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In dieser Predigt über den Galaterbrief spricht Christopher Kramp über die Bedeutung eines wirksamen Glaubens, der durch Liebe wirkt. Er erklärt, wie der alte Bund im Gegensatz zum neuen Bund steht und warum ein formaler Glaube nicht ausreicht. Kramp betont, dass wahrer Glaube sich in Taten der Nächstenliebe zeigt und wie wichtig es ist, sich ganz auf Jesus zu verlassen, anstatt auf eigene Anstrengungen oder menschliche Regeln. Die Predigt ermutigt dazu, den Glauben durch Liebe praktisch werden zu lassen und so Gottes Gesetz zu erfüllen.


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Serie: Die Krise und das Kreuz (Predigtserie über den Galaterbrief)

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Transkript

[0:00] Die Krise und das Kreuz, Teil 9. Wir sind schon ganz schön vorangekommen, haben schon vier der sechs Kapitel hinter uns gebracht. Das letzte Mal ist ja gar nicht so lange her gewesen, als wir über die beiden Bündnisse gesprochen haben. Könnt ihr euch daran erinnern? Der alte und der neue Bund. Paulus versucht den Galatern zu erklären, was der Unterschied ist zwischen einem religiösen Leben, wo man versucht, Gottes Willen zu tun, mit Stolz und Eigensinn, und einer echten Bekehrung, wo man auf Grundlage der Verheißungen Gottes lebt. Wir wollen an der Stelle heute weitermachen, die erste Hälfte von Kapitel 5 uns anschauen. Wie immer könnt ihr euer Band da hinein tun. Wir werden immer wieder darauf zurückkommen und sehen, wie Paulus von der Theologie zur praktischen Anwendung kommt. Das Thema ist heute: Durch die Liebe wirksam. Und bevor wir beginnen, möchte ich euch einladen, dass wir zu einem Gebet niederknien.

[1:28] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen. Danke sagen, dass wir heute an so einem schönen Tag in so großer Anzahl frei zusammenkommen können und die Gelegenheit haben, auf dich zu hören. Ich möchte dich bitten, dass niemand, der jetzt hier ist, diese Gelegenheit verpasst, indem er vielleicht an andere Dinge denkt, sondern dass jeder von uns sein Herz aufmacht und zuhört, was du durch deinen Geist jedem Einzelnen von uns für sein persönliches Leben sagst. Ich möchte dich bitten, dass du uns Weisheit schenkst, um dein Wort zu verstehen und vor allem, dass wir Lichter sein können in dieser Welt, dass dein Glaube sichtbar etwas bewirkt, dass unser Glaube an dich sichtbar etwas bewirkt in unserem Leben. So danken wir dir, dass du verheißen hast, dass du mitten unter uns sein möchtest, wo zwei oder drei versammelt sind, und sicherlich auch, wenn sehr viel mehr sind wie heute. Und so danken wir dir, dass du dein Wort wahr machen wirst in unserer Mitte und wir loben und preisen deinen Namen dafür. Amen.

[3:08] Schlag mit mir auf, Galater Kapitel 5 und dort Vers 1. Ihr wisst ja, es gab eigentlich keine Kapiteleinteilung. Da, wo wir jetzt weitermachen, war eigentlich kein Gedankenbruch zu dem, was vorher gewesen ist. Paulus hat anhand der Geschichte von Hagar und Sarah die beiden Bündnisse illustriert und ich fasse das nur in ein, zwei Sätzen zusammen für alle, die vielleicht nicht dabei gewesen sind, dass wir alle auf derselben Seite sind. Wir haben festgestellt, Hagar ist ein Symbol für den alten Bund, wo man Teil des Volkes Gottes ist, wo man durchaus auch das Richtige will. Abraham wollte ja ein Kind nach Gottes Verheißung, aber nicht aufgrund von Gottes Verheißung, sondern nach dem Fleisch. Dort, wo der Glaube an Gott mit menschlichen Grundsätzen, mit weltlichen Grundsätzen verbunden wird, wo man sagt: Gott, ich will dein Gesetz halten, damit ich dir zeige, wie gut ich bin. Dort ist der alte Bund. Gott ist zwar auch gegenwärtig, Gott sprach zu Hagar, Gott war gegenwärtig am Berg Sinai, aber der alte Bund kann nicht retten. Der neue Bund, dargestellt durch Sarah, ist auch ein Bund, wo der Mensch etwas tun muss. Er muss glauben und im Glauben handeln, dass Gott das tut, was er sagt. Abraham musste zu Sarah eingehen, aber es war nicht seine Leistung, nicht seine Kraft, nicht seine Weisheit, sondern Gottes Wunder, dass die Verheißung erfüllt worden ist. Und so wie Hagar eine Magd war und Sarah eine Freie, so bedeutet der alte Bund, dass ich zwar die Wahrheit kenne, mag und gerne tun möchte, aber immer noch gefangen bin in meinen alten Gewohnheiten und davon nicht loskomme. Aber der neue Bund bedeutet, dass weil Gott jetzt wirken kann und nicht mehr ich das tun muss, was Gott sagt, sondern Gott es in mir tut, bin ich frei, wirklich frei, frei von der Sünde, so wie Paulus und so wie Jesus das sagt.

[5:40] Galater 5, Vers 1. Paulus macht jetzt sein Schlussplädoyer an diese Geschichte. „So steht nun fest in der Freiheit, zu der uns Christus befreit hat, und lasst euch nicht wieder in ein Joch der Knechtschaft spannen.“ Mit anderen Worten, bleibt dabei, halte fest. In Sprüche 23 und dort Vers 23 gibt es ein interessantes Prinzip, das gut dazu passt. Sprüche 23 und dort Vers 23. Sprüche 23 und dort Vers 23, da heißt es: „Kaufe Wahrheit und...“ und wie geht es weiter? „...und verkaufe sie nicht.“ Offensichtlich gibt es viele, die die Wahrheit gekauft haben und später wieder verkauft haben. Weltweit ist unsere Gemeinde die Kirche mit den meisten Taufen. Viele kaufen die Wahrheit, aber leider verkaufen auch ein ganzer Teil dieser Menschen die Wahrheit dann später wieder. Die Zahlen der Austritte oder derer, die vielleicht inaktiv sich zurückziehen, ist viel zu hoch. Und so ermahnt der Galaterbrief auch uns, nicht nur einmal die Wahrheit gekauft zu haben, sondern dran zu bleiben, fest zu bleiben. Paulus spricht oft über das Festsein. Wir brauchen die Texte nicht alle auflesen. In 1. Korinther 15 sagt er: „Seid fest und unerschütterlich im Werk des Herrn.“ In 1. Korinther 16 sagt er, dass wir wachsam sein sollen, stark und fest im Glauben. Epheser 6, bei der Waffenrüstung Gottes, sagt er, dass wir feststehen sollen in der Waffenrüstung Gottes. In Philipper 1, 27 sagt er, dass wir feststehen sollen in der Einheit des Geistes. In 2. Thessalonicher 2, dass wir feststehen und am überlieferten Wort Gottes festhalten. Und dann in Hebräer 3, Vers 14, dass wir die anfängliche Zuversicht bis ans Ende festhalten. Festbleiben, feststehen und nicht nur im Sinne eines Moments begeistert sein.

