Veröffentlicht am
1.248 Klicks

In dieser Predigt von Emanuel Beck, Teil des Erweckungswochenendes 2011, wird die Bedeutung von Ausdauer im Gebet und Vertrauen auf Gottes Zeitplan beleuchtet. Anhand biblischer Beispiele wie Jakob, Isaac, Rebekah und Mose wird gezeigt, wie Gott oft mehr gibt, als wir erbitten. Die Botschaft ermutigt dazu, nicht aufzugeben, auch wenn Gebete scheinbar unerhört bleiben, und betont die Kraft des Glaubens und der Fürbitte.


Weitere Aufnahmen

Serie: Erweckungswochenende 2011: Wie die Nadel zum Pol

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[1:09] Guten Abend und ich möchte alle herzlich willkommen heißen. Ich heiße Emanuel Beck und es ist nicht das erste Mal, dass ich in Deutschland bin. Aber es ist das erste Mal, dass ich hier in der Region Stuttgart bin. Meine Eltern haben sich hier in Deutschland damals kennengelernt. Meine Mutter war hier Krankenschwester. Mein Vater hat sie hier kennengelernt und als wir Kinder waren und sie wollten, dass wir etwas nicht verstehen, immer dann haben sie Deutsch gesprochen. Als ich also ganz klein war, da habe ich ein deutsches Wort gelernt, und zwar das Wort Schauspieler. Denn als ich Kind war und ich wollte nicht zur Schule gehen, dann haben meine Eltern immer was zueinander gesagt und da kam das Wort Schauspieler drin vor. Ich habe auch ein Jahr die deutsche Schule besucht, beziehungsweise habe ich Deutsch gelernt auf der Schule, ein Jahr lang. Und auch meine Schwester hat vier Jahre lang in der Schule Deutsch gelernt. Und ich möchte euch sagen, wie dankbar ich dafür bin, heute Abend bei euch zu sein.

[2:52] Das Thema, unter dem wir stehen dieses Wochenende ist, wie die Nadel zum Pol. Und wir leben heute in bedeutsamen Zeiten. Und in diesen letzten Tagen sucht Gott nach Männern und Frauen, deren Gewissen so treu zu ihrer Pflicht zeigt, wie die Nadel zum Pol. Es gibt eine Zeit der Prüfung, in die Gott es vollkommen macht. Und ich möchte euch ein inspiriertes Wort lesen. Es gibt eine Zeit der Prüfung, in die Gott es vollkommen macht. In Verteidigung der Wahrheit und Gerechtigkeit zu stehen, festzustehen, wenn die Mehrheit uns verlässt, die Schlachten des Herrn zu schlagen, wenn es nur wenige Helden gibt, das wird unsere Prüfung sein.

[4:01] Und an diesem Wochenende zu betrachten, habe ich mich entschieden, das Leben von Jakob zu studieren. Vielleicht habt ihr den Eindruck, ja, die Geschichte von Jakob, die kennen wir alle sehr gut. Aber ich möchte dennoch, dass jeder von uns aufmerksam folgt an diesem Wochenende, was ist in dem Leben von Jakob passiert, denn ich glaube, wir können davon Wichtiges lernen. Wenn Sie Ihre Bibel heute Abend dabei haben, dann schlagen Sie sie mit mir auf, und zwar Jeremia 30. Und ich möchte beginnen damit, dass ich drei Gründe aufzähle, warum wir das Leben von Jakob studieren sollten. Jeremia 30, Vers 7. Die Bibel sagt hier: „Wehe, denn groß ist jener Tag ohne gleichen, und es ist eine Zeit der Drangsal für Jakob, doch er wird aus ihr gerettet werden.“ Gott hat hier dem Propheten Jeremia Worte eingegeben, mit denen er beschreibt die Prüfung und die Schwierigkeiten, die Gottes Volk durchstehen muss in der letzten Zeit. Und wir können nicht zu Recht hoffen, dass wir unbeschadet durch diese Prüfungen durchkommen, wenn wir nicht selber begreifen, was eigentlich die Prüfung für Jakob war. Und wir können nicht die Hoffnung haben, diese Prüfung erfolgreich zu durchlaufen, wenn wir nicht begreifen, was damals das Erfolgsrezept für Jakob war, zu bestehen.

[6:20] Ein zweiter Grund, warum das Leben Jakobs für uns wichtig ist und wir es studieren sollten, ist sein Namenswechsel später hin zu Israel. Und wenn wir diese Namen genauer studieren, werden wir relativ bald feststellen, dass hier ein Kontrast von verschiedenen Charakteren enthalten ist. Denn der Name Jakob bedeutet ja jemand, der ein Betrüger ist. Und in der Lebensgeschichte von Jakob in der Zeit, wo er noch diesen Namen trägt, ist das eine Symbolik für den unbekehrten Menschen mit seiner Natur. Aber als der Name von Jakob verändert wird in Israel, da ist das Ausdruck einer neuen Erfahrung, einer neuen Natur, die er erhält. Er ist jetzt Israel, ein bekehrter Mensch.

[7:44] Ein dritter Grund, warum wir die Geschichte von Jakob studieren sollten, ist, dass im Buch der Offenbarung Jesus sein Volk als Israel bezeichnet. Und indem er das tut, erinnert Gott uns daran, dass im Leben, in der Erfahrung von Jakob etwas typisch ist, charakteristisch, dass da dieselbe Erfahrung drin steckt, die auch Gottes Volk in der Endzeit durchzumachen hat.

