In diesem Teil des Seminars zu Offenbarung 14, Vers 12, wird die Bedeutung des Begriffs „Heilige“ beleuchtet. Es wird erklärt, wer die Heiligen sind, welche Kennzeichen sie auszeichnen und wie sie sich von anderen Definitionen von Heiligkeit unterscheiden. Der Vortrag untersucht biblische Stellen, um ein tieferes Verständnis für die Rolle und das Wesen der Heiligen in Gottes Plan zu gewinnen.
Offenbarung 14:12 Teil 2
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Neues Testament, Offenbarung, ProphetieWeitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr eingeschaltet habt und schön, dass ihr da seid. Wir sind ja mittendrin in Offenbarung 14, Vers 12, einem der wichtigsten Verse überhaupt und wir haben letztes Mal angefangen mit dem standhaften Ausharren und da wollen wir heute weitermachen und uns fragen, wer eigentlich die Heiligen sind, die so standhaft ausharren. Und dazu brauchen wir selbstverständlich den Heiligen Geist, um das zu verstehen. Ich lade euch ein, wo es möglich ist, dass wir niederknien für ein Anfangsgebet.
[0:43] Lieber Vater im Himmel, was für ein großes Vorrecht ist es, dass du uns einlädst, deine Heiligen zu sein. Und so oft leben wir gar nicht so, wie es Heilige sein sollten. Ich möchte dich um Verzeihung bitten und dich bitten, dass du uns jetzt hilfst, dass wir erkennen in deinem Wort, was es bedeutet, ein Heiliger zu sein, was es bedeutet, heilig zu leben, dir wohl zu gefallen. Schenke uns nicht nur die Erkenntnis, sondern auch die Kraft, so zu leben, wie es dein Wort sagt. Sprich du zu uns und offenbare du dich durch deinen Heiligen Geist. Im Namen Jesu, Amen.
[1:19] Offenbarung 14 und dort Vers 12. Wir haben gesagt, das ist die Gruppe, die hier beschrieben wird, zu der wir alle dazugehören wollen, oder? Das ist die Gruppe, die in der letzten Auseinandersetzung mit dem Tier und dem Mahlzeichen und dem Bild des Tieres und all den Dingen, die in Offenbarung 13 beschrieben werden, dem nicht mehr kaufen und verkaufen können, dem Todesbefehl und so weiter. Die Gruppe, die siegt, die Überwinder. Und könnt ihr euch erinnern, wie viele Kennzeichen haben wir herausgearbeitet, hat diese Gruppe nach diesem Vers? Wie viele Kennzeichen finden sich hier in Offenbarung 14, Vers 12, die charakteristisch sind für diese Gruppe der Sieger? Wir haben drei, ja, wir haben sogar eins mehr. Ja, wir haben gesagt, es gibt, wir haben gesagt letztes Mal, es gibt vier Kennzeichen. Es ist das standhafte Ausharren und die Geduld, Moment, standhafte Ausharren, dann die Tatsache, dass sie heilig sind. Das ist vielleicht selbstverständlich, aber ein eigener Punkt. Es sind Heilige, die sind standhaft im Ausharren, sie sind heilig, sie halten die Gebote Gottes und sie haben den Glauben Jesu. Vier Kennzeichen.
[2:44] Letztes Mal haben wir uns mit dem standhaften Ausharren beschäftigt. Heute schauen wir uns an, was bedeutet es, ein Heiliger zu sein. Natürlich kann man sagen, und das ist die biblische Definition, na ja, ein Heiliger ist der, der die Gebote Gottes hält und den Glauben Jesu hat. Ja, aber es gibt noch mehr über das Thema Heilige. Die katholische Kirche hat auch ihre Idee von den Heiligen. Ja, das sind die Heiligen, die, die besonders viele gute Werke getan haben, die jetzt im Himmel sind und von deren guten Werke, von deren Bankkonto an guten Werken kann man jetzt etwas abheben zu seinen eigenen Gunsten. Ja, das ist so die Idee. Aber das ist natürlich nicht die biblische Idee. Lass uns mal ein bisschen studieren, was die Bibel unter Heiligen versteht. Schauen wir mal ein paar Stellen an.
