Veröffentlicht am
2.093 Klicks

In dieser Podiumsdiskussion des J.O.S.U.A. BW-Camp Meeting 2015 werden die „Zeichen der Zeit“ im Lichte von Offenbarung 14,6-14 beleuchtet. Die Teilnehmer diskutieren aktuelle weltpolitische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen, die auf die Endzeit hindeuten. Besonderes Augenmerk liegt auf der wachsenden Bedeutung von Weltregierung, der Veränderung von Familienstrukturen und der zunehmenden Toleranz gegenüber abweichenden Lebensweisen. Die Diskussion thematisiert auch die Herausforderungen und Spannungen innerhalb der Adventgemeinde im Hinblick auf die Verkündigung der dreifachen Engelsbotschaft und die Auslegung biblischer Texte.


Weitere Aufnahmen

Serie: J.O.S.U.A. BW-Camp Meeting 2015: Offenbarung 14,6-14

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:00] Wir setzen uns und wir haben jetzt ein Podiumsgespräch als Sabbatsschule. Ich darf die Gesprächsteilnehmer jetzt zu mir bitten. Wir möchten heute Morgen ein prophetisches Bibelgespräch miteinander führen und wir möchten der Frage nachgehen, wo stehen wir im Strom der Zeit, der prophetischen Zeit.

Ich bin Markus Witte, ich bin Glied in der Adventgemeinde Mannheim und ich möchte kurz unsere Gesprächsteilnehmer vorstellen. Ich fange hier auf meiner Rechten an: Christopher Kramp, der Leiter des Ministries Joel Media. Dann haben wir Johannes Koletzki, der stellvertretende Leiter des Ministries Amazing Discoveries. Wir haben Eugen Hartwig, Prediger und Sekretär der baden-württembergischen Vereinigung. Gabi Pietruska, die Leiterin von ASI Deutschland. Ingo Sorge, er ist Professor für Neues Testament an der Southwestern Adventist University in Texas. Wir haben Heinz Hopf, Prediger im Ruhestand und ehemaliger Vorsteher der baden-württembergischen Vereinigung. Und Olaf Schröer, Prediger im Bezirk Mannheim.

Ich möchte einleiten mit einer ganz persönlichen Erfahrung. Ich war früher auf dem theologischen Seminar, habe das abgeschlossen und dann in England und in den USA weiter studiert und bin dann für gut 15 Jahre aus der Gemeinde herausgegangen, sozusagen, wie man sagt, ein komplett weltliches Leben geführt. Gott hat mich dann auf bemerkenswerte Weise zurückgeführt und das möchte ich zu seiner Ehre hier bezeugen. Ich war in der charismatischen Bewegung, weil ich wieder Sinn in meinem säkularen Leben führte und eines Tages, an einem Sonntag, wo ich dann nicht in den Gottesdienst ging als Charismatiker, hörte ich eine klare Stimme, die in meinem Apartment, wo ich damals wohnte, zu mir sprach: „Du aber, verkündige die dreifache Engelsbotschaft.“ Ich war wie vom Schlag getroffen. Trotzdem hat es mein rebellisches Herz damals noch nicht erweicht und der Herr ist in seiner Gnade mir noch viele Monate nachgegangen, sodass ich dann acht Monate später mich dem Herrn ganz übergeben habe und ich wusste genau, es gibt nur eine Gemeinde, die den Auftrag hat, diese Botschaft zu verkündigen und das ist die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Der Olaf Schröer ist mein Prediger, er hat mich dann wieder getauft, sodass ich den Bund mit meinem Herrn und Heiland Jesus Christus erneuern durfte. Das möchte ich zur Ehre Gottes voranstellen.

Ich glaube, das ist kein Einzelfall. Ich weiß von vielen anderen, die auch merken, der Geist Gottes wirkt in dieser Zeit und es bewegt sich etwas, besonders bewegt wie in Baden-Württemberg. Es bewegt sich etwas, aber vom Geist Gottes geleitet. Und wir wollen kurz einmal dem nachspüren, was bewegt sich denn im Moment, was bewegt sich? Wir sehen zum Beispiel, es gibt viele Ministries, die gegründet werden. Wir haben den GYC in Europa, wir haben schon seit vielen Jahren Youth in Mission, aber wir möchten zuerst einmal auf die Zeichen der Zeit schauen, die um uns herum sind. Und ich möchte die Frage in die Runde geben: Was sind denn so die bemerkenswertesten Dinge, die um uns herum so in den letzten ein, zwei Jahren passiert sind? Christopher, magst du mal anfangen?

Also ich glaube, viele von uns haben über viele Jahre hinweg die Entwicklung in Bezug auf Offenbarung 13 verfolgt. Wir haben viele Vorträge dazu gesehen, aber ich bin persönlich der Meinung, das, was wir in den letzten 14, 15, 16 Monaten gesehen haben, im Zusammenhang mit dem Tony Palmer, im Zusammenhang mit Papst Franziskus, ist so gewaltig und hat so viel Substanz von dem, was Offenbarung 13 sagt, dass wir hier tatsächlich ein neues Level erreicht haben. Also ich denke, das ist eines der größten Zeichen momentan, die sichtbar sind, dass Offenbarung 13 sich vor unseren Augen wirklich materialisiert.

Olaf? Neben dem Zeichen im religiösen Gebiet sind wir auch in der Wirtschaft. Wir hatten die Finanzkrise gehabt, 2007, 2008, 2009, die Wirtschaftskrise. Es sieht momentan ganz gut aus in Deutschland, wir haben sogar keine Neuverschuldung, aber die Schulden gerade in den USA steigen so stark und immens, dass man sagen kann, das kann auf Dauer nicht so weitergehen. Es muss irgendwann ein Ende sein, dieses Schuldenmachens. Und das ist etwas, denke ich, wenn das irgendwann mal nicht mehr so wie jetzt weitergeht, wenn es mal einen Zusammenbruch geben wird, das entwickelt sich momentan in dieser Hinsicht weiter.

Ja, ich denke, es sind nicht nur die Schulden. Wenn man in den Bereich der Finanzwelt schaut und sich ein bisschen damit beschäftigt, da sind so viele Dominosteine, die alle gleichzeitig wackeln, hat man das Gefühl. Es kann hier zuerst fallen, da oder da. Und wenn man sich umhört, was die Welt dazu sagt, dann spürt man bei den Menschen eine unheimliche Spannung und Erregung. Jeder spürt, da kommt was auf uns zu und es kann jederzeit passieren. Und ich persönlich habe dann immer so ganz intensiv das Gefühl, Gott hält wirklich noch die Winde, weil wir nicht bereit sind.

Eugen? Du hast einen interessanten Einstieg gehabt, indem du dein Zeugnis gegeben hast. Das ist ja ein sehr großes Zeichen, wenn wir über die letzten Zeiten sprechen. Die persönliche Vorbereitung, die persönliche Bekehrung, die Verkündigung des Evangeliums, die jetzt weltweit passiert. Und auf der anderen Seite merken wir aber auch, dass die Krisen zunehmen. Wir sehen, dass das Evangelium verkündigt wird und wir sehen, dass die Krisen zunehmen. Für mich war eine Aussage im Spiegel in der Ausgabe Nummer 46 sehr interessant. Ich lese es mal kurz vor. Da hieß es, da geht es um den, da der Bezug ist, dass die Krisen immer mehr zunehmen und da steht: „Das alles hat mit der Sehnsucht nach Führung zu tun in Zeiten, in denen keine Nation ihre Probleme alleine lösen kann. Die globale Wirtschaft und das globale Klima verlangen nach einer kooperierenden Weltgemeinschaft, sie verlangen nach einer globalen Kultur, nach einer Richtung, eigentlich nach einer Weltregierung.“ Und ich glaube, dass der Spiegel hier dieses Thema genau aufreißt, über was wir in Offenbarung 13 jetzt gerade sprechen: eine kommende Weltregierung. Für mich stellt sich die Frage: Wie wird sie aussehen?

