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In dieser Predigt über Offenbarung 16, Vers 17, taucht Christopher Kramp tief in die Bedeutung der siebten und letzten Plage ein. Er erklärt, wie diese Plage in die Luft gegossen wird und eine laute Stimme vom himmlischen Tempel ertönt, die verkündet: „Es ist geschehen“. Dabei wird die Parallele zu Jesu Worten am Kreuz, „Es ist vollbracht“, gezogen und die Bedeutung von Gottes vollständiger Kontrolle über die Ereignisse hervorgehoben. Die Predigt beleuchtet auch, wie die Erfahrungen Jesu vor seiner Kreuzigung Parallelen zu den Prüfungen aufweisen, denen sich Gläubige in der Endzeit stellen müssen.

In dieser Predigt über Offenbarung 16, Vers 17, taucht Christopher Kramp tief in die Bedeutung der siebten und letzten Plage ein. Er beleuchtet, wie diese Plage in die Luft ausgegossen wird und eine laute Stimme vom himmlischen Tempel ertönt, die verkündet: „Es ist geschehen.“ Dabei wird die Parallele zu Jesu Worten am Kreuz, „Es ist vollbracht“, gezogen und die Bedeutung von vollkommener Abhängigkeit und Vertrauen in Gott hervorgehoben. Die Predigt erklärt auch, wie die Plagen unter der vollen Kontrolle Gottes stehen und wie die Ereignisse der Endzeit die Charakterprüfung der Gläubigen widerspiegeln, ähnlich wie Jesus geprüft wurde.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:45] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Ein neues Jahr hat begonnen, 2017, Jahr der Reformation. Eine gute Möglichkeit, weiter die Offenbarung zu studieren. Wir sind ziemlich am Ende von Offenbarung 16, aber wir wollen heute mit der siebten Klage beginnen. Dann warten schon in den nächsten Wochen und Monaten spannende Kapitel auf uns. Ich freue mich, dass ihr da seid, dass ihr eingeschaltet habt auf www.joelmedia.tv.

[1:09] Wir wollen unser Studium beginnen mit einem Gebet. Ich lade euch zuerst ein, niederzuknien. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir auch in diesem Jahr zu dir kommen können, deine Offenbarung studieren können. Dass wir in unserem Leben den einzelnen Vers, den wir untersuchen können, auf seine Bedeutung hin und dass wir durch dein Wort, durch jedes Wort, leben können. Dass das Leben, das ewige Leben in deinem Wort ist und dass es in jedem einzelnen Aspekt auf dich hinweist. Wir möchten dich bitten, dass wir auch heute etwas lernen über dich, über deinen Charakter, über den Plan der Erlösung, auch in diesem dramatischen Thema der sieben Plagen. Bitte hilf uns, schenke uns deinen Heiligen Geist im Namen Jesu. Amen.

[2:00] Offenbarung 16, Vers 17. Wir haben letztes Jahr abgeschlossen mit den Versen der sechsten Plage, hatten gesehen, dass die sechste Plage das Austrocknen des Euphrat bedeutet, dass die Nationen, die bis dato Rom und seine verbündeten Mächte unterstützt haben, dass die im letzten Moment, kurz vor der Wiederkunft, sich gegen Rom wenden werden. Erinnert ihr euch? Wie die Finsternis, die auf den Thron des Tieres fällt, die Finsternis, die deutlich macht, dass es Rom selbst ist, auf die Gott zornig ist, dass das dazu führt, dass dieser symbolische Euphrat symbolisch austrocknet. Und das sind so diese entscheidenden Momente in der Schlacht von Harmagedon. Wir haben darüber gesprochen, die Schlacht von Harmagedon ist die Schlacht am Berg von Megiddo, aber Megiddo ist kein Berg, Megiddo ist ein Tal, aber Harmagedon ist dann sozusagen der Berg bei Megiddo, der Berg Karmel ist das.

[3:19] Jetzt schauen wir in Vers 17, wie es weitergeht in dieser weltweiten geistlichen Schlacht zwischen Gut und Böse, dem Evangelium der dreifachen Engelsbotschaft und der Verführung der dreifachen Fröschebotschaft. Vers 17. Und der siebte Engel goss seine Schale aus in die Luft, und es ging eine laute Stimme aus vom Tempel des Himmels. Vom Thron her, die sprach: Es ist geschehen.

