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Manuskript zur Sendung >>> CSH_Manuskript_2016 1st Nr 5

 

Diese Predigt beleuchtet den fortwährenden großen Kampf zwischen Gut und Böse anhand biblischer Geschichten. Christopher Kramp analysiert die Ereignisse um König David, Elia und Hiskia, um zu zeigen, wie Gott auch in scheinbar aussichtslosen Situationen für sein Volk kämpft. Die Botschaft betont die Bedeutung des Vertrauens auf Gottes Kraft statt auf menschliche Anstrengungen und ermutigt die Zuhörer, sich auf Gottes Seite zu stellen.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2016 Q1: Auflehnung und Erlösung

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries.

[0:31] Zur fünften Folge unserer Serie über Auflehnung und Erlösung. Eine Serie, die quasi aus der Vogelperspektive einzelne Geschichten der Bibel untersucht, um das große Thema vom Kampf, von der Rebellion und von der Erlösung, das große Thema vom großen Kampf zu betrachten. Heute, in dieser fünften Folge, wollen wir einige Geschichten des Alten Testamentes aus der Zeit der Könige und der Propheten und auch der Zeit nach dem Babylonischen Exil betrachten. Die Überschrift ist: Der Kampf geht weiter und soll also verdeutlichen, wie in all diesen verschiedenen Zeitaltern und den verschiedenen Generationen dieser große Kampf entdeckt werden kann. Wir wollen uns mit diesem Thema vorbereiten auf das Bibelgespräch am 30. Januar 2016. Und um uns wirklich gut vorbereiten zu können, brauchen wir die Führung des Heiligen Geistes. Und deswegen möchten wir ein Anfangsgebet sprechen.

[1:28] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir dein Wort haben, dass wir darin lesen dürfen und dass wir dieses Wort wirklich verstehen können durch deinen Geist. Um den bitten wir jetzt, dass wir wirklich befähigt werden, die Lektion aus deinem Wort herauszuziehen, die wir brauchen für uns persönlich. Bitte gib, dass diese Worte uns treffen, dass sie uns verändern und uns näher zu dir ziehen. All das beten wir im kostbaren und teuren Namen Jesu. Amen.

[1:56] Die erste Geschichte, mit der wir uns heute beschäftigen wollen, ist die Geschichte von König David. Jedes Kind, das ein bisschen mal in der Kirche aufgewachsen ist, kennt die Geschichte von David und Goliath. Und in der ersten Samuel 17, da sehen wir den Kontext dieser Geschichte. Da heißt es ab Vers 1. Und dann haben wir die andere Seite, die Israeliten. Auch Saul und die Männer von Israel sammelten sich und schlugen ihr Lager im Therabindental auf und sie rüsteten sich zum Kampf gegen die Philister. Die Geschichte von David und Goliath beginnt mit einem Kampf. Israel gegen die Philister, das Volk Gottes gegen die Heiden. Die Nachfolger des Sohnes Gottes gegen die Nachfolger des Rebellen. Doch dieser Kampf findet zunächst einmal gar nicht richtig statt. Denn das Volk Israel ist entsetzt und hat Angst. In Vers 11 heißt es: „Als Saul und ganz Israel diese Worte des Philisters hörten, entsetzten sie sich und fürchteten sich sehr.“ Das Volk Gottes hat Angst vor dem Volk des Feindes, wegen diesem Riesen. Goliath genannt. In Vers 4 lesen wir von ihm: „Da tritt aus dem Lager der Philister ein Vorkämpfer hervor mit Namen Goliath aus Gath. Er war sechs Ellen und eine Spanne groß.“ Über drei Meter war dieser Gigant und seine Waffen und seine Bewaffnung, seine Panzerung wird beschrieben. Israel ist in einem Kampf mit einem schier scheinbar unüberwindlichen Feind. Niemand traut sich zu kämpfen und der Goliath flucht Tag ein und Tag aus und lästert Gott und verhöhnt die Armeen Israels.

[3:49] In diesem Zeitpunkt wird unser Augenmerk gerichtet auf einen jungen Mann namens David. In Vers 12 heißt es: „David aber war der Sohn jenes Ephratiters aus Bethlehem, Juda, der Isa hieß und acht Söhne hatte. Dieser Mann war zu Sauls Zeiten schon alt und betagt unter den Männern. Drei seiner ältesten Brüder waren mit Saul da in den Krieg gezogen.“ David war zu diesem Zeitpunkt bereits gesalbt worden von Samuel, schon in 1. Samuel 16. Vers 13 heißt es: „Da nahm Samuel das Ölhorn und salbte ihn inmitten unter seinen Brüdern und der Geist des Herrn kam über David von diesem Tag an und weiterhin.“ David war schon der Gesalbte, der Messias, aber war immer noch Hirte. Hier haben wir einen Gesalbten, der immer noch Hirte war und erst später König werden sollte. Sein Name übrigens bedeutet Liebe. Was für eine interessante Parallele zu dem wahren Messias, dem Sohn Davids, Jesus Christus, der auch gesalbt wurde, um dann erstmal weiter als guter Hirte zu fungieren und erst viel später als König gekrönt zu werden.

[5:00] Dieser David wird als Proviantjunge gesandt, dann die Freunde, um ein bisschen Käse und andere Dinge dort hinzubringen. Aber in Vers 22 wird uns deutlich, dass der David nicht nur Interesse daran hatte, seinen Job jetzt gut zu tun, sondern er hatte Interesse an diesem Kampf. Vers 22 heißt es: „Da ließ David die Sachen, die er trug, unter der Hand des Gepäckhüters und lief zur Schlachtreihe und er ging hinein und fragte seine Brüder nach ihrem Wohlergehen.“ David wollte nicht einfach nur eine Aufgabe tun, er hatte ein lebhaftes Interesse an diesem großen Kampf. Er hatte auch ein Interesse an seinen Brüdern und er wollte, dass seine Brüder ihm gut geht und dass sie Sieger sind.

