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Manuskript zur Serie >>> CSH_Manuskript_2015 1st Nr 2

In dieser Cannstatt Study Hour-Episode, „Vom Hören zum Handeln“, taucht Christopher Kramp tief in das Buch der Sprüche ein. Er beleuchtet, wie die biblische Weisheit uns lehrt, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden und wie diese Lehre uns zu einem Leben im Licht führt. Die Lektion betont die praktische Anwendung der biblischen Ratschläge für ein siegreiches christliches Leben und warnt vor den Gefahren der Sünde und Verführung, während sie gleichzeitig die unendliche Gnade und Vergebung Gottes hervorhebt.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2015 Q1: Das Buch der Sprüche

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Herzlich willkommen auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries. Schön, dass ihr eingeschaltet habt, um gemeinsam mit uns das Wort Gottes zu studieren. Auch im neuen Jahr 2015 wollen wir die Bibel sprechen lassen, wollen von der Bibel lernen und unser Leben nach der Bibel ausrichten.

[0:42] Und wir haben heute die zweite Folge unserer neuen Serie über das Buch der Sprüche. Ich hoffe, ihr freut euch über dieses Thema, denn die Sprüche sind nicht nur sehr tiefgehende geistliche Wahrheiten, sie sind auch äußerst praktisch für den Alltag, wie maßgeschneidert. Und das spiegelt sich auch im Titel der heutigen Lektion wieder. Es heißt hier: Vom Hören zum Handeln.

[1:09] Damit bereiten wir uns auf das Bibelgespräch am 10. Januar vor. Und wir möchten tatsächlich vom Hören und vom Studieren zum Handeln übergehen. Wir wollen das, was wir lesen und was wir hier studieren in den nächsten Minuten, wir wollen es umsetzen. Wir wollen so handeln, wie es dort steht. Und dazu brauchen wir natürlich den Heiligen Geist, der zu uns sprechen soll und der dann in uns bewirken soll, dass wir das tun, was Gottes Wort sagt.

[1:32] Und deswegen möchten wir unser Studium unter die Leitung des Heiligen Geistes stellen, indem wir gemeinsam beten, wozu ich auch dich ganz herzlich einlade. Lieber Vater im Himmel, hab du herzlichen Dank für die Gelegenheit, dein Wort erneut aufschlagen zu können. Habt du Dank, dass wir aus deinem Wort lernen dürfen, dass wir verstehen können, was du uns sagen möchtest. Wir möchten dich bitten, dass wir hören können, was der Geist heute zu unserem Herzen zu sagen hat, aber dass wir beim Hören nicht stehen bleiben, sondern dass wir vom Hören zum Handeln kommen, dass das, was die Sprüche uns mitteilen wollen, dass wir diese tiefen geistlichen Wahrheiten in die Praxis umsetzen. Bitte hilf uns, halte du alles Störende fern und sprich du zu unserem Herzen und lass dein Wort nicht leer zurückkehren nach deiner Verheißung. Amen.

[2:23] In der letzten Folge haben wir die ersten drei Kapitel der Sprüche so, zumindest kursorisch, einmal betrachtet. Wir wollen heute weitergehen mit dem vierten Kapitel, dann das fünfte und auch in das sechste hinein uns bewegen. Beginnen wir einfach mal vorne in Sprüche Kapitel 4 und dort Vers 1.

[2:42] Euch ist wahrscheinlich aufgefallen im Studium der Sprüche, dass gerade in den ersten acht Kapiteln eine Formulierung immer und immer wiederkehrt. Das ist diese Formulierung: Mein Sohn, mein Sohn. Immer wieder werden bestimmte Abschnitte, Paragraphen mit dieser Formulierung eingeleitet, zum Beispiel in Kapitel 3 Vers 1: „Mein Sohn, vergiss meine Lehre nicht“ oder in Kapitel 2 Vers 1: „Mein Sohn, wenn du meine Worte annimmst.“ Und leicht abgewandelt finden wir diese Einleitung in so einen Abschnitt auch in Kapitel 4 Vers 1, wo es heißt: „Ihr Söhne, gehorcht der Unterweisung des Vaters und gebt Acht, damit ihr zu unterscheiden lernt.“

[3:22] Das Ziel dieser Sprüche ist also, damit wir lernen zu unterscheiden. Und die Frage ist, was eigentlich genau sollen wir unterscheiden und warum ist es gut zu unterscheiden? Wenn wir dieses Wort „unterscheiden“ oder „scheiden“ genauer analysieren und darüber nachdenken, es kommt das erste Mal vor in der berühmten Schöpfungsgeschichte in 1. Mose 1 und dort Vers 4. Es war Gott, der dort unterschieden hat, der dort geschieden hat. Und heißt es: „Und Gott sah, dass das Licht gut war. 1. Mose 1 Vers 4: Und Gott sah, dass das Licht gut war, da schied Gott das Licht von der Finsternis.“

[4:01] Viele andere Texte könnte man anführen, dass Gott einen Unterschied macht. Er macht einen Unterschied zwischen Licht und Finsternis, zwischen Gut und Böse, zwischen Rein und Unrein und so weiter. Und Gott möchte, dass auch wir lernen zu unterscheiden. In 3. Mose 10 und dort Vers 10 haben wir so ein Beispiel dafür. Da geht es um die Priester, die sich nicht mit Alkohol beflecken sollten. Vers 10 heißt es hier: „Damit ihr einen Unterschied macht zwischen dem Heiligen und dem Unheiligen, zwischen dem Unreinen und Reinen.“ Gott sieht einen Unterschied zwischen Rein und Unrein, zwischen Heilig und Unheilig, zwischen Licht und Finsternis, und er möchte, dass wir diesen Unterschied auch sehen und auch so leben, dass das einen Unterschied bedeutet.

[4:56] Wir leben in einer Zeit, in der immer mehr die Dinge vermischt werden, durcheinander gebracht werden und alles irgendwie gleich ist, nichts mehr heilig, nichts mehr wirklich unheilig. Aber Gott hat eine klare Unterscheidung zwischen Licht und Finsternis, und die Sprüche und das, was wir jetzt lesen, sollen uns helfen, eine klare Unterscheidung vornehmen zu können, Unterscheidungsvermögen zu bekommen, was richtig, was falsch, was gut, was böse, was Licht, was Finsternis ist.

[5:18] In Sprüche 4 Vers 2 heißt es: „Denn ich habe euch eine gute Lehre gegeben, verlasst meine Weisung nicht.“ Heute in der Christenheit wird oft Lehre etwas abfällig behandelt. Man spricht von der Beziehung zu Gott, und das ist sehr gut und sehr richtig so. Aber trotzdem spricht die Bibel auch von der Lehre, und die Lehre ist nicht einfach nur trocken und irgendwie notwendig, sie ist gut. Eine gute Lehre. Und dieser Ausdruck kommt in der Bibel nicht allzu oft vor.

