In dieser Predigt über Offenbarung 15, Vers 7, beleuchtet Christopher Kramp die Bedeutung der goldenen Schalen, die den sieben Engeln von einem der vier lebendigen Wesen übergeben werden. Er erklärt die symbolische Verbindung zwischen diesen Schalen, den Gebeten der Heiligen und den bevorstehenden Plagen. Die Predigt betont, dass die Plagen letztlich eine Antwort auf die Gebete der Gläubigen sind und ein Zeichen der Errettung für Gottes Volk darstellen.
Offenbarung 15:7
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibel, Bibelstudium, ProphetieWeitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Heute mit dem vorletzten Vers aus Offenbarung 15. Das Kapitel ist kurz, wir sind schon fast wieder durch und nähern uns großen Schritten den sieben letzten Plagen, also zumindest in Offenbarung. Heute haben wir wieder einen Vers in Offenbarung 15, Vers 7. Aber bevor wir beginnen, möchten wir gemeinsam beten und da alle ein dazu niederzuknien, wo es möglich ist.
[0:25] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für all das Gute, was du tust. Danke für deine Güte und deine Gnade, deine Liebe und dass du wirklich so ein wunderbarer Gott bist, der uns täglich so reich beschenkt. Wir möchten dich jetzt bitten, dass in den Minuten, die wir haben, dieses Studium der Offenbarung uns wirklich segnet, dass wir wirklich etwas Neues erkennen oder Altes im neuen Licht sehen, dass wir gestärkt werden, dass es uns Freude macht und dass wir auch herausgefordert werden, noch näher dir zu folgen. So bitten wir dich, dass du jetzt zu uns sprichst, alle Störende fernhältst und dass dein Wort uns klar und deutlich vor Augen stehen wird. Im Namen Jesu, Amen.
[1:07] Offenbarung, Kapitel 15 und Vers 7. Offenbarung 15 und Vers 7. Wir sind ja in der Einleitungsszene zu den Plagen. Wir haben festgestellt, das geht mit Vers 1 los und in Vers 2, 3 und 4 sieht Johannes eine zukünftige Schau, wie alles ausgeht. Er wird ganz weit in die Zukunft transportiert und er sieht, wie alles endet, wie die Gläubigen am gläsernen Meer stehen und triumphieren und singen. Und dann ab Vers 5 springt es zurück zu dieser Einleitung zu den Plagen und wir haben gesehen, wie dort die Engel, wie das himmlische Heiligtum geöffnet wird. Wir haben letzte Woche gesehen, wie die sieben Engel hervorkommen, wie sie gekleidet sind mit der reinen und glänzenden Leinwand. Wir haben gesehen, dass diese Engel also in ihrer Darstellung Jesus reflektieren. Selbst Engel, die die Plagen ausgießen, widerspiegeln noch Jesus.
[2:15] Und jetzt lesen wir in Vers 7. Und eines der vier lebendigen Wesen gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen, voll von der Zornglut Gottes. Der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Also Vers 5, der Tempel öffnet sich. Vers 6, die Engel kommen heraus. Vers 7, sie erhalten jetzt die goldenen Schalen, sieben goldene Schalen. Und sie erhalten diese goldenen Schalen von wem? Indirekt, ja, aber direkt erhalten sie es von einem der vier lebendigen Wesen.
[3:06] Jetzt, woher kennen wir diese lebendigen Wesen? Wo haben wir die schon mal gesehen, gehört oder anderweitig erlebt? Genau, diese vier Wesen in Hesekiel Kapitel 1. Das war die Eröffnungsvision für Hesekiel. Da sehen wir den Thron Gottes mit einem Abbild der Herrlichkeit Gottes, wo eine symbolische Darstellung von Jesus auf dem Thron Gottes zu sehen ist. Und da sind auch vier lebendige Wesen. Also daher wissen wir, die haben zu tun mit dem Thron Gottes. Sie sind direkt verknüpft mit dem Thron Gottes. Okay, wo finden wir sie noch? In Offenbarung. Schauen wir mal in Offenbarung. Die kommen in der Offenbarung öfter vor. Schauen wir mal in Offenbarung 4 und dort Vers 6.
