In dieser Predigt beleuchtet Christopher Kramp das Thema „Moderne Propheten“ im Rahmen der Serie „Operation Blueprint“. Er erklärt, was die Bibel über Propheten und Prophetie aussagt, wie die Gaben des Heiligen Geistes funktionieren und warum sie zum allgemeinen Nutzen verliehen werden. Anhand biblischer Beispiele wird die Rolle von Propheten in der Geschichte und in der Endzeit erläutert und Kriterien zur Unterscheidung wahrer von falschen Propheten vorgestellt. Abschließend wird Ellen G. White als eine Person vorgestellt, die diese Kriterien erfüllt.
Operation Blueprint: 17. Moderne Propheten
Christopher Kramp · Operation Blueprint ·Themen: Adventgeschichte, Altes Testament, Bibel, Bibelstudium, Erweckung, Gemeinde, Neues Testament, Theologie, VorherbestimmungWeitere Aufnahmen
Serie: Operation Blueprint
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Transkript
[1:00] Ja, einen gesegneten Sabbat. Schön, dass wir heute alle hier uns versammeln können. Schön, dass du, liebe Freunde, liebe Freundinnen, dass du gekommen bist und schön, dass du auch live zuschaust jetzt zu unserem drittletzten Thema von Operation Blueprint. Wir haben uns über viele Dinge Gedanken gemacht und heute kommt ein ganz interessantes, hochaktuelles und durchaus brisantes Thema, das sich im Prinzip anschließt an gestern Abend. Gestern Abend haben wir gesprochen über die zwei Frauen. Wir haben festgestellt, dass es in der ganzen Kirchengeschichte immer nur zwei Gruppen von Menschen gab, die aufrichtig Gottes Wort studiert haben und aufrichtig auf der Bibel standen und Gottes Wort weitergegeben haben, und jene, die sich zwar Christen nannten, aber eigentlich nach ganz anderen Prinzipien gelebt haben. Und das lässt sich durch die ganze Kirchengeschichte zeigen, dass Gott zwar in allen Kirchen Menschen dieser reinen weißen Frau hat, aber er möchte, dass sie alle sich versammeln unter einer Gruppe, die die Übrigen genannt werden, haben wir gestern gesehen. Und wir haben gestern gesehen, dass ein Kennzeichen von ihnen auch die Prophetie ist. Und so wollen wir uns heute Gedanken machen über das Thema moderne Propheten.
[2:36] Bevor wir dazu hinkommen, möchte ich noch ganz kurz sagen, was uns heute Abend erwarten wird. Heute Abend ist der letzte Vortragsabend von Operation Blueprint und wir haben natürlich die spannendsten Themen für das Ende aufbewahrt. Es wird gehen um Amerika in der Prophetie. Wir werden genau sehen und zeigen, wie die Offenbarung direkt in unsere Zeit spricht. Also, wenn wir gemeinsam wissen wollen, was so die allernächsten prophetischen Ereignisse sind, die gerade sich ereignen, die man quasi mitverfolgen kann mit der Offenbarung in der Hand, dann dürfen Sie heute Abend nicht verpassen. Und der zweite Vortrag heißt: "Die dritttraurigste Geschichte" und was sich daran verbirgt. Wenn wir heute Abend sehen, möchten wir heute Abend auch gerne noch mal Fragen beantworten. Wir haben gestern Abend keine Fragen bekommen. Das ist natürlich ein gutes Zeichen eigentlich, aber wenn jemand doch noch von uns eine Frage vielleicht hat, etwas, was uns auf dem Herzen liegt, dann ist die Möglichkeit heute noch eine Frage zu stellen, denn heute Abend ist die letzte Möglichkeit, darauf eine Antwort zu bekommen.
[3:42] Nun also zu den modernen Propheten. Das Thema ist allein deswegen schon aktuell, weil es immer wieder Menschen gibt, die den Anspruch erheben, Propheten zu sein oder zumindest irgendwie Vorhersagen zu machen. Das ist noch gar nicht so lange her, da glaubten Menschen, das Ende der Welt steht bevor, man hat das vorhergesagt. Und beim Thema Prophetie gibt es natürlich auch Wahrheit. Und so kommen wir auch heute Morgen nicht an ihm vorbei, dem Winston Churchill, der gesagt hat: "Die meisten Menschen stolpern irgendwann in ihrem Leben über Wahrheit. Die meisten springen auf, klopfen sich ab und eilen weiter, als wäre nichts passiert." Und ich kann Ihnen verraten, bei diesem Thema moderne Propheten gibt es auch Wahrheit zu entdecken. Es gibt auch etwas, so einen Stolperstein vielleicht, über den man stolpern könnte. Und die Frage ist wie immer: Wie werden wir damit umgehen, mit dem, was die Bibel uns zeigt und die Geschichte?
[4:42] Wenn man einen Menschen auf der Straße heute fragen würde, vielleicht in der Stuttgarter Königstraße oder wo auch immer, was ist vielleicht der berühmteste Prophet, den du kennst? Was würden wohl die meisten Menschen sagen? Nostradamus. Genau. Obwohl Nostradamus verglichen mit den biblischen Propheten wirklich eine schwache Nummer ist. Also, die biblischen Propheten, die stehen seit zweieinhalbtausend Jahren unverändert in unseren Bibeln drinnen. Da hat der Daniel gesagt, und dann wird nach Babylon und Medopersien kommen und dann wird Griechenland kommen mit Namen, und er hat Zeitprophezeiungen gegeben, und die werden auf das Jahr genau erfüllt. Denn Nostradamus muss man jedes Jahr neu auflegen, neu interpretieren, und es erfüllt sich eigentlich nie wirklich was. Es ist immer so vage, dass man alles hineininterpretieren kann. Und ja, also den können wir eigentlich im Grunde genommen schon wieder vergessen.
[5:33] Es gibt auch in der Christenheit immer wieder Menschen, die aufgrund ihres Charismas, aufgrund ihres Erfolges, dann irgendwann dazu geleitet werden, auch Vorhersagen zu machen. Gerade in Amerika gibt es viele dieser großen Prediger, die zu Tausenden und Zehntausenden sprechen und die sich immer wieder auch hinleiten lassen zu sagen, was demnächst passieren wird und damit regelmäßig daneben liegen. Und all diese Negativerfahrungen mit sogenannten modernen Propheten hat dazu geführt, dass viele aufrichtige Christen, die einfach der Bibel folgen wollen und sich nicht irgendwelchen Sektenkram anschließen wollen, zur Überzeugung gekommen sind: "Also, mit modernen Propheten sollte man sich am besten gar nicht befassen, das ist eh alles nur Humbug."
[6:16] Nun wollen wir ganz kurz ein bisschen anschauen, was die Bibel zum Thema Propheten und Prophetie zu sagen hat. Hier als Anfang in den Epheserbrief, dort heißt es in Kapitel 4, Vers 11: "Und er hat etliche..." Und wer ist er hier an dieser Stelle? Das ist Gott. Großes E, sagt uns deutlich Gott. Gott hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer. Und dann heißt es in Vers 12: "...zur Zurüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus." Also, Propheten sind nicht einfach eine ganz außergewöhnliche Gruppe von Menschen, sondern in Gottes Plan sind Propheten Teil eines größeren Werkes. Gott braucht nicht nur Propheten, er braucht auch Apostel, er braucht Evangelisten, er braucht Hirten – heute würden wir ja sagen Pastoren, das Wort Pastor heißt ja Hirte – er braucht Lehrer. Und jeder einzelne oder alle diese Menschen in den verschiedenen Gruppierungen leisten einen Beitrag.
[7:20] Wozu braucht man Apostel, wozu braucht man Propheten, wozu braucht man Evangelisten, Hirten und Lehrer? Der nächste Vers sagt: "Zur Zurüstung der Heiligen." Jetzt, dieses Wort "Zurüstung" ist sehr interessant. Welches Wort steckt da drin? Rüstung. Wozu braucht man denn eine Rüstung? Im Kampf, oder? Wenn man unterwegs in den Kampf zieht, dann braucht man eine Rüstung. Zum Beispiel, früher hat man eine Rüstung gebraucht. Heute braucht man glaube ich keine Rüstung mehr. Die haben dann, was auch immer. Aber früher im Kampf, so im Mittelalter und so, da sind die Ritter mit einer Rüstung in den Kampf gegangen. Sie wollten vorbereitet sein auf die Attacken des Feindes. Wir alle wissen, wir haben das studiert, wir leben in einer Welt, in der es nicht nur Gut, sondern auch Böse gibt, in der nicht nur Christus wirkt, sondern auch der Satan. Und Gottes Werk wird immer wieder, und wir als Gläubige werden immer wieder auch angegriffen vom Satan. Um gerüstet zu sein, damit unsere Rüstung zu ist, denke ich mal, brauchen wir also nicht nur Pastoren und Lehrer und Hirten, sondern unter anderem auch Propheten für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus.
[8:34] Und dann heißt es in Vers 13: "Bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes gelangen, zur vollkommenen Mannesreife, zum Maß der vollen Größe des Christus." Also, wie lange wird es Apostel und Lehrer und Propheten geben? Wie lange? Hier steht ein Wort, das heißt "bis". Was heißt "bis"? Bis dahin, dass es – solange das nicht erreicht ist, braucht man die Apostel, braucht man die Lehrer, braucht man die Propheten. Und das Ziel ist ein ziemlich interessantes: die Einheit des Glaubens. Also, solange alle wahren Christen noch keine vollständige Einheit des Glaubens haben – wir haben ja gesagt, gestern, es gibt Christen in allen Denominationen, in allen Kirchen, die wirklich aufrichtig Jesus nachfolgen – aber solange die nicht einig sind, solange braucht man Lehrer, Apostel und auch Propheten. Bis zur vollkommenen Mannesreife. Wir haben gelernt beim Thema Taufe, dass wenn man sich zu Christus bekehrt, dann wird man neu geboren. Und wenn man neu geboren ist, ist man was? Ein Baby. Ein kleines Baby. Und da braucht man Zeit, und es braucht Zeit, bis man wächst im Glauben, bis man irgendwann erwachsen ist im Glauben, sozusagen, zur vollen Mannesreife, wenn man quasi Jesus Christus im Charakter vollkommen widerspiegelt. Und solange das nicht geschehen ist, solange brauchen wir Lehrer, wir brauchen Hirten, wir brauchen Evangelisten und wir brauchen Propheten. Dafür sind sie da.