[3:50] Also halten wir fest für die siebte Plage. Die siebte Plage wird ausgegossen in die Luft. Kennt ihr Bibelstellen, die von der Luft sprechen, wo etwas gesagt wird, wer oder was sich in der Luft befindet? Ja, also die Luft, das Wort für Luft ist auch das gleiche Wort für Atem oder auch für Heiligen Geist. Zeig nochmal. Ah, das ist im Könige, genau, wo der Elia das Säuseln hört. Ja, schaut mal in Epheser, schon auch schon vorher in Epheser Kapitel 2.

[4:56] Epheser Kapitel 2 und dort Vers 2. In denen ihr, wir können auch Vers 1 lesen, auch euch, die ihr tot wart durch Übertretung und Sünden, in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der wo herrscht. In der Luft, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt. Und wahrscheinlich hast du dann den anderen Vers gemeint, in Epheser 6, der ist auch so ähnlich, auch wenn das Wort Luft nicht vorkommt. Vers 12, Epheser 6, Vers 12, denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis, dieser Weltzeit, gegen die Geistlichen der Bosheit in den himmlischen Regionen. Also, die Luft in der Bibel ist durchaus auch unter anderem der Ort, an dem die Dämonen und die Engel Satans und er selbst natürlich aktiv sind. Und diese siebte Plage ist jetzt sozusagen der finale Schlag auf das Reich Satans vor der Wiederkunft. Schon die sechste Plage hat ihm viel Unterstützung weggenommen. Durch die sechste Plage ist das Reich schon gespalten worden und mit der siebten kommt jetzt sozusagen der Todesstoß für Satans Reich in dieser Phase der Weltgeschichte.

[6:38] Schauen wir uns das ein bisschen genauer an. Nochmal zurück in die Offenbarung. Offenbarung 16 und dort Vers 17. Und der siebte Engel goss seine Schale aus in die Luft und es ging eine laute Stimme aus vom Tempel des Himmels. Manchmal setzt auch nur des Tempels oder aus dem Himmel, je nach den Manuskripten. Aber es ist der himmlische Tempel natürlich, das ist das himmlische Heiligtum. Vom Thron her, die sprach: Es ist geschehen.

[7:10] Also, der Engel gießt die Schale aus. Jedes Mal, wenn der Engel eine Schale ausgießt, passiert ja was. Wenn der erste Engel eine Schale ausgießt, was passiert? Kurze Wiederholung. Der erste Engel gießt die Schale aus und die Menschen kriegen böse Geschwüre. Der zweite Engel gießt dann die zweite Schale aus und das Meer wird zu Blut. Der dritte Engel kippt seine Schale aus und die Flüsse werden zu Blut. Der vierte kippt sie aus und die Sonne versengt die Menschen. Der fünfte kippt sie aus. Finsternis auf dem Thron des Tieres in Rom. Sechster kippt sie aus. Euphrat vertrocknet. Der siebte kippt sie aus, aber erstmal geschieht gar nichts auf der Erde. Das kommt dann gleich, natürlich in den nächsten Versen. Aber noch, was jetzt erstmal passiert ist, eine Stimme vom Himmel ertönt.

[8:05] Seht ihr, dass die siebte in dieser Hinsicht anders ist als alle anderen? Bei den anderen ist immer der Engel, gießt aus, passiert was auf der Erde. Der Engel gießt aus, es passiert was auf der Erde. Hier bei der siebten gießt der Engel aus, aber bevor etwas auf der Erde passiert, was auch dann noch kommen wird, wird erstmal eine laute Stimme im Himmel gehört. Und jetzt ist die Frage, woher kennen wir so eine laute Stimme? Aus dem himmlischen Tempel. Ist das hier zum ersten Mal der Fall oder kommt das schon mal woanders vor? Was meint ihr? Hat jemand eine Idee? Laute Stimme vom himmlischen Tempel aus.