[5:43] Trotzdem wird David von Freund und Feind verachtet. Lesen wir mal einige Verse, zunächst mal in Vers 28. Motivation wird missverstanden. Ähnlich sehen wir auch in Vers 33, den König Saul, wie er mit David redet. Saul aber sprach zu David: „Du kannst nicht hingehen, um gegen diesen Philister zu kämpfen, denn du bist noch ein Knabe. Dieser aber ist ein Kriegsmann von Jugend auf.“ Der Eliab sagt: „Du kannst nicht kämpfen.“ Der Saul sagt: „Du kannst nicht kämpfen.“ Und als der David dann später dem Goliath gegenüber steht, da sagt der in Vers 42: „Als nun der Philister den David sah und anschaute, da verachtet er ihn, denn er war ein Knabe, rötlich und von schöner Gestalt.“ David hat ein Interesse am Kampf und er interessiert sich für diese Auseinandersetzung, aber allesamt, Freund und Feind, die ihm nahestehen und die etwas ferner stehen, allesamt glauben nicht, dass er irgendetwas zum Sieg beitragen könnte, irgendeinen Einfluss ausüben könnte. Sie alle halten ihn für unfähig, auch nur das Geringste in diesem Kampf zu bewirken.

[7:30] David selbst sah das anders, nicht weil er so besonders stolz auf sich selbst war. Lesen wir seine Worte in Vers 26. Da redete David zu den Männern, die bei ihm standen und sprach: „Was wird dem Mann zuteil werden, der diesen Philister schlägt und die Schande von Israel abwendet? Denn wer ist dieser Philister, dieser Unbeschnittene, dass er die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhöhnt?“ David hatte etwas im Blick, was die meisten Israeliten aus dem Blick verloren hatten, nämlich, dass der lebendige Gott mitten unter ihnen war. Dass Israel nicht nur eine andere Armee war unter vielen anderen im Nahen Osten, sondern dass sie die Armee des lebendigen Gottes war. Auf ihrer Seite war der Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat, auf der Seite der Philister stand nur ein Goliath von drei Meter Größe. Die Israeliten hatten zu lange auf den schier unüberwindlichen Goliath geschaut und haben vergessen, dass einer, der viel größer und stärker und zudem noch weitaus intelligenter als Goliath hinter ihnen stand, der lebendige Gott. Und David, obwohl er selbst viel kleiner, schwächer und weniger erfahren ist als Goliath, weiß: Mit Gott dürfte es kein Problem sein, den Goliath zu besiegen. Wir hören so ein bisschen das Echo der Worte von Paulus: „Alles vermag ich durch den, der mich stark macht.“ So oft sitzen wir in dem großen Kampf und sehen unseren Feind. Wir sehen das sündhafte Ich. Wir sehen den Satan. Wir sehen die Versuchung. Wir sehen all das auf uns zu rollen und wir sehen all das uns verhöhnen. Wir wollen kämpfen, aber wir trauen uns nicht, weil wir den Feind für unüberwindlich halten. Und ja, in eigener Kraft haben wir keine Chance. Aber bei der ständigen Betrachtung des Feindes kann es passieren, dass wir vergessen, dass es einen gibt, der weitaus größer ist als der schier unüberwindliche Feind. Mit Gottes Hilfe, mit dem lebendigen Gott an unserer Seite können wir den Feind besiegen.

[9:37] Interessant ist, als der Kampf dann beginnt, dann soll der David zunächst einmal ausgerüstet werden. Das heißt hier in Vers 38: „Und Saul legte David seine Rüstung an und setzte seinen Ehrenhelm auf seinen Kopf und legte ihm einen Schuppenpanzer um. Danach gürtelte David sein Schwert über seine Kleider und bemühte sich zu gehen, denn er hatte es noch nicht versucht.“ Da sprach David zu Saul: „Ich kann daran nicht gehen, denn ich bin es nicht gewohnt.“ Und David legte es von sich ab. Ein Mechanismus, der so oft in unserem Herzen aufkommt, ist, wenn wir uns dann schon entschieden haben zu kämpfen, glauben wir so oft, dass wir menschliche Rüstung brauchen, menschliche Methoden und menschliche Techniken, um diesen Kampf gewinnen zu können. Und wir untersuchen dann alle möglichen Dinge, um irgendwelche Hilfsmittel an die Hand zu bekommen. Aber David wusste, menschliche Kraft ist nicht nur wahrscheinlich unnütz, sondern wird mich sogar hindern. Stattdessen vertraute er ganz auf Gott, denn David war es gewohnt, zu gewinnen in den vergleichsweise kleinen Dingen. Einen Löwen und einen Bären zu schlagen, ist vielleicht für uns gewohnt. Aber verglichen mit der Entscheidungsschlacht der Nation Israel gegen die Philister, ist so ein Löwe und ein Bär vielleicht sogar noch die kleinere Sache. Aber weil er es gewohnt war, in seinem natürlichen Umfeld Sieger zu sein, mit Gottes Hilfe, wusste er, dass er auch Sieger sein kann auf nationaler Ebene, für das gesamte Volk.

[11:08] Der Kampf begann und wir sehen ab Vers 43, wie der Philister den David versucht einzuschüchtern. Es sagt in Vers 43: „Bin ich denn ein Hund, dass du mit Stöcken zu mir kommst?“ Und der Philister fluchte David bei seinen Göttern. Dieser Kampf zwischen David und Goliath ist nicht nur ein Kampf gegen die Philister, sondern auch ein Kampf gegen die Götter. Und wie so oft, schien es mit menschlichen Augen, dass der Satan numerisch oder quantitativ die Überhand hat. Nicht nur war der Philister weitaus größer und erfahrener, er hatte sogar noch eine zweite Person bei sich. In Vers 41 heißt es: „Der Philister kam auch daher und näherte sich David und sein Schildträger ging vor ihm her.“ Es war zwei gegen eins. Schon eins gegen eins wäre es ungerecht gewesen, menschlich gesprochen. Aber der David war tatsächlich in Unterzahl. Aber David hat das alles gar nicht gestört.

