem Charakter sind sozusagen ein Beispiel für den ganzen Rest.
[24:00] Die 144.000 sind also nicht irgendwie heiliger als alle anderen Erlösten, oder? Es gibt mal so die Idee, bis kurz vor der Endzeit kann man auf dem normalen Weg erlöst werden, aber in der Endzeit muss man besonders heilig sein, weil man das ja teilt auf 144.000. Also Henoch und Abraham und Elia und Paulus mussten genauso heilig sein wie die 144.000. Nicht, dass man die Idee hat: Naja, Gott verlangt am Ende der Zeit eine andere Stufe, oder wie soll man sagen, eine doppelte Portion von Heiligkeit. Hat man immer so gedacht, nicht wahr? Sonst war es immer normal, aber jetzt am Ende der Zeit müssen wir uns doppelt anstrengen, weil Gott irgendwie nochmal die Latte... Die werden irgendwie heiliger, genau. Aber offensichtlich ist das nicht die wahre Bedeutung.
[24:44] Übrigens, wenn ihr mal lest, was alles über Henoch geschrieben ist oder über Elia, die buchstäblich in den Himmel gegangen sind, ohne den Tod zu sehen, dann haben wir so eine Idee, was Heiligkeit bedeuten kann. Schon hier auf dieser Erde, und zwar schon im Alten Testament, noch bevor Jesus gelebt hat. Der Henoch heißt es, der wandelte mit Gott, der hat jeden Tag so mit Gott gelebt, als wäre Gott neben ihm. Und ich glaube, wenn man das tut, dann ist man heilig, oder? Wenn man all das sagt, all das tut, all was denkt, was man so denkt und sagt und tut, als wäre Jesus neben einem. Da wird auf 300 Jahre gesehen nur ein heiliges Leben herauskommen. Und dann ist er in den Himmel genommen worden. Aber das ist ein anderes Thema.
[25:28] Schauen wir uns noch einen Gedanken an, und zwar in Römer 8. In Römer 8, Vers 23. Das ist ein bisschen ein anderer Gedanke hier, aber auch zu einem Thema. Das ist interessant. Römer 8, Vers 23. Und nicht nur sie, die Schöpfung, sondern auch wir selbst. Also es geht um das Seufzen und im Wehenliegen der Schöpfung. Wir selbst, die wir was haben? Die Erstlingsgabe des Geistes. Auch wir erwarten Seufzen, die Sohnesstellung, die Erlösung unseres Leibes. Der Paulus sagt, was wir an Heiligem Geist haben, ist im Prinzip nur eine Erstlingsgabe.
[26:15] Was können wir daraus schlussfolgern? Wenn das, was wir an Heiligem Geist empfangen haben, nur die Erstlingsgabe ist. Da kommt noch mehr. Ich glaube, wenn man solche Verse hier liest, dann kann man den Eindruck bekommen, dass es immer noch mehr Fülle auf der neuen Erde zu entdecken gibt, auch durch den Heiligen Geist, als wir es überhaupt erleben können. Was wir jetzt haben, und das ist ja schon ausreichend, um ein heiliges Leben zu leben. Aber das ist erst die Anzahlung, der Unterpfand, die Erstlingsgabe. Das ist so ein Vorschuss, ein Appetitanreger. Eine erste Anzahlung, eine erste Rate an Heiligem Geist. Glaubt ja nicht, dass das, was wir in unserem Leben jetzt erleben, schon alles ist, was der Heilige Geist so tun vermag. Sehr interessant.
