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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt wird der letzte Vers aus Offenbarung 17 beleuchtet, der die „große Stadt“ Babylon beschreibt. Christopher Kramp erklärt die symbolische Bedeutung von Babylon als eine organisierte, abgefallene Kirche und vergleicht ihre Geschichte mit biblischen Ereignissen wie dem Turmbau zu Babel. Dabei werden Parallelen zur heutigen Zeit gezogen und die Wichtigkeit von Glauben, Gehorsam und Treue betont.

In dieser Predigt wird der letzte Vers von Offenbarung 17 beleuchtet, der die „große Stadt“ Babylon beschreibt. Christopher Kramp erklärt die symbolische Bedeutung dieser Stadt als eine gut organisierte, aber von Gott abgefallene Gemeinschaft. Anhand historischer Beispiele, beginnend mit Nimrod und dem Turmbau zu Babel, wird die Entwicklung von Rebellion gegen Gott und die Entstehung weltlicher Mächte nachgezeichnet. Die Parallelen zur heutigen Zeit und die prophetische Bedeutung Babylons werden aufgezeigt, um die Zuhörer auf zukünftige Ereignisse vorzubereiten.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:30] Die Sendung wird live untertitelt.
[0:52] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr heute Abend gekommen seid. Schön, dass ihr live jetzt dabei seid oder später euch das Video anschaut auf www.joelmedia.de. Heute mit dem letzten Vers aus Offenbarung 17. Nächste Woche geht es dann mit Offenbarung 18 los, mit einigen sehr wichtigen Versen, die man unbedingt auch gut studiert haben sollte. Aber heute, wie gesagt, der letzte Vers aus Offenbarung 17. Wir haben uns jetzt ja etliche Monate mit diesem doch sehr vernachlässigten Kapitel beschäftigt und eine ganze Menge an interessanten Dingen herausgefunden.

[1:25] Bevor wir heute beginnen, wollen wir wie immer ein Gebet sprechen und ich lade euch dazu ein, ihn herzuknien. Lieber Vater im Himmel, ich danke dir, dass wir heute Abend diese Gelegenheit haben, gemeinsam in deinem Wort zu studieren. Danke, dass du in der Offenbarung uns zeigst, wie du bist und auch, was auf dieser Welt passieren wird und auch schon passiert ist. Danke, dass wir vor Irrtum bewahrt werden, wenn wir deinem Wort folgen und die Prophetie zu unserem Licht machen auf unserem Weg. Ich möchte dich bitten, dass du heute mit deinem Heiligen Geist gegenwärtig bist, dass wir noch etwas besser verstehen, was dein prophetisches Wort uns heute zu sagen hat und dass wir erkennen, wie sehr die Bibel eine ganze Einheit bildet. Sprich du zu uns und halte du alle Störende fern nach deiner Verheißung. Amen.

[2:20] Ja, schlagen wir auf, Offenbarung 17 und dort Vers 18. Offenbarung 17, Vers 18 ist im Grunde genommen eigentlich nochmal so ein zusätzlicher Vers, der nach all dem Gesagten, nach der Vision und der Erklärung nochmal so eine Art Zusammenfassung eigentlich gibt. Wir haben ja gesehen, Johannes sieht die Frau auf dem Tier in der Wüste. Die Frau wird beschrieben, das Tier wird beschrieben, die Köpfe werden beschrieben, die Hörner werden beschrieben. Das ist alles genau studiert und dann festgestellt, wie am Ende jetzt in den Versen 16 und 17 die Hörner mit dem Tier gemeinsam die Hure vernichten werden. Das ist eigentlich eine Erklärung für das Austrocknen des Euphrat, dass ganz am Ende unter den letzten Plagen diese Einheit von Kirche und Staat, von Bevölkerung und Predigern aufgebrochen wird und am Ende die Verführer vernichtet werden mit den Waffen, die eigentlich gegen die Gläubigen gerichtet sein sollten. Das also nur als kurze Wiederholung nochmal.