[3:25] In Matthäus 27 haben wir das einzige Mal, wo das Wort Heilige in den Evangelien vorkommt. Matthäus 27 und dort Vers 52, Matthäus 27 und dort Vers 52. Das lesen wir. Und die Gräber öffneten sich und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auferweckt. Wann ist das gewesen? Bei der Kreuzigung Jesu, an dem Freitag. Noch bevor Jesus auferstanden ist, sind dort einige der Entschlafenen. Was heißt entschlafen? Tot, also Tote sind auferstanden. Und was für Tote sind das gewesen? Wer war das? Das waren Gläubige früherer Generationen, die im Glauben an den kommenden Messias eingeschlafen waren. Glaubenshelden früherer Zeiten. Das ist eine Definition oder eine Verwendung hier vom Wort Heilige. Heilige sind die jenigen, die durch die Kraft Gottes auferstehen können. Zum Leben und nicht zum Gericht.
[4:49] Schauen wir mal in Apostelgeschichte 9 und da finden wir jetzt den generellen Gebrauch des Wort Heilige. Apostelgeschichte 9, Vers 13 Apostelgeschichte 9, die Geschichte von der Bekehrung des Saulus zu Paulus. Apostelgeschichte 9 und dort Vers 13. Da antwortete Ananias, Herr, ich habe von vielen über diesen Mann gehört, wie er viel Böses, wie viel Böses er deinen Heiligen wo? In Jerusalem zugefügt. Also wo waren die Heiligen? Die waren noch leben, die waren noch auf der Erde, die waren in Jerusalem. Vers 32. Es begab sich aber, dass Petrus, als er alle besuchte, auch zu den Heiligen hinabkam, die in Lütter wohnten. Das war also ein anderer Ort, wo auch immer der gewesen ist, aber es gab in Jerusalem Heilige und es gab in Lütter Heilige.
[6:02] Schauen wir mit mir im Römerbrief. Römer 1 und dort Vers 7. Römer 1, Vers 7. An alle in Rom anwesenden geliebten Gottes, an die berufenen Heiligen, Gnade sein mit euch und Friede von Gott und zum Vater und dem Herrn Jesus Christus. Was ist das hier? Ist das ein Gebot? Ein Psalm? Eine Begrüßung. Warum ist es eine Begrüßung? Weil Römer ist ein Brief. Und an wen ist er geschrieben? An die Römer. Ja, aber nicht an alle Römer. An die Gemeinde in Rom. Übrigens, so Klammer auf, habt ihr euch jemals Gedanken gemacht, warum der Brief an die Römer ausgerechnet an die Römer geschrieben worden ist? Warum der Brief an die Römer ausgerechnet an die Römer geschrieben worden ist? Aber es gab ja viele andere Gemeinden. Herrgott, Paulus hätte doch diesen besonderen Römerbrief auch an die Korinther schreiben können oder an die Epheser. Das stimmt, aber der Römerbrief ist ja nicht zuallererst eine Kritik an Zuständen der Gemeinde, oder? Es gibt manche Briefe wie der Galaterbrief oder der Korinther Brief. Da sagt der Paulus genau, das läuft falsch und das läuft falsch und das läuft falsch. Aber der Römerbrief ist anders. Der Römerbrief hat, also was ist das besondere an dem Römerbrief, vor allem an der ersten Hälfte? Römer ist die wahrscheinlich systematischste Beschreibung des Erlösungsplanes in der gesamten Bibel, Altes und Neues Testament. Im Römer 1 bis 8, acht Kapitel, beschreibt der Paulus Schritt für Schritt das Evangelium. Fängt an mit der Grundlage des evangelischen Glaubens, dann dass die Heidensünder sind, dass die Gläubigen Sünder sind, dass alle Sünder sind. Nicht wahr, hast du gesagt, dass alle sind Sünder. Dann die Erlösung durch den Glauben, dann ein ganzes Kapitel über den Glauben, dann ein Kapitel über wie dieser Austausch funktioniert, erster Adam, zweiter Adam, dann ein Kapitel über die Taufe, ein Kapitel über den Kampf des Christen mit der Sünde bis schließlich zur Überwindung der Sünde durch den Heiligen Geist. Die gesamte Erfahrung eines Christen von dem ersten Kontakt mit Gott durch die Natur bis hin zu wir überwinden systematisch. Es gibt keinen anderen Abschnitt in der ganzen Bibel, wo so detailliert Schritt für Schritt das Evangelium in seiner Vollheit erklärt