In dieser Predigt taucht Christopher Kramp tief in das Geheimnis Gottes ein, wie es in Offenbarung 10 und Daniel 10-12 offenbart wird. Er beleuchtet die Bedeutung des geöffneten Büchleins und des Schwurs des Engels, entschlüsselt die prophetischen Zeitangaben und erklärt, warum Gottes Pläne oft als Geheimnis erscheinen, obwohl sie offenbart sind. Die Botschaft betont, dass Gottes Reich und seine Erlösung ein tiefes Geheimnis sind, das nur durch göttliche Offenbarung verstanden werden kann.
J.O.S.U.A. 2016 – 13. Das geöffnete Büchlein: „Das Geheimnis Gottes vollendet“
Christopher Kramp · J.O.S.U.A. BW-Camp Meeting 2016: Offenbarung 10 ·Themen: Adventgeschichte, Altes Testament, Bibel, Bibelstudium, Daniel, Erweckung, Gemeinde, Mission, Neues Testament, Offenbarung, ProphetieWeitere Aufnahmen
Serie: J.O.S.U.A. BW-Camp Meeting 2016: Offenbarung 10
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Transkript
[0:30] Gesegneten Sabbatabend! Es gibt so Sabbate, die nannte man früher so die hohen Sabbate, Sabbate, an die man sich noch lange erinnern wird, von denen man vielleicht auch etwas länger zehrt. Und ich denke, wir alle sind heute sehr gesegnet worden mit einem ganz besonderen Sabbat. Ich weiß nicht, wie es euch gegangen ist. Manchmal hat man ja das Gefühl, wenn man bei so einem Campmeeting ist, man kommt gar nicht so richtig zur Ruhe. Man ist von einem Programmpunkt zum nächsten. Und die Tage habe ich mich erinnert an eine Geschichte von einem New Yorker Journalisten, der, ich glaube, es war 1842 oder 1843, ich glaube, es war 1842, eines der letzten Campmeetings, ich glaube, es war das allerletzte Campmeeting der damaligen Campmeeting-Saison im November, besucht hat in der Nähe von New York. Und er wollte als zirkulärer Journalist einfach einen Bericht schreiben, so von Tag zu Tag, was alles so bei so einem Campmeeting passiert. Und er hat so die ersten Tage ist er noch mitgekommen, aber irgendwann hat er entnervt aufgegeben und hat gesagt: "Ich habe kaum Zeit, meine Mahlzeiten zu essen, ich muss ständig von einem Meeting zum nächsten rennen." Campmeetings sind immer schon vollgepackt, aber die Adventisten toppen alles.
[2:16] Und naja, wenn ich euch jetzt noch was erzähle über die üblichen Predigtlängen bei Campmeetings damals, dann verliert ihr jetzt vielleicht allen Mut. Sagen wir mal so, sie haben sich noch ganz arg am Paulus orientiert, wenn er so Sabbatabend gepredigt hat. Das wollen wir heute nicht machen, weil damals hatten sie die Gesundheitsbotschaft noch nicht. Aber eine Sache, die wir auf jeden Fall nicht ändern sollten, war die Tatsache, dass damals bei Campmeetings tatsächlich die Bibel gepredigt wurde. Wenn ich die Zeitschriften der "Science of the Times" der Milleriten gelesen habe, dann muss ich ehrlich sagen, ich wundere mich manchmal, wenn wir die Artikel von damals einfach abdrucken würden, wie viele von uns überhaupt der biblischen Argumentation folgen könnten. Wie viele Bibelverse da so angesprochen werden und wie schnell das hin und her geht und wie viele Dinge fast schon vorausgesetzt werden, obwohl man sich ja an Leute draußen wendet.
[3:26] Unsere Kinder hatten wirklich eine Liebe für das Wort. Sie nahmen die Bibel nicht nur mit, sondern sie öffneten sie und lasen mit und verglichen und studierten. Und in den kommenden 67 Minuten und 23 Sekunden, dann könnt ihr schon mal planen, wollen wir wirklich Bibelstudio machen. Wer von euch hat seine Bibel dabei? Fantastisch. Wer von euch hat was zum Schreiben vielleicht dabei oder ein gutes Gehirn, das sich alles merken kann?
[3:51] Unser Thema, unser Thema ist, Klammer auf K, Klammer zu, ein einfaches Thema: Das Geheimnis Gottes. Adventisten haben in den letzten Jahren eine Vorliebe für Geheimnisse entwickelt, insbesondere für geheime Dinge hinter den Kulissen, manchmal auch für Geheimgesellschaften. Aber was wir heute besprechen wollen, ist ein ganz anderes Geheimnis. Und die Bibel sagt uns, dass dieses Geheimnis nicht verstanden werden kann ohne den Heiligen Geist. Und so ist es vielleicht gar nicht unangemessen, wenn wir vielleicht noch einmal ganz kurz, wo es möglich ist, niederknien für ein Anfangsgebet und dann in das Thema hineintauchen.
[4:56] Lieber Vater im Himmel, was für ein Vorrecht heute hier zu sein, was für ein Vorrecht, so viel von dir zu erfahren. Hab Dank, danke für das, was du getan hast. Wir können das vielleicht gar nicht so in die richtigen Worte fassen, aber du bist gut zu uns gewesen, nicht nur heute, du bist immer gut zu uns. Es gibt Tage, wo uns das manchmal vielleicht deutlicher bewusst wird, Tage, an denen wir weniger abgelenkt sind von anderen Dingen, wo wir ein klareres Bild von deiner Herrlichkeit und deiner Liebe haben. Und du hast diese Sabbate möglich gemacht, einmal in der Woche, damit wir dadurch lernen, konstant auf dich zu schauen, uns immer wieder zu versichern, dass du wirklich der gute und liebende Gott bist, von dem die Bibel redet. Und wenn wir jetzt dein Wort aufschlagen, uns mit Prophetie und dem Geheimnis Gottes und Offenbarung 10 beschäftigen, dann bitten wir dich, dass du nach deiner Verheißung durch den Heiligen Geist uns dieses Geheimnis öffnest und dass wir verstehen, was du uns zu sagen hast heute. Halte du alles Störende fern, weder von außen noch von innen, was auch immer sein mag. Nimm alles hinweg, was irgendwie dich hindern könnte, uns in dem vollsten Maße zu segnen. Wir sind nur Staub und wenn du nicht durch mich sprichst und zu uns allen sprichst, dann ist alles umsonst. So bitten wir dich, dass du deine Verheißung wahr machst, dass dein Wort nicht leer zurückkehrt, sondern ausführt, wozu du es gesandt hast. Im Namen Jesu, Amen.
[6:41] Wir haben schon oft Offenbarung 10 in diesen Tagen gehört. Wir alle haben mittlerweile ein Bild vor Augen von diesem Engel, der aus dem Himmel herabsteigt und in seiner Hand ein Büchlein hält. In der Schriftlesung, die wir gerade gehört haben, sehen wir, dass er mit der anderen Hand etwas anderes tut. Während eine Hand das Büchlein hält, hebt er die andere Hand zum Himmel und schwört. Und wir werden uns gleich etwas ausführlicher mit diesem Schwur beschäftigen, doch zunächst noch einmal ein wenig auf dieses geöffnete Büchlein zu sprechen kommen. Ich glaube, es ist kein Zufall, dass diese beiden Dinge mit der Hand dargestellt werden. In der einen Hand der Schwur: "Es soll keine Zeit mehr sein, das Geheimnis Gottes soll vollendet werden." In der anderen Hand das geöffnete Büchlein. Wir haben gelernt, das geöffnete Büchlein steht für Daniel. Wir haben Daniel 2 studiert, wir haben Daniel 7 studiert, wir haben Daniel 8 studiert, wir haben Daniel 9 studiert und damit eigentlich fast alles studiert, was man so in einer adventistischen Evangelisationsreihe studieren würde in Daniel.
[7:41] Aber Milleriten heute hier wären, würden sie sagen: "Moment mal, da fehlt noch eine Prophezeiung." Denn im Buch Daniel gibt es nicht nur Daniel 2 und Daniel 7 und Daniel 8 und Daniel 9, es gibt auch noch die Prophezeiung von Daniel 10 bis 12, wovon Daniel 11 natürlich die berühmteste ist. Und ich dachte mir, es wäre vielleicht nicht verkehrt, zumindestens mal uns wieder ins Bewusstsein zu rücken, dass es da noch eine Prophezeiung gibt, über die wir so wenig hören, weil, jetzt kommt das erste Geheimnis heute Abend, wir doch nicht allzu viel darüber wissen. Daniel 11 ist so ein Thema, an das man sich meistens gar nicht herantraut. Und wenn ihr jetzt vielleicht in eurem Herzen die Hoffnung hegt, dass ihr heute hier in dieser Predigt alle Verse ausgelegt bekommt, muss ich euch gleich enttäuschen. Das würde ich nämlich in 62 Minuten und 21 Sekunden gar nicht schaffen, weil ich für mich persönlich entschieden habe, die Dauerkrankheit der adventistischen Daniel-11-Interpretation, 39 Verse auszulassen und gleich zu Vers 40 zu springen, weil da wird es spannend, zu ignorieren. Ich habe mir vorgenommen, auf keinen mehr zu hören oder kein Buch zu lesen, der nicht wirklich anfängt, in den ersten Versen gründlich das zu studieren und sich Zeit zu nehmen. Aber wir haben die Zeit dafür, deswegen möchte ich ein bisschen durch Daniel 11 nur so in einer Vogelperspektive nehmen, denn es gibt einige Dinge, die wir sagen können, auch wenn wir nicht alles gründlich studiert haben.
[9:20] Ich war vor einiger Zeit in Malaysia, bin immer mal wieder dort und da gibt es Dschungel. Ich weiß nicht, wer von euch war schon mal im Dschungel? Und da gibt es so Wanderwege durch den Dschungel und im Dschungel gibt es keine breiten Straßen, aber wenn man im Dschungel wandern geht, hat man immer wieder so ein paar Checkpoints. Das sind so große Lichtungen oder Flächen, da steht dann Checkpoint 1 oder Checkpoint 2 oder Checkpoint 3. Dann weiß man, ich bin immer noch auf dem richtigen Weg. Heute Abend möchte ich euch vorschlagen: Daniel 11 ist wie ein Dschungel. Wenn ihr es schon mal gelesen habt, dann seht ihr eine ganze Menge von Lianen, man weiß nie genau, wo geht es jetzt eigentlich wirklich weiter. Aber in Daniel 11 gibt es ein paar Checkpoints und wenn man die kennt, dann hat man schon mal ein erstes Gerüst für weiteres Studium.
