[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.tv.de. Herzliches Willkommen auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries zu unserem nächsten Thema im Studium des Propheten Jeremia. Ein Thema, auf das ich mich sehr gefreut habe, obwohl es ein sehr ernstes und sehr trauriges Thema ist. Ein Thema, bei dem alle, die Geschichte und Chronologie mögen, heute auf ihre vollen Kosten kommen werden. Aber auch für alle anderen denke ich, das ist eine sehr wertvolle Lektion, heute zu lernen. In diesem Studium, mit dem wir uns vorbereiten wollen auf das Bibelgespräch am 5. Dezember 2015. Und das Thema ist die Zerstörung Jerusalems. Lange hatte Jeremia und vor allem auch schon andere Propheten vor dieser Katastrophe gewarnt und irgendwann trat sie ein. Und wie es dazu kam und welche besonderen Ereignisse dort eine Rolle spielten, was wir lernen können aus diesen Geschichten und auch wie das Ganze tatsächlich auch historisch nachweisbar ist und wie es sich mit der 70-Jahr-Prophezeiung fällt von Jeremia. All das wollen wir heute studieren und bevor wir das tun, möchten wir den Heiligen Geist bitten, dass er uns führt in alle Wahrheit gemäß der Vorhersage des Wortes Gottes.
[1:35] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir in deinem Wort lesen können und dass wir bei den Propheten Jeremia Dinge sehen dürfen und studieren dürfen, die uns helfen Prinzipien zu erkennen, die auch für unser Leben absolut notwendig sind. Wir möchten dich bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist jetzt gegenwärtig bist, dass du uns Weisheit schenkst, Erkenntnis schenkst und dass wir sehen, dass dein Wort tatsächlich wahrhaftig ist, dass man sich darauf verlassen kann und ja, dass du in allen Lebenslagen uns immer Hoffnung geben möchtest. Im Namen Jesu, Amen.
[2:16] Vielleicht zu Beginn eine kleine historische Einleitung, eine Zeitleiste, um zu sehen, worauf wir uns heute zu bewegen. Jerusalem ist ja nicht gleich zu Beginn des Dienstes von Jeremia zerstört worden, sondern er war bereits lange Zeit Prophet gewesen. Jeremia war im Jahr 627 vor Christus zum Propheten berufen worden, damals noch in der Zeit von König Josia, der eine ganz formidable Erweckung und Reformation auf die Beine stellte durch den Fund des Buches Mose und des fünften Buches Mose, eines Teils davon im Tempel und da wäre das Volk zwar immer noch im Abfall befindlich war, gab es doch ganz gute Kräfte. Es schien fast so zu sein, als ob die drohende Katastrophe des nationalen Ruins für Israel abgewährt hätte werden können. Doch dann starb 609 Josia im Kampf mit Pharao Necho, der sich auf den Weg gemacht hatte, um gegen die Babylonier zu kämpfen und den Assyrern beizustehen. Als Josia stirbt, wird Joachas König, aber nur für wenige Monate und 608 vor Christus folgt ihm Joachim. Drei Jahre später kommt Nebukadnezar, der Kronprinz Babylons und kämpft gegen die verbleibenden Überreste der assyrischen Armee und den Ägyptern, die denen beistehen bei Karkemisch, eine der großen Schlachten der Weltgeschichte. Nebukadnezar ist Sieger, wird noch im selben Jahr König, weil sein Vater stirbt und begründet das Neu-Babylonische Weltreich. Auf diesem Feldzug muss er auch in Jerusalem vorbeigekommen sein, denn in diesem Jahr führt er einzelne Juden aus Jerusalem weg, quasi als Tribut, unter anderem auch Daniel. Das ist die Geschichte, die wir in Daniel 1 finden können. Juda befindet sich jetzt unter babylonischer Herrschaft, ist tributpflichtig und muss Nebukadnezar als König anerkennen. Jeremias Botschaft ist folgendermaßen gewesen, wir haben das ja letzte Woche studiert, bleibt dem König Babylons treu und folgt seinen Anweisungen und es wird euch gut ergehen.
[4:30] Währenddessen hat der König Nebukadnezar selbst eine erste Erfahrung mit Gott, im Jahre 603 ungefähr, hat er diesen berühmten Traum, das Standbild, das ihm dann von Daniel interpretiert wird, in dem dieser ihm erst einmal den Traum erzählen kann, damit selbst sein Leben und das seiner Freunde rettet. Nebukadnezar ist äußerst beeindruckt von dem Gott der Hebräer, der die Geschichte so präzise vorherzusagen weiß. Es könnte also sehr gut gehen mit Jerusalem, wenn Nebukadnezar eine so hohe Meinung von dem Gott der Juden hat. Doch nur ein Jahr später, im Jahre 602, verweigert Joachim den Tribut an Babylon. Nebukadnezar sieht sich gezwungen, wie fast jedes Jahr, nach Syrien zu reisen und dort in Feldzügen rebellische Städte gefügig zu machen. Eine Macht, die ihm bis dahin nicht ganz unterworfen war, war Ägypten. Gerade Jerusalem, das Königreich Juda, das relativ in der Nähe zu Ägypten lag, hatte immer wieder gehofft, mit Hilfe von Ägypten vielleicht doch das babylonische Joch abzustellen zu können. Im Jahre 600 scheitert der Versuch von Nebukadnezar, Ägypten einzunehmen und das erkühnt den König von Jerusalem, den Joachim natürlich erst recht. Doch 597 im März wird Jerusalem erobert. Nebukadnezar setzt den König Joachim ab, der zuvor erst kurz König geworden war, und setzt jetzt König Matanjah ein, der in Zedekia umbenannt wird. Viele Juden werden jetzt weggeführt als Strafe für die Rebellion, darunter auch Hesekiel, der Priestersohn, von dem wir auch heute einiges noch hören wollen.
[6:24] An dieser Stelle nehmen wir den Faden auf im Buch Jeremia, nachdem also bereits diese erste Katastrophe eingetreten ist, die ein deutliches Warnsignal war. Das war schon der zweite Schuss vor den Bug, nachdem Nebukadnezar schon 605 einmal in Jerusalem aufgetaucht war und jetzt die Stadt erneut eingenommen hat. An dieser Stelle in Jeremia 37 Vers 1 lesen wir, und Zedekia, der Sohn Josias, regierte als König anstelle Jojachins, des Sohnes Joachims, denn Nebukadnezar, der König von Babel, hatte ihn zum König gemacht. Und man hat die Hoffnung, dass vielleicht jetzt dieser neue König die Lektion gelernt hat, dass Gott wirklich meint, was er sagt, und dass wenn Gott sagt, dass der König Babel nun regieren wird, dass man dann nicht gegen ihn rebellieren darf und kann. Aber Vers 2 belehrt uns eines Besseren, aber weder er noch seine Knechte, noch das Volk des Landes hörten auf die Worte des Herrn, die er durch den Propheten Jeremia geredet hatte. Zedekia reihte sich ein in die Reihe von unbedeutenden, schwachen Königen, die es unter ihrer Würde fanden, dem Wort Gottes, dem Geist der Weissagung zu folgen.
