[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr eingeschaltet habt auf joelmedia.de. Wir möchten uns ganz herzlich für die Verspätung entschuldigen und sind jetzt live da. Schön, dass ihr da seid zu einer neuen Folge über Offenbarung 17. Wir sind fast am Ende angelangt und wollen jetzt den 17. Vers anschauen. Bevor wir beginnen, möchten wir nach guter Gewohnheit ein Gebet sprechen und ich lade euch ein, dazu niederzuknien, wo es möglich ist.
[1:15] Lieber Vater im Himmel, ich möchte dir danken, dass wir jetzt wieder die Gelegenheit haben, in deinem Wort zu lesen und aus deinem Wort zu hören. Ich möchte dich bitten, dass wir diese Gelegenheit auch nutzen, dass wir das lernen, was du uns heute sagen möchtest, dass du zu uns sprichst und dass dein Wort sich kraftvoll erweist in unserem Leben. Wir danken dir von ganzem Herzen, dass du mit deinem Heiligen Geist gegenwärtig sein möchtest und bitten dich, dass du uns in alle Wahrheit führst, so wie du das versprochen hast. Im Namen Jesu, Amen.
[2:04] Okay, ihr Lieben, schlagt mal mit mir auf Offenbarung 17 und dort Vers 17. Offenbarung 17 und dort Vers 17. Dort heißt es: "Denn Gott hat ihnen ins Herz gegeben, seine Absicht auszuführen und in einer Absicht zu handeln und der Reich dem Tier zu geben, bis die Worte Gottes erfüllt sind." Hier am Ende von Offenbarung 17 schreibt Johannes noch einmal ein paar erklärende Worte auf. Er erklärt, warum es möglich ist, dass diese oder ihnen gemeinsam mit dem Tier regieren. Gott hat ihnen ins Herz gegeben, ihr Reich dem Tier zu geben.
[3:15] Jetzt erinnern wir uns: Wer war es, wer hat sein Reich dem Tier gegeben? Wer ist mit diesen ihnen gemeint? Wenn ihr die Verse davor noch mal anschaut, wer ist mit diesen ihnen gemeint? Die Könige, genau, dargestellt, diese zehn Könige dargestellt durch die zehn Hörner. Da haben wir die zehn Hörner, die zehn Könige sind und die, so haben wir gelernt, übergeben ihr Reich dem Tier. Sie regieren zusammen mit dem Tier. Dann haben wir gesehen, das letzte Mal, dass sowohl die Hörner als auch das Tier die Hure hassen werden. Sie werden die Kirche angreifen. Die sechste Plage spricht davon, wie die Staatsmacht sich am Ende gegen die falschen Lehrer, gegen die falschen Propheten, gegen die falschen Priester wenden wird. Und die Frage jetzt, die Offenbarung 17 Vers 7 aufgreift, ist: Wie kam es, dass diese Könige mit dem Tier gemeinsame Sache gemacht haben?
[4:57] Wir haben in Vers 13 gelesen, schaut mal in Offenbarung 17 und dort Vers 13: "Diese haben einen einmütigen Sinn und sie übergeben ihre Macht und Herrschaft dem Tier." Mit anderen Worten, wir haben gesehen, es gibt zwei Ebenen einer Einheit. Die zehn Könige bilden eine Einheit und dann bilden sie eine Einheit mit dem Tier. Wir haben diese Einheit schon besprochen, eine übernatürliche Einheit, die nur für einen kurzen Moment währt. Denn, wie wir im Vers 16 gelesen haben, werden die Könige und das Tier die Frau, die auf dem Tier ist, hassen. Aber für eine kurze Zeit entsteht ja diese bemerkenswerte Einheit. Für eine kurze Zeit werden die verschiedenen Königreiche sich alle zusammenfinden.
[6:02] Kennt ihr noch eine Stelle in der Bibel, wo schon einmal die verschiedensten Gruppierungen zu einem kurzen Zeitpunkt alle eins geworden sind? Bei welcher Geschichte? Im Turmbau zu Babel haben wir die verschiedenen Menschen, die alle eins waren. Und kennt ihr noch eine Geschichte, wo vorher die Leute, die dann eins wurden, eigentlich gegeneinander standen, wo sie eigentlich verfeindet waren und dann plötzlich eins waren? Jesus. Schaut mal mit mir in Apostelgeschichte und dort Kapitel 4 Vers 27 und 28. Apostelgeschichte 4 Vers 27 und 28.
