In dieser Predigt über Offenbarung 14, Vers 16, beleuchtet Christopher Kramp die Bedeutung der Ernte am Ende der Zeit. Er erklärt, warum diese Ernte symbolisch ist und vergleicht sie mit biblischen Gleichnissen über Aussaat und Ernte. Dabei wird betont, wie wichtig die Qualität und Menge dessen ist, was wir säen, und dass Gott sich nicht spotten lässt. Die Predigt ermutigt dazu, bewusst auf den Geist zu säen, um die gewünschte geistliche Ernte zu erzielen.
Offenbarung 14:16
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Neues Testament, Offenbarung, ProphetieWeitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid. Schön, dass ihr eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Wir sind ja mittendrin in der zweiten Hälfte von Offenbarung 14 bei der großen Ernte. Wir haben die letzten beiden Male davon gesprochen, von der Wiederkunft, wo Jesus dort auf der großen weißen Wolke sitzend betrachtet wird, als der Sohn des Menschen und mit seiner Sichel kommt, weil die Stunde des Erntens da ist. Wir haben gesehen, die Stunde des Erntens ist nicht wie die Stunde des Gerichts, eine Stunde, die mit einer Zeitprophezeiung festgelegt ist, sondern eine Stunde, die durchaus auch von uns mit abhängt. Denn in Markus 4 haben wir gelesen, wenn die Frucht es zulässt, setzt er seine Sichel hin und die Ernte ist da. Heute wollen wir weitermachen an dieser Stelle und uns den Vers 16 betrachten. Aber bevor wir damit beginnen, lasst uns einmal niederknien für ein Anfangsgebet. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir. Wir danken dir wirklich, dass wir die Bibel haben, dass wir lesen dürfen, verstehen dürfen und dass wir dadurch auch mit deinem Heiligen Geist in direkten Kontakt treten können. Dass du uns Dinge lehren möchtest, die wichtig sind für uns. Und wenn wir jetzt in der Offenbarung studieren, möchten wir dich bitten, dass du uns kostbare, wichtige Lektionen mitteilst, die wir in unser praktisches Leben mitnehmen können, die uns helfen, deinen Charakter mehr wieder zu spiegeln und der Sieg über die Sünde zu sein. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.
[1:35] Offenbarung Kapitel 14 und dort Vers 16 ist der Vers, den wir uns heute vorgenommen haben. Wir gehen hier wieder mit großen Schritten. Der dritte Vers in der dritten Woche, so schnell waren wir lange nicht. Offenbarung 14 und dort Vers 16 ist immer noch im Kontext von Vers 14 und 15 natürlich. Und der auf der Wolke saß, warf seine Sichel auf die Erde und die Erde wurde abgeerntet. Ja, wie gesagt, wir hatten schon gesehen, da kommt diese große weiße Wolke, da kommt der Sohn des Menschen mit seiner goldenen Krone der Stephanos, diesem Siegeskranz, mit der scharfen Sichel. Die Stunde des Erntens ist gekommen und jetzt wird die Ernte stattfinden hier in Vers 16. Woran kann man sehen, dass diese Ernte offensichtlich eine symbolische Ernte ist? Fangen wir mal einfach an. Woher können wir sehen, dass das offensichtlich ein symbolischer Vers hier ist?
[2:44] An der Ernte? Genau, der hat eine Sichel in der Hand, er wirft die Sichel auf die Erde und dann wird geerntet. So erntet man buchstäblich nicht. Das kann keine buchstäbliche Ernte sein. Also es ist uns wahrscheinlich offenbar gewesen und sichtbar gewesen, aber es ist mal ganz wichtig zu wissen, warum wir bestimmte Verse als symbolisch und welche als buchstäblich nehmen. Viele sind da verwirrt. Und die Grundregel ist, liest die Bibel buchstäblich, es sei denn, der Kontext zwingt dich, es symbolisch zu sehen. Und wenn man das buchstäblich lesen würde, wäre natürlich total sinnlos. Eine Ernte wird nicht geerntet, indem man eine Sichel herabwirft. Symbolisch.