[3:29] Und im Vers 18 haben wir nochmal einen zusammenfassenden Gedanken über diese Frau Babylon. Offenbarung 17, Vers 18: "Und die Frau, die du gesehen hast, ist die große Stadt, die Herrschaft ausübt über die Könige der Erde." Wir haben hier schon etliches über diese Frau studiert. Und ihren Kapitel, ganz kurz mal zusammen, was wissen wir alle schon, was haben wir studiert, was wisst ihr über diese Frau aus diesem Kapitel? Wenn wir das kurz zusammenfassen, damit wir nicht alles dann nochmal neu erfinden. Was wisst ihr über diese Frau aus diesem Kapitel? Sie sitzt auf dem Tier, das heißt sie reitet eine politische Macht, sie beherrscht eine politische Macht und sie ist geschmückt. Sie scheint sehr reich zu sein. Was noch? Ein Becher in der Hand und in dem Becher haben wir gesagt, was ist da drinnen? Ja, der Wein Babylons und sie ist trunken mit dem Blut der Heiligen. Ganz genau. Was noch? Was fällt euch noch ein? Diese Frau, sie wird genannt eine Hure, die mit den Königen der Erde Hurerei treibt, und die hat eine Verbindung von Kirche und Staat. Sie hat einen Namen, wo ist der geschrieben? Der Name ist Babylon, ein Geheimnis, ein Geheimnis von einem Namen. Das spielt auch diese Idee von einer Mysterienreligion eine Rolle. Babylon steht an ihrer Stirn und sie ist nicht alleine da, sondern sie ist die Mutter der Huren, das heißt diese eine Mutterkirche oder dieser Kirchenstaat hat noch viele andere Kinder, viele andere abgefallene Kirchen produziert.

[5:34] Wir haben damals gelernt, es gibt einen Unterschied zwischen der Frau und dem Tier. Obwohl die so eng zusammen sind, dass in den vorigen Kapiteln Offenbarung 13 da kein Unterschied gemacht worden ist, macht Offenbarung 17 diesen Unterschied zwischen der Frau und dem Tier. Wofür steht das Tier? Dieses siebenköpfige Tier steht eigentlich für den Kirchenstaat. Es ist dasselbe Tier aus Offenbarung 13 nur transformiert, das heißt das Tier steht für den Kirchenstaat. Wofür steht dann die Frau? Für die Kirche selbst. Wir haben festgestellt, dass die katholische Kirche auch weiter existiert hat, als der Kirchenstaat seine tödliche Wunde bekommen hat. Als 1798 der Papst in Gefangenschaft war, gab es die katholische Kirche noch. Man konnte überall in Österreich und Italien in die katholische Kirche gehen. Die Kirche mit ihren Lehren blieb ja bestehen und obwohl wir das oft in der Prophetie in Eins setzen, gibt es schon einen kleinen aber feinen Unterschied zwischen der Kirche und dem Kirchenstaat. So eng, das heißt die Kirche sitzt auf dem Kirchenstaat, hält ihn fest, aber es werden dann die staatlichen Mächte sein und auch der Kirchenstaat selbst, der Menschen, die dann von den Predigern, von den reinen Verkündigern verführt worden sind, die sich dagegen auflehnen werden.

[7:09] Jetzt schauen wir noch ein bisschen genauer hin. Es heißt hier in Vers 18 die große Stadt, die die Herrschaft ausübt über die Könige der Erde. Wörtlich steht hier sogar eigentlich, sie hat ein Königreich, was also bedeutet, sie sitzt auf dem Tier, sie hat ein Königreich in ihrer Hand. Und dann heißt es, sie wird genannt eine große Stadt. Und ich denke, ihr könnt euch vielleicht erinnern, wir haben das ab und zu auch schon mal behandelt, aber wiederholen wir kurz. Warum heißt die Hure Babylon eine große Stadt? Warum wird sie große Stadt genannt? Okay, also es ist keine kleine Rebellion, es ist eine große, in dem Fall sogar eine weltweite Rebellion, da passt vielleicht das Bild von einer großen Stadt. Okay, noch andere Ideen. Warum als eine große Stadt? Die Kirche, diese abgefallene Kirche Rom, die römische Kirche wird dargestellt nicht nur als eine Frau, sondern auch als eine Stadt, eine große Stadt. Warum? Gibt es andere Bibelstellen, die uns das helfen zu erläutern? Welche andere Bibelstellen sprechen es vielleicht von dieser großen Stadt? Also eine Stelle solltet ihr auf jeden Fall kennen, sehr gut sogar, weil sie Teil unserer Kernbotschaft ist. Auf Offenbarung 14, da kommt auch die große Stadt vor, oder? Da heißt es nämlich, in welchem Vers? Vers 8, zweite Engelsbotschaft: "gefallen ist Babylon die große Stadt." Genau, das heißt, diese Idee von Babylon als der großen Stadt wird in der Offenbarung öfter dargestellt. Und wenn also die dreifache Engelsbotschaft diese Idee beinhaltet, dass Babylon eine große Stadt ist, bedeutet es, dass Babylon eine große Stadt ist. Wo kommt noch die große Stadt in der Offenbarung vor? In 18, ja genau, also in 18,2 wird Babylon die große nochmal genannt und du sagst auf dem Wagen 18 fährst. 10, genau, "Wehe, wehe du, große Stadt Babylon." Also immer und immer wieder diese Idee von der großen Stadt.

