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In diesem Vortrag von Clinton Wahlen wird die Position 1 der offiziellen Erklärung zur Frauenordination beleuchtet, wie sie dem Annual Council der GK 2014 präsentiert wurde. Der Sprecher argumentiert, dass trotz vieler Gemeinsamkeiten in Glaubensfragen eine klare biblische Grundlage gegen die Ordination von Frauen als Gemeindeleiterinnen besteht. Er stützt sich dabei auf Schöpfungsordnung, biblische Lehren und die Interpretationen von Paulus, um die Notwendigkeit der Beibehaltung der traditionellen Rollenverteilung zu untermauern.


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Serie: Frauenordination und die Einheit der Gemeinde (Symposium)

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Transkript

[0:00] Ich habe gute Nachrichten für uns heute. Es gibt weitaus mehr, das uns verbindet, als was uns trennt. Sogar wenn es das Thema der Frauenordination betrifft. Wir sind uns alle einig, dass Christus das Haupt der Gemeinde ist und dass die Gemeinde nur allein Christus gehört. Wir sind uns alle einig, dass der Missionsauftrag allen Christen gilt, Männern, Frauen und Kindern, und wir glauben, dass der Heilige Geist durch alle Gläubigen auf der ganzen Welt wirkt, um diesen Auftrag zu erfüllen. Wir sind uns alle einig, dass jeder Gläubige mindestens eine geistliche Gabe empfängt. Und diese geistlichen Gaben sind nicht geschlechtsspezifisch, sie schließen alle ein. Wir sind uns alle einig, dass alle Christen ein Teil des Priestertums aller Gläubigen sind und durch das Gebet direkten Zugang zu Gott haben. Und wir sind uns einig, dass Pastoren und Älteste nicht Priester sind. Wir sind uns alle einig, dass durch die Schöpfung für Männer und Frauen völlige Gleichberechtigung besteht, denn alle Menschen sind im Bilde Gottes erschaffen. Wir sind uns alle einig, dass wie Paulus in Galatians 3, Vers 28 sagt, dass es weder Juden noch Griechen gibt, dass es weder Jüden noch Griechen gibt, noch Sklave oder Freier, dass es weder Mann noch Frau gibt, sondern dass alle in Christus Jesus eins sind. Wir alle glauben an die Endzeitverheißung in Joel 2, in der letzten Reihe, Versen 28 und 29: „Ich will meinen Geist ausgießen über alle Menschen, und eure Söhne und Töchter werden Weiß sagen. Und auch auf Knechte und Mägde will ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen.“

[3:07] Alle diese biblischen Lehren werden durch die Position 1 bekräftigt. Dort besteht zu keinem dieser Punkte irgendein Konflikt. Zusätzlich kann man sagen, dass diese Tosk-Erklärung oder die Konsens-Erklärung über die Theologie der Ordination zeigt, dass mehr als 90 % der Teilnehmer dieses Komitees abstimmten, dass die Ordination ein biblisches Konzept ist. Wir können hier nur einige Punkte zusammenfassen. Zuallererst: Der erste Punkt, Ordination ist eine biblische Praxis, durch die Leiter, welche die biblischen Qualifikationskriterien erfüllen, für den Gemeindedienst ausgesondert werden. Zweitens: Zweiter Punkt, das Neue Testament identifiziert zwei Kategorien von ordinierten Leitern. Dazu gehören auch Älteste in der Funktion eines Aufsehers, die also mehrere Gemeinden gleichzeitig betreuen. Und die zweite Kategorie betrifft die Diakone. Dritter Punkt der Erklärung, einige Personen sollten für den weltweiten Dienst an der Gemeinde ordiniert werden. Wie ich bereits sagte, haben mehr als 90 % der Teilnehmer dieses Studienkomitees zu diesen Punkten zugestimmt und weiteren Punkten.