Seit einigen Jahren breitet sich auch in adventistischen Kreisen die Meinung aus, die Zeichen der Zeit wären nicht so bedeutsam, weil sie ja ohnehin keine Stundenschläge sind, an denen wir die Nähe der Wiederkunft Christi ablesen können. Aber das ist ein Märchen für die, die die Heilige Schrift nicht gut genug kennen. Denn Jesus selber hat in Matthäus 16 seine Jünger gefragt: „Über das Aussehen des Himmels könnt ihr urteilen, könnt ihr nicht auch über die Zeichen der Zeit urteilen?“ Also die Vernachlässigung der Beschäftigung mit dem prophetischen Wort ist ein Zeichen innerhalb der Gemeinde, das bedenklich ist. Wir sollten uns wieder mehr mit diesen Zeichen der Zeit beschäftigen, damit in unseren Herzen die Sehnsucht nach dem Kommen Jesu lebendig bleibt.

Jetzt haben wir ja gestern Abend uns auch mit den zwei Tieren aus Offenbarung 13 beschäftigt. Und Ingo, meine persönliche Frage: Du wohnst in den USA, du arbeitest in Texas. Was kannst du uns berichten vielleicht von Dingen, die wir gar nicht so ganz klar und direkt unmittelbar mitbekommen?

In der prophetischen Küche brodelt es, sieht so wie ein Schnellkochtopf aus. Und in Amerika verändert sich im Moment der Luftdruck politisch. Meinungsfreiheit gibt es bald nicht mehr. Und mir haben adventistische Kollegen gesagt: „Die adventistische Prophetie kann sich ja nie so ausspielen, wie wir das im Großen Kampf beschreiben.“ Und jetzt auf einmal dreht sich das Blatt und wir stehen vor einem neuen Kapitel. Vielleicht später noch mehr Beispiele.

Danke, Johannes? Ja, im Zusammenhang mit dem, was du, Eugen, auch gesagt hast, dass man überall erkennen kann, dass die Welt sich zusammenballt, dieser Prozess, wie Ellen White es auch beschrieben hat, in einem Zitat: „Alles wird sich zusammenballen.“ Menschen neigen dazu, die Wirtschaft, auch die Politik und so weiter. Alles soll konzentriert werden. Und das ist ja eigentlich das, was die Bibel auch gesagt hat: Babylon sammelt sich zusammen. Und im Gegenzug dazu muss natürlich, damit das instrumentalisiert wird, die individuellen Rechte irgendwo beschnitten werden. Also diese Einstellung, „jeder hat seine eigenen Rechte“, die muss zurückgefahren werden, damit dieses Zusammenkommen zustande kommen kann. Und da haben wir ja die ganz frische Nachricht, dass jetzt eben im September der Papst auftreten wird in den USA, zum ersten Mal sprechen vor dem Kongress und so weiter. Und dass ein Vatikanberater offiziell gesagt hat, veröffentlicht hat, da wird er sich äußern gegen die amerikanische Verfassung, die einen großen Wert auf die individuellen Rechte, auf die Dinge wie Meinungsfreiheit legt, die eigentlich darauf fundiert, deswegen gegründet worden ist, weil es in Europa so massiv verletzt worden ist. Und das soll jetzt untergraben werden. Das ist für mich ein ganz massives Zeichen der Zeit.

Christopher, vielleicht noch ganz kurz als Ergänzung dazu. Es handelt sich dabei um Jeffrey Sachs. Er ist Professor an der Columbia University in New York City und er hat am 18. Mai in einem Magazin, das heißt „America“, das ist ein von Jesuiten geführtes katholisches Magazin, einen langen Artikel geschrieben über die Grundlagen der amerikanischen Verfassung, in dem er sagt: „Die amerikanische Verfassung basiert auf unveräußerlichen Rechten eines einzelnen Menschen, die verteidigt werden müssen.“ Also das Recht auf Meinungsäußerung, das Recht auf Religionsfreiheit. Und der Papst ist der Ansicht, und das ist ja seit Jahrhunderten die Lehre der katholischen Kirche, dass die Gemeinschaft, die Gesellschaft wichtiger ist als das persönliche einzelne Recht. Das heißt, seine Hauptstrategie wird sein, Amerika zu überzeugen, dass es wichtiger ist für das allgemeine Gute, bestimmte Rechte vielleicht einzuschränken oder nicht mehr ganz so stark zu verteidigen. Und wenn wir dann Offenbarung 13 sehen und wir wissen von Ellen White, dass es für das allgemeine Gute gehalten wird, dass man dann den Sonntag haben wird, dann sehen wir bereits die philosophische Grundlage, die jetzt gelegt wird, auf der dann nur noch das Gesetz drauf getan werden muss, wenn die Zeit kommt.

Ich habe nach dem Zitat aus dem Spiegel die Frage gestellt: Wie wird diese Weltregierung aussehen? Ich bin froh, dass die Bibel und auch Ellen White uns darauf Antworten geben. Wir haben die Offenbarung schon zitiert, Offenbarung 13 im Buch „Christus kommt bald“ auf der Seite 161 schreibt Ellen White, wie das aussehen wird. Sie stellt dort die Frage: „Was ist das Bild des Tieres und wie soll es gestaltet werden?“ Sie antwortet dann: „Dem ersten Tier wird von dem zweihörnigen Tier ein Bild errichtet.“ Also Amerika errichtet dem Papsttum ein Bild. Es wird auch das Bild des Tieres genannt. Um daher zu erfahren, wie das Bild ist und wie es gestaltet werden soll, müssen wir die Merkmale des Tieres selbst, des Papstums, betrachten. Und dann führt sie fort, dass das Bild des Tieres eigentlich ein Zusammenschluss von Kirche und Staat ist. Deshalb wundert es uns nicht, wenn wir diese Aussagen jetzt massiv hören über die Weltregierung, über wie das der ehemalige Präsident Peres aus Israel dem Papst angeboten hat. Das war ja letztes Jahr. Ich zitiere N24: „Israels ehemaliger Präsident Schimon Peres glaubt, dass Terrororganisationen nur mit religiöser Überzeugung bekämpft werden können. Deshalb fordert er eine vom Papst geführte UNO der Religionen, eine vom Papst geführte UNO der Religionen.“ Danke für den Hinweis. Das war ja im letzten Jahr im September, dass Peres diese Forderung aufgestellt hat.

