In dieser Predigt spricht Eric Flickinger über die Bedeutung des Dienens für Gott und wie Gott Individuen nutzen kann, um seine Pläne zu erfüllen. Anhand biblischer Beispiele wie Mose, Simson und Elisa zeigt er auf, wie wichtig es ist, bereit zu sein, sich von Gott gebrauchen zu lassen, auch wenn man sich unsicher oder unqualifiziert fühlt. Die Botschaft ermutigt die Zuhörer, Gottes Ruf zu folgen und sich als „Armee des Einzelnen“ für seine Sache einzusetzen.
Eine Armee von einem
Eric Flickinger · Predigten ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Großer Kampf, Grundlehren der BibelWeitere Aufnahmen
Serie: Predigten
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Transkript
[0:00] Guten Morgen! Gesegnete Sabbat! Es freut mich, euch alle hier heute Morgen zu sehen. Und ich bin so dankbar, dass wir wieder so einen schönen Tag haben, um hier gemeinsam anzubeten. Und er hat uns hier die Möglichkeit gegeben, in den letzten Wochen eine sehr wichtige Botschaft mit den Menschen aus Stuttgart zu teilen. Und ich möchte das kurz paraphrasieren heute Morgen. Wer ist denn hier gekommen in die Liederhalle zu den Seminaren? Darf ich mal sehen? Das sind einige. Für die, die noch nicht da waren, ich möchte euch gerne einladen. Wir werden heute Abend wieder da sein um 19:15 Uhr und auch morgen Abend wieder um 19:15 Uhr. Und heute Morgen sind wir gesegnet, dass wir hier wieder sind und noch einmal in Gottes Wort eintauchen dürfen.
[1:26] Wir wollen sehen, was Gott mit einem Individuum tun kann, wenn sich dieser Mensch dafür entscheidet, Gott zu dienen. Und ich möchte euch einladen, nochmal mit mir zu beten, wenn wir jetzt anfangen. Vater, ich danke dir, dass du uns heute Morgen hier zusammengeführt hast. Und wenn wir jetzt dein Wort öffnen, möchte ich um deinen Segen bitten. Im Namen Jesu beten wir. Amen.
[2:05] Die meisten von euch wissen schon, dass ich hier in Bad Cannstatt geboren bin. Der Grund, aus dem ich hier geboren bin, ist, dass mein Vater im Militär gearbeitet hat. Und er war hier einige Zeit, einige Jahre stationiert und das ist dann, als ich dazu gestoßen bin. Und als ich dann zwei war, zog ich zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten. Und als ich dann zurück nach Deutschland kam, während meiner Schulzeit, war es eine ganz andere Erfahrung für mich. Also im Militär aufzuwachsen war eine sehr interessante Erfahrung.
[3:00] Eine Herausforderung, die die Armee in den USA hat, ist, Leute dazu zu bewegen, mitzumachen. Denn in den Vereinigten Staaten, da gibt es keine Wehrpflicht. Danke. Also müssen sie sich einige Sachen ausdenken. Sie müssen sehr kreativ sein, um die Leute dazu zu bringen, sich anzumelden. Sie haben also einen großen Marketingteil, eine große Kampagne, damit es sich für die Leute natürlich auch interessant anhört. Und in den letzten Jahren, Jahrzehnten, hatten sie verschiedene Werbesprüche, die die Leute dazu bringen sollten, sich anzumelden. Einer davon ist, sei alles, was du sein kannst. Den, den sie jetzt haben, ist, dass du armenstark sein kannst. Und einige Jahre vor einigen Jahren war der Spruch, eine Armee für einen.
[4:24] Und das ist der Titel unserer Botschaft heute. Es ist wahrscheinlich besser übersetzt mit eine Armee des Einzelnen. Und ich möchte ein paar Bilder euch zeigen aus meinen eigenen Schuljahren, aus meiner Schulzeit. Ich möchte euch bitten, mir zu vergeben, denn das waren die 80er Jahre. Und in den 80er Jahren, da waren die Stilrichtungen wohl doch ein wenig anders als heute. Und heute wird wahrscheinlich niemand jemals sowas tragen. Und wir werden auch einen anderen Haarschnitt bevorzugen. Aber das waren die 80er.
