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In diesem Teil des Offenbarungsseminars wird Vers 15 aus Kapitel 16 behandelt, der als Einschub in die Beschreibung der Plagen dient. Christopher Kramp erklärt, warum dieser Vers von Jesus, der seine Wiederkunft wie einen Dieb ankündigt, so wichtig ist. Er beleuchtet die Bedeutung von Wachsamkeit und dem Bewahren der eigenen Kleider im Kontext der Endzeitereignisse und widerlegt dabei gängige Fehlinterpretationen wie die geheime Entrückung.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid, schön, dass ihr eingeschaltet habt auf joelmedia.de. Wir haben heute einen weiteren Vers aus dem Kontext der sechsten Plage und bevor wir dort hineingehen, wollen wir mit einem Gebet starten und wem es möglich ist, lade ich dazu ein, mit mir niederzuknien.

[0:21] Lieber Vater im Himmel, wir kommen jetzt zu dir und danken dir von ganzem Herzen für eine weitere Gelegenheit in der Offenbarung zu lesen, eine weitere Gelegenheit auf dein Wort zu hören, die Stimme deines Heiligen Geistes. Ich möchte dich bitten, dass das jetzt nicht nur Gedanken sind, die wir austauschen, sondern dass wirklich du durch uns sprechen kannst, dass du die Worte der Inspiration benutzt, damit wir vorbereitet werden, damit wir erkennen, wie unser Zustand ist, dass wir sehen, wie du uns helfen kannst in jedem einzelnen Detail. Ich möchte dich bitten, dass du dieses Wort ganz groß machst in unserem Leben und danke dir jetzt schon dafür. Im Namen Jesu. Amen.

[1:05] Offenbarung Kapitel 16 und wir haben heute Vers 15 vor uns. Offenbarung 16 Vers 15. Das ist ein Einschub im Einschub. Wir haben ja gelernt, dass in Offenbarung 16 Vers 13 die Abfolge der Plagen aufgehalten wird. Wir haben gesehen, Offenbarung 16 beschreibt die letzten Plagen, die Geschwüre, das Wasser, das zu Blut wird, die Becher, die zu Blut werden, die Sonne, die die Menschen versengt, dann die fünfte Plage, die sozusagen die ganze Sache kippt, weil die Menschen sehen, sie sind verführt. Der Satan selbst hat sie verführt durch die römische Kirche, dass die Dunkelheit in Rom offenbart hat. Und dann kommt die sechste Plage, das ist das Zusammenbrechen der vorher geformten Allianz. Vers 13 wird beschrieben, wie diese Allianz erst einmal zusammengekommen war, wie diese drei Frösche die ganze Welt durchstreifen, um alle Könige zu versammeln zum Krieg. Und da wird es dann in Vers 16 weitergehen mit der Schlacht von Harmagedon. Aber mittendrin in dieser Beschreibung, wie jetzt die ganzen Weltmächte sich versammeln zur letzten Schlacht, finden wir diesen Einschub im Einschub sozusagen.

[2:34] Vers 15: „Siehe, ich komme wie ein Dieb. Glückselig ist, wer wacht und seine Kleider bewahrt, damit er nicht nackt einhergeht und man seine Schande sieht.“ Einfache Frage: Wer spricht hier? Jesus, oder? Das heißt, mitten in dieser Beschreibung der Plagen haben wir plötzlich eine Verheißung und auch einen Aufruf von Jesus. Erst mal ist interessant, dass er ausgerechnet hier im Kontext dieser sechs oder dieser sieben Plagen zu finden ist.

[3:05] Kann jemand von euch ahnen, aus welchem Grund dieser Vers vielleicht auch besonders in der Evangelisation, wenn man mit anderen Christen zu tun hat, warum dieser Vers besonders wertvoll sein kann? In welchem Zusammenhang? Also ich weiß nicht, ob ihr schon öfter mit anderen Menschen Bibelstunden gemacht habt oder mit anderen Christen auch über die letzten Ereignisse gesprochen habt. Da gibt es eine Theorie, die viele Christen haben, was die Plagen und die Wiederkunft und die letzte Trübsalszeit betrifft. Tausendjähriges Friedensreich, ja, das ist auch eine Theorie, ja, das stimmt, aber zu der würde jetzt der Vers hier nicht so ein bisschen aufpassen. Gibt es noch eine andere Theorie, die ihr mal getroffen habt? Genau, geheime Entrückung.