[8:13] Denn offensichtlich, und das haben wir gesehen, waren die Galater bereit, das, was sie hatten, wieder aufzugeben. Die Freiheit, die sie hatten, wieder zu verkaufen, um wieder Knechte zu werden. Sie waren nicht stecken geblieben im alten Bund. Sie hatten schon den neuen Bund erlebt und waren wieder auf dem Weg zurück. Sie hatten schon erlebt, wie Gott Wunder tut in ihrem Leben. Sie hatten schon erlebt, wie Gott in ihnen gewirkt hat, wie sie durch Gottes Verheißung Gottes Gebote halten können. Doch plötzlich war der Stolz und die Weltlichkeit zu stark. „Lasst euch nicht wieder in ein Joch der Knechtschaft spannen.“ Paulus spitzt das Argument jetzt zu in Vers 2 und in Folgendem. „Siehe, ich, Paulus, sage euch: Wenn ihr euch beschneiden lasst, wird euch Christus nichts nützen.“ Nachdem er all das vorgebracht hat in den anderen Kapiteln, die biblischen Argumente und die Argumente aus seinem eigenen Besuch und was er erlebt hat und die Erfahrung seines eigenen Lebens, nachdem er alles zusammengebracht hat, sagt er ihnen ganz deutlich: „Schaut her, ihr habt die Wahl. Wenn ihr dabei bleibt, dass ihr durch die Beschneidung gerettet werden wollt, nützt euch Christus nichts, selbst wenn ihr noch von ihm redet.“ Die Galater waren ja nicht der Meinung, dass Jesus nicht existiert hat. Sie wollten durchaus schon Jesus irgendwie beibehalten, aber offensichtlich kann man ein Gemeindeglied sein, ohne dass einem Jesus etwas nützt. Das wäre eigentlich ein ziemlich dramatischer Gedanke, oder? In der Gemeinde Gottes zu sein und Jesus nützt mir nichts. Was meint denn Paulus damit?

[10:23] Schaut mal mit mir in Hebräer 4, Vers 2. Die Galater waren nicht die ersten, die sich so einer Gefahr ausgesetzt haben. Hebräer 4, Vers 2. Schon die alten Israeliten hatten dasselbe Problem. Hebräer 4, Vers 2. „Denn auch uns ist eine Heilsbotschaft verkündigt worden, gleich wie jenen. Aber das Wort der Verkündigung hat jenen nicht geholfen, weil es bei den Hörern nicht mit dem Glauben verbunden war.“ Wisst ihr, über die Jahre habe ich viele Predigten gehalten und mit wenigen Ausnahmen haben sich die Menschen meistens für die Predigt bedankt. Es ist übrigens gar nicht so einfach manchmal damit fertig zu werden, wenn einem Leute ständig sagen. Ich bin dazu übergegangen, etwas sehr Simples zu sagen, wenn jemand zu mir sagt: „Danke für die Predigt.“ „Danke, dass du zugehört hast.“ Es passiert nämlich sehr oft, dass Menschen Predigten hören und gar nicht wirklich zuhören. Man kann, da kann ein Engel vom Himmel kommen und predigen. Es nützt überhaupt gar nichts, wenn das, was gepredigt wird, nicht durchdacht wird und behorcht und dann auch gehorcht wird, sozusagen.

[11:59] Die Israeliten haben das Evangelium ja von keinem Geringeren als Jesus selbst gehört. In der Wolke, in der Feuersäule vom Berg Sinai. Sie standen mit offenen Mündern, wie Jesus auf dem Berg Sinai gepredigt hat. Wenn Mose gepredigt hat, haben sie mir auch ab und zu gesagt: „Tolle Predigt.“ Trotzdem sind Millionen Israeliten nicht gerettet worden, weil das Hören, das Dabeisein bei einer Predigt niemand rettet. Es hat sich nicht mit dem Glauben verbunden. Da war keine Wirkung. Ellen White hat übrigens ein interessantes Wort, wo sie mal sagte, die vielen Predigten, die wir gehalten haben, haben nicht die Anzahl von selbst verleugnenden Arbeitern hervorgebracht. Man kann nämlich, das ist die Wahrheit, eine ganze Reihe von biblisch korrekten, biblisch-theologisch einwandfreien Predigten nacheinander produzieren, wo man sagt: „Wow, noch nie habe ich sowas verstanden. Das ist ja unglaublich.“ Und man bleibt träge sitzen, Sabbat für Sabbat. Das Hören einer Predigt reicht nicht. Das Zugehörigsein zu einer Gemeinde reicht nicht, so wichtig es doch sein mag. Es hat ihnen nichts genützt. Wäre es nicht tragisch, wäre es nicht tragisch, wenn man all das, was man an einem Sabbat so machen würde, nicht tut, weil man ja in die Gemeinde gehen muss und jahrelang, jahrzehntelang Predigten gehört hat und am Ende hat es einem gar nichts genützt. Das wäre doch wirklich tragisch, oder?

[14:07] Und deswegen schreibt der Paulus mit so großen Buchstaben seinen Brief und sagt und bringt das wirklich auf den Punkt: Auch wenn es weh tut, es reicht nicht aus, formaler Christ zu sein. Du kannst nicht halb gerettet werden. „Christus nützt euch da nichts.“ Galater 5, Vers 3. „Ich bezeuge nochmals jedem Menschen, der sich beschneiden lässt, dass er verpflichtet ist, das ganze Gesetz zu halten.“ Wir haben ja schon etliches darüber gesagt, deswegen will ich das nicht so ausführen. Aber ihr wisst, die Galater wollten dieser Idee folgen, dass die Beschneidung Erlösungsbedingung ist. Es gab viele Juden, die gesagt haben: „Wenn du nicht beschnitten wirst, kannst du nicht gerettet werden.“ Und wenn man auf der Grundlage sagt: „Okay, dann beschneide ich mich lieber, damit ich sicher gerettet werde“, sagt Paulus: „Nützt dir Christus nichts.“ Dann bist du, und übrigens, das Griechische ist hier nicht gut übersetzt, es heißt eigentlich: „Dann bist du ein Schuldner. Das gesamte Gesetz musst du dann noch erfüllen.“ Mit anderen Worten, du alleine ohne Gott stehst vor diesem Gesetz und du bist ein Schuldner. Du bist immer noch in der Schuld.

