[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Herzlich willkommen auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries. Schön, dass ihr eingeschaltet habt zu einer ganz besonderen Folge in unserem Thema, wo wir über die Missionare der Bibel sprechen wollen. Ein Thema, auf das ich mich sehr gefreut habe, denn es geht ganz besonders um eines meiner Lieblingsbücher, das Buch Daniel. Und wir wollen es in einem besonderen Blickwinkel betrachten, dabei einige bekannte Dinge vertiefen, neue Dinge lernen und ich hoffe, ihr seid schon gespannt auf das, was wir aus Gottes Wort gemeinsam herausfinden können.
[0:56] Wir wollen uns damit vorbereiten auf das Bibelgespräch am 1. August. Unser Thema: Exilanten als Missionare. Und der Schwerpunkt wird sein: Daniel und seine Freunde als Beispiel für Missionare im Exil. Und bevor wir beginnen, möchte ich euch einladen, dass wir gemeinsam ein Gebet sprechen. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für dein Wort und für die Aufgabe, die du uns gibst, einer sterbenden Welt das ewige Evangelium zu verkündigen. Und wenn wir jetzt in das Alte Testament schauen auf Daniel und seine Freunde, dann bitte gib, dass wir verstehen, wie wir aus ihrem Leben und aus ihrem Zeugnis Lektionen lernen können, die wir übertragen können in unsere Zeit, in der auch wir aufgerufen sind, umgeben von Babylon ein Zeugnis zu geben von deiner rettenden Kraft und deiner Macht und deiner Gnade. Sei jetzt bei uns und wirke du mit deinem Heiligen Geist in unserem Herzen, während wir dein Wort lesen. Nach deiner Verheißung im Namen Jesu beten wir dies. Amen.
[2:00] Was war Gottes Plan mit dem Volk Israel? In Jesaja 60 und dort ab Vers 1 macht Gott sehr deutlich, was sein Plan gewesen ist. Jesaja 60 und dort Vers 1, dort heißt es zu dem Volk Israel: „Mache dich auf, wehre dich, denn dein Licht kommt und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir.“ Letzte Woche haben wir über Jona studiert, dem auch der Auftrag gegeben worden war: „Mache dich auf.“ Und wir haben festgestellt, dass Jona diesen Auftrag zunächst einmal gar nicht ausführen wollte. Und wir haben auch gelernt, dass Jona mit seiner Lebensgeschichte sozusagen eine Art Typos ist auf die ganze Erfahrung, den ganzen geschichtlichen Ablauf des Volkes Israel.
[2:53] Dem Volk Israel war der Auftrag gegeben: „Mache dich auf, wehre dich, denn die Herrlichkeit des Herrn ist über dir aufgegangen.“ Vers 2: „Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und tief ist dunkel die Völker, aber über dir geht auf der Herr und seine Herrlichkeit erscheint über dir.“ Und jetzt kommt es: „Heidenvölker werden zu deinem Licht kommen und Könige zu dem Glanz, der über dir aufgeht.“ Gottes Plan war es, dass wenn die Herrlichkeit Gottes, sein Charakter im Leben des Volkes Israels sichtbar wird, wenn sie nach der Bibel, nach dem Gesetz Gottes, nach dem Geist der Weisheit leben, der ja schon damals durch die Propheten anwesend war, dass andere Völker, die Völker um Israel herum, solch ein Interesse bekommen würden, dass sie zu Israel kommen würden. Es heißt hier in Vers 5: „Wenn du dich siehst, wirst du vor Freude strahlen und dein Herz wird klopfen und weit werden.“ Gott wollte dem Volk Israel eine ungeheure Freude schenken, wenn die Hethiter und die Babylonier und die Assyrer und die Aramäer und die Ägypter und die Phönizier und wer dort alles um sie herum wohnte, die Moabiter und die Ammoniter und die Edomiter, wenn sie im Leben des Volkes Israel Christus hätten erkennen können und dann sich zu Gott gewandt hätten.
[4:07] Gottes Plan war es, dass in Israel, in Jerusalem, am Tempel, die Wahrheit der Liebe und Gnade Gottes gepredigt werden würde, dass das Gesetz in seiner unfassbaren Gerechtigkeit und Güte deutlich wird. In Jesaja 2 und dort Vers 3 ist diese Vision ebenfalls vom Propheten Jesaja festgehalten: „Ja, es wird geschehen, und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinaufziehen zum Berg des Herrn, zum Haus des Gottes Jakobs, damit er uns belehre über seine Wege und wir auf seinen Pfaden wandeln, denn von Zion wird das Gesetz ausgehen und das Wort des Herrn von Jerusalem.“ Wenn das Wort Gottes im Mittelpunkt des Volkes Israel gestanden hätte, dann wären die Heiden gekommen, um Gott kennenzulernen, um über seine Wege belehrt zu werden.
[4:59] Gottes Plan der Mission war so angelegt, dass das Volk Israel mitten im Zentrum des Nahen Ostens, dort, wo die Handelswege von Ägypten ins Zweistromland gingen und vorwärts und durchwärts, die Seevölker zum Westen, die Araber, die Nomaden im Osten, es war ein Verkehrsknotenpunkt globaler Natur und viele, viele Völker hätten das Evangelium kennenlernen können durch die Treue und Christus-Ähnlichkeit der Israeliten. Doch wenn wir das Alte Testament studieren, stellen wir fest, dass erstens die Israeliten eine ganz andere Sorge hatten. Sie hatten immer die Sorge: Wie können wir möglichst heidnisch sein? Wie können wir möglichst viele der Riten und der Gottesdienstformen und der religiösen Ideen der Heiden in unsere eigene Religion einbringen und einflechten? Und ihre einzige Sorge war: Wie können wir so ähnlich wie möglich sein zu den anderen umliegenden Völkern? Und wenn doch einmal dann heidnische Abgesandte speziell nach Israel kamen, weil sie gehört hatten, dass dort der Gott Israel etwas Großes getan hatte, dann wurde auch diese Gelegenheit auch noch vertan.
[6:13] Ein berühmtes Beispiel davon findet sich in 2. Könige Kapitel 20 im Zusammenhang mit der Geschichte von Hiskias Genesung, also Krankheit und Genesung, als er darum gebeten hatte, dass Gott ihm noch ein paar Jahre gewährt, als er eigentlich schon sterbenskrank war und Gott in seiner Gnade ihn eigentlich sterben lassen wollte, wissend, dass wenn er weiterlebt, ein Sohn namens Manasse geboren worden wäre. Und Gott hat ihn dann doch auf seinen Drängen hin gesund werden lassen, mit all den Konsequenzen, die das hatte, um zu zeigen, dass es manchmal besser ist, gleich Gott zu vertrauen, statt Dinge zu erbeten, die scheinbar gut für uns sind, aber am Ende viel mehr negative Konsequenzen nach sich ziehen.