[7:13] "Ja, wahrhaftig gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast, haben sich Herodes und Pontius Pilatus versammelt, zusammen mit den Heiden und dem Volk Israel, um zu tun, was deine Hand und dein Ratschluss zuvor bestimmt hatte, dass es geschehen sollte." Das heißt, jetzt achtet mal genau darauf, da haben sich auch in Apostelgeschichte die Heiden und die Israeliten, Herodes und Pontius Pilatus, die Bibel sagt, dass sie vorher verfeindet waren, die haben sich jetzt zusammengefunden gegen Jesus. Und zwar, um zu tun, wer hat eigentlich vorher bestimmt, was Pontius Pilatus und Herodes und die Heiden und das Volk Israel alle getan haben? Wessen Beschluss haben die ausgeführt? Gottes Beschluss, könnt ihr das sehen? Es heißt, um zu tun, was deine Hand und dein Ratschluss zuvor bestimmt hatte, dass es geschehen sollte.
[8:13] Mit anderen Worten, da ist eine Einheit, so wie in Offenbarung 17, die kommen kurzfristig zusammen und sie tun etwas, was Gott vorher bestimmt hat, sozusagen. Und das ist jetzt die Frage: Was genau das bedeutet. Warum heißt es, dass Gott den Königen es ins Herz gegeben hat, ihre Macht mit dem Tier zu teilen? Das Tier ist ja böse, das Tier ist ein Repräsentant Satans, das Tier verfolgt die Heiligen. Und auch sagt die Bibel, dass Gott ihnen es ins Herz gelegt hat, mit dem Tier gemeinsame Sache zu machen. Die Völker hier in Apostelgeschichte sind zusammengekommen, um das zu tun, was Gott vorher bestimmt hatte.
[9:01] Lasst uns das mal ein bisschen genauer verstehen. Wie arbeitet Gott am Herzen von Heiden? Esra 7, Esra Kapitel 7. Esra 7 und dort Vers 27.
[9:38] "Gelobt sei der Herr, der Gott unserer Väter, der dies dem König ins Herz gegeben hat, um das Haus des Herrn in Jerusalem zu verherrlichen." Also hier sehen wir, dass Gott in der Tat an heidnischen Königen wirkt. Er gibt es. Wer war der König, dem es Gott ins Herz gegeben hat, dort etwas für Jerusalem zu tun? Wer war der heidnische König, an dessen Herz Gott gewirkt hatte? Wenn ihr in Esra 7 euch ein bisschen auskennt, welcher heidnische König regiert zur Zeit von Esra 7? Das ist ein, nicht Kyros, nein, nicht in Esra 7. Esra 1 ist Kyros, aber Esra 7 ist bekannt aus Daniel 9. Das ist das Kapitel mit dem Erlass und der dritte Erlass kommt nicht von Kyros, sondern von Artaxerxes. Also die Bibel sagt, Gott wirkt am Herzen von Artaxerxes.
[10:46] Wie genau muss man sich das vorstellen? Schauen wir mal in Psalm 104. Psalm 104 und dort Vers 24 und 25. Schaut mal, das ist ein interessanter Vers. Psalm 105, Vers 24 und 25.
[11:23] Da spricht der Psalmist über die Vergangenheit des Volkes Israel, in Ägypten heißt es: "Und er machte sein Volk sehr fruchtbar und ließ es stärker werden als seine Bedränger. Er verwandelte ihr Herz, dass sie sein Volk hassten, arglistig handelten an seinen Knechten." Also hier sehen wir, Gott hat, also wer hat sein Volk, wer ist das, von dem es hier heißt, er hat sein Volk fruchtbar gemacht? Gott, oder? Er ließ es stärker werden als seine Bedränger und derselbe er, der das Volk Israel fruchtbar gemacht hat, der es stärker werden ließ, von dem heißt es auch in Vers 25: "Er verwandelte ihr Herz, dass sie sein Volk hassten."