[5:22] Es gibt nur eine einzige Frage, wo wir keine Übereinstimmung hatten. Erlaubt die biblischen Qualifikationskriterien für einen der Gemeinde vorstehenden Prediger es, dass eine Frau für dieses Amt ordiniert wird? Wenn wir diese Frage beantworten, sollten wir nicht übersehen, dass zwei der drei Gruppen im Tosk eindeutige Beweise für ein biblisches Modell fanden, bei dem das Leitungsamt in den Händen von Männern liegt. Schaut euch zum Beispiel die Aussage an aus der Zusammenfassung von Position 3. Und das finden wir auf der Seite 100 des Tosk-Berichtes. „Wir glauben, dass es ein biblisches Modell männlicher Führerschaft in der Gemeinde gibt, das über Zeit und Kultur hinaus Gültigkeit besitzt.“

[6:56] Es gibt eine eindeutige biblische Antwort, und sie findet man in 1. Timothy. Anders als die meisten Briefe von Paulus ist 1. Timotheus nicht an eine bestimmte Gemeinde geschrieben, sondern wie der Brief an Titus ist an einen Prediger geschrieben worden. Und das Ziel ist, dass Timotheus Anweisungen gegeben sollen in Bezug auf die Gemeindeordnung. Und wir können das ersehen aus 1. Timotheus 3, Vers 15. Hier sagt Paulus: „Ich schreibe, damit, falls dich mein Kommen verzögern solltest, weißt, welches die Gemeinde des lebendigen Gottes ist, der Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit.“

[8:06] Wenn Paulus wirklich geschlechtsinkludierend, also einschließend, etwas sagen will, dann benutzt er auch eine entsprechende Wortwahl. Und in 1. Timotheus 2 benutzt er sehr häufig solche Begriffe, die beide Geschlechter einschließen. Und er benutzt dort die griechischen Worte Pas und Anthropos. In Vers 1 sagt er zum Beispiel: „Gebete sollten dargebracht werden für alle Menschen.“ Und in Vers 4: „Gott möchte, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“ Und in Vers 6: „Christus gab sich als Lösegeld für alle.“

[9:08] Paulus benutzt auch geschlechtsspezifische Begriffe, wie Männer und Frauen, um zu erklären, wie sie sich im Gottesdienst verhalten sollten. In Vers 8 von Kapitel 2 sagt er zum Beispiel: „Männer sollen die Leitung übernehmen im Gottesdienst und beim Gebet der Gemeinde.“ Und in Vers 9-12 beschreibt Paulus, dass Frauen sich züchtig kleiden sollen und nicht versuchen sollen, die Lehrautorität des Gläubigen, die für ihn als Gemeindeaufseher festgesetzt ist, an sich zu reißen.

[10:00] Paulus basiert seine Lehren hier auf 1. Mose Kapitel 1 und 2, und das werden wir gleich noch näher betrachten. In den Versen 13 und 14 sagt er, dass Adam zuerst geschaffen wurde und nicht die Frau. Adam wurde zuerst geschaffen und nicht Eva, und es war nicht Adam, der verführt wurde, sondern die Frau wurde verführt und sie hat das Gebot übertreten.

[10:53] Im nächsten Kapitel, 1. Timotheus Kapitel 3, beschreibt Paulus im Detail die Qualifikationsmerkmale für einen Gemeindebeamten. Und hier wird er noch spezifischer und benutzt Begriffe, eine Wortwahl, die für den Gemeindebeamten spezifisch sind. Also eine Wortwahl, die geschlechtsspezifisch ist, also exklusiv, wo ein bestimmtes Geschlecht ausgeschlossen wird.

[11:34] In 1. Timotheus Kapitel 3 Vers 1, Vers 1, Paulus bezieht sich in diesem Vers nicht einfach auf irgendjemand, sondern er definiert diesen Jemand, und zwar finden wir das in der Neue Amerikanische Standardbibel, die also besonders gern auch benutzt wird von den Vertretern der Position 2. „Wenn irgendein Mann nach einem Aufseherdienst trachtet, begehrt er eine vortreffliche Tätigkeit.“ Und in Vers 2 beginnt Paulus dann die Qualifikationsmerkmale aufzuzählen, die notwendig sind, wenn jemand so ein Amt haben möchte.