[27:10] Noch eine ziemlich eindeutige Benennung oder Benutzung des Wortes Erstlingsfrucht in Römer ist Römer 16. Römer 16, schaut mal da. Und dort Vers 5. Römer 16 und dort Vers 5. Da heißt es: Grüßt auch die Gemeinde in ihrem Haus, grüßt meinen geliebten Epernetus, der ein Erstling von Achaia für Christus ist. Kleine Geografiekunde: Achaia liegt wo? Asien ist tatsächlich falsch. Aus der Provinz Asien ist es. Der aus der Provinz Asien, der Erstling für Christus ist. Okay, dann ist das wahrscheinlich eine Manuskriptdifferenz. Elberfelder sagt auch Achaia, oder? Okay, dann ist es vielleicht eine andere Übersetzung. Egal, wie auch immer. Dann ist es tatsächlich vielleicht Asien oder Achaia. Gucke ich nochmal nach. Auflösung nächstes Mal. Aber der Punkt ist egal, egal ob es Achaia ist. Achaia wäre Griechenland gewesen, Asien wäre Kleinasien gewesen, also Türkei. Was ist der eigentliche Punkt? Der Punkt ist: Warum ist er ein Erstling der Epernetus? Er war der Erste, genau, der Erste der getauft wurde. Also im ganz praktischen Sinne sind die Erstlinge, die Erstlingsfrüchte, die Erstlinge der Arbeit sozusagen. Das sind die Ersten, die getauft worden sind.
[28:49] Nun, schauen wir ein bisschen weiter und gehen nochmal zurück zu 5. Mose 26 und schauen uns etwas über diese Erstlingsfrüchte an. Also, erinnern wir uns daran, die Menschen sollten ja von den Früchten des Landes die Erstling, die ersten Früchte nehmen, in den Korb bringen und dann zum Heiligtum bringen. Vers 3, 5. Mose 26, Vers 3. Warum sagt er das? Was ist der Sinn davon?
[29:49] Warum sagt er: Ich bezeuge vor dem Herrn, dass Gott uns in das Land gebracht hat, von dem er uns zugeschworen hat? Eine Anerkennung, ein Zugeständnis. Es handelt sich hier um ganz schlicht und einfach, es ist ein Bund. Also, wenn ich sage: Ich bezeuge vor Gott, er hat das getan, was er mir versprochen hat, dann ist das ein Dank. Er sagt Gott: Du hast es verheißen, du hast es versprochen, du bringst mich rein und ich bezeuge, es stimmt, du hast es wirklich gemacht. Ich bezeuge, du hast deine Verheißungen, deine Versprechungen eingehalten. Das ist manchmal auch etwas, was wir vergessen, oder? Wir beten so viel und sagen: Herr, tue das, Herr, tue jenes und dann tut er es und dann haben wir die nächste Bitte schon auf der Liste. Statt zu Gott zu gehen und sagen: Herr, hab Dank, du hast es verheißen, du hast es getan, ich bezeuge es.
[30:53] Wir dürfen ja nicht vergessen, wir leben im großen Kampf und im großen Kampf geht es um den Charakter Gottes. Und Gott wird angeklagt und er möchte auch gerne, dass wir als seine Zeugen bezeugen vor dem ganzen Universum: Gott ist nicht böse, er ist nicht tyrannisch, er ist nicht ungerecht, sondern Gott ist gut. Er hat, was er verspricht, das hält er auch. Was der Satan verspricht, hält er nicht. Der hat uns Glück und Friede und Hoffnung versprochen, hat uns nur Elend gebracht. Aber Gott schenkt uns, was er verspricht. Er hält, was er verspricht. Wir bezeugen das.
[31:23] Nun, lesen wir weiter. Vers 4. Der Priester soll den Korb von deiner Hand nehmen und ihn vor dem Altar des Herrn, deines Gottes, niederlegen. Da sollst du das Wort ergreifen und vor dem Herrn, deinem Gott, sprechen. Schaut mal, was er jetzt sagen soll: Mein Vater war ein umherirrender Aramäer. Das ist eine interessante Formulierung. Gemeint ist Jakob. Der Jakob, das war so ein Aramäer, der ist durch die Wüste geirrt, der wusste nicht, wo es lang geht. Und er zog nach Ägypten hinab und lebte dort als Fremdling mit wenigen Leuten. Und er wurde dort zu einem großen, starken und zahlreichen Volk. Aber die Ägypter misshandelten uns und bedrückten uns und legten uns harte Arbeit auf.
