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Ingo Sorke spricht über die Bedeutung der Anbetung des Schöpfers, wie sie in Offenbarung 14,7 gefordert wird. Er beleuchtet die historische und theologische Konfrontation zwischen der biblischen Schöpfungslehre und der Evolutionstheorie, die er als eine zentrale Herausforderung für den christlichen Glauben im 21. Jahrhundert betrachtet. Die Botschaft betont die Relevanz der Schöpfung für das Verständnis des Kreuzes und des Evangeliums.

In dieser Predigt von Ingo Sorke wird die dreifache Engelsbotschaft aus Offenbarung 14,6-14 im Kontext der Schöpfungslehre beleuchtet. Angesichts der zunehmenden Verbreitung evolutionärer Theorien wird die Bedeutung der Anbetung des Schöpfers hervorgehoben. Sorke erklärt, wie die Ablehnung der Schöpfung die Grundlage des christlichen Glaubens, einschließlich des Kreuzes und der Wiederkunft Christi, untergräbt und warum die Botschaft des Schöpfers gerade in der heutigen Zeit von existenzieller Bedeutung ist.


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Serie: J.O.S.U.A. BW-Camp Meeting 2015: Offenbarung 14,6-14

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Transkript

[0:00] Einen schönen guten Nachmittag. Wo ist die Übersetzung? In Texas haben wir auch so ein Wetter wie in Esslingen für ein Wochenende im März und dann wird es heiß.

[0:38] Ich bin in Marburg an der Lahn geboren, dann in Buxheim in Bayern aufgewachsen und dann in Feuerbach in Stuttgart. Da ist meine Familie, die werdet ihr auch dieses Wochenende noch kennenlernen. Habe zweieinhalb Jahre Theologie in Tübingen studiert und dann festgestellt, dass akademische Theologie meist zum Abfall oder zur Arroganz führt. Und deswegen habe ich Tübingen verlassen, wurde dann Prediger in Texas. Lange Geschichte und seit 2000 unterrichte ich Theologie an der Adventistischen Universität in Texas.

[1:21] Mein Text: Betet den an, der gemacht hat. 45 Minuten nur über "betet den an, der gemacht hat". Und der Titel meiner Predigt: Am Ende der Anfang. Am Ende der Anfang. Weil der Text sagt, als Imperativ: Betet den an. Möchte ich euch ganz kurz einladen, mit mir zu knien und noch einmal zu beten, denn es geht um das Beten.

[2:09] Herr, auf unseren Knien wissen wir, dass die Zeit knapp ist. Die Uhr tickt. Die Uhr der Welt, der Prophetie. Und so bitten wir dich um deine Gnade, um deinen Heiligen Geist und vor allem um Geleit für die Gemeinde der Übrigen, stark strapaziert, unter Druck aus allen Richtungen. Wir brauchen dich und wir beten dich an, der du den Himmel, die Erde, die Wasser und alles darin gemacht hast. Du unser Schöpfer, wir deine Schöpfung. Unterrichte uns jetzt. Wir sitzen an deinen Füßen und hören dir zu. Leite uns, fordere uns heraus und schenke uns auch Gewissheit. Im Namen Jesu, Amen.

[3:33] Die dreifache Engelsbotschaft strahlt aus der Offenbarung mit ganz bestimmter Brillanz. Nur ganz kurz: Wo ist der Bruder Hopf? Ist der noch hier? Ich leite eine Gemeinde in Texas. Ich bin auch Gemeindeleiter einer Gemeinde. Jeden Mittwochabend beten wir für 20 bis 30 Minuten auf unseren Knien. Kinder, Jugendliche, jung und alt. Jeden Mittwoch. Und das macht einen ungemeinen Unterschied im Gemeindeleben. Keine Frage.

[4:10] Wenn man sich den Kontext der dreifachen Engelsbotschaft ansieht, da ist da eigentlich schlechte Nachricht. Der Engel sagt, er hat ein ewiges Evangelium. Das heißt, gute Nachricht. Aber schauen wir uns ganz kurz den Kontext an, dann geht es um schlechte Nachricht. Offenbarung Kapitel 12. Das fängt dann mit einem großen feuerroten Drachen an, der gleich kannibalistisch auf der eschatologischen Bühne auftritt. Offenbarung 12, Vers 3: Ein Drache. Eine Verfolgung, die sich über 1260 Jahre vollstreckt. Eine lange Zeit. Dann ein Kampfschauplatz im Himmel. Offenbarung 12, Vers 7: Und es erhob sich ein Kampf im Himmel. Das heißt, der große Kampf um uns hat eine vertikale Dimension. Das heißt, in unserem Leben geht es nicht nur um uns und die Gemeinde, sondern um eine Dynamik, die vertikal sich auch im Himmel ausbreitet. Dann die Verführung der gesamten Welt. Ich lese immer in der Offenbarung von Globalisierung, geistig, theologisch. Dann der Verlierer-Drache, der immer hinter der Frau her ist. Nicht als Liebhaber, sondern als Mörder. Der will den Tod. Und dann Offenbarung 12, Vers 17. Ein guter adventistischer Text natürlich. Da wurde der Drache zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übrigen von ihrer Nachkommenschaft, die Gottes Gebote halten und das Zeugnis Jesu Christi haben. Meine Hauptübersetzung auf Deutsch: Schlachter 2000, aber die passt besser ins Gepäck. Das ist die neue Luther-Bibel und beruht sich auch auf den Textus Receptus. Und zum Jubiläum 500 Jahre Reformation lese ich gerade Martin Luther. Aber es ist noch nicht vorbei.