[12:20] Also in Vers 24 heißt es, Gott hat sein Volk stark werden lassen. In Vers 25 heißt es, Gott hat das Herz der Ägypter verwandelt, so dass sie das Volk Israel gehasst haben. Und dann in Vers 26 heißt es: "Er sandte Mose." Und das ist natürlich etwas verwirrend. Wie kann Gott erst sein Volk fruchtbar machen und dann dafür sorgen, dass die Ägypter Israel hassen und dann Mose senden, um die Ägypter dafür zu bestrafen?
[12:52] Also offensichtlich gibt es zwei verschiedene Kategorien: Das ist der aktive Wille Gottes und der passive Wille. Das eine ist, dass Gott sich selbst wünscht, und das andere ist, was er geschehen lässt, weil er weiß, dass dadurch am Ende etwas Gutes geschieht. Mit anderen Worten, um das mal einem Beispiel zu illustrieren: Was war Gottes aktiver Wille bezüglich der Sünde? Hatte Gott gewünscht, dass es Sünde gibt? Nein, sein aktiver Wille wäre gewesen, dass es niemals Sünde gibt, oder? Aber als dann Sünde entstand, hat er die Sünde laufen lassen. Er hat das schreckliche Experiment sich entfalten lassen. Warum? Weil er wusste, dass auch wenn der Satan seine Rebellion durchzieht, am Ende der Wille Gottes geschehen würde. Er hat das laufen lassen, weil dadurch sich zeigen würde, dass Gott recht hat. Passiv, nicht weil Gott es initiiert hat, aber weil es zugelassen hat und auch sich dadurch Gottes Wille am Ende zeigt.
[14:20] Wir sehen es durch die ganze Geschichte, wie Gott oft einen Plan hat, der aber nicht zustande kommt, weil Menschen sich dagegen entscheiden. Und trotzdem, obwohl sich Menschen dagegen entscheiden, immer noch der Wille Gottes ausgeführt wird. Warum ist das so?
[14:40] Schauen wir mal in Jeremia 32. Man kann das vielleicht besser verstehen, wenn man die positive Seite dieser Medaille anschaut. Jeremia 32 und dort Vers 40. Jeremia 32 und dort Vers 40.
[15:08] Jeremia 32 und dort Vers 40: "Und ich will einen ewigen Bund mit ihnen schließen, dass ich nicht von ihnen ablassen will, ihnen wohlzutun. Und ich werde die Furcht von mir in ihr Herz geben, damit sie nicht mehr von mir abweichen." Gott bewirkt etwas im Herzen der Gläubigen. Was macht Gott nach diesem Vers am Herzen des Gläubigen? Er gibt die Gottesfurcht in das Herz. Was bewirkt das, wenn Gott Gottesfurcht in das Herz hineinlegt? Was ist das Resultat?
[16:07] Ja, also schauen wir den Vers nochmal genau. Was passiert, wenn Gott die Gottesfurcht in unser Herz hineinlegt? Genau, dann bleiben wir bei Gott. Gott kommt mit seiner Liebe. Er kommt mit der Furcht Gottes und möchte, dass sie in meinem Herzen ist. Ist Gottes aktiver Wille, dass die Gottesfurcht bei jedem Menschen ist? Ja oder nein? Möchte Gott, dass jeder Mensch ihm nachfolgt? Ohne Frage. Gott wünscht sich, dass jeder Mensch ihm nachfolgt. Könnte Gott auch bei jedem Menschen das Herz positiv verändern? Ohne Frage.
[17:09] Warum haben dann nicht alle Menschen Gottesfurcht? Wenn doch Gott willig ist und in der Lage ist, jedes Herz zu verändern, warum haben nicht alle Menschen Gottesfurcht? Weil sie es nicht zulassen. Das heißt, schon wenn es um das Positive geht, dass Gott mein Herz verändert, geht es nicht nur um das, was Gott tut, sondern auch das, was ich zulasse. Gott kann alles tun, was er will. Wenn ich es nicht zulasse, kann die Gottesfurcht nicht in meinem Herzen regieren. Das heißt, auf die gleiche Art und Weise, wie ich nicht von Gott ferngesteuert werde, das Gute zu tun, werden auch die zehn Könige nicht ferngesteuert von Gott, das Schlechte zu tun.