[10:03] Nun, das heißt weiter: "Jedem wird aber das offensichtliche Wirken des Geistes zum allgemeinen Nutzen verliehen." Also, Gott sagt, wann immer ich meinen Heiligen Geist gebe für eine bestimmte Gabe, eine bestimmte Fähigkeit, dann soll das immer nützlich sein. Also, wenn Propheten durch die Gegend rennen und unverständliches Zeug reden oder Dinge sagen, die kein Mensch versteht, wie Nostradamus, dann ist das nicht das, was Gott gegeben hat. Denn Gottes Geist ist immer nützlich, er ist praktisch. Weil Gott ist so unglaublich pragmatisch. Gott hat wirklich, also wenn er ein Mensch wäre, kann ich sagen, er hat gesunden Menschenverstand. Gott ist nützlich und alles das, was er gibt, wird uns zum allgemeinen Nutzen, nicht nur für ein oder zwei Menschen, sondern zum allgemeinen Nutzen gegeben. Wenn Gott also einen Propheten schickt, dann nicht für ein oder zwei Personen, sondern in aller Regel für die gesamte Gemeinde, letztendlich für die ganze Welt.
[10:59] Das heißt in Vers 8: "Dem einen nämlich wird durch den Geist ein Wort der Weisheit gegeben, einem anderen aber ein Wort der Erkenntnis gemäß demselben Geist, einem anderen Glauben in demselben Geist, einem anderen Gnadengaben der Heilung in demselben Geist, einem anderen Wirkung von Wunderkräften, einem anderen Weissagung, einem anderen Geist zu unterscheiden, einem anderen verschiedene Arten von Sprachen, einem anderen die Auslegung der Sprachen." Und dann heißt es Vers 11: "Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist." Also, derselbe Geist, der dem einen Glauben schenkt und dem nächsten eine andere Gabe, dem nächsten eine Weisheit, der gibt auch die Gabe der Weissagung, der jedem persönlich zuteilt, wie er will.
[11:43] Also, das allererste, was wir lernen: Wie werde ich ein Prophet? Welche Schule muss ich besuchen, um Prophet zu werden? Welchen Doktorgrad muss ich abgelegt haben, dass ich mich Prophet nennen kann? Gar nicht. Wer bestimmt, ob ich Prophet bin oder nicht? Der Geist. Also Gott. Der Heilige Geist. Er wählt aus. Also, den möchte ich zum Propheten haben und dem möchte ich diese Gabe geben. Heute gibt es viele Menschen, die möchten gerne Gaben haben, die Gott ihnen gar nicht gegeben hat.
[12:13] Es gibt manche Gaben, die sind sehr häufig, weil sie sehr häufig gebraucht werden. Also zum Beispiel die Gabe des Dienstes wird wahrscheinlich viel häufiger sein als die Gabe der Leitung. Viel mehr Menschen, viel mehr Christen müssen dienen im Werk Gottes als leiten. Deswegen werden nicht alle Menschen mit der Gabe der Leitung beauftragt oder beschenkt, aber mit der Gabe des Dienstes die allermeisten, weil man braucht viel Dienst. Und noch viel weniger braucht man nicht überall ständig Propheten. Also gibt es durchaus verschiedene Quantitäten, verschiedene Mengen an diesen Gaben. Aber wer welche Gabe bekommt, liegt allein in den Händen Gottes, so wie er will. Und das ist eigentlich auch ganz gut.
[12:56] Wenn wir die Liste aufzählen, können wir sehen, es gibt eine ganze Reihe von Dingen, die hier genannt werden: Weisheit, Erkenntnis, Glaube, Heilung, Wunder, Prophetie, Geistunterscheidung, Sprachen, Sprachen aus dem Leben. Das ist nicht mal eine vollständige Liste. Das ist jetzt nur aus dem Korintherbrief. Es gibt noch andere Stellen der Bibel, wo noch mehr genannt werden. Das sind alles Dinge, die der Heilige Geist Menschen schenken kann, wo Menschen als Instrumente Gottes sich betätigen können. Und die Prophetie ist dort einfach eines unter mehreren.
[13:24] Die Frage ist, hat es diese Geistesgaben damals zur Zeit Jesu, zur Zeit der Urgemeinde gegeben? Jesus hatte doch gesagt in Markus 16 und dort Vers 17: "Diese Zeichen aber werden die begleiten, die gläubig geworden sind: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, sie werden in neuen Sprachen reden und so weiter." Er erwähnt ja einige dieser Geistesgaben und sagt, wer mir nachfolgt, wer meinen Auftrag erfüllt, da werden auch diese Geistesgaben sichtbar sein. Wir müssen nur in die Apostelgeschichte schauen, um zu sehen, ob die ersten Christen, die Urchristen, ob die wirklich auch diese Gaben des Geistes gehabt haben.
[14:02] Hier ein Beispiel, Apostelgeschichte 2. Zu Pfingsten wird uns berichtet: "Es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten. Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab." Stellen wir uns also vor, da sind diese paar Jünger, der Heilige Geist kommt herab und plötzlich fangen die an, Chinesisch zu reden oder Italienisch oder was auch immer eine Sprache, wie uns auch einfällt, die wir persönlich nicht sprechen können. Damals waren das natürlich andere Sprachen.
[14:44] Es heißt hier: "Als dieses Getöse entstand, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt, denn jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden." Kurze Klammer auf hier: Heute gibt es einige Christen, die glauben, diese Sprachengabe hat damit zu tun, dass ich so rede, dass mich keiner versteht. Vielleicht haben Sie das mal gesehen, wenn dann so die Sprachengabe über die Menschen kommt, die vermeintliche, dann fangen die an, so ein unverständliches Zeug zu reden. Reden kann man das gar nicht nennen. Aber in der Apostelgeschichte war die Sprachengabe immer verständlich. Das heißt, die Elamiter haben Elamitisch gehört und die Babylonier haben Babylonisch gehört und die Ägypter haben Ägyptisch gehört.
[15:31] Warum? Weil wann immer der Heilige Geist wirkt, wirkt er zum allgemeinen Nutzen. Wenn also jemand behauptet, er hat eine Geistesgabe und ich habe keinen Nutzen davon, dann ist das wohl gar keine Geistesgabe. Da kann er noch so fromm aussehen, noch so viele Bibeltexte zitieren. Und wenn das einfach nur irgendwie absurd ist und nicht mir persönlich in meinem praktischen Glaubensleben hilft, ist das keine Geistesgabe. Gott möchte nicht, dass wir irgendwelche komischen Zeremonien durchführen oder irgendwelche Ereignisse erleben. Er möchte, dass uns geholfen wird.
[16:06] Und manch einer fragt sich: Warum gibt es diese Sprachengabe heute nicht mehr so oft? Na, ganz einfach, weil Gott praktisch ist. Warum soll er seinen Heiligen Geist senden, wenn wir heute auch ohne weiteres in jedem Land dieser Welt Leute haben, die Sprachen sprechen können, die schon gläubig sind? Also, wenn ich jetzt nach China gehe, dann muss ich vom Heiligen Geist nicht die Gabe des Chinesischsprechens bekommen, weil ich kann Englisch sprechen. Es gibt dort Leute, die Englisch sprechen können. Es geht also auch ohne Wunder. Und wenn man die Bibel genau liest, tut Gott eigentlich nur dann Wunder, wenn es halt ein Wunder braucht. Gott liebt seine Naturgesetze, Gott liebt einen ordentlichen Ablauf. Und nur wenn es nicht anders geht, greift er mal ein. Also, als das Volk mal am Meer stand und es gab keinen Weg links und rechts, hat er das Meer geteilt. Ansonsten ging es immer durch die Wüste, immer gerade Weg. Gott hat das Volk nicht ständig durch das Mittelmeer geführt. Wunder nur dann, wenn nötig.
[17:03] Und es gibt auch heute noch Berichte von Menschen, die im absoluten Urwald, irgendwo in Afrika oder Südamerika, auf Stämme treffen, deren Sprache kein Mensch spricht und die dann tatsächlich anderen Sprachen sprechen können durch die Gabe des Heiligen Geistes, weil das dann nützlich ist. Übrigens, das gleiche gilt auch zum Beispiel für Heilungen.
[17:18] Thema Gesundheit. Das ist ein großes Thema. Wenn wir über Gesundheit gesprochen, manche Menschen sagen: "Ja, warum heilt Gott mich?" Naja, weil heute wir weitaus mehr über die Gesundheit wissen, als zum Teil damals, und diese Dinge Gott uns offenbart hat.
[17:35] "Sie entsetzen sich aber alle, verwunderten sich und sprachen zueinander: Siehe, sind diese, die da reden, nicht alle Galiläer? Auf welcher Hochschule sind die denn gewesen, dass sie all diese Sprachen sprechen können? Wieso hören wir sie dann in jeder unserer eigenen Sprache, in der wir geboren wurden?" Dann schauen Sie mal und zählen Sie mal mit, wie viele Sprachen hier erwähnt werden: Parther und Meder und Elamiter und wir Bewohner von Mesopotamien, Judäa, Kappadozien, Pontus, Asien, Phrygien und Pamphylien, Ägypten und von den Gegenden Libyens bei Kyrene und die hier weilenden Römer, Juden und Proselyten, Kreter und Araber. Wie viele Sprachen haben wir gezählt? Wie viele Jünger waren da? Wir haben die jetzt in zwei Sprachen gleichzeitig gesprochen.
[18:14] Sprachengabe offensichtlich hat zwei Dimensionen. Ich kann eine andere Sprache sprechen, aber Sprachengabe ist auch die Möglichkeit oder die Gabe des Geistes, eine andere Sprache zu verstehen, die der andere gar nicht gesprochen hat. Geht also in beide Richtungen. Gott hat also diese Geistesgabe auch den Hörern gegeben an dieser Stelle. Sie konnten es hören.
