In dieser Predigt taucht Christopher Kramp tief in das Konzept des „ewigen Evangeliums“ aus Offenbarung 14:6 ein. Er beleuchtet, wie die Idee des Evangeliums bereits im Alten Testament durch Begriffe wie „ewige Gerechtigkeit“, „ewiger Weg“ und „ewiges Königreich“ präsent ist. Die Botschaft betont, dass das Evangelium nicht nur eine Nachricht, sondern eine transformative Kraft ist, die unser Leben verändern soll und in Jesus Christus selbst verkörpert ist.
Offenbarung 14:6 Teil2
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Erweckung, Gemeinde, Großer Kampf, Grundlehren der Bibel, Neues Testament, Offenbarung, Offenbarung, ProphetieWeitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr gekommen seid und schön, dass ihr eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de zu einem Thema. Ich sage immer, das Thema ist wichtig. Jedes Mal sage ich das nicht, aber wenn ich heute sage, dass es wichtig ist, dann ist es besonders wichtig. Man kann eigentlich gar nicht richtig Worte finden, um die Wichtigkeit dieses Themas zu beschreiben, denn es geht um nichts weniger als das ewige Evangelium und das ist so ziemlich das Allerwichtigste in der Bibel. Und ich glaube, allein das ist es wert, dass wir uns niederknien, wo es möglich ist, um Gott zu beten, dass er uns hilft, die richtigen Antworten seinem Wort zu finden.
[0:40] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir dein Wort studieren können. Wir möchten dir Danke sagen, dass du zu uns sprechen möchtest und dass du uns zeigen möchtest, was dein Evangelium wirklich ist. Du weißt, so oft haben wir nur einen theoretischen Begriff vom Evangelium, sonst fehlt die Kraft des Evangeliums. Wir möchten dich bitten, ich möchte dich bitten für mich und für jeden Einzelnen, dass die Kraft deines Wortes uns überzeugt, dass wir unser ganzes Leben dir Tag für Tag in die Hände geben und dass wir aus dem Evangelium leben und dass es unsere Kraft wird und dass es uns reinigt von allem, was uns von dir trennt. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt bei uns bist und dass dein Wort klar und deutlich zu jedem Einzelnen von uns spricht. Dafür danken wir dir, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird. Im Namen Jesu, Amen.
[1:46] Offenbarung 14 und dort Vers 6. Letzte Woche haben wir angefangen, uns damit zu beschäftigen, wer diese Engel ist. Wir haben gesagt, das sind die Menschen, die das Evangelium verkündigen sollen. Wir haben gesehen, warum sie fliegen. Wir haben gesehen, dass das Wort fliegen auch oft mit diesen Adlerflügeln in Verbindung gebracht wird und haben gesehen, dass Gottes Führung hier eine entscheidende Rolle spielt. Und jetzt heißt es hier in Offenbarung 14, Vers 6: „Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen, den wir auf der Erde wohnen, und zwar jede Nation, jedem Volkstamm und jeder Sprache und jedem Volk.“ Wir haben ja gesehen, dass es eine Parallele ist zu Matthäus 24. Dort haben wir gesehen, dass das Evangelium dort genannt wird, das Evangelium des Reiches oder des Königreiches. Könnt ihr euch erinnern, dass Jesus sagt, dieses Evangelium vom Reich wird gepredigt werden in der ganzen Welt zum Zeugnis und dann wird das Ende kommen. Das heißt, wir haben hier das ewige Evangelium in seiner Endzeit-Fassung, in seiner Endzeit-Formulierung sozusagen. Und ich habe euch gesagt, letztes Mal schon, dass das Wort oder die Phrase „ewiges Evangelium“ nur hier vorkommt. Aber die Idee des Evangeliums und die Idee eines ewigen Evangeliums ist ja nicht auf Offenbarung 14, Vers 6 beschränkt. Und eure Hausaufgabe war es, einmal diese beiden Begriffe ein bisschen zu untersuchen: ewiges oder ewig und Evangelium.
[3:31] Fangen wir mal mit ewig an. Oder bevor wir damit anfangen, vielleicht eine Idee: Im Bibelstudium kommt es immer darauf an, auch von vorne anzufangen. Was würdet ihr sagen, wo finden wir das allererste Evangelium in der Bibel? 1. Mose 3, Vers 15. Dankeschön, lasst uns da ganz kurz gehen. 1. Mose 3, Vers 15. Dort spricht, da heißt es: „Und ich – wer ist ich? Gott, Jesus, genau. Ich will Feindschaft setzen zwischen dir – wer ist dir? Die Schlange – und der Frau. Zwischen deinem Samen und ihrem Samen, er wird dir den Kopf zertreten und du wirst ihn in die Ferse stechen.“ Warum war das eine gute Nachricht? Warum war das ein Evangelium, eine gute Nachricht? Spricht von einem Erlöser, spricht davon, dass die Gefangenschaft der Sünde gebrochen werden kann. Es spricht davon, dass, obwohl sie gesündigt haben, sie nicht notwendigerweise den ewigen Tod sterben müssen. Spricht davon, dass es Hoffnung gibt. Es war eine gute Nachricht, es war die erste gute Nachricht nach dem Sündenfall. Aber ist es die allererste gute Nachricht der Bibel? Gibt es eine gute Nachricht in der Bibel schon vor 1. Mose 3, Vers 15? Oder ist das davor alles schlechte Nachricht?