[6:58] 2. Könige 20 und dort ab Vers 12, da wird uns gesagt: „Zu jener Zeit sandte Berodach-Baladan, der Sohn Baladans, der König von Babel, einen Brief und Geschenke an Hiskia, denn er hatte gehört, dass Hiskia krank gewesen war.“ Die Möglichkeit war jetzt für Hiskia, zu erzählen, wie Gott im Himmel ihn geheilt hatte, was für eine großartige Befreiung sie vor kurzem erst erlebt hatten, durch den Gott des Himmels, von der Macht der Assyrer, die ja übrigens auch Herrschaft ausübten über die Babylonier. Hiskia hätte erzählen können von den Botschaften der Propheten, hätte ihn hinweisen können auf die wunderbaren Evangeliumsbotschaften, die Jesaja zu seiner Zeit gerade predigte, auf das Gesetz Gottes, die wunderbaren Schriften der fünf Bücher Mose. Aber als Jesaja zum König kommt, nachdem die Gesandtschaft ihn besucht hat und fragt im Vers 14: „Was haben diese Männer gesagt und woher sind sie zu dir gekommen?“, da heißt es: „Und Hiskia antwortete: Sie sind aus einem fernen Land zu mir gekommen, aus Babel.“ Er aber fragte: „Was haben sie in deinem Haus gesehen?“ Und Hiskia antwortete: „Sie haben alles gesehen, was in meinem Haus ist, es gibt nichts in meinen Schatzkammern, was ich ihnen nicht gezeigt hätte.“
[8:12] Statt ihnen den Schatz, den ewigen Schatz des Evangeliums zu zeigen, zeigt er ihnen den vergänglichen Schatz von Gold und Silber. Vers 16: „Da sprach Jesaja zu Hiskia: Höre das Wort des Herrn! Siehe, es kommt die Zeit, da alles, was in deinem Haus ist und was deine Väter bis zu diesem Tag gesammelt haben, nach Babel weggebracht werden wird, es wird nichts übrig bleiben.“ Sprich daher, Vers 18: „Und von deinen Söhnen, die von dir abstammen werden, die du zeugen wirst, wird man welche nehmen und sie werden Kämmerer sein im Palast des Königs von Babel.“ Wenn du, Hiskia, das Evangelium nicht predigen willst, es wird eine Zeit kommen, da werden deine Nachkommen in Babel sein, als Kämmerer, als Diener am Hof, um dort ein Zeugnis zu sein.
[9:00] All die Schätze, die Hiskia für wichtig achtete, waren irgendwann alle in Babel. Und das ist der Hintergrund, der größere Hintergrund für das Buch Daniel, wo Daniel und seine Freunde, Nachfahren der königlichen Linie, in direkter Erfüllung dieser Prophezeiung von Jesaja, an den Königshof von Babel kommen, als Nebukadnezar, der Kronprinz und dann König von Babel, im Zuge seiner Eroberung des Nahen Ostens, kurz nach der Schlacht von Karkemisch 605 vor Christus, in Jerusalem kommt, nachdem die Ägypter sich zurückgezogen haben und den ersten Angriff auf Jerusalem startet und dort die Elite mit nach Babel gefangen führt.
[9:54] Daniel Kapitel 1, Vers 1 bis 3: „Im dritten Jahr der Regierung Joachims, des Königs von Juda, kam Nebukadnezar, der König von Babel, nach Jerusalem und belagerte es. Und der Herr gab Joachim, den König von Juda, in seine Hand auch einen Teil der Geräte des Hauses Gottes. Dieser führte hinweg in das Land Sinear, ein Hinweis auf den Turmbau zu Babel, wo das gleiche Wort verwendet wird in 1. Mose 11, in das Haus seines Gottes und er brachte die Geräte in die Schatzkammer seines Gottes.“
[10:22] Die Prophezeiung von Jesaja hatte sich erfüllt, und jetzt kamen die Israeliten zu den Heiden. Sie hatten sich geweigert, Gottes Wort auszuleben, sodass die Heiden zu den Israeliten kommen würden. Jetzt wurden sie zu den Heiden gebracht, erst in dieser ersten Welle, dann ein zweites Mal und dann ein drittes Mal, bis 587 bis 586 vor Christus Jerusalem vollkommen zerstört war. Und unter diesen Israeliten, die nach Babylon gebracht worden sind, von denen übrigens viele sich dann auch gleich im babylonischen Lebensstil assimiliert hatten, gab es doch einige Missionare, die als Missionare im Exil für uns größte Bedeutung haben als Vorbilder.
[11:10] In Daniel 1, Vers 6 heißt es: „Ihnen, unter ihnen befanden sich von den Söhnen Judas Daniel, Hananja, Mischaël und Asarja.“ Und diese jungen Männer waren, wie wir sehen werden, große Missionare, von denen wir so viel lernen können und jetzt auch lernen wollen.
[11:28] Daniel allein war schon zu Lebzeiten im Volk Gottes sprichwörtlich berühmt. Wenn wir den zeitgenössischen Hesekiel anschauen, der zur selben Zeit in Babylon gefangen war, gelebt hat und im Zuge der zweiten Gefangennahmewelle dann gefangen genommen worden ist, in Hesekiel 14 und dort Vers 14, Hesekiel 14 und dort Vers 14 heißt es: „Und es wären die drei Männer Noah, Daniel und Hiob darin, so würden diese durch ihre Gerechtigkeit nur ihre eigene Seele retten, spricht Gott, der Herr.“
[12:07] Daniel wurde schon zu Lebzeiten und noch zu einem Zeitpunkt, dass diese Kapitel hier in Hesekiel sind, er noch am Anfang und in der ersten Hälfte des Lebens von Daniel geschrieben, also schon in relativ jungen Jahren wurde er seines Charakters wegen verglichen mit Hiob und mit Noah, mit zwei Leuten, von denen die Bibel etwas außergewöhnlich sagt, dass sie gerecht vor Gott waren und zwar untadelig. Daniel hatte die von Gott gegebene Gerechtigkeit angenommen, sie schien aus ihm heraus.
[12:43] Das war die Grundlage seines missionarischen Erfolges, deren Methoden wir jetzt gleich studieren wollen. Aber halten wir fest, als allererstes: Daniel und seine drei Freunde hatten als Fundament ihres missionarischen Erfolges eine Erfahrung mit Gott, eine Erfahrung mit ihrem Erlöser, eine Erfahrung mit der Gerechtigkeit Christi. Das machte sie zu leuchtenden Missionaren mitten im dunklen und finsteren Babylon.
[13:10] Natürlich hat Babylon versucht, ihnen eine neue Identität aufzudrücken. In Vers 7 heißt es: „Diesen gab der oberste Kämmerer andere Namen.“ Und zwar nannte er Daniel: Beltsazar, Hananja: Schadrach, Mischaël: Meschach und Asarja: Abed-Nego. Die hebräischen Namen drücken alle Gedanken aus, die auf das Evangelium weisen. Daniel zum Beispiel heißt: „Gott ist mein Richter.“ Oder Hananja heißt: „Gott ist gnädig.“ Und so weiter und so fort. Aber diese neun babylonischen Namen sind Namen, die jetzt zu Ehren der babylonischen Götter ausgewählt worden sind, zum Beispiel des Gottes Bel oder auch Nabu oder wie diese verschiedenen Namen dann jeweils ausgesprochen worden sind.
