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Manuskript zur Sendung >>> CSH_Manuskript_2017 1st Nr 1

In dieser Cannstatt Study Hour-Lektion untersucht Christopher Kramp die Göttlichkeit des Heiligen Geistes. Er beleuchtet, wie die Bibel den Heiligen Geist oft synonym mit Gott verwendet und wie biblische Texte aufzeigen, dass der Heilige Geist göttliche Eigenschaften besitzt. Die Lektion geht auch auf die Unterscheidung zwischen Jesus und dem Heiligen Geist ein und widerlegt die Theorie, dass Matthäus 28:19 eine Fälschung sei, um die trinitarische Lehre zu stützen.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2017 Q1: Der Heilige Geist und das geistliche Leben

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt-Studieure hier auf www.joelmedia.tv.de. Herzlich willkommen auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries zur dritten Folge unseres Studiums über den Heiligen Geist und das geistliche Leben. Dieser Woche haben wir ein wirklich spannendes Thema. Der Autor der Lektion hat einmal an anderer Stelle gesagt, dass dieses Thema oft mehr Hitze als Licht verbreitet. Es geht um die Göttlichkeit des Heiligen Geistes. Im Grunde genommen ist das Thema dieser Woche und auch das nächste Thema sehr eng miteinander verwoben, wenn wir dann über die Persönlichkeit des Heiligen Geistes sprechen werden. Es geht also um die Frage, ist der Heilige Geist eine Person oder nur eine Kraft und ist er Gott? Und da gibt es zum Teil sehr viel widerstreitende Ideen, die zum Teil auch in die Adventgemeinde wieder hineingekrochen sind. Und wir wollen heute uns Gedanken machen anhand des Wortes Gottes, was wir über den Heiligen Geist sagen können. Wir verstehen alle, dass wir nicht bis ins letzte Detail alle Fragen klären können. Irgendwann stößt man an die Grenzen des menschlichen Verstandes. Aber es gibt vieles, was die Bibel sagt, und das wollen wir gerne annehmen und auch im Glauben dann akzeptieren.

[1:43] Bevor wir beginnen mit unserem Bibelstudium, möchte ich dich, lieber Freund, liebe Freundin, einladen, mit mir ein kurzes Anfangsgebet zu sprechen. Lieber Vater im Himmel, wenn wir uns jetzt diesem so heiß diskutierten Thema der Persönlichkeit und vor allem der Göttlichkeit des Heiligen Geistes nähern, möchten wir dich bitten, dass du genau mit diesem Heiligen Geist, um den so oft gestritten wird, dass du mit diesem Heiligen Geist uns in alle Wahrheit leitest, so wie du es verheißen hast. Bitte hilf dir uns, dass wir nicht menschliche Meinungen vertreten, sondern dass wir deinem Wort folgen, wohin es uns auch führen wird. Und wir danken dir, dass dein Heiliger Geist uns nicht nur in intellektuelle Wahrheit führt, sondern auch seine Charaktereigenschaften in uns zum Vorschein bringen möchte. Ich möchte dich bitten, dass du jetzt unser Studium segnest und dass du uns Weisheit schenkst, die du verheißen hast. Im Namen Jesu, Amen.

[2:38] Wenn man über die Frage nachdenkt, ob der Heilige Geist Gott ist, dann ist es vor einigen Jahren in den Diskussionen so oft vorgekommen, dass das überhaupt in Frage gestellt worden ist. Und man hat dann lange Zeit versucht, nachzuweisen, dass der Heilige Geist Gott ist. Und wir werden heute einige dieser Verse auch in der Bibel sehr deutlich sehen. Der Heilige Geist und Gott werden so oft synonym und austauschbar verwendet, dass daran eigentlich kein Zweifel bestehen kann. Die eigentliche Frage, die heute oft mehr diskutiert wird, ist der Heilige Geist als eine eigenständige Person Gott? Oder ist er in der Bibel nur deswegen Gott, weil er identisch ist mit dem Vater? Also dass der Heilige Geist nichts weiter ist als der Geist des Vaters und keinerlei persönliches Eigenleben in sich hat. Oder aber noch moderner die Theorie, dass der Heilige Geist eigentlich nichts anderes ist als ein anderes Wort für Jesus, eine andere Form von Jesus. Und dass eigentlich der Heilige Geist und Jesus nur austauschbar sind. Wir wollen also dieses Thema unter diesem Gesichtspunkt mit betrachten, obwohl das Thema der Persönlichkeit des Heiligen Geistes dann in der nächsten Woche noch einmal gründlich aufgerollt wird. Aber diese beiden Themen sind so irgendwann dann verwunden, dass man sie nicht scharf trennen kann.

[3:58] Schon unser Leitvers in dieser Woche, diesem Studium, mit dem wir uns auf das Bibelgespräch am 21. Januar vorbereiten, spricht hier eine deutliche Sprache. In 2. Korinther 13 und dort Vers 14, ein Text, der meines Wissens nach noch nie angezweifelt worden ist, ob er dann gefälscht sei oder inspiriert sein. 2. Korinther 13 und dort Vers 14 ganz am Ende, Verzeihung, es ist Vers 13 im Deutschen, 2. Korinther 13 und dort Vers 13, da heißt es, die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. Amen. Paulus beendet diesen 2. Korintherbrief mit einer Aufzählung. Er spricht von Jesus Christus, dem Herrn, er spricht von Gott und er spricht vom Heiligen Geist. Das ist, auch wenn es nicht allzu oft vorkommt, kein Einzelfall.

