In dieser Cannstatt Study Hour mit Frank Schleipfenbauer geht es um Gottes missionarisches Wesen, wie es sich in der Bibel offenbart. Der Vortrag beleuchtet, wie Gott durch Jesus Christus die Menschheit zu Jüngern machen möchte und wie dieses missionarische Anliegen bereits im Alten Testament angekündigt wurde. Es wird die Bedeutung von Gottes Liebe, Gnade und dem freien Willen des Menschen für die Mission hervorgehoben und wie diese Prinzipien uns zu Zeugen für Gott machen.
Missionare in der Bibel (CSH 2015/Q3): 1. Gottes missionarisches Wesen
Frank Schleipfenbauer · Cannstatt Study Hour 2015 Q3: Missionare in der Bibel ·Themen: Bibel, Bibelstudium, MissionWeitere Aufnahmen
Serie: Cannstatt Study Hour 2015 Q3: Missionare in der Bibel
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Transkript
[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Cannstatt Study Hour. Eine neue Sabbatschulwoche liegt hinter uns und zwar eine neue Sabbatschulwoche im neuen Quartal. Ich möchte aber gerne denjenigen bitten, der seine Botschaft über uns aussenden möchte, dass er uns führt beim Verständnis, beim Studium und deswegen beten.
[0:47] Lieber Vater, wir danken dir, dass du uns versprochen hast, bei uns zu sein bis ans Ende der Tage und dass du deinen Geist schicken möchtest, der uns in alle Wahrheit führt, der uns deine Weisheit gibt, wenn wir dich ehrlich darum bitten. Das tun wir jetzt hiermit. Sei mit uns und lass uns alles so verstehen, wie du es gemeint hast und dann auch umsetzen. Danke dafür, in Jesu Namen, Amen.
[1:18] Lass uns mit dem Merkvers gleich einsteigen. Ein neues Quartal, Missionare in der Bibel und dort die erste Woche unter der Überschrift Gottes missionarisches Wesen. Die meisten von uns wissen und haben aus der Bibel verstanden und auch im Alltag oft erlebt, dass Gott durch Jesus Christus bei uns ist, der seinen Heiligen Geist gesendet hat an seiner Stelle, als er in den Himmel gefahren ist. Und so hat er auch die Heilige Schrift inspiriert durch seinen Geist. Und der Merkvers in dieser Heiligen Schrift für diese Woche steht im Jesaja Buch, Jesaja Kapitel 55, Vers 4. Dort sagt Gott: „Siehe, ich habe ihn zu einem Zeugen für Völkerschaften gesetzt, zum Fürsten und Gebieter von Völkerschaften.“
[2:17] Also Gott hat Jesus Christus damals schon angekündigt als einen Zeugen für Völkerschaften, als einen Zeugen in die Menschheit. Und ich möchte diesen Text gerne verbinden mit anderen Texten aus dem Neuen Testament, die den meisten von uns sehr geläufig sind, aber in diesem Zusammenhang vielleicht noch mal mehr Bedeutung gewinnen. Also in Jesaja noch mal: Gott hat Christus als einen Zeugen für die Menschheit gesetzt, für Völkerschaften.
[2:48] Und in Matthäus 28 in den Versen 16 bis 20 heißt es: „Die elf Jünger aber gingen nach Galiläa an den Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte. Und als sie ihn sahen, warfen sie sich vor ihm nieder, einige aber zweifelnd. Und Jesus trat zu ihnen und redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.“
[3:34] Und wir wollen weitergehen im Neuen Testament und diese beiden Verse verbinden mit Offenbarungstexten. Zunächst mal Offenbarung 14, Vers 6. Und Johannes, dem Christus persönlich diese Vision gegeben hat, schreibt: „Und ich sah einen anderen Engel hoch oben am Himmel fliegen, der das ewige Evangelium hatte, um es denen zu verkündigen, die auf der Erde ansässig sind, und jeder Nation und jedem Volk.“ Also Zeugen für Völkerschaften.