[18:33] "Wir hören sie in unseren Sprachen die großen Taten Gottes verkündigen." Interessant ist, dass das Neue Testament sagt, dass der Heilige Geist nicht einfach jedem gegeben wird, der einfach schreit: "Ich liebe Jesus." Es heißt in Apostelgeschichte 5: "Und wir sind seine Zeugen, was diese Tatsachen betrifft, und auch der Heilige Geist, welchen Gott denen gegeben hat, die was?" Dem gehorchen.
[19:01] Wenn also Gott den Heiligen Geist denen gibt, die ihm gehorchen, dann kann es auch nur Geistesgaben unter denen geben, die sein Gesetz hochhalten und einhalten, oder? Das heißt nicht, dass der Heilige Geist nicht von allen anderen Menschen wirkt. Es gibt einen Unterschied zwischen dem Wirken des Heiligen Geistes am Menschen und der besonderen Begabung des Heiligen Geistes oder durch den Heiligen Geist dann in uns. Gott wirkt an jedem Menschen, egal wie sündig er ist. Aber erst, wenn der Mensch sich Christus übergibt, wenn er sein Herz aufmacht, kann der Heilige Geist nicht nur an der Person wirken, sondern in und durch die Person und durch eine spezielle Gabe diese Person zum Instrument machen. Und diese Gabe des Geistes wird nur denen gegeben, die wirklich bereut haben, Vergebung bekommen haben und deswegen aus Liebe bereit sind, Gott zu gehorchen.
[19:58] Wenn also jemand sagt: "Ich bin ein Prophet" und im nächsten Atemzug sagt: "Die Gebote Gottes sind aufgehoben", funktioniert es nicht. Wenn jemand sagt: "Ich habe die Sprachengabe, ich kann in allen möglichen englischen Sprachen reden, aber die Zehn Gebote sind aufgehoben", schon vorbei. Und das limitiert schon eigentlich die Gruppe an Menschen, die überhaupt die Sprachengabe oder überhaupt die Geistesgaben haben können, auf all diejenigen, die wirklich die Zehn Gebote, alle zehn als wichtig erachten und auch halten.
[20:28] Nun hatte die frühe christliche Kirche neben diesen der Sprachengabe und der Wundergabe und der Gabe, Tote auferwecken zu können und so weiter, was uns als berichtet wird, gab es dort auch die Gabe der Prophetie. Weil manche Menschen haben die Idee, Propheten sind einfach nur im Alten Testament. Ja, da gibt es keine Frage, Propheten im Alten Testament. Aber im Neuen Testament, mit dem Tod von Jesus, haben alle Propheten aufgehört, so glauben viele. Gab es also nach dem Tod von Jesus im Neuen Testament immer noch Propheten? Und das wollen wir mal kurz anschauen. Hier in Apostelgeschichte 13, Vers 1, das heißt: "In Antiochia waren in der dortigen Gemeinde einige, was? Propheten und Lehrer, ja, nämlich Barnabas und Simeon, genannt Niger, und Lucius von Kyrene, und Manahen, der mit dem Vierfürsten Herodes erzogen worden war, und Saulus."
[21:12] Anderes Beispiel hier in Apostelgeschichte 15: "Und Judas und Silas, interessant, nicht wahr, die selbst auch Propheten waren, ermahnten die Brüder mit vielen Worten und stärkten sie." Da haben wir doch einen Hinweis, was ein Prophet tut. Ein Prophet spricht zu den anderen Gläubigen und tut zwei Dinge. Was tut er? Er ermahnt und stärkt. Also, wenn ein Prophet immer nur draufhaut, ist er kein Prophet. Wenn ein Prophet immer nur gut zuredet und alles nur, nicht wahr, alles ist positiv, alles ist gut, ist er kein Prophet. Ein wahrer Prophet ermahnt und stärkt. Er sagt: "Das ist Sünde, aber so liebt dich Gott, das musst du ändern und so möchte Gott dir dabei helfen." Er ermahnt und er stärkt. Daran erkennt man wahre Propheten.
[21:59] Und hier heißt es in Apostelgeschichte 21: "Am folgenden Tag aber zogen wir, die wir Paulus begleiteten, fort und kamen nach Cäsarea und wir gingen in das Haus des Evangelisten Philippus, der einer von den sieben war, also von den sieben Diakonen, und blieben bei ihm. Dieser hatte vier Töchter, Jungfrauen, die Weissagten." Anderes Wort für Weissagung ist Prophetie. Weiß nicht, wer von uns gerne vier Töchter hätte, die Prophetinnen sind, die das nachts in den Träumen sehen, was der Vater alles falsch gemacht hat. Also, das war bestimmt sehr interessant, so die Beziehung zwischen den Töchtern und dem Vater. Aber wir werden noch sehen, dass ein Prophet an sich – wir kommen noch zu – wichtig an dieser Stelle ist auch zu beobachten, dass hier Frauen Prophetinnen gewesen sind. Ja, es gibt manche, die alles, was wichtig in der Gemeinde ist, allein den Männern zukommen lassen wollen. Ja, weiß nicht, ob wir schon gehört haben oder gesehen haben, diese Idee, dass alles, was irgendwie von Wichtigkeit in der Gemeinde ist, das sollen nur die Männer machen. Es stimmt, es gibt ein Amt in der Bibel, wo Gott sagt, er möchte, dass das den Männern vorbehalten ist. Das war im Alten Testament das Priesteramt, was dann übertragen worden ist auf das Amt des Ältesten im Neuen Testament. Aber ansonsten hat Gott eine absolute Gleichheit in allen Bereichen der Ämter, die es gibt in der Bibel. Frauen dürfen nicht nur predigen und nicht nur evangelisieren, sie dürfen auch weissagen, denn Gott hat Mann und Frau gleich geschaffen.
[23:39] Nun, warum gibt es dann heute nicht mehr viele wahre Propheten, zumindest werden sie sagen, habe ich kaum was davon gehört? Der Grund dafür ist ziemlich einfach. Schauen wir mal hier in dem Buch Klagelieder, geschrieben von Jeremia, als das Volk Israel nach Babylon verschleppt worden sind. Es heißt hier: "Ihre Tore sind in den Erdboden versunken von Jerusalem, ihr Riegel hat er zerstört und zerbrochen, ihr König und ihre Fürsten sind unter den Heiden, es ist kein Gesetz mehr da. Auch bekommen ihre Propheten keine Offenbarung mehr vom Herrn." Es gab mal eine Zeit im Alten Testament, da haben die Propheten aufgehört, Verzeihung, zu bekommen. Die Frage war: Warum? Warum hat Gott aufgehört, den Propheten dort Weissagungen zu geben? Die Antwort finden wir, wenn wir einen der Zeitgenossen hier, den Propheten Jeremia, betrachten. Er sagt: "Und zwar sollst du ihnen sagen: So spricht der Herr: Wenn ihr nicht auf mich hört, dass ihr nach meinem Gesetz wandelt, das ich euch vorgelegt habe..." Das heißt, mit anderen Worten: In dem Moment, wo Gottes Volk sich gegen das Gesetz wendet, es bricht und ablehnt, kann Gott nicht mehr durch den Geist der Weissagung sprechen, weil der Geist der Weissagung ist denen gegeben, die ihm gehorchen. Und das ist übrigens auch ein Grund, warum in der Kirchengeschichte über einen so langen Zeitraum wir kaum Berichte oder keine Berichte von wahren Propheten haben, weil, wie wir schon studiert haben in unserem Seminar, war für einen sehr langen Zeitraum im ganzen Mittelalter das Gesetz Gottes als abgeschafft oder verändert betrachtet worden, oder nur sehr, sehr, sehr, sehr wenig Menschen haben wirklich alle zehn Gebote gehalten über einen langen Zeitraum. Und es gab für über 1000 Jahre kaum eine Kirche, die überhaupt alle zehn Gebote gehalten hat. Gott konnte also gar nicht Propheten in diese Zeit hineinsenden.
[25:30] Das heißt hier: "Dass ihr auf die Worte meiner Knechte, der Propheten hört, die ich zu euch sende, indem ich mich früh aufmache und sie immer wieder sende, ohne dass ihr auf sie bisher gehört habt." Das Interessante an Gott ist, es sind einige Dinge, die mich sehr faszinieren. Er sagt: "Indem ich mich früh aufmache." Was sagt das über Gott? Wenn jemand sagt: "Ich habe mich früh aufgemacht." Er ist ein Frühaufsteher. Gott ist ein Frühaufsteher. Was noch? Aber er schläft ja gar nicht. Es ist ihm wichtig. Wenn ich früh aufstehe, dann will ich nicht zu spät kommen, ich will den frühstmöglichen Zeitpunkt nutzen. Gott möchte uns zum frühstmöglichen Zeitpunkt warnen, denn er weiß, wenn wir erst mal ein bisschen vom Weg abgekommen sind, je weiter man geht, desto größer wird der Abstand, oder? Und je früher man sich wieder ändert, je früher man wieder umkehrt, desto einfacher wird es. Deswegen wirkt Gott in unserem Leben immer relativ bald. Ich weiß nicht, ob uns das auch schon mal so gegangen ist, dass sobald man den Gedanken hat, etwas zu tun, was Gott gar nicht möchte, man sofort das Gewissen hat, das da anfängt zu rebellieren, oder? Sagen: "Stopp, stopp, stopp." Das Gewissen kommt nicht erst, wenn ich es getan habe. Das Gewissen kommt, sobald der falsche Gedanke da ist. Gott macht sich früh auf und er bleibt am Ball. Er hat die Propheten immer wieder gesandt und immer wieder gesandt und immer wieder gesandt. Aber als das Volk schlussendlich nicht hören wollte, sagt er: "Okay, dann kann ich jetzt auch nicht mehr durch Propheten reden."
