Diese Predigt von Johannes Kolletzki beleuchtet die Bedeutung der Botschaft von 1888, insbesondere der Gerechtigkeit aus Glauben, im Kontext der Drei-Engel-Botschaft der Offenbarung. Es wird betont, wie diese Botschaft die Grundlage für ein vollkommenes, sündloses Leben in Christus bildet und die entscheidende Rolle für die Vollendung des Werkes Gottes spielt. Die Predigt fordert die Zuhörer auf, diese Wahrheit anzunehmen und sich auf die Wiederkunft Jesu vorzubereiten.
J.O.S.U.A. – 8. Und ein anderer Engel folgte …
Johannes Kolletzki · J.O.S.U.A. BW-Camp Meeting 2015: Offenbarung 14,6-14 ·Themen: Altes Testament, Bibel, Bibelstudium, Erweckung, Mission, Neues Testament, OffenbarungWeitere Aufnahmen
Serie: J.O.S.U.A. BW-Camp Meeting 2015: Offenbarung 14,6-14
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Transkript
[0:00] Ein wunderschönen guten Morgen! Ich hoffe, ihr habt gut geschlafen und habt euch erfrischt, denn ein neuer Tag beginnt und Gott hat vor uns reichen Segen zu schenken und neues Licht zu schenken und neue Erkenntnisse und uns zu bevollmächtigen, das ewige Evangelium in die ganze Welt zu tragen. Und hier fängt es an. Ich möchte euch einladen, bevor wir mit der Andacht beginnen, dass wir noch einmal besonders um den Heiligen Geist bitten und wo es möglich ist, dass wir dazu niederknien. Herr Jesus Christus, du bedeutest alles für uns und wir sind dir so dankbar für diese Gelegenheit hier, dass wir uns versammeln können als Brüder und Schwestern. Du hast uns in eine Gemeinde gestellt und einen gewaltigen Auftrag gegeben. Du hast uns so große Segnungen zur Verfügung gestellt und durch den Heiligen Geist wohnst du selbst in uns, Gott mit uns. Herr, wir möchten verstehen, wie groß unsere Vorrechte sind, die Segnungen, die Verheißungen, die du uns schenkst. Wir möchten das ewige Evangelium begreifen und wir bitten, dass du mit deinen Engeln hier bist, dass du die Herzen auftust, dass dein Heiliger Geist wirkt. Herr, dass du Vollmacht schenkst, dass du meine Lippen salbst und dass alles zu deiner Ehre geschieht. Herr, wir erwarten Großes von dir und in Jesu Namen tue du dieses Große, denn wir brauchen es, damit dein Werk vollendet wird. Habt Dank dafür, in Jesu Namen. Amen.
[2:05] Das Thema unserer Andacht lautet: „Und ein anderer Engel folgte und sprach.“ Offenbarung 14 Vers 8. Aber eigentlich möchte ich viel lieber mit euch über 1888 sprechen, über die Generalkonferenz in Minneapolis im Jahr 1888. Und wisst ihr was, das ist auch gar nicht so schwer, denn das große Thema von 1888 war ja Gerechtigkeit aus Glauben, verkündet von diesen zwei jungen Predigern A.T. Jones und E.J. Wagoner. Und der Glaube, der kommt ja wörtlich in der dreifachen Engelsbotschaft vor, nämlich beim dritten Engel, Vers 12, Offenbarung 14. Wenn ihr es mit aufschlagen wollt, Offenbarung 14 Vers 12. Hier sind die, die den Glauben Jesu bewahren. Es ist also gut möglich, diese beiden Themen miteinander zu verknüpfen: 1888 und die Drei-Engel-Botschaft. Aber ich gehe noch einen Schritt weiter, einen großen Schritt weiter. Man muss sie sogar verknüpfen. Wenn wir die Botschaften der drei Engel nicht eingerahmt und untermauert und durchleuchtet von der Botschaft Gerechtigkeit aus dem Glauben, wie sie 1888 und in den folgenden Jahren von Jones und Wagoner verkündet worden ist, predigen, dann bleibt sie wirkungslos. Es gibt ein bekanntes Zitat von Ellen White über die enge Verzahnung der Drei-Engels-Botschaft und der Botschaft der Gerechtigkeit aus dem Glauben, wie sie 1888 verkündet worden ist. Zwei Jahre nach der Generalkonferenz von Minneapolis schrieb Ellen White, Review and Herald, 1. April 1890: „Ich habe mehrere schriftliche Anfragen bekommen, ob die Botschaft der Rechtfertigung aus Glauben die Dritte-Engels-Botschaft ist. Und ich habe geantwortet: Sie ist wahrhaftig die Dritte-Engels-Botschaft.“ Jetzt muss man verstehen und beachten, wenn Ellen White den Begriff Dritte-Engels-Botschaft gebraucht, dass sie oft diesen Begriff so verwendet hat, dass er die ersten beiden Engel mit umfasst. Ihre Aussage bedeutet also eigentlich, dass der Kern der dreifachen Engelsbotschaft – erster, zweiter und dritter Engel – die Gerechtigkeit aus Glauben ist.