[9:41] Was war das Besondere an Städten damals? Haben damals die meisten Menschen in Städten gelebt? Zur Zeit von Johannes oder auch davor? Eher nicht, die meisten Menschen haben eher so ländlich gelebt und nur wenige Städte, es gab nur sehr wenig große Städte. Übrigens, das antike Babylon war tatsächlich die größte Stadt, die man damals kannte, noch größer als Athen, größer als Rom. Warum hat man Städte gebaut? Erstmal so grundsätzlich, warum gab es Städte? Welchen Zweck hatten Städte?

[10:22] Okay, bevor wir gleich zu der theologischen Bedeutung von Städten kommen, erstmal zu der ganz rein soziologisch zwischenmenschlichen. Warum bauen Menschen Städte damals schon? Ja, das Zusammenleben ist organisierter, oder? Weil in einer Stadt, da kann man sich gegenseitig schützen, da gibt es eine Mauer, da kann man verschiedene Berufe haben. Man ist spezialisiert, der eine macht die Schuhe, der Nächste macht die Haare, der Nächste deckt das Brot. Wenn man alleine auf dem Land lebt, muss man sich auch beschäftigen. Das heißt, die Idee von einer Stadt ist, in einer Stadt organisieren sich die Menschen viel mehr, als wenn sie alle so für sich alleine leben. Städte sind deswegen entstanden, damit die Menschen sich organisieren. Jede Stadt ist eigentlich eine Organisation. Da gibt es einen Marktplatz, die Stadt wird geplant, dann gibt es Wächter und so weiter. Warum sage ich das? Die Tatsache, dass Babylon eine Frau genannt ist, weist darauf hin, dass es, wie wir wissen, eine Frau in der biblischen Prophetie steht für eine Gemeinde, eine Kirche. Aber die Tatsache, dass es sich um eine Stadt handelt, weist auch darauf hin, dass es nicht irgendwie ein paar versprengte Gläubige sind, sondern eine gut durchdachte Organisation. Das heißt, die Stadt ist eine Gemeinde. Die Stadt ist eine Gemeinde. Die Stadt ist eine gut durchdachte Organisation.

[11:50] Das ist übrigens ein interessanter Punkt. Wir sagen ja oft in unserer Definition, es geht bei Babylon um die Organisation. Es geht nicht um die Menschen da drinnen. Wir wissen ja, Gott hat viele noch in Babylon. Wir sagen das oft, es geht um die Organisation. Aber wir nennen es nicht ein Bibelfest dafür. Aber hier haben wir einen Hinweis darauf, dass die Bibel von einer organisierten Gemeinde ausgeht. Gerade weil sie so organisiert ist, ist sie durchaus auch ein Problem darstellt.