[4:16] Und wir gehen in Offenbarung 18. Nach diesem sah ich, schreibt Johannes, „einen anderen Engel aus dem Himmel herabkommen, der große Macht hatte. Und die Erde wurde von seiner Herrlichkeit erleuchtet.“
[4:32] Also angekündigt von Jesaja im Alten Testament, ein Zeuge für Völkerschaften, ein Zeuge unter der Menschheit. Und wir wissen ja, dass auch wir nicht allein sind im Universum, sondern es andere denkende Wesen gibt, die Gott geschaffen hat, die auf uns schauen. Und wir wissen auch, dass Satan und seine Engel unter uns sind. Das sagt die Bibel ganz klar. Die uns beeinflussen möchten und die uns sehr wohl beobachten, auch wie wir zu Gott stehen und was wir mit seiner Botschaft anfangen.
[5:07] Jesus hat gesagt: „Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. Darum geht ihr hin und macht zu Jüngern und tauft. Lehrt sie halten, alles, was ich euch geboten habe. Und ich werde bei euch sein bis ans Ende.“ Also wir haben hier Jesus in der Vergangenheit, Jesus in der Gegenwart, Jesus in der Zukunft.
[5:32] Und auch dazu drei Texte. Jesus in der Vergangenheit, Johannes 3, Vers 16: „Und also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit niemand verloren geht.“ Von Anfang an können wir aus der Bibel verstehen, dass dieser Plan bestand noch lange bevor der erste Mensch gesündigt hat. Und das ist Jesus als Erlöser.
[6:03] In der Gegenwart im Römerbrief, Kapitel 8, Römer 8, Vers 34, heißt es: „Wer ist der Verdamme? Christus Jesus ist es, der gestorben. Ja, noch mehr, der auferweckt, der auch zur Rechten Gottes ist und der sich auch für uns verwendet.“ Und wir könnten jetzt Hebräer 4 und andere Texte dazunehmen, dass wir froh sein können, wie Paulus das schreibt, dass wir nicht einen hohen Priester im Himmel haben, also Jesus Christus in seiner jetzigen Funktion im Himmel, die er ausübt für uns, nicht einen hohen Priester haben, der nicht mitleiden könnte für uns. Denn er hat noch viel mehr durchlebt als wir, auch wenn er selber ohne Sünde war. Er hat die Sünden aller Menschen getragen, aller Menschen aus allen Zeiten. Und er verwendet sich jetzt für uns.
[7:01] Und wenn du zweifelst, ob du noch eine Möglichkeit hast, zu Gott zu kommen, und er dich reinwäscht von deinen Sünden, dann sagt Jesus ganz klar zu dir: „Ja, sei ehrlich, bekenne.“ Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er so treu und gerecht und vergibt uns unsere Schuld und reinigt uns von jeder Ungerechtigkeit. 1. Johannes 1, Vers 9. Und wenn der Vater eigentlich sagen müsste, aus seiner Gerechtigkeit heraus, er muss für seine Sünde selbst sterben, dann steht Jesus dort und sagt: „Vater, mein Blut habe ich für ihn gegeben.“ Und er beruft sich darauf, so wie wir es vorgesehen haben. Und so werden wir Gnade und Vergebung haben und er wird mit uns den Weg der Veränderung gehen.
[7:48] In der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft. Auch dazu ein Text in 1. Thessalonicher, Kapitel 4, 1. Thessalonicher 4, Vers 16: „Denn der Herr selbst, also Jesus Christus, wird beim Befehlsruf, bei der Stimme eines Erzengels und bei dem Schall der Posaune Gottes herabkommen vom Himmel. Und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die Lebenden, die übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden, in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft.“
[8:24] Also der jetzige hohe Priester, unser Richter und Anwalt zugleich, wird als König des Lebens, als König des Universums, wozu er schon längst wieder berufen und eingesetzt ist, durch die Annahme des Vaters, durch die Annahme des Opfers am Kreuz, wird er in dieser Funktion auch wiederkommen. Er wird seine Krone wieder ergreifen, wenn jeder Mensch seine Entscheidung getroffen hat und wird die, die ihm treu folgen wollen, nach Hause holen.