[4:59] Zurück zum Andachtsthema: „Und ein anderer Engel folgte und sprach.“ Zwei Dinge fallen da auf. Erstens, die Botschaft hat mehrere Teile. Gott hätte ja auch einen Engel schicken können, der das Ganze verkündigt. Nein, nach und nach, Schritt für Schritt. Jeder Engel hat seine Aufgabe zu erfüllen, sein Werk beizutragen, bis es am Ende vollständig ist. Schritt eins, Schritt zwei, Schritt drei. Und so geschieht auch Gerechtigkeit aus Glauben, Schritt für Schritt. Und jeder Schritt ist wichtig. Jeder Tag bringt uns ein Stückchen näher der Vollendung. Und dazu gehört auch, dass die zweite Engelsbotschaft dann ja in Offenbarung 18 noch einmal wiederholt wird von diesem Engel, der hier niedersteigt, dessen Herrlichkeit die ganze Erde erleuchtet und der dann mit lauter Stimme spricht: „Gefallen, gefallen ist Babylon.“ Und auch das ist etwas, was uns hinführt zur Vollständigkeit, zur Vollendung. Nämlich das, was wir vielleicht eigentlich schon wissen, was uns schon bekannt ist, dass wir es immer wiederholen. Jeden Tag neue Hingabe an Christus. Jeden Tag neu aus seinem Wort leben. Jeden Tag die Entscheidung für die Ewigkeit, für die Treue wiederholen. Immer wieder, immer wieder. So geschieht Gerechtigkeit aus Glauben, indem wir treu bleiben, ausharren bis ans Ende. Immer wieder, Tag für Tag bis zur Vollendung. Das ist der erste Punkt, der mir auffällt: mehrere Teile und da wiederholt sich was. Und der zweite Punkt, der auffällt ist, dass dieser Engel spricht. Ja, vielleicht sagt ihr, ja, die sprechen ja alle. Nein, nicht ganz. Wenn ihr anschaut in Offenbarung 14, der erste Engel und der dritte Engel, was steht dort? Sie sprechen mit lauter Stimme. Aber der zweite Engel spricht nur.
[7:26] Bevor wir uns die Frage stellen, was das bedeutet, was das mit dem Kern dieser Botschaften zu tun hat, nämlich der Gerechtigkeit aus Glauben, müssen wir Gerechtigkeit definieren. Was ist Gerechtigkeit? Schlagen wir Jeremia auf und dort lesen wir eine messianische Verheißung. Jeremia 23. Jeremia 23 und wir lesen Vers 5 und 6: „Siehe, Tage kommen, spricht der Herr, da ich David einen gerechten Spross erwecken werde. Und er wird als König regieren und verständig handeln und Recht und Gerechtigkeit üben im Land. In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel in Sicherheit wohnen und dies wird sein Name sein, womit man ihn nennen wird: Der Herr, unsere Gerechtigkeit.“ Was wird hier gesagt über Christus? Er wird genannt der gerechte Spross, und das ist seine Eigenschaft. Er ist gerecht. Aber dann wird auch gesagt, dass er Recht und Gerechtigkeit übt, und das ist ein Handeln oder ein Leben, das sich aus der Eigenschaft ergibt. Gerechtigkeit tun. Nun, was ist der Maßstab biblisch für Recht und Unrecht? Gottes Gesetz. Gerechtigkeit bedeutet Übereinstimmung mit Gottes Gesetz, und Gottes Gesetz ist eine Kopie seines Charakters. Gerechtigkeit heißt also völlige Übereinstimmung mit Gottes Charakter im Sein und im Tun, so wie Christus der gerechte Spross war und Gerechtigkeit geübt hat. Ellen White drückt es so aus, Review and Herald, 21. August 1894: „Gerechtigkeit bedeutet gut zu sein und Gutes zu tun.“ Ganz simple Definition, die können wir uns gut merken. Gerechtigkeit bedeutet gut zu sein und Gutes zu tun. Eine Einheit von innen und außen. Wie nennt Gottes Wort es, wenn etwas oder jemand völlig mit Gottes Willen übereinstimmt? Wenn also es ganz so ist, wie Gott es beabsichtigt hat. Sie nennt es Vollkommenheit. Gerechtigkeit, Übereinstimmung mit Gott, Gerechtigkeit aus Glauben ist Vollkommenheit aus Glauben. Warum? Weil es gar keine unvollkommene Gerechtigkeit gibt. Es gibt keine teilweise oder übereinstimmende, also weitgehende Übereinstimmung mit Gottes Willen, denn Gottes Wort sagt, wenn ich irgendwie nicht mit Gottes Willen übereinstimme, dann sagt Johannes, 1. Johannes 5, 17: „Jede Ungerechtigkeit ist Sünde.“ Wir tun Gottes Willen entweder ganz oder eigentlich gar nicht. Ich bin entweder ganz gehorsam oder ganz ungehorsam. Sagt Jakobus nicht das Gleiche? Schlagt mit mir auf Jakobus 2, Vers 10 und 11. Jakobus 2, Vers 10 und 11: „Denn wer irgend das ganze Gesetz hält, aber in einem strauchelt, ist aller Gebote schuldig geworden. Denn der, der gesagt hat: Du sollst nicht Ehe brechen, hat auch gesagt: Du sollst nicht töten. Wenn du nun nicht Ehe brichst, aber tötest, so bist du ein Gesetzesübertreter geworden.