Olaf? Ja, schon der vorige Papst Benedikt XVI. hat in seinem Enzyklika „Caritas in Veritate“ gesagt: „Es ist jetzt die Zeit, dass wir eine weltweite Weltautorität installieren, eine Weltregierung, die Macht hat über die Nationen, um zu entscheiden, um Frieden in der Welt und Stabilität herzustellen.“ Und es erfüllt sich genau, was hier in Offenbarung 13 steht. Und ich möchte mal ganz kurz, so ab Vers 11 von Offenbarung 13, so die Verse durchgehen und zeigen, welche Verse sich schon erfüllt haben, was also gerade dabei ist, sich zu erfüllen und wo wir jetzt stehen und was noch kommen wird. Wir haben hier in Offenbarung 13 von dem zweiten Tier die Rede. Vers 11 steht: „Es hatte zwei Hörner wie ein Lamm und redete wie ein Drache.“ Nun, die zwei Hörner wie ein Lamm, das wissen wir, das ist die Harmlosigkeit und die Unschuld und die Prinzipien. Der Lamm ist Jesus Christus. Auf Jesus Christus, das Amerika hier christliche Werte hat. Es redet wie ein Drache, das ist auch schon geschehen. Es geschieht jetzt seit 2001, seit dem 11. Jahrhundert 2001 hat Amerika sich verändert, seitdem reden sie, agieren sie in der Welt so, wie sie selbst ihre eigenen Vorteile haben und nicht, was dem Guten dient. Auch die ganzen Gesetze, die sie neu erlassen haben, der Patriot Act und so weiter, könnte man viel aufführen.

Dann haben wir Vers 12: „Es übt alle Macht des ersten Tieres aus vor seinen Augen.“ Das hat sich erfüllt 1990. Bis 1990 hat Amerika sich die Weltherrschaft geteilt mit dem Kommunismus. Seit 1990 ist Amerika die einzige Weltmacht. Hat sich auch schon erfüllt. Dann: „Es macht, dass die Erden, die darauf wohnen, das erste Tier anbeten.“ Das ist dabei. Das hat sich noch nicht ganz erfüllt. Das wird sich dann erfüllen, wenn das Sonntaggesetz kommen wird, aber das ist in Vorbereitung. Aber Vers 13 hat sich schon erfüllt. Dort steht: „Es verführt die auf Erden wohnen durch die Zeichen.“ Vers 13 noch: „Es tut große Zeichen, dass es Feuer vom Himmel fallen lässt vor den Augen der Menschen.“ Das ist eine Ausgießung des falschen Heiligen Geistes. Das hat sich erfüllt seit den 60er Jahren in der charismatischen Bewegung, die von Amerika ihren Ausgang hatte und die ganze Welt überschwemmt hat. Hat sich auch erfüllt und verführt die Menschen durch die Zeichen, die es vor den Augen des Tieres in Macht gegeben ist. Das ist auch mit die charismatische Bewegung und auch Emerging Church und was auch heute in der christlichen Welt so vor sich geht.

Das nächste, was geschehen wird, ist Vers 14b. Dort steht: „Und es sagt denen, die auf Erden wohnen, dass sie ein Bild machen sollen dem Tier, das die Wunderschwert hatte.“ Also dieses Bild des Tieres, das ist das nächste, was aufgerichtet wird und das sehen wir jetzt. Haben wir eben zitiert, wie das kommen wird. Das Bild des Tieres hat drei Merkmale: Erstens, es wird angebetet, es ist eine religiöse Macht. Zweitens, es kann Gesetze erlassen, dass man nicht kaufen und verkaufen darf, es ist also eine staatliche Macht. Und drittens, es ist eine weltweite Macht. Hier steht, dass sie allesamt, die Kleinen, Großen, Reichen, Armen. Es ist also eine Art religiös-politische Weltregierung. Und genau das haben wir eben drüber gesprochen, ist gerade in der Vorbereitung. Es sprechen die religiösen und politischen Führer davon, dass das installiert werden soll. Und das steht hier in Vers 14, das wird das nächste sein, was kommen wird. Und dieses Bild des Tieres wird dann das Mahlzeichen des Tieres den Menschen aufzwingen, das Sonntaggesetz, was dann kommen wird. Und an der Stelle stehen wir gerade.

Dankeschön, dass du das mal so durchgeführt hast, Gabi. Ja, du hast eigentlich schon einige Sachen gesagt, die ich erwähnen wollte, nur als kurze Ergänzung. Im letzten Jahr, als der Papst gesagt hat: „Wir brauchen eine Weltregierung“, da hat er zusätzlich gesagt: „Um das zu überwachen, was diese Politiker tun, brauchen wir eine moralische Instanz, die sozusagen über ihnen steht.“ Und das ist das Entscheidende. Damit hat er sich quasi selbst ins Spiel gebracht. Und Chimamanda Ngozi Adichie hat dann später gesagt: „Ja, der Einzige, der das eigentlich sein kann, ist der Papst.“ Das heißt also, es wird schon ganz klar dargelegt, dass es nicht nur um eine politische Vereinigung geht, sondern wir brauchen diese moralische Instanz, die das Ganze überwacht. Ende Juni wird zum ersten Mal seit dem Mittelalter ein Papst eine Waldenser Kirche in Italien besuchen. 22. Juni.

Ingo, ich möchte noch mal gerne kurz bei dir vor der Haustür sozusagen in der Karibik. Da gibt es interessante Entwicklungen auf einem kleinen Inselstaat, der eigentlich immer gegen die USA rebelliert hat. Magst du das noch mal kurz ausleuchten? Kommunismus war eigentlich immer gegen Religion, kategorischer Atheismus. Kuba, jahrelang von den USA abgeschottet. Jetzt auf einmal, in Zusammenarbeit zwischen Washington und dem Papst, schmilzt das Eis. Und der jetzige Präsident von Kuba hat gesagt, nach einem Papstbesuch: „Ich könnte mir gut vorstellen, wieder Katholik zu werden.“ Unglaublich, unglaubliche Bewegungen.

Wir haben jetzt eine Meldung noch und dann gehen wir weiter. Vielleicht ganz kurz dazu: Obwohl vielleicht die Entwicklung mit Kuba nicht eine direkte Erfüllung von Prophetie ist, zeigt sie doch, wie schnell Dinge sich ändern können, von denen wir geglaubt haben, sie bewegen sich gar nicht. Und wenn wir dann angeschaut haben in den Medien, wie das zustande gekommen ist, sehen wir, über ein, zwei Jahre hinweg ist geheim verhandelt worden im Vatikan. Das heißt, viele Leute sagen: „Das Sonntagsgesetz, das kommt nicht, wir sehen keine direkten Eingaben und so weiter.“ Aber wir sehen hier ein Beispiel, wie durch geheime Verhandlungen etwas fast Unmögliches vorangebracht wird und plötzlich ist es da und man ist dann überrascht. Und ich denke, das ist ein sehr wichtiger Punkt für uns. Und es beschleunigt sich immer schneller. Ich denke, das sehen wir als ein Muster in all diesen Themen, dass die sich immer mehr beschleunigen und dann plötzlich da sind.

Ganz kurz noch, Gabi, und dann würde ich gerne ins Nächste... Ja, das sind manchmal eben auch Dinge, die wir gar nicht wahrnehmen, weil das ja gar nicht uns betrifft, das ist ein anderer Bereich. Aber wenn man genau hinguckt, dann sehen wir, da ist ein Gesetz vorbereitet worden, was schon da ist, was man im Fall der Fälle dann einfach nur auf die Adventisten übertragen braucht. Genau.