[9:58] Schaut mal mit mir in Daniel Kapitel 10. Ich möchte euch in den ersten Minuten einfach mal durch diese Checkpoints hindurchführen. In Daniel 10 und dort Vers 1 heißt es: "Im dritten Jahr des Kyros, des Königs von Persien, wurde dem Daniel, der Belsazar genannt wird, ein Wort geoffenbart, und dieses Wort ist wahr und handelt von einer großen Drangsal." Interessanterweise sagen die englischen Bibeln eher sowas wie eine lange Zeit, aber Drangsal ist schon besser übersetzt. Wenn man sich das Hebräische anschaut, ist das Wort für Drangsal eigentlich ein Wort, das eigentlich wörtlich "Krieg" bedeutet. Ein großer Krieg. Wenn es irgendeine Bibelstelle gibt, die im Hebräischen am nächsten kommt zu der Idee eines großen Kampfes, "Great Controversy", dann wäre das eigentlich nach dem Hebräischen Daniel 10 Vers 1. Ein großer Krieg. Vielleicht kann man auch übersetzen: "Ein langer Krieg." Das überlasse ich den Hebräisten. Die können sich darum streiten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das genau zu übersetzen, aber der Punkt ist, hier geht es um einen Krieg. Es geht in Daniel 10, 11 und 12 um einen Kampf.
[11:18] Aber das allererste, was er sieht, sind nicht irgendwelche Armeen, die sich bekämpfen. Das allererste, was er sieht, und ihr könnt euch erinnern, was John Bradshaw uns erzählt hat am Mittwochabend. Das erste, was er sieht, ist Jesus Christus. In Vers 5 lesen wir: "Und ich hob meine Augen auf und schaute, und siehe, da stand ein Mann in Leinwand gekleidet, und die Lenden mit Gold von Ufers umgürtet, und sein Leib war wie Topas, und sein Angesicht strahlte wie der Blitz, und seine Augen wie Feuerfackeln, seine Arme aber und seine Füße sahen aus wie leuchtendes Erz, und der Klang seiner Stimme war wie das Tosen einer Volksmenge." Zuallererst in dieser großen Vision eines langen Zeitraumes des Krieges sieht Daniel Jesus Christus, ähnlich wie in Offenbarung 10, ähnlich wie in Offenbarung 1 und in vielen anderen Prophezeiungen.
[12:06] Und dann in Vers 14 heißt es: "So bin ich nun gekommen, um dir einen Blick darüber zu geben, dass es Gabriel, der jetzt spricht, was deinem Volk am Ende der Tage begegnen wird, denn das Gesicht bezieht sich wiederum auf fernliegende Tage." Wir wissen, in Daniel 2, da geht es um Königreiche. Und Daniel 7 geht es auch um Königreiche, es geht auch um Gericht. In Daniel 8 geht es um Heiligtum. In Daniel 9 geht es um das Opfer. Aber in Daniel 10, 11, 12 geht es um das Volk Gottes. Er sagt ganz deutlich: "Ich will dir einen Blick geben, was deinem Volk am Ende der Tage begegnen wird."
[12:44] Und dann wir springen ein bisschen direkt in Kapitel 11 und dort Vers 2. Er berichtet jetzt einige entscheidende Dinge, die in der Weltgeschichte passieren würden und zwar von der Zeit von Daniel bis ganz ans Ende. Und hier sind ein paar Checkpoints für euch, die ihr mal euch markieren könnt, damit ihr euch später, wenn ihr das studiert, im Dschungel von Daniel 11 nicht völlig verirrt. In Vers 2: "Und nun will ich dir die Wahrheit verkünden: Siehe, es werden noch drei Könige in Persien aufstehen, und der vierte wird größeren Reichtum erwerben als alle anderen, und wenn er sich in seinem Reichtum stark fühlt, wird er alles gegen das griechische Reich aufbieten." Relativ klar, persische Könige, wir kennen ihre Namen, Kambyses und der falsche Smerdes und Darius der Erste und so weiter und so fort. Und dann wird es Krieg geben gegen Griechenland. Vers 3: "Es wird aber ein tapferer König auftreten und seine große Herrschaft gründen und tun, was ihm gefällt." Weiß jemand von euch, auf wen sich das bezieht? Alexander der Große. Okay, auch relativ klar.
[13:42] Dann in Vers 4 sehen wir, wie sein Reich sehr schnell wieder zerbricht und in vier Teile, in vier Himmelsrichtungen zerteilt wird. Hat jemand eine Idee, woran uns das erinnern könnte? Die vier Diadochen. Dann beginnt die Auseinandersetzung vom König des Nordens und König des Südens und es macht viel Spaß, durch die Geschichte zu gehen. Ich war auch an den ganzen tollen Meeren, wie sie alle hießen, Philopator und Philadelphia und Nikator und so weiter und so fort und die Antiochiden und die Seleukiden und so weiter. Und die aller, aller, aller, aller, allermeisten Ausleger würden das so sehen.
[14:21] Dann ist die Frage, irgendwann kommt Rom ins Spiel, entweder Vers 14 oder Vers 16, manche sagen auch Vers 19. Und dann in Vers 20 sind wir relativ sicher in der römischen Zeit. Und dann kommt der nächste Checkpoint und das ist Vers 22. Weiß jemand von euch, wie viel Kapitel Daniel 11 hat? Wie viele Verse hat Daniel 11? 45. Wenn man den ersten Vers der Einleitung wegnimmt, hat man 44, eigentlich Inhaltskapitel. 22 ist mehr oder weniger ziemlich in der Mitte. Das wäre also sowas wie das Zentrum. Im Zentrum von Daniel 11 heißt es Vers 22: "Und die Streitkräfte, die wie eine Flut daherfahren, werden vor ihm weggeschwemmt und zerbrochen werden. Dazu auch ein Fürst des Bundes." Frage: Wer ist dieser Fürst des Bundes? Jesus Christus. Daniel 9 macht das ganz deutlich, dass er der Gesalbte, der Fürst ist, der den Bund bekräftigen wird. Jetzt machen wir unserem Kopf mal eine Schublade auf, okay? Schublade auf, diesen Vers hinein und auf diese Schublade schreiben wir die Titel von Jesus in Daniel, okay? Fürst des Bundes. Schublade zu.
[15:30] Weiter geht es mit den wahrscheinlich unverstandensten Versen in der gesamten adventistischen Prophetieauslegung. Also ich kenne überhaupt niemanden, und ich habe sehr, sehr viele gute Theologen, Professoren und Ausleger gelesen. Irgendwie macht die dann Sprung drum, oder der Miller sprang dann wieder zurück, nicht wahr? In die Zeit der Römer und wollte, man hat nochmal eine Runde gedreht. Und also, wenn ihr wirklich etwas zur Adventbewegung beitragen wollt, präsentiert man eine wirklich schlüssige Auslegung von Vers 24 bis 30. Das ist weitaus hilfreicher als noch eine Spekulation über 40 bis 45. Aber eins ist sicher, in Vers 31 sind wir dann wieder beim Papst. Das ist so deutlich, weil ein direktes Zitat zu Vers 8, zu Daniel 8 kommt. Da heißt es: "Sie werden von seinen Truppen zurückbleiben und das Heiligtum, die Zuflucht, entweihen und das beständige Opfer abschaffen und den Gräuel der Verwüstung aufstellen." Hier beginnt jetzt definitiv, egal was vorher war, das Mittelalter.
[16:37] Und dann beschreibt der Engel einige interessante Dinge. Er sagt: "Und er wird die, welche gegen den Bund freveln, durch Schmeicheleien zum Abfall verleiten. Die Leute aber, die ihren Gott kennen, werden festbleiben und die Verständigen im Volk werden die vielen unterweisen. Sie werden aber eine Zeit lang dem Schwert, dem Feuer, der Gefangenschaft und der Plünderung unterliegen. Und dem Unterliegen werden sie ein wenig Hilfe erlangen, und es werden sich viele heuchlerisch an sie hängen. Auch von den Verständigen werden etliche unterliegen, damit unter ihnen eine Läuterung geschehe, eine Sichtung und eine Reinigung bis zu der was? Bis zu der Zeit des Endes, denn es währt bis zur bestimmten Zeit." Worum geht es auch mal in Daniel 11? Was ist der Hauptfokus? Es geht um das Volk Gottes. Und hier beschreibt jetzt der Gabriel sehr ausführlich, dass über einen langen Zeitraum das Volk Gottes schwer verfolgt wird. Es gibt eine Läuterung, es gibt eine Sichtung, der Bund wird angegriffen, ziemlich katastrophale Zustände. Und der Engel sagt, das würde eine Zeit lang gehen bis zu einer bestimmten Zeit, bis zur Zeit des Endes.
[17:40] Also, soweit haben wir bisher die Checkpoints: Medo-Persien, Griechenland, Alexander, die vier Diadochen, irgendwann Rom, die Kreuzigung im Vers 22, dann das Aufkommen des Papsttums mit der Verfolgung vor einem längeren Zeitpunkt. Und dann im Vers 40 als nächsten Checkpoint haben wir die Zeit des Endes. Interessanterweise ist die Zeit des Endes nicht das Ende, denn nach Vers 40 kommen noch 41 und 42 und 43 und 44 und 45. Zeit des Endes meint er sowas wie letzte Schulstunde. Ihr wisst, wer von euch zur Schule gegangen ist, wenn man sechs, sieben Stunden hat, man freut sich, wenn die sechste Stunde angefangen hat, man weiß, jetzt kommt bald das Ende. Es ist die Zeit des Endes, nicht wahr? Die Zeit des Endes bedeutet, ab jetzt sind wir in dem letzten Abschnitt der Weltgeschichte, aber noch geschehen einige Dinge.