[12:20] David aber sprach zu dem Philister: „Du kommst zu mir mit Schwert und Speer und mit Wurfspieß. Ich aber komme zu dir im Namen des Herrn, der Herrscharen, des Gottes, der Schlachtreihen Israels, die du verhöhnt hast.“ David sagt mit anderen Worten: „Meine Kraft ist nicht irgendein Schwert, irgendeine Methode, irgendeine Waffe. Meine Kraft ist in Gott und diese Kraft wird mir den Sieg geben.“ „An diesem heutigen Tag wird dich der Herr in meiner Hand ausliefern und ich werde dich erschlagen und deinen Kopf von dir nehmen. Und ich werde die Leichname des Heeres der Philister an diesem Tag den Vögeln unter dem Himmel und den wilden Tieren der Erde geben, damit die ganze Erde erkenne, dass Israel einen Gott hat.“ Dieser Kampf sollte globale Wirkung zeigen. Diese Auseinandersetzung war nicht einfach nur die Entscheidungsschlacht in einem regionalen militärischen Konflikt. Diese Schlacht sollte etwas der ganzen Erde, allen Zeitaltern illustrieren, über die Art und Weise, wie Gott seinen Feind, den Satan, besiegt. Scheinbar in Unterzahl, scheinbar mit dem Nachteil, so wie Jesus, der als einfacher Mensch kam und scheinbar den Mächten der Finsternis menschlich gesprochen unterlegen war und sie doch grandios besiegte. So wie David jetzt in dieser Geschichte.

[13:39] In Vers 47 heißt es sehr deutlich: „Und diese ganze Gemeinde soll erkennen, dass der Herr nicht durch Schwert oder Spießer rettet, denn der Kampf ist die Sache des Herrn und er wird euch in unsere Hand geben.“ Der Kampf Davids sollte eine Lektion sein für den Sieg der Gemeinde. Wenn wir uns wünschen, dass wir in unserem Leben Sieg erleben. Wenn wir uns wünschen, dass die Gemeinde siegreich vorangeht, dann müssen wir die Lektion lernen, die hier in Erste Samuel steht. Die Lektion, die hier in Erste Samuel 17 beschrieben ist: Nicht durch Heer und nicht durch Macht, sondern durch seinen Geist, so wie es in Sacharja Kapitel 4 deutlich beschrieben ist.

[14:19] Und dann ist es interessant, dass der David in seinem Schleudern offensichtlich auf die Stirn des Gottesdienstes, also der Schleuder des Gesundheitsgeschäfts, auf die Stirn des Goliaths gezielt hat. Wir kennen die Geschichte von Vers 48 und es geschah, als sich der Flüster aufmachte und daher kam. So ähnlich wie auch in der Geschichte von Og von Baschan, wo in 5. Mose 3 uns berichtet wird, dass die Israeliten gegen diese Riesen kämpften und Ellen Weyden sogar sagt, dass die Riesen den Berg hinab gelaufen kamen. So läuft dieser Flüster auf David zu, aber David bleibt nicht nur einfach stehen, das wäre ja schon mutig genug. Es heißt: „Da eilte David und lief der Schlachtreihe entgegen auf den Flüster zu.“ Als die Probleme ihn zu überrollen schienen, lief er geradezu auf das Problem zu, im Vertrauen, dass Gott allein ihm den Sieg geben würde. Er wich nicht aus, er blieb nicht in der Defensive, er ging das Problem offensiv im Vertrauen auf Gott an. Und David streckte seine Hand in die Tasche und nahm einen Stein heraus und er schleuderte und traf den Flüster an seine Stirn, sodass der Stein in seine Stirn drang und er auf sein Angesicht zur Erde fiel. David zielt auf die Stirn des Gegners und besiegt damit den Feind. Und dieser Sieg initiiert dann einen Sieg für die ganze Gemeinde.

[16:02] Und die Männer von Israel und Juda machten sich auf und erhoben ein Kriegsgeschrei und jagten den Flüster nach, bis man in die Ebene kommt und bis zu den Toren Ekron. Und die erschlagenen Flüster lagen auf dem Weg von Scharaim bis nach Gat und bis nach Ekron. Mit anderen Worten, der Sieg eines Einzelnen war Motivation für viele andere auch Sieger zu sein. Manchmal fragen wir uns, was wir die Gemeinde erwecken. Und wir hoffen, dass vielleicht die ganze Gemeinde auf einmal irgendwie erweckt wird. Aber vielleicht fängt es mit einem Einzelnen an, der in seinem Leben durch die Kraft Gottes, durch das Vertrauen, den Glauben auf das, was Gott tun kann, Sieger ist. Den Satan bezwingt, den Satan überwindet durch das Blut des Lammes und das Wort seines Zeugnisses. Und das erweckt die Gemeinde und viele andere fangen jetzt an mitzukämpfen und an den Sieg zu glauben und den Sieg zu erleben.

[17:03] Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du Sieger bist, im Vertrauen auf Gott, nicht durch menschliche Kraft, menschliche Anstrengungen, sondern im Vertrauen auf das, was Gott tun kann, wenn du Sieger bist, dann wirst du andere ermutigen, auch Sieger zu sein. Ein Sieger macht viele Sieger. Wer überwindet, wird anderen helfen können auch zu überwinden und umgekehrt natürlich.