[26:55] Nun, es heißt weiter in Hesekiel 7: "Unglück über Unglück kommt und eine Schreckensnachricht nach der anderen. Da werden sie vom Propheten ein Gesicht verlangen, aber die Priester haben das Gesetz verloren und die Ältesten den Rat." Gott sagt, wenn wir nicht ihm gehorchen, wenn wir nicht seinen Willen tun, dann werden wir vielleicht nach Propheten verlangen. Wir wollen sagen: "Herr, gibt es nicht irgendjemand, der uns sagt, was in der Zukunft passiert?" Aber Gott spricht dann nicht zu solchen Menschen. Sehr, sehr wichtiges Prinzip.
[27:32] In Sprüche 29, Vers 18 steht: "Wo keine Offenbarung ist, wird das Volk wild und wüst." Das ist interessant, oder? Also, die Bibel sagt, erstens, wenn das Volk Gottes das Gesetz ablehnt, sendet Gott keine Prophezeiung mehr, keine Prophetie. Und wenn er das nicht tut, wenn da keine Prophezeiung mehr ist, passiert etwas mit dem Volk. Es wird wild und wüst. Und wenn sie ein bisschen sich in der Christenheit umschauen, werden sie feststellen, dass interessanterweise in den Kirchen, in denen man gesagt hat, das Gesetz Gottes ist abgeschafft, ist geändert, braucht man nicht mehr, ans Kreuz genagelt, dass dort es auch keine Weissagung mehr gibt. Und als Folge dessen Bewegungen und Ideen, die wirklich ziemlich extrem zum Teil sind, Fuß fassen, wo dann wildes Treiben zum Teil herrscht. Es wird wild und wüst. Aber wohl dem, sagt die Bibel, der auf die Weisung achtet. Also, wenn es dort Prophetie gibt, wenn es einen Propheten gibt, dann tue ich gut daran, auch darauf zu hören. Oder wer von uns möchte gern wild und wüst sein? Also, ich hoffe nicht.
[28:54] Es heißt hier, wie beschreibt die Bibel Gottes Endzeit? Vor kurzer Wiederholung von gestern Abend. Wir haben gesagt, es gibt in Offenbarung 14, Vers 12 diese Beschreibung der Übrigen: "Hier ist das Standhafte aus seiner Heiligen. Hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren." Also, wenn Gott in der Endzeit auf die Idee kommen sollte, noch einmal einen Propheten zu schicken, dann wäre das diese Gruppe, denn diese Gruppe hält die Gebote Gottes. Diese Gruppe könnte einen Propheten akzeptieren. Wir werden gleich sehen, warum das so wichtig ist, denn ohne die Gebote Gottes kann man gar nicht entscheiden, ob ein Prophet ein wahrer Prophet ist oder nicht.
[29:38] Nun wird es in der Endzeit dann über Propheten geben. In Joel, einem unserer Lieblingsbücher hier, heißt es in Joel Kapitel 3, Vers 1: "Und nach diesem will ich meinen Geist ausgießen und zwar bei allem Fleisch. Eure Söhne und Töchter sollen weissagen." Also, wird Gott am Ende der Zeit auch noch sowohl Männer als auch Frauen für fähig halten, Prophetinnen und Propheten zu sein? Definitiv. "Eure Alten sollen Träume haben und eure Jünglinge sollen Gesichter sehen. Auch will ich zur selben Zeit über Knechte und Mägde meinen Geist ausgießen." Und dann heißt es hier: "Das Feuerzeichen geben am Himmel und auf Erden: Blut, Feuer und Rauchdampf. Die Sonne soll in Finsternis und der Mond im Blut verwandelt werden, ehe denn der große und schreckliche Tag des Herrn kommt."
[30:31] Jetzt, was ist der große und schreckliche Tag des Herrn? Die Wiederkunft Jesu. Das haben wir studiert. Wenn die Endzeitereignisse eintreffen werden und Jesus wiederkommt. Und davor, sagt die Bibel, ehe denn der große Tag kommt, wird es Zeichen am Himmel geben. Und Gott sagt, ich werde meinen Geist ausgießen und es wird Weissagung geben, es wird Prophezeiung geben. Das heißt, nach der Bibel müssen wir irgendwann kurz vor der Wiederkunft damit rechnen, dass irgendjemand irgendwo auf der Welt mindestens eine wahre Prophetie, eine wahre Weissagung bekommen hat, oder? Ansonsten wäre dieser Vers nicht wahr.
[31:08] Und Gott sagt uns auch in Amos 3, Vers 7: "Nein, Gott der Herr tut nichts, ohne dass er sein Geheimnis seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart hat." Weil Gott ist ein transparenter Gott, im Gegensatz zu vielen menschlichen Organisationen, wo man manchmal gar nicht so genau weiß, was wird hinter den Fassaden gespielt. Gott möchte, dass wir wissen, was er tut. Also, ein Grund auch, warum es Propheten gibt, ist, damit wir wissen, was kommt, damit wir wissen, wie Gott über eine Sache denkt.
[31:41] Interessant ist, dass wir oft wissen wollen: Gott, was denkst du darüber? Nicht wahr? Wir wollen eine Arbeitsstelle annehmen und sagen: "Gott, was denkst du darüber?" Wir wollen vielleicht eine Beziehung mit einer Person eingehen und fragen: "Gott, was denkst du darüber?" Wir wollen vielleicht eine bestimmte Aktivität zur Freizeitgestaltung benutzen und wir fragen Gott: "Was denkst du darüber?" Und jetzt sagt Gott: "Okay, du möchtest wissen, was ich darüber denke. Ich sende dir einen Propheten oder eine prophetische Botschaft und sage dir, was ich darüber denke." Das Problem ist oft nur, dass diese Propheten dann Dinge sagen, die uns gar nicht gefallen. Die Propheten sagen dann Dinge wie: "Dieser Partner wäre nicht richtig für dich, passt nicht mit Gottes Willen für dein Leben." Oder: "Diese Art von Arbeit ist eigentlich nicht Gottes Wille für Menschen, die so einen Glauben haben wie du." Oder: "Diese Art von Freizeitunterhaltung ist nicht geeignet für jemand, der auf die Wiederkunft Jesu wartet." Und dann sind wir böse mit den Propheten und sagen: "Ja, wie kann der nur das sagen?" Aber wir vergessen dabei, dass der Prophet, wenn er ein wahrer Prophet ist, nur das sagt, was Gott denkt. Und das Volk Israel hat das nie begriffen. Die haben zu Gott gebetet und die Propheten haben sie zersägt und gesteinigt und getötet. Jesus hat mal gesagt: "Jeder Prophet, der getötet wird, wird nicht bei den Heiden getötet. Die werden alle in Jerusalem getötet."
[33:05] Haben wir gewusst, dass es nur einen einzigen Propheten gab, da stehen vielleicht zwei, wenn wir Daniel mit einrechnen, aber einer, der explizit zu den Heiden gesandt worden ist? Wer war das? Das war Jona. Jona ist zu den Heiden gesandt worden. Alle anderen Propheten mussten immer zu den Gläubigen und dort Verordnung sorgen. Jetzt, welcher hatte den meisten Erfolg? Also, die Heiden fanden den Propheten ganz toll. Die Heiden waren begeistert und haben gesagt: "Wir müssen uns bekehren." Und die, die die Bibel schon hatten, die Gott schon viel besser kannten als die Nineviten, die haben die Propheten getötet. Also, wenn Gott zu uns spricht durch Propheten, dann müssen wir darauf gefasst sein, dass wir auch seine Meinung bekommen. Und dies machen wir anders als unsere Meinung. Und dann dürfen wir nicht auf die Propheten schießen, sondern eher unser eigenes Herz durchforschen.
[34:00] Nun, ein kleiner Blick in die prophetische Geschichte. Ein paar Beispiele hier nur, um zu illustrieren, wie Gott mit Propheten arbeitet, besonders mit Propheten, die mit Zeitprophezeiungen zu tun haben. Ich habe hier zum Beispiel mal die berühmten 400 Jahre hier angeworfen. Die 400 Jahre, wo Gott gesagt hat, in 400 Jahren, zu Abram, in 400 Jahren wirst du, werden deine Nachkommen aus Ägypten ausziehen. Was Gott oft tut, er gibt eine Zeitprophezeiung, er gibt so und so viele Jahre, an bestimmter Zeit. Und am Beginn dieser Zeitprophezeiung hat er einen Propheten, der diese Zeitprophezeiung entgegennimmt und weitergibt. War Abram ein Prophet? Die Bibel sagt explizit, er war ein Prophet. Also, Gott gibt eine Zeitprophezeiung einem Propheten, der sie in die Welt setzt und sagt: "Das ist die Zeitprophezeiung." Und dann am Ende der Zeitprophezeiung, wenn sie sich erfüllt, sendet Gott einen zweiten, einen anderen Propheten, der sagt: "Okay, und jetzt ist die Zeitprophezeiung in Erfüllung gegangen." Kann mir jemand sagen, welcher Prophet erschien am Ende der 400 Jahre, um diese Zeitprophezeiung zum Ende zu bringen? Das war der Prophet Mose, ganz genau.
[35:12] Anderes Beispiel, da haben wir hier die Prophezeiung vom ersten Kommen Jesu. Wir haben das studiert mit dem Immanuel, die 70 Wochen, die 490 Jahre. Der Prophet, der das aufgeschrieben hat, war Daniel, Daniel 9. Jetzt, welcher Prophet hat dann ein halbes Jahrtausend später gesagt: "Jetzt ist es soweit, die Zeitprophezeiung hat sich erfüllt oder wird sich jetzt erfüllen?" Welcher Prophet war das? Welchen Prophet hat Gott gesandt? Das war Johannes, der Täufer.
[35:45] Anderes Beispiel: Jeremia wurde gesagt, dass das Volk für 70 Jahre in der Gefangenschaft in Babylon sein würde. Und als die 70 Jahre vorbei waren, hat Gott einen anderen Propheten gesandt, der gesagt hat: "Also, Gott, jetzt ist die Zeit vorbei, wir müssen zurück nach Israel, zurück nach Jerusalem." Weiß jemand, welcher Prophet das war? Esra und Nehemia, ganz genau. Und dann gibt es natürlich noch andere, die eine Rolle gespielt haben. Aber die Art und Weise der Handlung Gottes ist immer die: Er gibt eine Zeitprophezeiung an einen ersten Propheten und am Ende gibt er einen zweiten Propheten, der das bestätigt oder auch mehrere.
