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In dieser Folge von „Ellen G. White und das Internet“ beleuchtet Justin Torossian die Gabe der Prophetie. Er erklärt, wann und warum diese besondere Gabe gegeben wurde und welche Rolle Ellen G. White dabei spielte. Die Serie untersucht die Relevanz ihrer Schriften im digitalen Zeitalter und wie sie über Ressourcen wie joelmedia.de zugänglich gemacht werden.

In dieser Predigt wird die Gabe der Prophetie beleuchtet: Wann und warum sie gegeben wurde und wie sie sich durch die Geschichte zieht. Von den Anfängen im Garten Eden über die Zeit Jesu und der Urgemeinde bis hin zur Endzeit wird die Bedeutung und Funktion dieser Gabe für Gottes Volk erklärt. Es wird auch auf die Kriterien eines biblischen Propheten eingegangen und wie Ellen G. White diese erfüllt.


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Serie: Ellen G. White und das Internet

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Transkript

[0:00] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!

[0:31] Hallo und herzlich willkommen zu unserer Serie hier auf Joel Media TV. Ich freue mich so sehr, dass ich aus den Vereinigten Staaten herkommen konnte, um dieses Wochenende mit euch zu gestalten. Und wir haben eine ganz spannende Serie vor uns, die genannt wird Ellen White und das Internet. Bevor wir mit unseren Live-Übertragungen heute Abend beginnen, werden wir zunächst eine Aufnahme haben, eine grundlegende Thematik, die aus der Bibel uns zeigen soll, was der Geist der Weissagung wirklich bedeutet. Wir sind froh, dass ihr uns eingeschaltet habt und wir sind gespannt auf die Serie, die wir vor uns haben.

[1:29] Bevor wir mit unserer ersten Präsentation beginnen, die den Titel trägt, der Geist, die Gabe der Prophetie, wann und warum, möchten wir euch einladen, dass wir gemeinsam beten und unsere Hände falten und unsere Augen schließen, um Gottes Führung für dieses Thema zu bitten. Unser Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für die vielen Segnungen, die du auf uns regnen lässt. Herr, wir danken dir, wir preisen dich, dass du uns dein Wort gegeben hast, dein Licht in dieser dunklen Welt. Und wir preisen dich auch für die Gabe der Prophetie, durch die die Bibel zu uns gekommen ist. Und wenn wir jetzt dein Wort aufschlagen, bitten wir dich um eine besondere Ausgießung deines Heiligen Geistes und um deine besondere Führung. Rede her, denn deine Knechte hören. Im Namen Jesu, Amen.

[2:50] Die Gabe der Prophetie, wann und warum. Um die Antwort auf unsere Frage, wann, zu verstehen, müssen wir ganz an den Anfang zurück gehen. Zurück in den Garten Eden, bevor die Sünde überhaupt in die Welt hineingekommen war. Wie war das in einer vollkommenen Welt, wo es keine Sünde gab? Die Bibel sagt uns, dass der Tod durch die Sünde hineinkam. Also gab es keinen Tod, bevor Adam und Eva sich für die Sünde entschieden hatten. Keine der Blätter waren gestorben oder vom Baum gefallen. Die Tiere haben sich nicht gegenseitig getötet oder gegessen. Sogar die Löwen waren Vegetarier. Aber was gehörte noch zu dieser vollkommenen Welt? Neben der Tatsache, dass es keinen Tod gab und keine Streitigkeiten zwischen Adam und Eva. Wie war das? Die Bibel sagt uns in Genesis 3, Vers 8, dass sie die Stimme Gottes des Herrn im Garten, der im Garten wandelte, hörten, als der Tag kühl war. Also in einer vollkommenen Welt hat Gott von Angesicht zu Angesicht mit Adam und Eva kommuniziert.

[4:37] Aber Genesis 3 erzählt uns die traurige Geschichte, wie sie sich entschieden haben zu sündigen und Gott nicht zu gehorchen. Nachdem sie in ihrem Gehorsam Gott gegenüber gefehlt hatten, die Bibel, dass Sünde und Tod auf den Planeten gekommen sind. Erste Mose 3, Vers 24 sagt uns, dass sie von Eden verbannt worden waren. Und es gab nun keine direkte Kommunikation zwischen Gott und ihnen, von Angesicht zu Angesicht mehr. Isaiah 59, Vers 2 sagt, dass unsere Missetaten uns von seinem Angesicht getrennt haben. Die Frage stellt sich also, wie hätte Gott ihnen jetzt die Hoffnung der Erlösung kommunizieren können? Wie konnte Gott ihnen erklären, dass sie nicht auf ewig verloren sein müssen?

[5:52] Die Bibel sagt uns, dass Gott einen Plan hatte, obwohl er nicht mehr von Angesicht zu Angesicht mit ihnen kommunizieren konnte. Hat Gott sich entschieden, durch Träume und Visionen mit den Menschen zu kommunizieren. Vers 12, Vers 6 erklärt, dass Gott durch Träume und Visionen mit Propheten kommunizieren würde. Die Gabe der Prophetie ist also gegeben worden, um der Menschheit zu erklären, wie der Erlösungsplan funktionieren würde. Von Anfang an ist die Gabe der Weissagung gegeben worden, damit Menschen die Erlösung durch Jesus Christus akzeptieren und verstehen können. Für die ersten 4000 Jahre der Menschheitsgeschichte hat Gott kommuniziert, was passieren würde, wenn Jesus gekreuzigt und auferstehen würde. Und seit seiner Kreuzigung und Auferstehung schauen wir zurück auf das, was er am Kreuz getan hat. Und gleichzeitig schauen wir vorwärts auf sein baldiges Wiederkommen, wie es uns versprochen hat. Die Gabe der Weissagung war schon immer eine Sache, die sich um Jesus gedreht hat. Sie existiert, damit wir sein Opfer verstehen und wertschätzen können.

[7:46] Wir wollen später noch einige ganz spezifische Absichten, die mit dem Geist der Weissagung verbunden sind, uns anschauen. Aber vielleicht stellst du dir die Frage, wie genau kommuniziert Gott zu der Menschheit durch Träume und Visionen? Wir kennen natürlich nicht alle Details. Aber eine Sache, die die Bibel sehr deutlich macht, ist, dass das durch Engel geschieht. In Offenbarung, Kapitel 1, Vers 1 da illustriert uns die Bibel diese Befehlskette, die Gott benutzt, um Menschen durch Träume und Visionen zu unterrichten.