[9:12] Vers 1, was wolltest du sagen? Ja, vom Thron Gottes, genau. Schaut mal in Vers 1, selbes Kapitel, Offenbarung 16, Vers 1. Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Tempel, die sprach zu den sieben Engeln: Geht hin und gießt die Schalen des Zorns Gottes auf die Erde. Wenn wir uns die sieben Plagen anschauen, haben wir am Anfang eine laute Stimme aus dem Tempel, die sagt: Ihr lieben Engel, geht und gießt sie aus. Und als der siebte, der erste gießt, der zweite gießt, der dritte, vierte, fünfte, sechste, siebte, als der siebte fertig ist, kommt von dem selben Ort wieder eine laute Stimme, die sagt: Es ist geschehen.

[9:56] Also wir haben hier sozusagen so eine Art Klammer. Die erste, vor der ersten und nach der siebten, durch diese laute Stimme vom Tempel. Mit anderen Worten, die Plagen sind eingefasst vom himmlischen Heiligtum. Man könnte auch sagen, das himmlische Heiligtum hat volle Kontrolle über die Plagen. Die Plagen sind nicht irgendetwas, was aus dem Ufer gerät, eine unkontrollierbare Katastrophe, sondern die Plagen, so schrecklich sie sind, so dramatisch sie sind und es hat noch nichts auf Erden gegeben, was dem gleich kommt, sie sind trotzdem unter voller Kontrolle des himmlischen Heiligtums. Und das himmlische Heiligtum ist der Ort, wo Gott regiert. An den Plagen wird es nichts, so dramatisch und weit ausgreifend sie sind, wird es nichts geben, was die Grenze überschreitet. Die Grenze von Gerechtigkeit, die Grenze von Gottes Liebe, nichts davon wird überschritten. Von Anfang bis Ende hat Gott die Kontrolle. Er sagt, jetzt geht es los und dann sagt er, jetzt ist es vorbei.

[11:09] Das ist eine sehr interessante Idee, denn wenn man Vertrauen in Gottes Heiligtum hat, weil man es sich zur Gewohnheit gemacht hat, dort hinzugehen im Gebet, wenn man weiß, wie Gott regiert und wenn man weiß, wie präzise die Engel auf Befehle achten und die Befehle ausführen, wie schnell sie damit sind, dann hat man auch keine Angst vor den Plagen. Dann weiß man, die Engel, die mir helfen, die werden auch dafür sorgen, dass die Plagen in ihren Grenzen bleiben.

[11:37] Jetzt, es ist geschehen. Das ist eine interessante Formulierung. Es ist geschehen. Ja, ja, genau. Ich habe es schon gehört. Es gibt eine andere Formulierung, die einem da fast in den Sinn gleich automatisch kommt, nämlich es ist vollbracht. Das ist tatsächlich im Griechischen nicht genau dasselbe, aber die beiden sind halt doch irgendwie verwandt.

[12:11] Es ist vollbracht. Es ist vollbracht, hat wer gesagt? Jesus am Kreuz. Es ist vollbracht meint eigentlich, dass etwas an sein Ziel gekommen ist. Man hat lange auf etwas hingewartet und jetzt ist es vollbracht. Während es ist geschehen, sozusagen mehr die Idee hat, dass jetzt etwas entstanden ist. Aber trotzdem, es sind vielleicht zwei verschiedene Worte, aber letztendlich sind sie auch nicht so weit voneinander entfernt. Es kommt etwas zum Abschluss in irgendeiner Hinsicht. Es ist etwas, das ist fertig. Es ist vollbracht.

[12:53] Warum hat Jesus gesagt, es ist vollbracht? Ja, da war auf jeden Fall etwas, das lange hingewartet hat. Warum noch? Es ist vollbracht. Fragen wir mal, was war denn vorher? Bevor er sagte, es ist vollbracht? Ja, also direkt, er hängt am Kreuz, sagt, es ist vollbracht, so in den Minuten, Stunden und vorher. Ja, also, wie soll ich das sagen? Er offenbart Liebe unter allen Umständen. Was noch? Was ist noch passiert in seinem Leben in den Stunden vorher? Bevor er sagt, es ist vollbracht, was ist in den Stunden vorher passiert? Ja, dein Wille geschehe. Übergabe des eigenen Willens. Okay, was noch? Was hat Jesus noch erlebt, bevor er sagen konnte, es ist vollbracht? Ja, da waren noch Letzte, die sich gerettet haben. Okay, also er hat noch Menschen gerettet. Wurde er nicht verfolgt? Geschlagen? Er hat kurz vorher eine Situation durchlebt, in der er sich nicht sicher sah, ob er es schaffen würde, oder? Da war Angst, Unsicherheit, da war eine Krise und alle, die irgendwie in seinem Umfeld waren, so verfeindet, wie sie auch sein mochten, waren plötzlich Freunde gegen ihn. Römer und Juden, Sadduzäer und Pharisäer, Pontius Pilatus und Herodes, alle vereint gegen ihn. Eigene Jünger haben ihn verlassen oder verraten oder verleugnet.