[5:20] Also ich bin da an einem sehr komischen Ort. Wie so ein Gullideckel auf der Straße. Aber da bin ich nicht tatsächlich. Ich bin nicht in einem Gullideckel. Ich werde euch mal das ganze Bild zeigen. Und vielleicht kann jemand erraten, wo ich bin. Ja, genau, in einem Panzer. Das war so meine Kindheit, wie ich aufgewachsen bin. Mein Vater war ein Verbindungsoffizier zwischen den Vereinigten Staaten und der Bundeswehr. Und er hat in beiden Armeen gearbeitet, um hinzubekommen, dass sie zusammenarbeiten. Und dann hat er manchmal die deutschen Panzer genommen und die amerikanischen und hat versucht, ob das Teile austauschbar sind. Sodass, wenn wir jemals gemeinsam in den Krieg ziehen würden und man zwei Panzer hatte, die kaputt waren, dass man irgendwie daraus nochmal einen bauen könnte. Also es war eine sehr interessante Art und Weise aufzuwachsen. Hier kann man sehen, wie ich am Fahrersitz bin. Sie haben mich aber den Panzer nicht fahren lassen. Und hier bin nochmal ich mit meinen zwei jüngeren Brüdern. Jetzt sind sie schon um einiges älter.
[7:18] Aber wir alle, wenn wir nicht aufpassen, dann können wir unseren Glauben und unseren Vertrauen in die falschen Dinge legen. Wir können zum Beispiel eine Stärke wahrnehmen aus militärischer Kraft. Aber die Bibel sagt uns, dass Kraft oder Macht von woanders kommt. Im Buch der Psalmen im 20. Kapitel und auf Deutsch ist es Vers 8, da heißt es, jene rühmen sich der Wagen und diese der Rosse, wir aber des Namen des Herrn, unseres Gottes. Wir sollen unseren Glauben und unseren Vertrauen in den Herrn, in unseren Gott legen.
[8:23] Und wenn wir das wirklich tun, dann kann Gott unglaubliche Dinge erreichen durch einen Menschen. Und somit möchte ich mit euch einige einfache Geschichten anschauen in der Bibel. Und wir wollen sehen, was Gott mit Individuen tun kann, die bereit sind, sich von ihm gebrauchen zu lassen. Ich möchte, dass wir gemeinsam 2. Mose Kapitel 3 aufschlagen. Und wir wollen einige Verse aus diesem Kapitel lesen und wir fangen an mit Vers 1. Wir lesen zuerst Verse 1 und 2. Und wir lesen zuerst Verse 1 und 2.
[9:42] Lass uns einmal eine Pause einlegen und wirklich versuchen zu verstehen, was hier vor sich geht. Mose hat nun ungefähr 40 Jahre als Hirte Schafe gehütet. Und in diesen 40 Jahren, in denen er in der Wüste herumgewandert ist, hat er einige Büsche gesehen. Aber an diesem Busch war doch etwas anders. Was sagt uns die Bibel über diesen Dornbusch? Er war im Feuer, er hat gebrannt. Er hat gebrannt. Aber es gab noch etwas an diesem Busch, das besonders war. Es wurde aber nicht verzehrt. Glaubt ihr, das hat Mose beeindruckt? Glaubt ihr, es hat seine Aufmerksamkeit dorthin gelenkt? Er hat viele Büsche schon gesehen. Und wahrscheinlich hat er auch ein paar gesehen, die gebrannt haben. Aber noch nie hat er einen gesehen, der gebrannt wurde, der nicht verzehrt wurde.
[11:16] Und lasst uns mal weiterschauen in Vers 3. Da sprach Mose: Ich will doch hinzutreten und diese große Erscheinung ansehen, warum der Dornbusch nicht verbrennt. Es hat also seine Aufmerksamkeit erregt und er wollte mehr darüber herausfinden. Lasst uns Vers 4 lesen. Als aber der Herr sah, dass er hinzutrat, um zu schauen, rief ihm Gott mitten aus dem Dornbusch zu und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich.
[11:57] Mose geht also hin, um sich den Busch näher anzuschauen und als er während er dort hinläuft, passiert etwas. Was tut ihm der Busch? Er spricht zu ihm. Wie oft denkt ihr, in diesen 40 Jahren ist Mose einem sprechenden Busch begegnet? Ich bin mir sicher, ich habe keine Zweifel, dass es das erste Mal war. Aber er hat nicht nur den Busch gefunden, er hat nicht nur gebrannt, er wurde nicht nur nicht verzehrt und er hat auch nicht nur zu ihm gesprochen, aber wir finden noch ein Detail. Was sagt er in Vers 4? Er kennt seinen Namen. Dieser Busch, der brennt, der nicht verzehrt wird, der spricht, er spricht zu ihm. Und wie antwortet Mose? Er weiß, dass es da Gott ist, der zu ihm spricht. Also antwortet er: Hier bin ich.