[14:01] Der entscheidende Punkt ist der, dass äußerlich eine neue Identität aufgedrückt worden ist und ein Name ist sehr identitätsstiftend. Doch interessant ist, dass ihr gesamtes Leben hindurch, obwohl sie vielleicht einen Namensschild hatten, wo stand Beltsazar, vielleicht stand auf ihrem Spind Beltsazar, auf ihren Akten stand Beltsazar, vielleicht mussten sie sogar mit Beltsazar unterschreiben und mit Abed-Nego und mit Schadrach und mit Meschach, aber Fakt ist: Sie blieben im Herzen immer Daniel, Hananja, Mischaël und Asarja.
[14:33] Woher wissen wir das? Viele, viele Jahrzehnte später, als das babylonische Weltreich, wie ich dem Ende neigte, nur noch eine Nacht zu leben hatte, da lesen wir in Daniel Kapitel 5 und dort Vers 12: „Ganz allein deshalb, weil bei ihm ein vortrefflicher Geist, Verstand und Scharfsinn gefunden wurde zur Deutung von Träumen, zur Erklärung von Rätseln und zur Auflösung von Knoten, nämlich bei Daniel, dem der König den Namen Beltsazar gab, so lasse man nun Daniel rufen, der wird dir die Deutung sagen.“ Jahrzehnte später wussten noch die Babylonier, dass dieser Mann eigentlich Daniel hieß und nicht Beltsazar. Man wusste, dass ihm der Name Beltsazar gegeben worden ist, aber man konnte seine Identität nicht ändern. Und Daniel hat nicht protestiert, der hat nicht gesagt: „Ich weise diesen anderen Namen von mir.“ Er hat ihn getragen, denn er wusste: Ich bin Daniel.
[15:31] Noch etwas hat versucht Babylon, ihm aufzudrücken. In Daniel Kapitel 1 und dort Vers 4 lesen wir in Daniel 1 und dort Vers 4, dass diese Männer an die babylonische Universität gebracht worden sind: „Junge Männer ohne Makel, schön von Gestalt und klug in aller Weisheit, einsichtsvoll und des Wissens kundig, die tüchtig wären im Palast des Königs zu dienen und dass man sie in der Schrift und Sprache der Chaldäer unterweise.“ Sie sollten die Sprache des Wissens der Babylonier aufnehmen. Und auch hier hat Daniel nicht protestiert. Und ohne Frage dürfen wir annehmen, dass er den ganzen Unsinn der Astrologie und der Götterkunde nicht mal abgelehnt hat, aber trotzdem hat er sich für die Astronomie und die Mathematik und die Geografie und die Rechtschreibung der babylonischen Keilschriftzeichen, für all das hat er sich interessiert. Er hat das alles mitstudiert an der Universität von Babylon.
[16:44] Und noch etwas sollte geändert werden in seinem Leben. Vers 5: „Diesen bestimmte der König den täglichen Unterhalt von der feinen Speise des Königs und von dem Wein, den er selbst trank, und ordnete an, dass man sie drei Jahre lang erziehen sollte und dass sie danach dem König dienen sollten.“ Neue Identität, neuer Name, Unterricht an einer Hochschule Babylons und ein Lebensstil, der babylonisch war. Und hier ist die interessante Sache. Vers 8: „Daniel aber nahm sich in seinem Herzen vor, sich nicht mit der feinen Speise des Königs und mit dem Wein, den er trank, zu verunreinigen.“
[17:15] Ein neuer Name, kein Problem. Ich kann auch unter einem anderen Namen Mission machen. Babylonische Universität mit Bibelkenntnis und mit einer festen Beziehung zu Jesus werde ich das überleben. Ich kann an eine Universität gehen, an der nicht Gottes Geist die oberste Prämisse ist unter den Lehrern, und ich werde dort Missionen machen können. Aber babylonische Lebensmittel, unreine Dinge, ungesunde Lebensstile, da kann ich nicht mitmachen. Ein von Gott beauftragter Missionar kann einen neuen Namen annehmen, auch wenn er aufgezwungen ist. Er kann auch auf irgendeiner Universität als quasi Waldenser-Student, so wie die Waldenser im Mittelalter, im Untergrund missionieren. Aber er kann es sich nicht leisten, einen Lebensstil anzunehmen, der gegen Gottes Gebote ist und gegen Gottes Ratschläge.
[18:13] So nahm er sich vor, nichts Unreines und nichts Ungesundes zu essen. Er entscheidet sich bewusst für Treue und Gesundheit. Vers 8: „Er bat sich vor dem obersten Kämmerer, dass er sich nicht verunreinigen müsse.“ Und das Interessante ist, dass Gott ihn in diesem Vorhaben segnet. Vers 9: „Gott gab Daniel Gnade und Barmherzigkeit vor dem obersten Kämmerer.“ Daniel wusste: Wenn er seinen Teil macht, wenn er treu ist im Herzen, dann wird Gott durch seine Mittel, die er zur Verfügung hat, durch seinen Heiligen Geist, durch die Engel, an anderen Menschen wirken, um ihm den Weg zu bahnen.
[18:55] Interessant ist, wie Daniel das Ganze angefangen hat. Er hat sich nicht hingestellt und gesagt: „Du, oberster Kämmerer, bist in Babylonien und du solltest wissen, dass alles tot ungesund ist und dass man sowas nicht essen darf und hier 3. Mose sagt so und so.“ Nein, Daniel hatte einen taktvollen Umgang in der Mission. Vers 12: „Versuche es doch zehn Tage lang mit deinen Knechten, dass man uns Seroim zu essen und Wasser zu trinken gibt.“ In eurer Bibel steht wahrscheinlich Gemüse, in meiner auch, aber das Wort hier ist Seroim und meint nicht nur Gemüse, sondern Obst und Nüsse und Korn und Weizen und alles, was es gibt an pflanzlicher Nahrung. Wenn ihr wissen wollt, wie man Seroim zubereitet, dann schaut euch die Seroim-Kochkurse an. Das als kleiner Werbeblock zwischendrin. „Versuch es doch zehn Tage lang.“
[19:37] Vers 13: „Danach soll man von dir unser Aussehen und das Aussehen der anderen jungen Männer anschauen, die von der feinen Speise des Königs essen. Nach dem, was du dann sehen wirst, handle weiter mit deinen Knechten.“ Taktvoll, Schritt für Schritt geht Daniel vor, denn er weiß: Gottes Verheißungen sind sicher. Die Gesundheitsbotschaft wird ihre Wirkung tun. So viel Vertrauen hat er in die Gesundheitsbotschaft. Er wusste schon: Zehn Tage machen einen Unterschied. Hast du so viel Vertrauen in die Gesundheitsbotschaft?
[20:12] Vers 15: „Und nach den zehn Tagen sah man, dass sie besser aussahen und wohlgenährter waren als alle jungen Männer, die von der feinen Speise des Königs aßen.“ Also: Gesundheitsbotschaft führt nicht dazu, dass man schwächtig und fahl und blass wird und gar nichts mehr tun kann. Dann ist irgendwas faul. Die Gesundheitsbotschaft, wie Daniel sie praktizierte, führte zu besserem Aussehen, zu stärkeren jungen Männern, die übrigens dann auch noch viel klüger waren und bessere Abschnitte im Keilschrift-Test an der babylonischen Ex-Universität. Und dieses Zeugnis der Wirksamkeit der Gesundheitsbotschaft war der erste Schritt auf dem Weg einer erfolgreichen Babylon-Mission. Wehe uns, wenn wir die Gesundheitsbotschaft für unwichtig erachten, nicht praktizieren oder vielleicht auch fanatisch auf die Leute einhämmern. Lass uns von Daniel lernen, wie man geschickt, taktvoll und mit großer Wirkung die Gesundheitsbotschaft, die Gott uns gegeben hat, einsetzen kann.