[7:32] In dieser Zeit kommt es in Babylon zu einem Aufstand in der Armee, also um 595, 594. Manche sehen damit auch einen Zusammenhang mit der Geschichte in Daniel 3, wo dann der König sich die Gefolgschaft aller Satrapen und aller Stadthalter und so weiter vergewissern will. Also es gibt Elemente in Babylon, die andeuten, dass dort eventuell die Regierung nicht ganz so stabil ist. Und dann im Juli 593 wird Hesekiel zum Propheten berufen in Babylon. Er hat eine ganz erstaunliche Berufungsvision, wo er den Thron Gottes sieht auf eine Art und Weise, die kaum zu beschreiben ist. Und nur einige Monate später, oder ein bisschen mehr als ein Jahr später, im Jahr 592 v. Chr. im September hat er weitere Visionen. Die ersten Visionen finden sich in Hesekiel 1-7 und dann diese Visionen jetzt in Hesekiel 8-19. Und dort finden wir vor allem die interessante Vision von Hesekiel 8, die wir uns kurz anschauen wollen. Das heißt, denn Vers 1, das geschah im sechsten Jahr, eben am fünften Tag des sechsten Monats. Als ich in meinem Haus saß und die Ältesten Judas saßen vor mir, da fiel dort die Hand Gottes des Herrn auf mich. Und ich schaute und siehe eine Gestalt, die aussah wie Feuer von seinen Lenden abwärts, war ja anzusehen wie Feuer von seinen Lenden aufwärts, aber war ja anzusehen wie ein Lichtglanz, gleich dem Anblick von Goldschimmer. Und er streckte etwas in der Hand aus und ergriff mich bei dem Haar meines Hauptes. Und der Geist hob mich empor zwischen Himmel und Erde und brachte mich in Gesichten Gottes nach Jerusalem, an den Eingang des inneren Tores, das nach Norden schaut, wo ein Götzenbild der Eifersucht, das die Eifersucht Gottes erregt, seinen Standort hatte.
[9:28] Also neben Jeremia, dem führenden Propheten in Jerusalem, beruft jetzt Gott noch einen anderen Propheten, Hesekiel. Und interessanterweise nicht unbedingt Daniel, der die meisten seiner Weissagungen erst sehr viel später bekommen hat, sondern Hesekiel in Babylon, der jetzt den Juden, die bereits in der Gefangenschaft sind, deutlich machen soll, was in Jerusalem eigentlich wirklich passiert. In der Vision wird Hesekiel nach Jerusalem gebracht und er bekommt jetzt Einblick in die geheimen Vorgänge dort am und im Tempel. So eine Art Blick hinter den Vorhang, er deckt quasi eine Verschwörung religiösen Charakters sozusagen auf, mehr oder weniger. Naja, wir lesen jedenfalls in Vers 4. Und siehe, dort war die Gestalt des Gottes Israels in derselben Gestalt, wie ich sie im Tal gesehen hatte. Und er sprach zu mir, Menschensohn, hebe doch deine Augen auf nach Norden. Und ich hob meine Augen auf nach Norden. Und siehe, da war nördlich vom Altartor dieses Götzenbild der Eifersucht beim Eingang. Also da gibt es ein Götzenbild am Tempel und es erregt die Eifersucht Gottes. Vers 6. Da sprach er zu mir, Menschensohn, siehst du, was diese tun? Die großen Gräuel, welche das Haus Israel hier begeht, sodass ich mich von meinem Heiligtum entfernen muss. Später in Kapitel 10 sehen wir dann, wie Hesekiel eine Vision hat, wie die Herrlichkeit Gottes sich tatsächlich vom Heiligtum entfernt. Interessanterweise sehen wir hier, dass Gott sagt, dass er sich von seinem Heiligtum entfernen muss, wegen der Gräuel, die in das Heiligtum hineingebracht werden. Das kann man doch mal nachdenken, wenn wir selbst als gläubige Menschen ein Tempel des Heiligen Geistes sind. Was passiert, wenn wir Gräuel in uns hineingeben, wenn wir uns mit Gräuel beschäftigen? Was dann mit dem Heiligen Geist passiert? Er wird sich dann auch irgendwann entfernen müssen. Aber Gott sagt dann zu ihm, aber du wirst noch mehr große Gräuel sehen.
[11:17] Vers 7. Und er führte mich zum Eingang des Vorhofs. Und ich schaute und siehe, da war ein Loch in der Wand. Da sprach er zu mir, Menschensohn, durchbrich doch die Wand. Als ich nun die Wand durchbrach, siehe, da war eine Tür. Und er sprach zu mir, gehe ich hinein und siehe die schlimmen Gräuel, die sich hier verüben. Da ging ich hinein und schaute und siehe, da waren allerlei Bildnisse und Gewürme und gräuliche Getiere, auch allerlei Götze des Hauses Israel ringsum an die Wand gezeichnet. Vers 11. Und vor ihnen standen siebzig Männer von den Ältesten des Hauses Israel. Und mitten unter ihnen war Jaasanjah, der Sohn Schafans. Und jeder von ihnen hatte eine Räucherpfanne in seiner Hand, und der Duft einer Weihrauchwolke stieg auf. Was wir hier sehen, ist ziemlich krass. Wir sehen Götzendienst mitten im Tempel. Und es werden siebzig Männer erwähnt, doch einer wird ganz besonders erwähnt. Und das ist Jaasanjah, der Sohn Schafans. Das ist interessant. Und ich möchte etwas zeigen, auf das mich meine Frau gestoßen hat. Es ist nicht ohne Grund, dass der Jaasanjah, der Sohn Schafans, hier erwähnt wird. Schafan selbst spielt keine unwichtige Rolle in der größeren Geschichte dieses Zeitabschnittes.
[12:38] Wenn wir in 2. Könige gehen, und dort 2. Könige 22, und dort Vers 8. Da lesen wir die Geschichte von der Auffindung des Gesetzbuches in der Regierungszeit von Josia. Und Hilkija, der Hohepriester, sprach zu Schafan, dem Schreiber. Ich habe das Buch des Gesetzes im Haus des Herrn gefunden. Und Hilkija übergab Schafan das Buch, und er las es. Also Schafan war der Schreiber in der Zeit des Königs Josia. Und er wird von Hilkija, dem Hohepriester, informiert über diesen Abschnitt des Buches 5. Mose, das im Tempel gefunden worden ist. Vers 9. Und Schafan, der Schreiber, kam zum König und brachte den König Bericht und sprach. Deine Knechte haben das Geld ausgeschüttet und so weiter und so fort. Und dann heißt es in Vers 10, dann berichtete Schafan, der Schreiber, dem König und sprach. Der Priester Hilkija hat mir ein Buch gegeben, und Schafan las es vor dem König. Und es geschah, als der König die Worte des Buches, des Gesetzes hörte, zerriss er seine Kleider. Also Schafan war der Vater von einem derjenigen, die dort die Götzen anbeten im Tempel. Schafan war derjenige gewesen, der dem König Josia das Gesetz Gottes vorgelesen hatte, worauf dieser dann eine Reform begann, eine Erweckung, die wirklich tiefgreifend gewesen war. Also Schafan spielte eine Schlüsselrolle in der Erweckung unter Josia. Auch einige seiner anderen Söhne waren äußerst wichtig in der Geschichte um Jeremia und sollten wirklich zu den treuen Israeliten gezählt werden.
