[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von der Cannstatt Study Hour. Heute mit dem Thema Endzeiterereignisse. Wir studieren immer noch das Evangelium nach Matthäus und wir sind in den Kapiteln 23 und 24 angekommen. Und bevor wir da jetzt reinsteigen, möchten wir mit einem Gebet beginnen. Unser himmlischer Gott und Vater, wir danken dir für dein Wort, wir danken dir für die Möglichkeit, das heute hier studieren zu können. Wir möchten dich bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist bei uns bist, dass du uns zeigst, was wichtig ist in diesen Kapiteln des Evangeliums nach Matthäus und wir bitten dich, dass du uns Verständnis schenkst, dass du unsere Herzen und unsere geistigen Augen öffnest, sodass wir aufnahmefähig sind und dass wir die Dinge sehen können, die du da hineingelegt hast. Wir danken dir dafür und bitten das im Namen Jesu Christi. Amen.
[1:09] Im Alten Testament wird sehr oft von einem bestimmten Engel gesprochen und zwar geht es um den Engel des Herrn. Und bevor wir jetzt zu Matthäus danach kommen, möchte ich kurz auf diesen Engel eingehen, denn wir finden ihn an ganz vielen entscheidenden Stellen in der Geschichte. Zum Beispiel erscheint er Hagar, er erscheint Abraham, er erscheint Mose in einem Dornenbusch, er erscheint Joshua, Manoach und seiner Frau, also den Eltern von Simson und Elia und David und vielen anderen. Und so spielt dieser Engel eine wichtige Rolle und wir wollen mal reinschauen, wer dieser Engel eigentlich ist. Wenn man es sich ganz einfach machen möchte, dann nimmt man hier so eine Bibel. Das ist eine Schlachter 2000 und dort auf der Seite 16, also das ist erster Mose Kapitel 16 Vers 7, wo zum ersten Mal der Engel des Herrn erwähnt wird. Dort findet man zu diesem Namen unten eine Fußnote, die das ein bisschen beschreibt. Aber wir wollen uns das ein bisschen von der anderen Seite anschauen. Wir wollen das da wirklich studieren, da mal reinschauen.
[2:19] Im ersten Mose Kapitel 32 lesen wir über Jakob, der wieder zurückgeht in sein Heimatland und Angst hat vor seinem Bruder Esau. Und er bleibt alleine über Nacht und da kommt ein Mann zu ihm und er kämpft mit ihm. Das ist im ersten Mose Kapitel 32 und dort Verse 25 bis 31. Dort lesen wir: Jakob aber blieb alleine zurück. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte anbrach und als dieser sah, dass er ihn nicht bezwingen konnte, da rührte er sein Hüftgelenk an, so dass Jakobs Hüftgelenk verrenkt wurde beim Ringen mit ihm. Und der Mann sprach: Lass mich gehen, denn die Morgenröte bricht an. Jakob aber sprach: Ich lasse dich nicht, es sei denn, du segnest mich. Da fragte er ihn: Was ist dein Name? Er antwortete: Jakob. Da sprach er: Dein Name soll nicht mehr Jakob sein, sondern Israel, denn du hast mit Gott und Menschen gekämpft und hast gewonnen. Vers 29 genau bis 31. Jakob aber bat und sprach: Lass mich doch deinen Namen wissen. Er aber antwortete: Warum fragst du meinen Namen? Und er segnete ihn dort. Jakob aber nannte den Ort Pniel, denn er sprach: Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen und meine Seele ist gerettet worden.
[3:39] Wir finden diese Situation auch noch mal in Hosea Kapitel 12 Vers 4 bis 6 geschildert und das ist immer hilfreich Geschichten, die an mehreren Stellen der Bibel erzählt werden, miteinander zu vergleichen, denn dort kann man einiges darüber darüber noch lernen, dort werden Einzelheiten noch erklärt, die vielleicht in der anderen nicht erwähnt wurden. Hosea Kapitel 12 und dort die Verse 4 bis 6 und dort lesen wir: Schon im Mutterschoß hielt er die Verse, also hier geht es um Jakob, die Verse seines Bruders und in seiner Mannskraft bekämpfte er mit Gott. Das ist die Szene, die wir gerade gelesen hatten. Er kämpfte mit dem Engel, also hier steht es, dass er mit einem Engel gekämpft hat. In der ersten Mose Kapitel 32 haben wir von einem Mann geredet und siegte. Er weinte und flehte zu ihm in Bethel hat er ihn gefunden und dort hat er mit uns geredet, nämlich der Herr der Gott, der Herrscharen, dessen Gedenknahme der Herr ist. Gut, also dieser Mann war nicht nur ein Mann, sondern es war ein Engel und wir lesen, dass er hier diesen Ort Peniel genannt hat, was bedeutet Angesicht Gottes.
[4:59] Nun, es wird deutlich, dass hier Jakob nicht mit irgendjemandem, nicht mit einem Menschen oder mit einem Engel, sondern mit Gott selbst gerungen hat. Nun, wenn wir aber andere Verse aus der Bibel dazunehmen, 2. Mose 33 Vers 20 zum Beispiel, berichtet davon, wie Mose Gott bat, lass mich deine Herrlichkeit oder dein Angesicht sehen und Gott wehrte es ihm und sagt in 2. Mose Kapitel 33 Vers 20: Und er sprach weiter: Mein Angesicht kannst du nicht sehen, denn kein Mensch wird leben, der mich sieht. Das heißt, wir haben hier den Jakob, der sagt, er hat mit Gott von Angesicht zu Angesicht gekämpft, er hat ihn gesehen und dann haben wir hier den Vers in 2. Mose, der sagt, dass keiner Gott sehen kann und lebt. Das scheint jetzt erstmal vielleicht ein Widerspruch zu sein, aber wenn wir einen einzigen weiteren Vers aus der Bibel dazunehmen, löst sich das Ganze auf.
[6:00] In Johannes Kapitel 14 Vers 9 sagt Jesus: Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Das heißt, Jakob hat hier mit Jesus gerungen und wir finden auch andere Stellen in der Bibel, zum Beispiel 2. Mose Kapitel 3 Vers 2 und 4 ist die Szene, wo Mose im Dornenbusch den Engel des Herrn begegnet. 2. Mose Kapitel 3 und dort die Verse 2 und 4. Vers 2: Da erschien ihm der Engel des Herrn in einer Feuerflamme mitten aus dem Dornenbusch und als er hinsah, siehe, da brannte der Dornenbusch im Feuer und der Dornenbusch wurde doch nicht verzehrt. Und im Vers 4 lesen wir: Aber der Herr sah, dass er hinzutrat, um zu schauen, rief ihm Gott mitten aus dem Dornenbusch zu und sprach. Der Engel des Herrn war im Dornenbusch und Gott selbst spricht aus dem Dornenbusch, das heißt, der Engel des Herrn muss Gott sein. Und in dem Fall, da dieser Engel des Herrn immer wieder Menschen erschienen ist und diese auch sagen, wir haben Gott gesehen, wie Jakob jetzt, wissen wir, dass der Engel des Herrn eigentlich Jesus ist.