[5:48] Eine andere Stelle, die findet sich im Neuen Testament, in 1. Timotheus 4 und dort Vers 6. Schauen wir mal gemeinsam. 1. Timotheus 4 Vers 6: Paulus spricht ja an den Timotheus und sagt: „Wenn du dies den Brüdern vor Augen stellst, wirst du ein guter Diener Jesu Christi sein, der sich nährt mit den Worten des Glaubens und der guten Lehre, der du nachgefolgt bist.“ Die gute Lehre, die Timotheus befolgt hat. Er war ein Nachfolger Christi, er war ein Nachfolger der guten Lehre. Jeder wahre Nachfolger Jesu wird auch der guten Lehre folgen. Die Sprüche sind gute Lehre, und Gott ist unser guter Lehrer.

[6:34] Gehen wir zurück zu Sprüche 4, dort heißt es in Vers 3 und 4: „Denn da ich noch als Sohn bei meinem Vater war, als zartes und einziges Kind unter den Augen meiner Mutter, da lehrte er mich und sprach zu mir: Dein Herz halte meine Worte fest, bewahre meine Gebote, so wirst du leben.“

[6:54] Die Sprüche auf den ersten Blick sind geschrieben von einem Vater an seinen Sohn oder an seine Söhne. Und der Vater, der hier spricht, der macht ganz deutlich, dass das, was er weitergibt, er selbst gelernt hat. Und daran verbirgt sich dieses fundamentale Prinzip, dass wir in der Erziehung das weitergeben sollten, was wir selbst an Gutem gelernt haben. Das, was ich von Gott empfangen habe, muss ich weitergeben. Und wenn ich keine Kinder habe, an die ich es weitergeben kann, dann gibt es Freunde, Bekannte, Nachbarn. Das Empfangen der Weisheit verpflichtet auch zum Weitergeben dieser Weisheit, und das ist ein sehr wichtiger Gedanke, der in den Sprüchen immer wieder zum Tragen kommt.

[7:40] Eine andere Idee, die sehr wichtig ist, ist, dass natürlich hier nicht nur ein irdischer Vater spricht, sondern letztlich durch ihn auch unser himmlischer Vater. Und wir alle dürfen seine Kinder sein. Johannes macht das sehr deutlich in Johannes 1 und dort Vers 12. „Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“ Wenn wir also an Jesus Christus glauben, wenn wir sein Wesen, seine Charaktereigenschaften annehmen, wenn wir seinen Plan der Erlösung für uns in Anspruch nehmen, dann sind wir seine Kinder, dann sind wir Gottes Kinder, Kinder unseres Vaters im Himmel.

[8:33] Und dann dürfen diese Worte auch sehr persönlich nehmen, weil das heißt: „Ihr Söhne“ oder wir können natürlich übersetzen oder zumindest paraphrasieren: „Ihr Töchter.“ Ich denke, als Jesus die Bibel gelesen hat, dann war das ganz besonders interessant für ihn zu lesen, wenn es irgendwie heißt: „Mein Sohn, mein Sohn, mein Sohn.“ Sie werden noch sehen, das Buch der Sprüche ist ein ganz besonders Christus-zentriertes Buch. Aber das wird gleich deutlich, wenn wir die nächsten Verse lesen.

[9:03] Verse 5 und 6. Dort heißt es: „Erwirb Weisheit, erwirb Verständnis, vergiss sie nicht und weiche nicht ab von den Reden deines Mundes, meines Mundes. Verlässt du sie nicht, so wird sie dich bewahren; liebe du sie, so wird sie dich behüten.“

[9:21] Also die Weisheit ist sehr interessant. Die Weisheit kann man kaufen, man kann sie vergessen. Man soll sie aber nicht vergessen und man soll sie nicht verlassen, damit sie einen bewahrt. Man soll sie stattdessen lieben, damit man behütet wird. Nun, die Sprüche gehören zur sogenannten Weisheitsliteratur, neben den Psalmen und auch dem Buch Hiob und so weiter. Und manchmal denken wir, damit ist einfach nur, naja, Klugheit, Besonnenheit, ja, weises Denken gemeint. Aber die Bibel geht tiefer als das. Wann immer hier Weisheit steht in den Sprüchen, ist mehr gemeint als nur jemand, der graue Haare hat und Lebenserfahrung gesammelt hat.

[10:03] Schauen wir mal in 1. Korinther 1 und dort Vers 30. 1. Korinther 1 und dort Vers 30. Die Bibel sagt: „Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht worden ist, zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung.“ Jesus Christus ist also die Weisheit. Wenn es also darum geht, Weisheit nicht zu verlassen, geht es eigentlich darum, Jesus nicht zu verlassen. Wenn es darum geht, nach Weisheit zu forschen, dann geht es darum, nach Jesus zu forschen. Wenn es darum geht, die Weisheit zu lieben, dann geht es eigentlich darum, Jesus zu lieben.

[10:47] Ja, diese ersten acht Kapitel im Buch Sprüche, die so ein zusammenhängendes Bild der Weisheit malen, zeigen, sind eigentlich eine alttestamentliche Beschreibung des Erlösungsplanes. Es ist die alttestamentliche Art und Weise, über Jesus und sein Wesen und seinen Plan zu reden.

[11:08] Und wie kann man dann die Weisheit erwerben? Wie kann man das kaufen? Die Bibel hat auch im Alten Testament dazu ein sehr schönes Bild, in Jesaja 55 und dort im Vers 1 heißt es: „Wohl an, ihr Durstigen alle, kommt her zum Wasser! Und ihr, die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst! Kommt her und kauft ohne Geld oder umsonst Wein und Milch.“

[11:30] Das Kaufen der Weisheit ist etwas, das mir geschenkt wird, aber ich muss es kaufen. Sagt nicht Jesus der Gemeinde Laodizea, dass sie von ihm Gold, das ihm im Feuer geläutert ist, kaufen soll und die Augensalbe und natürlich das weiße Gewand? Kaufe Weisheit, mit anderen Worten: Setze etwas dafür ein, auch wenn es frei für dich ist, auch wenn es umsonst ist, entscheide dich, es zu haben.

[12:02] Die Weisheit hier in Sprüche steht für Jesus. Und wenn wir das so lesen, dann bekommt das plötzlich eine sehr fast neutestamentliche Atmosphäre, wenn es heißt: „Verlässt du sie nicht, so wird sie dich bewahren; liebe du sie, so wird sie dich behüten.“ Wenn wir Jesus nicht verlassen, dann kann er uns bewahren. Wenn wir Jesus lieben, dann wird er uns behüten.

[12:31] Vers 7 heißt es: „Der Anfang der Weisheit ist: Erwirb Weisheit und um all deinen Erwerb, erwirb Verstand.“ Mit anderen Worten: Obwohl es umsonst ist, obwohl das Geschenk des ewigen Lebens etwas ist, was ich mir nicht verdienen kann, muss ich doch alles einsetzen. Jesus hat das selbst einmal sehr schön illustriert in dem Gleichnis, das wir Matthäus 13 finden. Matthäus 13 und dort Vers 44. Sagt Jesus: Matthäus 13 Vers 44: „Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem verborgenen Schatz im Acker, den ein Mensch fand und verbarg, und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenen Acker.“ Mit allem, was er hatte, kauft er jenen Acker, wegen dem Schatz, der darin verborgen ist.