[14:16] In Jeremia 26 zum Beispiel, Jeremia 26 und dort Vers 24 heißt es doch, die Hand Achikams des Sohnes Schafans war mit Jeremia, sodass er dem Volk nicht zur Tötung preisgegeben wurde. Heißt also, dass hier ebenfalls ein Sohn von Schafan sich für den Jeremia eingesetzt hat. Also Schafan war derjenige, der mitverantwortlich war für die Reformation auf Grundlage von 5. Mose oder Josia. Achikam, ein Sohn von ihm, war jemand, der sich um Jeremia gekümmert hat, ihn bewahrt hat vor der Wut des Volkes. Und nur drei Kapitel weiter in Jeremia 29 und dort Vers 3, lesen wir folgendes, Jeremia 29, Vers 3, durch die Hand Eleasars des Sohnes Schafans und Gemarjas des Sohnes Hilkias, die Zedekia der König von Juda nach Babel zu Nebukadnezar, dem König von Babel, gesandt hatte, ließ Jeremia sagen und so weiter und so fort. Eleasar, ein anderer Sohn von Schafan, dem Schreiber, wird gemeinsam mit einem Gemarja als Bote, als Botschafter an den Babylonischen Hof gesandt und bringt in dieser Funktion netterweise auch einen Brief des Propheten Jeremia an die Juden nach Babylon mit. Also wir sehen, dass die Familie Schafans, er selbst und die meisten seiner Söhne, eigentlich Menschen waren, die tatsächlich für Gott, für sein Gesetz und auch für seine Propheten sich engagierten. Insofern ist es interessant, dass in Hesekiel 8 ausgerechnet dieser Jaasanjah, der Sohn Schafans, erwähnt wird, der selbst mitmacht bei diesem Gräuel-Götzendienst. Die Idee ist also, dass mittlerweile selbst Menschen, von denen man es nicht gedacht hätte, sich an den Gräueln Israels beteiligen.
[16:23] Zurück zu Hesekiel 8 und dort in Hesekiel 8 lesen wir in Vers 12. Da sprach er zu mir, Menschensohn, hast du gesehen, was die Ältesten des Hauses Israel im Finstern tun? Jeder in seinen Bilderkammern, denn sie sagen, der Herr sieht uns nicht, der Herr hat dieses Land verlassen. Danach sprach er zu mir, du wirst noch mehr große Gräuel sehen, die sie begehen. Mit anderen Worten, diese Gräuel waren alle sukzessive, sie bauten aufeinander auf. Gott zeigt ihm nach und nach immer schlimmere Dinge, die im Volk Israel passierten. Vers 14. Und er führte mich zu dem Eingang des Tores am Haus des Herrn, das gegen Norden liegt, und siehe, dort saßen Frauen, die den Tammuz beweinten, das war ein babylonischer Gott. Wenn also die Israeliten einen babylonischen Gott verehren, dann möchte Gott hier deutlich machen, den Israeliten in Babylon ist es doch nur gerecht, wenn ich die Babylonier über euch bringe, denn ihr sehnt euch so sehr nach der babylonischen Kultur, dann solltet ihr auch von den Babyloniern regiert werden. Interessant, dass diese Offenbarung ausgerechnet dem Hesekiel gegeben worden ist und nicht unbedingt dem Jeremia. Die Gefangenen in Babylon sollten sehen, warum sie in Babylon sind, weil nämlich sie vorher babylonischen Göttern sich hingegeben haben.
[17:53] Vers 15. Da sprach er zu mir, hast du das gesehen, Menschensohn, du wirst noch mehr und größere Gräuel sehen als diese. Vers 16. Und er führte mich in den inneren Vorhof des Hauses des Herrn, und siehe, am Eingang zum Tempel des Herrn, zwischen der Halle und dem Altar waren etwa 25 Männer, die kehrten dem Tempel des Herrn den Rücken, ihr Angesicht aber nach Osten, und sie warfen sich nach Osten anbetend vor der Sonne nieder. Hier haben wir das größte Gräuel, das passierte in Jerusalem, Sonnenanbetung im Tempel. Diese Prophezeiung ist natürlich auch eine Typologie auf das, was kurz vor dem Ende passieren wird, vor dem Ende dieser Welt, wo Menschen unter dem äußeren Anschein der Gottseligkeit, der Frömmigkeit, Sonnenanbetung fördern werden. Anbetung am Tage der Sonne, anstatt des biblischen Ruhetags des Sabbats. Dass das tatsächlich ends der Typologie wird, wird auch aus dem Kontext deutlich. Denn im nächsten Kapitel sieht der Hesekiel in Kapitel 9, wie alle diejenigen, die über diese Gräuel seufzen, mit einem Zeichen an der Stirn versehen, eine Art Siegel, wie es auch in Offenbarung 7 dann beschrieben wird. Und dieses Zeichen ist der Schutz in der dann kommenden Zerstörung und der Vernichtung der Menschen. Ganz genauso wie in Offenbarung 7 auch beschrieben, dieses Zeichen an den Stirnen der Knechte Gottes dazu hilft, dass diese Knechte Gottes nicht geschädigt werden.
[19:39] Interessant ist übrigens, nochmal zu betonen, was das Kriterium ist, hier versiegelt zu werden. In Hesekiel 9 heißt es in Vers 4, und der Herr sprach zu ihm, geh mitten durch die Stadt, mitten durch Jerusalem und mach ein Zeichen auf die Stirn der Leute, die seufzen und jammern über all die Gräuel, die in ihrer Mitte verübt werden. Also diejenigen, die über all diese Gräuel, die in Hesekiel 8 beschrieben werden, die dabei jammern und klagen und weinen, Herr, tu etwas für dein Volk. Die werden verschont, alle anderen nicht. Diejenigen, die das ignorierten, die gesagt haben, naja, wird schon nicht so schlimm sein, wir wollen nicht zu kritisch sein mit unserer Gemeinde, Gott hat alles unter Kontrolle, Gott führt seine Gemeinde und wir wollen jetzt hier keinen Stress machen. Wir sind alle noch auf dem Weg vielleicht. Die wurden nicht versiegelt. Und ein besonders krasser Moment in Hesekiel 9 ist in Vers 8, und es geschah, als sie so wirkten und nur ich noch übrig war. Was den Eindruck erweckt, dass er, Hesekiel, der Einzige war, der hier versiegelt worden war. Was natürlich nicht bedeutet, dass er der einzige gläubige Mensch war zu der Zeit. Es gab ja übrigens auch den Jeremia. Aber die Idee ist, dass nur sehr, sehr wenig, ja erschreckend wenig, sich zu Gott bekehren werden am Ende und an Gottes Wort festhalten werden, wenn alles andere zusammenfällt.