wird. Meine Frage an euch, warum ausgerechnet an Rom und nicht an Philippi oder Epheser oder Korinth. Die Bibel sagt es nicht explizit, aber könnt ihr euch vorstellen, warum der Paulus inspiriert vom Heiligen Geist ausgerechnet an die Römer die sonnenklarste Darstellung des wahren Evangeliums predigt. Der Heilige Geist wusste, dass genau diese Gemeinde in kommenden Jahrhunderten das Zentrum des Abfalls sein würde. Rom war die Gemeinde, die später in den kommenden Jahrhunderten als erste den Sonntag eingeführt hat, die Unsterblichkeit der Seele und dann später durch ihre ganze Politik die ganze Christenheit verderbt hat. Und ich finde es interessant, dass ausgerechnet die Gemeinde, die später den größten Einfluss zum Negativen gehabt hat, das größte Licht bekommen hat. Das ist ähnlich wie mit dem Luzifer. Gott wusste, was der Luzifer anrichten würde und deswegen, damit er keine Entschuldigung hat, hat er ihn direkt neben sich gestellt. Direkt in das hellste Licht des Evangeliums, sozusagen in die Gegenwart Gottes. Und ähnlich wie der Luzifer keine Entschuldigung dann hatte, als er gefallen ist, so ist es mit der römischen Kirche. Keine andere Kirche hat so ein klares, präzises Evangelium bekommen, wo deutlich wird, nicht durch eigene Werke. Es war ja ausgerechnet die römische Kirche, die ihn eingeführt hat. Durch eigene Werke wird man errettet. Und in keinem anderen Brief wird so deutlich, nicht durch eigene Werke. Gott hat es sehr deutlich gemacht. Interessant, aber das nur so zum Nachdenken, dass Gott manchmal dem das meiste Licht gibt, der es auch am meisten braucht. Wir denken immer, wenn jemand besonders viel Licht hat, dann deswegen, weil er so besonders klug oder besonders geistlich ist. Aber manchmal gibt Gott denen besonders viel Licht, weil sie besonders viel Licht brauchen. Das ist übrigens der Grund, warum Gott manchmal Menschen zu Evangelisten und Predigern beruft. Nicht, weil sie geistlicher sind, sondern weil sie nur so gerettet werden können. Das ist nur ein Gedanke nebenbei.
[11:15] Also zurück zu unseren Heiligen. Römer 8, Vers 27. Und übrigens diese Idee, dass die Heiligen die Gemeinde sind, findet ihr in all den Briefen. Er schreibt an die Heiligen in Korinth und an die Heiligen in allen möglichen Gemeinden. Römer 8, Vers 27, der aber die Herzen erforscht, weiß was das Trachten des Geistes ist, denn er tritt so für die Heiligen ein, wie es Gott entspricht. Von wem ist hier die Rede? Wer spricht für die Heiligen? Der Heilige Geist. Das heißt, Heilige sind diejenigen, die mit dem Heiligen Geist kooperieren, für die der Heilige Geist einspringen kann, sozusagen. Die beten und der Heilige Geist kann es vor Gott bringen. Heilige sind also die Gemeindeglieder. Heilige sind die die mit dem Heiligen Geist kooperieren.
[12:09] Schauen wir weiter in Römer 16. Wir schauen uns mal einfach ein paar Bibelstellen an. Hier Römer 16 und dort Vers 2. Römer 16 und dort Vers 2. Damit ihr sie aufnehmt im Herrn, wie es sich für Heilige, was ist das nächste Wort? Gebührt. Was heißt das, wenn ich sage, wie es sich für Heilige gebührt oder wie es sich für Heilige geziemt? Was impliziert das? Da gibt es ein besonderes Verhalten, das von Heiligen erwartet werden kann. Ansonsten kann der Paulus nicht sagen, wie es sich für Heilige gebührt, wie es sich für Heilige geziemt. Es gibt ein besonderes, wer heilig ist, sollte ein besonderes Verhalten an den Tag legen. Dieses Verhalten hat nicht nur zu tun mit dem, was ich sage, sondern auch wie ich andere Menschen aufnehme. Das heißt, damit ihr sie aufnehmt im Herrn, wie es sich für Heilige geziemt und ihr in allen Dingen beisteht, in denen sie euch braucht, denn auch sie ist viel in deinem Beistand gewesen, auch mir selbst. Mit anderen Worten, ein Heiliger wird immer auch anderen helfen.
