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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt wird Offenbarung 18, Vers 5 behandelt, der besagt, dass die Sünden Babylons bis zum Himmel reichen und Gott ihrer Ungerechtigkeiten gedenkt. Christopher Kramp erklärt die tiefere Bedeutung dieses Verses und zieht Parallelen zu biblischen Ereignissen wie dem Turmbau zu Babel, Sodom und Gomorra sowie Ninive. Er beleuchtet, wie menschliche Versuche, eine Verbindung zum Himmel herzustellen, durch eigene Werke und Rebellion scheitern, während Gottes Weg durch Liebe und Gesetz funktioniert. Die Botschaft unterstreicht die Dringlichkeit, sich von Babylon zu trennen, da es eine Mauer der Sünde baut, die eine Rettung unmöglich macht.

In dieser Predigt über Offenbarung 18, Vers 5, erklärt Christopher Kramp die tiefere Bedeutung der Aussage, dass die Sünden Babylons bis zum Himmel reichen. Er beleuchtet die Parallelen zum Turmbau zu Babel und zu den Sünden von Sodom und Gomorra. Dabei wird deutlich, wie eigene Werke und Rebellion gegen Gottes Gesetz eine Trennungsmauer zu Gott errichten. Die Botschaft unterstreicht die Dringlichkeit, sich von diesem System zu lösen, da Gott ein verzehrendes Feuer für die Sünde ist und sein Gericht unausweichlich ist.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr da seid. Auch im neuen Jahr wollen wir uns der Offenbarung Vers für Vers nähern und wir wollen in Offenbarung 18 weiter studieren, ab dem fünften Vers. Heute haben wir Vers 5 vor uns, das ist ein spannendes Studium. Und bevor wir beginnen, wollen wir mit einem Gebet starten, wozu ihr niederklingen könnt.

[1:15] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir zu dir kommen können, dass wir dein Wort studieren können und dass du verheißen hast, durch deinen Heiligen Geist gegenwärtig zu sein. Ich möchte dich bitten von ganzem Herzen, dass die Worte, die wir lesen, in unser Herz dringen und dass wir begreifen, was du uns sagen möchtest, dass wir begreifen, in welcher Zeit wir leben und was die Offenbarung uns persönlich sagen möchte. Halte du alle Störende fern und sei du jetzt unser Lehrer im Namen Jesu. Amen.

[2:06] Also Offenbarung 18 und dort Vers 5. Denn ihre Sünden reichen bis zum Himmel und Gott hat ihrer Ungerechtigkeiten gedacht. Der Vers beginnt mit einem "Denn" und "Denn" sagt uns was. Wenn ein Vers mit einem "Denn" beginnt, müssen wir was schlussfolgern? Das, was davor steht, der Vers 5 ist die Begründung für den Vers davor. Im Vers 4 steht etwas und dann kommt die Begründung. Denn im Vers 4, den wir das letzte Mal angeschaut haben, haben wir eine enorm wichtige Botschaft. Was ist die Botschaft aus Vers 4, die jetzt mit Vers 5 begründet wird? Ja, der Aufruf Babylon zu verlassen. Es ist der Aufruf Gottes, der Aufruf Jesu an sein Volk, an seine gläubigen Kinder, die sich noch in den Kirchen Babylons befinden, diese Kirchen zu verlassen. Wir haben festgestellt, das ist eine der entscheidenden Botschaften unserer Zeit. Das ist die Botschaft, die unter dem vierten Engel die ganze Erde erleuchten soll. Und jetzt wird begründet, warum Gott irgendwann seine Kinder nicht mehr in Babylon haben kann. Denn ihre Sünden reichen bis zum Himmel und Gott hat ihrer Ungerechtigkeiten gedacht.

[3:36] Was sind die beiden Hauptbegründungen nach diesem Vers? Warum müssen die Kinder Gottes Babylon verlassen, und zwar jetzt oder nie? Was sind die beiden Begründungen? Die Sünden Babylons reichen bis zum Himmel. Und zweitens, Gott gedenkt, und das ist ein sehr interessantes Wort, er gedenkt an die Ungerechtigkeit.