[4:59] Anderes Beispiel, 1. Petrus Kapitel 1, 1. Petrus 1 und dort Vers 1 und 2, hier haben wir nach Paulus Petrus, dort heißt es in Petrus 1, Vers 1 und 2, Petrus, Apostel Jesu Christi, an die Fremdlinge der Zerstreuung in Pontus, Galatien, Kappadokien, Asier und Büttinien, die ausgewählt sind, gemäß der Vorsehung Gottes des Vaters, in der Heiligung des Geistes zum Gehorsam und zur Besprengung mit dem Blut Jesu Christi. Gnade und Friede werde euch mehr und mehr zuteil. Wiederum haben wir den Vater, den Geist und Jesus Christus nebeneinander aufgezählt. Wir haben also Paulus, wir haben Petrus und wir werden jetzt sehen, dass auch Johannes, ein Dritter dieser großen Apostel, solch eine Aufzählung vornimmt und zwar in der Offenbarung, Offenbarung 1 und dort Vers 4 und 5, dort in der Einleitung zu diesem gewichtigen letzten Buch der Bibel finden sich folgende Worte, das ist ja die Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm Jesus geben hat und dann durch einen Engel an Johannes weitergegeben hat, damit er sie uns bekannt macht, Offenbarung 1 und dort Vers 4 und 5, Johannes an die sieben Gemeinden, die in Asien sind, Gnade sei mit euch und Friede von dem, der ist und der war und der kommt und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind und von Jesus Christus, dem treuen Zeugen, dem Erstgeborenen aus den Toten und dem Fürsten und dem Königen der Erde. Hier finden wir drei Entitäten sozusagen, drei, die Gnade und Frieden an die sieben Gemeinden senden, nämlich der, der ist und der war und der kommt und die sieben Geister, die vor seinem Thron sind und Jesus Christus, also die sieben Geister sind nicht dasselbe oder derselbe wie Jesus Christus, sind auch nicht dasselbe wie der ist und der war und der kommt. Hier werden drei verschiedene angedeutet, die Frage ist, wer verbirgt sich hinter diesen sieben Geistern und da kommt uns ein Bibeltext aus dem Alten Testament zur Hilfe, in Jesaja Kapitel 11 und dort Vers 1 und 2, Jesaja Kapitel 11 und dort Vers 1 und 2 und es wird ein Zweig hervorgehen aus dem Stumpf Isais und ein Schössling hervorbrechen aus seinen Wurzeln und auf ihm bedrohen der Geist des Herrn und der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rats und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn, sieben Geister in Jesaja 11 Vers 2, der Geist des Herrn, der Weisheit, des Verstandes, des Rates, der Kraft, der Erkenntnis und der Furcht des Herrn und diese sieben Geister, die ja nicht miteinander konkurrieren, sondern letztendlich die Fülle, die Vollzahl des Heiligen Geistes, sieben Geister des Heiligen Geistes darstellen, diese sieben Geister, dieser Heilige Geist ruht auf dem Zweig aus dem Stumpf Isais, dem Schössling, dem kommenden Messias aus der Wurzel Isais, aus dem Hause Davids, der Heilige Geist, der auf Jesus ruhte. Das heißt, in der Offenbarung ist der, der da ist und der war und der ist und der kommt, der Vater und dann die sieben Geister, eine andere Formulierung für den Heiligen Geist, der auf dem Messias ruhen würde und dann wird Jesus Christus extra genannt. Also Paulus, Petrus und Johannes haben an wichtigen Stellen ihrer Schriften diese Dreiteilung von drei Personen beschrieben und wir werden sehen, dass es noch andere Stellen der Bibel gibt, eine vor allem sehr berühmte, über die wir später sprechen werden. Aber diese drei Stellen sollen einmal deutlich machen, dass die Idee von drei, die nebeneinander stehen und nebeneinander aufgezählt werden, keine heidnische Idee ist, die irgendwie später in die Kirche hineingedrungen ist. Auch wenn diese Dreierbeschreibung nicht allzu häufig vorkommt, kommt sie doch häufiger vor als die Jahreszahl 1844 oder auch eine Berechnung dafür. Und allein das sollte uns vorsichtig machen mit Argumenten, die sagen, naja, weil der Heilige Geist so selten erwähnt wird, wer weiß, ob es ihn überhaupt als eigenständiges Wesen gibt. Die Berechnung von 1844 findet sich nur an einer einzigen Stelle, obwohl es viele Bibelstellen über das Gericht gibt vor der Wiederkunft. Trotzdem würde niemand in der Adventgemeinde ernsthaft auf die Idee kommen zu sagen, 1844 ist nicht existent oder unwichtig, weil es nur einmal vorkommt und an allen anderen Stellen nicht. Die Tatsache, dass wir mindestens drei eindeutige Stellen haben, die von dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist sprechen, sollte uns sehr, sehr skeptisch machen, wenn Leute diese trinitarische Formel der Gottheit in drei Personen von vornherein als heidnisch abtun. Und in diesem Gesichtspunkt ist der Heilige Geist hier also nicht einfach nur als dasselbe wie der Vater oder dasselbe wie Jesus, sondern als eigenständige Entität, als eigenständiges erwähnt wird, wollen wir jetzt seine Rolle in der Gottheit untersuchen.

