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In dieser Episode von „Weltengeschichte“ beantwortet Christopher Kramp wichtige Fragen rund um das Leben und Wirken Jesu Christi. Von der Frage nach dem Zeitpunkt seiner Ankunft bis hin zu den Details seiner Kreuzigung und Auferstehung werden biblische Ereignisse beleuchtet. Darüber hinaus werden tiefgründige theologische Fragen wie die Natur der Vergebung, die Bedeutung der Liebe zu Gott und die Konsequenzen von Sünde diskutiert.

Die Serie „Weltengeschichte“ verfolgt die Abfolge biblischer Ereignisse und bietet Einblicke in die göttliche Heilsgeschichte. Diese Episode vertieft das Verständnis der zentralen Figuren und Lehren des christlichen Glaubens.


Weitere Aufnahmen

Serie: Weltengeschichte (Vortragsreihe über die Reihenfolge der biblischen Ereignisse)

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Transkript

[0:22] Ja, einen wunderschönen guten Abend, hallo und herzlich willkommen zur Welten-Geschichte. Wir haben einen ganz besonderen Abend heute und ich freue mich über alle, die da sind, auch alle, die jetzt live zugeschaltet sind. Es ist heute tatsächlich ein, es ist so ungemütlich, ich bleibe lieber zu Hause und schalte den Livestream an. Wetter und insofern freue ich mich, dass einige doch den Mut gehabt haben, hier zu sein, und das ist sehr schön.

[0:48] Wir wollen gemeinsam, bevor wir in das Thema heute einsteigen: "Die Finsternis kehrt zurück", einige Fragen beantworten. Und wir haben tatsächlich eine ganze Reihe von Fragen bekommen, die letzten beiden Themen über Jesus sind offensichtlich viel näher gegangen und haben eine Reihe von Fragen aufgeworfen.

[1:08] Als erstes ist gefragt worden: Warum ist Jesus nicht schon früher gekommen? Zum Beispiel zur Zeit von Adam und Eva. Warum musste er 4000 Jahre warten, ungefähr? Das ist eine sehr gute Frage. Nur eins ist sicher: Wenn Jesus zur Zeit von Adam und Eva gekommen wäre, so vielleicht ein oder zwei Generationen später, und wir heute den Bericht lesen würden, dann würden wir uns vermutlich nicht so gut mit Jesus identifizieren. Die Menschen lebten damals länger, sie waren weitaus gesünder, größer, stärker und wir würden das Gefühl haben, dass manches von dem, was Jesus getan hat, er auch deswegen hat, weil er noch so ein viel größeres, stärkeres und gesünderes Mensch war als wir.

[1:47] Damit also Jesus für jeden ein Vorbild sein kann, hat er sich einen Zeitraum in der Weltgeschichte ausgesucht, wo es der Menschheit im Allgemeinen nicht so gut geht. Die Lebenserwartung in der Antike war selbst im Vergleich relativ gering. Der allgemeine Bildungsstand auch nicht der allergrößte und hygienische Umstände usw. Er könnte eine lange Liste aufzählen. Jesus hat in vielen Bereichen seines Lebens offensichtlich Faktoren ausgesucht, die ihn immer einen Nachteil erleben ließen, im Vergleich zu vielen anderen Menschen. Damit er wirklich für jeden ein Vorbild sein kann.

[2:30] Paulus hat das mal so ausgedrückt: "Als die Zeit erfüllt war, als es Zeit wurde, kam Jesus." Und ich denke, kam genau zur richtigen Zeit.

[2:40] Die nächste Frage, die gestellt worden ist, ist ein Klassiker und keine Vortragsreihe kommt aus ohne diese Frage, zumindest wenn es um Jesus geht. Jemand fragt: Warum ist Jesus am Freitag gestorben und am Sonntag auferstanden? Das heißt, dass er drei Tage und drei Nächte tot sein sollte. Sehr gute Frage! Und auch mir, die die Frage gestellt hat, darf versichert sein, dass er nicht der erste ist, auf diese Frage gekommen ist.

[3:05] Die Frage: Was wird auf einen Bibeltext in Matthäus 12, wo Jesus sagt: "Denn gleich Jonas drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte im Inneren der Erde sein." Und es haben einige kluge Leute gerechnet und gesagt: Naja, drei Tage, drei Nächte, 72 Stunden, das passt niemals von Freitag bis Sonntag Morgen.

[3:24] Nun, wenn man den Matthäus einfach weiterliest, kommt Matthäus 16, und dort steht in Vers 21: "Von da an begann Jesus seinen Jüngern zu zeigen, dass er nach Jerusalem gehen und viel leiden müsste von den Ältesten, den obersten Priestern und Schriftgelehrten und getötet werden und am dritten Tag auferweckt werden müsste."

[3:43] Müssen nun, weder Jesus noch Matthäus haben innerhalb von vier Kapiteln ihre Meinung geändert. Das heißt, derselbe Jesus, der gesagt hat: "Drei Tage und drei Nächte", hat auch gesagt: "Am dritten Tag". Wenn man eine Studie macht, kann man feststellen, dass beide Formulierungen austauschbar sind, nicht nur bei Matthäus, sondern auch bei Lukas und Markus.

[4:02] Und dahinter verbirgt sich ein Prinzip, das uns Westeuropäern etwas merkwürdig erscheint, nämlich das Zählprinzip inklusive Zählung. Das heißt, dass im hebräischen Denken jeder angebrochene Tag schon voll zählt. Deswegen heißt es, dass am achten Tag ein Kind beschnitten werden soll, und Jesus wurde beschnitten, als acht Tage vollendet waren.

[4:28] Deswegen heißt es, dass die Gruppe sagt: "Kommt in drei Tagen wieder", und am dritten Tag kamen sie. Und man könnte viele andere Beispiele dafür anführen. Es ist ein Prinzip, das sehr oft vorkommt in der Bibel.

[4:39] Übrigens, eine sein Beitrag auf Joelmedia unter der Kategorie "Bibel Antworten", dass genau diese Frage auch gestellt worden ist. Da gibt es noch mehr Beispiele. Das heißt also, mit anderen Worten: Wenn Jesus ein paar Minuten vor Sonnenuntergang am Freitag gestorben wäre und ein paar Minuten nach Sonnenuntergang am Samstag schon auferstanden wäre, dann wären das schon drei Tage gewesen im jüdischen Denken.

[5:08] Und genau so ist diese Idee, diese Phrase zu verstehen. Nächste Frage: Was wäre passiert, wenn Maria am Auferstehungssonntag den Jesus angerührt hätte? Er sagte: "Berühre mich nicht an." Das ist eine sehr interessante Frage, die habe ich wirklich noch nie gehört. Und ich muss ehrlich gestehen, ich weiß es nicht ganz genau. Ich vermute, es wäre nicht dasselbe passiert, was dem, der die Bundeslade angefasst hat, passiert ist.

[5:27] Es geht eher darum, dass Jesus, bevor er sich hat betasten lassen, was ihm später ohne weiteres möglich war, erst sicherstellen wollte, dass sein Opfer beim Vater angenommen worden ist. Und als das sicher war, kam er wieder zu den und hat sich von all seinen Jüngern mehrfach und auf Nachfrage auch anfassen lassen.

[5:50] Und da das sein Plan war, hat er alle Möglichkeiten auch die Maria daran zu hindern, hätte sie zufälligerweise ihn doch berührt. Also von daher wäre mal interessant, ihn später mal zu fragen, was passiert wäre.

[6:02] Nächste Frage: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun." Gilt diese Aussage auch für Kaiphas und Hannas? Denn sie wussten, was sie tun.

[6:11] Interessante Frage. Man möchte natürlich vielleicht noch hinzufügen: Sie haben mit Sicherheit zu einem großen Maße gewusst, was sie tun, aber ganz bis ins allerletzte Detail hat niemand geahnt, was dort passiert. Selbst der Satan hat nicht vollständig erfasst, was am Kreuz geschehen ist. Wir werden eine ganze Ewigkeit damit verbringen, das zu verstehen. In dem Sinne gab es also auch Hoffnung für Kaiphas und Hannas, denn auch nach dem Kreuz hätten sie sich noch bekehren können.

[6:52] Und hier zeigt sich die Liebe Gottes, denn Jesus starb auch für Menschen, von denen er bereits wusste, dass sie sich nicht mehr bekehren können, weil sie schon tot waren. Die Liebe Gottes ist sehr verschwenderisch. Und in diesem Sinne war Jesus derselbe, der den Kain gefragt hat: "Wo ist dein Bruder Abel?", obwohl er schon längst wusste, wo der ist, nämlich tot auf dem Feld.

[7:14] Ist derselbe Geist, werbecharakter, der hier spricht, der immer noch das Beste im Menschen hofft und vermutet, selbst wenn er das schon das Gegenteil weiß. Du bist vielleicht interessant für uns, eine wichtige Lehre, die wir ziehen können. Wie oft vermuten wir das Beste im Menschen, selbst wenn wir vielleicht schon das Gegenteil wissen? Kann man wirklich viel von Jesus lernen.

[7:39] Noch eine Frage, die sehr wichtig ist: Können Menschen erlöst werden, die die Wahrheit kannten und trotzdem Jesus nicht wirklich lieben? Das ist eine andere Frage, und ich glaube, eine Frage, die viele Menschen betrifft, insbesondere Menschen, die sehr mit dem Kopf arbeiten. Wir haben manchmal das Gefühl, dass die Erlösung damit zusammenhängt, dass wir die Wahrheit erkennen, die Wahrheit glauben, und das stimmt auch zu einem bestimmten aus einer bestimmten Perspektive.

[8:09] Denn Jesus sagt: "Die Wahrheit wird euch frei machen." Und Freiheit bedeutet Erlösung. Erlösung bedeutet nichts weiter als frei. Wenn also die Freiheit, die Wahrheit macht mich frei, die Frage ist nur: Wovon macht sie frei? Sie machen sich frei von der Sünde und Sünde als Übertretung des Gesetzes Gottes, also der Gesetzmäßigkeit Gottes, Trend von Gott.

[8:35] Wenn ich also von der Trennung erlöst werden will, dann ist das Ziel: Verbindung. Wie kann ich mit jemandem verbunden sein, den ich nicht liebe? Das heißt, man kann tatsächlich nicht erlöst werden, wenn man Jesus nicht liebt. Deswegen sagt er, dass die Liebe zu Gott, die Liebe zu ihm, das höchste und wichtigste aller Gebote ist.

[8:59] Und jetzt kommt vielleicht die entscheidende Frage: Aber was soll ich machen, wenn ich Jesus nicht liebe? Kann ich das irgendwie erzwingen? Muss ich auf einen Knopf drücken? Muss ich mich anstrengen, dass ich unendlich lieben kann?

[9:12] Und dann kommt vielleicht der erste Teil der Frage wieder ins Spiel. Ich glaube, jeder Mensch, der die Wahrheit kennen lernt, wird auch Jesus lieben können. Nicht jeder wird ihn vielleicht lieben wollen, weil wir vielleicht etwas anderes noch mehr lieben. Es ist leicht, dass uns das mal so gegangen ist, dass wir jemanden sehr geliebt haben, später nicht mehr so sehr geliebt haben, weil wir jemand anders mehr gewichtet haben.

[9:39] Liebe ist wechselhaft, sie kann sich verändern, je nachdem, wo unser Fokus ist, was wir anschauen. Das verändert uns. Jeder, der also seinen Blick auf Jesus richtet, kann ihn lieben und wird ihn lieben. Denn die Wahrheit über Jesus ist so gewaltig, dass wenn man sie richtig sich vor Augen führt, wenn man sie durchdenkt, wenn man sich überlegt, was er alles getan hat und dann wirklich aufrichtig auf ihn schaut, dann kann man gar nicht anders, als ihn zu lieben.

[10:13] Besagt, dass die Liebe Gottes unsere Herzen ausgegossen wird durch den Heiligen Geist. Das nichts, was wir erzeugen müssen, ist etwas, was anzieht. Das heißt, die Liebe Gottes zieht uns. Jesus sagt: "Wenn ich erhöht bin, dann werde ich alle Menschen zu mir ziehen."

[10:27] In Jeremia 31, Vers 3 steht da: "Hab ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte." Das Einzige, was wir tun können, ist dem zu widerstehen. Aber jeder von uns wird von der Liebe Jesu gezogen.

[10:40] Fordert zur Frage: War Jesus am Kreuz ganz nackt? Brisante Frage. Das ist nicht 100%ig genau zu sagen. Die Bibel sagt es nicht explizit, aber von alledem, was wir wissen, noch aus der römischen Kreuzigungspraxis, aus der Geschichte, ist, dass der anzunehmende Normalfall.