“ Gehorsam bedeutet immer vollständiger Gehorsam, vollkommener Gehorsam. Und sagt Jesus nicht das Gleiche? Als der Schriftgelehrte ihn nach dem Weg zum ewigen Leben fragt, verweist Jesus ihn auf das Gesetz und sagt damit: Um ewiges Leben zu erben, brauchst du Gerechtigkeit. Wie sieht das praktisch aus? Lukas 10, 27: Der Schriftgelehrte, Jesus lässt ihn selbst antworten: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Verstand und deinen Nächsten wie dich selbst.“ Ganz, ganz, ganz vollständig, vollkommen. Gerechtigkeit ist Liebe, die Liebe, die hier im Alten Testament beschrieben ist, von der wir gerade gelesen haben. Liebe den Herrn von ganzem Herzen. Gerechtigkeit ist Liebe, und ein gerechtes Leben ist ein liebevolles Leben. Und echte Liebe ist Vollkommenheit, weil sie völlige Übereinstimmung mit Gott ist, denn Gott ist Liebe. Das ist die Vollkommenheit, die Gott uns versprochen hat und zu der Jesus uns aufruft: bedingungslose Liebe. Matthäus 5, 48, dieser bekannte Vers, steht in genau diesem Zusammenhang. In Vers 48 sagt Jesus: „Ihr sollt vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.“ Und wenn ihr vertraut seid mit der biblischen Ausdrucksweise, genau das gleiche in den zehn Geboten, dann wisst ihr, wenn die Bibel sagt, ihr sollt, ist das immer gleichzeitig eine Verheißung: ihr werdet. Alle zehn Gebote können auch so übersetzt werden aus dem Hebräischen: Du wirst nicht töten, du wirst nicht stehlen, du wirst nicht Ehe brechen, weil Gott weiß, wir können das aus uns niemals tun. Aber es ist ein Versprechen von ihm: Du wirst nicht. Und eine Aufforderung: Du sollst nicht. Matthäus 5, ab 44, ich lese nur ausschnittweise. Jesus sagt dort, Zusammenhang zwischen Liebe und Vollkommenheit: „Liebt eure Feinde.“ Vers 46: „Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe? Nichts Besonderes.“ Vers 48: „Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“ Bedingungslose Liebe, das heißt, ihr sollt eure Liebe jedem geben, so wie Gott jeden liebt. Vollkommenheit ist völlige, lückenlose Liebe. Und Liebe ist völlige Übereinstimmung mit Gottes Gesetz, völlige Gerechtigkeit. Und so definiert an einer Stelle auch Ellen White biblische Vollkommenheit. Sie sagt, wann ist unser Charakter vollständig und vollkommen? Dann, wenn der Impuls, anderen Gutes zu tun, ununterbrochen in uns vorhanden ist. Wenn wir ständig das Bedürfnis haben: Ich möchte dir, ich möchte euch zum Segen sein, dann sind wir vollkommen. Das ist Gottes Ziel für uns, etwas Wunderschönes. Hier ist noch ein wunderbares Ellen White Zitat dazu, was Gerechtigkeit ist und wie wir diese Gerechtigkeit erhalten. Aus dem Buch „The Faith I Live By“, Seite 109: „Gerechtigkeit ist Heiligkeit, Gottähnlichkeit, und Gott ist Liebe. Sie ist Übereinstimmung mit Gottes Gesetz, denn alle deine Gebote sind Gerechtigkeit. Und die Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes. Gerechtigkeit ist Liebe, und Liebe ist das Licht und Leben Gottes. Gottes Gerechtigkeit ist in Christus verkörpert. Wir empfangen Gerechtigkeit, und das ist entscheidend für uns. Wir empfangen Gerechtigkeit, indem wir ihn empfangen, Christus. Wir empfangen Gerechtigkeit, wenn wir Christus empfangen.“
[16:34] Frage: War Jesu Gerechtigkeit, sein Gehorsam und seine Liebe vollkommen oder unvollkommen? Vollkommen, absolut. Wenn wir ihn im Glauben empfangen und in unser Herz aufnehmen und er seine Gerechtigkeit mitbringt, denn wir haben ja keine eigene, so dass Christus in uns wohnt, was für eine Gerechtigkeit empfangen wir dann? Eine vollkommene oder eine unvollkommene? Eine vollkommene. Es ist ja Gottes Gerechtigkeit. Wie nennt die Bibel den Prozess, wenn wir Gottes Gerechtigkeit empfangen, wenn sie uns verliehen wird? Heiligung. Was muss gehen, wenn Gerechtigkeit in unserem Herzen einzieht? Die Ungerechtigkeit oder die Sünde? Was sind wir dann, wenn die Heiligung in uns vollendet ist? So wie die Bibel sagt, dass die Heiligung in uns vollendet werden soll: Ohne Sünde oder sündlos. Gerechtigkeit aus Glauben ist Christi sündloses, makelloses, herrliches Wesen, das dir und mir verliehen wird, so dass am Ende unseres Lebens von unserer Sündigkeit und unseren Charaktermängeln und unserer Nacktheit nichts mehr zu sehen ist, selbst nicht vor den Augen heiliger Engel und eines heiligen Gottes. Ist das nicht unglaublich fantastisch? Gerechtigkeit aus Glauben ist Sündlosigkeit aus Glauben. Völlig unverdient als Gnade Gottes. Und das sage nicht ich, sondern das sagt Christus selbst durch den Geist der Weissagung. Science of the Times, 23. Juli 1902: „Jeder, der durch den Glauben Gottes Geboten gehorcht, wird den Zustand der Sündlosigkeit erreichen, in dem Adam vor seiner Übertretung lebte.“ Wow. Das ist das ewige Evangelium.