[10:35] Von hier einige Bibelstellen zunächst einmal miteinander vergleichen, die äußerst interessant sind. 2. Mose 17 und dort Vers 7. Die Geschichte ist gut bekannt. Das Volk Israel hat dort bei Massa und Meribah gemurrt und Mose hat dann auf den Felsen geschlagen, auf Gottes geheißen Wasser kam aus dem Felsen. Vers 7. Da gab man dem Ort den Namen Massa und Meribah wegen der Herausforderung der Kinder Israels und weil sie den Herrn versucht und gesagt hatten, ist der Herr in unserer Mitte oder nicht. Das Wort Herr in der deutschen Bibel hier ist in Kapitelchen groß geschrieben. Warum? Weil es sich hier um den Gottesnamen handelt, der mit hebräischen Konsonanten J-H-W-H übertragen und deutsch geschrieben wird. Die Vokalisation oder die genaue Aussprache ist ja bis heute in gewisser Weise ein Rätsel. Aber das ist der Gottesname, den Gott sich selbst gibt. Und hier heißt es, dass genau dieser Gott, dieser Herr von den Kindern Israels versucht worden ist im Sinne, Versuchung meint hier, im Sinne einer Rebellion gegen ihn. Man hat die Frage gestellt, ist er in unserer Mitte oder nicht? Nun diese Geschichte wird aufgegriffen in den Psalmen. In Psalm 95 wird auf diese Geschichte Bezug genommen und dort hören wir folgende Zeilen. Vers 7. Denn er ist unser Gott und wir sind das Volk seiner Weide und die Schafe seiner Hand. Jetzt kommt wörtliche Rede. Heute, wenn ihr seine Stimme hört, bezieht sich auf Gott, so verstockt eure Herzen nicht, wie bei der Herausforderung am Tag der Versuchung in der Wüste, wo mich eure Väter versuchten. Sie prüften mich und sahen doch mein Werk. 40 Jahre empfand ich Ekel vor diesem Geschlecht. Und so weiter und so fort. Wie bei der Herausforderung am Tag der Versuchung, das sind Meriba und Massa, Herausforderung und Versuchung, Meriba und Massa im Hebräischen. Es bezieht sich genau auf diese Geschichte und der Ich-Erzähler an diesen Versen sozusagen, das muss JHWH sein. Denn er sagt uns 2. Mose 17, ist versucht worden. Und er sagt hier ganz deutlich, wo mich eure Väter versuchten. Interessanterweise sagt derselbe Sprecher, der hier sagt, die mich versuchten, sagt er auch, hört auf seine Stimme. Also hier spricht offensichtlich JHWH in der Ich-Form und fordert seine Zuhörer auf, auf JHWH zu hören, auf seine Stimme, dritte Person. Das ist eine sehr interessante Beobachtung.

[13:35] Vielleicht ist das dem Paulus aufgegangen, als er in Hebräer und dort Kapitel 3 und dort Vers 7 genau diese Stelle aus Psalm 95 zitiert und mit folgendem erklärenden Zusatz versieht. Hebräer 3, ab Vers 7, darum, wie der Heilige Geist spricht. Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verstärkt eure Herzen nicht, wie in der Auflehnung am Tag der Versuchung in der Wüste, wo mich eure Väter versuchten. Sie prüften mich und sahen in meine Werke 40 Jahre lang. Paulus sagt uns unter Inspiration des Heiligen Geistes, dass diese Worte in Psalm 95 vom Heiligen Geist gesprochen worden sind. Der sagt, ich bin versucht worden und wir haben gerade gesehen, in 2. Mose 17, dass es JHWH war, Gott, der versucht worden war.

[14:34] Ähnliche Beispiele lassen sich auch anderswo finden. Zum Beispiel in Jesaja 6 und dort Vers 8 und 9. Und ich hörte die Stimme des Herrn fragen, wen soll ich senden und wer wird für uns gehen? Da sprach ich, hier bin ich, sende mich und er sprach, geh und sprich zu diesem Volk, hört immer fort und versteht nicht, seht immer zu und er kennt nicht. Hier ist es, die Stimme des Herrn, Jesaja hatte im Tempel die Herrlichkeit Gottes gesehen, im Allerheiligsten, Gott auf dem Thron. Und diese Stimme ergeht zu ihm jetzt und interessanterweise ist es wieder das Neue Testament, das auf diese Stelle Bezug nimmt, in der Apostelgeschichte und dort Apostelgeschichte 28 und dort Abvers 25. Da sie sich aber nicht einnehmen konnten, trennten sie sich, nachdem Paulus das eine Wort gesagt hatte, trefflich hat der Heilige Geist durch den Propheten Jesaja zu unseren Vätern geredet, als er sprach, geh hin zu diesem Volk und sprich, mit den Ohren werdet ihr hören und nicht verstehen und mit den Augen werdet ihr sehen und nicht erkennen. Wieder hier sehen wir, dass der Heilige Geist als der eigentliche Sprecher eines Zitates des Alten Testaments identifiziert wird, dass im Alten Testament allgemein Gott zugesprochen wird.

[16:03] Und noch ein Beispiel hier, Jeremia 31 und dort Vers 3. Jeremia 31 und dort Vers 3, Verzeihung, Vers 33, vielmehr, Jeremia 31, Vers 33. Im Kontext her geht es hier um den neuen Bund, den Gott verheißt und er sagt hier, sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr. Und hier haben wir wieder J-H-W-H, den Eigennamen Gottes. Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben und ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein. Paulus ist es jetzt wiederum, der diesen Vers zitiert im Hebräerbrief erneut und dort in Hebräer 10 und dort Vers 15 und wieder gibt es so einen erklärenden Zusatz, der sagt, das bezeugt uns aber auch der Heilige Geist. Denn nachdem zuvor gesagt worden ist, das ist der Bund, den ich mit ihnen schließen will, nach diesen Tagen spricht der Herr, ich will meine Gesetze in ihre Herzen geben und sie in ihre Herzen schreiben, sagt er, der Heilige Geist auch, an ihre Sünde und ihre Gesetzlosigkeiten will ich nicht mehr gedenken.