[17:56] Wenn es also heißt in Offenbarung 17: "Gott hat ihnen ins Herz gegeben, dass sie mit dem Tier gemeinsame Sache tun", dann hat Gott sie nicht ferngesteuert, weil er auch die Gläubigen nicht fernsteuert, sondern Gottes Botschaft prallt an diesen Königen ab. Das werden wir jetzt noch ein bisschen genauer anschauen. Schaut mal mit mir in 2. Thessalonicher 2. 2. Thessalonicher 2, Vers 10 bis 12.
[18:36] 2. Thessalonicher 2, Vers 10 bis 12.
[18:44] Da heißt es: "Und aller Verführung der Ungerechtigkeit bei denen, die verloren gehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet werden können. Darum wird ihnen Gott eine wirksame Kraft der Verführung senden, sodass sie der Lüge glauben, damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt haben, sondern Wohlgefallen hatten an der Ungerechtigkeit." Warum gehen die Menschen verloren? Weil sie nicht Gott gehorchen, weil sie nicht der Wahrheit geglaubt haben. Warum haben sie der Wahrheit nicht geglaubt? Warum haben sie der Wahrheit nicht geglaubt? Warum nicht? Waren sie zu dumm?
[19:35] Was ist das Kernproblem der Menschen am Ende der Zeit? Warum werden sie der Wahrheit nicht glauben? Sie sind verführt, ja. Schaut mal in Vers 10 noch mal. Sie haben eine grundlegende Eigenschaft, nicht? Und das führt dann dazu, dass Gott ihnen eine Verführung sendet oder wie es heißt hier, eine wirksame Kraft der Verführung, sodass sie der Lüge glauben. Programmiert Gott sie zum Verführtsein? Nein, nein, nein. Also was fehlt ihnen? Schauen wir in Vers 10.
[20:34] Ja, noch genauer: die Liebe. Was war eine Liebe? Steht im Vers 10, steht im Vers 10. Was war eine Liebe? Ja, noch ein Schritt weiter zurück, bevor man zu Gott kommt: eine Liebe zur Wahrheit. Eine Liebe zur Wahrheit. Ja, selbstverständlich, weil jemand die Liebe zur Wahrheit hat, wird immer zu Gott kommen, weil Gott die Wahrheit ist. Aber die Menschen, jemand, der vielleicht noch nichts von Gott weiß, aber einfach die Wahrheit wissen will, wird auch zu Gott kommen. Ja, also mit anderen Worten, ja, natürlich ist es zusammen, aber das ist der erste und der zweite Schritt.
[21:13] Der Punkt ist, warum ich das aufbringe: Gott sagt, er wird ihnen eine Verführung senden, eine Kraft der Verführung, sodass sie der Lüge glauben. Das heißt, Gott ist aktiv und weil Gott aktiv ist, werden die Menschen einer Lüge glauben, aber nicht, weil Gott sie dafür programmiert, sondern weil sie die Wahrheit, die Gott sendet, nicht lieben und da nicht annehmen. Und deswegen, je mehr Gott Wahrheit sendet, desto mehr werden sie quasi in den Irrtum abgetrieben. Das ist sozusagen die Idee. Schauen wir noch mal in Lukas 22.
[21:57] Lukas 22.
[22:22] "Und der Sohn des Menschen geht zwar dahin, wie es bestimmt ist, aber wehe dem Menschen, durch den er verraten wird!" Hätte Jesus unter allen Umständen sterben müssen? Hätte Jesus unter allen Umständen sterben müssen? Ja, er hätte sterben müssen, aber hätte Judas ihn verraten müssen?
[22:55] Schaut, das ist ein entscheidender Punkt. Es gibt Dinge im Erlösungsplan, die sind unumgänglich. Der Tod Jesu, seine Auferstehung, die Auslösung des Heiligen Geistes, das Ausleben der zehn Gebote, verschiedene Dinge sind unumgänglich. Aber diese Dinge sind in einer Geschichte passiert, in der Menschen einen Beitrag geleistet haben. Petrus hätte Jesus nicht verleugnen müssen. Pontius Pilatus hätte ihn nicht verurteilen müssen. Judas hätte ihn nicht verkaufen müssen für Geld. Kaiphas hätte ihn nicht nach Pontius Pilatus ausliefern müssen. Der Satan hätte tausend andere Wege gefunden, um Jesus ans Kreuz zu bringen.