[32:00] Also er soll jetzt in die Vergangenheit schauen. Wenn Menschen die Vergangenheit schauen, dann neigen sie dazu, die Vergangenheit zu glorifizieren. Die meisten Völker sagen: Wir stammen von jenem Stammvater ab. Er war ein großer Held, der hat den Drachen getötet und hat diese Stadt gegründet. Oder wir stammen von jenem ab, er war der Weiseste von allen, der Größte von allen. Und wir sind ein Geschlechter Halbgötter oder wie auch immer. Und die Israeliten sollten nicht sagen, wie die Römer oder wie die Griechen oder wie die Ägypter: Wir stammen von großen Leuten ab. Die Götter haben diese Zivilisation gegründet. Sie sollen sagen: Mein Vater war ein armer, umherirrender Aramäer. Und wir waren eigentlich Sklaven. Wir sind ein ziemlich erbärmliches Volk. Aber du Gott hast alle deine Verheißungen erfüllt.
[32:47] Also wenn ich Gott wirklich Dank geben möchte, dann gehört dazu, dass ich mir eingestehe, wie nicht ich vorgelebt habe, oder? Wenn ich mein Leben glorifiziere, was ich vorgelebt habe und dann Gott Dank gebe, dann ist der Dank nicht wirklich echt. Gott Dank zu geben bedeutet auch, sich einzugestehen, dass das eigentlich nichts wirklich Großbesonderes ist, so aus menschlicher Sicht gesehen.
[33:10] Dann heißt es in Vers 7: Das schrien wir zum Herrn, dem Gott unserer Väter. Und der Herr erhörte unsere Stimme und sah unser Elend und unsere Mühsal und Unterdrückung. Und der Herr führte uns aus Ägypten mit Stärke und mit Hand und mit ausgestrecktem Arm und mit gewaltigen, furchtgebietenden Taten und durch Zweifel und durch Wunder und brachte uns an diesen Ort und gab uns dieses Land, ein Land, in dem Milch und Honig fließt. Und siehe, ich bringe nun die ersten Früchte des Landes, das du, oh Herr, mir gegeben hast. Und du sollst sie von dem Herrn, deinem Gott, niederlegen und sollst sie von dem Herrn, deinem Gott, anbeten. Und du sollst fröhlich sein wegen all des Guten, das der Herr, dein Gott, dir und deinem Haus gegeben hat, du und der Levit und der Fremdling, der in deiner Mitte ist.
[33:54] Diese Erstlinge waren eine ganz besondere Zeremonie. Jedes Jahr sollten die Israeliten sagen: Hey, wir haben es gar nicht verdient. Wir sind solch ein armseliger Haufen gewesen. Ein umherirrender Aramäer, der in der Wüste nicht wusste, wo es lang geht. Dann ein kleines Völkchen, ich weiß, keiner hat es beachtet. Es war groß geworden, es waren aber Sklaven, unterdrückt, verachtet, ausgebeutet. Und dann kamst du, Gott. Du hast uns aus Ägypten befreit. Du hast die Ägypter geschlagen. Du hast das Wasser geteilt. Du hast uns gesprochen am Berg Sinai. Du hast uns Brot vom Himmel regnen lassen. Du hast die Tauben kiloweise, tonnenweise vom Himmel regnen lassen. Du hast das gemacht, du hast jenes gemacht. Und du hast jedes einzelne Wort, das du uns verheißen hast, eingehalten. Und jetzt sind wir hier und es geht uns gut.
[34:39] Und ich glaube, dass genau das das ist, was Offenbarung 14 beschreibt. Dass am Ende der Zeit, wenn die 144.000 dann bereit sind, wenn sie dann vor Gottes Thron stehen werden, werden sie sagen: Mein Vater war ein umherirrender Aramäer. Ich habe keinen besonderen Lebenshintergrund. Ich bin einfach nur ein ganz normaler Sklave der Sünde gewesen. Ich war hoffnungslos verloren. Aber du hast mein Schreien gehört. Du hast mein Elend gehört. Du bist bei mir gewesen. Du hast das Wasser geteilt in meinem Leben. Du hast mich herausgerufen. Du hast Geduld mit mir gehabt, auch wenn ich so oft gegen dich gemurrt und gezweifelt habe. Du hast mich den sicheren Weg geführt. Und heute stehe ich hier. Und alles, was du mir versprochen hast, ewiges Leben, Glück, Friede, Harmonie, Gesundheit, all das habe ich jetzt.