[21:18] Hesekiel hat noch weitere Visionen im Jahre 591, vor allem die Visionen Kapitel 20 bis 23. Und dann geschehen einige Dinge, die für das Verständnis von Jeremia jetzt in diesem Abschnitt sehr wichtig sind. Im Februar 589 vor Christus, wir gehen immer rückwärts in der Zeit, also rückwärts in den Zahlen, wird Apries neuer Pharao in Ägypten. Und er hat es sich wirklich zur Aufgabe gemacht, Ägypten wieder zu vergrößern und mit aggressiver Außenpolitik sich den Babyloniern entgegenzustellen. Und nur kurze Zeit später nutzt das der König von Jerusalem, der König der Juden, Zedekia, um sich dieser Rebellion anzuschließen. Er rebelliert ganz offen gegen Babylon, trotz aller Schwüre und Eide, die er im Namen des Himmels, im Namen Gottes und natürlich im Namen von Nebukadnezar geleistet hat. Und obwohl sein Name heißt, der Herr ist Gerechtigkeit, rebelliert er jetzt gegen seinen weltlichen Herrn und hofft dabei auf die Unterstützung Ägyptens, das ohnehin ja bisher nicht besiegt worden war von den Babyloniern und jetzt unter dem neuen Pharao Apries ganz starke die Muskeln spielen lässt.
[22:37] Im Jahre 588, fast ein ganzes Jahr später im Januar, befinden sich die Babylonier dann erneut vor Jerusalem. Nebukadnezar belagert die Stadt. Und was sich jetzt abspielt, wird in Jeremia 37 sehr schön beschrieben. In Jeremia 37, Vers 3 heißt es, und der König Zedekia sandte Jojachin, der Sohn Schemaljas, und den Priester Zephanja, den Sohn Maasejas, zu dem Propheten Jeremia und ließ ihn sagen, bete doch für uns zu dem Herrn, unserem Gott. Also sie wollten hören, aber als die Krise da war, als der Nebukadnezar vor den Toren stand, da wussten sie, die falschen Propheten, deren Gebete werden nicht zu Gott gehen, sondern der wahre Prophet, der muss für uns beten. Vers 4. Damals ging Jeremia noch ein und aus unter dem Volk, denn sie hatten ihn noch nicht ins Gefängnis gesetzt. Für einen langen Zeitraum war er auf freiem Fuß gewesen. Und dann heißt es in Vers 5, und das Heer des Pharao war aus Ägypten aufgebrochen. Als aber die Chaldäer das erfuhren, die Jerusalem belagerten, zogen sie von Jerusalem ab. Also der König hat Angst. Nebukadnezar kommt jetzt das dritte Mal und wird auch mich wie die anderen Könige vorher gefangen nehmen. Stattdessen kommt der Alliierte, der Pharao mit seiner ägyptischen Armee und die Chaldäer ziehen sich zurück. Und die Juden scheinen das als großen Sieg in Betracht gezogen zu haben.
[24:14] Und in diesem Moment erweist sich erneut die Treffsicherheit des prophetischen Wortes in Vers 6. Da erging das Wort des Herrn an den Propheten Jeremia folgendermaßen. So spricht der Herr, der Gott Israels. So solltet ihr dem König von Juda antworten, der euch zu mir gesandt hat, um mich zu befragen. Siehe, das Heer des Pharao, das heraufgezogen ist, um euch zu helfen, wird wieder in sein Land nach Ägypten zurückkehren. Die Chaldäer aber werden wiederkommen und gegen diese Stadt kämpfen, sie einnehmen und mit Feuer verbrennen. So spricht der Herr. Habt Acht, dass ihr euch nicht selbst betrügt, indem ihr denkt, die Chaldäer ziehen jetzt gewiss von uns ab. Nein, sie werden nicht abziehen, festziehen. Denn wenn ihr auch das ganze Heer der Chaldäer, die euch belagern, schlagen würdet und es würden von ihnen nur etliche Verwundete übrig bleiben, so würden sie dennoch aufstehen, jeder in seinem Zelt und diese Stadt mit Feuer verbrennen. Gott warnt sie, vor dem Trugschluss zu glauben, dass dieser Rückzug der Babylonier die Rettung Gottes war.
[25:16] So hatte man das interpretiert und so werden auch die falschen Propheten es gepredigt haben und Zedekia wird sich wahrscheinlich auf die Schulter geklopft haben, ob seiner weisen politischen Regierung, sich mit dem König von Ägypten zu verbünden und jetzt so Jerusalem zu beschützen. Aber Gott sagt, nein, nein, nein, ihr habt euch geirrt. Und es ist müßig zu betonen, wer recht hatte, nicht die falschen Propheten, sondern natürlich Jeremia. Denn kaum war der Apries mit seinem ägyptischen Heer abgezogen, wieder nach Ägypten, kamen die Babylonier zurück. Sie waren nur einem Kampf mit Ägypten ausgewichen. Übrigens Jahre später sollten die Babylonier dann endlich auch Ägypten besiegen. Damit ist man am Rande. Die Babylonier kamen wieder. Und insgesamt erinnert das so ein bisschen auch an die Geschichte von der zweiten großen Zerstörung Jerusalems, viele Jahrhunderte später, in der Zeit des Neuen Testamentes. Als im Jahre 66 unter Cestius, dem syrischen Statthalter, die Stadt Jerusalem bereits von den Römern eingeschlossen war und ausgehungert werden sollte und man die Mauern schon fast untergraben hatte und dann aus unerklärlichen Gründen die Römer sich zurückzogen und die Juden das als großen Sieg feierten, aber für die gläubigen Christen, das ein sicheres Zeichen war, dass jetzt die Zeit zur Flucht gekommen war. Der Rest ist Geschichte. Die Römer kamen zurück im Jahre 70 nach Christus unter Titus und danach folgte eine Tragödie, die in ihrem Ausmaß eigentlich nur vergleichbar ist mit der Tragödie, die wir heute studieren, nämlich dem Fall Jerusalems.
[27:10] In dieser Zeit, bevor die Babylonier zurückkommen, möchte Jeremia jetzt den Acker in Besitz nehmen, den er zuvor gekauft hat. Er hat einen Acker kaufen lassen als Zeichen der Hoffnung, dass obwohl alles scheinbar zu Bruch geht in diesem Land, er doch die Hoffnung auf die Zukunft hat und dass er Grundstück erwirbt in diesem Land. In Vers 11 heißt es, und es geschah, als der Chaldäer vor dem Heer des Pharao von Jerusalem abgezogen war, da verließ Jeremia Jerusalem, um ins Land Benjamin zu gehen und dort unter dem Volk seinen Besitzanteil in Empfang zu nehmen. Als aber zum Tor Benjamin kam, war dort ein Befehlshaber bei der Wache namens Jerija, ein Sohn Schemaljas des Sohnes Hananjas, der griff den Propheten Jeremia und sprach, du willst zu den Chaldäern überlaufen. Das ist deswegen interessant, weil der Jeremia ja ohnehin immer gepredigt hatte, er geht durch den Chaldäern, er geht durch den Chaldäern. Jetzt wird ihm das so ausgelegt, dass er ein Überläufer ist, ein Deserteur. Vers 14, da sprach Jeremia, das ist eine Lüge, ich will nicht zu den Chaldäern überlaufen. Aber Jerija wollte ihm nicht glauben, sondern nahm Jeremia fest und führte ihn vor die Fürsten. Die Fürsten wurden zornig über Jeremia und schlugen ihn und setzten ihn ins Gefängnis im Haus des Schreibers Jona-than. Denn dieses hatte man zum Kerker gemacht. Jetzt ging es ihm an den Kragen. So kam Jeremia ins Gefängnis und unter die Gewölbe und Jeremia blieb dort lange Zeit. Nicht nur einen Tag, nicht nur eine Nacht, sondern längere Zeit muss er in diesem finsteren Gefängnis verharren.