[21:14] Es kam noch mehr dazu. In Vers 17 heißt es: „Und Gott gab diesen vier jungen Männern Kenntnis und Verständnis für alle Schrift und Weisheit. Daniel aber machte er verständlich in allen Gesichten und Träumen.“ Vers 20: „Als dann nach drei Tagen der Nebukadnezar, nach drei Jahren der Nebukadnezar, diese vier in der Abschlussprüfung, so eine Art babylonisches Magister, vielleicht Abitur, prüft, stellt er folgendes fest.“ In Vers 20: „Und in allen Angelegenheiten, die Weisheit und Einsicht erforderten, nach denen der König sich fragte, fand er sie zehnmal besser als alle Traumdeuter und Wahrsager, die er in seinem ganzen Reich hatte.“
[21:56] Daniel und seine Freunde haben sich nicht nur für die Bibel interessiert, sie waren auch gut in Mathematik und gut in Geschichte und gut in Keilschrift und in was immer gefordert worden war, was nicht gegen Gottes Gebote war. Sie waren wissbegierig und exzellent auch in ihrer Bildung. Und Gottes Plan, Gottes Bildungsplan, Gottes Plan der Erziehung ist nicht bildungsfeindlich. Im Gegenteil, wer die Bibel an die oberste Stelle setzt, wer sich für die Bibel am allermeisten interessiert, der wird auch ein aufgeweckter junger Mann, eine aufgeweckte junge Frau sein, die sich für viele andere Dinge interessiert, für die Natur, für wahre Wissenschaft, für Sprachen, für all diese Dinge, je nachdem, wo Gott unsere Talente hingelegt hat, um durch Exzellenz Menschen zu zeigen: Ein Mensch, der mit Gott lebt, der ist gesegnet, auch in diesen Dingen des Lebens.
[22:42] Der rechte Arm zeigte sich kräftig, der linke Arm des Evangeliums, die Erziehungsbotschaft zeigte sich mächtig und kräftig. Und ich glaube, dass Daniel und seine Freunde deswegen auch so ein gutes Zeugnis ablegen konnten, weil sie zu Hause in Babylon unter guten geistlichen Bedingungen, vermutlich unter der Führung von Propheten wie Jeremia erzogen worden sind und sie deswegen dann auch an der höheren Bildungseinrichtung der Universität nicht vom Glauben abkamen. Denn die Gefahr bestand ja bei vielem von dem Stoff, der da unterrichtet worden ist.
[23:18] Interessant ist, wie es in Kapitel 2 weitergeht. Daniel wird hineingeworfen in eine enorme Krise. Wir kennen die Geschichte aus Daniel 2 sehr gut, ich werde sie nicht komplett nacherzählen. Nebukadnezar hat diesen Traum, keiner kann ihn deuten. Er möchte alle Weisen umbringen. Und wieder fällt etwas auf an dem Wesen Daniels. Vers 14: „Da erwiderte Daniel dem Arioch, dem obersten der Scharfrichter des Königs, der ausgezogen war, um die Weisen zu töten, mit klugen und verständigen Worten.“ Wenn wir das von Daniel besonders lernen können, dann war es sein Takt, seine Fähigkeit mit verbindlichen Worten Emotionen runterzukühlen, Verbindlichkeiten auszutauschen und wieder Brücken zu bauen.
[24:02] Vers 17 und 18 zeigt uns, welche Bedeutung das vereinte Gebet in Zeiten der Krisen hat. Vers 17: „Darauf zog sich Daniel in sein Haus zurück und teilte die Sache seinen Gefährten mit, Hananja, Mischaël und Asarja, damit sie von dem Gott des Himmels Erbarmen erflehen möchten, wegen dieses Geheimnisses, damit nicht Daniel und seine Gefährten samt den übrigen Weisen von Babel umkämen.“ Es kommt die Zeit, auch in der Mission, da sind wir in solch einer Krise, und da können wir nur noch gemeinsam beten und Gott offenbart sich herrlich.
[24:38] Schön auch zu sehen, wie in den nächsten Versen Gott dann den Dank von Daniel bekommt. Daniel bittet nicht nur, er dankt auch. Wie oft beten wir in der Mission, aber vergessen zu danken, dass Gott unser Gebet erhört hat, dass Gott einen Weg gefunden hat, um uns zu befreien. Und dann gibt es etwas, was wir gerne vergessen in der Geschichte von Daniel, das ich immer sehr wichtig finde.
[24:54] In Daniel 2, Vers 24: „Darauf ging Daniel zu Arioch, der den König beauftragt hatte, die Weisen von Babel umzubringen. Er nahm ihn beiseite und sprach zu ihm: Achtung, bringe die Weisen von Babel nicht um! Führe mich vor den König, so will ich ihm die Deutung verkünden.“ Hier war die einmalige Gelegenheit, die gesamte babylonische Religion auszurotten durch Massenmord. Aber Daniel hat sich dagegen entschieden. Daniel setzte sich für die Rechte von Menschen ein, die einen anderen Glauben hatten als er, ja, die sogar später ihm nach dem Leben getrachtet haben. Jeder wahre Missionar wird für Religionsfreiheit einstehen, auch für die Freiheit desjenigen, der eine falsche Religion hat. Nun, wir werden die Religion nicht fördern, aber die Freiheit fördern, dass jeder eine Religion haben darf, wie er es möchte. Auch das zeigt die Ausgewogenheit und die tiefe Weisheit, die Gott dem Daniel gegeben hat.
[26:04] Und dann in den berühmten Worten ab Vers 27: „Daniel antwortete vor dem König und sprach: Das Geheimnis, nach dem der König war, können Weise, Wahrsager, Traumdeuter und Zeichendeuter dem König nicht verkünden.“ Als wahrer Missionar wendet er den Blick des Nebukadnezar weg von Menschen, denn alle Menschen, die suchend sind wie Nebukadnezar, schauen auf andere Menschen, auf Politiker, auf Gurus, auf Priester, auf Idole. Und er wendet den Blick weg von Menschen hin zu dem Einen, der Hoffnung und Frieden und Sicherheit geben kann.