[3:32] Jetzt, welche anderen Stellen in der Bibel sprechen von dieser tatsächlichen Ernte am Ende der Zeit? Letztes Mal haben wir über das Timing gesprochen, wann das sein wird, also wie diese Stunde des Erntens berechnet oder woher wir wissen können, wann die Stunde des Erntens ist und was das mit uns zusammenhängt. Aber heute wollen wir uns noch genauer über die Ernte selbst unterhalten. Welche anderen Textstellen fallen euch ein in der Bibel, wo etwas über die Ernte gesagt wird?
[4:03] Ja, das sagt der Jesus in Johannes 4. Nein, das sagt er gar nicht in Johannes 4, das sagt er in Matthäus 9. Genau. Und dann sagt er, bittet den Herrn, dass er Arbeiter sende in die Ernte. Genau. Und dann im nächsten Kapitel sagt er, geht ihr. Erst sollen sie beten, dann sollen sie selbst gehen. Ein Hinweis darauf, wie Jesus mit uns arbeitet. Er sagt uns, erst zeigt er uns, wie er arbeitet, dann sagt er, schaut her, es fehlt an Arbeitern, bitte betet für Arbeiter und dann sagt er, geht selbst. Wenn wir davon beten, wären wir bereit, auch selbst zu gehen. Gut, was habt ihr noch für Stellen im Hinterkopf, wo es um die Ernte geht?
[5:01] Genau, du meinst, der Jakobus, der Geduld hat, bis der Frühling und Spätregen fällt. Also es hat auch was mit Geduld zu tun. Wir haben ja gesehen, letztes Mal die Stunde des Erntens hat damit zu tun, wenn die Frucht reif ist und die Frucht braucht ihren Frühregen, sie braucht ihren Spätregen und Gott hat eine unglaubliche Geduld mit uns. Derselbe Gott, der in zwei Jahren oder anderthalb Jahren das Volk Israel durch die Wüste bringen wollte nach Kadesch und dann 40 Jahre lang Geduld hatte mit ihnen. Derselbe Gott wollte schon die Adventgemeinde weitaus früher zum Ziel führen. Jesus hätte schon sehr viel früher kommen können, das haben wir deutlich gesehen und Gott hat Geduld. Das heißt nicht, dass man die Wiederkunft auf den Sankt-Nimmerland-Tag verlegen kann, er wird wiederkommen. Die Bibel sagt, er wird kommen, denn Gott sieht in die Zukunft, er weiß, es wird diese Generation geben, die das Werk abschließt. Die große Frage ist immer nur, sind wir dabei, sind wir diejenigen, die das miterleben werden und beschleunigen wir diese Wiederkunft, den wir das letzte Mal gelesen haben bei Petrus, wo es heißt, dass wir die Wiederkunft beschleunigen können. Noch mehr Texte zur Ernte durch Einfallen.
[6:27] Ja, da gab es einen Mann in den Evangelien, der eine große Ernte und eine Scheune geboten hat, ja das stimmt, und dann gestorben ist. Schaut mal mit mir ein paar Texte an. Zunächst einmal in 2. Korinther 9, Vers 6. Und dort haben wir erstmal ein ganz grundsätzliches Prinzip. 2. Korinther 9 und dort Vers 6. Paulus spricht hier. Das aber bedenkt, wer kärglich sät, der wird auch kärglich ernten. Und wer im Segen sät, der wird auch im Segen ernten. Welches grundlegende Prinzip können wir entdecken? In diesem Vers. Wer kärglich sät, wird kärglich ernten. Wer im Segen sät, der wird im Segen ernten. Welches Prinzip können wir im Text, also was kommt aus dem Text direkt hervor? Was steht hier? Was wird uns der Text sagen? Lernen den Text zu verstehen. Wer kärglich sät, wird auch kärglich ernten. Wer im Segen sät, der wird auch im Segen ernten. Was wird uns der Text sagen? Was können wir aus diesem Text lernen?