[5:08] „Es werde Licht.“ Das ist auch eine gute Nachricht gewesen. Es war wie, was vorher war: Dunkel und finster und düster und chaotisch und leer und Wüste und leer. Und als Gott sagt: „Es werde Licht“, war das eine gute Nachricht, oder? Eine gute Nachricht. Und die gute Nachricht hat sich auch realisiert. Als Gott gesagt hat: „Es werde Licht“, war das nicht nur ein Hoffnungsschimmer im Sinne von: Naja, es ist zwar dunkel, aber vor unserem inneren Auge sehen wir schon mal das Licht. Als Gott in die Finsternis gesprochen hat: „Es werde Licht“, wurde es auch Licht. Wenn wir gleich sehen, der Paulus, der sagt, das Evangelium ist eine was? Es ist eine Kraft. Die gute Nachricht hat Kraft. Wisst ihr, was meiner Meinung nach die allererste gute Nachricht ist? Also viel weiter vorne geht es ja nicht, oder? Gibt es noch eine gute Nachricht davor? „Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.“ Was war davor da? Das Chaos war dann auf der Erde, nicht wahr? Aber bevor es die Erde überhaupt gab als Planeten, was war davor da? Nichts. Aus dem Nichts hat Gott etwas geschaffen. Seine schöpferische Kraft ist auch eine gute Nachricht, oder? Und dass es eine Nachricht ist, wissen wir aus Johannes 1. Da heißt es: „Im Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Und alles ist durch dasselbe entstanden und dasselbe ist auch nicht eines entstanden.“ Die gute Nachricht, die allererste gute Nachricht ist, dass Gott spricht und es entsteht. Aus dem Nichts etwas. Die nächste gute Nachricht ist, dass Gott spricht und aus der Finsternis leuchtet Licht hervor. Und eine Nachricht nach der anderen. Alles gute Nachrichten, gute Nachrichten, gute Nachrichten. Gott ist in der Lage, Dinge wachsen zu lassen. Gott ist in der Lage, Dinge beim richtigen Namen zu nennen. Gott ist in der Lage, Menschen Gemeinschaft zu schenken. Eine gute Nachricht nach der anderen. Und das Tolle ist, selbst als die erste Negativnachricht kommt, dass der Sündenfall die Welt beherrscht, also getroffen hat, hört Gott nicht auf, gute Nachrichten zu geben. Das Evangelium, wann immer Gott spricht, nicht wahr, dann sind es gute Nachrichten für den Menschen. Ganz genau.
[7:23] Jetzt, also nachdem wir das gesehen haben, wie weit das Evangelium eigentlich zurückgeht, deswegen heißt es ja ewiges Evangelium. Gott hat sich das Evangelium ja nicht in 1. Mose 3, 4, 5 ausgedacht. Wollen wir uns ein bisschen Gedanken machen über das Wort „ewig“. Habt ihr andere Stellen in der Bibel gefunden, wo es um ewig geht? Welche Dinge in der Bibel sind noch ewig, außer dem Evangelium? Das Gesetz Gottes ist ewig. Das ist sehr wahr. Hast du einen Bibeltext, der das sagt? Nicht im Kopf? Okay, sagen wir erst mal, was ihr herausgefunden habt. Was ist noch ewig? Also das Gesetz. Jesus ist ewig. „Dein Thron, oh Gott, wird von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ Jesus ist ewig. Die Liebe ist ewig. Die Liebe vergeht nicht. 1. Mose 3, 4, 5. Liebe ist ewig. Jesus ist ewig. Das Gesetz ist ewig. Der Vater ist ewig. Der Heilige Geist ist ewig. Hat jemand von euch ein paar Bibeltexte rausgesucht, wo es um Ewigkeit geht? Es gibt auch den ewigen Tod. Ja, den gibt es dann auch.
[8:30] Ich will euch ein paar Bibeltexte zeigen, die, auch wenn sie nicht das Wort „ewiges Evangelium“ verwenden, doch bestimmte Aspekte zeigen, die genau in die Richtung gehen. Vor allem aus dem Alten Testament. Schaut mal in Psalm 119. Das ist der längste Psalm. Das ist fast ein ewiger Psalm. Dauert ewig, bis man ihn gelesen hat. 172 Verse. Und sagt mir mal, in Vers 142, 176 Verse vielmehr, in 142, was ist dort als ewig? „Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit und ein Gesetz ist Wahrheit.“ Das heißt, wir haben eine ewige Gerechtigkeit. Und Johannes 14 heißt es, dass es ein ewiges Evangelium gibt. Gibt es eine Verbindung zwischen Gerechtigkeit und Evangelium? Ja oder nein? Was ist die Verbindung? Gottes Gerechtigkeit, stimmt. Aber meine Frage ist, was ist die Verbindung zwischen Gerechtigkeit und Evangelium? Nur die beiden Begriffe. Ja, die Gerechtigkeit ist eine Frohe Botschaft. Warum? Weil die Frohe Botschaft ist ja: Jesus Christus, meine Gerechtigkeit. Seine Gerechtigkeit wird mir angerechnet und seine Gerechtigkeit wird dann mir verliehen. Ich habe die angerechnete Gerechtigkeit, die verliehene Gerechtigkeit. Das ist das Evangelium. Das Evangelium ist, dass Christus-Gerechtigkeit mir angerechnet wird und verliehen wird. Das heißt, obwohl hier nicht „ewiges Evangelium“ steht, „ewige Gerechtigkeit“ trifft es eigentlich auch. Das ewige Evangelium ist eine Botschaft von der ewigen Gerechtigkeit.
