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Manuskript zur Sendung >>> CSH_Manuskript_2015-4th-Nr-3

In dieser Cannstatt Study Hour-Folge taucht Lukas Hermann tief in die letzten fünf Könige Judas ein und beleuchtet ihre Herrschaftszeiten kurz vor der Zerstörung Jerusalems. Anhand von biblischen Berichten und historischen Parallelen wird die Wiederholung von Mustern in der Geschichte und im Glaubensleben aufgezeigt. Die Lektion betont die Bedeutung von Gottesfurcht, dem Gehorsam gegenüber Seinem Wort und den Konsequenzen menschlicher Schwäche und Sünde.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2015 Q4: Jeremia

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Cannstatt Study Hour, oder vielleicht besser gesagt, der Brasilien Study Hour. Ich bin jetzt mal wieder aus Brasilien, hier, wo ich Theologie studiere. Und man hat mich gefragt, ob ich noch mal eine Aufnahme mache, und ich habe gesagt, das mache ich doch gern. Und so sind wir hier wieder in der schönen Natur, haben wieder unsere Vögel. Ich hoffe, der Wind ist heute relativ still. Und wir sprechen über das Buch Jeremia, und zwar nach der wundervollen Präsentation von Christopher letzte Woche über Jeremia Kapitel 2. Haben wir heute das Thema: Die letzten fünf Könige. Und bevor wir in das Thema einsteigen, möchte ich ein kurzes Gebet sprechen.

[1:07] Großer Vater im Himmel, wenn wir jetzt die Bibel öffnen, möchte ich dich bitten, lehre du uns die Wahrheit und den rechten Weg und zeige uns, was du in dein Wort hineingelegt hast, dass wir lernen können. Amen.

[1:26] Wenn wir uns die Königreiche, das Königreich von Israel und Juda angucken, dann haben wir ungefähr dieses Bild. Wir haben am Anfang das vereinte Königreich, während der Zeit von Saul, von Saulus. Und danach kommt David, danach kommt Salomon. Aber schon beim Thronfolger von Salomon zerbricht das Reich in ein nördliches und südliches Reich. Und wir lernen, wie Israel direkt am Anfang ein alternatives Anbetungssystem aufgesetzt hat. Sie haben ihre eigene Stadt, wir beten jetzt hier an, wir haben einen eigenen Tempel und wir haben unsere eigenen Priester. Und es hat nicht lange gedauert, naja gut, das war ja schon der Anfang des Abfalls. Und wir wissen, wenn wir schon ein bisschen vom Wort Gottes uns hinweg bewegen, dann ist es nicht mehr lange, bis auch die ganzen restlichen Aspekte des Lebens folgen und wir uns von der Bibel entfernen. Genau das ist mit dem nördlichen Reich, dem Reich Israels passiert.

[2:34] Während dieser Zeit des nördlichen Reiches war Juda, das südliche Königreich, relativ treu. Die Hauptstadt von Juda war natürlich Jerusalem, die hatten den wahren Tempel. Und die Könige waren zwar hin und wieder mal untreu zu Gott, aber wir haben ein Bild, dass das südliche Königreich relativ treu und gehorsam Gott war während dieser Zeit. Am Ende des nördlichen Königreichs steht das Exil. Israel, das nördliche Königreich Israel, wurde vom assyrischen König ins Exil befördert. Und das war ungefähr auch der Zeitpunkt, wo dann das südliche Königreich anfing, in den Verfall abzugeraten. Ja, wir haben den berühmten König Manasse, der Kinder verbrannt hat und einfach furchtbare Dinge gemacht hat im Namen Gottes, oder nicht im Namen Gottes, aber im Namen der Religion. Somit ist auch das südliche Königreich abgefallen und am Ende wurde auch das südliche Königreich in die Gefangenschaft, ins Exil abtransportiert und zwar nach Babylon. Und das ist die berühmte Geschichte, die wir kennen mit der Zerstörung Jerusalems. Und wir schauen uns an die letzten fünf Könige im südlichen Königreich von Juda, kurz bevor Jerusalem zerstört wird.

[4:02] Und es ist interessant zu sehen, dass sich die Geschichte immer wieder wiederholt. Ich möchte mit euch den Vers lesen im 1. Korinther Kapitel 10. Und im 1. Korinther Kapitel 10 erinnert uns Paulus daran, dass genau das passiert. 1. Korinther Kapitel 10 und zwar der Vers 11. Und hier schreibt der Paulus folgendes: "Alle diese Dinge aber, die jenen widerfahren sind, sind Vorbilder und sie werden zur Warnung für uns aufgeschrieben, auf die das Ende der Weltzeit gekommen ist." Und er hat davor gesprochen über die Kinder Israels und die Erfahrung der Kinder Israels in der Wüste mit dem Goldenen Kalb. Und er schrieb: "All diese Dinge, die aufgeschrieben wurden über die Geschichte der Kinder Israels, ist aufgeschrieben für uns als Warnung, für uns, die wir in der jetzigen Zeit leben." Denn die Geschichte wiederholt sich ständig. Eine Sache, die damals passiert ist, vor 4000 Jahren, die spielt sich heute genau wieder.