[18:27] Und ich werde überhaupt nichts darüber sagen, was ich denke über diese Verse. Der nächste Checkpoint in Vers 46 hätte es eigentlich sein sollen, aber es wurde 12 Vers 1. Da heißt es: "Zu jener Zeit wird sich der große Fürst Michael erheben, der für die Kinder deines Volkes einsteht, denn es wird eine Zeit der Drangsal sein, wie es noch keine gab, seitdem es Völker gibt bis zu dieser Zeit." Frage: Wer ist dieser große Fürst Michael? Jesus Christus. Wir haben eine Schublade, nicht wahr? Was steht auf der Schublade? Die Titel von Jesus im Buch Offenbarung. Und hier heißt er der große, was habe ich gesagt? Daniel, der große Fürst, der für dein Volk eintritt. Und das ist offensichtlich ein Hinweis jetzt auf die Zeit, in der Jesus aufstehen wird, um sich bereit zu machen, um zu kommen. Es spricht dann von der großen Trübsalszeit, es spricht dann von der speziellen Auferstehung in Vers 2. Könnt ihr bei Ellen White nachlesen und so weiter und so fort.
[19:35] Und dann heißt es in Vers 4: "Du aber, Daniel, verschließe die Worte und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes." Also von Vers 1 bis Vers 39 würden bestimmte Dinge in Daniel nicht verstanden werden, aber ab Vers 40 würde das verstanden werden. Vers 5: "Und ich, Daniel, schaute, und siehe, da standen zwei andere da, der eine an diesem Ufer des Flusses, der andere an jenes Ufer des Flusses. Und einer sprach zu dem in Leinen gekleideten Mann, der oberhalb der Wasser des Flusses stand: Wie lange wird es dauern, bis diese unerhörten Zustände zu Ende sind?" Wenn wir Zeit hätten, könnte man zeigen, von dem Hebräischen und so weiter und so fort, dass diese unerhörten Zustände sich auf die Verse 31, 32, 33, 34, 35 beziehen, auf diese schwere Verfolgung des Volkes Gottes. Und die Frage wird gestellt: Wie lange wird das so gehen?
[20:25] Die Antwort kommt dann in Vers 7: "Da hörte ich den in Leinen gekleideten Mann, der oberhalb der Wasser des Flusses war. Wer war das nochmal? Das war Jesus, wie er seine Rechte, interessanterweise, und seine Linke zum Himmel erhob." Also Daniel schreibt gerade dieses Buch sozusagen, oder er hört die Dinge, die er gleich aufschreiben wird. Es heißt dann: "Versiegle das Buch." Die wichtigsten Dinge für die Endzeit werden zur Zeit des Endes offenbar. Und dann fragt man ja, wann ist dann die Zeit des Endes? Denn die Zeit des Endes ist der Moment, wenn die unerhörten Zustände aufhören werden, denn die unerhörten Zustände würden ja gehen bis zur Zeit des Endes. Deswegen fragt man: "Wie lange dauert es, bis diese unerhörten Zustände zu Ende sind?" Mit anderen Worten, wann wird das Buch entsiegelt?
[21:12] Die Antwort kommt in diesem Schwur, wo die rechte und linke Hand zum Himmel emporgehoben wird: "Eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit." Und ihr seid Adventisten, ihr wisst das, eine Zeit, zwei Zeiten, eine halbe Zeit, haben wir gelernt am Donnerstagabend, sind wie lange? 1260 Tage. Gehen von 538. Frage: Was ist da passiert? Das Datum muss stimmen. Schlacht gegen die Ostgoten vor den Toren Roms. Die Ostgoten sind später noch ein bisschen umhergewandert in Norditalien, aber das war die Schlacht, wo Rom befreit wurde von den Ostgoten. Und das Ganze geht dann bis wohin? Bis ins Jahr 1798. Und 1798 passierte was? Das kennen wir gut. General Berthier klopft während des 23-jährigen Thronjubiläums an die Tür von Papst Pius VI. und sagt: "Du bist jetzt gefangen." Ihr kennt die Geschichte. Die 1260 Jahre der päpstlichen Vorherrschaft und Verfolgung werden beschrieben hier als diese eine Zeit, zwei Zeiten, eine halbe Zeit. Dann würden die unerhörten Zustände der Verfolgung Gottes aufhören. Das Buch würde dann entsiegelt werden, weil es ist ja verschlossen bis zur Zeit des Endes.
[22:33] Aber Daniel, dem ging es so wie oft auch uns. Wir hören was und dann sagen wir: "Könntest du das noch mal erklären?" Schaut mal in Vers 8. "Da hörte ich, verstand es aber nicht. Darum fragte ich: Mein Herr, was wird das Ende von diesen Dingen sein?" Wer von euch hat schon mal versucht, etwas vielleicht etwas komplexes einem anderen zu erklären, und er hat es beim ersten Mal nicht geschnallt? Was macht man dann? Man sagt genau dieselben Worte nochmal, oder? Nein, man möchte zwar dasselbe Ergebnis erreichen, man möchte auf dasselbe Ziel zu steuern, aber man versucht irgendwie einen anderen Weg zu wählen, oder?
[23:19] Die Frage ist, wann ist die Zeit des Endes? Wann wird das Buch entsiegelt? Und wir kennen jetzt schon das Ergebnis. Das Ergebnis ist 1798. Aber jetzt nimmt Gott noch eine andere Möglichkeit, auf dieses Datum zu kommen. Schaut mal in Vers 9 erst. Er sprach: "Geh hin, Daniel. Merkt euch die Worte. Geh hin, Daniel, denn diese Worte sollen verschlossen und versiegelt bleiben bis zur Zeit des Endes." Also er sagt: "Daniel, geh hin, ist in Ordnung." Aber dann sagt er etwas in Vers 10, in Vers 11: "Und von der Zeit an, da das beständige Opfer beseitigt und der Gräuel der Verwüstung aufgestellt sind, sind es wie lange? 1290 Tage." Schon mal eine Predigt darüber gehört? Mit anderen Worten, das ist ein zweiter Versuch, dasselbe Ergebnis, das wir schon kennen, 1798 zu berechnen. Wir müssen also eigentlich nichts weiter tun, als 1798 minus 1290 zu rechnen. Und wir kommen woraus? 508. Das war das Datum. Das war das Datum, als Chlodwig zum Katholiken getauft wurde. Man nennt ihn auch den Steigbügelhalter des Papsttums. Und da ging das los.
[24:45] Aber dann sagt der Engel noch, dann sagt Jesus noch etwas Interessantes. Schaut mal in Vers 12: "Wohl dem." Nenne mal ein anderes Wort für "wohl dem". Ein Synonym. Glückselig, selig, glücklich. Wohl dem, der was tut? Ausharren. Anderes Wort für ausharren? Warten. Wie lange? 1335 Jahre. Also mit anderen Worten, Ideen. Von 1508 sind es 1290 bis zu dem Datum, das du suchst, 1798. Aber wohl dem, glückselig ist der, der noch etwas wartet. Der noch wartet 45 Jahre länger. In welchem Jahr kommt man raus, wenn man zu 1798 noch 45 Jahre dazurechnet? 1843.
[25:32] Und jetzt hört gut zu. In diesem Fall hat es weder was mit dem Jahr Null noch mit irgendwelchen anderen vollen Jahren zu tun. Das ist wirklich 1843. Und als guter Adventist sagen wir: "Das kann ja nicht sein. Wo sollten wir rauskommen? 1844, oder?" 1843 klingt zu nah an 1844, als dass man ein prophetisches Datum 1843 haben könnte. Und ich glaube, das ist eine der Hauptgründe, warum wir das irgendwie nie predigen, nie erwähnen. Und dann wir uns wundern, dass irgendwelche Splittergruppen das nehmen und sagen: "Oh, wahrscheinlich hat es eine neue Bedeutung." Buchstäbliche Jahre, da können wir das Sonntagsverletzten ausrechnen und den Fall von Babylon und des und jenes und so weiter. Und dann haben wir den Salat, weil sie damit spielen, dass wir in Gemeinden nie was von gehört haben.
[26:27] Also, was ist die Lehre von den 1335 Jahren? Ganz einfach. Fragen wir mal den Text. Schaut alle in den Text. Was würde nach 1335 Tagen, also Jahren passieren? Was ist das Ereignis, was da passieren soll? Helft mir. Was ist das Ereignis? Schaut in den Text. Ich sage ein Geheimnis. Nichts. Nichts. Das steht nicht. Und dann nach 1335 Tagen wird das Heiligtum gereinigt werden oder Jesus wiederkommen oder ein Horn fallen oder ausgerissen werden. Dort steht nur: Wohl dem, der auf dieses Datum wartet. Kein Ereignis, das prophezeit ist. Es wird nur prophezeit, es wird Menschen geben, die auf dieses Datum warten.
[27:20] Und wenn ihr ein bisschen aufgepasst habt bei dem, was Dave Fiedler gesagt hat und was John Bradshaw gesagt hat und was all die anderen gesagt haben, dann wisst ihr vielleicht auch, von welchem Datum der Miller fast sein ganzes Leben geredet hat. 1843. Und erst im Jahre 1844 haben sie es geändert. Nicht nur in Offenbarung 10, sondern in Daniel 12 finden wir eine Prophezeiung, die sagt: "Glückselig, glücklich, wohl denen, die auf 1843 warten." Es gibt eine Prophezeiung, nicht nur in Offenbarung, sondern auch in Daniel, die sagt: "Die, die auf 1843 warten."
[27:57] Und denkt mal drüber nach. Wusste Jesus, als er das sagt, dass 1843 ein Rechenfehler ist? Klar wusste das. Jesus weiß ganz genau, wie man die 2300 ausrechnet, auch wenn wir mal ein bisschen Probleme haben. Aber er sagt: "Wohl denen, die auf dieses Datum vertrauen." Für mich ein doppelter Beweis, dass die Adventbewegung, nicht nur die Siebenten-Tags-Adventisten später, sondern schon die Adventbewegung, die Miller wirklich von Gott geführt worden ist.
[28:33] Aber mehr bekommt Daniel nicht zu hören, denn es heißt wieder ein zweites Mal: "Du aber, geh hin, bis das Ende kommt." An der Stelle springen wir einmal ganz kurz in Offenbarung 10. Und ich würde was zeigen, was mir aufgefallen ist im Studium, das fand ich sehr interessant. In Offenbarung Kapitel 10 und dort in Vers auf Mark 10 und dort ab Vers 8. Wir wissen, Jesus, derselbe Jesus kommt jetzt wieder und er bringt jetzt dasselbe Büchlein wieder mit. Diesmal ist es nicht mehr versiegelt, es ist geöffnet.