[11:07] Wir kennen das von den Bildern, meistens anders, da ist immer irgendwie ein Stofffetzen noch gerade so gemalt oder als auf der Skulptur angebracht. Aber man muss wahrscheinlich davon ausgehen, dass er tatsächlich wirklich komplett nackt, blutüberströmt dort am Kreuz hing. Es war tatsächlich der Ausdruck absoluter Schande. Und je mehr man darüber nachdenkt, desto erstaunlicher ist es, dass Jesus das alles für uns erduldet hat.

[11:41] Letzte Frage: Jesu Göttlichkeit konnte ja nicht sterben. Was wäre passiert, hätte er gesündigt? Hätte er für immer in Sünde leben müssen oder wäre er gestorben?

[11:49] Das ist noch eine Frage in der Kategorie, ich habe keine echte Haltung, ich weiß es nicht. Es ist eine sehr gute Frage, und ich glaube, das sind Bereiche, wo unser Kopf irgendwann aufhört mitzumachen, weil es für uns gar nicht richtig vorstellbar ist, was wir da eigentlich durchdenken.

[12:08] Jesu war voll Gott, er war ganz Gott hier auf dieser Erde. Wie wird gesagt, ihm war die Fülle Gottes leibhaftig. Und wir wissen auch, dass Gott nicht versucht werden kann. Gott kann nicht sündigen. Gott ist ein verheerendes Feuer für die Sünde. Und was passiert, wenn jemand, der gleichzeitig Gott ist, das heißt ein verzehrendes Feuer für die Sünde, aber gleichzeitig Mensch ist und damit die Möglichkeit hat zu sündigen? Das kann man sich vielleicht erahnen, aber ich glaube, an der Stelle ist wahrscheinlich Schweigen Gold.

[12:47] Und wir warten, bis wir ihn sehen und vielleicht kann er uns etwas genauer erklären. Aber eins ist sicher: Der Plan der Erlösung hat ein echtes, reales Risiko involviert, das viel größer ist, als wir uns das alle gemeinsam vorstellen können, geschweige denn in Worte fassen können. Und ich glaube, wir müssen das Risiko gar nicht bis ins letzte verstehen, um es wertschätzen zu können. Aber eins ist sicher: Jesus als Mensch hätte sündigen können. Das wäre eine ewige Katastrophe gewesen, denn für ihn gab es keinen Notfallplan.

[13:21] Soviel ist sicher. Es gab keinen Erlöser für den Erlöser. Herzlichen Dank für diesen sehr interessanten, sehr guten Fragen. Und wenn Sie auch Fragen haben, dann stellen Sie die auf [email protected]. Und hier gibt es in dem Raum die Möglichkeit, diese aufzuschreiben.

[13:43] Wir wollen ganz kurz zusammenfassen, was wir bisher gesehen haben und dann mit dem Thema beginnen: Was bisher geschah. Wir haben angefangen mit dieser Aussage: "Gott ist Liebe." Erstes, immer. Das ist eine Gesetzmäßigkeit. Er schuf die Welten als Ausdruck dieser Liebe. Und jemand begann, dieses Gesetz Gottes in Frage zu stellen, und ein Drittel aller Engel folgte ihm, dem Himmel, der zu Satan wurde.

[14:13] Und Gott schuf die Welt, unterschrieb die Menschheit, die Menschen als Repräsentanten seines Charakters, seines Wesens. Doch die Menschheit wurde verführt durch den Satan. Gott entschied sich trotzdem, nicht aufzugeben, der Menschheit eine zweite Chance zu geben. Opfer sollten das ausdrücken.

[14:31] Nachdem die alte Welt durch die Sintflut unterging, hat Gott den Abraham berufen als den Verkündiger der Wahrheit Gottes, des Gesetzes Gottes, und mit ihm einen Bund geschlossen und all die Verheißungen ihm gegeben, die sich auf spätere Zeit bezogen haben. Seine Nachfahren sind in Ägypten in der Sklaverei zu einem großen Erfolg geworden, dass Gott sie herausgeführt hat durch Mose, durch große Zeichen und Wunder, um dort am Sinai ihnen sein Gesetz zu geben. Sie sollten ein Königreich von Priestern sein, das der ganzen Welt zeigt, wie Gott eigentlich wirklich ist.

[15:07] Nach längerer Verzögerung haben sie endlich das gelobte Land eingenommen und sind dann aber eine Generation nach Josua wieder in alte Fehler, in alten Götzendienst und Abfall zurückgefallen. Das hat Jahrhunderte gedauert, bis Israel sich davon erholt hat, und David und Salomo ist das Königreich zu großem Glanz gekommen, um dann später allerdings in den folgenden Jahrhunderten wieder abzufallen, zersplittert zu werden, geteilt zu werden in zwei Teile. Das Nordreich gegen an die Assyrer vollständig verloren.

[15:39] Das Südreich an die Babylonier. Nebukadnezar, der große König, sah einen Raum, in dem er die Weltgeschichte, die noch folgen würde, in einem Symbol gesehen hat. Und genauso, wie er es gesehen hat, kam es auch nach ihm.

[15:54] Kamen die Meder und Perser in ihrer Zeit. Sind die Juden freigelassen worden, sie konnten mit zurück nach Jerusalem und haben dort nach etlichen Jahrzehnten auch die Stadt und vor dem Tempel aufgebaut.

[16:06] Die Römer und die Griechen und Alexander der Große kamen und dann natürlich die Römer. Und als die Zeit voll wurde, sandte Gott seinen Sohn. Gott selbst wurde Mensch, ließ sich taufen, Jesus im Jahre 27, und hat in der Wüste, in drei Versuchungen, im Tempel und auf einem hohen Berg, an drei Versuchungen als erster Mensch den Teufel endgültig besiegt und gezeigt, dass es einen Weg aus dem Sündenproblem gibt.

[16:41] Er hat Jünger berufen und dreieinhalb Jahre lang das Wesen und den Charakter Gottes, die gute Nachricht von seinem Gesetz verbreitet und verkündigt. Viele Menschen sind geheilt worden, ganze Dörfer sind ohne Kranke gewesen. Er hat Menschen nicht nur geheilt, sondern ihnen die Sünden vergeben. Seine Jünger ausgebildet und dann nach dreieinhalb Jahren, genau zu dem Zeitpunkt, den Daniel in der Prophezeiung vorhergesehen hatte, ist er nach Jerusalem erneut gekommen.

[17:14] Und in der letzten Woche all die Dinge zu tun, die von ihm vorhergesagt worden waren. Er hat über Jerusalem geweint, weil er die Zerstörung gesehen hat. Das Abendmahl eingesetzt, das die alten Zeremonien des Volkes Israel ersetzen sollte. Hat dort durch die Fußwaschung seinen Gottescharakter wirklich offenbart: Gott dient, Gott liebt, und Gott ist sich für nichts zu schade, solange er anderen helfen kann.

[17:42] Dort in Gethsemane sind dann alle Sünden der Welt, die jemals geschehen sind und die noch geschehen werden, auf ihn gelegt worden. Er ist verraten worden durch einen seiner engsten Mitarbeiter, den Judas. Er ist gequält worden, er ist bespuckt worden, und er ist freiwillig gestorben, als er freiwillig in die Hände des Satans begeben hat, freiwillig das gerechte Gericht Gottes erduldet für die Strafe für Sünden, die er nie begangen hat, um uns und der Menschheit jedem Einzelnen einen Weg der Freiheit zu ermöglichen.

[18:19] Und er hat dann selbst auf den Befehl Gottes hin sich das Leben wieder gegeben, ist auferstanden, hat den Tod besiegt, ist in den Himmel aufgefahren und hat das Tor zum Hohenpriester gekrönt, wurden im himmlischen Heiligtum gesalbt worden. Das hat die Ausgießung des Heiligen Geistes mit sich gebracht zu Pfingsten auf die Jünger.

[18:42] Dreieinhalb Jahre haben sie dem jüdischen Volk in Israel das Evangelium, den Bund Gottes, den neuen Bund verkündigt. Die wollten aber nichts davon hören. Und im Jahre 34 endete die Zeit, die Gott dem Volk Israel gegeben hatte. Ab dem Zeitpunkt waren die das Volk Gottes, die sich Christen dann nannten, obwohl die immer noch Schwierigkeiten hatten zu sehen, dass auch die Heiden genauso Teil Gottes sein sollen und dürfen.

[19:14] Gott berief den Saulus, der zum Paulus wurde, durch ein dramatisches Bekehrungserlebnis, um genau diese Heiden zu erreichen. Und er ging in die großen Zentren des Heidentums bis nach Athen und verschiedene Städte Griechenlands und hat dort Gemeinden gegründet und das Evangelium immer weiter hinausgetragen nach dem Gebot Gottes, dass es bis ans Ende der Welt getragen werden sollte.

[19:39] Dort an dieser Stelle, als wir über die gerade aufblühende, neu entstehende Gemeinde Gottes, die Christenheit nachgedacht haben, haben wir gestoppt und werden jetzt mit Episode 22 weitermachen. Wir wollen mit einem gemeinsamen Gebet starten. Lieber Vater im Himmel, sie möchten wir danke sagen, dass wir heute Abend zu dir kommen können. Wir haben schon so viel gelernt aus deinem Wort, so viel gelernt aus der Geschichte. Mit jedem Abend kommen wir näher in unsere Zeit.

[20:10] Es gibt auch heute so vieles, was wir heute anschauen werden, was mit uns auch zu tun hat. Wir möchten dich bitten, von ganzem Herzen, schenkst uns Weisheit, auf die Lektionen der Geschichte zu achten, deine Hand zu sehen in dem, was Männer und Frauen erlebt haben, entschieden haben und gesagt haben. Wir möchten dich bitten, dass du mit dem Heiligen Geist anwesend bist, dass du alles Störende vernetzt und dass du direkt zu uns sprichst. Im Namen Jesu. Amen.

[21:02] Sie haben ihm noch lange nachgeschaut, und viele konnten sich die Tränen nicht verkneifen. Da segelte er nun hinfort, Diamanten Evangelist. Viele von ihnen hatten ein völlig neues Leben begonnen. Sie waren aus der Finsternis herausgerufen worden in ein wunderbares Licht.

[21:41] Dieser jüdische Mann, ein römischer Bürger, ein Apostel Jesu Christi, hatte viel Zeit in ihrer Stadt verbracht. Was hatten wir nicht alles mit ihm erlebt? Als sie ihre Bücher gebracht hatten und sie verbrannt hatten, die alten Zauberbücher, als er beinahe in Stücke zerrissen worden war damals im Theater. Er hatte ihnen so viel beigebracht, und jetzt segelte er zurück.

[22:12] Und als das Schiff am Horizont immer...

[22:15] Und als das Schiff am Horizont immer kleiner wurde, da erinnerten sie sich an die Worte, die er kurz vor der Abreise noch einmal zu ihnen gesagt hatte. Er hatte sie deutlich angeschaut, hatte Tränen selbst in den Augen gehabt und hat er sie mit aller Ernsthaftigkeit ermahnt. Und es war, als ob der Wind über die Wellen des Mittelmeeres diese Worte noch einmal zurückbrachte. Denn das weiß ich, dass nach meinem Abschied räuberische Wölfe zu euch hineinkommen werden, die die Herde nicht schonen. Und dass eure eigenen Mittel werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen in ihre Gefolgschaft.

[23:01] Wo immer Paulus gewesen ist, hat er nicht nur die gute Nachricht vom Tod und der Auferstehung und dem himmlischen Heiligtumsdienst von Jesus verkündigt. Wann immer ist der Zeitpunkt gewesen war, hat er es nicht versäumt, prophetisch die Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass eine Krise bevorstand. Paulus hatte die Schriften des Propheten Daniel studiert. Er hat es schon früher an andere Gemeinden geschrieben: „Lasst euch von niemand in irgendeiner Weise verführen, denn es muss unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde offenbart werden, der Sohn des Verderbens.“

[23:41] Damals hatten einige Christen geglaubt, dass schon in ihrer Generation Jesus in den Wolken des Himmels wiederkommen könnte. Doch Paulus wusste, das wird nicht der Fall sein, denn er wusste, da gab es lange Zeit Prophezeiungen Daniel und er hatte von diesem kleinen Horn gelesen. Und so schrieb er, wählt er bewusst diesen Begriff, „Sohn des Verderbens“. Einige andere Apostel hatten ihm erzählt, dass Jesus so gebetet hatte im Garten Gethsemane, und sie es später entdeckt hatten, dass er mit „Sohn des Verderbens“ den Judas gemeint hatte, einen Verräter.