[8:57] Nur wie viele Menschen wissen das heute? Ich habe erst gestern Abend ein Gespräch mit vier sehr lieben und netten Menschen gehabt, die ich vorher nicht kannte. Ja, die zur größten Kirche, die in der Menschheit bekannt ist, gehören und dort auch wieder verschiedene Richtungen haben. Und sie studieren die Bibel und nicht nur eine bestimmte Übersetzung, sondern sie studieren die Bibel von Herzen. Aber sie tun sich sehr schwer damit, die wahren Botschaften anzunehmen, weil sie die Botschaft Gottes vermischen mit Traditionen, mit Doktrinen, die absolut nicht biblisch nachweisbar sind. Und ich habe den Herrn gebeten, mir die richtigen Worte zu schenken in dieser Aufgabe, die er mir gegeben hat, so wie jedem von uns, die wir ihn kennen dürfen. Und ich habe ihn auch gebeten, dass er diese Menschen mutig macht und bereit macht, weiter zu lernen von ihm, nicht von mir, und sich zu entscheiden. Denn die Zeit ist sehr nahe, dass die Täuschung vollendet werden wird.
[10:04] So, Jesus ist als Zeuge, als erster echter Missionar in die Welt gekommen unter die Menschheit. Für wen und aus welcher Motivation? Nun, Jesus in der Vergangenheit und in Gegenwart und Zukunft muss man eigentlich sagen: „Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle das ewige Leben haben können, die sich dafür entscheiden wollen und niemand verloren gehen muss.“
[10:33] Und was sollte unsere Motivation sein? Wenn er sagt: „Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden“, also auch die Schöpferkraft, mit der er unseren Charakter und unsere Gesinnung und Einstellung und Motivationen verändert, „seid der gleichen Gesinnung wie Jesus Christus“, schreibt Paulus. Also sollten wir auch die gleiche Motivation haben. Das Evangelium, was wörtlich heißt, die gute Botschaft, den anderen Menschen zu bringen, und zwar die Wahrheit, die Freimacht von unbiblischer Beeinflussung.
[11:09] In Matthäus 24, Vers 14 haben wir die feste Zusage Gottes: „Und dieses Evangelium des Reiches, das einzige wahre Evangelium, das wir auch in Offenbarung 14 von dem Engel gehört haben und das der Engel in Offenbarung 18 zur Erleuchtung und Klarheit der gesamten Menschheit, der gesamten Erde ausruft. Dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis und dann wird das Ende kommen.“ Also auch hier wieder die Motivation der Liebe und Gnade.
[11:49] Es sind jetzt schon etwa 6.000 Jahre verstrichen, etwa 2.000 Jahre nach dem Tod und der Auferstehung Jesu und er wartet immer noch. Aber wir können an den Zeichen der Zeit erkennen, wenn wir die Bibel, das Geschichtsbuch und die wahren Nachrichten dieser Tage, und es ist schwierig genug, an sie heranzukommen, nebeneinander legen, können wir sehen, dass wir kurz vor dem Ende stehen, sehr kurz vor dem Ende. Wir brauchen die Offenbarung 13, lesen vor allen Dingen im zweiten Teil und objektive Fakten daneben legen, dann wissen wir, wo wir stehen.
[12:27] Also Jesus hat auch mit diesem Missionsbefehl und mit der Offenbarung seiner eigenen Gesinnung für die Mission offenbart oder die Fragen beantwortet, die wohl jeder Mensch, der bereit ist nachzudenken, jeder erwachsene Mensch, der bereit ist nachzudenken, wo komme ich her, wozu bin ich hier und wo gehe ich hin.
[12:55] Wer bin ich, wo komme ich her? Wir studieren in dieser Woche Texte dazu und ganz am Anfang der Heiligen Schrift, in 1. Mose 1, Verse 26 bis 28 wollen wir lesen, wo wir herkommen und gleichzeitig auch, wozu wir da sind. Und Gott sprach: „Lasst uns Menschen machen, in unserem Bild uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alle kriechenden Tiere, die auf der Erde kriechen.“ Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie. Und Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: „Seid fruchtbar und vermehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf der Erde regen.“
[13:59] Also nun wissen wir, wo wir herkommen und mit welchem Ziel wir geschaffen sind, was wir tun sollten. Gott hat sicher gewusst, was am Baum der Erkenntnis geschehen wird. Und Gott hat sicher auch gewusst, wie Adam sich entscheiden wird, aber er hat es nicht manipuliert. Aber dazu kommen wir später noch. Dass Gott ein so sehr liebender Gott ist, dass er unseren freien Willen, den er uns selber gegeben hat, respektiert. Und zwar bis ganz zuletzt.