[8:40] Die Bibel sagt hier, Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gegeben hat, um seinen Knechten zu zeigen, was rasch geschehen soll, und er hat sie bekannt gemacht und durch seinen Engel, ja bekannt gemacht, seinem Knecht Johannes gesandt. Wir sehen also, dass Gott, der Vater, diese Botschaft zu Jesus Christus, dem Sohn, Gott dem Sohn gegeben hat. Gott hat es dann einem Engel gegeben, der es bekannt gemacht hat, und der Engel hat es dann in einer Vision dem Johannes kommuniziert.

[9:30] Während also die Gabe der Weissagung existiert, um Menschen das Opfer Jesu verständlich zu machen, ist es eigentlich sogar erstaunlich festzustellen, dass es gerade das Leben und das Opfer Jesu ist, was überhaupt den Geist der Weissagung nötig gemacht hat und seine Existenz begründet. Schauen wir uns dieses ganz erstaunliche und kraftvolle Zitat aus Patriarchen und Propheten, Seite 45 im Deutschen an. Solange Adam schuldlos war, erfreute er sich des unmittelbaren Umgangs mit seinem Schöpfer. Aber die Sünde trennte Gott und Mensch voneinander. Allein die Versöhnung durch Christus konnte den Abgrund überbrücken und die Kommunikation von Segen und Erlösung vom Himmel zur Erde ermöglichen. Es ist also die Versöhnung Christi, die die Kommunikation überhaupt erst möglich macht. Und die Kommunikation hat zum Inhalt, dass Jesus die Versöhnung erwirkt hat. Der Geist der Weissagung und der Plan der Lösung sind miteinander verbunden.

[11:13] Was hat die Bibel noch darüber zu sagen, wann die Gabe der Prophetie kam und weshalb? Schauen wir uns gemeinsam Lukas 1 an. Und wir schauen uns Vers 70 an. Hier heißt es, wie er es verheißen hat durch den Mund seiner heiligen Propheten, die von Alters her waren, im Englischen heißt es, die seit dem Beginn der Erde waren. Zum Beispiel ist auch Henoch ein Prophet gewesen. Der Name seines Sohnes Methuselam ist eine Prophezeiung in sich selbst. Der Name Methuselam bedeutet nämlich, wenn er stirbt, wird es passieren. Und wenn man dann die Jahre berechnet, die Methuselam gelebt hat und das Jahr, in dem er gestorben ist, wenn man dann die Jahreszahlen der Bibel zusammenrechnet, dann stellt man fest, dass in dem selben Jahr, als die Sintflut kam, Methuselam vorher gestorben ist. Also Henoch hatte tatsächlich die Gabe der Prophetie, die Gabe der Weissagung. Die Bibel sagt uns, die Gabe der Weissagung hat existiert, seit die Welt existiert.

[12:58] Also warum ist die Gabe der Weissagung gegeben worden? Ein Vers, der das etwas gründlicher erklärt, sagt uns, dass es für die Erlösung der Menschen gegeben worden ist. Dieser Abschnitt in der Bibel findet sich in 1. Petrus, Kapitel 1, Vers 9 bis 11. Wir können ab Vers 10 lesen, das heißt es, wegen dieser Errettung haben die Propheten gesucht und nachgeforscht, die von der euch zu Teil gewordenen Gnade geweissagt haben. Sie haben nachgeforscht und auf welche Weise und was für eine Zeit der Geist des Christus ihnen hindeutete, der die für Christus bestimmten Leiden und die darauf folgenden Herrlichkeiten zuvor bezeugte. Der eigentliche Hauptzweck wird in Vers 9 beschrieben. Dort heißt es, wenn ihr das Endziel eures Glaubens davontragt, die Errettung der Seelen. Wir sehen also, dass die Gabe der Weissagung existiert hat, damit Menschen gerettet werden.

[14:31] Heute sagen wir das Wort Prophet. Und was viele Menschen dann damit verbinden, wegen vieler falscher Propheten, die es in der Welt gibt. Dann denken viele so an ganz verrückte Menschen, die mitten im Park stehen. Und die fangen an zu predigen, nächste Woche, nächsten Monat ist das Ende der Welt da. Vielleicht haben wir das Bild von einem Mann mit einem langen Bart und einem Stab in der Hand und einem langen Gewand. Aber was ist das Bild in der Bibel von einem Propheten? Was sagt uns die Bibel von den alten Propheten?

[15:29] Die Bibel sagt uns in 1. Mose 6, dass es einen Propheten gab mit Namen Noah. Und Noah predigte die längste Evangelisation, die die Welt jemals gesehen hat. 120 Jahre lang. Und er predigte, dass die Menschen auf die Arche kommen sollten, weil eine Regenflut, eine Sintflut kommen sollte, die die Welt zerstören würde. Nur Noah und seine Frau sowie seine drei Kinder mit deren Frauen wurden gerettet. Und wir denken an Noah, der dort trotz all diesem Spott und all dieser Anklage weiter mutig gepredigt hat.

[16:19] Wenn wir in der Bibel lesen, lesen wir auch von Abraham. Abraham in der Genesis. Den Gott in 1. Mose 12 aus Ur, aus dem Land Kaldea herausgerufen hat. Der im Glauben vorangegangen ist. Er wusste nicht genau, wo es hingehen würde, aber er vertraute auf Gottes Führung.

[16:53] Wenn wir das Wort Propheten hören, dann denken wir an Jacob. Der eine himmlische Vision hatte von den Engeln, die auf- und niederstiegen. Und diese Vision war ebenfalls eine Vision, die Christus darstellte. Jesus ist der eine, der es möglich macht, dass Engel von Himmel zu Erde kommunizieren.

[17:22] Wir denken an Josef. Dessen Brüder, vor allem auch zum Teil wegen seinen Visionen, die sie ärgerlich gemacht haben, ihn dann verkauft haben nach Ägypten in die Sklaverei. Aber was der Teufel zum Bösen sich ausgedacht hat, durch seine Brüder, hat Gott dann zum Guten umgewandelt. Und so hat er durch Josef dann viele Menschen gerettet, als eine schwere Hungersnot Ägypten getroffen hat.

[18:17] Und nach vielen Jahren, als Israeliten sich sehr vermehrt haben in Ägypten, gab es einen Pharao, der sich nicht mehr an Josef erinnern konnte. Und dann hat der Pharao gesagt, diese Israeliten, die immer mehr werden, die werden sich gegen mich stellen, sie werden revoltieren. Es gibt so viele von ihnen. So hat der Pharao sie in die Sklaverei gesteckt als Sklavenarbeiter arbeiten lassen. Und sie mussten dann Ziegel herstellen aus Stroh und Lehm. Er war äußerst grausam zu ihnen. Und Gott hatte verheißen, dass er einen Befreier senden würde. Und dann wurde ein Kind geboren mit dem Namen Moses. Gott hat Moses zum Befreien von den Israeliten gesendet. Und es hat lange gedauert, bis er die Dinge verlernt hatte, die er gelernt hatte. Es hat lange gedauert, bis er die Dinge verlernt hatte, die er gelernt hatte. Er hat lange gebraucht, um zu lernen, wie man die Dinge auf Gottes Weise tut und nicht auf die eigene Weise. Moses hat viele Jahre als Hirte in Midian verbracht. Gott hat ihn endlich angerufen, um die Israeliten zu verlieren und Pharao zu sagen, lass mein Volk gehen.

