[0:00] Hacksaw Ridge. Eine Berganhöhe wie eine Metallsäge. So nannten die GIs der 77. Infanteriedivision diesen Steilabhang in der Nähe der japanischen Stadt Maeda auf der Insel Okinawa. Im Frühjahr 1945 tobte hier die wahrscheinlich verlustreichste Schlacht des ganzen Pazifikkrieges. Granaten, Maschinengewehre und Bomben machten aus dieser kleinen Anhöhe eine Hölle auf Erden. Und mittendrin ein junger Mann, völlig unbewaffnet, der freiwillig dort an der vordersten Front sein Leben riskierte, um anderen das Leben zu retten. Sein Name? Desmond Doss. Begleiten Sie mich auf einer Reise durch das Leben dieses außergewöhnlichen Helden, des Helden von Hacksaw Ridge.
[1:22] Desmond Thomas Doss wurde am 7. Februar 1919 in Lynchburg, Virginia geboren. Er war das zweite von drei Kindern. Sein Vater, William Thomas Doss, war ein Veteran aus dem Ersten Weltkrieg. Die Zeiten waren nicht einfach. Klein Desmond hatte an einfachen Dingen besonders große Freude. Er galt als äußerst sensibel und besonders hilfsbereit. Der kleine Desmond ist sehr früh mit der Bibel vertraut gemacht worden. Sein Vater hatte ein Wandbild gekauft, auf dem die zehn Gebote, so wie sie in der Bibel stehen, dargestellt waren. Biblische Geschichten wurden verwendet, um den genauen Inhalt und die Bedeutung der Gebote zu illustrieren. Desmond war ganz besonders fasziniert von dem sechsten Gebot. Da hieß es: „Du sollst nicht töten.“ Und die Geschichte von Kain und Abel, den beiden Brüdern, die so tragisch endete, weil der ältere Kain seinen jüngeren Bruder umbrachte, die hat sich tief eingebrannt in das Gedächtnis von Desmond. Schon als kleiner Junge entschied er sich, niemals einen anderen Menschen zu töten.
[2:54] Es war das Zeitalter der Weltwirtschaftskrise, die in Amerika auch die Great Depression genannt wurde. Desmonds Vater hatte schwer zu kämpfen, wirtschaftlich. Und so suchte er Zuflucht zum Alkohol. Oft betrunken schlug er nicht selten auch die Kinder. Für Desmond war das eine äußerst verstörende Seite seiner Kindheit. Desmonds Mutter, Bertha E. Doss, war das ganze Gegenteil. Sie war der wahre Rückhalt der Familie, eine äußerst liebevolle Frau, die einen tiefen Glauben hatte. Woche für Woche brachte sie alle Kinder in die kleine Ortskirche der Seventh-Day-Adventist-Church, der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten, der sie angehörte. Und Desmond lernte dort biblische Geschichten kennen und den Glauben an Gott, der sein ganzes Leben bestimmen sollte.
[3:57] Desmond Doss war schon als Kind außergewöhnlich hilfsbereit. Als einmal nach einem Unfall in einem nahegelegenen Krankenhaus Blut benötigt wurde und ein entsprechender Aufruf über das Radio gemacht wurde, lief er ganz eigenständig fünf Kilometer zu Fuß zum Krankenhaus, um das Blut zu spenden. Als einige Tage später der Aufruf wiederholt wurde, tat er es noch einmal. Ihm lag ständig daran, anderen Menschen Gutes zu tun. Dadurch zeigte er seinen Glauben an Gott.
[4:33] Es war ein heißer Sommerabend in Virginia. Der Vater von Desmond und sein Onkel, der Bruder seiner Mutter, waren abends ausgegangen und betranken sich mal wieder. Doch diesmal kam es zum Streit, wahrscheinlich ausgelöst durch irgendeine triviale Sache. Man beschimpfte sich und irgendwann eskalierte die Sache dramatisch. Der Vater von Desmond zog tatsächlich eine Waffe und wollte seinen Schwiegerbruder umbringen. Bertha Doss, Desmonds Mutter, erkannte sofort die Brisanz der Situation und stellte sich zwischen die beiden Kampfhähne. Immer wieder forderte sie ihren Mann auf: „Gib mir die Waffe, gib mir die Waffe!“ Sie wusste, die Polizei war bereits informiert und würde sehr bald am Tatort sein. William Thomas Doss ließ sich überreden. Er entlud die Waffe und gab sie seiner Frau. Die überlegte, wo man dieses Mordinstrument schnellstmöglich verstecken konnte und gab die Waffe dem kleinen Desmond, der zu diesem Zeitpunkt ungefähr zwölf Jahre alt war. Der rannte nach Hause und versteckte die Waffe so schnell und so gut wie möglich. Als er zurückkam, sah er, wie sein Vater bereits abtransportiert wurde von der Polizei, um in irgendeiner Zelle ausnüchtern zu können. An jenem Abend entschied sich Desmond, nie wieder in seinem Leben eine Waffe anfassen zu wollen.
[6:05] 1935 verließ Desmond die Schule nach nur acht Jahren. Er wollte eigentlich Arzt werden, aber das war nicht länger möglich. Stattdessen musste er arbeiten, um Geld zu verdienen in jenen schweren Zeiten. In jener Zeit lernte er auch Dorothy kennen, die als Missionarin der Adventisten von Haus zu Haus ging, um religiöse Literatur zu verkaufen. Sie kam von Richmond nach Lynchburg, wo die beiden sich zum ersten Mal begegneten.
[6:45] Am 7. Dezember 1941 attackierten Flugzeuge der kaiserlichen japanischen Armee den Flottenstützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii. In zwei Angriffswellen richtete sich die Attacke auf die dort vorhandenen Schlachtschiffe, von denen fünf sanken und drei weitere beschädigt worden sind. Fast 200 Kampfflugzeuge wurden zerstört. Mehr als 2000 Menschen verloren ihr Leben. Der Überraschungsangriff schockte die USA und leitete eine Wende ein: Aus dem vornehmlich europäischen Krieg wurde jetzt ein Weltkrieg.
[7:51] Auch für Desmond Doss stand eindeutig fest, dass dieser Krieg keine gewöhnliche militärische Auseinandersetzung war. Er war sich sicher, dass die religiöse Freiheit selbst in Gefahr war. Waren die Japaner nicht im Bund mit den Nazis in Deutschland und den Faschisten in Italien? Er empfand es als eine Ehre, seinem Land dienen zu dürfen. Dabei wollte er aber seine eigenen religiösen Prinzipien nicht über Bord werfen. Er wollte Leben retten und nicht Leben nehmen.
[8:38] Desmond Doss arbeitete zu jener Zeit auf der Marinewerft in Newport News, Virginia. Sein Arbeitgeber sagte ihm, dass das die Möglichkeit beinhaltete, einen Aufschub für den Einzug zum Militär zu bekommen. Aber Desmond lehnte dieses Angebot ab. Er wollte freiwillig für Gott und das Land da sein. Er wollte die religiöse Freiheit verteidigen und zwar als Sanitäter. So bewarb er sich als Freiwilliger für die Armee und machte deutlich, dass er keine Waffe tragen werde.