[7:26] Kurz nach der Befreiung des israelitischen Volkes aus der Gefangenschaft in Ägypten, Jesus war es. Es war Jesus selbst, der sie hinausgeführt hat aus der Sklaverei und das wollte ich jetzt auch mit dem Engel des Herrn, denn er wird in dieser Geschichte auch oft erwähnt, das wollte ich deutlich machen, dass es Jesus selbst war, der hier sein Volk aus Ägypten geführt hat und er führte sie zum Berg Sinai, um ihnen dort zu begegnen. Er wollte einen Bund mit ihnen schließen. Dieser Bund wird oft als ein Ehebund bezeichnet in der Bibel, sodass Jesus hier deutlich macht, er wollte so eine enge Beziehung zu seinem Volk haben, wie sie in einer Ehe zwischen Mann und Frau stattfinden. Das ist die engste Verbindung, die zwei Personen, zwei Menschen überhaupt nur eingehen können. Und zu diesem Zweck führte er sie raus aus dem Land Ägypten durch die Wüste zum Berg Sinai und wollte ihnen dort begegnen. Er holte auch die Führer des Volkes in 2. Mose Kapitel 24, Verse 9 bis 11 auf den Berg hinauf, um ihnen dort zu begegnen. Und auch dort lesen wir, dass sie Gott von Angesicht sahen.
[8:42] Doch das Volk, das zu den Geboten Gottes Ja gesagt hatte, wurde nur kurz darauf abtrünnig. Sie begingen geistliche Hurerei, indem sie sich ein Götzenbild machten und es anbeteten, obwohl sie wenige Tage zuvor gesagt hatten: Wir werden das nicht tun. Und so ist die Geschichte Israels ein Zyklus von Treue, Abfall, Strafe und Buße. Und es geht immer so weiter, bis zu dem Zeitpunkt, als Gott dann gesagt hat: Okay, hier geht es nicht mehr weiter und er sein Volk verworfen hat. Und ich glaube, dass es auch, dass jeder von uns es kennt, dass wir so diesen Zyklus oft durchmachen. Wir sind treu, dann passiert irgendetwas, wir sündigen, wir fallen, dann tun wir Buße, dann vergibt uns Gott selbstverständlich so, wie er auch verheißen hat. Und dann sind wir wieder treu und dann geht das Ganze wieder von vorn los. Und es ist immer so ein Zyklus und ein Teufelskreis. Und wir wissen oft nicht, wie wir da rauskommen können.
[9:49] Aber es ist wichtig, dass wir aus der Geschichte lernen. Gott hat so viele Hinweise und so viele, alles was Gott auch mit dem Volk Israel getan hat, die Strafen, die es bekommen hat und die ganzen Demütigungen, das alles musste das Volk durchleiden, weil Gott auch ein Exempel statuieren wollte, dass wir sehen können: Okay, das war der falsche Weg, das ist der richtige Weg, dass wir einfach daraus lernen können. Und im Matthäus-Evangelium, Kapitel 23, sehen wir, wie Jesus einen letzten Versuch unternimmt, um sein Volk wieder mit sich zu versöhnen. Und er geht hier relativ hart ins Gericht mit den Pharisäern, denn er will ihnen einfach deutlich machen, dass die Art und Weise, wie sie verkündigen oder das, was sie verkündigen, oft Humbug ist, dass es einfach nichts mit dem zu tun hat, was Gott eigentlich für sein Volk wollte, und zeigt es hier an vielen eindrücklichen Beispielen auf. Das Ganze sollte nicht nur dazu dienen, die Pharisäer zu rügen und sie öffentlich bloßzustellen, sondern es war auch gedacht, sie zum Nachdenken anzuregen.
[11:01] Lasst uns aufschlagen, Matthäus, Kapitel 23, und dort lesen wir mal den Vers 2. Also Jesus sprach: Die Schriftgelehrten und Pharisäer haben sich auf Moses Stuhl gesetzt. Es ist interessant, dass hier steht, dass sie sich selbst auf den Stuhl gesetzt haben. Und der Stuhl Mose beschreibt eigentlich eine Position, eine Aufgabe. Und die Aufgabe war eigentlich, was hat Mose getan? Er hat vermittelt zwischen dem Volk und Gott. Er war Gottes Werkzeug. Und das, was die Pharisäer hier getan haben, ist, sie haben sich selbst diesen Posten quasi angeeignet, obwohl eigentlich dieses Amt nur von Gott vergeben werden sollte.
[11:55] Der einzige, der wirklich dafür taugt, diesen Mittlerdienst zu tun, ist Jesus Christus. Und Gott verhieß auch in 5. Mose, Kapitel 18, Vers 18, er sagte: Ich will ihnen einen Propheten, wie du es bist, er sprach zu Mose, aus der Mitte ihrer Brüder erwecken und meine Worte in seinen Mund legen. Der soll alles zu ihnen reden, was ich ihnen gebiete. Und das war auch eine Verheißung auf Jesus Christus. Und als er kam, da legte Gott natürlich auch, es waren Gottes Worte, die Jesus sprach. Immer wieder bezeugte er: Nicht das, was ich rede, nicht aus mir selbst, sondern das, was der Vater mir sagt, das rede ich.
[12:37] Gehen wir zu den Versen 5 bis 7. Da lesen wir: Alle ihre Werke tun sie aber, um von den Leuten gesehen zu werden. Sie machen nämlich ihre Gebetsriemen breit und die Säume an ihren Gewändern groß. Und sie lieben den obersten Platz bei den Mahlzeiten und die ersten Sitze in den Synagogen und die Begrüßungen auf den Märkten und wenn sie von den Leuten Rabbi, Rabbi genannt werden. Nun bereits zuvor hatte Jesus ein Gleichnis zu seinen Jüngern gesprochen. Und zwar, er hat ein Gleichnis gesprochen zu der Menge. Und zwar in Lukas, Kapitel 14, Verse 7 bis 11. Lukas, Kapitel 14 und dort die Verse 7 bis 11. Er sagte aber zu den Gästen ein Gleichnis, da er bemerkte, wie sie sich die ersten Plätze aussuchten und sprach zu ihnen: Wenn du von jemand zur Hochzeit eingeladen bist, so setze dich nicht auf den obersten Platz, damit nicht etwa ein Vornehmer als du von ihm eingeladen ist. Und nun der und nun der, der dich von ihm eingeladen hat, kommt und zu dir sagt: Mache diesen Platz. Und du dann beschämt den letzten Platz einnehmen musst. Sondern wenn du eingeladen bist, so geh hin und setze dich auf den letzten Platz, damit der, welcher dich eingeladen hat, wenn er kommt zu dir spricht: Freund, rücke hinauf. Dann wirst du Ehre haben von denen, die mit dir zu Tisch sitzen.