[28:41] Und dann passiert etwas Erstaunliches, Vers 17. Aber der König Zedekia sandte nach ihm und ließ ihn holen. Und der König fragte ihn heimlich in seinem Haus und sprach, hast du ein Wort von dem Herrn? Jeremia sagt, ja, und sprach, du wirst in die Hand des Königs von Babel gegeben werden. Ziemlich deutlich. Und auch sprach Jeremia zu dem König Zedekia, was habe ich gegen dich, gegen deine Diener und gegen dieses Volk gesündigt, dass ihr mich ins Gefängnis gesetzt habt? Wo sind eure Propheten, die euch geweisagt und gesagt haben, der König von Babel wird nicht über euch und über dieses Land kommen? Nun höre doch, mein Herr und König. Und interessant, wie der Jeremia jetzt eine persönliche Bitte an den König richtet. Lass doch meine Bitte etwas vor dir gelten und schicke mich nicht wieder in das Haus Jonathans des Schreibers zurück, damit ich nicht dort sterbe. Das Gefängnis hat ihn offenbar an den Rand des Todes gebracht. Und so versetzt Zedekia den Jeremia in ein anderes Gefängnis, in den Gefängnishof und gibt ihm täglich Brot, solange es noch Brot in der Stadt gibt. So nachzulesen in Vers 21.
[29:53] Und das Interessante ist, dass jetzt Jeremia beginnt, eine Botschaft zu predigen, die wirklich fast nach Desertieren aussieht, aber Gottes Botschaft ist. Vers 2, da heißt es hier, so spricht der Herr, wer in dieser Stadt bleibt, der muss sterben durch Schwert, Hunger, Not oder Pest. Wer aber zu den Chaldäern hinausgeht, der soll am Leben bleiben, er wird seine Seele als Beute davontragen und leben. Also nicht vergessen, er ist ja gerade eingesperrt dafür worden, dass man ihm vorgeworfen hat, er wollte zu den Chaldäern übergehen, was natürlich nicht stimmte, aber trotzdem predigt er jetzt das als das Wort Gottes. Und Vers 3, so spricht der Herr, diese Stadt wird ganz gewiss in die Hand des Heeres des Königs von Babel gegeben werden und er wird sie einnehmen. Und dann sagen die Fürsten zum König, die sind sich einig, dieser Mann muss endlich getötet werden. Mit anderen Worten, wir haben es schon öfter versucht und irgendwie ist immer etwas dazwischen gekommen. Denn die Begründung ist sehr deutlich, denn damit macht er nur die Hände der Kriegsleute schlaff, die in dieser Stadt noch übrig geblieben sind. Mit anderen Worten, es handelt sich nicht um Wehrmachtzersetzung, es war keine Wehrmacht, aber es war Armeezersetzung. Und ein Zeichen militärischer Krisen ist nicht so kriminell in den Augen der Machthaber, als dass die verbleibenden militärischen Kontingente geschwächt werden durch die Predigt einer Kapitulation. Denn dieser Mensch sucht nicht das Wohl, sondern das Unglück des Volkes. Jeremiah, der Prophet Gottes, wird jetzt zum Vaterlandsverräter gestempelt, zu einem, der sich gegen sein eigenes Volk versündigt. Hochverrat ist es er im Grunde genommen. Als Volksfeind wird er angeprangert und wiederum der Zedekia, der schwach wie eine Marionette ist, gibt nach.
[31:46] Er sagt in Vers 5, siehe er ist in eurer Hand, denn der König vermag nichts gegen euch. Was für ein Offenbarungseid eines Königs, der den Fürsten sagt, ich weiß nicht, was ich machen könnte. Und sie werfen ihn dann in diese Zisterne im Gefängnishof, in der nicht mal mehr Wasser ist, sondern nur noch Schlamm. So in Vers 6 nachzulesen. Und dann, interessanterweise, ist es nicht ein Israelit, sondern ein Ausländer, der den Jeremia rettet. Vers 7. Als aber Ebed-Melech, der Kuschit, also aus Äthiopien, einen Kämmerer im Palast des Königs hörte, dass man Jeremia in die Zisterne geworfen hatte, der König, das gerade im Tor Benjamin, da verließ Ebed-Melech den königlichen Palast und redete mit dem König und sprach. Und dann hat er sich beim König eingesetzt, hat sich 30 Männer nehmen lassen auf dem Befehl des Königs hin und sie haben ihn herausgezogen. Vers 13. Da zogen sie Jeremia an den Stricken hoch und holten ihn aus der Zisterne raus und Jeremia blieb im Gefängnishof.
[32:50] Interessant ist, dass der Kuschit dafür explizit von Gott belohnt wird. Jeremia 39. Ab Vers 16. Die Worte des Herrn durch Jeremia an Ebed-Melech. Geh und rede zu Ebed-Melech, dem Kuschiten und sage. So spricht der Herr, der Herrscher, der Gott Israels. Siehe, ich lasse meine Worte mit dieser Stadt kommen zum Unheil und nicht zum Guten und sie werden an jenem Tag vor deinen Augen in Erfüllung gehen. Dich aber will ich an jenem Tag erretten, spricht der Herr, und du sollst nicht den Leuten in die Hand gegeben werden, vor denen du dich fürchtest, sondern ich will dich gewisslich entkommen lassen. Und du sollst nicht durch das Schwert fallen, sondern dein Leben als Beute davontragen, weil du auf mich vertraut hast. Wer sich für den Geist der Weissagung einsetzt, auch wenn alle auf diesen Geist der Weissagung schießen, der wird von Gott besonders belohnt. Wer den Geist, den Propheten Gottes aus dem Schlamm, in den man den Propheten hineinstecken wollte, aus dem Schlamm herauszieht und seine Ehre wiederherstellt, der wird von Gott besonders geliebt. In der Zeit, in der der Geist der Weissagung unter großer Attacke ist und man ihn am liebsten mundtot machen möchte, dann ist es interessant, dass es ausgerechnet hier ein Ausländer ist, der nicht zum Volk Gottes eigentlich gehört, der sich für den Geist der Weissagung einsetzt. Es scheint auch heute mir so zu sein, dass manchmal die, die nicht zum Volk Gottes gehören, sich mehr für den Geist der Weissagung einsetzen als die, die zum Volk Gottes gehören. Interessante Parallele.
[34:23] Zurück zu Jeremia 38. Wiederum befiehlt der König ein geheimes Interview mit dem Jeremia. Und das heißt es in Jeremia 38 und in Vers 14. Der König zieht die Klierbasante hin und ließ den Propheten Jeremia zu sich holen an den dritten Eingang, der im Haus des Herrn war. Und der König sprach zu Jeremia, ich will dich etwas fragen, verschweige mir nichts. Und Jeremia sagt, naja, also wenn ich dir jetzt was sage, wirst du mich nicht gewiss nicht töten. Wenn ich dir meinen Rat gebe, du wirst eh nicht darauf hören. Und er sagt ihm dann, dass Zedekia eine Chance hat, wenn er gehorsam ist.