[15:29] Vers 4. „Ihr seid losgetrennt von Christus, die ihr durchs Gesetz gerecht werden wollt.“ Jetzt stellt euch das mal vor, an einem Sabbat in einer Gemeinde in Galatien kommt der Gemeindeleiter, bekommt den Brief, stellt sich nach vorne und sagt: „Liebe Galater, Friede und Gnade sei von Jesus Christus.“ Nicht wahr? Sie singen vorher von Jesus, sie beten zu Jesus, sie haben in der Sabbatschule davon erzählt, wie sehr Jesus für sie da ist. Dann kommt die Predigt und der Gemeindeleiter in Galatien liest den Brief der Galater vor und da sagt der Paulus: „Ihr seid getrennt von Christus.“ Das wird einen Schock ausgelöst haben, oder? „Wir haben doch in der Sabbatschule von Jesus erzählt. Er hat doch gelebt. Wir glauben doch, dass er am Kreuz gestorben ist. Wir sind doch Christen. Als Christ ist man doch nicht von Christus getrennt, oder?“

[16:33] Darf ich dir eine Frage stellen? Was macht dich sicher, dass Jesus mit dir verbunden ist? Was macht dich sicher, dass Jesus mit dir verbunden ist? Wenn du darauf keine klare Antwort hast, dann nimm dir Zeit, eine klare Antwort zu finden, denn die klare Antwort ist nicht schwer zu finden, aber sie muss von jedem gefunden werden. Hast du eine persönliche Erfahrung mit Jesus, dass du weißt, er ist mit mir und ich bin mit ihm? Oder gehst du davon aus, dass das ja so sein muss, weil ich ja gerade hier bin? Ich bin doch Christ, sitze doch im Gottesdienst, höre einer Predigt zu, habe mir sogar eine Gemeinde ausgesucht, wo die Predigt etwas länger ist. Müsste es klappen, oder? Mit dem ewigen Leben. Also ich kann mir vorstellen, dass die Galater ziemlich geschockt gewesen sind, oder? Wir Adventisten sind nicht mehr so geschockt, weil wir schon seit 100 Jahren die Laodizea-Botschaft haben und es schon fast gar nicht mehr hören kann. Aber die Laodizea-Botschaft hat ähnliche Dramatik.

[17:53] „Ihr seid losgetrennt von Christus, die das Gesetz gerecht werden wollte.“ Mit anderen Worten, wer auf irgendetwas in seinem Leben baut und sagt: „Hey Gott, so schlecht bin ich auch wieder nicht“, dem nützt Jesus nichts. Wir sind nicht losgetrennt von Christus, weil wir zu schwach sind. Wir sind losgetrennt von Christus, wenn wir uns für zu gut halten. Niemand, der arm ist im Geist, ist von Jesus getrennt, oder? Denn glückselig sind die geistlich Armen, denn ihrer ist das Reich der Himmel. Aber nur die, die wissen, dass sie arm sind und nur die wissen, dass sie hilflos und verloren sind, denen nützt Christus etwas. Alle anderen tragen eine nette Krawatte und singen die richtigen Lieder. Man kann sich nur ganz auf Jesus verlassen oder gar nicht. Jesus, das Kreuz, ist kein Talisman, den man bei sich trägt und sagt: „Ich lebe jetzt mal und immer dann, wenn es mir schlecht geht, habe ich ja jemanden, zu dem ich gehen kann, der mir dann hilft.“ Immer dann, wenn es nicht mehr funktioniert, dann, wenn ich krank werde, wenn der Arbeitsplatz in Gefahr ist, wenn meine Kinder plötzlich nicht das tun, was ich will, immer dann kann ich ja zu Jesus kommen. Natürlich kann man immer dann zu Jesus kommen, natürlich möchte er dann auch helfen, aber diese Einstellung, die führt in die Irre.

[19:27] Vers 5. „Wir aber erwarten im Geist aus Glauben die Hoffnung der Gerechtigkeit.“ Die Galater wollten durch einen Akt, durch eine Beschneidung deutlich machen: „Wir gehören zu den Richtigen, wir sind die Richtigen, jetzt sind wir Juden und jetzt haben wir das Heil.“ Und Paulus sagt: „Wir dagegen, die wir wirklich mit Jesus leben, bei uns gibt es so etwas wie Warten, wie Hoffnung. Bei uns gibt es so ein Element von: Es ist noch nicht alles klar. Wir warten.“ Ich gebe euch mal zwei, drei Bibelverse dazu. Starten wir mit mir in Psalm 25 und dort Vers 5.

[20:30] Psalm 25, Vers 5. „Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich, denn du bist der Gott meines Heils. Auf dich harre ich allezeit.“ Hier war ein Mann, der das ganze Leben auf Gott gewartet hat. Jetzt, was heißt das, auf Gott zu warten? Nehmen wir noch ein Vers, Klagelieder 3. Das ist direkt nach Jeremia, vor Hesekiel. Klagelieder 3, Vers 25 und 26. Schaut mal, was für ein interessanter Vers. Klagelieder 3, Vers 25 und 26. „Der Herr ist gütig gegen die, welche auf ihn hoffen, gegen die Seele, die nach ihm sucht. Gut ist es, wie zu warten? Schweigend zu warten auf die Rettung des Herrn.“ Weiß nicht, musstest du schon mal gerettet werden? Warst du schon mal in einer Notsituation, wo jemand dir helfen musste? Also ich weiß von mir, wenn ich in einer Situation bin, die ich nicht kontrollieren kann und ich bin von anderen abhängig und die müssen mir jetzt helfen und zwar schnell, dann ist das mit dem schweigend warten eher so eine Sache, oder? Kennt ihr das auch? „Wo bleibt er denn?“ Also es muss jetzt wirklich schnell gehen. Schweigend warten bedeutet, ich warte und warte und warte und habe keine innere Unruhe, wissend, dass Jesus zur rechten Zeit kommt. Wartest du auf Jesus in deinem Leben?

[22:52] Noch ein Vers über das Warten. Römer 8, Vers 24 und 25. Römer 8, Vers 24 und 25. „Denn auf Hoffnung hin sind wir errettet worden. Eine Hoffnung aber, die man sieht, ist keine Hoffnung. Denn warum hofft auch jemand auf das, was er sieht? Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so erwarten wir es mit was? Mit standhaftem Ausharren.“ Kann mir jemand von euch sagen, wo gibt es denn noch standhaftes Ausharren, recht prominent in der Bibel, so gegen Ende? Das ist, was wir alle haben wollen, oder? Die Gebote Gottes und den Glauben Jesu waren. Das standhafte Ausharren. Das standhafte Ausharren haben die, die bereit sind zu warten und auf Gott zu warten allezeit und nicht quälend, nörgelnd, quengelnd: „Wann macht denn Gott jetzt endlich?“ Sondern im Glauben warten.

[23:54] Warten. Wie lange muss man denn warten? Wie lange hat denn Abraham gewartet? 25 Jahre hat er gewartet und Gott kam genau richtig zur Zeit. Vielleicht warten wir auch manchmal scheinbar eine Ewigkeit. Was wir brauchen, ist ein Glaube, der wartet.

[24:31] Zurück zu Galater 5 und schaut mal, was der Paulus jetzt als Schlussfolgerung sagt. Galater 5, Vers 6. „Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnitten sein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe wirksam ist.“ Also für die Galater war das ein riesen Ding, nicht wahr? Beschneidung oder nicht Beschneidung, Beschneidung oder nicht Beschneidung. Wie wir das auch manchmal erleben in unserem Leben, wo über Kleinigkeiten wir denken, da hängt jetzt alles von ab. So oft schafft es der Satan, uns den Eindruck zu vermitteln, dass Nebensächlichkeiten die größte Sache im Leben sind. Ist die Erde flach oder rund? Ist der Heilige Geist eine Person oder nicht? Sind die 144.000 buchstäblich oder nicht? Und man könnte die Liste gigantisch erweitern. Müssen wir jetzt aufs Land ziehen oder später?