[5:16] Auf einmal hat man gesagt, das Einzige, was wir aus der Geschichte lernen, ist, dass wir nichts aus der Geschichte gelernt haben. Und so haben wir auch diesen Verfall des Königreichs, wie sich genau das Gleiche abspielt mit auch unserer Religion. Wir wissen, am Anfang, die Urgemeinde kurz nach Jesu war treu und irgendwann sind sie vom wahren Glauben abgefallen. Und man hat diesen römisch-katholischen Kirchenstaat, der nur noch eine Religion im Buche war und keine wahre christliche Religion mehr. Und wir haben die Treuen, die durch die Jahre treu blieben. Am Ende wurde der Papst gefangen genommen und dann auch die protestantischen Kirchen fielen irgendwann ab und Gott musste neue Gruppierungen herausrufen, die das Zepter der Wahrheit fortweggetragen haben. Und so können wir die Geschichte Israels und die Geschichte dieser fünf Könige direkt auf unser Leben auch anwenden, denn die Geschichte wiederholt sich selbst.

[6:22] Am Montag ist die Rede über König Josia. Und König Josia, ich habe hier einen kleinen Abriss der Zeit. Er begann seine Regierung mit acht Jahren, mit 16 Jahren heißt es, fing er an, den Gott seines Vaters David zu suchen. Mit 20 Jahren dann begann er, das Land Juda und die Stadt Israel vom falschen Gottesdienst zu reinigen. Als er 21 Jahre alt war, und ich bin 25 und das gibt mir zu denken, als er 21 Jahre alt war, fing Jeremias Dienst als Prophet an. Und schon mit 26 Jahren, und das ist nur ein Jahr älter als ich, hat Josia den Tempel repariert. Die Rolle wurde gefunden, die Rolle des Gesetzes und er hat weitere Reformen eingeleitet. Reformen, die den wahren Gottesdienst, den wahren Dienst für Gott, wie er im Buch, im Buch des Gesetzes steht, wiederherstellt. Und er stirbt dann am Ende mit 39, also am Ende relativ jung, mit 39 Jahren. Und wir schauen uns jetzt, wir lesen nicht die ganze Passage, aber wir schauen uns ein paar Verse an und sehen, was Gott uns über Josia hier zu sagen hat, Josia.

[7:44] Und zwar gehen wir hier in das Buch Zweite Chronik, und zwar den Vers, nee, das Kapitel 34. Es tut mir leid, wenn ich manchmal die Worte ein bisschen falsch sage. Ich habe einfach hier viel mit Portugiesisch und mit Englisch zu tun, da vergisst man manchmal die deutsche Schreibweise von biblischen Namen. Und wir gehen hier ins Buch Zweite Chronik, und zwar im Kapitel 34. Und wir lesen den Vers 3. Und hier steht folgendes: "Denn im achten Jahr seiner Königsherschaft, das war, als er 16 Jahre alt war, als er noch ein Knabe war, fing er an, den Gott seines Vaters David zu suchen. Und im zwölften Jahr fing er an, Juda und Jerusalem von den Höhen und den Aschara-Standbildern und den geschnitzten und gegossenen Bildern zu reinigen."

[8:42] Wisst ihr, auch wir, es tut auch uns gut, wenn wir nach dem Gott und nach dem Glauben unserer Pioniere manchmal suchen. Er suchte nach dem Gott, nach dem Gott Davids, nicht nach dem Gott vom König bevor ihm, nach dem Gott Davids, dem König, der wirklich treu war, und nach dem Gott hat Josia gesucht. Und es tut uns gut, wenn wir auch nach dem Glauben und dem Gott suchen, den damals unsere Pioniere veranlasst hat, all dieses ganze Gesundheitswerk, dieses Publikationswerk aufzubauen und unsere Gemeinde zu starten. Und wir werden eine ähnliche Erfahrung machen wie Josia hier. Und unser Glaube wird wiederbelebt, wenn wir diese Sachen uns zu Gemüte führen. Das kann ich euch versprechen.