[36:26] Und das bringt uns zur längsten und größten Zeitprophezeiung, die es in der ganzen Bibel gibt, im Buch Daniel. Wir haben sie ja schon in der ersten Woche unseres Seminars betrachtet, die 2300 Abende und Morgen aus Daniel 8, Vers 14. Auch diese Prophezeiung war dem Daniel gegeben worden. Jetzt möchte ich mal ganz kurz ein Quiz machen. Weiß jemand noch, in welchem Jahr diese Zeitprophezeiung beginnen würde? Nicht 538 sagen, denn das sind die 1260er. Das muss ja auch vor Christus sein. Welches Jahr begann die 2300er? Ich gebe einen Tipp, es ist der gleiche Zeitpunkt, wo auch die 490 Jahre angefangen haben. Es war im Jahre 457 vor Christus. Und die Zeitprophezeiung würde wann enden? In welchem Jahr? 1844. Dann würde das Gericht beginnen. Und auch das ist eine große Prophezeiung, ein wichtiges Ereignis, das es wert wäre, einen Propheten zu schicken, der sagt: "Jetzt ist diese Prophezeiung erfüllt." Und die Frage ist: Gab es zu dieser Zeit einen Propheten?
[37:57] Paulus sagt uns jedenfalls in 1. Korinther 1, Vers 6, dass das Zeugnis von Christus, also das Zeugnis Jesu in euch gefestigt worden ist, so dass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gnadengabe, während ihr die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus erwartet. Die Offenbarung Jesu Christi ist was? Wann offenbart sich Jesus Christus zu uns? Wenn wir darauf warten. Wir erwarten die Offenbarung Jesu Christi. Was ist diese Offenbarung? Die Wiederkunft. Wenn Jesus Christus offenbar werden wird. Da gibt es also Menschen, die warten auf die Wiederkunft und während sie warten, haben sie was nicht? Keinen Mangel an irgendeiner Gnadengabe. Alles das, was in der Frühchristenheit da gewesen ist, muss auch potenziell möglich sein für die Menschen, die auf die Offenbarung Jesu Christi warten.
[38:53] Aber Jesus hat uns gewarnt, dass nicht jeder, der jetzt in der Endzeit auftritt und sagt: "Oh, ich warte auf die Wiederkunft, ich bin ein Prophet", dass nicht jeder von denen unser Vertrauen gewinnt oder gewinnen sollte. Matthäus 24 heißt es: "Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden was tun? Große Zeichen und Wunder, um, wenn möglich..." Und das griechische übrigens sagt nicht, bedeutet nicht, wie das vielleicht im Deutschen klingen könnte, da es ja zum Glück nicht möglich ist, wird es nie geschehen. Es bedeutet eher, wenn einer von den Auserwählten sich so verhält, dass es möglich ist, dann wird es auch geschehen. Es betont also die tatsächliche Möglichkeit, dass es geschehen kann, wenn möglich auch die Auserwählten zu verführen. Also, Gott warnt uns, es wird falsche Propheten geben.
[39:54] Jetzt, wenn die Bibel sagt, es wird wahre Propheten geben oder einen wahren Propheten geben, und die Bibel sagt, es wird falsche Propheten geben, was muss ich jetzt wissen? Ich muss das Wahre vom Falschen unterscheiden können. Frage: Ist das eine wahre Dollarnote oder eine falsche Dollarnote? Wahr oder gefälscht? Wir sehen das Ganze nicht. Also, es könnte beides sein, oder? Ganz einfach, weil das ist eine Ein-Dollar-Note. Und wir alle wissen, es gibt wahre Ein-Dollar-Noten. Und wenn es wahre Ein-Dollar-Noten gibt, könnte es ja theoretisch auch gefälschte geben. Wie ist es mit dieser Note hier? Ist die wahr oder gefälscht? 1000 Dollar. Wahr oder gefälscht? Gefälscht. Warum? Haben Sie gewusst, dass es tatsächlich eine wahre Note ist? Es gibt theoretisch 1000-Dollar-Noten. Das Problem ist nur, die werden nicht mehr gedruckt. Die gibt es nicht mehr im Umlauf. Jetzt wird irgendjemand eine 1000-Dollar-Note fälschen. Glauben Sie? Warum nicht? Weil das niemand mehr als wahr kennt. Es ist nicht zu erwarten, dass sich irgendwo das wahre Dollarnoten gedruckt werden, also wird auch niemand das fälschen.
[41:25] An diesem Punkt mal eine Frage: Warum hat der Satan eigentlich in der Christenheit niemals falsche Lehren über die Beschneidung eingeführt? Die Beschneidung war doch eines der größten Dinge im Alten Testament, ein ganz wichtiges Kennzeichen des Volkes Gottes. Warum hat der Satan nicht angefangen, als im Mittelalter, als so viele falsche Lehren in die Kirchen eindringen, warum hat er nicht angefangen, falsche Formen von Beschneidung zu lehren? Z.B. Beschneidung der Fingerkuppe oder Beschneidung des Ohrläppchens. Wäre alles möglich denkbar gewesen, damit man besser hören kann. Warum gibt es keine Irrlehren über die Beschneidung in der Christenheit? Warum nicht? Weil es keine wahre Beschneidung in der Christenheit mehr gibt, oder? Weil Gottes Wort sagt, ab dem bestimmten Zeitpunkt braucht es keine Beschneidung mehr. Und da der Satan weiß, es gibt keine Wahrheit mehr über die Beschneidung, es gibt keine wahre Beschneidung mehr, warum soll er sich Mühe machen, falsche Beschneidungstheorien zu erfinden? Das wäre doch eine totale Zeitverschwendung, oder? Aber der Satan hat viele falsche Propheten. Warum? Weil er weiß, dass im Gegensatz zur Beschneidung und im Gegensatz zur 1000-Dollar-Note, die es mal gab, aber heute nicht mehr gibt, die wahre Prophetie, wie die 1-Dollar-Note, immer noch gegenwärtig sein kann und soll.
[42:52] Nun, das bringt uns zur einfachen Frage: Wie kann man einen wahren Propheten von einem falschen unterscheiden? Wir haben schon einige Sachen gesagt und hier noch einige der wichtigsten zusammengefasst. In 1. Thessalonicher 5, Vers 19 steht: "Den Geist dämpft nicht." Einige könnten auf die Idee kommen zu sagen: "Naja, also wenn es da falsche Propheten gibt, dann gehe ich lieber auf Nummer sicher und akzeptiere gar keine Propheten, dann bin ich auf der richtigen Seite, oder?" Nee, sind wir nicht, weil wenn wir gar keine Propheten akzeptieren, dann werden wir auch die wahren Propheten ablehnen. Und wir haben gerade gesehen, was mit denen passiert ist, die wahre Propheten ablehnen. Wir müssen auf der Hut sein, die falschen anzunehmen, aber auch auf der Hut sein, die wahren abzulehnen. Also, Paulus sagt: "Den Geist dämpft nicht, die Weissagung als solche verachtet nicht, sondern prüft alles und das Gute behaltet." Übrigens, das bedeutet nicht, dass wenn jemand sagt, ich bin Prophet, dass ich dann prüfe. Z.B. angenommen, wir leben in der Zeit von Hesekiel, ja, und der Hesekiel kommt und sagt: "Ich bin Prophet." Dann bedeutet das nicht, dass ich das Buch von Hesekiel nehme und sage: "Also, das Kapitel gefällt mir toll, da geht es um Jesus, da geht es um seine Herrlichkeit, das ist wahr. Aber das Kapitel mag ich nicht, weil da wird ja meine Sünde beschrieben, das ist bestimmt gefälscht. Also, ich prüfe jetzt alles und das, was gut ist, das nehme ich für mich an." Das ist nicht gemeint. Gemeint ist: Ich prüfe alles und wenn es gut ist, was der Hesekiel sagt, dann nehme ich das Buch Hesekiel von A bis Z an, weil wenn Gott spricht, dann macht er keine Fehler. Also, entweder ist es wahr oder es ist nicht wahr. Dazu muss ich alles prüfen und wenn es gut ist, behalte ich es und wenn es falsch ist, dann tue ich es am besten gleich entsorgen, auch wenn da manche Wahrheiten drin sein mögen, weil der Satan ja nie nur Falsches sagt. Das ist sehr wichtig, weil heute gibt es diese Einstellung gegenüber der Bibel und auch gegenüber modernen Propheten, so selbst zu entscheiden. Nein, nein.
[44:51] Es heißt hier: "Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft den Geist, ob sie aus Gott sind, denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen. Daher kennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist aus Gott." Erstes Kennzeichen: Ein wahrer Prophet wird immer auf Jesus Christus, auf den biblischen Jesus mit seinen Lehren, mit seinem Charakter und seiner Natur hinweisen. Muss Jesus Christus bekennen.
[45:18] Zweiter Punkt. Es heißt: "Zum Gesetz und zum Zeugnis. Wenn sie nicht so sprechen, gibt es für sie kein Morgenrot." Also, jeder Prophet, der von Gott kommt, wird was sagen? Was wird er sagen? Zum Gesetz. Und wenn jemand sagt: "Zum Gesetz", was möchte er dann? Wenn ich uns allen sagen würde: "Zum Gesetz", was habe ich damit ausgesagt? Zu den Zehn Geboten. Hinder. Wir müssen uns mehr damit beschäftigen. Wir müssen darüber studieren, wir müssen es annehmen. Er weist Menschen zur Bibel, er weist Menschen zum Gesetz. Das ist ein Kennzeichen eines wahren Propheten. Also, stimmt mit der Bibel und Gottes Gesetz überein und weist darauf hin.