[20:00] Die Bibel sagt, dass es allein 600.000 wehrfähige Israeliten gab. Was bedeutet, dass es insgesamt ca. 2 Millionen waren. Und Gott hat sie aus Ägypten geführt, als Pharao endlich gesagt hat, nehmt eure Leute und geht nach der 10. Plage.

[20:28] Aber nachdem sie geflogen sind, hat Pharao seine Meinung geändert. Dann hat aber Pharao, nachdem sie das Land verlassen hatten, seine Ansicht geändert. Er nahm seine Armee und ging ihnen nach. Und plötzlich waren sie gefangen zwischen zwei Bergketten, der Armee des Pharao hinter ihnen und dem Roten Meer vor ihnen. Gott wirkte ein Wunder, indem er das Rote Meer teilte. Und die Israeliten sind auf trockenem Boden durchgegangen.

[21:09] Wenn wir an Propheten denken, denken wir an Männer wie Moses, den Gott auf wundersame und machtvolle Art und Weise gebraucht hat. Danach bestand Gott auch das Gebet der Prophezeiung auf David und Saul.

[21:31] Wenn wir an das Wort Propheten denken, denken wir normalerweise an das alte Testament. Aber wie lange hat die Gebet der Prophezeiung gedauert? Kann man die Gebet der Prophezeiung auch nach der Zeit des alten Testaments noch finden? Die Antwort ist eindeutig ja.

[22:04] Die Bibel sagt uns, dass in der Zeit von Jesus zwei Propheten im Tempel waren. Und als Jesus als Baby dargestellt worden ist, als Säugling im Tempel, dann sind sie dort anwesend gewesen. Die Bibel sagt uns auch, dass Johannes der Täufer ein Prophet gewesen ist. Jesus sagt sogar Matthäus 11,9, dass er der Größte aller Propheten war.

[22:33] Ich möchte hier ganz kurz innehalten, um etwas zu sagen. Propheten schreiben nicht notwendigerweise Bücher. Es gibt einige Propheten, von denen wir keinerlei schriftliche Überlieferungen haben, wie zum Beispiel Johannes den Täufer. Gleichzeitig gibt es auch Propheten, von denen die Bibel sagt, dass sie Dinge aufgeschrieben haben. Aber für irgendeinen Grund sah Gott es nicht in Ordnung, sie in den Kanonen der Bibel einzuführen. Und trotzdem hat Gott es nicht für gut befunden, dass diese Schriften der Propheten in den Kanonen der Bibel aufgenommen worden sind. War das ein Zufall? Ganz und gar nicht. Gott hatte Kontrolle über diese ganze Angelegenheit. Und er hat geführt und geleitet, welche Bücher in seine Bibel aufgenommen werden sollten. Aus bestimmten Gründen hat Gott es für nicht notwendig erachtet, einige solcher prophetischer Schriften in die Bibel mit aufnehmen zu lassen.

[23:50] Und natürlich sehen wir in der Zeit von Jesus Christus, dass er selbst Jesus, die Gabe der Weissagung, gehabt hat. In Matthäus 26, Vers 75 wird uns gesagt, dass er dem Petrus, dem Christus, die Gabe der Weissagung, aufgenommen hat. Und er hat vorhergesagt, dass dieser ihn dreimal verleugnen würde, ehe der Hahn krähen würde. Und das ist nur eines von vielen Beispielen, wo Jesus eine ganz spezifische Prophezeiung gegeben hat, die sich dann auch erfüllt hat.

[24:28] Wir sehen also, der Geist der Weissagung war aktiv im Alten Testament. Ganz aktiv auch in der Zeit von Jesus. Was ist die logische Frage? Was ist mit der Zeit nach Jesus? Was denkst du lieber Freund, liebe Freundin? Und auch hier finden wir die Antwort in unseren Bibeln. Und die Antwort ist ja.

[24:56] In Apostelgeschichte 2 wird uns gesagt, dass der Heilige Geist auf die wartenden und betenden Apostel gegossen wurde. Und Petrus zitierte in diesem Zusammenhang Joel 2, Vers 28. Und er sagt dann, dass diese Vorhersage in Joel teilweise erfüllt wurde. Durch dieses Pfingstereignis. Dort in Joel, Kapitel 2. In Deutschland, glaube ich, ist es in Joel 3, Vers 1. Und auch über die Knechte und über die Mägde will ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen.

[26:16] Wir wissen, dass das nur teilweise erfüllt worden ist in Apostelgeschichte. Und auch in Joel, Kapitel 2. Denn es wird uns dann gesagt in Vers 4, Kapitel 3 von Joel, dass das Ganze stattfinden würde, ehe der große und schreckliche Tag des Herrn kommt. Durch diese Symbolsprache der Landwirtschaft hat die Bibel die Ausgießung des Frühregens vorhergesagt. Aber dass es auch in noch größerem Ausmaß am Ende der Zeit im Spätregen sich erfüllen würde. Sodass die Welt vorbereitet werden würde auf die Wiederkunft Jesu.

[27:09] Nun, wie ist das mit der Urgemeinde? War die Gabe der Weißsagung dort aktiv in der frühchristlichen Gemeinde? Apostelgeschichte, Kapitel 21, Vers 9 sagt uns, Philippus hatte vier Töchter, die geweißsagt haben. Also, die Gabe der Weißsagung war nicht spezifisch nur auf Männer beschränkt. Wir haben ja gerade in Joel gelesen, dass vorhergesagt worden ist, auf die Knechte und die Mädchen wird Gott seinen Geist gießen. Und obwohl Gott den Männern und Frauen verschiedene Rollen zugewiesen hat, gibt er doch allen von ihnen ohne Unterschied die Gaben seines Geistes.

[28:09] Im nächsten Vers lesen wir vom Propheten Agabus. Und natürlich gibt es auch Johannes, den, der die Offenbarung geschrieben hat. Wir sehen also, dass in der Urgemeinde die Gabe der Weißsagung existiert hat.