[12:41] In Vers 2 nun muss aber ein Aufseher untadelig sein, Mann einer Frau. Hier geht es nicht nur um eine geschlechtsspezifische Aussage, sondern es ist geschlechts-exklusiv, hier wird jemand ausgeschlossen, aus verschiedenen Gründen.

[13:06] Warum wir das hier als eine geschlechtsausschließende Formulierung ansehen, dazu gibt es mehrere Gründe. Nummer 1, es ist eine genau definierte, feststehende Bedingung, die dreimal genannt wird, einmal hier und dann in Titus 1, Vers 6 und auch noch in 1. Timotheus 3, Vers 12.

[13:45] Weibliche Helferinnen, die auch Diakoninnen genannt werden, werden in Vers 11 als eine von den Aufsehern und Diakonen separate Gruppe erwähnt. Und wenn Frauen hier von Paulus erwähnt werden, dann benutzt Paulus eine andere Liste von Qualitätskriterien. Es ist also ganz klar, dass sie nicht in diese Gruppe von Aufsehern und Diakonen gehören und mit ihnen zusammen genannt werden können. Drittens.

[14:32] Paulus benutzt die entgegengesetzte Formulierung Frau eines Mannes in 1. Timotheus 5, Vers 9 in Bezug auf Witwen. Das heißt, Paulus wusste ganz genau, wovon er hier spricht. Viertens.

[14:53] Wenn Paulus die Absicht gehabt hätte, geschlechtsneutral zu sein, dann hätte er diese beiden Formulierungen miteinander kombinieren können. Er hätte sagen können: „Der Aufseher muss der Mann einer Frau sein beziehungsweise die Frau eines Mannes.“ Aber das hat Paulus nicht getan. Fünftens.

[15:21] In 1. Timotheus 1 und 2 behandelt Paulus hier nacheinander immer kleiner werdende Gruppen. Zuerst behandelt er alle, alle Menschen. Und das ist geschlechtsinkludierende Sprache. Dann spricht er von Männern und Frauen, geschlechtsspezifische Sprache. Und schließlich in Kapitel 3 dann, wenn das Thema der Gemeinde Beamten aufkommt, spricht er über den Mann einer Frau, also geschlechtsexklusiv, ausschließende Sprache.

[16:08] Beachtet bitte, dass in 1. Timotheus 3, Vers 2 es heißt: „Ein Aufseher muss untadelig sein.“ Wenn Paulus hier sagt: „muss“, dann meint er „muss“. Das griechische Wort ist dei. Und diese Wortwahl ist im Griechischen genauso eindeutig wie im Englischen oder im Deutschen. Die Wortwahl ist genauso eindeutig wie das Gebot: „Gedenke des Sabbatages, dass du ihn heiligst.“

[16:51] Natürlich ist dieses Gebot über die Prediger, die als Aufseher fungieren, nicht ein Gebot der 10 Gebote. Aber trotzdem ist es ein Gebot. Genauso das Gebot, sich zu enthalten von unreinen Speisen, gehört nicht zu den 10 Geboten. Dennoch ist es ein Gebot. Genauso das Gebot Jesu, dass wir uns einander die Füße waschen sollten, ist ein Gebot. Oder genauso das Gebot Jesu: „Tu dies zu meinem Gedächtnis“, wenn es um das Abendmahl geht. Oder der Missionsauftrag, dass wir mal hingehen sollen und Jünger machen sollen. Keins dieser Gebote ist Teil der 10 Gebote, aber doch sind diese Anweisungen Gebote. Wir können sie nicht beliebig halten, es sind keine Optionen.

[17:59] Wenn Paulus sagt: „muss“, dann wählte er die im Griechischen stärkste Form für einen Befehl, um das auszudrücken.

[18:13] Die Tatsache, dass, um die Rollen von Männern und Frauen in der Gemeinde darzustellen, Paulus sich auf die Schöpfungsordnung beruft, zeigt zwei Dinge. Erstens, es geht hier um eine theologische Frage, nicht nur eine Frage der Praxis. Und zweitens, diese Rollen waren Gottes Ideal vor dem Sündenfall, und deswegen wird dadurch auch das Ideal Gottes für uns heute wieder gespiegelt.