[45:59] Noch etwas in Jeremia 28 und dort Vers 9: "Der Prophet, der Frieden weissagt, der wird am Eintreffen seines Wortes erkannt als ein Prophet, den der Herr in Wahrheit gesandt hat." Also, ein Prophet, wenn er eine Vorhersage macht, muss sie auch eintreffen. Ansonsten ist kein Prophet. Alleine genommen wäre das noch nicht ausreichend. Es gibt auch Leute, die manchmal so gut raten können. Aber im Zusammenhang mit den anderen Kennzeichen ist das sehr wichtig. Ein Prophet wird auch etwas sagen, was vielleicht zu der damaligen Zeit unbekannt ist, und es muss dann auch eintreffen. Vorhersagen treffen ein.
[46:38] Und dann in Matthäus 7, Vers 20 heißt es: "Darum werdet ihr sie an ihren Früchten erkennen." Was ist die einfachste Art zu wissen, was ein Apfelbaum ist? Äpfel pflücken. Denn ein Apfelbaum wird immer Äpfel bringen. Schon mal einen Kirschbaum gesehen, der Äpfel bringt? Wenn ich also die Früchte sehe, kann ich absolut sicher sagen, wie die Wurzel ist. Und deswegen müssen wir auch das Leben eines Propheten untersuchen, ob es der Frucht des Geistes entspricht.
[47:18] Und die Frage, die wir heute Abend natürlich morgen beantworten wollen: Gibt es eine Person in der Christenheit, die all diese Charakteristiken hat und die den Test eines echten Propheten besteht? Und die Tatsache, dass wir dieses Thema schon haben, wird Ihnen wahrscheinlich nahelegen, dass das so sein muss. Ansonsten hätten wir uns die ganze Mühe nicht gemacht.
[47:43] Wir möchten hier ein bisschen zurückgehen in die Geschichte. Ungefähr 175 Jahre zurück nach Nordamerika. Wir haben gestern darüber gesprochen, über eine Bewegung, die dort in Amerika entstanden ist, die auf die Wiederkunft hingewiesen hat. Um 1840 herum gab es diesen Mann hier, William Miller, der nach langem Studium der Bibel herausgefunden hat: Jesus kommt bald wieder. Und er die biblischen Prophezeiungen, Daniel-Offenbarungen studiert hat und wiederentdeckt hat und erneut entdeckt hat, was schon die Protestanten schon längst wussten und gelebt hatten, lange Zeit vor ihm, dass nämlich biblische Prophetie uns zum Ende bringt. Er war der Gründer der sogenannten Miller-Bewegung, die geglaubt hatte, dass 1843, 1844 Jesus wiederkommen würde, aufgrund der Zeitprophezeiung in Daniel 8, Vers 14, mit dem Missverständnis damals, als man geglaubt hatte, das wäre eine Beißerung für die Wiederkunft. Wir haben heute nicht die Zeit, alle Details anzuschauen. Wir haben eine sehr interessante Serie auf Joel Media TV, die heißt "Die Zeit des Endes", wo wir Jahr für Jahr diese gesamte Geschichte sehr ausführlich betrachten. Für jemanden, der das also noch weiter studieren möchte, der sei darauf verwiesen.
[49:03] Und in jener Zeit haben die Menschen wirklich in Amerika und auch an vielen anderen Teilen der Welt, hier in Süddeutschland gab es etliche, die daran geglaubt haben, wenn sie auch nicht direkt mit der Miller-Bewegung verbunden waren. Es gab in Europa, in Großbritannien, auf der ganzen Welt, in Südamerika, überall gab es diese Erwartung, dass Jesus bald wiederkommen würde. Man hat gebetet, es gab Erweckung, es gab Reformation, man hat die Bibel studiert. Und natürlich muss ich nicht sagen, die Wiederkunft Jesu, auf die man gewartet hat, ist ausgeblieben. Noch sind wir da. Und man hat versucht zu verstehen, was ist das Problem? Man hat dann später erkannt, Daniel 8, Vers 14 spricht gar nicht von der Wiederkunft. Und aus den Trümmern dieser Bewegung entstand dann diese Siebenten-Tags-Adventisten-Bewegung, von der wir gestern gesprochen haben.
[49:46] Und just in jener Zeit, als die Menschen so enttäuscht waren, dass ihre scheinbaren Berechnungen oder ihre Berechnungen scheinbar alle so falsch waren, da hatte ein junges Mädchen mit dem Namen Ellen Harmon im Dezember 1844 eine Vision. Sie sah dort eine Gruppe von Menschen auf einem hohen Weg, die nach Neu-Jerusalem gehen würden. Und auf ihrem Weg war ein Licht, das war dieser Mitternachtsruf: "Jesus kommt bald", die Botschaft von 1844. Und dieses Licht scheint auf dem Weg und Jesus geht voran. Es war damals eine große Ermutigung, ein großer Trost für die gerade erst entstehende Bewegung von Menschen, die wirklich an die Wiederkunft Jesu geglaubt haben und dann auch bald den Sabbat und das Gesetz Gottes erkannt haben.
[50:39] Und Ellen Harmon, die 17 Jahre alt war, die später dann geheiratet hat und heute als Ellen White bekannt war, möchten wir heute kurz vorstellen als eine Person, von der wir sehr fest überzeugt sind, dass sie den biblischen Test der Propheten besteht. Aber zunächst einmal, wer war eigentlich Ellen G. White? Sie war ein junges Mädchen, eine junge Frau, die ein sehr schweres Schicksal gehabt hat. Als sie nur wenige Jahre alt war, in der ersten, zweiten Klasse ungefähr, ist sie einmal von der Schule nach Hause gekommen. Sie hat in Portland gelebt, an der Küste Amerikas, und ist dort von einer älteren Schulkameradin beleidigt worden. Sie ist weggerannt und die ältere Schulkameradin hat sich gesagt: "Naja, so schnell kommst du mir nicht davon." Sie hat sich einen Stein aufgehoben und hat geworfen. Und just in jenem Moment, als die kleine Ellen sich umdrehen wollte, um mal zu sehen, wie weit sie sich schon entfernt haben, hat sie den Stein getroffen. Sie wäre beinahe daran gestorben und es war eigentlich fast ein Wunder Gottes, dass sie überlebt hat. Aber infolgedessen musste sie ihre Schule abbrechen. Sie hatte, wie gesagt, nur ungefähr drei Jahre Schulbildung und war so schwach, dass sie ihr ganzes Leben eigentlich mehr krank als gesund war. Ständig schwach, ständig krank, ständig in Ohnmacht gefallen. Wirklich ein Mensch, wo man sagt, da ist nicht viel Lebensqualität mehr übrig.
[52:06] Sie hat dann mit zwölf Jahren zum ersten Mal diesen William Miller gehört. Ihre ganze Familie hat sich diesem Glauben angeschlossen, dass Jesus bald wiederkommt und dass die Prophetie etwas Wichtiges uns zu sagen hat. Und hat dann, wie gesagt, als 17-Jährige durch diese eine Vision, die sie gehabt hat, zunächst einmal vielen in dieser Bewegung Kraft und Mut gegeben. Sie hat dann später einen der milleritischen Prediger geheiratet, den James White, und gemeinsam gelten sie als mit die Pioniere, die diese Endzeitbewegung Gottes ins Leben gerufen haben. Weil diese eine Vision ist nicht geblieben. Sie hat mehr als 2000 Visionen gehabt, unterschiedlicher Art und ungezählt viele Bücher geschrieben.
[52:53] Hier haben wir ein Bild von ihr, als sie schon sehr alt war. Sie hat bis 1915 gelebt im Kreise ihrer engsten Familienangehörigen. Und vor ganz kurzem, ich weiß nicht, wer das von uns überhaupt weiß, ist ein neues Bild von ihr aufgetaucht. Seit Jahrzehnten, fast seit einem Jahrhundert gibt es kaum noch neue Bilder von ihr, weil alle Bilder bekannt waren. Und jetzt vor wenigen Tagen hat jemand in einer alten Archivsammlung ein Bild von ihr gefunden, das sehr ungewöhnlich ist. Normalerweise sind diese Bilder immer sehr ernst. Die gucken im 19. Jahrhundert immer so ernst und trocken. Nicht, weil die so ernst und trocken waren, sondern weil die Fotografen das damals für schick erachtet haben. Wenn man ernst guckt, so ein bisschen wie beim biometrischen Passfoto. Und man sieht diese Bilder und man denkt sich fast: "Mensch, die waren ja freudlos." Aber man hat ein Bild jetzt entdeckt vom Ende ihres Lebens, das eben nicht offiziell gestellt war, sondern so richtig aus dem Leben gegriffen war. Und das ist dieses Bild hier. Interessant, nicht wahr? Das ist momentan in der Ellen White-Forschung eine absolute Sensation. Eine der größten Ellen White-Forscher, sagen sie, sie haben sowas noch nie gesehen. Und es zeigt sie hier auf einem Campmeeting, wo sie gerade auf dem Weg ist zu sprechen. Sie hat hier so eine Vorrichtung, wo sie dann ihre Notizen drin hat. Schade, es ist kein Farbfoto. Ich würde gerne wissen, welche Farbe der Schal hat. Und was auch bisher kaum bekannt war, sie hat wohl öfter auch Brillengläser getragen. Aber naja, nur so viel dazu.
[54:25] Was viel wichtiger ist: Erfüllt Ellen White diesen biblischen Prophetentest? Gehen wir ganz kurz durch. Sie haben gesagt, sie muss Christus bekennen. Und hier ein Zitat von ihr: Sie sagt: "Erhebt Jesus, ihr, der die Menschen lehrt. Erhebt ihn in der Predigt, im Lied, im Gebet. Alle eure Kräfte sollen darauf gerichtet sein, verwirrte, perplexen, verlorenen Seelen auf das Lamm Gottes hinzuweisen." Sie hat ein Buch geschrieben, das ich Ihnen dringend empfehlen möchte. Das heißt "Schritte zu Jesus". Im Englischen "Steps to Christ". Eines der besten Bücher, wenn ich glaube, die jemals geschrieben worden sind. Kein anderes Buch kann einen Menschen so nah an Jesus bringen, mal abgesehen von der Bibel. Sie hat ein anderes Buch geschrieben, das heißt "The Desire of Ages", das Leben Jesu, das von vielen als der größte Klassiker über das Leben Jesu betrachtet wird, aus der Bibel und mit sehr vielen interessanten Einsichten in sein Leben.