[19:25] Und jetzt kommt das riesengroße Problem. Das erklärt, warum 170 Jahre nach 1844 die drei Engel noch immer am Himmel kreisen und auf die Vollendung des Werkes warten. Wir glauben es nicht. Ich spreche jetzt nicht individuell über einzelne Personen. Ich spreche jetzt über uns. Nicht mal als Gruppe hier, nicht mal als Gemeinde in Deutschland, sondern als weltweite Glaubensgemeinschaft. Wir glauben es nicht. Es war der Unglaube, der Israel davon abgehalten hat, ins gelobte Land einzuziehen. Derselbe Unglaube hat dafür gesorgt, dass wir noch immer hier auf der Erde sind. Wir bekämpfen es als Fanatismus und schmähen es als Perfektionismus. Wir haben Jesus zu einem Extremisten abgestempelt und sein eigentliches Erlösungswerk, Vollkommenheit aus Glauben, als Irrlehrer abgelehnt. Völlige Vergebung? Ja. Völlige Heiligung? Nein. Überall ist Zweifel, Skepsis und Unglaube, wenn es um dieses Thema geht. Und mein tägliches Gebet ist: Oh Herr, öffne uns die Augen. Denn genau hier an diesem Punkt liegt die wahre Herrlichkeit und Tiefe und Schönheit und Kraft von Jesu Erlösungswerk. Und wer das einmal als Wahrheit erlebt hat, der kann nicht anders als Jesus für dieses Wunder der Erlösung zu danken, zu loben, zu singen und ihn zutiefst dafür zu lieben. Ihr Lieben, das ewige Evangelium hat eine Herrlichkeit, die wir kaum erahnen. Denn es ist eine Offenbarung von Gottes Herrlichkeit und vergebender Liebe und neuschaffender Macht. Und der Herr sagt uns heute als Gemeinde und persönlich das Gleiche wie zu Martha an Johannes 11, Vers 40: „Habe ich dir nicht gesagt, wenn du glauben würdest, würdest du die Herrlichkeit Gottes sehen?“ Warum sehen wir sie noch nicht? Warum ist der Engel aus Offenbarung 18 noch nicht auf die Erde herniedergekommen? Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen. Und der Herr sagt zu uns heute das Gleiche wie zu Thomas: „Sei nicht ungläubig, sondern gläubig.“ Der Herr schenkt dir diesen Glauben. Ergreife ihn.
[22:40] Heute ist der Tag. Ich komme zurück auf die Drei-Engel-Botschaft, die eigentlich die Botschaft der Gerechtigkeit aus Glauben ist und auf Jones und Wagener, die genau diese Botschaft 1888 verkündigt haben. Im Oktober 2013, und ich sage schon jetzt, es tut mir leid, aber ich muss ein bisschen überziehen. Oktober 2013, 125 Jahre nach Minneapolis, veröffentlichte der Adventist Review eine Sonderausgabe über die Botschaft von Jones und Wagener. Ich bemühe mich, dass ich nur wenig überziehe. Ich möchte mal so einen ersten Überblick geben: Was haben die eigentlich gepredigt, Jones und Wagener? Denn es ist heute kaum noch bekannt. Für mich war das auch neu, zu meiner Schande muss ich das sagen. Ich möchte zitieren aus diesem Artikel. Da ist ein Artikel, also erschienen im Adventist Review, also ganz neu, 2013, von Bill und Sean Brace. Sie schreiben: „Das gibt uns einen Überblick. Vor fast 125 Jahren machte Ellen White die kühne Aussage: ‚Ein Interesse wird im Vordergrund stehen, ein Thema alle anderen verdrängen: Christus, unsere Gerechtigkeit.‘ Das war Ellen Whites ganzer Fokus. Das war der Grund, warum sie später berichtete: ‚Jede Faser meines Herzens sagte Amen.‘ Als sie dieselbe Botschaft von zwei Jungpredigern hörten, Alonso T. Jones und Ella G. Wagoner, was sie verkündigten, nannte sie eine ‚überaus wertvolle Botschaft‘. Sie sagte sogar, es sei der laute Ruf aus Offenbarung 18, der ‚die ganze Erde mit seiner Herrlichkeit erleuchten sollte.‘“ Habt ihr das gehört? Ich verlasse den Artikel. Die Botschaft von Wagoner und Jones ist dieselbe Botschaft wie der laute Ruf des Engels aus Offenbarung 18. Das ist unglaublich. Wisst ihr warum? Weil dieser laute Ruf deswegen laut ist, schreibt Ellen White an anderer Stelle, weil er mit der Kraft des Heiligen Geistes verbunden wird. Der laute Ruf ist verknüpft mit dem Spätregen, und wenn sie sagt, die Botschaft von Wagoner und Jones war eigentlich der laute Ruf, dann sagt sie, es war die Botschaft des Spätregens. Es war die Botschaft, die den Spätregen herbeiführt, auf den wir seit Jahren und Jahrzehnten warten. Habt ihr das gewusst? Warum wird diese Botschaft nicht weit und breit verkündigt, in jeder Gemeinde gepredigt, laut und deutlich? Jeder Bruder, jede Schwester, jedes Kind sollte diese Botschaft kennen und verstehen und leben. Wollen wir den Spätregen? Brauchen wir ihn nicht dringend? Dann brauchen wir die Botschaft von 1888. Gott hat uns den Schlüssel schon in die Hand gegeben.