[8:36] Dass wir den Segen Gottes bitten müssen. Ja, das stimmt, wir müssen den Segen Gottes bitten. Ja, das stimmt, also unsere Motivation hat was damit sehr stark zu tun. Ja, die Ernte, das ist uns vielleicht so offensichtlich, dass wir gleich darüber nachdenken, aber in geistlichen Dingen ganz, ganz, ganz entscheidend. Die Ernte hängt unmittelbar von der Aussaat ab. Mit anderen Worten, wenn ich viel säe, kann ich auch viel ernten. Wenn ich nur wenig säe, kann ich nur wenig ernten. Und wenn ich gar nicht säe, kann ich niemals ernten. Es stimmt zwar, dass selbst, wenn ich viel säe, ich immer noch was tun muss. Ja, ich kann viel säen und wenig ernten. Ja, wenn ich zum Beispiel jetzt viel säe, aber dann mich nicht drum kümmere. Aber ich kann niemals wenig säen und dann viel ernten. Versteht ihr, was ich meine? Wenn ich nur, also mit anderen Worten, wenn ich, wenn das hier ein Feld ist, unsere Gemeinde ein Feld, ja, und ich säe überall etwas, aber ich kümmere mich dann nur um das, was hier auf dem Podium ist, dann habe ich viel gesät und wenig kann wenig ernten. Wenn ich aber von Anfang an nur auf diesem kleinen Bereich was säe, dann kann ich niemals vom ganzen Raum ernten. Das heißt, wenn ich nicht am Anfang wirklich im Segen säe, egal was ich danach noch mache, ich bin begrenzt durch meine Aussaat. Das heißt, mit anderen Worten, egal was wir geistlich anfangen, der Anfang ist entscheidend. Wenn der Anfang nur halbherzig ist, auch wenn ich später dann irgendwie noch das versuche noch zu richten, der Anfang ist entscheidend und die Saat ist in der Bibel immer was. Wofür steht die Saat? Für das Wort Gottes. Das heißt, egal was ich unternehme, es muss eine breite Basis im Wort Gottes haben. Wenn ich nur wenig auf das Wort Gottes gründe, egal was ich sonst noch hinzubringe an guten Fähigkeiten, ich kann nur wenig ernten. Wenn ich viel auf das Wort Gottes gründe, ich brauche immer noch Talente und Gaben und Fähigkeiten, ich muss mit Gott kooperieren, ja, es muss noch wachsen und man muss arbeiten und es ist Mühe und Schweiß, ja, ja, ja, aber die Aussaat bestimmt letztendlich die Ernte. Und das ist ein sehr wichtiges Prinzip, wenn wir uns auf die Ernte konzentrieren und sagen, wir glauben, Jesus kommt bald wieder, wenn er kommt, dann ist Erntezeit. Was wir nicht gesät haben, können wir nicht ernten. Und deswegen ist es entscheidend und deswegen ist es nicht nur wichtig, dass man sich mit der Wiederkunft beschäftigt und der Ernte, wie wird das sein, was wird passieren, sondern sich vielmehr auch fragt, was ist in meinem Leben gesät in meinem Herzen, welche Samenkörner habe ich in mein Herz hineingelassen und durften wachsen. Habe ich kärglich gesät, dass ich mal jeden Tag mal so ein Vers gelesen habe oder jeden Sabbat mal eine Predigt gehört habe oder habe ich reichlich gesät, habe ich mich immer wieder mit dem Wort Gottes beschäftigt, habe ich schon mal nachgedacht, habe ich mit anderen erzählt, habe ich immer wieder das Wort Gottes gesucht, war es reichlich, ja, ist da reichlich gesät worden oder gerade so, dass man überhaupt sehen konnte, dass was wechseln kann.