[9:14] Für die Armee war die Sache eindeutig. Jemand, der keine Waffe tragen wollte, kam in ein Kriegsdienstverweigerer-Camp. Dort waren auch jene, die den Fahneneid ablehnten oder sich weigerten, eine Uniform anzuziehen. Doch Desmond konnte sich damit nicht identifizieren. Er wollte für das Land da sein. Er wollte seinen Dienst an der Front tun. Und so bestand er darauf, in die reguläre Armee aufgenommen zu werden. Er wollte als Sanitäter an der Front wirken.
[9:47] Nachdem Desmond insistiert hatte, dass er tatsächlich in die reguläre Armee aufgenommen wird und zwar als Helfer aus Gewissensgründen, wie er das nannte, und nicht als Kriegsdienstverweigerer, akzeptierte schließlich die Armee seinen Wunsch. Er wurde der 77. Infanteriedivision zugeteilt, die als Symbol die Freiheitsstatue trug. Nun begann für ihn das Armeeleben. Aber er wurde tatsächlich als Kriegsdienstverweigerer offiziell in seinen Papieren geführt.
[10:19] Jede militärische Laufbahn beginnt mit der Grundausbildung. Und das war auch im Fall von Desmond Doss nicht anders. Im April 1942 kam er nach Fort Jackson in South Carolina, wo er mit dem 307. Infanterieregiment der 77. Division, die erst wenige Wochen zuvor aktiviert worden war, lernen sollte, was jeder Soldat zu lernen hat.
[10:46] Schon bald nach seiner Ankunft in Fort Jackson erlebte Desmond Doss seine erste herbe Enttäuschung. In einer Postkarte an seine Verlobte, Dorothy Schutte, beschreibt er am 16. April, was mit ihm passierte. Er wurde aus der Sanitätsabteilung herausgenommen und als regulärer Soldat der 307. Infanterieregiment Kompanie C zugeordnet. Dahinter steckte natürlich Kalkül. Die Armee wusste, dass Gruppendruck ein gewaltiges Mittel ist, um Menschen zu brechen. Und nirgendwo sonst würden seine religiösen Überzeugungen so wenig Beachtung finden wie in einer Schützenkompanie.
[11:30] Tatsächlich war er dort der ganz große Außenseiter. Mit seiner kleinen Bibel, ständig darin lesend, wurde er zum Spott aller Mitsoldaten. Sie konnten nicht verstehen, wie jemand so ein starkes Interesse am Glauben haben könnte. Viele von ihnen glaubten, dass er lediglich eine Show abziehe. Wenn er abends vor seinem Bett niederkniete und betete, warf nicht selten ein Mitsoldat seine Stiefel nach ihm. Er war ganz ohne Freunde. Und eines Tages sagt ihm einer der Mitsoldaten: „Wenn wir in das Gefecht ziehen, werde ich sicherstellen, dass du nicht lebend zurückkommst.“ Desmond hatte sich das Leben in der Armee ganz anders vorgestellt. Aber er gab seine Überzeugung nicht auf. Einen Freund hatte er: seinen Gott, mit dem er sprach und der ihn stärkte.
[12:33] Zur Ausbildung zum Soldaten gehörte auch das Gebirgstraining. Dabei mussten verschiedene Techniken erworben werden und auch Knoten geübt werden. Als Desmond Doss eines Tages so einen Grundknoten übte, entdeckte er, dass er, wenn er etwas mehr Seil nehmen würde, durch diese kleine Veränderung an diesem Knoten plötzlich zwei Schleifen bekommen könnte, statt nur eine. Er hatte keine Ahnung, welche lebensentscheidende Bedeutung diese kleine Entdeckung noch haben würde.
[13:04] Angesichts der Anfeindungen seiner Mitsoldaten waren es insbesondere die Briefe seiner Verlobten Dorothy, die ihm Mut machten und ihn diese schwere Zeit überleben ließen. Nach Abschluss der Grundausbildung wurde die 77. Division und damit auch Desmond Doss nach Fort Pickett, Virginia verlegt. Doch trotz der neuen Lokalität waren die alten Konflikte nicht gelöst.
[13:29] Neben seiner Weigerung, Leben zu nehmen, gab es eine weitere religiöse Überzeugung von Desmond, die seine Akzeptanz in der Armee sehr erschwerte. Seit Kindestagen hatte er gelernt, das vierte Gebot zu beachten, den Sabbat-Tag heilig zu halten, so wie es in der Bibel steht. „Gedenke an den Sabbat-Tag und heilige ihn. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du kein Werk tun, weder du noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist. Und er ruhte am siebten Tag. Darum hat der Herr den Sabbat-Tag gesegnet und geheiligt.“ Desmond wusste, dass dieser siebte Tag der Samstag war. An jedem Samstag war er immer schon zur Kirche gegangen und das wollte er jetzt in der Armeezeit auch tun. So erbat er sich Woche für Woche einen besonderen Freigang für jenen Samstag.
[14:56] Für seine Kameraden und Mitsoldaten stellte das eine schwere Irritation dar. Sie glaubten, dass er Sonderprivilegien bekam. Und so stellten sie sicher, dass er am Sonntag besonders schwer arbeiten musste und besonders unangenehme Pflichten bekam. Aber Desmond blieb dem Sabbat und dem Herrn des Sabbats, seinem Gott, treu.
[15:24] Wenigstens eine gute Nachricht konnte Desmond Doss seiner Verlobten am fünften Mai 1942 schreiben. Nach Wochen bei der Schützenkompanie war er endlich wieder zurück zu den Sanitätern zugeordnet worden und konnte sich dort auf das vorbereiten, was sein eigentlicher Wunsch gewesen war, nämlich Leben zu retten, statt Leben zu nehmen.
[15:49] Aufgrund seiner Versetzung hatte Desmond Doss jetzt auch einen neuen Vorgesetzten. Captain Steadman war Jude. Auch er glaubte an die Heiligkeit des siebten Tages des Sabbats. Umso erstaunter war wohl Desmond, dass ausgerechnet Captain Steadman ihm besonders viel Schwierigkeiten bereitete, wenn er seinen Sabbatfreigang beantragte. Steadman glaubte, dass im Militär der Sabbat keine Priorität haben könne. Aber Doss blieb standhaft und hielt den Sabbat Woche für Woche.
[16:29] Der 17. August 1942 muss ein großer Lichtblick im Leben von Desmond Doss gewesen sein. Es war der Tag, an dem er seine Verlobte Dorothy Schutte heiraten durfte. Und für einen kurzen Moment genossen sie das Glück der Ehe, bis dann Desmond wieder zurück in den harten Alltag des Militärs zurückgerufen wurde.
[16:49] Die Monate vergingen und Woche für Woche hatte Desmond Doss seinen Privatkonflikt mit Captain Steadman. Jedes Mal ging es um den Freigang am Sabbat und irgendwann war Steadman so genervt, dass er keinen weiteren Freigang erlauben wollte. Er drohte Doss sogar mit dem Kriegsgericht für den Fall, dass er weiter Ärger machte. Doss war sehr freundlich, aber auch sehr bestimmt und er wollte unter gar keinen Umständen Kompromisse machen. Wenn ihm der Freigang verwehrt war, ging er zurück in seinen Raum und las den ganzen Sabbat in der Bibel und betete.