[13:23] Die Juden hatten eine andere Idee von Heiligkeit. Die hatten die Idee, ich bin heilig und ich stelle mich hier an meinen heiligen Posten und die anderen haben nichts zu suchen. Die sollen bloß wegbleiben, damit ich schön heilig bleiben kann. Aber das ist keine Heiligkeit in der Bibel. Der Heilige in der Bibel wird anderen helfen und sich entsprechend verhalten.
[13:44] Schauen wir mal in 1. Korinther. Wir springen einfach mal so ein bisschen durch die Neuheit der männlichen Briefe. 1. Korinther 6, das ist dann also auch ein Kennzeichen der Gläubigen der Endzeit, oder? Die Heiligen, die werden nicht nur standhaft sagen und ja, hier ist die Gebote Gottes, wir glauben noch wie Jesus, sondern sie werden genauso leben, wie es sich Heiligen gebührt. Sie werden einander helfen, sie werden einander aufnehmen, sie werden füreinander da sein.
[14:13] 1. Korinther 6, und dort Vers 1 und 2. Interessanter Vers. Wie kann jemand von euch, der eine Beschwerde gegen einen anderen hat, sich bei den Ungerechten richten lassen, anstatt bei den Heiligen? Hier gibt es einen Kontrast. Welche beiden Gruppen werden kontrastiert? Die Heiligen und wie, wie die andere Gruppe genannt? Die Ungerechten. Welche Schlussfolgerung lässt sich daraus ziehen über Heilige? Es sind Gerechte. Macht ja auch Sinn, wenn sie die Gebote Gottes bewahren. Die Heiligen sind Gerechte, sie leben gerecht, sie haben die Gerechtigkeit Christus angenommen und leben sie aus. Und übrigens, die Heiligen haben eine große Aufgabe, wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden? Wenn nun durch euch die Welt gerichtet werden soll, seid ihr dann unwürdig, über die allergeringsten Dinge zu unterscheiden. Glaubt ihr nicht auch, dass man ein gutes Unterscheidungsvermögen zwischen Gut und Böse haben muss, um die Welt richten zu können? Gott möchte, dass wir durch die Beziehung zu ihm ein immer besseres Unterscheidungsvermögen bekommen zwischen Wahrheit und Irrtum, zwischen Liebe und Hass, zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, zwischen Sünde und Wahrheit und Gehorsam.
[15:39] Das sind die Heiligen. Schaut mal in Epheser 1, ein paar Verse nehmen wir noch, Epheser 1 und dort Vers 15. Das ist ein ganz interessantes Bild, also wenn man, es gibt viele Verse über die Heiligen, wenn man die alle mal zusammen nimmt, bekommt man eigentlich ein schönes Gebild, wie auch die Gemeindeglieder zueinander leben sollten. Ach übrigens, habe ich noch vergessen zu sagen, wenn die Heiligen Gemeindeglieder sind, wisst ihr was das bedeutet? Dass die Endzeitgläubigen Glieder einer Gemeinde sind. Weil Heilige in der Bibel immer ein Bild, ein Begriff ist für Gemeinde. Die Heiligen waren immer in einer Gruppe zusammen. Die Heiligen sind nicht Einzelkämpfer, die sagen, die anderen sind alle abgefallen, ich stehe für mich alleine. Bis ans Ende wird Gott seine Gemeinde haben. Das Schiff kommt in den Hafen an und das ist auch ein Hinweis darauf, das heißt die Heiligen, im Neuen Testament sind die Heiligen immer die Gemeinde, die Gemeinde. Am Ende sagt der Johannes, dass er die Gemeinde gesehen hat, siehe, da sind sie. Hier ist das Standhafte Aussagen der Heiligen. Man könnte auch sagen, das Standhafte Aussagen der Gemeinde.
[16:53] Jetzt, Epheser 1, Vers 15. Darum lasse auch ich, nachdem ich von eurem Glauben an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört habe. Heilige haben besondere Liebe zueinander. Ja, es stimmt, als Nachfolger Jesu sollen wir, wie viele Menschen lieben? Alle Menschen lieben, aber das auch eine besondere liebevolle Beziehung zwischen den Heiligen. Das ist so eine Herausforderung, oder? Wenn man sich so in der Gemeinde umschaut, weiß ich nicht, wie es bei euch in der Gemeinde ist, die ihr jetzt live zuschaut, aber ich denke mir, jeder von uns hat das schon erlebt, dass er den einen oder anderen gehabt hat, wo er gesagt hat, den liebe ich jetzt ein bisschen mehr als den anderen oder so. Aber Heilige haben Liebe zu den anderen Heiligen und in der Endzeit werden die, die dem Mahlzeichen des Tieres widerstehen, auch daran erkannt werden, dass sagt Jesus, woran wird die Welt erkennen, dass wir Jesus gehören? Wenn wir Liebe auch untereinander haben, ja, dann wird die Welt sagen können, das ist im Übrigen, das ist die standhafte Aushand der Heiligen.
