[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Wir sind wieder zurück mit einer weiteren Folge, mit der letzten Folge zu den sieben letzten Plagen. Offenbarung 16 wollen wir heute abschließen mit Vers 20 und 21. Und bevor wir das tun, wollen wir ein Gebet sprechen, wie es unsere gute Gewohnheit ist und dazu niederknien.
[0:59] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich jetzt noch einmal bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist gegenwärtig bist, dass wir dein Wort verstehen, die Wichtigkeit begreifen und vor allem sehen, wie wichtig es ist, eine persönliche Vorbereitung zu haben und dir zu begegnen. Sprich du zu uns, halte alle Störende fern und wir danken dir, dass wir diese Gelegenheit haben dürfen, dass du unser Lehrer sein möchtest. Im Namen Jesu, Amen.
[1:35] Offenbarung 16 und dort Vers 20 und 21, die letzten Schlüsselelemente der siebten Plage. Um noch einmal zusammenzufassen, wir haben gesagt, die ersten vier Plagen sind nicht global, sondern an verschiedenen Orten. Die Plagen im Allgemeinen sind immer direkte Resultate der Verbrechen, die die Menschen vorbegangen haben. Das ist eine ausgesprochene Gerechtigkeit, die dort zum Ausdruck kommt. Da haben wir gesehen, dass zunächst einmal die Menschen immer noch glauben werden, dass die Plagen ein Strafgericht Gottes sind, weil dort einige Menschen an dem Sabbat festhalten und nicht wie der Rest der Menschheit dem Mahlzeichen des Tieres folgt, bis dann Gott in der fünften Plage durch die Finsternis über Rom deutlich macht, wo der eigentliche Bösewicht ist, wo das eigentliche Problem ist. Und dann unter der sechsten Plage, der die Unterstützung der Völker für das System Babylon zu schwinden beginnt, diese Schlacht von Harmagedon, die dann in der siebten Plage ihren Höhepunkt findet, wo Gott durch seine Stimme das Volk befreit, das vorher sich versteckt hat aus Angst vor der Verfolgung, dem Todesbefehl und wo jetzt verschiedene Dinge geschehen.
[3:03] Das große Erdbeben haben wir gesehen, das Auseinanderbrechen von Babylon, diese Einheit von Tieren, falschen Propheten und Drachen, diese religiös-politische Einheit, wo der Vatikan, die USA eine führende Rolle spielen werden, die bricht auseinander und es gibt ein furchtbares Gemetzel untereinander. Und dann in Vers 20 und 21 finden wir noch einige Elemente, die wieder sehr realistisch uns vor Augen führen, wie diese Welt zu Ende gehen wird. Dort heißt es, und jede Insel entfloh, und es waren keine Berge mehr zu finden. Vers 21, und ein großer Hagel mit zentnerschweren Steinen kam aus dem Himmel auf die Menschen herab, und die Menschen lästerten Gott wegen der Plage des Hagels, weil seine Plage sehr groß war.
[3:54] Versuchen wir es mal kurz noch mal innezuhalten und zu schauen, wo wir in der Offenbarung ähnliche Formulierungen haben. Wenn wir gesehen, die Offenbarung präsentiert immer wieder dieselben Ereignisse unter verschiedenen Symbolen, und auch diese Schlacht von Harmagedon, diese letzten Ereignisse vor der Wiederkunft, werden ja auch anderswo in der Offenbarung beschrieben. Welche anderen Verse in der Offenbarung glaubt ihr sprechen von diesem selben Ereignis? Bleiben wir erstmal in der Offenbarung, dann können wir später noch zu den anderen biblischen Büchern gehen, aber erstmal in der Offenbarung.