[8:30] Ich lade Sie ein, Ihre Bibeln zu nehmen und mit mir das erste Buch Mose aufzuschlagen. Kapitel 2, und ich möchte gerne heute Abend zeigen, dass das Wort Israel sich auf drei verschiedene Dinge bezieht. Genesis, Kapitel 32, und Vers 28. Entschuldigung, Kapitel 32, erstes Buch Mose. Und er sagt: „Dein Name wird nicht mehr Jakob genannt, sondern Israel, denn als Prinz hast du Macht mit Gott und mit Menschen und hast überlebt.“ Welches Vers? Oh, 28. Vers 28. Da sprach er zu ihm: „Was ist dein Name?“ Und er sprach: „Jakob.“ Da sprach er: „Nicht Jakob soll fortan dein Name heißen, sondern Israel, denn du hast mit Gott und mit Menschen gerungen und hast gesiegt.“ Ich weiß, dass das vielleicht etwas trivial erscheint, aber für uns ist wichtig erstmal festzuhalten, dass das erste Mal, wo der Name Israel auftaucht in der Bibel, er sich auf eine einzelne Person bezieht.

[9:47] Aber jetzt gehen wir zu dem Buch 2. Mose, Kapitel 4. Und dort in Vers 22 fällt uns etwas auf. Denn in diesem Vers hier, 2. Mose 4, Vers 22, hat der Name Israel eine neue Bedeutung bekommen. Und du sollst zum Pharao sagen: „So spricht der Herr: Mein Sohn, mein Erstgeborener ist Israel.“ Ist euch aufgefallen, der Name Israel wird hier nicht mehr nur auf einen Menschen bezogen. Jetzt bezeichnet er eine ganze Nation. Aber Israel in der Bibel bezieht sich noch auf etwas Drittes.

[10:53] Schlagen wir Matthäus auf, Kapitel 2, und dort Vers 15. Und die Bibel sagt hier: „Und hier geht es eigentlich um die Familie von Jesus, um seinen Vater. Und er blieb dort bis zum Tod des Herodes, damit erfüllt würde, was vom Herrn geredet ist durch den Propheten, der spricht: Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.“ Und hier geht es eigentlich um die Familie von Jesus, um seinen Vater. Und er blieb dort bis zum Tod des Herodes, damit erfüllt würde, was vom Herrn geredet ist durch den Propheten, der spricht: „Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.“ Die ganze Geschichte um hier der Zusammenhang des Verses geht ja darum, dass Joseph seine Familie genommen hat und sie vor einer potenziellen Gefahr geflohen sind nach Ägypten. Und die Bibel zitiert hier den Propheten aus dem Alten Testament und sagt, seine Voraussage hat sich dadurch erfüllt. Die Frage ist jetzt, auf welchen Propheten hat sich Matthäus hier bezogen?

[12:21] Gehen wir zurück ins Buch Hosea. In Kapitel 11, da ist dieser Text und der Prophet, auf den Matthäus sich bezogen hat. Kapitel 11 und Vers 1. In Hosea 11, Vers 1 lesen wir: „Freunde, ich weiß nicht, ob euch klar ist, wie bedeutsam das ist, was wir gerade gelesen haben. Als Joseph, Maria und Jesus nach Ägypten geführt hat, da nimmt Matthäus diese Begebenheit und zitiert einen Vers von Hosea und sagt, das ist die Erfüllung. Aber wenn wir dann den Vers nachschlagen im Original bei Hosea, dann stellen wir fest, hier ist von Israel die Rede, als Israel aus Ägypten kam. Können wir sehen, dass hier die Bibel selbst eine Prophezeiung, die sich auf Israel bezieht, im Neuen Testament auf Christus bezieht?

[14:04] Ich möchte das jetzt mit einigen Beispielen noch veranschaulichen, damit sie sehen können, dass in der Bibel Jakob, Israel und Jesus sehr viele Gemeinsamkeiten haben. In der Geschichte von Jakob war einer der Söhne Jakobs, sein Name war Joseph, der hatte einen Traum. Durch diesen Traum wurde er nach Ägypten geführt. Wenn ich das zusammenfassen kann: ein Mann namens Joseph hatte einen Traum und aufgrund dieses Traumes landete Jakob irgendwann in Ägypten. Aber Augenblick, wenn wir das Leben Jesu betrachten, da war ja auch ein Mann namens Joseph, der einen Traum hatte und dieser Traum war der Grund, dass Jesus nach Ägypten kam.

[15:25] Die meisten Leute wissen, Jakob hatte wie viele Söhne? Er hatte zwölf Söhne. Aber schlagen wir das zweite Buch Mose auf, Kapitel 1, Vers 5. Und schauen wir mal, was die Bibel hier sagt. „Und alle Seelen, die aus den Ländern Jakobs hervorgegangen waren, waren siebzig Seelen, und Joseph war in Ägypten.“ Wollen wir das kurz nochmal zusammenfassen? Die Bibel sagt, Jakob hatte zwölf Söhne. Aber sie sagt, wenn man die ganze Abstammung, die ganze Großfamilie Jakobs zusammennimmt, dann waren es siebzig Seelen, die aus den Ländern Jakobs hervorkamen. Mit Jakob verbunden haben wir also einmal die Zahl zwölf und dann die siebzig. Augenblick, wie viele Jünger hatte Jesus? Zwölf Jünger. Aber er hat ja nicht nur die zwölf ausgeschickt, sondern auch mal, wie viele Jünger? Auch siebzig Jünger hat er mal ausgesandt.

[17:10] Wenn wir das Leben Jakobs anschauen, da ging er in ein fernes Land, um eine Frau zu finden und dann kam er zurück zum Haus seines Vaters. Auch Jesus ging in ein fernes Land, um eine Frau zu finden und sie zurückzuführen in das Haus seines Vaters. Aber denken wir dran, in der Bibel gibt es ja drei Israels. Es gibt also nicht nur Parallelen zwischen dem Leben von Jakob und Jesus, sondern es gibt auch ganz auffällige Parallelen zwischen dem Volk Israel und Jesus.