[18:04] Epheser 2 und dort Vers 18 und 19. Nee, stimmt nicht, falscher Text, egal. Epheser 3 und dort Vers 8. Paulus sagt mir, dem allergeringsten unter allen Heiligen ist diese Gnade gegeben worden, unter den Heiden den unausvorstelllichen Reichtum des Christus zu verkünden. Warum sagt er, dass er der allergeringste unter allen Heiligen ist? War er der allergeringste? Ich meine, ohne ihn so sehr aufs Podest erheben zu wollen, er war nicht nur der Apostel, der das Evangelium nach Europa gebracht hat, er hat auch die meisten Bücher der Bibel geschrieben. Also wahrscheinlich gibt es kaum einen anderen Schreiber, der so viel Verse geschrieben hat, die direkt zur Erlösung von Millionen von Menschen geführt haben. Millionen von Menschen werden sagen, dass sie im Himmel sind wegen dem Römerbrief oder wegen dem Galaterbrief oder so. Genau und das ist ein entscheidender Punkt.
[19:28] Ein Heiliger wird selbst keine besonders hohe Meinung von sich haben und auch das ist wiederum im Gegensatz zu dem, was weltliche Menschen unter heilig verstehen würden. Der weltliche Heilige, wie die Juden, die hatten eine hohe Meinung von sich selbst, die haben sich für besonders heilig gehalten und denen kam es gar nicht in den Sinn, sich als besonders gering zu bezeichnen. Aber der wirklich heilig war, der Paulus, der hat gesagt, ich bin der allergeringste wegen dem, was ich getan habe. Das heilige Gott. Ja, ganz genau. Das ist das wahre, das war die wahre Idee von Heiligkeit.
[20:12] Jetzt schauen wir noch in Epheser vier Vers zwölf. Epheser vier Vers zwölf. Vers elf und zwölf lesen des Zusammenhangswillen. Vers elf und zwölf und er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer zur Zurüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus. Jetzt was bedeutet Zurüstung? Das ist auch so ein etwas älteres christliches deutsches Wort. Schulung, Ausbildung. Welches Wort steckt da drin? Rüstung. Und Rüstung heißt eigentlich im originalen Sinne was? Kampf. Es heißt nicht Kampf, genauer genommen heißt es Einkleidung. Ja genau, die Vorbereitung für den Kampf, ohne Rüstung zu kämpfen, könnte tödlich enden. Zurüstung bedeutet, ich bereite mich auf etwas vor, ich bereite mich auf eine Mission vor. Deswegen nennen wir ja auch den Freitag den Rüsttag. Wir rüsten uns für den Sabbat, nicht dass wir am Sabbat kämpfen wollen, aber wir bereiten uns vor. Und hier sagt der Paulus, Gott hat verschiedene Gaben gegeben, um die Heiligen auszurüsten. Wofür denn? Steht im Text. Wofür werden sie ausgerüstet? Das stimmt, aber was steht im Text? Da gibt es ein Werk, einen Dienst. Ein Heiliger wird dienen. Heilige sitzen nicht auf der heiligen Insel als Mönche und warten, dass Jesus wiederkommt. Heilige werden dienen und sie werden dafür ausgerüstet werden müssen, weil der Dienst ein Kampf ist. Ein Kampf zwischen Licht und Finsternis, zwischen Wahrheit und Irrtum, zwischen Christus und Satan. Sie brauchen Zurüstung und diejenigen, die am Ende stehen werden und sagen können, hier ist der Standort aus seiner Heiligen, sind Menschen, die für Gott gewirkt haben. Jemand, der für Gott nie etwas getan hat, der sich nur hat berieseln lassen, 40 Jahre lang in der Gemeinde, der wird nicht dort stehen. Also was wir getan haben, das ist unterschiedlich. Und vielleicht sind wir uns das nicht mal bewusst. Ihr wisst, Matthäus 25, die, die für Gott gewirkt haben, wissen es vielleicht nicht mal, aber sie haben solch ein Herz des Dienstes. Sie wirken für Gott und erbauen den Leib.
