In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour, basierend auf den Petrusbriefen, geht es darum, wie wir als Christen ein Leben führen können, das Gott ehrt. Sprecher Ronny Schreiber beleuchtet die Bedeutung von Liebe, Vergebung und einem gottgefälligen Charakter. Anhand biblischer Beispiele wie Abraham und der Apostel Paulus wird gezeigt, wie wir uns von der Welt absondern und stattdessen ein Segen für andere werden können. Die Lektion betont die Kraft des Heiligen Geistes, unser Leben zu verändern und uns zu helfen, dem Vorbild Jesu zu folgen.
„Weide meine Schafe“ Erster und zweiter Petrusbrief (CSH 2017 Q2): 5. Für Gott leben
Ronny Schreiber · Cannstatt Study Hour 2017 Q2: Die Petrusbriefe ·Themen: 1. Petrus, 2. Samuel, Altes Testament, Bibel, Bibelstudium, Galater, Neues Testament, RömerWeitere Aufnahmen
Serie: Cannstatt Study Hour 2017 Q2: Die Petrusbriefe
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Transkript
[0:00] Hallo und herzlich Willkommen zur Cannstatt Study Hour. Wir sind immer noch in den Petrusbriefen und wir werden diese Woche das fünfte Kapitel betrachten. Das fünfte Kapitel, das da heißt: "Für Gott leben".
[0:30] Nun, dieses Kapitel steht unter dem Merkvers: "Denn die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten und seine Ohren hören auf ihr Flehen. Das Angesicht des Herrn aber ist gegen die gerichtet, die Böses tun." Nun, Gott, der Herr, wird diejenigen segnen, die ein Segen für andere sind. Darum soll es heute gehen und es soll uns ein bisschen zeigen, wie wir als Christen leben. Wir schauen in die Bibel und bevor wir anfangen, lasst uns den Geist bitten, dass er unser Lehrer ist, dass er uns in die Schrift hineinführt.
[0:59] Unser lieber Vater im Himmel, wir sind dir so dankbar dafür, dass wir jetzt dein Wort studieren dürfen und wir möchten dich bitten und dich einladen, dass du bei uns bist, dass du uns hilfst, dein Wort in rechter Weise zu verstehen. Und wir danken dir schon jetzt dafür. Im Namen Jesu. Amen.
[1:13] Wir wollen auch gleich anfangen mit unserem ersten Bibeltext. Unseren ersten Bibeltext finden wir im ersten Petrusbrief, erster Petrus im dritten Kapitel, und wir lesen Vers 8 und 9. Erster Petrus 3, Vers 8 und 9.
[1:30] Petrus sagt hier: "Endlich aber seid alle gleichgesinnt, mitfühlend, voll brüderlicher Liebe, barmherzig, gütig. Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Schmähung mit Schmähung, sondern im Gegenteil, segnet, weil ihr wisst, dass ihr dazu berufen seid, Segen zu erben." Weil ihr dazu berufen seid, Segen zu erben, darum segnet. Vergeltet nicht Schmähung mit Schmähung oder Böses mit Bösem, denn wenn euch jemand etwas Schlechtes tut, etwas Böses tut, dann sollt ihr das nicht zurückgeben, sondern ihr sollt sogar segnen.
[2:09] Nun, das mag ungewöhnlich klingen in der heutigen Welt, aber das ist genau das, was Petrus hier sagt. Nun, ihr sollt ein Segen sein, so wie auch euer Vater im Himmel ein Segen ist für alle Menschen. So sollen auch wir ein Segen sein für alle Menschen, interessanterweise zu unseren lieben Brüdern, aber auch zu unseren Feinden.
[2:28] Nun, woher kommt das? Ihr sollt ein Segen sein. Schauen wir mal, das war schon immer Gottes Plan mit seinem Volk, ein Segen zu sein für andere. Wir gehen mal in das erste Buch Mose und gucken uns mal die Verheißung an, die Gott dem Abraham damals gegeben hat. 1. Mose Kapitel 12. 1. Mose 12 und hier lesen wir die Verse 1, 2 und 3.
[2:57] 1. Mose 12, 1, 2 und 3. "Der Herr aber hatte zu Abraham gesprochen: Geh hinaus aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde. Und ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen. Und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf der Erde."
[3:25] Gott hatte schon eine Verheißung gegeben. In Abraham sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf der Erde. Nun, Abrahams Verheißung war: Sei ein Segen. Geh aus deines Vaters Land heraus und sei ein Segen.
[3:40] Nun, nach der Bibel sind auch wir Abrahams Same. Galater 3, Vers 29 macht jeden Nachfolger Christi zu einem Nachkommen Abrahams und damit stehen auch wir unter dieser Verheißung: Ihr sollt ein Segen sein.
[3:54] Nun, Abraham lebte auf dieser Welt, aber er war nicht von dieser Welt. Abraham lebte hier und er lebte Zeit seines Lebens in Zelten. Er zog umher und er hatte vermieden, einen festen Wohnsitz zu nehmen, zum Beispiel in der Stadt Sodom, ganz im Gegensatz zu seinem Neffen Lot, der sich dort ansiedelte. Aber Abraham war es wichtig, seinen Charakter zu bewahren und ihn nicht von der Welt verderben zu lassen. Er wollte hier einen Charakter entwickeln, der dem Charakter Gottes entsprach und nicht in die Bosheit und die Sünde der Welt fallen. Und deswegen hat er bestimmte Dinge gemieden.
[4:31] So hat er sich zum Beispiel auch nicht nach Sodom angesiedelt, obwohl der Platz damals um Sodom rum – Ellen White beschreibt ihn als, es war ähnlich wie im Garten Eden in Sodom, von der Natur, von der Landschaft. Aber Abraham hat sich lieber die Hügelketten ausgesucht, wo er gewohnt hat, wo er zwischen seinen Herden gelebt hat, wo er mit seinem Volk gewohnt hat und in Zelten, Zeit seines Lebens. Er war immer ein Fremdling auf Erden. Er hat an vielen Dingen, die diese Welt ihm bot, nicht teilgenommen. Er wollte seinen Charakter bewahren.