[15:33] Und jetzt kommt die interessante Frage. Wenn die Worte gesprochen werden, es ist geschehen am Ende der Zeit, gibt es dann auch ähnliche Dinge? Gibt es dann auch eine große Krise, wo die Gläubigen sich nicht sicher sein werden, ob sie es geschafft haben? Wie nennt man diese Krise? Die Angst in Jakob. Das war die Angst in Gethsemane. Das ist dann die Angst in Jakob. Wird es dann auch eine Verfolgung geben? Werden sich auch Nord- und Südkorea und Amerika und Mexiko miteinander verbünden? Gegen die Gläubigen? Werden dann auch viele unserer Freunde, unserer Geschwister uns verlassen, verraten, verleugnen? Werden wir auch gequält werden? Im letzten Moment auch noch die letzten Menschen gerettet werden? Werden wir unseren eigenen Willen Gott übergeben müssen? Werden wir unter allen Umständen Liebe offenbaren? Das heißt, die Stunden von Jesus vor es ist vollbracht, offenbaren etwas über den Charakter der Jesus-Nachfolger, der Christen, in den, sagen wir mal, Wochen, Monaten, Jahren, bevor es ist geschehen. So wie sozusagen hier Jesus getestet wurde und er den Sieg errungen hat, so werden hier seine Nachfolger im feurigen Ofen, wie soll man sagen, im Läuterungsofen der letzten Verfolgung der Trübsalszeit getestet. Und dann hat es geschehen.

[17:30] Vielleicht, ich hoffe es passt zu diesem Satz, wir sollten Feindschaft setzen. Ja, das ist ja genau diese Idee, dass Gott Feindschaft setzen möchte gegen die Sünde. Und Jesus kam und hat in dieser Feindschaft gegen die Sünde gelebt, ganz genau. Ich glaube, es lohnt sich darüber nachzudenken, warum Jesus sagen konnte, es ist vollbracht.

[17:58] Wenn man sich die letzten Stunden am Kreuz anschaut, stellt man fest, er hat dort drei Stunden lang wirklich gerungen, oder? Die Bibel sagt, dass dann Finsternis ihn umhüllt hat. Gott, der Vater, diesen letzten Todeskampf, ja, vor der Welt verborgen. Jesus war sich dann nicht mehr sicher, ob er auferstehen würde. Und er hat irgendwann nichts anderes mehr tun können, als seine gesamte Existenz in die Hand Gottes, seines Vaters zu legen und darauf zu vertrauen, ohne einen Beweis zu haben, gefühlsmäßig, dass er sein Leben wieder bekommen wird oder sein Leben wieder nehmen darf. Und diese absolute totale Abhängigkeit, dieses, ich hätte zwar eigentlich ein paar Reserven, aber die will ich nicht mehr, also ich habe dann, andersrum, ich lege mich mit allem, was ich bin und habe, in Gottes Hand und vertraue ihm ganz. Das hat zu Es ist vollbracht geführt. Es hat bewiesen, dass der Gott, der völligen Gehorsam aus Glauben fordert, selbst bereit ist, völligen Gehorsam aus Glauben zu tun. Jesus war bereit, gegen seine eigenen Sinne, die ihm sagten, hey, du musst hier nicht hängen, du hast es nicht verbockt, du hast keine dieser Sünden getan, für die du hier gerade stirbst. Es tut weh und übrigens hast du die göttliche Kraft, einfach durch einen Gedanken vom Kreuz zu hüpfen, ohne gleichzeitig alle Römer platt zu machen. Das wäre ohne weiteres möglich gewesen, aber gegen die Sinne hat der Gott dem Vater geglaubt und war im Gehorsam. Und dann konnte er sagen, es ist vollbracht.