[6:30] Offenbarung 13. Ich arbeite mich auf Offenbarung 14, Vers 7 voran. Ein Meerestier, das Gott lässt. Krieg führt wieder global. Es geht um die ganze Welt. Es ist von Gefängnis die Rede, Tod durch das Schwert. Schlechte Nachrichten überschlagen sich hier im Kapitel 13. Wer braucht bei dieser grafischen Beschreibung von Offenbarung noch Videospiele? Einfach biblische Prophetie lesen und studieren. Ein zweites Tier, das erst mal verführerisch, lieblich und friedlich aussieht, wie ein Lamm, aber dann doch wie ein Drache redet. Und dann die Todesstrafe. Vers 15 im Kapitel 13: Es wurde ihm gegeben, dem Bild des Tieres, Lebensgeist zu geben, sodass das Bild des Tieres auch redete und bewirkte, dass alle global, alle, die das Bild des Tieres nicht anbeteten – es geht ums Gebet – getötet wurden. Und dann das Mahlzeichen in Vers 16.

[7:42] Und dann kommt in Kapitel 14 der Kontrast. Und ich schaute und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion mit ihm 144.000. Ein anderes Thema, die den Namen seines Vaters an ihrer Stirn geschrieben hatten. Gute Nachricht: Das Lamm steht. Das Lamm am Kreuz wurde getötet und das Lamm war im Grab, liegend im Grab. Aber jetzt steht das Lamm wieder. Und ich stelle zwischen den Seiten von 1. Mose und Offenbarung 22 fest: Egal was passiert, wie Christus, so die Christen. Christus wird das letzte Wort haben und das Lamm liegt nicht mehr geschlachtet, sondern das Lamm steht. Das heißt, wenn wir irgendwann einmal wieder abgeschlachtet werden, ist das nicht das Ende, sondern nur ein Kapitel vor dem Anfang. Am Ende der Anfang. Das Lamm steht wieder. Das heißt, wenn wir mal niederliegen müssen, durch den Glauben werden wir auch wieder stehen.

[9:11] Vor diesen Hintergründen, Kapitel 12, 13, 14, dem Dunkelsten und dem Hellsten, dem Schrecklichen und dem Schönen, erscheint die dreifache Engelsbotschaft. Drei Merkmale: Offenbarung 14, Vers 6. Ganz wichtig: Ich sah einen anderen Engel und wo fliegt er? In der Mitte des Himmels, Soluto, hoch am Himmel. Das heißt, vom irdischen Schlamassel nicht angreifbar. Deswegen ohne Übersetzung. Wer würde schon Schlamassel übersetzen? Aber die Botschaft des Engels, die dreifache Engelsbotschaft, die adventistische Botschaft, die nicht nur Information ist, sondern auch Implikation, also Lebensstil, die fliegt hoch am Himmel, wo irdische Kräfte sie nicht anfassen können. Das heißt, unsere Botschaft wird bis zum Ende ihr Werk erreichen. Das ist unsere Zuversicht. Hoch am Himmel, global in ihrer Auswirkung und Reichweite für alle hörbar und sichtbar. Das ist die Vision, man sieht sie hoch am Himmel, die Botschaft. Aber dann kommt noch etwas.

[11:25] Die Botschaft umfasst die gesamte Realität, wie wir sie von Einstein her verstehen. Und jetzt geht es um einen ganz spezifischen Aspekt dieser Botschaft: der gemacht hat. In Florenz, Italien, auf dem Platz der Santa Maria Novella steht ein Obelisk und der ruht auf vier Schildkröten. Das ist ein Urbildnis der Schöpfung. In vielen Kulturen, auch in Asien, verstehen Menschen, dass die Welt durch Schildkröten sich zusammenhält. Ein Professor hat einmal den Ursprung der Welt erklärt durch Evolution und eine Dame im hinteren Teil des Auditoriums meinte: "Nein, nein, nein, Professor, die Welt ruht auf einer Schildkröte." Und der Professor meinte lächelnd: "Ja, und auf was ruht die Schildkröte?" Die Dame schüttete ihren Kopf und sagte: "Mein Lieber, es sind Schildkröten bis ganz weit unten."