[13:03] Ja, ganz genau, das haben wir gesehen vorhin gerade mit der Frucht und der Samen ist in der Frucht. Jetzt schauen wir noch ein schönes Prinzip in Galater 6. Also das eine ist, wieviel ich säe, hat direkten Einfluss, wieviel ich ernte. Also ihr versteht das Prinzip, wenn ich Galater 6, Galater 6, ich möchte es einfach noch mal betonen, was sie gerade gesagt haben, weil ich denke, das ist sehr wichtig. So wie jemand viel sehen kann, also man kann viel sehen, vielleicht auch wenig ernten, weil man dann sich nicht darum gekümmert hat. Aber wenn man wenig sieht, dann wird man nur wenig ernten. Bedeutet mit anderen Worten, wenn ich mich viel mit der Bibel beschäftige, kann es immer noch sein, dass ich am Ende wenig ernte, weil ich in anderen Dingen treulos gewesen bin. Aber wenn ich mich gar nicht erst mit der Bibel beschäftige, nützt alles andere erst recht nichts. Die Grundlage muss stimmen.
[14:11] Jetzt schauen wir mal in Galater 6 ein anderes Prinzip an. Galater 6 und dort Vers 7 und hier steht etwas, was der Paulus nicht so oft sagt. Er sagt, irrt euch nicht. Wenn jemand sagt, irrt euch nicht, warum sagt er das? Was will er verhindern? Dass man sich täuscht. Er weiß nämlich, dass es ganz natürlich sein könnte, dass man sich an diesem Punkt täuscht und er sagt, irrt euch nicht. Gott lässt sich nicht spotten. Auch das sind sehr deutliche Worte. Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten. Wer einen Apfelbaum pflanzt, wird auch Äpfel ernten. Wer einen Weinstock einpflanzt, wird auch Weintrauben ernten. Denn wer auf sein Fleisch sät, der wird vom Fleisch verderben ernten. Wer auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten. Nicht nur die Menge der Saat hat einen Einfluss auf die Ernte, sondern auch die Qualität, die Quantität, die Menge, auch die Qualität, die Art, was ich aussäe, wie viel und was. Mit anderen Worten, was der Paulus sagt, es gibt zu viele Christen, die irren sich, die denken, ich kann jetzt immer wieder auf das Fleisch sehen und meine fleischlichen Gelüste nachgeben und das einfach behalten und machen. Aber ich werde am Ende auf jeden Fall gerettet werden. Ich werde geerntet werden, weil ich ja Christ bin. Ich bin ja Adventist. Ich will ja dabei sein. Und er sagt, Gott lässt sich nicht spotten. Das ist so, als wenn du ständig Unkraut säst und hoffst, dass du am Ende Weizen ernten wirst. Das kann nicht funktionieren.
[16:04] Wenn wir uns also mit fleischlichen Dingen, und ganz kurz, was meint es denn auf das Fleisch zu sehen? Das klingt so theologisch. Das ist so schönes Paulus-Deutsch. Das ist so schön, dass man es fast gar nicht so ins eigene Leben reinlässt, weil auf das Fleisch zu sehen, das machen wir nicht, oder? Wer würde von uns auf das Fleisch sehen? Natürlich sehen wir auf den Geist, oder? Was bedeutet es, auf das Fleisch zu sehen? Wofür erklärt der Bibel, was das Fleisch ist? Weltliche Gedanken, ja, das ist sehr richtig, ist immer noch sehr schön theologisch. Weltliche Gedanken wollen wir nicht. Aber was sind denn weltliche Gedanken? Was ist denn fleischliche Gedanken? Irrig, wir wollen ja himmlisch sein. Das unbekehrte Herz, ja, aber wir denken, dass wir bekehrt sind, von daher ist ja gut, oder? Also ihr habt alle vollkommen recht, vollkommen recht. Ja, ja, ja, wo wird erklärt, was das Fleisch