[10:19] Okay, anderes Beispiel Psalm 139. Psalm 139 und dort Vers 24. Wir suchen quasi andere Worte oder andere Phrasen, die die Idee „ewiges Evangelium“ ausdrücken. Es heißt zwar nie im Alten Testament „ewiges Evangelium“, aber „ewige Gerechtigkeit“ meint eigentlich genau dasselbe. Psalm 139, Vers 24. Schaut mal, wie hier dieser Gedanke ausgedrückt ist. Dort heißt es: „Und sieh, du kennst das in Vers 23: Erforsche mich, oh Herr, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne, wie ich es meine. Und dann sagt er: Und sieh, ob ich auf was bin, auf bösem Weg bin und leite mich auf dem ewigen Weg.“ Jetzt, wenn man einfach nur, wenn man nicht wüsste, dass dort „ewiger Weg“ steht. Angenommen, ihr hättet den Bibelfers nur bis „und siehe mich, siehe, ob ich auf bösem Weg bin und leite mich auf dem Punkt, Punkt, Punkt.“ Was würde die einsetzen? Richtigen Weg oder gerechten Weg oder guten Weg. Nicht auf dem bösen Weg, sondern auf dem guten Weg. Er sagt, es ist der ewige Weg. Das Gegenteil vom bösen Weg ist der ewige Weg. Und Frage: Gibt es eine Verbindung zwischen Weg und Evangelium? Wenn es heißt, der ewige Weg, gibt es eine Verbindung zu dem Begriff „ewiges Evangelium“? Ja, hier sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit ist.“ Das Evangelium ist ja der Weg, den wir mit Gott gehen. Ja, der Weg zu Gott, Schritte zu Jesus, der Weg im Heiligtum. Ja, „dein Weg, oh Gott, ist im Heiligtum.“ Das Evangelium ist ein Weg. Ja, das Evangelium ist Gottes Gerechtigkeit. Das Evangelium ist auch ein Weg. Und so beschreibt die Bibel einen ewigen Weg, eine ewige Gerechtigkeit, einen ewigen Weg.
[12:12] Jetzt gehen wir weiter. Schauen wir mal im Psalm 145. 145, wer hätte gedacht, dass die Psalmen so viel vom ewigen Evangelium sprechen? Psalm 145 und dort Vers 13. „Ein Psalm von David“, dort heißt es über Gott: „Dein Reich ist ein Reich für alle Ewigkeiten.“ Habt ihr eine andere Besetzung vielleicht noch? Das steht bei euch auch so in Vers 13. „Reich für alle Ewigkeiten“, oder? Oder alle Zeiten, genau. Im Grunde genommen dieselbe Idee, ein ewiges Reich. Die Bibel spricht von einer ewigen Gerechtigkeit, von einem ewigen Weg, von einem ewigen Königreich.
[13:06] Jetzt kommt meine Standardfrage, ihr wisst schon, was ich fragen möchte. Was ist die Verbindung zwischen Königreich und Evangelium? Gibt es eine Verbindung? Zwischen Königreich und Evangelium, gibt es eine Verbindung? Ja, die neue Erde. Denkt ein bisschen nach. Gibt es eine Verbindung? Das stimmt schon, die neue Erde. Eine Verbindung zwischen Königreich und Evangelium? Jesus, der König der Könige. Was hat Jesus so gepredigt, als er auf der Erde war? „Das Reich ist nahe herbeigekommen.“ Und an anderen Stellen heißt es, er predigte das Evangelium. Das Evangelium ist doch die Botschaft vom Reich Gottes. Deswegen heißt es Matthäus 24: „Und das Evangelium vom Reich wird gepredigt werden in der ganzen Welt und dann wird das Ende kommen.“ Das heißt, wenn hier steht „ewiges Königreich“, ist es im Grunde genommen eigentlich nicht viel was anderes als „ewiges Evangelium“. Denn das Evangelium ist ja das Evangelium vom Reich. Ewige Gerechtigkeit, ewiger Weg, ewiges Königreich.
[14:24] Jetzt gehen wir noch ein bisschen weiter. Jesaja 40, und ihr habt recht, Jesus ist der Weg, Jesus ist die Gerechtigkeit, der Herr unserer Gerechtigkeit, Jesus ist der König, ja. Jetzt schaut mal in Jesaja 40. Das ist auch ein ganz bekannter Vers, Jesaja 40, Vers 8. „Das Gras ist verdorrt, die Blume ist abgefallen, aber das Wort unseres Gottes bleibt ewig.“ Bleibt in Ewigkeit. Einige von euch haben gesagt, das Gesetz Gottes ist ewig, das stimmt. Wir könnten noch erweitern: Das gesamte Wort Gottes ist ewig.