[17:30] Die Bibel erzählt eine andere Geschichte von David. 1. Samuel 17 ist die Geschichte des vielleicht grandiosesten Sieges, den er je erlebt hat. In 2. Samuel Kapitel 11 finden wir eine ganz andere Geschichte, die vielleicht katastrophalste Niederlage seines Lebens. In 2. Samuel 11 Vers 1 lesen wir: „Und es geschah im folgenden Jahr zu der Zeit, da die Könige zum Kampf ausziehen.“ Es war wieder Kriegszeit. Damals in 1. Samuel 17, da konnte der David es kaum abwarten, am Krieg darin teilzunehmen. Obwohl er gar nicht musste als Hirtenjunge und als Proviantjunge, hat er keine Chance. Aber er wollte unbedingt. Jetzt ist er König in 2. Samuel 11 und jetzt möchte er nicht unbedingt. Es heißt hier: „Er sandte David, Joab und seine Knechte mit ihm und ganz Israel. Und sie schlugen die Ammoniter nieder und belagerten Raba. David aber blieb in Jerusalem.“ Als er nicht musste und freiwillig kämpfte, gab es einen großen Sieg. Als er in dem Kampf hätte sein sollen, aber er sich zurückzog, auf die faule Haut legte, dem Müßiggang sich hingab, folgte seine größte Niederlage.

[18:57] Er wird wieder angegriffen. Diesmal nicht von einem Riesen, sondern von einer schönen Frau. Wobei die Frau eigentlich ihn nicht mal angriff, sondern es war der Satan, der die Frau benutzt hat, um genau zu sein. Und es geschah, als David zur Abendzeit von seinem Lager aufstand und auf dem Dach des königlichen Hauses umher wandelte, da sah er vom Dach aus eine Frau sich baden und die Frau war von sehr schönem Aussehen. Und David sandte hin und erkundigte sich nach der Frau. Und man sprach: „Ist das nicht Bathseba, die Tochter Eliams, die Frau Urias des Hethiters?“ Jesus sagt uns in Matthäus Kapitel 5 und dort Vers 28: „Ich aber sage euch, wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.“ Nun, das Wort Herz in der Bibel meint letztendlich in aller Regel das Denken, die Gedanken und Gesinnungen des Herzens und diesen Wurm, der Stirn. So wie David mit seiner Schleuder den Goliath an der Stirn traf, holt Satan an dieser Stelle zum Gegenschlag aus und sagt: „Okay, du hast meinen Riesen an der Stirn getroffen, jetzt werde ich dich an der Stirn treffen.“ Und er greift den David an, an der Stirn. Und so wie Goliath fiel, weil an der Stirn getroffen wurde, so fiel David, weil er es zuließ, dass die Steine des Feindes in seine Stirn eindrangen. Er erlaubte es der Versuchung, in seinem Herzen gehegt und gepflegt zu werden. Er ließ die Steine der Versuchung in seine Stirn hinein und das brachte ihn buchstäblich zu Fall. So wie den Goliath.

[21:04] Interessanterweise sagt uns die Bibel, dass als Goliath fiel und tot war, dass David hinrannte und mit seinem Schwert den Kopf des Goliaths abtrennte, dort wo das Herz ist. Die Bibel sagt uns in Sprüche, Kapitel 6, Vers 32, in Sprüche, Kapitel 6 und dort Vers 32: „Wer aber mit einer Frau Ehebruch begeht, ist ein herzloser Mensch. Er richtet seine eigene Seele zugrunde, wenn er so etwas tut.“ Als David sündigt, da wird ihm symbolisch auch der Kopf abgeschlagen. Er ist jetzt herzlos, dort wo das Herz ist, der Kopf. Der Mann, der einmal als der Mann nach dem Herzen Gottes genannt worden ist, handelt jetzt herzlos. Und er hatte gehofft, dass es bei dieser einen Angelegenheit bleibt und dass es nicht aufgedeckt wird. Vers 5 sagt uns in 2. Samuel 11, Vers 5: „Die Frau wurde schwanger und sandte hin und ließ es David ausrichten und sagen: ‚Ich bin schwanger geworden.‘“ Sünde kostet immer mehr, als man gedacht hat und dauert immer länger und hat immer schlimmere Konsequenzen, als man vorher sich das überschlagen hat. Adam und Eva haben diese Erfahrung machen müssen und jeder Sünder seitdem. Sünde ist immer kostspieliger, als sie aussieht. Und interessanterweise ist David gezwungen, jetzt eine Sünde nach der anderen zu gehen, um diese erste Sünde irgendwie zu vertuschen. Soweit, dass er sogar arrangiert, dass seine eigene Armee eine Niederlage erleidet. Sein Sieg gegen Goliath hatte dazu geführt, dass freiwilligerweise die anderen Israeliten als ganze Armee einen Sieg erlebten. Seine Niederlage, seine eigene Niederlage führt dazu, dass jetzt das ganze Volk eine Niederlage erleidet, weil er es sogar so arrangiert.

[23:24] Schauen wir in Vers 23. Und der Bote sprach zu David: „Die Leute waren stärker als wir und machten einen Ausfall gegen uns auf das Feld. Wir überdrängten sie zurück bis vor das Tor und die Schützen schossen von der Mauer auf deine Knechte, sodass etliche von deinen Knechten des Königs umkamen. Und auch dein Knecht Uriah der Hittiter ist tot.“ Was wir heute lernen können, liebe Freunde, ist: Mein persönlicher Sieg oder meine persönliche Niederlage wird immer Auswirkungen haben auf die Gemeinde. Sieg und Niederlage im einzelnen Leben haben immer eine Auswirkung auf Gottes Volk, denn Gottes Volk besteht aus Einzelpersonen, die Sieg oder Niederlage erleben. Jeder von uns ist wichtig und wenn wir auf Gottes Kraft vertrauen, können wir einen Beitrag leisten für das ganze Volk.