[5:05] Nun, wir schauen mal in Hebräer 11. Paulus schreibt von ihm. Hebräer 11, das große Kapitel über die Glaubenszeugen. Und da lesen wir auch die Geschichte von Abraham. Hebräer 11, Vers 9 und 10. Hier heißt es: "Durch Glauben hielt er sich in einem Land der Verheißung auf wie in einem fremden und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung. Denn er wartete auf die Stadt, welche die Grundfesten hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist."
[5:37] Abraham lebte als Fremdling auf Erden, denn er hatte eine Hoffnung, eine Verheißung. Er hat die Dinge auf der Welt nicht mitgemacht, die seinen Charakter gefährdeten, auf Hoffnung hin. Er wollte seinen Charakter bewahren, damit er eines Tages in die Stadt einziehen kann, die der Herr selbst gebaut hatte, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist.
[6:00] Abraham wollte in das echte gelobte Land. Er wollte das neue Jerusalem sehen, und um das zu sehen, ist er der Welt ein Fremdling gewesen. Nun ist auch unsere Entscheidung, ob wir der Welt ein Fremdling sein wollen, um uns vorzubereiten auf das neue Jerusalem. Die Zeitspanne haben wir, solange wir leben. Eine Vorbereitungszeit für das neue Jerusalem, denn auch wir sind nicht von dieser Welt.
[6:29] Nun, das klingt interessant. Was heißt das? Wir schauen mal in Johannes 17. Wir sind nicht von dieser Welt. Jesus sagt das zu seinen Jüngern. Johannes 17, zum Beispiel in Vers 16. Da heißt es: "Sie sind nicht von der Welt, gleich wie auch ich nicht von der Welt bin."
[6:45] So wie Jesus Christus nicht von der Welt ist, so seid auch ihr nicht von der Welt, wenn ihr Christus nachfolgt. Denn Paulus sagt in Philipper 3, Vers 20: "Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel", und das, obwohl wir noch hier auf der Welt leben.
[7:03] Christus wusste das. Seine Jünger gehören nicht mehr zur Welt, denn sie haben die Regierung Gottes wieder anerkannt. Satan war der Fürst dieser Welt, und die Jünger haben sich, während sie auf der Welt lebten, gegen seine Regierung entschieden und haben sich dem Herrn der Herren unterstellt, haben sich also unter die Liebe Gottes gestellt und haben Gott und sein liebevolles Gesetz als höchsten Maßstab angenommen. Und damit waren sie von der Welt gehasst oder ausgestoßen und gehörten fortan ins Himmelreich.
[7:31] Christus wusste das, und in diesem Kapitel, in Johannes 17, an mehreren Stellen sagt er immer: Sie gehören nicht zu dieser Welt, sie sind nicht mehr von hier, sind meine Jünger, sie haben keinen Anteil mehr auf dieser Welt.
[7:42] Wir schauen mal in Vers 11, in Johannes 17, Vers 11 heißt es: "Und ich bin nicht mehr in der Welt. Diese aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, damit sie eins sind, gleich wie wir."
[8:01] Jesus Christus wollte, dass seine Jünger eins sind, genau wie Christus und sein Vater eins sind. Nun, Christus und sein Vater ist ja was Besonderes, denn Gott im Himmel, sein Charakter ist Liebe, und Christus sagt: Wenn ihr mich seht, seht ihr den Vater.
[8:20] Nun, Christus trug den Charakter Gottes an sich. Er war eins mit seinem Vater, und nun bittet er: Lasst doch meine Jünger auch eins sein, so wie wir eins sind. Also die Liebe, die zwischen Christus und seinem Vater steht, die soll auch zwischen den Jüngern stehen.
[8:35] Und das zeichnet die Gemeinde Gottes aus, diese Liebe zwischeneinander. Denn wir haben uns ja entschieden, dem Gesetz der Liebe zu folgen. Liebe soll in unsere Herzen geschrieben werden, und damit wird Liebe zu unserem Erkennungszeichen auf dieser Welt. Auf dieser Welt gibt es viele Systeme, viele Möglichkeiten, viele Arten, Dinge zu tun, aber unsere Möglichkeiten, unser System, unser Gesetz ist immer die Liebe in allem, was wir tun. Das soll es sein.
[9:03] Nun, wenn wir vom Johannesevangelium mal in den Johannesbrief springen, und zwar in den ersten, beschreibt Johannes noch mehr über diese Liebe. Erster Johannes, Kapitel 4, Vers 7. Erster Johannes 4, Vers 7. "Geliebte, lasst uns einander lieben, denn die Liebe ist aus Gott, und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren und erkennt Gott."
[9:32] Jeder, der liebt, ist aus Gott geboren, er gehört nicht mehr zu dieser Welt. Und dann sagt er das so scharf nachher in Vers 20, sagt er dann: "Wenn jemand sagt, ich liebe Gott und hasst doch seinen Bruder, so ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann der Gott lieben, den er nicht sieht?"
[9:53] Wenn da jemand behauptet, er hätte Liebe zu Gott, aber er hasst seinen Bruder, dann ist er ein Lügner. Gibt es solche Menschen heute? Vielleicht Christen, Adventisten, die sagen: Ich liebe Gott, und dann aber einen Hass auf ihre Brüder haben und zum Verkläger ihrer Brüder werden? Dann, sagt Johannes, sind sie nicht aus Gott.
[10:16] Versteht mich nicht falsch. Wir müssen immer in der Wahrheit bleiben. Wir müssen die Sünde hassen, aber nicht den Menschen, nicht den Sünder.
[10:22] Wir gehen mal in den ersten Korinther und lesen mal von Paulus. Erster Korinther, Kapitel 12, Versen 12-14. Paulus sagte: "Denn gleich wie der Leib einer ist und auch viele Glieder hat, alle Glieder des einen Leibes aber, obwohl es viele sind, als Leib eins sind, so auch der Christus. Denn wir sind ja alle durch den einen Geist in einen Leib hineingetauft worden, ob wir Juden sind oder Griechen, Knechte oder Freie, und wir sind alle getränkt worden zu einem Geist."