[14:34] Aber wir wollen weitergehen. Es gibt einen Unterschied zwischen uns Menschen und den anderen Geschöpfen auf dieser Erde, den Pflanzen und den Tieren und auch der Materie und allem, was Gott sonst noch gemacht hat, bevor er die Menschen geschaffen hat. Er hat zunächst mal die Erde vorbereitet, wenn wir den Schöpfungsbericht lesen. Er hat alles gegeben, was wir Menschen brauchen, um hier zu leben und unseren Auftrag zu erfüllen. Und dabei Glück und Frieden und Liebe zu geben, Liebe zu nehmen und den wahren Frieden zu haben. Der Friede, der von Gott kommt und der höher ist als alle Vernunft.
[15:22] Wir lesen im Schöpfungsbericht: „Gott sprach und es wurde.“ Wir lesen auch an anderen Stellen in der Bibel, bei Jona zum Beispiel: „Gott sprach und es geschah“ oder „es geschah das Wort zu Jona.“ Aber Gott hat den Menschen nicht einfach durch Aussprechen seines Wortes gemacht. Er hat hier ein Zeichen gesetzt. Wir können lesen, dass Gott mit seinen eigenen Händen Erde, die er vorher geschaffen hatte, genommen hat und den Körper Adams geformt hat, bis er perfekt war, aber noch ohne Leben. Aber der Körper war perfekt. Und dann hat der gleiche Schöpfer des Universums, der mit seinen Händen persönlich diesen Körper geformt hat, seine Lippen an die Nase des Adam gesetzt und in seinen Lebensatem eingehaucht. So sagt die Heilige Schrift. Und so wurde der Mensch eine lebendige Seele, also die Einheit aus Körper und Geist von Gott geschaffen und von ihm zum Leben erweckt.
[16:37] Wie kann es noch eine engere, hier auch körperliche Verbindung geben, zwischen dem Schöpfer des Universums und dem ersten Menschen, den er persönlich mit seinen Händen und mit seinen eigenen Lippen geschaffen und zum Leben gebracht hat, mit seinem Atem? Denken wir genug darüber nach?
[16:58] Nehmen wir diesen Gedanken mit an den gleichen Schöpfer, der Mensch geworden ist durch Jesus Christus und für uns ans Kreuz gegangen ist und was er alles vorher getragen hat, in Gethsemane und auch schon vorher. Aber nicht genug. Er hat dann auch die Frau zur Vollständigkeit des Menschenbildes, des Gottesbildes im Menschen. Er hat die Frau anders geschaffen als Pflanzen und Tiere und auch anders als Adam. Er hat einen Teil Adams genommen und daraus die Frau geschaffen, auch um die Verbindung zwischen Mann und Frau, zwischen dem einen Ehemann und seiner einen Ehefrau, die göttliche Absicht dieser untrennbaren Einheit auf ewig mit Gottes Liebe verbunden, um das zu zeigen.
[17:50] Und das ist wahre Mission. Denn daran werden andere, die die Heilige Schrift und Gott, der sich dadurch offenbart, noch nicht kennen, daran werden sie ihn erkennen, indem sie uns beobachten und wie wir mit diesem Bewusstsein und dieser Liebe umgehen und uns untereinander verhalten und uns auch ihnen gegenüber verhalten.
[18:15] Nun haben wir schon angesprochen, dass Gott uns auch die Willensfreiheit gegeben hat. Ein weiterer Punkt in dieser Woche. Erster Mose, Kapitel 2, Vers 9: „Und Gott, der Herr, ließ aus dem Erdboden allerlei Bäume wachsen, begehrenswert anzusehen und gut zur Nahrung und den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.“
[18:45] Und dann wissen die meisten von uns, was anschließend ablief. Und Eva sprach zu dem ersten satanischen Medium, der Schlange, die vom Satan benutzt wurde, um ihre freie Entscheidung zu beeinflussen in eine falsche Richtung. Als er sie fragte: „Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von diesem Baum nicht essen dürft?“ Und sie rechtfertigt sich sofort. Wir können jetzt spekulieren, warum sie das so empfand. Sie rechtfertigt sich sofort und sagt: „Nein, nein, wir dürfen von allen Bäumen essen im Garten. Nur von diesem einen, das hat uns Gott verboten.“ Das heißt, wir sehen, auch wenn wir jetzt noch gar nicht im Detail weiterlesen, dass Eva und selbstverständlich auch Adam die freie Entscheidung hatten, von dieser Frucht zu nehmen oder nicht.