[15:12] Welche Frage werde ich jetzt stellen? Das ist richtig, aber das ist nicht die Frage, die ich stellen möchte. Welche Frage möchte ich jetzt stellen? Welche ich stelle, genau. Welche werde ich jetzt wohl stellen? Wenn ihr jetzt aufgepasst habt, werdet ihr schon wissen, worauf ich jetzt hinaus möchte. Genau, welche Verbindung hat das Wort zum Evangelium? Das Wort Gottes ist das Evangelium.
[15:46] Also, warum mache ich das? Ich will euch zeigen, dass es im Alten Testament ständig Begriffe gibt, die im Grunde genommen eigentlich auch übersetzt, oder nicht übersetzt, aber man hätte auch schreiben können: „ewiges Evangelium“. Da steht zwar nicht „ewiges Evangelium“, da steht halt „ewige Gerechtigkeit“, „ewiger Weg“, „ewiges Königreich“, „Gottes Wort“, „ewiges Wort“, aber im Grunde genommen ist das ein und dasselbe inhaltlich wie in Offenbarung 14, Vers 6. Wenn man das sieht, stellt man fest, dass tatsächlich die drei Engelsbotschaften oder das ewige Evangelium etwas ist, was ständig schon im Alten Testament vorkommt. Wie es hier heißt: „Das Gras verdorrt, aber das Wort unseres Gottes.“ Übrigens, wir haben gesagt, Jesus ist der König, er ist unsere Gerechtigkeit, er ist der Weg, und die Bibel sagt auch, er ist das Wort Gottes. Jeder Einzelne dieser Begriffe ist eigentlich ein Synonym für Jesus.
[16:40] Schaut mal mit mir in Jesaja 45. Wir machen das noch ein bisschen weiter, ihr werdet sehen, wie viele verschiedene Begriffe es gibt, die eigentlich alle so Synonym sind für Evangelium. Jesaja 45, Vers 17. Jesaja 45, Vers 17. „Israel aber wird durch den Herrn errettet mit einer was?“ Einer ewigen Errettung. Das ist nicht schwer, hat Errettung was mit Evangelium zu tun? Ja oder nein? Das ist dasselbe. Auch im Neuen Testament wird oft das Evangelium als die Errettung beschrieben. Wir sagen, Jesus ist unser Erlöser, unser Erretter. Das Evangelium, die Bibel sagt uns, dass er unsere Rettung ist oder auch unsere Erlösung geworden ist. Erster Grund, er sagt, dass er von Gott zu unserer Erlösung gemacht worden ist. Eine ewige Errettung, eine ewige Erlösung.
[17:38] Schauen wir mal im Neuen Testament, ob wir da auch was finden. Neues Testament, Epheser Kapitel 3. Epheser Kapitel 3 und dort Vers 9. Epheser 3, Vers 9. „Und alle darüber zu erleuchten, welches die Gemeinschaft ist, die als Geheimnis von den Ewigkeiten her in Gott verborgen war, die alles erschaffen hat durch Jesus Christus.“ Hier finden wir ein ewiges Geheimnis. Jetzt bin ich gespannt: Gibt es auch eine Verbindung zwischen Geheimnis und Evangelium? Geheimnis und Evangelium? Bestimmt, wenn ich schon so frage, dann wird es eine geben. Helfen wir, was ist die Verbindung zwischen Geheimnis? Ja, aber dann wäre es ja kein Kontrast. Der Paulus spricht vom Geheimnis Gottes, könnt ihr euch erinnern? Wo spricht der Paulus von dem Geheimnis Gottes? Da gibt es mehrere Stellen, schauen wir mal eine an, zum Beispiel in dem Kolosserbrief. Kolosser 1, Vers 27. Ganz bekannte Vers. Kolosser 1, Vers 27.
[19:15] Kolosser 1, Vers 27. „Ihnen wollte Gott bekannt geben, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.“ Das Geheimnis ist: Christus in uns. Was ist das Evangelium? Christus in uns, oder? Das ist das Evangelium, was er hier beschreibt, und er nennt es ein Geheimnis, aber ein Geheimnis, das wo verkündet wird, unter den Heiden. Offenbarung sagt, das Evangelium wird gepredigt, während allen Nationen, Völkern, Stämmen und Sprachen. Es ist ein Geheimnis, aber trotzdem ist es offenbar gemacht worden. Es ist die Dreieinige Engelsbotschaft.