[9:44] Und Josia hier hat, bevor er überhaupt die Rolle des Gesetzes gefunden hat, hat Josia das Land gereinigt von den Standbildern, vom Götzendienst. Und hier ist eine sehr wichtige Lektion für uns. Und zwar, bevor wir von Gott neues Licht empfangen können, müssen wir erstmal das, was Gott uns schon gezeigt hat, aus unserem Leben entfernen. Da gibt es einen ganz interessanten Vers, und zwar ist der im Buch Daniel. Ich würde dich einladen, schlag auf Daniel 12. Wir lesen den Vers 10, Daniel 12. Und hier steht folgendes. Hier steht: "Viele sollen gesichtet, gereinigt und geläutert werden. Und die Gottlosen werden gottlos bleiben. Und kein Gottloser wird es verstehen, aber die Verständigen werden es verstehen."

[10:34] Und zufolge dieses Verses, wie können wir die Bibel verstehen? Es sagt uns hier, wir müssen gereinigt werden, geläutert. Wenn Gott uns eine Sünde in unserem Leben offenbart, dann ist es unsere Aufgabe, diese Sünde loszuwerden. Dann ist es unsere Aufgabe, zu Gott zu beten und ihn zu bitten, dass er diese Sünde hinwegnimmt und nicht selbst an dieser Sünde festzuhängen. Denn wenn wir das nicht tun, können wir, sind wir nicht unter diesen Verständigen hier klassifiziert in dem Vers, sondern wir sind die Gottlosen. Und die Gottlosen können die Bibel nicht verstehen. Und sowas wichtig für uns hier ist, erstmal die Götzenbilder loszuwerden. Was er wusste, was falsch ist im Leben der Israeliten, auszureißen aus dem Leben, weg, alles zu zerstören. Und nicht nur sagen, ja, wir beten jetzt die Götzen nicht mehr an, sondern weg damit. Schmeiß die Zigaretten in den Müll. Entfern den Alkohol von deinem Haus. Und du weißt, welche Dinge dir anhängen, entfern sie aus deinem Leben. Erst dann kann Gott dir neue Wahrheit offenbaren und dich weiter im Glauben entwickeln lassen.

[11:48] Und dann gehen wir hier zurück in die Zweite Chronik, und zwar wieder Kapitel 34. Und wir lesen Vers 18 und 19. "Dann berichtete Schaphan, der Schreiber, dem König und sprach: Der Priester Hilkia hat mir ein Buch gegeben." Nun, was für ein Buch war das? Als der König beauftragt hat, dass man den Tempel reinigen soll und wiederherstellen soll und reparieren soll, da fand der Priester, der Hohepriester, das Buch des Gesetzes. Er wusste genau, was das für ein Buch war. Und er hat es dem König ausgehändigt. Er hat gesagt: "Bring dieses Buch zum König." Und jetzt bringt Schaphan dieses Buch dem König und sagt: "Der Hohepriester hat mir dieses Buch gegeben." Und schaut, was er mit dem Buch macht. Was man eigentlich mit dem Buch machen sollte, was wir auch mit dem Buch machen sollten.

[12:43] Und Schaphan las daraus dem König vor. Und es geschah, als der König die Worte des Gesetzes hörte, da zerriss er seine Kleider. Als der König gehört hat, was in diesen ersten fünf Büchern Mose stand, da hat er Buße getan. Er hat sich gedemütigt. Das ist das Symbol, seine Kleider zu zerreißen. Das war das gleiche Wort, das auch Jesus benutzt hat, um den Teufel in der Wüste zu besiegen. Und leider haben wir keine Zeit, in die Details hineinzugehen. Es war eine sehr wundervolle Botschaft. Und ich möchte euch zumindest auf eine Predigt von Christopher Graham hinweisen, die heißt: "Ihr seid lange genug an diesem Berg gewesen." Gibt es auf joelmedia.de von der ASI-Tagung damals in Bogenhofen. Und er bringt eine schöne Botschaft aus dem fünften Buch Mose, was das Buch uns heute zu sagen hat. Aber einen Vers wollen wir uns anschauen.

[13:36] Und zwar im Kapitel 17. Im fünften Buch Mose und im Kapitel 17. Denn Gott wollte nie, dass es so weit kommt, dass irgendwann mal ein Hohepriester das Buch des Gesetzes im Tempel finden muss, weil es anscheinend verloren ging. Das sagt uns auch etwas über den geistlichen Status damals in Juda. Fünfter Mose 17, die Verse 18 bis 20. Hier spricht es über den König. Und zwar hat Gott schon vorausgesehen, dass Israel eines Tages einen König haben wolle, selbst gegen seinen Ratschlag. Und selbst mit dieser Voraussicht hat Gott schon einen Ratschlag, eine Orientierung für diesen König gegeben. Und hört euch an, was er sagt.