[13:30] Und dann sagt Gott in Vers 5: Wo du stehst, ist heiliges Land. Und in den Versen 6 und 7 erklärt Gott ihm dann, wer er ist. Ja, ich kenne ihre Schmerzen. Und in den Versen 8 und 9 erklärt Gott Mose dann, warum er diese Unterhaltung mit ihm hat. Und in den Versen 9.
[14:51] Wie denkt ihr, hat Mose darüber gedacht? Glaubt ihr, er hat sich darüber gefreut, er war schon ganz aufgeregt? Gott erklärt ihm, warum er hier ist, um seinem Volk zu helfen. Und keine Frage, hat Mose sich wirklich darüber gefreut. Bis wir zu Vers 10 kommen. Denn in Vers 10, da wendet sich das Blatt. So spricht Gott: So geh nun hin, denn ich will dich zu dem Pharao senden, damit du mein Volk, die Kinder Israels, aus Ägypten führst.
[15:47] Und als Gott zu Mose sagt, ich will dich senden, ich will dich vor den Pharao senden, dann möchte ich, dass ihr auf die Antwort von Mose achtet. In Vers 11 sagt Mose zu Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehe und dass ich die Kinder Israels aus Ägypten führen sollte?
[16:13] Achtet mal auf den Wandel in Moses Einstellung. Als Mose den Busch findet und der Busch zu ihm spricht, da sagt er in Vers 4: Hier bin ich. Aber schaut mal, wie antwortet er, als Gott ihm sagt, was er tun soll. In Vers 11 sagt er dann: Wer bin ich? Er sagt, ja. Er sagt, ja, wer bin ich. Und dann ändert er seine Einstellung und sagt dann, wer bin ich. Erst sagt er, hier bin ich, dann sagt er, wer bin ich. Sobald Gott Mose gezeigt hat, dass er auch wollte, dass er etwas tut, ist Mose sofort einen Schritt zurückgegangen.
[17:23] Mose hat sich gefreut, als Gott über die Befreiung der Israeliten gesprochen hat, als es ihn nicht direkt betroffen hat. Aber als Gott dann seinen Finger auf Mose gerichtet hat und ihm gesagt hat: Mose, hier ist, was ich will, dass du tust, da ist Mose gleich zurückgetreten. Aber dann erklärt Gott Mose, wie das vonstatten laufen soll. Wir wollen also weiterlesen von Vers 12 bis Vers 15.
[18:05] Da sprach er Gott: Ich will mit dir sein und dies soll dir das Zeichen sein, dass ich dich gesandt habe. Wenn du das Volk aus Ägypten geführt hast, werdet ihr alle an diesem Berg Gott dienen. Und Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Kindern Israels komme und zu ihnen sage: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt, und sie mich fragen werden: Was ist sein Name? Was soll ich ihnen sagen? Und Gott sprach zu Mose: Ich bin, der ich bin. Und er sprach: So sollst du zu den Kindern Israels sagen: Ich bin, der hat mich zu euch gesandt. Und weiter sprach Gott zu Mose: So sollst du zu den Kindern Israels sagen: Der Herr, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name ewiglich, ja, das ist der Name, mit dem ihr an mich gedenken sollt, von Geschlecht zu Geschlecht.
[19:01] Gott erklärt ihm also: Ich werde mit dir gehen, ich bin an deiner Seite, ich werde dir helfen. Und in Vers 16 sagt er ganz spezifisch: Ich will, dass du gehst. Lesen wir Vers 16. Geh hin und versammle die Ältesten von Israel und sprich zu ihnen: Der Herr, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs ist mir erschienen und hat gesagt: Ich habe genau Acht gegeben auf euch und auf das, was euch in Ägypten geschehen ist.
[19:40] Lasst uns nur ein paar Verse überspringen und in Kapitel 4 gehen. Ich möchte, dass ihr jetzt darauf achtet, was Mose jetzt macht. Mose beginnt etwas zu tun, wo auch wir die Tendenz haben, gleich zu reagieren, wenn Gott uns sagt, was wir tun sollen.
[20:07] Lasst uns in Kapitel 4 Vers 1 schauen. Wenn wir nicht glauben und nicht auf mich hören, sondern sagen: Der Herr ist dir nicht erschienen. Also, was ist das, wie würden wir das nennen? Gott sagt: Mose, tu dieses. Und wie antwortet Mose mit einer Ausrede? Haben wir nicht auch eine Tendenz dazu, das zu tun, das zu benutzen? Wenn Gott von uns etwas verlangt, wenn er möchte, dass wir etwas tun und wir nicht so wirklich Lust darauf haben, haben wir nicht auch oft Entschuldigungen? Aber auf jede Entschuldigung hat Gott eine Antwort.