[19:40] Und es ging ja nicht um die Frucht. Es ging um Vertrauen. Es ging um ein Zeugnis. Denn Gott hat die Menschen auch und vor allem dazu geschaffen, dass sie ein Zeugnis abgeben, vor allen Lebewesen im Universum, sei es denen gegenüber, die treu geblieben sind zu Gott, und sei es auch denen gegenüber, die von Gott abgefallen sind, dass es für ein geschaffenes Wesen möglich ist, sich immer für den Willen Gottes zu entscheiden und ihn höher zu stellen als meine eigenen falschen Bedürfnisse, die wir heute in unserer sündhaften Natur haben. Denn seine Schöpferkraft steht uns zur Verfügung, wenn wir täglich mit ihm gehen und täglich lernen und wenn wir das vor allen Dingen glauben, dass das so sein wird.
[20:29] Aber warum das Risiko eines freien Willens? Für Gott wäre es doch viel bequemer gewesen und auch viel mehr Bestätigung, so möchte man als Mensch mit unserer Natur heute vielleicht denken, wenn er das anders gestaltet hätte. Für mich wäre es auch viel bequemer gewesen als Vater von fünf Kindern, wenn ich meine Kinder irgendwie hätte programmieren können, dass es gar nicht möglich ist, dass sie mir widersprechen oder dass sie die Entscheidung treffen, mir ungehorsam zu sein. Dass sie dadurch Unordnung in die Familie bringen, dass sie Schaden anrichten, dass sie sich selbst und anderen wehtun und dass sie sich selber vielleicht sogar, je älter sie werden, auf eine gefährliche Bahn im Leben bringen, die von Gott wegführt.
[21:24] Warum hat Gott es nicht anders gestaltet? Nun, wenn ich mir vorstelle, dass ich meinen Kindern begegne, in dem Wissen, dass sie sich gar nicht anders entscheiden können, als mir Liebe und Folgsamkeit aus Vertrauen und Liebe und Dankbarkeit entgegenzubringen, was ist das dann für mich wert? Denn unser Schöpfer hat sich so weit heruntergebeugt zu seinen Geschöpfen, als Vorbild auch, dass er uns damit seine Liebe zeigt. Er hat uns und die Welt zuerst geliebt. Anders hätten wir ihn gar nicht zurücklieben können in unserer heutigen Natur. Auch das sagt Gottes Wort.
[22:08] Und wir können diesen Punkt, je näher wir zu dem Ende der Zeit kommen und je mehr die Zeichen der Zeit fortschreiten, können wir diesen Punkt auch als Erkennungsmerkmal sehen, zwischen der einen wahren Religion, dem einen wahren christlichen Glauben, der aus der Verkündigung kommt, aus der Verkündigung des reinen Wort Gottes, so wie er es gegeben hat, und irgendwelchen anderen Glaubensideologien, Theologien und Vorstellungen auf dieser Erde, egal wo sie herkommen. Ein wesentliches Erkennungsmerkmal ist: Werden dort Entscheidungen manipuliert und erzwungen, oder ist die völlige Freiheit da, sich zu entscheiden, für was man auch möchte. Natürlich dann auch die Konsequenzen zu tragen.
[23:06] Und wenn wir heute immer mehr in dieser Welt hören, aus religiösen und auch aus politischen Richtungen, Frieden und Sicherheit für die gesamte Menschheit. Und wir sehen dann, dass schon jetzt, nicht erst in einem Jahr, sondern buchstäblich schon jetzt, seit Monaten und vielleicht auch schon seit einigen Jahren, immer mehr anschwillt: „Wir wollen eine friedliche Weltgemeinschaft.“ Und die Hauptursache für Unfrieden und Krieg in dieser Welt sind unterschiedliche religiöse Überzeugungen. Und deswegen müssen alle unter einem Frieden und unter einer Sicherheit vereinigt werden. Sei es, dass sie sich dafür entscheiden wollen oder nicht. Und dass eine Verweigerung aus dem freien Willen, dieser Gemeinschaft zu folgen, dann nichts nützt, sondern das Gefolge erzwungen wird.