[14:26] 18 bis 20: "Wenn er dann auf seinem Königsthron sitzt, so soll er eine Abschrift dieses Gesetzes, das vor den levitischen Priestern liegt, in ein Buch schreiben lassen." Nun, lassen, hier steht nicht im Original. Das sieht man an den Klammern, zumindest in der Schlachter-Bibel. Und es mag sehr wohl heißen hier, dass er eine Abschrift des Buches, des Gesetzes machen soll. Und zwar selbst. Gott hat gesagt, der König soll selbst in seiner Amtszeit das Buch des Gesetzes abschreiben. Und dieses soll bei ihm sein und er soll darin lesen alle Tage seines Lebens, damit er lernt, den Herrn, seinen Gott zu fürchten, damit er alle Worte dieses Gesetzes und diese Satzungen bewahrt und sie tut, dass sich sein Herz nicht über seinen Bruder erhebt und er nicht abweicht von dem Gebot, weder zu rechten noch zu linken, damit er die Tage seiner Königsherrschaft verlängere und seine Söhne in der Mitte Israels.

[15:33] Wisst ihr, Gott hat gewusst, wenn die Könige sich an mein Wort halten und mein Wort in ihren Herzen bewahren und mich lieben, dann wird es keinen Abfall geben. Es hat einen Abfall gegeben. Die Leute haben selbst das Gesetz vergessen, mal vergessen, wo es ist, mal es wiederfinden müssen. Aber hätten die Leute damals, hätten die Könige damals das Gesetz gelesen und abgeschrieben, wie es Gott es gesagt hat, und jeden Tag darin gelesen, wäre es nicht passiert. Und so heute. Und wir sollen daraus lernen. Nehmen wir uns das Gesetz vor. Lesen wir mehr im Buch der Bibel. Und wir sollten daraus lernen. Hätten die Könige Israels mehr in der Bibel gelesen als Spielfilme angeguckt, wäre der Abfall nicht passiert.

[16:21] Und jetzt gehen wir zurück ins Buch 2. Chronik, in Kapitel 34. Und wir lesen noch eine Sache über den König. Hoppla, hier sind wir. Das war der Chroniker über den König Josia. Und zwar im Vers 28. Und hier steht folgendes: "Siehe, ich will dich zu deinen Vätern versammeln. Siehe, ich will dich zu deinen Vätern versammeln, dass du in Frieden in dein Grab gebracht wirst und deine Augen all das Unheil nicht sehen müssen, das ich über diesen Ort und seine Einwohner bringen will." Und sie brachten ihm, dem König, diese Antwort. Der König hat nachgefragt bei den Propheten, was passiert mit uns? All diese Sachen, die in dem Buch geschrieben sind, all diese Flüche, die müssen ja zustande kommen, denn wir, das Volk Israel, haben dir, Gott, nicht gehorcht. Und der Prophet hat es bestätigt und gesagt: "Ja, all das wird zustande kommen. Aber weil du, König, dich gedemütigt hast vor mir, wirst du in Frieden ins Grab gehen."

[17:42] Und wer ein bisschen weiter liest, der sieht, dass der König Josia anscheinend in einer eigensinnigen Art stirbt. Und zwar, weil er dem König von Ägypten entgegentritt im Kampf, im Krieg, in der Schlacht, obwohl der König von Ägypten gar nicht gegen ihn kämpfen will, sondern gegen jemand ganz anderen. Und man könnte sich fragen: Ja, was macht denn der Josia hier? Und ich glaube, dass es eine Sache von Gott ist, dass Gott hier den Josia ins Grab gelegt hat in der Zeit, wo es den Menschen noch gut ging in Israel. Denn kurze Monate später fing die Belagerung an, erst durch Ägypten und dann durch Babylon.

[18:31] Ja, und das lesen wir jetzt auch gleich durch. Und zwar im Dienstag, der König, jetzt darf ich nicht falsch sagen hier, wie heißen die Könige? Der König Joachas und der König Jojakim. Nun, der König Joachas, der war nur drei Monate auf dem Thron. Der König Jojakim elf Jahre. Und im Jeremia Kapitel 22 spricht der Prophet sehr ausführlich über diese zwei Persönlichkeiten. Und wir wollen uns das durchlesen.

[19:05] Jeremia 22: "So spricht der Herr: Geh hinab ins Haus des Königs von Juda und rede dort dieses Wort. Und sprich: Höre das Wort des Herrn, du König von Juda, der auf dem Thron Davids sitzt, und samt deinem Knecht und deinem Volk, die zu diesen Toren eingehen. So spricht der Herr: Übt Recht und Gerechtigkeit, errettet den Beraubten aus der Hand des Unterdrückers. Betrügt nicht den Fremdling, die Waise und die Witwe und tut ihnen keine Gewalt an und vergießt kein unschuldiges Blut an diesem Ort. Denn wenn ihr dieses Wort wirklich befolgt, so sollen durch die Tore dieses Hauses Könige einziehen, die auf dem Thron Davids sitzen, die auf den Wegen fahren und auf Rossen reiten, sie und ihre Knechte und ihr Volk. Wenn ihr aber diesen Worten nicht gehorcht, so schwöre ich bei mir selbst, spricht der Herr, dass dieses Haus zur Ruine werden soll."