[17:58] Wir wissen, Israel wanderte in der Wüste, wie lange? 40 Jahre. Und wir wissen, bevor sie in die Wüste wanderten, gingen sie durch den Roten See. Und Paulus sagt uns, diese Begebenheit war ein Symbol für die Taufe. Aber wenn wir das Leben Jesu betrachten, dann sagt die Bibel uns, dass Jesus direkt nach seiner Taufe wohin ging? Er ging auch in die Wüste. Und wie lange war er dort? 40 Tage.

[18:50] Es ist interessant, dass nachdem die Kinder Israel in der Wüste gewandert sind, 40 Jahre lang, nach den 40 Jahren fand etwas statt, und das ist etwas Besonderes mit Mose. Er hat das Gesetz, das er schon niedergeschrieben hatte, im 5. Buch Mose noch einmal wiederholt. Also dieses Buch, 5. Buch Mose, wurde ganz am Ende der 40-jährigen Wüstenwanderung verfasst. Wenn wir jetzt in das Leben Jesu schauen, da kommt der Teufel und versucht ihn. Und Jesus begegnet diesen Versuchungen immer mit einem Bibeltext. Aber habt ihr gewusst, dass alle drei Verse, die Jesus nennt, aus dem selben Buch kommen? Wisst ihr, welches das ist? Es war das 5. Buch Mose.

[20:31] Warum sind diese Parallelen jetzt da in der Schrift? Jakob, das Volk Israel und Jesus, haben sehr ähnliche Erfahrungen und Eigenschaften, die für uns eine wichtige Lektion sind als Volk der Endzeit. Viele Menschen, wenn sie die Bibel durchlesen, die finden Personen wie zum Beispiel Abraham sehr interessant. Abraham natürlich ist ein großes Vorbild, ein Glaubensvater der Treuen. Aber als Gott einen Namen auswählte für seine Kinder, da entschied er sich für den Namen Kinder Israel. Abraham ist für viele Menschen, er ist über uns. Er ist dieser göttliche Mann des Glaubens. Aber die Menschen verstehen die Stücke von Jakob, weil sein Leben und seine Erfahrungen ähnlich sind, wie fast jeder hier heute.

[21:49] Seid ihr jemals weg von Zuhause und habt das Gefühl, wieder mit eurer Familie, eurer Mutter, eurem Vater, eurem Bruder zu sein? Wenn ihr diese Einschätzung versteht, dann versteht ihr die Geschichte von Jakob. Wenn ihr zuhause gewesen seid und habt diese Sehnsucht gehabt nach eurer Familie, Vater, Mutter und Geschwister, wenn ihr das kennt, dann kennt ihr die Erfahrung von Jakob.

[22:25] Vielleicht arbeitet ihr irgendwo für einen Chef, der euch ausbeutet, der euch nur ausquetscht. Wenn das so ist, dann könnt ihr verstehen, dass es in euren Leben eine lebensverändernde Erfahrung war. Und wie Jakob, ihr bleibt mit einem Schmerz, den ihr für den Rest eures Lebens tragen werdet. Ihr versteht die Geschichte von Jakob für euch selbst.

[22:57] In der Geschichte von Jakob sehen wir auch, in der Geschichte von Jakob können wir auch erkennen, er hatte seine persönlichen Schwächen. Habt ihr vielleicht schon mal jemanden ausgenutzt? Dann versteht ihr die Geschichte von Jakob, denn das hat er auch gemacht. Habt ihr schon mal eure Eltern belogen? Jakobs Geschichte spricht für die, die dieselbe Erfahrung gemacht haben. Habt ihr schon mal versucht, etwas auf unehrliche Weise, unklug zu erreichen, im Geschäftsleben zum Beispiel? Vielleicht habt ihr auch Kinder, und ihr erkennt in ihnen eure ganzen schlechten Seiten, eure unbekehrte Natur. Und so war es auch bei Jakob. Er sah seine eigene Schattenseite in seinen Söhnen.

[24:19] Aber wir können in der Geschichte in seinem Leben von Jakob auch erkennen, viele Verheißungen, die Gott ihm gegeben hatte. Gott hatte Jakob versprochen, dass er mit ihm sein würde und für ihn sorgen. Und wir verstehen auch die Geschichte von Jakob, wenn wir eine Person kennenlernen, die wir uns verlieben, und nach der wir Sehnsucht haben.

[24:53] Liebe Freunde, die Geschichte von Jakob beginnt eigentlich schon bei der Geschichte von Jakob, Entschuldigung, von Isaac und Rebekah. Ich lade Sie ein, dass Sie Ihre Bibeln aufschlagen heute Abend in das erste Buch Mose, Kapitel 25, und wir lesen heute Abend Kapitel 20. Und Isaac war 40 Jahre alt, als er sich Rebekah zur Frau nahm, die Tochter Betuels des Arameas aus Paddan Aram, die Schwester Labans des Arameas. Und Vers 21 dann heißt es: „Und Isaac bat den Herrn für seine Frau, denn sie war unfruchtbar. Und der Herr ließ sich von ihm erbitten, und Rebekah, seine Frau, wurde schwanger.“

[26:11] In diesem Vers 21 wird in wenigen Ausdrücken und Sätzen eine ganze Abfolge von Ereignissen beschrieben. Und es wird zuerst mal gesagt, dass Rebekah als Frau unfruchtbar war. Dann heißt es, Isaac hat für seine Frau gebetet. Und dann sagt die Bibel, dass Gott das Gebet erhört hat, und Rebekah wurde schwanger. Aber das ist nicht die ganze Geschichte.

[26:51] Schauen wir jetzt Vers 26 an. „Und danach kam sein Bruder heraus, und seine Hand hielt die Ferse Esaus, und man gab ihm den Namen Jakob. Und Isaac war 60 Jahre alt, als sie geboren wurden.“ Ist euch was aufgefallen, was das hier eigentlich bedeutet in Vers 26? Seht ihr, in Vers 21 werden einfach nur drei Dinge nacheinander beschrieben. Aber in Vers 26 finden wir heraus, dass es nicht ganz so einfach war, wie es aussah.