[12:42] Der Ursprung der Welt, 24. Dezember 1986, mein Geburtsjahr und ich hoffe, eure Mathematik ist so schlecht wie die meiner Studenten. Apollo 8 Mission zum Mond, NASA, die amerikanische Raumfahrtbehörde, hat dem Astronauten gesagt: "Frank, du musst eine Botschaft für die Welt vorbereiten. Mehr Leute werden deiner Stimme zuhören als jede andere Person in der Geschichte der Menschheit. Sag etwas Passendes vom Mond aus." Wisst ihr, was das Zitat war vom Mond aus, Apollo 8 Mission? 1. Mose, Kapitel 1, Vers 1 bis 10. Ich kann mich noch erinnern, wie ich zum ersten Mal in Tübingen auf Hebräisch sagen konnte: "Am Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde."

[13:50] Der gemacht hat. Aber ich muss zugeben, in diesem Jahrhundert ist das wohl das umstrittenste Konzept der gesamten Bibel: Schöpfung und Evolution, der gemacht hat. Mit Darwin, Charles Darwin, meint die Wissenschaft ja das klare Gegenheil: der nicht gemacht hat. So die Wissenschaft. In Feuerbach, neues Gymnasium, Leistungskurs Biologie. Fazit: der nicht gemacht hat. Mein Biologielehrer, ich kann mich daran noch erinnern, hat mir die Aminosäuresuppe erklärt und die Aminosäure, da war eine Proteinmasse darin und die haben sich dann konglominiert und zusammengefügt und dann gab es Nervenzellen und die waren nicht sensitiv und dann wurden Augen entwickelt und voilà: der Mensch.

[14:57] Offenbarung 14,7 ist falsch. Demnach: der nicht gemacht hat. Alles nur Zufall. Diesen Sommer, jetzt bin ich zur Hälfte durch Darwins Anfang, der, wie heißt der Titel auf Deutsch? Genau, "Ursprung der Arten". Habe ich mir durchgelesen. Irgendwie fehlt dem Darwin wissenschaftlich, also ohne Bibel, ohne Ellen White, ein Schritt. Der meint, da ist eine Intelligenz und die nächste Art weiß, dass sie besser sein muss und sich verändern muss. Ohne Gott. Also rein wissenschaftlich kann das gar nicht so funktionieren, aber die Wissenschaft sagt: der nicht gemacht hat. Ich biete folgende Betrachtung an.

[15:50] Gleich vor dem Mandat, den anzubieten, der gemacht hat, wird ein höchst interessanter Zeitpunkt vorgestellt, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Das heißt, der Aufruf, einen Schöpfer anzubieten, findet statt im Zusammenhang mit der Stunde des Gerichts. Wann fängt diese Stunde des Gerichts an? 23. Oktober 1844. Und das heißt, dass wir das auf dem prophetischen Kalender festhalten können und Adventisten verstehen, dass an diesem Tag etwas Großartiges im Himmel geschehen ist. Jesus versetzte sich nach alttestamentlichem Vorbild vom Heiligtum ins Allerheiligste als antitypischer Tag der Versöhnung. Noch nie gehört? Aufschreiben: Antitypischer Tag der Versöhnung, 23. Oktober 1844.

[17:03] Was mich jetzt interessiert: Im Himmel ist etwas ganz Spezifisches passiert. Jesus manövriert sich vom Heiligtum, vom heiligen Teil, ins Allerheiligste. Satan hat das überhaupt nicht gefallen. Und ich habe festgestellt mit einem Kollegen, der Biologie-Professor ist, dass Satan diese Theologie durch eine ganz spezifische Lehre auf Erden zerstören wollte. Also jetzt schnell die Theorie: 1795 schrieb der Naturwissenschaftler James Hutton in seinem Buch "Zur Theorie der Erde", Seite 166, englische Ausgabe: Zitat: "Wenn die Nachfolge der Welten sich auf das System der Natur beruht, dann sucht man umsonst in irgendetwas Höherem nach dem Ursprung der Erde." Ich lese es nochmal: Zitat. Es sind kompliziert von Wissenschaftlern. Es findet etwas im Himmel statt. Die Adventbotschaft fängt an, 23. Oktober 1844. Und Satan will diese Botschaft mit einer Counter-Gegentheorie auf der Erde zerstören. Also 1795, hier fängt es an: Wenn die Nachfolge der Welten, wie sich die Welten entwickeln, was er mit Welten plural versteht, weiß ich nicht ganz, wenn sich das auf das System der Natur beruht, also nicht auf Schöpfung, er hat nicht gemacht, dann sucht man umsonst in irgendetwas Höherem nach dem Ursprung der Erde. Das Ergebnis unserer Nachforschung ist also, immer noch Zitat: "dass wir weder ein Zeichen eines Anfangs finden, noch die Aussicht eines Endes." Er hat also die Schöpfung der Welt durch einen Gott zerstört und daher gibt es keinen Anfang der Welt und deswegen, Adventisten, gibt es auch kein Ende.