[35:07] Vers 17. Da sprach Jeremia zu Zedekia, so spricht der Herr, der Gott der Herrschaft, der Gott Israels. Wenn du freiwillig zu den Fürsten des Königs von Babel hinaus gehst, du sollst am Leben bleiben, dann soll auch diese Stadt nicht mit Feuer verbrannt werden und du sollst dann mit deinem Haus am Leben bleiben. Wenn du aufgibst, wenn du kapitulierst, dann wirst du am Leben bleiben. Ganz interessante Parallele auch zum Erlösungsplan, wo wir uns ergeben müssen, wo wir uns übergeben müssen, im englischen Surrender, was auch für die Übergabe einer Stadt im Falle eines Krieges verwendet wird. Als Jakob kapituliert im Kampf mit dem Engel, mit Jesus natürlich, da hat er gewonnen und da wurde er zu Israel. Und der König Zedekia hätte gewinnen können, wenn er den Glauben gehabt hätte, die Schmach auf sich zu nehmen, zu kapitulieren, aufzugeben und freiwillig sich den Babyloniern zu stellen. Er wäre am Leben geblieben, seine Söhne wären am Leben geblieben, er hätte sein Augenlicht behalten vor allem, dem ist ja auch so geblieben, die Stadt wäre stehen geblieben.
[36:19] Vers 18, wenn du aber nicht zu den Fürsten des Königs von Babylon hinausgehst, so wird diese Stadt in die Hand der Chaldäer gegeben werden und sie werden sie mit Feuer verbrennen und du wirst ihren Händen nicht entkommen. Da antwortete der König Zedekia dem Jeremia, ich fürchtete die Juden, die zu den Chaldäern übergelaufen sind, man könnte mich ihnen ausliefern und du wirst, dass sie mich misshandeln. Es war am Ende Menschenfurcht, die den König Zedekia davor gehindert hat, davon abgehalten hat, Gottes Wort zu befolgen. Wenn es dort keine anderen Menschen um ihn herum gegeben hätte außer Jeremia, wahrscheinlich wäre er rausgegangen. Aber aus Angst vor den Menschen hat er gehandelt, er hat aus Angst vor den Fürsten den Jeremia einsperren lassen, aber eigentlich wollte ihn ja doch am Leben lassen und er wollte eigentlich vielleicht sogar rausgehen zu den Königen Babylons, zu den Fürsten Babylons, aber aus Angst vor den Menschen hat er es dann doch nicht getan.
[37:19] Jeremia versucht ihn zu ermutigen, Vers 20, man wird dich ihnen nicht ausliefern, höre doch auf die Stimme des Herrn in dem, was ich dir sage, so wird es dir wohler gehen und du wirst am Leben bleiben. Wie oft stehen wir vor Entscheidungen, wissen was richtig ist, aber aus Angst vor Menschen, aus Angst vor Lehrern, Kindern, Eltern, Verwandten, Freunden, Bekannten, aus Angst vor dem, was andere sagen, tun wir nicht das, was eigentlich richtig wäre, obwohl Gottes Wort uns ermutigt. Und dann, Vers 21, weigerst du dich aber hinauszugehen, so hat mich der Herr dieses Wort sehen lassen, siehe, alle Frauen, die noch im Palast des Königs von Juda übrig geblieben sind, werden zu dem Fürsten des Königs von Babel hinausgeführt werden und dabei werden sie jammern, deine guten Freunde haben dich verführt und überwältigt. Als deine Füße im Schlamm versanken, machten sie sich davon. Interessantes Bild, denn Jeremia war buchstäblich in den Schlamm geraten, aber wurde wieder herausgeholt von einem Kuschiten. Zedekia hatte sich mit den Ägyptern verbündet und er geriet jetzt symbolisch in den Schlamm, aber da war kein Ägypter, der kam, um ihn herauszuholen.
[38:36] Vers 23, dann müssen alle deine Frauen und alle deine Kinder zu den Chaldäern hinausgehen und auch du wirst ihren Händen nicht entkommen, sondern von der Hand des Königs von Babel erfasst werden und diese Stadt wirst du mit Feuer verbrennen. Hier wird deutlich gesagt, dass der König selbst schuld ist, wenn die Stadt brennen wird. Ähnliches Konzept haben wir in Daniel 9, wo das Volk des kommenden Fürsten, das Volk des Messias die Stadt Jerusalem zerstören wird.
[39:11] Zedekia dringt auf absolute Geheimhaltung, niemand darf davon erfahren. Er sagt es in Vers 25, sollten aber die Fürsten erfahren, dass ich mit dir geredet habe und zu dir kommen und dir sagen, berichte uns doch, was du mit dem König geredet hast. Verschweige uns nichts, so wollen wir dich nicht töten. Und was hat der König zu dir gesagt? So antworte ihn, ich habe den König angefleht, mich nicht wieder in das Haus Jonathans bringen zu lassen, damit ich nicht dort sterbe. Das ist interessant. Wenn man das Kapitel nur alleine liest oder den Abschnitt alleine, würde man denken, Zedekia bittet ihn zu lügen, aber das tut er nicht. Er bittet ihn, eine Antwort zu geben, die tatsächlich der Wahrheit entspricht, denn Jeremia hatte ja genau das in Jeremia 37 in einem anderen Interview tatsächlich erbeten. Er hätte sich natürlich entscheiden können, trotzdem alles auszuplaudern, aber interessant ist, dass Jeremia trotzdem diesem schwachen, korrupten und nicht regierungsfähigen König sich unterordnet.
[40:08] Vers 27, als nun die Fürsten zu Jeremia kamen und ihn fragten, gab er ihnen mit den Worten Bescheid, der der König ihm befohlen hatte. Da ließen sie ihn in Ruhe, denn die Sache war nicht weiter bekannt geworden. Jeremia ordnet sich unter, ohne das Gesetz zu übertreten, denn er hat tatsächlich diese Sachen gesagt. Und das ist sehr interessant, was wir von Jeremia auch lernen können. Und er blieb dann im Gefängnishof bis zu jenem Tag.
[40:37] Dieser Tag war vorhergesehen worden schon im Gesetzes Mose, kann man nachlesen, 3. Mose 26, 4. Mose 28, wo bis im Detail vorhergesagt worden ist, was letztendlich passieren würde, wenn all die anderen Strafgerichte Gottes nicht fruchten würden. Das wird beschrieben in 3. Mose 26, nur als Beispiel hier. In 3. Mose 26 und dort, ab Vers 27, Wenn ihr euch aber auch dadurch noch nicht zum Gehorsam gegen mich bringen lasst, sondern euch mir widersetzt, so will ich mich auch euch im Grimm widersetzen. Ja, ich werde euch siebenfach strafen um eurer Sünden willen, und ihr werdet das Fleisch eurer Söhne und das Fleisch eurer Töchter verzehren. Und ich will eure Höhen vertilgen und eure Sonnensäulen abhauen und eure Leichname auf die Leichname eurer Götzen werfen. Und meine Seele wird euch verabscheuen. All das geschah vor und am 23. Juli 587, als Jerusalem durch den babylonischen Kommandanten Nergal-Sarrausur erneut eingenommen worden ist. Zedekia hatte versucht mit einigen seiner Soldaten zu fliehen. Er wird in der Nähe des Jordan aufgegriffen. Er wird geblendet, das heißt, ihm werden die Augen ausgestochen. Vorher werden vor seinen Augen seine Söhne niedergemetzelt. Und der überwiegende Rest der Juden, bis auf die, die gar nichts haben, wird nach Babylon weggeführt. Und Jeremia 39 ist ein sehr trauriger Bericht über all das, was der Jeremia so lange vorher angekündigt hatte.