[14:10] Nun versetzt noch, denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden. Und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden. Das ist auch gleichzeitig unser Merkvers für diese Woche. Der steht allerdings in Vers 12 vom 23. Kapitel des Matthäus Evangeliums. Und wir sehen hier, dass diese Menschen, die Gäste, im Vers 7 lesen wir, da er bemerkte, wie sie sich denn erst die ersten Plätze aussuchten. Nun mir kam der Gedanke, dass diese Gäste waren Leute aus dem Volk. Vielleicht waren es auch Pharisäer, vielleicht waren es auch einfach unterschiedlichen, aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. Aber die Pharisäer hatten hier auch eine Vorbildfunktion. Die Menschen schauten auf sie. Und so wie hier in Matthäus 23 beschrieben wird, dass sie die Begrüßungen liebten, dass sie es liebten, dann den besten Platz zu bekommen, so glaube ich, dass es natürlich auch einen Einfluss hatte auf das Volk und dass diese anfingen, sich genauso zu verhalten.
[15:22] Schaut in Vers 11, Matthäus Kapitel 23, Vers 11. Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein. Bereits sofort hat Jesus solche Worte zu seinen Jüngern gesprochen. Im Matthäus Kapitel 20, Vers 25 bis 28. Er nimmt sich selbst hier als Beispiel und fordert seine Jünger dazu auf, es ihm gleich zu tun. In Matthäus 20, und dort die Verse 25 bis 28. Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Ihr wisst, dass die Fürsten der einen Völker sie unterdrücken, dass die großen Gewalt über sie ausüben. Unter euch aber soll es nicht so sein, sondern wer unter euch groß werden will, der sei euer Diener. Und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht. Gleich wie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.
[16:31] Diese Aufforderung, es ihm gleich zu tun, gilt für jeden von uns. Und unsere Aufgabe ist es nicht, uns über andere zu setzen und zu herrschen, sondern zu dienen. Das müssen wir uns immer wieder in Erinnerung rufen, denn es ist oft manchmal schwierig, auch in zwischenmenschlichen Beziehungen. Da ist vielleicht mal ein Streit, da hat irgendetwas jemand etwas getan, was mich jetzt gestört hat und dann bin ich sauer auf ihn. Aber anstatt einfach sich über den anderen zu erheben und zu sagen, ja, ich bin ich, aber eigentlich ist es das, was wir tun. Wenn wir anderen nicht vergeben können, heißt es, dass wir denken, dass wir so etwas nie tun würden. Also sehen wir, denken wir, dass wir besser sind als der andere. Aber im Endeffekt sind wir alle Sünder und alle auf der gleichen Ebene.
[17:10] Wer sich aber selbst erhöht, der wird erniedrigt werden. Und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden. Vers 12. Dieses Bild finden wir auch immer wieder. Es ist ein Prinzip, ein göttliches Prinzip, was wir in der Bibel immer wieder finden. Es fing an bei Luzifer und dann ging es weiter. Es war Turmbau zu Babel, der Pharao, der Gottesvolk nicht ziehen lassen wollte. Saul, der zunächst mal treu war, aber dann viel von sich selbst hielt und es sogar so weit ging, dass er versuchte, den Auserwählten Gottes umzubringen. Nebukadnezar, das lesen wir in Daniel Kapitel 4, Vers 34, wo er spricht: Wer hochmütig wandelt, den kann er demütigen. Das hat er gesagt, weil er zuvor gesagt hat: Ich bin nicht der große Nebukadnezar, der dieses Königreich errichtet hat. Er hat sich selbst quasi groß gemacht und Gott hat ihm gezeigt: Warte mal, eigentlich bist du nichts. Und er hat ihn gemacht wie die Tiere auf dem Feld. Und sieben Jahre war er draußen und hat sich verhalten wie die Tiere und Gras gefressen und wurde von Tau bedeckt am Morgen. Und er hat dann gesprochen: Wer hochmütig wandelt, den kann er demütigen. Nebukadnezar hat seine Lektion gelernt.
[18:37] Also es ist ein Prinzip, ein Wesen zu Gottes, und Gott lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das heißt, das wird immer bestehen. Wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden. Und das beste Beispiel dafür ist Jesus Christus, der sich selbst erniedrigte, auf diese Erde kam und erhöht wurde.
[18:57] Im Abschnitt von Matthäus Kapitel 23, die Verse 13 bis 29, lesen wir, wie Jesus immer wieder die Pharisäer und Schriftgelehrten als Heuchler bezeichnet. Es ist interessant, dass es genau siebenmal ist, dass er sie so bezeichnet als Heuchler. Denn sieben ist eine göttliche Zahl, es ist die Zahl der Vollkommenheit. Und vielleicht bedeutet es ja, dass die Pharisäer, dass es einfach keine Steigerung mehr gab in ihrer Heuchelei. Sie waren einfach so, ich weiß nicht, es gab einfach keinen weiteren Raum für euch. Also ja, keine Steigerung davon. Und das ist erschreckend. Jesus wollte ihnen deutlich machen, wie verkehrt ihr Charakter war.
[19:52] In den Versen 18 bis 22, und wir werden relativ kurz ein paar Sachen aus den Kapiteln rausnehmen, um das nicht zu sehr in die Länge zu ziehen. In den Versen 18 bis 22. Und wer beim Brandopferaltar schwört, das gilt nichts. Wer aber beim, wir fangen in Vers 17 an. Ihr Narren und Blinden, was ist denn größer, das Gold oder der Tempel, der das Gold heiligt? Und wer beim Brandopferaltar schwört, das gilt nichts. Wer aber beim Opferschwert, das darauf liegt, der ist gebunden. Ihr Narren und Blinden, was ist denn größer, das Opfer oder der Brandopferaltar, der das Opfer heiligt? Darum, wer beim Altarschwert schwört, der schwört bei ihm und bei allem, was darauf ist. Und wer beim Tempelschwert schwört, der schwört bei ihm und bei dem, der darin wohnt. Und wer beim Himmelsschwert schwört, der schwört bei dem Thron Gottes und bei dem, der darauf sitzt.
[20:45] Also die Pharisäer hatten hier einen Unterschied gemacht, ob man jetzt bei dem Altarschwert oder bei dem Opfer auf dem Altar. Sie sagten, naja, bei dem Opfer ist es okay. Also es ist in Ordnung, wenn man bei dem Opferschwert, aber es ist nicht in Ordnung, wenn man bei dem Altarschwert. Aber im Endeffekt ist das Prinzip dieses, dass wer schwört, der schwört auf irgendetwas, was Gott geschaffen hat. Und der ist so oder so an seinen Schwur gebunden. Also es ist nicht so, wie wenn man sagen würde: Ja, okay, ich bin ganz ehrlich, ich habe das und das nicht getan. Und dann kreuzt man die Finger. Und das heißt ja dann, normalerweise macht man das dann unter dem Rücken. Ich weiß nicht, ob ihr das kennt. Und das bedeutet ja eigentlich, lüge ich. Aber das ist in Ordnung, solange ich die Finger kreuze. Aber das ist eben nicht in Ordnung. Denn was ich sage, das soll so sein.