[12:23] Noch etwas. Gehen wir nochmal zurück zu der Idee mit Kain und dann auf der Turmbau zu Babel. Diese ersten Städte. Aus welchem Grund sind die gebaut worden? Also, wenn wir uns das mal anschauen, aus welchem Grund sind die gebaut worden? Also, abgesehen von dem soziologischen Grund, dass man sich organisieren kann, aber so jetzt mehr zoologisch geistig, warum sind die Städte in der Stadt gebaut worden? Warum haben dann die Menschen in der Stadt gebaut worden? Was war Ihr Ansatz? Gegen Gott gerichtet. Ja, es ist gegen Gott gerichtet. Es gab Aufgaben. Aufgaben, die physikalisch geeignet gewesen sind. Und allein schon, dass Kain hier ein ganz anderes Hoffnungspaket hat, wenn er gleich bezahlt ist. Er hat ein ganz anderes Leben als Gott bezahlt. Genau, also schon bei Kain haben wir diese Idee der Rebellion. Nicht so leben wie Gott es gesagt hat, sondern irgendwie anders leben. Ich denke, wir finden das selber auch beim Turmbau zu Babel. Ihr solltet euch zerstreuen und sagen, wir wollen unbedingt zusammenbleiben. Die Rebellion. Der Kern hat ja Angst, wenn jemand sich deswegen erschlägt. Was ist der Grund, dass er geschlafen hat und die Tür aufmachen will, weil ihm nichts passiert? Genau, der Versuch sich selbst zu schützen. Mit menschlichem Mittel das Leben zu bewahren. Was die letztendlich auch immer das ganze Ansinnen von weltlichen Organisationen. Wenn man merkt, Gott ist nicht mehr mit mir, muss man trotzdem seinen Schutz woanders herbekommen. Was ja auch bei der Frau der Fall gewesen ist. Sie hat Jesus verlassen, hat sich bei der Königin der Welt Schutz gesucht.

[14:20] Wenn wir uns die Offenbarung anschauen sollten, in Offenbarung 16 und Vers 19 hat bedeutet, dass die Stadt Achmi noch nicht allein auf die katholische Kirche beengt angewandt werden kann. Sondern, das heißt, der Vers 19 und die große Stadt wurden in welchen Teilen zusammengebaut? Drei Teile. Das heißt, Babylon, die große Stadt, und die Frau bestehen am Ende sozusagen auch aus drei Elementen. Die Stadt der drei Elemente und die Stadt der halben stehende Halbkörper. Die Halbkörper, die große, wurde vor Ort gedacht, damit es hier den Lächeln und den Sonnenschein gäbe. Was sind wohl möglicherweise die drei Teile Babylons, aus denen Babylon getrennt ist? Die Halbkörper. Also direkt aus Offenbarung 16 genommen. Welche drei Elemente verhüten dann zusammen? Gehören die dann unter der stecksensiblen Plage wieder auseinander?

[15:26] Die drei Elemente, die zusammenkommen in der Endzeit zur Schlacht von Armageddon und dann durch die fünfte, sechste und siebte Plage wieder auseinandergerissen werden. Der Euphrat vertrocknet. Die Stadt Babylon verliert ihre Ordnung und es beginnt ein Gemetzel untereinander. Damit wird Gottes Volk dann letztlich auch erst mal gerettet.

[15:54] Ich wollte mit euch heute noch etwas Interessantes machen, etwas genauer über diese Idee der großen Stadt nachdenken. Wo kommt zum ersten Mal in der Bibel die große Stadt? Nimrod. Schauen wir mal genau und zwar das ist in welchem... Erste Mose genau? Kapitel? Fünf? Fünf ist zu früh für uns noch vor der Saison. Erste Mose, Kapitel... Das ist bei der großen Völkertafel. Das ist Kapitel 10. Erste Mose, Kapitel 11. Erste Mose, Kapitel 8. Erste Mose, Kapitel 9. Erste Mose, Kapitel 10.

[17:39] Das ist die große Stadt. Worauf bezieht sich der Begriff die große Stadt? Er ist hier nur der Anfang seines Königreiches. Ich würde sagen, vielleicht bezieht es sich sogar auf das gesamte Reich, das er hatte. Also mit anderen Worten, in Babel angefangen und dann Stadt für Stadt dazugenommen bis ein richtig großes Reich entstanden ist. Er war der erste Herrscher sozusagen. Es war noch kein Weltkrieg. Das ist die große Stadt. Es war noch kein Weltkrieg. Er hatte die Hegemonie. Die große Stadt. Das muss offensichtlich vor oder nach dem Turmbau gewesen sein. Wenn man jetzt die Kapitel nimmt, und dann von Babel ausging, muss es nach dem Turmbau gewesen sein. Denn die Stadt hieß ja erst Babel nach der Zerstreuung. Die Menschen sind ja erst an den Ort gekommen. Sie haben den Turm bauen wollen. Als das nicht geklappt hat, sind sie zerstreut worden. Deswegen ist der Ort Babel. Und jetzt, dass der Nimrod ausgehend von dieser Ruine Babel eine Stadt offensichtlich gebaut hat und ausgehend von dieser Ruine der Welt erobert hat. Das heißt, die große Stadt hat natürliches zu tun mit Babylon. Bezeichnet also wie aus diesem Gedanken der Rebellion, der zunächst einmal wieder zerstreut worden ist, dann doch ein Weltreich wurde.