[18:51] Wenn wir die Schöpfungsordnung studieren, dann sehen wir, dass Paulus und 1. Mose völlig miteinander harmonieren. Sie widersprechen sich nicht. Wir schauen uns einmal 1. Mose 1 an. In 1. Mose 1 wird die Schöpfung der ersten Menschen, die Erschaffung der ersten Menschen mit folgenden Worten beschrieben: „Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie.“ Weil sowohl Mann als auch Frau in Gottes Bild geschaffen wurden, haben sie denselben Wert.

[19:40] Die moderne Kultur möchte uns gerne weismachen, dass Gleichheit bedeutet, dass man identisch ist. Aber gleich zu sein bedeutet nicht, dass unsere Einzigartigkeit dadurch zerstört wird. Adam und Eva hatten beide die gleiche Fähigkeit, zu denken und ihren Verstand einzusetzen, und doch war ihr Körper ganz unterschiedlich und auch ihre Wesensart. Und sie wurden auch von Gott zu unterschiedlichen Zeitpunkten geschaffen und auf unterschiedliche Art und Weise geschaffen.

[20:27] Und es ist kein Geheimnis, kein Rätsel, warum Adam als erster geschaffen wurde. Gott hat ihm das primäre Leitungsamt anvertraut. In 1. Mose 2, Vers 15 gab er ihm den Auftrag, den Garten zu bewahren. Und in Versen 16 und 17 sagte er ihm, gab er ihm Anweisungen darüber, was sie essen durften und was sie meiden sollten. Und in Vers 18, in Bezug auf die Frau, wurde gesagt, dass sie dem Mann als Gehilfin gegeben wurde.

[21:23] Es ist interessant, wenn wir die Art und Weise der Erschaffung betrachten, dass Eva gemeinsam mit Adam von Gott den Auftrag ergibt, über die Erde zu herrschen. Und in 2. Mose, Vers 18 und 20, wo es über Eve als seine Hilfe spricht, wird es ganz deutlich, dass Adam sie braucht, um seine Führungsaufgabe optimal zu erfüllen. Tatsächlich ist der Höhepunkt dieser zweiten Teil der Erschaffung nicht die Erschaffung von Eva, sondern die Erschaffung der Familie. Genauso wie der Sabbat den Höhepunkt bildet des Berichts in 1. Mose 2, 1-3, ist die Erschaffung der Ehe zwischen Mann und Frau der Höhepunkt des zweiten Teils des Schaffungsberichts.

[22:53] In 1. Mose 3 wird uns der Sündenfall berichtet. Und dort sehen wir, wie die Umkehrung des Prinzips des Leitungsamtes stattfindet. Die Argumentation von Paulus in 1. Timotheus führt uns zurück auf diese Prinzipien, die bei der Schöpfungsgeschichte dargelegt wurden.

[23:27] In 1. Timotheus 2, Vers 13 sagt Paulus, Kapitel 2, Vers 13 sagt Paulus: „Denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva.“ Indem Paulus sich hier auf die Schöpfungsordnung bezieht, das erste Mann erschaffen wurde, führt Paulus uns zurück nach Eden und macht hier klar, dass die Schöpfungsordnung der Leiterschaft ein Ideal ist, was für alle Zeiten gilt.

[24:13] Während 1. Timotheus 3, Vers 2 eindeutig ist, dass ein Aufseher der Gemeinde der Mann einer Frau sein muss, dann sagen einige, wenn wir das wörtlich nehmen, dann müssen wir eben auch 1. Korinther 14 wörtlich nehmen, wo es heißt, dass Frauen in der Gemeinde schweigen sollen. Aber auch wenn wir diesen Abschnitt mit einbeziehen, können wir ganz klar sagen, dass hier, so wie wir den Text lesen, die Bedeutung auch in der Gemeinde valide ist.