[17:18] In der Bibel finden wir sehr oft das Phänomen, dass Gott und der Heilige Geist synonym verwendet werden. Eines der vielleicht berühmtesten und bekanntesten Beispiele ist das aus der Apostelgeschichte oder dort in der Apostelgeschichte 5. Dort finden wir beide Begriffe Heiliger Geist und Gott innerhalb von zwei Versen direkt aufeinander folgend. Apostelgeschichte, Kapitel 5 und dort Vers 3 und 4. Geschichte ist auch relativ gut bekannt, Ananias und Saphira geben vor, den gesamten Erlös ihres Grundstückverkaufes der Gemeinde, den Armen zu spenden, während sie doch einen signifikanten Teil zurückbehalten haben und sollen damit gut angesehen sein. Und Petrus, so heißt es hier in Vers 3, Petrus aber sprach Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, so dass du den Heiligen Geist belogen hast und von dem Erlös des Gutes etwas für dich auf die Seite geschaffen hat. Also hier sagt Petrus sehr deutlich, du hast den Heiligen Geist belogen. Und das allein ist schon auch ein Hinweis auf die Persönlichkeit des Heiligen Geistes. Man kann eine Person belügen, man kann aber eine reine Kraft, man kann die Gravitation oder die Stromkraft, die kann man nicht belügen. Vers 4. Hättest du es nicht als dein Eigentum behalten können und als du es verkauft hattest, war es nicht in deiner Gewalt. Warum hast du denn in deinem Herzen diese Tat beschlossen? Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott. Das Belügen des Heiligen Geistes ist dasselbe wie das Belügen Gottes. Das ist ein sehr wichtiger und entscheidender Gedanke hier.

[19:12] Was macht den Heiligen Geist göttlich oder warum können wir den Heiligen Geist als göttliches Wesen betrachten? Vor allem deswegen, weil es viele Eigenschaften gibt, die der Heilige Geist hat, die eindeutig göttliche Eigenschaften sind. Und wir wollen davon einige hier kurz einmal aufzählen und benennen. Fangen wir mal in Hebräer 9 und dort Vers 14 an. Eigenschaften des Heiligen Geistes, die ihn als göttliches Wesen kennzeichnen. Hebräer 9 und dort Vers 14. Wie viel mehr wird das Blut des Christus, der sich selbst durch den ewigen Geist als ein makelloses Opfer dargebracht hat, euer Gewissen reinigen von toten Werken, damit ihr dem lebendigen Gott dienen könnt. Der Geist ist ewig. Nun gibt es ja die Leute, die sagen, naja, der Heilige Geist ist identisch mit Jesus. Es gibt keinen Unterschied zwischen den beiden. Der Heilige Geist ist Jesus sozusagen. Und diese selben Leute sagen dann auch, dass Jesus einen Anfang hat. Und das ist interessant, weil die Bibel hier nicht nur sagt, dass Jesus von Ewigkeit zu Ewigkeit regiert, sondern auch der Geist ewig ist. Der Geist hat keinen Anfang. Er ist ewig. So sagt es die Bibel eindeutig.

[20:51] Mehr noch, Psalm 139 und dort Vers 7. Wo sollte ich hingehen vor deinem Geist? Und wo sollte ich hinfliehen vor deinem Angesicht? Der Heilige Geist, der Geist Gottes ist allgegenwärtig. Auch das ist eine göttliche Eigenschaft. Und 1. Korinther 2. 1. Korinther 2 und dort Vers 10. 1. Korinther 2 und dort Vers 10 und 11. Uns aber hat es Gott geoffenbart durch seinen Geist. Denn der Geist Gottes erforscht alles, auch die Tiefen Gottes. Denn wer von den Menschen kennt die Gedanken des Menschen als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist, so kennt auch niemand die Gedanken Gottes als nur der Geist Gottes. Einige haben diese beiden Verse genommen und daraus geschlussfolgert, dass der Geist Gottes nichts anderes ist als das Äquivalent zu unserem Geist. Weil ja offensichtlich der Vergleich hergestellt wird, dass so wie der Geist des Menschen den Menschen kennt, so der Geist Gottes Gott kennt. Nun muss man beim Bibelstudium beachten, ob es sich um eine Gleichsetzung handelt oder um einen Vergleich. Mit anderen Worten, wenn Sünder mit Schafen verglichen werden, die verloren gegangen sind, dann kann nicht jedes Detail, das über ein Schaf gesagt wird, auch auf den Sünder übertragen werden. Die Frage ist also, kann die Tatsache, dass der menschliche Geist keine eigenständige Persönlichkeit im Vergleich zum restlichen Körper ist, als Beweis genommen werden, dass demzufolge der Heilige Geist keine eigenständige Persönlichkeit hat. Die Tatsache des Bibelstudiums, wenn man den Vers genau anschaut, zeigt, dass so ein Rückschluss unsinnig ist und zwar aus folgendem Grund. Während der menschliche Geist zwar den gesamten Geist oder den gesamten Menschen erforscht und auch der Geist Gottes Gott komplett erforscht, gibt es einen großen Unterschied zwischen diesen beiden Beispielen. Nämlich, der Geist Gottes erforscht auch alles andere, was der menschliche Geist nicht tut. Das heißt er hier ganz deutlich in Vers 10, denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes. Das heißt, der Heilige Geist erforscht nicht nur Gott, er ist sozusagen nicht an Gott gebunden, wie unser menschlicher Geist. Ich kann von mir nicht behaupten, dass ich etwas anderes erforschen kann mit meinem Geist als das, was in mir ist. Der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes. Worum geht es also in diesem Vers? Es geht darum, dass genauso wie der Mensch letztlich weiß, was in ihm ist, Gottes Geist die Tiefen Gottes erforscht. Das ist, was der Text deutlich sagt. Aber er macht keine Aussage über die Persönlichkeit des Geistes. Der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes. Das ist eine sehr wichtige Beobachtung hier, die wir machen können.