[3:54] Offenbarung 4, Vers 6. Und vor dem Thron war ein gläsernes Meer, gleich Kristall. Und in der Mitte des Thrones und rings um den Thron, das ist interessant, in der Mitte des Thrones und rings um den Thron waren vier lebendige Wesen voller Augen vorn und hinten. Das erste lebendige Wesen glich einem Löwen, das zweite lebendige Wesen glich einem jungen Stier, das dritte lebendige Wesen hatte ein Angesicht wie ein Mensch und das vierte lebendige Wesen glich einem fliegenden Adler. Und jedes einzelne von den vier lebendigen Wesen hatte sechs Flügel. Ringsherum und inwendig waren sie voller Augen und unaufhörlich rufen sie bei Tag und bei Nacht, heilig, heilig, heilig ist der Herr Gott der Allmächtige, der war und der ist und der kommt.
[4:51] Was sind das für Wesen? Nehmen wir von euch eine Idee? Also der Löwe, okay. Also Jesus wird auch der Löwe aus dem Stamm Judah genannt. Ja, der fünfte Mose auch, wo Jesus das Volk Israel wie ein Adler durch die Wüste führt, genau. Und Stier? Das nicht, aber Stier ist ein Opfer. Aber sind diese vier lebendigen Wesen jetzt Jesus? Sie rufen heilig, heilig, heilig, sie beten an. Es gehört zum näheren Thron Gottes, aber Jesus ist es nicht. Warum? Wo wissen wir, dass es nicht Jesus ist? Weil im nächsten Kapitel tritt wer auf? Ja, Jesus genau und zwar in welcher Form? Also wie wird er dargestellt? Genau, schaut mal in Vers 6 und ich sehe und siehe in der Mitte des Thrones und der vier lebendigen Wesen und inmitten der Ältesten stand ein Lamm. Also das Lamm ist zu unterscheiden von den vier lebendigen Wesen. Könnt ihr das sehen? Also die vier lebendigen Wesen sind nicht Jesus, aber sie rufen heilig, heilig, heilig.
[6:20] Wer ruft denn noch heilig, heilig, heilig? Engel und zwar welche Engel? Ja, da rufen sie auch was, ja genau, aber es gibt nur eine andere Stelle, wo noch in der Bibel gerufen wird heilig, heilig, heilig. Heilig, heilig, heilig. Hier und in einem berühmten Kapitel in dem Alten Testament, wo ein Prophet in das Allerheiligste blicken darf und er den Herrn sieht, wie er auf dem Thron sitzt, hoch erhaben, seine Säume erfüllen den Tempel. Jesaja, Jesaja Kapitel 6, ja und wo dann die Seraphim um den Thron herum sind und sie bedecken ihre Augen, ihr Angesicht und rufen heilig, heilig, heilig. Die haben übrigens sechs Flügel, die Seraphim. Genau, die hatten heilig dem Herrn auf der Stirn, genau. Also es ist durchaus vorstellbar, dass diese vier lebendigen Wesen hier, diese vier Seraphim sind, die direkt um den Thron sind. Die rufen heilig, weil ihr wisst vielleicht den Unterschied, Cherubim haben vier Flügel, Seraphim haben sechs Flügel und die haben hier sechs Flügel.
[7:41] Aber wie dem auch genau sei, interessanterweise haben sie Eigenschaften von Jesus. Einer sieht aus wie ein Löwe und wir haben hier Löwe und Stier und Mensch und Adler und wir haben festgestellt, Löwe, Jesus ist der König, der Löwe ist ein Symbol für das König der Tiere, der Löwe aus dem Stamm Judah. Jesus ist aber auch das Opfer, der Stier. Er ist Menschensohn und gleichzeitig derjenige, der sein Volk führt. Jetzt warum sehen die so aus, wenn sie nicht Jesus sind? Warum ähneln sie ihm? Weil sie auf ihn schauen, denn durch anschauen werden nicht nur wir, sondern sogar die Engel verwandt. Die Idee ist, wenn was ich anschaue, das werde ich immer mehr reflektieren. Hier sehen wir also diese vier lebendigen Wesen, die Jesus reflektieren und sicherlich nicht nur äußerlich, das ist ja sowieso eine symbolische Darstellung, sondern innerlich charakterlich. Also diese sieben Engel, die Jesus reflektieren, erhalten von einem der lebendigen Wesen, von einem der Seraphim, die ebenfalls Jesus reflektieren, die sieben Zorneschalen.