[4:30] Offenbarung 6, Vers 14 ist ein ganz offensichtlicher Parallelvers. Lesen wir mal den gemeinsam. Offenbarung 6 und dort Vers 14, dort heißt es, und der Himmel entwich wie eine Buchrolle, die zusammengerollt wird, und alle Berge und Inseln wurden von ihrem Ort weggerückt. Hier sehen wir, übrigens, welches Siegel ist das? Wir sind noch unter dem sechsten Siegel. Also interessanterweise sind Ereignisse unter der siebten Plage hier kongruent mit dem sechsten Siegel. Das siebte Siegel ist ja dann erst die etwa eine halbe Stunde Stille. Also das ist offensichtlich ein Ereignis kurz vor der Wiederkunft. Und was wir hier noch haben, was in Offenbarung 16 dann fehlt, ist das auseinanderreißende Himmel, dieses Zusammenrollen wie eine Buchrolle. Okay, haben wir noch andere Stellen in der Offenbarung, die von dem selben Ereignis sprechen? Das ist vielleicht die offensichtlichste, aber es gibt noch ein, zwei andere, die ebenfalls von diesem großen Durcheinander sprechen, kurz vor der Wiederkunft, im Zusammenhang mit der Wiederkunft.
[6:02] Die siebte Plage ist ja das, was die Wiederkunft einleitet. Das sechste Siegel ist ja genau dasselbe. Im sechsten Siegel heißt es ja dann, dass die Menschen rennen werden zu den Bergen und zu den Felsen, rufen werden, fallt auf uns. Fällt euch noch eine Stelle in der Offenbarung ein, wo ähnliche katastrophische Ereignisse erwähnt werden? Also wir können vielleicht noch, ja? Genau, das war natürlich schon in der Geschichte passiert, nicht wahr? Das ist auch das sechste Siegel natürlich, schon früher, das Erdbeben von Lissabon, genau. Aber Verse, sozusagen, sprechen noch von diesem zukünftigen, gewaltigen Erdbeben, wo die ganze Topografie der Erde, wie wir sie heute kennen, sich auflöst.
[7:03] Schauen wir vielleicht noch mal in Offenbarung 11, da, das ist nicht gleich so auf den ersten Blick ersichtlich, aber auf dem zweiten ziemlich deutlich. Offenbarung 11, Vers 19, da heißt es, und der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet, und die Lade seines Bundes wurde sichtbar in seinem Tempel. Es geschahen Blitze und Stimme und Donnen und Erdbeben und ein Erdbeben und ein großer Hagel. Das ist genau dasselbe, wie auch in Offenbarung 16, große Erdbeben, große Hagel, die Stimmen, ja? Ihr wisst ja, dass Ellen White übrigens interessanterweise auch sagt, dass nicht nur, dass dieser Vers nicht nur eine Bedeutung hat für 1844, wo der Tempel Gottes sich geöffnet hat und die Bundeslade gesehen worden ist, sie deutet an, dass auch ganz am Ende, kurz vor der Wiederkunft, die Zehn Gebote sichtbar sein werden im Himmel. Habt ihr es mal gelesen, vielleicht im Großen Kampf? Zehn Gebote sichtbar sein werden, für die Menschen. Die Menschen werden sehen, dass Gottes Gesetz unverändert ist. Das ist ja deswegen wichtig, weil es ja in der Dreifaltigkeitsbotschaft und dann in der letzten Auslegung um das Gesetz Gottes geht, Sabbat-Sonntag-Frage, und da ist also diese Öffnung des Tempels und das Sichtbarwerden für die ganze Welt des Gesetzes ein entscheidender Punkt. Gott besiegt seine Feinde, die behauptet haben, Gott hätte sein Gesetz geändert, indem er öffentlich zeigt, nein, es ist immer noch so, wie es gedacht war, ja? Und damit befreit er sein Volk. Er befreit sein Volk durch die Stimme und dadurch, dass die Feinde jetzt anfangen, sich gegenseitig umzubringen, befreit sein Volk auch theologisch, indem er deutlich macht, mein Volk hat die Wahrheit gesagt, das Gesetz Gottes gilt. Und das ist letztendlich auch die letztendliche Erfüllung dann von Offenbarung 11, Vers 19. Zehn Gebote werden sichtbar. Der Sabbat, genau, das wird dann besonders deutlich und da haben wir dann dieses Erdbeben, dieser Hagel, all das, was dann die siebte Plage ausmacht.