Wir würden jetzt gerne uns beim Zeichen der Zeit mal in ein anderes Thema schauen, nicht in die große Weltpolitik, sondern mehr in die Gesellschaft und uns dort fokussieren auf Ehe und Familie im breitesten Sinne. Wer möchte uns da einfach mal berichten, was ihr da beobachtet habt in den letzten Monaten?

Ich kann nun zurückschauen auf einige Jahrzehnte und muss feststellen, dass sich unsere Gesellschaft grundlegend gewandelt hat. Wenn ich daran denke, dass heute in vielen Familien eine Trauung nicht mehr nötig ist, sondern das Zusammenleben genügt und manchmal ist es auch nur ein Teilzeitpartner und man hat nebenbei noch andere Partner. Dann kommt ja dazu dieser Main-Gender-Stream, dieser Egalitätsgedanke, dass Mann und Frau nicht mehr unterschiedlich sind, sondern dass sie die gleichen Rollen übernehmen sollen. Nach biblischem Vorbild glauben wir an die gleichen Werte, die beide haben, aber nie die gleichen Rollen. Und wenn ich daran denke, dass heute Homosexualität von großen Nationen akzeptiert wird, sogar von katholischen Ländern, siehe Irland, dann ist das ein sehr bezeichnendes Zeichen unserer Zeit.

Danke, dass du Irland ansprichst. Das Referendum war ja sehr bemerkenswert, auch in der Deutlichkeit und im Ausgang. Ingo? Ein Beispiel aus den USA: Wir hatten kürzlich einen Bäcker, der hat sich geweigert, für ein gleichgeschlechtliches Ehepaar einen Kuchen zu backen. Die wurden vor Gericht gezogen und die Strafe im Moment ist über 100.000 Euro. Das betrifft auch Fotografen, wenn man sich also weigert, eine homosexuelle Hochzeit zu fotografieren, kommt das jetzt vor Gericht. Und dann gibt es noch einen Trend, da geht es gar nicht direkt um Homosexualität, sondern um 1. Mose 1, Vers 27: „Er schuf sie als Mann und Frau.“ Wir haben in den USA ein Schulsystem, das jetzt ein Gesetz hat, wo sich jeder Schüler und jede Schülerin jeden Tag geschlechtlich neu definieren kann. Das heißt, am Montag benutze ich die Toilette für die Jungs, aber am Dienstag fühle ich mich als Frau und benutze die Mädchentoilette.

Erstaunlicherweise hat das Ellen White vorhergesagt. Im Buch „Kindererziehung“, Seite 440, „Child Guidance“ auf Englisch, Kindererziehung 440, sagt sie in einem Satz: „Mir wurde gezeigt, wenn Römer 1, Verse 18 bis 32, und da geht es ja um gleichgeschlechtliche Beziehungen, wenn Römer 1, 18 bis 32 passiert, dann ist das eine wahre Beschreibung der Welt kurz vor der Wiederkunft Christi.“ Und diese gleichgeschlechtliche Bewegung ist sehr aggressiv. Nur in den letzten zehn Jahren und die klopft an unserer eigenen Haustür.

In Matthäus 24, Vers 12 heißt es: „Und weil die Gesetzlosigkeit überhandnehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten.“ Die Liebe ist ja ein Geschenk aus dem Paradies. Wir sehen dort, dass Gott uns die Ehe, die kleinste Zelle der Liebe, geschenkt hat. Liebe kann ja nicht einfach mit einer Person existieren, sie muss ja immer ein Gegenüber haben. Und diese kleinste Zelle, die Ehe und die daraus resultierende Familie, schützt Gott, nicht nur durch das siebte Gebot, generell durch sein Wort. Wir sehen also, dass jetzt die Menschen immer mehr sich von der Definition der Liebe Gottes entfernen, aber man kann Liebe nicht undefiniert lassen. Wir brauchen, die Menschen brauchen dann eine neue Definition. Und so sehen wir, dass die Menschen immer mehr anfangen, also unsere Gesellschaft, den Begriff Liebe oder Ehe für sich selbst neu zu definieren.

Während wir hier sitzen, berät zur Zeit in diesem Monat das höchste US-Gericht über eine interessante Entwicklung. Also im Tagesschau habe ich letzten Monat Folgendes gelesen. Da heißt es: „Das höchste US-Gericht hat seine mit Spannung erwarteten Beratungen über die Homo-Ehe aufgenommen. Bis zum Juni diesen Jahres soll im Kern geklärt werden, ob Schwule und Lesben in den USA heiraten dürfen.“ Das Thema spaltet die Amerikaner seit Jahren. Das ist eine sehr interessante Entwicklung, weil wenn wir sehen, was in Irland passiert, einem kleinen Land, ist es um ein Vielfaches, was in den Vereinigten Staaten passiert ist, die ja sozusagen eine Leitkultur ja auch vorgeben.

Ganz kurz: Interessanterweise wird während der GK am ersten Wochenende eine große Schwulenkonferenz in San Antonio stattfinden, gleichzeitig mit der GK. Vor 20 Jahren, wenn ich in der Predigt die Homosexualität erwähnt habe, war das nur eine Meinungsverschiedenheit. In Kanada könnte ich jetzt schon ins Gefängnis kommen. Es geht nicht mehr um Meinungsverschiedenheiten und was ich über die Schwulen und Lesben denke, sondern es geht jetzt bald um ein, auf Englisch, Hate Crime. Also gegen die Homosexualität zu predigen, wird in den USA bald ein krimineller Akt werden. Und das ist eine sehr interessante Entwicklung, die wir auch hier in Deutschland erleben.

Kommen wir nochmal zurück zu uns. Wir haben eine theoretische, verbriefte Meinungsfreiheit, aber wir haben auch in diesem Jahr Dinge erlebt, wo Menschen etwas gesagt haben und dann sozusagen ein Sturm der Empörung kam und sie eigentlich mundtot gemacht haben. Christopher? Olaf? Ja, im Januar hat der Pastor Olaf Latzel eine Predigt gehalten in Bremen. Und ich habe mich immer gefragt, wie kann in Deutschland Verfolgung? Und wenn er im Mai so schreibt, mit Stimmungsmache gegen die Gläubigen und so weiter, wir haben doch ein freies Land mit freier Meinungsäußerung. Aber das hatten wir, weil man sieht an diesem Beispiel, er hat eine Predigt gehalten, wo er nur gesagt hat, wir dürften und sollen nicht mit dem Muslim zusammen die Feste feiern und unsere Buddhas aus dem Haus entfernen und Jesus ist der einzige Weg der Erlösung. Diese Aussagen haben einen Sturm der Entrüstung hervorgebracht, dass selbst das Parlament von Bremen sich damit beschäftigt hat und die Predigt verurteilt hat. Also die Politik hat sich mit einer Predigt eines Pastors beschäftigt und hat die verurteilt und hat gesagt, das ist ein Hassprediger. Also es ist schon erstaunlich, wie hier die Öffentlichkeit, die Medien, die Politik eine Stimmung hervorgerufen hat gegen diesen konservativen Pastor. Und ich frage mich, was wir verkündigen und im Internet zeigen, das ist noch ein bisschen mehr, als was er gesagt hat, aber man sieht darin, wie heute die Stimmung ganz schnell umschlagen kann und wenn man nicht das sagt, was der Mainstream sagt, dann ist man ganz schnell irgendwo mundtot gemacht worden.