[21:46] Und im Matthäus Kapitel 5, Vers 37 lesen wir: Dein Ja soll ein Ja sein und dein Nein ein Nein. Also wenn du etwas sagst, dann meinst du es auch. Das erspart viele Probleme, auch der zwischenmenschlichen Kommunikation, die sonst auftreten würden.
[22:07] Weitere Beispiele für die Verkehrtheit der Pharisäer liefert Jesus in Vers 24: Ihr blinden Führer, die ihr die Mücke aussiebt, das Kamel aber verschluckt. Die Pharisäer achteten peinlichst genau darauf, dass wenn irgendwo eine Mücke in einem Getränk oder irgendwo drauf war, das war ja unrein. Aber sie aßen Kamelfleisch. Und sie haben dann gesagt, ja, eigentlich ist es unrein, aber in dem Fall. Also sie waren einfach, sie haben mit zweierlei Maß gemessen. Und Jesus deckt das hier auf.
[22:37] Lasst uns aufschlagen, 2. Timotheus Kapitel 3. Zweiter Timotheus und dort Kapitel 3 die Verse 1 bis 5. Das aber sollst du wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden, denn die Menschen werden sich selbst lieben, geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, den Guten feind, Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen. Sie lieben das Vergnügen mehr als Gott. Dabei haben sie äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen wende dich ab.
[23:39] Es geht hier um Menschen, die den äußeren Schein der Frömmigkeit haben, das heißt, die gläubig sind. Und diese leben ein verkehrtes Leben. Sie geben das eine vor, aber wenn keiner schaut, tun sie das andere. Und so wird hier eben vorausgesagt, dass in der letzten Zeit, in der Zeit des Endes, kurz vor der Wiederkunft Jesu, wird es vorgeblich geistliche Menschen geben, die aber korrupt sind, die um Ruhm und Gewinn heucheln werden.
[24:19] Gehen wir zurück zu Matthäus, Kapitel 23. In den Versen 37 und 38 klagt Jesus über Jerusalem und sagt: Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind. Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken unter die Flügel sammelt. Aber ihr habt nicht gewollt. Siehe, euer Haus wird euch verwüstet gelassen werden. Wir können auch noch Vers 39 lesen: Denn ich sage euch, ihr werdet mich von jetzt an nicht mehr sehen, bis ihr sprechen werdet: Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn.
[25:07] Jesus sagt, dass das Haus euch verwüstet gelassen wird. Das war natürlich zum einen eine Prophezeiung auf die Zerstörung des Tempels 70 nach Christus. Aber wenn wir darüber nachdenken, es war das letzte Mal, dass Jesus den Tempel betreten hatte und der ganze Opferdienst, der ganze Heiligtumsdienst, jeder Gegenstand, jede Handlung in dem Tempel deutete auf Christus hin. Und da sie Jesus verworfen haben, war er es nicht mehr, der darin wohnte. Das war auch der Zweck des Tempels. Gott wollte unter dem Menschen wohnen in ihrer Mitte. Und da sie ihn, ihren Schöpfer, verworfen hatten, sagt er ihnen, dass euch euer Haus verwüstet gelassen wird. Es ist auch interessant, dass er sagt: Euer Haus, denn bei der Tempelreinigung sprach er noch von dem Haus meines Vaters. Hier sprach er von eurem Haus. Ihr wolltet es, ihr könnt es behalten, aber ohne mich.
[26:19] Warum hat Jesus die Pharisäer und Schriftgelehrten öffentlich im Tempel getadelt? Er hätte es doch auch beiseite nehmen können. Wir haben auch das Prinzip, wenn in Matthäus Kapitel 18, wenn dir jemand irgendetwas getan hat, oder wenn du glaubst, dass da irgendetwas zwischen euch steht, dann nimm ihn erstmal beiseite, eins zu eins. Wenn das nicht funktioniert, dann nimm noch einen anderen dazu und dann bringt es vor die Gemeinde, wenn es immer noch nicht klappt und so weiter. Und Jesus tadelt die Pharisäer hier öffentlich. Aber es war nicht das erste Mal. Er hatte schon zuvor mit den Pharisäern gesprochen und es kommt ein Zeitpunkt, wo Sünde auch beim Namen genannt werden muss. Nicht nur außerhalb der Gemeinde, sondern gerade in der Gemeinde. Wir dürfen es nicht dulden, dass sich diese Art von Sünde in der Gemeinde ausbreitet und Fuß fasst. Das wäre fatal.
[27:19] Der Grund für unsere Frömmigkeit sollte nicht derjenige sein, Menschen gefallen zu wollen, sondern Gott. Wir können Gott sowieso nichts vormachen. Menschen sehen nicht, was in unserem Herzen ist, aber Gott weiß, was im Herzen ist. Unser Antrieb für ein geheiligtes Leben sollte die Liebe zu Christus sein.
[27:40] Die Juden waren auserwählt, um ein Segen für alle Völker zu sein. Da sie aber der Aufgabe nicht mehr nachkamen, musste Gott einen anderen Weg finden, um das Evangelium in die Welt zu bringen. Die Juden hielten viel von sich selbst und von ihrer Abstammung. Sie dachten, sie wären aufgrund ihrer Abstammung, weil sie eben Nachkommen Abrams waren, etwas Besonderes. Doch Jesus offenbarte ihnen ein sehr wichtiges Prinzip. Das finden wir in Johannes Kapitel 8, Vers 39. Sie antworteten und sprachen zu ihm: Abraham ist unser Vater. Jesus spricht zu ihnen: Wenn ihr Abrams Kinder wärt, würdet ihr Abrams Werke tun. Das Kind tut die Werke seines Vaters. Das heißt, wenn wir die Werke Abrams tun, sind wir auch Nachkommen Abrams und damit auch Erben der Verheißungen. Das lesen wir auch in Galater Kapitel 3, Vers 29. Also diejenigen, die Abrams Werke tun, die nehmen Christus an.
[29:05] In Johannes Kapitel 12, wir springen mal für eine Weile kurz zu dieser Stelle, passiert etwas für die Juden vielleicht ungewöhnliches, denn wir lesen Johannes Kapitel 12, ab Vers 20. Es waren aber etliche Griechen unter denen, die hinauf kamen, um während des Festes anzubeten. Diese gingen zu Philippus, der aus Bethsaida in Galiläa war, baten ihn und sprachen: Herr, wir möchten gerne Jesus sehen. Philippus kommt und sagt es dem Andreas und Andreas und Philippus sagen es wiederum Jesus. Also während viele der Juden Jesus verworfen hatten, waren es die Griechen, also die Heiden, die jetzt herkamen, um Jesus aufzusuchen. Und sie gingen, vielleicht wussten sie ja nicht, wo Jesus ist, aber sie gingen hier jetzt erstmal zu jemandem, der Jesus kannte und der wiederum führte sie, ja, jetzt hier über einen Umweg, führte sie zu Jesus.