[8:50] Noch ein Vers, der von quasi der selben Zeit spricht, ist Offenbarung 20. Offenbarung 20 spricht ja im Großen und Ganzen die Zeit des Millenniums an, aber nicht nur die Zeit des Millenniums, sondern auch den Anfang des Millenniums, also die Wiederkunft. Und da sehen wir einen Vers, der zumindest dann noch die Auswirkungen der siebten Plage beschreibt, wenn es heißt hier in Vers 11, und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß, vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel. Wurde kein Platz für sie gefunden. Und dieses Fliehen des Himmels, das ist vielleicht am besten beschrieben in Offenbarung 6, Vers 14, der Himmel wich zusammen wie eine Buchrolle. Und wenn die ganzen Berge und Inseln dahin sind, dann kann man auch davon sprechen, dass die Erde flieht. Alles in Bewegung. Dass die Erde flieht, bedeutet ja nicht, dass der Planet nicht mehr da ist. Der Planet wird immer da sein, er wird auch nach den tausenden Jahren noch da sein, er wird ja gereinigt. Dieses Bild, die Erde flieht, bedeutet alles in Bewegung. Und dieser Vers ist eigentlich tatsächlich ein Vers, der auf die Wiederkunft sich bezieht. Aber da werden wir dann bei Offenbarung 20 mal noch genauer darauf eingehen.
[10:03] Es gibt noch einige andere Verse im größeren Kontext der Bibel, die ebenfalls diese letzten großen Naturkatastrophen beschreiben. Schaut mal, Jesaja Kapitel 2. Jesaja Kapitel 2, das ist ganz oft das Thema der Propheten auch gewesen, dieser Tag des Herrn, das letzte Gericht, der Tag des Herrn. Schaut mal in Jesaja 2, ab Vers 12. Da heißt es hier, Jesaja 2, ab Vers 12. Letztendlich ist das Grundproblem der gesamten dreifachen Frösche Botschaft, die wir studiert haben, die Selbsterhöhung. Dass man das Gesetz Gottes ändern kann, dass der Papst sich zu Gott macht, all das ist immer nur Frucht von Selbsterhöhung. Und es wird erniedrigt werden über alle hohen und erhabenen Zedern, über Libanons und über alle Eichen Barschan, über alle hohen Berge und über alle erhabenen Höhen, über jeden hohen Turm, über jede feste Mauer, über alle Tarsisschiffe und über alle köstlichen Plänerien. Also mit anderen Worten, dieser Tag des Herrn wird alles zerstören. Da ist kein Berg fest genug, weder die Alpen, noch die Anden, noch die Rocky Mountains, noch der Mount Everest und schon gar nicht die Schwäbische Alb. Alle Berge, alle Türme, alle festen Mauern, ich würde jetzt mal frei hinzufügen, alle Bunker, die sich vielleicht Leute gebaut haben, um zu überleben, tief im Erdinnern. Nichts davon hält stand, wenn das große Erdbeben kommt, wenn der Hagelfeld, den Gott reserviert hat für den Tag des Gerichts.
[12:00] Aber Gott ist nicht einfach nur drauf und dran, die Topografie zu verändern. Schaut mal Vers 17. Und der Hochmut des Menschen wird gebeugt, der Stolz des Mannes gedemütigt werden, der Herr wird alleine sein an jenem Tag. Es gab bisher erst eine Zeitperiode, wo annähernd solch eine Gewalt sich gezeigt hat auf der Erde. Welche Zeit war das, als schon mal die Erde so dermaßen durchgeschüttet worden ist? Bei der Sintflut. Und uns wird gesagt, dass zu dem Zeitpunkt selbst der Satan um seine Existenz gefürchtet hat. So unfassbar war das. Und wir können heute noch auf der ganzen Erdoberfläche die Folgen dieser Sintflut sehen. Und das war noch nicht das Bedenken, das war noch nicht das Endgericht. Wir haben heute keine Ahnung mehr, wie die Erde vorher aussah. So gründlich hat die Sintflut die ganze Erdoberfläche, die ganze Struktur der Gesteine alles durcheinander gewirbelt. Und das war noch nicht das Endgericht. Das war quasi nur ein Schatten auf das Endgericht.