[23:45] Wir Menschen sind nicht programmiert auf ein bestimmtes Schicksal, auch wenn der große Heilsplan sich passieren wird, egal ob wir Gott folgen oder nicht. Das heißt, egal ob wir Gott gehorsam sind oder im Ungehorsam sind, am Ende beweist sich, dass Gott gerecht ist. Ob wir ihm von Herzen folgen oder ob wir gegen ihn rebellieren, am Ende beweist sich, Gott ist Gerechtigkeit.
[24:12] Das heißt, auch wenn die zehn Könige am Ende sich mit dem Tier verbinden, Kirche und Staat zusammen gehen, weltweit, um die Gläubigen zu verfolgen, zeigt sich dadurch nur, dass Gott recht hat. Sie führen Gottes Willen aus, weil sie demonstrieren, dass diese Einheit nicht auf Dauer funktionieren kann und sie demonstrieren die wahre Natur der Sünde. Schauen wir uns noch ein Vers an: Johannes 13, Vers 18.
[24:38] Da haben wir die Geschichte von Judas. Johannes 13 und dort Vers 18.
[25:02] "Ich rede nicht von euch allen. Ich weiß, welche ich erwählt habe." Ein schöner Vers zu zeigen, dass Judas eigentlich nicht Jesu aktiver Plan war. Judas war nicht von Jesus ausgewählt worden, sondern er hat das sehr geduldet, dass die Jünger ihn unbedingt haben wollten. Aber jetzt schaut man weiter.
[25:24] "Doch muss die Schrift erfüllt werden: Der mit mir das Brot isst, hat seine Ferse gegen mich erhoben." Und jetzt kommen wir zum interessanten Punkt, an dem viele Christen immer wieder gescheitert sind im Verständnis und wo sich dann diese Lehre von der Prädestination ausgebreitet hat. Jesus sagte hier: "Die Schrift muss erfüllt werden." Und was sagt die Schrift? "Der mit mir das Brot isst, hat seine Ferse gegen mich erhoben." Das heißt, nach der Schrift muss doch jemand Jesus verraten, der mit ihm gegessen hat, oder?
[26:02] Frage an euch: Was war zuerst da? Das Wort Gottes, oder ich muss es anders erklären: Was ist die Ursache? Das Wort Gottes, die Prophezeiung, oder das Ereignis? Mit anderen Worten, hat Gott gesagt, irgendein Freund von Jesus muss ihn verraten? Und dann haben die Engel überlegt: "Okay, Gott hat gesagt, irgendein Freund von Jesus muss ihn verraten. Welchen Freund nehmen wir dann? Irgendeiner muss es ja sein. Wir nehmen Judas und wir wirken so lange an Judas, bis er der Verräter wird, sodass die Schrift sich erfüllt." War das so?
[27:11] Oder war es so, dass die Geschichte voranläuft, ein Freund von Jesus ihn verrät und weil das so ist und Gott das vorher weiß, er das schon vorher aufschreibt. Also nochmal, es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder Gott denkt sich aus: "Ein Freund von Jesus muss ihn verraten, so soll es sein, ein Freund von Jesus soll ihn verraten." Dann kommt die Geschichte, die Jünger von Jesus sind zusammen und jetzt muss einer von den Zwölfen ihn verraten, weil Gott sich das vor so ausgedacht hat. War das so?
[27:52] Oder war es so, dass einfach die Geschichte läuft und aufgrund der freien Entscheidung des Judas, er sich ohne Not entscheidet, Jesus zu verraten, und weil das Gott im Vorhinein wusste, dass er sich frei entscheidet, hat Gott das vorher aufgeschrieben. Das ist der Punkt.
[28:14] Mit anderen Worten, die Bibel lehrt nicht eine Prädestination, wo Gott die Menschen programmiert, aber wo Gott im Vorhinein weiß, was die Menschen tun. Wenn es also heißt, dass diese zehn Könige das tun, was Gott ihnen in ihr Herz gegeben hat, um das Wort Gottes zu erfüllen, hat Gott nicht gesagt: "Ich brauche noch ein paar Endzeitpolitiker, die in der Endzeit mit dem Papst zusammengehen, und ihr müsst es jetzt machen." Nein, Gott hat in die Zukunft gesehen und gesehen, dass dort in der Zukunft freiwillig Menschen aus eigener Entscheidung, die politische Verantwortung haben, sich mit dem Papst verbinden werden. Und weil er das gesehen hat in der Zukunft, dass die das machen werden, hat er es vorher aufgeschrieben.