[13:39] Interessanterweise, das nur nebenbei gesagt, sagt uns Kolosser Kapitel 2 und dort Vers 3, passt ganz gut zum Thema hier. Kolosser 2 und dort Vers 3, über Jesus Christus, Vers 3: „In welchem alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen sind.“ Also so wie der Schatz im Acker verborgen ist und jemand bereit ist, alles zu geben, um den Acker zu kaufen, wegen dem Schatz innen drin, sagt dem Himmel, dass in Christus alle Weisheit, alle Erkenntnis verborgen ist.

[14:29] Wie kann ich also die Weisheit erwerben, wie Sprüche sagt? Wie kann ich mit der Weisheit leben? Wie kann die Weisheit in mein Leben kommen? Wie kann ich zu ihr hindurchdringen? Ich muss Christus erwerben, und zwar mit allem, was ich habe, muss alles dahin geben, damit Christus mein Leben ist, mein Leben Jesus ganz übergeben.

[14:50] Das ist, was gemeint ist, wenn es heißt: „Erwirb Weisheit.“ Vers 8, Sprüche 4: „Halte sie hoch, so wird sie dich erhöhen.“ Was für ein schönes Bild! Wenn wir die Weisheit hochhalten, dann werden wir erhöht. Wenn wir Christus hochhalten, dann wird Christus uns erhöhen. „Sie wird dich ehren, wenn du sie umfängst; sie wird deinem Haupt einen lieblichen Kranz verleihen, eine prächtige Krone wird sie dir reichen.“ Mehrmals in den Sprüchen wird es die Rede davon, dass die Lehre, die gute Lehre, die Weisheit wie ein Kranz für uns ist, wie Schmuck.

[15:25] Dieses Bild von der Krone wird auch im Neuen Testament aufgegriffen. Paulus spricht davon, der die Weisheit gefunden hat, der bereit war, alles zu geben, weil er diese Weisheit in Christus gefunden hat. Er spricht ganz am Ende seines Lebens davon im 2. Timotheusbrief, dort Kapitel 4 und dort Vers 8. 2. Timotheus 4 und dort Vers 8: Dort sagt er: „Von nun an liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jedem Tag zuerkennen wird. Nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb gewonnen haben.“ Diese Krone ist für jeden, der auf die Wiederkunft wartet. Diese Krone ist für jeden, der Jesus lieb gewonnen hat, der den Lauf des Glaubens vollendet. Wenn wir die Weisheit hochhalten, dann erleben wir genau das.

[16:20] Die Weisheit hochhalten, die Weisheit umfangen bedeutet, so zu leben, wie Paulus gelebt hat. Und er konnte sagen: Diese Weisheit, Christus, sein Plan für mein Leben, diese Weisheit wird mir eine Krone reichen. Sie ist mir vorbereitet.

[16:34] Schauen wir weiter in Sprüche 4, Vers 10, dort heißt es: „Höre, mein Sohn, wieder ein neuer Abschnitt sozusagen, der hier beginnt. Höre, mein Sohn, nimm meine Worte an, sie werden dir die Lebensjahre verlängern.“

[16:55] Gott verheißt oft im Alten Testament ein langes Leben oder ein längeres Leben, und dahinter verbirgt sich letztendlich in letzter Konsequenz das längste Leben, das möglich ist, nämlich das ewige Leben. Vers 11: „Ich will dich den Weg der Weisheit lehren, dich leiten auf gerader Bahn.“ Und auch hier ist uns bewusst, dass der Weg der Weisheit dann demzufolge der Weg Jesu sein muss. Und sagt nicht Jesus in Johannes 14, Vers 6 von sich selbst: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“

[17:33] Es gibt einen Weg der Weisheit, auf den wir gehen können. Die Bibel sagt auch ganz deutlich, dass das Heiligtum der Weg Gottes ist. Die Weisheit, wie sie in Sprüche gemeint ist, meint nicht einfach nur etwas Lebenserfahrung, sie meint die Lehre von Jesus, die Lehre vom Heiligtum, die Lehre des Evangeliums. In Wirklichkeit sind die Sprüche eigentlich ein Evangelium, eine gute Botschaft von dem, was wir durch Jesus Christus haben dürfen.

[18:04] Und dann heißt es interessanterweise in Vers 12: „Wenn du gehst, so wird dein Schritt nicht gehemmt, und wenn du läufst, so wirst du nicht straucheln.“ Wer auf diesem Weg der Weisheit geht, wenn er die Weisheit gefunden hat und auf diesem Weg auch geht, das heißt, sein Leben danach ausrichtet, wenn er so wandelt, den christlichen Wandel, der Schritt für Schritt auf dem Plan geht, den Gott für ihn vorgelegt hat, dann wird er nicht straucheln, der Schritt wird nicht gehemmt.

[18:38] Nun, das sind interessante Formulierungen, die wir im Neuen Testament wiederfinden, zum Beispiel im Judasbrief. Judas schreibt ganz am Ende in Vers 24: „Dem aber, der mächtig genug ist, euch ohne Straucheln zu bewahren und euch unsträflich mit Freuden vor das Angesicht seiner Herrlichkeit zu stellen.“

[19:00] Der Weg der Weisheit führt dazu, zu einem siegreichen Leben, zu einem Leben, wo man die Sünde überwinden darf durch Gottes Kraft, der mächtig genug ist, der nicht nur die Macht hat zu sagen: „Du bist gerecht“, sondern der mächtig genug ist, uns gerecht zu machen. Der nicht nur mächtig genug war, die Sünde in seinem Leben zu besiegen, sondern der auch mächtig genug ist, die Sünde in meinem Leben zu besiegen. Jesus kam auf die Erde, hat die Sünde und den Teufel besiegt, und Jesus kam auf die Erde eben nicht nur, um das in seinem Leben, der er selbst niemals gesündigt hat, zu tun, sondern auch in meinem Leben und in deinem Leben, die wir in Sünde gefallen sind.

[19:36] Wenn wir die Weisheit finden, wenn wir die Erkenntnis Gottes, die Beziehung zu Jesus entdecken in der guten Lehre, dann werden wir, wenn wir danach folgen, wenn wir diesen Schritten nacheifern, werden wir das erleben, dass Gott in uns das bewirkt, nicht mehr straucheln zu müssen. Der Petrus hat das verstanden, als er in seinem zweiten Petrusbrief darüber spricht, über diese berühmte Leiter des Petrus, als über die Verheißung spricht in Kapitel 1, Vers 3 und 4 über die göttliche Kraft, die in diesen Verheißungen zum Tragen kommt, die uns alles schenkt, was wir brauchen. Und dann sagt er in Vers 10: „Darum, Brüder, seid umso eifriger bestrebt, eure Berufung und Auserwählung festzumachen, denn wenn ihr diese Dinge tut, werdet ihr niemals zu Fall kommen.“

[20:28] Gigantische Worte. Sprüche sagt uns, dass wenn wir auf dem Weg der Weisheit gehen, wenn wir diesen geraden Weg bleiben, werden wir nicht straucheln. Petrus sagt: Wenn ihr diese Dinge tut, die Dinge, die er beschreibt hier im zweiten Petrus – den Eifer, den Glauben, die Tugend, die Erkenntnis, die Selbstbeherrschung, das standhafte Ausharren, die Gottesfurcht, die Bruderliebe, die Liebe – wenn wir diese Dinge tun, werden wir nicht straucheln, wir werden nicht zu Fall kommen. Heißt also, der Weg der Weisheit ist genau das, was Petrus hier beschreibt.