[27:59] Wie lang musste Isaac für seine Frau beten, bevor sein Gebet erhört wurde? 20 Jahre musste er beten, bevor er Gottes erhörte. Liebe Freunde, die wir heute Abend hier sitzen, bitte, dass Sie mal nachdenken in Ihrem eigenen Leben. Kennen Sie diese Erfahrung von Isaac und Rebekah selbst? Gab es da etwas in Ihrem Leben, wo Sie für gebetet haben, und immer wieder und immer länger, und Sie waren sogar versucht zu sagen: „Ich gebe es auf“?

[29:03] Die Geschichte von Jakob, die beginnt mit seinen Eltern, mit Isaac und Rebekah, und sein Vater, der zeigt uns, dass das Gebet Ausdauer braucht. Es gibt einige heute Abend hier, vielleicht sind Sie Eltern, und während Sie heute Abend hier sitzen, wissen Sie, Ihr Kind lebt nicht in der Wahrheit wie Sie. Und seit vielen Jahren beten Sie für Ihren Sohn, für Ihre Tochter, Monate vergehen, Jahre, und es gibt nicht den kleinsten Hinweis dafür, dass Ihr tägliches Gebet an Gott erhört wird.

[30:01] Wenn wir das Leben von Isaac und Rebekah sehen, dann ist eine der ersten Lektionen, dass wir nicht aufhören dürfen zu beten, selbst wenn wir nichts von der Erhörung erkennen können. 20 Jahre musste Isaac beten, bevor Gott ihn hörte.

[30:21] Ich möchte etwas aus meinem Leben erzählen. Ich bin in einem Heim aufgewachsen, wo mein Vater und meine Mutter nicht denselben Glauben hatten. Und die Wahrheit ist, als ich jung war, arbeitete mein Vater für eine große Automobilfirma, General Motors, und er hatte Ambitionen, in die Kirche zu gehen. Und als ich etwa sieben Jahre alt war, war mein Vater im Seminar und ist aus der Schule ausgewachsen. Und als ich sieben Jahre alt war, ging mein Vater aufs Prediger-Seminar und hat auch dort seinen Abschluss gemacht. Und gleich nach seinem Abschluss bekam er auch eine Möglichkeit, ein Vorstellungsgespräch mit einer Gemeinde, die ihn gerne anstellen wollte, aber dabei kam raus in dem Gespräch, dass seine Frau nicht denselben Glauben hatte. Ich weiß nicht, wie es hier in Deutschland ist, aber in den USA ist es so, wenn Mann und Frau nicht denselben Glauben haben, dann ist es sehr schwer, eine Anstellung als Pastor zu finden.

[31:57] Und weil er auf diese Weise eben keine Stelle finden konnte, hat er schließlich eine Arbeit angenommen als Hilfs-Prediger sozusagen in einer Kirche in New York. Meine Mutter war Siebenten-Tags-Adventistin. Und als Kinder, wenn wir Familienandacht hatten, da hatte sie uns beigebracht, wenn wir selber als Kinder gebetet haben, einen ganz besonderen Satz zu sprechen. Und dieser Satz lautete: „Bitte hilf, dass Papa die Drei-Engels-Botschaft annimmt.“ Als Kind hatte ich keine Ahnung davon, was die Drei Engel bedeuteten. Aber auch wenn wir gar nicht verstanden, hat er genau diesen Satz so gebetet, wie Mutter es uns sagte. Wenn unser Vater zu Hause war und dabei bei der Familienandacht, dann war er immer sehr ärgerlich, wurde er, wenn wir diesen kleinen Satz in unserem Gebet gesagt haben. Trotzdem, ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals in unserer Familienandacht beim Gebet diesen Satz ausgelassen haben.

[33:43] Meine Schwester und ich, wir sind groß geworden. Ich habe mich entschlossen, dann Prediger zu werden. Meine Schwester hat Medizin studiert. Und vor acht Jahren bin ich dann Vollzeit-Evangelist geworden und arbeite für ein Missionswerk namens Amazing Facts. Vier Jahre vorher, bevor ich mit Evangelisation begann, also wo ich meine erste Evangelisation gehalten habe, dieser Ort, Versammlungsort, die Halle, das war nah dran, an dem Wohnort meiner Eltern. Also kamen meine Mutter, mein Vater und auch meine Großmutter zu den Treffen. Und wir hatten an einem Abend ein Thema, da gab es dann einen Aufruf, wo wir die Menschen eingeladen haben, sich Gottes Gemeinde der Übrigen anzuschließen. Und an diesem Abend, wir hatten auch Entscheidungskarten, hat mein Vater ein Kreuzchen gemacht vor dem Satz, wo es lautete: „Ich möchte Teil der Gemeinde der Übrigen werden.“

[35:13] Ihr müsst etwas wissen, was meinen Vater betrifft. Die Kindergeschichten, die er uns aus der Bibel erzählt hat, als wir jung waren, die waren ganz anders als die, die man gewohnt war. Er hat zum Beispiel gesagt, dass die Kinder Israel gar nicht durch das Rote Meer gewandert sind, sondern durch das Schilfmeer, und das war sehr flach. Er hat uns auch beigebracht, es gibt gar keine Dämonenbesessenheit, denn die hatten damals nur noch kein Wort für Schizophrenie oder Epilepsie. Also unser Vater hat uns die Bibel auf eine Weise erklärt, das war irgendwie ganz anders als die Kindergeschichte.