[11:01] Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele. Vers 15: "Wenn der Fuß spräche: Ich bin keine Hand, darum gehöre ich nicht zum Leib, gehört er deswegen etwa nicht zum Leib?"
[11:12] Und Paulus sagt, die Gaben in der Gemeinde sind unterschiedlich verteilt. Jeder hat bestimmte Gaben und jeder arbeitet in bestimmten Feldern. Der eine macht Buchevangelisation, der andere hält vielleicht Bibelstunden von Haus zu Haus, ein anderer empfängt die Leute, die in die Gemeinde kommen, ein anderer betet morgens, mittags, abends für die Gemeinde und für die Geschwister dort, und ein anderer predigt, ein anderer putzt die Gemeinde, sorgt dafür, dass alles gut aussieht, wenn die Menschen kommen. Andere Leute kümmern sich um die Technik, andere pflegen den Garten. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich in der Gemeinde einzubringen, und jeder hat seinen Standpunkt.
[11:53] Verbunden sein soll alles in Liebe. Wenn einer mit mir nicht auf die Straße geht und einen Bücherstand macht, soll ich nicht böse gegen ihn sein, weil er das vielleicht einfach nicht kann. Vielleicht ist es mehr seine Arbeit, mit den Menschen Bibelstunden zu halten oder zu predigen oder sich um sonst welche Aufgaben zu kümmern, aber ich muss meinen Bruder so annehmen, wie er ist, und vielleicht gibt ihm Gott noch die Gabe, sich noch an anderen Dingen zu engagieren, und mir auch.
[12:23] Wir sollen es versuchen, wir sollen für Gott arbeiten, und wir sollen in Liebe arbeiten, denn wenn wir nicht in Liebe arbeiten, wenn wir sowas auf Zwang machen, dann liegt der Segen Gottes da nicht drauf. Wir sollen in Liebe arbeiten und wir sollen einander helfen, auch neue Felder zu entdecken, gemeinsam größere Projekte auch zu planen, was zu machen. Nur wenn einer sagt: Ich kann das nicht tun, vielleicht gehöre ich deswegen nicht zur Gemeinde, trotzdem gehört er zur Gemeinde.
[12:49] Gott hat ihn berufen und hat ihm auch Fähigkeiten gegeben, und jeder, der sich bemüht, seine Fähigkeiten zu entdecken und einzubringen, der wird auch darin gesegnet, diese Fähigkeiten auch zu finden, und er wird sogar noch neue bekommen, wenn er das, was er hat, für den Herrn einsetzt. Lasst uns nicht gegeneinander missmutig sein, wenn die Gaben so verteilt sind, wie wir es vielleicht nicht erwartet haben. Lasst uns helfen und lasst uns in Liebe einander begegnen, denn wenn wir uns gegenseitig aufbauen und auch zu größeren Dingen fähig werden in der Gemeinde.
[13:19] Wir gehen nochmal zurück zum Petrusbrief, 1. Petrus 3, und hier lesen wir 18-21. "Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führe. Und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist, in welchem er auch hinging und den Geistern im Gefängnis verkündigte, die vor Zeiten sich weigerten zu glauben, als Gottes Langmut einstmals zuwartete in den Tagen Noahs, während die Arche zugerichtet wurde, in der wenige, nämlich acht Seelen, hindurch gerettet wurden durch das Wasser, die es jetzt auch uns in einem bildlichen Sinn rettet, in der Taufe, die nicht ein Abtun der Unreinheit des Fleisches ist, sondern das Zeugnis eines guten Gewissens vor Gott durch die Auferstehung Jesu Christi."
[14:25] Christus hat also schon vor der Sintflut den Menschen das Evangelium gebracht. Er hat durch den Geist den Geistern im Gefängnis verkündigt, also er hat schon den Menschen, die damals zu Zeiten Noahs, sagt er hier, Gefangene in dieser Welt waren, den hat er das Evangelium schon gebracht, denn er wollte sie befreien aus der Welt, so wie er Israel aus Ägypten befreit hat, so wie er auch uns heute von der Welt befreien möchte.
[14:56] Er möchte uns Freiheit schenken. Er hat damals das Evangelium verkündet, und die Menschen, die zur Welt gehörten, die wollte er davon retten, denn die Welt kam unter ein Gericht, das war damals die Sintflut, und so richtete er eine Arche zu, ein Holz, und jeder, der zu diesem Holz kam, wurde durch dieses Holz gerettet.
[15:14] Das macht Christus mit uns auch. Auch wir haben dieses Holz, dieses Kreuz, und wenn wir dort hinkommen, werden wir von der alten Welt, von der Welt, in der wir gelebt haben, durchs Wasser hindurch gerettet werden in eine neue.
[15:29] Nun, was meint das? So wie unser alter Mensch gekreuzigt und begraben werden muss, zu Tode gelegt werden muss, so ist das sinnbildlich auch damals zur Zeit der Sintflut passiert. Als die Arche über die Wasser fuhr, durchs Wasser hindurch, die alte Welt ausgelöscht wurde und es in eine neue ging.
[15:56] Auch so sollen wir im Sinnbild der Taufe, davon spricht Paulus ja hier, im Sinnbild der Taufe, sollen auch wir unser altes Leben verlieren, durch das Wasser und zu einem neuen Leben auferstehen. Also das, was früher weltlich war in uns, soll unter ein Gericht fallen, soll ausgemerzt werden, damit die Liebe in uns hervorkommen kann.
[16:17] Das ist die Idee, das ist das, was der Geist damals machen wollte, und das ist das, was der Geist auch heute mit uns machen möchte. Er möchte unser Leben verändern.
[16:26] Nun, schaut mal mit mir in Römer 8, Vers 11. Römer 8, Vers 11. "Wenn aber der Geist dessen, der Jesus aus den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird derselbe, der Christus aus den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt."