[9:01] Übrigens immer wenn die sieben, die vier lebendigen Wesen auftauchen, dann geht es um ein bestimmtes Thema. Schaut mal ins Kapitel 5 noch, wir sammeln ein paar Stellen. Kapitel 5, Vers 11, Offenbarung 5, Vers 11. Und ich sah und ich hörte eine Stimme von vielen Engeln rings um den Thron und um die lebendigen Wesen und die ältesten. Ihre Zahl war 10.000 mal 10.000 und 1.000 mal 10.000 und dann springen wir zu Vers 14. Und die vier lebendigen Wesen sprachen Amen. Die 24 Ältesten fielen nieder und beteten den an, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Springen wir zu Kapitel 7, Offenbarung 7, Vers 11. Offenbarung 7, Vers 11. Und alle Engel standen rings um den Thron und um die Ältesten und die vier lebendigen Wesen und fielen vor dem Thron auf ihr Angesicht und beteten Gott an.
[9:58] Was ist das Thema, das immer vorkommt? Anbetung. Könnt ihr das sehen? Immer, wenn die lebendigen Wesen auftauchen, dann ist auch der Thron Gottes da und es geht immer um Anbetung. Das ist eine große Menge von Engeln oder Menschen oder wer auch immer, die hier beten. Ähnlich auch in Offenbarung 14. Schaut mal in Offenbarung 14. Offenbarung 14 und dort Vers 3. Und sie sangen wie ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier lebendigen Wesen und den Ältesten. Und niemand konnte das Lied lernen, als nur die 144.000, die erkauft worden sind von der Erde. Das ist auch Anbetung. Die 144.000 beten Gott an und die lebendigen Wesen sind mitten dabei. Und wir könnten noch Offenbarung 19, Vers 4 noch als letztes anfügen. Offenbarung 19, Vers 4. Und die 24 Ältesten und die vier lebendigen Wesen fielen nieder und beteten Gott an, der auf dem Thron saß und sprachen Amen, Halleluja.
[11:03] Also das ist so wie ein roter Faden durch die Offenbarung, dass fast immer, wenn die, wenn die lebendigen Wesen auftauchen, dann geht es um Anbetung. Jetzt muss man denken, aber hier in Offenbarung 15 scheinbar nicht. Ja, weil da werden jetzt die Plagen ausgegossen. Was hat das mit Anbetung zu tun? Ja, jetzt schauen wir, eine kleine wirklich interessante Neuigkeit werdet ihr heute hoffentlich lernen. Schaut noch mal in Offenbarung 15, Vers 7. Dieses lebendige Wesen übergibt etwas ganz Spezifisches an die sieben Engel.
[11:37] Was bekommen die sieben Engel aus der Hand dieses lebendigen Wesen? Sieben goldene Schalen. In diesen goldenen Schalen ist der Zorn des Weingottes drin, dieser Traubensaft, der in Offenbarung 14 gekeltert worden ist. Frage. Kennt ihr irgendeine andere Stelle in der Bibel, wo goldene, vor allem im Neuen Testament, wo goldene Schalen vorkommen? Nicht irgendwelche Schalen, das sind goldene Schalen. Im Neuen Testament. Also natürlich im Heiligungsdienst damals im Alten Testament gab es viele goldene Schälchen und verschiedenes Zeug, nicht wahr? Alles größtenteils, ja. Aber im Neuen Testament gibt es eine Stelle, wo goldene Schalen vorkommen. Ich gebe euch einen Tipp, es ist in der Offenbarung. Wo? Ja, das ist dann einer von denen, die Schalen hatten, ja. Aber wo explizit von einer goldenen Schale gesprochen wird? In der Offenbarung. Vielleicht gleich am Anfang, ja. Also es ist weiter vorne am Anfang, das stimmt.
