[0:00] Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der Cannstatt Study Hour. Dieses Mal mit der Nr. 9 unter dem Titel „Götzen der Seele und andere Lehren Jesu“. Als ich diesen Titel zum ersten Mal las, war ich ein bisschen erschrocken, weil ich nicht wusste, was da auf mich zukommt. Grundlegend mag ich es lieber, wenn man sich auf ein Thema konzentrieren kann. Ich finde es super, wenn man beispielsweise, wie dieses Quartal, das Buch Matthäus durchstudiert. Aber wenn dann so eine Überschrift da ist, die so lautet: „Götzen der Seele und andere Lehren Jesu“, dann hat das in mir so erst mal den Eindruck erweckt: Okay, wir reden über zehn verschiedene Sachen und kommen doch irgendwo nicht auf die wirklichen Tiefen des Themas, sondern bleiben nur an der Oberfläche. Aber ich hoffe, dass wir aus diesem Studium nicht nur Oberflächliches mitnehmen, sondern dass wir gesegnet werden und den Punkt, der in den ganzen Themen heraussticht, herausarbeiten und ihn wirklich so studieren, dass wir ihn behalten und er uns prägen kann.
[1:37] Aber bevor wir in das Studium einsteigen, möchte ich uns einladen, dass wir gemeinsam beten. Vater im Himmel, danke, dass wir dieses Studium jetzt durchführen können, das Studium deines Wortes. Und wir wollen dich bitten, Herr, dass du unsere Gedanken lenkst, dass es nicht unsere Gedanken sind, die wir aufnehmen, sondern dass wir das, was aus deinem Wort herauskommt, als von dir annehmen und uns persönlich davon verändern lassen. So segne diese Stunde, die jetzt vor uns liegt, und wir danken dir, dass du dieses Gebet erhörst. Im Namen Jesu. Amen.
[2:05] Die Themen, die jetzt in diesem Studium auftauchen, sind wie gesagt verschiedene Elemente. Wir werden erst mal eins nach dem anderen behandeln und danach schauen wir uns vielleicht an, oder vielleicht kommt es auch schon während des Studiums raus, wo der rote Faden da drin wirklich liegt. Wir beginnen, weil es sich ja um die Kapitel 18, 19 und 20 handelt, im Matthäusevangelium. Beginnen wir mit Matthäus Kapitel 18. Matthäus Kapitel 18 ist überschrieben mit „Die Größe im Reich Gottes“. Dort heißt es in Vers 1: „Zu jener Stunde traten die Jünger zu Jesus und sprachen: Wer ist wohl der Größte im Reich der Himmel?“ Wer ist der Größte im Reich der Himmel? Ist es nicht natürlich, dass wir Menschen nach immer mehr, nach etwas Großem streben, dass wir groß sein wollen, dass wir etwas erreichen wollen? Ich denke, in jedem von uns steckt doch dieses Element drin, dass wir sagen: Wir wollen uns nicht nur mit Kleinigkeiten zufriedengeben, sondern wir wollen etwas bewegen. Natürlich kann man zu dem Punkt kommen, wo man resigniert und vielleicht nicht mehr daran glaubt, dass man etwas bewegen kann, aber grundlegend von Anfang an steckt erst mal dieser Gedanke in uns drin, dass wir etwas Großes tun wollen. Und daran ist sicherlich auch erst mal nichts falsch.
[3:44] Und wenn wir das beispielsweise uns anschauen in Kapitel 20, da sagt Jesus zum Beispiel zwei Sätze in Kapitel 20, Vers 26 und 27. Da heißt es: „Wer unter euch groß sein will, der...“ und dann soll man etwas tun. Und dann in Vers 27: „Wer unter euch der Erste sein will, der soll wieder etwas tun.“ Sprich, die Bibel sagt schon und Jesus drückt es ganz klar aus: Groß zu sein und der Erste sein zu wollen, ist nicht unbedingt falsch. Wo ist denn jetzt dann das Problem bei der Sache? Denn wie so oft haben die Jünger ja Fragen gestellt, die Jesus mit einem Gleichnis beispielsweise beantwortet hat, um ihnen etwas zu zeigen, wo sie vielleicht noch falsch lagen. Wenn es nicht falsch ist, nach viel zu streben, groß zu sein, sogar der Erste sein zu wollen, dann ist die Frage: Was ist falsch? Dann kann es eigentlich nur die Motivation sein, die dahintersteckt. Die Motivation: Warum will ich groß sein? Wofür will ich groß sein? Will ich groß sein, um einfach der Beste zu sein, andere zu unterdrücken, mich daran zu erfreuen, dass alle anderen unter mir sind? Das wären beispielsweise Aspekte, die nicht unbedingt gut sind in Gottes Augen.
[5:20] Wie geht jetzt Jesus auf diese Thematik ein? Wir lesen weiter die Verse 2 und 3. „Und Jesus rief ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte und sprach: Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel kommen.“ Die Jünger sollten also umkehren, sie mussten umdenken. Jesus sagt ihnen damit: Ihr liegt falsch. Und wenn wir geklärt haben, dass die Motivation falsch liegt, dann muss da irgendwas in ihrem Herzen gewesen sein, was, wenn sie der Erste oder der Größte wären, sie dazu verleitet hätte, etwas Falsches zu tun. Wir sehen das beispielsweise in einer anderen Begebenheit, wo die Donnersöhne, Jakobus und Johannes, beispielsweise als sie in eine Stadt gehen als Gruppe und sie werden von den Leuten dort abgelehnt. Was sagen die beiden Donnersöhne? „Herr, wenn du willst, dann gib uns die Vollmacht, dass wir Feuer vom Himmel fallen lassen und sie alle verzehren.“ So damals wie in Sodom und Gomorra. Wenn sie die Ersten und die Größten wären, dann hätten sie so reagiert. Sie hätten, wenn sie Gott wären, sich auf diese Art und Weise verhalten. Aber das ist natürlich nicht das, was Gott sich wünscht.
[6:49] Und insofern geht er jetzt darauf ein und sagt: Da gibt es ein Prinzip, das habt ihr noch nicht so ganz verstanden. Und was sagt er? Er sagt: „Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder.“ Wer ist der Größte? Derjenige, der ist wie ein Kind. Und ich denke mal, wie vieles, was Jesus auch schon, was wir vorher studiert haben im Matthäus-Evangelium, wirkt das als erstes auf uns erst mal sehr herausfordernd, weil wir ganz anders denken. Wir sind nicht gewohnt, dass wir sagen: Okay, wir wollen vielleicht etwas erreichen. Na gut, dann werden wir wie ein kleines Kind. Aber Jesus meint das ernst und er verbindet damit eine wichtige Lehre. Und jetzt müssen wir uns fragen: Was will er dadurch ausdrücken, dass er ein Kind zur Seite nimmt und sagt: „Wenn ihr nicht werdet wie das Kind, dann könnt ihr gar nicht ins Reich der Himmel eingehen.“ Und so müssen wir uns die Frage stellen: Was macht denn ein Kind aus?