[17:29] Im Sommer 1943 wurde die 77. Infanteriedivision nach Camp Hyder in Arizona verlegt und damit buchstäblich in die Wüste geschickt. Camp Hyder war Teil des Desert Training Centers, dem größten Manövergelände der Militärgeschichte, das die USA eingerichtet hatten, um dort Soldaten für den Nordafrika-Krieg vorzubereiten. Der war allerdings faktisch schon entschieden und so konnten hier jetzt auch andere Einheiten spezielle Extremsituationen trainieren. Und extrem waren die Bedingungen hier für wahr. 53 Grad im Schatten waren keine Seltenheit. Unter diesen unnormalen Bedingungen sollten die Soldaten bestimmte Manöver ausführen. Dabei gab es oftmals nur geringste Wasserportionen. Für einen Sanitäter wie Desmond Doss gab es hier allerhand zu tun.
[18:25] In der Tat waren die Umstände in Camp Hyder katastrophal. So schlimm, dass manche Soldaten tatsächlich starben. Kein Wunder also, dass etliche desertierten. Manche wurden so verrückt, dass sie einfach in die Wüste rannten und nie wieder gesehen worden sind. Desmond Doss hat sich in dieser Zeit bewährt als jemand, der alle möglichen Verletzungen und Schwächeanfälle behandelte. Jemand, der bereit war, seine eigene geringe Wasserportion noch mit denen zu teilen, die das Wasser dringend nötiger hatten.
[19:04] Einer der Offiziere, die Desmond Doss unbedingt aus der Armee heraus befördern wollte, war Jack Glover. Es war zu dieser Zeit üblich, dass auch Sanitäter zum eigenen Schutz eine kleine Waffe tragen sollten und Glover wollte das auch im Fall von Doss durchsetzen. Aber Doss weigerte sich, wie schon seit vielen Monaten, eine Waffe überhaupt auch nur zu berühren. So setzte sich Glover mit Colonel Gerald Cooney, dem Kommandant des gesamten Bataillons, in Verbindung. Und er schlug ihm vor, dass Doss versetzt werden sollte. Glover glaubte, dass Doss das schwächste Glied der ganzen Truppen sei und dass es der Armeeeinheit besser gehen würde ohne Doss. Aber Cooney konnte keinen Grund für eine Versetzung sehen. Er erlaubte aber Glover, sich direkt an die oberen Instanzen zu wenden und anzufragen, ob es nicht doch eine Möglichkeit gäbe, Doss aus der Armee zu entlassen.
[20:02] Immer wieder gaben verschiedene befehlshabende Offiziere zu Protokoll, dass sie nicht die notwendigen Befugnisse hätten. Glover schaltete schließlich sogar die oberste Leitung der 77. Division ein. General Randall wurde kontaktiert, der der Assistent des Befehlshabers war. Doch der antwortete kurz und trocken, dass Desmond Doss in der Armee bleiben werde und auch keinesfalls versetzt werden würde.
[20:36] Die Auseinandersetzungen mit den Offizieren nahmen kein Ende. Am 19. Oktober schrieb Desmond seiner Frau über einen erneuten Vorfall. Diesmal war es Colonel Hamilton gewesen, der ihn vorgeladen hatte zu einem besonderen Gespräch. Er wollte ihn zwingen, eine Waffe zu tragen. Dabei bemühte er auch einige Geschichten aus dem amerikanischen Bürgerkrieg. Dort hatte es berühmte Soldaten gegeben, die gleichzeitig gute Christen gewesen waren: Stonewall Jackson zum Beispiel oder Robert Edward Lee. Er behauptete, dass Doss ein Feigling sei, der andere für seine religiösen Rechte kämpfen ließ, während er selbst keine Waffe anrühren wollte. Doch Doss gab nicht nach. Er antwortete, dass es neben dem Töten noch andere wichtige Aufgaben gab, zum Beispiel das Leben zu retten. Und genau deswegen wollte er an die Front gehen.
[21:32] Nachdem Hamilton mit seinem Versuch, Doss zu überzeugen, gescheitert war, erhöhte sich der Frust bei den Vorgesetzten von Desmond Doss. Die befehlshabenden Offiziere verhielten sich jetzt immer offener ablehnend gegenüber dem Kriegsdienstverweigerer und seinen Sonderwünschen. Sie beschlossen, ihn aus der Armee zu entlassen und als Begründung sollte ihn ein bestimmter Passus im Kriegsrecht dienen, die sogenannte Section 8, ein Paragraph, der es erlaubte, Soldaten wegen mentaler Instabilität aus dem Kriegsdienst zu entlassen.
[22:07] Man warf Desmond Doss vor, völlig nutzlos zu sein für die Armee und dass er als Kriegsdienstverweigerer dort keinen Platz haben konnte. Sergeant Howe kam auf ihn zu und teilte ihm mit, dass er seinen Sanitätskasten abzugeben habe, da er nicht länger als Sanitäter in der Armee tätig sein würde. So stand Desmond Doss nun vor Colonel Cooney, dem Kommandant des Bataillons und musste sich verantworten. Die Anklage bestand in der Behauptung, er wäre mental unfähig für den Kriegsdienst. Cooney sagte ihm, dass es zahlreiche Beschwerden über ihn gab und dass sich alle um seine Religion drehten. Aber Doss gab nicht nach. Er sagte dem Kommandanten ins Gesicht: „Ich werde im Schlachtfeld ein genauso guter Soldat sein, wie Sie es sind, Colonel.“ Der kam zur Überzeugung, dass man Doss nicht allein aus religiösen Gründen aus der Armee entlassen konnte und so blieb alles beim Alten.
[23:14] Im Oktober 1943 wurde die 77. Infanteriedivision nach Indiantown Gap in Pennsylvania verlegt. Doch auch hier drohte neues Ungemach für Desmond Doss. Dies hatte vor allem mit einem neuen Vorgesetzten von Desmond Doss zu tun. Sein Name war Captain William T. Cunningham. Unter ihm gab es die neue Regel, dass jeder Angehörige der Armee, selbst die Lastfahrer, sich erst für einen Freigang qualifizieren mussten. Diese Qualifikation musste durch Schießleistung erbracht werden. Das bedeutete natürlich, dass Desmond nun theoretisch von allen Freigängen ausgeschlossen war. Trotzdem beantragte er dieselben immer noch.
[24:09] Es kam zum Showdown. Doss wollte erneut einen Freigang und geriet an Cunningham, der vor ihm ein fiktives, moralisches Dilemma aufbaute. Er fragte Desmond, was er tun würde, sollte ein Einbrecher in sein Haus eindringen und seine Mutter erschießen wollen, wenn gleichzeitig eine Waffe in der Nähe wäre. Würde er dann die Waffe anrühren und benutzen? Doss antwortete ganz stoisch: „Es würde keine Waffe in meinem Haus zu finden sein.“ Hin und her ging das Argument, bis Cunningham entnervt einen direkten Befehl erteilte, das Gewehr zu nehmen. Doss verneinte. So ließ Cunningham das Gewehr fallen und befahl Doss, es aufzufangen, bevor es den Boden berührte. Doss rührte sich nicht. Cunningham drohte jetzt mit dem Kriegsgericht und gab ihm eine zweite Chance. Noch einmal würde er das Gewehr loslassen, noch einmal würde Doss die Gelegenheit bekommen, es aufzufangen, aber noch einmal nahm Doss diese Gelegenheit nicht wahr. Das Gewehr fiel zu Boden und jetzt beschloss Cunningham Desmond Doss vor das Kriegsgericht zu stellen. Doch dazu kam es nicht. Ein anderer Offizier kam in den Raum hinein und verwies auf die komplizierte Sachlage. Cunningham verlor das Argument und Doss wurde nicht vor ein Kriegsgericht gestellt.