[26:30] Vers 28: „Aber es gibt einen Gott im Himmel, der Geheimnisse offenbart. Der hat den König Nebukadnezar wissen lassen, was am Ende der Tage geschehen soll.“ Und dann erklärt er ihm, was da passiert ist. Und dann Vers 30: „Mir aber ist dieses Geheimnis nicht durch eine Weisheit, die ich vor allen Lebenden voraus hätte, geoffenbart worden.“ Daniel wusste: Er ist nicht der Supermissionar. Er ist kein Superman, der sich in den Vordergrund rücken muss. Er macht ganz deutlich: König, es geht nicht um mich, es geht um Gott. Das hat der König am Anfang nur sehr bedingt verstanden, nachdem er die Vision erklärt bekommen hat, hat er trotzdem versucht, den Daniel anzubeten. Das hat noch ein bisschen gedauert, bis er das verstanden hat. Aber Daniel hat deutlich gemacht: Es ist nichts meine Kraft, sondern Gott arbeitet durch mich. „Sondern damit dem König die Deutung bekannt gemacht werde und du erfährst, was dein Herz zu wissen wünscht.“
[27:22] Daniel war ein guter Missionar, weil er den Weg zum Herzen des Nebukadnezar fand. Er hat nicht einfach nur sich hingestellt und einen Geschichtsvortrag gehalten. Bevor er den Geschichtsvortrag hält, bevor er die Prophetie erklärt, findet er seinen Weg zum Herzen des Nebukadnezar. Da sagt er: Gott kann dir das geben, was dein Herz zu wissen wünscht. Du hast dir Gedanken gemacht, was kommen wird. Du hast dir Gedanken gemacht über die Zukunft. Du hast Unsicherheiten. Wie wird es mit deinem Reich weitergehen? Wirst du einen Sohn haben? Wird er noch König sein?
[28:01] Daniel hatte Menschenkenntnis und er wusste die Prophetie richtig einzusetzen. Er wusste, dass die Prophetie die Antwort ist auf Herzensnöte der Menschen, nicht nur ein religiöses Abfrageprogramm. Kennst du die Daten? Nein. Er wusste, dass Prophetie aus einem bestimmten Grund in der Bibel ist, dass Prophetie einen bestimmten Zweck erfüllt, nämlich die Herzenssehnsüchte der Menschen zu füllen. Und dann erklärt er ihm die Prophetie. Und deswegen ist Prophetie so wichtig. Und deswegen dürfen wir Prophetie niemals aus unserer Botschaft ausgrenzen oder unterminieren. Nach der Gesundheit und nach der Bildung kam die Prophetie mit aller Wucht, mit aller Gewalt.
[28:39] Ihr kennt diese lange Auflistung der Reiche hier. Wir müssen es nicht ausführlich anschauen. Es gibt viele Vorträge auf den Medien, wo wir das gründlich analysieren. Das Standbild mit den Weltreichen: Babylon, Medo-Persien, Griechenland, Rom und dann im zerteilten Reich, die Vermischung von Kirche und Staat, die sich unter anderem in Europa gezeigt hat, bis zu dem Kommen des Königs aller Könige, bis zu dem Stein, der die Welt erobert und das Standbild zertrümmert, bis zur Wiederkunft Jesu.
[29:13] Und ich bin immer beeindruckt von Vers 36. Das ist der Traum. „Nun wollen wir vor dem König auch seine Deutung verkündigen.“ Daniel spricht nicht im Plural des Majestats vor sich. Er weiß: Gott und ich, wir arbeiten zusammen. Wenn wir Prophetie predigen, wenn wir uns dafür einsetzen, die Prophetie den Menschen nahe zu bringen, müssen wir uns bewusst sein, dass wir mit Gott zusammenarbeiten, dass Gott durch uns sprechen möchte, dass wir nur die Instrumente seiner Gnade sind.
[29:41] Es war ein wichtiger Schritt in der Mission, die Daniel in Babylon auszuführen hatte. Dann Kapitel 3, die berühmte Geschichte, auch hier nur zusammengefasst. Der König Nebukadnezar hat einen Rückfall in die schlimmeren Zeiten und verlangt, dass alle seine Untertanen vor diesem goldenen Standbild, das die biblische Wahrheit verfälscht hat, niederwerfen. Großer Bezug hier, große Betonung in Daniel 3 auch auf die Musik. Vers 5: „Nicht wahr? Die Hörner, Flöten, Zithern, Harfen, Sackpfeifen usw.“ Alle Arten von Musik, die eingesetzt werden für diese falsche Anbetung. Und tatsächlich fallen alle nieder, bis auf drei. Bis auf die drei Freunde Daniels, die stehen bleiben als ein Zeugnis in Krisenzeiten, dass Gottes Gesetz höher steht als der Wunsch, der Wille oder auch das Gesetz von Menschen.
[30:38] Als Missionar sollen wir den Menschen zuvorkommen sein. Wir wollen ihr Herz erreichen, wir wollen taktvoll sein. Wir können aber niemals, auch nicht im Sinne der Mission, Gottes Gesetz brechen. Vielleicht hätten die drei Freunde sagen können: „Naja, wenn wir uns jetzt einmal niederknien, dann bleiben wir am Leben und dann können wir ja später den König so richtig missionieren. Wenn wir jetzt sterben, er ist immer noch halb heidnisch oder eigentlich wirklich heidnisch. Er hat noch nicht wirklich das Evangelium angenommen. Wenn wir jetzt sterben, wer kann ihn dann missionieren noch?“ Aber so haben Daniels drei Freunde nicht gedacht und wir sollten auch nicht so denken. Wir sollten nicht damit anfangen, unsere Standards, Gottes Wort zu unterminieren, um irgendwie die Leute erreichen zu können. Wenn wir treu zu Gott stehen, wenn wir Gottes Gerechtigkeit in unserem Leben haben, dann werden die Leute das Licht sehen und Gott wird sich manifestieren.
[31:35] Und als der König sie grimmig fragt, was das soll, sagen sie in Vers 16: „Schadrach, Meschach und Abed-Nego antworteten und sprachen zum König Nebukadnezar: Wir haben es nicht nötig, dir darauf ein Wort zu erwidern. Du kennst die Wahrheit schon, hast sie schon gehört von Daniel.“ Vers 17: „Wenn es so sein soll, unser Gott, dem wir dienen, kann uns aus dem glühenden Feuerofen retten. Er wird uns bestimmt aus seiner Hand erretten, oh König, und auch wenn es nicht so sein soll, so wisse, oh König, dass wir deinen Göttern nicht dienen oder das goldene Standbild nicht anbeten werden, das du aufgestellt hast.“
[32:04] Gott kann uns retten und wenn er uns nicht rettet, tun wir trotzdem nicht sein Standbild anbeten, denn wir tun das Richtige, weil es richtig ist. Nicht, weil wir belohnt werden, nicht, weil wir befreit werden, nicht, weil Gott uns dann irgendwie erretten kann, sondern wir tun das Richtige, weil es richtig ist.
[32:22] Liebe Freund, liebe Freundin, Gott sucht Männer und Frauen in der heutigen Zeit, die das Richtige tun, einfach, weil es richtig ist. Aus Prinzip. Das ist das Rückgrat aller wahren Missionen. Das war das Rückgrat derjenigen, die auf dem Missionsfeld gestorben sind. All der Männer und Frauen, die ihr Leben gelassen haben in der Mission, die nicht aus dem brennenden Feuerofen gerettet worden sind, sondern die gestorben sind, weil sie das Richtige taten und ihr Leben nicht geliebt haben bis zum Tod.