[24:21] David hat seine Sünde bereut. Nathan kommt zu ihm, wir kennen die Geschichte und er wird mit seiner Sünde konfrontiert und die wunderbare Geschichte der Bibel sagt uns, dass trotz aller Schmerzen und allen Konsequenzen, die das hatte, er doch wieder hergestellt wurde. Psalm 51 berichtet uns dieses herzerreißende Gebet. Vers 12: „Erschaffe mir, oh Gott, ein reines Herz. Gib mir ein neues Herz. Ich hatte ein Herz, in dem du wohntest, aber durch meine Sünde bin ich herzlos geworden. Ich brauche ein neues, ein reines Herz. Gib mir von neuem einen festen Geist in meinem Innern. Verwirrst mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir.“ Die gute Nachricht der Bibel ist: Wenn wir Gott vertrauen, dann kann er uns den Sieg schenken und selbst wenn wir Niederlage erlebt haben, können wir durch das Vertrauen in Gott doch noch Sieger sein. Gott kann, wenn wir ihm glauben, durch seine Kraft und durch seine Macht und durch seine Stärke unsere Niederlage wieder in einen Sieg verwandeln.

[25:28] Die Bibel ist voll von Geschichten, wo der große Kampf zum Ausdruck kommt. Nicht nur die Geschichte von David, auch die Geschichte von Elia zum Beispiel illustriert das, um dort ein bisschen hineinzublicken. In 1. Könige 18 wird uns diese berühmte Geschichte berichtet von dem Kampf der Götter sozusagen. In 1. Könige 18, als Elia das gesamte Volk an den Berg Karmel ruft, samt König und der Baalspriester. Es heißt hier in 1. Könige 18, Vers 21: „Da trat Elia vor das ganze Volk und sprach: ‚Wie lange wollt ihr auf beiden Seiten hinken? Ist er Herrgott, so folgt ihm nach, ist es aber Baal, so folgt ihm.‘ Und das Volk erwiderte ihm kein Wort.“ Es gibt Zeiten, da muss deutlich gesagt werden: Man kann nur auf einer Seite stehen. In diesem großen Kampf zwischen Christus und Satan kann man nicht auf beiden Seiten mitlaufen. Und so oft versucht das Volk Gottes, mit einem Bein auf der Seite Gottes zu stehen und mit dem anderen Bein doch irgendwie etwas von dem Vergnügen der Seite Satans mit abzubekommen. Es gab ja einen Grund, warum der Baal-Dienst so populär war. Nicht daran, weil Baal so viele große Wunder getan hatte, sondern weil er so sinnlich war und das fleischliche Herz so ansprach. Und so ist die Elia-Botschaft eine Botschaft, die deutlich macht: Seid euch bewusst, es gibt einen großen Kampf und diese beiden Seiten sind nicht miteinander zu verbinden, auch nicht in eurem Leben.

[26:58] Der große Kampf hier sollte entfalten, wer der wahre Gott ist. Und so entfaltet auch der große Kampf, der im Himmel begann, in Offenbarung 12, Vers 7, wo es heißt: „Dass ein Kampf entstand im Himmel zwischen Michael und seinen Engeln und dem Drachen und seinen Engeln.“ Auch dieser große Kampf entfaltet unmittelbar die Frage: Wer ist der wahre Gott und wer ist nur ein Aufschneider, wer ist nur ein Rebell, ein Verführer. Und so wird diese Frage hier in 1. Könige 18 symbolisch auch ausgetragen.

[27:39] Interessant ist es wiederum, dass die Seite Satans auf den ersten Blick hier numerisch weit überlegen ist. Vers 22: „Da sprach Elia zum Volk: ‚Ich bin allein übrig geblieben als Prophet des Herrn, die Propheten Baals aber sind 450 Mann.‘“ Es gibt ein Zeichen, das vereinbart wird, Vers 24: „Dann sollt ihr den Namen eures Gottes anrufen und ich will den Namen des Herrn anrufen und der Gott, der mit Feuer antworten wird, der sei der wahre Gott.“ Da antwortete das ganze Volk und sprach: „Das Wort ist gut.“ Interessanterweise war das das Erkennungsmerkmal in der Geschichte von Abel und Kain. Das heißt, in anderen Worten: Elia weist zurück auf diese alte Geschichte und sagt, was wir jetzt erleben, ist eine Wiederholung der Geschichte von Abel und Kain, wo wahre Religion, die wirklich christozentrisch ist und deswegen bis in das Detail Gott treu ist, gegenüber so einer selbstgemachten Religion steht, wo man schon einiges der Wahrheit mitnimmt, aber mit so viel Irrtum und selbstgemachtem Egoismus und Sünde vermischt, dass Gott das nicht gutheißen kann.

[28:56] Interessanterweise erhalten diesem Kampf beide Seiten ihre faire Chance. Elia sagt nicht: „Ich weiß, ich habe die Wahrheit und ihr werdet jetzt gleich umgebracht.“ Nein, Elia lässt den Baalspriestern ausreichend Zeit, alles zu zeigen, was sie können. Und das illustriert auch, wie Gott im großen Kampf dem Satan und seinen Engeln Zeit gibt, ihre Lehre und ihren Charakter vollkommen zu offenbaren und zu entfalten. Interessant, dass die Baalspriester einen ganzen Tag lang Zeit hatten für ihre Anbetung und Elia, wenn man sich das anschaut, nur einen kurzen Zeitpunkt gebraucht hat für die Entscheidung. So wie der Satan ja tausende Zeit bekommen hat, seinem Wesen zu zeigen und Gott durch Jesus Christus in dreieinhalb Jahren die Prinzipien des Reiches Gottes ein vor allem mal festgelegt hat und bestätigt hat.