[24:48] Der erboste Cunningham suchte nach anderen Möglichkeiten, Desmond Doss zu bestrafen. Immer wieder gab er ihm die schlimmsten und unangenehmsten Pflichten, die es gab. Desmond musste oft Gegenstände so lange schrubben, bis seine Haut ganz abgewetzt war. Zu allem Überfluss verweigerte Cunningham ihm regelmäßig jeglichen Freigang, sodass Desmond Doss seine Frau nicht besuchen konnte.
[26:16] Aber es sollte noch schlimmer kommen für Desmond Doss. Eines Tages erhielt er einen Brief, dass sein geliebter Bruder Harold ebenfalls als Sanitäter eingezogen wurde und es nicht mehr viel Zeit gab, ihn noch einmal zu besuchen, falls er ihn noch sehen möchte. Er, Desmond, hatte schon längere Zeit Anrecht auf einen zweiwöchigen Urlaub. So beantragte er seine Papiere, die alle vorlagen und nur noch von Cunningham unterzeichnet werden mussten. Alles war bereit, nur Cunningham stand zwischen ihm und dem langersehnten Heimaturlaub. Doch Cunningham schaute ihn an, sagte ihm trocken und kühl, er habe sich nicht mit dem Gewehr qualifiziert für einen Freigang und zerriss alle Papiere. Desmond konnte seinen Bruder nicht mehr besuchen. Für ihn war das vielleicht die größte Enttäuschung seiner gesamten Armeezeit.
[27:22] Doch schon am nächsten Morgen gab es eine gute Nachricht. Captain Stattmann, der ihm so oft Probleme bereitet hatte wegen dem Sabbat, begrüßte ihn wieder im Sanitäterkorps. Jemand hatte sich für ihn eingesetzt. Es war sein Vater gewesen, der über die Behörden dafür gesorgt hatte, dass der Regimentskommandant Hamilton daran erinnert wurde, dass Präsident Roosevelt selbst eine Anordnung gegeben hatte, dass jeder Kriegsdienstverweigerer das Recht hatte, keine Waffe tragen zu müssen. Dies war ein Beschluss des Kongresses und musste auch von jedem Offizier der Armee befolgt werden.
[27:58] Während seiner gesamten Zeit beim Militär hat Desmond nicht einmal nachgegeben, wenn es um seine religiösen Überzeugungen ging. Die Mitsoldaten, seine Offiziere, sie wunderten sich über diese Sturheit, wie sie meinten. Doch Desmond wusste, was er tat. Er war sich bewusst, dass ein einzelner Kompromiss zu weiteren Kompromissen führen würde und er wollte dem treu sein, was er glaubte. Kaum einer ahnte, dass es gerade diese Kompromisslosigkeit war, die ein erstes Anzeichen war für den großen Heldenmut, den er bald beweisen sollte.
[28:39] Es war mittlerweile 1944. In der zweiten Märzwoche wurde die 77. Infanteriedivision nach Westen verlagert, um alsbald in den Pazifikkrieg eingreifen zu können. Desmond Doss musste seiner geliebten Frau Dorothy Goodbye sagen. Auf der Fahrt gen Westen fiel Desmond auf, dass der Zug offensichtlich auch durch seine Heimatstadt Lynchburg in Virginia fahren würde. Er wusste, dass die Gleise ganz in der Nähe seines Heimathauses waren. Er wusste auch, dass sein Vater oft die vorbeifahrenden Züge beobachtete und so verfasste er schnell mit klopfendem Herzen eine kleine Notiz in der Hoffnung, dass sein Vater sie bemerken würde.
[29:36] Als der Zug an seinem Heim vorbeifuhr, stand tatsächlich der Vater vor dem Haus und beobachtete den vorbeifahrenden Zug. Desmond warf die Notiz schnell aus dem Zug, rief und winkte mit den Armen, doch sein Vater schien ihn nicht zu erkennen. Schlussendlich musste er sehen, wie sein Vater sich entfernte, ohne ihn bemerkt zu haben. Für Desmond war das der absolute emotionale Tiefpunkt seiner ganzen Armee-Karriere.
[30:19] Am 31. März 1944 erreichte die Division Hawaii. Hier sollte der Ernstfall für den Einsatz im Westpazifik geprobt werden. Landeoperation und der Dschungelkrieg standen auf dem Trainingsprogramm und hier auf Hawaii unternahmen seine befehlshabenden Offiziere noch einmal den Versuch, Desmond Doss loszuwerden. Aber sie scheiterten erneut. Nicht zuletzt deswegen, weil einer seiner Vorgesetzten, Vernon mit Namen, sich für ihn einsetzte, weil er mittlerweile mitbekommen hatte, was für einen guten und standhaften Charakter Desmond hatte. Von jetzt an sollte es tatsächlich in den Krieg gehen.
[30:58] Die Schlacht um Guam 1944 sollte die allererste Bewährungsprobe für die 77. Infanterie-Division sein. Sie war Teil der Schlacht um die Marianeninseln, die bereits am 15. Juni begonnen hatte. Die USA hatten längst damit begonnen, nach und nach all die verlorenen gegangenen Territorien in Übersee wieder von den Japanern zurück zu erobern. Auch Guam sollte bereits im Juni erobert werden. Durch unerwartet großen Widerstand bei der Eroberung von Saipan wurde dieses Vorhaben jedoch um einige Wochen verzögert. Die Insel Guam mit 48 Kilometer Länge und 14 Kilometer Breite ist die größte Insel der Marianen und war seit dem spanisch-amerikanischen Krieg von 1898 unter amerikanischer Verwaltung gewesen. Kurz nach dem Angriff auf Pearl Harbor hatten die Japaner diese Insel erobert. Jetzt sollten die US-amerikanischen Streitkräfte den Gegenschlag ausführen. Unter ihnen auch der unbewaffnete Kriegsdienstverweigerer Desmond Doss.
[32:19] Am 21. Juli begann um 7 Uhr morgens die Landung auf Guam nach vorbereitenden Luftangriffen. Kurze Zeit später griffen auch die Einheiten der 77. Division hier bei dieser Operation mit ins Geschehen ein und darunter auch Desmond Doss. Wegen der Korallenriffe vor dem Strand von Guam mussten die Soldaten das letzte große Stück durch das Wasser alleine waten. Schon in der Nacht hatte man einen zwei Kilometer tiefen Brückenkopf errichten können. Viel Widerstand der Japaner gab es zunächst nicht, aber aufgrund der schwierigen Landesituation gab es große Nachschubprobleme.
[33:01] Eine Woche nach der Landung waren die Brückenköpfe vereinigt und schon einen Tag später war die Halbinsel Oronte im US-Besitz. Die Japaner waren schwer angeschlagen, litten an Mangel an Verpflegung und Waffen und zogen sich in den Bergwald des Nordens zurück. Die 77. Infanteriedivision sollte jetzt auf der rechten Flanke in einer neuen Offensive angreifen. Immer wieder rannten sie auf die japanischen Linien zu, die nach und nach alle zusammenbrachen. Am 8. August wurde der Berg Santa Rosa von der 77. Division erobert und am 10. August war die ganze Insel in US-amerikanischer Hand. Freilich gab es immer noch japanische Soldaten, die sich im Dschungel versteckten. Der letzte wurde tatsächlich erst 1972 entdeckt.