[13:05] Und zwar schaut mal mit mir in Offenbarung 5, Vers 8. Offenbarung 5 und dort Vers 8. Und als es das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die 24 Ältesten vor dem Lamm nieder und sie hatten jeder eine Hafe und eine was? Und eine goldene Schale voll Räucherwerk. Das sind die Gebete der Heiligen. In der Offenbarung kommen an zwei Stellen goldene Schalen vor. Einmal enthält die goldene Schale Räucherwerk und einmal enthält sie Traubensaft. Einmal ist es ein Symbol für die Gebete der Heiligen und einmal ist es ein Symbol für die sieben letzten Plagen. Und wenn Gott die Gebete der Heiligen, oder anders, wenn Gott die Plagen ausgießt in demselben Gefäß, in dem er die Gebete der Heiligen annimmt, dann ist das eine interessante Idee, oder? Man könnte ja sagen, er hätte auch so machen können, die Gebete kommen in den goldenen Schalen empor und die Plagen werden ausgegossen in eisernen Schalen. Das hätten wir vielleicht so gemacht, so eisern, vielleicht ein bisschen rot noch angemalt oder so. Aber es sind dieselben Schalen, goldene Schalen, in denen die Gebete zu Gott emporsteigen, mit denen jetzt die Plagen von Gott auf die Welt ausgegossen werden.
[14:59] Das zeigt uns, dass wiederum die Plagen nicht zu trennen sind vom Evangelium, obwohl die Plagen natürlich ohne Gnade sind. Das heißt, Gnadenzeit ist vorbei. Trotzdem muss es da eine Parallele geben zwischen den Gebeten der Heiligen und den Plagen. Jetzt bin ich mal gespannt von euch, könnt ihr mir irgendwie helfen, welchen Zusammenhang es geben kann zwischen den Gebeten der Gläubigen zu Gott und den Plagen, die jetzt auf die Erde fallen. Welchen Zusammenhang kannst du da geben? Okay, ja, die sind leer. Ja, Anbetung, Gebet. Wie könnte man das erklären, dass Anbetung etwas mit den Plagen zu tun hat? Das ist ein interessanter Gedanke.
[16:06] Lass uns mal aufschlagen in Offenbarung 6. Offenbarung 6, das ist jetzt in den Siegeln. Das ist kein tatsächliches Gebet, was hier beschrieben wird, aber es bringt diesen Gedanken schon mal zum Ausdruck. Wir werden gleich sehen, dass das auch mit den Gebeten so funktioniert. In Offenbarung 6, Fest 10, das ist so in der Zeit des fünften Siegels. Da heißt es, und sie riefen mit lauter Stimme, das sind jetzt die Toten, die also gar nicht buchstäblich schreien können, natürlich, sondern symbolisch. Sie riefen mit lauter Stimme und sprachen, wie lange, o Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, richtest du nicht und rächst nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen. Also, da gibt es jetzt ein symbolisches Gebet, natürlich, weil die Toten sind tot, aber ihre Werke schreien zum Himmel, das Blut schreit zu Gott zum Himmel. Abel, Abels Blut schreit zum Himmel. Da gibt es einen Zusammenhang zwischen dem, was zu Gott emporgeht an Gebet oder an Bitte und dem, was Gott als Reaktion darauf tut.
[16:57] Und noch deutlicher wird das in Offenbarung 8. Schaut man in Offenbarung 8, ab Vers 3. Offenbarung 8, Vers 3. Und ein anderer Engel kam und stellte sich an den Altar, der hatte ein goldenes Räucherfass und ihm wurde viel Räucherwerk gegeben, damit er es zusammen mit den Gebeten aller Heiligen auf dem goldenen Altar darbringe, der vor dem Thron ist. Und der Rauch des Räucherwerks stieg auch vor Gott zusammen mit den Gebeten der Heiligen aus der Hand des Engels. Also, hier in Offenbarung 8 haben wir dieses Bild von Jesus als dem Hohen Priester im himmlischen Heiligtum und die Gebete steigen auf zu Gott. Wir wissen an der Stelle nicht genau, was sie beten, aber wir wissen, was im Laufe der nächsten beiden Kapitel, Kapitel 8 und 9 als Antwort kommt. Was kommt als Antwort in Kapitel 8 und 9 aufgrund der Gebete? Was folgt als Antwort? So, jetzt mal ganz allgemein gesprochen. Kapitel 8 und 9. Worum geht es in Kapitel 8 und 9? Die sieben Posaunen. Hier beten die Gläubigen, ja, die beten von der Erde zum Himmel und als Antwort sendet der Himmel die Posaunen.