[24:22] Lukas 2 und dort Vers 26. Lukas 2 und dort Vers 26, Geschichte von Jesus im Tempel. Und Simeon kommt in den Tempel und es wird von ihm gesagt in Vers 26, und er hatte vom Heiligen Geist die Zusage empfangen, dass er den Tod nicht sehen werde, bevor er den Gesalbten des Herrn gesehen habe. Der Heilige Geist offenbart die Zukunft. Das ist ja auch ein wesentliches Fundament des Geistes, der Weissagung dieses Konzeptes, dass durch den Heiligen Geist Propheten in der Lage sind, zukünftige Dinge vorherzusagen. Und dann haben wir neben ihr 9 und dort Vers 20. Wie gesagt, es ist nur eine Auswahl von verschiedensten Texten, die man anführen könnte, um die göttlichen Eigenschaften des Heiligen Geistes zu benennen. Nehemiah 9 und dort Vers 20. Nehemiah 9 und dort Vers 20. Und du gabst ihnen deinen guten Geist, um sie zu unterweisen, und deinen Mann ernahmst du nicht von ihrem Mund. Als sie durstlitten, gabst du ihnen Wasser. Interessanterweise wird der Geist als der gute Geist bezeichnet, was deswegen interessant ist, weil Jesus an einer anderen Stelle einmal Folgendes gesagt hat in Matthäus 19 und dort Vers 17. Als er angesprochen worden ist mit den Worten, guter Meister, da heißt es in Vers 17, er sprach zu ihm, was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein. Wenn der Geist wirklich, der Heilige Geist wirklich gut ist, dann muss er Gott sein, ansonsten kann er nicht der gute Geist sein.

[26:14] Hier ab 33 und dort Vers 4, eine der wichtigsten Stellen überhaupt. Warum, werden wir jetzt gleich sehen. Hier ab 33 und dort Vers 4. Dort heißt es, der Geist Gottes hat mich gemacht und der Odem des Allmächtigen erhält mich am Leben. Der Geist Gottes ist schöpferisch tätig und diese schöpferische Kraft, die auf dem Heiligen Geist inne wohnt, macht ihn oder lässt ihn uns als Gott bezeichnen.

[26:48] Dann haben wir 2. Petrus 1 und dort Vers 21. 2. Petrus 1 und dort Vers 21. Der niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben, haben die heiligen Menschen Gottes geredet. Der Heilige Geist ist der Autor der Bibel. Wir haben ja schon darüber nachgedacht, dass er als Autor sich selbst in den Hintergrund stellt und auf Jesus und auf den Vater hinweist. Interessanterweise sagt uns die Bibel auch in 2. Timotheus 3, Vers 16, dass alle Schrift von Gott eingegeben ist.

[27:38] Und dann haben wir noch einen interessanten Text in 2. Korinther 3 und dort Vers 6. 2. Korinther Kapitel 3 und dort Vers 6. Dort heißt es, der uns tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes, denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig. Der Geist Gottes kann Leben geben und er gibt Leben. Und das ist eine göttliche Eigenschaft. 1. Johannes 5, Vers 6. Sagt uns die Bibel. 1. Johannes 5, Vers 6. Er ist es, der durch Wasser und Blut gekommen ist. Jesus Christus nicht durch Wasserlein, sondern durch Wasser und Blut. Und der Geist ist es, der Zeugnis gibt, weil der Geist die Wahrheit ist. Jesus sagt, ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Der Geist ist die Wahrheit.

[28:38] Und dann haben wir einen interessanten Text, auf den wir unter keinen Umständen verzichten können. Und das ist 1. Korinther 6, Vers 19. Über diesen Vers muss man ein bisschen nachdenken, um ihn wirklich zu verstehen. 1. Korinther 6, Vers 19. Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr, Achtung, von Gott empfangen habt und dass ihr nicht euch selbst gehört? Also, obwohl die Bibel an vielen, vielen, vielen, vielen, vielen Stellen sehr deutlich sagt, dass der Heilige Geist Gott ist. Und wir haben jetzt viele Parallelstellen gesehen, die das eindeutig zeigen. Sagt die Bibel auch, dass der Heilige Geist von Gott kommt. Wir haben eine ähnliche Situation, wie wir auch in Johannes 1, Vers 1 haben, wo es heißt, im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Das Wort Jesus Christus konnte gleichzeitig Gott sein und bei Gott sein. Deutlich wird dadurch, dass Jesus nicht identisch ist mit dem Vater, obwohl er dieselben Eigenschaften, Charakterzüge, dieselbe Kraft und Macht hat. Beide sind Gott und deswegen ist das Wort Gott, aber es ist auch bei Gott. Deswegen kann Jesus vom Vater gesandt werden. Er ist Gott, der Vater ist Gott, aber Jesus kann auch von Gott gesandt werden. Und dieses selbe Phänomen haben wir auch beim Geist. Der Geist wird Gott genannt, aber er wird auch genannt als jemand, der von Gott kommt. Das heißt, er kann nicht derselbe sein, wie der, von dem er kommt. Der Heilige Geist kommt von Gott und ist Gott und wohnt in unserem Körper. Das steht ganz deutlich hier. Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist? Nun, ein Tempel ist eine andere Bezeichnung für das Heiligtum. Unser Körper ist ein Heiligtum. Interessanterweise wissen wir auch aus 1. Runde 3 schon, in Vers 16, wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und dass der Geist Gottes in euch wohnt. Wenn der Geist in uns wohnen soll und unser Körper ein Tempel ist, dann muss der Heilige Geist Gott sein. Alles andere wäre Götzendienst. Denn das Heiligtum ist die Wohnstätte Gottes, so sagt es nun 2. Mose 25. Und dort Vers 8 und 9, und sie sollen mir ein Heiligtum machen, sagt Gott hier, damit ich in ihrer Mitte wohne, genauso wie ich dir das Vorbild der Wohnung und das Vorbild aller Geräte zeigen werde, so sollt ihr es machen. Also denkt darüber nach, der Heilige Geist ist Gott, er wohnt in uns und dadurch wird unser Körper zum Tempel. Nicht, weil unser Körper so schön ist, sondern durch die Gegenwart des Heiligen Geistes wird er zum Tempel, so wie die Felle und das Gold und das Silber im alten Israel durch die Gegenwart Gottes zum Tempel wurden oder zum Heiligtum.