[19:39] Es lohnt sich mal Stück für Stück die Chronologie Babylons anzusehen. Die große Stadt baut auf diesem Ort Babel aus. Aber wer hat die Idee gehabt, einen Turm zu gründen? Wer war das? Wer kam auf die Idee, wir wollen einen Turm bauen? Vielleicht Nimrod, ja? Das könnte man vermuten, dass er schon dabei war. Steht aber nicht explizit in der Bibel. Nachbarn von Noah? Ja, genau, Nachbarn von Noah. Wer waren die Nachbarn von Noah? Noah dafür diesen Turmbau zu bauen und diesen Turm zu bauen? Die Bibel sagt das nicht ganz genau, aber Ellen White macht uns deutlich, dass es vor dem Turmbau eine Spaltung gab. Dass die Großmehrheit der Nachfahren das Gebirge verlassen hat, in die Ebene gegangen ist und dort dann angefangen hat, während sich ein kleiner Überrest abgesondert hat. Die Nachbarn kamen alle von Noah. Noah und seine Familie. Was können wir über sie sagen? Was war das Besondere an ihnen? Das waren die Geretteten, oder?

[21:14] Fangen wir mal die Chronologie Babylons an. Wir haben Gerettete, die durch die Sintflut gerettet worden sind. Wodurch sind sie gerettet worden? Durch Gottes Gnade, durch die Arche. Sie mussten zwar mitarbeiten, sie mussten selbst bauen, aber Noah war ein Prediger der Gerechtigkeit. Gerechtigkeit aus Glauben. Durch Glauben hat er die Arche gebaut. Durch den Glauben haben wir hier eine Gruppe von Geretteten. Kurze Zeit später passiert offensichtlich was. Als sie gerettet sind, das Wasser ist abgeflossen, die Erde ist wieder trunken, das Leben beginnt. Was passiert mit dieser kleinen Gruppe? Erstmal beginnt ein Abfall. Da muss wieder ein Abfall gewesen sein. Wir wissen das schon an der Geschichte von Noah selbst, der betrunken ist. Wir wissen, wie zwei seiner Söhne gut reagiert haben, aber einer regiert schon wieder rebellisch. Innerhalb der Gruppe der Geretteten kommt ein Vorschein. Daraus resultiert eine Spaltung. Der größere Teil verlässt das Gebirge und geht dahin, wo es einfach ist. Ein kleiner Teil bleibt im Gebirge zurück. Diejenigen, die in die Ebene gehen, bauen jetzt diesen Turm. Warum bauen sie den Turm? Sie wollten gegen Gott rebellieren. Rebellion gegen Gott. Das ist der Grund, warum sie den Turm gebaut haben. Sie wollten gegen Gott rebellieren. Rebellion gegen Gottes Gesetz. Was hat Gott gesagt? Er hat gesagt, ihr verteilt euch, bevölkert die Erde. Stattdessen rebellieren sie dieses Gesetz und wollen den Himmel bekommen. Was passiert dann? Als sie scheinbar eine Machtfülle bekommen, wird ihnen nichts verwehrt bleiben. Was passiert? Sie werden zerstreut. Und ihre Macht wird gebrochen. Zerstreuung.

[23:57] Jetzt als nächstes. Das ist, wo Kapitel 10 eine Rolle spielt. Obwohl der Turm nur halbfertig ist. Die Familien verteilen sich in alle Länder. Ich will doch Macht haben. Ich will diese verschiedenen Völker, Familien, Clans, kleinen Städten, ich will die alle unter meine Kontrolle bekommen. Schritt für Schritt werde ich sie alle... Gründet jetzt ein Gewaltreich. Der 1. Gewaltige auf Erden. Und dieses Gewaltreich wird genannt die Große Stadt. Könnt ihr das sehen? Die Große Stadt. Und so wird Babylon, dieses Großreich in Mesopotamien, wird jetzt quasi zu der vorherrschenden Macht.