[33:58] Immer wenn der Kampf vorbei war, wenn die Gefallenen auf dem Schlachtfeld lagen und die Nacht hereinbrach, dann kam die Stunde von Desmond Doss. Mit seinem Sanitätskasten kroch er über das Schlachtfeld, um nach verwundeten Soldaten Ausschau zu halten. Er wurde gewarnt, dass in der Dämmerung, in Dunkel der Nacht er für einen Feind gehalten werden könnte. Er könnte aus Versehen von einem eigenen Soldaten erschossen werden. Doch Desmond kümmerte das nicht. All sein ganzes Sehnen war, Menschenleben zu retten.
[34:30] Einmal traf er solch einen verwundeten Soldaten, der so viel Blut im Gesicht hatte, dass er glaubte, blind zu sein. Desmond wusch ihm das Gesicht aus und konnte den Anblick jenes Soldaten nicht mehr vergessen, der plötzlich realisierte, dass er gar nicht blind gewesen war. Viele Geschichten wurden später erzählt über seinen Heldenmut, den er dort auf dem Schlachtfeld von Guam zeigte.
[35:07] Wer meinte, dass Sanitäter vielleicht besonderen Schutz auf dem Schlachtfeld genießen würden, sah sich schnell getäuscht. Die japanischen Soldaten hatten die Anweisung erhalten, explizit und ausdrücklich mit Absicht auf Sanitäter zu schießen, die durch das Rote Kreuz oft besonders gut gekennzeichnet waren. Damit sollte die Moral der restlichen US-Soldaten gebrochen werden. Als Sanitäter lebte man also höchst gefährlich auf dem Schlachtfeld.
[35:32] Die Soldaten der 77. Division erwarben sich schon bald eine Reputation als besonders tapfer und hart kämpfend. Selbst die japanische Propaganda nannte sie die „Schlechter von Guam“. Nur einem fehlte es vollkommen an Mut und Tapferkeit. Captain Cunningham, der das Leben von Desmond Doss so schwer gemacht hatte, rannte wie ein Feigling davon, als er die Japaner zu Gesicht bekam. So etwas hätte Desmond Doss nie getan. Auch er rannte aber nicht davon, sondern immer auf die Frontlinie zu. Er zeigte allergrößte Tapferkeit, selbst unter feindlichem Beschuss, um seine verwundeten und gefallenen Mitsoldaten zu retten.
[36:27] Nach jedem Gefecht gab es irgendeine besondere Geschichte über diesen Kriegsdienstverweigerer. Jetzt wurde er sehr respektiert. Immer noch verweigert er ab und zu direkte Befehle, immer dann, wenn der Rückzug befohlen wurde. Vor jedem Gefecht betete er und schon bald schlossen sich viele Mitsoldaten an. Viele waren davon überzeugt, dass seine Gegenwart etwas ganz Besonderes war.
[36:59] Aufgrund einer Planänderung sollte die Division von Desmond Doss als nächstes in die Schlacht um die Philippinen eingreifen. Die war bereits im vollen Gange, als man auf der Insel Leyte landete und dort ein wenig weiteres Training bekam. Mit einer überraschenden Angriffslandung griffen die Einheiten der 77. Division am 6. Dezember aktiv in die Kämpfe um die Insel Leyte ein. Sie sollten an der Ormok-Bucht nach Norden vorstoßen und am 10. Dezember gelang die Eroberung von Ormok. Auch hier war Desmond so tapfer, dass er für seinen besonderen Mut den bronzenen Stern erhielt. Bis in die ersten Tage von 1945 verblieben die Soldaten auf Leyte, um weitere Sicherungsaktionen durchzuführen. Desmond Doss war mittlerweile ein überaus anerkannter Sanitäter. Doch niemand ahnte, was sich im nächsten Feldzug abspielen sollte.
[38:12] Nur noch eine Festung blieb den Japanern, bevor die Amerikaner das Festland der Hauptinsel Japans einnehmen konnten. Die im Süden gelegene Insel Okinawa war gut bewacht und sollte das letzte Hindernis für die amerikanischen G.I.s darstellen. Die begannen im Frühjahr 1945 mit der Operation Iceberg, wie sie genannt wurde, die zur blutigsten Schlacht des gesamten Pazifikkrieges sich entwickeln sollte. Kurz bevor es zu dieser gewaltigen Schlacht kam, war Desmond Doss mit seiner Armeeeinheit an verschiedenen Landungen auf den kleineren Kerama-Inseln westlich von Okinawa beteiligt. Vom 26. bis zum 29. März wurden einige dieser kleinen Inseln eingenommen, die größtenteils unbewohnt waren. Während am 1. April Operation Iceberg begann und die Einnahme Okinawas langsam voranschritt, befand sich Desmond Doss mit seiner Einheit immer noch auf See. Für zwei Wochen erlebten sie immer wieder die gefährlichen Kamikaze-Angriffe japanischer Soldaten, die bereit waren, sich selbst zu opfern, um damit möglichst viele amerikanische Schlachtschiffe in Brand zu stecken.
[39:42] Am 16. April landete Desmond Doss mit seinen Mitsoldaten auf der Insel Leshima, die ebenfalls in der Nähe von Okinawa lag. Hier gab es schwere Kämpfe gegen etwa 5000 Japaner. Doch die amerikanischen G.I.s mussten sich nicht nur den regulären japanischen Truppen wehren, selbst einheimische Frauen bekämpften sie mit Speeren. Am 25. April konnten die Einheiten die Insel Leshima wieder verlassen, weil sie nun vollständig in amerikanischer Hand sich befand.
[40:24] Nun war es an der Zeit, in den Hauptkampf auf Okinawa einzugreifen, wo seit dem 1. April die blutige Schlacht tobte. Drei Tage später, am 28. April, betraten die Soldaten der 77. Division zum ersten Mal Okinawa. Sie lösten die völlig zermürbte 96. Division ab. Regen und kaltes Wetter trafen sie an. Überall war Schlamm. Ständig wurden Tote von der Front gebracht und aufeinander geschichtet. Der Schlamm ging ihnen fast bis an die Knie und überall wartete man durch das Blut. Es war buchstäblich die Hölle auf Erden. Nicht wenige Soldaten sagten später, dass sie fast alle Menschlichkeit in diesen Tagen verloren.
[41:29] Der Ansturm der US-Amerikaner war zum Stehen gekommen, weil sich ihnen ein topografisches Hindernis in den Weg gestellt hatte. Nahe der Stadt Maeda befand sich ein großer Steilhang, eine Klippe, Maeda Escarpment eigentlich genannt, aufgrund der zackigen Felsen von den Soldaten aber Hacksaw Ridge getauft. Etwa 100 Meter hoch und von den Japanern schwer befestigt war dieser Steilhang immer noch nicht eingenommen worden. Von dort oben hatte man eine Sicht auf die ganze Insel und wenn diese Klippe nicht eingenommen werden konnte, war an eine Weiterführung der Offensive nicht zu denken.
[42:15] Um den über 100 Meter hohen Steilabhang überwinden zu können, sollten vier Leitern und fünf Kargonetze angebracht werden. Drei Freiwillige aus der Kompanie B des 307. Infanterieregimentes sollten gefunden werden und einer von ihnen war Doss. Bevor sie sich daran schickten, diese Kargonetze anzubringen, hatte japanische Artillerie heftig geschossen. Doss ging trotzdem mutig nach oben und als er oben stand, hörte das Feuer auf. Die Leitern konnten angebracht werden.