[29:15] Und schaut mal, was die Worte sind, die jetzt dem Johannes gesagt werden in Vers 8: "Und die Stimme, die ich aus dem Himmel hörte, redete nochmals mit mir und sprach: Was sind die nächsten beiden Worte?" "Geh hin." Jetzt werdet ihr sagen: "Naja, 'geh hin' sind jetzt nicht so die ungewöhnlichsten Worte in der Bibel." Das stimmt, es kommt x-mal vor in 1., 2., 3., 4. Mose. Aber in Daniel und Offenbarung kommt nur zweimal vor, oder dreimal: "Geh hin." Zweimal in Daniel 12, einmal in Offenbarung 10. Zu Daniel heißt es: "Naja, weißt du, geh hin, das ist für spätere Zeiten." Zu Johannes heißt es: "Geh hin, es ist jetzt offenbar."
[29:53] Übrigens, zu wem musste Johannes gehen, um die Prophetie zu verstehen? Um die Prophetie zu verstehen, musste er zu Jesus gehen. Und als er zu Jesus kam, verstand er die Prophetie. Jeder Mensch, der zu dem wahren Jesus geht, wird immer von Jesus auch die Prophetie bekommen. Wenn ihr einen Jesus trefft, der euch sagt: "Prophetie ist unwichtig", dann ist das ein Jesus, der nicht aus dem Himmel herabgekommen ist, sondern irgendwo sonst her. Der wahre Jesus, wenn man zu ihm kommt, hat in seiner Hand ein geöffnetes Büchlein. Mit der anderen Hand hebt er zum Himmel und schwört.
[30:44] Eine offensichtliche Parallele zu Daniel 12. Irgendwie kann man sehen, dass in Offenbarung, ihr wisst, es gibt ja so die, wenn ich das beschreiben soll, es gibt ja so Straßen und manchmal kreuzen sich Straßen. Wenn man die ersten Kapitel in der Offenbarung liest, hat man nicht so viele Parallelen zu Daniel. Siegel und Gemeinden und Posaunen sind mehr allgemein in ihrer Bildsprache, aber Offenbarung 10 ist so der Punkt, so das Autobahnkreuz, wo Daniel in die Offenbarung hinein injiziert wird. Oder nach Offenbarung 12, 13, 14, 15 ist alles voller Daniel-Bilder. Also hier kommen diese Bücher eigentlich wirklich zusammen.
[31:18] Jesus schwört. Bei wem schwört er eigentlich? Habt ihr das gesehen? Es heißt in Vers 6 in Offenbarung 10, Vers 6: "Und schwor bei dem, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit." Wer ist denn das? Wer lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit? Genau. Wer ist das? Ich hatte geahnt, dass das passiert. Man würde vielleicht denken, er schwört bei Gott, dem Vater, oder? Aber wie geht das weiter? "Den Himmel geschaffen hat, und was darin ist, und die Erde, und was darauf ist, und das Meer, und was darin ist." Wer hat den Himmel geschaffen? Und wer hat die Erde geschaffen? Und wer hat das Meer geschaffen? Jesus.
[32:08] Wir könnten Bibelstellen an Bibelstellen zitieren. Hebräer 1, Vers 10, Kolosser 1, Verse 15, 16, 17, Johannes 1, Vers 3. Jesus ist der Schöpfer. Er schwört hier bei sich selbst. Kennt ihr noch eine Geschichte in der Bibel, wo Gott bei sich selbst schwört? Das kommt mehrmals vor, das stimmt. Aber die vielleicht bekannteste Geschichte ist 1. Mose 22, als Abram den Isaak auf den Altar legen soll, und dann Gott ein zweites Mal ruft, nachdem er gerufen hat: "Abram, Abram!" ruft er ein zweites Mal und sagt: "Ich habe bei mir selbst geschworen." Dann kommt diese Prophezeiung von dem Samen Abrahams, von dem Paulus sagt, und Paulus konnte Hebräisch, der hat dann festgestellt, im Hebräischen steht nicht die "Samen" Plural, sondern "der Same" Singular. Das war die Prophezeiung auf Christus.
[33:04] Warum schwört Gott bei sich selbst? Schaut mal mit mir in Hebräer 6. Warum schwört Jesus bei sich selbst? Paulus erklärt uns das. Hebräer Kapitel 6 und dort Vers 13. Hebräer 6, Vers 13: "Denn als Gott dem Abram die Verheißung gab, schwor er, da er bei keinem größeren schwören konnte, bei sich selbst. Und sprach: Wahrlich, ich will dich reichlich segnen und mächtig mehren. Und da jener auf diese Weise geduldig wartete, erlangte er die Verheißung."
[33:48] Denn Menschen schwören ja bei einem Größeren, und für sie ist der Eid das Ende allen Widerspruchs und dient als Bürgschaft. Also, was der Paulus sagt ist, wenn man einen Eid nimmt, dann ist das die höchste Form von Wahrheit sagen sozusagen. Wenn man sicherstellen will, dass jemand vor Gericht die Wahrheit sagt, lässt man ihn einen Eid nehmen. Und Gott, der so oft bildliche Sprache aus dem menschlichen Leben nimmt, der sagt: "Okay, immer wenn ich sage, alles, was ich sage, ist wahr, oder?" Und wenn ich spreche, ich kann gar nicht lügen, sagt Gott in Titus 1, Vers 2. Denn wenn er sagt: "Es wird Licht", dann wird es Licht. Aber er sagt: "Damit es mir wirklich glaubt, dass ich es ernst meine, schwöre ich." Und bei wem soll ich schwören? Jesus sagt: "Ich bin Gott, ich schwöre bei mir selbst."
[34:33] Wenn Jesus schwört, dann ist das das Ende allen Widerspruchs. Weil wenn Jesus etwas sagt, geschieht es. Dieser Jesus hat in die Finsternis gerufen: "Es werde Licht!" und es wurde Licht. Dieser Jesus hat gesagt: "Es werde ein Himmel!" und es wurde ein Himmel. Ihr Lieben, manchmal vergessen wir, dass wir seine Worte gerade zwischen unseren Händen halten. Dass diese schöpferische Kraft des Wortes Gottes, das eigentlich das Ende allen Widerspruchs sein sollte, in unseren Händen ist. Was Jesus hier sagt, egal was er sagen wird bei diesem Schwur, wir können uns sicher sein, er meint es, ich würde sagen, todernst. Er meint es lebensernst, sozusagen. Er sagt: "Wenn es eine Gelegenheit gäbe, es noch mehr zu bekräftigen, würde ich es benutzen. Aber ich kann bei niemand höherem schwören als bei mir selbst."
[35:43] Er sagt: "Ich schwöre bei dem, der den Himmel und die Erde und das Meer geschaffen hat." Wie hat Jesus all das geschaffen? Durch sein Wort. Er sprach und es stand da. Er sagt: "Was ich jetzt sagen werde, was ich jetzt schwören werde, seid euch sicher, mit derselben Kraft, die in meinem Wort ist, mit der die Welten geschaffen worden sind, mit derselben Kraft werde ich das vollführen, was jetzt gleich geschworen wird."
[36:06] Übrigens, als Jesus sich der Gemeinde Laodizea vorstellt, da sagt er: "Ich bin der treue Zeuge, der Amen und der Ursprung der Schöpfung Gottes." Ist dir bewusst, dass alles, was Jesus sagt, Wirklichkeit werden kann? Er sagt: "All his bidding are enabling." Alles, was er uns bittet, ist eine Befähigung. Ich will es mal so beschreiben, einige kennen vielleicht das Bild. Meine Worte sind nur beschreibend. Ich kann sagen: "Hier sind Blumen." Ich kann sagen: "Hier ist eine Bibel." Ich kann sagen: "Hier ist ein Timer." Ich kann sagen: "Das sind drei Kameras." Wenn ich sage: "Hier steht ein rosa Elefant", dann bin ich vielleicht verrückt. Auf jeden Fall bin ich ein Lügner, oder? Aber ihr Lieben, wenn Jesus Christus sagt: "Hier steht ein roter Elefant", dann steht ein roter Elefant. Gott, die Bibel sagt, er kann nicht lügen, weil was aus seinem Mund hervorgeht, wird passieren. Er sagt, dass sein Wort nicht leer zurückkehren wird. Also wir können uns sicher sein, dass dieser Schwur die absolute Kraft des Wortes Gottes in sich trägt, die absolute Autorität des Schöpfers von Himmel und Erde.
[37:28] Nun, was schwört er denn überhaupt? Zunächst einmal sagt er in Offenbarung Kapitel 10 und dort Vers 6: "Und schwor bei dem, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, der den Himmel geschaffen hat und was darin ist und die Erde und so weiter und so fort." Er schwört dann und sagt: "Es wird keine Zeit mehr sein." Was hatte er geschworen in Daniel 12? Also seine rechte Hand und seine linke Hand zum Himmel hoch. Was hat er geschworen? Dreieinhalb Zeiten. Wenn also in Daniel 12 bei dem Schwur die Zeiten prophetische Zeiten sind, dann sind in Offenbarung 10 diese Zeiten auch prophetische Zeiten. Ganz offensichtlich. Es muss prophetische Zeit sein, weil auch in Daniel 12 bei dem Schwur prophetische Zeit gemeint war.
[38:20] Was ist die letzte Zeitprophezeiung, die bis am weitesten reicht? Die längste und am weitreichendste Prophezeiung, die 2300. Es gibt keine höhere Zahl in der Bibel als 2300, wenn es um Zeitprophezeiung geht. Und wir alle haben das studiert in Daniel 8. Wir wissen, das ist der Zeitpunkt, wo Jesus vom Heiligen ins Allerheiligste gehen würde. Es würde keine Zeitprophezeiung mehr geben, aber es würde noch etwas passieren.