Das gleiche Parlament in Bremen hat sich auch beschäftigt mit dem Schöpfungsfilm, der vor ein paar Jahren in der Gemeinde in Bremen gezeigt wurde. Und sie haben also eine Vorlage gehabt im Senat, wo gesagt wurde: „Den Adventisten muss verboten werden, öffentliche Räumlichkeiten zu benutzen, weil das sind Fundamentalisten und die sind gefährlich, weil sie an die Schöpfung glauben.“ Das war das gleiche Parlament. Bernhard Schöpe, also auch der gleiche, ich weiß den Vornamen nicht genau, Schöpe, der gleiche Senat war. Danke für diese Ergänzung.

Eugen? Ich habe vorhin gesagt, dass die Menschen Liebe neu definieren müssen, wenn sie die Definition Gottes ablehnen. Das muss neu definiert werden, man kann es nicht in einem luftleeren Raum dann stehen lassen. Und deshalb braucht man dann eine leitende Norm. Und diese leitende Norm, die glaube ich, dass sie von Conchita Wurst, die ja in den letzten Jahren sehr gepusht wird, auf eine sehr klare Art zum Ausdruck gebracht worden ist. Sie sagt oder er sagt, letzten Jahres am 11.05. wurde das auf N24 veröffentlicht, da heißt es: „Dabei geht es Neuwirth gerade darum, in der Gestalt der Conchita Wurst deutlich zu machen, wie viel Freiheit der Einzelne hat. Ich habe diese bärtige Lady erschaffen, um der Welt zu zeigen, dass du machen kannst, was du willst. Solange du niemandem wehtust, kannst du alles mit deinem Leben machen.“ Und ich glaube, dass das die Norm unserer Gesellschaft ist, sprich, wenn es den anderen nicht verletzt, kann ich alles machen.

So dürfte es uns nicht erschüttern oder uns durcheinander bringen, wenn letzten Jahres am 24.09. in der Süddeutschen Zeitung Folgendes veröffentlicht wird: „Der deutsche Ethikrat empfiehlt die Abschaffung des Inzestverbots.“ Wenn du, und da heißt es weiter, in solchen Fällen, also dann, wenn volljährige Geschwister einvernehmliche Beziehungen miteinander führen, sei das Grundrecht der sexuellen Selbstbestimmung stärker zu gewichten als der Schutz der Familie. Selbst wenn aus der Geschwisterbeziehung Kinder hervorgingen oder es durch die Beziehungen negative Auswirkungen auf die Familie gebe, könne dies ein strafrechtliches Verbot nicht rechtfertigen. Es ist nur eine Folge. Es ist ganz klar, wenn man die Ehe als Norm abschafft, wieso dürfen dann andere Formen der Lebensgemeinschaften, wieso dürfen die nicht gelebt werden, wenn sie einvernehmlich gestaltet werden? Und so wird Homosexualität und jetzt auch ganz neu, ganz aktuell auch die Inzestbeziehung gerechtfertigt.

Johannes? Ja, du hast vorgelesen: „Wenn man niemanden verletzt, dann darf man alles machen, was man will.“ Das Problem ist nur, dass die Leute sich selber nicht an dieses Prinzip halten. Denn sie sagen, wenn du sagst, Homosexualität ist falsch, dann verletzt mich das, also darfst du das nicht machen. Aber sie dürfen natürlich ihre Meinung unbedarft vertreten. Und wir haben mit Amazing Discoveries da eine ähnliche Erfahrung gemacht. Vor vielleicht zwei Monaten hatten wir drei Redner, Adventisten, die lange Zeit aus der Gemeinde raus waren, in der homosexuellen Szene, in der Prostituierten-Szene teilweise, die wirklich alle Verirrungen selbst erlebt haben und die Gott zurückgeführt hat in die Gemeinde, die jetzt ein hingegebenes Leben führen und ihre Erfahrung der neuen Freiheit in Christus auch weitergeben, Coming-Out-Ministries. Sie waren in Deutschland, haben einige Zeit Vorträge gehalten bei uns, wir haben das aufgenommen und dann war es geplant, dass sie nach England fahren. Und irgendjemand dort eben aus der homosexuellen Szene hatte das mitbekommen, der hat eine Petition auf die Beine gestellt und innerhalb von zwei, drei Tagen waren da über 30 oder 40.000 Unterschriften zusammen und die Veranstalter haben unter diesem Druck die Veranstaltung zurückgezogen. Sie konnten also nicht nach England. Gott hat dann eine andere Tür aufgemacht, aber das ist die Mentalität, der wir heute überall begegnen. Es wird viel Freiheit gefordert für die eigene Meinung, aber dahinter verbirgt sich eine unglaubliche Intoleranz. Es wird ein Klima der Angst erzeugt, der Unsicherheit, wo keiner mehr sich traut, irgendwo zu sagen, was er denkt. Und das ist gewollt, weil die Menschen dadurch fügsam werden.

Da sind wir wieder bei dem Gedanken Weltregierung. Und ich möchte einen kurzen Bibeltext dazu bringen, denn das ist alles auch erfüllte Prophetie, Typologie, die Geschichte mit Lot in Sodom. Lot hat es gesagt, es wird wieder so kommen, wie es schon mal war. Als Lot den Männern sagt, die diese Gäste haben wollen, damit wir sie sozusagen zu unserem Spaß gebrauchen können, da sagt er: „Tut das doch nicht, liebe Brüder.“ Und da sagen sie zu ihm, 1. Mose 19, Vers 2: „Der eine da ist gekommen, um als Fremder hier zu weilen, und will den Richter machen. Nun, wir wollen dir Schlimmeres tun als jenen.“ Und sie drangen hart auf den Mann ein. Also diese Intoleranz ist auch eine Erfüllung von biblischer Typologie.

Wir wollen, danke schön, Herr Hannes. Ja, Christopher? Was besonders besorgniserregend ist, ist eigentlich, dass diese ganze Mentalität, diese Ideologie nicht einfach nur vertreten wird oder auch gepusht wird, sondern die soll wohl ganz systematisch der nächsten Generation beigebracht werden. Ich erinnere an den Bildungsplan Baden-Württemberg. Das ist ein großes Thema, könnte man viel dazu sagen. Ich sage das auch deswegen, weil es uns als Adventgemeinde eigentlich schmerzlich betrifft. Seit über 100 Jahren sagen unsere Bücher: „Gründet Schulen in jeder Stadt.“ Wir haben das über Jahrzehnte hinweg als unwichtig erachtet und gesagt, das ist nicht unsere Aufgabe. Und jetzt sehen wir langsam, was für eine Flutwelle an Unzucht eigentlich in die Schulen, in die Kindergärten hineingebracht werden soll. Und ich denke, das ist eine ganz, ganz wichtige Lektion für uns, wo wir auch sehen, wir dürfen einfach Ellen White auch beim Wort nehmen in den Details. Ich möchte eine Sache noch sagen: Ellen White sagt, wir haben nichts zu befürchten, es sei denn, wir vergessen, wie Gott uns in der Vergangenheit geführt hat. Wir beziehen das oft auf die Adventgeschichte, aber ich glaube, man kann das auch auf die Gemeindeweltgeschichte beziehen. Und wenn man sich anschaut, wie die großen Nationen, die großen Weltreiche alle gefallen sind, als Paradebeispiel kann man das römische Reich nehmen. Der Gibbon sagt in seinem Standardwerk zusammengefasst: „Rom ist nicht gefallen, weil die Germanen so stark waren. Sie sind dadurch gefallen, dass die Moral, die gesellschaftliche Moral so verrottet war. Es ist in sich implodiert eigentlich und war dann für die Barbaren eigentlich ein leichtes Spiel.“ Und ich denke, wenn wir Offenbarungen anschauen, dann sehen wir genau dasselbe, dass dieses christliche Abendland irgendwann in sich zusammenfallen wird, weil die Moral einfach auf einem ganz kaputten Fundament steht.