[36:27] Als wir eben noch klein waren und mein Vater damals eine eigene Kirche dann hatte, da hat er von uns erwartet, dass wir am Sonntag mit ihm dort hinkommen, in den Gottesdienst, aber wir waren auch am Sabbat mit meiner Mutter zusammen. Nun, meine Eltern haben sich eigentlich wunderbar verstanden, außer an diesem Punkt, wenn es um Sabbat und Sonntag ging, weil meine Mutter nicht sehr gut Autofahren konnte, und sie wollte dann, dass mein Vater die Familie zur Gemeinde fährt. Und ich weiß, dass er sich immer so aufgeregt hat und einmal hat er einfach die Autoschlüssel hingeschmissen und hat gesagt: „Fahr doch selbst!“

[37:21] Und an diesem Abend, als ich seine Entscheidungskarte hatte, da konnte ich fast meinen Augen nicht trauen. Natürlich, wenn so eine Entscheidungskarte ausgefüllt ist, dann gibt es immer noch einen bestimmten Prozess, dass man auch mit dieser Person noch persönlich redet. Und natürlich, mein Vater und ich, wir haben ja zusammen gewohnt, wir waren im selben, wir waren ja eine Familie und an diesem Abend habe ich dann eine Karte, ein großes Blatt herausgeholt, wo genau aufgeschrieben war, was sind die Glaubenspunkte, was sind die Persönlichkeiten, was sind die Glaubenspunkte, denen jemand zustimmen muss, wenn er Glied dieser Kirche werden möchte.

[38:25] Als ich mir dieses Blatt durchlas, da fiel mir auf, diese Glaubenspunkte, die wurden immer schwieriger und schwieriger. Der erste fängt an: „Ich akzeptiere Jesus als meinen persönlichen Erlöser.“ Aber dann kamen wir an den Punkt, wo es heißt: „Ich glaube, dass der siebte Tag Sabbat, der Sabbat im vierten Gebot ist.“ Und ich erinnere mich noch, als ich dann meinem Vater diesen Punkt vorlas, da habe ich mich nicht getraut, hochzuschauen zu ihm. Aber er nickte. Und dann ging es etwas weiter. Und dann kamen wir zu dem Punkt, wo es um die Gabe der Prophetie ging, als ein Kennzeichen für die Gemeinde der Übrigen. Jahrelang gab es über diesen Punkt in unserer Familie mega Streit. Und wieder hatte ich nicht den Mut, ihn anzuschauen. Aber als ich dann doch schaute, sah ich, er nickte.

[39:47] Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Wir hatten seit 35 Jahren gebetet. Und ich erinnere mich an diesem Abend, wir einverstanden damit waren, zustimmen, dass mein Vater sich taufen lässt. Meine Mutter sagte zu mir: „Ich möchte, dass du Papa taufst.“ Aber ich sagte zu ihr: „Mama, ich kann ihn nicht taufen, er ist mein eigener Vater.“ Aber meine Mutter sagte: „Nein, nein, das ist schon in Ordnung, du kannst das machen, du bist sein Sohn, mach es.“ Aber ich hatte Respekt vor meinem Vater, und ich hatte irgendwie das Gefühl, das ist nicht angemessen, also, eine Weile passierte dann gar nichts. Und ich glaube, meine Mutter wartete darauf, dass ich endlich nachgab, meinen Vater zu taufen.

[41:03] Aber dann im Oktober letzten Jahres wurde mein Vater schließlich als Siebenten-Tags-Adventist getauft. Aber ich hatte einen Punkt in meinem Leben, wo ich nicht mehr den Glauben hatte, dass Gott unser Familiengebet um die Bekehrung meines Vaters beantworten würde. Und ich muss bekennen, dass ich sogar irgendwann aufgehört habe, für meinen eigenen Vater zu beten. Weil ich einfach keine Bewegung, kein Kennzeichen erkennen konnte, dass sich irgendwas bewegte.

[41:53] Und die Zeit verging, Jahr um Jahr, zehn, zwanzig, dreißig Jahre, und nichts war zu erkennen. Da gab ich auf. Nun, liebe Freunde, ich möchte, dass Sie wissen, dass meine Mutter für meinen Vater weiter gebetet hat.

[42:19] Ist euch aufgefallen, in der biblischen Geschichte, dass es nicht heißt, Rebecca hat gebetet? Nun, die Bibel sagt darüber nichts direkt, aber vielleicht hat auch sie den Mut verloren, irgendwann, und hat nicht mehr gebetet. Aber Isaac, ihr Mann hat für sie gebetet. Und das zeigt uns, dass Gott die Fürbitte für andere Menschen erhört. Hören Sie nicht auf zu beten.

[42:59] Vielleicht sind einige hier unter uns, die kämpfen mit einer Krankheit, mit irgendeinem Leiden, und Jahr um Jahr bemühen sie sich und kämpfen und haben Schmerzen. Und sie stehen in der Versuchung, den Glauben an Gott hinzuwerfen. Aber die Geschichte von Jakob und Esau, die beginnt bei den Eltern, bei Isaac, und wir lernen, die Kraft des Durchhaltens. Und es ist noch nicht so lange her, da war ich in Malaysia. Und ich hatte dort eine Vortragsreihe, und beim ersten Abend habe ich zum Teil über das Leben von Jakob gesprochen. Und ich habe darüber gesprochen, dass wir lernen müssen, uns auf Gottes Timing zu verlassen, denn er hatte einen anderen Zeitplan als wir. Das Seminar dauerte eine Woche. Dann ging ich zurück in die Vereinigten Staaten.

[44:19] Und etwa eine Woche später bekam ich eine Nachricht über Facebook, wie eine E-Mail. Und da stand etwa Folgendes: „Als ich diese Vorträge dort besuchte, war ich so verzweifelt, dass ich vor dem Selbstmord stand. Und trotzdem kam ich zu diesem Treffen, und ich hatte den ersten Abend erlebt, ich war zwar dort, aber ich war trotzdem immer noch so verzweifelt, dass nach dem Vortrag ich den Gedanken hatte: ‚Es ist vorbei, ich bringe mich um.‘ Oder ich wollte es. Aber an diesem Abend ging es um das Thema Warten auf die Zeit Gottes. Und nachdem ich diese Botschaft gehört hatte, wurde mir klar: Ich muss Gott noch eine Chance geben.“ Sie sagte mir, dass sie in der Zwischenzeit psychiatrische Hilfe bekommt. Aber jetzt hat sie die Hoffnung, dass sie mit Gottes Hilfe durch die Schwierigkeiten, dass sie die erfolgreich besteht.