[38:50] Denn der nächste Vers sagt: "Sondern es wird zwar keine Zeitprophezeiung mehr geben, dafür etwas anderes." Mit anderen Worten, manchmal haben wir die Idee als Adventisten, dass die Zeitprophezeiung uns bis ans Ende bringt. Eine große Kette von der Zeit von Johannes oder von der Zeit von Daniel bis ans Ende. Aber Offenbarung 10 sagt: "Ja, ja, Zeitprophezeiungen spielen lange eine entscheidende Rolle, doch kurz vor dem Schluss verlassen uns die Zeitprophezeiungen, weil wir sie nicht mehr brauchen." Etwas anderes ist viel entscheidender. Glaubt ihr nicht, dass Gott noch ein paar Zeitprophezeiungen hätte geben können über 1844 hinaus? Hat Gott nicht gewusst, dass wir 2016 erreichen? Oder war er überrascht, dass 1844 dann noch ein bisschen die Zeit weiterging? Zeitprophezeiungen sind nicht das Größte in der Prophetie.
[39:47] Und es ist interessant, dass heute manche in einem Versuch, die Prophetie wieder in den Vordergrund zu rücken, Zeiten den höchsten Stellenwert anräumen. Aber er sagt: "Zeitprophezeiung brauchen wir jetzt keine mehr." Und übrigens, Ellen White sagt dasselbe in "Early Writings". Sie sagt: "Das letzte Werk braucht keine Zeitprophezeiung, es braucht etwas ganz anderes." "Es wird keine Zeit mehr sein, sondern, jetzt was ist dieses 'sondern'?" Sondern in den Tagen der Stimme des siebten Engels, also ihr seht, dass die Zeit hat nicht aufgehört. Nicht wahr, wenn ich sage: "Es wird keine Zeit mehr sein, sondern in den nächsten Tagen passiert dann das?" Dann war das vorher prophetische Zeit.
[40:25] Sondern in den Tagen der Stimme des siebten Engels, wenn er in die Posaune stoßen wird, soll das Geheimnis Gottes vollendet werden, wie er seinen Knechten, den Propheten, als Heilsbotschaft verkündet hat. In den Tagen der Stimme des siebten Engels, der die Posaune lesen wird. Da haben wir noch so ein wunderbares Kapitel, die sieben Posaunen. Also, wenn ihr heute Abend nicht wisst, mit wem ihr euch unterhalten wollt, dann empfehle ich euch, einmal den Jorn zur Seite zu nehmen. Der hat nämlich eine ausgezeichnete Masterarbeit geschrieben an Andrews, in der er gezeigt hat, dass für die allermeisten Kritikpunkte an der klassischen Auslegung der Posaune wahrscheinlich es überall gute Antworten gibt. Wir haben es noch nie studiert und deswegen wissen wir irgendwie gar nicht mehr, was wir zum Posaunen machen sollten. Persönlich glaube ich ganz fest, dass die Pioniere mit ihrer Auslegung viel richtiger waren, als wir das glaubten.
[41:37] Aber ich will jetzt nicht in die Posaune gehen, sondern euch sagen, dass wenn das hier in Daniel 8 Vers 40, 42, 43, 44 spielt in Offenbarung 10, dann müssen die ersten sechs Posaunen vorher gewesen sein. Sonst kann er nicht sagen: "In der Stimme des siebten Engels." Ich glaube ganz fest, die siebte Posaune beginnt um 1844, wahrscheinlich direkt 1844. Und dann sagt er: "In dieser Zeit wird das Geheimnis Gottes vollendet werden." Das griechische Wort heißt eigentlich "zum Ziel kommen". Also irgendetwas war da auf der Reise und kommt jetzt an sein Ziel.
[42:21] Und da sind wir jetzt bei dem Thema, was uns die letzten Minuten beschäftigen soll. Was ist dieses Geheimnis Gottes? Hat Gott eine Geheimgesellschaft? Ist die Religion der Bibel ein Mysterienkult, in dem man initiiert werden muss? Fragen wir mal die Bibel. Amos 3 und dort ein ziemlich bekanntes Wort. Amos 3 und dort Vers 7: "Nein, Gott, der Herr, tut, wie viel? Nichts, ohne dass er sein Geheimnis seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart hat." Also Gott sagt: "Ja, ich habe ein Geheimnis, aber das Geheimnis ist offen." Das Geheimnis, die Geheimnisse Gottes, auf die es ankommt, die die Propheten gepredigt haben. Wir haben gerade gesehen, das Geheimnis Gottes, wie er es durch seine Propheten verkündigt hat. Das Geheimnis Gottes ist ein offenes Geheimnis.
[43:13] Warum ist es ein Geheimnis? Wenn etwas offenbart ist, warum ist es ein Geheimnis? Da bekommen wir eine Antwort von Jesus selbst. Schaut mal in Markus 4. Verzeihung, Markus, nicht Matthäus, Markus. Markus 4, verzeiht, wenn wir so viel in der Bibel blättern, aber mir macht das Spaß. Markus 4 und dort ab Vers 11. Jetzt hört genau zu, was Jesus sagt. Jesus erklärt, warum etwas, was offenbar ist, eigentlich für viele ein Geheimnis ist.
[43:52] Er sagt: "Und er sprach zu ihnen: Euch ist es gegeben, das Geheimnis, übrigens, das, was ihr jetzt hier lest, hängt das mal an eure Schublade. Euch ist es gegeben, das Geheimnis des Reiches Gottes zu erkennen. Denen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen zu teilen." Er sagt also, es gibt Leute, die verstehen das Geheimnis Gottes und andere verstehen es nicht. Sie verstehen es nur gleichnisshaft, so ein wenig, nicht wirklich klar und deutlich. Und dann gibt er einen Bibelvers, der das erklärt, in Vers 12: "Damit sie sehenden Augen sehen und doch nicht erkennen und mit hörenden Ohren hören und doch nicht verstehen, damit sie nicht etwa umkehren und ihnen die Sünden vergeben werden." Frage: Von dem Text, womit muss das Geheimnis Gottes offensichtlich zu tun haben? Mit der Erlösung, mit der Sündenvergebung, oder?
[44:45] Weiß jemand von euch, aus welchem Kapitel Jesus hier zitiert? Jesaja 6, wo Jesaja den Ruf bekommt, eine Botschaft zu predigen und ihm wird gleich gesagt, viele Menschen werden hören und nicht hören. Sie werden sehen und nicht sehen. Das heißt, dieses Geheimnis ist nicht wie alle anderen Geheimnisreligionen, wo man gar nichts hört, nicht wahr? Die Geheimnisreligionen, die spielen sich im Verborgenen ab. Da muss man ein bestimmtes Alter erreichen, bestimmte schlimme Sachen tun, um initiiert zu werden und dann in einem geheimen Kreis, wo niemand hört und sieht, irgendetwas tun zu können. Aber dieses Geheimnis ist deswegen ein Geheimnis, weil Menschen, obwohl sie es vor Augen haben, es doch nicht sehen. Kennt ihr den Spruch: "Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht?" Ein Geheimnis, das eigentlich kein Geheimnis ist.
[45:43] Und es ist interessant zu sehen, dass obwohl Jesus hier sagt: "Ihr versteht es", es auch Zeiten gab, wo die Jünger das Geheimnis nicht so deutlich verstanden haben. Schaut mal mit mir in Lukas, eine meiner, wie ich finde, faszinierendsten und auch ernüchterndsten Stellen im ganzen Neuen Testament. In Lukas und dort in Lukas Kapitel, Moment, Lukas Kapitel, weiß nicht, was ich im Kopf habe, 18. Lukas 18 und dort Vers 31 bis 34. Und jetzt schaut mal genau hin, ihr kennt wahrscheinlich die Geschichte.
[46:19] Lukas 18 Vers 31 bis 34: "Er nahm aber die Zwölf zu sich und sprach zu ihnen: Jetzt stellt euch vor, ihr seid Apostel, ihr seid seit drei Jahren mit Jesus unterwegs, erst Teilzeit, dann Vollzeit, ihr habt ihn predigen hören, die Bergpredigt, die See-Predigt, alle möglichen Dinge, habt Wunder gesehen, habt alles mögliche mitbekommen. Und jetzt sagt Jesus: Kommt her, ich habe eine andere Lektion für euch. Jetzt hört zu, was Jesus sagt: Siehe, wir ziehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles erfüllt werden, was durch die Propheten über den Sohn des Menschen geschrieben steht." Durch wen geschrieben? Die Propheten. Jesus bereitet sie vor auf die Evangeliumsbotschaft, oder? Was er jetzt sagt, soll ja deutlich machen, das Evangelium erfüllt sich, das Evangelium, das die Propheten gepredigt haben.
[47:10] Jetzt schaut mal, wie er das erklärt, Vers 32: "Denn er wird den Heiden ausgeliefert und verspottet und misshandelt und angespuckt werden, und sie werden ihn geißeln und töten, und am dritten Tag wird er wieder auferstehen." Okay, wie viele Symbole habt ihr diesem Vers jetzt gefunden? Wie viele Allegorien, merkwürdige Dinge? Glaubt ihr das, könnt ihr das verstehen, was er da sagt? Misshandeln, verspotten, anspucken, geißeln, töten, das ist ziemlich deutlich, oder? Schaut mal den nächsten Vers an.
[47:43] "Und sie verstanden nichts davon, und dieses Wort war ihnen was? Zu geheimnisvoll, und sie begriffen das Gesagte nicht." Hier haben wir die Jünger Jesu. Jesus predigt ihnen das Evangelium, wie es die Propheten gepredigt haben, und zwar schwarz auf weiß. So deutlich, dass man meinen könnte, man könnte es nicht mitverstehen, nicht nicht verstehen. Und die Jünger stehen da vorne. Die haben ein Brett vorm Kopf. Und jetzt frage ich an euch: Warum haben die Jünger an dieser Stelle so ein Brett vorm Kopf und verstehen nicht, dass geißeln heißt, und dass töten, töten heißt, und das verspotten, verspotten heißt? Warum verstehen die das nicht? Sie haben ein falsches Grundverständnis, das so tief sitzt, dass Jesus ihnen ins Angesicht auf die einfachste Sprache sagen kann, was die Wahrheit ist. Sie verstehen es nicht. Es ist für sie ein Geheimnis. Etwas, was total sonnenklar ist. Geheimnis.