[16:55] Der Geist hat Christus auferweckt, und dieser gleiche Geist möchte auch uns auferwecken. Wenn wir tot sind, also wenn wir geistlich tot sind, wenn wir in der Welt leben, möchte der Geist auch uns auferwecken. Er möchte uns wieder lebendig machen.
[17:11] Ja, der Geist wird uns lebendig machen, wenn wir denn sterben, wirklich leiblich sterben. Er wird uns aus dem Grab rufen, die Stimme des Erzengels, Christus selbst wird uns rufen: Heute werden wir lebendig gemacht. Aber schon heute, wenn wir zur Welt gehören, also geistlich tot sind, möchte der Geist uns auferwecken.
[17:28] Er möchte aus unserem dunklen Herzen, aus dem Tohuwabohu in unserem Herzen, möchte er Leben hervorbringen, so wie er es damals schon gemacht hat, als die Welt wüst und leer war. Dann schwebte der Geist Gottes über den Wassern, und es wurde Licht auf diesem, auf diesem Planeten. Das soll bei uns im Herzen auch passieren, sprach es werde Licht, und es soll hervorkommen, das Licht in unserem Leben.
[17:51] Nun, wie geschieht das? Wie macht der Geist das, dass mein alter Mensch stirbt und der neue Mensch hervorkommt? Wie sieht dieses Sterben aus? Wann geschieht das? Wann muss ich diesen Tod sterben, dass der alte Mensch stirbt und der neue hervorkommt?
[18:08] Dazu gucken wir mal in 1. Korinther 15, Vers 31. 1. Korinther 15, Vers 31. Paulus sagt hier: "So wahr ihr mein Ruhm seid, den ich, den ich habe in Christus Jesus, unserem Herrn."
[18:27] "Ich sterbe täglich." Paulus sagt, ich sterbe täglich. Paulus musste jeden Tag sterben. Der alte Mensch, der Saulus, der musste jeden Tag sterben.
[18:45] Und das muss unser alter Mensch auch, denn wir sind ja immer noch irgendwie verbunden mit der Welt. Wir gehören nicht mehr zur Welt, aber wir sind immer noch verbunden, und das zieht manchmal in unserem Herzen, und das zieht uns manchmal in die Sünde, und das muss absterben. Der alte Mensch, der uns immer noch in die Sünde zieht, der das Gesetz Gottes nicht anerkennen möchte, der muss absterben, täglich. Diesen Kampf, den wir kämpfen bis an unser Lebensende, den kämpfen wir mit dem alten Ich, mit dem alten Menschen.
[19:13] Und was wir tun müssen: Wir geben Jesus Christus unsere Wünsche, unsere Träume, unsere Pläne. Und wir bitten ihn: Bitte schaffe in mir ein neues Herz, bitte gib mir ein neues Herz, lass mich von Neuem anfangen, nimm das Alte weg, nimm meine Pläne hin, nimm meine Wünsche hin, nimm alle meine Ideen und lass mich in deinem Gesetz leben. Ich möchte dir zur Ehre leben.
[19:42] Und Christus wird das tun in uns. Er ist der Anfänger und er ist der Vollender unseres Glaubens, das Alpha und das Omega. Aber er macht das nicht gegen unseren Willen, deswegen müssen wir ihn bitten. Und wie lange dauert das, wenn ich ihm dieses Gebet bringe? Paulus sagt: Ich sterbe täglich. Ich gebe jeden Tag mein Leben in die Hand Gottes und bitte ihn, meine Wege zu lenken und zu leiten, mich dahin zu führen, wo er mich gebrauchen möchte, mir zu helfen, mein sündiges Ich abzulegen in dem, was er mir täglich zeigt, was er mich täglich lehrt.
[20:12] Und dann 2. Korinther, wir gehen in den nächsten Brief. 2. Korinther 3, Vers 18. Hier sagt Paulus: "Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen wie in einen Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn."
[20:32] Wenn wir uns auf Christus konzentrieren, wenn wir Christus suchen im Leben, Christus suchen in seinem Wort, wenn wir Christus suchen in unseren Gedanken, wenn wir nah bei Christus sind, dann werden wir verwandelt werden von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, also Stück für Stück von Charaktereigenschaft zu Charaktereigenschaft. Unser ganzes Herz wird erneuert. Das ist aber ein Prozess, das dauert. Wir sterben täglich.
[20:56] Nun, Johannes hat das mal gut beschrieben. Johannes 3, Vers 30. Also Johannes der Täufer hat das mal gut beschrieben. Johannes 3, Vers 30. Hier sagt er: "Er, also Christus, muss wachsen, ich aber muss abnehmen."
[21:18] Johannes, ein frommer Mann, und dennoch sagt er: Ich muss abnehmen. Mein Ich muss ausgemerzt werden, muss weg. Das, was mich an diese Welt bindet, meine Selbstherrlichkeit, das alles, das muss weg. Christus muss wachsen in mir, und das ist auch unsere Hoffnung: Christus in uns.
[21:40] Unser alter Leib stirbt, wird symbolisch in der Taufe begraben, aber stirbt danach noch täglich weiter. In der Taufe geben wir unsere Willenserklärung und sagen: Bitte, nimm mein altes Leben, mein alten Leib, begrabe ihn, und lass mich zu einem Neuen auferstehen. Und dann beginnt dieser Prozess, diese Heiligung. Dann macht Gott das, er lässt den alten Leib sterben, Stück für Stück. Er nimmt unsere alten, kaputten, fehlerhaften Wünsche von uns und gibt uns neue. Die Auferstehung. Wir müssen abnehmen, er aber muss wachsen.
[22:14] Das ist die Wiedergeburt, und damit kommen wir zum Dienstagsthema. Und wir gehen in 1. Petrus zurück, 1. Petrus 4, und wir lesen Vers 4, 5 und 6. Er fängt in 3 an, 3 bis 6. Petrus sagt hier: "Denn es ist für uns genug, dass wir die vergangene Zeit des Lebens nach dem Willen der Heiden zugebracht haben, indem wir uns gehen ließen in Ausschweifung, Begierden, Trunksucht, Belustigung, Trinkgelage und frevelhaften Götzendienst. Das befremdet sie, dass ihr nicht mitlauft in denselben heillosen Schlamm, und darum lästern sie. Sie werden aber dem Rechenschaft geben müssen, der bereit ist, die Lebendigen und die Toten zu richten. Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkündet worden, dass sie gerichtet würden im Fleisch, den menschengemäß, aber gottgemäß lebenden im Geist."