[25:39] Und Paulus sagt, es gibt eine Sache, die so offensichtlich wichtig ist, aber die so oft verpasst wird. Nämlich, was ist das? Glaube, der durch Liebe wirksam ist. Wie wir gerade festgestellt haben, der alte Bund zeigt keine Wirkung. Im alten Bund hört man die Predigt, sagt: „Wunderbar, ich versuche es auch“, scheitert. Und deswegen sind so viele frustriert mit ihrer christlichen Erfahrung, weil es ein Versuch ist, Christ zu sein, ohne dass sich irgendetwas bewegt. Und jetzt sagt Paulus: „Erinnert euch, es gibt einen Glauben, der funktioniert. Es gibt einen Glauben, der wirkt. Er wirkt durch Liebe.“

[26:24] Nun, warum wirkt Liebe? Kann mir jemand von euch sagen, mit welchem Symbol die Liebe in der Bibel beschrieben wird? Welches Symbol wird für die Liebe verwendet? Das Feuer. Ist Feuer wirksam? Ja oder nein? Würdet ihr sagen, Feuer bewirkt etwas? Ohne Frage, wo Feuer ist, da verändert sich was. Feuer wirkt. Hohelied 8, Vers 6 sagt uns, das können wir kurz nochmal nachschlagen, zur Bestätigung, dass die Liebe dargestellt wird durch ein Feuer. Hohelied 8 und dort Vers 6: „Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm, denn die Liebe ist stark wie der Tod, und ihr Eifer unbezwinglich wie das Totenreich. Ihre Glut ist Feuerglut, eine Flamme des Herrn.“ Die Liebe Gottes ist wie ein Feuer. Die Bibel sagt, Gott ist ein verzehrendes Feuer. Was verzerrt er? Ja, warum erleben wir denn das so selten in unserem Leben? Ist Gott noch derselbe? Gott ist derselbe. Gott ist immer noch wirksam, aber die Wirksamkeit des Feuers braucht etwas. Was braucht es?

[27:49] Es braucht einen Glauben, durch den die Liebe wirksam sein kann, oder? Der Glaube, der durch die Liebe wirksam ist. Wenn wir Gott nicht glauben, dass er das tun kann, dann geschieht es nicht. Mit anderen Worten, hier haben wir Gottes Wort. Du sitzt in einer Predigt, es wird gepredigt, es kommt, die Schallwellen kommen an dein Ohr, sie gehen in deinen Gehörgang, sie gehen in dein Gehirn, du verarbeitest es, du hörst das Wort, das dein Leben verändern kann, aber es wird es nur tun, wenn du es glaubst. Ansonsten ist das selbe Wort, das wirksam ist wie Feuer, das wie ein Hammer die Steine zerschmeißt, wie ein Felsen, wie die Bibel sagt. Ein Wort, das das Licht in die Existenz gerufen hat. Dieses Wort geht dann durch deinen Gehörgang wieder raus und hat nichts bewirkt. Das ist so wie im alten Bund, die zehn Gebote, das Gesetz des Universums auf Steintafeln standen. Man konnte draufschauen und weitersündigen, oder? Macht gar nichts mit einem, wenn man nur draufschaut, wenn man nur liest.

[29:07] Könnte es sein, dass wir oft in Predigten sitzen und das Wort Gottes, das wie eine Kraft, wie ein Feuer bis an unseren Gehörgang kommt, ist nicht in unserer Herzensschaft, weil der eine Schalter nicht umgelegt wird, dass wir es einfach beim Wort nehmen, dass wir einfach glauben, dass Gott das wirklich genau so meint, nicht anders, nicht später, nicht für einen anderen, sondern für mich jetzt in meinem Leben. Dann ist da Kraft. Übrigens, mit welchem Symbol wird denn der Glaube ausgedrückt? Das ist die Liebe, das Feuer. Der Berg Sinai brannte ja im Feuer. Als der Heilige Geist herabkam, war das Feuer. Der Heilige Geist bringt die Liebe Gottes in unser Herz, sagt die Liebe. Mit welchem Symbol wird der Glaube ausgedrückt? Gold. 1. Petrus 1, Vers 7.

[30:20] „Damit die Bewährung eures Glaubens, der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer erprobt wird und so weiter, Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe, bei der Offenbarung Jesu Christi.“ Das Gold wird durchs Feuer erprobt. Wie nennt man das auch anders, diesen Prozess, wenn man Gold ins Feuer gibt? Läutern. Es wird reingemacht, der Glaube wird reingemacht durch die Liebe, aber Glaube und Liebe dargestellt als ein Gold, das im Feuer geläutert wird. Da klingelt es wieder nicht. Gold, das im Feuer geläutert wird. Gold, das im Feuer geläutert wird.

[31:22] In Offenbarung 3 steht Jesus vor der Gemeinde Laodizea und sagt, was du brauchst. Es sind nicht längere Kleider und nicht gesündere Salate und nicht mehr Erkenntnis über Daniel 11. Was du brauchst, ist das, wenn ich vor der Tür stehe. Das heißt, wenn du im Gottesdienstraum sitzt und mein Wort gepredigt wird, dass du es nicht intellektuell abhakst und sagst: „Ja, das glaube ich auch. Ich finde nichts dagegen. Ich bin im Club.“ Sondern, dass in deinem Kopf ein Schalter umgelegt wird, der sagt: „Das, was dort steht, soll gelten in meinem Leben. Ich werde daraus leben. Dieses Wort ist für mich. Es darf in meinem Herzen wirken.“ Das fehlt uns. Sagt nicht ich, sagt Jesus. Es ist die allergrößte Not. Jesus sagt: „Ich stehe vor der Tür, aber ich komme nicht rein.“ Jesus ist nicht weit entfernt. Die Trennung ist nicht, dass Jesus in Amerika ist und wir in Europa und über Skype mal mit ihm irgendwie Kontakt aufnehmen müssen. Er ist ganz nahe und doch hat er keinen Zugriff. Er kommt nicht durch. Er predigt Sabbat für Sabbat zu unseren Gehirnen und es geht in unseren Gehörgang. Es geht durch unser Gehirn. Wir sagen: „Ja, ja, ja, stimmt. Ich habe das schon immer so gedacht. Ja, das könnte schon sein. Passt.“ Und er geht wieder raus.

[33:11] Und Jesus sagt: „Kaufe diesen Glauben. Glaube dem Wort.“ Ganz egal, ob du lange warten musst, ganz egal, ob es dir missfällt, ganz egal, ob du deswegen Ismael in die Wüste schicken musst und die Hagar gleich mit, obwohl es dir gefallen hat, mit zwei Frauen, schick sie weg. Glaube dem Wort. Warte, bis ich wirke. Denn echter Glaube wirkt. Es gibt keinen Menschen, der echten Glauben hat und der jahrelang auf derselben Stelle tritt, geistlich. Es gibt keine Gemeinde, die geistlich diesen Glauben hat und geistlich träge ist. Das gibt es gar nicht. Es gibt zwar viele geistlich träge Gemeinden, die auch glauben, dass sie glauben, so wie Laodizea, die sagt: „Wir sind reich und haben alles. Wir glauben doch.“ Nein, ihr glaubt nicht, sagt Jesus. Denn wenn du das Gold hast, bist du reich. Wie sagt Jesus? „Ich rate dir von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst.“ Das, was du denkst, dass du hast, solltest du haben, aber du hast es gar nicht.