[4:09] Jetzt, wenn ihr den Vers anschaut, dann seht ihr, dass offensichtlich Sünden und Ungerechtigkeit relativ parallel sind. Kennt ihr eine andere Bibelstelle, wo Sünden und Ungerechtigkeit miteinander in Bezug gesetzt werden oder als das Gleiche beschrieben werden, Sünden und Ungerechtigkeit? Im Bibelvers, Sünde, wo gesagt wird, dass Ungerechtigkeit Sünde ist oder so. Erstes Johannes 1, Vers 9, da heißt es: "Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit." Da haben wir dieses Wortpaar. Wenn wir schon in Erstes Johannes sind, können wir gleich noch zu Erstes Johannes 5 gehen. Da wird das quasi definiert. In Erstes Johannes 5, Vers 17a, da steht: "Jede Ungerechtigkeit ist Sünde." Jede Ungerechtigkeit ist Sünde. Also Sünde und Ungerechtigkeit sind eigentlich im Grunde genommen ein und dasselbe, weil ja auch das Gegenteil von Sünde Gerechtigkeit ist, nämlich Gehorsam. Jesus befreit uns von der Sünde, er ist unsere Gerechtigkeit. Also das ist eigentlich nochmal sehr schön theologisch zu sehen, wie hier Sünde und Ungerechtigkeit parallel gesehen werden.

[5:45] Also schauen wir uns mal diese beiden Ideen an. Die erste Idee ist, die Sünden Babylons reichen bis zum Himmel. Worauf bezieht sich wohl dieser Punkt? Oder kennt ihr Stellen aus dem Alten Testament, auf die sich diese Idee, die Sünden Babylons reichen bis zum Himmel, worauf sich das beziehen könnte? Das ist offensichtlich, oder? Der Turmbau zu Babel. Was war das Besondere am Turmbau zu Babel? Genau, sie wollten den Turmbau bis zum Himmel. Wir lesen das kurz in 1. Mose, Kapitel. Turmbau zu Babel ist 1. Mose 11. Genau, in Kapitel 10 haben wir schon den Nimrod, aber Kapitel 11 ist der Turmbau zu Babel. Und da heißt es in Vers 4: "Und sie sprachen: Wohlan, lasst uns eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht." Ja, da war diese Idee, dass man diesen Turmbau mit dem Ziel, den Himmel zu erreichen.

[6:49] Jetzt, woraus wurde der Turm gebaut? Ganz genau, sie wurden aus Ziegel und aus Asphalt. Da gab es Ziegel und Asphalt. Und woher kam der Ziegel und woher kam der Asphalt? Das Besondere vielleicht, woher kam der Ziegel? Woher haben sie den Ziegel genommen? Mit anderen Worten, womit haben sie gebaut?

[7:18] Woher kamen die Ziegel? Die Ziegel waren im buchstäblichen Sinne ihre eigenen Werke. Das steht in Vers 3, oder? "Und sie sprachen zueinander: Wohlan, lasst uns Ziegel streichen und sie feuerfest brennen." Und sie wendeten Ziegel statt Steine und Asphalt statt Mörtel. Das heißt, die Ziegel, das waren ihre eigenen Werke und das nicht im übertragenen Sinne, sondern ganz buchstäblich. Es waren ihre eigenen Werke. Sie haben die Ziegel gemacht und mit diesen eigenen Werken, diesen eigenen Ziegeln, wollten sie einen Weg in den Himmel bauen. Ja, wie wir richtig gehört haben, sie wollten sich vor einer möglicherweise doch stattfindenden Sintflut schützen, obwohl Gott gesagt hatte, es wird nie wieder eine Sintflut geben.

[8:06] Gibt es vielleicht noch andere Gründe, warum sie unbedingt bis in den Himmel wollten? Sie wollten sich selbst erhöhen, sie wollten sich einen Namen machen. Wir lesen auch in Vers 4, dass wir uns einen Namen machen und damit wir ja nicht über die Erde zerstreut werden. Wie kamen sie auf die Idee, dass sie über die Erde zerstreut werden könnten? Gott hatte gesagt, nämlich, wo hat er das gesagt? Er hatte das gesagt in 1. Mose 9, nicht wahr? Wenn ihr in 1. Mose 9 schaut und dort in Vers 7: "Ihr aber seid fruchtbar und mehrt euch und breitet euch aus auf der Erde, dass ihr zahlreich werdet." Der Befehl Gottes war: Teilt euch auf. Und hier haben wir jetzt die Rebellion, die sagt: Nein, wir wollen genau diesen Befehl Gottes, dieses Gebot Gottes nicht einhalten, wir wollen es übertreten, wir wollen alle zusammenbleiben. Das heißt, diese gedankliche Mischung aus eigenen Werken und Rebellion gegen Gottes Gesetz mit dem Ziel, den Himmel zu erreichen, das war eigentlich so die Idee von Babylon.