[23:13] Das befremdet sie, sagt Petrus, dass ihr nicht mitschwimmt in diesem heillosen Schlamm. Also, und was er da meint, sind natürlich, was er hier aufgezählt hat, die Trinkgelage, die Unzucht, der Götzendienst, dass ihr da nicht mitmacht. Auf der ganzen Welt, die ganze Welt tickt doch so. Götzendienst, also man strebt nach Karriere, nach irgendwelchen hohen Zielen, die doch eigentlich nichtig sind im Blick auf die Ewigkeit. Man sucht Vergnügung, man sucht Belustigung, man sucht Zerstreuung, und das will doch jeder, und ihr macht nicht mit. Das befremdet die Welt, dass ihr nicht mitlauft in diesen heillosen Schlamm.
[23:56] Und der Geist Gottes möchte uns die Kraft geben, dieses alte Leben zu überwinden, aus diesem Schlamm herauszukommen. Dieser Schlamm hält einen fest, aber der Geist Gottes ist stärker. Er zieht, er zieht uns da heraus. Wir sollen da nicht mehr mitmachen, das möchte Christus.
[24:13] Denn wenn wir Christen sind, sagen wir ja, wir folgen unserem Meister, wir folgen unserem Herrn Jesus Christus. Und wenn die Menschen uns da in diesem Schlamm stecken sehen, also all diese Zerstreuung machen oder uns betrinken oder was auch immer, dann fällt das auf Christus zurück, und das möchte der Geist Gottes nicht.
[24:31] Er möchte, da wir uns Christen nennen, uns da rausziehen, damit die Ehre auf Jesus Christus fällt. Und das soll auch unser Ziel sein, Gott die Ehre zu geben. Er möchte uns von den Dingen losnehmen, die schlecht sind für uns. Also Dinge, die uns vielleicht in der Vergangenheit einmal Freude bereitet haben, aber die eigentlich schlecht sind.
[24:50] Also schlechte Angewohnheiten, das können viele Dinge sein. Trunksucht hat uns vielleicht in der Vergangenheit mal Freude bereitet, ist aber schlecht für uns, und der Geist möchte uns davon befreien. Oder Essgelage, Füllerei hat uns vielleicht in der Vergangenheit mal Freude gemacht, aber der Geist möchte uns davon befreien. Oder Belustigung, wie Petrus das hier nennt, Belustigung, also Filme, Computerspiele, Zerstreuung hat uns vielleicht in der Vergangenheit mal Freude gemacht, aber das ist nicht gut für uns, denn es hat Einwirkungen auf unseren Charakter, und Gott möchte uns retten, also wird der Geist uns davon befreien.
[25:28] Dinge, die schlecht sind für uns und für unser ewiges Heil, möchte der Geist von uns fernhalten. Und so meldet sich auch ab und zu unser Gewissen, wenn wir solche Dinge machen. Dann zeigt uns der Geist: Geht da raus, macht da nicht mit, euer Charakter nimmt Schaden.
[25:45] Nicht aus eigener Kraft komme ich da raus, nicht aus eigener Kraft kann ich diese Dinge alle lassen, aber der Geist Gottes gibt uns die Kraft, das zu tun. Er hat die Kraft, unser Herz zu verändern. So wie Gott damals seine 10 Gebote, das Gesetz seiner Liebe in Stein geschrieben hat, so möchte er auch dieses Gebot in unser Herz hineinschreiben.
[26:04] Unser Sinn richtet sich dann plötzlich auf heilige Dinge. Plötzlich sind die Dinge, die uns früher Spaß gemacht haben, gar nichts mehr wert für uns. Wir erachten es als nichts. Und die Dinge, die aber heilig und gut für uns sind, die reinen Dinge, auf die ist unser Sinn plötzlich gerichtet. Das ist was Schönes. Ich wünsche mir, dass das so in mir ist. Und da ich das nicht selbst tun kann, bitte ich den Geist Gottes, dass er das in mir macht, dass er meinen Sinn darauf richtet, dass ich da Gefallen daran habe, dass das was Schönes ist.
[26:34] Aber die Welt befremdet das, denn sie kennt Christus nicht. Sie wird fragen: Ist das denn wirklich schöner? Dieses Neue, das sieht so anders aus, als wir es kennen in der Welt. Es befremdet sie.
[26:45] Und dann heißt es hier, Petrus sagt hier: "Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkündigt worden." Nun, warum? Damit sie im Fleisch gerichtet werden, aber im Geist leben.
[26:58] Nun, den Toten ist das Evangelium verkündet worden, damit sie im Geist leben, das Fleisch soll gerichtet werden. Auch du und ich, wenn wir geistlich tot sind, genau in dem Zustand, dann hören wir das Evangelium. Denn nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken.
[27:15] Den Toten wird das Evangelium verkündigt, damit was passiert? Damit das Fleisch gekreuzigt wird, damit das Fleisch zugrunde geht, aber der Geist lebt in Gott. Wenn wir das Evangelium bekommen, wird das Evangelium irgendwas mit unserem Herzen machen. Das Evangelium wirkt in unser Herz hinein.
[27:31] Paulus sagt in Römer 1, Vers 16: "Denn ich schäme mich des Evangeliums Christi nicht, denn es ist Gottes Kraft zur Errettung, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen." Er sagt hier in Römer 1, Vers 16: Ich schäme mich nicht, denn das Evangelium ist eine Kraft.
[27:47] Wenn das Evangelium in mein Herz hinein wirkt, dann wird dieser tote Mensch plötzlich durch den Geist lebendig. Plötzlich wird das Fleisch gerichtet, das Weltliche wird gerichtet, damit ich lebe im Geist.