[28:32] Was war der spezifische Zweck der Gabe der Weißsagung für die Urgemeinde? Wenn wir die Bibel gemeinsam studieren, dann stellen wir fest, dass es sechs ganz bestimmte Gründe gab für den Geist der Weißsagung in der Urgemeinde. Erstens, Ephesians 2 sagt uns, dass er bei der Eröffnung der Kirche unterstützt hat. Zweitens, dass er die Geister der Weißsagung in der Urgemeinde unterstützt hat. Erstens, Ephesians 2 sagt uns, dass er bei der Eröffnung der Kirche unterstützt hat. Zweitens, die Bibel sagt uns in diesen Versen, Aktien 13 und 16, dass er die kirchliche missionäre Ausbildung initiiert hat. Zweitens wird uns gesagt in Apostelgeschichte 13 und auch Vers 16, dass durch den Geist der Weißsagung der Missionseinsatz der Gemeinde initiiert worden ist. Drittens wurde er auch gegeben, um die Gemeinde zu erbauen und zu stärken. Viertens sollte die Gemeinde dadurch vereint und beschützt werden. Fünftens wollte Gott auch die Gemeinde vor zukünftigen Schwierigkeiten warnen. Und zu guter Letzt wollte Gott auch in Zeiten der Auseinandersetzung durch die Gabe der Weißsagung den Glauben bestätigen.

[30:01] Es gibt eine andere Schlüsselpassage in der Bibel, die uns hilft, den Zweck und die Dauer, die Permanenz des Geistes der Weißsagung besser zu verstehen. Und das ist der Abschnitt in Epheser, Kapitel 4, im Epheserbrief. In Epheser, Kapitel 4, und dort wird er auch gesagt, dass er den Geist der Weißsagung unterstützt hat. Epheser, Kapitel 4, und dort ab Vers 11 und 12. Da heißt es hier in der Bibel, Vers 11, und er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer, zur Zurüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes für die Erbauung des Leibes des Christus.

[31:08] Also die Gabe der Weißsagung wurde gegeben, um Gottes Volk vorzubereiten, auszurüsten für den Dienst. Im nächsten Vers wird uns ebenfalls gesagt, im Vers 13, da wird uns beschrieben, wie lange diese Gabe andauern würde. Hier heißt es, bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zur vollkommenen Mannesreife, zum Maß der vollen Größe des Christus.

[31:53] Also die Gabe der Weißsagung würde also fortbestehen, bis Jesus in den Wolken des Himmels kommt, um uns heimzuholen. Wovon die Bibel in 1. Korinther 15 schreibt, dass diese Verwesentlichkeit, Unverwesentlichkeit anziehen muss und diese Sterblichkeit, das Unsterbliche anziehen. Bei der Wiederkunft Jesu werden wir dann im vollsten Sinne, dem Maß der vollen Größe des Christus gewachsen sein. Die Bibel sagt uns, dass bis zu jener Zeit die Gabe der Weißsagung, die Gabe der Prophetie existent sein würde.

[32:46] In meiner Zeit, die ich bis jetzt hier in Deutschland verbracht habe, das ist auch etwas weniger als eine Woche, da habe ich bereits festgestellt, dass das deutsche Denken sehr scharfsinnig und analytisch ist. Die meisten Menschen, die ich hier getroffen habe, die tendieren dazu, ganz tiefe Denker zu sein. Vielleicht wunderst du dich vielleicht jetzt schon deswegen. Es ist ja wunderbar, dass wir die Gabe der Weißsagung in der ganzen Bibel finden. Aber was ist mit den letzten 2000 Jahren der Weltgeschichte? Und da bin ich froh, dass du diese Frage hast.

[33:41] Die Geschichtsschreibung deutet an, dass die Gabe der Weißsagung auch in den nächsten Jahrhunderten noch gegenwärtig gewesen ist. Justin, der Märtyrer, ein Christ der Urgemeinde, der bis ungefähr 165 nach Christus gelebt hat, wo er in einem Dialog mit einem jüdischen Rabbi, der Trifo genannt wurde, da sagt er, denn die prophetischen Gaben bleiben bei uns bis zur gegenwärtigen Zeit. Und dann sagt er, genauso wie es zur gleichen Zeit neben euren heiligen Propheten falsche Propheten gegeben hat, so gibt es nun viele falsche Lehrer unter uns. Wir sehen hier also von dem Zeugnis von Justin, dem Märtyrer, dass in diesen Jahren von 100 bis 165 nach Christus die Gabe der Weißsagung aktiv gewesen ist in der Urchristenheit. Beweist also und bestätigt also, was die Bibel über die Gabe der Weisbarung gesagt hat.

[35:09] Und Justin ist nicht der Einzige aus den historischen Quellen, auf denen wir uns berufen können. Und der Historiker Gibbon, der dieses Buch geschrieben hat, da heißt es hier, die christliche Kirche hat seit der Zeit der Apostel und ihrer ersten Jünger eine ununterbrochene Sukzession an Wunderkräften, der Sprachengabel, Sprachengabel bedeutet, verstehbare, intelligente Fremdsprachen zu sprechen, was helfen würde, das Evangelium zu verbreiten. Er spricht von Visionen und Prophetie, die sie gehabt haben. Der Kraft, Dämonen auszutreiben, die Kranken zu heilen und Tote aufzuwecken. Und er fügt dann hinzu, wir können hinzufügen, dass das Ziel dieser Visionen, in den meisten Fällen daran bestand, entweder die zukünftige Geschichte zu enthüllen, oder die gegenwärtige Administration der Gemeinde zu führen. Wenn ihr euch erinnern könnt, waren das ja zwei der spezifischen Zwecke, für die der Geist der Weisung gegeben worden ist in der Urchristenheit.

[36:40] Es gibt viele andere Beispiele, aus Zeitgründen können wir nur noch eins hier erwähnen. Nun, Eusebius, der im dritten, vierten Jahrhundert gelebt hat, sagt er, von denen, die in diesen Zeiten blühten, heißt es von Quadratus, er habe sich durch seine prophetischen Gaben ausgezeichnet. Nun, denken wir darüber nach. Es heißt hier, der Heilige Geist, tat auch viele Wunder noch durch sie, sobald das Evangelium gehört wurde, Menschen in Mengen freiwillig und eifrig den wahren Glauben mit ihrem ganzen Denken annahmen. Wir sehen also, dass noch im dritten, vierten Jahrhundert der Geist der Weisung aktiv gewesen ist. Und es hat, so sagt uns die Geschichte, immer noch den Zweck erfüllt, dass Menschen die Erlösung annehmen würden.

[38:04] Nun, als die Geschichte weiter ging, was ist dann passiert? In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu bemerken, was uns die Bibel in 1. Samuel Kapitel 3 Vers 1 sagt. Da sagt es uns nämlich, dass es Zeiten in der Geschichte gibt, wo die Gabe der Weisung, wenn sie auch nicht vollständig aufgehört hat, es doch keine offenen Visionen mehr gab, durch die Gott mit den Führern seines Volkes kommuniziert hätte. In 1. Samuel 3 Vers 1 lesen wir, und der Knabe Samuel diente dem Herrn Phaeli. Zu jener Zeit war das Wort des Herrn selten. Es brach sich keine Offenbarung wahr.