[55:17] Das heißt dann hier: Ein wahrer Prophet stimmt mit der Bibel und Gottes Gesetz überein. Nun, was hat Ellen White dazu gesagt? Sie hat gesagt: "Wahres Christentum akzeptiert das Wort Gottes, also die Bibel, als das große Schatzhaus inspirierter Wahrheit und als Test aller Inspiration." Sie sagte weiterhin: "Die Heilige Schrift soll als eine autoritative, unfehlbare Offenbarung seines Willens akzeptiert werden. Sie ist der Standard des Charakters, Offenbarer der Lehren und der Test aller Erfahrung." Das heißt, wenn ich wissen will, ob Ellen White eine Prophetin ist, muss ich ihre Aussagen nehmen und an der Bibel messen. Heute gibt es einige andere, die ebenfalls Bücher außerhalb der Bibel verbreiten und sagen: "Naja, wenn es einen Widerspruch gibt zwischen unseren Büchern und der Bibel, dann ist vielleicht die Bibel nicht ganz richtig übersetzt." Es fordert sich heraus, wenn sie einen offensichtlichen Widerspruch zwischen der Bibel und Ellen White finden, dann werde ich meinen Glauben an Ellen White aufgeben. Und das ist ihre eigene Überzeugung. Sie hat gesagt: "Entweder es ist von Gott oder es ist nicht von Gott. Aber der Maßstab ist die Bibel." Und wir haben gestern schon gelernt, die Bibel selbst ist nur das kleine Licht. Das große Licht ist wer? Jesus selbst. Die Bibel ist das kleine Licht, das auf Christus weist. Und so hat auch sie sich als kleines Licht verstanden, das ebenfalls auf Christus weist und auf die Bibel.
[56:43] Und Vorhersagen müssen eintreffen. Hat Ellen White Dinge gesagt, die zu ihrer Zeit völlig unbekannt waren, die sie nicht hätte wissen können, weder durch Studium noch sonst noch etwas? Und die Antwort ist eindeutig ja. Nur einige wenige Beispiele, die besonders eindrucksvoll sind. 1864, zu einer Zeit, als Lungenärzte gesagt haben, sie haben Probleme mit ihrer Lunge. Hier haben sie eine, wie sagt man, eine Prescription. Ein Rezept, danke schön. Ein Rezept. "Rauchen Sie ein bisschen, das wird Ihren Lungen helfen." Das hat man gemacht im 19. Jahrhundert. Gegen Lungenleiden wurden Zigaretten verschrieben. Das war der Stand der Wissenschaft. Ellen White schrieb: "Tabak ist ein Gift." Das stand in keinem Arzneibuch. Das stand in keinem wissenschaftlichen Buch über Medizin. In der Bibel stand es jetzt auch nicht so explizit. "Tabak ist ein Gift der verführerischsten und schlimmsten Art. Es ist noch gefährlicher, weil sein Effekt auf das System langsam und kaum erkennbar ist." Deswegen hatten die Wissenschaftler es nicht erkannt. Es gab keine Langzeitstudien. Naja, erst ein Jahrhundert später hat die amerikanische Herzgesellschaft entdeckt: Ja, tatsächlich, Rauchen verursacht Lungenkrebs. Gottes Geist war hundert Jahre früher schon tätig.
[57:55] Anderes Beispiel. "Menschen essen ständig Fleisch, das voller Tuberkulose und Krebserregern ist. Tuberkulose, Krebs und andere tödliche Krankheiten werden so weitergegeben." Lange Zeit hat man gesagt: "So ein Quatsch. Krebs wird nicht durch Krankheitserreger ausgelöst. Das ist ja das Hohenfug. Das ist ja unwissenschaftlich. Da sieht man nur, die hat nur drei Jahre Schulbildung, die schreibt irgendeinen Quatsch." Bis dann Dr. Randall Stanley, ein Virologe und Nobelpreisträger von der Universität von Kalifornien gesagt hat: "Ohne Einschränkungen sind Viren dafür verantwortlich, dass die meisten Krebsarten ausgelöst werden." Und plötzlich sah die Sache wieder ganz anders aus. Da war Ellen White mal wieder durch den Heiligen Geist einfach schneller als die Wissenschaft.
[58:39] 1902 warnte Ellen White, dass San Francisco und Oakland vom Herrn heim gesucht werden würden, weil sie wie Sodom und Gomorra geworden waren. Sie hat gedacht: "Naja, schauen wir mal." Was passiert ist, ist das hier: "Session of San Francisco wiped out. 100,000 people hurt. Thousands dead, injured." Tausende tot, hunderttausende verletzt. Die ganze Stadt in Ruinen. Ist exakt eingetroffen. Das sind nur ein paar Beispiele für das, was sie gesagt hat.
[59:12] Aber ein Prophet muss auch ein Leben in der Frucht des Geistes führen. Und dazu möchte ich was vorlesen hier von Paul Harvey. Paul Harvey war nie ein Adventist oder hatte auch nie wirklich was mit dieser Kirche groß zu tun. Er war Moderator des australischen Radios, Australian Radio hier. Und in einer Radiosendung hat er folgendes gesagt. Er hat eine Radiosendung über Ellen White gemacht, einfach mal, um die Bewohner von Australien darüber zu informieren. Und er hat gesagt: "Ihre Schriften sind in 148 Sprachen übersetzt worden. Mehr als Marx oder Tolstoi, mehr als Agatha Christie und mehr als William Shakespeare. Erst jetzt beginnt die Welt, ihre Empfehlungen für optimale geistliche und körperliche Gesundheit zu schätzen. Ellen White, Sie kennen sie nicht, lernen Sie sie kennen", sagt Paul Harvey im australischen Radio.
[1:00:11] Ein anderer Autor sagt: "Diese bemerkenswerte Frau, obwohl vollständige Autodidaktin, hat mehr Bücher geschrieben und in mehr Sprachen veröffentlicht als jede andere Frau in der Geschichte. Es war die schwächste der Schwachen. Als sie angefangen hat zu schreiben, konnte sie kaum ihre Hand richtig bewegen, weil sie so gezittert hat aufgrund ihrer nervlichen Situation. Diese Frau hat Bücher geschrieben und Bücher geschrieben, Manuskripte und Manuskripte. Keine Frau bis heute ist dem gleichgekommen." Und als Folge ihrer Schriften hat diese Bewegung, die Siebenten-Tags-Adventisten-Bewegung, eben nicht nur ein bisschen gepredigt, sondern sie haben ein Werk aufgezogen, das die Welt auf die Wiederkunft vorbereiten soll. Und weil Ellen White einen großen Schwerpunkt auch auf Erziehung und Gesundheit gelegt hat und tausende von Ratschlägen gegeben hat, wie man Schulen am besten gründet, wie man Krankenhäuser gründet, nach welchen Prinzipien man das aufziehen soll, hat diese Bewegung, hat diese Kirche das weltweit größte protestantische Erziehungswerk aller protestantischen Kirchen. 5.714 Kindergärten, Grundschulen, fast 2.000 weiterführende Schulen, 113 Universitäten, 46 theologische Seminare und so weiter. Es gibt nur eine Kirche, die vergleichbar viele Schulen und Seminare hat. Wissen Sie welche? Die katholische Kirche.
[1:01:31] Und ein weiterer Schwerpunkt von ihr war, wie gesagt, Gesundheit. Sie hat sehr viel über Gesundheit auch geschrieben und darüber, wie man Gesundheitsarbeit am effektivsten machen kann. Es gab Zeiten um 1900 herum, da haben sich die europäischen Könige im Battle Creek Sanitarium, im adventistischen Krankenhaus, behandeln lassen, weil es gab kein Krankenhaus auf der Welt, das so gut und so professionell gearbeitet hat um 1900. Der Dr. Kellogg, von dem Sie heute wahrscheinlich noch die Kellogg's Frosties wahrscheinlich kennen, dieses Müsli, war nicht nur der Erfinder von Cornflakes, sondern der Dr. Kellogg war einer der größten Ärzte aller Zeiten. Kein Mensch konnte so gut nähen wie er. Und heute gibt es einige Universitäten und Krankenhäuser, die aufgrund ihrer Ratschläge zu den Bedeutendsten der Welt gehören, unter anderem Loma Linda University Medical Center, gehört zu den Topzentren der Herzchirurgie in der Welt, 175 Krankenhäuser und so weiter in diese Bewegung.
[1:02:39] All das durch das Wirken einer Frau, die drei Jahre Schulbildung hatte, Jesus liebte und vom Heiligen Geist berufen worden ist, Prophetin zu sein. Man kann heute noch ihr Grab besuchen, wo sie neben ihrem Mann James White begraben ist. Und als sie gestorben ist, stand in den New York Independent, das ist eine, wie der Name schon sagt, unabhängige Zeitung in New York, 1915: "Sie zeigte keinen geistlichen Stolz und suchte keinen schmutzigen Gewinn." Heute gibt es ja viele Prediger und Propheten, die nur darauf aus sind, Geld zu machen.
[1:03:14] Vor einiger Zeit gab es einen Propheten in Amerika, der von sich gesagt hat: "Ich bin Prophet." Sein Name war Ernie Noll und er hat Prophezeiungen herausgegeben, das klang ziemlich interessant, bis dann irgendwann einige seiner Anhänger gemerkt haben: "Also, irgendwas ist da komisch. Da wird Geld gespendet für seinen Dienst und für seine Predigten. Wo bleibt denn das Geld?" Und man hat dann über E-Mails herausgefunden, man hat E-Mails nachverfolgt und hat festgestellt: Erstens, dass er Geschichten erfunden hat, dass er gelogen hat.