[31:49] Und wenn das so ist, dass der Heilige Geist Gottes und in unserem Leben, in unserem Körper als, ja als, wohnt, dann müssen wir diese Theorie kritisch untersuchen, wonach Jesus und der Heilige Geist quasi dasselbe sind oder derselbe. Schauen wir ganz kurz in Hebräer 1 und dort Vers 8. Hebräer 1 und dort Vers 8. Schauen wir, was die Bibel zu sagen hat. Hebräer 1 und dort Vers 8. Die Bibel spricht hier über den Sohn, aber von dem Sohn, dein Thron, oh Gott, wer von Ewigkeit zu Ewigkeit, das Zepter deines Reiches, ist ein Zepter des Rechts. Jesus ist Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit regiert er, sagt die Bibel. Und dann sagt die Bibel aber in Hebräer 4 Vers 14 auch, da wir nun einen großen, hohen Priester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus den Sohn Gottes, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis, der Jesus, der Gott ist, ist im Himmel und zwar immer noch als Menschensohn in Hebräer 8. Und dort Vers 1 heißt es, die Hauptsache aber bei dem, was wir sagen ist, wir haben einen solchen hohen Priester, der sich gesetzt hat, zurecht des Thrones der Majestät im Himmel. Gott Jesus ist physisch mit seinem Körper im Himmel. Auch wenn wir oft sagen, dass Jesus in unserem Herzen sein möchte, dann ist das eine poetische, allegorische, metaphorische Aussage. Jesus als Person kann nicht in unserem Herzen physisch sein, weil er im Himmel ist. Das Gleiche gilt auch vom Vater. Gott, der Vater ist nicht einfach nur ein, das gesamte Universum durchwaberndes Prinzip. Gott, der Vater ist eine reale Person, so gewaltig, dass wir uns ihn nicht vorstellen können, aber er hat eine Gestalt. Und in Daniel 7 und dort Vers 9 und 10 war der Prophet in der Lage, zumindest ansatzweise etwas davon zu sehen. In Daniel 7 Vers 9 und 10, die schaute, bis Throne aufgestellt wurden und ein hochbeteckter sich setzte. Sein Gewand war Schneeweiß und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle. Sein Thron waren Feuerflammen und dessen Räder ein brennendes Feuer, ein Feuerstrom ergoss sich und ging von ihm aus. Tausend mal tausend dienten ihm und zehntausend mal zehntausend standen vor ihm. Das Gericht setzte sich und die Bücher wurden geöffnet. Lieber Freund, liebe Freundin, das findet gerade statt Gott der Vater als Person ist im Himmel und Gott der Sohn Jesus ist im Himmel und zwar für immer mit seiner gesamten Göttlichkeit an seine Menschheit gebunden. Woher wissen wir das? In Vers 13 heißt es, ich sah in den Nachtgesichten und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihnen gemacht. Und jetzt kommt ein wichtiger, entscheidender Punkt, der oft übersehen wird. Liebe Freund, liebe Freundin, bitte denk scharf nach. Wie viel hat Jesus der Menschheit gegeben? Die Antwort in der Bibel ist, dass Jesus alles, was er hatte, mit der Menschheit verbunden hat. Jesus hat sich nicht nur halb gegeben oder ein Drittel oder ein Viertel oder 95 Prozent, er hat seine gesamte Göttlichkeit mit der Menschlichkeit verbunden. Mit anderen Worten als Jesus, der Gott war und Gott ist, Mensch wurde, blieb kein bisschen Göttlichkeit davon unangetastet. Seine gesamte Göttlichkeit wurde auch mit der Menschheit verbunden. Jesus hat nicht nur 75 Prozent seiner Göttlichkeit mit der Menschheit verbunden, sodass er immer noch 25 Prozent hätte, die er woanders hinschicken könnte. So wie heute viele glauben, dass der Heilige Geist nichts weiter ist als ein Teil von Jesus, der immer noch umhergehen kann, überall sein kann, während der restliche Teil von Jesus im Himmel ist. Nein, Jesus, Gott hat sich ganz mit der Menschheit verbunden und deswegen kann der Heilige Geist nicht gleichzeitig Jesus sein. Auch wenn sie dieselben Ideen, dieselben Gedanken, dieselben Prinzipien, dasselbe Gesetz, all das gleich haben, ja, ja, ja. Aber die Idee, dass der Heilige Geist nichts weiter ist als ein Aspekt von Jesus, der sozusagen nicht an die Menschlichkeit gebunden ist, würde im Umkehrschluss bedeuten, dass es etwas gab von der Göttlichkeit Jesu, das sich nicht mit der Menschheit verbunden hat. Und dann steht die Frage, hat Jesus wirklich alles gegeben oder nur ein Teil von sich? Seht ihr, je mehr man dieses Thema durchdenkt, desto mehr stellt man fest, dass es eigentlich um die Grundlagen des Evangeliums geht, auch wenn das oft in den Diskussionen nicht so deutlich wird.