[25:46] Ich zitiere weiter in dem Artikel: „Zitat Ellen White: ‚Diese Botschaft‘, schrieb sie, ‚sollte die Welt deutlicher auf den erhöhten Heiland hinweisen, das Opfer für die Sünden der ganzen Welt. Sie lud die Menschen ein, Christus die Gerechtigkeit zu empfangen, die sich im Gehorsam gegen alle Gebote Gottes zeigt, vollkommener Gehorsam.‘“ Aus Manuscript Releases, Band 14, Seite 128. Wagoner erklärte: „Eines der ermutigendsten Dinge in der Bibel sei zu erkennen, dass Christus die menschliche Natur in ihrem sündigen Zustand auf sich nahm.“ So weiter Artikel. Wenn wir Christus die Gerechtigkeit empfangen, sagt Schwester White, dann zeigt sich das im Gehorsam gegenüber allen Geboten, und das ist vollständiger oder vollkommener Gehorsam. Kommt er aus uns? Nein, natürlich nicht. Wer nur ein bisschen sich selbst kennt, der weiß, das geht nicht. Wir empfangen ihn. Wir empfangen ihn, indem wir Christus empfangen im Glauben. Das ist ein Geschenk, da wird nichts verdient. Weiter im Artikel. Jetzt wird dieser Punkt auch betont. Ellen White betonte sehr nachdrücklich, dass ein entscheidendes Element dieser Botschaft war: „Kein Punkt muss intensiver besprochen, häufiger wiederholt und fester im Denken verankert werden, als die Unmöglichkeit für den gefallenen Menschen, sich durch seine eigenen, noch so guten Werke irgendetwas zu verdienen.“ Also diese Botschaft stand auf zwei Beinen. Das eine Bein war, wir können aus uns selbst gar nichts tun. Wir sind hilflos. Wir sind in unseren Sünden tot. Und das andere Standbein war: Aber Christus kann uns auferwecken, und in ihm und er durch uns kann alles vollbringen. Alle Dinge sind möglich dem, der glaubt.
[27:55] Weiter im Artikel: „Menschen wurden eingeladen, im Glauben Christus die Gerechtigkeit zu empfangen, sowohl den zugerechneten als auch den verliehenen Aspekt. White, Jones und Wagoner erkannten, dass das Evangelium in der Lage war, das Herz zu verändern und von Sünde zu retten, nicht in Sünde.“ Zitat Ellen White: „Der Herr hat Bruder Jones und Bruder Wagoner berufen, der Welt eine Botschaft zu bringen, um ein Volk vorzubereiten, am Tag Gottes zu bestehen.“ Wünschen wir uns die Wiederkunft? Sind wir auch bereit für sie? Diese Botschaft wird uns vorbereiten, am Tag Gottes zu bestehen.
[28:39] Weiter im Artikel: Wagoner und Jones wussten beide darum, und ersterer schrieb 1890, Wagoner: „Und so stellen wir fest, wenn Christus uns mit dem Kleid seiner eigenen Gerechtigkeit bedeckt, dient es nicht als Deckmantel für Sünde, sondern es nimmt die Sünde weg. Und das zeigt, dass Sündenvergebung mehr als nur eine Form ist, mehr als bloß ein Eintrag in die Berichtsbücher des Himmels. Und wenn jemand von Schuld befreit ist, gerecht gesprochen und gerecht gemacht, hat er auf jeden Fall einen radikalen Wandel durchgemacht. Das neue Herz ist ein Herz, das Gerechtigkeit liebt und Sünde hasst.“
[29:34] Ich überspringe ein paar Sachen. Worum bestand die, wie Ellen White sagte, überaus wertvolle Botschaft von Jones und Wagoner, die der Herr sandte in seiner großen Barmherzigkeit, die ein Volk vorbereiten würde, am Tag des Herrn zu bestehen? Ich lese noch ein paar Zitate von Jones und Wagoner direkt. Wagoner, „Christus und seine Gerechtigkeit“, Seite 26 im Englischen: „Christus nahm nicht das Fleisch eines sündlosen Wesens, sondern das eines sündigen Menschen an. Das heißt, das Fleisch, das er auf sich nahm, hatte alle Schwächen und Neigungen zur Sünde, die der gefallenen menschlichen Natur zu eigen sind.“ Stopp! Wird das heute noch verkündigt? Nein, es wird bestritten. Ein Grund, warum wir bis heute vergeblich auf den Spätregen warten.