[33:02] An dieser Stelle gibt es ein gewaltiges Wunder. Jesus Christus selbst offenbart sich. Was für ein Zeugnis sie jetzt dadurch sein können und das zeigt, wie sinnlos jede andere Argumentation gewesen wäre. Wenn sie gesagt hätten: „Naja, wir beugen uns einmal, damit wir dann dem Nebukadnezar das Evangelium predigen können“, dann hätten sie genau dieses gewaltige Zeugnis nie möglich gemacht. Sie hätten es verhindert. Gott hat große Pläne und alles, was er braucht, ist, dass wir im Gehorsam sind. Dann kann er sich offenbaren auf eine Art und Weise, die uns wahrscheinlich nicht einmal einfällt. Jesus Christus offenbart sich hier. Nebukadnezar ist völlig beeindruckt, noch nicht ganz bekehrt, aber Bekehrung ist auch ein lebenslanger Prozess, Schritt für Schritt.
[33:46] Und dann in Kapitel 4 erleben wir, wie Daniel erneut gerufen wird. Wieder hat Nebukadnezar einen Traum, wieder kann keiner ihn deuten. Und als er den Traum hört, ist er erschrocken. Er weiß, jetzt muss er dem König, jetzt geht es ganz eingemacht, er muss dem König aufs Angesicht zusagen, dass er ein Sünder ist. Er erschreckt. Vers 16: „Da blieb Daniel in Kapitel 4, den man Beltsazar nennt, eine Weile ganz starr und seine Gedanken erschreckten ihn.“ Er wusste, was er jetzt sagen muss. Es ist heiß. Es ist schon mal eine Situation gewesen, wo du das Evangelium weitergeben musstest und du wusstest: Jetzt kommt eine Situation, wo ich etwas sagen muss, das kann missverstanden werden. Ich muss es sagen, aber das ist heiß. Und dann fängt er an.
[34:35] Der König ergriff das Wort und sprach: „Beltsazar, der Traum und deine Deutung dürfen nicht erschrecken.“ Beltsazar antwortete und sprach: „Mein Herr, der Traum gelte deinen Hassern und seiner Auslegung deinen Feinden.“ Herr, ich wünschte, es bezieht sich auf dich. Und es zeigt sich wieder dieser Takt, diese Liebe, dieses Feingefühl in den Worten von Daniel, der nichts von der Wahrheit zurückhält und trotzdem es so sagt, dass er sagt: „Lieber König, ich wünschte, das würde deine Feinde betreffen. Ich wünschte, das beträfe nicht dich, aber ich muss es dir sagen.“
[35:07] Und dann kommt der große Aufruf, Vers 24: „Darum, oh König, lass dir meinen Rat gefallen und brich mit deinen Sünden durch Gerechtigkeit und mit deinen Missetaten durch Barmherzigkeit gegen Elende, wenn dein Wohlergehen dauerhaft sein soll.“ Daniel hat einen Aufruf gemacht, hat vielleicht keine Musik gespielt, aber Daniel hat nicht nur die Prophetie gepredigt und gesagt: „Naja, friss oder stirb.“ Daniel hat gewusst, es geht um die Bekehrung von Menschen und er sagt: „König, auch wenn du mein Vorgesetzter bist, auch wenn du der König der Könige bist, ich möchte dir sagen: Bekehr dich, tu Buße, wende dich zu Gott, er kann dich retten.“
[35:49] Wir kennen die Geschichte, wir wissen, wie es ausgegangen ist. Zunächst einmal hat Nebukadnezar unbeeindruckt weitergemacht mit seinem Egoismus und seinem Stolz, bis er dann diese sieben Jahre lang zwangsweise veganer geworden ist, Gras gefressen hat wie ein Ochse, aber das hat ihn kuriert. Und das heißt ab Vers 33, dass Nebukadnezar selbst sagt: „Zur selben Zeit kam mir mein Verstand zurück und mit der Ehre meines Königstums kehrt auch meine Herrlichkeit und mein Glanz zurück und so weiter und so fort.“ Vers 34: „Nun lobe und erhebe und verherrliche ich Nebukadnezar, den König des Himmels, denn all sein Tun ist richtig und seine Wege sind gerecht. Wer aber hochmütig wandelt, den kann er demütigen.“
[36:37] Ganz am Anfang des Kapitels schon sehen wir, wie König Nebukadnezar diese Botschaft, dieses gefundene Evangelium allen Völkern weiter predigt. Er, der jetzt nach vielen Schritten eine echte tiefe Bekehrung erlebte. Daniel und seine drei Freunde haben durch ihr Zeugnis den König von Babylon zu Christus bekehrt.
[36:57] Gesundheitsbotschaft, Erziehung, Prophetie, Treue, wahre Anbetung und ein klarer Fokus auf das rettende Evangelium. Das waren die Inhaltsstoffe der Danielschen Methode. Und hier am Anfang des Kapitels, in Kapitel 3, Vers 31 heißt es: „Der König Nebukadnezar wünscht allen Völkern, Völkerschaften und Sprachen, die auf der Erde wohnen: Euer Friede nehme zu.“ Er predigt jetzt dieses Evangelium allen Völkern, Nationen, Stämmen und Sprachen. Das ewige Evangelium.
[37:33] Daniel lebt noch weiter, er überlebt den Nebukadnezar, von dem ich glaube, dass wir ihn einmal im Himmel sehen werden und den wir dann mal fragen können, wie das so gewesen ist in Babylon. Auch bei den weiteren Königen ist er als Weiser aktiv und wird immer wieder auch angefragt für verschiedene Dinge. In Daniel 7 sehen wir seine große Vision von den Weltreichen noch einmal, auch in Daniel 8 dann, wo auch das Gericht Gottes so prominent dargestellt wird.
[38:02] Und es ist interessant zu beobachten, dass Daniel, der so viel Takt hatte, so viel Feingefühl, so viel Menschenkenntnis und so viel Liebe auch zu seinen Mitmenschen, dass er gleichzeitig, wenn es um Systeme ging, wie das System Babylon, als dessen Stunde geschlagen hatte, er kein Blatt vor den Mund genommen hat. In Daniel 5, da lesen wir ab Vers 17, dass Daniel, dem damaligen König Beltsazar, eigentlich der Vizekönig, der Nabonidus war ja in Arabien, hat sich um Babylon nicht mehr wirklich viel gekümmert.
[38:33] Vers 17: „Da antwortet Daniel und sprach vor dem König: Deine Gaben mögen dir verbleiben und gib deine Geschenke einem anderen. Ich lasse mich nicht kaufen, ich werde die Botschaft predigen, so wie Gott sie geschrieben hat. Jedoch die Schrift will ich dem König lesen und erklären, was sie bedeutet.“ Und dann erinnert er ihn an all das, was Nebukadnezar erlebt hat. Auch hier predigt Daniel nicht einfach nur die Prophetie. Er sagt nicht einfach nur: „Naja, das sind die Worte, das ist die Grammatik, das ist hier die Übersetzung und das ist die prophetische Interpretation.“ Nein, er erinnert den Beltsazar an das, was Nebukadnezar erlebt hat und an das Evangelium.
[39:11] Und wie es heißt in Vers 22: „Du aber, Beltsazar, sein Sohn, hast dein Herz nicht gedemütigt, obwohl du das alles wusstest.“ Wiederum findet Daniel seinen Weg zum Herzen. Daniel hatte nicht das oberste Ziel, einfach nur Weltreiche aufzusagen. All das hatte nur einen Zweck: Menschen mit dem ewigen Evangelium zu konfrontieren. Und an der Stelle war es eine negative Nachricht, eine Nachricht ohne Gnade, denn die Stunde des Gerichts für Babylon war gekommen. Die Stunde der Gnadenzeit vorbei.