[36:40] Und auch wenn der Vater und der Sohn der Heilige Geist so eng zusammenarbeiten, dass sie als eine Einheit gesehen werden, sind sie doch immer in der Bibel auch zu unterscheiden als Wesen. Am deutlichsten kann man das sehen bei der Taufe von Jesus. In Matthäus Kapitel 3 und dort Vers 16 und 17. Und als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser und siehe, da öffnete sich ihm der Himmel und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabsteigen und auf ihn kommen. Und siehe, eine Stimme kam vom Himmel, die sprach, dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich wohlgefallen habe. An dieser Stelle ist der Heilige Geist nicht identisch mit Gott dem Vater, denn der Heilige Geist flog dort irgendwo, wie auch genau das ausgesehen haben mag, in der nach der Gestalt, wie eine Taube heißt bisher. Das heißt nicht, dass er eine Taube ist, aber wie eine Taube. Er war sichtbar, während Gott der Vater nicht sichtbar war, sondern hörbar war. Gott der Vater sprach vom Himmel. Der Heilige Geist und der Vater waren lokal mit menschlichen Sinnen voneinander unterscheidbar. Und genau dasselbe trifft doch auf die Beziehung zwischen Jesus und dem Heiligen Geist zu. Während der Heilige Geist dort im Himmel in der Luft flog, war Jesus als ganzer Mensch mit seiner gesamten Göttlichkeit an die Menschlichkeit gebunden, im Wasser und dann außerhalb des Wassers knient. Alle drei, die von Petrus, von Paulus und auch von Johannes nebeneinander aufgezählt werden, alle drei finden sich auch bei der Taufe von Jesus. Alle drei sind beteiligt an der Schöpfung. Alle drei sind beteiligt an der Erlösung. Alle drei sind beteiligt an der Heiligung. Wann immer es wichtig wird in der Bibel, findet man alle drei. Vielleicht nicht immer zu gleichen Anteilen, was die Verse betrifft, aber wo steht, dass das auch so sein muss.

[38:50] Und dann kommt der vielleicht wichtigste Vers über die drei, denn der kommt nicht aus dem Mund von Petrus und nicht aus dem Mund von Johannes und auch nicht aus dem Mund von Paulus, sondern aus dem Mund von Jesus selbst. Und deswegen wird dieser Vers so heftig attackiert. Der Satan liebt diesen Vers nicht. Matthäus 28 und dort ab Vers 18. Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach, mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lernt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit. Neben Petrus, neben Johannes und neben Paulus haben wir noch einen Bibeltext und dieses Mal ist es Jesus selbst, der Vater, Sohn und Heilige Geist nebeneinander steht. Und deswegen wird dieser Vers so sehr angegriffen. Man behauptet, er sei gefälscht.

[39:41] Das ist ein schwerer Vorwurf. Und obwohl die meisten keine Idee haben, wann genau oder durch wen er gefälscht worden ist, was interessanterweise diese ganze These zwar in die Nähe der Übertretung des neunten Gebotes rückt, denn es da steht, du sollst kein falsches Zeugnis reden, ist die Frage, woher kommt diese Theorie? Jeder, der sich etwas länger mit der Bibel auskennt, weiß ja, dass es etliche Stellen gibt, vor allem im Neuen Testament, wo durch kleine Abschreibfehler hier ein Wort fehlt, ein Buchtel vergessen worden ist, ein Wort doppelt geschrieben ist, kleinere Fehler. Es gibt ungefähr zehn Verse ungefähr der Größenordnung nach, wo tatsächlich auch mal ein halber Vers fehlt in verschiedenen Manuskripten oder ein Vers ganz weggelassen ist oder sogar mal mehrere Verse. Unterschied sind es in ungefähr Größenordnung von zehn Versen, wo wirklich bedeutungsschwere Veränderungen oder Unterschiede zwischen Manuskripten sind, wo man dann mit Untersuchungen versucht, herauszufinden, was war der originale Text. Und als ich diese These zum ersten Mal hörte, dass Matthäus 28 Vers 19 auch gefälscht sei, dachte ich mir, vielleicht gibt es tatsächlich irgendwelche Manuskripte, die diesen Vers nicht enthalten und deswegen kommt diese Theorie zustande. Ich habe mir also das mal angeschaut und erstaunt festgestellt, dass in allen Bibelmanuskripten, die es gibt, in allen griechischen Originalhandschriften oder Abschriften, die wir kennen, die überhaupt auf der Welt erfasst sind, nebst auch den lateinischen und den syrischen und der entsprechenden Abschriften, gibt es keine Stelle, kein einziges Manuskript, wo dieser Vers nicht so stünde mit Vater, Sohn und Heilige Geist, sofern der Vers überhaupt in dem Manuskript drin ist, weil es natürlich Manuskripte gibt, wo dann einfach nur aufgrund des Zustandes vielleicht nur drei Kapitel von Matthäus enthalten sind. Aber wenn immer dieser Abschnitt im Manuskript zu finden ist, weil er dann überlebt hat, dieser Vers ist immer so. Es kursiert allerdings das Gerücht, dass irgendwann vor Urzeiten der Vers anders gelautet haben könnte, in einer kürzeren Form, ohne diese trinitarische Wendung Vater, Sohn und Heiliger Geist. Und als Kronzeuge zitiert man den Kirchenvater Eusebius, bei dem gibt es eine gekürzte Fassung. Und man geht dann davon aus, dass Eusebius diese Fassung nicht gekannt haben könne, dass sie erst später dazu gekommen ist. Das ist das ganze Argument, auf dem die Matthäus 28 Vers 19 ist gefälschteoriebasiert.

[42:32] Das Kuriose ist, dass Eusebius auch viele andere Bibeltexte, zum Beispiel Philippa 2 Vers 9, so sehr paraphrasiert, dass sie offensichtlich nicht dem Original entsprechen, sondern er wahrscheinlich aus dem aus dem Kopf oder wie auch immer so etwas etwas etwas frei diese diese Verse paraphrasiert hat. Es ist nicht der einzige Vers, wo wir Abweichungen zwischen Eusebius und dem biblischen Original finden. Aber, und das ist noch interessanter, gibt es etliche Stellen auch bei Eusebius, wo Matthäus 28 Vers 19 so formuliert wird, wie es auch in unseren Bibeln steht. Contra Marcellum zum Beispiel oder auch in der Theophania, in der Theologia und in verschiedenen anderen Büchern. Einige Quellen sind im Sendemanuskript mit angegeben. Aber noch interessanter ist, dass es 24 Zitate von Kirchenvätern vor dem Konzil von Nicea gibt, von dem immer behauptet wird, dass dort die Dreieinigkeit hineingedrückt worden wäre in die Kirche. Viele dieser Zitate sind aus dem 2. oder 3. Jahrhundert. Tertullian, Hippolytus, Cyprian, Gregor, Thaumaturgus, Didache. Da gibt es verschiedene, die allesamt zeigen, diese Theorie ist völliger historischer Unsinn. Matthäus 28 Vers 19 ist echter Bibeltext.