[30:24] Ein anderes Zitat Wagoner im General Conference Bulletin von 1891. Und ich möchte euch sagen, Jones und Wagoner haben jahrelang noch nach 1888 Bücher veröffentlicht. Sie waren ständig Sprecher auf den Generalkonferenzen. Das waren keine Extremisten, das waren Keynote Speakers, das waren Hauptredner. Die waren anerkannt, auch wenn leider ihre Botschaft im Großen und Ganzen nicht anerkannt wurde. Nur, dass ihr das richtig einordnet. General Conference Bulletin schreibt er das hier vom Jahre 1891: „Überall in unserem Glaubensleben haben wir hier und da kleine Schlupflöcher für die Sünde gelassen. Wir haben uns nie so weit vorgewagt zu glauben, das Leben eines Christen sollte ein sündloses Leben sein. Wir haben uns nicht getraut es zu glauben oder zu predigen, und deswegen können wir auch Gottes Gesetz nicht vollständig verkündigen.“ Was ist das Gottes Gesetz verkündigen? Dreifache Engelsbotschaft. Weiter: „Deswegen können wir auch Gottes Gesetz nicht vollständig verkündigen.“ Warum, schreibt Wagoner? „Weil wir die Kraft der Rechtfertigung aus Glauben nicht verstehen.“ Da steckt so viel drin in diesen kurzen Sätzen. Wagoner versteht Rechtfertigung aus Glauben als eine Kraft, die den Gläubigen über die Macht der Versuchung erhebt und ihm ein sündloses Leben ermöglicht. Wird das heute gepredigt? Nein. Ein Leben ohne Sünde wird als Unmöglichkeit und als Extremismus abgetan. Und wisst ihr was das bedeutet? Das bedeutet im Umkehrschluss, dass wir unbewusst oder ungewollt ein Leben mit ab und zu eine Sünde zu einem Zeichen der Rechtgläubigkeit machen. Was für eine Verdrehung. Ein zweiter Grund, warum der Spätregen bis heute nicht gefallen ist. Heißt das, dass ich ab jetzt nie mehr sündige, wenn ich diese Botschaft annehme? Nein. Es heißt, dass ich nicht zu sündigen brauche, und wenn ich trotzdem falle, dann bekenne ich meine Schuld und stehe wieder auf und schaue auf Christus, der den Glauben in mir anfängt und vollenden wird. 1. Johannes 2, Vers 1 sagt genau das: „Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, wir haben einen Beistand bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten.“ Das soll unser Lebensmotto sein.
[33:34] Ich möchte noch auf einen anderen Aspekt kommen, und das ist der große Kampf zwischen Licht und Finsternis. Unser Verhalten und unser Leben spielt eine große Rolle in diesem Kampf, wo es um die Rechtfertigung von Gottes Wesen geht und seinem Gesetz. Ellen White schreibt in dem Buch „Christus Gleichnisse“, Seite 314 im Englischen: „Satan hatte behauptet, es sei dem Menschen unmöglich, Gottes Geboten zu gehorchen, und aus eigener Kraft können wir ihnen tatsächlich nicht gehorchen, weiß jeder von uns. Aber Christus kam in menschlicher Gestalt und bewies durch seinen vollkommenen Gehorsam, dass Menschliches und Göttliches vereint jede einzelne Vorschrift Gottes einhalten können. Dem Herrn sei Dank. Sie sagt weiter: ‚Allen denen aber, die ihn aufnahmen, gab er Vollmacht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.‘ Diese Macht kommt nicht aus dem Menschen. Es ist die Macht Gottes. Wenn ein Mensch Christus empfängt, empfängt er Macht, das Leben Christi zu leben.“ Zitat Ende. War das Leben Christi sündlos? Natürlich. Wenn wir Christus empfangen, empfangen wir die Macht, sein Leben zu leben. Ein Leben in vollkommenem Gehorsam, ein sündloses Leben. Warum ist das möglich? Weil, wenn wir Christus empfangen, er seine Gerechtigkeit mitbringt, seine Liebe, seine Vollkommenheit, seinen Gehorsam. Wenn Christus in uns lebt, sündigen wir nicht. Es ist nur, wenn wir ihn aus dem Auge verlieren und die Hand des Glaubens loslassen, dass wir fallen. Aber das muss nicht sein. Im Erlösungsplan ist alle Vorsorge dafür getroffen, dass die Sünde keine Macht mehr über uns zu haben braucht. Indem ich glaube, durch diesen Glauben kommt Christus in mein Herz und lebt seine Gerechtigkeit in meinem Leben aus.
[35:49] Frage: Wenn es Sünden in meinem Leben gibt, von denen ich überzeugt bin, dass ich sie gar nicht lassen kann. Ich weiß nicht, denkt ihr so? Vielleicht nicht bewusst? Fragt euch selbst. Frage: Wenn das der Fall ist, wie sollte ich mich dann schuldig fühlen, wenn ich sie begehe? Ist eine wichtige Frage, oder? Wie sollte ich Reue darüber empfinden? Und wie sollte mich Gott davon befreien, wenn ich sie nicht oder nur halbherzig bekenne? Bereue, weil ich ja eigentlich nichts dafür kann, dass ich sie tue. Die Antwort ist: Solange ich bewusst oder unbewusst über bestimmte Schwächen in meinem Leben, seien es irgendwelche Taten, seien es Charaktermängel, so denke: Ich kann ja eigentlich nichts dafür, werde ich niemals überwinden. Darum ist diese Erkenntnis so wichtig. Beachten wir, was Ellen White darüber schreibt, im Buch „Leben Jesu“, Seite 252: „Der Erlösungsplan hat unsere vollständige Befreiung aus der Macht Satans zum Ziel. Christus sondert immer die reumütige Seele von der Sünde ab. Er kam, die Werke des Teufels zu zerstören, und er hat versprochen, dass der Heilige Geist jeder bußfertigen Seele verliehen werden soll, um sie vor Sünde zu bewahren. Der mächtige Einfluss des Versuchers soll nicht als Entschuldigung für eine einzige böse Handlung gelten“, sagt sie. Satan freut sich, wenn er hört, dass angebliche Nachfolger christliche Entschuldigungen für ihre Charakterfehler vorbringen. Und jetzt ein wichtiger Satz: „Solche Entschuldigungen führen zur Sünde. Für die Sünde gibt es keine Entschuldigung“, sagt sie weiter. Jedes bußfertige, gläubige Gotteskind kann einen heiligen Charakter, ein Christus-ähnliches Leben erlangen. Das Hochziel eines christlichen Charakters ist Christusähnlichkeit. Wie der Menschensohn in seinem Leben vollkommen war, so sollen seine Nachfolger in ihrem Leben vollkommen sein. Wie könnte man so etwas sagen, außer dass Christus seine Vollkommenheit in mir auslebt, wenn ich Gemeinschaft mit ihm pflege, Tag für Tag. Und deswegen sagt sie im letzten Satz: „Jesus wurde in allen Dingen seinen Brüdern gleich, denn es ist Teil dieser Botschaft. Jesus hatte die gefallene Natur des Menschen.“ Können wir Gott vollkommen gehorsam bringen? Im Glauben an Christus, ja.