[24:21] Von innen über diesen Mann der Sünde hatte Paulus geschrieben, der sich widersetzt und sich über alles erhebt, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt, so dass er sich in den Tempel Gottes setzt als ein Gott und sich selbst für Gott ausgibt. Und dann hatte Paulus etwas Mysteriöses hinzugefügt, denn „das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon am Wirken. Nun muss der, welcher jetzt zurückhält, erst aus dem Weg sein.“

[24:43] Woran hat er dabei gedacht? Dass das Geheimnis der Gesetzlosigkeit schon wirkt? Meinte er vielleicht jenen Simon Magus, der sich dem Petrus widersetzt hatte, der für Geld den Heiligen Geist kaufen wollte und den ersten kleinen Abfall produziert hatte? Vor einigen Jahrzehnten, aber noch war irgendetwas da, was diesen Antichristen, diesen Menschen der Sünde, zurückhielt.

[25:14] War längst hatte der Satan geplant? Er hat er sich überlegt, was er tun sollte. Jahrzehntelang war es so gewesen, als ob Licht in Kübeln vom Himmel geschüttelt worden war. Die ganze Welt schien in Flammen für die Liebe Gottes. Fast hilflos wirkt er in jenen Jahrzehnten. Aber Satan hatte 4000 Jahre Erfahrung und erinnerte sich, dass es nur eine Generation gedauert hatte, nach dem Einzug ins Gelobte Land, als alle tot waren, die ihr Horror Joshua noch kannten.

[25:57] Kam das dunkle Zeitalter und man konnte, dass er konnte das Volk wieder langsam an die Religion der Welt gewöhnen. Und so dachte er sich vielleicht: „Vielleicht muss ich nur warten, bis die tot sind, die Heroes Jesus noch gekannt haben.“

[26:18] Vielleicht kann ich dann die nächste Generation wieder in ein dunkles Zeitalter führen. Paulus segelte zurück, er hatte im Plan, bald wieder umzukehren und noch weiter nach Rom und am besten nach Spanien zu reisen. Doch er wollte noch einmal nach Jerusalem. Er wollte zum Fest.

[26:39] Und dort kam er an, 58 nach unserer Zeitrechnung, erzählte ganz begeistert von den Dingen, die er erlebt hatte in Korinth und in Athen und in Ephesus und all den Orten, wo er gewesen war. Und die Obersten der Gemeinde, die hörten interessiert zu und sagen: „Oh, das klingt spannend, dass er toll, so viele Heiden haben sich bekehrt. Es gibt einen tollen Missionsbericht.“

[27:09] Und als er fertig war, hatten sie immer noch was auf dem Herzen. Sie sagten: „Du weißt, du, Paulus, sie müssen mit dir reden. Dass mit der Heidenmission ist ja schön und gut und wir freuen uns ja auch wirklich, dass all die Heiden dort jenseits des Meeres sich zu Christus bekennen. Aber wenn du jetzt hier in Jerusalem bist, musst du ein paar Spielregeln beachten, Bruder. Du siehst, welche große Zahl von Juden gläubig geworden ist und alle sind für das Gesetz. Die haben das noch nicht so verstanden mit den reinen.

[27:43] Sie sind aber über dich berichtet worden. Das Gerücht geht um, auch in der Gemeinde Gottes, du würdest alle Juden, die den Heiden sind, den Abfall von Mose lehren und sagen, sie sollten ihre Kinder nicht beschneiden und nicht nach den Gebräuchen wandeln. Sie sind nicht gut auf dich zu sprechen. Sie glauben, du bist zu lasch mit den Zeremonien, die Mose uns gegeben hat. Und du hast ja richtig gehandelt, aber wir wollen ja keinen Aufruhr. Vielleicht finden wir einen Kompromiss.

[28:13] Paulus war entmutigt. Es hatte Situationen gegeben, wo er die Kompromissbereitschaft selbst eines Petrus offen öffentlich getadelt hatte. Aber jetzt sagte er zu, er willigte ein, ganz besonders zu demonstrieren, dass er die zeremoniellen Gesetze immer noch akzeptiert. Er ließ sich reinigen und kam in den Tempel.

[28:55] Doch trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kam es zu einem gewaltigen Aufruhr. Die Menge kam zusammen, Leute behaupteten, dass er Heiden in den Tempel geführt hatte. Niemand schien an jenem Tag darüber nachzudenken, dass schon im Alten Testament der Prophet Jesaja prophezeit hätte, dass der Tempel ein Bethaus für alle Völker sein sollte.

[29:17] Jetzt reicht es schon, dass Gerüchte aus, ein Heide hätte den Tempel an einer unbestreitbaren Stelle betreten. Und schon schrie die Menge und sie schrien alle durcheinander. Und die meisten wussten gar nicht, was eigentlich vorgefallen war.

[29:35] Der Paulus muss ich zurück und haben. Weniger Zeit zuvor stand er im Theater, im Stadion von Ephesus. Aber hier war nicht Heiden, die schrien: „Groß ist Artemis Ephesier!“ Hier waren Juden, Juden Christen, die schrien: „Groß ist das Gesetz!“ Und sie taten wir uns selber und sie hätten ihn bei einer in Stücke zerrissen, wenn nicht die Mächte, die Sicherheitsleute, ihn aus der Menge entreißen konnten, um ihn in die Kaserne zu bringen.

[30:12] Und dort, auf den Stufen der Kaserne, gelang es dem Paulus durch ein Handzeichen, die Menge zu beruhigen. Er sprach sie auf Hebräisch an und erzählte ihnen, was er erlebt hatte, wer er sei. Er erzählte von seiner von seinem Leben, das er vor dem, von dem alten, ehrwürdigen Gamaliel gelernt hatte, dass er ein Eiferer für das Gesetz gewesen war, mehr als wir alle, der strengste Pharisäer aller Zeiten gewesen war. Und wie ihm Jesus erschienen waren.

[30:45] Und sie hörten geduldig zu bis zu jenem Satz, als er sagte, dass Gott zu ihm gesagt hätte: „Geh, denn ich will dich in die Ferne zu den Heiden senden.“

[31:02] Vieles dem Paulus schwer das Wort „senden“ noch auszusprechen, denn wie aus einem Mund, er soll das Geschrei: „Hinweg mit einem solchen von der Erde, denn es darf nicht sein, dass er im Leben Leid es war!“

[31:18] Es war ein wirklich heftiger Sturm, der dem Paulus entgegenließ. Er wurde vor den Sanhedrin gestellt, vor dem auch sein Herr und Meister Jesus sich mehrmals hatte verantworten müssen. Und der Sanhedrin hatte seine theologischen Positionen und seine menschlichen Qualitäten keinesfalls geändert.

[31:53] Aber als Paulus dort stand, kam ihm eine gute Idee. Er wusste, dass im Sanhedrin sowohl Sadduzäer als auch Pharisäer anwesend waren. Und so rief er in die Menge: „Ihr Männer und Brüder, ich bin einfach ein Sohn eines Pharisäers, wegen der Hoffnung auf die Auferstehung der Toten werde ich gerichtet.“ Er wusste, die Sadduzäer glaubten nicht an die Totenauferstehung, aber die Pharisäer sehr wohl.

[32:19] Es war eingeplant. Es war ein gezielter Anschlag auf eine Disputation, sozusagen, denn was erhoffte sich statt sich mit ihm zu beschäftigen, fingen sich plötzlich die Mitglieder des Sanhedrin an, gegenseitig zu beschimpfen und zu bekämpfen und über die Auferstehung zu debattieren. Inmitten des Gewusst hätten sie ihn doch beinahe zerrissen.

[32:44] Er konnte nur mit Mühe gerettet werden. Aber Gott sprach zu ihm: „Sei getrost, Paulus, denn wie du in Jerusalem von mir Zeugnis abgelegt hast, so sollst du auch in Rom Zeugnis ablegen.“ Das war sein größter Wunsch. Nach Umzug er hatte den Brief an die Römer schon geschrieben und er hatte jetzt schon Angst bekommen, vielleicht nie Rom zu sehen. Aber Gott gab ihm die Verheißung.

[33:10] Es wurde berichtet, dass einige Juden sich verschworen hatten, nichts zu essen und nicht zu trinken, bis Paulus gestorben wäre. Und wenn sie das ernst gemeint sind, sind sie dann wirklich bald gestorben.

[33:26] Der Paulus wurde verlegt. Die Römer kamen ihm zu Hilfe mit einer römischen Kohorte, wurde er nach Cäsarea verlegt zum Statthalter von Judäa, Antonius Felix. Und er ließ eine Gerichtsverhandlung abhalten. Und als die Vertreter der Juden in aller möglichen Verbrechen anklagten, aber nichts beweisen konnten, bekannte Paulus: „Das bekenne ich dir, aber dass sich nach dem Weg, den sie eine Sekte nennen, dem Gottesväter auf diese Weise diene, dass sich an alles glaube, was im Gesetz und den Propheten geschrieben steht.“

[34:06] Er war sich seiner Sache sicher und es stellte sich heraus, dass Antonius Felix tatsächlich sehr genau Bescheid wusste über die Lehren von Jesus. Und es stellte sich heraus, dass er ihm sehr wohlgesonnen war. Und er gab ihm Haftentlassung und suchte eigentlich nach einem Weg, ihn freizulassen. Immer wieder hatte ihn kommen lassen, nur wenn Paulus von den schönen, einfachen Themen zu den etwas ernsteren Themen kam, wenn er auch über Gericht und nicht über Gnade sprach, nicht nur über Gnade sprach, wenn er nicht nur über Freiheit von Sünde, sondern auch über Mäßigkeit sprach, dann bekam der Felix ein bisschen zu viel davon.

[34:49] Und da sagt dafür: „Diesmal kannst du gehen. Wenn ich aber gelegene Zeit finde, wichtig wieder rufen lassen.“ Insgeheim hatte er gehofft, dass Paulus sich vielleicht freikaufen lassen würde. Frei kaufen lassen? Nun, aber Paulus gab ihm kein Geld. Und so hört ihn nochmals zu, aber die gelegene Zeit kam nie.

[35:14] Denn kurze Zeit später wurde er versetzt. Und die Chance, das ewige Leben anzunehmen, war erst einmal vorüber gegangen. Ein neuer Statthalter kam, Porcius Festus. Und er kannte sich weitaus weniger aus, beides wenig aus mit den Gewohnheiten, den Gepflogenheiten, den Regeln des Judentums und auch den Prinzipien des Christentums.

[35:38] Erneut wurde eine Gerichtsverhandlung angesetzt, in der Paulus sich, als er das Gefühl hatte, keinen Ausweg mehr zu sehen, auf den Kaiser berief, als römischer Staatsbürger, der er war, hatte er dieses Vorrecht, in jedem Gerichtssaal Berufung beim Kaiser persönlich einzulegen.

[36:03] Und Festus sagte: „Du hast dich auf den Kaiser berufen, zum Kaiser sollst du gehen.“ Doch Festus wusste gar nicht so genau, was dem Paulus überhaupt vorgeworfen wird. Er konnte sich kaum aus in den religiösen Dingen dieser Umgebung und er wollte nicht einen Gefangenen nach Rom schicken und schreiben: „Ich weiß gar nicht, um was es geht.“

[36:26] Es kam mir ganz gelegen, dass der König Herodes Agrippa der Zweite, der Sohn von jenem Herodes Agrippa, der 15 Jahre zuvor an Würmern fraß und innerlich gestorben war, dass der mit seiner Frau Berenike nach der Japaner und dort ihn besuchte. Herodes kannte sich gut aus in der Religion des Judentums. Und Paulus wurde vorgeführt und er bekam die Gelegenheit, noch einmal sein Zeugnis zu geben.

[37:01] Und das tat er noch einmal. Er erzählte, wie er früher gewesen war, wie er Jesus getroffen hatte, wie Jesus sein Herz verändert hatte und was er jetzt durch Gottes Kraft und durch Jesu Liebe tun konnte und erreicht hatte.

[37:26] Festus hatte dafür nicht viel übrig. Er rief auf: „Paulus, du bist von Sinnen! Dass viele Studien dich um den Verstand bringen. Geh mal an die frische Luft und lass die Bücher beiseite.“ Aber Paulus hatte nicht zu fest ausgesprochen. Paulus hatte seine Augen fast sein gesamtes Zeugnis auf König Agrippa gelegt, denn er wusste, Agrippa kennt die Propheten, Agrippa kennt die alten Schriften und er glaubt ihnen.

[37:58] Und der Ruf aus: „Es fehlt nicht viel und überredet nicht, dass ich Christ.“ Und Paulus konnte muss sagen: „Ich wünschte mir, dass du genau so bist wie ich, mal abgesehen von den Ketten, nicht gerade habe.“ Dem Felix fehlte die gelegene Zeit, dem Agrippa fehlte sogar nicht viel, aber beide trafen die Entscheidungen.

[38:30] Nichts. Festus und der Körper zogen sich zurück. Unter Agrippa stellte Festus fest, man könnte diesen Menschen freilassen, wenn er sich nicht auf den Kaiser berufen hätte. Hatte sich Paulus zu früh auf seine römische Bürgerschaft verlassen?