[29:59] Interessant, wie Elia an dieser Stelle nicht einfach nur den großen Kampf illustrieren wollte, sondern wie er für sein Volk agierte. Schaut mal in Vers 31: „Und Elia nahm zwölf Steine nach der Zahl der Stämme der Söhne Jakobs, an denen das Wort des Herrn ergangen war: ‚Du sollst Israel heißen.‘“ Das steht nicht umsonst hier, denn Israel ist der Gotteskämpfer. Du sollst auf der Seite Gottes stehen in diesem großen Kampf. Und wie kam Jakob zu diesem Namen, als er endlich eingesehen hat: Ich kann nicht auf beiden Seiten hinken. Ich kann nicht den Segen Gottes haben wollen, aber die Methoden Satans anwenden, Lug und Trug und Täuschung. Ich kann nicht beides gleichzeitig haben. Ich muss mich entscheiden. Und er hat mit einer Verzweiflung seiner Seele sich an die Arme Jesu geworfen und ihm festgehalten und gesagt: „Ich lasse dich nicht, es sei denn, du segnest mich.“ Und er wurde zum Sieger, er wurde zum Kämpfer Gottes. Er stand jetzt auf der Seite Gottes im großen Kampf. Elia stellt dieselbe Frage und sagt: „Wie lange hinkt ihr auf beiden Seiten? Ihr seid doch diejenigen, die nachkommen, jenes Jakob sind, der Israel wurde, der auf der Seite Gottes kämpft.“

[31:21] Vers 32: „Und er baute aus den Steinen einen Altar im Namen des Herrn und machte um den Altar einen Graben so breit, wie für zwei Kornmaß aussah.“ Er stellt die wahre Anbetung wieder her. Er stellt damit auch symbolisch das Volk Gottes wieder her. Die wahre Elia-Botschaft wird niemals einreißen, sondern aufbauen. Die wahre Elia-Botschaft, so schneidend sie auch ist, ist niemals darauf gerichtet, das Volk Gottes in Stücke zu reißen, sondern das Volk Gottes wieder aufzubauen und zu stärken. Manch einer beruft sich heute auf die Elia-Botschaft, um einfach nur kritiklos zu werden. Aber die wahre Elia-Botschaft ist klar, deutlich, kraftvoll, aber immer aufbauend.

[32:12] Interessanterweise machte Elia es besonders schwer, dass das Feuer überhaupt das Opfer verzehren kann. Schauen wir uns Vers 34: „Und er sprach: ‚Füllt vier Krüge mit Wasser und gießt es auf das Brandopfer und auf das Holz.‘ Und er sprach: ‚Tut es noch einmal‘, und sie taten es noch einmal. Und er sprach: ‚Tut es zum dritten Mal‘, und sie taten es zum dritten Mal. Und das Wasser lief rings um den Altar, und auf den Graben füllte er mit Wasser.“ Es ist ja eine Sache, zu beten, dass Feuer vom Himmel kommt. Aber es ist eine andere Sache, zu beten, dass Feuer vom Himmel kommt und dann ein völlig durchtränktes, nasses, triefendes Stück Fleisch verzehrt. Wasser löscht doch das Feuer.

[32:59] Was Elia dem Volk hier deutlich machen will: Für Gott ist nichts zu schwer. Und dann in Vers 37, in diesem kurzen und intensiven Gebet, sehen wir, warum Elia das macht. Er sagt in Vers 37: „Er höre mich, oh Herr, er höre mich, damit dieses Volk, also die Gemeinde, erkennt, dass du Herr, der wahre Gott bist, und damit du ihr Herz zur Umkehr bringst.“ Die Erkenntnis Gottes im Alten Testament ist nicht nur eine intellektuelle Erkenntnis, dass Gott existiert, sondern eine Beziehung zu Gott. Er möchte, dass dieses Ereignis Herzensbekehrung erwirkt. Es ist ein kurzes Gebet, aber es bringt sofortige Antwort.

[33:39] In Vers 38: „Da fiel das Feuer des Herrn herab und verzehrte das Brandopfer und das Holz und die Steine und die Erde und es leckte das Wasser auf im Graben.“ Hier ist eine unglaublich schöne und tiefe Lektion. Das Feuer in der Bibel ist ein Symbol für die Liebe Gottes. Hohelied 8, Vers 6 sagt es sehr deutlich: Die Liebe Gottes wird als ein Feuer dargestellt. Die Bibel sagt in 1. Johannes 4, Vers 8 und Vers 16: Gott ist die Liebe. Hebräer 12, Vers 29 sagt: Gott ist ein verzehrendes Feuer. Er verzehrt die Sünde, denn Sünde, so sagt uns Jesaja 59, Vers 2, trennt von Gott und die Liebe will verbinden. Deswegen sind die Sünden auf das Opfertier gelegt worden, das dann verbrannt worden ist. Das Feuer der Liebe sollte die Sünde verzehren und das Sündopfer verzehren. Das Feuer verzehrt die Sünde.

[34:41] Aber was ist, wenn mein Opfer sogar tief nass getränkt ist? Wenn mein Leben so ist, dass man glauben kann, dass selbst die Liebe Gottes es nicht mehr verändern kann? Wenn man glaubt, dass selbst Feuer vom Himmel dieses nasse Opfer nicht mehr verzehren kann? Die Geschichte illustriert: Egal wie nass das Fleisch ist und wenn der ganze Altar von Wasser trieft, Gottes Feuer verzehrt nicht nur das Opfer, sondern sogar die Steine und die Erde und das Wasser selbst.

[35:26] Lieber Freund, liebe Freundin, egal wie triefend dein Leben ist von Sünde, egal wie oft das passiert ist, das heißt nicht, dass mehrmals das Wasser noch hinaufgeschüttet worden ist. Gottes Feuer kann in einem Augenblick die Sünde vergeben und heilen. So wie Daniel in einem kurzen Gebet an Daniel 9, noch bevor er das Armen erreicht hatte, die Antwort bekommt, wie Erlösung möglich ist. So sagt uns 1. Johannes 1, Vers 9: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“

[36:10] Die Lektion ist sehr deutlich. In der Religion Baals musste man irgendwas tun, man musste ein Erlebnis haben, man musste Gefühle haben, man musste tanzen, man musste singen, man musste Werke tun, um irgendwie Gott zu beeindrucken, dass er endlich vergibt, dass er endlich das Opfer annimmt. In der Religion der Bibel, in der Religion Elias, in der Religion, die Gott hier uns zeigt, kann ich kommen, selbst wenn mein Fall hoffnungslos ist, mich niederknien und sagen: „Herr, ich brauche dich, ich habe keine Kraft, du allein kannst mir helfen“ und Gott wird antworten. So wie er damals geantwortet hat.