[8:01] Und ich denke, man könnte vieles darüber sagen, aber als erstes muss man sich natürlich vergegenwärtigen, dass ein Kind klein ist. Das Kind weiß oftmals auch, dass es klein ist. Ein Erwachsener fühlt sich ja froh und glücklich, dass er endlich dem Kindesalter herausgewachsen ist, dass man erwachsen ist, dass man Eigenverantwortung übernehmen kann. Aber ein Kind ist sich seiner Abhängigkeit voll bewusst. Das ist beispielsweise ein Aspekt, was es ausmacht, ein Kind zu sein, was Jesus hier damit sagen möchte. Dann, ein Kind fühlt sich in den Armen seiner Eltern, speziell der Mutter, sehr geborgen. Können wir uns das Bild vorstellen, dass egal was es ist, vielleicht draußen ist ein Gewitter und das Kind hat Angst. Was macht das Kind? Das Kind läuft zur Mutter, läuft in die Arme, lässt sich umarmen und hat es weiterhin Angst? In der Regel ist es so, dass die Mutter, einfach nur dadurch, dass sie das Kind in den Armen nimmt und vielleicht ein paar beruhigende Worte spricht, sind alle Ängste verflogen. Der Sturm und das Gewitter sind nach wie vor da, aber die Situation für das Kind hat sich von einer Sekunde auf die andere geändert. Und Jesus sagt: Wenn wir nicht so lernen zu sein wie ein Kind im Vertrauen und in der Geborgenheit in Bezug auf Gott, dann haben wir die Prinzipien des Reiches Gottes noch nicht verstanden.
[9:42] Und wir sehen das ja auch im Leben Jesu selbst. Beispielsweise als sie im Boot waren auf dem See, es brach ein großer Sturm auf und die Jünger haben versucht, das Wasser aus dem Boot zu schöpfen. Sie waren voller Verzweiflung. Und was macht Jesus? Er schläft. Er fühlte sich als ein Kind Gottes, als der Sohn Gottes, geborgen in der Hand seines Vaters. Und auch wir sollten diese Lektionen lernen. Und das geschieht vielleicht nicht von heute auf morgen, aber Jesus sagt: Wir müssen wieder lernen zu sein wie die Kinder, die Jünger damals und genauso wie heute.
[10:17] Dann ist es auch noch so, dass Kinder sehr lernwillig sind. Sie schauen sich viele Dinge einfach ab, gucken etwas ab, machen etwas nach. Und in allererster Linie passiert es auch in Bezug auf die Eltern, weil das sind natürlich die ersten Ansprechpartner, die ersten Vertrauenspersonen überhaupt. Und auch wir sollten halt von dieser Kindeshaltung lernen, dass wir genauso lernbereit und willig sind, von Gott uns etwas sagen zu lassen. Dass wir bereit sind, wenn wir vielleicht andere Vorstellungen haben, aber dass wir uns einfach an Gott orientieren und sagen: Herr, was dein Wort sagt, was du zu mir sprichst, das möchte ich gerne bereitwillig lernen. Kinder geben sich nicht zufrieden, nichts zu wissen, sondern sie sind immer auf der Suche, neue Dinge zu erkunden und die Welt zu erforschen. Und auch wir können das tun mit Gottes Hilfe, dass wir uns auf Gott einlassen wie ein Kind, was lernwillig ist.
[11:34] Dann ein weiterer Aspekt, den es ausmacht, ein Kind zu sein, ist, dass ein Kind grundsätzlich, und da kommen wir ja zu der Überschrift der Demut, dass ein Kind grundsätzlich demütig ist und sich gerne seinen Eltern unterstellt. Jetzt magst du vielleicht natürlich einwenden: Gut, vielleicht kennst du Kinder, die so sind, aber ich kenne sie nicht. Sie sind nicht von Grund auf gehorsam, gerne und hilfsbereit und demütig. Aber ich glaube, das liegt in vielerlei Hinsicht vor allem daran, wie sie durch ihr Umfeld geprägt werden, wie man ihren Bedürfnissen begegnet, ob man ihnen Liebe entgegenbringt oder ob man sie, naja, unterdrückt oder ausnutzt oder ihnen nicht die in ihrem Bereich Freiheiten gibt, die ein Kind aber haben muss, die es wirklich braucht. Und ja, jeder Mensch wird natürlich mit der sündigen Natur geboren. Niemand kann sich aussuchen, dass er von Grund auf lieber gehorsam oder demütig sein möchte. Aber, und das sehe ich halt doch immer wieder, auch ich sehe Kinder, die oftmals ungehorsam und ungezogen sind, aber wenn ihre Bedürfnisse, wenn es ihnen gut geht, wenn die Mutter ein harmonisches Umfeld verbreitet, dann sind die Kinder oftmals wirklich sehr willig, hilfsbereit und demütigen sich.
[13:24] Und ich kann mich beispielsweise noch selbst daran erinnern, als ich kleiner Junge war, beispielsweise, ich weiß nicht, Grundschulalter, sechs, sieben Jahre. Ich weiß nicht mehr die ganzen Situationen, welche einzelnen Situationen da waren, aber was mir als mentales Bild im Kopf geblieben ist, ist, dass ich meine Eltern bewundert habe für, es klingt niedlich, aber für ihre Weisheit, für ihre Fähigkeit, gut durchs Leben zu gehen. Dass sie genau gewusst haben, wie man sich auf das Wetter einstellt, wie man den Haushalt regelt, wie man all die Dinge des Alltags macht. Ich habe sie wirklich bewundert dafür und ich denke, das ist auch ein natürlicher Zug, dass Kinder grundlegend, sage ich, natürlich nicht immer, weil die menschliche Natur durchkommt, immer wieder durchscheint, aber dass sie grundlegend bereitwillig sind, ihre Eltern zu respektieren und sich ihnen unterzuordnen.
[14:29] Und ich denke, auch das will Jesus sagen, dass wir sein sollen wie Kinder, dass wir bereitwillig sind, Gott gehorsam zu sein, uns ihm unterzuordnen und darauf zu vertrauen, dass er derjenige ist, der wie unsere Eltern für das alles sorgt, was wir brauchen. Dass wir demütig uns ihm, uns unterstellen, dass wir einfach durch jede Handlung zum Ausdruck bringen: Ja, wir akzeptieren, dass Gott über uns steht als unser Schöpfer, aber auch als unser Erlöser. Und es ist auch so, dass uns gesagt ist, dass Eltern quasi in den ersten Lebensjahren für die Kinder quasi an der Stelle Gottes stehen. Und die Aufgabe der Eltern ist es, sie aus dieser Beziehung, aus diesem Abhängigkeitsverhältnis, was da ist, aber gut und natürlich ist, aus diesem Verhältnis langsam hinauszuführen in eine Abhängigkeit zu Gott. Dass, wenn die Kinder älter werden, wenn sie erwachsen werden, dass dieser Prozess immer größer wird und immer weiter voranschreitet, dass die Kinder letzten Endes Gott unterstellt sind, dass sie sich in allen Dingen Gott unterordnen und sich unter ihnen demütigen.