[4:04] Da ist nämlich die Idee, dass erst werden die Gläubigen entrückt, unsichtbar, das ist quasi die geistliche Wiederkunft Jesu sozusagen und dann kommen die Plagen. Warum ist der Vers hier so wichtig für dieses Thema? Also wie könnte dieser Vers helfen, diese Irrlehre zu widerlegen? Er kommt ja sichtbar, das stimmt auch, klar natürlich, steht aber noch nicht genau hier, aber es gibt, genau, also die klassische Theorie sagt ja, also die Weiterbarte Theorie sagt, hier sind die Plagen, hier ist die geheime Entrückung und dann ist hier das Ende der Welt oder so. Und wo befinden wir uns jetzt hier gerade in Offenbarung 16? Befinden wir uns hier oder befinden wir uns innerhalb der Plagenzeit, Offenbarung 16? Das ist das Schöne an diesem Vers, inmitten der ganzen Plagenbeschreibung sagt Jesus: „Siehe, ich komme.“

[5:28] Das ist welche grammatische Form? Das ist nicht Präteritum, das ist nicht Präsenz, das ist Futur. Wenn er also im Zusammenhang mit der Schlacht von Harmagedon während der Plagen sagt: „Siehe, ich komme“, dann kann die geheime Entrückung der Gläubigen, denn hier geht es um die Gläubigen, oder? „Halte deine Kleider fest“, dann kann die geheime Entrückung nicht lange vor der Plagenzeit gewesen sein, weil dann bräuchte er das hier nicht mehr sagen, oder? Das heißt, allein der Vers zeigt, dass die Idee von der geheimen Entrückung direkt gegen die Bibel ist. Okay, das mal am Rande. Falls ihr mal mit jemandem zu tun habt, der sagt, wir werden die Plagenzeit nicht mehr erleben und das ist alles wunderbar, wir werden vorentrückt, dann schaut mit ihm auf Offenbarung 16, hier sechste Plage kurz vor der Wiederkunft. Jesus sagt: „Siehe, ich komme bald.“

[6:15] Vers 15: „Siehe, ich komme wie ein Dieb.“ Jetzt schauen wir uns mal ganz kurz diese relativ bekannte Formulierung an. Jesus beschreibt seine Wiederkunft als wäre sie, wie wenn ein Dieb kommt, was ja übrigens immer dazu führt, dass diese geheime Entrückung überhaupt erfunden worden ist. Könnt ihr mir ein paar Bibelstellen nennen, die uns erklären, was „wie ein Dieb“ bedeutet? Warum sagt Jesus: „Ich komme wie ein Dieb?“ Kennt ihr noch andere Stellen in der Bibel, wo Jesus oder wo die Bibel sagt, dass die Wiederkunft sein wird wie ein Dieb in der Nacht?

[6:53] Wo? Offenbarung 3 Vers 3, genau. Es gibt noch eine in der Offenbarung. Schauen wir mal, wir suchen mal die Stellen raus gemeinsam. Offenbarung 3 Vers 3: „So denke nun daran, wie du empfangen und gehört hast, und bewahre es und tue Buße. Wenn du nun nicht wachst, so werde ich über dich kommen wie ein Dieb, und du wirst nicht erkennen, zu welcher Stunde ich über dich kommen werde.“ Also, was lernen wir aus Offenbarung 3 Vers 3? Sammeln wir mal aus den verschiedenen Texten, was wir lernen können über dieses „wie ein Dieb“. Was lernen wir aus diesem Vers?

[7:34] Ja, also es werden dann schon alle merken, aber es ist dann irgendwann zu spät. Das heißt, was ist das Thema hier von „wie ein Dieb“? Warum sagt er das? Ich werde kommen wie ein Dieb. Für wen kommt er wie ein Dieb? Genau, dann schauen wir den Vers genau an. Also für wen? Was hast du gesagt? Die nicht wachen, oder? Wer nicht wacht, für den wird die Wiederkunft sein wie ein Dieb in der Nacht, oder? Er sagt explizit: „Wenn du nicht wachst, so werde ich über dich kommen wie ein Dieb.“ Das heißt, das erste Thema ist Wachsamkeit, können wir gleich noch mehr dazu sagen. Und was ist die Folge, wenn Jesus wie ein Dieb kommt, gemäß des Verses? Oder wenn man nicht wacht, was ist die Folge?