[19:19] Titel meiner Predigt, ja eher ein Vortrag heute Nachmittag als eine Predigt: Am Ende der Anfang. Im Klartext: Wenn wir den Ursprung der Schöpfung nicht definieren können, dann wird man sich vergebens um eine Definition der Endzeit bemühen. Wer Ohren hat zu hören, der wird jetzt schon die Sehnsuchtmelodie eines adventistischen Trauermarsches vernehmen. Er hat nicht gemacht, so die Welt.

[19:49] Dann kam schon vorher 1788, schrieb derselbe James Hutton: "Die Gegenwart ist Schlüssel zur Vergangenheit." Das heißt, biologisch, geologisch, physiologisch können wir nur die Vergangenheit definieren, wenn wir uns die Gegenwart anschauen. Und da wir in der Gegenwart die Hand Gottes nicht sehen können, die schöpferische Kraft Gottes als Wissenschaftler, gibt es auch in der Vergangenheit keine schöpferische Kraft des lieben Gottes. Diesen Begriff werde ich mit Charles Darwin noch aufgreifen, also nur wissenschaftliche Beobachtung gegenwärtiger Realitäten erstattet Zugang zum Ursprung der Welt. Und dann kam es schlagartig und ich verteidige als Homo ignoramus nicht, dass die Welt eine Schale ist.

[20:47] 1789 George Cuvier mit seiner Theorie der evolutionären Sedimentologie, also die Welt als Schichten, wird die Welt als Schichtentwicklung erklärt. Dann kam Robert Chambers, Oktober 1844. Oktober 1844. Der Feind weiß unseren prophetischen Zeitplan. Genau zu diesem Zeitplan schrieb er ein Buch, Titel: "Elemente der natürlichen Geschichte der Schöpfung". Der Physiker Sir David Brewster meint, dies hat eine gute Chance, dieses Buch die Quellen der Wissenschaft zu vergiften, kreative Wissenschaft und auch das Fundament der Religion zu unterhöhlen. James E. Court, Chicago 2000, meint: Zitat: "Wie erhielt die Evolution diese Schlüsselrolle auf der öffentlichen Bühne um die Jahrhundertwende von 18 auf 1900, gerade als die Adventbotschaft anfing?" Er fragt: Wie erhielt gerade die Evolution diese Schlüsselrolle? Es stellt sich heraus, Zitat: "dass das weniger mit darwinischer Biologie oder einer Big-Bang-Astronomie zu tun hat. Stattdessen ist die kritische Periode die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts und der Drehpunkt ist die Antwort der Leser auf das Buch von Ronald Chambers, die Elemente, dass die Welt nicht durch einen Gott kam, sondern durch Evolution."

[22:36] Dann die berühmte Seefahrt 1831 bis 1836, die Seefahrt von Charles Darwin und ich nehme an, seine Biografie hat maßgeblich seine Theologie bestimmt, wie auch in unserem Leben. Sehr gefährlicher Schritt, aber machen wir auch Biografie, unser Leben definiert auf Theologie. In 1851 starb die vierjährige Tochter von Charles Darwin auf einmal. Der hat sich nicht als Atheist hergegeben, hat an Gott geglaubt, ist manchmal sogar sonntags in die Kirche gegangen, aber dann plötzlich starb seine kleine Tochter und wer kann schon an einen lieben Gott glauben, der einem eine vier Jahre alte Tochter wegnimmt? Und daher, meine ich, ist seine Theologie maßgeblich von seiner Biografie definiert worden. Dann kam "Die Entstehung der Arten" 1859, sein berühmtes Buch, das ich jetzt zur Hälfte gelesen habe. Wisst ihr, wie Gott diesem Buch Gegenstand geleistet hat? Ellen White 1858, ein Buch, Titel: "Der große Kampf". Und nicht-adventistische Historiker am Wheaton College haben festgestellt, Mark Knoll, "Scandal of the Evangelical Mind", der Skandal des protestantischen Gehirns, verstanden. Der hat festgestellt, dass die Counter-Theorie zur Evolution von Ellen White kam. Ein Nicht-Adventist ist schlau genug, das festzustellen.