[24:54] Ich stelle den Bericht aus, weil es sich um Abraham fokussiert. Wir wissen aus der Geschichte, da waren die Sumerer, da waren die Akkada, da gab es dann verschiedene Großreiche. Hast du nicht gesehen, verschiedene andere, das Reich von Akkada. Und dann später auch Hammurabi. Babylon war bei einem langen Zeitraum sehr wichtig. Hat allerdings im Laufe der Jahre nicht immer die vollständige Kontrolle gehabt. Da gab es immer natürlich auch andere. Da gab es Ägypten, da gab es dann die Hittiter. Eingeworfen von den Hittitern. Und irgendwann hat Babylon seine Vormachstellung in der Welt verlobt. Die Völker aus dem Osten, die Hittiter, die Aramea, und dann am Ende die Assyrer. Und nach der Zeit der Könige von Israel, da war Babylon eigentlich nur noch eine Stadt. Die war berühmt für das, was vor hunderten von Jahren geschehen ist. Alle kannten noch die alten Geschichten, die Kaltschriften der Sumerer. Ein geschichtsträchtiger Ort, könnte man sagen. Die Assyrer waren jetzt die Welt. Ich würde mal sagen, man könnte das bezeichnen als eine Zeit der Schwäche. Hatten eigentlich nichts zu sagen, gehörten anderen Mächten. Haben aber diese Tradition der babylonischen Religion immer weitergeführt. Und selbst die Assyrer, die Babylon dann beherrschten, hatten immer großen Respekt vor den Tempeln der Babylonier, und vor den Priestern, und vor der Astrologie.

[27:03] Dann passiert etwas ganz anderes. Zur Zeit von Hiskia kommt ein Prophet und sagt, dieses geschwächte Babylon, das früher mal vor Jahrhunderten die Welt regiert hat, das wird wieder zur Weltmacht werden. Weißt du, welcher Prophet das war? Ein Prophet, der zum König Hiskia kommt. Ihr kennt eher die Frage, die er stellt. Was haben sie in deinem Haus gesehen? Welcher Prophet war das? Der Hiskia war nämlich gerade gesund geworden. Und dann hat er Gott um 15 Jahre mehr gebeten. Und dann kommt der Prophet und sagt, als Zeichen wird die Sonnenuhr nicht warm. Und dann gehen die Schritte zurück und streicht ihm Feigenmasse auf den Tumor. Und dann ist es der Jesaja, der ihm sagt, nachdem die Babylonier und sich das alles anschauen, deine Königssöhne werden einmal in Babylon am Hof sein. In Babylon am Hof sein, weil Babylon letztendlich Jerusalem einnehmen wird. Gibt es noch andere Propheten, die das sagen? Dass Babylon plötzlich wieder zu alter Macht zurückkehren würde. Die Jeremia sagt das. Und ganz besonders auch Habakuk. Habakuk sagt, nicht weil die Chaldea in Habakuk 1 sagt, ich tue ein Werk, ihr würdet es nicht glauben, wenn es geschehen würde. Das ist ganz interessant. Habakuk 1 und genau Vers 6, Vers 5: "Seht euch um unter den Heidenvölkern und schaut umher, verwundert und entsetzt euch, denn ich tue ein Werk in euren Tagen, ihr würdet es nicht glauben, wenn man es erzählte. Denn siehe, ich erwecke die Chaldea, ein bitterböses und ungestümes Volk, das in die Welt geht und die Weiten Erde durchzieht, um Wohnsitze zu erobern, die ihm nicht gehören." Die Propheten sagen voraus, das alte Babylon, das jahrhundertelang die Welt regiert hat, aber dann in der Versiegelung verschwunden ist, würde wieder Weltmacht werden. Das wäre so unglaublich, dass niemand das fassen könnte. Wir haben eine prophetische Warnung. Der Jesaja, der Jeremia, Habakuk. Die Wunde heilt, sozusagen. Prophetische Warnung.