[34:32] Das Zuhören zu einer Predigt, das Dabeisitzen und das möglicherweise auch am Ende ganz freundlich die Hand schüttelt und sagt: „Fand ich gut“, ist nicht dasselbe wie: „Hier spricht Gott zu mir.“ Und weil er zu mir spricht, will ich, dass dieses Wort, dieser Vers, dieser Gedanke, was er zu mir gesagt hat, das will ich in meinem Leben als Realität sehen und ich vertraue darauf. Ich glaube Gott, dass er das tun wird. Er wird dieses Problem lösen. Ich werde warten, bis er es tut. Ich vertraue auf ihn. Dieser Glaube wirkt und er wirkt gewaltig. Darf ich mal vorlesen, was Ellen White dazu zu sagen hat? Ich versuche es aus dem Englischen so gut wie möglich zu übersetzen.

[35:23] Sie spricht genau bei diesem Vers und dann sagt sie folgendes: „Echter Glaube arbeitet immer durch Liebe. Wer auf Golgatha blickt, wird nicht seine Seele beruhigen und seine Pflichten nicht mehr tun, noch wird er sich selbst in den Schlaf wiegen, sondern es wird immer dazu führen, Glauben in Jesus zu erzeugen. Glaube, der arbeitet, der die Seele von dem Schleim des Egoismus reinigt.“ Die Seele vom Schleim des Egoismus reinigt, das steht hier. Und dann sagt sie: „Wenn wir Christus im Glauben annehmen, hat die Arbeit erst begonnen. Jeder Mann hat korrupte, sündige...“ also jeder Mensch, steht „every man“, aber das meint wohl auch die Frauen eventuell. „Jeder Mensch hat korrupte, sündige Gewohnheiten, die ihm durch heftigen Kampf überwunden werden müssen.“ Ein Glaube, der durch Liebe wirksam ist. Jede Seele ist gefordert, den Kampf des Glaubens zu kämpfen. Wenn jemand ein Nachfolger Jesu ist, kann er nicht ungerecht im Geschäft sein. Er kann nicht hartherzig sein. Er kann nicht sympathielos sein. Er kann nicht rau in seiner Sprache sein. Er kann nicht voller Selbsterhebung sein. Er kann nicht harte Worte benutzen. Er kann nicht andere verurteilen. Das ist der Glaube, der durch die Liebe wirksam ist.

[37:03] Wir brauchen nicht noch mehr intellektuelles Wissen über die Bibel. Wir brauchen mehr wirksamen Glauben, der gesehen wird, der gespürt wird. Und das macht allein dieser Glaube. Übrigens, am Ende, wenn Jesus wiederkommt, geht es nicht darum, wie viele Predigten man gehört hat. Es geht auch nicht darum, wie viele richtige Antworten man im theologischen Quiz gibt und ob man 1844 richtig berechnen kann. Die Frage am Ende ist in Matthäus 25 sehr praktisch: War dein Glaube wirksam? Hast du den Menschen geholfen? Und deswegen hat Paulus so einen Zorn auf diese Irrlehrer, weil die ein Evangelium predigen, wo man einfach nur zur richtigen Gemeinde gehört, das Richtige glaubt, noch vielleicht noch die richtige Tradition hat, nicht wahr, die Beschneidung, und dann ist alles wunderbar.

[37:54] Schaut mal in Galater 5. Wir nehmen die Verse zusammen. Schaut mal, wie zornig der Paulus auf die Irrlehrer ist. Vers 7. „Ihr lieft gut. Wer hat euch aufgehalten, dass ihr der Wahrheit nicht gehorcht? Die Überredung kommt nicht von dem, der euch berufen hat. Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig.“ Mit anderen Worten, ihr wart auf dem richtigen Weg. Ihr seid gut gelaufen und jemand hat euch aufgehalten. Er vorgesagt in Galater 3: „Wer hat euch verzaubert?“ Könnt ihr euch daran erinnern? Galater 3, Vers 1: „Wer hat euch verzaubert?“ Gibt es vielleicht auch jemanden in deinem Leben, der dich aufhält? Du warst auf dem richtigen Weg, du bist gut gelaufen und jemand kam dazwischen und sagte: „Hey, wo rennst du denn hin? Bist du dir sicher, dass das der richtige Weg ist? Komm doch lieber mit mir, weil da haben wir uns schon lange nicht mehr gesehen.“ Gibt es jemanden, gibt es was in deinem Leben, das dich aufhält, auf dem richtigen Weg zu laufen?

[38:56] Das ist übrigens jetzt, in dem Moment, wo ich das sage, ist das wahrscheinlich die Gelegenheit, wo der Heilige Geist zu deinem Wort, zu deinem Herzen spricht. Ich weiß ja nicht, was in deinem Herzen ist, oder? Ich kann nur diesen Vers lesen und sagen: „Gibt es etwas in deinem Leben, was dich aufhält?“ Und der Heilige Geist, ich bin mir ziemlich sicher, wird in diesem Moment dir sagen: „Hier.“ Und das ist die Gelegenheit jetzt, diesen Glauben zu haben, der durch die Liebe wirksam ist, zu sagen: „Okay, das stimmt. Ich muss es ändern. Gott, ändere du es in mir.“

[39:33] Übrigens, die Irrlehrer scheinen sehr überzeugend gewesen zu sein, oder? Die Überredung kommt nicht von Gott. Irrlehrer, Menschen, die uns aus der Bahn werfen, sind immer überzeugend. Der Erste, der das gezeigt hat, war der Satan selbst. Hat Gott wirklich gesagt? Die Gründe, warum wir gerade nicht weiterlaufen können, mögen sehr überzeugend sein. Die Gründe, warum wir den alten Weg verlassen haben, mögen sehr nachvollziehbar sein. Sie sind trotzdem falsch. Was dich hindert, den guten Weg zu laufen, wie überzeugend es auch sein mag, ist falsch.

[40:07] Und übrigens, vielleicht sagst du: „Aber es ist nur eine kleine Sünde.“ In dem Buch kennt ihr die Pilgerreise von John Bunyan. Kennt das jemand von euch? Da gibt es diese Geschichte von einem Mann. Das ist eine Allegorie. Und er hat einen Traum. Er sieht immer den Traum, dass Jesus wiederkommt. Und er ist nicht bereit. Er sieht die ganze Herrlichkeit, nicht wahr? Jesus kommt mit den Wolken des Himmels und dann werden die Gerechten zu ihm gerückt und er geht verloren. Er wacht auf und sagt: „Oh nein.“ Passiert immer und immer wieder. Und es stellt sich heraus, er träumt das immer wieder, weil er eine kleine, eine klitzekleine Sünde in seinem Leben duldet. Und der Hauptdarsteller dieses Buches spricht dann mit ihm und sagt: „Gib sie auf, damit du vorbereitet bist.“ Und er sagt: „Nein, nein, nein, nein, später, später, später, jetzt noch nicht, morgen vielleicht, übermorgen, in drei Wochen.“ Und der Hauptdarsteller, der Christian, der fragt dann seinen Begleiter: „Ja, warum macht er das nicht?“ Und der Begleiter sagt: „Er macht das schon seit Ewigkeiten so und der Tag morgen wird niemals kommen.“ Und dann sagt er: „In Wirklichkeit ist es gar keine so kleine Sünde.“

[41:23] Vielleicht gibt es auch in unserem Leben so eine kleine Sünde, die wir gerne bei uns behalten. Die ist ja nur so klein. So ein großer Topf mit Mehl, alles gut, gute Taten, biblisches Leben, wunderbares feines Vollkornmehl, biblisches Leben und so ein bisschen, bisschen, bisschen kleine Sauerteig, damit es besser schmeckt. Ihr Lieben, Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig. Ellen White sagt: „Eine Sünde, an der wir konstant festhalten, die wir nicht aufgeben wollen, wird am Ende die gesamte Kraft des Evangeliums neutralisieren.“ Das ist so, wie wenn man Sauerteig in das Mehl gibt, am Ende hast du kein Stück Mehl mehr, das nicht von Sauerteig berührt ist.