praktisch ist in der Bibel? Wo wird das Fleisch praktisch erklärt? Okay, ich stelle euch eine Frage. Jemand kommt euch auf der Straße entgegen und sagt, du bist doch Bibelchrist, du kennst die Bibel. Ich will wissen, was meint die Bibel mit Fleisch? Welchen Vers sagt ihr, oder welche Verse? Ihr braucht gar nicht so weit zu gucken, ihr könnt wahrscheinlich auf der Seite bleiben. Wahrscheinlich nur, also in meiner Bibel ist es direkt daneben. In Galater Kapitel 5 Vers 19, wir kennen meistens erst Vers 22, ja, die Frucht des Geistes. Aber drei Verse vorher steht es, offenbar sind aber die Werke des Fleisches. Und jetzt kommt eine Auflistung, die ein bisschen mehr im Leben ist als Werke des Fleisches, weltliche Gedanken, jüdisches Leben. Ja, das ist so, klar natürlich, ihr habt ja vollkommen recht, aber was hier steht, ist ein bisschen näher an unserem Leben dran, nämlich Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit, Götzendienst, Zauberei. Vielleicht sagt jemand bis dahin, naja, wunderbar, habe ich nichts mehr zu schaffen. Es geht weiter, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiung, das ist also, ich bin mit dem gegen den. Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, mit anderen Worten Punkt, Punkt, Punkt, Punkt, Punkt. Die Liste ist nicht vollständig, wovon ich euch voraussage, welche, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden. Zu viele Christen glauben, wenn sie in die Gemeinde gehen, beten, singen, die Bibel lesen, dann kommen sie in den Himmel, auch wenn sie gleichzeitig Zwietracht säen. Zu viele Christen glauben, wenn sie einen Hauskreis besuchen, einen Gebetskreis besuchen oder vielleicht eine Gebetsnacht besuchen, dann kommen sie in den Himmel, selbst wenn sie eifersüchtig sind. Zu viele Christen glauben, dass wenn sie Bibelverse auswendig können, sie in den Himmel kommen, obwohl sie mit anderen Streit führen. Und Paulus sagt, ich sage euch voraus, irrt euch nicht, wer auf das Fleisch sät, wer mit anderen Worten, wer immer wieder sich der Selbstsucht hingibt, dem Zwietracht, dem Neid, dem Mord und Mord nach Jesus ist nicht nur, wenn ich ein Messer nehme, das würde keiner von uns tun, oder? Wenn ich meinem Bruder sage, Mord, Trunkenheit, Gelage. Und ich denke, wir sollten wirklich uns überlegen, was säen wir dann wirklich Tag ein, Tag aus auf unser Herz?
[20:21] Wenn wir das lesen, Vers 6, Vers 7, Vers 8, auf den Geist sehen, auf das Fleisch sehen, da würden wir doch alle sofort sagen, natürlich sehen wir auf den Geist und nicht auf das Fleisch. Aber wenn wir die Liste anschauen und uns mal ehrlich hinterfragen, so in unserem tiefsten Inneren, stellen wir fest, zu oft lassen wir solche Gedanken zu. Hegen sie, pflegen sie, säen sie sogar. Nicht nur, dass wir, das ist nicht wie ein Unkraut, das wir bekämpfen, sondern etwas, das wir sogar ansehen, das wir sogar fördern, dass wir vielleicht, es ist eine Sache, dass ich mit Streit konfrontiert bin, eine andere, wenn ich Streit initiiere, wenn ich eifersüchtig bin auf andere, wenn ich egoistisch mich durchsetze, wenn ich anfange, einen Keil zu treiben zwischen zwei Leuten, das ist auf das Fleisch sehen. Und Paulus sagt, wer das tut, wird das ernten. Man kann also solche Dinge nicht hegen, auch nicht in der Gemeinde, ohne dass es nicht eine entsprechende Ernte gibt.