[22:43] Das bedeutet, hört gut zu, die Bibel spricht hier von der Erbauung des Leibes. Was heißt, welches andere Wort können wir für Erbauung verwenden? Aufrichten, etwas größer machen, konstruktives. Manchmal gibt es Heilige, in Anführungsstrichen, die sehen es als eine besondere Tugend an, möglichst viel einzureißen. Manchmal auch in der Gemeinde, möglichst viel zu kritisieren, möglichst viel schlecht zu machen. Der Heilige wird aber dienen für die Erbauung. Das bedeutet auch, dass man mal einen falschen Stein wegnehmen muss, dass man auch Mauern begradigen muss. Aber das Grundziel ist immer ein konstruktives. Es wird gebaut, nicht eingerissen.
[23:26] Epheser 5, Vers 3, ihr seht schon, der Paulus hatte viel zu sagen über die Heiligen. Epheser 5 und dort Vers 3, auch ein sehr wichtiger Vers. Unsucht aber und alle Unreinheit oder Habsucht soll nicht einmal bei euch erwähnt werden, wie es Heiligen gezielt. Ein hoher Standard, oder? Er sagt, das Verhalten von Heiligen sollte so sein, dass es die bösen Dinge eigentlich nicht einmal in der Rede gibt, geschweige denn im Tun. Und das ist dann der Standard für Offenbarung 14, Vers 12, die Heiligen. Es wird unter ihnen nicht einmal mehr genannt sein, die Unreinheit und die Habsucht und die Unsucht.
[24:15] Schauen wir noch Kolosser. Schauen wir zum Kolosserbrief. Kolosser 1 und dort Vers 26. Das ist ein Schlüsselfers. Kolosser 1, Vers 26 und 27. Kolosser 1, Vers 26 und 27. Nämlich das Geheimnis, das verborgen war, seitdem es Weltzeiten und Geschlechter gibt, das jetzt aber seinen Heiligen offenbar gemacht worden ist. Also hier ist ein Geheimnis offenbar gemacht worden für die Heiligen. Was ist das Geheimnis? Vers 27. Ihnen wollte Gott bekannt machen, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Heiligen ist, nämlich Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit. Das Geheimnis der Heiligen, das Geheimnis, warum sie stehen können, wenn die ganze Welt zusammenbricht, warum ihnen selbst ein Todesbefehl nichts ausmachen wird, ist nicht, weil sie besonders starkes buchstäbliches Rückgrat haben, nicht weil sie irgendwie klüger sind als die Generation vorher, sondern ihr Geheimnis ist Christus in ihnen. Das ist ihr Geheimnis.
[25:36] Die Heiligen sind diejenigen, die Christus, sein Denken, seinen Charakter in sich haben. Judas, gehen wir ganz kurz weiter nach vorne. Vorletztes Buch des Alten Testaments, Judas, Kapitel 1. Und dort Vers 3. Judas 1, Vers 3. Geliebte, da es mir ein großes Anliegen ist, euch von dem gemeinsamen Heil zu schreiben, hielt ich es für notwendig, euch mit der Ermahnung zu schreiben, dass ihr für den Glauben kämpft, der den Heiligen ein für allemal überliefert worden ist. Was lernen wir über die Heiligen? Sie müssen kämpfen, ja, und? Sie müssen für was für einen Glauben kämpfen? Genau, es gibt einen Glauben, der den Heiligen übergeben ist. Warum ist er übergeben worden? Damit sie es weiter verbreiten. Das ist die Botschaft, die Gott seinen Heiligen gegeben hat. Ähnlich wie dem Volk Israel damals eine Botschaft gegeben hat und sie dadurch das besondere heilige Volk Israel waren, so sind die Heiligen heute diejenigen, die eine besondere Botschaft von Gott bekommen. Soll diese Botschaft verändert werden? Es heißt explizit, diese Botschaft ist ihnen ein für allemal gegeben worden. Was bedeutet das ein für allemal? Genau, ein für allemal.