[13:01] Also was ich damit sagen will, wir fokussieren uns als Adventisten zu Recht auf die Wiederkunft, auf die Tatsache, dass Jesus persönlich sich wiederkommt, dass er uns in die Arme schließt und unsere Engel uns zu Jesus führt. Aber man sollte vielleicht nicht völlig außer Acht lassen, dass vor der Wiederkunft und bei der Wiederkunft die Erde in einem Maße zerstört wird, das nur mit der Sintflut verglichen werden kann. Also wenn man so die Beschreibung liest von dem, wie die Welt sich verändert hat durch die Sintflut, dann ist das mindestens das, was wir auch dieser Zeit erwarten werden. Wenn jeder Berg verschwindet, jede Insel verschwindet, da sind tektonische Gewalten am Wirken, die kann man sich gar nicht vorstellen. Die kann man sich wirklich nicht vorstellen. Du hast eine Frage gehabt.
[13:47] Also es hat weitreichende Konsequenzen und diese Konsequenzen werden noch viel weitreichender sein. Schauen wir mal in Jeremia 4, den kennt ihr vielleicht ganz gut. Das ist auch ein klassischer Text aus der Evangelisation für das Millennium. Jeremia 4 und dort Vers 23 und 24, das ist im Wesentlichen jetzt quasi mehr das Resultat nach der siebten Plage und nach der Wiederkunft. Jeremia 4, Vers 23 und 24, ich schaute zur Erde, doch siehe, sie war wüst und leer und zum Himmel, aber sein Licht war verschwunden. Mit anderen Worten, es war finster und wüst, leer und finster, erinnert uns an 1. Mose 1, Vers 2 vor der Schöpfung. Vers 24, ich schaute die Berge an, doch siehe, sie erbebten und alle Hügel schwanken.
[15:02] Das heißt also, was wir vorgelesen haben, bedeutet nicht, dass die Berge nicht mehr existieren. Die Erde ist danach nicht ein gigantisches, flaches etwas, sondern die werden halt alle, wie soll man sagen, displatziert. Die Berge sind dann nicht mehr da, wo die Berge früher gewesen sind. Es ist alles in Bewegung. Wie genau man sich das geologisch vorstellen kann, das überlasse ich den Geologen zu uns zu erklären, aber es ist ziemlich dramatisch zu sein. Alle Hügel schwanken, das hat viele Nachwirkungen. Das ist ein singuläres Ereignis. Vers 25, ich schaute und siehe, da war kein Mensch mehr und alle Vögel des Himmels waren verschwunden. Übrigens, was sagen doch mal die Menschen, wenn Jesus wiederkommt in den Wolken des Himmels, was sagen sie zu den Bergen? Fallt auf uns. Da sieht man die Verbindung. Die Menschen wollen bedeckt werden und Jesus wird dieses Erdbeben haben in der siebten Plage, was vermutlich dazu führen wird, dass ein Großteil der Menschen wirklich von Felsen bedeckt wird. Schlicht und ergreifend, weil alle Berge umkippen oder sich verändern.
[16:09] Genau, jetzt noch vielleicht mehr zu diesem Hagel. Schauen wir auf Offenbarung 11 und dort Vers 19, also das hatten wir schon, Quatsch, 2. Mose 9. 2. Mose 9 haben wir natürlich eine der Plagen in Ägypten und weiß man von euch, welche Plage der Hagel war? Das war die Plage Nummer, nicht eins und nicht zwei, nicht drei, auch nicht zehn, sieben, genau. Plage Nummer sieben, der Hagel, ganz interessant, die siebte Plage und vielleicht lesen wir ganz kurz.
[16:53] Schaut mal ab Vers 17. Wenn du dich aber meinem Volk noch weiter entgegenstellst und es nicht ziehen lassen willst, siehe, so will ich morgen um diese Zeit einen sehr schweren Hagel fallen lassen, wie er in Ägypten bisher nicht gewesen ist, seit der Zeit, da es gegründet wurde, bis jetzt, also außergewöhnlich schwer, so wie auch später dann in der Endzeit. Vers 19, und nun lass dein Vieh und alles, was du auf dem Feld hast, in Sicherheit bringen, denn auf alle Menschen und alles Vieh, die sich auf dem Feld befinden und nicht in den Häusern versammelt sind, auf die wird der Hagel fallen und sie werden umkommen. Wenn nun von den Knechten des Pharao das Wort des Herrn fürchtete, dann ließ seine Knechte und sein Vieh in die Häuser fliehen.