[20:04] Hier sehen wir die Gnade Gottes. Die Gnade Gottes erwartet, dass wir das Buch der Bibel lesen und das, was darin ist, befolgen und hören und tun. Aber wenn wir das Buch nicht lesen, dann bringt uns die Gnade Gottes durch seinen Propheten nochmal die Botschaft und er sagt uns nochmal und nochmal und er wird nicht müde, uns darauf hinzuweisen, der Weg des Lebens, seine Gebote zu befolgen. Und er heißt es in Vers 6: "Denn so spricht der Herr über das Haus des Königs von Juda: Wie Gilead giltst du mir, wie ein Gipfel des Libanon. Doch wahrlich, ich will dich zur Wüste machen, zu einer unbewohnten Stadt. Und ich werde Verderber gegen dich weihen, jeden mit seinen Waffen. Die werden deine auserlesenen Zedern abhauen und ins Feuer werfen."

[21:00] Und Freunde, auch hier sehen wir die Liebe Gottes und die Gnade Gottes. Denn Gott sagt: "Du bist wie Gilead und Gilead und Libanon sind sehr fruchtbare Orte. Damals waren sehr fruchtbare Orte in Jerusalem, in Juda. Orte, wo dieses berühmte Zedernholz, der Zedernbaum, gewachsen ist, das verwendet wurde, um Paläste, um reiche Häuser zu bauen. Und Gott hat gesagt: Genau so seid ihr zu mir, wie diese wertvolle, fruchtbare Erde. Aber ich muss euch bestrafen."

[21:43] Und wir haben das hier in 3. Mose, Vers 19, steht ein unglaublich interessanter Vers über die Liebe Gottes und über die Liebe im Allgemeinen. Was ist Liebe? 3. Mose, Kapitel 19 und Vers 17. Und hier sagt Gott folgendes zu uns: "Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen, sondern du sollst deinen Nächsten ernstlich zurechtweisen, dass du nicht seine wegen schuldtragen musst." Nicht zu hassen ist das gleiche wie zu lieben. Und wie lieben wir unseren Bruder? Wie lieben wir unseren Nächsten? Indem wir ihn zurechtweisen und nicht schuldtragen wegen der Situation. Und so sagt Gott: Ich liebe dich, Israel. Ich liebe dich, meine Gemeinde. Und Gott liebt dich und jeden Einzelnen. Aber er liebt dich mit einer wahren Liebe, nicht mit einer Liebe, die alles durchgehen lässt, sondern mit einer Liebe, die zurechtweist. Genauso wie wir unsere Kinder lieben und sie zurechtweisen, damit sie auf den rechten Weg gehen und ihr Charakter nicht verdorben.

[22:56] Zurück zum Jeremia 22. Und wir lesen Verse 8 und 9. "Und es werden viele Menschen an dieser Stadt vorbeiziehen und einer zum anderen sagen: Warum hat der Herr dieser großen Stadt so etwas angetan? Und man wird antworten: Weil sie den Bundesherrn, ihrem Gott, verlassen und andere Götter angebetet haben und ihnen gedient haben."

[23:22] Dieses Prinzip haben wir schon gelesen in Jeremia 2. In Jeremia 2 und dort der Vers 13. Denn dort heißt es, kurz aufschlagen, dort steht dieser berühmte Vers. Und zwar: "Denn mein Volk hat eine zweifache Sünde begangen: Mich, die Quelle des lebendigen Wassers, haben sie verlassen und sich Zisternen zu graben, löchrige Zisternen, die kein Wasser halten." Das gleiche Prinzip. Sie haben den wahren Gott verlassen und sie haben sich den Götzen angehängt. Sie haben nicht die Bibel befolgt, sondern sie sind nachgehangen ihren Medien, ihren Götzendiensten, all dem, was die anderen Leute der Welt gemacht haben.