[15:47] Und insofern denke ich, ist dieses, was Jesus hier anspricht, etwas Vielschichtiges. Ein Kind zu sein, wie ein Kind zu werden, umfasst viele Facetten. Und ich denke, es ist nicht erschöpfend, was ich jetzt gerade angesprochen habe, aber es drückt vielleicht schon mal ein paar Gedanken aus, die als Grundlage genommen werden kann.
[16:14] Der nächste Begriff, mit dem wir uns beschäftigen wollen, ist der Begriff der Vergebung. Wie gesagt, man könnte jetzt denken, die beiden Dinge haben ja nicht allzu viel miteinander zu tun, Demut und Vergebung. Aber lesen wir doch einfach mal den Abschnitt über das Vergeben. Und das ist in Matthäus 18 und dort die Verse 15 bis 17. Beziehungsweise, es ist noch ein kleines Zwischenspiel, was aber schon mit dem Thema Vergebung etwas zu tun hat. Da heißt es: „Wenn aber dein Bruder an dir gesündigt hat, so geh hin und weise ihn zurecht unter vier Augen, also nur du und derjenige. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. Hört er aber nicht, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache auf Aussage von zwei oder drei Zeugen beruht. Hört er aber auf diese nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, so sei er für dich wie ein Heide und ein Zöllner.“
[17:13] Das klingt doch jetzt erstmal schon ziemlich hart, oder? Und wenn man beispielsweise noch das Verständnis im Hinterkopf behält, wie die Jünger oder das Volk Israel damals, zur Zeit Jesu, über Heiden und Zöllner gedacht hat, dann ist das ja quasi ein Gerichtsurteil. Aber es ist interessant, wenn man von vorne bis hinten liest, dann erkennt man, worum die Sache eigentlich letzten Endes geht. In Vers 15 heißt es nämlich ganz am Ende: „Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen.“ Das, was Jesus sagt, alle diese Schritte haben eins zum Ziel, nämlich den Bruder zu gewinnen. Geht es jetzt also darum, dass, wenn wir diese Schritte durchgehen, mit ihm reden, einen Zeugen dazu holen, mit der Gemeinde darüber reden und wenn er dann nicht hört, ihn als Zöllner und Heiden anzusehen, geht es darum, ihn abzustempeln, ihn zu verdammen, wegzustoßen? Ich denke nicht. In erster Linie geht es darum, nach wie vor den Menschen zu gewinnen.
[18:31] Aber jetzt stellt man sich einfach mal ganz praktisch die Frage: Wenn da jemand ist, der etwas tut und du weist ihn darauf hin und er hört nicht auf dich, du holst einen Zeugen dazu. Wie gesagt, wir reden hier von Gemeindegliedern, von Leuten, die angeben, die vorgeben, Gott zu gehorchen, in seiner Gemeinde treu zu sein, ein Nachfolger Jesu zu sein. Wenn man mit dieser Person spricht und sagt: „Schau mal, hier steht geschrieben, du liegst da falsch in der Sache, du hast einen Fehler gemacht.“ Und dann sagt er: „Nein, absolut nicht.“ Und dann sagst du: „Okay, vielleicht holen wir den Gemeindeältesten oder Prediger oder irgendjemanden dazu, der eine Vertrauensstellung vielleicht hat.“ Man versucht, das Ding weiterhin so zu bewegen, dass derjenige zur Einsicht kommt. Aber er hört nach wie vor nicht, obwohl klare Beweise da sind, dass er falsch liegt. Dann muss es zu dem Punkt kommen, dass es in die Öffentlichkeit kommt, dass die Gemeinde, also nicht in die Weltöffentlichkeit, aber in die Gemeindeöffentlichkeit, weil die Gemeinde muss eine Gemeinschaft, eine Einheit sein. Und wenn da ein Faktor ist, der das Ganze stört, dann ist es notwendig, dass darüber Bescheid gewusst wird.
[20:01] Wenn aber zu dem Zeitpunkt die Person immer noch nicht, obwohl jeder der Gemeinde nachweisen kann und zeigen kann: „Hey, da ist ein Fehler, da liegst du falsch“, und er ist immer noch nicht akzeptiert, wie soll man ihn dann ansehen? Weiterhin als ein Gemeindeglied? Weiterhin als jemand, der ein aufrichtiges Verlangen danach hat, nach Gottes Wort zu leben? Nein, derjenige muss die Konsequenz sehen, die er über sich selbst bringt. Und wir nennen das heutzutage halt Gemeindezucht oder sowas in der Richtung, um nicht uns davor zu schützen, letzten Endes, sondern in allererster Linie der Person zu zeigen: „Schau, dein Verhalten, dein Rebellieren führt dich dahin, dass du nicht mehr in Gottes Gemeinde bleiben kannst.“
[21:01] Und so ist es trotzdem auch in dieser schweren Situation, in der man sich dann manchmal befindet, trotzdem immer noch so, dass Gott den Menschen erreichen will. Natürlich kann ein Mensch sich ganz von Gott ablehnen und sagen: „Ich will damit nichts mehr zu tun haben.“ Sünde gegen den Heiligen Geist. Wenn es keine Umkehr mehr gibt, dann ist das natürlich ein endgültiges Urteil. Aber wir können es nicht beurteilen und so müssen wir diese Schritte gehen und bei jedem Schritt ernstlich darum beten und darauf hoffen, dass wir den Bruder gewinnen. Und auch bei dem letzten Schritt, wenn wir ihn quasi ausstoßen und ihn nicht mehr als unseren Bruder ansehen können, auch dann sollten wir noch für ihn beten und darauf hoffen, dass er zur Einsicht kommt.
[21:48] Warum fällt es uns aber trotzdem manchmal so schwer, diese Schritte überhaupt zu gehen? Und ich denke, es kommt häufig darauf an, dass wir uns quasi von der Person selbst abhängig machen. Wir sagen beispielsweise: „Wir fühlen uns so sehr verletzt, dass wir gar nicht uns in der Lage sehen, uns mit der Person weiterhin auseinanderzusetzen.“ Oder wir sagen: „Wir haben Angst vor einer Konfrontation.“ Na, ganz ehrlich, die wenigsten Menschen freuen sich auf Konfrontation, sondern sie scheuen eher die Konfrontation. Aber da macht man sich eigentlich nur grundsätzlich Sorgen um sich selber. Aber wenn Gott sagt: „Geh doch bitte diese Schritte, es ist zum Besten deines Bruders“, dann müssen wir das tun, auch wenn wir vielleicht ein mulmiges Gefühl und kein freudiges Gefühl dabei haben. Aber es ist notwendig.
[22:55] Dann ist es auch manchmal so, dass wir gar nicht dran glauben, dass sich überhaupt irgendwas ändern kann. Wir denken oftmals: „Naja, wir kennen die Person doch schon. Wir kennen doch, wie vielleicht die Person aufgewachsen ist und was der Hintergrund ist.“ Oder wenn man vielleicht schon mit der Person geredet hat und sie ändert sich nicht, dass dann wir schon gar nicht mehr glauben, dass sich da überhaupt irgendwas tun kann. Aber wir haben sicherlich in der Bibel, aber hoffentlich auch in unserem eigenen Umfeld oder bei uns selbst schon oft gesehen, dass Veränderung möglich ist. Dass Gott auch einen Paulus, der die Gemeinde verfolgt, verbittert gegen die Gemeinde, jagt und kämpft, dass Gott selbst solche Menschen zu seinen Werkzeugen machen kann. Und insofern sollten wir nie aufgeben, daran zu glauben, dass Gott etwas vollbringen kann, auch im Herzen von sehr störrischen Menschen oder Menschen, die nicht sofort Einsicht zeigen.