[21:06] Lasst uns auf Vers 2 schauen. Da sprach der Herr zu ihm: Was hast du in deiner Hand? Er antwortete: Einen Stab. Was fragt Gott Mose dann, was er mit diesem Stab tun soll? Ihr kennt die Antwort. Was soll er machen? Er soll es auf den Boden werfen. Und als er das dann getan hat, was hat Gott damit getan? Er hat es in eine Schlange verwandelt. Und was hat Gott ihm dann gesagt, dass er tun soll? Dass er es wieder aufheben soll. Und als er es wieder aufgehoben hat, was ist passiert? Es wurde wieder zu einem Stab.
[22:02] Und dann hat Gott zu Mose noch etwas gesagt. Erinnert ihr euch, was das war? Was sollte er tun? Er sollte seine Hand auf seine Seite legen. Aufs Gewand. Und als er das getan hat, was passierte? Also die Hand wurde aussätzig und als er es wieder aus dem Gewand zog. Es wurde wieder geheilt. Jetzt würdet ihr denken, dass Mose sagt: Das ist genug Beweis dafür, dass du tun kannst, was du willst.
[22:52] Aber Mose macht noch eine Ausrede. Schauen wir uns Vers 9 an. Und dann in Vers 10. Und dann in Vers 10 sagt er: Er sagt: Du möchtest, dass ich zum Pharao gehe und mit ihm rede? Aber ich kann nicht gut öffentlich sprechen. Ich stolpere über meine eigene Zunge. Ich bin überhaupt nicht die richtige Person für diesen Job. Er findet noch eine Ausrede.
[23:59] Was sagt Gott also in Vers 11? Er sagt, der Herr zu ihm: Wer hat den Menschen den Mund gemacht? Oder wer macht ihn stumm oder taub oder sehend oder blind? Bin ich es nicht, der Herr? Also Gott sagt: Hey, ich habe deinen Mund gemacht. Ich weiß, wie das läuft.
[24:24] Und in Vers 12 sagt er ihm wieder: Gehe. Lasst uns das lesen. Ich will mit deinem Mund sein und dich lehren, was du sagen sollst. Und in Vers 13 hat Mose noch eine Ausrede. Ach Herr, sende doch, wen du senden willst.
[25:00] Okay, und dann in Vers 14 sagt Gott, wie er das machen wird. Also sagt Gott in einer kurzen Zeitung dies: Ich werde etwas Großartiges machen. Und ich werde es durch dich machen. Und Mose sagt: Ich bin nicht die richtige Person. Ich bin nicht qualifiziert. Ich kann es nicht machen. Hier sind all die Gründe, warum. Und Gott fegt die so zur Seite. Und er sagt: Ich gebe dir, was du brauchst, um das zu tun, wozu ich dich berufen habe.
[26:07] Und irgendwann dann stimmt Mose tatsächlich zu. Und als Mose dann endlich zugestimmt hat, was hat Gott durch ihn gemacht? Gott hat bewirkt, dass der Auszug stattfinden kann. Sein Volk wurde befreit. Alles, was Gott gebraucht hat, war ein Individuum, ein Mensch, Mose, der bereit war, an seiner Seite zu stehen, für ihn einzustehen. Und, und als Mose bereit war, konnte Gott den Lauf der Geschichte dieser Welt verändern.
[27:06] Lasst uns eine andere Geschichte anschauen. Da geht es in die Geschichte von Simson. Wir wollen Richter anschauen und dort Kapitel 15. Und wir schauen uns die Verse 14 bis 17 an. Und wir lesen diese. Und wir lesen dieses. Und Simson sprach: Mit dem Eselskinnbacken färbte ich sie rot. Mit dem Eselskinnbacken schlug ich tausend Mann tot. Und als er diesen Ausspruch getan hatte, warf er den Kinnbacken aus seiner Hand und man nannte jenen Ort Ramat Lehi.
[28:23] Also Simsons Lauf mit Gott war weniger konstant. Manchmal war es besser, manchmal war es nicht so gut. Aber wenn Simsons Lauf mit Gott gut war, schaut euch an, was Gott durch ihn erreichen konnte. Wenn du in den Kampf ziehen müsstest, und du müsstest eine Waffe auswählen, um gegen tausend Feinde zu kämpfen, wer von euch würde einen Eselskinnbacken nehmen? Wahrscheinlich niemand von uns. Aber der Schlüssel, um das zu verstehen, ist zu zeigen, dass es nicht dieser Kinnbacken war, der dazu führte, dass der Kampf gewonnen wurde. Es ist, dass Gott auf der Seite Simsons gekämpft hatte und es war, dass Simson auf der Seite Gottes gekämpft hat. Wenn sie also zusammenarbeiteten, dann konnte Simson große Dinge erreichen.