[24:12] Und ich finde diese Passage sehr interessant. Denn hier sagen die Heiden zueinander: "Schau, was ist mit dieser Stadt passiert?" Und der Heide antwortet: "Das ist passiert, weil das Volk Gottes nicht das Wort des Herrn befolgt hat, sondern sich Idolen, sondern sich Götzen nachgefolgt ist." Und manchmal wissen selbst die Gottlosen besser Bescheid, was die Aufgabe eines Christen ist, denn die Christen selbst. Manchmal fragen sich die Gottlosen: Warum, wenn er behauptet, ein Christ zu sein, warum lädt er sich die ganze Musik, die ganzen Filme illegal im Internet herunter? Denn selbst der Gottlose hat ein Konzept Gottes. Selbst der Heide weiß, dass wenn man einen Gott hat, seinem Gott treu ist. Und wir haben gelesen, dass selbst die Heiden treuer zu ihren Göttern waren, die nicht Götter waren, als diejenigen, die den wahren Gott hatten. Und ist das nicht eine traurige Realität? Aber das ist, was passiert ist damals. Und das ist, wie die Geschichte sich auch heute wiederholt, wenn die Adventisten und die Christen sich abwenden von ihrem Gott und all den Sachen der Welt nachfolgen.

[25:24] Wir überspringen ein paar Verse und wir lesen weiter in Vers 13. "Wehe dem, der sein Haus mit Unrecht baut und seine Obergemächer mit Ungerechtigkeit und seinen Nächsten umsonst arbeiten lässt und ihm seinen Lohn nicht gibt. Der spricht: Ich will mir ein geräumiges Haus und weite Obergemächer bauen und sich Fenster machen lässt und es mit Zedern täfelt und mit roter Farbe anstreicht. Bist du damit König, dass du dich im Bau von Sedernpalästen hervortust? Hat nicht dein Vater auch gegessen und getrunken und doch Recht und Gerechtigkeit geübt? Damals stand es gut mit ihm. Ja, wenn man den Betrunkenen und den Armen zum Recht verhilft, dann steht es gut."

[26:18] Nichts zu erkennen, spricht der Herr. Das ist, was Gott zu dem König, der hier Jojakim genannt, sagt. Und er sagt: "Warum baust du dir große Häuser? Warum versuchst du in vornehmen Häusern zu wohnen?" Und ist es nicht verrückt, wenn Gott durch Jeremia vorhergesagt hat, dass Jerusalem zerstört wird, sehr bald, dass der König und die Noblen des Landes sich große Häuser bauen? Gott hat auch zu uns gesagt, dass bald Jesus wiederkommt. Und was machen wir mit unserem Geld und mit unserer Zeit? Bauen wir große Häuser? Haben wir angenehme Wohngemächer? Oder investieren wir das Geld in Gottes Werk? Versuchen wir so viele Menschen wie möglich zu Jesus zu bringen, damit Gott eine große Ernte hat, wenn er wiederkommt.

[27:14] Und er sagt hier: "Schau auf Josia, was er gemacht hat. Er hat Gerechtigkeit gesprochen. Er hat das Rechte getan." Und es wird hier die sehr interessante Frage gestellt, die rhetorische Frage: "Bedeutet das nicht, mich zu erkennen?" Wir wissen, Gott zu kennen bedeutet, das Gerechte zu tun, das Richtige zu tun. Und das ist im Prinzip so eine kleine Laodicea-Botschaft. Diejenigen, die in Laodicea wohnen, die denken, sie sind reich und sie haben alles und sie brauchen nichts. Aber Gott sagt ihnen: "Was du brauchst, ist das Gold, das im Feuer geläutert ist. Die Liebe und den Glauben, die wahre Liebe und den wahren Glauben gegenüber dem Nächsten." Und das ist interessanterweise auch die Botschaft Gottes an uns heute, die im Jesaja Kapitel 58 geschrieben steht. Und wenn ihr darüber wissen möchtet, ich möchte darüber ein extra Video machen. Aber lest euch durch: Jesaja Kapitel 58 ist die Botschaft an die Adventisten in unserer Zeit. Und sie spricht genau über die Dinge, die Josia hier gemacht hat.

[28:26] Und Gottes und Königsein, das du, und das bedeutet, und dadurch werden Menschen sehen, dass du Gott wirklich kennst. Wir lesen weiter im Vers 17. "Aber deine Augen und dein Herz sehen auf nichts anderes aus, als auf deinen Gewinn und auf das Vergießen unschuldigen Blutes und darauf Betrug und Misshandlung zu verüben." Der Stolz des Lebens, mehr zu haben als der andere, Gewinn zu haben, das ist, was den König hier zu Fall brachte. Und das ist, was dich und mich eines Tages zu Fall bringen wird, wenn wir diesen Stolz nicht aus unserem Herzen entfernen.

[29:16] Und Vers 18: "Darum so spricht der Herr über Jojakim, das ist nun der andere König, den Sohn Josias, den König von Juda: Man wird nicht um ihn klagen: Ach mein Bruder oder ach meine Schwester. Man wird nicht um ihn klagen: Ach mein Herr oder ach meine Majestät. Sondern er soll wie ein Esel begraben werden, indem man ihn fortschleift und hinwirft, fern von den Toren Jerusalems." Dieser König hat eine sehr traurige Geschichte. Als der König von Ägypten kam und Tribut gefordert hat, hat dieser König das Land hart besteuert und er hat die Menschen unterdrückt und er hat nur seinen eigenen Gewinn im Auge gehabt.