[23:56] Manchmal ist es aber auch so, dass wir uns davor scheuen, bis zum Ende diese Schritte voranzugehen. Dass wir denken: „Wenn wir ihn dann vielleicht aus der Gemeinde ausschließen, dann ist er doch weg, dann hört er doch gar nicht mehr die Predigten, ist nicht mehr in der Sabbatschule dabei, kann nicht mehr sich mit uns unterhalten und Gemeinschaft pflegen. Wie sollte er dann überhaupt zu Gott zurückkommen?“ Wir fürchten manchmal, dass die Konsequenz in sich etwas Negatives ist. Aber Gott sagt: „Oftmals ist Konsequenz aufzuzeigen der einzige Weg, dass man erkennt, auf welchem falschen Weg man gewesen ist.“ Und dann kann es zur Umkehr kommen.
[24:49] Dann lesen wir weiter ab Vers 21. Und da geht es auch wieder noch tiefer jetzt um das ganz praktische Vergeben auch. Da trat Petrus zu ihm und sprach: „Herr, wie oft soll ich meinem Bruder vergeben, der mich gegen mich sündigt? Bis sieben Mal?“ Jesus antwortete ihm: „Ich sage dir nicht bis sieben Mal, sondern 70 mal sieben Mal.“
[25:13] „Darum gleicht es Reich der Himmel einem König, der mit seinen Knechten abrechnen wollte. Und als er anfing abzurechnen, wurde einer von ihnen gebracht, der war 10.000 Talente schuldig.“ Also ein riesiges Vermögen, völlig undenkbar, dass er es abbezahlen kann. Weil er aber nicht bezahlen konnte, befahl sein Herr, ihn und seine Frau und seine Kinder und alles, was er hatte, zu verkaufen und so zu bezahlen. Da warf sich der Knecht nieder, huldigte ihm und sprach: „Herr, habe Geduld mit mir, so will ich dir alles bezahlen.“ Daher barmte sich der Herr über diesen Knecht, gab ihn frei und erließ ihm die Schuld.
[25:57] Als aber dieser Knecht hinausging, fand er einen Mitknecht, der war ihm 100 Denare schuldig. Und 100 Denare ist eine Summe, die kann man relativ schnell aufbringen. Definitiv im Vergleich zu den 10.000 Talenten, die er vorher schuldig gewesen ist. Und so heißt es weiter: „Er war ihm 100 Denare schuldig, den ergriff er, würgte ihn und sprach: Bezahle mir, was du schuldig bist.“ Da warf er sich seinem Mitknecht zu Füßen, bat ihn und sprach: „Habe Geduld mit mir, so will ich dir alles bezahlen.“ Und das ist etwas, was wir ja vorher schon gehört haben, auf der anderen Seite allerdings. Er aber wollte nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis er bezahlt hätte, was er schuldig war.
[26:43] Als aber seine Mitknechte sahen, was geschehen war, wurden sie sehr betrübt, kamen und berichteten ihrem Herrn den ganzen Vorfall. Da ließ sein Herr ihn kommen und sprach zu ihm: „Du böser Knecht, jene ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich batest. Solltest denn nicht auch du dich über deinen Mitknecht erbarmen, wie auch ich mich über dich erbarmt habe.“ Und voll Zorn übergab ihn sein Herr den Folterknechten, bis er alles bezahlt hätte, was er ihm schuldig war. So wird auch mein himmlischer Vater euch behandeln, wenn ihr nicht jeder seinem Bruder von Herzen seine Verfehlungen vergebt.
[27:31] Und es ist eine Geschichte, die wir wahrscheinlich schon öfters gelesen haben, die wir wahrscheinlich auch schon detailliert analysiert haben. Und ich denke, es gibt viele, viele Teilaspekte, die man da rausnehmen könnte. Man kann darüber sprechen, beispielsweise, wie Vergebung überhaupt funktioniert. Dass man sagt, man bittet um Vergebung und auf einmal ist die Schuld weg, für immer nicht mehr da. Oh nein. Aus der Bibel wissen wir beispielsweise auch aus diesem Gleichnis, dass die Schuld nur verlagert wurde, dass sie quasi auf den Hausherrn, auf diesen reichen Mann übertragen wurde, im Bild dann natürlich auf Jesus übertragen wurde. Aber wenn wir nicht, und das sagen diese Gleichnisse, wenn wir nicht bereit sind zu vergeben, wie uns vergeben ist, dann kommt die Schuld wieder auf uns zurück. Wir müssen selbst mit dem Tod dafür bezahlen. Sprich, solche ganzen Aspekte könnte man auch aus diesem Gleichnis herausziehen. Aber in Anlehnung an das Gesamtthema, mit dem wir uns jetzt beschäftigen wollen, möchte ich einfach nur einen Punkt herausgreifen und der Punkt ist der: An wem orientiert sich der Knecht? An wem orientiert er sich? Schaut er auf die Schuld, die jemand anders ihm gegenüber hat und sagt: „Du bist schuldig und du kannst es ja sicherlich sogar bezahlen, weil du musst ja nur ein bisschen arbeiten und dann geht das schon.“ Wenn er nur auf die Person schaut, nur auf die Schuld schaut, die da ist, dann kann man zu dem Schluss kommen, dass man sagt: „Okay, er muss es einfordern. Gerechtigkeit muss doch da sein, oder nicht?“
[29:23] Aber wenn er nicht darauf schaut, dass er selbst schuldig war, wenn er nicht auf Gott schaut und sieht die Barmherzigkeit Gottes, dann hat er ja aus der Situation nichts gelernt. Und wie geht Gott mit uns um? Sagt er immer nur: „Ja, deine Schuld ist vergeben, ist alles okay, alles gut, alles vorbei?“ Oder sagt er: „Schau, du kannst dich aus diesem Schlamassel nicht selber rausholen, du kannst diese unendlich große Schuld nicht bezahlen, 10.000 Talente in dem Gleichnis. Das geht nicht, du lebst nicht so lange, dass es jemals möglich wäre. Es ist unmöglich, aber ich erlasse es dir.“ Und wir sind jetzt aufgefordert, zu erkennen, dass wir so eine große Schuld erlassen bekommen haben und dann ist es unsere Pflicht, es ist wirklich unsere Pflicht, dass wir uns in dem Sinne dann an Gott orientieren und das viel, viel, viel, viel stärker ins Gewicht fallen lässt, als dass da vielleicht Schuld ist. Aber letzten Endes wissen wir ja, dass Jesus ja beispielsweise sagt, wenn mir jemand etwas Schlechtes tut, dass es eigentlich nicht mir tut, sondern dass es Gott tut. Und wenn jemand etwas Gutes mir tut, dann tut es auch nicht mir, sondern dann tut es Gott. Wir sind also letzten Endes immer in Beziehung zu Gott, egal was wir tun.