[50:05] Übrigens, haben wir in der Adventgeschichte auch sowas erlebt? Dass jemand einen Text liest und sagt: "Bis zu 2300 Abend und Morgen soll das Heiligtum gereinigt werden." Und auf alle Ideen kommt, nur nicht darauf, dass das Heiligtum wirklich Heiligtum meint. Ach, übrigens, wisst ihr, warum Miller das ausgeschlossen hat? Habt ihr gewusst, dass Miller tatsächlich darüber nachgedacht hat, dass es ein Heiligtum im Himmel geben könnte, das hier gemeint sein könnte? Er hat das überlegt und dann hat er folgenden logischen Schluss gezogen. Er hat gesagt: "Ein himmlisches Heiligtum kann ja nicht gereinigt werden müssen und demzufolge kann es nicht sein." Falsches Verständnis über das Evangelium führt dazu, dass die offensichtlichste Sache total nebulös wird und man irgendetwas anderes glaubt und dann enttäuscht es. Wir sehen das bei den Jüngern Jesu. Wir sehen das bei der Miller-Bewegung. Und ich frage mich, ob das vielleicht auch bei uns zumindest möglich sein kann, dass wenn wir mit falschen Grundvoraussetzungen an die Bibel gehen, Gott manche Dinge schwarz auf weiß so deutlich schreiben kann, dass sich die Engel am Kopf kratzen und fragen: "Kann man es noch deutlicher sagen?" Und wir stehen davor und sagen: "Es ist ein geheimnisvoller Text." Wäre das zumindest vorstellbar, dass das auch passieren könnte?
[50:33] Was ist jetzt das Geheimnis Gottes? Eine Frage an euch. Offenbarung sagt ja, es ist das Geheimnis Gottes, wie es Gott durch die Propheten verkündigt hat. Also irgendwo müsste doch bei alttestamentlichen Propheten was über ein Geheimnis Gottes stehen, okay? Wer von euch kann mir sagen, noch nicht schreien, nicht rufen, nur melden. Wer von euch glaubt zu wissen oder zu vermuten, welches alttestamentliche Kapitel die meiste Erwähnung des Wortes "Geheimnis" hat? In welchem alttestamentlichen Kapitel von 1. Mose 1 bis Maleachi 3 oder 4, was ist in Deutschland? Welches alttestamentliche Kapitel hat die meiste Erwähnung des Wortes "Geheimnis"? Du meinst es zu wissen, okay. Was würdest du denken? Daniel Kapitel 2.
[51:35] Oh, wir dachten schon, wir wüssten alles über Daniel 2, oder? Schaut mal in Daniel 2. Manchmal führt ein der Weg von Daniel 12 zurück zu Daniel 2. Schaut mal in Daniel 2 und ich denke, wir lesen mal drüber, weil uns das irgendwie nicht interessiert, weil wir immer nur von Babylon und Medo-Persien sprechen wollen. Aber schaut mal in Daniel 2, was dort steht. Zum Beispiel in Vers 18: "Damit sie von dem Gott des Himmels Erbarmen erflehen möchten, wegen dieses Geheimnisses." Vers 19: "Hierauf wurde dem Daniel in einem Gesicht bei Nacht das Geheimnis geoffenbart." Vers 27: "Daniel antwortete vor dem König und sprach: Das Geheimnis, nach dem der König fragte." Vers 28: "Aber es gibt einen Gott im Himmel, der Geheimnisse offenbart, als Geheimnis Gottes." Vers 29: "Dir, König, stiegen auf deinem Lager Gedanken auf, was nach diesem geschehen werde, und da hat dir der, welcher die Geheimnisse offenbart." Vers 30: "Mehr aber ist dieses Geheimnis nicht durch eine Weisheit, die ich vor allen Lebenden voraus hätte." Immer und immer wieder in Daniel 2 wird gesagt, das ist ein Geheimnis. Das Geheimnis, das von Gott kommt.
[52:40] Übrigens, wie viel von den weisen Leuten konnten das erklären? Worum geht es in Daniel 2? Helft mir, worum geht es in Daniel 2? In Daniel 2 geht es darum, dass eine menschliche Statur, je mehr, je näher, je länger man sie betrachtet, immer wertloser wird, bis man feststellt, dass diese menschliche Statur auf völlig unsicherem Fundament basiert. Und dann kommt der Stein und zertrümmert dieses Götzenbild und die ganze Erde wird erfüllt von dem Reich Gottes. Und natürlich, offensichtlich spricht das von Weltreichen, aber könnte das nicht vielleicht auch eine Illustration sein von dem, was das Reich Gottes in uns tut? Wenn wir den Menschen betrachten, sieht am Anfang vielleicht stark und groß aus, aber je mehr wir ihn betrachten, desto wertloser wird er. Und alles menschliche Rümen, aller menschliche Stolz, alle menschliche Herrschaft steht auf wackeligem Boden.
[54:03] Interessanterweise wird im Buch Daniel der gesamte Erlösungsplan erklärt. Wie wird Jesus in Daniel 2 genannt? Das ist eine Fangfrage, weil er kommt nicht buchstäblich vor, aber wenn er kommt, was bringt er mit sich? Ich fange mal so. Ja, der Stein. Wenn der Stein kommt, was stellt der Stein dar? Jesus Christus, das Königreich Gottes, richtig? Wie wird Jesus in Daniel 7 beschrieben? Was wird ihm dort gegeben? Es heißt in Daniel 7, ihm wird das Königtum gegeben, richtig? Wie wird Jesus in Daniel 8 beschrieben? In Daniel 8 wird er beschrieben, ja, Jesus wird nicht einmal Daniel 8 als Hohepriester wörtlich genannt, natürlich zwischen den Zeilen, ja, aber genannt wird er der Fürst des Heeres. Wie wird er in Daniel 9 genannt? Der Fürst, der Gesalbte. Jetzt kommen wir zu unserer Schublade. Wie wird Jesus in Daniel 11 genannt? Der Fürst des Bundes. Wie wird er in Daniel 12 genannt? Der große und mächtige Fürst. Immer wenn Jesus in Daniel auftaucht, heißt er entweder König oder Fürst, egal ob am Kreuz oder im Heiligtum oder als wiederkommender Jesus, er ist immer der König.
[55:22] Daniel 2 beschreibt die Entwicklung des Königreiches Gottes und zwar nicht nur als das nächste Königreich auf Erden, sondern viel tiefer als ein Königreich, das im Kreuz gegründet ist, das im himmlischen Heiligtum seine Entwicklung weiter nimmt und dann schließlich durch die Wiederkunft zum Abschluss kommt. Das Königreich Gottes ist das Hauptthema von ganz Daniel. Übrigens, was ist das Hauptthema von allen Evangelien, von Jesus' Predigten? Das Reich Gottes, nicht wahr? Er sagt: "Das Reich Gottes ist gleich, das Reich Gottes ist gleich, das Reich Gottes ist gleich." Was ist denn unsere Botschaft nach Matthäus 24 Vers 14? Das Evangelium vom Reich Gottes. Wisst ihr, was mich wundert? Ich höre so viele adventistische Predigten, ich höre so selten etwas über das Reich Gottes. Und wenn, dann meistens nur so in so einem Sinne wie: "Naja, das Reich Gottes sitzt hier auf der Erde, wenn wir sozial ein bisschen was tun und das ist dann schon, wir bauen das Reich Gottes, das kommt so nach und nach." Nein, die Bibel hat eine ganz klare Reich-Gottes-Lehre in Daniel, in den Propheten, im Evangelium. Es sollte unsere Botschaft sein. Jesus ist König.
[56:43] Und jetzt könnt ihr mal mit mir die siebte Posaune lesen. Denn in der siebten Posaune, obwohl ich glaube, dass die fünfte vom Islam spricht und die sechste vom Islam spricht, halte ich es für absolut abwegig, auch nur zu überlegen, dass in der siebten Posaune irgendwas vom Islam die Rede ist. Da steht nichts vom Islam. Schaut mal, was auf der siebten Posaune steht. In Offenbarung 15, da heißt es in Vers 11, äh 11 Vers 15. So, Verzeihung, Offenbarung 11 Vers 15: "Und der siebte Engel stieß in die Posaune, da ertönten laute Stimmen im Himmel, die sprachen: Die Königreiche der Welt sind unserem Herrn und seinem Christus zuteil geworden, und er wird herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit." Das Hauptthema der siebten Posaune ist weder 9/11 noch der Islam. Unsinn. Das Hauptthema der siebten Posaune ist das Reich Gottes mit all dem, was es bedeutet. Unsere Botschaft ist das Reich Gottes.
[57:44] Und Daniel 2 lehrt uns, dass das Reich Gottes ein Geheimnis sein kann. Wie viel von den weisen Leuten haben es verstanden? Keiner. Hat Daniel es verstanden? Warum hat es Daniel verstanden? Weil Gott es ihm geoffenbart hat. Was sagt der Paulus über das Geheimnis Gottes? Schaut mal mit mir in Korinther. Wir haben nicht mehr lange, aber wir lesen ein bisschen Paulus noch und wenn ihr möchtet, lasst uns gleich ein paar Verse mal im Zusammenhang lesen, da kann man dem Paulus am besten gerecht werden. Erste Korinther. Erste Korinther Kapitel 2 Vers 6.
[58:34] "Wir reden allerdings Weisheit unter den Gereiften, aber nicht die Weisheit dieser Weltzeit, auch nicht der Herrscher dieser Weltzeit, die vergehen, sondern wir reden Gottes Weisheit im Geheimnis." Ihr Lieben, wenn ihr was wissen wollt, kommt zu mir. Ich werde es euch erzählen. Nein, hat Paulus so gepredigt? Der hat sich auf den Markthügel gestellt und gesagt: "Ihr lieben Leute, ich predige das Evangelium." Aber er wusste, für viele ist das ein Geheimnis. Warum?
[59:10] Vers 8: "Die keiner der Herrscher dieser Weltzeit erkannt hatte, denn wenn sie sich erkannt hätten, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt. Sondern wie geschrieben steht: Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben." Den Vers kennt ihr, oder? Wird immer zitiert am Ende unserer Vortragsreihen als Beschreibung der neuen Erde. Auch gut. Aber in dem Zusammenhang geht es gar nicht so sehr jetzt erstmal um die neue Erde. Es geht um das Geheimnis Gottes.