[42:50] Am 30. April bekamen Kompanie A und B aus dem Regiment von Desmond Doss den Befehl, die Anhöhe Hacksaw Ridge zu nehmen. Desmond war Sanitäter bei Kompanie B und er bat zuvor um Erlaubnis für die Männer zu beten. Interessanterweise wurden beim ersten Versuch den Steilhang zu nehmen, kein einziger Soldat von Kompanie B verletzt. Später fragten höhere Offiziere sogar, ob sie die richtige Anhöhe genommen hätten. Viele Soldaten von Kompanie A wurden stattdessen schwer verwundet oder getötet. Erst in der Nacht, als die Japaner zurückkamen und einen Gegenangriff starteten, musste sich auch Kompanie B wieder von der Anhöhe zurückziehen.
[43:44] Am 2. Mai kam es zu einem erneuten Angriff. Diesmal konnte nicht gebetet werden, obwohl Desmond sich das so sehr gewünscht hatte. Der Angriff lief bereits und diesmal wurde auch Kompanie B auf der Anhöhe von heftigem japanischem Feuer erfasst. Desmond entdeckte dort einen schwer verletzten Soldaten. Er hatte bereits beide Beine verloren und litt an schweren Brust- und Kopfverletzungen. Ein anderer Sanitäter hatte ihn bereits liegen gelassen, weil er vermutlich sowieso sterben würde. Trotzdem nahm sich Desmond die Zeit und versorgte ihn. Dieser Mann hat den Krieg tatsächlich überlebt und ist noch 72 Jahre alt geworden. Am selben Tag rettete Desmond auch unter schwerstem Beschuss einen Verletzten 180 Meter entfernt, vor den eigenen Linien.
[44:47] In derselben Nacht versuchte Desmond unten am Hang etwas zu schlafen, als er einige Stimmen von japanischen Soldaten aus einem Loch hörte. Die waren offensichtlich nur wenige Meter entfernt. Er hatte furchtbare Angst entdeckt zu werden. Neben ihm lagen einige Granaten. Plötzlich kam ihm der Gedanke: Soll er sie verwenden? Es war eine echte Versuchung. Doch er erinnerte sich erneut an das sechste Gebot. Gott hatte das Leben gegeben und Desmond wollte es nicht nehmen. Er hat später gesagt, dass dies eine der größten Versuchungen seines ganzen Lebens gewesen war.
[45:31] Es war eine andere Geschichte, die Desmond Doss hoch berühmt machen sollte. Wieder einmal waren die Soldaten seines Regiments auf Hacksaw Ridge geklettert, im erneuten Versuch, diese Klippe endgültig einzunehmen. Und wieder kam es zu einem schweren Gegenangriff der Japaner. Der Rückzug war befohlen worden, aber viele Verwundete blieben zurück. Einer von ihnen war John Santola. Der erinnerte sich später, wie Doss ihn ganz ruhig behandelte und ihn ermutigte, dass alles in Ordnung sei. John hat dabei bemerkt, dass Doss völlig unbewaffnet war und wollte ihm eine Waffe geben. Doch der wiegelte ab: „Nein, ich töte nicht. Das ist meine Religion.“ Und so sah John, wie Desmond Doss zurück in die Schlacht eilte.
[46:23] Von den 155 Soldaten, die zu Company B gehörten, hatten nur 55 die sichere Zone unten am Steilabhang erreicht. Der Rest lag hier oben auf Hacksaw Ridge. Verwundet, blutend, sterbend, nach Hilfe schreiend. Es war an jenem Tag, als Desmond Doss sich entschied, dem direkten Befehl zum Rückzug nicht zu entsprechen. Er blieb oben auf der Anhöhe. Und obwohl um ihn herum geschossen wurde, stundenlang, suchte er systematisch nach jedem einzelnen Verwundeten.
[47:10] Zwölf Stunden lang hat er an jenem denkwürdigen Tag jeden Verwundeten, den er finden konnte, behandelt, ihn hier an den Abhang gebracht, um ihn dann ganz alleine in Sicherheit zu bringen. Desmond war von Kopf bis Fuß mit Blut beschmutzt. Wie war es ihm möglich, all diese Soldaten alleine den Steilabhang hinunter zu lassen? Als er dort oben ganz allein war, gab ihm Gott einen Gedanken. Er erinnerte sich an den Knoten, den er in Virginia damals in der Ausbildung zufällig entdeckt hatte. Und mit diesem Knoten, mit den doppelten Schleifen, konnte er jetzt die Verletzten ganz allein herablassen.
[48:02] Ein japanischer Soldat berichtete später, er hätte Desmond mehrmals im Visier gehabt. Doch jedes Mal, wenn er ihn erschießen wollte, klemmte sein Gewehr. Was hat Desmond doch in all diesen Stunden gedacht? Genau weiß das vielleicht niemand. Aber eines ist sicher: Wir wissen, was er gedacht und ausgesprochen hat. Immer wenn er hier an der Klippe, am Steilabhang angekommen war, einen Menschen versorgt hatte und ihn in die Tiefen hinabgelassen hatte, immer dann hatte er jene Stoßgebete auf den Lippen: „Herr, hilf mir, noch einen zu retten.“ Mit diesem Stoßgebet rannte er zurück in das feindliche Artilleriefeuer, auf der Suche nach noch einem sterbenden Mitsoldaten, um ihn zu retten.
[48:58] Niemand weiß ganz genau, wie viele Soldaten ihr Leben Desmond Doss an jenem Abend zu verdanken hatten. Desmond selbst schätzte die Anzahl auf ungefähr 50. Seine Offiziere meinten dagegen, es müssten mindestens 100 gewesen sein. Deswegen einigte man sich auf die durchschnittliche Zahl 75, die dann später auch in seiner Erwähnung vor dem US-Kongress genannt wurden.
[49:33] Die Heldentaten von Desmond Doss sind so zahlreich, dass man sie gar nicht alle aufzählen kann. Am 4. Mai zum Beispiel sah er, wie vier Soldaten bei einem Angriff auf eine feindliche Höhle schwer verwundet worden waren. Er näherte sich den feindlichen Linien auf sieben Meter. Er konnte förmlich die Japaner schlüpfen hören. Unter Granatenhagel versorgte er alle vier Soldaten, um sie dann einzeln nacheinander zu evakuieren.
[50:01] Immer noch, nach etlichen Tagen heftigster Kämpfe, war Hacksaw Ridge in japanischer Hand. Dadurch verzögerte sich die gesamte Invasion der Insel und die anderen Divisionen wurden aufgehalten. Deswegen erteilte das Invasionshauptquartier nun den Befehl, dass Hacksaw Ridge zu nehmen sei, koste es, was es wolle. Das ausgezehrte 307. Regiment sollte am nächsten Morgen einen letzten Angriff unternehmen. Doch der 5. Mai war ein Samstag. Ein Sabbat, wie Desmond Doss zu sagen pflegte. Man brauchte ihn so dringend. Er war der letzte Sanitäter, der noch übrig geblieben war. Und ohne ihn, so viel war deutlich, würden die Soldaten gar nicht erst mit der Erstürmung von Hacksaw Ridge beginnen. Zu sehr hatten sie ihn mittlerweile in ihr Soldatenherz geschlossen.