[17:38] Was sagt die erste Engelsbotschaft? Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre. So wie hier in der siebten Plage in Ägypten die Menschen die Gelegenheit hatten, im Vorhinein sich zu entscheiden und entsprechend die Plage nicht zu erleben, so werden auch die Menschen am Ende die Gelegenheit haben, sich zu entscheiden und nur diejenigen werden diesen schweren Hagel und dieses immense Erdbeben erleben, die sich nicht für Gott entschieden haben, die nicht fürchten wollen. Und da heißt es jetzt hier in Vers 21, diejenigen aber, die das Wort des Herrn nicht zu Herzen nahmen, die ließen ihre Knechte und ihr Vieh auf dem Feld. Und wir springen zu Vers 23.
[18:18] So streckte Moses seinen Stab zum Himmel, und der Herr ließ es donnern und hageln, dass das Feuer zu Erde niederfuhr. Und der Herr ließ Hagel regnen auf das Land Ägypten. Es war aber zugleich Hagel und ein unaufhörliches Blitzen mitten in dem Hagel hinein, so stark, dass etwas Derartiges im ganzen Land Ägypten niemals vorgekommen war, seitdem es bevölkert ist. Der Hagel erschlug im ganzen Land Ägypten alles, was auf dem Feld war, vom Menschen bis zum Vieh. Es war ziemlich radikal, dass niemand mehr übrig geblieben dann. Auf das schlug der Hagel alles Gewächs auf dem Feld, unterbrach alle Bäume auf dem Land. Übrigens, könnt ihr euch erinnern, dass es in der Offenbarung 7 heißt, dass die Winde noch zurückgehalten werden, damit den Bäumen kein Schaden zugefügt wird und der Erde und so weiter. Ganz interessante Parallele hier.
[19:00] Und dann Vers 26, das ist die gute Nachricht, es hagelt im ganzen Land Ägypten wie verrückt, nur im Land Gosen, wo die Kinder Israels waren, hagelte es nicht. Und das ist wiederum die Zusage, die ganze Erde wird aus den, buchstäblich aus den Fugen geraten und Gottes Versiegelte werden keinen Schaden nehmen. Und das ist genau diese Idee von der Arche Noah, die ganze Welt geht zugrunde, aber Gott bewahrt diejenigen, die treu zu ihm sind, mitten im Sturm, mitten im größten Erdbeben, dass diese Welt ihr Heim gesucht hat, wird kein Gläubiger sterben oder irgendwie zu Schaden kommen.
[19:47] Schauen wir noch Jesaja 30 an. Jesaja 30 und dort Vers 30. Jesaja 30 und dort Vers 30. Noch eine solche Prophezeiung. Der Herr wird seine majestätische Stimme hören lassen und seine niederfahrenden Armen sehen lassen mit zornes Brausen und verzehrenden Feuerflammen, Wolkenbruch, Platzregen und Hagelstein. Also wahrscheinlich wird es auch noch regnen und blitzen und Feuer, also ein absolutes Chaos, eine Naturkatastrophe sondergleichen.
[20:36] Letzter Vers führt dazu. Hesekiel 38 und dort Vers 21 und 22. Und das ist die Prophezeiung über Gog und Magog, die dann später auch für Offenbarung 20 noch mal interessant wird, wo auch der letzte Kampf geschildert wird vor der Wiederkunft und im Kontext des letzten Gerichts. Und dort schaut mal in Vers 21 und 22. Hesekiel 38, 21 und 22. Ich will auch auf allen meinen Bergen das Schwert gegen ihn aufbieten, spricht Gott der Herr, so dass das Schwert eines jeden sich gegen den anderen richten wird. Das ist genau das, was wir schon gesagt haben. Im Zuge der sechsten Plage, wenn der Euphrat vertrocknet und Babylon zerrissen wird in drei Teile, die Menschen werden sich gegenseitig abschlachten. Sie werden mit den Waffen, die eigentlich vorgesehen waren, die gläubigen Sabbathalter umzubringen, diese Waffen werden dazu eingesetzt werden, um sich gegenseitig zu vernichten, so wie damals bei Midian und vielen anderen Schlachten. Sie werden das Schwert ein jeder gegen den anderen richten.