[24:04] Dann sollte es, wenn wir es im Lichte der Bibel betrachten, eine klare Weisung geben. Die Führung Gottes ist niemals Diktatur oder Manipulation. Gott möchte uns durch seinen Geist führen, aber ganz nach dem Prinzip der Freiwilligkeit. Und wenn wir alleine Sprüche Kapitel 4 Vers 23 lesen: „Mehr als alles, was du hast, behüte dein Herz, dein Entscheidungszentrum, denn daraus quillt das Leben“, dann wissen wir, dass unsere Entscheidungen, die wir mit unserem freien Willen treffen, durchaus von Kriterien beeinflusst sind, die wir durch unsere Wahrnehmung und durch Genetik gebildet haben. Und das ist die Mahnung, die wir dort schon von dem Schreiber der Sprüche bekommen haben.
[24:54] Und der Feind Gottes hat erst falsche Entscheidungskriterien programmiert. Durch Anschauen werden wir verbandelt. Und dann täuscht er vor, dass ja Frieden und Sicherheit nach menschlichen Vorstellungen für die gesamte Menschheit von einer herrschenden Minderheit das einzig Erstrebsame für jeden sein müssen.
[25:19] Jesus hat eine andere Missionsmotivation und die möchte er uns weitergeben. Und ich fasse es kurz. Der Missionsbefehl von Jesus heißt für mich auch: Nimm Jesus, nimm damit dein Leben in deine eigene Hand und folge nicht einer Herde, wenn du ihren Hirten nicht kennst oder wenn du schon weißt, dass dieser Hirte auf dem falschen Weg ist. Und nimm lieber den Geist der Wahrheit in Anspruch, den Gott uns verheißen hat und die Verheißung des Sohnes, der uns wirklich frei macht.
[25:53] Und wir können dazu noch lesen, Matthäus Kapitel 15. Matthäus 15, ab Vers 13. Jesus antwortete, weil er wieder mal von Pharisäern in einer bestimmten Weise befragt worden ist: „Jede Pflanze, die mein himmlischer Vater nicht gepflanzt hat, wird ausgerissen werden. Lasst sie“, sagt er zu den Jüngern in Bezug auf die falschen Lehrer, „lasst sie, sie sind blinde Leiter der Blinden. Wenn aber ein Blinder einen Blinden leitet, so werden beide in eine Grube fallen.“
[26:37] Und auf die heutige Zeit bezogen, in dem Lichte von Offenbarung 13, zweiter Teil, wo es um das zweite Tier geht. Die Clique der Mächtigen auf dieser Erde heute sind in diesem Sinne die blinden Leiter. Denn auch sie werden nicht nur wie die Blinden, die sie führen, sondern sie selbst von Gottes Gegner, der nach dem Schöpfer selbst die höchste Intelligenz im Universum ist, gegen den wir ohne Jesus keine Chance haben, von ihm benutzt und missbraucht. Das ist der wirkliche große Kampf. Und er beginnt hier mit unserem freien Willen im Entscheidungskampf.
[27:20] Gottes Wort treu zu bleiben, weil es Gottes Wort ist. Und weil wir ihn erkannt haben als den liebenden Schöpfer. Oder uns einer anderen Richtung anzuschließen.
[27:34] Und wenn Gott in den Garten Eden kam, damals nach der ersten menschlichen Sünde, als Adam und Eva dann das Vertrauen Gottes missbraucht haben und eine andere Entscheidung getroffen haben, war sein Ruf: „Adam, wo bist du?“ Und ich habe nach vielem Nachdenken für mich zumindest auch noch eine weitere Bedeutung von diesem „Adam, wo bist du?“ verstanden. Mit dieser ersten Sünde, Verstoß gegen das Gesetz Gottes, gab es nicht mehr den Adam so, wie Gott ihn erschaffen hatte. Sondern er hatte bereits ein anderes Wesen, eine andere Natur. Und Gott wusste, dass er den Adam, den er geschaffen hatte, nicht mehr finden wird, sondern einen anderen. Aber er hat auch gleich die Verheißung mitgebracht und hat ganz klar gesagt: „Es wird einer kommen, der den, der sich in der Schlange offenbart hat, besiegen wird. Und zwar völlig und endgültig.“ Und das wird geschehen, indem er selbst durch Jesus Christus verletzt wird, am Kreuz getötet, aber zur Wiederauferstehung. Weil er nämlich vorher durch freien Willen, den er dem Vater übergeben hat, alles erfüllt hat.