[38:47] Er hätte nach Rom kommen können als freier Mensch. Jetzt kann man nach Rom, aber als Gebundener, der sich auf den Kaiser berufen hat. 60, das Jahr 60 war und er wurde ein Geschäft.

[39:09] Und sie machten sich auf den Weg. Die Schifffahrt dauerte länger als geplant. Immer wieder gab es Probleme. Und als sie Kreta erreicht hatten, sah schon so aus, als ob es besser wäre, hier auf der Insel noch länger zu bleiben. Und Paulus war den Kapitän und sagte: „Lasst uns wieder hier bleiben, denn wenn wir weiter segeln, gibt es große Gefahr.“ Doch der sei auf den schwachen Südwind und hörte mehr auf seine Seeleute als auf einen Gefangenen, nicht ahnend, dass dass der Profit Gottes war.

[39:44] Und es kam, wie es kommen musste. Der Euro-Krise, eine der größten Stürme des Mittelmeeres, trieb das Schiff hin und her und es sah so aus, als ob das Schiff untergehen würde. Sagt Paulus, der in jener Situation als Gefangener die Situation mehrfach rettete.

[40:13] Sie strandeten schließlich auf einer Insel, die Militärs oder Malta. Vor dem Stranden hatten schon die Soldaten sich vorgenommen, alle Gefangenen einfach umzubringen, weil sie könnten ja entfliehen. So als ob das so einfach wäre mitten auf dem Mittelmeer. Aber der Kapitän hatte gemerkt, was für ein feinsinniger, liebevoller Mensch der Paulus war und die ganze Besatzung wurde gerettet.

[40:42] Gerettet durch den Charakter eines Gefangenen. Sie kamen dort auf der Insel an, wurden beherbergt und als beim Feuermachen der Paulus in das Holz griff, da schoss eine Schlange heraus und biss ihn. Und jetzt sprachen die Inselbewohner: „Das war die Göttin Dicke, die Göttin der Rache und der Gerechtigkeit. Er muss ein schlimmer Mörder sein, hätte sterben sollen.“

[41:14] Im Wasser ist immer entkommen, aber er wird der Gerechtigkeit nicht entkommen. Und so warteten sie minütlich, dass er gleich umfallen würde, es zumindest sein Körper schwer anzustellen würde.

[41:31] Doch Paulus machte einfach weiter. Es gab gar nichts, nicht mal eine Beule. Und nachdem diejenigen, die schon mehrfach Schlangenbisse gesehen hatten und beobachtet hatten, was normalerweise passieren würde, sich überzeugt hatten, dass diesmal keine Bäume zu erwarten sei, beendeten sie ihre Meinungen und dachten, er sei ein Gott.

[41:54] Den Paulus muss es bekannt vorgekommen sein. In Güstrow war dasselbe passiert, nur andersrum. Da hatten sie ihn erst als Gott bezeichnet und dann als Verbrecher.

[42:05] Schließlich zogen sie weiter. Sie kamen in Italien an und zogen auf der Straße ihres Weges nach Norden, gezogen auf der Via Appia. Aber jede Straße nehmen können, denn damals führten alle Wege nach Rom. Endlich war er dort, der größten Stadt der damaligen Welt, das Zentrum kulturell, religiös, wirtschaftlich, politisch, militärisch. Wenn hier für das Evangelium ein Sieg gewonnen werden könnte, dann wäre das größte, was überhaupt vorstellbar war.

[42:52] Er wurde zu Beginn sehr freundlich behandelt, konnte sich relativ frei bewegen, obwohl gefangen. Von hier schrieb er einige Briefe und hier erlebte er, dass Menschen sich zum Evangelium bekehrten. Einer von ihnen war ein Sklave, ein Sklave, der weggelaufen war und in Rom ein neues Leben anfangen sollte.

[43:15] Als Paulus ihn besser kennenlernte, stellte er fest, dass jener Sklave seinem Freund Paulus, Freund, weggelaufen war. Sein Freund Philemon, der Sklave hieß Onesimus. Und das schrieb einen Brief, den der Sklave zurückbringen sollte.

[43:38] Und Paulus erklärte seinem verärgerten Freund, dass dieser Sklave jetzt Christ geworden war und dass er sich gut um ihn kümmern sollte. Und das schrieb dort: „Diese einfachen Zahlen, die die Essenz des Christentums ausmachten. Wenn er aber Schaden zugefügt hat oder etwas schuldig ist, so stelle das mir in Rechnung.“ Hatte nicht sein Herr und Meister die Rechnung bezahlt für den Schaden, den er angestellt hatte.

[44:10] Es schrieb auch an einige Gemeinden, die er besucht hat, das Beispiel eine Gemeinde der in Philippi, wo das Gefängnis gebebt hat, als er gesungen hatte. Es schreibt dort: „Ich will aber, Brüder, dass ihr erkennt, wie das, was mit mir geschehen ist, sich vielmehr zur Förderung des Evangeliums ausgewirkt hat. Ja, ich bin ein Gefangener in Rom und ich war sehr betrübt darüber. Aber jetzt sehe ich, dass dadurch sogar Menschen zu Christus bekehrt werden.“

[44:36] Und dann schrieb er etwas, was er vorher kaum zu träumen gewagt hatte: „Es grüßen euch alle Heiligen, besonders die aus dem Haus des Kaisers, bedienstete Beamte, Verwandte des Kaisers Nero.“

[44:54] Des Monsters Nero waren Christen geworden und nicht geheime Christen, sondern öffentliche Christen.

[45:08] Es ging ihm gut, fast zwei Jahre dort. Der Captain der der königlichen, der kaiserlichen Leibgarde, der ihn bewachen sollte, war gut zu ihm. Aber dann wurde dieser Leibwächter abgesetzt. Ein anderer Soldat wurde mit seiner Bewachung beauftragt und der war sehr hässlich zu ihm.

[45:29] In der Zwischenzeit hatte Nero eine zweite Frau kennengelernt. Ihr Name war Poppea Sabina und sie war eine wirkliche Karrierefrau. Sie hatte schon zwei Ehen hinter sich und die zweite hatte sie nur geschlossen, damit sie noch näher an den Hof von Nero kommen könnte, um seine Geliebte werden zu können. Sie wollte Kaiserin werden. Für sie hat sich nie scheiden lassen und seine Frau, von der behauptete, dass sie unfruchtbar sein.

[46:04] Die halten die Schlagadern aufschneiden, lassen uns in heißem Dampf ersticken. Dabei war diese Poppea Sabina eine Frau, die sich zum Judentum bekehrt hatte. Und als sie hörte, dass die Juden viel Ärger mit Paulus hatten, dann nutzte sie die Gelegenheit und hetzte Nero gegen Paulus auf.

[46:25] Es kam zur Gerichtsverhandlung und jeder, der nur ein paar Tage, gesteigert, paar Wochen in der Gegenwart von Nero verbracht hatte, wusste, Paulus ist ein verlorener Mann. Dagegen war der Sanhedrin ein Freundeskreis.

[46:49] Die Verbrechen, die Nero bereits begangen hatte, die unmoralischen Abartigkeiten, die regelmäßig in seinem Palast fabriziert wurden, spottete jeder Beschreibung. Nie zuvor war ein so finsterer Charakter so mächtig gewesen wie Nero. Doch das unfassbare geschah. Als ob er einen ganz anderen Tag gehabt hätte, den der zuvor nie so erlebt hatte, hat Nero Paulus freigelassen.

[47:26] Und er sah die Voraussetzungen alldem und er verließ die Stadt über dieselbe Straße, in der er gekommen war. Das war im Jahre 63. Nur gut, dass er so schnell Rom verließ, denn im nächsten Jahr brannte die Stadt lichterloh.

[47:44] Niemand weiß ganz genau, wer verantwortlich war, aber das Gerücht wollte sich einfach nicht tot schlagen lassen, dass Nero seine eigene Hauptstadt in großen Teilen in Brand stecken lassen, um sie noch schöner wieder aufzubauen. Aber Nero selbst hatte eine andere Theorie. Er glaubte, die Christen seien gewesen, zumindest hat er das gesagt.

[48:07] Und als ob die Stadt noch nicht genug Feuer gesehen hatte, begann er die Christen nacheinander als Fackeln aufzustellen in seinem Garten.

[48:21] aufzustellen in seinem Garten. Eine schwere Verfolgung brach aus, die einige Jahre dauerte. Just in jener Zeit erhob sich das jüdische Volk gegen die römische Besatzung.

[48:36] Es war am 25. September 66, als die Juden in Jerusalem die römischen Besatzer aus der Stadt warfen. Sie wollten wieder unabhängig sein. Das kostete Rom zunächst einmal nur ein müdes Lächeln. Der syrische Statthalter Cestius Gallus wurde im Oktober beauftragt mit einer Armee, die Juden wieder zurückzubringen.

[49:05] Damals befanden sich unglaublich viele Menschen in Jerusalem. Es war gerade das Laubhüttenfest, November 66, und die Stadt wurde langsam, aber sicher eingeschlossen von den Legionen Roms. Und einige wenige sahen eine tiefere Bedeutung in den römischen Standarten, die sich um die Stadt in den Boden pflanzten. Am 17. November begann die Belagerung.

[49:39] Für die meisten Juden war das einfach nur ein Schreckensmoment. Doch für diejenigen, die an Jesus Christus glaubten, war es ein besonderer Moment. Denn sie erinnerten sich an Worte, die er wenige Tage vor seiner Kreuzigung gesagt hatte: "Wenn ihr nun durch die Gräuel der Verwüstung, von dem durch den Propheten Daniel geredet wurde, steht, dass der Gräuel der Verwüstung steht..."

[50:04] ...nicht an der heiligen Stätte, nur fünf Tage später, als die Mauern Roms schon fast untergraben waren, der Fall nur noch eine Sache von Tagen war. Da zog sich die Armee Roms aus einem unbekannten Grund zurück. Ob in jedem Moment irgendjemand daran gedacht hatte, dass ein halbes Jahrtausend vorher die Armee von Nebukadnezar auch gekommen war und sich auch zurückgezogen hatte und dann doch wieder gekehrt war.

[50:43] Die Juden glaubten, dass Gott ihnen einen großen Sieg bereiten wollte, und sie fielen aus der Stadt aus und vernichteten noch die Nachhut der Römer und brachten viel Beute ein. Aber als sie in die Stadt zurückkamen, fanden sie kaum noch Christen. Denn die hatten den Nachsatz von Jesus sehr ernst genommen: "Dann fliehet auf die Berge!" Und so verließen die Christen Jerusalems die Stadt.

[51:12] Sie verließen die Vögel ziehen, überquerten den Jordan und das Ostjordanland. Im Keller zogen sie sich zurück.

[51:26] Paulus wird davon gehört haben. Er hatte die vergangenen Jahre genutzt, noch einmal die Gemeinden Kleinasiens und Griechenlands zu besuchen und zu stärken. Doch ein Jahr später, im Jahr 67, befand er sich wieder auf der Straße nach Rom. Die Juden hatten die Dreistigkeit gehabt, wider besseres Wissen zu behaupten, dass Paulus Rom angesteckt hätte, wohl wissend, dass das sein Todesurteil sein würde.

[51:59] Und so kam er erneut in der vermeintlich ewigen Stadt Rom. Er wurde in ein finsteres Verlies gesteckt. Nero würde ihn bestimmt nicht noch einmal freisprechen, zumal Nero immer noch die Gerüchte an seinem Gewand spürte und nicht wirklich weggewischt bekommen konnte. Wie gut wäre es dort, einen Menschen zu haben, der als Sündenbock herhalten könnte.

[52:28] Und Paulus war niedergeschlagen im Gefängnis. Er schrieb zu seinem geliebten Timotheus, seinem jungen Mitarbeiter: "Beeile dich, bald zu mir zu kommen. Viele hatten ihn verlassen, denn dem was..."

[52:36] "...hat mich verlassen, weil er die jetzige Welt lieb gewonnen hat und ist nach Thessaloniki gezogen. Crescens nach Galatien, Titus nach Dalmatien. Nur Lukas, der Arzt, der medizinische Missionar, war noch bei ihnen."

[52:51] Und dann schrieb er etwas sehr Interessantes. Dort, fast von allen verlassen, schrieb er: "Markus, derselbe Markus, den er unter keinen Umständen auf seiner zweiten Missionsreise dabei haben wollte, für den er sich lieber von Barnabas trennte, dass er nur nicht mit Markus zusammenreißen sollte."

[53:12] Sollte jetzt hat er Markus sich verändert. Aus dem ziemlich feigen jungen Christen war ein wirklich überzeugter, fähiger und mutiger Mann geworden. "Markus, zu dir und bringe ihn mit, denn er ist mir sehr nützlich zum Dienst." Markus hatte sich verändert und auch Paulus hatte sich verändert.