[42:23] Die Frage ist nämlich nicht: Habe ich zu 70 Prozent Jesus oder zu 30 Prozent Jesus oder zu 95 Prozent Jesus? Die Frage ist: Bin ich 100 Prozent seins?

[42:28] Vers 10. Und das finde ich so interessant. Was jetzt kommt, finde ich wirklich bewegend. Schaut mal, was der Paulus macht. Der Paulus hat ja vorher wirklich dramatisch geschrieben, oder? Würdet ihr nicht auch zustimmen? Er spricht von den Geburtsschmerzen, die er hat. Er sagt, ich weiß nicht mehr, woran ich bin. Ihm fehlen fast schon die Worte. Und dann schaut mal Vers 10 an. Also bis dahin müssen die Galater ja wirklich Panik gehabt haben, oder? „Ihr seid von Christus getrennt. Christus wird euch nichts nützen.“ Sie müssen gedacht haben, sie sind auf dem Weg zum ewigen Verderben. Jetzt schaut mal Vers 10: „Ich traue euch zu in dem Herrn, dass ihr nicht anders gesinnt sein werdet. Wer euch aber verwirrt, der wird das Urteil tragen, wer er auch sei.“ Das ist groß, das ist gewaltig. Der Paulus, der menschlich keine Hoffnung mehr sieht, der sagt: „Ich weiß nicht, was sie mit euch machen sollen. Ihr geht vollkommen in die Irre.“ Sagt unter der Inspiration des Heiligen Geistes: „Ich traue euch zu, die richtige Entscheidung zu fällen.“ Was hat das wohl mit den Galatern gemacht, die bis zu dem Zeitpunkt wahrscheinlich so in ihren Stühlen gesessen haben? „Wir sind verloren.“ Was wird das mit ihnen gemacht haben, als Paulus ihnen sagt: „Ich traue euch zu, die richtige Entscheidung zu fällen?“ Hoffnung.

[43:59] Ein Mensch, der das Gefühl hat, man in Hoffnung legt, wird anders sich entscheiden, als jemand, dem man nur sagt: „Was, dein Leben ist eine Katastrophe. So wird das nichts.“ Jesus hat Menschen immer so behandelt, wie sie sein könnten, nicht wie sie waren.

[44:22] Jetzt ahnt ihr schon, was die Anwendung ist, die ich machen möchte, oder? Wie oft behandeln wir unsere Geschwister, wie sie sein könnten und wie oft behandeln wir unsere Geschwister, wie sie gerade sind. Kennst du Brüder und Schwestern, Jugendliche, Freunde in unserer Gemeinde, wo du sagst: „Ich sehe das, wie die auf dem falschen Weg sind und das macht mir den Kopf zerbrechen. Ich muss sie ermahnen.“ Kannst du auch sagen: „Ich traue dir zu, die richtige Entscheidung zu fällen, weil es eben nicht deine Leistung ist, sondern du musst dir nur Gott glauben. Ich traue dir das zu.“ Das würde doch einiges ändern, oder?

[45:09] Aber schaut mal Vers 12. Über die Irrlehrer hat er trotzdem einiges zu sagen. „Oh, dass sie auch abgeschnitten würden, die euch verwirren.“ Der Paulus hat einen heiligen Zorn auf die Irrlehrer, und ich muss euch sagen, ich kann ihn gut verstehen. Das Wort „verwirren“ heißt im Griechischen eigentlich durcheinanderwerfen, jemand aus der Fassung bringen. Es wird verwendet, eine Stadt oder ein Land zu ruinieren, jemandem aus dem Haus hinaus zu schmeißen. Habt ihr mal gefragt, warum er sagt: „Ich wünsche, dass sie abgeschnitten werden?“ Interessant, oder? Diese Irrlehrer, die ständig von der Beschneidung sprechen. Er sagt: „Ich wünsche, dass sie abgeschnitten sind.“ Ich glaube, der Paulus hat sich dabei auf das Alte Testament bezogen. Das ist ein interessanter Punkt.

[45:55] Schaut mal mit mir in 1. Mose 17. 1. Mose 17, da geht es um die Beschneidung. 1. Mose 17 und dort Vers 14. „Und ein unbeschnittener Mann, einer, der sich nicht beschneiden lässt am Fleisch seiner Vorhaut, dessen Seele soll ausgerottet werden.“ Achtung, hier steht im Hebräischen: „abgeschnitten werden.“ „Aus seinem Volk, weil er meinen Bund gebrochen hat.“ Okay, Frage an euch: Nach 1. Mose 17, Vers 14, wer soll abgeschnitten werden? Die, die sich nicht beschneiden lassen wollen. Und wer soll nach Paulus abgeschnitten werden? Die, die predigen, dass man sich beschneiden soll. Das ist doch kurios, oder? Also in 1. Mose 17 heißt es: „Alle, die sich nicht beschneiden lassen wollen, sollen abgeschnitten werden.“ Ganz bestimmt haben das die Irrlehrer verwendet, oder? „Hier steht, dass ihr abgeschnitten werdet, wenn ihr euch nicht beschneiden lasst.“ Und jetzt kommt Paulus und sagt: „Ich wünsche, dass die, die predigen, dass man sich jetzt noch beschneiden lassen muss, dass die abgeschnitten werden.“ Ja, wer hat jetzt recht? Mose oder Paulus? Wem folgt ihr im Zweifelsfall lieber? Beiden.

[47:32] Der Punkt ist ganz simpel. Warum sollte sich der Abram beschneiden lassen? Warum sollte er sich beschneiden lassen? Als Zeichen des Bundes. Für welchen Bund? Okay, in der Geschichte, in 1. Mose 17, warum sollte ich beschneiden lassen? Was sollte es bestätigen? Was genau sollte geschehen in der Geschichte, in 1. Mose 17? Gott hatte zu ihm gesagt: „Deine Frau wird einen Sohn haben.“ Und welche Frau war damit gemeint? Sarah. Und Sarah ist ein Symbol für den neuen Bund. Und Abram hat gesagt: „Nein, ich habe schon einen Sohn. Ich habe Ismael mit der Hagar. Das geht doch auch, oder? Das reicht doch.“ Und was sagt Gott? Nein. Beschneidung. Nein. Er sagt: „Nein, schick sie weg. Nein.“ Das heißt, das Symbol der Beschneidung war ursprünglich gedacht, dem Abram zu erklären: Nicht dein Wille, nicht dein Stolz, nicht deine eigene Leistung. Die Beschneidung war ein Symbol für den Glauben. Den Glauben, dass es einen Messias geben würde, der durch ein Wunder geboren wird und nicht allein durch menschliche Leistung. Es war ein Zeichen auf den kommenden Messias. Denn an deinem Samen soll alle Welt gesegnet werden, oder? Es war ein Zeichen für den neuen Bund.