[24:25] In der neuen Zeit hatte Johannes Paul II. schon die Türspalte zur Evolution seit Humani Generis 1950 noch weiter, tatsächlich weit geöffnet. Am 23. Oktober, 23. Oktober, Adventisten, 1996 schrieb Johannes Paul II.: Zitat: "Alles meine Übersetzung: Heute, nach über einem halben Jahrhundert nach dieser Enzyklikal neuen Erkenntnis, führt uns dazu, in der Evolutionstheorie mehr als eine Hypothese anzuerkennen. Die Konvergenz, weder gesucht noch induziert, des Resultats unabhängiger Arbeiten, konstituiert in sich selbst ein signifikantes, wichtiges Argument für diese Theorie." Im Klartext sagt der Papst: Wir unterschreiben die Evolutionstheorie.

[25:26] Was hat das mit der dreifachen Engelsbotschaft zu tun? Offenbarung 14, Vers 7 sagt: Zitat: "Betet spezifisch am Ende, vor allem nach 1844, den an, der gemacht hat." Und die Welt seit 1844 sagt: "Der nicht gemacht hat." Also eine direkte Konfrontation zwischen Wissenschaft und der dreifachen Engelsbotschaft. Und das werden wir noch mehr auspacken.

[26:02] Hans Küng habe ich in Tübingen getroffen. Hans Küng zitiert Karl Schmitz-Moormann: Zitat: Ganz genau zuhören, was die Theologen sagen. Der Theologe: Zitat: "Also bei deutschen Theologen muss man ja immer ganz genau aufpassen." Hans Küng, Zitat von Karl Schmitz-Moormann, Zitat: "Der Gedanke einer traditionellen Erlösung als Versöhnung und Lösung von den Konsequenzen des Falls Adams ist jedem Unsinn, dem der evolutionäre Hintergrund der menschlichen Existenz in der modernen Welt bekannt ist." Ich hatte keinen Zugang zum deutschen Buch, ist in seinem Buch "Credo" auf Englisch, Seite 21. Ich lese es noch einmal. Was ein Theologe hier sagt: Der Gedanke einer traditionellen Erlösung, Tod Jesu Christi am Kreuz, Versöhnung und Lösung von den Konsequenzen des Falls Adams ist für jeden Mann Unsinn. Er nennt das Kreuz Unsinn. Nonsense auf Englisch, dem der evolutionäre Hintergrund der menschlichen Existenz in der modernen Welt bekannt ist. Das heißt, was zerstört die Evolution? Die Evolution zerstört die Schöpfung, damit auch den Sabbat, damit auch das Heiligtum, damit auch die Zehn Gebote, damit auch das Kreuz und die Wiederkunft Christi. Das gesamte adventistisch-prophetische Paket ist aus dem Fenster raus. Deswegen betrachte ich die Evolution hier diesen Nachmittag so lange. Also übersetzt: Offenbarung 14, Vers 7: "Der gemacht hat", stimmt ja gar nicht, so die Wissenschaft. Keine Schöpfung, kein Schöpfer, kein 1. Mose, kein Sabbat, keine Zukunft, keine Wiederkunft. Das gesamte adventistische Adventgebäude fällt in sich zusammen, liegt in Schutt und Asche vor uns. Siebenten-Tags-Adventisten, kein Anschluss unter dieser Nummer. Sie haben sich kategorisch verwehrt. Leider ist unter dieser Nummer niemand erreichbar.

[28:36] Irgendwelche Franzosen hier unter uns? "Le numéro qui vous avez demandé n'est pas en service actuellement." So lautet es in Paris, wenn man die falsche Nummer wählt. Wir wurden davor gewarnt. Hier ein paar knallscharfe Zitate von Ellen White. 1877 schrieb sie gegen einen uniformitarischen Evolutionismus, der sich in Battle Creek auszubreiten schien. Zitat vom "Testimonies for the Church", vierter Band, 274: "Das Objekt zur Erstehung unseres Kollegiums war, um korrekte Perspektiven von Naturwissenschaft und Bibel anzubieten." Das heißt, adventistische Ausbildung ursprünglich war genau darauf konzipiert, um der Evolutionstheorie Widerstand zu leiten und nicht wissenschaftlich, also nicht dumm und ignorant, sondern wissenschaftlich und biblisch der Evolution Paroli zu bieten.