[30:57] Und so ist es auch mit dieser Sache. Wir sollten uns an Gott orientieren und wir sollten sehen: Okay, wenn da eine Schuld entstanden ist, dann ist sie Gott geschehen. Aber Gott hat mir vergeben und er ist mir ein Beispiel geworden. Er will, dass ich aus dieser Situation etwas lerne, dass ich dankbar dafür bin, dass mir vergeben ist und dass ich auf die gleiche Art und Weise auch handeln möchte, weil ich erkenne, dass es ein gutes Prinzip ist, nach dem auch ich mich richten möchte. Ich möchte Gott als Vorbild haben in Sachen Barmherzigkeit.
[31:34] Dann gehen wir zum dritten Thema. Das ist in Matthäus 19 und dort lesen wir einfach mal ab Vers 16. Und auch diese Geschichte dürfte uns bekannt vorkommen. Der reiche Jüngling. Es ist nichts, was ein Christ wahrscheinlich nicht schon mal gehört hätte, aber es ist trotzdem gut, das Wort Gottes immer noch mal neu zu lesen und sich neu davon ansprechen zu lassen und es zu sich persönlich sprechen zu lassen. Und so lesen wir in Matthäus Kapitel 19, ab Vers 16: „Und siehe, einer trat herzu und fragte ihn: Guter Meister, was soll ich Gutes tun, um das ewige Leben zu erlangen? Er aber sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein. Willst du aber in das Leben eingehen, so halt die Gebote.“ Er sagte zu ihm: „Welche?“ Jesus aber sprach: „Dass du sollst nicht töten, du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsches Zeugnis reden. Ehre deinen Vater und deine Mutter und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“
[32:44] Der junge Mann spricht zu ihm: „Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend an. Was fehlt mir noch?“ Jesus sprach zu ihm: „Willst du vollkommen sein, so geh hin, verkaufe, was du hast und gib es den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben und komm, folge mir nach.“ Als aber der junge Mann das Wort hörte, ging er betrübt davon, denn er hatte viele Güter. Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: „Wahrlich, ich sage euch, ein Reicher hat es schwer, in das Reich der Himmel hineinzukommen. Und wiederum sage ich euch: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt.“ Als aber seine Jünger das hörten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: „Wer kann dann überhaupt gerettet werden?“ Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: „Bei den Menschen ist es unmöglich, aber bei Gott sind alle Dinge möglich.“
[33:44] Und auch hier haben wir wieder ein Gleichnis oder weniger ein Gleichnis, sondern eine reale Geschichte, die sich zugetragen hat, aber die uns als Gleichnis dienen kann. Und in dieser Situation wissen wir, dieser reiche Jüngling, der von sich selber überzeugt ist, kommt zu Jesus und kommt offensichtlich mit einer Unruhe, mit einem Verlangen nach Erfüllung seiner Sehnsüchte, nach etwas, was seine Bedürfnisse stillt, etwas, was ihn endlich zur Ruhe kommen lässt. Er ist von sich selbst überzeugt, dass er von Kindesbeinen an das Gesetz Gottes gehalten hat, dass er minutiös die ganzen Regeln eingehalten hat, dass er sich wirklich bemüht hat, all diese Sachen zu schaffen. Und er sagt: „Das habe ich von meiner ganzen Jugendzeit angehalten.“
[34:38] Und ich finde es sehr, sehr schön, wie Jesus halt mit ihm umgeht, dass Jesus ihn nicht konfrontiert, ihn nicht vor den Kopf stößt und sagt: „Bist du dir da wirklich sicher? Also, wenn ich jetzt mal in die Bücher des Himmels gucken könnte, da steht bestimmt das und das und das und das. Bist du dir sicher, dass du das wirklich gehalten hast? Bist du dir sicher, dass du dich nicht selbst überschätzt?“ Aber nein, Jesus konfrontiert ihn nicht auf diese Art und Weise, sondern er geht sehr feinfühlig mit ihm um. Und er sagt, er reagiert darauf und sagt: „Na ja, du musst schon die Gebote halten, um ins Reich Gottes zu kommen.“ Und er fragt: „Welche Gebote?“ Und dann zählt er sie auf und er lässt bestimmte Gebote weg. Er fängt an mit dem: „Du sollst nicht töten.“ Das ist das sechste Gebot. Dann geht er zum siebten Gebot, dann geht er zum achten Gebot, dann geht er zum fünften Gebot, zum neunten Gebot und dann bleibt das zehnte Gebot übrig. Er nennt es nicht. Was ist das zehnte Gebot? „Du sollst nicht begehren.“ Und das scheint offensichtlich das Problem des reichen Jünglings gewesen zu sein, dass er begehrt hat, dass sein Herz an dem irdischen Schatz hing, an dem Reichtum, an den Besitztümern, die er hatte. Und dann sagt Jesus noch: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Und er lässt dann auch das andere Gebot quasi weg, wo er sagt, wo es eigentlich heißen sollte: „Du sollst auch Gott von ganzem Herzen lieben, mit deinem ganzen Verstand, mit all deiner Kraft.“ Das lässt Jesus bewusst weg und gibt dem reichen Jüngling dadurch die Chance zu erkennen, was ihm eigentlich fehlt, dass sein Besitz quasi sein Gott ist, dass sein Besitz das ist, worauf er fokussiert ist, dass er sich nicht nach Gott orientiert, dass er nicht Gott zu seinem höchsten Schatz quasi macht, Erkenntnis, die von Gott kommt, sondern er ist darauf fixiert, dass das, was ihn umgibt, seine Reichtümer, Besitztümer, dass sie ihm Sicherheit und all das geben. Und deswegen kommt er zu Jesus, weil er diesen Mangel bei sich sieht und erkennt, dass ihm etwas fehlt.
[37:02] Aber, wie heißt es dann in Vers 22: „Als aber der junge Mann das Wort hörte, ging er betrübt davon, denn er hatte viele Güter.“ Die vielen Güter waren in seinem Herzen so etwas Wichtiges, dass es viel wichtiger war als Gott.
[37:35] Und wenn wir beispielsweise ein paar Kapitel weiter nach vorne schauen, Matthäus Kapitel 6 aufschlagen, Matthäus Kapitel 6, Matthäus Kapitel 6 und dort der Vers 24, da heißt es: „Niemand kann zwei Herren dienen, denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“ Und Jesus stellt diesen reichen Jüngling vor diese Entscheidung: Wem willst du dienen, nach wem willst du dich richten, wen willst du lieben von ganzem Herzen? Ist es der Reichtum oder Gott? Du kannst nicht beides, es geht nicht, es ist völlig ausgeschlossen. Aber es gibt eine Chance, du musst nur aufgeben, dich daran zu klammern. Verkaufe alles und gib es den Armen. Aber das hat dem reichen Jüngling nicht gefallen, denn er hatte viele Güter. Das, was ihm wirklich wichtig war, war sein Gott. Der Reichtum war sein Gott.