Christopher, danke. Du hast unseren Gedanken gerade so ein Stück weit auch auf uns als Gemeinde gelenkt. Im letzten Teil möchten wir einfach noch mal schauen, wo stehen wir? Es gibt Zeichen der Zeit draußen um uns herum, aber es gibt auch Zeichen der Zeit in unserem Kontext. Du sagtest, wir haben nicht so viele Schulen gegründet, wie wir es hätten tun sollen.

Eugen? Also wenn wir jetzt ein neues Thema anfangen über die Zeichen der Zeit auch in unserer Gemeinde, möchte ich noch ganz kurz die Verbindung zum letzten Thema machen. In der übernächsten Ausgabe der „Bewegung“, unserer offiziellen Zeitschrift, unserem Mitteilungsblatt der baden-württembergischen Vereinigung, wird dieses Thema aufgegriffen, dieses Zeugnis von den Geschwistern. Und deshalb möchte ich euch oder uns hier alle ermutigen, wer noch keine Zeitschrift besitzt, am Ausgang gibt es Probeexemplare, gern können auch welche mitgenommen werden. Es ist geplant, dann diese Thematik mit Gottes Hilfe aufzugreifen und dort stehen auch ganz am Anfang auch die Zeitzeichen. Jedes Mal wird ein Bezug darauf genommen, auch was in der Adventgemeinde geschieht und jetzt sind wir bei diesem Thema.

Gibt es signifikante Entwicklungen? Heinz? Wir können als Adventgemeinde, als kleine christliche Freikirche ja nun nicht an den großen Entwicklungen dieser Weltgeschichte aktiv Anteil nehmen, scheinbar. Wir können höchstens durch die erfüllten Zeichen der Zeit, soweit wir prophetisches Wort kennen und studiert haben, unseren eigenen Glauben bestätigen lassen. Und da meine ich, sind Tagungen wie die heutige, dieses Campmeeting, sehr wichtig. Wir haben uns in den vergangenen Tagen mit der dreifachen Engelsbotschaft beschäftigt. Das wird meines Erachtens in der Gemeinde zurzeit sehr vernachlässigt, das Thema dreifache Engelsbotschaft. Ich höre immer wieder Schwestern und Brüder, die sagen: „Darüber haben wir seit Jahren keine Predigt gehört.“ Und ich muss mir das selber an den Spiegel stecken und wir alle, wir sollten wieder mehr prophetisches Wort verkündigen, denn die Adventbewegung begann als eine prophetische Bewegung und wird eine prophetische Bewegung bleiben bis zum Ende. Aber nun war ja deine Frage, was erwarten wir innerhalb der Gemeinde? Viele von uns leiden, leiden sehr darunter, dass zurzeit innerhalb dieser Gemeinde anstatt einer gemeinsamen Initiative, die Welt zu missionieren, viel Grabenkämpfe stattfinden. Zwischen denen, die theologisch richtig stehen und werden konservativ genannt oder welche Bezeichnung sie auch immer finden, und denen, die sich mehr der Welt angleichen möchten, ein freieres Leben führen und werden liberal genannt. Aber das alles sind ja unpassende Bezeichnungen. Tatsache ist jedenfalls, dass wir durch das Wort der Botin Gottes gehört haben, dass Spaltungen in der Gemeinde kommen werden, ja bleiben werden bis zum Ende. Und das sollte uns deshalb nicht erschüttern, sondern das sollte uns nur umso mehr wachsam machen, dass wir auf der richtigen Seite stehen. Denn durch diese Spaltungen wird innerhalb der Gemeinde heute schon so etwas wie eine Auswahl adventistischer Jüngerschaft, eine Auswahl durchgeführt. Wenn dann von außen der Druck kommt, von dem wir eben gehört haben, durch Gesetze, durch den Staat, dann wird nur offenbar, was in deinem und meinem Herzen in diesen Tagen jetzt schon geschehen ist. Wenn wir treu bei Christus bleiben, dann werden wir dem Druck standhalten können. Wenn wir uns an der Welt und dem Zeitgeist orientiert haben, dann werden wir mit den anderen Wölfen heulen. Und das wird dann die Sichtung sein. Das ist eins der nächsten, was ich erwarte, denn vor der Versiegelung und dann zum Schluss der Wiederkunft wird die Gemeinde noch einmal kräftig geschüttelt werden.

Herzlichen Dank, Gabi. Ja, wenn wir uns die unterschiedlichen Strömungen anschauen innerhalb der Gemeinde, die wir sicherlich alle erleben, wo in unterschiedliche Richtungen gezogen wird, dann wird mir immer mehr bewusst, wie du schon erwähnt hast, dass es eigentlich die dreifache Engelsbotschaft ist, die der Knackpunkt hier ist. Entweder glaube ich, dass ganz am Ende ein großer Teil der Welt verführt sein wird. Verführung ist ja so das Schlüsselwort für die Endzeit. Wenn wir die Rede von Jesus in Matthäus 24 anschauen, dann ist es das erste Kennzeichen, was er zeigt für die Endzeit: Verführung. Und er nennt es dreimal. Dass die Leute glauben, sie dienen Gott, sie glauben, sie sind auf der richtigen Seite und merken nicht, dass sie einer Lüge verfallen sind. Und wenn ich das glaube, dann muss ich diesen Auftrag, den Gott uns gegeben hat, sie zu warnen: „Kommt raus, ihr werdet ein schreckliches Ende nehmen.“ Dann muss ich diesen Auftrag ernst nehmen. Oder glaube ich auf der anderen Seite, dass es diese Verführung am Ende nicht geben wird, dass sich zu den Übrigen zu zählen Arroganz ist und dass es doch nur darauf ankommt, dass man irgendwann Christus angenommen hat und die Lehren sind alle nicht so wichtig und wir vereinen uns alle und alles ist gut. Glaube ich das eine oder glaube ich das andere? Ich denke, dass das schon so ein relativ wichtiges Merkmal ist, warum wir in unterschiedliche Richtungen ziehen und warum es so wichtig ist, dass wir wirklich endlich unseren Auftrag ernst nehmen und diese Botschaft verkündigen.