[18:19] Und jetzt haben wir natürlich die Zeit, die Posaunen zu wiederholen. Haben wir ja alles schon 2011 gemacht oder so. Müssten wir irgendwann mal wieder zusammenfassen. Ja, sehr gut. Kommen wir gleich dazu. Das ist am Ende der Posaunen, wird sozusagen das Ende der Gnaden sein. Das ist genau das, was wir in Offenbarung 15 haben. Aber prinzipiell allein die Posaunen, was sind denn die Posaunen? Okay, ihr braucht keine Details sagen. Ihr müsst auch nicht mehr wissen, ob der jetzt Allerich oder Atzelerch hieß. Was sind die Posaunen von ihrer Grundidee her? Ja, sie kündigen etwas an, genau. Aber da passieren ja Dinge jetzt in den Posaunen. Erste Posaune, zweite, dritte, vierte, fünfte, sechste, siebte, sechste Posaune. Was findet dort statt, allgemein gesprochen? Da finden Gerichte statt. Gott richtet die Feinde des Volkes. Kurzfassung in zwei Minuten Zusammenfassung. Erste bis vierte Posaune. Germanische Stämme sorgen dafür, dass das römische Reich, der Feind des Volkes Gottes, in Trümmer zerlegt wird. Erst die Westgoten und dann die Vandalen und dann die Hunden und dann die Ostgoten mit den Herulern. Rom ist platt. Und dann entsteht als nächster Feind des Volkes Gottes die römische Kirche, das Papsttum. Und jetzt kommt die fünfte und sechste Posaune. Und das ist kurz zusammengefasst. Wer weiß das jemand noch? Der hat auch seine Rolle, aber Daniel sieben. Fünfte, sechste Posaune ist der Islam. Die Sarazen und die Türken, die über einen langen Zeitraum jetzt Entlastung schaffen, weil Gottes Feinde angegriffen werden.
[20:08] Also die Grundidee in der Offenbarung ist die Gottesvolk betet. Sie beten natürlich um Vergebung der Sünden, sie beten auch um Charakterumwandlung, aber sie beten auch um Hilfe, weil sie verfolgt werden. Gottesvolk wurde in den meisten Zeit seiner Existenz immer verfolgt. Das ist uns nicht so gegenwärtig, weil wir gerade nicht verfolgt werden. Aber die Zeit, in der wir leben, ist äußerst außergewöhnlich. In den letzten 2000 Jahren gab es wenig Zeit, wo so wenig Verfolgung ist wie heute, zumindest in unserem Breitengrad. In der allermeisten Zeit war ein treues Kind Gottes meistens verfolgt und Gebete hatten immer damit zu tun, Gott hilf uns. Und wird es am Ende auch wieder so sein? Werden am Ende nicht auch Gebete emporsteigen? Gott hilf uns, es gibt ein Todesbefehl, wir dürfen nicht mehr kaufen, verkaufen.
[21:01] Das heißt, dass Gott die Plagen ausgießt, ist nicht einfach nur irgendeine Handlung an sich, sondern eine Antwort auf die Gebete der Heiligen. Es macht also gar keinen Sinn, dass viele Gläubige eine übernatürliche Angst vor den Plagen haben. Wenn man wirklich gläubig ist an Gott und weiß, dass Jesus einem vergeben hat, dass Jesus der Herr des Lebens ist, dann kann man verstehen, dass die Plagen in Wirklichkeit eine Gebetserhöhung sind. Die Plagen sind eine Gebetserhöhung. Schaut mal mit mir in Daniel 12, wo von dem Ende der Gnadenzeit die Rede ist. Und viele Adventisten kriegen bei der Idee Ende der Gnadenzeit schon Panik. Vielleicht bin ich nicht bereit, vielleicht schaffe ich es nicht. Ja und dann kriegt man so eine Neurose oder so. Aber das ist gar nicht Gottes Absicht mit dem Thema.
[21:51] Schaut mal in Daniel 12, Vers 1, wo das Ende der Gnadenzeit beschrieben wird, wo beschrieben wird, wie Jesus sich jetzt aufmacht, seinen hohen priesterlichen Dienst beendet, um sein Volk zu retten. Schaut mal in Daniel 12, Vers 1.