[21:31] Wenn ich also eine geistliche Ernte haben will, muss ich, also nicht wahr, wenn ich Karotten ernten will, dann muss ich Karottensamen kaufen. Wenn ich also geistlich ernten will, dann muss ich das kaufen, wo geistlich draufsteht. Und die Liste finden wir in Vers 22. Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Sehen wir das oder sehen wir die Liste davor? Denn egal, was wir davon, also je nachdem, was wir säen und wie viel wir davon säen, so viel wird es geerntet werden. Nun, das Gute ist, solange die Frucht noch nicht reif ist, mit Gottes Hilfe kann man alles Falschgesäte, alle aus Versehen Ausgesäten oder sogar bewusst ausgesäten Unkräuter kann man alles wieder rausreißen. Aber wenn wir es wachsen lassen, wachsen lassen, wachsen lassen, wachsen lassen, dann werden wir das ernten. Und ich glaube, das sind so einfache Prinzipien, aber sie sind so wichtig. Und die Bibel will uns das so deutlich machen. Es kommt eine Ernte und dann wird geerntet und jeder muss wissen, Gott lässt sich nicht spotten. Gott ist kein Magier, der sagt, ja, du hast die ganze Zeit Karotten gesät. Ich weiß aber, du hast mir gesagt, du willst mal Kartoffeln ernten, deswegen mache ich jetzt einfach mal, jetzt sind die Karotten Kartoffeln. Das macht Gott nicht. Gott lässt sich nicht spotten. Wenn wir Streit und Eifersucht und Neid und Zorn säen und immer davon reden, dass wir in den Himmel wollen, wird Gott nicht die Pflanze einfach ändern.
[23:09] Ja, schau mal mit mir, Matthäus 25. Matthäus 25, das berühmte Gleichnis von den zehn, also zehn Jungfrauen natürlich und dann das Gleichnis von den Talenten. Kennt ihr das Gleichnis von den Talenten? Bestimmt, oder? Wie den Knechten verschiedene Talente anvertraut werden. Und ihr kennt die Geschichte. Der Erste bekommt wie viele Talente? Der Erste bekommt fünf, der Zweite bekommt zwei und der Dritte bekommt eins. Ja, fünf, zwei, eins. Was macht der mit den fünf Talenten? Der vermehrt sie, so das es am Ende. Und der mit den zwei Talenten? Auch, genau, hat noch zwei dazu gewonnen, sind vier. Und was macht der mit dem einen Talent? Der vergräbt und schaut mal seine Begründung an. Vers 24, da trat auch der hinzu, Matthäus 25, Vers 24, da trat auch der hinzu, der das eine Talent empfangen hatte und sprach, Herr, ich kannte dich, dass du ein harter Mann bist. Du erntest, wo du nicht gesät und sammelst, wo du nicht ausgestrahlt hast. Der, der Faule im Werk Gottes, beschuldigt Gott, Dinge zu fordern, die Gott für die Gott nicht gesorgt hat. Seht ihr das? Der Faule im Werk Gottes sagt, ja, ja Gott, du bist so einer, du verlangst von uns Dinge und sorgst nicht dafür, dass wir es tun können. Du gibst uns nicht den Samen, aber willst ernten. Ich fand das interessant, weil ganz oft haben Menschen die Idee, dass Gott etwas von uns verlangt, dass wir aus eigener Kraft tun müssen. Und wer so eine Idee hat, dass Gott von uns etwas verlangt, wozu er uns nicht den Samen geschenkt hat, der wird am Ende im Werk Gottes nicht arbeiten, er wird seine Talente nicht einsetzen. Wenn ich verstehe, dass alles das, was zu Gottes Ehre heranwachsen soll, ja sein Samen ist, sein Wort hat ja die Kraft, Frucht hervorzubringen. Sein Wort hat schöpferische Kraft. Ellen White hat mal gesagt, alle Gebote Gottes sind Befähigung. Gott erntet nur das, was er uns vorher schon als Samen gegeben hat. Aber interessant, wie dieser böse, faule Knecht das umdreht.