[44:03] Und Ellen White, interessanterweise, hat diesen Vers sehr oft, man könnte sagen ständig, in ihren Büchern auch zitiert. Und es wäre doch sehr merkwürdig, wenn der Heilige Geist, der in alle Wahrheit führt, eine Prophetin in 50 Jahren Dienst nicht darauf aufmerksam macht, dass diesen Vers, den sie so oft zitiert, in Wirklichkeit eine gefährliche Fälschung sei. Wer behauptet, Matthäus 28 sei eine katholische Fälschung zur Untergrabung der Wahrheit, der muss sich die Frage stellen, warum Ellen White diesen Vers so oft zitiert, ohne auf irgendeine Gefahr hinzuweisen. Interessanterweise steht der Matthäus 28 Vers 19 ja und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Der Name ist Singular, es sind nicht die Namen vom Vater, vom Sohn, vom Heiligen Geist, sondern der Name. Alle drei haben denselben Namen. Was ist dieser Name? Die Bibel sagt es nicht explizit, aber es gibt eine interessante Beobachtung in 2. Mose Kapitel 3. Dort lesen wir, dass Mose diese Frage stellt, als Gott ihm im brennenden Dornbusch erscheint. Und auch dort, ja wir sehen das, der Engel des Herrn sich ihm dort offenbart. 2. Mose 3 Vers 13 und Mose sprach zu Gott, siehe, wenn ich zu den Kindern Israels komme und zu ihnen sage, der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt und sie mich fragen werden, was ist sein Name? Was ist der Name? Was soll ich ihnen sagen? Gott sprach zu Mose, ich bin, der ich bin. Und er sprach, du sollst zu den Kindern Israels sagen, ich bin, der hat mich zu euch gesandt. Auf die Frage, was ist sein Name, antwortet Gott dreimal oder mit einem dreimaligen ich bin. Und das ist kein Zufall. In der Bibel finden wir viele Stellen dieses Dreimalige im Bild Gottes geschaffen. Wir finden alle drei in der Schöpfung schon in den ersten Versen aktiv. Immer wieder wird von der Mehrzahl gesprochen, wenn Gott mit sich selbst redet, lasst uns Menschen machen. Das ist kein Majestätsplural, denn diesen gab es in der alten hebräischen Vorstellung überhaupt gar nicht.

[46:20] Was halten wir also fest? Der Name des Vaters, der Name des Sohnes und der Name des Heiligen Geistes haben zu tun mit diesem ich bin. Als als diese Frage stellt, wer ist der Gott unserer Väter, sagt Gott, ich bin, der ich bin, der ich bin. Aber Jesus hat auf der Erde einfach gesagt, er, Abraham war, bin ich. Auf sich selbst bezogen hat er ein einziges ich bin verwendet. Könnte es sein, dass jedes dieser drei ich bin für einen der drei steht, die aus sich selbst heraus existieren. Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist eins in ihrem Denken fühlen, in ihrer Liebe zueinander, weswegen die Bibel sagt, Gott ist die Liebe.

[47:15] Der Heilige Geist ist Teil dieser Gottheit und als solches und nur als solches können wir, wenn wir das verstehen, können wir sein Wirken in unserem Leben wirklich schätzen. Er ist nicht nur ein Schatten von Jesus, sondern er ist der würdige Stellvertreter, der würdige Nachfolger. Jesu, der dasselbe tut, dasselbe sagt, dasselbe in uns bewirkt, wie Jesus, als der auf der Erde war. Doch der kann jetzt nicht mehr direkt in uns oder an uns wirken, weil er als Mensch mit seiner gesamten Göttlichkeit verbunden im Himmel für uns spricht. Der Heilige Geist, der Gott ist, ist von Gott gesandt worden, so wie Jesus Gott ist und von Gott gesandt worden ist. Er ist gesandt worden, um in uns zu wirken, so dass Gott, der Sohn für uns spricht, damit Gott, der Vater uns vergibt und Gott, der Heilige Geist uns verändert. Das ist das Wirken Gottes und deswegen brauchen wir ein Verständnis vom Heiligen Geist, dass der Bibel entspricht und nicht halb durchdachten Verschwörungstheorien. Lasst uns der Bibel folgen, lasst uns Ellen White folgen, die so klare und eindeutige Aussagen macht. Und alles, was wir nicht verstehen, werden wir in tausenden Millionen Jahren alles erfragen können. Aber lasst uns die Aussagen der Bibel und von Ellen White nicht in Zweifel ziehen, weil wir mit unserem begrenzten Verstand manches nicht verstehen können. Lasst uns bei dem bleiben, was uns gesagt wird und und es wird uns verändern. Möchtest du diese Entscheidung heute treffen? Lade dich ein, nächste Woche wieder einzuschalten, wenn es um die Persönlichkeit des Geistes geht, wenn wir noch viel mehr darüber sprechen werden, warum der Heilige Geist eine Person und nicht nur eine unpersönliche Kraft ist. Und es wird sehr, sehr spannend werden. Gott segne dich in deinem Studium und nächste Woche werden wir uns hier gemeinsam wiedersehen. Amen.

[49:42] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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