[30:04] Und Freunde, nur seinen eigenen Gewinn im Auge zu haben, ist nicht nur was diesen König zur Fall brachte, sondern was all jene, die in der Bibel jemals gefallen sind, zur Fall brachten. Schaut doch auf Saulus. Er ist gefallen, weil er es nicht ausgehalten hat, dass David besser ist wie er, dass der Thron an den David übergeben wurde. Und sein Stolz hat ihm letztendlich sein Leben, sein Thron und alles gekostet, selbst seine Söhne. Oder wir erinnern uns an die Geschichte von Haman, der es nicht ausgehalten hat, dass alle ihn angebetet haben, alle ihn geehrt haben, außer dieser Mordechai, der nicht vor ihm niedergekniet hat. Und wegen diesem einen Juden hat er alles riskiert und hing am Ende selbst an seinem eigenen Galgen.

[31:00] Kommen wir nun zum letzten König, zum König Zedekia. Und wir schauen hier im 2. Chronik im Kapitel 36 und wir lesen Vers 14. "Auch alle Obersten der Priester samt dem Volk versündigten sich schwer nach allen Gräueln der Heiden und verunreinigten das Haus des Herrn, das er geheiligt hatte in Jerusalem." Wir lesen hier den vielleicht traurigsten Bericht aller Könige. Und zwar, dass sie nach allen Gräueln der Heiden getan haben. Und das ist das Testament von Zedekia. Aber über ihn, interessanterweise, wurde fast am meisten geschrieben im Buch von Jeremia.

[31:42] Und was mir aufgefallen ist, dass Jeremia, als er ins Gefängnis geworfen wurde von den Prinzen von Jerusalem, da kam der König privat zu ihm und hat ihn immer gefragt: "Hat Gott des Himmels ein Wort für mich?" Und Jeremia hat ihm treu weitergegeben, was Gott ihm gesagt hat: "Jerusalem wird zerstört und du wirst in die Hand des Königs von Babylon gegeben werden." Und die Prinzen wollten überhaupt nicht, dass Jeremia mit dem König spricht, haben ihn dann in dieses Gefängnis, in diesen Schlamm werfen lassen. Und wir sehen, wie der König Zedekia keinen Rückgrat hatte. Obwohl er dem Jeremia versprochen hat, dass er nicht ins Gefängnis, also ins schlimmere Gefängnis muss, dann kamen die Prinzen, haben ihn zum König und der König hat einfach so nachgegeben und hat sein eigenes Wort gebrochen. Naja, es gab zum Glück jemand, einen Olnuchen, der für den Jeremia einstand, zum König ging und dann den Jeremia aus diesem Matsch herausgezogen hat und wieder ins Gefängnis gesteckt hat, wo er zumindest was zu essen gekriegt hat, im belagerten Jerusalem.

[33:00] Und dann gibt es diese interessante Szene in Jeremia Kapitel 38 im Vers 14 bis 18, die ich mit euch zusammen durchlesen möchte. Jeremia Kapitel 38, Vers 14 bis 18. Denn hier ist so das letzte Interview zwischen Zedekia und Jeremia. Und der Zedekia kommt heimlich zu Jeremia und sagt folgendes.

[33:26] "Der König Zedekia aber sandte ihn hin und ließ den Propheten Jeremia zu sich holen in den dritten Eingang, der im Haus des Herrn war, und der König sprach zu Jeremia: Ich will dich etwas fragen, verschweige mir nichts." Und Jeremia antwortet: "Wenn ich dir etwas sage, wirst du mich nicht schließlich töten? Wenn ich dir aber einen Rat gebe, so wirst du nicht auf mich hören." Jeremia wusste schon, dass der König ihn einfach missachten würde. Da sagt der König: "So wahr der Herr lebt, der uns diese Seele erschaffen hat, ich werde dich nicht töten, noch dich in die Hände der Männer geben, die nach deinem Leben trachten."

[34:06] Und hier kommt die Botschaft an den König. Vers 17: "Wenn du freiwillig zu den Fürsten des Königs von Babel hinaus gehst, so sollst du am Leben bleiben. Dann soll auch diese Stadt nicht mit Feuer verbrannt werden und du sollst samt deinem Haus am Leben bleiben." Das ist genau die gleiche Botschaft, die es vorher schon ganz Jerusalem gab. Wenn ihr hinaus geht. Was bedeutet das? Das bedeutet, zum Feind überzuwechseln. Geht hinaus zum Feind, ergebt euch und euer Leben wird erspart bleiben. Das ist die Botschaft Gottes.