[39:47] Vers 25: „So lautet aber die Schrift, die geschrieben steht, und das ist die Bedeutung des Spruchs: Mene bedeutet: Gott hat die Tage deines Königreichs gezählt und ihm ein Ende bereitet. Tekel bedeutet: Du bist auf einer Waage gewogen und zu leicht erfunden. Peres bedeutet: Dein Königreich wird zerteilt und den Medern und Persern gegeben werden.“ Am Ende der Zeit Babylons predigt Daniel eine unmissverständliche Untergangspredigt. Babylon ist gefallen.
[40:17] So faszinierend zu sehen, wie Daniel als Missionar gewirkt hat und wie all diese Dinge wir wiederfinden in der Offenbarung, in unserem Leben oder wiederfinden sollten an Elementen der Adventbotschaft, die wir heute predigen. Kein Wunder, dass unsere Botschaft so sehr auch auf den Prophezeiungen des Buches Daniel basiert.
[40:34] Kapitel 6 bringt uns dann noch mal den treuen Daniel vor Augen, der auch im hohen Alter, nicht nur als junger dynamischer Missionar, sondern auch im hohen Alter als Senior, als alter Greis immer noch genauso treu zu Gott stand. Vers 11: „Als nun Daniel erfuhr, dass das Edikt unterschrieben war, ging er hinaus in sein Haus, wo er in seinem Obergemach offene Fenster nach Jerusalem hatte, und er fiel dreimal am Tag auf die Knie nieder und betete und dankte vor seinem Gott, ganz wie er es zuvor immer getan hatte.“ Kein Gesetz, weder von den Babyloniern noch von den Medern und Persern, egal ob sie Unfehlbarkeit beanspruchen oder nicht. Nichts von dem konnte ihn daran hindern, zu seinem Gott zu beten.
[41:15] Treue unter allen Umständen, ein absolutes Muss-Kriterium für jeden Missionar, der für Gott wirken wird. Und wir kennen die Geschichte, sie ist uns gut bekannt aus der Kindersabbatsschule. Daniel 6 zeigt uns, dass Gott seinen Missionar auch bis ins oberste Alter bewahrt hat. Vers 23: „Mein Gott hat seinen Engel gesandt und den Rachen der Löwen verschlossen, dass sie mir kein Leid zufügen, weil vor ihm keine Unschuld offenbar war, meine Unschuld offenbar war, und ich auch dir gegenüber, oh König, nichts Böses verübt habe.“
[41:47] Vers 24: „Da wurde der König sehr froh und befahl Daniel aus der Grube heraufzuziehen.“ Daniel war ein Vorbild, ein Missionar, nicht nur für Nebukadnezar, auch für Darius. Was eine interessante Geschichte, dass ein junger Mann aufgrund seiner Gerechtigkeit, die Gott ihm geschenkt hatte, die er angenommen hatte, die er ausgelebt hat, dass er mit dieser Gerechtigkeit nicht nur einen Weltherrscher, sondern mehrere Weltherrscher positiv beeinflusst hat. Kaum einer hat auf so hoher Ebene Missionen machen können wie Daniel. Seine Treue hat es möglich gemacht.
[42:24] Und wiederum finden wir Darius, der fast in der Sprache der Offenbarung sagt, Vers 26: „Darauf schrieb der König Darius an alle Völker, Stämme und Sprachen, die im ganzen Land wohnen: Euer Friede nehme zu.“ Er sagt dann sogar in Vers 27: „Es ist von mir ein Befehl erlassen worden, dass man sich im ganzen Bereich meiner Herrschaft vor dem Gott Daniels fürchten und scheuen soll, denn er ist der lebendige Gott, welcher in Ewigkeit bleibt und sein Königreich wird nie zugrunde gehen und seine Herrschaft hat kein Ende.“ Darius predigt das ewige Evangelium allen Völkern, Nationen, Stämmen und Sprachen und sagt: „Fürchtet Gott.“ Das Evangelium vom Reich, wie es hier steht, vom Königreich, das ist, was uns aufgetragen ist. Selbe Botschaft.
[43:10] Das Buch Daniel endet mit einigen Kapiteln, die vor allem auch sich an das Volk Israel wenden. Aber auch dort finden wir noch Hinweise auf das Thema Missionen, in zum Beispiel in Daniel Kapitel 11. In Daniel 11 wird uns berichtet, wie in der Mitte, ab Vers 31, jetzt das Mittelalter. Daniel 11 geht es ja von der Zeit der Meder und Perser in ziemlich chronologischer Reihenfolge durch die Zeit der Diadochen und die Zeit der Römer, dann in Vers 22 das Kreuz, dann eine Zeitperiode, die relativ unbekannt ist, vermutlich, so denke ich, die Zeit nach dem Kreuz, die Spätantike, bis dann 31 das Mittelalter kommt und dann ab Vers 40 die Zeit des Endes, 1798 bis in die heutige Zeit.
[43:53] Und dort in Vers 32 wird berichtet, Vers 33 von dem Mittelalter und von den Missionaren im Mittelalter. „Und er wird die, der König des Nordens, das Papsttum, welche gegen den Bund freveln, durch Schmeicheleien zum Abfall verleiten. Die Leute aber, die ihren Gott kennen, werden festbleiben und die Verständigen im Volk werden die vielen unterweisen.“ Da gab es Missionare im Mittelalter. Sie werden aber eine Zeit lang dem Schwert, dem Feuer, der Gefangenschaft und der Plünderung unterliegen. Und im Unterliegen werden sie ein wenig Hilfe erlangen, und es werden sich viele heuchlerisch an sie hängen.
[44:26] Daniel berichtet von Missionaren in fernliegender Zeit. Und ganz am Ende dieser Vision, die eigentlich erst in Kapitel 12, Vers 2 endet, da sagt er als Krönung dieser ganzen Zukunft, schau bis hin zur Wiederkunft Jesu oder kurz davor, in Vers 3: „Und die Verständigen werden leuchten wie der Glanz der Himmelsausdehnung, und die, welche die vielen zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewig.“ Das Zentrum, das Ziel von Daniel 11 ist nicht der König des Nordens, nicht der König des Südens, nicht das herrliche Land, obwohl so viele sich darüber die Köpfe einschlagen. Der Zielpunkt von Daniel 11 ist diese Aussage, dass die Missionare, die andere zur Gerechtigkeit weisen, die werden leuchten wie die Sterne.
[45:09] Es gibt Leute, die heute jahrelang über Daniel 11 sich streiten und keinen Menschen zu Christus führen. Ja, die sogar behaupten, dass Mission momentan gar nicht notwendig ist, nicht getan werden sollte. Wir müssen nur Daniel 11 studieren und nur innergemeindlich wirken. So ein Unfug. Daniel 11 sagt ganz deutlich, dass die, die die vielen zur Gerechtigkeit weisen, leuchten werden wie die Sterne immer und ewig. Das ganze Buch Daniel von der ersten Seite bis zur letzten Seite ist ein Buch eines Missionars, der Mission in alles hineingewoben hat, was er gepredigt und gesagt und aufgeschrieben hat, bis hin zu Daniel 11.