[42:19] In Vers 4 und 5 heißt es, und es geschah als Zedekia, der König von Juda. Und alle Kriegsleute, sie sahen, da flohen sie und verließen sie die Stadt. Bei Nacht, auf dem Weg zum Königsgarten, durch das Tor zwischen den beiden Mauern. Und sie warteten sich der Jordan-Ebene zu. Aber das Heer der Chaldäer jagte ihn nach und holte Zedekia in der Ebene von Jericho ein. Und sie ergriffen ihn und führten ihn zu Nebukadnezar, dem König von Babylon nach Ribla. Im Land Hamath, der sprach das Urteil über ihn. Und an diesem Tag ging Jerusalem unter. Am 20. August, knapp einen Monat später, ist dann unter Nebusaradan, der in der Bibel Nebusaradan genannt wird, der Tempel nach Plünderung und Brandschatzung, abgebrannt. Und jetzt war wirklich das Land zur Wüste geworden.
[43:09] Interessanterweise hat dieser Nebusaradan sich dann um den Jeremia gekümmert. In Kapitel 3 heißt es, und Nebukadnezar, der König von Babylon, erließ zugunsten Jeremias durch Nebusaradan, den Obersten der Leibwache, einen Befehl und sprach, nimm ihn und trage Sorge für ihn und tu ihm nicht zuleide, sondern verfahre mit ihm, so wie er es dir sagen wird. Da sandten Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, und Nebuschasban, der Oberkämmerer, und Nergal-Sarezer, der Obermagier und alle Obersten des Königs von Babel, Boten aus. Sie sandten hin und ließen Jeremia aus dem Gefängnishof holen. Und sie übergaben ihm Gedalja, den Sohn Achikams, des Sohnes Schafans, ein Enkel von Schafan, der jetzt sich wieder um Jeremia kümmert. Und er wohnte unter dem Volk. Derselbe Mann, der den Tempel hat abbrennen lassen, behandelt Jeremia gütig, Nebusaradan. Und er erkennt, was all die Fürsten Judas nicht erkennen wollten, nämlich, dass Jeremia ein wahrer Prophet gewesen ist. Wie wir das in Jeremia 40 Vers 2 lesen können. Und der Oberste der Leibwache ließ Jeremia holen und sprach zu ihm, der Herr, dein Gott, hat dieses Unheil über diesen Ort vorhergesagt. Und der Herr hat es so kommen lassen und gehandelt, wie er gesagt hatte, denn ihr habt gegen den Herrn gesündigt und auf seine Stimme nicht gehört, darum ist es euch nun so ergangen.
[44:36] Interessant, dass der Prophet Jeremia über Jahrzehnte lang Unrecht erlitt von seinem eigenen Volk und dann durch den babylonischen König und seinen Abgesandten gerechtfertigt wird und ihm Recht gegeben wird. Und er jetzt endlich in der Freiheit ist und tun und lassen kann, was er will. Schon interessant.
[45:03] Jeremia hatte bereits zuvor, Jahre zuvor angekündigt, dass diese Gefangenschaft in Babylon länger gehen würde. Er selbst würde wohl nicht mehr erleben, dass Frieden zurückkehrt, oder dass die Israeliten zurückkehren können in das Land Juda. In Jeremia 29 hat er damals einen Brief an die Weggeführten, diesen Brief, der ja durch einen Sohn von Schafan übergeben worden ist, hat er angekündigt, dass es 70 Jahre dauern würde. Und dann wäre eine Rückkehr möglich. Hat er ihnen gesagt in Vers 5, Jeremia 29, Vers 5, baut Häuser und wohnt darin, pflanzt Gärten und esst ihre Früchte, nehmt Frauen und zeugt Söhne und Töchter und nehmt Frauen vor eure Söhne und eure Töchter, gebt Männern zur Frau und so weiter und so fort. Vers 7, und sucht den Frieden der Stadt, in die ich euch weggeführt habe, und betet für sie zum Herrn, denn in ihrem Frieden werdet auch ihr Frieden haben. Vers 10, für wahr, so spricht der Herr, wenn die 70 Jahre für Babel gänzlich erfüllt sind, werde ich mich euer annehmen und mein gutes Wort, euch an diesen Ort zurückzubringen, euch erfüllen, denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft, eine Hoffnung zu geben und ihr werdet mich anrufen und hineingehen und zu mir flehen und ich will euch erhören, ja, ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir verlangen werdet.
[46:29] Es sah so aus, als wäre eine totale Niederlage eingetreten und das war sie auch. Und es sah so aus, als ob keine Hoffnung mehr da war, denn die Stadt war verwüstet, der Tempel war verwüstet, das Volk war verschwunden. Und doch sagt Gott, wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden, ich habe gute Gedanken und ihr werdet wiederhergestellt werden. Manchmal in unserem Leben, da sind wir gewarnt worden und gewarnt worden und gewarnt worden und wir haben weitergemacht mit der Sünde und weitergemacht und wir sind nochmal gewarnt worden und wir haben einen Schuss vor den Bug bekommen und wir haben versucht uns kurz zu reformieren, aber dann haben wir wieder weitergemacht und wieder weitergemacht und Gott hat uns im Wort deutlich gezeigt, es wird diese Konsequenz haben. Und sie kommt noch nicht und sie kommt noch nicht, wir machen weiter und weiter und weiter und vielleicht glauben wir, dass sie nie eintreffen wird und dann kommt sie mit aller Wucht und in dem Moment hat uns vielleicht dann das Gefühl der Hoffnungslosigkeit.
[47:22] Und dann können wir aus der Geschichte von der Zerstörung Jerusalems lernen, dass Gott bereits im Vorhinein verheißen hat, dass auch wenn es noch so finster aussieht, er doch zu finden ist und er das Geschick wenden wird. Für alle, die sich für die 70 Jahre interessieren, haben wir in unserem Studienmaterial hier eine ausführliche Beschreibung von Startpunkt und Endpunkt, unter anderem auch mit einem interessanten Ellenweih-Zitat. Das zeigt, wo sich die moderne Geschichtsschreibung in Bezug auf Darius, den Meder und Kyros offensichtlich irrt. Nur für alle, die das jetzt nicht nachlesen wollen, eine kurze Zusammenfassung. Die 70 Jahre starten im Sommer 605 bei der ersten Belagerung durch Nebukadnezar von Jerusalem. Im Sommer 539 sind 66 Jahre abgelaufen. Im Oktober 539 erobert der General Kyros, nicht der König, denn das war er noch nicht, der General Kyros Babylon, sein König Darius der Meder, der allerwahrscheinlich nach Xerxes II. war. Ist ein bisschen umstritten, aber könnt ihr selbst ein bisschen studieren, ist sehr interessant. Wird König und im Sommer 538 sind dann 67 Jahre um und im Sommer 537 sind dann 68 Jahre um und noch vor dem Oktober 537, weil Ellenweih sagt, dass der Darius etwas weniger als zwei Jahre regiert hat, stirbt Darius und Kyros ist der zweite, wird König. Sein Akzessionsjahr geht dann bis zum Frühjahr und im Frühjahr 536 beginnt sein erstes Jahr, das vom Frühjahr 536 bis zum Frühjahr 535 geht. Innerhalb dieses ersten Jahres erlässt er den Befehl, den man in Esra 1 Vers 1-4 findet, wo die Juden jetzt zurückgehen können. Wahrscheinlich war das gegen Ende seines ersten Jahres, so Anfang 535, sodass dann einige Monate Reise mit eingerechnet uns tatsächlich in den Sommer 535 bringen, wo die ersten Israeliten nach Israel wieder zurückkehren konnten.