[36:55] Eine weitere Geschichte, die wir nur ganz kurz streifen wollen, und die ebenfalls in diesem Zusammenhang sehr interessant ist, ist die Geschichte von Hiskia und Sanherib. Schauen wir gemeinsam in 2. Könige 19. 2. Könige 19 und dort ab Vers 8. Die Geschichte geht so, dass Sanherib, der assyrische Kommandant, der assyrische König, vielmehr, auch Juden bedroht, in einem großen Feldzug. Und er folgende Anklage und Aufforderung an Hiskia und das Volk Israel sendet.

[37:32] 2. Könige 19, Vers 8: „Und als der Rabschake zurückkehrte, fand er den König von Assyrien im Kampf gegen Libna, denn er hatte gehört, dass er von Lachisch abgezogen war.“ Und dann, Vers 9: „Dann hörte Sanherib von Tihaka, dem König von Kusch, sagen sie: ‚Er ist ausgezogen, um mit dir zu kämpfen.‘ Da sandte er nochmals Boten zu Hiskia und sprach: ‚So sollt ihr zu Hiskia, dem König von Juda, sprechen: Lass dich von deinem Gott, auf den du vertraust, nicht verführen, indem du sprichst: Jerusalem wird nicht in die Hand des Königs von Assyrien gegeben werden.‘“

[38:03] Das ist interessant. Sehen wir die Stimme der Schlange durch die Worte des assyrischen Königs. Sollte Gott wirklich gesagt haben: „Ihr werdet keineswegs des Todes sterben.“ Lass dich nicht verführen von Gottes Wort. Siehe, Vers 11: „Du hast gehört, was die Könige von Assyrien allen Ländern angetan haben, wie sie den Bann an ihnen vollstreckt haben. Und du solltest errettet werden.“ Schau mal, alle anderen haben sich auch mir unterworfen. Und du solltest als einziger Sieger sein.

[38:35] Was ist, wenn der Satan höhnt und spottet und sagt: „Schau mal, alle haben verloren bisher. Alle folgen mir. Und du glaubst, du kannst Sieger sein. Du glaubst, du kannst überwinden. Lass dich nicht verführen von Leuten, die sagen, lass dich nicht verführen von dem Wort Gottes, wo steht, dass du tadellos und unverklagbar und vollkommen sein kannst.“ Wenn uns jemand sagt, dass das Verführung ist, dass wir tadellos und unverklagbar und vollkommen vor Gott stehen können. Wenn das jemand als Verführung bezeichnet, dann spricht aus ihm die Stimme Assyriens, nicht die Stimme Israels. Und hinter Assyrien stand nicht der Gott Israels.

[39:20] Interessant ist, dass diese Situation deswegen eingetreten war, weil das Volk Israel tatsächlich in schwerer Sünde lebte. Jesaja, der Prophet zu jener Zeit, der sagt uns in Jesaja Kapitel 1. Und das ist sehr interessant, was er hier formuliert. In Jesaja 1 und dort ab Vers 21: „Wie ist die treue Stadt Jerusalem, die jetzt umzingelt gewesen ist von den Assyrern? Wie ist die treue Stadt zur Hure geworden? Sie war voll Recht. Gerechtigkeit wohnt in ihr. Nun aber Mörder.“ Es gibt einen Grund, warum Gott zugelassen hat, dass die Assyrer so nah an die Stadttore kamen, weil die Stadt selbst zu einer, symbolisch gesprochen, zu einer Hure geworden war. Sünde hatte überhand genommen.

[39:58] Aber jetzt in dieser äußersten Notsituation mit 185.000 assyrischen Soldaten, und die hatten die Reputation, die altertümlichen ISIS-Kämpfer zu sein. Die haben alles niedergemacht auf die grausamste Tortur, die man sich nur vorstellen kann. Diese äußerst Notsituation. Da wendet sich Jesaja und auf dessen Rat an Gott. Und wir lesen diese Worte in 2. Könige 19, ab Vers 15: „Und Hiskia betete vor dem Herrn und sprach: ‚O Herr, du Gott Israels, der du über den Cherubim thronst. Du allein bist Gott über alle Königreiche der Erde. Du hast den Himmel und die Erde gemacht. Du bist der einzig wahre Gott. Die Götter Assyriens können nicht retten. Die haben keine Chance.‘“ So wie damals der Goliath gespottet hat und gedacht hat, sein ständiges Siege sein Garantie, dass man jetzt auch die Israeliten besiegen kann. Und dann sagt Hiskia: „Wir spotten die Assyrer und wissen nicht, mit wem sie wirkliches aufnehmen. Nicht mit ein paar schwachen Menschen, die hinter Mauern in Jerusalem stehen, sondern mit dem lebendigen Gott, der Himmel und Erde gemacht hat. Der die Assyrer selbst am Leben erhält, während sie spotten.“ Und dann sagen sie in Vers 17: „Es war Herr, die Könige von Assyrien haben die Heidenvölker und ihre Länder verwüstet, sagt Hiskia. Vers 18, Vers 19: Nun aber Herr, unser Gott, errette uns doch aus seiner Hand. Er erkennt, dass du Herr, allein Gott bist.“

[41:24] Diese Kämpfe, dieser große Kampf hat immer, egal ob bei Goliath oder bei Elia oder jetzt hier bei Hiskia, immer den Schwerpunkt, dass durch den Sieg, den Gott wirkt, andere, andere Nationen, andere Völker, andere Generationen erkennen, dass Gott wirklich Gott ist. Der große Kampf offenbart Gottes Wesen. Der große Kampf offenbart, wie Gott ist. Und deswegen spricht die Bibel davon. Und deswegen sollten wir dieses Thema so gründlich studieren. Deswegen sollte das ein Schlüssel sein in die ganze Bibel. Denn überall von 1. Mose bis Offenbarung finden wir dieses Prinzip. Bei seinem roten Faden durch die Bibel. Das Prinzip des Kampfes zwischen Licht und Finsternis, Gerechtigkeit und Sünde, zwischen dem Gesetz und der Gesetzlosigkeit, zwischen Christus und Satan, der Liebe und dem Egoismus.