[39:02] Wenn wir uns mit dem Mittelalter beschäftigen, da gibt es nicht viele historische Berichte aus dieser Zeit. Die etablierte Kirche, die katholische Kirche, hat viele Dokumente dieser Zeit zerstört und vernichtet. So wird im Buch Der große Kampf sehr eindrücklich gesagt. Die Geschichte des treuen Volkes Gottes während der langen Zeit der Finsternis, die dem Beginn der Oberherrschaft Roms folgte, steht im Himmel verzeichnet. Aber in den menschlichen Berichten wird ihr nur wenig Platz eingeräumt. Wenn wir uns die Fakten anschauen, dann sehen wir, dass das wahr ist. Trotzdem hat Gott sein Volk geführt.

[39:59] Interessant genug, die meisten Bibel-Enzyklopädie oder viele Bibel-Enzyklopädie, dass das Geschenk der Prophezeiung nie ganz aufgehört hat. Hört mal zu diesem. In spirituell erweckten Ära in der Geschichte der Kirche, stellt die Prophezeiung wieder ihre Erscheinung ein. Sie hat nie völlig aufgehört.

[40:35] Die Frage kommt jetzt. Wie ist es mit der Endzeit? Wie ist es mit der letzten Zeit der Weltgeschichte? Wird dann immer noch die Gabe der Weislagung existieren? Lasst uns anschauen, was Jesus uns dazu zu sagen hatte.

[40:59] In Matthäus 24 und dort Vers 24. Hier in Matthäus 24 hat Jesus seinen Jüngern die Zeichen der Zeit erklärt. Er hat sie gewarnt in Vers 24, denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um wenn möglich auch die Außerwählten zu verführen.

[41:45] Nun, lasst mich euch Folgendes fragen. Was hat Jesus impliziert, als er das hier gesagt hat? Also, ganz offensichtlich hat er seine Jünger davor gewarnt, dass hier einige kommen würden und behaupten würden, dass sie Jesus wären. Und er warnt sie auch vor denen, die sich für Propheten ausgeben, aber in Wirklichkeit falsche Propheten sind. Aber wenn Jesus sagt, hütet euch vor falschen Christussen und falschen Propheten, was impliziert das? Jesus hat sie vor falschen Christussen gewarnt, weil er der wahre Christus irgendwann zur Erde wiederkommen würde. Wenn es nur falsche Propheten in der Endzeit geben würde, hätte Jesus dann gesagt, hütet euch vor falschen Propheten? Nein, auf keinen Fall. Dann hätte er gesagt, hütet euch einfach vor Propheten, denn sie werden alle falsch sein. Aber die Tatsache, dass er gesagt hat, hütet euch vor falschen Propheten, illustriert für uns diese wichtige Realität, dass es in der Endzeit auch wahre Propheten geben würde.

[43:18] Im Neu-Testamentischen Buch 1. Thessalonicher, in Kapitel 5, können wir in Vers 19-21 das folgende lesen. Das sind einige meiner Lieblingsverse in der ganzen Bibel. Vers 16 ist auch schon sehr schön. Vers 19 sagt uns, den Geist dämpft nicht. Die Weissagung verachtet nicht. Prüft alles. Das Gute behaltet.

[43:56] Paulus sagt uns, wie viel sollen wir testen? Alle Dinge. Und er sagt, wenn etwas gut ist und den Test besteht, halt es fest, lass es nicht gehen.

[44:14] Interessanterweise ebenfalls in 2. Chronik 20, nachdem die Israeliten einen Kampf gewonnen hatten, haben sie diese Schlacht gewonnen, weil sie einer Botschaft Gottes durch einen Propheten Aufmerksamkeit geschenkt haben. In Vers 20 heißt es dann am Ende, hört mir zu, Jude und ihr Einwohner von Jerusalem, vertraut auf den Herrn, euren Gott, so könnt ihr getrost sein und glaubt seinen Propheten, so werdet ihr gelingen haben.

[45:02] Die Bibel sagt, glaubt seinen Propheten, glaubt den wahren Propheten und als Folge davon werden wir gelingen haben. Paulus sagt uns, prüft alles, testet alles. Und dann behaltet das, haltet es fest, was gut ist.

[45:25] Wenn wir also Christen sind, die an die Bibel glauben, haben wir eine Verantwortung. Wenn jemand den Anspruch erhebt, ein Prophet zu sein, dann müssen wir ihn an der Bibel prüfen. Und das ist der Test, den alle bestehen müssen, die den Anspruch erheben, Boten für Gott zu sein. Und zwar auch, das trifft auch auf uns zu. Glaube bloß nicht etwas nur, weil wir das gesagt haben, sondern weil du es in der Bibel siehst. Lieber Freund, nimm nicht meine Worte als Grundlage deines Glaubens, sondern das Wort Gottes. Und wisse, dass wenn du die Bibel studierst, dann wird echtes, wahrhaftiges, vom Heiligen Geist geleitetes Studium immer zu einem tieferen Verständnis der Wahrheit führen. Wahrheit verliert nichts dadurch, dass man sie gründlich untersucht.

[46:32] In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts gab es auf der ganzen Welt verschiedene Menschen, die angefangen haben, bestimmte Prophezeiungen der Bibel gründlich zu studieren.

[47:02] Die Bibel sagt uns, als Gabriel dem Daniel damals die Prophezeiung von Daniel 8 und 9 gegeben hat, da wurde dem Daniel gesagt, dass diese Visionen versiegelt werden sollten bis zur Zeit des Endes. Wenn man die biblische Prophetie studiert, weiß man, dass die 1260 Jahre aus Daniel im Jahre 1798 endeten. Und von diesem Zeitpunkt an war das die Zeit des Endes. Ab diesem Zeitpunkt fingen viele Menschen an, die Prophezeiung von Daniel Kapitel 8 und 9 zu studieren. Viele dieser Prophezeiungen waren vorher gar nicht wirklich tiefgründig verstanden worden. Eine Prophezeiung im Besonderen war Daniel 8 Vers 14, die längste Zeitprophezeiung der ganzen Bibel. Da heißt es, bis zu 2300 Abend und Morgen, dann wird das Heiligtum gereinigt oder gerechtfertigt werden. Und wenn man diesen Schlüssel der biblischen Prophetie anwendet, das ein prophetischer Tag, ein buchstäbliches Ja bedeutet, kamen verschiedene Menschen, die jetzt diese Prophezeiung studierten, zu der korrekten Schlussfolgerung, dass diese Prophezeiung im Jahre 457 beginnen würde. Und diese Prophezeiung sich dann im Jahre 1850, und diese Prophezeiung sich dann im Jahre 1843 oder 1844 erfüllen würde. Zuerst haben sie das Jahr 1843 angepeilt, weil sie das Jahr 0 nicht mitberechnet hatten. Und dann hat man realisiert, dass es sich in Wirklichkeit um das Jahr 1844 handelte.