[38:45] Wir springen wieder zur nächsten Thematik. Der vierte Abschnitt, den wir uns heute anschauen wollen, ist in Matthäus Kapitel 19 und dort lesen wir ab Vers 27, Matthäus Kapitel 19, ab Vers 27. Und dort heißt es vom Lohn der Nachfolge. Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: „Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was wird uns dafür zuteil?“ Jesus aber sprach zu ihm: „Wahrlich, ich sage euch, ihr, die ihm nachgefolgt seid, werdet in der Wiedergeburt, wenn der Sohn des Menschen auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen wird, auch auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten. Und jeder, der Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Äcker verlassen hat um meines Namens Willen, der wird es hundertfältig empfangen und das ewige Leben erben. Aber siehe, von den Ersten werden, aber von den Ersten werden Letzte und Letzte werden Erste sein.“
[39:59] Und dann in Kapitel 20 geht es nahtlos weiter. „Denn das Reich der Himmel gleicht einem Hausherrn, der morgen früh ausging, um Arbeiter in seinen Weinberg einzustellen. Und nachdem er mit seinen Arbeitern um einen Dinar für einen Tag übereingekommen war, sandte er sie in seinen Weinberg. Als er aber um die dritte Stunde ausging, sah er andere auf dem Markt untätig stehen und sprach zu diesen: Geht auch ihr in den Weinberg und was recht ist, will ich euch geben.“ Er sagt also nicht genau, was es geben wird. Und sie gingen hin. Wiederum ging er aus um die sechste und um die neunte Stunde und tat dasselbe. Als er aber um die elfte Stunde ausging und der andere untätig dastehen sah, sprach er zu ihnen: „Warum steht ihr hier den ganzen Tag untätig?“ Sie sprachen zu ihm: „Es hat uns niemand eingestellt.“ Er spricht zu ihnen: „Geht auch ihr in den Weinberg und was recht ist, das werdet ihr empfangen.“
[41:04] Als es aber Abend geworden war, sprach der Herr des Weinbergs zu seinen Verwaltern: „Rufe die Arbeiter und bezahle ihnen den Lohn, indem du bei den letzten anfängst und bis zu dem ersten.“ Und es kamen die, welche um die elfte Stunde eingestellt worden waren und empfingen jeder einen Dinar. Als aber die ersten kamen, meinten sie, sie würden mehr empfangen. Da empfingen sie auch jeder einen Dinar. Und als sie ihn empfangen hatten, murrten sie gegen den Hausherrn und sprachen: „Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet und du hast sie uns gleichgestellt, die wir die Last und die Hitze des Tages getragen haben.“ Er aber antwortete und sprach zu einem unter ihnen: „Freund, ich tue dir nicht unrecht, bist du nicht um einen Dinar mit mir übereingekommen? Nimm das deine, und geh hin. Ich will aber diesem Letzten so viel geben wie dir. Oder habe ich nicht die Macht, mit dem Meinen zu tun, was ich will? Blickst du darum neidisch, weil ich gütig bin? So werden die Letzten die Ersten und die Ersten die Letzten sein. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.“
[42:15] Wieder ein langer Abschnitt, den wir gelesen haben und ich denke auch den meisten von uns wird es wiederum bekannt gewesen sein. Worum geht es? Die Jünger fragen: „Herr, wir haben doch so viel aufgegeben. Wir haben es doch wirklich nicht leicht, indem wir uns dafür entschieden haben, dir nachzufolgen. Was kriegen wir dafür? Was ist denn unser Lohn? Was erwartet uns denn dann?“ Und Jesus gibt ihnen sogar eine direkte Antwort und sagt: „Ja, es gibt eine Belohnung. Niemand geht leer aus, der sich verpflichtet, für Gott zu arbeiten. Jeder wird etwas bekommen. Nicht erst vertröstend auf die neue Erde, sondern schon hier und jetzt wird man auch etwas bekommen dafür, dass man für Gott arbeitet.“
[43:18] Aber die Frage ist trotzdem: Warum erzählt Jesus dann noch dieses Gleichnis? Da muss doch wieder irgendetwas gewesen sein, was im Verständnis der Jünger nicht ganz gepasst hat. Sie wollen wissen, was kriegen wir für eine Belohnung? Jesus sagt: „Ja, es gibt eine Belohnung.“ Aber irgendwas will er trotzdem noch gerade rücken in ihrem Denken. Und was er gerade rücken möchte, ist, dass jeder letztendlich die gleiche Belohnung bekommt. Jeder bekommt das ewige Leben. Weswegen? Weswegen bekommen wir ewiges Leben? Weil wir uns etwas erarbeitet haben, weil wir den ganzen Tag, unser ganzes Leben in der Hitze dieser Welt zugebracht haben und uns abgeplagt haben. Und dafür kriegen wir ewiges Leben? Natürlich nicht.
[44:15] Ich habe ein sehr schönes Zitat gefunden aus dem Buch „Bilder vom Reich Gottes“, was das schön auf den Punkt bringt. Und deswegen möchte ich es auf Grund der Zeit einfach mit diesem Zitat belassen für diesen Abschnitt. Dort heißt es: „Bilder vom Reich Gottes, Seite 329, Absatz 2: Die Ersten und die Letzten werden in der Ewigkeit gleichermaßen belohnt. Und die Ersten sollen die Letzten freudig willkommen heißen. Wer anderen die Belohnung missgönnt, vergisst, dass er selbst nur aus Gnaden gerettet ist.“ Nicht, weil wir irgendetwas getan haben, sondern wir sind durch die Gnade Gottes, seine Barmherzigkeit erlöst. Und deswegen dürfen wir auf der neuen Erde sein. Deswegen dürfen wir im Reich Gottes sein. Wir sind aus Gnade gerettet. Jeder.
[45:00] Das Gleichnis von den Arbeitern verdammt alle Eifersucht und alle Neid. Wer liebt, der freut sich über die Wahrheit und stellt keine neidvollen Vergleiche an. Wer liebt, vergleicht einzig die Vollkommenheit Christi mit der eigenen Unvollkommenheit. Es geht also nicht darum, dass wir uns mit irgendjemandem vergleichen sollen, ob sie genauso viel lohnen oder anderen lohnen oder wie Gott mit ihnen umgeht. Es kommt nur darauf an, dass wir uns mit Gott selbst, mit Jesus vergleichen sollten. Das ist unser Maßstab. Das ist das, wonach wir uns orientieren sollten. Wieder sollen wir uns nach Gott richten und nicht nach den Umständen oder nach anderen Menschen oder Gottes Handeln mit anderen Menschen oder was es auch sein mag. Wir sind mit Gott übereingekommen, dass wir ewiges Leben bekommen, weil er barmherzig uns gegenüber ist.