[29:37] Und was passiert dann? Ihr kennt sie bestimmt. Dann kommt ein junger Mann, ein Prinz, und der besiegt die Assyrer. Sein Name ist Nabopolassar. Der Zweite, genau. Und dann kommt Nebuchadnezzar. Ganz plötzlich, und überraschend, plötzlich ist Babylon wieder Weltmacht. Und was passiert mit Gottes Volk? Er ist in der Gefangenschaft. Und es gibt nur wenige Übrige. Und unter diesen wenigen Übrigen die Treue zu Gott steht, hört vor allem, ganz bekannterweise, Daniel und seine Freunde. Die zwar jetzt umgeben von Babylon sind, aber sich nicht von babylonischen Lehren infiltrieren lassen. Den uns die Leute aus Babylon noch gewinnen. Nämlich am berühmtesten, den Nebuchadnezzar. Den Nebuchadnezzar, oder? Den Nebuchadnezzar sogar noch bekehren. In dieser Zeit gibt es Anbetungsgesetze. Wenn du nicht so anbetest, wie der Staat es dir sagt, wirst du sterben. Und dann nimmt das mit Babylon und macht eine große Party. Und dann kommt die letztendgültige Botschaft Gottes an die Wand. Und innerhalb kürzester Zeit kommen die Könige aus dem Osten, nämlich Kyros, und besiegen Babylon und befreien das Volk. Also dann Untergang. Durch Könige vom Osten.

[31:49] Vielleicht habt ihr schon gemerkt, die Geschichte Babylons hat eine Parallele. Eine große Parallele. Da gibt es auch eine Gruppe von Geretteten im Neuen Testament. Nicht Nachfolger Noahs, sondern die geistlichen Nachkommen von Jesus Christus. Jesus Christus. Noah heißt ja der, der Trost geben wird. Jesus ist der Tröster. Jesus, so wie Noah eine Arche baute, hat eine Errechnung für uns erwirkt. Und alle, die Jesus folgen, werden aus Glauben gerettet. Es gibt also nach dem jährlichen Kreuzstimm eine Gruppe von Geretteten, von Gläubigen. Und was passiert nach kurzer Zeit? Innerhalb der Christenheit gibt es einen Fall. Hat auch wieder mit dem Weinen zu tun. Der Wein Babylons. Und dann kommt es zu einer Spaltung. Ellen White spricht darüber. Wie dann die größte Anzahl der Christen sich das machen möchte und mit dem Staat zusammen geht, dass die Christen im Gebirge bleiben. Und macht dann diese abgefallene Christenheit. Mithilfe des römischen Staates ändern sie das Gesetz Gottes. Führen den Sonntag ein. Und das ist uns bewusst. Gibt es vor einem kurzen Zeitpunkt die Weltmacht Rom mit Staatsreligion Christentum. Und ich glaube Gott sagt hier dasselbe. Und Gott macht dasselbe wie damals. Wenn das so weiter geht, dann wird ihm nichts wert bleiben. Wenn die Weltmacht Rom das Christentum zusammen geht, dann ist das zu katastrophal. Wir müssen ein bisschen Zerstreuung bringen. Welche Zerstreuung kommt in dem Moment, als Rom mit dem Christentum zusammen geht? Gibt es auch eine Zerstreuung? Antike Geschichte. Ist das römische Reich für immer stehen geblieben? Nein. Das römische Reich zerfällt. Die verschiedenen germanischen Stämme kommen. Und das alles zerstreut sich und zersplittert sich. Erneut sozusagen. Wenn das abgefallene Christentum in diesem geeinigten römischen Reich dann wäre es mit der Welt wahrscheinlich sehr schlimm ausgesehen. Also die Zerstörung des römischen Reiches hilft eigentlich sozusagen das Ganze ein bisschen zu verzögern. Jetzt hat man nämlich die Franzosen da und die Deutschen da. Die bekämpfen sich. Es ist gar nicht so einfach die alle unter den Hut zu kriegen. Aber jemand schafft es trotzdem. So wie der Nimrod, der von Babel ausgehend Stadt zu Stadt erobert und eine große Stadt erobert, in den Trümmern des römischen Reiches, das vorher das Christentum etabliert hatte, entsteht jetzt das Kleine Horn, das Papsttum. Die römisch-katholische Kirche, die genau solch eine Herrschaft über die Königin der Welt aufbaut. So wie Nimrod es damals machte. Deswegen auch die große Stadt.