[29:44] Aber wir alle kennen die Geschichte Simsons. Manchmal, an manchen Stellen, würde sein Glaube und seine Treue zu Gott in ein Loch fallen. Und er hat nicht immer gute Entscheidungen getroffen. Und als er Entscheidungen gegen den Willen Gottes getroffen hatte, was ist passiert? Er hat seine Stärke verloren. Er hat seine Augen verloren. Er hat seine Freiheit verloren. Und am Ende hat er sein Leben verloren. Vieles hängt von unseren Entscheidungen ab.
[30:37] Wenn wir zurück auf das Leben Simsons schauen, da gab es gute Aspekte. Aber über manche Abschnitte seines Lebens, da können wir nur den Kopf schütteln. Und wir fragen uns, wie konnte Simson sich doch nur so unklug verhalten? Es gibt gute Nachrichten für uns. Wenn du ein Mensch bist, und ich denke, die meisten von uns sind das, dann war wahrscheinlich auch unser Lauf mit Gott mal stark und mal schwächer. Das heißt nicht, dass wir den Glauben verlieren sollten und aufgeben sollten. Denn wenn wir in die Geschichte Simsons schauen, dann finden wir Folgendes. Am Ende der Bibel, in Hebräer im Kapitel 11, da finden wir seinen Namen in einer Liste mit all den Treuen. Aber wie viel besser hätte seine Geschichte verlaufen können, wenn er Gott nur die ganze Zeit gefolgt wäre. Aber als er Gott gefolgt ist, was für ein tolles Beispiel war er nicht von dieser Armee des Einzelnen.
[32:12] Lasst uns noch eine Geschichte anschauen. Wir schauen in das Buch 2. Könige, dort im Kapitel 6. Wir wollen hier einige Verse anschauen. Und während wir das tun, werden wir einige wichtige Lektionen daraus ziehen. Wir wollen in Vers 8 anfangen. Und wir lesen 8 bis 11.
[33:28] Also jedes Mal, wenn der König von Aram den König von Israel gefangen nehmen wollte, da ist er immer gescheitert. Denn jedes Mal würde der König von Israel einen anderen Weg nehmen. Also denkt der König von Aram sich, dass es einen anderen Weg geben wird. Aber in Vers 12 lesen wir, was tatsächlich passiert ist.
[34:20] Was sagt der König? Was macht der König? Vers 13 und 14.
[34:48] Am nächsten Morgen ist also die ganze Stadt umzingelt von der Armee von Syrien. Und wir wollen uns jetzt anschauen, was passiert, als dann der Knecht Elisas auf einen morgendlichen Spaziergang geht. Der Knecht ist frühmorgens aufgestanden. Er dachte sich: Ich will mich ein wenig bewegen. Bisschen frische Luft tanken. Ich möchte heute gesund leben. Also geht er auf diesen Spaziergang. Und während er das so an der Stadtmauer entlangläuft, da schaut er hoch. Und was sieht er dort? Lasst uns Vers 15 anschauen. Er kommt zurück zu Elisa und sagt: Wir haben hier ein richtiges Problem. Das ist eine riesige Armee. Und schau uns mal an, das sind nur zwei.
[36:06] Aber Elisa hatte diese Verbindung zu Gott. Und schaut euch Vers 16 an. Er sprach Elisa: Fürchte dich nicht, denn die, welche bei uns sind, sind zahlreicher als die, welche bei ihnen sind.
[36:32] Könnt ihr euch vorstellen, wie so die Gedanken des Knechtes Elisas aussahen? Hier ist also der Knecht und er schaut raus und zieht diese riesige Armee. Er kommt zurück nach drinnen und er warnt seinen Herrn, Elisa. Und er sagt, da ist diese enorme feindliche Streitkraft draußen. Und Elisa sagt: Ach, mach dir keine Sorgen, das sind mehr von uns als von ihnen. Der Knecht muss sich doch gedacht haben: Elisa, der kann nicht so gut zählen. Denn das sind um einiges mehr als wir. Aber Elisa wusste etwas, was der Knecht nicht wusste.