[29:54] "Apostelgeschichte" von Ellen White, nicht das Bibelbuch, Seite 474: "Die Warnungen des Wortes Gottes anbetracht der Gefahren, die die christliche Gemeinde umzingelt, so wie jetzt, Ellen White wusste es, die Gemeinde ist umzingelt von Gefahren, sind für uns heute bestimmt, wie in den Tagen der Apostel Menschen versuchten mit Tradition und Philosophie den Glauben an der Schrift zu zerstören. So auch heute mit den betörenden Anmaßungen der höheren Kritik, Tübingen, Evolution, Spiritismus, Theosophie, Pantheismus will der Feind der Gerechtigkeit Seelen auf einen verbotenen Pfad leiten." Das heißt, worum geht es mit der Evolution und den anderen Paketen der Philosophie? Es geht nicht nur um Theorie gegen Theorie, es geht ultimativ darum, um Seelen zu zerstören, auf Ewigkeit. Darum geht es.

[31:04] "Review and Herald", 1. März 1898, Zitat: "Viele unserer sogenannten Freunde der Pädagogik, also in unseren eigenen Reihen, werden es bestreben, der Religion und Wissenschaft die Scheidung einzureichen." So Ellen White. Und an der GK diesen Sommer in San Antonio, werde ich auch da sein, ist ja ein Versuch, die Glaubensbekenntnisse der Adventgemeinde etwas umzuformulieren, dass es nicht mehr klar eine Sechstagesschöpfung ist. Das heißt, wir kämpfen mit diesen Spannungen immer noch im Jahre 2015. Ich habe noch mehr Zitate, aber die Zeit rennt.

[31:56] "Spiritual Gifts", Geistesgaben, dritter Band, Seite 91. Jetzt muss man sich mal anschnallen. Ellen White meint, die Schöpfung zu bezweifeln ist die schlimmste Form der Ungläubigkeit, eine Anklage gegen die Weisheit Gottes. Es ist, Zitat: "die schlimmste Form der Ungläubigkeit, eine Anklage gegen seine Weisheit." Nur noch ein paar Zitate und dann: Was bedeutet das für uns? Der Mensch ist ohne Entschuldigung. Ich glaube, auf Deutsch heißt es "Der große Arzt", "Ministry of Healing", Seite 414. Der Mensch ist ohne Entschuldigung. Gott hat uns genug Grund zum Glauben gegeben. Der Glaube ist nicht nur blind. Wir haben auch Grund zum Glauben, wenn wir glauben wollen. Und dann sagt sie: "In den letzten Tagen, in den letzten Tagen wird die Erde fast des wahren Glaubens verarmt sein. Unter den kleinsten Vorwänden wird das Wort Gottes als nicht verlässlich abgetan werden, während die menschliche Vernunft angenommen wird, obwohl sie in Opposition zu den klaren Fakten der Schrift steht. Der Mensch wird versuchen, das Werk der Schöpfung mit natürlichen Ursachen zu erklären, was Gott nie offenbart hat." Das heißt, sie meint, auf dem Zeitplan der Prophetie ist der Druck zur Evolution ein Zeichen der Endzeit. Ein klares Zeichen.

[33:43] Hiob 38,4: Gott meint: "Wo warst du, als ich die Erde gründete? Sage es doch, wenn du so klug bist." "Ministry of Healing" 414 noch mal: "In der Schöpfung der Welt war Gott nicht auf schon existierende Materie angewiesen. Er sprach und es war." Und deswegen ist eine stille Zeit so wichtig. Eine Stunde am Tag, ohne Facebook, ohne Handy, ohne Elektronik, ohne Batterien. Sich einfach dem Wort Gottes preisgeben und das Wort Gottes hat schöpferische Kraft. "In der Schöpfung der Welt war Gott nicht auf existierende Materie angewiesen. Er sprach und es war. Er gebot und es stand fest." Psalm 33, Vers 9. Wahrscheinlich im Deutschen ein Vers 8 oder ein Vers 10. "Alle Dinge, materiell oder geistlich, standen vor der Stimme des Herrn Jehovas auf und wurden für seinen Zweck kreiert. Die Himmel und ihre Scharen, die Erde und alles darin kamen zur Existenz durch den Atem seines Mundes."

[34:54] "Education" Seite 134: "Die tiefgründigsten Studenten der Wissenschaft sehen sich gezwungen, in der Natur eine unendliche Kraft zu erkennen. Das Menschenverstand ohne Hilfe macht alles widersprüchlich und enttäuschend. Nur im Licht der Offenbarung kann die Natur recht gelesen werden. Durch den Glauben verstehen wir."