[35:27] Und dann legt man etwas ab. Man legt es zu Gottes Füßen. Und vielleicht kennt ihr diese Szene: Man sagt, wenn wir im Himmel sein werden, werden wir unsere Kronen Jesus Christi zu Füßen legen. Warum? Weil er hat uns erkauft. Wir sind keine geborenen Könige. Wir sind erworbene. Wir sind erkauft. Er hat es gemacht. Und das soll deutlich machen, bei allem Fokus, bei den 144.000, auf die Heiligkeit, auf ihren Charakter, auf den wir im nächsten Mal noch sehr eingehen werden, sie sind erkauft. Es ist alles nur Jesus. Jesus und sie haben mit ihm kooperiert. Sie haben sich ihm unterworfen. Sie haben mit ihm zusammengearbeitet. Sie haben aus Dankbarkeit ihr Leben nach ihm gelebt. Im Geist und Leib. Aber sie wissen, sie sind die Erstlingsfrüchte. Sie sind eben geweiht. Und deswegen heißt es ja von den 144.000 und anderer Stelle, dass sie im Tempel Gottes sein werden.
[36:23] Diese Generation ist der Beweis. Jetzt hört mir gut zu, das ist der letzte Gedanke, dann sind wir am Ende. Die letzte Generation ist in gewisser Weise so eine Art, ich will das nicht zu weit ausführen, manche haben da eine ganze Theologie draus gemacht, aber eine Art Beweisstück für Gott. Denn wisst ihr, was die große Anklage war? Die Anklage Satans war: Man kann sein Gesetz nicht halten. Es ist unmöglich. Und Gott hat sich entschieden, unter den schlimmsten Umständen, nämlich in der Zeit, wo das Halten der Gesetze mit dem Tod bestraft werden wird. Und wo jene, die das Gesetz halten werden, verachtet, verlacht, verspottet werden. Genau dann ein Volk zu haben, das genau das tut. Und zwar als ganzes Volk. Ohne Abstriche. Durch seine Kraft. Und zwar so sehr, dass er nicht mal mehr Mittler sein braucht. Und damit wird dann bewiesen sein, dass Gott tatsächlich das meint, was er sagt. Und dass er die Kraft hat, uns das auch dazu zu befähigen. So wie die Erstlinge quasi ein Beweisstück sind für die gesamte Ernte. An den Erstlingen zeigt sich, wie die ganze Ernte ist.
[37:37] Mit anderen Worten: Wenn jetzt ein Engel fragt: Bist du dir sicher, dass Daniel jemals Jesus angenommen hätte? Er kannte doch Jesus mit Namen gar nicht. Daniel hat doch auch nie verstanden, was 1844 passiert ist. Hätte er es wirklich auch angenommen? Dann muss Gott nur eine Sache fragen, den Engel: Hat Daniel geglaubt? Ja, natürlich hat er geglaubt. In der Endzeit haben alle, die geglaubt haben, 144.000. Und alle, die nicht geglaubt haben, haben sich für das Mahlzeiten des Tigers entschieden. Und auf diese Art und Weise kann Gott beweisen, dass wenn es allein durch den Glauben ist, dass jede andere Generation, auch wenn sie vielleicht solche schlimmen Dinge gar nicht erlebt hat wie in der Endzeit, dass durch den Glauben sie sich genauso entschieden hätten wie jene 144.000. Abraham wäre Teil der 144.000 gewesen, oder? Lot wäre, der Bibel sagt, er wäre gerecht. Henoch, Hiob, all diese Menschen, sie wären Teil der 144.000 gewesen, wenn die Umstände so gewesen wären.
[38:47] Und das ist sehr interessant. Die 144.000 zeigen quasi, wozu der Glaube, den die anderen auch hatten, in der Lage ist am Ende der Zeit. Gott kann das nicht bei allen zeigen, weil nicht alle in solchen Zeiten gelebt haben. Aber er zeigt es bei einer Generation. Aber was sie alle eint, ist, dass sie Glauben haben. Sie glauben Gott, was er sagt. Und in diesem Sinne sind sie die Erstlingsfrucht. Sie sind diejenigen, die zeigen, dass alle Erlösten, egal wann sie gelebt haben, in den Himmel genommen werden können, weil sie geglaubt haben.