[37:30] Lasst uns also Vers 17 anschauen. Elisa hatte diese Verbindung zu Gott. Und obwohl da eine überwältigende Streitkraft gegen ihn stand, hatte er doch keine Angst. Denn im menschlichen Sehen sah es wirklich so aus, als ob diese Situation unmöglich zu bewältigen wäre. Aber Elisa war dazu imstande, mental und auch geistlich diesen Vorhang beiseite zu schieben und zu sehen, was wirklich vor sich ging.
[38:32] Also hat Gott die Augen seines Knechtes auch geöffnet, um zu sehen, damit der Knecht sehen kann, was wirklich vor sich geht. Lasst uns also die Verse 18-21 lesen und schauen, was passiert.
[39:12] Und als sie nach Samaria gekommen waren, da sprach Elisa: Herr, öffne diesen die Augen, damit sie sehen. Und der Herr öffnete ihnen die Augen, sodass sie sahen. Und siehe, da waren sie mitten in Samaria. Und als der König von Israel sie sah, sprach er zu Elisa: Mein Vater, soll ich sie schlagen? Soll ich sie schlagen?
[39:36] Also was passiert ist: Gott schlägt diese syrische Armee mit Blindheit. Elisa führt sie dann zum König Israels. Und was macht der König Israels? Er ist aufgeregt. Er hat jetzt hier unter sich die syrische Armee, die auf seine Gnade hoffen muss. Er sagt: Kann ich sie töten? Kann ich sie töten? Aber schaut euch mal die Antwort an. In Vers 22 sprach Elisa: Du sollst sie nicht schlagen. Würdest du die schlagen, welche du mit deinem Schwert und mit deinem Bogen gefangen nimmst? Setze ihnen Brot und Wasser vor, dass sie essen und trinken und zu ihrem Herrn ziehen.
[40:28] Wir können hier eine sehr kraftvolle Lektion lernen. Als 7-Tage-Adventist haben wir ein Verständnis von der Bibel, das so keine andere Gruppierung hat. Und selbst in der Christenheit selbst gibt es viele Missverständnisse, was die Bibel wirklich lehrt. Und von Zeit zu Zeit mag da vielleicht jemand kommen, der uns überzeugen will, dass wir bei manchen Dingen falsch liegen. Nehmen wir zum Beispiel den Sabbat. Da kommt vielleicht jemand zu euch und sagt: Weißt du denn nicht, dass wir den Sabbat nicht mithalten müssen? Das ist Teil vom alten Bund. Und wenn wir nicht aufpassen, dann werden wir vielleicht auch aufgeregt. Denn wir können in unseren Gedanken denken: Pass bloß auf. Denn ich lasse gleich 64,5 Verse los, die zeigen, dass du komplett falsch liegst. Und ich werde dir zeigen, dass ich recht habe. Und du denkst, dass du egal welches Fleisch essen kannst heutzutage? Denkst du, diese Gesundheitsgebote wurden auch mit dem Kreuz abgeschafft? Ich zeige dir gleich noch 15 Verse und zeige dir, dass du da auch falsch liegst.
[42:18] Kann ich sie töten? Was war die Antwort? Setze ihnen Brot und Wasser vor. Lass sie gehen. Man kann vielleicht manchmal eine Schlacht gewinnen, aber den ganzen Krieg verlieren. Es ist wichtig, dass wenn wir die Wahrheiten aus der Bibel anderen mitteilen, dass wir Liebe und Freundlichkeit tun. Denn wenn wir die Leute schlagen, dann werden wir uns nichts weitermachen als Feinde. Ich möchte hier nicht sagen, dass wir die Wahrheit nicht teilen sollen. Es ist wichtig, die Wahrheit mitzuteilen. Denn es ist die Wahrheit, die den Menschen frei macht. Es ist wichtig, diese Wahrheit in Liebe mitzuteilen.
[43:28] Schaut euch mal an, was in Vers 23 passiert. Da wurde ein großes Mahl zubereitet und als sie gegessen und getrunken hatten, ließ er sie gehen. Und sie zogen zu ihrem Herrn. Und von da an kamen die Streitschein der Aramea nicht mehr in das Land Israel. Als Resultat von der Tatsache, dass sie gut behandelt worden waren, kamen die Aramea nicht mehr zurück und haben sie nicht mehr angegriffen.
[44:04] Also konnte Gott wieder ein Individuum benutzen, um den Lauf der Geschichte zu verändern. Lasst uns mal das Buch Jesaja aufschlagen. Jesaja 6, 5-8.