[26:04] Zum Schluss noch schaut mit zu Matthäus 13. Matthäus 13 ist das berühmte Gleichnis von dem Weizen und dem Unkraut. Das Gleichnis, das wie kein anderes die Prinzipien des großen Kampfes erklärt. Schaut mal, Matthäus 13, Kap. 24. Ein anderes Gleichnis legte ihnen vor und sprach, das Reich der Himmel gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging davon. Als nun die Saat wuchs und Frucht ansetzte, da zeigte sich auch das Unkraut. Die Knechte des Hausherrn traten dazu, sprachen zu ihm her, hast du nicht guten Samen in deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut? Er sprach zu ihnen, das hat der Feind getan. Es gibt also Samen Gottes und es gibt Samen des Feindes. Es gibt übrigens auch die Nachkommen der Frau, die Nachkommen der Schlange. Das ist ganz interessant. Da sagten die Knechte zu ihm, willst du nun, dass wir hingehen und das zusammenlesen? Er sprach, nein, damit ihr nicht beim Zusammenlesen des Unkrauts zugleich mit ihm den Weizen ausreißt. Mit anderen Worten, die Trennung zwischen Weizen und Unkraut ist die Aufgabe, die Gott sich selbst vorbehält. Er gibt uns viele Aufgaben. Wir können an die Predigt erinnern. Gott delegiert viele Aufgaben, aber wir sollten nur die Aufgaben machen, die Gott uns delegiert hat. Gott sagt zum Beispiel, ich könnte die ganze Welt missionieren, aber das sollt ihr machen. Also machen wir das. Aber Gott sagt, die Trennung von Weizen und Unkraut, das delegiere ich nicht, das mache ich selbst. Das Kuriose ist, dass viele Christen oft die Aufgaben machen, die Gott ihnen nicht gegeben hat, aber die Aufgaben, die ihnen Gott gegeben hat, die machen sie nicht. Wir machen keine Mission, aber wir wollen mal ganz genau wissen, wer ist hier Weizen, wer ist hier Unkraut. Du bist Weizen, du bist Unkraut. Ja, wie viele machen das, oder? Wie viele sitzen in der Gemeinde und überlegen, fangen an zu richten und zu urteilen. Gott sagt, das mache ich. Du kümmere dich um die Aufgabe, die ich dir gegeben habe. Du hast genug zu tun mit der Mission, genug zu tun mit den Dingen, die ich dir aufgetragen habe.
[28:25] Jetzt Vers 30, lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte und zur Zeit der Ernte will ich den Schnittern sagen, lest zuerst das Unkraut zusammen und bindet es im Bündel, dass man es verbrenne, den Weizen aber sammelt in meine Scheune. Ihr seht, das ist genau das gleiche, was wir auch im Ersehnten gehabt haben. So wie es zur Zeit von Johannes eine Sichtung geben sollte zwischen den wahren Israeliten und denen, die nur ethnisch Israeliten waren, aber nicht den Glauben Israels hatten, so wird es am Ende, unter der Predigt von Johannes dem Täufer, dem zweiten Elia, so wird es am Ende der Zeit vor der Wiederkunft unter der Predigt des dritten Elia der Adventbewegung wieder eine Trennung geben zwischen denen, die wahrhaftgläubig sind und denen, die nur nominell gläubig sind. Und diese Trennung wird deutlich sichtbar werden, je mehr sie heranwächst. Die Umstände werden zeigen, ob jemand auf das Wort gegründet ist, ob jemand auf Geist gesät hat, oder ob er diesen fleischlichen Dingen gesät hat. Manchmal kriegt man es ja gar nicht mit, manchmal sind es nur schlechte Gedanken, die jemand immer hegt, aber irgendwann kommen sie raus. Und da vielleicht Notumstände, Druckumstände, irgendwann wird es offensichtlich und es kommt zu dieser Teilung, Gott führt das herbei. Interessant ist, dass diese ganze Trennung zwischen Weizen und Unkraut im Kontext des großen Kampfes stattfindet. Das ist Gott und das ist der Feind. Das heißt, wenn wir hier also in Offenbarung 14 von einer Ernte lesen, einer Ernte, die unseren Charakter betrifft, dass unser Charakter den Charakter Gottes widerspiegeln soll, dass unser Charakter vervollkommnet werden soll, dass wir tadellos und unsträflich und so weiter unbefleckt vor seinem Thron erfunden werden sollen, dann nicht einfach nur, um uns eine Hürde zu stellen, nein, nein, nein, nein, sondern weil unser vervollkommneter Charakter im großen Kampf deutlich macht, wo ist der Weizen. Wenn Gott Weizen und Unkraut trennen möchte und der Weizen genauso aussieht wie das Unkraut, wenn der Weizen auch Unkraut ist, dann kann man die Trennung nicht rechtfertigen. Das heißt, der Weizen muss auch wirklich Weizen sein. Der Weizen muss wirklich ausgereifter Weizen sein und darum, das ist das Thema von christlicher Heiligung, christlicher Vollkommenheit, dass der Weizen wirklich echter Weizen wird und nicht so ein Mischmasch aus Weizen und Spreu, also halb Unkraut, nein, echter Weizen.