[29:02] 1. Mose Kapitel 3, Verse 6 und 7. Lass uns das dazu noch lesen. 1. Mose 3, Verse 6 und 7: „Die Frau sah, dass der Baum gut zur Speise und dass er eine Lust für die Augen und dass der Baum begehrenswert war, Einsicht zu geben. Denn der Satan in der Schlange hatte ja gesagt: ‚Nein, ihr werdet nicht sterben. Das, was Gott gesagt hat, stimmt nicht. Gott möchte nur nicht, dass ihr so werdet wie er, dass ihr wisst über Gut und Böse. Gott möchte nicht, dass ihr auch Gott werdet.‘“ Eine klare Botschaft der New Age Religion, die heute sehr viel beherrscht.
[29:48] Also, dass der Baum begehrenswert war, Einsicht zu geben. Und dann kommt ein Semikolon. Und jetzt kommt der Moment der Entscheidung. „Und sie nahm von seiner Frucht und aß. Und sie gab auch ihrem Mann bei ihr und er aß.“ Jeder von ihnen hat eine eigene Entscheidung mit dem freien Willen getroffen, die sie nicht hätten treffen müssen. „Dann wurden ihre beiden Augen aufgetan und sie erkannten, dass sie nackt waren. Und sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze.“
[30:24] Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er so treu und gerecht und vergibt uns unsere Schuld. Wenn wir aber unsere Sünde zudecken, unsere Nacktheit, die durch Übertretung des Gesetzes Gottes entsteht, wenn wir sie mit Feigenblättern unzulänglich verdecken wollen, dann werden wir keine Lösung haben. Wir werden die Schuld nicht selbst los, außer wir würden selbst für unsere Sünde sterben. Aber das ist nicht das, was Gott will, weil er uns liebt. Er hat uns nichts zum Sterben gemacht. Der Sünde Sold ist der Tod, wie wir aus der Heiligen Schrift wissen.
[31:02] Und Gott hat jeden von uns gewarnt, genauso wie er Adam und Eva gemahnt hat: „Von dem Baum sollt ihr nicht essen, sonst müsst ihr sterben.“ Und das ist Evangelium, denn die Frucht bewegt sich nicht von selbst. Evangelium ist auch, den Menschen zuzurufen: Informiert euch, sucht nach der einzigen wahren Quelle von Wahrheit und lasst euch zeigen, prüft, aber lasst euch zeigen und prüft mit eurem freien Willen und mit eurem Geist selbst, ist das Wahrheit oder nicht.
[31:40] Und wir haben es ja heute vielleicht auch einfacher als noch vor 1000 Jahren oder noch weiter vorher. Wir haben heute Geschichtsbücher. Wir können heute sehen, dass Daniel 2, der Traum des Nebukadnezar, sich erfüllt hat, buchstäblich und sich weiter noch erfüllt. Wir sind ja noch nicht ganz am Ende an dem Fels, der aus dem Weltall kommt.
[32:06] Ja, es ging nicht um die Frucht, es ging um Gehorsam und Anbetung. Und das ist erste Engelsbotschaft: „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre. Betet den an, der alles gemacht hat. Und betet nicht euch selbst an und lasst euch nicht anbeten. Und lasst euch auch nicht motivieren, selbst wie Gott zu werden.“ Wir sind ein Bild Gottes durch seine Kraft dahin wieder zurück verändert, wenn wir das mit uns tun lassen. Aber wir sind nicht Gott. Aus einem Geschöpf wird kein Schöpfer.
[32:41] Die Botschaft des Evangeliums geht aber tiefer. Und wenn wir dazu Johannes 17 aufschlagen. Johannes 17, Vers 3, wo wir ganz klar gesagt bekommen, weil Gott es offenbart hat, was das ewige Leben ist: „Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“
[33:15] Indem wir nicht nur das Wort intellektuell verkünden, kognitiv das weitergeben, was die Schrift wirklich sagt, sondern indem Menschen an uns beobachten, dass das Wortstudium im Glauben, also das Aufnehmen des Leibes und des Blutes Christi in uns, unter Gebet und im Glauben, uns verändert durch seine Schöpferkraft. Indem Menschen mir sagen: „Wenn ich daran denke, wie du vor 20 Jahren mit bestimmten Situationen umgegangen bist und das heute sehe, das kann ich nicht verstehen.“ Oder vielleicht auch nur innerhalb von ein oder zwei Jahren. Ich denke, einigen von euch ist es schon so gegangen. Indem Menschen nicht verstehen können, wie wir Geduld haben können, wo alle anderen schon längst zurückgeschlagen hätten. Wo wir friedlich und hilfsbereit bleiben, weil wir das gerne tun und weil wir dem anderen zu geneigt sind, auch wenn er schlecht mit uns umgeht. Weil wir wissen, warum er sich so schlecht verhält und von wem diese Gesinnung kommt.