[25:02] Wir wollen hier einmal einige wichtige Punkte betrachten im Zusammenhang von 1. Korinther 14. Nummer 1. Anders als die Briefe, die an Timotheus und Titus geschrieben wurden, die in verschiedenen Bereichen tätig waren, wurde der 1. Korinther Brief an eine ganz bestimmte Gemeinde geschrieben, nämlich die Gemeinde in Korinth. Der 2. Aspekt, dieser Brief wurde geschrieben, um ganz bestimmte Probleme in Korinth zu klären.

[25:53] In diesem Kapitel wird das Verhalten von drei Gruppen behandelt, die im Gottesdienst in Korinth ganz bestimmte Störungen verursachten. Und diese Störungen wurden sowohl durch Männer als auch durch Frauen verursacht. In Vers 27 und 28 wird beschrieben, dass Männer die Sprachengabe ausübten, ohne Übersetzer. Und in Versen 29 bis 33 wird beschrieben, dass die Männer ohne Ausleger weissagten. Und die dritte Gruppe in Vers 34 und 35 waren dann Frauen, die immer wieder Fragen stellten, während andere gerade redeten. Und das griechische Wort erotatos ist eine Gegenwartsform, die bedeutet, dass sie immer wieder Fragen gestellt haben. Und Paulus fordert sie deswegen auf: „Stellt eure Fragen zu Hause.“ Und Paulus sagt dann allen drei Gruppen, dass sie schweigen sollen. Und er benutzt ein sehr starkes Wort im Griechischen, Tsigako. Und das ist ein anderes Wort, als was er an einer anderen Stelle benutzt, wo er den Frauen sagt, dass sie in Stille lernen sollen. Das ist nicht so stark.

[27:49] Wir müssen uns daran erinnern, dass in 1. Korinther 14 Paulus hier nicht von einer Sabbatsschulklasse spricht, sondern es geht ihm darum, wie Christen im Gottesdienst Anständigkeit und Ordnung aufrechterhalten können, wenn sie den Gottesdienst haben.

[28:12] Wir wollen jetzt zu unserer Hauptfrage zurückkehren. Können Frauen auch als Prediger, die einer Gemeinde vorstehen, ordiniert werden? Wenn wir diese Frage beantworten wollen, müssen wir wirklich uns alle Passagen in der Bibel anschauen, die zu diesem Thema etwas zu sagen haben. Aus Zeitgründen können wir das alles nur kurz zusammenfassen.

[28:49] Während wir natürlich viele Frauen sehen, die innerhalb der Bibel wichtige Rollen gespielt haben, zum Beispiel im Alten Testament Miriam und Deborah, oder Maria, Priscilla, Phoebe oder Junia im Neuen Testament, kann man doch bestimmte Punkte hier herausstellen. Keiner Frau wurde jemals die Rolle eines Priesters im Alten Testament gegeben. Und im Neuen Testament gab es keine einzige Frau, die jemals eine Gemeinde als Aufseher, also bedient hat, oder als Apostel gedient hat.

[29:49] Jesus als das Haupt der Gemeinde Gottes hat sowohl im Alten wie im Neuen Testament es sehr deutlich gemacht, sowohl durch sein Gebot, was er gegeben hat, als auch durch seine Praxis, wer für dieses Amt ordiniert werden soll. Obwohl im Alten Testament Israel als Ganzes das Priestertum aller Gläubigen und die Leviten alle Männer in der Betrachtung und religiösen Beweisung zu führen, hat Gott das Gebot gegeben, dass Priester und Leviten, und das waren alles Männer, ausgesondert werden sollten, um Israel in der Anbetung, im Gottesdienst und in allen anderen religiösen Anweisungen führen sollten. Es gab ganz klare Qualifikationskriterien und Rituale, wie ihre Ordinierung ausgeführt werden sollte. Und diese Qualifikationsmerkmale waren nicht optional, also man konnte sich das nicht aussuchen, sondern sie waren ein Gebot.

[31:09] Und in der Neutestamentlichen Gemeinde hat Jesus zwölf Männer als Apostel ordiniert. Sie waren sozusagen seine Prediger, die die Gemeinde beaufsichtigen sollten, und sie hatten den Auftrag, dass sie auch andere Leitungspersonen aus allen Nationen, Sprachen und Völkern ordinieren sollten. Und diese Anforderungen in Bezug auf das Geschlecht waren nicht nur zeitlich begrenzt.