[28:05] Christus möchte mich verändern. Er möchte mich aus dieser Welt herausholen. In Galater 4, Vers 19, da lesen wir dazu, noch Paulus. Galater 4, Vers 19. Da heißt es: "Meine Kinder, um die ich noch einmal Geburtswehen leide, bis Christus in euch Gestalt gewinnt."
[28:28] Also Paulus wusste, Christus muss in uns Gestalt gewinnen. Er muss sichtbar werden, er muss hervorkommen. Die Menschen müssen, wenn sie euch sehen, Christus sehen, die Liebe. An eurem liebevollen Umgang wird die Welt erkennen, dass ihr Christen seid. An dem liebevollen Umgang zu euren Geschwistern, aber auch zu Fremden. Sogar an dem liebevollen Umgang zu euren Feinden. Ein Zeichen, das nicht übersehen werden kann. Die Welt wird erkennen, dass ihr Christen seid. Christus gewinnt in euch Gestalt.
[29:03] Nun schauen wir mal zu dem Mittwochsthema, das ganz interessant war. Da gehen wir in 1. Petrus wieder zurück, Kapitel 4, und wir lesen hier den 3. Vers. 1. Petrus 4, hier Vers 3.
[29:20] Petrus sagt hier: "Denn es ist für uns genug, dass wir die vergangene Zeit des Lebens nach dem Willen der Heiden zugebracht haben, indem wir uns gehen ließen in Ausschweifung, Begierden, Trunksucht, Belustigung, Trinkgelage und frevelhaften Götzendienst."
[29:35] Petrus spricht hier Sünden an und verschiedenartige Sünden, aber das sind alles Sünden, die, wenn wir ehrlich sind, heute in unserer Zeit überhand nehmen. Sünden, die wir immer mehr entdecken in der Welt, egal wo wir schauen. Er spricht hier zum Beispiel von Unmäßigkeit. Also Unmäßigkeit, zum Beispiel übermäßig viel Nahrung, und es kann sogar gesunde Nahrung sein. Es kann sogar gesunde Nahrung sein, wenn ich davon übermäßig viel zu mir nehme, dann ist es schlecht. Wenn ich übermäßig viel von irgendetwas zu mir nehme, ist es schlecht für mich.
[30:11] Dann spricht er hier von sexuellen Sünden. Nehmen die nicht heute zu bei uns? Überall, wenn wir das Fernsehen einschalten, das Internet einschalten, wenn wir die Zeitung aufblättern. Nehmt nicht sexuelle Sünden heute überhand?
[30:27] Trinkgelagen, Alkoholexzesse ist nicht das, was wir heute sehen in der Welt. Wenn sich sogar nicht nur die Erwachsenen auf irgendwelchen Festen oder Feiern in Versammlungen betrinken, übermäßig viel Alkohol trinken, sondern sogar schon die Jugend sich trifft und das sogenannte moderne Komasaufen betreibt. Also man setzt sich zusammen und schüttet so viel Gift in sich rein, bis der Verstand nicht mehr so benebelt ist, nicht mehr funktioniert, dass die Menschen ohnmächtig werden. Also sozusagen ins Koma fallen.
[31:05] Also viele Dinge, die heute verkehrt laufen in der Welt, wozu die Welt auch animiert wird, das zu tun. Und sogar, wenn wir ein bisschen darauf achten, was wir tun, zum Beispiel wie wir leben oder was wir essen, wann wir essen, selbst da machen wir manchmal Fehler. Wir achten drauf, vielleicht das Gute zu essen, aber wir essen das Gute 20 Mal am Tag. Da kann unser Verdauungsapparat nicht arbeiten. Das ist Sünde gegen unseren Körper.
[31:36] Nun, es gibt viele, viele Probleme, gerade diese sind in der westlichen Welt sehr bekannt, diese Probleme, weil wir einfach im Überfluss leben. Nun, Unmoral, Sexualität, das finden wir heute überall, überall wird das propagiert und gezeigt. Und es wirkt, wenn man einen Spielfilm vergleicht von 1950 und vielleicht von heute. Die Sexualität ist dermaßen pervertiert worden, dass es immer auch einen Einfluss hat auf unseren Charakter, wenn wir uns das angucken.
[32:10] Nun, warum ist das so schlimm? Warum wird in diesem Kapitel hier extra eingegangen in unserer Lektion darauf, auf diese sexuellen Sünden? Weil das heute etwas Besonderes ist, was wir immer mehr in der Welt sehen. Und wenn wir das auf uns einprasseln lassen, dann wird es nicht nur sozusagen unseren Charakter negativ verändern, sondern auch unser Verständnis vom Evangelium verkehren.
[32:38] Ich möchte dazu mal in Lukas 17, Vers 26 oder ab Vers 26 lesen. Lukas 17, ab Vers 26. Warum geht der Autor gerade auf diese Sünden ein? Lukas 17, ab Vers 26, 26 bis 30. Jesus sagt:
[33:21] "Ebenso ging es auch in den Tagen Lots zu. Als Lot aus Sodom wegging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und vertilgte alle. Gerade so wird es sein an dem Tag, da der Sohn des Menschen geoffenbart wird."
[33:45] Christus vergleicht hier die Zeit Noahs und dann kam das Gericht. Was war in der Zeit Noahs? Sie aßen und tranken und sie heirateten, wen sie wollten. Also Esslust und man heiratet, wen man will. Sexuelle Probleme in der Welt.
[34:04] Dann zur Zeit Sodoms. Da haben wir sogar ein relativ genaues Bild, wenn wir uns die Geschichte von Lot angucken. Was haben wir da? Unmäßigkeit und vor allem sexuelle Unmoral in Sodom. Das ist schon so pervers geworden, dass sich heute sogar das Wort Sodomie daraus entwickelt hat.
[34:23] Und dann sagt Christus: So wie das da war und wie es da war, so wird es am Ende der Zeiten auch sein, bevor ich wiederkomme. Diese Unmoral hat Überhand genommen, und das Gericht kam zur Sintflut. In Sodom, die Unmoral hat Überhand genommen, und das Gericht kam, Feuer und Schwefel regnete vom Himmel. Am Ende, die Unmoral nimmt wieder Überhand, und das Gericht kommt. Das wird sich wiederholen, genau das gleiche.