[8:31] Genau, Unkenntnis über die Wiederkunft. Die Wiederkunft. Das heißt, wenn er sagt: „Ich komme wie ein Dieb“, dann weist das darauf hin, dass viele Menschen nicht wachen werden, die sind nicht wachsam und sie haben keine korrekte Kenntnis über die Art und Weise der Wiederkunft, auch über die Zeit und so weiter.

[9:13] Welche Bibelstellen kennt ihr noch, wo diese Ausdrucksweise vorkommt, „wie ein Dieb in der Nacht“ oder „ich komme wie ein Dieb“? Matthäus 24, okay, sehr gut. Matthäus 24 und dort Vers 43. Und dort lesen wir: „Dass aber erkennt, wenn der Hausherr wüsste, in welcher Nachtstunde der Dieb käme, so würde er wohl wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen.“ Vers 44: „Darum seid auch ihr bereit, denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint.“

[10:08] Also dieses Thema vom Dieb in der Nacht, was lernen wir hier aus Matthäus 24? Was lernen wir daraus? Was ist der Punkt hier? Ja, genau, die unerwartete Natur der Wiederkunft. Er wird unerwartet sein. Die meisten Menschen werden wirklich überrascht sein von der Wiederkunft. Das ist, was Jesus immer wieder sagt.

[10:49] Okay, noch was, was man aus diesem Vers entnehmen kann? Seid ihr bereit? Ja, schaut mal den Vers 43 noch an. Das ist ein interessanter Gedanke. „Wenn der Hausherr wüsste, in welcher Nachtstunde der Dieb käme, so würde er wohl wachen und nicht sein Haus einbrechen lassen.“ Das ist ein interessanter Gedanke hier noch drinnen, vielleicht, über den ihr herausarbeiten könnt, wenn ihr es auf die Endzeit übertragt. Was Jesus sagt: „Wenn er wüsste, würde er wohl wachen.“

[11:22] Ja, das heißt, die Idee ist, wenn die Menschen all das jetzt schon glauben würden, was sie später einmal als Realität sehen werden, dann würden sie auch wachen. Mit anderen Worten, stellt euch vor, es wird eingebrochen in eurem Haus und nachdem dann der Einbruch vollzogen ist, dann gibt es eine Polizeiuntersuchung, man stellt fest, der Einbrecher kam von dort, er kam um die Uhrzeit, er hat sein Auto dann und dann geparkt und dann denkt man zurück: „Hätte ich das nur gewusst, dann hätte ich ganz anders gelebt. Ich hätte an diesem Tag anders gelebt, ich hätte mich da und dort postiert, ich hätte das und jenes gemacht, ich hätte die Tür zugemacht, ich hätte ganz anders gelebt.“ Menschen werden auch irgendwann sagen: „Hätte ich das nur gewusst, dann hätte ich ganz anders gelebt.“ Irgendwann ist das Realität, irgendwann ist der Einbruch da und man weiß, jetzt ist es da, aber dann ist es zu spät.

[12:29] Das heißt, diese Idee ist hier tatsächlich drin: Viele Menschen leben so, wie sie leben, weil sie die Realität der Wiederkunft und der Endzeitereignisse nicht wissen oder nicht wissen wollen.

[12:43] Geht es wirklich um Wissen oder um Glauben?

[12:56] Ich glaube, ich verstehe deine Frage, aber ich versuche es noch ein bisschen genauer zu formulieren. Meinst du, also wieso meinst du Wissen und Glauben? Wie siehst du den Unterschied da?

[13:06] Wissen kann man auch ohne zu glauben, aber Glauben und Wissen zusammen ist eine andere Kombination.

[13:11] Ja, vielleicht stehe ich gerade auf dem Schlauch. Ich glaube, du sagst etwas Richtiges, aber ich verstehe nicht, was du meinst. Werden die Leute es nicht gewusst haben oder werden sie es nicht glauben?

[13:23] Ja, okay, ich weiß, wie du meinst. Sie werden davon gehört haben.

[13:27] Ja, sie werden davon gehört haben. Menschen werden davon gehört haben, aber sie wollen es nicht, sie wollten es nicht wahrhaben, sie wollten es nicht glauben.