[19:58] Noch ein Beispiel dafür für Geheimnis, schaut mal in 1. Timotheus, Kapitel 3, Vers 16. 1. Timotheus 3, Vers 16. Das ist übrigens ein sehr interessanter Vers. „Und anerkannt groß ist das Geheimnis der Gottesfurcht.“ Oder? „Anerkannt groß ist das Geheimnis der Gottesfurcht.“ Übrigens, kommt in der Dreieinigen Engelsbotschaft die Gottesfurcht auch vor? „Fürchte Gott und gib ihm die Ehre“, ja? Gleich am Anfang. Also „anerkannt groß ist das Geheimnis der Gottesfurcht. Gott ist geoffenbart worden im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, gesehen von den Engeln, verkündigt unter den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit.“ Wir haben wieder ein Geheimnis hier, das unter allen Heiden verkündigt worden ist, nämlich Christus ist gekommen. Also, wir sehen, ewiges Geheimnis meint ewiges Evangelium. Denn es war für Ewigkeiten ein Geheimnis, wie Gott Menschen wie du und ich retten könnte. Für die Engel war das ein Geheimnis, die konnten sich das nicht erklären. Wie kann Gott Sünder retten? Wie soll das gehen? Schau dir an, wie sie sind. Das ist ein echtes Geheimnis für die Engel. Und die schauen heute noch und schauen erstaunt, wie Gott so gnädig sein kann zu Leuten wie du und ich. Und sie werden bis in alle Ewigkeit sich wundern, wie Gott das geschafft hat, wie Gott uns so unser Herz verändern konnte. Genau.
[21:32] Ja, jetzt haben wir noch noch zwei Texte an ins zweite Thessalonicher. Zweite Thessalonicher 2. Zweite Thessalonicher 2 und dort Vers 16. Zweite Thessalonicher 2, Vers 16. Seid ihr da? „Er selbst aber, unser Herr Jesus Christus und unser Gott und Vater, der uns geliebt hat und uns einen ewigen Trost, eine gute Hoffnung gegeben hat, durch Gnade.“ Ein ewiger Trost. Ich glaube, ich muss euch nicht fragen, was hat Trost mit Evangelium zu tun? Ist das Evangelium ein Trost? Ja oder nein? Wer kennt solche Aussagen wie in Jesaja, wo es heißt: „Tröstet mein Volk“, nicht wahr? Tröstet. Ja, der Heilige Geist, der, der herbeigerufen ist, ein Tröster, der uns, der, der uns uns trösten soll. Ganz genau. Durch Trost bekommen wir Frieden. Das heißt, ewiger Trost ist ein ewiges Evangelium, ist eine gute Nachricht.
[22:58] Ich möchte euch einfach nur zeigen, wie oft im Prinzip das Evangelium vorkommt, ohne dass es steht: „ewiges Evangelium“. Es ist immer dieselbe Idee letztendlich. Und noch ein letztes Beispiel in Hebräer Kapitel 13 und dort Vers 20. Das ist vielleicht das schönste Beispiel. Hebräer 13 und dort Vers 20. „Der Gott des Friedens aber, der unseren Herrn Jesus aus den Toten heraufgeführt hat, den großen Hirten der Schafe, durch das Blut eines was?“ Eines ewigen Bundes. Und wenn die Bibel von einem Bund spricht, wenn die Bibel sagt „ewiger Bund“, was heißt denn das „ewiger Bund“? Genau, Hebräer 8, Vers 10: „Gottes Gesetz in unseren Herzen und eine Erkenntnis Gottes.“ Nicht, weil jeder wird den Herrn selbst erkennen und erkennen heißt lieben. Ja, und dann heißt es, dass er in Hebräer 8, Vers 12 an unsere Sünden nicht mehr gedenken wird. Das ist Evangelium. Der Bund ist die gute Nachricht, dass Gott sich mit uns verbinden möchte.
[24:25] Also, fassen wir zusammen. In der Bibel spricht es von einer ewigen Gerechtigkeit. Das ist die gute Nachricht, dass Gott gerecht ist und dass er doch seine Gerechtigkeit uns schenkt, uns damit bekleidet und sie in uns gibt. Das ist die gute Nachricht. Die Bibel spricht von einem ewigen Weg, und das ist eine gute Nachricht, denn es ist der ewige Weg, der uns von der Sünde wieder zu Gott führt. Das ist das Evangelium. Die Bibel spricht von einem ewigen Königreich, und das ist eine gute Nachricht, denn das Königreich ist ja, das Reich Gottes ist ja was? Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist, dass uns das Evangelium bringen möchte. Gottes, es gibt das ewige Wort Gottes, und auch das ist eine gute Nachricht, denn wann immer Gott spricht, haben wir gesehen, ist es eine gute Nachricht. Wenn Gott sagt: „Es werde Licht“, wird es Licht. Gott sagt: „Ich will Feindschaft setzen zwischen der Schlange und den Menschen.“ Gute Nachricht. Gottes Wort ist eine gute Nachricht. Dann gibt es eine ewige Erlösung, und die gute Nachricht ist, dass Gott uns erlöst, er löst uns frei, er macht uns frei, er löst uns aus der Knechtschaft heraus. Dann gibt es ein ewiges Geheimnis. Auch das ist ein Evangelium, es ist ein Geheimnis für das Universum, wie Gott uns retten kann. Es gibt einen ewigen Trost und einen ewigen Bund. Und all das, wenn ihr darüber nachdenkt, all das ist immer ein Symbol für Jesus. Jesus ist unsere Gerechtigkeit, Jesus ist unser Weg. „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Er ist der König, er ist das Wort Gottes, er ist unsere Erlösung, er ist ein Geheimnis, nicht wahr, wie Mensch und Gott gleichzeitig in einer Person sein können, ist ein Geheimnis. Er ist unser Trost und er ist unser Bund, denn er ist Gott mit uns. Das heißt, er ist ewig. Im Grunde genommen ist Jesus das Evangelium.