[19:50] Das ist ja das, was Gott eigentlich von jedem seiner Nachfolger sich wünscht, dass wir ihm vertrauen und das testet er. Es wird getestet, so wie hier getestet worden ist, wird es getestet. Und so wie am Kreuz, übrigens am Kreuz ist jemand demaskiert worden. Wer ist am Kreuz demaskiert worden? Der Satan, weil der Satan willig war, einen sündlosen Menschen, nämlich Jesus, ans Kreuz zu nageln. Das hat ihn demaskiert. Was, wenn in der letzten Zeit, in der letzten Generation, nach der Bibel auf Markus 14, die Lebenden, die Jesus wiederkommen werden, sehen werden, in der Zeit vorher durch die Kraft Gottes, durch seine Gnade, durch den Heiligen Geist so sehr verändert werden, dass sie keine Sünde mehr begehen, dass sie einen sündlosen Charakter haben und dann trotzdem verfolgt werden. Dann offenbart sich vor dem Universum genau dasselbe, was sich am Kreuz offenbart hat, nämlich dass der Satan bereit ist, Unschuldige, wirklich Unschuldige zu quälen und zu töten. Und damit am Kreuz wurde dem Satan die Maske weggerissen. Hier wird letztendlich dem Papsttum und dem ganzen gefallenen christlichen System, das im Auftrag Satans das durchführt, ebenfalls die Maske weggerissen. Ein System, das Christen verfolgt, die einen sündlosen Charakter haben, kann nicht von Gott sein. Und so wie dann Jesus sagen kann, es ist vollbracht, der Sieg über den Satan ist errungen, so wird dann hier der Sieg über das Tier errungen sein.

[21:37] Heißt das nicht von Offenbarung 15 zurück? Offenbarung 15, Vers 2. Und ich sah etwas wie ein gläsernes Meer mit Feuer vermischt und die, welche als Überwinder hervorgegangen waren, über das Tier und über sein Bild und über sein Mahlzeichen, über die Zahl seines Namens, standen an dem gläsernen Meer und hatten Harfen Gottes. Sie haben überwunden, so wie Jesus den Satan überwunden hat, indem er sich ausgeliefert hat und jeden Feind geliebt hat. So werden wir diese Endzeitmächte überwinden, indem wir jeden lieben und uns ganz in die Hand Gottes legen. Mit dem einzigen Unterschied, dass im Gegensatz zu Jesus, der vor uns gestorben ist, wir nicht sterben brauchen. Also jedenfalls nicht diesen Tod. Das ist genau das, was er vor uns getan hat. Aber die Einstellung des Jesu wird hier genauso offenbar werden.

[22:27] Und wenn Jesus dann sagt, es ist vollbracht, als er gesagt hat, es ist vollbracht, dann war es vorbei. Er ist gestorben und dann kam die Auferstehung und dann war alles vorbei. Wenn das hier steht, es ist geschehen, siebte Plage bringt die Wiederkunft, dann ist alles vorbei. Die Stimme Gottes erschallt. Diese laute Stimme, es ist geschehen.

[22:48] Wenn ihr Ellen White lest, werdet ihr feststellen, diese laute Stimme in der siebten Plage, das ist letztendlich einer der Momente, wo Gott sein Volk dann rettet, wo die Menschen verstehen werden, endgültig Gottes Volk ist befreit. Dann wird es noch eine ganz kurze Zeit dauern, vielleicht ein paar Tage oder wie auch immer, bis Jesus dann tatsächlich wiederkommt. Uns ist gesagt, dass bei der lauten Stimme, wenn Gott mit der lauten Stimme sein Volk befreit, dass wir dann den Tag und die Stunde seiner Wiederkunft erfahren. Was also impliziert, dass es nicht am selben Tag ist. Aber das bringt sozusagen die Wiederkunft dann tatsächlich herbei.