[21:51] Und dann Vers 22. Und ich will ihn richten mit Pest und Blut, einen überschwemmenden Regen und Hagelsteine, Feuer und Schwefel will ich regnen lassen auf ihn und auf all seine Kriegsscharen, auf die vielen Völker, die bei ihm sind. Also irgendwie Feuer und Schwefel erinnert uns natürlich an welche Geschichte? Sodom und Gomorra. Also all die verschiedenen Geschichten, die sieben Plagen über Ägypten und die Sintflut und Sodom und Gomorra, all das irgendwo findet sein Echo am Ende in der siebten Plage. Denn alles, was wir vorher gesehen haben in dieser Weltgeschichte, die Sintflut und Sodom und Gomorra und all das andere, waren alles Gerichte, die immer noch vermischt waren mit Gnade, sagt die Bibel. Und diese Mischung ist da nicht mehr vorhanden. Dieses mäßigende Element der Gnade im Gericht ist da nicht mehr vorhanden.
[22:42] Dann bricht die Realität des Zornes Gottes los. Und schaut mal, wie die Offenbarung dann am Ende, mit welches traurige Fazit sie zieht, ganz am Ende von Offenbarung 16, bevor dann ein neuer Abschnitt beginnt. Der letzte Gedanke in diesem Abschnitt über die sieben Plagen ist der, die Menschen lästerten Gott wegen der Plage des Hagels, weil seine Plage sehr groß war. Hatten wir vorher schon in Offenbarung 16 den Gedanken der Lästerung? Genau, in Vers, in welchem Vers war das? 11. Und wo hatten wir das vorher schon? Vers 9. In Vers 9 hatten sie schon Gott gelästert, in Vers 11 hatten sie Gott gelästert wegen der Schmerz, wegen der Hitze. Und nachdem sie dann erkennen, dass sie getäuscht worden sind, nachdem sie erkennen, dass die Priester und Prelaten sie verführt haben und sie jetzt gegen die Kirche kämpfen, lässt sie trotzdem immer noch Gott. Das heißt, sie haben jetzt zwar die richtige theologische Erkenntnis, sie wissen jetzt, dass der Papst der Antichrist ist, aber sie hassen Gott immer noch, sie lästern Gott noch immer.
[24:09] Was ein brillanter Beweis dafür ist, dass eine theologische Erkenntnis über den Antichristen niemand rettet. Selbst als sie Rom in seiner Natur entlarvt haben, als sie plötzlich wissen, Rom ist unser Feind, macht das sie noch nicht automatisch zum Freund Gottes. Wie viele heute glauben vielleicht, dass sie gut mit Gott stehen, einzig und allein, weil sie wissen, wer der Antichrist ist und glauben, dass darum besteht das Evangelium. Ich weiß, wer der Antichrist ist, ich benenne den Antichristen. Fühlt euch vor Rom und glauben, das ist schon irgendwie alles, was zum Evangelium dazugehört. Den Antichristen richtig zu benennen hat noch keinen einzigen Schritt, bedeutet keinen Schritt gemacht zu haben Richtung Gott.