[50:04] Aber die Galater und die Irrlehrer, die sich jetzt beschneiden lassen, nachdem Jesus gekommen ist, die drücken damit aus: Jesus ist nicht der Messias. Selbe Handlung, entgegengesetzter Glaube. Das ist interessant, oder? Oh, dass die abgeschnitten würden. Denn alles in der Bibel muss verstanden werden durch Jesus Christus. Jede Lehre, die ohne Jesus ist, jede Theorie, die ohne Jesus ist, jede Praxis, die ohne Jesus ist, führt in die Gefangenschaft. Jesus ist das Zentrum vom Alten und Neuen Testament.

[50:37] Wir müssen weitermachen. Vers 13. Galater 5, Vers 13. „Denn ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder. Nur macht die Freiheit nicht zu einem Vorwand für das Fleisch, sondern dient einander durch die Liebe.“ Der Paulus war wirklich sehr ausgewogen. Er wusste nämlich, dass es nicht nur Fanatiker am rechten Rand gibt. Er wusste auch, da gibt es Irrlehrer am linken Rand. Der Jude schreibt von denen, die sich eingeschlichen haben und die Gnade Gottes in Zügellosigkeit verdreht haben. Diejenigen, die gesagt haben: „Wir sind frei. Was kümmert uns das Alte Testament? Was kümmern uns die zehn Gebote? Wir sind errettet. Wir glauben an Jesus. Jetzt können wir leben, wie wir wollen.“ Etwas, das uns heute auch oft entgegentritt, oder?

[51:31] Mach die Freiheit, die du hast, nicht zu einem Vorwand, sondern, was ist das Gegenteil dazu? Sondern, was sollen wir tun? Dient einander durch die Liebe. Der Glaube, der durch die Liebe wirksam ist. Was ist also die Wirksamkeit des echten Glaubens? Die Wirksamkeit des echten Glaubens ist, wenn ich auf meine Freizeit verzichte, um für dich da zu sein. Die Wirksamkeit des Glaubens liegt darin, wenn ich auf mein persönliches Recht verzichte, um jemand anderem zu helfen, vielleicht sogar ihm zu helfen, das Evangelium zu sehen. Das ist wirksamer Glaube. In Liebe dem anderen dienen.

[52:24] Übrigens, war Paulus ein freier Mann? Freier als Paulus konnte man nicht sein. Er war Pharisäer gewesen, er war Römer. Er war oft freier als die Magistraten, die ihn gefangen haben. Aber Paulus sagt: „Ich bin ein Knecht für alle geworden.“ Ich habe mich freiwillig anderen zur Verfügung gestellt, um ihnen zu helfen.

[52:57] Wisst ihr, woran man auch erkennen kann, dass der Glaube, von dem wir denken, dass er uns rettet, oft nicht der Glaube ist, der durch die Liebe wirksam ist? Daran, dass wir uns entscheiden, an der Gemeindearbeit teilzunehmen, immer dann, wenn wir nichts anderes vorhaben und sowieso es gerade vielleicht ganz gut passt. Das Gemeinde auch eine Sache ist, an der man mal teilnehmen kann, wenn es halt nichts anderes gibt, was dagegen spricht. Da muss erst das passen und das passen und das passen und wenn das alles passt, dann mache ich auch mal mit. Aber ihr Lieben, wenn wir die Liebe, die Gott hat, ausdrücken wollen, so ganz ohne persönliche Opfer, so ganz ohne, dass wir auch mal den unteren Weg gehen, so ganz ohne mal auf das eigene zu verzichten zugunsten von anderen, wie soll denn da was wirken?

[53:55] Paulus diente den Menschen freiwillig. Schaut mal, warum? 1. Korinther 9, Vers 19. Paulus hat es nicht gemacht, weil er irgendwie nicht wusste, was er sonst tun sollte. Schaut mal, er hat ein ganz konkretes Ziel. 1. Korinther 9, Vers 19. „Denn obwohl ich frei bin von allen, habe ich mich doch allen zum Knecht gemacht.“ Warum? Was ist dein Ziel? „Um desto mehr zu gewinnen.“

[54:34] Frage an dich: Wie viele willst du gewinnen? Vielleicht stellst du dir die Frage, ob ich überhaupt welche gewinnen will. Die Frage ist: Wie viele willst du gewinnen? Es gibt ja manchmal so Aufrufe: „Wer möchte in dem nächsten Jahr eine Person für Jesus gewinnen?“ Ja, ich werde es versuchen. Und wir denken immer schon, das ist fast eine Mount Everest-Besteigung, wenn wir eine Person für Jesus gewinnen. Paulus sagt: „Nein, ich will so viele wie möglich gewinnen.“ Warum? Weil ich wirklich glaube, dass ich mal ewig leben will und ich will nicht ohne die leben. Wenn du wirklich glaubst, dass du ewig leben wirst, warum willst du nicht ohne deine Freunde sein? Wenn du wirklich glaubst, dass es eine echte himmlische Stadt gibt, in der man wirklich in goldenen Häusern lebt für alle Ewigkeit, warum willst du nicht, dass deine Freunde und Bekannte dabei sind? Vielleicht mangelt es uns wirklich einfach an dem simplen Glauben, dass das wirklich so ist. Weil wenn wir diesen Glauben haben, wird er durch die Liebe wirksam sein. Paulus sagt: „Ich diene anderen, um so viele wie möglich zu gewinnen.“

[55:42] Letzter Vers, Galater 5, Vers 14. Und hier macht der Paulus einen Schachzug. Also der Paulus ist ja genial, der ist immer brillant, aber hier toppt er sich selbst. Schaut mal, was er sagt in Galater 5, Vers 14. „Denn das ganze Gesetz wird in einem Wort erfüllt.“ Hier werden die Galater große Ohren gemacht haben. Warum? Was war ihr Ziel gewesen? Sie wollten das Gesetz halten, oder? Sie wollten das Gesetz halten und sie hatten den Eindruck, dass sie das nur aus eigener Kraft können, mit eigenen Methoden, mit eigenen Dingen, ohne sich nur auf den Glauben zu beziehen. Und Paulus sagt: „Nein, ihr könnt das ganze Gesetz halten, vollständig, durch ein wirksames Wort.“ Was ist das Wort?

[56:33] „Denn das ganze Gesetz wird in einem Wort erfüllt, indem du sollst deine Nächsten lieben wie dich selbst.“ Also hier waren die Galater, die haben gesehen: „Wow, es gibt so und so viele Gesetze. Da hat unser Paulus nichts von erzählt. Die müssen wir alle einzeln halten, müssen uns anstrengen.“ Und wenn der Paulus jetzt mit der Liebe kommt, dann wissen wir, das ist wahrscheinlich ein bisschen zu liberal. Das reicht nicht aus. Und Paulus sagt: „Nein, die Liebe, die ich predige, ist nicht ein Ersatz für das Halten der Gebote. Das ist nicht ein Plan B, wo Gott gesagt hat: ‚Oh, das mit den Geboten, das war ein bisschen schwer, machen wir es jetzt ein bisschen einfacher im Neuen Testament.‘“ Nein, die Liebe ist die wirksame Kraft, die all das ermöglicht.