[9:17] Frage: Haben sie den Himmel erreicht? Nein. Gut, ich meine, es wäre wahrscheinlich auch relativ schwierig gewesen, den tatsächlichen Himmel zu erreichen, obwohl die damals wohl sehr interessante und gute Architekten hatten, ja, siehe die Pyramiden und so, aber das wäre ziemlich unmöglich gewesen. Aber es ist interessant, da gibt es ein kleines Element in 1. Mose 11, das ist fast so ein bisschen, wie soll man sagen, ironisch. Schaut mal in Vers 7, was Gott dort sagt. 1. Mose 11 und dort Vers 7.

[10:02] "Wohlan, lasst uns hinabsteigen und dort ihre Sprache verwirren, damit keiner mehr die Sprache des anderen versteht." Vers 5 kann man auch schon sehen: "Das stieg daher herab, um die Stadt und den Turm anzusehen." Also stell dir das vor, diese Menschen sagen: Wir wollen einen Turm bauen, dessen Spitze bis zum Himmel geht. Und jetzt kommt Gott. Wo wohnt Gott? Im Himmel. Und Gott sagt: Okay, ich schaue mir das mal an. Und Mose schreibt, damit Gott das überhaupt sich anschauen konnte, muss zuerst einmal herabsteigen. Das ist natürlich ein bisschen Ironie, weil Gott muss natürlich nicht herabsteigen, um sich den Turm anzusehen, aber er sagt das quasi, um deutlich zu machen, die sind meilenweit davon entfernt, überhaupt in die Nähe des Himmels zu kommen. Da weiter unten, ich steige da mal herab, um mir anzusehen, wie es wirklich ist. Genau, was natürlich auch wieder nur eine Metapher ist, denn er wusste es sowieso.

[11:02] Aber das bringt uns jetzt zu einem interessanten Punkt. Diese Idee kommt öfter vor, nicht nur beim Turmbau zu Babel. In 1. Mose 18, Vers 20 und 21.

[11:28] "Und der Herr sprach: Das Geschrei über Sodom und Gomorra ist groß und ihre Sünde ist sehr schwer. Darum will ich hinabsteigen und sehen, ob es wirklich ganz nach dem Geschrei über sie getrieben haben, das vor mich gekommen ist, oder ob nicht. Ich will es wissen." Das heißt, dieses Geschrei, diese Klage über die Sünden ist bis zu Gott gekommen, sagt der Herr. Das ist diese Idee. Die Sünden sind bis zu mir herangekommen, die Sünden Sodoms.

[11:58] Noch eine ähnliche Geschichte finden wir in Jona 1, Vers 2.

[12:23] Da heißt es: "Mache dich auf, geh nach Ninive, in die große Stadt, und verkündige gegen sie, denn ihre Bosheit ist vor mein Angesicht heraufgekommen." Ähnliche Idee. Die Bosheit, das ist so wie bei Sodom und Gomorra, so wie dann bei Babylon, die Bosheit ist zu mir heraufgekommen.

[12:43] Jetzt, als Sodom und Gomorra so viele Bosheit taten, dass es zu Gott heraufkam, was war die Reaktion Gottes? Gericht. Und zwar ein solches Gericht, dass alle, die noch in Babylon, in Sodom waren, heraus mussten. Und zwar sofort. Dazu sandte er wie viele Engel? Es waren eigentlich drei, aber es sind dann zwei, die ihn rausgerissen haben. Es waren drei Wesen, davon dann zwei, die ihn rausgeholt haben und fast ein bisschen mit Gewalt rausholen mussten. Der gerechte Lot, haben wir uns das letzte Mal angeschaut, weil nämlich die Bosheit bis zum Himmel aufgestiegen war.

[13:36] Jetzt, wie war das bei Jona, bei Ninive? Was war Gottes Reaktion auf die Tatsache, dass das Böse in Ninive bis zum Himmel heraufgestiegen war? Was war Gottes Reaktion? Er sendet Jona. Warum? Ja, genau. Also er sagte explizit, er sagte nicht explizit, aber Jona sagt es dann später. Schaut mal in Vers, in Kapitel 3, Vers 4.