[31:48] Obwohl Jesus und auch Paulus betonten, dass das Evangelium natürlich offen war für alle Heiden, wurde diese Anforderung auf das Geschlecht bezogen niemals verändert. Paulus hat auch diese Schöpfungsordnung in Bezug auf das Leitungsamt verwiesen und hat gezeigt, dass sie für alle Zeiten anwendbar war.

[32:25] Paulus hat angewiesen, dass Älteste und Gemeindeleiter in jeder Gemeinde ordiniert werden sollten. Tatsächlich war das Paulus und Barnabas, so wird uns in der Apostelgeschichte gesagt. Und in Titus 1, Vers 5 gibt Paulus auch die Anweisung an Titus, dass er in jeder Stadt, so wie ich dir den Befehl gegeben habe, Älteste ernennen sollte.

[33:04] Tatsächlich ist es so, dass das Geschlecht die grundlegende Qualifizierung ist, auf der alle anderen Aspekte aufbauen. Und dies ist eine eindeutige, unmissverständliche Anforderung, wo kein Raum gelassen wird für ein Missverständnis oder eine Fehlinterpretation.

[33:35] Einige argumentieren, dass wenn Frauen in Vollzeit-Predigtdienst arbeiten können, warum sollten wir ihnen dann nicht das geben, worum sie bitten? Warum sollten wir sie nicht ordinieren? Wir können das nicht tun, aus einem ganz einfachen Grund. Es ist nicht unsere Sache, dass wir die Dinge so tun, wie wir das für richtig halten. Denn Gott hat ganz klar gesagt, dass so ein Aufseher der Mann einer Frau sein soll. Und es nicht erlaubt, dass eine Frau sich diese Autorität des Predigers anmaßt, dieses Predigers, der der Aufseher einer Gemeinde ist.

[34:32] Und die Bibel ist in diesem Punkt ganz klar und deutlich, damit es überhaupt kein Missverständnis gibt, was diese Qualifikationskriterien für die Ordination zu dem Amt des Predigers sind.

[34:50] Jetzt wollen wir uns einmal kurz Apostelgeschichte 15 ansehen, wo es um das Konzil zu Jerusalem geht. Wie ihr vielleicht wisst, haben einige jüdische Christen weiterhin an den Tempel geglaubt, an die Rituale, die durchgeführt wurden. Und einige waren der Meinung, dass die Heiden, die zum Glauben gekommen waren, damit sie errettet werden konnten, beschnitten werden mussten. Und das finden wir in Apostelgeschichte 15 Vers 1. Deswegen war es eine theologische Frage, die hier auf dem Spiel stand.

[35:40] Aber die Beschneidung wurde nicht eingerichtet im Garten Eden, so wie es der Sabbat war, oder wie es die Familie war, oder die Schöpfungsordnung des Leitungsamtes. Die Beschneidung fing an mit Abraham, dem Vater der Hebräer. Also anders als der Sabbat und die Schöpfungsordnung, das Leitungsamt der Schöpfungsordnung, die nicht geändert werden können, hängt die Beschneidung zusammen mit dem Zeremonialgesetz.

[36:33] Und genau wie das Zeremonialgesetz ist die Beschneidung ein Schatten, der in die Zukunft weist, dass es eine Zukunft gibt, eine Zukunft des Heiligen Geistes, und auf die neue Geburt, die Wiedergeburt, die symbolisiert wird durch die Taufe. Und Petrus, in seiner Rede dort vor dem Jerusalemer Konzil, sagte, dass Gott Ihnen, nämlich den Heiden, den Heiligen Geist gegeben hat, genauso wie er Ihnen uns, den Juden, gegeben hat. Und er hat keinen Unterschied gemacht zwischen Ihnen und uns, indem er Ihre Herzen durch den Glauben gereinigt hat. Das waren die Verse 8 und 9 von Apostelgeschichte 15.