[23:29] Und in diesem Sinne lohnt es sich, nicht nur über diese siebte Plage nachzudenken, sondern auch über all das, was damit zusammenhängt. Ellen White sagt, wir sollten die siebte Plage studieren. Sie meint das allerdings auch im größeren Kontext der fünften und sechsten. Sie spricht auch von Harmagedon, von dieser Schlacht. Sie sagt, da gibt es viel zu entdecken. Und sie spricht davon, dass obwohl es einen großen Kampf geben wird, sie sagt, die Vorsehung hat einen Part to play. Also die Vorsehung wird ihren Teil ausführen, der ihr zukommt. Sie wird eingreifen. Die Schlacht von Harmagedon ist nicht Mensch gegen Mensch, sondern wird Gott mit seiner Armee gegen die Rebellen auf der Erde kämpfen. Und in diesem Sinne werden wir dann in den nächsten Wochen noch die weiteren Verse anschauen, was dann passiert auf der Erde während der siebten Plage und dann vor allem in Offenbarung 17 und 18 noch genauere Erläuterungen über diesen letzten Abschnitt des Kampfes erfahren.

[24:26] Bis dahin lasst uns diesen Gedanken im Kopf behalten. Erstens, das himmlische Heiligtum hat völlige Kontrolle über die Plagen, genauso wie später auch völlige Kontrolle über das Höllenfeuer hat. Und zweitens, das, was mit Jesus geschieht, wird auch mit uns geschehen, zumindest auf einer kleineren Skala, aber im Prinzip, weil Gott immer dasselbe ist, Satan immer dasselbe, Sünde immer dasselbe, das Evangelium dasselbe. Es geschieht nichts Neues unter der Sonne. Und wenn wir Jesus nachfolgen, werden wir ihm auch durch diese Dinge durchfolgen. Wir werden mit ihm gekreuzigt werden, wie der Paulus sagt.

[25:26] So, das ist der Punkt. Der Adventgläubige der letzten Generation ist niemand, der zu Hause sagt: Ich bin sündlos. Papst ist der Antichrist, weg mit ihm. Sondern jemand, der sagt: Papst Franziskus, ich liebe dich so sehr. Ich wünschte mir, du wärst im Himmel. Deswegen bitte ich dich, komm aus der katholischen Kirche raus. Also eine echte Liebe, auch für die, die vielleicht etwas anderes wollen. Eine echte Liebe, die aber keine Abstriche mit der Wahrheit macht. Liebe zur Wahrheit, Wahrheit in der Liebe. Aber das ist ein entscheidender Punkt. Und ich glaube, vielleicht ist das auch ein Punkt, warum wir noch manchmal so wenig vorankommen in der Heiligung. Weil wir die Guten lieben und die, die uns vielleicht Böses wollen, mit genügendem Abstand betrachten. Aber Jesus hat die Römer geliebt, er hat die Pharisäer geliebt, er hat die Sadduzäer geliebt, obwohl die alle sich zusammengewandelt haben. Das heißt in anderen Worten, ein wahrer Adventist liebt die Illuminaten und er liebt die Freimaurer und er liebt die Jesuiten und er liebt sie alle, er wünscht sich, sie kommen alle in den Himmel. Aber er hasst die Sünde, die sie alle verführt. Das ist der Punkt. Aber diese Liebe zu den Menschen, die Konstanz, egal wie sie sind, egal was sie tun, egal wie finster sie sind, diese Liebe zu den Menschen, das macht am Ende die Charaktervollkommenheit aus.

[27:06] Ganz genau. Es ist quasi ein Lichtkanal. Das Licht kommt durch ihn zu uns. Also, wir werden da weiter studieren nächste Woche. Lass uns doch gemeinsam mit einem Gebet schließen. Oder mit dem Abend. Lass uns niedergehen.

[27:27] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen für die Zeit, die wir haben durften, dein Wort zu studieren. Hab Dank für die Gedanken, die du uns gegeben hast und die wir aus deinem Wort entnehmen konnten. Bitte hilf uns, dass das nicht Theorie bleibt, die wir jetzt mal durchgedacht haben, sondern dass wir in unserem Leben lernen, diese Liebe zu haben, die du gehabt hast. Wir sehen, dass in der Endzeit viele Dinge sich wiederholen werden. Zumindest im Prinzip, die wir auch im Evangelium sehen, die wir in der biblischen Geschichte sehen, die wir vor allem im Leben von Jesus sehen. Lieber Vater, hilf uns, dass wir durch das Betrachten von Jesus immer mehr verwandelt werden in sein Ebenbild. Und wir danken dir, dass es deine Kraft und Macht ist, die ihn das tun wird. In seinem Namen beten wir. Amen.


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