[22:27] Also steht jetzt Jesus auf, um sein Volk zusätzliche Schwierigkeiten zu machen oder steht er auf, um sie zu retten? Das Ende der Gnadenzeit ist eine Gebetserhöhung. Denk mal drüber nach, das Ende der Gnadenzeit ist eine Gebetserhöhung. Jesus steht auf, nicht um seinem Volk noch eine Hürde zu machen, sondern um es zu retten. Und er wartet so lange, bis sein Volk bereit dafür ist. Denn Ende der Gnadenzeit bedeutet auch, dass wir in der Gegenwart eines heiligen Gottes leben müssen. Oder wenn wir im nächsten Vers, Offenbarung 15, drüber sprechen. Aber der Punkt ist der, die Plagen kommen als Antwort auf Gebet. Und ich glaube, das ist ein wichtiger Gedanke, das uns zeigt, dass Gott wirklich ein liebevoller Gott ist.
[23:10] Genauso, schaut, als die Israeliten am Schilfmeer waren und die Ägypter alle ertrogen sind. War das nicht eine Plage für Ägypten? Warum kam die Plage für Ägypten? Ja, ja, aber an der Stelle beim Schilfmeer. Warum kam die Plage für die Ägypter? Genau, weil die Israeliten gebetet haben, Herr hilf uns. Die Israeliten sind in der ausweglosen Situation, sie beten, Herr hilf uns und Gott hilft ihnen. Das bedeutet Plage für die Ägypter. Glaubt ihr, irgendjemand hatte Angst gehabt, als jetzt Mose sagt, das Wasser wird sich, hätte Mose gesagt, die Ägypter werden alle im Wasser trinken. Glaubt ihr, die Israeliten hätten dann gesagt, oh nee, dann wollen wir es lieber, dann beten wir lieber nicht mehr. Für sie war das, was für die Ungläubigen eine Plage war, für sie war es die Errettung.
[24:14] Die Plagen, so schrecklich sie sein werden und so schlimm sie für die Welt sein werden, sind die Zeichen der Errettung für Gottes Volk. Sagt die Bibel, dass die Plagen uns nicht treffen werden? Sagt es nicht, dass es, auch wenn tausend fallen oder hundert fallen auf unsere Seite, zehntausend zur rechten und tausend zur linken oder so, dass es uns nicht treffen wird, wenn wir mit Jesus leben, wenn wir im Buch eingeschrieben sind, wenn wir jetzt beten, wenn jetzt unsere Gebete durch die goldene Schale zu Jesus gehen, dann werden die Plagen nicht durch die goldene Schale uns treffen. Mit anderen Worten, jeder von uns hat Kontakt mit der goldenen Schale, entweder jetzt durch Gebet zu unserem hohen Priester oder später durch die Plagen, die von Gott kommen.
[25:04] Und es geht ja am Ende um die Anbetung, oder? Warum werden die Plagen ausgegossen? Sie werden deswegen ausgegossen, weil die Menschen die Anbetung Gottes verändern und den Leuten zwingen, Gott falsch anzubeten. Denn in der Dreifachen Engelsbotschaft geht es um die Anbetung des Schöpfers und die Anbetung des Tieres und seines Bildes. Deswegen Anbetung, Plagen, goldene Schüssel, alles dieselbe Bildsprache. Ja, schauen wir noch ganz kurz einen Text an, der davon spricht in Psalm 75.