[53:34] Der Tag kam, und er wurde vor Nero gebracht. Da standen sie sich gegenüber: der junge Kaiser, und sein Gesicht verriet etwas von den satanischen, greuelhaften Leidenschaften, die in ihm tobten. Und auf der anderen Seite der alte, friedliche Paulus. Nie zuvor hatte ein Gefangener so unschuldig ausgesehen.

[54:15] Und er nutzte die Gelegenheit. Niemand war bei ihm. Normalerweise hatte das römische Recht vorgesehen, immer einen Advokaten, einen Verteidiger an der Seite zu haben. Doch in diesem Fall hatte sich niemand gefunden. Kein Christ in ganz Rom hatte es gewagt, sich neben Paulus von ihrem zu stellen.

[54:44] Jetzt stand er alleine, aber Gott war mit ihm. Und er verkündigte das Evangelium in einer Kraft, wie selten zuvor. Und es war, als ob ein Lichtstrahl, ein heller, sehr klarer Lichtstrahl durch die tiefe, dicke Finsternis in das Herz des Nero hineinleuchtete. Und für einen kurzen Moment sich ein Weg, selbst für Nero, öffnete. Als ob die Gefängnistür, in der er sich befand, dieses Gefängnis zum eigenen Ich, als ob die Gefängnistür aufgeschlossen worden war, Licht hinein ging und er die Tür nur noch aufstoßen brauchte.

[55:32] Nero zitterte bei dem Gedanken, dass es wirklich einen Richter gäbe, vor dem er sich verantworten müsste. Die Gelegenheit kam und sie ging. Nero ließ den Kerker wieder schließen. Und als das Schloss in der Tür, als das Schloss fiel, da fiel auch die Gnadenzeit für Nero.

[56:00] Paulus schrieb: "Bei meiner ersten Verteidigung stand mir niemand bei, sondern alle verließen mich. Es werde ihnen nicht angerechnet. Der Herr bestand mir bei und stärkte mich, denn mit durch mich die Verkündigung völlig ausgerichtet wurde, und alle Heiden sie hören könnten. Und so wurde ich erlöst aus dem Rachen des Löwen." Aber er wusste, es würde nicht für lange sein.

[56:25] Es dauerte noch ein wenig, und dann kam die Nachricht: Nero hätte das Urteil gefällt. Und weil Nero so viel Angst vor diesem eloquenten Prediger hatte, ließ er ihn nicht einmal öffentlich hinrichten. Er befürchtete, dass noch mehr den Glauben an Jesus annehmen würden. Nur wenige durften dabei sein.

[56:49] Und so wurde Paulus aus dem Verlies geführt. Und als er dort zu seiner Exekution ging und den strahlend blauen Himmel über oben sah, schaute er nicht auf das Schwert des Henkers, denn neben ihm stand er. Schaute nicht auf den Boden, denn er wusste, dass in wenigen Momenten sein Blut diesen Boden trinken würde. Er staunte mit fester Zuversicht in den Himmel. Er hatte geschrieben: "Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt. Von nun an liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag zuerkennen wird. Nicht aber mir alleine, sondern auch allen, die seine Erscheinung liebgewonnen haben."

[57:48] Als er an jenem Sommertag durch die Pinien Roms in den blauen Himmel schaute, war es fast so, als könnte er diese Jakobsleiter sehen, dieses Stufen, die Jakob damals gesehen hatte im Traum. Und er legte seinen Kopf...

[58:19] Das Schwert fiel. Derweil war Jerusalem, die Freude vorbei. Rom hat eine neue Armee gesandt mit einem neuen General. Sein Name war Vespasian. Und kam und begann mit der Belagerung Roms, mit der Belagerung Jerusalems und im Kampf gegen die aufständischen Juden.

[58:40] In jenen Tagen brach ein Aufstand in Rom aus. Galba wurde im April zum neuen Imperator, zum neuen Kaiser ausgerufen. Nero, der nicht gestorben war, bekam es solch eine Angst, dass er aus Rom floh. Er wollte sich selbst umbringen, hat aber zu viel Angst davor. Wurde verfolgt, bevor sie ihn kriegen konnten, hat er mit Hilfe eines eines Adjutanten sich dann doch umgebracht.

[59:06] Es herrschte plötzlich bürgerkriegsähnliche Zustände. Auch Galba konnte sich nur wenige Wochen, weniger Monate halten. Dann wurde Vespasian selbst gerufen, und er wurde im Jahre 68 Kaiser in Rom. Aber die Belagerung und der Kampf gegen Jerusalem hat nicht aufgehört. Stattdessen sollte seinen Sohn Titus das Ganze weiter führen.

[59:34] Und er nahm sich der Sache mit Gewissenhaftigkeit an. Es war im Jahre 70, als Titus auf demselben Hügel stand, auf dem Jesus fast 40 Jahre zuvor geweint hat und gesagt hatte: "Jerusalem, Jerusalem, auch erst auf Jerusalem!" Aber er weinte nicht.

[59:58] 40 Jahre zuvor hatten die Juden gerufen: "Wir haben keinen König, außer dem Kaiser!" Der, der über sie geweint hatte, der, der sie retten wollte, den hatten sie verstoßen. Denen, die sich erwählt hatten, der stand am selben Fleck und überlegte jetzt, wer die Stadt am besten vernichten...

[1:00:28] Es war ein grausiges Kapitel. Fast war es so, als ob die alten Worte von Mose noch einmal über der Stadt werden: "Daher wird ein Volk aus der Ferne gegen dich aufbieten, vom Ende der Erde, dass wie ein Adler daher fliegt, dann wirst du die Frucht deines Leibes essen, das Fleisch seiner Söhne und seiner Töchter, die der Herr, dein Gott, gegeben hat. Die Belagerung und Bedrängnis, mit der dich dein Feind bedrängen wird." All das erfüllte sich erneut.

[1:01:01] All das hatte sich schon längst erfüllt, als Nebukadnezar damals gekommen war. Aber damals hatte Gott, bevor es geschah, durch Jesaja und Jeremia vieles verheißen, gegeben auf eine zukünftige Befreiung. Die gab es jetzt nicht mehr.

[1:01:19] Die Stadt wurde erneut eingenommen, Jerusalem erneut besiegt. Der Tempel, der ja noch größer war als der salomonische, erneut verbrannt. Und das, obwohl sogar Titus den Tempel hatte retten wollen. Ein Größerer als Titus hatte gesagt, dass kein Stein auf dem anderen bleiben würde.

[1:01:49] Und zu Ehren dieses aus römischer Sicht grandiosen Sieges ließ Titus einen Triumphbogen in Rom bauen, auf dem er zeigte, wie die Gegenstände des Heiligtums fortgerissen wurden. Mit den Schätzen des Tempels baute man ein Kolosseum, das von nun an für Spaß und Unterhaltung sorgen sollte, obwohl die oft sehr blutig war.

[1:02:15] Selbiges wurde wenige Jahre später sogar Kaiser des Reiches, doch nur für wenige Jahre. Zwei Jahre später kam Domitian und mit ihm kehrte die Verfolgung wieder.

[1:02:33] Zu jeder Zeit war nur noch ein Apostel übrig geblieben. Petrus war ebenfalls in Rom gestorben. Er hatte sich kopfüber kreuzigen lassen. Bis zuletzt hatte er sich nicht vergeben können, dass er seinem Herrn und Meister verraten hatte. Aber er wusste, dass Gott ihm vergeben hatte.

[1:02:53] Der Letzte, der übrig geblieben war, war Johannes. Und er hatte bemerkt, dass es in der Gemeinde immer mehr an Liebe mangelte. Und er war der letzte Zeuge von dem, was er gesehen hatte. Er schrieb in einem seiner Briefe: "Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen haben, was wir angeschaut und was unsere Hände betastet haben vom Wort des Lebens. Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, dass Gott Licht ist und in ihm gar keine Finsternis. Gott ist immer derselbe."

[1:03:28] "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, das ist der Treue und Gerechte, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit." Johannes bezeugte, dass egal, was wir getan haben, wenn wir zu Gott kommen, behandelt er uns immer gleich effektiv, uns und reinigt uns. "Unterschrieben, meine Kinder, ich schreibe euch nun, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten. Und auch er schrieb noch ein Echo auf das, was schon Paulus gesagt hatte: 'Kinder, das ist die letzte Stunde!'"

[1:04:03] "Und wir haben gehört, dass der Antichrist kommt, der Mann der Sünde, dieses kleine Horn. So sind jetzt viele Antichristen aufgetreten. Es ging schon los, irgendwo fast unbemerkt. Und das ist ein Gebot, dass wir glauben an den Namen seines Sohnes Jesus Christus und einander lieben, nach dem Gebot, das er uns gegeben hat."

[1:04:25] Der Johannes, der mehr als alle anderen Jünger die Liebe Jesu aufgezogen hatte wie ein Schwamm, drückte all das am Ende seines Lebens aus und drängte seine Briefe mit dieser Idee der Liebe Gottes, bis hin zu jenem tiefgründigsten Satz der ganzen Heiligen Schrift: "Wir haben die Liebe erkannt und geglaubt, die Gott uns hat. Gott ist Liebe."

[1:04:52] Es war so, als ob die Ewigkeit sich in diesen drei Worten, die er den Papyrus schrieb, die Ewigkeit sich dort manifestiert. Gott ist Liebe. Er war gehasst und wurde dort vor Domitian angebracht. Den römischen Kaiser, der ordnete an, diesen alten Apostel in brennendes, kochendes Öl zu werfen. Und das tat man. Und dann wartete und wartete. Doch Johannes blieb am Leben.

[1:05:37] Derselbe Gott, der drei Hebräer im Feuer von Nebukadnezar bewahrte, bewahrte seinen Johannes im Öl von Domitian. Man verbannte ihn auf eine Gefängnisinsel, auf das felsige Patmos im Mittelmeer. Und an einem Sabbat erschien ihm dort Jesus und gab ihm die Offenbarung Jesu Christi, die Gott gegeben hat, um seinen Knechten so zu zeigen, was geschehen soll. Sie bekannt gemacht, oder ist ein Engel seinem Knecht Johannes gesandt.

[1:06:08] "Glückselig ist er, die Worte der Weissagung liest, wie sie hören und bewahren, was darin geschrieben steht, denn die Zeit ist nah." Es war Jesus selbst, der ihm erschienen war und gesagt hatte: "Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte. Und was du siehst, das schreibe in ein Buch und sende es den Gemeinden, die in Asien..."

[1:06:31] "...sowie Daniel sollte er noch einmal wichtige Prophezeiung bekommen über den Ablauf der Weltengeschichte. Wende das Buch nach Ephesus, nach Smyrna, nach Pergamon, nach Thyatira, nach Sardes, nach Philadelphia und nach Laodizea."

[1:06:44] "Noch einmal versicherte ihm: Ich war tot und siehe, ich lebe von Ewigkeit zu Ewigkeit, und ich habe die Schlüssel des Totenreiches und des Todes." So schrieb Johannes. Er schrieb an die Gemeinde von Ephesus. Und schrieb es schien, als ob das, was er schreibt, eine genaue Beschreibung der christlichen Gemeinden seinerzeit war.

[1:07:08] "Jesus sagte: Ich kenne deine Werke, deine Bemühung und Standhaftigkeit. Das Außen und das die Bösen nicht abfragen kannst, und du hast die geprüfte, behaupten die Apostel und sind es nicht, und hast dir als Lügner erkannt, so wie dieser Simon Markus. Und meines Namens willen hast du gearbeitet und bist nicht müde geworden. Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast."

[1:07:29] Und Johannes wusste, das war das Problem seiner Gemeinden. Sie waren eifrig, sie wollten bis an das Ende der Welt, und sie waren klar und deutlich, wenn es um Theologie und wahre Lehre ging. Aber diese erste, tiefe Liebe, die Gott ausmacht, sie war langsam, aber sicher verschwunden.

[1:07:49] Aus den Gemeinden. Und Jesus ermahnte seine Gemeinde: "Bedenke nun, wovon du gefallen bist, und tue Buße. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt. Überwindet, den will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens in der Mitte des Paradieses Gottes."

[1:08:12] Unterschrieben haben sechs weitere Gemeinden. Obwohl das Gefühl hatte, dass die zwar auch wichtig, aber noch nicht so relevant für seine Zeit zu sein schienen. Und das sei in Visionen die Anbetung Gottes im himmlischen Heiligtum.

[1:08:32] Und er sah dort eine merkwürdige, mysteriöse Rolle mit sieben Siegeln, die niemand öffnen konnte, bis ein geschlachtetes Lamm, das auch als Löwe von Juda bezeichnet wurde, die Siegel öffnete. Das erste geöffnet wurde, kam ein weißes Pferd, und der darauf, dass hat einen Bogen. Es wurde meine Krone geben, und das zog aus als ein Sieger und um zu siegen.