[45:06] Also benutzt Gott hier wieder ein Individuum, Jesaja, um den Lauf der Geschichte zu verändern. Aber ich möchte, dass ihr hier darauf achtet, wie Jesaja Gott geantwortet hat. Und in der letzten Zeile, die wir gelesen haben, in Vers 8, finden wir die Antwort. Jesaja sagte: Hier bin ich. Wer hat das noch gesagt? Mose hat das gesagt.
[45:52] Wenn Gott uns auffordert und ermutigt, etwas für ihn zu tun, dann ist die richtige Antwort: Hier bin ich. Und dann sagt Jesaja: Sende mich.
[46:04] Wir sehen hier, dass in der Geschichte viele Leute benutzt wurden, um den Lauf der Welt zu verändern. Hier sind einige Leute und vielleicht könnt ihr mir sagen, was sie getan haben, um die Welt zu verändern. Was hat er getan, um die Welt zu verändern? Louis Pasteur war derjenige, der den Vorgang davon erfunden hat, Lebensmittel haltbar zu machen, sodass wir Milch auch noch über längeren Zeitraum lagern können und dass wir es erst später zu uns nehmen können. Wer war Alexander Graham Bell? Er hat das Telefon erfunden. Wann immer eine Predigt unterbrochen wird, könnt ihr sagen: Danke, Alexander Graham Bell. Wie ist es mit John Wycliffe? Oder Hus und Jerome? Wer waren diese Männer? Sie waren Reformatoren. Und was ist mit Ulrich Zwingli und Martin Luther?
[47:44] Das waren Individuen, die bereit waren, sich auf Gottes Seite zu stellen. Und heute wären wir nicht hier, wenn es diese Individuen nicht so gegeben hätte. Weil sie die Bereitschaft gezeigt haben, sich auf Gottes Seite zu stellen, haben wir die Freiheit und den Frieden, den wir heute haben. Und wir können das tun, besonders wegen Menschen, wie derjenige, über den wir heute Abend hier in der Liederhalle sprechen. In der Tat werden wir heute Abend die Möglichkeit haben, zu schauen, wann Martin Luther wirklich einen Stand für die Wahrheit gemacht hat.
[48:44] Ich möchte ein Zitat vorlesen von einem meiner Lieblingsautoren. Im Zeichen der Zeit vom 20. September 1883 lesen wir: Luther lehnte es ab, das Joch Christi gegen das Joch des Papsttums einzutauschen. Das war seine einzige Straftat, doch es war genug, um sein Leben zu gefährden. Die Aufmerksamkeit des ganzen Reiches richtet sich nun auf diesen einen Mann, und weder ihre Drohungen noch ihr Flehen konnten seine Treue zu Gott und zum Wort Gottes erschüttern. Aber es war nicht ohne Hilfe, dass Luther diese Standhaftigkeit bewahrte. Und der nächste Satz ist sehr, sehr wirkungsvoll. Einer, der größer als Luther ist, stand ihm bei. Und er führte seine Gedanken, er führte seine Unterscheidungskraft und gab ihm Weisheit in jeder Stunde der Versuchung.
[50:08] Luther war nicht allein. Wer war dann bei Luther? Gott war es. Gott war es, der ihn wieder ermutigt hat.
[50:26] Wie wendet das sich also auf uns an, auf dich an und auf mich heute? Lasst uns noch ein Zitat anschauen. Während der Kampf oder die Kontroverse sich auf neue Gebiete ausbreitet und die Gedanken der Menschen auf das unterdrückte Gesetz Gottes gerichtet werden, ist der Satan auf den Beinen und bereit. Die Kraft, die hinter der Botschaft steht, wird die, die ihr entgegengesetzt sind, nur maßlos verärgern. Die Geistlichen werden fast übermenschliche Kraft aufbringen, um das Licht auszulöschen, es sei denn, es scheine auf ihre eigenen Gemeinden. Sie werden sich mit jedem unterstellten Mittel darum bemühen, die Erörterung dieser essentiellen Fragen zu unterdrücken. Die Kirche bittet den starken Arm der zivilen Macht um Hilfe und in diesem Werk werden sich die Anhänger des Papsttums mit den Protestanten verbinden. Wenn die Bewegung zur Erzwingung des Sonntags kühner und entschiedener wird, wird man das Gesetz gegen die Gebote Haltenden anwenden. Man wird ihnen Strafgebühren und Gefängnis androhen. Einige werden einflussreiche Positionen angeboten, anderen Vorteile und Belohnungen, um sie dazu zu bewegen, den Glauben aufzugeben. Doch ihre standhafte Antwort wird sein: Zeige uns unseren Fehler aus dem Wort Gottes. Das ist dieselbe Bitte, die auch Luther unter ähnlichen Umständen vorgebracht hat. Diejenigen, die vor das Gericht kommen, werden die Wahrheit eindrücklich verteidigen und einige, die sie hören, werden dazu gebracht, sich auf die Seite derer zu stellen, die alle Gebote Gottes halten. So wird das Licht vor Tausende gebracht, die sonst nichts von dieser Wahrheit wissen würden.