[20:59] Das Buch der Sprüche weist uns auf den Weg mit Christus, der die Sünde überwunden hat und überwinden will in unserem Leben. Sprüche spricht genauso von einem siegreichen christlichen Leben, wie es Petrus oder Judas oder auch einige der Paulus-Schüler tun.

[21:23] Sprüche 4 Vers 13: Dort heißt es: „Halte fest an der Unterweisung, lass sie nicht los, bewahre sie, denn sie ist dein Leben.“ Noch so eine Formulierung, die wir in der Bibel wieder und wieder finden, zum Beispiel in 5. Mose 32. 5. Mose 32, an sich ein sehr spannendes Kapitel eines überaus wichtigen Buches, und dort ganz am Ende in Vers 46 und 47 sagt Mose, nachdem er gerade das Lied des Mose hier gesungen hat und hat aufschreiben lassen, dann später, sagt er in Vers 46 und 47: „Da sprach er zu ihnen: Nehmt zu Herzen alle Worte, also die Lehre – am Anfang von 5. Mose 32 heißt es, dass seine Lehre hinabtröpfeln soll wie der Regen – nehmt euch zu Herzen alle Worte, die ich euch heute bezeuge, damit ihr sie euren Kindern gebietet, also auch dieses Bild von dem Konzept von dem Weiterreichen von Generation zu Generation, dass sie darauf achten, alle Worte dieses Gesetzes zu befolgen, denn es ist kein, kein leeres Wort für euch, sondern es ist euer Leben, und durch dieses Wort werdet ihr eure Tage verlängern in dem Land, in das ihr über den Jordan geht, um es in Besitz zu nehmen.“

[22:44] Mose sagt am Ende seines Lebens: Diese Worte, dieses Gesetz, diese Dinge, die ich habe aufschreiben lassen, das Wort Gottes, das ist euer Leben. Sprüche sagt: Die Weisheit, die wir finden sollen, ist unser Leben. Und Johannes 1, Vers 1 sagt: „Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“ Vers 4: „In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.“ Das Wort Gottes ist das Leben, das Wort Gottes, das Christus bezeugt und das Christus selbst ist.

[23:16] So wie Jesus gesagt hat, dass das zu den Pharisäern in Johannes 5, Vers 39: „Ihr erforscht die Schriften und meint, ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen.“ Das ewige Leben, auf das die Bibel hinweist, ist das Leben in Christus. Wenn also die Sprüche von Weisheit spricht, dann spricht sie davon von der Erkenntnis Jesu in der Bibel. Sie spricht von dem ewigen Evangelium.

[23:42] Halte fest an der Unterweisung, halte fest an der Lehre, halte fest an der guten Lehre. In einer Zeit, in der viele Christen Lehrpunkte aufgeben und als unwichtig erachten, ruft uns Sprüche auf: Halte fest an dem ewigen Evangelium. Lass es nicht los, denn es ist dein Leben. Lass die Worte, lass das Wort Gottes nicht los, rück es nicht an den zweiten Platz. Das Wort Gottes muss den ersten Platz in deinem Leben haben, denn das Wort Gottes beschreibt, wie Jesus wirklich ist, in einer Zeit, in der immer mehr Menschen einen selbstgebauten Jesus nachfolgen. Bewahre die Weisheit dieses Buches, bewahre das Evangelium.

[24:24] Und dann gibt es einige sehr praktische Ratschläge hier ab Vers 14 in Sprüche 4. „Begib dich nicht auf den Pfad der Gottlosen und tue keinen Schritt auf dem Weg der Bösen. Meide ihn, überschreite ihn nicht einmal, weiche davon und gehe vorüber.“ So oft haben wir die Idee, wir können das Böse in Maßen genießen, nur ausgewogen, ein bisschen davon und darauf achten, dass wir nicht abrutschen. Aber die Bibel sagt uns: Überschreite nicht einmal die Grenze.

[24:52] Das erinnert ein wenig an ganz ähnlichen Gedanken in den Psalmen. Die Psalmen beginnen ja genau mit dieser Idee. Psalm 1, Vers 1: „Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf dem Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen.“ Wohl dem, glückselig ist der, der sich fernhält von dem Bösen. Können wir ehrlich sagen, du und ich, dass wir uns nach bestem Wissen und Gewissen fernhalten von dem Bösen, dass wir die Linie zum Bösen nicht auch nur einmal übertreten?

[25:28] Vers 16 und 17, Sprüche 4: „Denn sie schlafen nicht, wenn sie nicht Böses getan haben. Der Schlummer flieht sie, wenn sie niemanden zu Fall gebracht haben.“ Und jetzt Achtung, Vers 17: „Denn sie essen gesetzlos erworbenes Brot und trinken gewaltsam erpressten Wein.“ Das ist eine interessante Formulierung. Vorher spricht er davon, dass wir das Böse nicht einmal erst ausprobieren sollen, nur mal zu testen, wie es ist. Und dann warnt er uns, dass wenn wir uns dem Bösen übergeben, mit ihnen gehen, das Böse zu einer Gewohnheit wird. Und dann, Vers 17, werden zwei Begriffe hier verwendet: Brot und Wein. Wörtlich steht hier übersetzt: „Denn sie essen Brot der Gesetzlosigkeit und trinken Wein der Gewalttat.“ Gesetzlosigkeit und Gewalttat.

[26:31] Gesetzlosigkeit ist ein interessantes Wort. Denn 1. Johannes 3, Vers 4 sagt, dass „wer die Sünde tut, der tut auch die Gesetzlosigkeit, und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit.“ Das Brot der Gesetzlosigkeit ist eigentlich also das Brot der Sünde. Brot und Wein. Wo in der Bibel finden wir noch mal Brot und Wein? Natürlich, jeder gute Christ, dem fällt es sofort ein. Das erinnert uns an das Abendmahl, oder? In Matthäus 26, da haben wir genau diese Geschichte, als Jesus Brot und Wein ausgeteilt hat, kurz vor seiner Kreuzigung. Es war nicht das Brot der Sünde und nicht der Wein der Gewalttat. Vielmehr lesen wir hier in Vers 28: „Denn das ist mein Blut, das des neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“

[27:28] Wir haben heute nicht die Zeit, hier diesen Rahmen über den neuen Bund ausführlich zu sprechen. Wir haben einige andere Vorträge dazu, zum Beispiel die Serie „Gott mit uns“, wo das ausführlich erklärt wird, was der neue Bund bedeutet. Zusammengefasst können wir sagen: Der neue Bund ist genau das Gegenteil von dem, was in Sprüche beschrieben wird. Der neue Bund ist das Gegenteil von Sünde, denn Sünde trennt, der neue Bund verbindet. Während Jesus das Brot und den Wein des neuen Bundes uns präsentiert und der Vergebung, präsentiert uns Satan das Brot und den Wein der Sünde und der Gewalttat.