[14:08] "Und Jona fing an, eine Tagesreise weit in die Stadt hineinzugehen, und er rief und sprach: Noch vierzig Tage, und Ninive wird zerstört!" Das heißt, wenn die Sünden bis zum Himmel aufsteigen, dann kommt das Gericht, und zwar das Strafgericht, das zerstört und das vernichtet.

[14:34] Jetzt, was in der Offenbarung steht, ist ziemlich interessant. Er sagt ja, die Sünden reichen bis zum Himmel. Da steht nicht nur, wie bei Ninive oder Sodom und Gomorra, die Sünden, das Geschrei über die Sünden ist bis zu mir hervorgekommen. Also bei Sodom und Gomorra heißt es, da gab es Geschrei. Die Menschen beschweren sich über die Sünden in Sodom oder in Ninive, und dieses Geschrei kommt bis zu Gott. Aber hier in Offenbarung heißt es, dass die Sünden selbst bis zum Himmel reichen. Und das griechische Wort heißt eigentlich, dass die aneinander kleben. Also stell dir fest, also es sind nicht nur ein paar Sünden, die man so aufeinander steckt, sondern wenn man die so richtig fest, alle Sünden zusammen klebt und zusammendrückt und so richtig zusammenpresst, ergeben all die zusammengepressten, zusammengedrückten Sünden einen Berg, der bis an den Himmel reicht. Das ist die Idee.

[15:31] Jetzt, warum muss Gott jetzt Gericht bringen, wenn die Sünden bis zum Himmel reichen? Ja, das Maß der Sünde ist voll. Genau.

[15:47] Woran kann man das deutlich machen, dass das Maß der Sünde jetzt voll ist? Also stellen wir uns die Frage: Was macht denn Sünde, wenn der Mensch Sünde begeht? Was macht Sünde? Trennung. Schauen wir mal den Text an, in Jesaja. Welcher Text ist das? 59 Vers 2. Jesaja 59 Vers 2. Das ist ein sehr interessanter Gedanke.

[16:15] In Jesaja 59 Vers 2, da heißt es: "Sondern eure Missetaten, also eure Sünden, trennen euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass er nicht hört." Habt ihr auch in der Schlacht diese zusätzliche Angabe, was da eigentlich wörtlich steht im Original Hebräischen? Die Sünden bilden was? Eine Scheidewand. Also die Idee ist, wenn ich sündige, baue ich eine Mauer. Ich fange an, eine Mauer aufzubauen, und mit jeder Sünde, die ich tue, wird die Mauer immer größer. Oder mit anderen Worten, jedes Mal, wenn ich die Sünde immer wieder tue und immer wieder tue, wird die Fähigkeit oder die Möglichkeit, Gott zu hören, immer geringer. Die Mauer wird größer und größer und größer und größer. Das ist im Wesentlichen das, was die Sünde gegen den Heiligen Geist ist. Irgendwann ist die Mauer bis ganz oben zu, und dann ist Gottes Stimme zwar noch genauso klar, aber die Mauer verhindert, dass ich ihn höre.

[17:18] Und jetzt ist die Idee, dass Babylon hat eine Mauer gebaut. Die haben hier Steine, also Sünden aneinander gebaut und diese Sünden, die sie gebaut haben, fest aneinander geklappt. Diese Sünden, diese Mauer, die reicht jetzt bis an den Himmel. Das heißt, zwischen der Erde und dem Himmel ist nur noch Mauer, sozusagen. Das ist sozusagen die Idee. Nur noch Mauer zwischen Himmel und der Erde.

[17:49] Und das bedeutet, dass Gott keinen Raum mehr hat, sozusagen. Sie haben zwischen sich und Gott alles, was es an offenem Platz gab, mit Sünde zugemauert. Und deswegen wird Gott richten, und er wird nicht länger warten. Und das ist der Grund, warum die Botschaft so dringend ist, weil er sagt: Wenn ihr jetzt weiter drin bleibt, macht ihr euch an ihren Sünden teilhaftig und dann werdet ihr mit untergehen. Die Sünden reichen bis zum Himmel.

[18:33] Schaut mal mit mir, ah, das ist interessant. Habt ihr noch irgendwo mal in der Bibel eine Geschichte gehört, wo irgendjemand meinte, dass die Sünden, nein, nicht die Sünden, aber dass irgendetwas bis an den Himmel reichte? Also diese Idee "bis an den Himmel", wie wir gesagt haben, kommt öfter vor. Bei Sodom und bei Ninive kommt sie davor, dass das Geschrei bis an den Himmel reicht. Der Turm zu Babel sollte bis zum Himmel gehen. Jetzt haben wir hier die Sünden, die bis zum Himmel gehen.