[39:03] Jetzt komme ich zum letzten Punkt. Warum spricht der zweite Engel nur? Warum ruft er nicht laut? Lesen wir mal den Vers und schauen, was sagt er eigentlich? Offenbarung 14 Vers 8, ich lese nach der Schlachter: „Gefallen ist Babylon, die große Stadt, weil sie mit dem Glutwein ihrer Unzucht alle Völker getränkt hat.“ Wenn wir uns die drei Engelsbotschaften mal anschauen, dann ist die erste Botschaft eigentlich mehr so ein Befehl. Ob der jetzt befolgt wird oder nicht, steht offen. Die dritte Engelsbotschaft ist eine Warnung. Wenn dann, steht auch noch offen, wer gehört zu wem und wer gehört zu dann, sozusagen. Wer gehört zu welcher Seite, ist noch offen gelassen. Aber die zweite Engelsbotschaft macht eine Feststellung: Babylon ist gefallen. Und wofür steht Babylon? Babylon steht für das Gegenteil von Gehorsam, für Rebellion, für Sünde. Und wenn wir rufen: Babylon ist gefallen, dann prangern wir ihre Sünden an. Der Mensch der Gesetzlosigkeit, der lieber das Gesetz verändert, als sich selbst verändert. Aber wie können wir Babylon das vorwerfen, wenn wir selbst nicht gehorsam sind? Oder nicht ganz gehorsam? Nicht vollkommen gehorsam, wie Gott es erwartet und Christus bereit ist, es uns zu schenken. Ein bisschen schimpfen auf Babylons Sünden können wir schon, aber so richtig laut lieber nicht. Sonst zeigen sie noch mit dem Finger auf unsere Sünden, auch wenn die unserer Meinung nach nicht so groß sind wie die von Babylon. Aber ihr Lieben, das wird nicht so bleiben. Der Tag wird kommen, und gebe Gott, dass heute ein Tag ist, wo das beginnt. Wo der Engel mit seiner Herrlichkeit, mit der Botschaft von der Gerechtigkeit Christi, der Vollkommenheit aus Christus, durch den Glauben von der Erde herabsteigen wird, und er wird mit lauter Stimme rufen. Wenn der vierte Engel kommt, der laute Ruf, der Spätregen, die Botschaft von 1888, wenn der herrliche Charakter Christi in seinem Volk wirklich wohnt, dann werden die Sünden Babylons ungedämpft und mit voller Lautstärke bloßgestellt. Denn dann wird klar sein, und da wird auch jeder sehen können, dass es für Sünde wirklich keine Entschuldigung gibt. Wir, du und ich, sind der lebende Beweis, werden der lebende Beweis dafür sein und somit Gottes Gesetz und die Verdammung Babylons rechtfertigen. Wir werden Gott Recht geben. Gottes Gericht gegen Babylon und alle Menschen, die dazu gehören, ist gerecht. Sünde ist allein die Schuld des Sünders, der Jesu Gnade und Erlösung abgewiesen hat. Das wird am Ende völlig klar, ohne jeden Zweifel sein.
[42:11] Ich schließe mit einem Zitat von Wagoner aus dem Jahr 1901. Und jetzt denken wir daran, 1901 war das Jahr, wo Ellen White den Traum hatte, was hätte sein können. Es war noch immer die Zeit des Kämpfens. Noch immer wurde die Botschaft der Gerechtigkeit abgewiesen, und 1901 war eine weitere Chance, die Gott den Menschen gegeben hat, um zu sagen: Tut Buße, kehrt um. Was hätte sein können, es ist damals nicht passiert. Ich glaube und bete, dass Gott uns in dieser Zeit noch einmal an die Ufer des Jordans geführt hat. Und wir stehen vor derselben Frage wie die Adventisten 1888 und 1901 und 2015: Wollen wir im Glauben das Land einnehmen oder sehen wir die Riesen und die hohen Mauern und all die Schwierigkeiten? Wollen wir glauben oder zweifeln und in der Wüste umkommen? Es ist ernst.