[1:08:59] Johannes daran gedacht hat, wie das Evangelium, die reine, weiße Lehre der Gerechtigkeit Gottes, gerade durch die Welt hindurch zog, siegreich und um zu siegen. Und er sah und hörte Posaunen, die römische, griechische, türkische oder geblasen dort im himmlischen Heiligtum.

[1:09:22] Und er sah Visionen von einem großen, gewaltigen Kampf, von einer reinen Frau, die Israel zu sein schien, das geistliche ware Israel, und von einem Drachen, dem Satan, der gegen Michael selbst gekämpft hat und jetzt die Frau verfolgt.

[1:09:48] Und er sah, ähnlich wie Daniel, aus einem Team, aus einem eher ein schreckliches Tier hervorsteigen, noch ein zweites Tier sah er, das sah sehr viel anders aus. Und er sah dreimal Akim durch den Himmel fliegen. Die hatten eine ganz entscheidende Botschaft, und das führte zu einer Ernte.

[1:10:16] Es war derselbe Engel Gabriel, Gabriel, der wieder zu ihm gekommen war, wie damals zu Daniel. Und all diese Dinge so begeistert, so überwältigt, dass er zu den Füßen Gabriels niederfiel. Und das war die Stunde des Tests, der die Stelle von Helene eingenommen hatte.

[1:10:42] "Sagte: Tu es nicht. Versuche die Worte der Weissagung dieses Buches nicht, denn die Zeit ist nah." Es würde bald alles geschehen. Aber Johannes schrieb noch ein Buch.

[1:10:58] Nachdem er gesehen hatte, was die Zukunft bringt, war es ihm sein größtes Bedürfnis, noch einmal über seinen Herrn und Meister zu schreiben. Es gab schon drei Berichte über das Leben und Wirken Jesu, aber er wollte noch einen verfassen, einen für die jüngeren Generationen, die Jesus nicht mehr kennengelernt hatten, die noch einmal mit Jesus bekannt gemacht werden sollten, noch einmal Jesus lieben lernen sollten.

[1:11:30] Und als er dort so, wir nach sagen, wie er dieses vermutlich letzte Werk, den heiligen Schriften, beginnen sollte, da war es der Heilige Geist, der inspirierte genauso oder fast genauso anzufangen.

[1:11:41] "Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott." Mose hatte von der Schöpfung gesprochen. Er würde von der Neuschöpfung sprechen. Und so waren sie nun komplett, die Schriften, die von dem Leben und Wirken Jesu erzählen sollten.

[1:12:29] Es hat noch etwas gedauert, ein paar Jahre und Jahrzehnte, bis alles so zusammenkam. Sie wurden genannt, kein Mediathek, das Neue Testament, der Neue Bund. Auch sie hatten auch dieses zweite Werk, das neben dem Alten Testament stehen sollte, hatte mehrere Abteilungen.

[1:12:49] Das eine war, dass alle die Evangelien, die gute Nachricht. Vier hatten so ein Evangelium geschrieben: Matthäus, der Zöllner, Johannes, Markus, dieser Feigling, der zu einem nützlichen Diener Paulus geworden war. Er hatte vor allem viel von Petrus gehört. Und ein besonders kurzes und knappes, prägnantes Evangelium geschrieben.

[1:13:08] Wird Matthäus, ich mehr an den Juden gewandt hatte. Lukas, der Arzt, hatte mit seinem Sinn für Chronologie alles genau der Reihe nach aufgeschrieben. Und dann Johannes mit seinem Spätwerk, das von allen am tiefsten das Wesen Jesu offenbarte.

[1:13:25] Oder als Zusatz gab es noch als zweiten Band von Luxus die Praxis, Sonderposten, die Taten der Apostel. Dieses Buch, das irgendwie fast in der Mitte ab, hatte gar kein richtiges Ende, so als ob die Taten der Apostel immer weitergehen müssten.

[1:13:38] Zusammen, weil diese Bücher mehr als die Hälfte dieses Neuen Testaments. Es kamen aber noch einige Pistole, einige Briefe dazu. Vor allem Paulus hatte viele geschrieben an die Römer, zwei Korinther, an die Galater, die Kelten in Kleinasien, an die Epheser, die Philipper, die Kolosser, zwei an die Thessalonicher, dass man seinen ersten und dann persönliche Briefe, zwei an Timotheus, einen Titus und ein Philemon.

[1:14:03] Und dann hatte er ohne seinen Namen zu nennen, noch sein Meisterwerk verfasst. Er wollte diesen Juden, die immer noch an ihrem Ziel festgesetzt, festlegen, zeigen, was das zeremonielle Gesetz wirklich bedeutete. Der Brief an die Hebräer zeigte, wie Christus im Alten Testament gegenwärtig ist. Das ganze Alte Testament auf Christus hinwies.

[1:14:25] Und dann gab es noch andere Briefe von Jakobus, zwei von Petrus, drei von Johannes, einer von Judas. Nicht im Oscar J.

[1:14:33] Und zum Abschluss jene Apokalypse, die Offenbarung. Der Satan hatte gesehen, wie Gott Opfer etablierte. Und er hatte die Menschheit für wird mit anderen Opfern und Opfer Ritualen. Er hatte gesehen, wie Gott Propheten gesandt hatte, und hat er die Menschheit...

[1:14:55] gesandt hatte und hat er die Menschheit verwirrt mit falschen Propheten. Und als Scott durch den Heiligen Geist Schriften inspiriert hatte, da war es sein Ziel, die Menschheit zu verwirren durch falsche Schriften jener Zeit. Entstanden sind sie falsche Evangelien, die voller Irrtum und voller Unsinn und mysteriöser, mystischer Lehren waren.

[1:15:28] 117 ist Trajan Kaiser geworden. Unter ihm hat das römische Reich seine größte Ausdehnung erhalten. Kurz danach kam Hadrian, und der hatte tatsächlich geplant, Jerusalem wieder aufzubauen. Er wollte sogar den Tempel wieder aufbauen, wurde aber gewarnt, dass die Stadt eine sehr aufrührerische Stadt war, fast so wie die makedonisch-persischen Könige auch gewarnt worden sind. Und so entschließt er sich, die Stadt zwar aufzubauen, aber heidnische Tempel dort auch zu haben.

[1:15:59] All das führte zur Revolte. 132 brach sie aus. Simon Bar Kochba, der Sohn des Sterns, behauptete, er sei der Stern aus Juda, von dem die Medien gesprochen haben. Er sei der Messias, und die Juden schlossen sich ihm an. Es dauerte drei Jahre, dann war der letzte Widerstand gebrochen, und die letzten Überreste von Jerusalem wurden im Erdboden gleichgemacht. Eine neue Stadt wurde gegründet: Colonia Aelia Capitolina, die Stadt Salem, in der König Max II. Seleuk geherrscht hatte, die zu Jesus geworden war, und dann durch David zu Jerusalem, dem Fundament des Friedens. Attraktiver in der der Schöpfer der Welt angebetet hatte, war jetzt endgültig Jupiter geweiht.

[1:16:39] In jener Zeit begann es zu kriseln in der noch jungen und verfolgten Gemeinde. Um 144 stand Marcion noch bis auf. Er hatte genug von diesen aufrührerischen, ständig die verfolgenden Juden. Er wollte sich trennen von allem, was jüdisch war, und er hat das gesamte Alte Testament verworfen und zum Teil einige Schriften des Neuen Testaments.

[1:17:02] Auch jener Zeit war es die allgemeine Tendenz aller Christen, sich vom Judentum etwas zu distanzieren. Einige fingen an, den Sabbat, der so jüdisch war in den Augen der Römer, immer weniger zu beachten und gleichzeitig auch am ersten Tag der Woche Ruhetag zu halten.

[1:17:27] Und dann kamen jene, die von größeren Offenbarungen sprachen. Valentinus sagte, man müsse die Bibel nicht kürzen, müsse sie verbessern, dann müsse man noch neue Dinge hinzufügen. Den hatten es die Gnosis, die Erkenntnis, als ob das, was Gott schriftlich gegeben hatte, nicht ausreichen würde.

[1:17:43] Und dann kam Montanus und sagte, er habe Visionen und der Heilige Geist wird über die ausgegossen werden. Und sie hatten ganz entzückende Erfahrungen. Um das Wort wurde mehr und mehr vernachlässigt. Das betraf vor allem die intelligenteren, die meinten, sich vor dem römischen Volk immer wieder verteidigen zu müssen.

[1:18:07] Gerade dort, wo die Christen ihre Schulen hatten, begann der Abfall schleichend, aber sicher, vor allem in Rom und in Alexandria, wo die berühmte Bibliothek waren, wo der Okkultismus sein größtes Zuhause hatte. Antiochia, die Schule, natürlich, er war ein Gegenpol, aber auch sie war nicht ohne Fehl und Tadel.

[1:18:34] In jener Zeit krochen die Lehren, die falschen Ideen durch die Hintertür hinein, dass das Gesetz Gottes vielleicht nicht so ernst zu nehmen sei und dem Versuch, das Wort Gottes mit der Philosophie von Aristoteles und von Platon zu verknüpfen. Genau das, was vor der ersten Ankunft Jesu die Juden getan hatten, begann auch die Idee einer unsterblichen Seele Fuß zu fassen im Christentum.

[1:19:12] Und je mehr sie dieses vermischten, desto verwirrter wurden sie. Doch der Großteil der Christenheit, vor allem die einfachen Gläubigen, haben davon noch nicht viel mitbekommen. Sie wurden verfolgt, wie hier 177 in Lugdunum in Lyon.

[1:19:30] Es war die Zeit des zweiten Siegels. Das rote Pferd, das ist durch die Welt tritt. In jenen Tagen sind Löwen mit Christen gefüttert worden, nicht nur in Rom, aber auch dort. Es war die Zeit der Gemeinde Smyrna, der Jesus sagt: "Ich kenne deine Bedrängnis und Armut, aber du bist reich." Und die Lästerung von denen, die sagen, sie seien Juden und sind nicht, sondern die Synagoge des Satans, meint er damit vielleicht Gnostiker, jene, die in Alexandria und Rom schon anfingen, menschliche Tradition, heidnische Tradition mit dem Christentum zu verbinden, um es angenehmer zu machen den Römern.

[1:20:11] Die meisten Christen wurden verfolgt. Fürchte dich nicht vor dem, was du leiden wirst. Siehe, der Teufel wird einige von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr versucht werdet, und ihr werdet in Bedrängnis sein zehn Tage. Dieser hatte gesagt, dass ein Tag für ein Jahr stehen würde. Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. Wer überwindet, dem soll kein Leid geschehen von dem zweiten Tod.

[1:20:36] Jesus wusste, wovon er sprach. Er hatte den zweiten Tod besiegt. Aber just genau darum begann eine Debatte sich zu entspannen. Jedes Jahr hatten die Christen sich daran erinnert, dass Jesus gestorben, auferstanden war, und sie hatten das immer am 14. diese angetan, als Jesus gestorben war, und dann am 16. oder 19. auch verstanden worden. Aber in Rom meinte man, es wäre doch besser, wenn man das immer an einem Sonntag machen, anstatt an dem genauen Datum.

[1:21:03] Und Viktor, der Gemeindeleiter in Rom, fing an, andere Gemeinden zu drangsalieren. Sie sollten sich dem beugen. Schließlich sei die Gemeinde in Rom die wichtigste. Paulus und Petrus sein doch nach Rom gekommen und hätten dort Gemeindeleiter eingesetzt und seien dort gestorben. Unruhen in den Gemeinden waren vorprogrammiert.

[1:21:30] Um 200 kam Tertullian in Karthago, der erste wäre, der das Christentum auf Lateinisch theologisch systematisiert. Er wird einige Begriffe ein, wie Trinitas, um die Idee von drei Personen in der Gottheit zu beschreiben, obwohl auch er ein wenig verwirrt war, die genau das zu beschreiben. Sei mehr Unheil richtete noch Agnes ein an der ein brillanter Theologe war, kaum einer konnte ihm das Wasser reichen. Wer glaubte, dass die Seelen schon seit Ewigkeiten existiert hatten. Er glaubte auch, dass Jesus nicht ganz Gott ist, sondern schon seit immer dem Vater untertan war, und er glaubt, dass am Ende alle gerettet werden, womöglich sogar noch der Satan.

[1:22:17] Und er führte eine neue Art, die Bibel einst an, eine neue Partei, die Bibel zu lesen, nämlich, dass alles neben einem buchstäblichen, vor allem einen anderen, einen allegorischen Sinn hat. Dann konnte jetzt sehr viel philosophisches hineininterpretieren in die Bibel. Aber der Satan hatte noch etwas auf Lager.