[37:35] Und genau wie das Zeremonialgesetz war die Beschneidung ein Schatten auf die Dinge, die kommen sollten. Und diese Dinge endeten mit dem Tod Christi. Und zwar in dem Moment, als Gott den Vorhang zwischen dem Heiligen und dem Allerheiligsten von oben nach unten durchgerissen hat.

[38:02] Das Konzil Jerusalem hat sich alle Seiten in dieser Angelegenheit angehört. Aber weil es um eine theologische Frage ging, gründete sich ihre Entscheidung letzten Endes ausschließlich auf das Alte Testament und Gottes Offenbarung, die er Petrus in einer Vision dreimal gezeigt hat.

[38:39] Das Jerusalemer Konzil hat damals nicht zwei unterschiedliche Maßstäbe begründet, die auf der Kultur basierten. Also einen Maßstab für die jüdischen Gläubigen und einen anderen für die Heiden. Sondern die Entscheidung, die sie dort bei dem Jerusalemer Konzil trafen, war etwas, was auf alle Christen zu allen Zeiten Anwendung fand. Und zwar sowohl die Juden als auch die Heiden, die an Christus glaubten. Und das Resultat daraus war, dass eine vereinigte weltweite Gemeinde entstand. Das Jerusalemer Konzil hat nicht eine Trennung zwischen Juden und Heiden etabliert. Sondern ganz im Gegenteil.

[39:51] Sie bestätigten, dass der Tod Christi am Kreuz die Wand, die zwischen Heiden und Juden gewesen war, wie Paulus in Ephesians 2, 14 und 15 sagt. Wie Paulus in Ephesians 2, 14 und 15 sagt: „Er ist unser Friede, der aus beiden eins gemacht und die Scheidewand des Zaunes abgebrochen hat, indem er in seinem Fleisch die Feindschaft, das Gesetz der Gebote in Satzung hinweg tat, um die zwei in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen und Frieden zu stiften.“

[40:56] Mit anderen Worten, durch seine Entscheidung hat das Jerusalemer Konzil erklärt, dass es nicht mehr so etwas gab wie Juden und Heiden auf der anderen Seite. Sondern, dass alle nach denselben Gesetzen sich richten mussten. Nämlich nach den Gesetzen des Königreichs der Himmel. Als ein Volk vereinigt in Christus.

[41:22] Dieses Jerusalemer Konzil zeigt uns, dass wenn es unterschiedliche Meinungen gibt und Spannungen in der Gemeinde, wir, wenn wir Weisheit und Leitung brauchen, wir nicht uns auf unsere Kultur schauen sollten, sondern vielmehr gibt uns Gott eine Lösung, die auf der Schrift basiert und auf göttlicher Offenbarung.

[42:00] Weil die Frage, mit der wir heute konfrontiert sind, eine theologische ist und verbunden ist mit dem Prinzip der Leitungsaufgabe, die auf der Schöpfungsordnung basiert, geht es um viel mehr als um die Frage, ob eine Frau als ein Prediger, der die Leitungsaufgabe in der Gemeinde hat, ordiniert wird. Sondern die Frage ist, ob die Bibel oder unsere Kultur uns leitet, wenn es um Fragen der Schrift geht.

[42:51] Wie wir gesehen haben, ist die Heilige Schrift, sowohl das Alte als auch das Neue Testament hier sehr deutlich. Und wenn wir in unserer Treue zur Schrift in diesem Punkt hier Kompromisse eingehen, dann haben wir damit unsere einzige Basis für unsere Einheit kompromittiert.

[43:18] So sehr wir auch Unterschiedlichkeit und Vielfalt schätzen, so ist es doch die Bibel, unser bibelbasierter Glaube und unsere Lebenspraxis, die uns zusammenhält. Nicht die Vielfalt, die uns zusammenhält. Es ist diese bibelbasierte Einheit, die uns schützen wird vor den Fallen des Pluralismus.

[44:00] Unsere Zuversicht in die Einheit der Bibel kann nur aufrechterhalten werden, wenn wir weiterhin sie so interpretieren, wie die Bibel sich selbst interpretiert. Wenn wir anfangen, an unterschiedlichen Orten unterschiedliche Interpretationen zuzulassen, dann gibt es keine Barrieren mehr dazu, dass die Gemeinde anfängt, aufgrund anderer Themen aufzusplittern, nämlich wenn es um den Zehnten geht, wenn es um Kongregationalismus geht, Homosexualität und andere Fragen.