[13:34] Das ist der Punkt. Also wenn ich dir zum Beispiel sage, angenommen, ich weiß, um das jetzt das Beispiel mal weiter zu führen, angenommen ich weiß, dass in deinem Haus eingebrochen wird und ich warne dich. Du hältst es aber für Unfug, weil in all den Jahren, in denen du zu Hause gelebt hast, nie einer bei dir eingebrochen ist und die Art und Weise, wie ich den Einbruch beschreibe, das ist relativ unwahrscheinlich. So ist noch nie ein Einbruch vollzogen worden. Dann sagst du: „Ja, ja, schön, dass du da bist.“ So wie die meisten Menschen halt auch sagen: „Ja, ja, Jesus kommt aus den Wolken des Himmels, ja, ja.“ Dann hast du es zwar gehört, du hast es auch technisch gewusst, aber du hast es nicht für wahr gehalten, du hast es nicht geglaubt, weil biblischer Glaube bedeutet, ich bin davon überzeugt. Der Glaube ist ja eine Überzeugung von Dingen, die man nicht sieht, und das fehlt ihnen. Sie haben es nicht in dem Sinne gewusst, weil wenn sie es gewusst hätten, dann hätten sie entsprechend gelebt. Aber gute Frage.

[14:24] Kennt ihr noch eine Stelle, wo gesagt wird, dass die Wiederkunft Jesu wie ein Dieb kommen wird? Jetzt haben wir Matthäus 24, Offenbarung 3.

[14:35] Fantastisch. Können wir den noch ganz kurz schieben und noch einen noch dazwischen schieben? Aber den machen wir als letzten, weil der am besten ist. Sehr gut. Aber kennt ihr noch einen letzten vielleicht?

[14:45] Ja, genau. Danach erste, zweite und dritte.

[14:52] 2. Petrus, Kapitel 3, der gehört zu den Versen, die oft nur zur Hälfte gelesen werden, insbesondere dann, wenn man an die geheime Entrückung glaubt. 2. Petrus 3 und dort Vers 10: „Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht.“ Punkt. Naja, eigentlich steht hier nur ein Semikolon und es geht weiter. „Dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen.“

[15:26] Also eindeutig keine geheime Sache. Wenn der Himmel zergeht, werden die Erde, obwohl das Verbrennen der Erde ist vielleicht erst nach den tausend Jahren gemeint, aber auf jeden Fall das Vergehen der Himmel mit Krachen, das ist das, was im sechsten Siegel auch beschrieben wird, wo der Himmel zusammenrollt wie eine Buchrolle, Offenbarung 6.

[15:43] Das heißt, was können wir aus diesem Vers schlussfolgern? 2. Petrus 3, Vers 10, was können wir darauf schlussfolgern? Wie ein Dieb bedeutet was? Oder was bedeutet es nicht?

[16:04] Was ist die Schlussfolgerung aus dem Vers? Es ist nicht geheim.

[16:06] Es ist nicht so, dass sich erst jemand fragen muss, ob es passiert ist.

[16:12] Wenn der Himmel zusammenrollt wie eine Buchrolle, das kriegt man mit. Das ist ein sehr wichtiger Punkt.

[16:20] Vielleicht für uns ist das jetzt selbstverständlich, aber wir müssen ja immer auch solche Verse durchdenken, so dass wir es anders auch gut erklären können. Und das ist für viele Menschen ein echtes Ding.

[16:31] Die meisten Christen, die heute noch glauben, dass die Bibel vollständig das Wort Gottes ist, glauben an die geheime Entrückung. Die meisten bibeltreuen Christen, wenn ich mal so sagen darf, aus dem evangelikalen Bereich, weil die meisten Lutheraner oder Katholiken sind jetzt nicht bibeltreu, die lesen jetzt nicht ständig die Bibel und glauben allem, was in der Bibel steht. Aber die meisten bibeltreuen Christen glauben bezüglich der Wiederkunft die geheime Entrückung. Das heißt, deswegen sind solche Verse im Hinterkopf zu haben, das ist sehr wichtig.

[17:01] Aber jetzt kommen wir zu 1. Thessalonicher und der ist dann sozusagen der Sargnagel auf diese Theorie und vor allem ein Vers, der uns persönlich auch praktisch sehr helfen kann. 1. Thessalonicher, das sind eigentlich mehrere Verse. 1. Thessalonicher 5 und dort ab Vers 1 lesen:

[17:24] „Von den Zeiten und Zeitpunkten aber braucht man euch Brüder nicht zu schreiben, denn ihr wisst ja genau, dass der Tag des Herrn so kommen wird wie ein Dieb in der Nacht.“ Und jetzt kommt eine Erklärung in Vers 3: „Wenn sie nämlich sagen werden: ‚Friede und Sicherheit‘, dann wird sie das Verderben plötzlich überfallen wie die Wehen einer schwangeren Frau.“