[35:19] Warum ist das so wichtig? Ich habe zwei Thesen. Nummer 1: Die Sprache der Schöpfung ist auch die Sprache des Neuen Testaments. Werde ich noch erklären. Jesus im Neuen Testament tritt als Neuschöpfer auf. Im Griechischen übersetzt sich das Wort für heilen auch für erlösen. Zum Beispiel Matthäus 9, Vers 22 und Lukas 7, Vers 50. Werde ich jetzt nicht aufschlagen, sollte ich gleiche Geschichte. In der gleichen Geschichte heilt Jesus eine Frau und einmal meint ein Evangelist: "Dein Glaube hat dich geheilt", und mit dem gleichen griechischen Wort schreibt der andere Evangelist: "Dein Glaube hat dich erlöst." Das heißt, Jesus in den Evangelien tritt als Heiland auf, was eigentlich ein Neuschöpfer ist. Das muss man sich mal überlegen. Wenn die Schöpfung nicht wahr ist, Offenbarung 14, Vers 7: "Er hat nicht gemacht", dann hat auch Jesus nicht gemacht und das gesamte Evangelium ist zerstört. Johannes Kapitel 1, Vers 1. Braucht ihr gar nicht aufschlagen. "Im Anfang war das Wort." Ein Zitat aus 1. Mose 1, Vers 1, Septuaginta. Das heißt, Johannes als Evangelist möchte uns Jesus als Neuschöpfer vorstellen. Wer Jesus als Erlöser akzeptiert, bei dem wird im Leben eine Neuschöpfung stattfinden, die so groß ist, wie die ursprüngliche Schöpfung der Welt. 2. Korinther 5, Vers 17: "Wer Jesus hat, wer an Jesus glaubt, das Alte ist vergangen, siehe, alles ist neu geworden, der ist eine neue Schöpfung Gottes." Deswegen ist die Schöpfung so wichtig für die dreifache Engelsbotschaft.

[37:38] These Nummer 2: Die Sprache der Schöpfung ist auch die Sprache des Kreuzes. Wenn die Schöpfung nicht Realität ist, dann haben wir große Probleme mit dem Kreuz. Schnell zuhören. Also jetzt setze ich mich von meinem Mietwagen Kia Ceed in einen Porsche Macan. Nummer 1: Adam wird der zweite Adam genannt. Nummer 2: Adam war nackt, am Kreuz war Jesus auch nackt. Adam wurde am Freitag geschaffen, Jesus wurde am Freitag ans Kreuz genagelt. Nummer 3: Adam wurde in einen Garten gesetzt, Jesus hat in einem Garten gebetet und wurde dann in einem Garten begraben. Nummer 5: Adam und Eva haben an einem Baum gesündigt, Jesus wurde an einem toten Baum genagelt. 1. Mose 3, Vers 18: Adam empfing Dornen als Strafe des Fluches. Was war auf dem Kopf Jesu Christi? Ein Dornenkranz. Damit sagt Jesus: Ich will den Fluch der Menschheit auf meinen Kopf aufnehmen und euch eine Neuschöpfung im Paradies gestatten. Nummer 7: Jesus kümmerte sich vom Kreuz aus um seine Mutter. Mann-Frau-Beziehung aufrechterhalten im Garten Eden, ging sie kaputt. 1. Mose 1, Vers 2: Am Anfang der Schöpfung war es Dunkelheit, am Kreuz war es Dunkelheit. Ein seltsames, seltenes Wort in der Bibel, wir gebrauchen es oft. 37 Sekunden. Paradies. Adam und Eva waren im Paradies. Jesus verspricht dem Schächer am Kreuz das Paradies bei der Wiederkunft Christi. Paradies, Paradies. Nummer 10: "Warum hast du mich verlassen?" Adam und Eva haben die Gegenwart Gottes verlassen, verloren. Die hat Jesus auch gespürt und das konnte er nicht ertragen, er starb. Am Kreuz meint die Menge: "Komm doch runter, du musst nicht sterben." Die Schlange meinte mit Eva: "Hat er wirklich gesagt, du musst nicht sterben?" Am Kreuz sagt Johannes 19, Vers 30 der Jesus: "Es ist vollbracht." Zitat aus 1. Mose 1, Vers 31: Jesus gibt seinen Atem auf, damit wurde der Adam lebendig. Durch den Atem Gottes, Jesus gibt diesen Atem auf. Also die alte Diskussion, haben die Römer oder die Juden den Jesus getötet? Jesus hat freiwillig sein Leben aufgegeben für uns. Der letzte Atem, dann Sabbatruhe, Kreuz, Sabbatruhe und dann Auferstehung. Das heißt, am Kreuz findet eine Reversion, eine Rückspulung des Fluches statt und Jesus ermöglicht uns, ein ewiges Leben in der neuen Erde zu haben. Also wieder zurück zum 1. Mose. Das heißt, wenn Schöpfung nach Evolution nicht möglich ist und 1. Mose 1 eine Lüge ist, dann fällt die ganze Kreuzestheologie des Evangeliums in sich zusammen.