Woran machen wir denn das konkret fest, was wir innerhalb der Gemeinde wahrnehmen? Olaf? Ich würde das gerne noch vertiefend verlängern und zwar: Wir sind ja alle Kinder unserer Zeit. Wir werden beeinflusst von dem Denken der Gesellschaft und unsere Gesellschaft ist in den letzten 20 Jahren eine postmoderne Gesellschaft und der Adventismus wird von dem postmodernen Denken beeinflusst. Und das postmoderne Denken bedeutet, dass man sagt, es gibt keine absolute Wahrheit. Jeder hat seine Wahrheit und die Wahrheit verändert sich in jeder Generation wieder und jede Gesellschaft, jede Kultur und jede Generation hat eine eigene Wahrheit, die sie neu definieren muss. Und dann kann man sagen: Ja, du hast deine Wahrheit und der hat seine Wahrheit und jeder hat seine Wahrheit und jeder kann aus seiner Wahrheit selig werden. Und deswegen muss man auch gar nicht mehr missionieren in dem Sinne, weil ja jede Kirche ihre Wahrheit hat und die Christen haben ja auch ihre Wahrheiten und jeder kann durch seine, weil selbst die anderen Religionen, die Buddhisten können ja, die muss man gar nicht missionieren, die können ja durch den Buddhismus, durch ihre Wahrheit ja auch irgendwo selig werden. Und ich denke, das ist ein Denken, was den Ökumene-Geist fördert und was von der biblischen Wahrheit wegführt. Denn die Bibel sagt, es gibt eine absolute Wahrheit. Gott ist die Wahrheit, Jesus ist die Wahrheit und das Wort ist die Wahrheit. Und ich erlebe immer wieder, und wenn wir glauben, es gibt eine absolute Wahrheit und wir haben ein Stück dieser Wahrheit erkannt und verkündigen sie und verkündigen sie mit diesem Bewusstsein, dass wir diese Wahrheit weitergeben, dann werden postmoderne Menschen sofort dagegen Widerstand haben, weil sie sagen: „Die sind arrogant, die glauben, die wollen uns ihre Wahrheit aufdrücken, aber jeder muss ja seine eigene Wahrheit haben.“ Und da gibt es eine automatische Spannung dazwischen. Und deswegen denke ich, ist es umso wichtiger, dass wir das verstehen, wenn wir eine biblische Wahrheit deutlich verkündigen, dass dann sich jemand angegriffen fühlt, der vom postmodernen Denken irgendwo beeinflusst ist und meint, das darf nicht so sein.

Herzlichen Dank, Olaf, dass du das postmoderne Denken herausgearbeitet hast. Ich möchte noch ein paar Merkmale sammeln. Was können wir wirklich greifbar in unserer Gemeinde, in unseren Reihen wirklich erfassen?

Eugen? Das postmoderne Denken ist eine Chance, weil Menschen ja auf der Suche sind, sie suchen nach Sinn im Leben, die Sinnlosigkeit nimmt ja überhand. Aber auf der anderen Seite ist es ja eine Herausforderung, weil die dreifache Engelsbotschaft, Gott in der dreifachen Engelsbotschaft sagt, was richtig ist und auf der anderen Seite sagt er auch, was falsch ist. Genauso wie bei Kain und Abel, das ist der richtige Weg der Erlösung und die Selbsterlösung ist der falsche Weg und darunter fallen ja die Religionen. Deshalb ist es auch in unserer Gemeinde so eine Spannung, weil die dreifache Engelsbotschaft uns als Gemeinde in den Mittelpunkt, in den Fokus rückt. Wir sagen, wir geben eine Richtung vor. Und jetzt, gerade in unserer Zeit, ist das nun mal schwierig. Und die Aussage, es wird uns oft gesagt, dass diese Aussage, wir sind oder die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist die Gemeinde der Übrigen, dass das arrogant ist. Ich glaube, hier ist ein Missverständnis. Die Freikirche sagt nicht, dass wir alleine gerettet werden, sondern dass die Übrigen laut der Bibel einen besonderen Auftrag haben. Sie sind die Übrigen, die diesen letzten Auftrag verkündigen. Das heißt nicht nur, dass die Siebenten-Tags-Adventisten gerettet werden. Diese Lehre hatten wir nie und werden wir auch nicht haben, weil sie nicht biblisch ist. Gott hat in allen Kirchen treue Nachfolger.

Was mir aber aufgefallen ist als Prediger ist, dass wenn Prediger oder Gemeinden sich aktiv in ökumenischen Kreisen betätigen oder sich zusammenschließen, dass dann, und das ist wirklich so, dass dann die Verkündigung der dreifachen Engelsbotschaft des ewigen Evangeliums eingeschränkt wird. Es wird nicht mehr im vollen Zuge verkündigt. Und das ist eine große Herausforderung in unserer Gemeinde heute.

Ganz kurz: Ich glaube, die große Krise unserer Adventgemeinde zurzeit ist die Frage der Hermeneutik, der Bibelauslegung. Es ist kurioserweise das Thema der Frauenordination, dass das weltweit zutage gefördert hat. Ich will jetzt darüber nicht viel sagen, wir haben große Experten hier auf dem Kongress, hier können Sie alle fragen, den Clinton, den Ingo und den Eugen, die haben alle Präsentationen dazu gemacht. Die große Herausforderung ist, dass jeder einzelne von uns sich nicht abhängig macht von irgendeinem PhD, der einfach viel Hebräisch rückwärts lesen kann, sondern dass jeder einzelne von uns wirklich die Bibel selbst studiert und weiß, was ein biblisches Argument ist und was nicht. Wir sehen das genauso auch auf der anderen Seite bei vielen Splittergruppen, die die Gemeinde Babylon nennen, dass dort viel Wahrheit mit Irrtum vermischt wird und viele darauf reinfallen, weil sie nicht mehr wissen, wie man ein biblisches Argument von einem Scheinargument unterscheiden kann. Und ich glaube, dass biblische Auslegungsprinzipien der eigentliche Schlüssel sind. Ich würde das nochmal vertiefen hier in der Runde, also die Frage der Hermeneutik, auch modernerer Bibelauslegung, zum Beispiel historisch-kultureller Bibelauslegung. Wer ergreift hier das Wort? Damit wir das erklären können.

Ingo? Ich war auf einem GK-Komitee und da wurde sogar nicht nur Meinungsverschiedenheit ausgedrückt, sondern eine neue Hermeneutik vorgestellt, dass die Kultur, prinzipienbasierte kulturelle Interpretation die richtige Interpretation ist. Das heißt nicht mehr, was die Bibel sagt, sondern was die Wissenschaftler und die Akademiker meinen, der ursprüngliche Kontext war, und das interpretiert dann die Bibel. Das heißt, das Prinzip, dass du als Laie die Bibel lesen und verstehen kannst, ist jetzt offiziell quasi vorbei. Leider wird das nicht so offen gesagt, dass dort eine neue Hermeneutik entwickelt wurde. Also gerade jetzt bei dem Thema, bei dem wir sind, Frauenordination, wird dann einfach nur gesagt, das ist die biblische Auslegung, ohne zu sagen, dass es ein neuer Ansatz ist, den wir als Adventisten nie vertreten haben.