[49:15] Viele dieser Menschen hatten niemals miteinander kommuniziert. Viele von ihnen waren völlig unabhängig voneinander und hatten nichts miteinander zu tun. Aber Gott hat sie erwählt und befähigt, um eine Botschaft zu geben, dass etwas ganz Außergewöhnliches geschehen würde. Da gab es Manuel Lacunza in Südamerika. Es gab Bengel hier in Deutschland. Es gab Gaussen in Frankreich. Es gab auch Joseph Wolff in Württemberg in Deutschland. Joseph Wolff reiste durch den Nahen, Mittleren und Fernen Osten und hat in vielen Ländern gepredigt. Aber die größte Bewegung fand in den Vereinigten Staaten von Amerika statt.

[50:24] Es war die Botschaft von Jesus, dass das die Wiederkunft Jesu bedeuten würde, die die Erde mit Feuer reinigen würde. William Miller, der diese Botschaft in Nordamerika gepredigt hatte, da gab es mit ihm eine Gruppe von ganz ernsten Menschen, die die Wiederkunft Jesu in Nordamerika erhofft hatten. Aber als dieser vorberechnete Tag des 22. Oktober 1844 kam, und als diese Menschen wirklich Jesus wie niemals zuvor gesehnt haben, ihn zu sehen, als sie den ganzen Tag auf den Himmel geschaut haben und gehofft haben, dass er wiederkommen würde, war es für sie sehr, sehr schwer. Es hat sie einfach ruiniert. Es ist für uns sogar wirklich schwer nachzuvollziehen, wie sie dahin durchgekommen sind. Viele von ihnen hatten die Kartoffeln im Acker gelassen und ihre Ernten nicht eingefahren. Manche hatten ihre Arbeit aufgegeben, um Menschen zu warnen, dass Jesus bald wiederkommen würde.

[51:58] Aber es war so schwer, dass die Gläubigen realisierten, dass die Bibel keinesfalls mit dem Heiligtum hier die Erde gereinigt werden soll. Stattdessen hat man in Hebräer 7, 8 und anderen Stellen gefunden, dass es ein himmlisches Heiligtum gibt. Und man hat dann herausgefunden, dass Jesus seinen Dienst geändert hat, gewechselt hat in das Allerheiligste hinein des himmlischen Heiligtums. Und Gott wollte sein Volk in dieser Zeit trösten. Und es gab viel Sensationalismus und Fanatismus durch verschiedene Splittergruppen, die sich jetzt bildeten. Und es war nur kurze Zeit später, im Dezember des selben Jahres 1844, dass Gott einem jungen Mädel namens Ellen Harmon eine Vision gab. Und durch diese Vision hat Gott seinem Volk Führung und Trost und Hoffnung vermittelt.

[53:19] Einige von ihnen hatten gesagt, Gottes Wort kann doch nicht falsch sein. Wir müssten irgendwo einen Fehler gemacht haben mit unserem Verständnis des Wortes Gottes. Und als sie begonnen haben, dann die Bibel zu studieren, diese Gruppe von Menschen, die aus ganz verschiedenen denominatiellen Hintergründen kamen, sie kamen zusammen, um zu studieren und zu beten. Und sie haben all die Lehren untersucht, die sie vorher gelehrt hatten in ihren Kirchen. Und wenn etwas nicht mit der Bibel übereinstimmte, haben sie es nicht behalten. Aber das, was mit der Bibel übereinstimmte, das haben sie entschieden, zu übernehmen oder beizubehalten.

[54:16] In bestimmten Fällen konnten sie einige Abschnitte oder Themen nicht wirklich verstehen. Und Gott hat an Ellen Harmon eine Vision gegeben. Nicht um ihr etwas zu zeigen, was nicht in der Bibel wäre, sondern ihr die Verse zu zeigen, die in diesem Studium jetzt besonders hilfreich wären, um tiefer in die Wahrheit eindringen zu können. Und die Männer waren erstaunt, denn sie wussten, dass diese 17-jährige Mädchen, wenn sie nicht in der Vision war, tiefe theologische Regeln gar nicht verstand. Und als sie dann anfingen, die Gabe der Weissagung im Laufe der Zeit zu studieren, haben sie entdeckt, dass bis zur Endzeit die Gabe der Weissagung existieren würde. Gott hat sein Volk geführt und geleitet.

[55:31] Und auf dieselbe Art und Weise, wie diese verschiedenen spezifischen Zwecke in der Urchristenheit existiert haben, hat der Geist der Weissagung die selbe Rolle in der Gemeinde der Übrigen übernommen. Der Geist der Weissagung half bei der Gründung der Gemeinde. Er initiierte den Missionsansatz der Gemeinde. In der damaligen Zeit haben sie oft geglaubt, wir müssen keine weiteren Missionsansätze mehr machen, wir müssen nicht in andere Länder gehen. Aber so wie Gott dieses Missverständnis in der Apostelgeschichte korrigiert hatte, so hat das Gott auch in der frühen 7. Adventistischen Gemeinde durch Ellen White getan. Es war durch den Geist der Weissagung, dass Gott wieder zu den Wahrheiten der Bibel hingeführt hat. Wenn sie angefangen haben, Dinge misszuverstehen, durcheinanderzubringen oder fanatisch zu werden, dann hat er vor zukünftigen Schwierigkeiten bewahrt, gewarnt und auch den Glauben in Zeiten der Auseinandersetzung bestätigt.

[56:58] Vielleicht denkst du jetzt bei dir selbst, du bist nicht so sicher über einen modernen Propheten. Vielleicht kommen dir die mentalen Bilder, die wir vorhin erwähnt haben, zu deinem Kopf, wenn du den Wort Prophet hörst. Aber Freund, wenn du ein Christ bist, der der Bibel glaubt, dann haben wir von der Bibel gesehen, dass wir die Verantwortung haben, diejenigen zu testen, die den Anspruch erheben, Propheten zu sein. Die Wahrheit verliert nichts durch Untersuchung. Und wenn etwas wahr ist, wenn wir es im Licht der Bibel studieren, durch die Führung des Heiligen Geistes, so wird es noch wahrer erscheinen. Und wenn etwas nicht wahr ist, dann wird es noch wahrer erscheinen.