[28:07] Jesus hat einmal davon gesprochen, was es geistlich bedeutet zu essen. In Johannes 4 hat seine Jünger zurückkommen von einem Einkaufstrip und sich wundern, was er dort so alleine tut mit einer Frau am Jakobsbrunnen. Da sagt Jesus in Johannes 4, Vers 34: Jesus spricht zu ihnen: „Meine Speise ist es, ist die, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe.“ Jesus meint, dass geistlich essen bedeutet, gehorsam zu sein. Der neue Bund bedeutet, das Gesetz Gottes im Herzen zu haben.

[28:54] Interessant ist, dass die Offenbarung ebenfalls das Bild vom Wein verwendet, vom Wein der Gesetzlosigkeit. In Offenbarung 17 finden wir die Hure Babylon, Symbol für die abgefallenen Kirchen, insbesondere für die römisch-katholische Kirche. In Offenbarung 17 und dort Vers 2 heißt es: „Mit der die Könige der Erde Unzucht getrieben haben und von deren Wein der Unzucht die, welche die Erde bewohnt, trunken geworden sind.“ Und es heißt in Vers 6: „Und ich sah die Frau berauscht vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu.“ Wenn das nicht der Wein der Gewalttat ist.

[29:33] Die Sprüche sind mehr als nur Lebensweisheiten. Sie präsentieren das ewige Evangelium. Ja, sie präsentieren in gewisser typologischer Art und Weise große Themen der Offenbarung und der Endzeitprophetie.

[29:49] Sprüche 4, Vers 18: „Aber der Pfad des Gerechten ist wie der Glanz des Morgenlichts, das immer heller leuchtet bis zum vollen Tag.“ Was für ein berühmter und wichtiger Vers. Die Bibel möchte, dass wir wachsen, dass wir wachsen im Licht, dass so wie der Sonnenaufgang immer heller und heller und heller wird und dass der Tag wärmer und klarer und schöner. Es soll unsere christliche Erfahrung bergauf gehen. Leider erleben wir es zu oft, dass unsere christliche Erfahrung bergauf und bergab geht, so als würde die Sonne nicht so richtig aufgehen. Die Bibel sagt uns, dass genau das, was hier steht, dieses heller werdende Lichtes in unserem Herzen passieren soll.

[30:46] Zum Beispiel in 2. Petrus, ganz bekannte Stelle, 2. Petrus, Kapitel 1 und dort Vers 19. 2. Petrus, Kapitel 1 und dort Vers 19: „Und so halten wir nun fest an dem völlig gewissen prophetischen Wort, an der guten Lehre sozusagen, und ihr tut gut daran, darauf zu achten, als auf ein Licht.“ „Im Wort war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.“ „Als auf ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen.“

[31:32] Petrus sagt genau dasselbe: Das Wort Gottes, die Prophetie, das, was viele ablehnen, als unwichtig abtun, das ist das Licht in unserem Herzen, das bewirkt, dass der Morgenstern in unseren Herzen aufgeht. Ja, wer ist denn der Morgenstern? Der Morgenstern nach Offenbarung 22 ist Jesus Christus selbst. Wenn wir uns mit dem Wort Gottes beschäftigen, wenn wir uns mit der Lehre beschäftigen, mit der guten Lehre, mit der mit der geraden Lehre, mit der Weisheit im Wort Gottes, dann werden wir Christus entdecken, wie er wirklich ist, und das wird unser Leben voranbringen, Schritt für Schritt für Schritt, bis der Tag hell geworden ist.

[32:01] Das ist übrigens nebenbei gesagt die Versiegelungsbotschaft, denn der Versiegelungsengel in Offenbarung 7 kommt aus dem Osten, vom Aufgang der Sonne. Die Versiegelungsbotschaft ist keine Käseglocke, die einmal plötzlich über Menschen drüber gestülpt wird. Die Versiegelungsbotschaft ist wie ein Sonnenaufgang, der heller strahlt und strahlt und strahlt und strahlt, bis das ganze Wesen erfüllt ist mit dem Licht der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi, wie es 2. Korinther 4, Vers 6 uns sagt.

[32:34] Jesus sagt in Matthäus 5, Vers 14: „Ihr seid das Licht der Welt.“ Und 2. Korinther 3, Vers 18 sagt, dass wir verwandelt werden, durch Anschauen werden wir verwandelt von Herrlichkeit zu Herrlichkeit. Wenn wir das Licht der Welt anschauen, dann werden wir von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, Schritt für Schritt verwandelt in dasselbe Bild vom Heiligen Geist, sodass es dann gesagt werden kann, wie Jesus es gesagt hat, Matthäus 5, Vers 14: „Ihr seid das Licht der Welt.“ Er ist das Licht der Welt, und wenn wir ihn anschauen, wenn wir das Licht an uns heranlassen, wenn das Licht in unsere Finsternis hineinscheinen darf, Tag für Tag wird es heller und heller und heller.

[33:22] Der Weg des Gerechten wird immer heller. Ist das deine Erfahrung? Das ist die Erfahrung, die Gott dir heute schenken möchte. Das Bewusstsein, dass morgen noch schöner sein kann, noch heller als heute, dass übermorgen noch mehr Licht auf deinem Weg scheinen darf als morgen. Jeden Tag mehr Licht. Woher? Aus dem Wort Gottes. Denn dein Wort ist ein Licht auf meinem Weg.

[33:50] Und wenn das Licht zunimmt auf meinem Weg, dann muss die Erkenntnis aus der Bibel zunehmen. Je mehr ich die Bibel studiere, desto mehr werde ich sehen. Nicht nur Lehrpunkte, sondern desto mehr werde ich den Charakter Gottes verstehen. Und dann wird mein Weg tatsächlich heller und heller.

[34:09] Sprüche 4, Vers 19 steht: „Der Weg der Gottlosen ist dichte Finsternis. Sie wissen nicht, worüber sie straucheln.“ Wer das Licht ablehnt, wer, wie es in Johannes 1 steht, in Johannes 3, die Finsternis mehr liebt als das Licht, der weiß nicht, wohin er geht. Der hat seine Orientierung verloren. Jesus hat da über einiges gesagt, könnt ihr im Sendemanuskript nachlesen. Ohne das Wort Gottes fehlt uns die Orientierung, und wir straucheln und wissen nicht einmal, warum.

[34:44] Lieber Freund, liebe Freunde, ich empfehle dir dieses Buch. Dieses Buch enthält die Weisheit. Und wenn wir die Sprüche lesen, dann müssen wir verstehen, dass die Sprüche genau davon reden, uns wieder zurückzuführen zur guten, gesunden Lehre des Wortes Gottes.