[29:59] Und so ist es auch unsere Aufgabe, Menschen, die Jesus suchen, oder vielleicht wissen sie ja nicht, dass sie Jesus suchen, aber viele Menschen suchen etwas heute. Sie suchen nach einem Sinn in ihrem Leben und es ist unsere Aufgabe, sie zu Christus zu führen. Lass uns auch wie Philippus handeln und bereit sein, jeden Tag bereit sein, Menschen zu Christus zu führen.
[30:24] In Vers 23 lesen wir: Jesus aber antwortete ihnen und sprach. Also diese Heiden, diese Griechen kamen zu Jesus und wollten etwas hören und Jesus spricht nun folgendes zu ihnen. Die Stunde ist gekommen, dass der Sohn des Menschen verherrlicht werde. Ganz oft in den Evangelien finden wir, dass Jesus vor diesem Zeitpunkt sagt: Meine Zeit ist nicht gekommen, oder meine Stunde ist nicht gekommen. Welche Stunde meinte er? Jesus meinte die Zeit, die vorher prophezeit war. Wir finden das in Daniel Kapitel 9. Jesus wusste ganz genau, zu welchem Zeitpunkt in der Geschichte er seinen Dienst beginnen sollte, er gekreuzigt werden würde oder sterben würde und wann die Gnadenzeit für das Volk Israel abgelaufen sein würde.
[31:17] Deshalb sagt er: Meine Stunde ist gekommen, denn es war kurz bevor er dann gefangen genommen und gekreuzigt wurde. Vers 24: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es allein. Wenn es aber stirbt, so bringt es viel Frucht. Jesus wusste auch und das finden wir in Jesaja Kapitel 53 Vers 10, dass er nur durch seinen Tod Errettung für die Menschen erwirken konnte. Durch seinen Tod haben viele das Leben gefunden und nur durch seinen Tod konnte eine so große Bewegung entstehen und er konnte so viele Nachfolger für sich gewinnen.
[32:09] Vers 25: Wer sein Leben liebt, der wird es verlieren, wer aber sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren. Nur wer bereit ist, alles auf den Altar Gottes zu legen, kann das ewige Leben empfangen. Wenn wir an irgendetwas Irdischem hängen, dann werden wir nicht in das Himmelreich eingehen können. Es ist wie bei der Frau Lots, sie konnte sich nicht von der Stadt trennen und so schaute sie zurück und sie wurde verderbt wie der Rest der Stadt, sie wurde zur Salzsäule. Also wir dürfen unser Herz nicht an irdische Dinge hängen.
[32:57] Vers 26: Wenn jemand mir dienen will, so folge er mir nach und wo ich bin, da soll auch mein Diener sein und wenn jemand mir dient, so wird ihn mein Vater ehren. Also die Nachfolge Jesu ist mit einem Dienst verbunden. Es ist etwas Aktives, nichts, wo man sagt: Ja, ich bin Jesu Nachfolger, aber sonst interessiere ich mich nicht so wirklich für das praktische Christenleben. Es ist aktiv, also es funktioniert nicht, dass wir passive Christen sind. Da sind wir keine Christen, da sind wir irgendetwas, aber keine Christen.
[33:27] Im Matthäus Kapitel 23 Vers 38 hatte Jesus den Pharisäern gesagt, dass ihnen ihr Haus, also der Tempel verwüstet zurückgelassen wird. Als er nun aus dem Tempel hinaus ging, beschäftigte das die Jünger, denn sie fragten sich, was er damit meinte. Wir gehen zu Matthäus Kapitel 24. Wir lesen Vers 2. Jesus aber sprach zu ihnen: Seht ihr nicht dies alles? Wahrlich, ich sage euch, hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben, der nicht abgebrochen wird.
[34:04] Also die Jünger kamen nun, sie liefen mit Jesus aus dem Tempel heraus und sie überlegten, was Jesus wohl damit gemeint hatte und dann lenkten sie seine Aufmerksamkeit auf die Gebäude und Jesus sagt, da wird kein Stein auf dem anderen bleiben. Also Jesus sagt dir ganz deutlich die Zerstörung des Tempels voraus.
[34:23] Vers 3: Als er aber auf dem Ölberg saß, traten die Jünger allein zu ihm und sprachen: Sage uns, wann wird dies geschehen und was wird das Zeichen deiner Wiederkunft und des Endes der Weltzeit sein? Sie sprechen hier eigentlich zwei Sachen an. Das eine ist die Zerstörung des Tempels und das andere ist die Wiederkunft. Und so ist auch in der Antwort Jesu finden wir hier Hinweise auf die Zerstörung des Tempels und Hinweise auf die Wiederkunft.
[34:49] Jesus antwortete zu ihnen und sprach, Vers 4: Habt acht, dass euch niemand verführt. Das erste, was er ihnen sagt, ist: Passt auf, dass euch niemand verführt. Vers 5: Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus, und sie werden viele verführen. Also habt acht, es wird falsche Christusse geben. Normalerweise ist das erste, was man sagt, so das Wichtigste und das ist etwas, was wir uns wirklich zu Herzen nehmen müssen, wenn wir nicht verführt werden wollen. Denn wenn wir nicht darauf achten, wenn wir nicht die Vorhersagen und die Verheißungen Jesu aus der Bibel kennen, dann kann es sehr schnell passieren, dass wir irgendwelchen Irrlehren oder irgendwelchen Täuschungen dann verfallen werden.
[35:49] Kolosser, Kapitel 2, Vers 8 spricht, da spricht Paulus ein warnendes Wort an die Gläubigen, dass wir uns auch zu Herzen nehmen sollten. Kolosser, Kapitel 2, Vers 8. Habt acht, dass euch niemand beraubt, ich sage jetzt mal verführt, durch die Philosophie und leeren Betrug, gemäß der Überlieferung der Menschen, gemäß den Grundsätzen der Welt und nicht Christus gemäß. Also auch in diesen Dingen steckt das Potenzial uns zu berauben oder uns zu verführen. Also tatsächlich heißt hier, also man kann das auch übersetzen mit einfängt oder gefangen, wegführt. Dieses Wort beraubt hier und er spricht ja die Philosophie, leeren und leeren Betrug, gemäß der Überlieferung der Menschen und den Grundsätzen der Welt. Also das sind Dinge, die uns verführen können und auf die wir achten müssen.