[31:04] Um im Bild zu bleiben, wenn ich jeden Tag den Geist in mein Herz säe und wenn ich das aufwachsende Pflänzchen hege und pflege und da wird es mal Unkraut geben, was da aufspricht und ich das Unkraut aussäte, die Steine aussäte, wie in dem anderen Gleichnis und für die Pflanze Sorge und sie genügend Wasser hat, wie der Baum, der in den Wasser und Nährstoffe, dann wird die Pflanze ihre Frucht bringen. Die Pflanze wächst nicht durch die menschliche Kraft, sondern durch Gottes Kraft, aber der Mensch muss mithelfen, er muss mit kooperieren. Genauso wächst der Charakter nicht durch menschliche Anstrengung, sondern durch Gottes Kraft, aber der Mensch muss mit Gott kooperieren, er muss mit einstimmen, er muss mitwirken und in diesem Sinne wird dann die Erde geerntet werden. Alle, die diesen Charakter Jesu widerspiegeln, weil sie auf den Geist gesät haben, weil der Geist sie verändert hat durch Gottes Kraft, werden das erben, was Gott ihnen verheißen hat, nämlich ewiges Leben und die neue Erde.
[32:10] Wollen wir uns gemeinsam dort wiedersehen auf der neuen Erde? Geerntet werden mit der Sichel Jesu und das wäre doch ein großer Wunsch, oder? Lass uns jeden Tag darauf achten, was wir in unser Herz säen. Gott lässt sich nicht spotten, lasst uns uns nicht selbst täuschen und heute das säen, was wir morgen ernten wollen. Wollen wir noch gemeinsam niederknien und beten?
[32:49] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass deine Worte so klar und deutlich unser Herz erreicht haben. Wir danken dir, dass dein Wort uns zeigt, wie wichtig es ist, wirklich ernst und aufrichtig und gründlich sich auf deine Seite zu stellen. Du verlangst nichts Unmenschliches von uns, sondern dass wir wirklich es ernst meinen und auf dich schauen und dir das Anschauen verwandelt werden. Dass wir uns von uns selbst wegreißen und dich zum Mittelpunkt unserer Gedanken, Gefühle und Worte und Taten machen. Wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, dass wir Tag für Tag Geistliches in unser Herz hineinsäen, geistliche Gedanken hegen, geistliche Ideen pflegen, damit auch Geistliches in uns wachsen kann. Wir möchten dich um Vergebung bitten, dort wo wir fleischlich gedacht haben, in Zorn, Eifersucht, Unsucht, Mord, was auch immer dort geschrieben steht und bitten dich, dass du uns hilfst, die Dinge hineinsäen, die wir auch wirklich ernten wollen. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.
[34:12] Nächste Woche sehen wir uns wieder, dann werden wir in dem Seminar der Ersehnte über die Taufe von Jesus sprechen. Ihr habt als Hausaufgabe, könnt ihr schon mal vorlesen, in welchen Evangelien wird von der Taufe Jesu berichtet und was steht dort, wenn wir das gemeinsam studieren. Und im Offenbarungsseminar werden wir dann weitermachen mit Offenbarung 14 Vers 17. Könnt ihr auch schon mal vorstudieren, wenn ihr das möchtet. Bis dann, ich wünsche euch Gottes Segen und der Vielfreude im Studium seines Wortes. Amen.
Lizenz
Copyright ©2016 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.