[24:53] Die Menschen werden am Ende zwar wissen, dass Rom sie getäuscht hat, sie werden das erkennen, sie werden theologisch sagen können, der Sabbat war richtig, der Sonntag war falsch, aber sie werden trotzdem Gott hassen. Was also ein wirklich ein wichtiger wichtiger Punkt ist, den man im Prinzip ja eigentlich wissen, aber den man nicht tief genug sich überlegen kann, dass die rein formale intellektuelle Kenntnis kein Mensch retten wird. Niemand wird dadurch gerettet und wenn es möglich wäre, dass sie gerettet werden würden, würde er sie ja noch retten oder Gott sagt ja nicht, es würde zwar noch gehen, aber ich habe keine Lust mehr, jetzt müsst ihr halt sterben. Nein, die Tatsache, dass die sieben Plagen ohne Gnade ist, ist ja nicht so, dass Gott aufgehört hat, gnädig zu sein, sondern weil es da keine Möglichkeit der Gnade mehr gibt, weil sie unempfänglich sind für die Gnade. Man kann also gar die Wahrheit wissen über Rom und unempfänglich sein für die Gnade. Millionen Menschen werden verloren gehen mit dem Wissen, dass der Papst Antichrist ist.
[25:57] Wir haben gesehen, die Prophetie dient ja nicht dazu, dass wir wissen, wer unser Feind ist, die Prophetie dient dazu, wie wir im Seminar vorgesehen haben, dass der Morgenstern unserem Herz aufgeht. Wenn das nicht geschieht, nützt alle Korrektheit der Interpretation überhaupt gar nichts. Wenn ich weiß, wer mein Feind ist, habe ich noch keinen besseren Charakter. Ich bin dann zwar nicht mehr verführt, aber immer noch böse. Nur Jesus und sein Evangelium können meinen Charakter verändern. Dann ist es immer noch wichtig zu wissen, wer mein Feind ist. Es ist immer noch wichtig zu wissen, wo ich aufpassen muss, wo Verführung droht. Aber ich glaube, mit diesem Gedanken lohnt es sich ja zu schließen hier über die Plagen.
[26:39] Am Ende, die meisten Menschen, die verloren gehen, werden dann wissen, dass es Gott gibt. Sie werden wissen, dass Gott recht hat. Sie werden wissen, dass die zehn Gebote wahr sind, aber sie werden trotzdem Gott nicht lieben. Und das zeigt uns, dass das Evangelium etwas tiefer sein muss als die Erkenntnis im Sinne von intellektuellem Wissen. Ab dem nächsten Mal werden wir uns dann Offenbarung 17 zuwenden. An dieser Stelle unterbricht die Offenbarung den Fluss der Ereignisse und sagt, okay, ich möchte euch noch mehr erzählen. Ein Engel kommt dann zu Johannes und sagt, ich erzähle noch ein bisschen mehr über Babylon. Und Offenbarung 17 gehört wahrscheinlich so zu den faszinierendsten und spannendsten Kapiteln der Offenbarung. Also das wird uns wirklich in den nächsten Wochen intensiv beschäftigen, wird sehr spannend werden. Aber an dieser Stelle mal ein gedanklicher Schnitt mit den Plagen. Lasst uns noch gemeinsam niederknien und beten.
[27:47] Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass du uns erneut gezeigt hast, dass intellektuelles Wissen niemanden retten kann. Dass du uns gezeigt hast, dass am Ende der Zeit Millionen Menschen zwar korrekt die Natur Roms erkannt haben werden und auch wissen dann, welches der richtige Ruhetag ist, aber trotzdem ein unbekehrtes Herz haben werden. Bitte bewahre uns davor, bewahre mich, bewahre jeden Einzelnen von uns, dass wir einen rein intellektuellen Glauben haben. Sondern bitte gib, dass wir durch die Beschäftigung mit dir Tag für Tag, wir in dir wachsen können und dass du als der Morgenstern in unseren Herzen aufgehst, dass du immer sichtbarer wirst in dem, was wir sagen und tun. Und wir danken dir, dass dein Heiliger Geist das möglich macht und dass wir dadurch vorbereitet werden auf die Endzeit, auf die sieben letzten Plagen. Hab Dank, dass wir wissen dürfen, dass wenn die ganze Welt zusammenbricht, der Himmel vergeht, dass jeder, der versiegelt ist, der mit dir im Bund steht, sich keine Gedanken machen braucht, weil du ihn beschützen hast. Hab Dank, dass wir diese Zusicherung haben, dass wir uns darauf vertrauen dürfen, dass du uns liebst. Amen.