[46:09] Dann gibt es noch einen Abschnitt, den wir jetzt kurz anschauen wollen. Dort lesen wir einfach in Kapitel 20, Matthäus Kapitel 20, die Verse 21 und 22. Oder um es komplett zu machen, lesen wir einfach ab Vers 20. Da trat die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen zu ihm und warf sich vor ihm nieder, um etwas von ihm zu erbitten. Er sprach zu ihr: „Was willst du?“ Sie sagt zu ihm: „Sprich, dass diese, meine beiden Söhne, einer zu deiner rechten und der andere zu linken, sitzen sollen in deinem Reich.“ Aber Jesus antwortete und sprach: „Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke und getauft werden mit der Taufe, mit der ich getauft werde?“ Sie sprechen zu ihm: „Wir können es.“
[47:05] Sowohl die Mutter als auch, wie wir dann aus der Antwort sehen, die beiden Söhne, sie wollen wieder, obwohl Jesus ihnen schon die Lektion gesagt hat, die Gleichnisse erzählt hat, sie wollen nach wie vor der Größte sein. Sie wollen etwas sein, wo sie etwas vielleicht bewegen können, im Reich Gottes zu rechten und zu linken sitzen. Das ist ein Ehrenplatz. Grundlegend muss das ja nichts Falsches sein, dass wir das anstreben wollen, aber Jesus geht darauf ein und sagt: „Ihr wollt also etwas Großes erstreben, ihr wollt geehrt werden, ihr wollt angesehen sein, ihr wollt Lohn empfangen. Aber wisst ihr, mit diesem Lohn ist trotzdem auch ein Preis verbunden. Ein Preis, der euch viel kosten könnte.“ Und er sagt es mit den Worten: „Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke werde?“ Und er weist ja darauf hin, dass er in den Tod gehen wird, dass er viele Leiden auf sich nehmen wird für die Erlösung der Menschen. Und er sagt somit: „Ja, ihr wollt den Preis erhalten, aber wisst ihr, dass es euch etwas kosten wird? Habt ihr die Kosten wirklich überschlagen?“ Und sie sind etwas vorschnell und sagen: „Ja, natürlich können wir es.“
[48:23] Und Jesus sagt, weil er ja die Zukunft kannte: „Ja, ihr werdet es, ihr werdet diesen Kelch trinken, ihr werdet Leiden für mich durchlaufen. Aber ich kann sowieso nicht darüber entscheiden, wer zu linken und zu rechten sitzt. Das wird der Vater entscheiden.“ Der Gedanke, der hier einfach dahinter steckt, ist: Es gibt für den Lohn auch einen Preis. Kann man sich durch den Preis, den man bezahlt, den Lohn verdienen? Nein, natürlich nicht, das haben wir ja vorher besprochen. Aber es wird uns etwas kosten, wenn wir in der Nachfolge Gottes sind, wenn wir Nachfolger Jesu sind, Jünger Jesu. Und Jesus sagt: „Orientiert euch nicht an dem, was ihr bekommen könnt, sondern orientiert euch daran, dass all das, was Gott auf euch zukommen lässt, zu eurem Besten ist. Dass, egal ob es Freude oder Leid ist, egal ob es der Lohn am Ende ist oder Schwierigkeiten, Gott wird euch das in euer Leben lassen, wird es zulassen, was zu eurem Besten dient. Seid nicht vorschnell und jagt nicht einfach nur dem Preis, dem Lohn der Nachfolger nach, sondern kalkuliert alles. Aber nehmt alles aus Gottes Hand. Seht, dass er es gut mit euch meint und dass ihr vor allem nicht in eigener Kraft die Dinge bestehen könnt.“
[50:05] Wenn ihr sagt: „Ja, ihr könnt den Kelch trinken, ihr werdet es“, aber verlasst euch bitte nicht auf euch selbst. Ihr werdet, wenn ihr es aus eigener Kraft versucht, scheitern. Absolut, 100 Prozent, garantiert. Wenn ihr euch aber an Gott orientiert und sagt: „Alle Dinge dienen zum Besten“, dann können wir damit umgehen. Dann kann er uns helfen in jeglicher Situation, dass er unsere Stärke ist. Gott kann uns helfen, alles zu überwinden, durch alle Trübsale zu gehen, bis wir am Ende wirklich den Lohn empfangen können und im Reiche Gottes sein können.
[50:44] Wie gesagt, es sind viele verschiedene Aspekte, die wir jetzt angesprochen haben. Und aus jeder Geschichte, aus jedem Gleichnis könnte man noch so viele Einzelelemente rausziehen. Aber, und ich denke, das ist etwas sehr Schönes, dass man auch einen gewissen roten Faden erkennen kann. Wenn wir uns beispielsweise einfach noch mal die verschiedenen Elemente anschauen, da war Stichwort Demut, Vergebung, Lohn der Nachfolge, Götzen der Seele und dieses „Wir-können-es“. Was ist der gemeinsame Nenner dieser Sachen?
[51:14] Der gemeinsame Nenner ist, dass beim Stichwort Demut, dass wir bereit sind anzuerkennen, dass Gott unser Schöpfer ist und dass wir uns ihm unterordnen. Dass wir ihn als den anerkennen, wer er ist. Unser Schöpfer, unser Erlöser, derjenige, der als Gott über alle Maßen über uns steht. Dann werden wir uns stets als seine Kinder freuen, in Demut vor ihm zu wandeln. Micha 6, Vers 8 sagt ja: Was ist es, was wir tun sollen? Unter anderem demütig wandeln vor unserem Gott. Wir sollen anerkennen, welche Rangfolge da ist, dass er immer absolut über uns steht. Und so hat Demut etwas damit zu tun, dass wir uns in dem Punkt immer an Gott orientieren, an demjenigen, der über uns steht und uns führen kann.
[52:14] Stichwort Vergebung. Bei der Vergebung wollen wir nicht auf Menschen oder auf ihre Sünden schauen, sondern wir wollen auf Gott und seine Barmherzigkeit schauen. Auch hier wieder orientieren wir uns nur und ausschließlich an Gott. Wir weichen auch nicht davor zurück, die Konfrontation mit den Menschen zu suchen, wenn es notwendig ist. Es geht nicht um uns selbst, sondern wenn Gott es will, dass wir den Menschen nachgehen, dann werden wir alles, was in unserer Macht steht, tun, das auch auszuführen. Diese Schritte zu gehen, die wir gesagt haben. Wir orientieren uns an seiner Barmherzigkeit und vergeben aus tiefstem Herzen selbst, weil wir wissen, dass Gott uns noch viel, viel, viel, viel mehr vergeben hat.
[53:00] Beim Stichwort Lohn der Nachfolge wollen wir uns nach wie vor nicht mit Menschen vergleichen, wir wollen uns auch da nicht an den Menschen orientieren oder wie Gott mit den Menschen umgeht, sondern wir wollen alleine darauf schauen, was Gott uns persönlich verheißen und versprochen hat, dass ein Lohn da sein wird, dass wir ewiges Leben bekommen können und in Ewigkeit mit ihm sein können. Wir wollen es aus Gottes Hand nehmen und nicht murren, wenn da etwas ist, was uns ungerecht erscheint oder wo wir uns nicht mit Wohl fühlen, weil wir wissen, dass Gott es immer gut mit uns meint und dass er wirklich absolut gerecht ist. Gerechtigkeit umschließt, dass es einen Lohn gibt, aber Gott kann entscheiden, wie er mit wem umgeht und wir können es freudig aus seiner Hand nehmen.