[27:22] So und nicht anders. Die Heiligen müssen sicherstellen, dass das Evangelium unverändert bleibt. Und das ist eine ihrer großen Aufgaben. Das Evangelium in seiner Reinheit, so wie es gegeben worden ist, der ersten Generation, wie es den Jüngern gegeben worden ist von Jesus, so beizubehalten und alle Traditionen, die sich eingeschlichen hat, auszumerzen. Und das ist ein Kampf, das geht nicht über Nacht. Das ist ein Kampf und das bedeutet, der Satan wird immer wieder versuchen, die Lehre zu verunreinigen. Er wird immer wieder versuchen, etwas hineinzubringen. Das heißt, wir werden bis ans Ende kämpfen müssen, dass der Glaube, das Evangelium rein bleibt. Aber natürlich mit Liebe.
[28:17] Nein, ganz genau.
[28:32] Ja, ganz genau.
[28:47] Ganz genau, da kommen wir gleich sofort dazu, zu dem Punkt. Ganz kurz in die Offenbarung, Offenbarung 13, Vers 7. Die Heiligen spielen in den Offenbarungen eine große Rolle. Offenbarung 13, Vers 7. Und es wurde ihm, dem Tier aus dem Meer, stellvertretend für oder symbolisch für, das erste Tier aus Offenbarung 13, das Papsttum, es wurde ihm gegeben, Krieg zu führen mit den Heiligen und sie zu überwinden. Es wurde ihm Vollmacht gegeben über jede Volksstamm, jede Sprache und jede Nation. Wer heiliger ist, befindet sich im Krieg mit dem Antichristen. Und zwar nicht nur im Mittelalter wie damals.
[29:27] Schaut, Offenbarung 17, Vers 6. Und ich sah die Frau, das ist welche Frau? Offenbarung 17, Vers 6. Die Frau auf dem Tier, genau. Das ist die Frau, wie heißt sie? Babylon, die Mutter Lahuren. Ich sah die Frau berauscht vom Blut der Heiligen. Also der Kampf ist nicht nur ein Kampf von Worten, ist nicht nur ein Kampf von Ideen. Dieser Kampf ist ein Kampf auf Leben und Tod. Ich sah die Frau berauscht vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu. Und ich verwunderte mich sehr, als ich sie sah. Als Heiliger kann man hier auf der Erde sein Leben verlieren.
[30:08] Und dann haben wir Offenbarung 18, Vers 24. Auch Babylon, die große Stadt Babylon. Und in ihr wurde das Blut der Propheten und Heiligen gefunden. Und alle derer, die hingeschlachtet worden sind auf Erden.
[30:39] Bevor wir schließen, möchte ich noch einen Gedanken euch sagen. Warum sind die Heiligen, warum werden die Heiligen eigentlich heilig genannt, auch wenn sie manchmal noch gar nicht heilig leben? Also die Bibel sagt ja, dass wir in dem Moment, wo wir Christus angehören, wo wir uns für Christus entscheiden, wo wir getauft werden, sagt die Bibel, dass wir geheiligt werden. Wir sind dann die Heiligen. Aber dann sagt die Bibel, dass wir auch die Heiligung erleben müssen, dass wir noch im Glauben wachsen. Und die Frage ist, warum ist das so? Warum werden wir gleich schon Heilige genannt, obwohl wir manchmal noch gar nicht heilig leben und noch geheiligt werden müssen? Er hat den Preis bezahlt, aber es ist auch möglich, am Ende dann nicht geheiligt zu werden. Okay, ja. Es heißt abgesondert, genau, es bedeutet also schon durch die Taufe, schon durch unser Bekenntnis zu Christus sind wir abgesondert.
[31:43] Ich möchte euch das vergleichen. Es gibt ein schönes anderes Beispiel, wo diese beiden Elemente, das was Gott tut und da, wo wir mit ihm kooperieren müssen, deutlich wird. Weiß jemand, wo das genauso ist, wo Gott etwas geheiligt hat, aber es trotzdem von uns abhängt, ob es auch wirklich heilig gehalten wird? Der Sabbat. Hat Gott den Sabbat geheiligt, ja oder nein? Der Sabbat ist geheiligt. Egal, ob die Menschen ihn halten oder nicht, er ist heilig. Aber trotzdem, in der Erfahrung der Menschen, bringt er ihnen meistens nichts, weil die meisten Menschen ihn nicht heiligen. Das heißt, Gott hat den Sabbat geheiligt und er ist heilig von dem ersten Tag an, wo er geschaffen worden ist. Aber gleichzeitig müssen wir lernen, diesen Sabbat zu heiligen. Wir müssen immer mehr das Wesen Gottes erfahren und immer mehr diesen Sabbat erfahren und mit Gott zusammenleben. Diese Heiligung des Sabbats ist ein schönes Beispiel, denn es ist möglich, dass ich etwas, was geheiligt ist, trotzdem entheilige, durch Übertretung des Sabbatgebotes. Der Sabbat ist geheiligt, aber ich entheilige den Sabbat, indem ich nicht Gottes Geboten folge. Genauso ist es möglich, dass ich geheiligt bin als Christ und trotzdem dieses Geschenk entheilige, indem ich Gottes Gebote übertrete.