[35:02] Vers 20 beginnt ein neuer Abschnitt. Wiederum heißt es: „Mein Sohn, achte auf meine Worte, neige dein Ohr zu meinen Reden.“ Vers 21: „Lass sie nie von deinen Augen weichen, bewahre sie im Innersten deines Herzens.“ Und ich stelle mir vor, wie Jesus das gelesen hat und genau daraus immer wieder die Ermutigung gezogen hat, dieses Gesetz, von dem er gesagt hatte, schon vor seiner Menschwerdung: „Deinen Willen zu tun, Gott, begehre ich. Dein Gesetz ist in meinem Herzen“ (in Psalm 40), dass er daraus den Mut gezogen hat, daran festzuhalten, das Gesetz in seinem Herzen zu lassen. Und auch wir dürfen das Wort Gottes in unserem Herzen haben.

[35:38] In den Psalmen, in Psalm 119 steht so etwas ganz Wunderbares. Psalm 119, Vers 11: „Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen.“ Warum? „Damit ich nicht gegen dich sündige.“ Das Herz, und das wissen wir in der Bibel, ist ein Sitz der Gedanken und der Gesinnung. Dort soll das Wort Gottes hin. In das Innerste. David hatte gebetet: „Herr, du verlangst nach Wahrheit im Innersten.“ Gott möchte keine Heuchler, die das Richtige tun, damit andere in die Gemeinde kommen. Gott möchte Menschen, die im Innersten verwandelt sind, durch das Evangelium der Gnade Gottes, so sehr, dass sie automatisch durch das Wirken des Heiligen Geistes das tun, was Gottes Wort sagt.

[36:31] Vers 22: „Denn sie sind das Leben denen, die sie finden, haben wir schon gesagt, und heilsam ihrem ganzen Leib.“ Das Wort Gottes ist nicht nur geistlich heilsam, es ist auch körperlich heilsam. Das hebräische Wort heißt eigentlich Medizin. Schon in Kapitel 3 haben wir gesehen, in Vers 8, dass wir deinem Leib Heilung bringen und deine Gebeine erquicken. Gott zu finden in der Bibel hat tatsächlich einen gesundheitsfördernden Aspekt. Und das Evangelium in der Theologie ist verbunden mit dem Evangelium in der medizinischen Missionsarbeit. Die medizinische Missionsarbeit ist nichts weiter, als das Evangelium auf die richtige Art und Weise interpretiert.

[37:15] Vers 23: „Mehr als alles andere behüte dein Herz, liebe Freunde.“ Offensichtlich ist das eines der wichtigsten Dinge überhaupt. Mehr als alles andere behüte dein Herz, denn von ihm geht das Leben aus. Alles, was wir tun, alles, was wir sagen, all unser Charakter entsteht letztendlich durch Entscheidung hier in unserem Frontalhirn. Behüte dein Herz. Wie wir gesagt haben, das Herz ist der Sitz unseres Denkens, unserer Gesinnung. So sagt die Bibel Hebräer 4, Vers 12 an anderen Stellen. Jesus hat gesagt in Matthäus 12, Vers 35: „Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz des Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus seinem bösen Schatz Böses hervor.“

[38:13] Behüte dein Herz, denn was wir hier hineinlassen, unser Denken wird unser Schicksal bestimmen. Lieber Freund, was lässt du in dein Gehirn hinein? Ist es Schrott oder ist es das Wort Gottes? Wenn es das Wort Gottes ist, dann wird das Wort Gottes dein Herz reinigen und dein Herz so umprogrammieren, dass gute Früchte sichtbar sein werden. Wenn es Schrott ist, dann kannst du so viel mit der Bibel und einem Arm durch die Welt laufen, dein Leben wird Schrott produzieren. Was lassen wir in unser Herz? Was lassen wir unser Denken? Was schauen wir an? Was hören wir? Worüber denken wir nach den lieben langen Tag? Das ist Christentum in der Praxis. Mehr als alles andere. Behüte dein Herz.

[38:59] Ich möchte mich heute entscheiden, meine Gedanken besser zu behüten durch Gottes Hilfe. Wie sieht es mit dir aus? Darauf zu achten, was hier sich an mein Gehirn herannahen darf.

[39:21] Vers 24, Sprüche 4: „Tu hinweg von dir die Falschheit des Mundes und verdrehte Reden, sei entfernt von dir.“ Jemand, der die Bibel gut kennt, dem wird hier ein Licht aufleuchten. Denn in der Offenbarung heißt es von den 144.000, Offenbarung 14, Vers 5, dass „in ihrem Mund kein Falsch gefunden worden ist.“ Die 144.000 haben Sprüche 4 ernst genommen. Könnte sein, dass Sprüche 4 eben nicht nur gute Lebensweisheit ist, sondern das göttliche Programm, die göttliche Botschaft, die uns helfen soll, einen Charakter zu entwickeln, der durch die große Zeit der Trübsal durchträgt. Gegenwärtige Wahrheit für unsere Generation.

[39:55] Vers 25: „Lass deine Augen gerade ausschauen und deine Blicke auf das gerichtet sein, was vor dir liegt. Mache die Bahn für deinen Fuß gerade und alle deine Wege seien bestimmt.“ Manchmal ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass es bestimmte Pflichten gibt, die vor uns liegen. Viele Christen träumen von großen Dingen in der Zukunft, statt das zu tun, was Gott ihnen direkt in den Weg gelegt hat. Schau auf das, was vor dir liegt, sagt Sprüche.

[40:25] Vers 27: „Weiche weder zur rechten noch zur linken. Halte deinen Fuß vom Bösen fern.“ Auch eine Aussage, die wir oft finden, 5. Mose und an vielen anderen Stellen. Wir haben nicht die Zeit, ausführlich jetzt Kapitel 5 anzuschauen. Wir werden einige Highlights herausgreifen.

[40:41] Es geht los in Vers 1 wiederum mit einem neuen Abschnitt. „Mein Sohn, achte auf meine Weisheit und neige dein Ohr meiner Belehrung zu, damit du Besonnenheit übst und deine Lippen Erkenntnis bewahren. Denn von Honig triefen die Lippen der Verführerinnen und glatter als Öl ist ihr Gaumen. Aber zuletzt ist sie bitter wie Wermut, scharf wie ein zweischneidiges Schwert.“

[41:05] Hier, ähnlich wie schon in Kapitel 2, spricht die Bibel dieses enorm wichtige Thema vom Ehebruch an. Und dahinter stecken zwei Dinge. Einmal geht es um die tatsächliche Sache des Ehebruchs, so wie es im siebten Gebot klar verboten ist. Aber dahinter steckt auch die geistliche Komponente, denn die Bibel spricht auch von einem geistlichen Ehebruch. Und in beiden Fällen ist es eine süße Verführung, die bitter endet. Schon Adam und Eva haben erlebt, dass die Verführung gut aussieht, aber das Resultat der Sünde Elend ist. Satan verkauft den Tod als Leben.