[1:22:37] Er wollte die, er wollte es auf alle Fälle verhindern, dass das Evangelium in die ganze Welt ginge. Und überzeugt er manche Christen, das ist das Schlimmste, wäre sich einfach im ägyptischen Wüstensand zu verbergen und dort zu meditieren, statt das Evangelium zu predigen. Sollten sie ihre Heiligkeit zeigen, indem sie asketisch in der Wüste lebten. Antonius war der erste, und viele folgten ihm und gründeten das Mönchswesen.

[1:23:03] Und dann war da noch im fernen Osten, Persien. Mani, der Teile des Christentums mit anderen Religionen vermischte und eine Weltreligion gründete, die zu manchen Zeitaltern beinahe das Christentum übertrumpft hätte.

[1:23:18] Anschläge kamen auch von ganz anderer Seite. Der Heide Porfyrios hatte sich gründlich mit dem Christentum auseinandergesetzt, hatte gemerkt, dass das Christentum einige sehr intellektuell stichhaltige Gründe, allen voran das Buch Daniel, dort waren Prophezeiungen, die offensichtlich genauso eingetroffen waren, wie es vorhergesagt war. Wofür es hat die Sache durchdacht und er kam zu dem Schluss, man kann da nicht einfach beiseite wischen.

[1:23:49] Die einzige für ihn schlussfolg, einzige logische Schlussfolgerung war, die Daniel sei gar nicht Daniel gewesen, sondern Dangel sei das Werk von einem Menschen, der später gelebt hat und alles im Nachhinein hat aufschreiben dürfen. Keine Prophezeiung, sondern nur Geschichte, die als Prophezeiung sich maskiert. Das wurde von den Heiden gerne aufgenommen.

[1:24:11] Und dann nach vielen Kaisern, manche, die besser waren und Christen verfolgt haben, und manche, die schrecklich waren und den Christen wohl gesonnen war. Kurioserweise kam Diokletian in jenen Tagen. Armenien, das erste offizielle christliche Königreich geworden, als der König zum Christentum konvertiert und seinem ganzen Land das Christentum gab.

[1:24:46] Als Diokletian Kaiser wurde, sah der Satan seine Chance gekommen. Er wollte nach zahlreichen verschiedenen lokalen und unterschiedlich intensiven Verfolgungen das Christentum ausrotten. 303 begann die wahrscheinlich umfangreichste, systematischste und brutalste, blutigste Christenverfolgung aller Zeiten.

[1:25:11] Auch als Diokletian starb, hat sein Nachfolger Galerius weiter in diese Richtung gearbeitet, aber dann nach zehn Jahren gab es Creek an den Toren Roms. An der Milvischen Brücke kämpften zwei, die beide Kaiser werden wollten, und einer gewann und behauptete später, er hätte vor der Schlacht im Himmel ein Kreuz gesehen.

[1:25:43] Sein Name: Flavius Valerius Constantinus, bekannt als Konstantin der Große. Ein Sieg und seine Macht wurden präsentiert auf diesem großen Triumphbogen des Constantin. Und er gab vor, das Christentum jetzt besonders fördern zu wollen, und das tat er.

[1:26:01] Obwohl er doch lange Zeit sich nicht taufen ließ, wurde das Christentum 313 offiziell endlich anerkannt und toleriert. Doch der Preis war hoch. Als geschickter Politiker wollte er die Christen und die Heiden ein wenig zusammenbringen und erbat sich von beiden Seiten Geständnisse, die die schon immer sehr Rom unterwürfigen Christen in Rom auch nur zu gern bereit waren zu tun.

[1:26:40] Und so wurden die Götzen umbenannt und die Feste umgestrickt. Jetzt war Jupiter Petrus. Und jetzt hatte man endlich einen guten Grund, den Samstag als Sabbat ganz fallen zu lassen.

[1:27:01] 321 erließ Konstantin das Gesetz, alle Richter und andere Städte, auch die Arbeit aller Künstler sollen am ehrwürdigen Tag der Sonne ruhelos. Und andere erklärten, dass sie Jesus, die Sonne der Gerechtigkeit sei. Der Tag der Sonne könne ja nur der Tag von Jesus sein. Ist nicht Jesus am Sonntag auferstanden?

[1:27:26] Die Christen glaubten jetzt an einen Gott der Liebe. Wenn sie glaubt nicht an einen Gott, der immer gleich ist. Sie glaubt einen Gott, dessen Gesetz man ändern kann, wenn es die Situation erfordert. Und das war genau die Lügen, die sie in den Abgrund trieb.

[1:27:43] Jesus hatte eine Botschaft auch an diese Zeit, den Engel der Gemeinde in Pergamon. Schreibe: Du hast Leute dort, die sich an die Lehre des Bileam halten, derselbe Bileam, der versucht hatte, mit magischer Gewalt das Volk in den Ruin zu treiben, es nicht geschafft hatte und dann mit Gemeinschaftlichkeit, mit Verführung, das Volk doch beinahe ruiniert hätte. Diese Lehre wurde wieder aufgewärmt, dieselbe Idee durch die Hintertür, das Heidentum hineinzubringen, wurde nur allzu gern angenommen.

[1:28:16] Das dritte Siegel wurde geöffnet in der Vision des Johannes. Es war ein schwarzes Pferd, um die Erde ritt. Kurz nachdem er Kaiser geworden war und dieses Sonntagsgesetz erlassen worden war, kamen alle Christen in die Synagoge zusammen, um die christliche Religion jetzt ganz offiziell zu formulieren. Ein Glaubensbekenntnis wurde formuliert, aber schon zeigte sich, dass der griechische Einfluss sie so philosophisch hatte werden, dass man sich über viele Kleinigkeiten zerstritt.

[1:28:49] Damals ist viel gestritten worden über die Frage, wer Gott ist: Vater, Sohn und Heiliger Geist.

[1:29:02] 330 hat Konstantin dann die Hauptstadt von Rom nach Konstantinopel, es der Stadt Constantins, das ehemalige Byzanz, verlegt. Jetzt entstand ein Machtvakuum in Rom. In jener Zeit ging wohl viele der kleine Wolf hinaus. Er war ein Gurt gewesen und er wollte die Guten missionieren. Es gab sie noch, die großen Missionare.

[1:29:33] Doch mit der Christenheit ging es sehr mäßig, immer weiter bergab. Das Konzil von Nicäa urteilte: Christen sollen nicht judaisieren und am Samstag muss ich bleiben. Stattdessen sollen sie an diesem Tag arbeiten. Wenn sie aber beim Judaisieren entdeckt worden werden, sollen sie von Christus ausgeschlossen werden. Jetzt mal nicht nur der Sonntag erlaubt, jetzt war der Sabbat schon verboten.

[1:29:59] Das Ganze in eine immer offener werdenden römischen Gesellschaft. Es war, als ob jetzt die Posaunen der Apokalypse zu blasen begannen. Keiner hat es zu diesem Zeitpunkt mitbekommen. Doch fern im Osten, Mittelasiens, überquerte ein Volk die Wolga. Es waren die Hunnen. Manche glauben, dass sie identisch sind mit den Xiongnu, die die Chinesen zuvor vertrieben hatten aus den Steppen der Mongolei.

[1:30:36] Sie waren ein Volk, das sich nie wusch, weil sie glaubten, dass Wasser heilig ist. Sie waren ein Volk, das den Babys die Wangen schnitt, um sie kühn tüchtig zu machen und kühn und ihren Babys die Schädel verfolgen. Und sie drängen von Osten immer weiter Richtung Europa, eroberten das Königreich der Hunnen und das Königreich der Kreuzungen und kamen den Germanen immer näher.

[1:31:11] In jener Zeit wurde Theodosius der Erste Kaiser in Rom. Unter ihm wurde das Christentum jetzt sogar zur Staatsreligion. Us-Eigentum wurde verboten und gleichzeitig in derselben Zeit begann der Gemeindeleiter in Rom, sich Papst zu nennen. Vater hatte nicht Jesus gesagt, dass niemand Heiliger Vater genannt werden soll als Gott, der Vater.

[1:31:38] 395 starb Theodosius und Rom wurde geteilt in West- und Ost-Rom. Es schien schon fast wie der Anfang vom Ende.

[1:31:54] Und wie ein Posaunenstoß brach es über Westrom hinein, als 397 aus Angst vor den Hunnen die Westgoten, die vorher durchaus im Kontakt mit den Römern gewesen waren und komponiert hatten, massenhaft in das römische Reich eindrangen, um dort neuen Lebensraum zu erobern. Ihr König war Alarich und sie drängen nach Griechenland, eroberten die Städte dort und bedrohten Konstantinopel, aber wandten sich dann überall mal ziehen gen Westen.

[1:32:27] Oder wenige Jahre später, am 31. Dezember 406, waren es die Vandalen, Sueben und Alamannen, die deswegen hießen, weil sie alle Männer waren. Die Alemannen, die alle Männer, sie überquerten den Rhein und drängen den Fed-Nordwestraum hinein und überrannten Gallien und setzten sich dort fest.

[1:32:55] 410 kam es zum absoluten, absolut super Katastrophe. Am 24. August eroberten die Westgoten Rom. Diese Stadt, die fast acht Jahrhunderte unangetastet stand. Das letzte Mal waren es die Gallier gewesen, 387 vor unserer Zeit, als Rom noch eine etwas größere Stadt gewesen war, mit ein bisschen Territorium drumherum. Fast acht Jahrhunderte stand diese Stadt scheinbar uneinnehmbar. Die Welt war in ihrem Kern erschüttert. Drei Tage lang plünderten die Barbaren das Zentrum der Welt. Nichts würde mehr so sein, wie es gewesen war.

[1:33:44] 428 wurde Gaiseric, der König der Vandalen, unter ihm zogen die Vandalen über Iberien, über die Straße von Gibraltar nach Nordafrika, um die Gegend um Karthago zu opfern. Werden die Westgoten weiter zogen, um sich in Iberien, in Spanien festzusetzen.

[1:34:00] Tatsächlich gelangen den Vandalen die Eroberungen Nordafrikas und von Karthago. Von dort aus begannen sie jetzt einen Wirtschaftskrieg gegen Rom. Und dann kamen die Hunnen selbst. Sie hatten die germanischen Stämme vor sich hergetrieben in das Reich, aber sie wollten selbst sich in Europa festsetzen.

[1:34:19] 451 drangen sie über die römischen Grenzen hinein und auf dem katalonischen Feldern wurde die Schlacht um das römische Reich geschlagen. Die Hunnen mussten sich letztlich zurückziehen, doch die Folgen ihres Eindringens waren jetzt unumkehrbar. Germanen waren überall im Reich und teilten alles unter sich auf.

[1:34:43] 455 waren es die Vandalen, die Rom in Schutt und Asche legten und erneut plünderten. Jetzt war das schon nichts mehr Besonderes. Investoren hat das ja vorgemacht.

[1:34:53] In den Jahren 461 und 468 haben die Vandalen zweimal gigantische Flotten Roms gefunden. Einmal über 300, einmal über 1000 Schiffe. Rom war wirtschaftlich am Kollabieren und Geisel. Ich wusste, was er tat. Der schrieb: "Segelt an die Küste, gegen die Gott zorniges Posaune nach Posaune."

[1:35:15] Und das römische Reich brach in alle Einzelteile zusammen. Die Kaiser waren nur noch Marionetten. Der letzte, 74, Romulus Augustulus, das Kaisertum nur noch eine Marionette von großen Heerführern, und er wurde 476 abgesetzt. Die Ruder übernahmen die Herrschaft in Italien und Odoaker nannte sich jetzt Rex Italia, der italienische König. Das womit das weströmische Reich hatte aufgehört zu existieren.

[1:35:51] Daniel hatte vorhergesehen, dass da zehn Könige kommen würden, zehn große Stämme, teilt das gesamte Reich unter sich auf und war im Zentrum der Macht. Und er eroberte viele Gebiete, sogar das Gebiet der Räter in den Ostalpen. 488, doch Ostrom wollte nicht, dass eine Macht besonders stark wird und so wurde die Osten angeworben gegen die Schule.

[1:36:17] 489. Sie sollten sich gegenseitig bekämpfen. Es kam zu gigantischen Schlachten. Sie machten einen Friedensvertrag und der Friedensvertrag zwischen Tirolern und Ostgoten oder Zacharias wurde der König oder Carola ermordet durch den König der Ostgoten. Das war für 93 und mit ihm wurde fast das gesamte jüdische Volk ausgerottet.

[1:36:40] Hatten ich dann gesehen, dass drei von den Hörnern ausgerissen werden.

[1:36:46] Seit 193. Und jetzt war Theoderich, der König der Ostgoten, Herrscher in Rom. Drei Könige würden erniedrigt werden. Ein Königreich war bereits ausgerissen worden.

[1:37:02] Und dann kam das Jahr 508 von ganz anderer Seite. Er eignet sich jetzt etwas Erstaunliches. Die Franken, ein anderes germanisches Volk, das in Gallien sich breit gemacht hatte, entschied sich, sich mit der römischen Kirche zu verbinden. Die anderen Germanen hatten zwar auch durchaus christliche Missionen, wollten aber mit Rom, mit der römischen Kirche nichts zu tun haben.