[57:15] Weißt du, was das bedeutet? Das bedeutet, dass kein Mensch auf dieser Welt ein unglückliches Leben leben müsste, dass kein Christ ungehorsam sein muss. Denn für allen Gehorsam gibt es eine wirksame Kraft, die das Gesetz erfüllt: Liebe. Denn wie wir vielleicht schon mal gehört haben, ist das Gesetz Gottes Liebe. Erinnert ihr euch vielleicht noch an den Stift, der gefallen ist? Vor einem Jahr oder so haben wir das mal gemacht hier, dass Gott immer die Liebe ist. Könnt ihr euch daran erinnern? Gott ist die Liebe, er ist es immer, er ändert sich nicht. Das ist eine Gesetzmäßigkeit.

[58:10] 1. Timotheus 1, Vers 5. 1. Timotheus 1, Vers 5. „Das Endziel des Gebotes aber ist Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben.“ Schau ihr Lieben, am Ende gibt es genau zwei Möglichkeiten. Die eine Möglichkeit ist, du sagst: „Hey, ich will weiter mich anstrengen, ich will mich richtig anstrengen und ich will einfach wissen, was Gott von mir verlangt und dann will ich das alles versuchen zu tun und dann denke ich, werde ich das ewige Leben schon kriegen, so fleißig ich war.“ Oder du entscheidest dich, einzugestehen: „Ich bin verloren, ich bin hilflos, hoffnungslos und deswegen übergebe ich mein sündenkrankes Herz dem Jesus und jetzt warte ich auf ihn, weil er hat versprochen, dass er was tun kann, was ich nicht tun kann.“ Und seine Liebe, die sich am Kreuz zeigt, die schaue ich an, die schaue ich an und durch dieses Anschauen werde ich verwandelt. Und der Paulus sagt und der Matthäus sagt und der Mose sagt und der Johannes sagt und ich glaube, alle sagen sie: Wenn du das tust, wirst du das gesamte Gesetz halten.

[59:40] Versuch mal schlecht über jemanden zu reden, den du wirklich liebst. Versuch mal über jemanden zu lästern, für den du dein letztes Hemd geben möchtest. Versuch dich mal über Schwester Y zu echauffieren, wenn du jeden Tag 30 Minuten für sie betest. Versuch mal während der Evangelisation zu Hause zu bleiben, wenn du für deine Freunde, die du eingeladen hast, die ganze Woche lang gebetet hast. Wenn du wirkliche Liebe hast, wird das wirken. Es wird etwas bewirken, nämlich Gehorsam zu Gott. Hat nicht Jesus gesagt, dass das gesamte Gesetz, das Alte Testament zusammengefasst ist in: Liebe Gott von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und deinen Nächsten wie dich selbst?

[1:00:50] Wenn du dich umschaust in dieser Gemeinde, liebst du hier jeden, der hier sitzt, so sehr wie du dich magst? Findest du jeden so toll wie dich selbst? Seht ihr jetzt, warum der Galaterbrief so aktuell ist? Seht ihr jetzt, warum wir vielleicht so oft damit Probleme haben, dass wir Gottes Gebote nicht halten? Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

[1:01:14] Übrigens, damit schließe ich. Ein Zitat, das ich vor einem Jahr hier auch schon mal gesagt habe. Vielleicht könnt ihr euch daran erinnern. Es lohnt sich, das eigentlich öfter mal zu hören. „Die Vollständigkeit des christlichen Charakters oder die Vollkommenheit des christlichen Charakters“, interessantes Wort, „ist erreicht, wenn der Impuls, anderen zu helfen und andere zu segnen, konstant von innen herauskommt.“ Das wäre das Gesetz und wonach Gott sich sehnt, ist nicht, dass wir jetzt sitzen und sagen: „Ja, ich erinnere mich, so war das.“ Und auch nicht, dass wir sagen: „Ja, endlich hat das Bruder X, zeig es ihm.“ Und auch nicht, dass wir sagen: „Schön, wie sie es ausdrückt, sie ist einfach eine wunderbare Prophetin.“ Sondern dass etwas in unserem Kopf geschieht, nämlich dass diese Worte, die über Schallwellen gerade in unser Hirn gekommen sind und sagen: „Ich bin nicht so und ich werde nie so sein, wenn ich weiter so mache wie bisher“, dass wir den Schalter umlegen und sagen: „Aber Gott, du kannst es tun und dazu willst du den Schlüssel haben zu meinem Herzen. Hier, mach. Mach du. Ich gebe es auf. Ich warte jetzt. Ich warte, dass du das machst und ich werde einfach jetzt einfach aus Glauben leben. Ich werde tun, was du sagst, einfach, weil du es versprochen hast.“ Und dann geschieht es und dann kommt Jesus wieder.

[1:02:55] Ihr Lieben, kein großer Aufruf heute, simple Frage: Möchtest du heute Abend, die kommende Woche, die nächsten Wochen enden, einen Glauben haben, der durch Liebe wirksam ist, der das ewige Leben anderer als ein echtes Gut ansieht?

[1:03:25] Lieber Vater im Himmel, wir haben so viele Predigten gehört, mehr als genug wäre. Wir brauchen nicht noch mehr Informationen. Wir brauchen einen Glauben, der wirksam ist durch deine Liebe, ein Glaube, der wirklich Veränderung in unserem persönlichen Leben bewirkt, Veränderung in unserer Gemeinde, Veränderung in unseren Familien und wo immer Veränderung notwendig ist in unserem Lebensbereich. Herr, hilf uns, hilf uns zu verstehen, dass es nicht darauf ankommt, hier gesessen zu haben und Worte gehört zu haben, sondern dass es alles darauf ankommt, diese Worte als deine Botschaft für uns zu begreifen und unsere eigene Hilflosigkeit einzugestehen und uns einfach an deine Worte zu halten, wissend, dass sie besser sind als das, was wir uns selbst zu überlegen, wissend, dass deine Verheißungen besser sind als unsere größte Weisheit, dass dein Zeitplan besser ist als unsere tollsten Planungen, dass wir einfach auf dich warten, dass wir auf dich harren, dass wir im Glauben leben. Ich möchte dich bitten für jeden Einzelnen von uns, dass du uns diesen Glauben schenkst, dass er wachsen kann und dass er durch die Liebe wirksam ist und dass wir dann erkennen, dass das, was wir aus eigener Kraft immer versucht haben und gescheitert sind und gescheitert sind und gescheitert sind, dass du das tatsächlich tust durch die Liebe, die du für uns hast, durch den Heiligen Geist, den du uns geben möchtest, dass dein Gesetz der Liebe in unser Herz, unser Denken, unser Sprechen und Handeln hinein geschrieben ist. Hab Dank, Herr, dass du das tun kannst und dass jeder zu dir kommen kann, wie er ist. Im Namen Jesu beten wir. Amen.


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