[29:08] Und mit diesem Verständnis kann man viele Geschichten und Aussagen der Bibel, wie Gott verstockte das Herz des Pharao und so weiter, besser verstehen. Noch ein Vers zum Abschluss: Jesaja 46. Damit ist die Idee zusammengefasst. Jesaja 46 Vers 10 und 11.
[29:38] Jesaja 46 Vers 10 bis 11: "Ich verkündige von Anfang an das Ende und von der Vorzeit her, was noch nicht geschehen ist. Ich sage: Mein Ratschluss soll stattdessen kommen und alles, was mir gefällt, werde ich vollbringen. Ich berufe von Osten her einen Adler und aus fernen Ländern den Mann meines Ratschlusses. Ja, ich habe es gesagt, ich führe es auch herbei. Ich habe es geplant und ich vollbringe es auch."
[30:08] Gott kennt die Zukunft und weil er die Wahrheit ist und die Bibel sagt, wir können nichts gegen die Wahrheit, ist es egal, ob Gottes aktiver Wille geschieht oder passiver Wille. Es geschieht immer nur das, was am Ende Gottes Gerechtigkeit beweist, weil er ja nie lügt, weil er nie ungerecht ist. Deswegen kann es auch niemals ein Ereignis geben, das zeigt, dass Gott ungerecht ist. Alles, was passiert, beweist, dass Gott gerecht ist, weil er gerecht ist.
[30:45] Wenn Gottes aktiver Wille umgesetzt werden würde, würden wir das sehr viel schneller sehen. Wenn Gottes passiver Wille geschieht, was er zulässt, dann dauert das länger und ist mehr verwirrend, aber am Ende ist es für alle trotzdem klar. Das heißt, der Vers in Offenbarung 17, Vers 17: "Gott hat es in ihren Sinnen gegeben", bedeutet nicht, dass Gott die Endzeitpolitiker manipuliert, sondern er bedeutet, dass Gottes Wirken sich auch am Ende manifestiert und dass diese Länder, diese Könige, diese Politiker, die in Rebellion gegen Gott sich mit dem Tier verbinden, am Ende Gottes Willen tun.
[31:27] Warum? Schaut mal nochmal zurück in Offenbarung 17 zum Schluss. Offenbarung 17 und dort Vers 16.
[31:48] Und daran zeigt sich jetzt, dass selbst wenn sie gegen Gott rebellieren, am Ende sie doch Gottes Willen tun. Vers 16: "Und die zehn Hörner, das haben wir letztes Mal ja gesehen, die du auf dem Tier gesehen hast, diese werden die Hure hassen und sie verwüsten und entblößen und sie werden ihr Fleisch verzehren und sie mit Feuer verbrennen." Das heißt, sie werden eine Einheit bilden für eine kurze Zeit gegen Gott und dann doch in ihrer falschen Einheit das tun, was Gottes Wille ist, nämlich das Papsttum zu zerstören.
[32:21] Mit anderen Worten, selbst Menschen, die in Rebellion zu Gott sind, führen das aus, was eigentlich Gottes Charakter und Gottes Gerechtigkeit beweist. Mit anderen Worten, es lohnt sich überhaupt nicht, gegen Gott zu sein, denn egal, ob ich für Gott bin oder gegen Gott, am Ende wird sich immer zeigen, dass Gott recht hat. Aber nur der, der den aktiven Willen Gottes umsetzt, der ihn ins Herz lässt, profitiert auch von der Gerechtigkeit.
[32:54] Und es lohnt sich nicht, Gottes Charakter zu beweisen und selbst dabei verloren zu gehen, oder? Sondern wenn wir sowieso Gottes Charakter beweisen durch das, was wir tun, dann so, dass auch wir etwas davon haben, indem wir nämlich Gottes Wesen in unser Herz lassen.