[41:27] Deswegen meint der Engel, Offenbarung 14, Vers 7: Betet den an, der gemacht hat. Noch zwei Minuten? Zweieinhalb Minuten? Für zwei Euro?

[41:47] Ich muss euch noch etwas zeigen. Offenbarung Kapitel 14, Vers 7. Ich bin ja Deutscher und unsere griechischen Bibeln, die wir weltweit benutzen, auch in Amerika, kommen aus Stuttgart. Deutsche Bibelgesellschaft. Diese griechischen Bibeln, ich habe meine hier nicht mit, ich habe eine Textus Receptus in meiner Brieftasche. Diese Bibeln werden von Wissenschaftlern konzipiert und gedruckt, die sich über Kreuz und Auferstehung und Jesus läuft auf dem Wasser überhaupt nicht kümmern. Das sind säkulare theologische Wissenschaftler. In meiner griechischen Bibel ist in Offenbarung 14, Vers 7 eine Fußnote, ein Hinweis auf einen alttestamentlichen Text. Wisst ihr, was dieser Text ist? 2. Mose Kapitel 20, Vers 11. Das Sabbatgebot. Das heißt, ein Tübinger, zigarrenrauchender, biertrinkender Theologe kann feststellen, dass zwischen Offenbarung 14, Vers 7, der den Himmel und die Erde und die Wasserquellen gemacht hat, ein direkter Zusammenhang zum Sabbat besteht. Das heißt, ohne Ellen White, ohne adventistische Literatur besteht ein Zusammenhang linguistisch zwischen Offenbarung 14, Vers 7, der ersten dreifachen Engelsbotschaft und dem Sabbatgebot. Und dann kommt noch ein kleines Detail und dann mache ich Schluss. Am Ende der Anfang. In Offenbarung 14, Vers 7 steht: "alles, was im Meer ist und die Wasserquellen." Das ist ein Hinweis nicht auf die Schöpfung, sondern auf die Sintflut. Menschheit, passt auf, betet den an, der gemacht hat, denn irgendwann wird einmal Schluss sein, so wie in der Sintflut. Die Zeit ist nicht zyklisch, die haben mir noch Zeit geschenkt, ist nicht zyklisch, so wie im Hinduismus, sondern linear und irgendwann ist einmal Schluss.

[44:11] Das Verb ist Anbetung, es ist ein Gebot. Ich mache in 60 Sekunden Schluss. Was war die letzte Versuchung Jesu Christi? Brot vom Berg runterspringen, vom Tempel runterspringen und dann Anbetung. Die letzte Versuchung des Satans für Jesus, da ging es um die Anbetung. Wenn die Botschaft der dreifachen Engel Anbetung ist, dann heißt das für mich, dass wir in der letzten Phase der menschlichen Versuchung stehen. Und die Anbetung taucht auch in den zehn Geboten auf. Ehebruch abgehakt vom Satan, meint ihr nicht? Stehlen, Morden, Lügen, kein Problem für die Menschheit. Und systematisch arbeitet sich der Satan jetzt durch die zehn Gebote und wird bald, mein Versprechen aus der Bibel, sich auf den Sabbat fokussieren und auf die Anbetung. Ein Gebot nach dem anderen.

[45:18] Aber ich möchte euch mit einer guten Nachricht verabschieden für diesen Nachmittag. Persönlich: Wer die Welt in sieben oder sechs Tagen schaffen kann, der kann auch dein zerstörtes Leben wieder aufbauen. Das heißt, die dreifache Engelsbotschaft ist nicht nur gute Theologie, sie ist auch die wahre Therapie, die die Menschheit im Jahre 2015 braucht.

[45:56] Du erschaffst die Erde, Herr, sprich noch einmal: Es werde. Am Ende der Menschheit ein Aufruf zum Anfang. Stehen wir gemeinsam auf und beten noch. Vor der nächsten Breakout-Session.

[46:20] Herr, du bist der Schöpfer und wir stehen zerbrochen vor dir. Trotz Theologie und Evolutionslehre und 1844 und Charles Darwin und die Attacke auf die Schöpfungslehre, möchten wir kurz hier persönlich beten. Wer in diesem Moment, 17 Uhr irgendwas, an diesem Donnerstag vor dir ungeschaffen, vom Fluch leidend, zerstört vor dir steht, für den bete ich: Sprich noch einmal in seinem, in ihre Herzen: Es werde. Sei unser Schöpfer. Wir beten dich an. Im Namen Jesu. Amen.


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