[58:02] Die Frage stellt sich also, was sind die Kriterien eines biblischen Propheten? Was sind die biblischen Kriterien eines Propheten? Und hat Ellen White diese Kriterien erfüllt? Ich möchte euch einladen, das für euch selbst auch gründlich zu studieren. Wir werden uns nur ganz kurz einige Zitate anschauen und diesen Test eines Propheten aus der Bibel heraus kurz miteinander hier machen.

[58:35] Zuerst einmal, der erste Test ist, ein Prophet muss bekennen, dass Jesus Christus ist. In 1. Johannes 4, und da lesen wir Vers 1 und 2. Der sagt es in der Bibel. In Vers 3 heißt es hier, Vers 2, jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist aus Gott, und jeder Geist, der nicht bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist aus Gott, jeder Geist, der nicht bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist.

[59:48] Das heißt, die glauben in seine völlige Göttlichkeit, seinen Tod, sein Begräbnis, seine Auferstehung und daran, dass er die Prophezeiung auf den Messias hin erfüllt hat und natürlich auch in Bezug auf seine baldige Wiederkunft. Hat Ellen White diesen Test bestanden? Wollen wir uns ein Zitat hier anschauen? Das heißt, sie erhebt Jesus, ehe dir die Menschen lehrt, erhebt ihn in der Predigt, im Lied, im Gebet, alle eure Kräfte sollen darauf gerichtet sein, verwirrte, perplexe, verlorene Seelen auf das Lamm Gottes hinzuweisen. Sie schrieb dieses berühmte Buch über das Leben Jesu. Ein Beamter in der Bibliothek des Kongresses, der größten Bibliothek der USA, der wurde gefragt, was ist das beste Buch über das Leben von Jesus, und die Antwort war, meine Vorliebe oder Wahl würde sich davon leiten lassen, was ich von dem Buch oder den Büchern zu bekommen suche. Aber lass es mich so ausdrücken, ich würde das Leben Jesu von Ellen White wegen des geistlichen Urteilsvermögens und der praktischen Anwendung an die erste Stelle setzen. Hat sie Jesus erhoben? Absolut. Hat sie den ersten Test des Propheten bestanden? Ja, wir haben gesehen, das tut sie.

[1:02:02] Der zweite Test, so sagt uns die Bibel, ist, dass der Prophet mit Gottes Gesetz und der ganzen Bibel übereinstimmen wird. In Jesaja 8, Vers 20 zum Gesetz und zum Zeugnis. Wenn sie nicht so sprechen, gibt es für sie kein Morgenrot. Wenn man sich diese vier Testpunkte gemeinschaftlich anschaut, dann sieht man immer im Kontext der Verse, dass es um wahre und falsche Propheten geht. Der Grund, warum ein wahrer Prophet Gottes nicht gegen die Bibel sprechen kann, ist der, dass Propheten sozusagen die Mundstücke Gottes sind. Das bedeutet das Wort Prophet im Griechischen. Wenn Gott also nicht lügen kann, wie uns Titus 1, Vers 2 sagt, dann, wenn er etwas in seinem Wort gesagt hat, dann kann er sich nicht später selbst widersprechen. So muss also ein wahrer Prophet immer in Übereinstimmung sein mit dem, was die Bibel lehrt. Die Prinzipien der Bibel müssen aufrechterhalten werden und auch gelehrt werden von diesen Propheten.

[1:03:31] Hat Ellen White die Bibel vorgehoben und gelehrt? Wollen wir uns das anschauen? Sie sagt, wahres Christentum akzeptiert das Wort Gottes als das große Schatzhaus inspirierter Wahrheit und als Test aller Inspiration. Und zwar damit hat sie auch sich selbst gemeint mit Inspiration. Sie sagt ebenfalls, die Bibel die Bibel und die Bibel allein soll unser Glaubensbekenntnis sein, das einzige Band der Gemeinschaft. Lasst uns allen widerstehen, wie es unser Meister getan hat. In dem er sagte, er steht geschrieben, lasst uns das Banner erheben, auf dem geschrieben steht, die Bibel, unser Maßstab für Glauben und Disziplin. Hat sie die Bibel vorgehoben? Absolut.

[1:05:00] Die Weltkirche, die siebte Adventistische Kirche und ihre Weltdelegierten in einem Generalkonferenz-Mitglied. Als sie das allerletzte Mal die Delegierten der siebenten-tags-adventistischen Kirche auf einer Generalkonferenz angesprochen hatte, in einer Predigt, dann hat sie, nachdem sie mit der Predigt fertig war, sich hingesetzt und dann hat der Herr ihr etwas ins Gedächtnis gegeben. Sie ist mit ihrer Bibel noch einmal zum Podium gegangen und hat die Bibel hochgehalten und sie sagte, Brüder und Schwestern, ich empfehle euch dieses Buch, und sie hat sich hingesetzt. Das waren die letzten Worte, die sie jemals den Leitern und auch den Gliedern ihrer Gemeinde, ihrer Kirche gegeben hat, um sie zur Bibel zu führen und zu leiten. Hat sie den zweiten Test bestanden? Absolut.

[1:06:04] Test Nummer drei. Die Vorhersagen eines Propheten müssen eintreffen. Jeremiah 28, Vers 9 sagt uns, ein Prophet, aber der Frieden weiß sagt, der wird am Eintreffen seines Wortes erkannt, als ein Prophet, den der Herr in Wahrheit gesandt hat. Also die Vorhersagen eines Propheten müssen eintreffen.

[1:06:37] Wir werden später noch in dieser Serie entdecken, da war Ellen White wirklich ihrer Zeit weit voraus, wenn es um Gesundheit ging. Ein Beispiel ist Tabak, sie sagte zum Beispiel 1864, zu einer Zeit, als Ärzte noch Rauchen verschrieben haben als Medizin gegen Husten. Sie hat gesagt, Tabak ist ein Gift der verführerischsten und schlimmsten Art. Es ist noch gefährlicher, weil sein Effekt auf das System langsam und kaum erkennbar ist. Und fast 100 Jahre später erst, 1957, da hat die amerikanische Herzgesellschaft geschlussfolgert, dass Rauchen ein echter verursachender Faktor für Lungenkrebs ist. Die Zeit hat bewiesen, dass all die Gesundheitsprinzipien, die Ellen White gepredigt hat, wirklich auf den Punkt waren.

[1:07:51] 1902, eine andere Vorhersage, hat sie gewarnt, dass die Städte von San Francisco und Oakland vom Herrn heimgesucht werden würden, wegen ihrer großen Sünde, wie Sonne und Gemurre. Und nur vier Jahre später war dieses schreckliche, berühmte Erdbeben von San Francisco. Es hat hunderte Millionen Dollar von Schaden verursacht, tausende Menschen starben. So wie Gott sie gewarnt hatte, ist es auch eingetroffen. Hat sie den Test Nummer 3 erfüllt? Ja, sie hat es.