[45:53] Liebe Freunde, heute Abend, vielleicht habt ihr auch diese Erfahrung gerade, wie Isaac und Rebekah, dass ihr etwas von Gott erbittet und das Gefühl habt, er ignoriert euch. Herausfordern, gebt nicht auf. Warum verzögert Gott? Warum erhört er uns nicht sofort, wenn wir eine Bitte haben?

[46:37] Liebe Freunde, ein Grund, warum Gott nicht sofort unsere Gebete erhört, ist, dass er unsere Glauben auf die Probe stellt. Er möchte herausfinden, ob wir wirklich das wollen. Es ist schon einige Jahre her, da bin ich von Haustür zu Haustür gegangen und habe Bücher verkauft. Und wenn ich zu einem Haus kam und an die Tür klopfte, habe ich immer genau hingehört. Denn ich wollte mitkriegen, ich wollte sehen, bewegt sich vielleicht jemand im Haus? Ich weiß nicht, wie es in Deutschland ist, aber in Amerika werden diese Hausierer nicht gerne gesehen. Also manchmal tun die Leute so, als wenn keiner zu Hause ist und hoffen, dass du wieder verschwindest. Aber ich habe genau zugehört und wenn ich gehört habe, da ist jemand drin, dann habe ich einfach weiter geklopft und geklopft und geklopft, bis ich gesehen habe, dass jemand im Haus ist.

[47:54] Du siehst, Freund, Gott verlangt, weil er manchmal will sehen, ob du wirklich glaubst, dass jemand noch im Haus ist. Du siehst, wenn du nur klopfst und klopfst, ist dein Glauben zu einem gewissen Zeitpunkt getestet, um zu sehen, ob du wirklich glaubst, dass Gott dein Gebet beantwortet, ob du wirklich glaubst, wirklich, dass da jemand ist, dass Gott dein Gebet hört, dass er antworten wird.

[48:27] Deswegen sagt die Bibel, wenn der Menschensohn kommt in der letzten Zeit, wird er noch Glauben finden auf der Erde? Und Jesus sagt diesen Ausspruch nach dem Gleichnis über die Witwe, die auf den rechten Richter gegangen ist, wieder und immer, immer wieder. Seht ihr, Freunde, Gott stellt uns auf die Probe durch Verzögerung. Aber beachten wir, was als nächstes passiert.

[49:02] In 1. Mose 25, Vers 26. Gehen wir noch ein bisschen zurück. 1. Mose 25, Vers 23. „Der Herr sprach zu ihr: Zwei Nationen sind in deinem Leib, und zwei Völkerschaften werden sich scheiden aus deinem Innern, und eine Völkerschaft wird stärker sein als die andere, und der ältere wird dem jüngeren dienen.“

[49:52] Ist Ihnen aufgefallen, als Isaac und Rebekah gebetet haben, da haben sie einfach gebetet um ein Kind. Und ich muss mir jetzt genau überlegen, wie ich das ausdrücke, damit mich niemand missversteht. Aber in der alten hebräischen Kultur betrachtete man einen Sohn als sehr wertvoll. Also hat Gott dieses Gebet von Isaac und Rebekah nicht einfach nur dadurch erhört, dass sie ein Kind, irgendein Kind bekamen, sondern es waren sogar Söhne. Aber nicht nur das, es waren Zwillinge. Also wenn ich eine Frau wäre, und ich würde zwei Kinder bekommen, dann wäre es mir lieber, ich würde sie auf einmal bekommen, als getrennt. Stimmt doch, ihr Damen, oder? Also besser, man macht das nur einmal durch, als zweimal.

[51:12] Aber das lehrt uns etwas über das Wesen Gottes. Ja, Gott verzögert oft. Und wenn wir etwas bitten, dann stellt er unser Glauben auf die Probe, um zu sehen, ob wir bereit sind, etwas auszuhalten, ob unser Glaube Ausdauer hat. Aber wenn er dann unser Gebet erhört, um was wir gebeten haben, dann bekommen wir oft noch mehr, als wir erwartet haben.

[51:48] Liebe Freunde, haben Sie das in Ihrem Leben schon festgestellt? Ist der Herr nicht besser zu uns gewesen, sogar als wir verdient haben? Schauen wir uns die biblischen Geschichten an. Ihr kennt die Geschichte von Salomon. Und das ist eine der wunderschönsten Geschichten in der Bibel. Gott sagt zu Salomon: „Was möchtest du?“ Oh, was für eine fantastische Frage. Gott stellt ihm die Frage: „Was möchtest du?“ Und Salomon hätte sagen können: „Ich möchte ganz lange leben.“ Aber weißt du, was Salomon sagte? Er sagte: „Gott, ich bin wie ein Kind, ich brauche Wissen, um den Job zu machen, den du mir gegeben hast.“ Und Gott sagte zu ihm: „Salomon, weil du das gebeten hast, werde ich dir nicht nur diesen Wunsch erfüllen, sondern dann gebe ich dir auch all die anderen Dinge, weil du gerade um das gebeten hast.“

[53:06] Freunde, wenn Gott uns schenkt, dann gibt er uns mehr, als wir beten haben oder als wir überhaupt jemals verdient haben. Denken wir an die Geschichte von Moses. Du erinnerst dich, dass Moses sein einziger Wunsch war, die Kinder Israels von Ägypten nach Kanaan zu führen. Oh, er hat erstaunliche Opfer dafür gebracht. Er hätte der Pharao von Ägypten sein können. Aber die Bibel sagt, er hat alles aufgegeben, um Jesus nachzufolgen und mit seinem Volk zu leiden. Aber am Ende seines Lebens und sein ganzes Leben hat er investiert, um das Volk Gottes aus Ägypten in das gelobte Land zu führen. Aber ganz am Ende sagt Gott zu ihm: „Moses, du kannst in das Land Kanaan nicht hinein.“ Und ich bin sicher, da war ein großer Schmerz im Leben von Moses. Es ist, als wenn dein ganzes Leben einer Sache gewidmet ist und dann wird sie dir vorenthalten.