[26:25] Christi Ellen White hat einen Satz, wo sie sagt, sie sagt im Englischen: „Hanging on the Cross, Christ was the Gospel.“ Heißt auf Deutsch: Als er am Kreuz hing, war Christus das Evangelium. Also nicht nur das Evangelium ist die Nachricht: Hey, Jesus ist am Kreuz gestorben. So interpretieren wir das mal, so als der Bericht. Wir haben es gesehen, so die Evangelien schreiben, sie haben es gesehen, schreiben es auf, wir geben die Nachricht weiter, die Information: Jesus ist am Kreuz gestorben. Nein, nein, nein. Das Evangelium im tiefsten Sinn ist: Als Jesus am Kreuz hing, war er das Evangelium. Er war die Gerechtigkeit, er war der Weg, er war das Königreich, er war das Geheimnis, er war der Bund, er war das Wort, er war der Trost, er war das alles in dem Moment. Er hat Himmel und Erde miteinander verbunden, just in diesem Moment. Das ist die gute Nachricht, das ist das ewige Evangelium.
[27:17] Jetzt schaut mal mit mir, bevor wir zum Ende kommen, das Evangelium vom Kreuz. Genau. Schau mal ein paar Bibelstellen noch an und vor allem möchte ich eine ganz deutlich noch hier sagen und zwar Römer 1, Vers 16. Römer 1, Vers 16. Also, wir konnten sehen, obwohl das Wort „ewiges Evangelium“ nur einmal in der Bibel vorkommt und das mit Bedacht, weil es die drei Engelsbotschaft herausstellen soll, kommt die Idee doch durch die ganze Bibel und vor allem das Alte und Neue Testament mit vielen verschiedenen Begriffen, wie so ein Edelstein, der von jeder Seite ein bisschen anders aussieht, aber derselbe Edelstein ist. In Römer 1, Vers 16, da sagt der Paulus: „Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht.“ Wie viele Menschen schämen sich heute des Evangeliums? Wie viele Menschen gehen schon gerne zur Gemeinde, aber wenn sie gefragt werden, dann schämen wir uns vielleicht. Aber warum sagt er: „Ich schäme mich nicht?“ Wisst ihr, warum sich die meisten Menschen schämen? Weil es für sie eine Theorie ist, die sie bejahen können, so intellektuell oder ja, etwas, was sie glauben, weil die Eltern halt auch schon geglaubt haben. Aber nur wenn man das erlebt, was Paulus erlebt, dann schämt man sich nicht mal. Denn er sagt: „Ich schäme mich nicht.“ Warum? Denn es ist Gottes Kraft.
[28:32] Wir werden nichts erreichen, wenn wir die dreifache Engelsbotschaft als eine Theorie, als eine Lehre allein interpretieren und sagen: Okay, das ist die Wahrheit über 1844, das ist die Wahrheit über den Sabbat, das ist die Wahrheit über das Papsttum, das ist die Wahrheit über die abgefallenen Kirchen, das ist die Wahrheit, das, das, das. Und wenn wir alles richtig interpretiert haben, sind wir gerettet. Nein, nein, nein, nein, nein. Die dreifache Engelsbotschaft wird beschrieben als das Evangelium, und das Evangelium ist eine Kraft. Wenn die dreifache Engelsbotschaft mich nicht verändert, habe ich sie nicht verstanden. Es ist eine Kraft, bewirkt etwas. Und dann sagt er: „Denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der was tut.“ Der glaubt. Eine Bedingung, nicht wahr? Johannes 3, Vers 16: „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern ein ewiges Leben haben.“ Zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen. Dann Vers 17: „Denn es wird da offenbart die Gerechtigkeit Gottes.“ Nicht wahr, im Evangelium offenbart sich die Gerechtigkeit, die ewige Gerechtigkeit aus Glauben zum Glauben, wie es geschrieben wird: „Der Gerechte wird aus Glauben leben.“ Das Evangelium muss unser Leben sein. Christus hat nicht nur das Evangelium gepredigt, er war das Evangelium. Und im selben Sinne, wie wir gesagt haben, Johannes hat den Engel erst gesehen und dann gehört, müssen wir sozusagen das Evangelium nicht nur predigen, sondern wir müssen selbst das Evangelium sozusagen sein, es selbst ausleben. Wenn die Menschen das Evangelium sehen in uns, dann werden sie es auch hören wollen. Und diese Kraft, wenn Paulus umherging, dann war das Evangelium. Ich habe gerade bei Ellen White letztens gelesen, so schön, wie sie schreibt, er wollte immer nach Rom gehen und wollte in Rom predigen und dann wird er gefangen genommen und kommt als Gefangener nach Rom und ist total deprimiert. Ihr kennt das nicht mehr aus der Predigt. Und dann sagt sie, seine Ketten haben dafür gesorgt, dass mehr Menschen sich bekehrt haben, als jemals zuvor. Es war nicht seine brillante Predigt, die die Leute bekehrt hat, sondern die Tatsache, dass er unter diesen Ketten immer noch so freundlich und vergebungsbereit und so demütig war. Das hat dazu geführt, dass sogar Mitglieder des Haushaltes von Nero, der Kaiserfamilie, sich bekehrt haben. Das, was er war, war noch überzeugender als das, was er gesagt hat. Und das ist die Idee bei der Kraft des Evangeliums.