[17:49] Könnte man jetzt einen langen Exkurs machen über moderne Politik, aber den sparen wir uns, weil das so offensichtlich ist. Dann wird sie das Verderben plötzlich überfallen wie die Wehen einer schwangeren Frau. Und wie schnell Menschen global sich täuschen können, haben wir jetzt gerade die Tage erst erlebt. Die gesamte Welt war sich sicher, was passieren wird und dann waren alle plötzlich völlig geschockt. Und das jetzt im Vergleich zu dem, was dann später jetzt noch kommen wird, noch ein Nebenthema. Aber ich glaube, wer bis dato noch geglaubt hat, man kann sich auf Expertenmeinungen verlassen, in den letzten zwei Wochen wirklich, muss sein Glauben verloren haben.

[18:29] „Wenn sie nämlich sagen werden: ‚Friede und Sicherheit‘, dann wird sie das Verderben plötzlich überfallen wie die Wehen einer schwangeren Frau. Und sie werden nicht entkommen.“

[18:36] Jetzt kommt der entscheidende Vers, Vers 4. „Ihr aber, Brüder.“

[18:41] Wen meint er denn da?

[18:44] Die Gläubigen, das sind auch die Schwestern übrigens.

[18:47] „Ihr aber, Brüder, es sei nicht in der Finsternis, dass euch der Tag wie ein Dieb überfallen könnte.“

[18:53] Jetzt lasst uns mal ganz scharf überlegen, was bedeutet das? Was ist die Schlussfolgerung aus diesem Vers?

[19:09] Wenn du in der Finsternis bist, oder?

[19:13] Genau.

[19:14] Die Schlussfolgerung ist, wenn ich glaube, dass Jesus wie ein Dieb in der Nacht kommt für mich, dann befinde ich mich wo?

[19:22] In der Finsternis.

[19:26] Das ist eigentlich der Beweis, dass Christen, die sowas glauben, sich theologisch an diesem Punkt völlig in der Finsternis befinden.

[19:37] „Ihr aber, Brüder, es sei nicht in der Finsternis, dass euch der Tag wie ein Dieb überfallen könnte. Ihr alle seid Söhne des Lichts und Söhne des Tages. Wir gehören nicht der Nacht an, noch der Finsternis. So lasst uns auch nicht schlafen wie die anderen, sondern lasst uns wachen und nüchtern sein.“

[19:57] Übrigens, das Wachen, das haben wir schon ein paar Mal gehabt. Das kommt in Offenbarung 6 auch vor, dass wir wachen sollen. Offenbarung 16, Entschuldigung.

[20:12] Hier wird noch ein Wort beschrieben, nämlich wachen und nüchtern sein. Warum steht hier, dass wir nüchtern sein sollen?

[20:27] Genau. Da geht es nämlich, das Gegenteil wäre der Wein Babylons. Und was wäre der Wein Babylons?

[20:38] Falsche Lehren.

[20:39] Wer also falsche Lehren glaubt, ist in Finsternis über die Wiederkunft.

[20:47] Gehen wir nochmal zurück zu Offenbarung 16 Vers 15. Also versucht die Logik zu verstehen. In Offenbarung 16 wird jetzt beschrieben, wie die drei großen Mächte, Drache, Tier und falscher Prophet, durch die drei Frösche, durch diese dreifache Frosch-Botschaft, die ganze Welt verführen auf den großen Tag hin. Und Jesus ruft ihnen quasi zu: „Siehe, ich komme wie ein Dieb. Ihr seid alle in der Finsternis, ihr werdet überrascht sein. Ihr werdet euch alle zusammenrotten, aber ihr werdet überrascht sein, wie ich euch besiegen werde. Siehe, ich komme wie ein Dieb.“

[21:28] Und dann spricht er eine Seligpreisung aus: „Glückselig ist, wer wacht und seine Kleider bewahrt.“

[21:38] Kurze Frage. Wie viele Seligpreisungen gibt es in Offenbarung? Weißt du das?

[21:45] Nicht die einzige. Wir kennen ja die acht Seligpreisungen vom Berg der Seligpreisung, nicht wahr? Bergpredigt. In Offenbarung gibt es mehr als eine Seligpreisung. Es gibt sieben.