[34:25] Dann werden sie erkennen, was das ewige Leben ist. Nämlich die innigste Gemeinschaft mit Gott, wenn wir ihn durch das Erkennen von Jesus Christus ganz aufnehmen.
[34:38] Und dazu Offenbarung 12, Vers 11. Und das ist das zentrale Thema dieser Woche. Also das ist das ewige Leben, dass wir ihn, den einzig wahren Gott, und den, den er gesandt hat, Jesus Christus erkennen. Und dazu Offenbarung 12, Vers 11: „Und sie haben ihn überwunden, also die, die ihm bis zuletzt treu bleiben, haben ihn überwunden wegen des Blutes des Lammes und wegen des Wortes ihres Zeugnisses. Und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tod.“
[35:13] „Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden, darum geht ihr hin.“ Und sie haben ihr Leben nicht geliebt, weil sie die Macht zu Jüngern und taufet. Ein Engel, ein symbolischer Engel, dessen Aufgabe wir übernehmen sollten, das ewige Evangelium der Liebe und Erlösung und des ewigen Lebens, den Menschen zu verkünden, die es bisher noch nicht kennen oder die ein falsches Bild davon bekommen haben, durch wen und wodurch auch immer. Und dass sie als Zeugnis zu dem, was sie wissentlich lernen können, unsere Wesensänderung, auch wie wir miteinander und mit ihnen umgehen, erleben, was nur durch Gottes Schöpferkraft möglich ist und von niemand sonst, schon gar nicht aus sich selbst heraus geschaffen werden kann.
[35:59] Und ich möchte schließen mit einer kurzen, aber großen Motivation von Jesus persönlich. In Johannes Kapitel 16, Vers 33: „Und wir sollten diese Motivation und diese Stärkung, diese Bestätigung, sollten wir so oft wie möglich lesen und auch unter Gebet, damit wir es annehmen und damit uns, wenn wir mit unserem freien Willen Entscheidungen treffen, aber auch von Emotionen, Gefühlen und Ängsten gesteuert werden möchten, dass wir dann treu zu Gott bleiben.“
[36:45] Jesus sagt, nachdem er beschrieben hat, was alles geschehen wird: „Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt.“ Bevor wir weiterlesen, an anderer Stelle sagt er: „Ich gebe euch meinen Frieden, nicht den Frieden, wie ihn euch die Welt gibt, nicht Peace and Security“, das vielleicht am häufigsten wiederholte Motivationswort der Politik seit ein, zwei, drei Jahren. „Peace and Security, Frieden und Sicherheit, nicht wie die Welt, sondern meinen Frieden gebe ich euch.“
[37:28] Und Vers 33 geht weiter: „In der Welt habt ihr Angst, in der Welt habt ihr Bedrängnis, aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden.“ Und als Jesus sich Gethsemane näherte, zusammen mit den Jüngern, da haben sie festgestellt, dass er sich stark veränderte und er hat die Sündenlast der gesamten Menschheit auf sich getragen, sogar so weit, dass sein Schweiß zu Blut wurde. Und das ist für uns völlig unvorstellbar, auch nur im Ansatz, wie er sich dort wirklich gefühlt hat. Aber dadurch hat er die Welt überwunden, indem er in Liebe vergeben hat und sich selbst da hingegeben hat, in einem vollen Vertrauen zum Vater, dass er ihn wieder erhöhen wird.
[38:20] Und der gleiche Jesus hat gesagt: „Wenn ich einst von der Erde erhöht bin, und das war er besonders am Kreuz, dann will ich alle zu mir ziehen.“ Und das ist die gute Nachricht, die Botschaft, die wir durch Wort und Tat und des gemeinsamen Lebens und Miteinander mit möglichst vielen Menschen bezeugen sollen. „In der Welt habt ihr Angst, aber ich habe die Welt überwunden, seid guten Mutes.“ Amen.
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