[53:53] Stichwort Götzen der Seele. Götzen der Seele ist so etwas sehr Weitläufiges. Wir haben gesehen, dass der Götze Gott für den reichen Jüngling sein Besitz war. An wem oder was orientieren wir uns? Was ist unser Gott? Was ist das, was unser Handeln und Denken bestimmt? Wenn wir beispielsweise in unser eigenes Leben schauen, gibt es dort irgendetwas, was unser Handeln bestimmt? Wenn wir auf Dinge schauen, die in unserem Leben sein können, es kann unsere Arbeit sein, es können unsere eigenen Talente und Fähigkeiten sein, es kann unsere Ehebeziehung sein, dass wir uns von unserem Partner abhängig machen und der Partner wichtiger ist als Gott, dann ist der Partner quasi unser Gott. Oder wenn es wirklich, wie beim reichen Jüngling, unser Reichtum, unser Besitz ist, die Sicherheit, die wir versuchen, aus diesen Dingen zu ziehen. Es gibt viele Elemente, die uns Satan aufdrängen will, dass wir sie als alternativen Gott anerkennen würden.
[55:08] Aber wollen wir uns nicht in diesem Punkt heute wieder ganz bewusst entscheiden: Egal was es ist, nichts darf die Rolle und die Stelle Gottes in unserem Leben einnehmen. Gott muss die absolute und endgültige Autorität in unserem Leben sein. Und wisst ihr, wir müssen es in den kleinen Dingen lernen, dass wir ihn immer fragen: „Was ist dein Wille, Herr?“ Wir orientieren uns nach dem, was er sagt in seinem Wort, was wir durchs Gebet von ihm mitbekommen. Und wir müssen es jeden Tag Schritt für Schritt lernen, dass wir keine anderen Götter haben, wie es auch in den zehn Geboten heißt. Gott möchte, dass wir ihn von ganzem Herzen mit all unserer Kraft, mit unserer ganzen Seele und unserem ganzen Verstand nur ihn lieben, uns an ihm orientieren. Nichts anderes darf diesen Platz einnehmen. Denn es ist nur ein Entweder-Oder. Es gibt keinen Mittelweg. Du wirst den einen lieben oder den anderen lieben und den anderen hassen oder verachten. Es gibt keine Grauzone. So ungern wir das zugeben, so ungern wir das sehen, es gibt es einfach nicht. Ist Gott absolut? Ja oder nein? Wenn nicht, dann haben wir uns gegen ihn entschieden und werden immer wieder fallen in diesen Dingen. Aber wir können es lernen, Schritt für Schritt, bis wir letzten Endes diese ganz großen Prüfungen am Ende der Zeit bestehen werden. Das Mahlzeichen des Tieres. Wenn es um unser leibliches Leben geht, an wem orientieren wir uns? Orientieren wir uns daran, dass Menschen uns etwas sagen können oder akzeptieren wir immer Gott als Maßstab, als einzigen Maßstab? Gott möchte dieses Ziel erreichen, dass wir ihm so sehr vertrauen, dass wir uns nur an ihm orientieren und dass es keine anderen Götzen, keine anderen Götter in unserem Leben gibt, außer ihm.
[57:09] Stichwort „Wir können es“. Noch einmal wiederholt: Wir nehmen Freude und Leid aus seiner Hand, weil er es gut mit uns meint. Er ist derjenige, wo wir uns auch in diesem Punkt an ihm orientieren. Er lässt nichts zu über unser Vermögen, dass wir nicht fallen müssen. Aber er lässt manche Dinge zu und wir dürfen alles getrost aus seiner Hand nehmen, weil es gut für uns ist. Und so denke ich, ist das dieser rote Faden, dass in all diesen Geschichten irgendwo drin steht: An was wir uns orientieren sollten. An den Umständen, an Menschen, an ihren Sünden und Fehlern, an Schwierigkeiten, durch die wir in unserem Leben gehen, an die Stürme unseres Lebens. Oder sollten wir uns nicht an Gott alleine orientieren, nur ihm vertrauen? Nicht uns selbst, nicht anderen Menschen, nichts außer Gott. Und wenn wir dieses aus all diesen Geschichten rausgenommen haben, dann nehmen wir das mit in die Woche, in die Zukunft, in unser Leben hinein. Und wenn wir fallen werden und es wird wahrscheinlich so kommen, dass wir manchmal doch noch verirrt sind, aber Gott gibt uns nicht auf und wir sollten uns auch nicht aufgeben, dass Gott in uns, in unserem Herzen, das vollbringen kann, dass letzten Endes es nur noch einen Gott für uns gibt. Eine Quelle, an der wir uns orientieren. Und das ist Gott selbst, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist, der uns führen kann. Durch das Wort, durch Gebet, auch durch Umstände.
[58:49] Und wenn wir uns an ihm orientieren, wird unser Leben erfolgreich sein. Wir sind glücklich und müssen nicht betrübt wie der reiche Jüngling hinfortgehen, sondern können Jesus nachfolgen. Und in seiner Nachfolge ein Werkzeug sein in seinen Händen, um andere Menschen zu segnen. Das ist Gottes Ziel mit uns und ich wünsche mir, dass du dich heute auch von Neuem dafür entscheidest, Gott als deine einzige Quelle zu wählen.
[59:10] Lasst uns zum Abschluss noch beten. Vater im Himmel, es sind viele Themen, die wir angesprochen haben. Aber hilf uns, Herr, dass mindestens dieser eine Punkt klar und deutlich hervorgekommen ist, dass du dir von Herzen wünschst, dass wir uns nur nach dir orientieren. Dass es keine anderen Götter neben dir gibt. Einfach nur, weil du eifersüchtig bist und es dir nicht wünschst? Nein. Du weißt, was wir uns selbst dafür Probleme durchmachen, wenn wir uns nach anderen Menschen, nach Umständen, nach unseren Fähigkeiten, nach was auch immer orientieren würden. Und so empfiehlst du uns, legst uns ans Herz, was wir tun sollen, um ein glückliches und erfülltes Leben zu haben. Du sagst: Nimm mich als alleinigen Gott, als alleinige Quelle an. Liebt mich von ganzem Herzen. Seid mir gehorsam, nicht einfach nur, um mir zu gefallen, sondern durch den Gehorsam, dadurch, dass ihr euch nach mir richtet, wird euer Leben gut und ihr befriedigt eure Seele bis aufs Innerste.
[1:00:21] Vater im Himmel, es ist eine schwere Lektion, die wir als sündige Menschen lernen müssen. Aber du lässt uns nicht im Stich, bis du uns dorthin gebracht hast, Herr, dass nur du und du allein in unserem Herzen regierst. Und ich freue mich auf diesen Zeitpunkt. Ich freue mich, dass es etwas Wunderschönes sein wird für jeden von uns, alle Zuschauer, für mich, jeder, der sich dir hingibt, Herr. Jeder, der dich an ihm wirken lässt. Und wir danken dir, Herr, dass du es tun willst und wirst. Im Namen Jesu. Amen.