[41:50] So heißt es in Vers 5: „Ihre Füße steigen hinab zum Tod, ihre Schritte streben dem Totenreich zu.“ Wer sündigt, der ist auf dem Weg zum Tod, denn der Sünde Sold, so sagt uns Römer 6, Vers 21, ist der Tod. Vers 6: „Den Pfad des Lebens erwägt sie nicht einmal. Sie geht eine unsichere Bahn, die sie selbst nicht kennt.“ Die allermeisten Verführer sind selbst so verführt. Selbst die größten Verführer unserer Zeit sind verführt vom Satan. Wir müssen uns bewusst sein, dass wenn wir der Verführung nachgeben, gehen wir einen Weg, von dem niemand ganz genau weiß, wo es endet. Der Weg des Gerechten ist hell und immer heller und immer heller. Der Weg der Verführung ist ein rutschiger Weg bergab.

[42:32] Und im typologischen Kontext ist das besonders wichtig, denn manchmal neigen wir dazu, diesem geistlichen Ehebruch nachzugeben und mit Kirchen Gemeinschaft zu haben, von denen das Wort Gottes sagt, dass sie Babylon sind. Und es klingt alles so gut, was wir hören. Es klingt alles so nett, was sie sagen, aber es ist eine unsichere Bahn.

[43:00] Vers 7 und 8 sagt: „Und nun hört auf mich, ihr Söhne, und weicht nicht von den Worten meines Mundes. Bleibe fern von dem Weg, der zu dir führt, und nähere dich nicht der Tür ihres Hauses.“ Es reicht nicht nur zu sagen: „Nun, hab keinen Geschlechtsverkehr mit ihr“, sondern nähere dich nicht einmal ihrem Haus. Es gibt bestimmte Grundsatzregeln, die wir einhalten sollten. Wir sind als Menschen halt eben schwach, und wir sollten uns nicht unnötig in Gefahr begeben.

[43:35] Gott möchte von uns, dass wir einen weiten Bogen um das Böse machen, nicht so haarscharf, wie gerade noch irgendwie möglich ist, daran vorbeifahren. Einen weiten Bogen machen. Und dazu gehört in dem buchstäblichen Sinn, dass wir alles meiden, was uns Richtung Ehebruch drängen könnte, gedanklich, visuell. Und dazu gehört im typologischen, dass wir alles meiden, was uns dazu bringen könnte, Verbindungen einzugehen mit anderen Kirchen, die Gottes Wort verbietet. Und dazu würde auch ein Gaststatus gehören, der uns an die Tür bringt.

[44:15] Vers 9: „Damit du nicht anderen deine Ehre opferst und deine Jahre dem Grausamen, damit sich nicht Fremde von deinem Vermögen sättigen und du dich nicht abmühen musst für das Haus eines anderen.“ Wer die Sünde tut, der verschwendet Geld, der verschwendet Zeit, der verschwendet Energie. Jeder von uns weiß das aus eigener Erfahrung. Sünde rechnet sich nicht. Man verliert Ehre, man verliert Zeit, man verliert Geld, man verliert Freude, man verliert Harmonie. Es kostet nur, ohne dass man etwas davon wirklich bekommt. Wie die Ägypter, die die Israeliten gefangen hielten und die Israeliten dann erlebten, dass sie arbeiteten als billige Lohnarbeiter, ohne selbst für sich etwas haben zu können.

[45:05] Vers 11: „Damit du nicht seufzen musst bei deinem Ende, wenn dein Leib und Leben hinschwinden und sagen musst: Warum habe ich doch die Zucht gehasst, warum hat mein Herz die Zurechtweisung verachtet? Ich habe nicht gehört auf die Stimme meiner Lehrer und meinen Lehrmeistern kein Gehör geschenkt.“ Wie oft kommt es vor, dass Menschen sagen: „In der Gemeinde hätte ich nur damals darauf gehört. Jetzt sehe ich es auch.“ Aber so oft glauben wir, dass dieses Wort nichts mit unserem Leben zu tun hat. Wir glauben, wir können es besser wissen als Gott und ernten dann die bitteren Früchte.

[45:38] Lieber Freund, liebe Freundin, lass uns nicht einen Tag länger klüger sein als Gott. Und wenn wir bisher Dinge praktiziert haben, die entweder buchstäblich Ehebruch sind oder geistlich Ehebruch sind, dann lass uns heute stoppen durch die Kraft Gottes, der gerne Weisheit gibt, ohne Vorwurf, der gerne uns vergibt, der an Gnade und Freude hat, der uns reinigt von aller Ungerechtigkeit, wenn wir unsere Sünden bekennen, weil er treu und gerecht ist und uns die Sünden vergibt, der uns weiß, wie Schnee macht, auch wenn unsere Sünde blutrot, scharlachrot ist, der geduldig ist und sagt: „Kommt her zu mir.“

[46:25] Lasst uns noch heute auf unseren Lehrmeister achten. Fest 14: „Fast wäre ich gänzlich ins Unglück geraten inmitten der Versammlung und der Gemeinde.“ Liebe Freunde, es ist möglich, in der Gemeinde verloren zu gehen. Es ist möglich, Wochenende für Wochenende zu einem Gottesdienst zu gehen, mit der Bibel unter dem Arm und Lieder zu singen und trotzdem verloren zu sein, weil in der gedanklichen Welt etwas ganz anderes stattfindet, weil Gott keinen Zugriff auf unsere Gedanken hat.

[47:01] Und dann kommen diese wunderschönen Verse, Vers 15 bis 19, wo Gott den Blick von uns wieder zurückrichtet auf das, was er geschaffen hat. Und wenn du damit kämpfst, mit solchen Dingen, dann erinnere dich an das, was Gott für dich vorbereitet hat. Vers 15: „Trinke Wasser aus deiner eigenen Zisterne und ströme aus deinem eigenen Brunnen. Sollen sich deine Quellen auf die Straßen ergießen, deine Wasserbecher auf die Plätze? Sie sollen dir allein gehören und keinem Fremden neben dir. Deine Quelle sei gesegnet und freue dich an der Frau deiner Jugend, die lieblichen Hinden, die anmutige Gemse. Ihr Busen soll dich allezeit sättigen. Von ihrer Liebe sollst du stets entzückt sein.“

[47:41] Warum dem Falschen nachtrauern, wenn Gott das Gute so nahe geschaffen hat? Und in vielen Fällen ist die Lösung des Problems, sich wieder zu packen und sich zu sich selbst zu kommen, wie der verlorene Sohn und sagen: „Hey, Moment einmal, was hat Gott nicht alles Großes für mich gemacht?“ In der buchstäblichen Sicht dieses Kapitels zu sagen: „Was habe ich nicht für eine wunderbare Frau?“ Oder was hat vielleicht Gott nicht für einen wunderbaren Ehepartner für mich vorbereitet?

[48:14] Und in der geistlichen, in der übertragenen Sicht dieser Dinge, statt anderen hinterher zu rennen, zu sagen: „Hat Gott nicht eine Gemeinde für diese Zeit? Hat Gott nicht einer Gemeinde große Wahrheiten, dieser Gemeinde große Wahrheiten anvertraut? Und wäre es nicht besser, statt anderen hinterher zu rennen, sich wieder mal gründlich mit den eigenen Wahrheiten zu befassen? Diesen Schönheiten, die Gott dort in unsere, unser Lehrgebäude hineingelegt hat?“

[48:44] Verschwende dich, warum aber, mein Sohn, solltest du von einer Verführung entzückt sein und den Busen einer Fremden umarmen? Warum, liebe Freunde, sollten wir als die Endzeitgemeinde Gottes uns in die Arme der Hure Babylon schmeißen? Aus welchem Grund sollten wir das tun?