[22:00] Es gibt sieben Seligpreisungen und das ist die dritte. Wenn ihr mal was Schönes tun wollt, sucht euch die sieben Seligpreisungen der Offenbarung aus. Es gibt viele Sieben-Reihen in der Offenbarung und auch sieben Seligpreisungen. Das ist die dritte. Die erste ist Offenbarung 1, Vers 3: „Glückselig ist, wer die Worte dieses Buches, dieser Weissagungen liest und hört und bewahrt.“ Und dann die zweite ist Offenbarung 14, Vers 13: „Glückselig sind die Toten, die dem Herrn sterben.“ Das ist jetzt die dritte. Da kommen noch vier mehr.

[22:26] Wachen. Das nächste Mal können wir noch mehr anschauen über dieses Wachen und die Kleider. Aber ich möchte euch eine Sache schon erzählen, die ich rausgefunden habe. Und zwar, das ist ein bisschen komisch mit diesem, wer wacht und seine Kleider bewahrt. Was meint ihr wohl, was ist damit gemeint, diese Kleider bewahren?

[22:47] Ja, das Kleid der Gerechtigkeit bewahren. Die Geschichte wird erzählt, dass es am jüdischen Tempel gab es Wachen, die die ganze Nacht über gewacht haben, dass niemand einbricht. Und es gab einen Wachtmeister, der sozusagen immer um den Tempel gegangen ist und geschaut hat, dass die Wachen auch alle wachen. Und wisst ihr, was die Strafe war, wenn ein Wächter schlafend angefunden worden ist? Es gab zwei Strafen: Entweder man hat ihn geschlagen, oder man hat seine Kleider genommen und hat sie verbrannt im Feuer. Und es scheint so, als ob Jesus dieses Bild quasi mit im Hinterkopf hat. Ein Wächter, der am Tempel wachen soll, der den Tempel behüten soll, der aber schläft, dem werden seine Kleider genommen und die werden im Feuer verbrannt. Wenn ihr ein bisschen Offenbarung dann weiterdenkt, Feuer verbrennen, Sünde und so weiter. Ist ein ganz interessantes Bild.

[23:49] Wir werden uns nächstes Mal genauer anschauen, was die Bibel noch alles über dieses Kleid zu sagen hat und was es bedeutet zu wachen. Aber eine Sache können wir heute schon sicher sagen: Wenn wir nüchtern bleiben, wenn wir dem biblischen Wort folgen, wenn wir uns nicht mit Irrlehren einlassen, dann müssen wir nicht verwirrt sein über das, was kommt. Wir müssen nicht überrascht sein. Und die Bibel sagt uns sogar, dass ganz am Ende wir sogar wissen werden, wann er wiederkommt. Das heißt, Gott möchte nicht, dass uns irgendetwas überrascht.

[24:25] Wir haben im anderen Seminar gesehen, wen er liebt, dem zeigt er etwas, dem offenbart er etwas. Er tut nichts, was er nicht seinen Knechten, den Propheten, offenbart. Und die Frage ist nur: Sind wir bereit, das auch uns anzueignen? Sind wir bereit, seine Offenbarung zu studieren, damit wir nicht überrascht werden? Und in dem Sinne, lasst uns im Licht leben, dem Licht folgen. Dann werden wir auch keine Überraschung erleben. Und dann sind wir unserer Zeit buchstäblich voraus. Amen.

[25:00] Dann lasst uns auch gemeinsam niederknien und beten.

[25:11] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir wissen dürfen, dass du alles in deiner Hand hältst und dass wir von dir so gut informiert worden sind, dass wir uns über nichts wundern müssen, was in der Welt passiert und was auf uns zukommen wird. Wir möchten dich bitten, dass du uns dieses Vertrauen zu dir schenkst, dass du uns Schritt für Schritt sicher führst und dass wir in unserem Leben lernen, zu wachen, wachsam zu sein und dein Wort in unserem Leben zu durchdenken und zu beachten und auszuführen. Bitte hilf uns, ein Leben zu leben, das deinem Charakter ähnlich wird. Ein Leben, das dir Ehre gibt. Und hab Dank, dass du verheißen hast, dass wir glücklich sein werden, wenn wir wachen und wenn wir unsere Kleider bewahren. Segne du uns und schenke uns Freude, jeden Tag aufs Neue in deinem Wort zu lesen und deine Offenbarungen in unserem Leben anzuwenden. Hab Dank dafür, Jesus. Amen.


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