[42:14] Und dann ist interessant, als Hiskia wieder um dieses kurze und innige Gebet spricht, so wie wir es immer sehen, an allen Gelegenheiten, antwortet Gott auf eine erstaunliche Art und Weise. Vers 20: „Da sandte Jesaja, der Sohn des Amos, zu Hiskia und ließ ihm sagen: ‚So spricht der Herr, der Gott Israels: Was du wegen Sanherib, des Königs von Assyrien, zu mir gebetet hast, das habe ich gehört. Dies ist das Wort, das der Herr gegen ihn geredet hat: Es verachtet dich, es spottet über dich, die, jetzt Achtung, gut zu hören, die Jungfrau, die Tochter Zion, die Tochter Jerusalem, schüttelt das Haupt über dich. Wen hast du verhöhnt und gelästert? Und gegen wen hast du deine Stimme erhoben und deine Augen stolz emporgerichtet? Gegen den Heiligen Israels.‘“

[43:02] Hier haben wir das Volk Israels, es hat in Sünde gelebt. Als Volk dessen kommt der König von Assyrien. Gott, er muss sich etwas zurückziehen. Er muss erlauben, dass die Assyrer kommen. Aber als das Volk in der Notsituation sieht, die selbst, die zur geistlichen Hure geworden waren, als sie in ihrer Not zu Gott schreien und sie das Höhnen des Feindes vernehmen, der sagt: „Gott wird euch nicht helfen, Gott hat euch verlassen, ihr werdet mir gehorchen.“ Da antwortet Gott und sagt zum Feind: „Wen hast du verhöhnt? Hast du etwa gegen die Jungfrau Jerusalem gesprochen?“ Wenn Gott sich vor sein Volk schützend stellt, dann vergibt er auch die vergangenen Sünden. Er nannte sie Hure, aber jetzt, als er für sie kämpft, nennt er sie eine Jungfrau. Gott hat der Gemeinde Israel damals ihre geistliche Jungfräulichkeit wiedergegeben. Und das ist der Grund, warum in der Offenbarung berichtet werden kann, dass es dort Menschen gibt, die 144.000, die auch alle Sünder waren, die auch zerbrochen sind erst an dem Felsen Christus. Von ihnen heißt es in Offenbarung, Kapitel 14, Vers 4: „Diese sind es, die sich mit Frauen nicht befleckt haben, denn sie sind jungfräulich. Diese sind es, die dem Lamm nachfolgen, wohin es auch geht. Diese sind es, aus den Menschen erkauft worden, als Erstlinge für Gott und das Lamm.“

[44:43] Wenn wir Gott wirklich um Hilfe flehen in diesem Kampf und uns auf seine Seite stellen wollen, dann wird er es sich vor uns stellen. So wie er in der Geschichte von Bileam, den Bileam hat sagen lassen, dass man kein Unheil in Israel sieht. So wie er sich zwischen die Ägypter und die Israeliten am Roten Meer gestellt hat. So wie er hier einen Engel aussendet, der 185.000 Assyrer in einer Nacht schlägt. So wird Gott, wann immer wir zu ihm flehen, wann immer wir im Gebet die Kraft des Himmels in Anspruch nehmen, wird er sich zwischen uns und den Feind stellen. Und wenn der Feind noch so viel höhnt und uns verklagt, wird Gott sagen: „Wen hast du verhöhnt, wen hast du gelästert?“ Und er wird uns jungfräulich wieder machen. Was für eine großartige Hoffnung.

[45:38] Die Zeit reicht nicht aus, die restlichen Geschichten anzuschauen. Im Sendemanuskript, das wir unter dem Video haben, könnt ihr noch die Bibelverse lesen, dann zu den Geschichten bei Esther und Nehemia. Aber eins ist sehr wichtig, und damit wollen wir es schließen: In all diesen Geschichten sehen wir die Auswirkungen des großen Kampfes. Wir sehen die Seite Christi, wir sehen die Seite Satans. Und jeder von uns, Tag für Tag, trifft eine Entscheidung, auf welcher Seite er stehen möchte. Der Kampf geht immer weiter. Der Kampf war nicht nach einer Geschichte abgeschlossen. Generation für Generation kommen immer wieder dieselben Prinzipien, auch wenn die Umstände sich manchmal ändern, immer wieder zum Tage. Und auch wenn wir einmal Sieger gewesen sind, kommen Wochen, Tage, Monate, Jahre später wieder dieselben Konflikte auf uns zu. Der Kampf geht weiter.

[46:33] Worauf es ankommt, ist, dass wir Tag für Tag realisieren, dass es einen Kampf gibt. Realisieren, dass wir in unserer eigenen Kraft so hilflos sind, wie der David in eigener Kraft gegen Goliath. Und so hilflos wie die paar Israeliten in Jerusalem gegen die Armee der Assyrer. Aber dass wir dann realisieren, dass mit uns der lebendige Gott ist, der Himmel und Erde geschaffen hat, der uns am Leben erhält, der sogar den Feind am Leben erhält. Wie sollte der nicht Sieger sein können mit dem Feind? Wenn wir das verstehen, dann können wir uns in die Armee Christi werfen und uns auf seine Hilfe verlassen und mit ihm gemeinsam Sieger sein. Das ist dein Wunsch heute an diesem Tag. Gott segne dich in dieser Entscheidung.

[47:21] Nächste Woche wollen wir weiter studieren und dann in das Neue Testament gehen und schauen, wie Christus uns vorgelebt hat auf dieser Erde, Sieger zu sein in diesem großen Kampf. Gottes Segen für euch bis zum nächsten Mal und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.


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