[1:08:45] Und das letzte sagt uns die Bibel, auch wenn man nicht vollkommen ist, muss ein wahrer Prophet ein fruchtbares Leben haben. Das Leben muss in Übereinstimmung sein mit den Prinzipien, die ein Prophet lehrt. In Matthäus 7, da lesen wir, darum werdet ihr sie an ihren Früchten erkennen. In diesem Abschnitt redet Jesus von wahren und von falschen Propheten und warnt vor den falschen.

[1:09:25] Was haben andere über sie zu sagen gehabt? Paul Harvey, ein berühmter amerikanischer Radiomoderator, hat gesagt, ihre Schriften sind in 148 Sprachen besetzt worden. Das war in den 90er Jahren, jetzt ist es mittlerweile noch mehr. Mehr als Marx oder Tolstoy, mehr als Agatha Christie oder Shakespeare. Erst jetzt beginnt die Welt ihre Empfehlungen für optimale geistliche und körperliche Gesundheit zu schätzen. Und dann hat dieser berühmte Radiomoderator eine Pause gemacht. Und jeder hat gedacht, ja, wer ist das? Und er hat gesagt, Ellen White. Und viele haben gedacht, was? Und er hat gesagt, Sie kennen sie nicht, lernen Sie sie kennen. Paul Harvey lebte in Arizona und kam in die Gemeinde des Cousins meiner Großmutter, der dort Pastor war. In seinen letzten Jahren ist er 7. Tags Adventist geworden.

[1:10:51] Ein berühmter Autor George Wharton James hat gesagt, diese bemerkenswerte Frau, obwohl fast ausschließlich autodidaktisch ausgebildet, hat mehr Bücher in mehr Sprachen geschrieben und veröffentlicht, die weiter verbreitet sind als jede andere Frau in der Geschichte. Als Resultat der Ratschläge, die Gott durch sie gegeben hat, sind weltweit tausende von Schulen und Trainingsinstitutionen errichtet worden. Im Jahre 2012 waren es fast 8.000 Schulen, die es insgesamt war. Über 1,8 Millionen Studenten, die dort unterrichtet wurden, die durch Erziehung Christus besser kennenlernen sollten und ein besseres Leben bekommen sollten. Krankenhäuser, Pflegehäuser, Kliniken, Apotheken, in den Hunderten. Über 17 Millionen Menschen sind dadurch geholfen worden. Durch die Ratschläge Gottes, die er ihr gegeben hat, sind Katastrophenhilfswerke wie ADRA entstanden. Als vor einigen Jahren Haiti durch ein Erdbeben so schwer heimgesucht worden ist, da war ADRA die erste Organisation, die dort vor Ort war, um zu helfen. Ob es sich um Hurrikanen, Erdbeben oder Tsunamis handelt, ADRA ist dort, um zu helfen. Durch diese Organisation sind mehr als 246 Millionen Dollar an Hilfsgütern weiterverarbeitet worden. Mehr als 12,5 Millionen Menschen sind geholfen worden. Hat ADRA ein fruchtvolles Leben gehabt? Absolut. Ihr Leben trägt Frucht.

[1:13:12] Wir werden in dieser Serie noch erkennen und entdecken, wie sie als Person gewesen ist. Und was die Menschen, die sie gut kannten, von ihr in Erinnerung behalten haben. Liebe Freunde, verlasst euch nicht unbedingt auf unsere Worte hier, aber studiert für euch selbst. Im Psalm 34, Vers 8 heißt es, schmeckt und seht, wie freundlich der Herr ist. Gesegnet ist der Mann, der ihm vertraut. Gott sagt, vertraue nicht einfach auf die Worte von anderen Menschen. Ich möchte, dass du meinem Wort vertraust.

[1:14:00] Liebe Freunde, wenn ich jetzt hier wäre und ich hätte einen ganz wunderbaren, frisch gemachten Apfelkuchen mit Äpfeln, die in Deutschland gewachsen sind. Deutschland hat sehr gute Äpfel, nebenbei gesagt. Und ich würde so ein Stück von dieser Torte nehmen und ich würde es mit meiner Gabel in den Mund nehmen, so ein Apfelkuchenstück und würde es schmecken und sagen, wow, das schmeckt ja wunderbar. Das ist so süß, so lecker. Wie kannst du wirklich wissen, was ist die einzige Möglichkeit für dich, um wirklich zu wissen, dass dieser Kuchen wirklich so gut ist? Die einzige Möglichkeit besteht darin, es selbst zu kosten. Und Gott lädt uns genau dazu ein, er sagt, kommt, schmeckt und seht, wie gut der Herr ist.

[1:15:06] Liebe Freunde, wenn du bisher es noch nicht getan hast, dann möchten wir dich ermutigen, nimm mal ein Buch von Ellen White. Zum Beispiel Pateren und Propheten, das Leben Jesu, Schritte zu Jesus und öffne deine Bibel und lese sie nebeneinander. Und schmecke und sehe den Segen, den du davon bekommen kannst. Jesus kommt bald wieder. Und Gott hat uns in diesen letzten Tagen eine Erneuerung des Geistes der Weisheugung gegeben. Er hat uns diese Gabe gegeben, damit wir sein Wort noch besser verstehen können, um uns vor den Gefahren des Fanatismus zu bewahren, dass wir inspiriert werden, noch genauer mit Jesus zu gehen, als jemals zuvor. Denn er kommt sehr bald. Und liebe Freunde, wir wollen euch heute einladen, dass ihr schmeckt und seht, dass der Herr gut ist.

[1:16:22] Wenn wir in den nächsten Botschaften, in den nächsten Themen diese Thematik noch gründlicher studieren werden, dann möchten wir euch einladen, dass ihr weiterhin mit uns studiert. Wenn wir diese Gabe der Weisheugung noch gründlicher studieren. Und wir sehen uns dann das nächste Mal. Gott segne euch. Lasst uns beten.

[1:16:47] Unser Vater im Himmel. Wir danken dir für dieses wunderbare Geschenk, das du uns gegeben hast. Wir haben von dem Wort Gottes gesehen, dass es seit dem Garten Eden existiert. Und zwar die gesamte Zeit und durch bis zu der Zeit, wenn wir dich von Angesicht zu Angesicht sehen, wenn du in den Wolken des Himmels kommst. Segne und führe uns, wenn wir weiter dein Wort studieren. Lass uns noch näher zu dir kommen als jemals zuvor. Wir bitten es im Namen Jesu. Amen.


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