[1:03:45] und dass er von dem ganzen Geld, das gespendet worden ist für seine Predigtätigkeit, er sich schönen Urlaub finanziert hat mit seiner Frau. Also, wenn sie reich werden wollen, dann müssen sie in bestimmte Teile der Welt gehen, zum Beispiel Amerika. Da sind sie leichtgläubig. Sie behaupten, sie sind ein Prophet und sie werden Leute finden, die das glauben und ihnen noch Geld geben. Aber tun sie es nicht, weil Gott hat eine große Strafe für Menschen, die behaupten, dass sie Propheten sind und es nicht sind. Übrigens, dieser Mann ist aufgeflogen, hat sich dann bekehrt, hat gesagt, es tut mir leid, es war alles ein Fehler. Und als er wahrscheinlich das Geld alle war, hat er wieder eine Vision bekommen. Kein Scherz. Und es gab es andere Menschen, nicht mehr die ersten, die ihm nachgefolgt sind, andere, die ihm jetzt nachfolgen und immer noch glauben, er ist ein wahrer Prophet. Das Geld fließt wieder.
[1:04:33] Aber so war Ellen White nicht. Sie zeigte keinen geistigen Stolz, sie suchte keinen schmutzigen Gewinn. Es gibt Berichte, dass Ellen White und ihr Mann zum Teil ihr letztes Hemd gegeben haben für Leute in der Gemeinde, die lieber in der vierten Klasse gereist sind auf dem Schiff, als zu viel Geld auszugeben. Sie lebte das Leben und tat das Werk einer würdigen Prophetin, sagt diese weltliche Zeitung. Die bewundernswerteste in der amerikanischen Abfolge. Also, selbst Zeitungen, auch wenn sie vielleicht nicht wirklich das Wort Prophet in dem Sinne ganz verwenden, wie wir es in der Bibel verwenden würden, haben gesagt, also dieser Frau ist was Besonderes, sie ist so eine Art Prophetin.
[1:05:16] Die Bibel, damit wollen wir schließen, gibt uns folgenden Ratschlag: Vertraut auf den Herrn, euren Gott, so könnt ihr getrost sein und glaubt seinen Propheten, so werdet ihr was haben, Gelingen haben. Ich habe in meinem Leben erlebt, wenn ich Gottes Wort glaube und auch seiner Prophetin Beachtung schenke, dann schenkt er mir Gelingen. Wenn wir uns die Frage stellen, wie kann ich Gelingen haben auf meiner Arbeit, wie kann ich Gelingen haben in meiner Gesundheit, wie kann ich Gelingen haben in meinem geistlichen Leben, was immer wir uns vornehmen, wir wollen auch erfolgreich sein, wir wollen auch wirklich das erleben, was wir uns gewünscht haben, dann sagt Gott: Höre auf das, was ich sage in dem Wort Gottes und höre auch darauf, was ich durch meinen Geist der Prophetin gegeben habe.
[1:05:59] Und übrigens, manch einer sagt, aber mir reicht die Bibel. Wenn die Bibel dir reicht, dann musst du auch eine moderne Prophetin annehmen, denn die Bibel spricht davon. Man kann eine moderne Prophetin oder einen modernen Propheten nur ablehnen, wenn man bestimmte Teile der Bibel raus streicht. Man kann also nicht entweder oder sagen, denn die Bibel hat zu viele Verse, die deutlich zeigen, am Ende der Zeit wird es moderne Prophetinnen geben. Und übrigens, wenn Gott der Meinung ist, dass er uns einen Propheten senden muss, wer sind wir denn, dass wir sagen: Gott, das brauchst du nicht, hast du nicht nötig, wir sind doch so gut, wir verstehen auch so dein Wort. Warum hat Gott Propheten gesandt damals im Alten Testament? Weil die Israeliten so gut waren im Bibelstudieren? Nee, weil die es nicht begriffen haben. Also hat er Propheten gesandt, die gesagt haben: Geht zurück zur Bibel, Gott meint das, das und das und das. Und so macht er es heute auch.
[1:07:01] Vertraut auf den Herrn und euren Gott und glaubt seinen Propheten. Nun, niemand von uns wird gezwungen, oder Gott erwartet von niemandem von uns, dass wir einfach so aufs Blaue hinaus glauben. Wenn das heute sehr neu für sie war und sie heute auch zuschauen vielleicht und sagen: Ich habe noch nie was von Ellen White gehört. Niemand von ihnen, auch Gott schon gar nicht verlangt, dass sie heute Ellen White als Prophetin annehmen. Aber es wäre doch gut, sich einmal wirklich damit zu beschäftigen und zu fragen: Könnte es sein, dass Gott hier wirklich zu mir redet? Es gibt auch viele Fragen, die an sie gestellt werden, Gerüchte über sie. Und ich möchte sie einladen.
[1:07:29] In genau vier Wochen werden wir an dieser Stelle hier ein Seminar haben, Donnerstag, Freitag und Samstag mit einem Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Urenkel von Ellen White. Sein Name ist Justin Tarosian, ist ein junger Mann, der wird aus Amerika kommen und wird darüber sprechen, was es alles so an Gerüchten über Ellen White gibt und was die Wahrheit darüber ist. Und es gibt manche Internetseiten gegen Ellen White. Ich kann Ihnen versprechen, wenn es damals schon Internet gegeben hätte, gäbe es Internetseiten gegen Jeremia und gegen Hesekiel und gegen Jesaja, weil die alle so unpopulär wären mit ihren Botschaften. So gibt es auch Internetseiten gegen Ellen White und das Seminar beteiligt Ellen White und das Internet. Sie werden sehen, was die Wahrheit hinter manchen dieser perfiden Gerüchte sind.
[1:08:12] Am Ende mögen Sie gerne Kuchen. Stellen Sie sich vor, ich berichte Ihnen davon, wie lecker dieser Kuchen schmeckt. Ich esse ein Stück nach dem anderen und ich beschreibe Ihnen genau, wie sich das auf der Zunge anfühlt, wenn der Kuchen so zergeht und wie das riecht und wie das schmeckt und wie gut das tut und die Konsistenz. Ab welchem Zeitpunkt werden Sie wissen, dass ich die Wahrheit gesagt habe? Sie müssen selbst mal reinbeißen in den Kuchen. Nur wer reinbeißt in den Kuchen kann auch sagen, ob der Kuchen gut ist oder nicht. Und so ist es auch mit Ellen White. Um wirklich zu wissen, ob sie eine Prophetin ist oder nicht, muss man mal im übertragenen Sinne reingebissen haben. Man muss mal ein bisschen gekaut haben von dem, was sie geschrieben hat.
[1:09:02] Es gibt sehr viele Bücher. Für den Anfang empfehle ich Ihnen drei Bücher vor allem: Schritte zu Jesus, was ich gerade schon erwähnt habe. Das Leben Jesu und insbesondere dieses Buch, das vielleicht beste Buch überhaupt von ihr: Vom Schatten zum Licht oder in der alten deutschen Ausgabe der große Konflikt, der große Kampf im Englischen. Ein Buch, das die gesamte Kirchengeschichte und die Endzeit beschreibt zwischen Christus und Satan im großen Kampf. Ganz faszinierend und ganz großartig. Und da wird man sehen, dass diese Frau tatsächlich wie eine Lupe nichts Neues zur Bibel hinzufügt, sondern nur das, was in der Bibel eigentlich auch so hätte sichtbar sein können, was wir aber aufgrund unserer Weltlichkeit irgendwie gar nicht mehr sehen, einfach größer macht, sodass wir sehen: Ah, das war gemeint. So ist es. Und in diesem Sinne möchte ich Sie einladen, jeden Einzelnen von uns ihre Bücher mal wieder zur Hand zu nehmen.
[1:10:03] Vielleicht gibt es jemand, der schon lange davon überzeugt ist, dass sie eine Prophetin ist, aber in der letzten Zeit mal das ein bisschen vernachlässigt hat. Ich glaube, wenn Gott zu uns spricht und da eine ganze Reihe von Büchern entstanden sind, dann reicht es nicht nur aus, mal so ein kleines Büchlein gelesen zu haben. Dann sollte man da auch dranbleiben. Es gibt viele interessante Dinge zu lernen. Wer von uns möchte sagen: Ich möchte mich mal ein bisschen mehr mit dieser interessanten Ellen White beschäftigen und sehen, ob ich nicht etwas davon Nützliches für mein geistliches Leben bekommen kann. Das ist unser Wunsch.
[1:10:40] Wenn wir sagen, das möchte ich tun, dann wollen wir noch gemeinsam Gott danken und zu ihm beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir gelernt haben, dass du auch heute noch sprichst. Wir haben gelernt, dass du die Gabe der Weihsagung nicht abgeschafft hast, genauso wie du die anderen Geistesgaben nicht abgeschafft hast, denn der Geist ist ja nicht abgeschafft. Wir haben gesehen, es gibt heute wenig Geisterweihsagung, weil die Randbedingungen, die dazu notwendig sind, so selten erfüllt sind. Aber du sprichst immer noch, auch in diese Zeit. Und wir möchten dir Dank sagen, auch für den Dienst, den Ellen White getan hat und für die Art und Weise, wie du sie benutzt hast.
[1:11:21] Und wenn jemand heute zum ersten Mal davon gehört hat oder sich noch unsicher darüber ist, so möchten wir dich bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist Schritt für Schritt Wahrheit offenbarst, dass, wenn wir über die Wahrheit gestolpert sind, wir diese Wahrheit trotzdem auch annehmen. Wir möchten dich bitten, dass du uns Weisheit schenkst, auch dann den Propheten zuzuhören, wenn er Dinge anspricht, die wir nicht so gerne hören möchten. Lass uns nicht so sein wie die Israeliten, die die Propheten ständig getötet haben, sondern lass uns sein wie die Menschen in Ninive, die auf den Propheten gehört haben. Und wir möchten dich bitten, dass du heute, an diesem Sabbat-Tag, in einer besonderen Art und Weise zu uns sprichst und uns alle gemeinsam heute Abend zusammenbringst, wie wir die letzten und wichtigsten Themen für diese Zeit studieren werden, um zu sehen, wo wir stehen im Laufe der Weltgeschichte und welche Entscheidung wir heute zu treffen haben. Im Namen Jesu. Amen.
[1:12:23] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
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