[59:37] Was ist das Geheimnis Gottes? Das Geheimnis Gottes ist, dass Gott etwas vorbereitet hat für die, die ihn lieben, das so gewaltig ist, dass kein Auge, kein Ohr das gehört hat, gesehen hat. Niemand sich das ausdenken konnte. Denkt an die Jünger. Was war das Geheimnis Gottes für sie? Für sie war es geheimnisvoll, als Jesus sagte: "Ich werde sterben." Ihre Vorstellung war, Jesus kommt als König, um uns zu befreien. Und wenn er sagt, er wird in Jerusalem sterben, dann meint er wahrscheinlich, dass er zum König gekrönt wird. Wenn es heißt, er wird gegeißelt, meint das wahrscheinlich, sie setzen ihm eine Krone auf. Sie haben das irgendwie anders interpretiert. Sie konnten es sich nicht vorstellen, dass der König des Universums sich als Verbrecher ans Kreuz nageln lässt und das auch noch gut sein soll. Das kam nicht in ihren Sinn. Das kam nicht in ihr Denken.
[1:00:32] Das Geheimnis Gottes ist deswegen das Geheimnis Gottes, weil kein Mensch von alleine darauf kommen würde. Wenn ihr die Bibel hättet schreiben sollen alleine, ohne Heiligen Geist, ihr hättet alles mögliche geschrieben, ihr werdet nie auf die Idee gekommen, dass der König des Universums sich als Verbrecher ans Kreuz nageln lässt und dass das irgendwie noch gut sein sollte, geschweige denn der Sieg im großen Kampf. Das ist unvorstellbar. Und so war es für sie ein Geheimnis. Sie haben es gehört, es ging hier rein und da raus, obwohl es so klar war.
[1:01:09] Aber dann sagt Paulus: "Man kann das Geheimnis verstehen, verstehen, uns aber hat es Gott geoffenbart durch seinen Geist. Denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes." War Paulus klüger als die anderen? Naja, Paulus vielleicht schon. Paulus war ziemlich intellektuell. Aber war Petrus klüger als die anderen? Johannes? Nein. Daniel sagt, als er das Geheimnis Gottes erklärt, er sagt: "In mir keine Weisheit, aber Gott, Gott erklärt es." Und so sagt Paulus: "Wir sind nichts Besonderes."
[1:01:43] Schaut mal in 1. Korinther 4, Vers 1. Er sagt, 1. Korinther 4, Vers 1: "So soll man uns betrachten als Diener des Christus und Haushalte der Geheimnisse Gottes." Er sagt, wir erklären euch nur das Geheimnis Gottes. Aus Zeitgründen gehe ich nur noch zu einem anderen Paulus-Text, bevor wir dann zum Punkt kommen. Schaut mit mir in Kolosser. Schaut mit mir in Kolosser. Paulus schreibt an mehreren Stellen immer wieder dieselbe Idee.
[1:02:11] In Kolosser, Kapitel 1, Vers 26: "Nämlich das Geheimnis, das verborgen war, seitdem es Weltzeiten und Geschlechter gibt, das jetzt aber seinen Heiligen offenbar gemacht worden ist. Ihnen wollte Gott bekannt machen, was der Reichtum, der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit."
[1:02:42] Jetzt möchte ich was fragen. Könnte es sein, dass genauso wie die Jünger, als sie die Worte hörten: "Ich werde gekreuzigt werden", sie alles mögliche verstanden, nur nicht: "Ich werde gekreuzigt werden"? Und so wie Miller, als er die Worte las: "Das Heiligtum soll gereinigt werden", er andere Dinge verstand, aber nicht, dass das Heiligtum gereinigt werden soll. Wir so oft lesen, dass Christus in uns sein soll und wir alles mögliche verstehen, nur nicht, dass tatsächlich Christus in uns ist, weil wir es uns nicht vorstellen können, dass vielleicht der Gott, der das Rote Meer geteilt hat und der ein Wunder nach dem anderen tat, dass der vielleicht sogar das Wunder tun könnte, dass wenn wir wirklich auf ihn schauen, er wirklich seinen Charakter in uns zur Vollendung bringen könnte?
[1:03:48] Nun, ich weiß, diese Idee ist mit so viel Fanatismus gepredigt worden, mit so viel Unschönheit. Übrigens auch einer der Gründe, warum Jesus oft abgelehnt worden ist, weil vorher so viele falsche Messias durch die Gegend gerannt sind, nicht wahr? Viele Menschen der Miller-Bewegung haben dann später den Sabbat nicht angenommen, weil 1845 die Mehrzahl aller Sabbathalter entweder auf dem Boden kroch oder sonstig fanatisch benommen hat. Habt ihr das gewusst? Von denen, die 1845 den Sabbat angenommen haben, war die Mehrzahl fanatisch. Nur wenige um Beth und andere waren echte, treue Christen. Und die meisten haben das gemacht, was so menschlich ist. Man schaut sich den Fanatismus an, sagt: "Schaut an ihren Früchten, sollt ihr sie erkennen. Das kann nicht die Wahrheit sein." Luther hat das schon falsch gemacht, nicht wahr? Luther schaut sich die Sabbathalter an, sieht, was für eine verrückte Leute das waren. Luther schaut sich die Täufer an, die in Münster total ausgeflippt sind und er sagt: "Taufe und Sabbat, falscher Geist."
[1:05:01] Wisst ihr, was der Satan am besten kann? Am besten kann er die Wahrheit mit Fanatikern und bösartigen Leuten verbinden und gleichzeitig den Irrtum mit lieben, netten, freundlichen Menschen. Es gibt eine Geschichte von einer von einer Frau, die von Bibelarbeitern besucht worden ist, und zwar von adventistischen Bibelarbeitern und von Zeugen Jehovas. Und sie gaben Bibelstudium, die Frau war hin und her entschieden, sie fand irgendwie beides irgendwie logisch oder zumindest interessant. Dann brannte ihr Haus ab. Und die Adventisten sagten: "Wir machen eine Sammlung, wir spenden Kleider, bitteschön." Die Zeugen Jehovas bauten ihr ein Haus. Jetzt ratet mal, welcher Kirche sie sich angeschlossen hat. Wir machen das so oft. Wir glauben etwas, weil die, die das glauben, so nett sind. Oder wir lehnen etwas ab, weil die, die das glauben, entweder fanatisch, anderweitig, bösartig, verrückt sind, nicht wahr?
[1:06:14] Aber vielleicht, vielleicht lohnt es sich, das Thema noch mal anzuschauen. Vielleicht ist die Idee, dass Gott tatsächlich ans Ziel kommen will, nicht einfach Fanatismus. Wenn ich verstehe, dass es Gottes Wort ist, dass es Gotteskraft ist, dass es seine Gnade ist, ja, wenn er das bis ans Ende bringen möchte und nicht nur als Hamsterrad, warum wollen wir ihn hindern? Warum wollen wir ihn hindern?
[1:06:43] Vielleicht geht's uns so wie den Jüngern, die irgendwas anderes im Kopf hatten und dann versuchen, diese Aussagen ein bisschen zu drehen. Und wir versuchen unser Bestes, nicht wahr? Wir sagen: "Naja, wir müssen unsere Lieblingssünde überwinden." Kennt ihr das? Habe ich schon öfter mal gehört. Christopher, alle Sünden können wir nicht überwinden, aber die Lieblingssünde, die musst du überwinden. Ich fand das irgendwie gemein. Ganz ehrlich. Wenn ich nur meine Lieblingssünde überwinden muss, das ist doch die schwerste von allen. Wer kommt auf solche Ideen? Also in der Bibel steht es nicht.
[1:07:16] Und dann kategorisieren wir die Sünden in die Sünde und die Sünde und die Sünde und das und das und das überwinden, das nicht, das vielleicht später, das ja. Und machen das einem großen, komplizierten System, finden lauter Begriffe, die gar nicht in der Bibel stehen, wohl gemeint. Und vielleicht ist die Wahrheit viel einfacher. Vielleicht ist die Wahrheit tatsächlich die, dass wenn wir Christus anschauen, er uns verwandelt in das gleiche Bild.
[1:07:38] Vielleicht ist Gottes Plan tatsächlich der, dass er uns von der Sünde erlösen will, dass er die Sünde der Welt hinwegnehmen möchte, dass er, wie er 2. Mose 20 sagt, dass wir nicht sündigen, wie er in 1. Johannes 2 sagt, dass wir nicht sündigen, dass das Ziel erreicht wird. Jetzt werdet ihr sagen: "Aber Christopher, das kann man nicht. Das ist menschenunmöglich." Und wisst ihr was? Ihr habt vollkommen recht, es ist unmöglich. Denn wenn es nicht unmöglich wäre, könnte sich Gott nicht verherrlichen. Denn wenn es irgendwie möglich wäre, würden wir es sogar noch schaffen und noch stolz darauf sein. Gott muss seinem Volk immer unmögliche Aufgaben geben, damit sie endlich begreifen, dass wenn es doch geschieht, dass es Gott war. Er musste sie an das Meer bringen, wo sie wussten, es geht nicht rückwärts, nicht vorwärts, nicht links, nicht rechts. Wenn wir
[1:08:44] jetzt noch heil rauskommen, dann muss es Gott gewesen sein. Schaut mal, was Paulus sagt.
[1:08:49] Schaut mal, was Paulus sagt, in der Epheserbrief über das Geheimnis Gottes. Epheser 3, Vers 8. Mir, dem Allergeringsten unter allen Heiligen, ist diese Gnade gegeben worden, ohne den Heiden den unausforschlichen Reichtum des Christus zu verkündigen und alle darüber zu erleuchten, welches die Gemeinschaft ist, die als Geheimnis von den Ewigkeiten her in Gott verborgen war, der alles erschaffen hat durch Jesus Christus, damit jetzt den Fürstentümern und Gewalten in den himmlischen Regionen durch die Gemeinde die mannigfaltige Weisheit Gottes bekannt gemacht werde.
[1:09:33] Was ist Gottes Ziel? Sagt das Geheimnis Gottes, soll in der Gemeinde so zum Ziel kommen, dass ungefallene Welten, Engel, die nie gesündigt haben, sagen: Gott, wir haben wirklich schon viel gesehen. Wir haben gesehen, wie du die Welt geschaffen hast. Wir haben gesehen, wie du das Rote Meer geteilt hast. Wir haben gesehen, wie 185.000 Assyrer von einem Engel erschlagen wurden. Das war schon alles ziemlich spannend. Wir haben gesehen, dass Jesus Christus auf deinen Befehlen sich selbst aus den Toten auferweckt hat, aber dass du es sogar schaffen würdest, diese Gruppe von Gläubigen so weit zu bringen. Unglaublich. Gott, was du alles kannst.