[1:37:26] Aber Chlodwig, König der Franken, entschied sich 580, zu taufen in die römische Kirche. Von diesem Zeitpunkt an hatte die römische Kirche militärische Unterstützung für ihre Belange. Von diesem Zeitpunkt an, dass die 1290 Jahre begann, noch die 1135, von denen Daniel berichtet hatte.

[1:38:00] Und dann im Jahre 525, irgendwo in seinem Kloster, entschied sich ein Mönch namens Dionysius Exiguus, wäre nicht mehr angemessen, immer noch den Kalender des römischen Kaisers Diokletian zu verwenden. Hatte nicht Jesus die Welt auf den Kopf gestellt? Und als er wieder ausrechnete, wann das nächste Ostern sein würde, dass er jetzt mittlerweile immer im Sonntag war, da hat er für das Jahr 532 ganz kühn nach Christus geschrieben.

[1:38:35] Er wird wahrscheinlich gemerkt haben, dass er sich um mindestens vier Jahre verzählt hat. Seine Mitgenossen haben gar nichts davon gewusst. Erst Jahrzehnte später ist das aufgegriffen worden, diese Idee und dann hatte sich so sehr verbreitet und er sie, eh man den Fehler entdecken konnte und bereinigen konnte, hat er sich für immer verankert.

[1:39:03] Justinian, der oströmische Kaiser, machte deutlich, dass Rom, die römische Kirche, wirklich Macht und Bedeutung haben sollte. Am 18. Oktober dieser Verkündigung, was immer die heiligen Kanons verbieten, ist auch nicht unsere eigenen Gesetze. Verboten die römische Kirche sollte Macht und Autorität haben über ließ sogar dem dem dem dem Papst, dem dem Gemeindeleiter Roms, die Autorität, die dem weströmischen Kaiser zu gekommen war.

[1:39:38] 534 wurden die Vandalen in Nordafrika, Karthago besiegt. Das zweite Königreich war ausgerissen. Es waren nur noch die Ostgoten, die in Italien waren und sich gegen die römische Kirche stellten. Sie waren schon lange im Krieg mit den Franken, aber jetzt sandte Justinian eine weitere Armee.

[1:40:05] 538 haben die Ostgoten Rom längeren Zeitraum belagert, dann mussten die Belagerung abbrechen und Rom war eine freie Stadt. Kurz Zeit später ging auch das Ostgotenreich unter und von jenem Zeitpunkt an konnte der Papst in Rom seine Macht ausüben. Von jedem Zeitpunkt an hat er das Erbe des weströmischen Kaisers angetreten.

[1:40:34] Im gleichen Jahr wurde auf einer Synode von Opfern bestimmt, wenn jemand gefunden wird, die oben verbotenen Tätigkeiten auszuführen, sondern bestraft werden, nicht durch die zivilen Autoritäten, sondern gemäß dessen, was die Kirche bestimmt. Die Kirche nahmen sich in Anspruch, selbst Strafen zu erlassen in theologischen Fragen.

[1:40:55] Es war dieser Zeitpunkt, den Daniel Jahrhunderte vorgesehen hatte, mehr als ein Jahrtausend vorher. Er wird zu sprechen reden gegen den Höchsten führen und die Heiligen des Allerhöchsten auftreiben und er wird danach trachten, Zeiten und Gesetz zu ändern. Sie werde in seine Gewalt gegeben für eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit.

[1:41:16] Diese eine Zeit, zwei Zeiten, eine halbe Zeit hat auch Johannes gesehen auf Patmos, und er hatte gesehen, dass in dieser Zeit die Frau ein Symbol für die

[1:41:24] dieser Zeit die Frau ein Symbol für die wahre Gemeinde, dass sie sich absondern würde, dass sie in die Wüste fliegen würde, an einem besonderen Ort, die Frau entflohen in die Wüste, wo sie einen Ort hatte, bereitet von Gott. Und er auch gesehen, dass diese dreieinhalb Zeiten, 1260 Tage sind. Zehn Tage Verfolgung waren vorher gesagt, und es waren zehn Jahre gewesen. Hier wurden 1260 Tage Verfolgung vorhergesagt. Würden es wirklich 1260 Jahre sein?

[1:42:05] Und viele, die es ernst meinten mit der Bibel, viele, die immer noch an dem Glauben der alten Propheten und der Apostel und von Jesus festhalten wollten, sahen immer weniger Möglichkeiten, sich öffentlich frei zu bewegen in einer christlichen Gesellschaft. Viele von ihnen flohen in die Berge, manche in die Westalpen, andere lebten weit abgeschieden, zum Beispiel in den Westen Britanniens bei Schottland, wo eine kleine Schule entstand auf der Insel Iona. Und als Rom untergegangen war und die Kirche in Rom ihren Platz des Reiches übernommen hatte und mit derselben Härte jetzt gegen wahre Gläubige vorzugehen begann, erschien eine weitere Trompete, eine weitere Posaune der Apokalypse zu blasen.

[1:43:01] Hatte nicht Johannes gesehen, ich sah einen Stern, der vom Himmel auf die Erde gefallen war, und es wurde ihm der Schlüssel zum Schacht des Abgrunds gegeben? Es war im Jahre 622. Angewidert von dem Abfall in der Christenheit, entschloss sich jemand, der von sich behauptete, ein Prophet zu sein, seine Lehre in ganz Arabien zu verbreiten. Sein Name war Mohammed, und er wollte die wahre Anbetung des einen Gottes wiederherstellen. Er wollte all die Bilder, die angebetet worden waren, vernichten. Er glaubte an einen Gott der Gerechtigkeit. Er glaubte an einen Gott, dem man sich unterwerfen muss, und gleich viel, wie die Christen vorher die Gerechtigkeit zugunsten der Liebe und der Anpassung vernachlässigt hatten.

[1:43:58] So schien es, als ob bei ihm die Streitwagen des Himmels sich in arabische Pferde verwandelt hatten, durch die Wüste rannten. Schnell breitete sich seine Lehre, der Islam, die Unterwerfung vor Gott, aus. War es ein Zufall, dass er genau dasselbe über Paulus sagte, was schon einige der Juden-Christen im ersten Jahrhundert gesagt hatten, dass Paulus den Abfall vom Gesetz gebracht hatte? War es ein Zufall, dass die Ismaeliten, von denen gesagt worden war, dass sie sich allen Brüdern ins Gesicht setzen würden, dass sie in derselben Wüste irgendwann im Sand der Geschichte verschwunden waren, aus dem jetzt die Mohammedaner, die Moslems, zurückkamen? Und innerhalb von Jahrzehnten eroberten sie fast die halbe Welt. Im Jahre 666 war fast ganz Nordafrika erobert und man begann mit dem Übergang nach Südeuropa.

[1:45:03] Im Jahr 690 wurde an dem Ort, an dem einst mal der Tempel gestanden hatte, der Felsendom errichtet. In jener Zeit begann auch die Missionierung der Germanen. 719 ging Bonifatius hinaus, um in den Ländern, in denen wir heute leben, das Evangelium zu verkündigen. Und 754 bekam der römische Papst von seinen guten Freunden, den Franken, ein großes Territorium in Mittelitalien geschenkt. Er war jetzt nicht nur ein König in einer Kirche, er hatte jetzt auch einen richtigen weltlichen Staat.

[1:45:52] Hatte nicht Jesus angeboten, die Welt haben zu können? Jesus hatte abgelehnt, aber seine vorgeblichen Nachfolger nahmen nur zu gerne an die Macht und das Geld. Sie benahmen sich wie echte Könige. Jahr, so wie jede richtige Dynastie lückenlos sein muss, so kochten sie darauf, dass die römischen Gemeindeleiter, die römischen Päpste, lückenlos zurückverfolgt werden können, wie eine königliche Dynastie. Ist zurück zu Simon Petrus? War es Simon Petrus oder vielleicht Simon Markus, der sich auch in Rom aufgehalten hatte, als Paulus und Petrus gestorben waren?

[1:46:48] Die allumfassende Kirche war zum Großteil vom Glauben der Apostel abgefallen, und die, die noch fest zielten, waren jetzt die Häretiker, die verfolgt wurden. Aber es gab Hoffnung des Abendlandes.

[1:47:12] Wurde 781 im Zentrum des chinesischen Reiches eine Stele aufgestellt. Dort stand: Es gab in Syrien einen Bischof namens Allobet, durch Not und Gefahr und kam im neunten Jahr nach Pingwarts in Kandan. Der Kaiser empfing ihn als Gast im Palast. Die Heilige Schrift wurde in der kaiserlichen Bibliothek übersetzt und ihre Lehre vom Kaiser selbst geprüft. Da der Kaiser voll erkannte, dass sie recht war, befahl er ausdrücklich ihre Verbreitung im Osten.

[1:47:42] Dort, wo Rom nicht hinkam, dort wirkten die Christen der Kirche des Ostens, und sie erreichten nicht nur Indien, sie erreichten China und verbreiteten das Evangelium und Licht kam in jene Gegenden. 787 wurde aus dem zweiten Konzil von Nicäa ausdrücklich erlaubt, Bilder zu verehren. Das hatte zwar das zweite Gebot explizit verboten, aber da man jetzt nicht mehr glaubte, dass Gott immer derselbe ist und sein Gesetz und Wandel war, konnte man das leicht regeln.

[1:48:29] Und wären im hohen Norden die heidnischen Wikinger ihre ersten Angriffe fuhren, wurde er am 25. Dezember 800 Karl, Karl der Große, der Franke, zum Kaiser des neuen römischen Reiches. Man wollte die jahrhundertealte Tradition neu aufleben lassen. Es sollte jetzt ein christliches römisches Reich sein, aber würde es besser sein als das heidnische römische Reich? Die Antwort sind wir Mittwoch, liebe Freunde.

[1:49:11] Heute Abend haben wir mehrere Dinge gesehen. Erst einmal Gottes Prophezeiung treffen wirklich ein, genauso wie es über 1000 Jahre zuvor dem Daniel gesagt hatte. Genau so kam es. Wir haben gesehen, dass in dieser Welt es wirklich viel Finsternis gibt, egal ob durch die, die gar nicht Gott kennen, oder die auch manchmal vorgeben, Gott zu kennen.

[1:49:40] Es ist manchmal gar nicht einfach, Gott treu zu sein, aber für jeden, der bereit ist, die Schande, die Schmach des Evangeliums auf sich zu nehmen, steht diese Erfahrung von Paulus offen, dass, wenn uns auch alle verlassen, Gott uns nicht verlässt. Über diese Erfahrung gemacht haben von der auch dieses Lied letztlich singt, nämlich bleibend ist deine Treue, dass Gott immer treu ist.

[1:50:12] Wenn wir unsere Sünden bekennen, der treue und gerecht ist, dann kann hereinbrechen, was da will. Dann können die Posaunen der Apokalypse blasen, dann können die Völker aufeinander losgehen, dann können Reiche zusammenbrechen, dann mag der Himmel vergehen. Gott steht uns bei. Dann können wir wie Paulus wegschauen vom Schwert des Henkers und hinschauen auf die Hoffnung, die wir haben.

[1:50:39] Und heute Abend möchte ich uns einladen, dass egal welche Schwierigkeiten wir haben in unserem Leben, vielleicht keine römischen Herr, keine Hänger, Schwerter oder irgendwelche ihre Lehren, die durch die Welt geistern, vielleicht sind sie weitaus banaler, aber vielleicht treffen sie uns genauso wie diese Probleme damals. Da möchte ich uns einladen, dass wir so wie Paulus, sowie Johannes und all die anderen treuen Märtyrer darauf vertrauen, dass Gott alles richtig macht.

[1:51:11] In dem Sinne, dass wir gemeinsam noch beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir einen Blick in die Geschichte werfen durften und sehen konnten, dass dein Wort, die Bibel, die Geschichte in ihren wichtigsten Eckpunkten klar und deutlich skizziert hat. Aber nicht einfach nur, damit wir wissen, wo wir sind, sondern damit wir lernen.

[1:51:45] Und wir möchten nicht bitten, dass du uns davor bewahrst, dass wir Kompromisse machen, die dein Wort verbietet. Wir möchten nicht bitten, dass du uns zeigst, wie wir treu zu dir sein können in unseren Worten, in dem, was wir glauben, auch in dem, wie wir uns geben.

[1:52:02] Und wir danken dir, dass wir wissen dürfen, dass, wenn wir ein reines Herz vor dir haben, durch deine Vergebung, deine Gnade, dass wir dann wie Paulus selbst vor dem Monster Nero stehen können und Frieden im Herzen haben können. Diesem Frieden bitten wir weiter Rahmen. Danken wir, dass du ihn und Jeans dem Namen gibst.


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