[37:03] In 1. Johannes, Kapitel 4, Vers 1 bis 6 gibt Johannes einen praktischen Tipp, wie wir falsche Propheten identifizieren können. Erster Brief des Johannes, Kapitel 4, Vers 1 bis 6. Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister. Das ist ganz wichtig, so wie die Gläubigen aus Beröa, die alles prüften. Prüft die Geister, ob sie aus Gott sind, denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen. Daran erkennt ihr den Geist Gottes. Und jetzt kommt das: Jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist aus Gott. Einfach. Und jeder Geist, der nicht bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist nicht aus Gott. Und das ist der Geist des Antichristen, von dem ihr gehört habt, dass er kommt und jetzt schon ist er in der Welt. Kinder, ihr seid aus Gott und habt jene überwunden, weil der, welcher in euch ist, größer ist als der, welcher in der Welt ist. Sie sind aus der Welt, darum reden sie von der Welt und die Welt hört auf sie. Wir sind aus Gott. Wer Gott kennt, hört auf. Wer Gott erkennt, hört auf uns. Wer nicht aus Gott ist, hört nicht auf uns. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums.
[38:30] Also noch mal. Wir sind aus Gott. Wer erkennt, wer Gott erkennt, hört auf uns. Wer nicht aus Gott ist, hört nicht auf uns. Also das heißt, wenn wir das Evangelium verkündigen und da ist jemand, den Gott schon vorbereitet hat, dann hört er auf uns. Und daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums. Daran erkennen wir, wer die Wahrheit liebt und wer sie verwirft.
[38:59] Die Zeichen der Wiederkunft. Kapitel 24. Nun, wir haben gesehen, wir haben falsche Propheten in Vers 5, falsche Christusse in Vers 6. Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Habt Acht, erschreckt nicht, denn das alles muss geschehen. Aber es ist noch nicht das Ende. Also Kriege, Kriegsgerüchte. Denn ein Heidenvolk wird sich gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere und es werden hier und dort Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben geschehen. Hungersnöte, Seuchen, Erdbeben, Naturkatastrophen. Dies alles ist der Anfang der Wehen. Charakteristisch für Wehen ist, dass sie am Anfang nur hin und wieder kommen und dann ein bisschen häufiger und dann nochmal häufiger und dann sind sie irgendwann so häufig und so stark, dass die Geburt dann einsetzt. Charakteristisch für die Wehen ist, dass sie an Intensität zunehmen. Und so können wir auch sehen über die letzten Jahrzehnte, Jahrhunderte der Weltgeschichte, dass diese Dinge zugenommen haben an Intensität.
[40:18] Vers 9. Dann wird man euch der Drangsal preisgeben und euch töten und ihr werdet gehasst sein von allen Heidenvölkern um meines Namens willen. Das ist zum einen im Mittelalter geschehen, in der dunklen Zeit des Mittelalters, als Christen auf brutalste Weise getötet wurden. Und diese Zeit der Drangsal wird kurz vor der Wiederkunft nochmal eintreten und Christenverfolgung ist ja heute schon ein Thema. Wenn wir in die Welt schauen, dann, ich habe mal nachgeschaut in Wikipedia, laut Wikipedia sind 75 bis 80 Prozent der Menschen, die aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit in der Welt verfolgt werden, Christen. 75 bis 80 Prozent all derer, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden, sind Christen. Das sind mehr als 100 Millionen Menschen in über 50 Ländern. Die Tendenz ist steigend.
[41:36] Vers 10. Und dann werden viele Anstoß nehmen, einander verraten und einander hassen. Und das ist ja auch kein Wunder, denn es wird zwei Gruppen geben. Die einen, die treu sind, die anderen, die nicht treu sind. Die, die nicht treu sind, werden versuchen, ihr eigenes Leben zu retten. Und da werden sie, da wird ihnen jedes Mittel recht sein. Die Liebe wird erkalten.
[41:52] Vers 12. Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, wird die Liebe in vielen erkalten. Vers 13. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden. Leider beinhaltet es auch, dass es Menschen geben wird, die nicht bis zum Ende ausharren werden. Aber die Verheißung ist, wer ausharrt, der wird gerettet werden.
[42:21] Wir sehen also, dass vor der Wiederkunft Jesu es keinen Frieden geben wird. Es gibt Behauptungen, dass es ein oder Theorien, dass es ein tausendjähriges Friedensreich geben wird und Jesus erst dann kommen wird. Aber das ist nicht mit diesen Versen hier vereinbar. Also kann das schon mal als falsche Lehre entkräftet werden.
[42:41] Vers 14. Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden, um Zeugnis für alle Heidenvölker. Und dann wird das Ende kommen. Jesus sagt, dass das Evangelium in der ganzen Welt gepredigt werden wird. Heute wird es fast in der ganzen Welt, also es wird in der ganzen Welt gepredigt. Es gibt hier und da noch die eine Ecke, wo es noch Menschen gibt, die noch nichts von Jesus gehört haben. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch diese Menschen erreicht sein werden, hoffentlich auch errettet sein werden. Also wir können schon ein bisschen erahnen aus dem, was wir jetzt schon gesehen haben und gelesen haben, unsere Zeit entspricht relativ sehr genau dem, was hier beschrieben wird.
[43:40] In Matthäus Kapitel 9 Vers 36 bis 38 lesen wir folgendes. Matthäus Kapitel 9 Vers 36 bis 38. Als er aber die Volksmenge sah, also Jesus, empfand er Mitleid mit ihnen, weil sie ermattet und vernachlässigt waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Da sprach er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es sind wenige Arbeiter. Darum bitte den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte aussende.
[44:16] So wie die Volksmenge damals, gibt es auch heute viele Menschen, die das Evangelium noch nicht gehört haben. Es gibt viele Menschen, die vernachlässigt sind, wie Schafe ohne Hirten und es gibt immer noch diese Orte, an denen das Evangelium noch nicht vorgedrungen ist. Und Jesus sagt hier: Bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter aussende. Jesus sucht nach Menschen, die bereit sind, als Arbeiter in die Ernte zu gehen.
[44:55] In Jesaja Kapitel 6 Vers 8 lesen wir darüber, wie Gott hier spricht: Wer ist bereit zu gehen? Wen soll ich senden? Und Jesaja, lass uns das lesen, Jesaja Kapitel 6 Vers 8. Und ich hörte die Stimme des Herrn fragen: Wen soll ich senden und wer wird für uns gehen? Und Jesaja spricht: Hier bin ich, sende mich.
[45:28] Ist das die Antwort, die auch du geben würdest? Hier bin ich, sende mich. Ich bin bereit zu gehen. Ich möchte für den Herrn arbeiten. Ich möchte diese Arbeit tun. Das bedeutet nicht, dass man irgendwo in weit entlegene Ecken der Erde fliegen muss und dort ganz allein als Missionar zu dienen. Sondern dort, wo du bist, kannst du ein Missionar sein. Und Gott möchte jeden dort benutzen, wo er hingestellt hat. Und ja, er braucht auch Missionare, die in die Welt gehen. Aber das ist nicht für jeden gedacht.