[1:10:25] Ihr Lieben, die Botschaft ist eigentlich ziemlich simpel. Das Geheimnis Gottes ist gar nicht schwer. Es wird zum Geheimnis Gottes, weil wir oft die Dinge verkomplizieren, weil wir vielleicht mit falschen Grundvoraussetzungen Bibelverse lesen und dann die Dinge irgendwie anders verstehen wollen, als sie dastehen. Wisst ihr, jemand hat mal gesagt, das Evangelium ist wie, als wenn man in ein Brunnen fällt. Und der Brunnen ist so hoch, dass man nicht von alleine rauskommt. Und jetzt kommt sozusagen Jesus, nicht wahr, der Retter und lässt das Seil herunter. Man klammert sich in das Seil und Jesus zieht hoch. Wer hat die schwerere Aufgabe? Jesus oder der, der sich festklammert? Was ist schwieriger? Einen Menschen hochzuziehen oder sich festzuhalten? Was ist schwerer?
[1:11:24] Ihr Lieben, glaubt bloß nicht, dass wir den schwereren Teil haben im Lösungsplan. Was meint ihr, was Gott für eine anstrengende Unternehmung ist, um Menschen wie mich und dich immer wieder zurückzuführen, immer wieder mit dem Heiligen Geist zu erinnern, uns überhaupt erst mal zur Buße zu führen, überhaupt mal erst zur Bekehrung zu führen, uns dann zu halten, immer wieder zurückzuführen? Was meint ihr, wenn wir wissen würden, wie sehr der Himmel sich anstrengt, um uns zu retten? Wir haben ja das Bild, Jesus starb vor uns, dann sagt er, haltet meine Gebote, seid perfekt, macht das alles und wir denken, oh, ist das schwierig. Nee, es ist zu Gott schwierig.
[1:12:01] Was muss der Mensch tun, wenn er unten in der Zisterne ist? Was muss er tun? Alles, was er tun kann, ist festhalten, festhalten, festhalten, festhalten, bis er ganz draußen ist. Jetzt, wenn ihr so auf halbem Wege seid, habt ihr plötzlich das Gefühl, oh, ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich es schaffen werde. Oh, ich habe das Gefühl, vielleicht, wenn ich, nein, wenn ich das Seil habe, weiß ich, ich komme raus. Solange ich festhalte, werde ich rauskommen. Es wird vielleicht ein bisschen dauern. Die Rettung ist das Seil und solange ich die Hand am Seil habe, weiß ich, ich komme raus. Und was ist, wenn ich mich loslasse? Dann falle ich runter. Und was wird dann der, der das Seil wirft, tun? Wird er sagen, ach, du bist es doch nicht wert. Wenn ihr jemanden aus der Zisterne retten wollt und er 25 Mal vom Seil runterfällt, wie oft werdet ihr noch zurückkommen und ihn immer wieder das Seil runterwerfen? So lange, bis er draußen ist, oder? Es sei denn, die Person sagt, geh weg.
[1:13:01] Ihr Lieben, das Reich Gottes wird zur Vollendung kommen. Nicht, indem wir anfangen, uns anzustrengen. Ja, wir müssen uns anstrengen. Wir müssen das Seil festhalten. Das ist ein bisschen anstrengend, nicht wahr? Ein bisschen anstrengend ist es auch dabei, ja, Glauben zu üben. So wie der John gestern gepredigt hat, seine Augen auf Jesus gerichtet halten. Und wisst ihr, was ich glaube? Ich glaube, am Ende ist es ganz einfach, dass wenn wir auf Jesus schauen und schauen und schauen und schauen, wird er Dinge in uns tun, von denen wir nicht mal wirklich glauben, dass die möglich sind. Nicht, weil wir so toll sind, sondern weil er so ein großer Held ist. Und wenn er wiederkommen wird, werden wir die Kronen, die wir bekommen, ihm zu Füßen legen, weil wir wissen, er hat es getan.
[1:13:44] Lasst uns nicht aus Angst vor Fanatismus und aus Angst vor übertriebenen Dingen, die es gibt und die viel Schaden angeregt haben. Lasst uns nicht die einfachen Worte der Bibel verkomplizieren. Jesus wird mit seinem Erlösungsplan ans Ziel kommen. Und wisst ihr, ich möchte noch eine Sache sagen. Sie sagen mir, ich muss mir an die Zeit halten, das stimmt. Aber die Sache möchte ich sagen. Ellen White hat ein Zitat, das euch hoffentlich hilft, das besser zu verstehen. Viel zu lange, und ich bin selbst schuldig dessen, haben wir die Vollendung des Geheimnisses Gottes über die Sünde definiert. Wie viel Sünde, keine Sünde, nur noch ein bisschen Sünde, unbewusste Sünde, bewusste, nur wenig. Wir haben versucht, das Licht über die Abgrenzung zur Finsternis zu definieren. Aber das Reich Gottes in unserem Charakter wird nicht dann vollendet, wenn wir einfach aufhören zu sündigen.
[1:14:42] Ellen White sagt was anderes und das ist viel interessanter. Schaut mal, was sie sagt. Ich lese auf Englisch und übersetze gleich. Sie sagt, die Vollständigkeit des christlichen Charakters ist erreicht, wenn der Impuls, anderen zu helfen und andere zu segnen, konstant von innen hervorspringt. Wenn der Sonnenschein des Himmels die Herzen füllt und im Angesicht offenbart, sich offenbart. Das heißt, was Gott sich wünscht, ist nicht, dass wir einfach uns versuchen, krampfhaft von der Sünde zu distanzieren. Dadurch ist das Mönchtum entstanden. Sondern Gott wünscht sich, dass wir auf Christus schauen und durch seinen Charakter verändert werden, indem wir das tun, was er tut. Und während wir damit beschäftigt sind, gar nicht auf uns zu schauen, sondern für andere, tut er ein Werk an uns, das wir vielleicht gar nicht realisieren. Und ich glaube, dass er das ganz tut. Nicht nur halb, nicht nur drei Viertel, nicht nur 79 Prozent, sondern ganz. Denn wisst ihr, jetzt kommt das Geheimnis. Wenn man immer nur an andere denkt und immer Gutes aus einem hervorspringt, dann wird man auch nicht mehr sündigen.
[1:16:00] Und ich glaube ganz fest, dass mein Jesus das sogar mit mir kann. Er wird es schaffen. Wie? Keine Ahnung. Jetzt sehe ich es noch nicht. Ich bin noch irgendwo vielleicht an diesem Seil, aber ich hänge am Seil. Und ich weiß, solange ich festhalte, wird er mich rausziehen. Und mein Aufruf an dich und an mich heute Abend ist der: Lass uns zurückkehren zur einfachen Bibelwahrheit. Und wenn sie uns unvorstellbar erscheint, dann lass uns einfach glauben. Gott hat geschworen bei sich selbst. Jesus, der Schöpfer, hat mit seiner Hand geschworen. Er kann es tun.
[1:16:37] Wer von euch möchte sagen: Auch wenn ich selbst nicht tun kann, möchte ich doch glauben, dass dieser Jesus vielleicht mehr in meinem Leben tun kann, als ich es für möglich gehalten habe. Und statt auf mich zu schauen, werde ich auf ihn schauen, sein Werk tun und lass ihn in mir wirken, bis er denkt, dass es vollendet ist. Und dann wird er das Siegel auf uns drücken. Wisst ihr, wer ein Siegel trägt? Könige. Könige tragen ein Siegel. Das Königreich Gottes wird unsere Stirn eingeprägt und dann wird er sich aufmachen, nicht um gegen uns zu sein, sondern um für sein Volk einzutreten. Ich warte darauf, dass Jesus wiederkommt. Und ich bin mir sicher, dass wenn wir unsere Augen, wie wir es in der Esslinger Erklärung geschrieben haben, unabwendbar auf Jesus richten, dann wird das Geheimnis Gottes vollendet werden. Christus in uns.
[1:17:39] Wer von euch möchte sagen: Herr Jesus, tu das in mir. Ich kann es nicht, aber du kannst. Dein Wunsch? Dann lass uns gemeinsam niederknien und beten.
[1:18:00] Lieber Vater im Himmel, vergib mir, wenn ich Dinge gesagt habe, die vielleicht nicht ganz so waren, wie du sie gesagt hättest. Wir sind nur Menschen, wir machen Fehler, wir verstehen manche Dinge nicht so richtig. Aber eins ist ganz sicher, dein Wort ist so klar und deutlich, dass man es eigentlich nicht missverstehen kann, in allen Dingen, die wirklich unser Heil betreffen. Und heute haben wir gesehen, dass das Geheimnis Gottes nicht durch Intellekt und menschliche Weisheit oder viel Fleiß ergründet wird, sondern darin, indem wir einfach durch das Wirken des Heiligen Geistes uns dir übergeben und einfach dem simplen Wort glauben.
[1:18:39] Heute haben wir gesehen, dass du mehr kannst, als wir vielleicht denken und dass du vielleicht einen größeren Plan hast, als wir das sehen. Du hast deine Jünger geliebt, obwohl sie dich nicht verstanden haben. Du hast Miller geliebt, obwohl er dich nicht ganz verstanden hat und du liebst auch uns, selbst wenn wir jetzt an diesem Punkt noch vielleicht unsicher sind. Aber ich danke dir von ganzem Herzen, dass du jeden Einzelnen von uns zu dir ziehst, dass du für jeden Einzelnen das Seil immer wieder herunter wirfst oder auch wenn wir noch so so schwach sind, uns nicht aufgibst. Und ich danke dir, dass du uns immer wieder daran erinnerst, dass wir nur schauen brauchen, nur aufschauen brauchen, weil wir dann leben und verwandelt werden.
[1:19:24] Lieber Herr Jesus, du hast Welten in die Existenz gesprochen. Du kannst uns ein neues Herz schenken und wir danken dir von ganzem Herzen, dass dein Königreich in uns beginnen kann, in uns vollendet werden kann, in unserem Herzen, damit du dann auch tatsächlich als König wiederkommen kannst und zu dir nehmen kannst. Habt Dank, Herr Jesus, für all das, was du tust. In deinem kostbaren Namen beten wir. Amen.
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