[54:32] Aber wir wissen, nach dem Tod Moses geschah etwas Wunderbares. Die Bibel sagt, dass der Tod regierte von Adam bis Moses. Und du siehst, Freunde, weil die Bibel sagt, dass der Tod von Adam bis Moses regierte, die Bibel sagt, dass der Tod von Adam bis Moses regierte. Das bedeutet, dass nach Moses der Tod nicht mehr regierte. Moses war die erste Person, die vom Tod ressurriert wurde. Du siehst, Freunde, Gott ressurrierte Moses und er nahm ihn nicht in das literale Land Kanaan, aber er nahm ihn in das göttliche Kanaan. Freunde, Gott hat Moses aufgeweckt und er hat ihn nicht in das buchstäbliche Kanaan geführt, sondern in das himmlische. Er hat ihm etwas Besseres und Größeres gegeben, als er sich je hätte vorstellen können.

[55:45] Seht ihr, Freunde, wenn Gott unsere Gebete erhört, dann gibt er uns oft viel mehr, als wir erbeten haben. Nehmen Sie bitte Ihre Bibeln und schlagen wir zusammen Psalm 37 auf. Wir werden uns ein Vers anschauen. Das ist noch ein weiteres biblisches Beispiel. Psalm 37. Es ist ja so, dass nachdem die Kinder Israel und Ägypten verlassen hatten, die Bibel uns erzählt, dass sie murrten und nach Nahrung schrien in der Wüste. Gott hätte ja ein beliebiges Wunder für sie tun können, aber die Bibel sagt, Gott war so barmherzig gegenüber seinem Volk. 40 Jahre lang hat Gott es gewährt, dass die Menschen Engelsbrot essen.

[56:56] Freunde, Gott gibt uns so viel mehr, als wir oft erbitten oder verdienen. Psalm 37. Und die Bibel sagt: „Er ergötze dich an dem Herrn, so wird er dir geben die Bitten deines Herzens.“ Isaac und Rebekah beteten, und Gott gab ihnen die Wünsche seines Herzens. Aber nicht nur, was sie sich gewünscht haben, sondern auch, was sie sich gewünscht haben, und Gott gab ihnen die Wünsche seines Herzens. Und Gott gab ihnen die Wünsche seines Herzens. Aber nicht nur, was sie sich gewünscht haben, sondern auch mehr über ihre Erwartungen hinaus.

[57:44] Wenn wir uns das Leben von biblischen Personen anschauen, Salomon, Moses, die Kinder Israel, Gott gibt uns die Sehnsüchte unseres Herzens, aber oft übertrifft er sie noch.

[58:01] Liebe Freunde, heute Abend haben wir uns das Leben betrachtet von Isaac und Rebekah, den Eltern Jakobs. Und ich möchte, dass Sie sich heute eine Frage stellen. Gibt es etwas, das mir ein Anliegen ist, für das ich gebetet habe, aber ich habe gar kein Vertrauen mehr, dass es passiert? Gibt es etwas in meinem Leben, das auf meiner Gebetsliste steht, und ich sehe einfach keinerlei Anzeichen für Erfüllung? Die Zeit vergeht immer weiter, und ich erkenne nichts, dass Gott etwas tut.

[58:51] Liebe Freunde, heute Abend erinnert Gott uns daran, dass wir mehr Glauben brauchen. Wir dürfen nicht aufhören zu beten. Wir dürfen niemals die Hoffnung aufgeben in die Kraft und in die Verheißungen Gottes. Und die Frage an uns heute Abend ist: Ergötzen wir uns am Herrn? Denn wenn wir uns an die Bedingungen halten, wird die Verheißung sich erfüllen, sicher. Der Herr ist sehr gut zu uns gewesen, und er erwartet nicht viel von uns, außer unserem Herzen.

[59:35] Liebe Freunde, wir werden heute Abend beten, aber vorher, bevor wir schließen, möchte ich einige Einladungen aussprechen. Vielleicht sind unter uns einige heute Abend hier, die ein ganz besonderes Gebetsanliegen haben, das sie Gott schon lange Jahre vortragen. Und vielleicht sind diese Anliegen nur Ihnen persönlich bekannt, vielleicht weiß nicht einmal Ihre Familie davon. Aber es ist etwas, das tief in Ihrem Herzen ist, und wo Sie mit Gott am Ringen sind, und wo Sie seit einiger Zeit jetzt schon Gott diese Bitte immer wieder vorgetragen haben.

[1:00:32] Liebe Freunde, der Herr bittet uns, dass wir keine Scheu haben, für ihn gerade zu stehen, für ihn aufzustehen. Und auch wenn dieses Anliegen vielleicht stumm in Ihrem Herzen schlummert, und keiner davon weiß. Wenn ihr aber trotzdem den Wunsch habt: „Herr, ich möchte, dass du auf besondere Weise eingreifst, oder eine Fürbitte geschieht für dieses Anliegen in meinem Leben.“ Wären Sie dann bereit, einfach Ihre Hand zu heben und zu sagen: „Herr, ich möchte heute Abend dieses Anliegen dir erneut vorbringen. Ich möchte meinen Willen erneuern, das in deine Hand zu legen, damit du es nach deinem Willen erhören kannst.“ Wenn das Ihr Wunsch ist, möchten Sie dann die Hand heben heute Abend. Gott segne Sie.