Aber ich würde ganz gerne noch mal, soll man ganz kurz dazu sagen, das ist ein falsches Halsgerät. Das ist natürlich ein Vorschlag gewesen, nicht, dass jemand jetzt denkt, die Generalkonferenz hat unsere Hermeneutik geändert. Es ist eine Gruppe von Leuten, die das pusht und die das vorgestellt hat. Es gibt viele Theologen, wie unseren Ingo und viele andere, die nach wie vor zu unserer Hermeneutik stehen und das ist auch offiziell unsere Position. Du hattest gefragt, welche Merkmale es gibt, der Sichtung auch. Und ich habe dieses Buch mitgebracht, weil da so viele Zitate drin sind und wir wollten uns ja mit Endzeit beschäftigen. Also das kann ich übrigens nur empfehlen: „Christus kommt bald“ von Ellen White. Das sollten wir jetzt alle noch mal wieder neu lesen. Da steht: „Satan wendet jedes nur mögliche Täuschungsmanöver an, um die Menschen von der Botschaft der drei Engel, und darum geht es ja, abzulenken.“ Wenn Satan sieht, wie Gott sein Volk segnet, setzt er seine Verführungskraft dagegen und sieht den Samen des Fanatismus und des Formalismus in die Reihen des Volkes Gottes. Hier sind zwei Extreme genannt: Das eine, Formalismus, das heißt, ich gehöre zwar dazu, ich bekenne mich dazu, aber letzten Endes ist Christus nicht wirklich derjenige, der mein Leben führt und deswegen lebe ich, wie ich will. Aber die andere Seite wird auch genannt: Fanatismus. Und das spüren wir auch, dass in letzter Zeit alle möglichen Gruppierungen da sind, die so ihr eigenes Süppchen kochen und die Interpretationen haben. Und wie du schon sagtest, da ist ganz viel Wahrheit, aber irgendwo an einer Ecke machen sie eine Biegung. Und ich möchte jetzt nicht alle aufzählen, aber das sind wirklich falsche Interpretationen, Orion-Uhr oder so weiter, wo die Wiederkunft Jesu auf den Tag genau ausgerechnet wird. Und ich bin sehr traurig, wenn ich sehe, wie wirklich treue Adventisten das nicht durchschauen und darauf reinfallen und E-Mails rumschicken und so weiter. Ich denke, wir sollten vorsichtig sein, dass Satan für jede Gruppierung etwas hat und immer wirklich ganz eng an der Bibel bleiben, dass wir nicht von Satan je getäuscht werden.

Wir wollen zum Ende. Wir könnten das noch mehr vertiefen, aber leider reicht die Zeit nicht. Ich möchte zum Ende noch mal schauen, was ist denn wirklich das Zeichen, was Jesus Christus uns in Matthäus 24 gegeben hat? Wann kommt das Ende? Da gibt es einen schönen Vers, Vers 14. Ich wollte gerne noch ein Märchen korrigieren, das ich öfter höre, das sich immer weiter ausbreitet. Es ist die Meinung, weil sich die Wiederkunft verzögert hat, deshalb sind viele Adventisten enttäuscht gestorben, die erwartet haben, noch bei Lebzeiten dem Herrn zu begegnen. Ich habe auch einmal geglaubt, dass ich das Jahr 2000 nie erleben werde. Mehrere Jahrzehnte lang war ich davon fest überzeugt und nun habe ich es schon 15 Jahre überschritten. Ich bin zurzeit weder resigniert noch enttäuscht. Ich habe meine Großeltern gesehen, meine Eltern gesehen und viele andere Adventisten. Es mag sein, dass es Einzelne gab, die enttäuscht waren, weil ihre Verbindung zum Himmel nicht so fest war. Aber wir haben gerade in dieser Woche studiert die dreifache Engelsbotschaft und am Ende in Offenbarung 14, Vers 13 steht: „Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an.“ Ich will darüber nicht mehr sagen, denn morgen wird mein lieber Bruder Olaf darüber eine Andacht halten, zu der ich euch herzlich einlade. Aber so viel ist sicher: Wer seine Verbindung zu Jesus lebendig hält, der wird nicht enttäuscht sein, auch wenn er hier noch die Augen zumachen darf. Und wer meint, er sei in seiner Gemeinde alleine, weil rundherum scheinbar die Gemeinde andere Wege geht, der soll nicht enttäuscht sein, denn in Wirklichkeit passiert etwas und das ist das, was du jetzt erfragst. Gott tut sein Werk heute.

Der positive Ausgang, das positive Ende wollen wir jetzt anschauen. Vers 14: „Es wird gepredigt werden, das Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker und dann wird das Ende kommen.“ Und ich denke, das sehen wir heute auch. Wir sehen die Schwierigkeiten in der Welt, aber wir sehen auch, dass Gottes Wort, Gottes Geist mächtig wirkt und was wir in Jahrzehnten und Jahrhunderten mit menschlicher Kraft nicht schaffen, kann Gottes Geist in wenigen Wochen und Monaten tun. Und wir sehen, dass eine Erweckung stattfindet und dass Gottes Geist mehr wirkt. Und wo Gottes Geist wirkt, da geschehen auch Wunder, auch heute schon, auch in der Adventgemeinde, wo in der Verkündigung der Mission im Weltfeld, aber auch genauso in Deutschland, da, wo Gemeinden zusammenstehen, Einigkeit haben, vorwärts gehen, dass dort große Dinge geschehen. Und das ist ganz wichtig zu sehen, dass sich das jetzt auch erfüllt vor unseren Augen. Die Spannungen in der Welt und in der Gemeinde dürfen mich nicht dazu führen, dass ich evangelistisch gelähmt bin oder die Gemeinde verlasse.

In der Apostelgeschichte 27 erlitt der Paulus fast Schiffbruch, aber es war wesentlich gefährlicher außerhalb des Schiffes. Nur ein Vers hier, Apostelgeschichte 27, 31: Da sagte der Paulus zum Hauptmann und zu den Soldaten: „Wenn diese nicht im Schiff bleiben, dann könnt ihr nicht gerettet werden.“ Also im Schiff bleiben, für das Schiff und für den Mitmenschen arbeiten. Dieser wunderbare Ausblick, dass das Evangelium gepredigt wird, haben wir gehört, dass wir das zurzeit erleben. Und für mich war das ermutigend zu sehen, wie die Generalkonferenz jetzt in verschiedenen Ländern sozusagen eine freie Klinik durchführt. Alleine jetzt habe ich in den Nachrichten auf der Generalkonferenz gelesen, in Zimbabwe wurde eine freie Klinik sozusagen durchgeführt, wo 34.000 Menschen behandelt worden sind von 550 freiwilligen Adventisten, Laien, Menschen, die das unterstützt haben, Ärzte, Prediger, die mitgearbeitet haben. Und danach hat unser Präsident Ted Wilson dort eine Evangelisation durchgeführt, danach, wo 20.000 Menschen anwesend waren. Und dieses Modell wurde auch in Amerika durchgeführt und wird jetzt auch in anderen Ländern durchgeführt. Ich glaube, dass es für uns ermutigend ist zu sehen, dass sowohl die Kirchenleitung als auch Gemeindeglieder Hand in Hand hier dem Modell, dem biblischen Modell von Jesus Christus folgen und das Evangelium verkündigen. Also das ist sehr ermutigend.

Vielen Dank, Eugen. Wir haben gesehen, liebe Geschwister, wir stehen wirklich an einem der interessantesten Punkte der Zeit und wir können dankbar sein, dass wir in dieser Generation leben, dass wir das miterleben dürfen. Und Jesus selbst hat in Lukas 21 gesagt: „Wenn das anfängt zu geschehen, und das ist jetzt, dann ist der Aufruf an uns alle: die Häupter zu erheben.“ Und was das bedeutet, dem möchten wir heute auch an diesem Sabbat nachgehen. Ich bedanke mich bei Gabi und den Brüdern für das Gespräch. Gott segne uns alle.


Lizenz

Copyright ©2015 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.