[50:58] Captain Vernon traute sich kaum, ihn zu fragen, ob er sich dann vielleicht vorstellen könnte, an diesem Samstag mit an die Front zu gehen. Desmond hat kurz überlegt. Und er wusste, dass die Bibel es keinesfalls verbietet, am Samstag, am Sabbat, Gutes zu tun. Hatte nicht Jesus auch am Sabbat geheilt? Und so sagte er zu, unter einer Bedingung: Er würde zuerst gern seine Andacht zu Ende machen. Er würde erst gern seine Bibel lesen. Und Captain Vernon stimmte zu. Auf die Gefahr hin, dass dadurch der gesamte US-amerikanische Angriff verzögert werden würde. Tatsächlich erlaubte Colonel Hamilton, der Befehlshaber des Regiments, jener Offizier, der in der Ausbildung Doss zwingen wollte, eine Waffe zu tragen, dass der gesamte Angriff verschoben werden sollte. Bis an die höchsten Instanzen wurde das bestätigt, sodass Doss zunächst sein Bibelstudium beenden konnte, bevor der Krieg weiterging. An jenem Tag wurde Hacksaw Ridge erobert und gehalten. Die Invasion konnte fortgeführt werden.
[52:16] Auch Jack Glover wurde verwundet. Er hatte das Leben von Desmond besonders schwer gemacht. Doch Desmond hatte keinen Gedanken an Rache. Stattdessen behandelte er ihn wie jeden anderen Soldaten auch. Und Glover begann endlich zu verstehen, was Desmond wirklich angetrieben hatte.
[52:41] Es war eine mondlose Nacht, als am 21. Mai 1945 die Company B in verdeckter Operation etwa 800 Meter entfernt von der Anhöhe einen weiteren Angriff unternahm. Desmond wurde hier beinahe getötet. Sie waren aus Versehen in eine Gruppe japanischer Soldaten geraten und es gab ein echtes Handgemenge. Desmond kroch mitten durch die kämpfenden Soldaten und behandelte Verwundete. Er sah dann, wie eine Granate in seine Richtung geworfen wurde. Er wurde schwer verletzt. Fünf Stunden harrte er aus, bis er von Sanitätern gefunden wurde, die ihn im Maschinengewehrfeuer wegtragen wollten. Auf der Bahre sah er dann einen bewusstlosen Soldaten, rollte von der Bahre, der mit diesem anderen Soldaten zuerst geholfen würde. Noch einmal wurde er von einem Scharfschützen getroffen, der seinen Arm zerfetzte. Er kroch weiter, bis er in Sicherheit war.
[53:50] Desmond Doss wurde auf das Krankenhausschiff Mercy gebracht. Hier realisierte er, dass er auf dem Schlachtfeld seine Bibel verloren hatte. Am 23. Mai wurde er nach Amerika überführt. Er hatte einen gebrochenen Arm und 17 Granatsplitter im Körper. Acht Tage später, am 31. Mai, schrieb Desmond Doss an Dorothy, dass ihm seine Bibel abhandengekommen sei. Für ihn war das ein großes Unglück, denn seine Bibel war eine Kraftquelle und ohne sie fühlte er sich verloren. Doch Soldaten der Company B hatten gehört, dass Doss seine Bibel verloren hatte. Und einige von ihnen suchten tatsächlich auf dem Schlachtfeld nach ihr, bis sie diese gefunden hatten.
[54:53] Erst am 30. Juni war die Schlacht um Okinawa beendet. Über 100.000 japanische Soldaten hatten ihr Leben verloren. Ein Drittel der Inselbevölkerung war tot. Dazu kamen noch einmal 15.000 US-Soldaten, die ihr Leben gelassen hatten. Aufgrund dieser blutigen Schlacht entschieden sich die Amerikaner, keine Invasion von Festland-Japan durchzuführen, sondern stattdessen das schreckliche Experiment der Atombombe auszuprobieren.
[55:24] Am 12. Oktober 1945 stand Desmond Doss auf dem kurzen Rasen vor dem Weißen Haus. Der US-Präsident Truman überreicht ihm höchstpersönlich die Ehrenmedaille des US-Kongresses, die höchste militärische Auszeichnung des US-Militärs. Und das, obwohl er, Desmond Doss, ein Kriegsdienstverweigerer war. Das erste Mal in der Geschichte war dies vorgekommen. Für ihn war das ein großer Moment. Und Truman selbst sagte ihm, dass er es als eine Ehre empfinde, ihm diese Medaille überreichen zu dürfen.
[56:17] Die glanzvolle Ehrung durch Präsident Truman konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Leben nach dem Krieg nicht einfach sein würde. Desmond war fast vollständig behindert und konnte nicht mehr richtig arbeiten. Er hatte Tuberkulose bekommen und deswegen eine Lungenhälfte verloren. Bei der Behandlung der Tuberkulose erhielt er außerdem eine Überdosis Antibiotikum und wurde dadurch vorübergehend vollkommen taub. 1946 wurde Desmond Doss aus der Armee entlassen. Er war mittlerweile ein echter Held unter den US-Veteranen. Doch nun kam das ganz normale alltägliche Leben wieder. Wie würde er dieses meistern?
[57:17] Aufgrund seiner Behinderung hat Desmond Doss für den Rest seines Lebens sehr bescheiden gelebt. Mit seiner Frau und seinem Sohn hat er hier in dieser kleinen Holzhütte gelebt und als Farmer seinen Lebensunterhalt verdient, die Familie versorgt. Die Spuren des Krieges hatten ihn deutlich gezeichnet. Desmond Doss ist seinem Glauben sein Leben lang treu geblieben. Woche für Woche, Sabbat für Sabbat besuchte er die Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten, um seinem Gott die Ehre zu geben, der ihn in all diesen Jahren bewahrt und beschützt hat. Er liebte Jesus, der für ihn der größte Held überhaupt war. Hatte nicht Jesus für ihn nicht nur sein Leben riskiert, sondern es sogar ganz gelassen?
[58:06] Im Jahre 1991 starb Dorothy, seine langjährige Ehefrau, an Gehirnkrebs. Desmond Doss heiratete erneut. Francis pflegte ihn die restlichen Jahre seines Lebens. Auch im hohen Alter hat Desmond Doss stets die Kleinadventgemeinde zu Hause besucht. Er war durchaus ein populärer Mann. Eine Fernsehshow, ein Comic, ein Highway, der nach ihm benannt wurde und vor allem die 2004 entstandene Dokumentation, die preisgekrönt wurde, zeugen davon. In seinen letzten Lebensjahren wurde auch die Desmond Doss Foundation gegründet, eine Stiftung, die das Andenken seiner Taten lebendig halten soll und die maßgeblich an der Entstehung des Kinofilms beteiligt gewesen ist.
[59:16] Unteroffizier Desmond Doss war 87 Jahre alt, als er am 23. März 2006 in seinem Heim in Alabama starb. Er war zuvor im Krankenhaus gewesen, wegen schwerer Atemprobleme. Er wurde mit allen militärischen Ehren hier auf dem Nationalfriedhof in Chattanooga, Tennessee begraben. Militärhubschrauber flogen, volle Formation. Es war das Ende eines wirklich ruhmreichen Lebens. Desmond Doss ist tot, aber seine Geschichte lebt weiter.