[35:20] Aber dann passiert mit dem Papsttum genau das Gleiche und zwar so Stück für Stück. Es geht auf und wieder ab. Auch Rom ist sogar eingenommen worden. Eine längere Zeit der Schwäche. Schließlich endet das sogar in der tödlichen Wunde. Und dann haben wir das gleiche Phänomen, so wie damals Jesaja und Jeremia und Habakuk gewarnt haben. Da kommt noch was. Die kommen nochmal. Auch wenn sich das niemand vorstellen kann, die da jetzt seit ein paar Jahrzehnten im Vatikan sitzen und vom Weltfrieden reden und immer noch ihre alte Tradition, ihre alte Religion üben, aber scheinbar an den Augen der Welt keinen Einfluss haben auf die Weltpolitik, die kommen wieder. Eine prophetische Warnung. Trefferengelsbotschaft. Und was wird passieren? Genau das wird eintreten. Plötzlich wird das alte, so wird auch das scheinbar so altehrwürdige römisch-katholische System, das im Mittelalter regiert hat, plötzlich wieder die Welt. Und naja, genau. Dann wird es auch zu Anbetungsgesetzen kommen. Und das zeigt übrigens, warum das Buch Daniel so im Gesamtablauf seht. Das Buch Daniel ist in dieser Sequenz ganz am Ende. Das ist die Zeit kurz vor dem Untergang. Und all die Geschichten des Propheten Daniel sind Geschichten, die sich in dieser Zeit halten sollten. Das wisst ihr wahrscheinlich auch so.

[37:00] Und dann geht diese große Stadt unter durch die Könige vom Osten. Und die Könige vom Osten, Kyros, ist ein Symbol für wen? Jesus Christus, der wiederkommt und die Geschichte der Herrschaft Babylons ein Ende bereitet. Also ihr seht die Idee mit den großen Schichten zurückverweitet auf einen Nippelrott und die entstehen. So als Vergleich. Also man kann an der Geschichte Babylons sehen, wie letztendlich in der Bibel die Dinge immer wieder sich wiederholt. Andere Namen, andere Zeiten. Man kann jetzt nicht das alles 1,20 übertragen. Aber es ist immer wieder dieselbe Geschichte.

[37:42] In der nächsten Woche werden wir uns danach anschauen, wie die letzte Warnung aussieht. So wie dann kurz vor dem Untergang die Botschaft hat, wie auch durch Chäsegel und andere schon in den Vorhinein Botschaften gebracht worden sind. Die Jeremia auch flieht aus Babel. Das ist die Botschaft genannt. Das werden wir uns dann anschauen. Bis dahin. Soviel zur Offenbarung 17.

[38:18] Ich würde vorschlagen, bevor wir in die Pause gehen, oder in die Gebetstunde, lasst uns noch zum Gebet niederkneten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen danken, dass wir in deinem Wort so viele interessante Parallelen sehen können. Und sehen können, dass altes und neues Testament, die Geschichten und die Prophetie alles zusammenwirkt, um immer wieder zu zeigen, dass es beim Evangelium um dieselben Prinzipien geht. Nämlich um Glauben, Gehorsam und Treue. Und darum eben nicht eigenwillig gegen dich zu agieren. Um nicht gegen dich zu kämpfen. Um nicht gegen dich zu rebellieren. Wir haben heute erneut gesehen, dass die Geschichte sich wiederholen wird. Dass das, was mit dem buchstäblichen Babylon passiert ist, auch mit den großen Kirchen dieser Welt passieren wird. Und wenn wir in dieser Zeit leben, möchten wir dich bitten, dass wir echte Daniels sein können. Die treu zu deinem Wort stehen. Und dass wir die Gesundheitsbotschaft annehmen, um einen klaren Kopf zu haben. Um inmitten dieser weltweiten Verführung treu zu dir stehen zu können. Wir danken dir von ganzem Herzen, dass du uns jeden Tag mit deinem Heiligen Geist erfüllen möchtest. Und uns auf das vorbereiten möchtest, was auf uns zukommt. Im Namen Jesu. Amen.
[39:57] Copyright WDR 2021


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