[49:34] Das alles als Erfüllung von Prophetie, die in Jeremia genauestens beschrieben worden war, die in Daniel 9 dann studiert wird vom Daniel, der sagt, was ist es mit diesen 70 Wochen, 70 Jahren, Verzeihung, und die vor allem eine Beschreibung dessen ist, was Gott Jahrhunderte vorher in 5. Mose 30 beschrieben hat, womit wir jetzt enden wollen, als Verheißung und auch mutmachende Botschaft für uns heute.
[50:03] In 5. Mose 30, ab Vers 1, Es wird aber geschehen, wenn alle diese Worte über dich kommen, während der Segen und der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du es dir zu Herzen nimmst unter all den Heidenvölkern, unter die dich der Herr dein Gott verstoßen hat, und wenn du umkehrst zu dem Herrn deinem Gott und seiner Stimme gehorchst, in allem, was ich dir heute gebiete, du und deine Kinder von ganzem Herzen und von ganzer Seele, so wird der Herr dein Gott dein Geschick wenden und sich über dich erbarmen und wird dich wieder sammeln aus allen Völkern, wohin dich der Herr dein Gott zerstreut hat. Und wenn du auch bis an das Ende des Himmels verstoßen wirst, so wird dich doch der Herr dein Gott von dort sammeln und dich von dort holen. Lieber Freund, liebe Freundin, und wenn wir noch so weit in die Finsternis gegangen sind, und wenn wir noch so viel gewusst haben und noch so viel durch den Geist der Weisung, durch die Propheten gewarnt worden sind, und wir haben gesündigt, trotzdem sind wir ins Unheil gegangen, wenn wir uns an diesem Punkt, in der äußersten Finsternis, am Ende des Himmels bekehren, sagt die Bibel, wird Gott doch uns sammeln und von dort holen.
[51:02] Vers 6. Und der Herr dein Gott wird dein Herz und das Herz seiner Nachkommen beschneiden, dass du den Herrn dein Gott liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele. Damit du lebst. Vers 8. Du wirst umkehren und der Stimme des Herrn gehorchen, und alle seine Gebote befolgen dich, die heute gebiete. Diese wahre Reue wird zum Gehorsam führen.
[51:23] Vers 11. Denn dieses Gebot, das sie dir heute gebiete, ist nicht zu wunderbar für dich und nicht zu fern. Es ist nicht im Himmel, dass du sagen müsstest, wir werden mit uns zum Himmel fahren und es holen und es uns hören lassen, damit wir es tun. Es ist auch nicht jenseits des Meeres, dass du sagen müsstest, wer will für uns über das Meer fahren und es für uns holen oder uns hören lassen, damit wir es tun. Mit anderen Worten, es ist nicht so weit weg, dass man es nicht tun könnte. Und Paulus nimmt diese Passage später im Römerbrief und sagt, es bezieht sich auf Christus. Die Erlösung durch Christus, die Bekehrung durch Christus, die Reue durch Christus, die Gnade durch Christus, ist nicht zu weit fern. Denn in Vers 14 heißt es, sondern das Wort, im Anfang war das Wort, das Wort war Gott, sondern das Wort ist sehr nahe bei dir, in deinem Mund und in deinem Herzen, sodass du es tun kannst.
[52:12] Egal wie weit wir von Gott uns entfernt haben, das Wort Gottes, das die Kraft in sich birgt, die christozentrische Kraft, dass wir umkehren können und Gott folgen können und seine Gebote befolgen können, das ist in unseren Händen, vor unseren Augen, es kann in unserem Kopf sein. Und wenn wir das glauben, dann wird Gott uns wiederherstellen, aus welcher Gefangenschaft auch immer. Und so präzise wir die Israeliten nach 70 Jahren wiederhergestellt haben, so präzise wird er auch dich und mich wiederherstellen, wenn wir in die Gefangenschaft der Sünde geraten sind. Egal wie schwer der Schlag ist, solange wir an Christus uns wieder neu orientieren, kann Gott alles wieder rückgängig machen. Nur als die Juden Christus selbst verwarfen, war die Zerstörung Jerusalems endgültig und unaufhebbar. Sie wurden nie wieder eingesetzt als das Volk Gottes.
[53:16] Der entscheidende Punkt also heute ist, egal wie weit du gegangen bist in der Sünde, egal wie weit du dich von Gott entfernt hast, es ist immer Hoffnung, solange du Christus annimmst, anerkennst und er wird selbst die größte Zerstörung in deinem Leben heilen und wiederherstellen, weil es zu seiner Ehre ist. Das ist das, was Daniel in seiner Neuen gebetet hat. Und diesem Gebet von Daniel wollen wir uns anschließen. Ich lade dich dazu ganz herzlich ein.
[53:48] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir in deinem Wort lesen konnten, dass die Geschichte auch Lektionen für uns beinhaltet, die unsere Geschichte, unsere Lebensgeschichte betreffen. Manchmal sind wir in unserem Leben so weit gefallen, so weit gegangen, so tief gestürzt, dass wir uns kaum vorstellen können, dass du uns wiederherstellen kannst. Aber du konntest das Volk Israel nach dieser Katastrophe wiederherstellen. Du wolltest, dass diese Katastrophe nie eintritt. Du hast sie eintreten und doch war das nicht das Ende. Und wenn wir manchmal im Leben das Gefühl haben, dass wir an dem Punkt sind, wo das Ende gekommen ist, dann dürfen wir wissen, solange du noch regierst, solange du im Himmel bist, solange wir uns auf dich verlassen können, solange ist das Ende nicht gekommen. Solange wir noch Glauben an dich haben können, solange unser Herz nicht völlig verfinstert ist und der Heilige Geist betrübt worden ist, solange ist immer Hoffnung. Und diese Hoffnung wollen wir in Anspruch nehmen. Wir wollen nicht bitten, dass du uns wiederherstellst, dass wir in die Irre gegangen sind. Ich bitte, dass du uns Vertrauen schenkst in dein prophetisches Wort. Im Namen Jesu. Amen.
[54:56] Gottes Segen euch im Studium seines Wortes. Nächste Woche werden wir weiter studieren. Weitere Lektionen aus dem Buch Jeremia uns anschauen. Und bis dahin wünsche ich euch viel Freude. Studium seines Wortes. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!