[31:15] Zu oft, auch in der Gemeinde, glauben wir, wir haben alles erreicht, wenn wir genau die Wahrheit richtig verstanden haben und keine Irre haben und alles genau richtig. Und dann kriegen wir eine Krise, weil wir vielleicht denken, irgendwo bin ich ja vielleicht doch noch falsch. Aber viel entscheidender ist, dass das Evangelium in unserem Leben zum Tragen kommt. Ganz genau.
[31:35] Schaut mal mit mir übrigens in Jesaja 53. Wir sind gleich am Ende angelangt. Das stellt Jesaja eine interessante Frage. Jesaja 53, er beschreibt genau das Evangelium. Ich kenne das Kapitel sehr gut. Da beschreibt er, wie Jesus gekreuzigt werden würde. Er beschreibt, wie er seinen Mund nicht auftun würde, wie er unsere Sünden auf sich nehmen würde, unsere Krankheiten tragen würde. Aber zu Beginn des Kapitels stellt er eine interessante Frage. Er sagt: „Wer hat unserer Verkündigung geglaubt? Und dem Arm des Herrn, wem ist er offenbart worden?“ Mit anderen Worten, wer glaubt diese Predigt eigentlich wirklich? Und dann kommt die Predigt. Die Predigt kommt von Jesus, der unsere Sünden trägt, der gestorben ist für uns. An wem hat sich das wirklich gezeigt? Wer hat den Arm Gottes in seinem Leben wirklich erlebt? Es nützt nichts, wenn wir Jesaja 53 lesen und sagen: Ja, das ist Jesus. Ich weiß, ich sehe es genau. Das ist Jesus. Hier hat sich erfüllt. Prophezeiung erfüllt, Checkliste gut. Jesaja stellt die Frage: Wer hat das wirklich geglaubt? An wem ist der Arm des Herrn geoffenbart worden? In welchem Leben hat man das gesehen? Und ihr wisst, Jesus sagt, wenn er auf Erden wiederkommen wird, wird er was? Wird er Glauben finden auf Erden? Er stellt auch so eine rhetorische Frage: Wird der Menschen so ein Glauben finden auf Erden? Ganz genau. Das ist die Tür, die Schafe hineingehen.
[33:23] Vielleicht noch ein interessanter Vers in 1. Korinther 9, Vers 12. 1. Korinther 9 und dort Vers 12. Die Bibel sagt: „Wenn andere an diesem Recht über euch Anteil haben, sollten wir es nicht viel eher haben? Aber wir haben uns dieses Rechtes nicht bedient, sondern wir ertragen alles, damit wir dem Evangelium von Christus kein Hindernis bereiten.“ Das ist einer der interessantesten Verse in der Bibel für dieses Thema. Paulus sagt, es wäre möglich, dem Evangelium ein Hindernis zu bereiten. Wodurch könnte man das Evangelium behindern? Wodurch könnte das Evangelium Gottes behindert werden? Vers 12. Ja, aber dadurch wird es nicht verhindert. Meine Frage war: Wodurch wird das Evangelium Gottes verhindert? Ich sage euch, was der Vorhinein der Kontext ist. Der Kontext ist, Paulus stellt eine sehr pointierte Frage. Er sagt: „Ich bin zu euch gekommen, ich habe euch gepredigt, ich habe Vorträge gehalten, ich habe Bibelstunden gegeben und so weiter und so weiter. Ich hätte ein Recht darauf, von euch unterstützt zu werden.“ Und da gibt es einige Beispiele. Wenn jemand in den Krieg zieht, wird er dafür bezahlt, oder? Wenn jemand ein Weinberg pflanzt, dann isst er davon. Die anderen Apostel kriegen darauf was. Er sagt, ich hätte das Recht gehabt, von euch finanziell unterstützt zu werden. Und dann sagt er: „Andere haben das Recht und ich habe auch das Recht, aber ich habe dieses Recht nicht in Anspruch genommen.“ Warum? Weil in seiner konkreten Situation, er sagt, das hätte euch daran gehindert, zu glauben. Wenn ich neu in eine Gemeinde komme, ihr kennt mich nicht und ich sage: „Ich predige euch und gebt mir Geld“, dann hätte das, obwohl es ein Recht gewesen wäre, das Evangelium behindert. Das heißt, es ist möglich, ich kann das Evangelium behindern, durch Dinge, die mir zustehen. Ich kann auch sagen, das steht mir zu, der sagt, die Bibel, das ist richtig, das darf ich machen, das ist in Ordnung und trotzdem kann ich dadurch das Evangelium behindern. Klassisches Beispiel sind die Götzenopfer. Paulus sagt, auch wenn du weißt, dass das alles gar nichts ist, auch wenn du darauf bestehst, dass du ja im Prinzip Recht hast, durch dein Verhalten das Evangelium behindern. Man kann also Recht haben und trotzdem das Evangelium behindern. Denn das Evangelium geht nicht darum, dass ich Recht habe, sondern dass Gottes Gerechtigkeit mich bekleidet. Genau, wegen dem anderen, wegen dem anderen.