[52:20] Das ist wirklich die Essenz, darum geht es. Es geht darum, bereit zu sein, sich für Gott zu stellen, auf die Seite Gottes zu stellen und dabei zu wissen, dass man nicht allein ist.
[52:38] Was tut Gott also heute? Gott sehnt sich danach, mehr als nach allem anderen das Ende der Sünde zu sehen. Aber damit die Sünde zu einem Ende kommt, muss das Evangelium in der ganzen Welt gepredigt werden. Wenn wir auf die Prediger und die Pastoren und die Bibelarbeiter und die Missionare warten, das zu tun, dann wird es nicht passieren.
[53:16] Ich wurde von Folgendem sehr ermutigt. Jeden Abend bei unserer Vortragsreihe hatten wir neue Gäste, die gekommen sind. Und viele von diesen Gästen wurden von euch eingeladen. Und wenn du Leute eingeladen hast zu dem Seminar, dann standest du aufrecht wie Elisa. Genauso wie Mose und wie Simson. Du standest wie Jesaja, du stehst wie Jesaja und sagst: Sende mich.
[54:00] Aber wisst ihr, was unsere Versuchung ist? Es ist die gleiche Versuchung wie auch Mose. Wir können einfach Ausreden suchen. Wir haben sogar eine Tendenz, in diese Richtung zu gehen. Und wir denken uns: Ach, die kommen sowieso nicht. Ich will unsere Freundschaft nicht aufs Spiel setzen. Ich will unsere Freundschaft nicht aufs Spiel setzen.
[54:36] Ich bin glücklich, dass ich die letzten 17 Jahre in Evangelisierung verbracht habe. Und ich hatte das Vorrecht, diese Botschaften, diese Seminare in der ganzen Welt zu verteilen, zu predigen. Am Ende des Seminars, ich höre das von einem Mitglied. Das Gemeindeglied kommt dann zu mir und sagt: Wenn ich gewusst hätte, dass das so gut wird, hätte ich meine Freunde eingeladen. Und an dem Punkt ist es zu spät. Die Vorträge sind vorbei und die Möglichkeit ist verstrichen.
[55:36] Gott hat in dieses Land, in diesem Jahr, ein Ereignis, das seit 500 Jahren erwartet worden ist. Jeder redet davon. Jetzt gibt es die tolle Möglichkeit, Leuten davon zu erzählen, wie Jesus sie liebt. Und ich möchte euch ermutigen, wenn wir jetzt abschließen, dass ihr euch nicht auf den Weg bringt. Ich möchte euch ermutigen, wenn wir jetzt abschließen, lasst euch diese Möglichkeit nicht entgehen. Lasst euch von Gott benutzen, jemanden zu diesem Seminar zu bringen. Seid bereit, selbst zu kommen und bringt auch jemand anderen mit.
[56:44] Lasst Gott den Part übernehmen, der um das Herz der Person geht. Er wird am Herz der Person arbeiten. Das ist nicht unsere Arbeit. Das ist nicht unsere Aufgabe, aber er wird es tun. Und die gute Nachricht hier ist, dass Gott sehr gut weiß, wie er die Herzen von Menschen bewegen kann.
[57:14] Ich möchte zum Abschluss diese Frage stellen. Gott gibt uns hier eine tolle Möglichkeit, das Evangelium mit den Leuten aus Stuttgart zu teilen. Und wie er uns diese Möglichkeit gibt, wie viele von euch möchten darauf antworten mit: Hier bin ich. Sende mich.
[57:42] Lasst uns beten. Vater, ich danke dir für die Beispiele, die wir in der Bibel sehen, von Leuten, die sagen: Hier bin ich, sende mich. Auch in der Geschichte hast du Leute benutzt, Christus, Hieronymus und Luther. Und ich möchte dich bitten, dass du uns davon inspirierst, von diesen Leuten, die schon vor uns in der Geschichte gegangen sind. Und hilf uns dir zu vertrauen, dass du diesen schweren, schweren Part übernehmen kannst, Seelen für dich zu begeistern. Doch gib uns Mut, diese Möglichkeit anderen vorzulegen. Im Namen Jesu beten wir das. Amen.
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