[45:54] Im Matthäus Kapitel 24 Vers 15 bis 19 spricht Jesus hier von dem Gräuel der Verwüstung und er fordert, von dem der Prophet Daniel gesprochen hat. Und in Vers 16 ruft er die Menschen auf: Dann flieht auf die Berge, wer in Judäa ist. Also er sagt, wenn ihr dieses Gräuel der Verwüstung seht, dann flieht. Okay, was ist das Gräuel der Verwüstung? Wie ich am Anfang schon gesagt habe, es lohnt sich, Parallelstellen miteinander zu vergleichen, weil da lernt man mehr über diese Aussage. Und zwar finden wir die Parallelstelle dazu in Lukas Kapitel 21 und dort ab Vers 20 bis 24. Lukas Kapitel 21, Vers 20 bis 24. Wenn ihr aber Jerusalem von Kriegsherren belagert seht, dann erkennt, dass seine Verwüstung nahe ist. Dann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist und wer in Jerusalem ist, jetzt hier fort aus hier. Also Jesus sagt ja, wenn ihr seht, dass Jerusalem belagert ist, dann flieht.
[47:18] Und tatsächlich gab es im Jahr 70 nach Christus eine Belagerung der Stadt. Es gab die sogenannten Zeloten, das waren die Juden, die versucht haben, sich mit Gewalt von der Herrschaft der Römer zu befreien. Und es gab Aufstände und der damalige Herrscher Nero entsandte dann seine Legionen, also Vespasian. Und der Vespasian nahm seinen Sohn Titus, der war 26 und gab ihm auch noch eine Legion, die er befehligen sollte. Und sie kamen dann dorthin und belagerten. Und es gab diese jüdischen Kriege und sie gingen gegen die Aufstände der Zeloten vor. Und auch in Jerusalem selbst gab es zwei Gruppen. Es gab die Gemäßigten und es gab diejenigen, die halt mit Gewalt sich befreien wollten. Und um das vielleicht kurz zu machen, im Jahr 68 nach Christus nahm Nero sich selbst das Leben. Vespasian wurde dann zum neuen Kaiser ausgerufen und er schickte dann seinen Sohn dort zu der Stadt. Und er belagerte sie und er schaffte es, die Mauern einzureißen und die Stadt dann einzunehmen. Und in der Zwischenzeit waren die Leute drin schon so ausgehungert. Sie hatten sich gegenseitig umgebracht und als dann der Tempel auch noch ins Feuer gesetzt war, da waren die Leute bereit, selbst in die Flammen zu springen, um dort zu sterben, weil sie schon so müde und ermattet waren von dieser ganzen Situation und auch so traurig darüber, dass der Tempel zerstört wurde.
[49:05] Aber in dieser Zeit, in dieser ganzen Phase der Belagerung gab es einen Zeitpunkt, wo sich die römischen Truppen zurückgezogen haben. Und das war der Zeitpunkt, wo die Christen aus der Stadt geflohen sind. Die anderen sind dort geblieben. Es waren ungefähr drei Millionen Menschen, die in der Stadt gewohnt haben. Und die Christen sind in die Berge geflohen, die anderen sind dort geblieben. Und als die Stadt dann gefallen ist, sind über eine Million Menschen ums Leben gekommen. Also die Prophetie hat dazu gedient, um die lebenden Menschen zu retten. Und es ist auch für uns heute wichtig, dass wir uns das zu Herzen nehmen, dass wir die Prophetie betrachten, dass wir sie studieren, denn sie wird Menschen das Leben retten.
[49:51] Verse 23 in Kapitel 24 bis 26. Wenn dann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus oder dort, so glaubt es nicht. Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um wenn möglich auch die Auserwählten zu verführen. Siehe, ich habe es euch vorhergesagt. Wenn sie nun sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste, so geht nicht aus. Siehe, er ist in den Kammern, so glaubt es nicht. Es gibt heute Menschen, die tatsächlich von sich behaupten, sie wären Jesus Christus. Und es gibt andere Menschen, die glauben ihm. Geht hinaus, glaubt nicht daran, braucht den Fernseher gar nicht einschalten, denn die Zeichen der Wiederkunft Jesu sind ganz andere.
[50:56] Schaut in 1. Thessalonicher Kapitel 4, Vers 16. Wir lesen: Denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen und die Toten, die in Christus sind, werden zuerst auferstehen. Also Jesus Christus wird vom Himmel herabkommen. Es ist eine buchstäbliche Wiederkunft. Sie ist nicht geistlich, sie ist nicht metaphorisch, sie ist nicht idealistisch oder im übertragenen Sinne. Es ist eine buchstäbliche Wiederkunft. Wir werden Jesus sehen, wie er vom Himmel herabkommt.
[51:39] Auch in der Apostelgeschichte sprechen die Engel zu den Jüngern, die Jesus hinterher schauen, als er dann von der Wolke hin weggenommen wurde. Und sie sagen ihm, dass Jesus so, wie er gegangen ist, genauso wird er auch wiederkommen, also auf der Wolke.
[52:03] Und in Matthäus Kapitel 24, Verse 27 bis 38 lesen wir folgendes: Denn wie der Blitz vom Osten ausfährt und bis zum Westen erscheint, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein. Ein Blitz ist etwas Helles. Kaum einer ist in der Lage, es nicht zu sehen. Selbst wenn die Augen geschlossen sind, dann merkt man, dann sieht man das. Es ist so stark, dass es selbst durch die Augenlider das Licht geht. Und es wird also etwas sein, was sichtbar ist.
[52:38] Vers 29: Bald aber nach der Drangsal jener Tage wird die Sonne verfinstert werden und der Mond wird seinen Schein nicht geben und die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels erschüttert werden. Es wird Naturereignisse, ungewöhnliche Naturphänomene geben. Verse 30 bis 31: Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen und dann werden sich alle Geschlechter der Erde an die Brust schlagen und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels und mit großer Kraft und Herrlichkeit. Also auch hier, sie werden ihn sehen und er wird seine Engel aussenden. Er wird mit seinen Engeln kommen mit starkem Posaunenschall. Es wird hörbar sein und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Windrichtungen her, von einem Ende des Himmels bis zum anderen.
[53:31] Der nächste Punkt ist auch, bei der Wiederkunft Jesu werden die Toten auferstehen. Wir haben das vorhin in 1. Thessalonicher Kapitel 4, Vers 16 gelesen. Ein weiterer Punkt, der hier wichtig ist.
[53:36] In Offenbarung Kapitel 19, Vers 16 lesen wir auch etwas sehr Wichtiges. Offenbarung Kapitel 19, Vers 16, denn Jesus, es ist ja seine Wiederkunft. Das heißt, er muss davor schon mal gekommen sein, aber die Wiederkunft wird sich von seiner ersten Ankunft unterscheiden. Denn wir lesen hier in Kapitel 19, Vers 16: Und er trägt an seinem Gewand und an seiner Hüfte den Namen geschrieben: König der Könige und Herr der Herren. Er wird nicht in der niedrigen Form wiederkommen, so wie er kam als kleines Kind in einer Krippe unter ärmlichen Umständen und wächst dann auf in einer Arbeiterfamilie. Nein, er wird direkt vom Himmel kommen mit den ganzen Engeln, mit seiner ganzen Herrlichkeit als König der Könige und Herr aller Herren. Das wird ein Anblick sein.