[33:17] Deswegen übrigens ist der Sabbat ein Zeichen der Versiegelung, ein Zeichen der Heiligkeit. Deswegen sagt der, können wir zum Schluss als letzten Text aufschlagen, Hesekiel Kapitel 20, ganz berühmter Vers und ich hoffe, ich verstehe jetzt ein bisschen besser. Hesekiel Kapitel 20, Vers 12.
[33:46] Ich gab ihnen auch meine Sabbate, die ein was sind? Ein Zeichen sein sollten zwischen mir und ihnen, damit sie erkennen sollten, dass ich der Herr bin, der sie heiligt. Das heißt, der Sabbat mit seiner Heiligung ist ein Zeichen für die Heiligung des Menschen. So wie ein Mensch den geheiligten Sabbat entweder heiligen kann oder entheiligen kann, so kann ein Christ in seinem Leben heiliger sein und trotzdem entweder die Heiligung erleben, Stück für Stück, oder aber dieses Geschenk zurückweisen. Übrigens, wenn ich einmal den Sabbat gebrochen habe, ist dann alles aus für immer und ewig? Nein, aber wenn ich den Sabbat ständig breche und dann das Mahlzeichen des Tieres kommt, dann werde ich irgendwann an einen Punkt kommen, wo ich verloren bin. Genauso ist es auch mit der Heiligung. Wenn ich geheiligt bin und ich sündige einmal, bin ich dann für immer verloren. Auf jeden Fall nicht, aber wenn ich ständig sündige und meine Dinge Gott nicht übergebe, so wie ich vielleicht hier den Sabbat ständig entheilige, dann werde ich irgendwann die Heiligung ganz verlieren.
[35:03] So wie die Heiligen heilig werden, mit dem Sabbat verbunden, so können wir also sehen, dass diejenigen, die am Ende der Zeit stehen werden, sie werden äußerlich sichtbar an der Sabbatheiligung, innerlich in der Heiligung vollendet worden sein. Sie sind geheiligt seit ihrer Taufe, aber sie haben das, was Gott schon getan hat, jetzt nachvollzogen in ihrem Leben. Gott hat den Sabbat geheiligt, wir sind aufgefordert, es ihm nachzutun. Gott hat uns geheiligt, wir sind aufgefordert, seinem Wirken zu folgen, ihn zu imitieren, seinen Plan umzusetzen. Und wenn es heißt, hier ist der standhafte Aushand der Heiligen, dann sind das die Versiegelten, die das Siegel Gottes, den Sabbat, nicht nur äußerlich, sondern innerlich erlebt haben, wahre Heiligung.
[36:19] Oh Gott, bitten, dass er uns das schenkt. Lasst uns auch gemeinsam niederknien, womöglich.
[36:23] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für dein Wort und für das, was wir lesen durften. Danke, dass du uns erklärt hast, was es bedeutet, heiliger zu sein. Und wir möchten wirklich von ganzem Herzen erleben, dass diese Kraft, die du uns schenkst, dass sie in unserem Leben diese Transformation, diese Veränderung bewirkt, dass wir tatsächlich dem Maßstab entsprechen können, den du für uns dir vorstellst, dass wir in unserem Leben immer mehr deinen Charakter widerspiegeln und dass wir wirklich einmal sagen können, hier ist die Geduld der Heiligen. Habt Dank, dass du uns in eine Gemeinde gestellt hast, wo wir das lernen dürfen, wo wir durch Liebe zueinander und Liebe zu deinem Wort und Liebe zu der Botschaft lernen dürfen, immer ähnlicher zu werden, wie du es bist. Sei du bei uns jetzt, auch auf dem Weg nach Hause. Führe uns bald wieder gesund zusammen, um dein Wort noch weiter studieren zu können. Im Namen Jesu. Amen.
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