[37:02] Denn Dienst und für den anderen Dasein und Nächstenliebe sind ja die Charakteristiken Gottes. Und die sollen im Evangelium deutlich werden. Nicht, wer hat das meiste Recht über bestimmte richtige Wochentage und wer hat am meisten Recht in Prophetie, wer hat am meisten Recht darüber. Es wird am Ende ja nicht der retten, der am meisten Wahrheit gefunden hat, sondern der am meisten Wahrheit gelebt hat. Ja, der den Charakter Gottes gelebt hat, statt nur zu sagen: Ich weiß genau, was richtig ist. Ja, das Evangelium kann gehindert werden durch Dinge, die vielleicht an sich noch nicht mal falsch sind, aber in einem falschen Geist getan werden. Ja, ganz genau.
[37:44] Wir sind gerufen, das Evangelium alle Welt zu bringen, nicht wahr? Und dazu müssen wir es leben. Wir müssen verstehen, bevor ich das Evangelium anderen Menschen predige, nicht wollen, wenn wir darüber sprechen, dass alle Nationen, Völker, Stämme und Sprachen zu predigen, müssen wir verstehen, dass das Evangelium eine Kraft ist, die Kraft Gottes, Gerechtigkeit in mein Leben zu bringen, die Kraft, die mir hilft, den Weg zu gehen, den ewigen Weg, die Kraft, die mir hilft, in seinem Königreich zu leben, im Königreich Gottes, nämlich Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist haben. Es ist die Kraft, die im Wort Gottes ist. Ja, Gottes Wort hat Kraft. Wenn es sagt: „Es werde nicht“, wird es nicht. Es ist die Kraft, die mich freimacht, die mich erlöst, die mich freimacht von der Sklaverei. Es ist die Kraft, die mich tröstet und die mich mit Gott wieder verbindet. Das ist die Kraft im Evangelium. Und diese Kraft müssen wir leben. Wir müssen erleben, dass wir mit Gott verbunden sind, dass wir auf dem Weg gehen und dass wir erlöst werden. Und meine Frage heute ist sehr einfach. Meine Frage heute Abend ist sehr einfach: Möchtest du das ewige Evangelium, diese Kraft in deinem Leben täglich erleben? Diese gute Nachricht, dass wenn Gott spricht und er spricht Gutes für unser Leben, gute Gedanken, dass er sie in unserem Leben auch verwirklichen kann, dass seine Gerechtigkeit, seine Liebe, seine Gnade, sein Weg, sein Königreich, sein Wort, sein Bund, sein Trost in meinem Leben sichtbar wird. Weil darum geht es eigentlich in der Dreiviertel-Engelsbotschaft. Wer von euch möchte sagen: Das ist, was ich möchte. Ich möchte das ewige Evangelium und kein anderes, sondern das, was in der ganzen Liebe steht. Euer Wunsch? Dann lasst uns gemeinsam niederknien und beten.
[39:56] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen, dass die Botschaft, die du uns gibst, eine gute Botschaft ist. Wir hören so viele schlechte Nachrichten in der Welt und um uns herum, dass wir dankbar sind, dass die Bibel so voller guter Nachrichten ist, voller Trost und Erbauung und mutmachenden Dingen, die uns zeigen, dass du uns liebst und dass du nicht möchtest, dass wir in der Sünde für immer bleiben, sondern dass du uns herausrufst und die Kraft schenkst zu überwinden. Und Herr Jesus, ich möchte für mich bitten und für jeden Einzelnen von uns, dass du uns diese Kraft täglich spüren lässt, dass wir sehen können, dass wir deinen Weg gehen können, dass wir mit deiner Gerechtigkeit bekleidet werden, dass wir deinen Trost in unserem Leben haben, dass dein Wort von uns ausgelebt wird, damit wir wirklich das ewige Evangelium als das, was es ist, erleben, als eine Kraft, die verändert. Ich möchte dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns das vergibst, was wir falsch getan haben und dass du uns neue Kraft schenkst, ein neues Herz. Und wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir wissen dürfen, dass dein Wort die Kraft hat, wenn wir es im Glauben annehmen, wenn wir daraus leben, so wie der Paulus das sagt, wenn wir das zu unserem Leben machen. Danke, Jesus, dass wir so zu dir kommen können, wie wir sind und dass du uns durch dein Evangelium veränderst. Lass uns das Evangelium ausleben, durch deine Kraft und durch deine Gnade zu deiner Herrlichkeit. Im Namen Jesu. Amen.
[41:42] Damit verabschieden wir uns für dieses Jahr hier vom Offenbarungsseminar. Nächstes Jahr wird es dann Anfang Januar, wahrscheinlich in der zweiten Januarwoche, dann weitergehen. Wir werden rechtzeitig auf Ende der Zeit das bekanntgeben. Wir werden dann die 60. Folge des Adventgeschichtsseminars haben über das Jahr 1851 und wir werden weiter die Dreiviertel-Engelsbotschaft uns betrachten. Herzlich eingeladen, da wieder zu kommen, einzuschalten. Bis dahin wünsche ich euch Gottes Segen im Studium seines Wortes und auf einen gesegneten Jahreswechsel, ein gesegnetes Jahresende. Amen.
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