[25:38] Da ist er gleich am Ende angelangt, Psalm 75 und dort Vers 9. Schaut mal in Vers 8, sondern Gott ist der Richter, den einen er niedrigt, den anderen erhöht er. Denn ein Becher ist in der Hand des Herrn, gefüllt mit schäumendem Würzwein. Davon schenkt er ein, sogar seine Hefen müssen schlürfen und trinken, alle Gottlosen auf Erden. Also das Bild ist interessant, sogar die Hefe müssen die Gottlosen trinken. Was heißt das? Ganz ganz unten. Das heißt, diesen Becher des Zornes Gottes, an dem nimmt man dann nicht, nur den muss man ganz austrinken bis auf den Bodensatz, die Hefe unten. Und das ist ein Bild des Gerichts. Gott ist ein Richter, aber er niedrigt, nur er erhöht auch. Wen erhöht er? Und wen er niedrigt er? Okay, ich stelle die Frage nochmal. Ihr habt richtig geantwortet, aber lasst uns doch genauer antworten. Wen erhöht er und wen er niedrigt er? Ja, ja, ja. Ist schon mal jemand von Gott erhöht worden? Warum ist Jesus erhöht worden? Weil er sich erniedrigt hat. Und warum ist jemand schon mal vom Himmel herabgefallen, erniedrigt worden? Weil er sich erhöht hat. Wer sich erhöht, wird erniedrigt werden. Wer sich erniedrigt, wird erhöht werden. Die Letzten werden die Ersten sein, die Ersten werden die Letzten sein. Das ist das Gericht Gottes.
[27:34] Die, die sich erniedrigen und sagen, Herr, hilf mir, werden erhöht werden. Die, die sagen, ich mache alles auf meine eigene Sache, die sich selbst erhöhen, werden erniedrigt werden durch den Wurzwein Gottes, den Zorneswein seines Gerichts. Und das ist das, was in Offenbarung passieren wird. Am Ende ist es immer dieselbe Idee, kommt immer wieder deutlich zu Tage. Und die Frage, die wir uns stellen müssen, ist, wenn wir wirklich echte Beter sein wollen, wollen wir keine Beter sein, die sich selbst erhöhen, so wie die Pharisäern, die überall gezeigt haben, schaut her, ich bete. Seht ihr, dass ich bete? Nein, sondern die beten, wenn es keiner sieht, die sich selbst erniedrigen.
[28:28] In diesem Sinne können wir sehen, noch bevor wir die Plagen selbst studiert haben, dass alles, was mit den Plagen zusammenhängt, letztlich mit dem Evangelium zusammenhängt. Die Plagen sind nichts außergewöhnlich, außergewöhnlich sind sie schon, aber sie sind nichts, was außerhalb des Evangeliums wäre, sondern nur ein notwendiger Teil. Und in dem Sinne werden wir nächstes Mal dann schauen, was es bedeutet, das Ende der Gnadenzeit, der nächste Vers, Offenbarung 50, Vers 8 wird ausgenommen spannend werden, also es wird wirklich interessant werden. Aber das ist dann nächste Woche. Für diese Woche können wir eine Sache sehr deutlich lernen, wenn wir ein wirklich echtes Gebetsleben haben, dann werden wir nicht die Plagen erleiden müssen, sondern die Plagen werden eine Gebetserhöhung für uns sein, so wie damals beim Volk Esther, als der Todesbefehl kam, sie gebetet und gefastet haben, hat es sich gewandelt. Das, was für die einen eine Plage war, war für das Volk Gottes die Befreiung. Gott wird sein Volk befreien durch die Plagen, so wie damals in Ägypten. Amen.
[29:29] Dann lasst uns noch beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir auch heute diesem einen Vers, mit dem wahrscheinlich so viele höchstens mal hinweg gelesen haben, ohne ihn wirklich zu studieren, dass wir wieder interessante Details feststellen konnten. Wirklich in deinem Wort ist in jedem Satz etwas enthalten, was man, über was es sich lohnt nachzudenken. Jeder Vers ist eine Botschaft an uns. So danken wir dir auch für diese Idee, dass die Plagen eigentlich eine Gebetserhöhung sein werden, dass du nicht zulassen wirst, dass die Feinde des Evangeliums dein Volk ausraten werden, sondern dass du zur richtigen Zeit in der richtigen Art und Weise einschreiten wirst, um jedem zu helfen, der sich an dich wendet. Danke, dass wir wissen dürfen, dass wenn alles zusammenbricht, wenn uns Freunde und Familie und unsere besten Kollegen uns verlassen, dass du uns niemals verlässt, dass du der Fels der Zeitalter bist. Wir wollen unsere Füße auf diesen Felsen stellen. Wir wollen uns wirklich von ganzem Herzen dir übergeben, tagtäglich und danken dir, dass du uns vorbereitest auf jene große Zeit. Im Namen Jesu. Amen.
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