[34:48] Die Welt wird dahin gehen, also die Welt wird dahin driften. Diese sämtlichen Moralvorstellungen werden über Bord geworfen werden, und dann schaut die Welt auf euch. Warum macht ihr nicht mit? Warum seid ihr noch so altmodisch? Gerade in diesem ganzen sexuellen Ding.
[35:06] Nun, heute neigt die Welt dazu, wie in Sodom, sozusagen jede Art von Sexualität zu akzeptieren. Also es müssen nicht mal mehr Mann und Frau sein. Und das führt dahin, dass unser Verständnis vom Evangelium zerstört wird. Denn diese Idee, dass Mann und Frau einzeln, Sexualität sozusagen für Mann und Frau, soll uns ein Sinnbild geben für Christus und seine Gemeinde, dieses Eins werden.
[35:36] Wir schauen mal rein, wie Paulus das beschreibt in Epheser 5, Vers 31 und 32. Epheser 5, 31 und 32. Hier sagt Paulus: "Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein. Dieses Geheimnis ist groß, ich aber deute es auf Christus und die Gemeinde", sagt er.
[36:04] Er sagt, dieses Geheimnis ist groß, zwei werden eins werden, ein Mann und eine Frau werden ein Fleisch werden. Dieses Geheimnis ist groß, ich aber deute es auf Christus und die Gemeinde. Die Ehe ist ein Symbol, sagt er, für Christus und seine Gemeinde, für die Beziehung der Gemeinde zu Gott.
[36:22] Die Ehe ist ein Symbol. Nun, was passiert, wenn wir dieses Symbol kaputt machen? Dann erkennen wir nicht mehr, was es meint, die Treue zwischeneinander zu haben. Christus wird seiner Gemeinde immer treu sein. Und dieses Bild sollen wir in der Ehe sehen, denn auch in der Ehe gibt es Höhen und Tiefen, aber die Treue darf damit niemals gefährdet sein. Christus wird uns immer treu sein, und wir als Gemeinde sollen ihm auch immer treu sein, egal ob Höhen oder Tiefen. Es gibt auch keine wechselnden Partner.
[36:55] Nun, dieses "zwei werden ein Fleisch sein", da gibt es ein Mann und eine Frau, und die beiden kommen zusammen. Zwei werden eins. Was passiert denn, wenn Mann und Frau eins werden? Wenn Mann und Frau zusammenkommen, zwei werden ein Fleisch, das etwas Schönes, das etwas Wunderbares, und Gott hat diesen Segen in die Ehe gegeben. Und was dabei herauskommt, ist die Frucht des Leibes. Mann und Frau kommen zusammen, sie werden eins. Die Frau wird schwanger, und ein Kind wird geboren. Die Frucht des Leibes.
[37:29] Schaut mal in 1. Korinther. Paulus spricht im 1. Korinther von etwas ganz Ähnlichem. 1. Korinther Kapitel 6. 1. Korinther Kapitel 6, Vers 16 und Vers 17. Hier heißt es: "Oder wisst ihr nicht, dass wer einer Hure anhängt, ein Leib mit ihr ist? Denn es werden, heißt es, die zwei ein Fleisch sein. Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm."
[37:57] Paulus vergleicht es über die Beziehung zwischen Mann und Frau mit der Beziehung zwischen uns und Gott. Mann und Frau können ein Fleisch sein, das etwas Wunderschönes, und hervorkommt eine Frucht. Der Mensch kann auch eines Geistes sein mit Gott.
[38:16] Die zwei sollen ganz nah zusammenkommen, so nah wie Mann und Frau sich kommen. Sollen auch Gott und der Mensch zusammenkommen, eines Geistes sein. Und was wird hervorkommen? Natürlich auch Frucht, aber nicht die Frucht des Leibes, sondern die Frucht des Geistes. Liebe, Langmut, Freude, Selbstbeherrschung. In Galater 5, Vers 22, die Frucht des Geistes kommt hervor.
[38:41] Wenn wir die Ehe kaputt machen, geht das Bild vom Evangelium kaputt. Wenn wir in dem heillosen Schlamm dieser Welt mitschwimmen, geht auch in uns das Evangelium von der Liebe Gottes und der Beziehung seiner Gemeinde kaputt. Deswegen trennt euch davon, von sexueller Unmoral.
[38:57] Schauen wir mal auf das Donnerstagsthema. 1. Petrus 4, Vers 7 und 8.
[39:11] "Es ist aber nahegekommen das Ende aller Dinge, so seid nun besonnen und nüchtern zum Gebet. Vor allem aber habt innige Liebe untereinander, denn die Liebe wird eine Menge von Sünden zudecken."
[39:35] Wenn ich Liebe zu meinem Bruder, zu meiner Schwester habe, innige Liebe zueinander, dann wird diese Liebe eine Menge von Sünden zudecken. Ja, unsere Geschwister machen Fehler, auch ich mache Fehler, aber wir werden dann nicht zum Ankläger unserer Brüder, wenn wir sie lieben.
[39:58] Denn auch Christus ist nicht gekommen, dass er die Welt richte, sondern damit er die Welt rette. Als Christus kam, hätte er der Ankläger aller werden können. Er war der Einzige, der das Recht dazu hatte. Aber er hat es nicht gemacht, denn er hatte innige Liebe zu seinen Menschen. Und er hat sie nicht verklagt, sondern er hat sie geliebt.
[40:18] Und das sollen wir auch tun. Durch Liebe übersehen wir den Splitter im Auge des Anderen. Und nicht nur das, wir werden sogar helfen, diesen Splitter herauszunehmen. Wir werden ihn nicht richten für diesen Splitter, den er am Auge hat, sondern wir werden helfen, diesen Splitter aus dem Auge zu ziehen. Und zwar auf wundervolle Art und Weise, ohne ihn dabei zu richten, ohne mit dem Finger auf ihn zu zeigen.
[40:42] Wie funktioniert das? Römer 12, Vers 20.