[59:57] Was uns so sehr daran fasziniert, sein Heldenmut und seine selbst aufopfernde Liebe, ist eigentlich nur die Reflexion eines anderen Lebens, das auf dieser Erde gelebt worden ist vor etwa 2000 Jahren. Hätte man Desmond Doss gefragt, wer für ihn der größte Held gewesen ist, hätte er ohne weiteres Jesus Christus gesagt. Genauso unwahrscheinlich wie Desmond Doss kommt vielleicht diese Antwort für viele, die jetzt dieses Video anschauen. Über Jesus wird meistens nur noch gelacht und gespottet, so wie damals über Desmond Doss im Ausbildungslager. Aber so wie Desmond der Verlachte, der wirkliche, echte Held war, so ist Jesus ein echter Held gewesen. Desmond Doss wusste das.
[1:00:50] So wie Desmond in einen Krieg geworfen wurde, sagt uns die Bibel, dass es auf dieser Welt einen echten geistlichen Krieg gibt zwischen Gut und Böse. In Offenbarung 12, Vers 7 heißt es: „Und es entstand ein Kampf im Himmel. Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen, und der Drache und seine Engel kämpften.“ Der Satan, der die Sünde erfand, das Böse und die ganze Welt durch die Verführung der ersten Menschen mit sich riss, hat diese Welt, in der wir leben, in ein heilloses Durcheinander gebracht, in ein wahrhaftiges Schlachtfeld.
[1:01:22] Die Bibel sagt uns, dass Jesus als Gott im Himmel schon immer existierte. Er hätte einfach von außen zuschauen können, aber er wollte, so wie Desmond, an die Front. Er wollte seinen Geschöpfen helfen, so wie Desmond zwar nicht töten wollte, aber doch Leben retten wollte. So kam Jesus auf diese Welt, um Leben zu retten. So wie Desmond Doss die zehn Gebote hochachtete, waren die zehn Gebote im Leben von Jesus. Seine wichtigste, sein wichtigster Anker. In Psalm 40 heißt es über ihn: „Siehe, ich komme; in der Rolle steht von mir geschrieben: Deinen Willen zu tun, mein Gott, begehre ich, und dein Gesetz ist in meinem Herzen.“
[1:02:13] So wie Desmond den Sabbat hielt, Jesus, so sagt uns die Bibel, jeden Sabbat in die Gemeinde. Und so wie Desmond von seinen Freunden verspottet wurde, wie er als Außenseiter abgestempelt worden ist, sagt uns die Bibel, dass Jesus als ein Verrückter, als ein Spinner schon zu Lebzeiten ausgelacht und verspottet worden ist. Und doch hat sich Jesus nicht von seiner Mission abbringen lassen. Seine Mission war einfach und klar umrissen: Er wollte Leben retten. Matthäus 20 und dort Vers 28: „Gleich wie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.“
[1:03:09] Jesus starb für die, die ihn verspotteten, bespuckten und ans Kreuz nagelten. Desmond starb für die, die Schuhe nach ihm geworfen hatten und über ihn gelacht hatten. Desmond rettete die, die seine Feinde waren. Jesus kam, um uns, die wir alle in Feindschaft gegen Gott gelebt haben, zu retten. In Römer Kapitel 5 und dort Vers 8, da heißt es: „Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ Vers 10: „Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren.“
[1:04:04] Und so wie Desmond jeden einzelnen Soldaten behandelt hatte, ohne Unterschied seiner Religion und Nationalität und auf welcher Seite des Krieges er stand, so kam Jesus für jeden einzelnen Menschen, für dich und für mich. Desmond riskierte den Tod für andere. Jesus starb den Tod für jeden von uns, um uns, die wir hilflos in dieser Welt um Rettung schreien, aus dem Feuer der Angriffe Satans herauszuretten.
[1:04:45] So wie Desmond die verwundeten Soldaten auf Hacksaw Ridge aus der Reichweite der japanischen Artillerie herausrettete. Galater 1 und dort Vers 3 und 4: „Gnade sei mit euch und Friede von Gott dem Vater und unserem Herrn Jesus Christus, der sich selbst für unsere Sünden gegeben hat, damit er uns herausrette aus dem gegenwärtigen bösen Weltlauf nach dem Willen unseres Gottes und Vaters.“
[1:05:21] All das, was uns an Desmond Doss so wahnsinnig gut gefällt, ist in einem viel größeren Maße von Jesus Christus getan worden. So wie Desmond immer wieder zurücklief, um diesen einen verwundeten Soldaten doch noch zu finden. So hat Jesus buchstäblich und auch symbolisch all die zurückgelassen, die seiner Hilfe nicht bedürfen, um dieses eine verlorene Schaf zu suchen und es wieder zurückzubringen. Und so wie Desmond Doss Ausdauer bewies und sich nicht leicht abbringen ließ, hat Jesus sich durch keinen Vorschlag von Feind oder Freund davon abbringen lassen, am Kreuz für dich und für mich zu sterben.
[1:06:11] Und während Desmond Doss mit einigen militärischen Ehren ausgezeichnet worden ist, ist Jesus nach dem Tod und seiner Auferstehung mit den höchsten Ehren des Universums ausgezeichnet worden. Im Philipper lesen wir Philipper 2 und dort ab Vers 5: „Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war. Der in Gestalt Gottes war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst, nahm Knechtsgestalt an und ward den Menschen gleich. Und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und ward gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist.“
[1:07:00] Gott hat Jesus über alles erhöht, was wir uns vorstellen können. Desmond hat die Tapferkeitsmedaille des US-Kongresses bekommen, die höchste Ehrung, die es im US-Militär gibt. Aber Jesus ist zum Priester und zum Richter dieser Welt erhöht worden. Und so wie Desmond aufgrund seines Opfers sein gesamtes Leben beschädigt und behindert blieb, sagt uns die Bibel, dass Jesus nicht nur für ein paar Jahre Mensch wurde und dann wieder zurückging und alles so war wie vorher. Nein, die Bibel sagt uns, dass Jesus sich für immer menschlich wurde und bis in alle Ewigkeit die Spuren und die Wunden seines Todes behalten hat.
[1:07:50] Wenn du, lieber Freund, liebe Freundin, von der Geschichte von Desmond Doss begeistert bist, dann lade ich dich ein, die noch viel spannendere Geschichte, die noch viel ergreifendere, dramatische Geschichte von Jesus Christus selbst kennenzulernen. Und dazu lade ich dich ein, dieses Buch, die Bibel, zu lesen. Wenn du mehr darüber wissen willst, dann kontaktiere uns auf www.joelmedia.tv.de. Wir sind gerne bereit, mit dir in Kontakt zu treten. Was auch immer du tust, lerne Jesus kennen, denn er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.
[1:08:41] Desmond Doss ist gestorben. Jesus ist auch gestorben, aber Jesus lebt noch heute. Desmond opferte sich für 75 Menschen. Jesus opferte sich für jeden und auch für dich. Gott segne dich in deiner Entscheidung, Jesus Christus als deinen persönlichen Helden anzunehmen.
[1:09:18] Jesus opferte sich für jeden und auch für dich. Gott segne dich in deiner Entscheidung, Jesus Christus als deinen persönlichen Held anzunehmen. Gott segne dich in deiner Entscheidung, Jesus Christus als deinen persönlichen Held anzunehmen.