[39:21] Und was bewirkt Glaube? In der größten Krise bewirkt Glaube immer, dass man auf der richtigen Seite steht. Und deswegen sagen die Engel: Das reicht aus, denn der einzige Unterschied zwischen denen in der Endzeit ist der Glaube. Das ist ein eindeutiges Zuordnungsmerkmal. Die, die glauben, sind auf der richtigen Seite. Die, die nicht glauben, sind auf der falschen Seite. Demzufolge werden alle, die jemals gelebt haben, wenn sie geglaubt haben, auf der richtigen Seite gestanden haben. Und in dem Sinne sind dann die 144.000 die Erstlingsfrucht. Sie sind der Beweis, dass alle, die jemals geglaubt haben, wirklich reich für den Himmel sind. Obwohl vielleicht manche von denen gar nicht alle 10 Gebote Gottes kannten. Wenn ja manche im Himmel seien, die kannten den Sabbat gar nicht. Wie kann Gott sie in den Himmel nehmen? Er zeigt, dass sie geglaubt haben. Und er beweist, dass alle, die geglaubt haben, in der Endzeit, wenn sie Glauben haben, sich für den Sabbat entscheiden werden. Hätten sie es gewusst. Aber um das auch sagen zu können, braucht er eine Generation, die tatsächlich das auch getan hat. Quasi als Beweis. Und das ist die Aufgabe der 144.000. Und so Gott es geben wird und wir bereit sind, kann das unsere Aufgabe sein.
[40:33] Das ist interessant. Quasi vor dem Universum zu zeigen, wozu alle anderen Gläubigen auch in der Lage gewesen wären, wenn die Umstände so gewesen wären. Als Paradebeispiel quasi. Gott braucht eine Generation als Paradebeispiel. Und in diesem Sinne dürfen wir wissen, wenn wir auf sein Blut vertrauen und ihn uns wirken lassen, dann folgen wir ihm, wohin er auch geht, oder? Wenn wir wissen, er hat uns erkauft, dann dürfen wir seine Erstlingsfrucht sein. Wer von euch möchte eine Erstlingsfrucht sein? Und sagen: Da möchte ich dabei sein. Dann lasst uns noch gemeinsam beten. Lasst uns in die Knie dazu.
[41:15] Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass du heute zu uns gesprochen hast durch dein Wort. Hab Dank, dass wir sehen konnten, dass wir einen unfassbaren Wert haben. Du hast alles gegeben. Du hast dich selbst gegeben. Und wir schätzen oft dieses großartige Opfer. Wir schätzen es oft so gar nicht. Wir schätzen das Opfer. Wir möchten dich in Vergebung bitten, wo wir zu selbstverständlich damit umgegangen sind. Bitte hilf uns wirklich, echte Dankbarkeit zu haben und uns immer wieder daran zu erinnern, dass wir in dir alles haben, was wir brauchen. Und dass du im Gegensatz zu den Verlockungen der Welt, deine Verheißungen immer einhältst. Hab Dank, dass wir voller Dankbarkeit zu dir kommen dürfen und dass wir wissen dürfen, dass wenn wir dir vertrauen, du uns bis ans Ziel bringen wirst. Und wenn wir dir nachfolgen, du uns auch in die Tore der Stadt hineinführen wirst. Und wir möchten dich widerspiegeln. Wir möchten vor dem ganzen Universum zeigen, was ein Glauben an dich bewirken kann, wie sehr du uns verwandeln kannst und wie sehr wir deinen Charakter widerspiegeln dürfen. Und wir danken alles dies und bitten es im Namen Jesu. Amen. Amen.
[42:35] So, damit verabschieden wir uns. Nächste Woche sehen wir uns hier. An dieser Stelle gibt es kein Seminar. Wir müssen noch sehen, ob wir dann etwas anderes machen. Das werden wir noch bekannt geben. Ich bin in China, aber dann in zwei Wochen geht es weiter mit dem Adventsgeschichtsseminar und mit dem Offenbarungsseminar. Und bis dann, wünsche ich Gottes Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.
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