[44:52] Genauso wie in Bezug auf den Sabbat oder auf die Ehe keine Kompromisse eingegangen werden können, ohne dass man die Einheit der Gemeinde aufs Spiel setzt, genauso wenig kann das Leitungsamt, das auf der Schöpfungsordnung beruht, wie wir es in 1. Mose 1 finden und wie es durch Paulus bestätigt wird, kompromittiert werden, denn es bezieht sich auf die selbst aufopfernde Führerschaft, das Leitungsamt in der Gemeinde. Und dieses Prinzip, bei diesem Prinzip können wir keine Kompromisse eingehen, ansonsten würde irgendwann die Einheit der Gemeinde zerstört werden. Wenn wir an diesem Punkt Vielfalt zulassen, dann wird uns das spalten.

[45:56] Tatsächlich ist es so, dass in einem gewissen Grade bereits gespalten hat. Als Israel einen König forderte und damit Gott als den König, der über ihnen stand, sozusagen verwarf und auch seinen Plan, wie Leiterschaft bei ihnen aussehen sollte, wurde Israel gespalten. Und letzten Endes hat das Konzil von Jerusalem die Entscheidung Israels geführt.

[46:36] Das Konzil von Jerusalem traf seine Entscheidung auf der Grundlage göttlicher Offenbarung. Nachdem wir wirklich gründlich und tief das Konzil gegründet haben, können wir die schriftliche Basis für die Entscheidungen, die auf den Generalkonferenzsitzungen in 1990 und 1995 geschehen sind, wieder neu bekräftigen.

[47:10] Die Position 1 des Tosk-Studienkomitees empfiehlt unter Gebet und mit Respekt folgende Dinge in seinem Statement über die Zukunft, was wir dort machen sollen, an die Gemeinde der Siebenten Adventistkirche zu sagen.

[47:34] Wir sollten für die Zukunft Frauen, die Gott in die Evangeliumsverkündigung berufen hat, neu bestätigen und ermutigen, mit öffentlicher Anerkennung und ihnen eine Lizenz erteilen. Wir sollten Frauen, die Gott in die Evangeliumsverkündigung berufen hat, Ausbildungsmöglichkeiten für Frauen in der Gospelarbeit erhöhen und gerechte Behandlung in der Evangeliumsverkündigung sicherstellen, in Bezug auf den Platz, den man ihnen im Predigtdienst zuweist.

[48:32] Wir sollten zurückkehren zu der biblischen Praxis für das Amt des Ältesten in der Ortsgemeinde weltweit, nur Männer zu wählen und zu ordinieren, gleichzeitig die Möglichkeit zu schaffen, dass Frauen unter bestimmten Umständen als nicht-ordinierte Gemeindeleiter dienen können.

[49:02] Wir sollten an der biblischen Praxis festhalten, dass in der gesamten Weltkirche nur qualifizierte Männer für das Amt des Pastors oder Predigers ordiniert oder beauftragt werden und das in Harmonie mit dem Beispiel, das Christus und die Apostel und die adventistischen Pioniere uns gegeben haben.

[49:32] Wir sollten in stärkerem Maße die Entwicklung von verschiedenen Bereichen des Evangeliumsdienstes für Frauen fördern, entsprechend ihren geistlichen Gaben, einschließlich, aber nicht limitiert zu persönlichen und religiösen Gegebenheiten. Wir sollten in stärkerem Maße die Entwicklung des Evangeliumsdienstes für Frauen fördern, einschließlich, aber nicht limitiert zu persönlichen und öffentlichen Evangelisationen, Unterricht, Predigtenhalten, Dienst in Familien, Seelsorge, Missionarische Gesundheitsarbeit, Leitung von Abteilungen und so weiter.

[50:26] Möge der Herr uns segnen, wir suchen ihn in seinem Wort. Amen.


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