[45:40] Und ganz am Ende, da berichtet er in den letzten Versen von Daniel 12 von dieser letzten großen Missionsbewegung. Wir haben leider nicht die Zeit, das ausführlich anzuschauen, deswegen werde ich nur ganz kurz das hier andeuten. Ab Vers 6: „Und einer sprach zu dem in Leinen gekleideten Mann, der oberhalb der Wasser des Flusses stand: Wie lange wird es dauern, bis diese unerhörten Zustände zu Ende sind?“ Das bezieht sich auf die Zustände des Mittelalters, die in Vers 31 und bis 33, 34 in Daniel 11 angesprochen worden sind.
[46:11] Vers 7: „Da hörte ich den in Leinen gekleideten Mann, der oberhalb der Wasser des Flusses war, wie er seine rechte und seine linke zum Himmel erhob und bei dem Schwur, der ewig lebt: Eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit, bekannt aus Daniel 7, Vers 25, wo die dreieinhalb Zeiten als 1260 Jahre von 538 bis 1798 gingen. Und wenn die Zerschmetterung der Kraft des heiligen Volkes vollendet ist, so wird das alles zu Ende gehen.“ Die Frage ist gestellt: Wie lange wird das alles so gehen? Und dann kommt die erste Zeitprophezeiung, die 1260 Jahre bis 1798. Dann würde die Zeit des Endes kommen.
[46:36] Vers 8: „Da hörte ich, verstand es aber nicht. Darum fragte ich: Mein Herr, was wird das Ende von diesen Dingen sein?“ Also das Gleiche nochmal von vorne mit anderer Prophezeiung erklärt. Er sprach: „Geh hin, Daniel, denn diese Worte sollen verschlossen und versiegelt werden bis zur Zeit des Endes.“ Ja, wann wird die sein? „Viele werden gesichtet und gereinigt und geläutert werden, und die Gottlosen werden gottlos bleiben und kein Gottloser wird es verstehen. Aber die Verständigen werden es verstehen.“
[47:05] Von der Zeit an, da das Beständige beseitigt und der Gräuel der Verwüstung aufgestellt wird, sind es 1290 Tage. Es ist dieselbe Erklärung für die Zeit des Endes. Wann wird sie beginnen? Wir wissen aus den 1260, 1798. Demzufolge beginnt oder ist die Wegnahme, die Beseitigung des Beständigen im Jahre 508 gewesen, sodass auch die 1290 wieder bis zur Zeit des Endes gehen. Aber von 508 ausgerechnet sagt dann Vers 12: „Wohl dem, der ausharrt und 1335 Tage erreicht.“ Wohl dem, der auf 1843 wartet.
[47:42] Wir fragen uns: Wer in aller Welt hat auf 1843 gewartet? Die Antwort ist jene Milleriten, die in Offenbarung 12, ich würde sagen Offenbarung 10 beschrieben sind, wo ebenfalls ein Engel vom Himmel kommt, der ebenfalls seine Hand hebt, der ebenfalls eine ganz ähnliche Beschreibung hat, der schwört, der dann sagt: „Es wird keine Zeit mehr sein.“ Die letzte Zeitprophezeiung, Daniel 8 Vers 14, wird sich erfüllen und dann wird es keine Zeitprophezeiung mehr geben.
[48:04] Aber warum sagt er das all das? Weil diese letzte Bewegung, die auf 1843 wartete, die dann eine schwere Enttäuschung erlebte, die 1844 am Boden zerstört war, das Buch Daniel wie aufgesogen hatte, gegessen hatte, wie süß war es, wie Honig im Mund und dann was bitter im Magen. Diese letzte Botschaft, diese letzte Bewegung bekommt dann eine Botschaft in Offenbarung 10 und dort Vers 11, nachdem sie die große Enttäuschung verdaut hatten.
[48:52] Offenbarung 10 Vers 11: „Und er sprach zu mir: Du sollst nochmals Weiß sagen, nochmals Prophezeiungen predigen über viele Völker und Nationen, Sprachen und Könige.“ Und das ist der Link direkt zu Offenbarung 14 Vers 6, wo diese letzte Bewegung dargestellt wird. „Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen, denen, die auf der Erde wohnen, und zwar jeder Nation und jedem Volk, Stamm und jeder Sprache und jedem Volk. Der sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen.“
[49:13] Daniel hat sich erfüllt, die Zeit ist, das Buch ist entschlüsselt, die letzte Zeitprophezeiung ist da. Und mit dieser prophetischen Botschaft soll eine Missionsbewegung ausgehen, die so wie Daniel in Babylon missioniert hat, jetzt einem sterbenden, weltweiten, globalen, geistlichen Babylon die Botschaft des Evangeliums so wie Daniel näher bringt.
[49:39] Das Buch Daniel beginnt mit der persönlichen Mission eines Gesundheitsmissionars, der am Ende den Weltherrscher bekehrt und endet mit der Vision, dass in vielen, vielen, vielen Jahrhunderten eine letzte Bewegung diese Danielschen Botschaften über die ganze Welt verbreitet.
[49:46] Lieber Freund, liebe Freundin, lieber Bruder, liebe Schwester, das spricht von dir und von mir. Wir sind vielleicht nicht buchstäblich im Exil wie Daniel, aber wir haben die Botschaft Daniels und wir haben die Methode Daniels. Und Daniel hat uns gesehen. Jene Bewegung, wohl denen, die auf 1843 waren, wohl der Miller-Bewegung, hat er gesagt.
[50:23] Glückselig sind sie mit all dem, was sie offenbart, erzählt und erklärt über die großen Enttäuschungen und über die weiterführenden Erkenntnisse aus dem Buch Daniel und so weiter und so fort. Aber glücklich sind sie, denn sie werden leuchten wie die Sterne am Himmel, weil sie die vielen zur Gerechtigkeit weisen.
[50:40] Um das tun zu können, müssen wir wie Daniel die Gerechtigkeit Christi in unserem Leben haben. Könnte jemand, der heute lebt, deinen Namen guten Gewissens zwischen den Namen von Noah und Hiob setzen? Von Daniel konnte man das, und deswegen konnte Daniel so ein gigantischer Missionar sein, konnte Gott ihn gebrauchen. Und ich wünsche mir, dass du und ich, dass wir die Gerechtigkeit Christi, die er uns frei anbietet, so annehmen wie Daniel, dass wir treu sind, taktvoll sind, liebevoll sind und konsequent sind und mit der Methode und Botschaft Daniels das heutige Babylon erreichen. Und dann glaube ich, werden sich, wird sich manch Führer Babylons bekehren, so wie Nebukadnezar.
[51:37] Wenn die Erde erfüllt wird von der Herrlichkeit Gottes und der Ruf ergeht: „Kommt aus ihr heraus, mein Volk!“ Willst du dabei sein und diesen Ruf auch geben? Gott segne dich in deiner Entscheidung. Nächste Woche wollen wir wieder mehr erfahren über Missionare in der Bibel und dann das Wort Gottes in einem weiteren Thema studieren. Bis dahin wünsche ich dir Gottes Segen, viel Freude im Studium seines Wortes und Erfahrungen mit ihm in der Mission. Gott segne dich. Amen.