[49:01] Vers 21: „Denn die Wege eines jeden liegen klar vor den Augen des Herrn, und er achtet auf alle seine Pfade.“ Man muss uns bewusst sein, egal was wir tun, kommen wir zurück zu der buchstäblichen Sicht der Dinge. Und wenn wir das Gefühl haben, niemand sieht uns, nicht mal unser Ehepartner, dann müssen wir wissen: Gott sieht uns. Hebräer 4, Vers 13 sagt uns: „Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern alles ist enthüllt und aufgedeckt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft zu geben haben.“ Gott sieht alles, auch das, was wir gedacht haben, was wir nicht mal praktiziert haben, auch das, was wir uns vorgenommen haben, dass wir es hätten tun wollen, wäre die Gelegenheit günstig gewesen. Gott weiß es, und wir können es nicht vor ihm verbergen.

[50:13] Aber der Vers stoppt zwar da, aber es geht weiter. Im nächsten Vers, Vers 14: „Da wir nun einen großen, hohen Priester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes.“ So, lasst uns festhalten in dem Bekenntnis. Denn wir haben nicht einen hohen Priester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten. Jesus weiß, wie schwierig es ist. Jesus war auch ein Mensch, und Jesus hat auch Hormone. Jesus weiß, er kennt unsere Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist, in ähnlicher Weise wie wir, doch ohne Sünde.

[50:44] Jesus kennt den Ausweg. Und deswegen heißt es im Vers 16: „So lasst uns nun mit Freimütigkeit hintreten zum Thron der Gnade, nicht nur zum Thron der Gerechtigkeit, sondern zum Thron der Gnade.“ Wir können kommen. Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du gefangen bist in irgendetwas, was nach Sprüche 5 unter die Kategorie Sünde fallen würde, dann warte nicht eine Sekunde länger. Meinetwegen stoppt das Video euch an dieser Stelle und geht auf eure Knie und geht zum Thron der Gnade. Freimütig, damit du Barmherzigkeit erlangst und Gnade zur rechtzeitigen Hilfe. Vielleicht bist du gerade in Versuchung. Warte nicht, bis du gesündigt hast, um dann Gnade zu bekommen. Bitte jetzt gleich, dass Gott das Ruder in deinem Leben, in deinen Gedanken, die abzudriften drohen, herumreißen kann und der Weg wieder heller scheinen kann.

[51:34] Lieber Freund, liebe Freundin, ich glaube von ganzem Herzen, dass Gott vergibt und dass er Sieg schenken kann in meinem Leben und in deinem Leben. Möchtest du das in Anspruch nehmen? Lasst uns das nicht aufschieben.

[51:53] In Sprüche Kapitel 5 Vers 22 steht die vielleicht dramatischste, ernsteste Warnung der ganzen Liebe: „Denn die Gottlosen nehmen ihre eigenen Missetaten gefangen und von den Stricken ihrer Sünde wird er festgehalten.“ Vielleicht denkst du, naja, ich spiele noch ein bisschen mit der Sünde, ich kann dann später mal aufhören. Lieber Freund, liebe Freundin, die Sünde wird dich festhalten. Entweder du kommst zu Jesus, oder du wirst von der Sünde gefangen genommen. Jesus sagt in Johannes 8, Vers 34, dass wer die Sünde tut, ist ein Knecht der Sünde. Man kann nicht einfach ohne weiteres von der Sünde wieder weggehen, so als wäre nichts passiert. Die Sünde klebt einem an. Man braucht übernatürliches Hilfsmittel, das Blut Jesu, um von der Sünde getrennt zu werden.

[52:33] Willst du heute das Blut Jesu annehmen, das dich von der Sünde allein trennen kann? Es soll nicht von uns gesagt werden, wie es in Vers 23 steht: „Er stirbt an Zuchtlosigkeit und in Folge seiner großen Torheit taumelt er hin.“ Lass uns nicht zu den Törichten gehören, sondern zu den Weisen, die Weisheit gefunden haben. Matthäus 25 berichtet uns von diesem Gleichnis von den zehn Jungfrauen. Fünf waren töricht und fünf waren weise. Alle haben sie auf Jesus gewartet. Alle waren sie Adventisten, aber nur die Hälfte hat die Weisheit gefunden, von der Sprüche spricht.

[53:24] Wir haben leider nicht die Zeit, die restlichen Verse ausführlich anzuschauen. Aber ich möchte dich aufrufen, das weiter zu studieren. Wir haben einige Verse hier noch im Sendemanuskript. Nur zum Schluss wollen wir die letzten Verse dieser Lektion anschauen, in Vers 16 bis 19 von Kapitel 6. Dort heißt es: „Diese sechs hasst der Herr und sieben sind seiner Seele ein Gräuel.“ Eine Formulierung, die wir auch in Amos und anderen Stellen finden, wo eine Vollzahl, etwas, was wirklich zum Überfließen ist, die Liste dargestellt wird.

[53:56] Vers 17: „Stolze Augen, eine falsche Zunge, Hände, die unschuldiges Blut vergießen, ein Herz, das böse Pläne schmiedet, Füße, die schnell zum Bösen laufen, ein falscher Zeuge, der Lügen ausspricht, und einer, der Zwietracht sät zwischen den Brüdern.“ Wenn du diese Verse analysierst, wirst du feststellen, sie beschreiben das Wesen Satans. Interessant ist, dass es einen gibt, der genau das Gegenteil ist. Es gibt einen, der hatte keine stolzen Augen, sondern demütige Augen. Er hatte eine wahre Zunge. Seine Hände haben kein unschuldiges Blut vergossen, sondern seine Hände haben Leben und Frieden und Harmonie gemacht. Er hat sein eigenes unschuldiges Blut vergießen lassen für uns. Er hat ein Herz, das keine bösen Pläne schmiedete, sondern das voll war von dem Gesetz Gottes. Seine Füße liefen schnell zum Guten. Er ging umher und tat Gutes. Er ist der wahrhaftige Zeuge, der die Wahrheit sagt, der von sich sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Und er bringt Einheit zu den Brüdern. Sein Name, die Weisheit, Jesus Christus.

[55:19] Möchtest du dir vornehmen, diese Dinge, die du gehört hast und die der Heilige Geist zu dir gesprochen hat? Die Bibel sagt ja: „Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.“ Bist du bereit, nach dem, was du gehört hast, zu handeln und es in deinem Leben umzusetzen, zu praktizieren? Ist das dein Wunsch? Dann fang doch heute an. Geh auf deine Knie. Bitte Gott darum, dass er dir genau das schenkt, so leben zu können, wie es die Sprüche hier zeigen. Dann lass uns in der nächsten Woche weiter studieren, was die Sprüche uns mehr zu sagen haben über ein Leben mit unserem Erlöser, Jesus Christus. Gott segne euch und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.


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