[54:29] In den Versen 36 und 42 vom Kapitel 24 Matthäus lesen wir, dass niemand die Zeit weiß. Es gab Leute, die haben versucht, das Datum seiner Wiederkunft zu berechnen. Alle haben sie falsch gelegen. Und es wird ganz deutlich, niemand weiß den Zeitpunkt. Jesus sagt selbst, als er auf der Erde war, sagt er auch, er weiß den Zeitpunkt nicht. Und deswegen sollten wir uns den Kopf nicht darüber zerbrechen.
[55:08] Aber was wirklich wichtig ist für uns, das lesen wir in den Versen 45 bis 51. Hier gibt Jesus ein Gleichnis. Vers 45 bis 51. Wer ist nun der treue und kluge Knecht, denn sein Herr über seine Dienerschaft gesetzt hat, damit er ihnen die Speise zur rechten Zeit gibt? Glückselig ist jeder Knecht, denn sein Herr, wenn er kommt, bei solchen Tunen finden wird. Wahrlich, ich sage euch, er wird ihnen über alle seine Güter setzen. Wenn aber jener böse Knecht in seinem Herzen spricht: Mein Herr säumt zu kommen und anfängt, die Mitknechte zu schlagen und mit den Schlemmern zu essen und zu trinken, so wird der Herr jenes Knechtes an jenem Tag kommen, da er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt, und wird ihn entzweihauen und ihm seinen Teil mit den Heuchlern geben. Da wird das Heulen und Zähneknirschen sein.
[55:56] Okay, also Heucheln ist nicht in Ordnung, nicht gut, die Konsequenzen sehen nicht so gut aus. Das Wichtige hier ist, wir sehen kurz vor der Wiederkunft wird es zwei Gruppen geben, zwei Gruppen von Menschen. Die einen, das sind die treuen Knechte, die anderen, das sind die bösen Knechte. Die treuen Knechte, sie erwarten ihren Herrn, sie wissen, er hat ihnen gesagt, er kommt wieder und sie verrichten ihre Arbeit treu bis zu dem Tag, da er wiederkommt. Der böse Knecht oder die bösen Knechte, sie sagen: Unser Herr kommt nicht. Sie sagen, ja, vielleicht hat er gesagt, dass er kommt, aber ja, er ist jetzt schon so lange weg, das ist bestimmt irgendwas passiert auf dem Weg oder er kommt nicht wieder. Und sie fangen an, ihre Mitknechte zu schlagen und sie haben ja eine Verantwortung bekommen. Sie haben die Verantwortung über die Menschen, über die ihr Herr sie gesetzt hat. Und sie fangen an, diese zu schlagen, schlecht zu behandeln und auf Kosten ihres Herrn ein ausschweifendes Leben zu führen. Und wenn er wiederkommt, dann haben sie ein Problem, denn dann werden sie entzweihauen und dort werden sie ihren Teil mit den Heuchlern haben, da wird es heulen und Zähneknirschen sein.
[57:12] Und wichtig ist oder interessant fand ich den Gedanken, dass die Treuen, die auf ihn warten, vielleicht, sie halten Ausschau, sie sind bereit, sie wissen, er könnte jeden Tag wiederkommen und so leben sie auch, sie erwarten ihn. Und der andere, der ist überrascht. Über den treuen Knecht steht nicht, dass er überrascht war. Natürlich kannte auch er den Zeitpunkt nicht, aber der böse Knecht, der war überrascht, weil er dachte, er kommt nicht mehr. Und dann kam er doch.
[57:48] Und wenn wir das auf uns übertragen, Jesus hat uns Zeichen seiner Wiederkunft gegeben. Wir schauen in die Welt und wir erkennen diese Dinge, die sind eingetroffen. Vielleicht nicht alles, aber das meiste hat sich erfüllt. Es kann nicht mehr lange sein. Er wird bald wiederkommen und so sollten wir jeden Tag so leben, als würde Jesus morgen wiederkommen. Denn wenn wir in unserem Herzen sagen, er kommt nicht, dann wird er kommen wie ein Dieb in der Nacht. Wir werden ihn nicht erwarten, wir werden überrascht sein, wie er ist doch gekommen. Und dann ist es zu spät, noch etwas zu ändern. Möge Gott geben, dass er uns bei der Arbeit findet, wenn er wiederkommt.
[58:41] In diesem Sinne wünsche ich jeden von uns, dass wir wachen, dass wir Acht haben, dass wir das Wort Gottes studieren, dass wir im Gebet verbunden mit ihm bleiben, dass wir eine lebendige Beziehung zu Christus haben, damit wir nicht in unserem Herzen sprechen: Unser Herr kommt nicht. Denn in 2. Petrus, Kapitel 3, Vers 9, als abschließenden Vers, 2. Petrus, Kapitel 3, Vers 9, da lesen wir: Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verloren gehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe.
[59:34] Der Grund, warum er sich Zeit lässt, ist laut diesem Vers, weil er möchte, dass wir Zeit haben zur Buße. Wir alle haben gesündigt, und Gott möchte, dass wir Buße tun, dass wir von unseren Sünden ablassen, dass wir damit abschließen, dass wir uns davon abwenden und sie nicht mehr tun und dass wir Zeit haben, uns vorzubereiten, dass wir Zeit haben, andere Menschen für Christus zu gewinnen. Ja, die Zeit zum Nutzen, die er uns gibt. Er ist langmütig, er ist geduldig und er liebt jeden einzelnen Menschen und möchte, dass jeder gerettet wird. Lasst uns das vornehmen, dass wir wachen und dass wir Jesus jeden Tag erwarten, als würde er morgen kommen.
[1:00:37] Lasst uns zum Abschluss noch beten. Herr Jesus, wir danken dir für dein Wort, wir danken dir dafür, dass du uns all diese Hinweise auf deine Wiederkunft gegeben hast, dass wir uns nicht zu wundern brauchen, wenn du wiederkommst, sondern dass wir voller Freude und voller Sehnsucht den Tag erwarten und ihm entgegensehen, an dem wir mit dir vereint werden. Herr, bitte sei du bei jedem Einzelnen, der jetzt dieses Video schaut und auch bei mir, und hilf uns, dass wir die Beziehung zu dir aufrechterhalten und dass wir dir treu sind. So bitte ich das in deinen heiligen Namen und danke dir dafür. Amen.
[1:01:22] Ich danke euch, dass ihr wieder eingeschaltet habt und nächste Woche werden wir die letzten Tage Jesu studieren. Es ist ein trauriges Kapitel, aber ein sehr entscheidendes und wichtiges, denn durch seinen Tod können wir das ewige Leben haben. Lasst uns dafür dankbar sein und ich freue mich, wenn ihr beim nächsten Mal wieder einschaltet, wenn es wieder heißt, Cannstatt statt Stadion. Bis dahin.