[34:44] Und das bedeutet auch, Gott treu zu sein. Gott treu zu sein bedeutet nicht immer, wie soll ich es richtig sagen? Gott treu zu sein hier hieß nicht, in der Stadt Gottes zu verweilen. Es hieß nicht, in Jerusalem zu bleiben und am Tempeldienst festzuhalten, sondern Gott treu zu bleiben. Hier hieß es, Gottes Wort ernst zu nehmen für diese Zeit, hinaus zu gehen und sich zu ergeben, denn Gott hat Jerusalem aufgegeben. Und das hat er hier auch dem König wiederholt.

[35:14] Und das ist eine herausfordernde Botschaft. Manche Dinge, die Gott von uns verlangt, sind herausfordernd, sind nicht einfach. Sie bedeuten, dass wir gegen die Beliebtheit der Menschen gehen müssen, gegen das, was die anderen über uns denken, und wir müssen einen Schritt tun, wo wir meinen, dass alle anderen uns aufgeben müssen und dass wir im schlechten Licht stehen. Aber, Freunde, es ist wichtiger, Gott zu gehorchen, als in einem guten Licht den anderen Menschen gegenüber zu stehen. Und wenn Gott uns eine Aufgabe, wenn Gott dir eine Aufgabe offenbart, dann ist es deine Aufgabe, das zu tun, das Richtige zu tun, das, was Gott gesagt hat.

[36:06] Wir wissen, dass der König das nicht getan hat. Warum hat er das nicht getan? In dem nächsten Vers steht die Antwort. Jetzt muss ich gucken, welcher war der nächste Vers. Wir haben 18 gelesen, jetzt lesen wir 19. "Da antwortete der König Zedekia dem Jeremia: Ich fürchte die Juden, die zu den Chaldäern übergelaufen sind. Man könnte mich ihnen ausliefern, dass sie mich misshandeln."

[36:30] Die Antwort war: Ich fürchte Menschen. Ich fürchte die Juden, die schlecht über mich reden. Ich fürchte die Prinzen der Stadt, die zu den Chaldäern übergelaufen werden. Ich fürchte die Juden, die schon übergelaufen sind, damit sie mich misshandeln. Ich fürchte, ich fürchte, ich fürchte alles außer Gott. Es gibt ein Sprichwort, das heißt: Wer Gott fürchtet, der fürchtet nichts anderes. Aber wer Gott nicht fürchtet, der fürchtet alles andere. Zedekia hat Gott nicht gefürchtet, sondern alles andere. Und am Ende wurden seine Kinder und seine Gefolgschaft vor seinen Augen getötet. Seine Augen wurden ausgestochen und er wurde abtransportiert nach Babylon und starb dort im Gefängnis. Es war am Ende viel schlimmer, als ich es mir hätte vorstellen können.

[37:24] Und wir wissen, dass dieses Gespräch zwischen Jeremia und dem König Zedekia das letzte war, das die beiden hatten. Diese Stelle war die letzte Stelle, das letzte Zeitpunkt, als Zedekia ein Wort Gottes gehört hat. Und es macht den Anschein, als ob der Zedekia geglaubt hat, gewusst hat, dass was Gott sagt, ist richtig, aber Angst hatte, es zu tun. Und wisst ihr, auch mit Gott hat es mal ein Ende. Wir nennen es die Sünde gegen den Heiligen Geist, die Sünde, die nicht vergeben werden kann. Irgendwann spricht Gott die letzte Warnung zu unserem Herzen. Wenn wir Gott widerstehen und widerstehen und widerstehen und nicht tun, was er sagt. Irgendwann bringt Gott die letzte Warnung in unser Leben. Und die Zeit unserer Gnade schließt sich. Und wenn wir nicht Gott hören, dann wird unser Leben nicht im Himmel enden.

[38:28] Meine Freund, meine Freundin, wenn du Gottes Stimme heute hörst und wenn Gott dich ruft, dich zu ihm zu bekehren, die Sünde aufzugeben, die du weißt, in deinem Leben ist, die Pflicht zu tun, die Gott dir offenbart hat, zögere es nicht länger heraus. Nimm heute deine Beine in die Hand und tu, was Gott gesagt hat. Folge Gott nach. Du weißt, dass was Gott sagt, ist das Richtige. Du weißt, dass er Recht hat. Und du weißt die Stimme in deinem Herzen. Und du weißt genau, was sie sagt. Kehre dich zu Gott.

[39:10] Somit beenden wir unsere Lektion heute mit einem sehr schweren und wichtigen Gedanken. Heute, wenn du die Stimme Gottes hörst, rebelliere nicht. Im Namen Gottes. Amen.


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