[1:01:42] Liebe Freunde, bevor wir schließen, möchte ich noch eine Einladung aussprechen. Es gibt einige heute Abend hier, die am Beten sind und vielleicht den Mut verloren haben. Vielleicht haben sie aufgehört zu beten. Vielleicht haben sie die Hoffnung verloren. Der Glaube ist schwach geworden. Aber der Vortrag heute Abend hat sie daran erinnert, ja, Gott kann doch Gebet erhören. Und die Zeit schwächt nicht die Kraft Gottes zu erhören. Und heute Abend, da hat der Heilige Geist schon angesprochen, sich erneut Gott anzuvertrauen und festzuhalten an seiner Kraft und seiner Treue.

[1:02:38] Liebe Freunde, heute Abend habe ich gesehen, viele haben sich gemeldet. Aber bei dieser Einladung, um die es mir jetzt geht, erwarte ich nicht, dass so viele Leute ihre Hände heben. Vielleicht sind sie auch heute Abend gebeten worden. Aber wo auch immer Sie sind, heute Abend, wenn Sie realisieren, dass in Ihrer Erfahrung dieser Glaube schwach geworden ist, aber heute Abend Sie möchten sich wieder anvertrauen. Sie werden erneut sagen: „Herr, ich vertraue Dir und ich möchte mich Deinem Willen unterstellen. Und ich möchte nicht aufhören zu beten und ich werde vertrauen, dass Du mich erhören wirst zu Deiner Zeit.“ Wenn Sie sich dem gerne unterstellen und das unterstreichen wollen heute Abend. Wenn Sie heute Abend Ihren Bund mit Gott erneuern wollen. Und noch einmal, das ist nicht etwas, was jeden hier heute Abend angeht. Oder nur ein paar.

[1:04:06] Aber selbst wenn es nur einige wenige sind, möchte ich Sie einladen, diesen Entschluss, neuen Entschluss öffentlich zu bezeugen und heute Abend aufzustehen. Und machen Sie sich keine Sorgen darüber, was andere denken könnten. Sie stehen auf, weil Sie sagen: „Herr, ich möchte heute meinen Bund erneuern, meine Entschiedenheit für Dich und meinen Glauben an Deine Verheißungen.“ Zeige dem Herrn, dass Du ihm vertraust, dass Du ihm das sagen möchtest und stehen Sie einfach auf, wo Sie sind. Gott segne Sie.

[1:04:52] Und vielleicht gibt es noch andere heute Abend. Wenn wir jetzt gemeinsam beten, möchte ich noch eine dritte Einladung aussprechen. Liebe Freunde, wir haben in unserem Leben persönliche Bedürfnisse, die wir Gott direkt vorlegen. Aber es gibt auch Zeiten in unserem Leben, da legt Gott besondere Anliegen auf unser Herz, die andere Menschen betreffen. Und Sie sehen, Freunde, es gibt Zeiten in unserem Leben, in denen wir für andere beten müssen, selbst wenn sie nicht beten. Wir müssen für sie beten, und wir müssen nicht aufgeben, um für sie zu beten.

[1:05:42] Vielleicht gibt es heute Abend jemanden unter Ihnen, der sagen möchte: „Herr, ich habe nicht mehr gebetet, aber mir ist klar, ich muss beten, und ich möchte jetzt den Entschluss fassen, dass ich für eine besondere Person oder ein Missionswerk oder eine Sache beten möchte und nicht aufhören will.“ Auch hier, das ist etwas, das nicht jeden angeht. Aber wenn Sie heute Abend hier beeindruckt sind und sagen: „Herr, ich mache dieses Engagement, ich werde beten, ich werde keine Gefühle verlieren, und ich werde diese Menschen, die ich heute Abend hier beten möchte, nicht aufgeben, ich werde nicht aufgeben.“ Wenn Sie heute Abend hier beeindruckt sind und sagen: „Herr, ich möchte diesen Entschluss fassen, ich werde beten für die Person, für dieses Werk oder für etwas anderes“, möchten Sie dann nicht heute Abend auch sagen: „Herr, ich möchte diesen Entschluss vor dir zeigen, ich werde für sie beten, und ich möchte nicht aufgeben?“ Gott segne euch.

[1:06:50] Einladen aufzustehen. Und mögen wir Gott darum bitten, dass er uns größeren Glauben schenkt, dass wir in den Schwierigkeiten, die vielleicht vor uns stehen, bestehen können. Unser Vater im Himmel. Die Heilige Schrift hat uns heute erinnert, ja Gott, du erhörst Gebet. Die Zeit, die nimmt dir nicht die Kraft. Es ist nicht zu schwer für dich. Aber Herr, manchmal sind wir schwach geworden. Wir verlieren das Vertrauen, unsere Ausdauer, die verschwindet. Herr, heute Abend gibt es einige, die vor dir aufgestanden sind und die sagen: „Herr, ich werde beten und ich werde nicht aufgeben.“ Herr, es gibt andere, die sagen: „Ich bin bereit zu beten für eine Person, für ein Werk, für etwas anderes, und ich werde nicht aufgeben.“ Herr, du hast uns gesagt, wer mich bekennt vor den Menschen, den werde ich bekennen vor meinem Vater im Himmel. Dass du besonders zu ihren Gunsten eingreifst. Dass du sich für sie verwendest und ihr Glaubensgebet beantwortest. Dass deine Kraft offenbar wird. Und dass wir dich loben. Herr, wir sind in den Sabbatstunden und in dieser Zeit komm uns nahe. Und auch wir wollen uns dir nahe. Sprich zu unseren Herzen. Möge der Heilige Geist uns an diesem Wochenende beeindrucken und zu uns reden und uns dir näher bringen. Denn all diese Dinge, die bitten wir in dem kostbaren und wunderbaren Namen Jesus. Amen.


Lizenz

Copyright ©2012 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.