[43:38] Wagoner, General Conference Bulletin 1901: „Aber bevor die Gnadenzeit endet, wird es ein Vollgeben, das in ihm so zur Fülle gebracht ist, dass sie trotz ihres sündigen Fleisches ein sündloses Leben führen. Im sterblichen Fleisch werden sie ohne Sünde leben, weil er, der bewiesen hat, dass er Macht hat über alles Fleisch, auch über dein und mein Fleisch, in ihnen lebt. Ein sündloses Leben führt im sündigen Fleisch.“
[44:24] Wir lieben, es gibt keinen besseren Weg, Gott die Ehre zu geben, als durch so ein Leben, wo seine Herrlichkeit durch uns hindurch leuchten kann. Und das ist die Herrlichkeit, die die Welt erleuchten wird. Ich frage dich, möchtest du dabei sein? Für einige mag diese Botschaft ganz neu sein, das weiß ich nicht. Aber ich möchte einen Aufruf machen. Vielleicht sagst du dir: Ich muss das studieren, das ist mir so neu, das ist so unbekannt. Dann nimm dir die Zeit, dann brauchst du jetzt nicht aufzustehen. Aber wenn du jetzt schon den festen Wunsch hast: Das ist mein Ziel. Ich möchte einmal dazugehören zu diesem Engel und ich möchte die Herrlichkeit Christi in mir einfach durchleuchten lassen. Ich möchte, dass er mir dieses sündlose Leben schenkt, diesen vollkommenen Charakter. Ich glaube daran, ich weiß nicht wie, aber ich wünsche es mir. Wenn das dein Wunsch ist, oder auch wenn du diese Botschaft schon kennst und vielleicht schon darin lebst und sagst: Ja, das ist die Botschaft für diese Zeit, die Wahrheit, dann lade ich dich ein, komm hier nach vorne und zeig vor den Engeln, die hier anwesend sind, vor dem himmlischen Universum, dass wir uns diesen Glauben wünschen. Selbst wenn wir ihn noch nicht haben vielleicht, aber ich möchte das. Ich möchte lernen, dir so zu vertrauen, dass nichts mehr von mir da ist und nur noch du da bist. Wir brauchen es. Wenn wir das nicht annehmen, dann ist diese ganze Konferenz umsonst, und dann wird die dreifache Engelsbotschaft von anderen verkündigt werden, aber nicht von uns. Naja, ich setze euch jetzt vielleicht unter Druck irgendwie, aber ich lade euch ein. Bitte, wenn das euer Wunsch ist, auch wenn der ganze Saal nach vorne kommt, ist mir egal. Wenn ihr noch Zeit braucht und überlegt, dann bleibt einfach sitzen, keiner schaut schief auf euch. Aber wenn ihr den festen Wunsch habt: Herr, ich möchte sterben, damit du ganz in mir leben kannst, dann kommt hier nach vorne. Dem Herrn sei Dank. Ihr macht das nicht für irgendeinen Menschen. Wir machen das für niemanden. Wir tun es, weil wir dem Herrn zeigen möchten: Es ist Zeit für einen Aufbruch. Es ist Zeit, dass etwas geschieht, was bisher noch nicht geschehen ist in der Gemeinde. Es ist Zeit, dass der Heilige Geist auf eine Weise wirkt, die bisher nicht der Fall gewesen ist. Ich lade euch ein, dass wir zusammen niederknien und zu unserem Herrn und Heiland beten.
[47:54] Herr, ich möchte von ganzem Herzen danken und ich möchte dich gleichzeitig um Vergebung bitten, für mich und für uns, für jeden, auf den es zutreffen mag. Herr, wir haben deine Herrlichkeit beschnitten und oft hat unser Unglaube verhindert, dass wir dir so die Ehre geben, wie wir es eigentlich sollten, wie es unser Vorrecht ist und wie der ganze Himmel darauf wartet, dass dein Wesen, deine Liebe, deine Gerechtigkeit offenbar werden in uns. Dass Menschen und Engel und ungefallene Welten sehen, was deine Gnade machen kann aus hilflosen, verdorbenen Sündern wie uns. Herr, wir möchten keine Ehre für uns in Anspruch nehmen, aber wir möchten alles, was du uns anbietest, im Glauben ergreifen in der Fülle, in der Vollkommenheit, die du uns schenkst und die du uns versprochen hast, dass du uns dahin zurückführst. Und so bitte ich dich, Herr, für jeden von uns. Hilf uns auf diesem Weg, Schritt für Schritt, Tag für Tag, für uns ans Ziel. Wir wollen Menschen sein, die alle Hindernisse beseitigen, damit dein Heiliger Geist einfach in Fülle in unserem Herzen wirken kann, in unserem Leben. Damit dein Werk wirklich vollendet wird auf dieser Welt, weil du es in uns vollenden kannst. Herr, du siehst uns in unserem Wunsch, in unserer Schwachheit in uns selbst. Ergreife unsere Hand, und mögen wir in deiner Stärke her vorangehen, im Glauben. Wir danken dir für das Wunder der Erlösung und segne bitte noch reichlich diese Konferenz, Herr. Segne sie reichlich und schenke uns die Erweckung und den Heiligen Geist in der Fülle, wie wir es brauchen, Herr, damit wir nicht zugrunde gehen und damit dein Name nicht in den Schmutz gezogen wird. Habt du Dank für all dies in dem wunderbaren und mächtigen Namen von Jesus Christus. Amen.
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