[40:58] Hier spricht Paulus sogar von Feinden, also von Leuten, die gegen uns sind. Wenn du das tust, wenn du deinen Feind liebst, dem, der gegen dich ist, wenn du ihm Liebe entgegenbringst, dann wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln.
[41:25] Was meint Paulus? Möchte er jemandem das Haupt verbrennen? Paulus war ein Pharisäer. Paulus kannte sich unglaublich gut im ganzen Alten Testament aus. Und diese feurigen Kohlen, die kannte er doch irgendwoher. Wir werden feurige Kohlen auf seinem Haupt sammeln. Wo finden wir diese feurigen Kohlen? Diese feurigen Kohlen finden wir nochmal in Jesaja 6, Vers 6, wo auch so eine feurige Kohle verwendet worden ist.
[41:52] Ich trage das mit mir auf. Jesaja 6, Vers 6. Da war nun Jesaja vor dem Throne Gottes, und da heißt es: "Da flog einer der Seraphim zu mir, und er hielt eine glühende Kohle in seiner Hand, die er mit der Zange vom Altar genommen hatte." Vers 7: "Und er berührte meinen Mund damit und sprach: Siehe, dies hat deine Lippen berührt, deine Schuld ist von dir genommen, und deine Sünde ist gesühnt."
[42:18] Der Engel hat diese feurige Kohle verwendet, um damit die Lippen von Jesaja zu berühren. Und dann hat er gesagt: Deine Schuld ist von dir genommen, deine Sünden sind gesühnt, durch diese feurige Kohle.
[42:29] Nun, was passiert, wenn ich feurige Kohlen auf das Haupt meines Feindes häufe? Feurige Kohlen auf jemanden, vielleicht auf den Bruder in meiner Gemeinde, bei dem ich diesen Splitter im Auge sehe. Nun, ich werde für ihn beten, und ich werde ihm Liebe entgegenbringen, und in Liebe, um ihn zu retten, um ihm zu helfen, werde ich Gebetszeiten für ihn haben. Ich werde mit ihm sprechen, ich werde in einer Liebe mit ihm sprechen, und ich werde beten, ich werde Gutes tun für ihn.
[42:59] Denn so sagt Paulus das in Römer 12: Wir werden Gutes tun. Wenn er Hunger hat, gib ihm was zu essen, hat er Durst, gib ihm was zu trinken. Ich werde Liebestaten an ihm tun. Umso mehr ich sehe, dass mein Bruder fällt und falsche Wege geht, umso mehr werde ich ihm nachlaufen. Das führt dazu, dass ich feurige Kohlen auf sein Haupt häufe.
[43:19] Feurige Kohlen, also ich bete für ihn, und feurige Kohlen kommen rauf. Diese feurigen Kohlen werden die Gedanken reinigen. Nun, wenn ich böse Gedanken habe, ich sehe, dass jemand vielleicht unmoralisch lebt, schlimme Dinge macht, und jetzt richte ich ihn nicht, werde nicht zum Ankläger meines Bruders, sondern ich rede mit ihm, und ich fange an, für ihn regelmäßig zu beten. Ich nehme ihn in mein Gebetsbuch auf. Ich halte für Bitte für ihn, jeden Tag.
[43:49] Ich werde feurige Kohlen auf sein Haupt, ich werde seine Gedanken reinigen. Die Gedanken, die vielleicht noch im heillosen Schlamm dieser Welt sind, werde ich herausretten. Durch die feurigen Kohlen, die Gedanken werden gereinigt, der Geist Gottes verändert ihn, verändert sein Herz, macht aus einem alten Herz ein neues Herz. Das erreiche ich nicht durch Zorn und durch Frust und durch Ärger. Das erreiche ich durch Liebe.
[44:15] Denn Liebe ist Gottes wunderbare, wandelnde Kraft. Gott selbst ist Liebe, und er ist der Schöpfer. Und wir sollen auch diese Liebe anwenden, um die Menschen zu verändern. Wir sollten nicht mit dem Finger auf andere zeigen und sagen, wie böse alles ist und wie schlecht Menschen sind, sondern wir sollten anfangen, für die Dinge zu beten, die wir sehen.
[44:33] Wenn wir sehen, dass Menschen in unserer Gemeinde in Not sind, vielleicht treue Geschwister einmal, die heute vielleicht dabei sind, von der Wahrheit abzufallen, dann richtet sie nicht, betet für sie. Macht auch Gebetsgruppen in der Familie, wie auch immer, aber helft diesen Menschen im Gebet und tut ihnen Gutes. Kümmert euch um sie. Sie brauchen nicht noch mehr Feindschaften.
[44:56] Die meisten Menschen wissen, dass Dinge falsch sind, die sie tun, denn der Geist Gottes macht sie in aller Liebe darauf aufmerksam. Da sie es schon wissen, betet für sie, dass das Herz weich wird und dass der Geist Gottes dort wirken kann.
[45:05] Und so sollen wir innige Liebe zueinander haben und auch alle untereinander gleichgesinnt sein, so wie Christus es war mit seinem Vater, und Christus ist unser Vorbild. Amen.
[45:17] Lasst uns mit einem Gebet abschließen. Unser lieber Vater im Himmel, wir sind dir so dankbar dafür, dass wir dein Wort haben und dass du ein Gott der Liebe bist. Bitte leg diese Liebe auch in unser Herz hinein und hilf uns auch unseren Brüdern und sogar unseren Feinden gegenüber, diese Liebe zu zeigen, denn du möchtest auch ihre Herzen verändern. Wir danken dir dafür, dass du uns die Kraft dazu geben willst. Im Namen Jesu. Amen.
[45:43] Damit wünsche ich euch die segensreichen Gespräche jetzt am Sabbat, wenn es um dieses Thema geht. Es gibt sicherlich noch viel mehr zu entdecken, und dafür sind diese Gruppen ja auch ein Segen. Und ich würde mich freuen, wenn ihr wieder dazuschaltet in der nächsten Woche zu unserer nächsten Lektion. Gottes Segen euch.
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