[19:06] Die Leiter, das ist interessant. Ja, okay, also fügen wir das mal nebenbei ein. Was war das für eine Leiter? War das eine Streckleiter? War das so eine aufklappbare Feuerwehrleiter? Was war das für eine Leiter? Die Leiter Jakob. In den Kinderbibeln sieht das mal so aus, wie so eine große Leiter, auf die man so Stufe für Stufe raufklettert. Das Hebräische sagt eigentlich, es waren Stufen. Es könnte also ziemlich genau eigentlich auch so eine Art Ziggurat gewesen sein. Ja, so Stufen, so Treppen.

[19:43] Also die Idee ist nicht, dass der Erlösungsplan ein Abenteuer ist, sozusagen, wo ich so in großer Höhe so auf einer wackeligen Leiter hochkletter, sondern es sind eigentlich breite Stufen und alles, was ich tun muss, ist die Stufen gehen. Diesen Weg, das ist ein Verbindungsweg quasi.

[20:06] Jetzt, von welcher Himmelsrichtung, also von welcher Richtung aus wurde der Turmbau zu Babel gebaut? Von unten oder von oben? Von unten. Das heißt, es war eine Verbindung, die von unten nach oben diese Distanz überbrücken wollte. Bei der Jakobsleiter oder diesen Jakobsstufen war das andersherum, oder? Die kam vom Himmel. Das war eine Vision. Da kommt ein Weg von oben nach unten.

[20:38] Babylon hat es nicht vollbracht, eine Verbindung zwischen Erde und Himmel herzustellen. Sie haben es versucht und zwar mit eigenen Werken und mit Rebellion gegen Gottes Gesetz. Diese Verbindung zwischen Himmel und Erde ist nicht geglückt, obwohl Babel ja behauptete, genau das zu sein. Denn ihr wisst wahrscheinlich, was Babel übersetzt heißt. Genau, das Tor zu Gott. Das im Babylonischen war eindeutig im Markadischen, dass es der Weg zu Gott ist, das Tor zu Gott. Aber genau das war nicht passiert. Gott kam herab und verwirrte sie und so gab es keine Verbindung.

[21:23] Das Buch 1. Mose zeigt uns zwei Versuche, die Distanz zwischen Himmel und Erde zu überwinden. Einmal den menschlichen Versuch, gegen Gottes Gesetz, durch eigene Werke, und es scheitert. Und dann den göttlichen Versuch. Wie viel musste Jakob tun, um diese Jakobsleiter hier zu bauen? Wie viel musste Jakob tun? Gar nichts. Das war ein reines Geschenk. Das war eine Offenbarung. Gott hat es ihm offenbart. Eine Leiter, an der er keine eigenen Werke, keine einzige Stufe war von ihm gebaut worden. Die war schon da. Alles, was er tun musste, war was? Er musste es glauben.

[22:02] Und er musste fest, er musste glauben, dass Gott schon längst, als er dachte, dass er verloren ist, nicht wahr? Wann hat er die Jakobsleiter bekommen? Die Vision von der Jakobsleiter? Als er geflohen ist, vor was? Vor seinem Bruder. Habt ihr mal gelesen, was Ellen White über seinen Gemütszustand an diesem Abend schrieb? An dem Abend, bevor er nachts die Vision bekommen hat? Wie war sein Gemütszustand? Sie sagt, er hat gedacht, er wäre für immer verloren. Und Gott hat ihm genau das offenbart, was er gebraucht hat, nämlich einen Erlöser. Er hat gedacht, er hat alles verspielt, er hat sich total in die Nesseln gesetzt und es ist zu spät. Und Gott offenbart ihm den Erlösungsplan: Himmel und Erde können verknüpft werden.

[22:56] Genau an der Stelle in der Bibel, wo Himmel und Erde tatsächlich verbunden worden sind. Also hier in der Vision, beim Jakob sind Himmel und Erde verknüpft worden. Wo noch in der Bibel? Jesus ist die Verbindung von Himmel und Erde. Darauf spielt ja sowohl die Geschichte als auch alle anderen Beispiele darauf ab, dass Jesus Gott mit uns ist.

[23:24] Vielleicht im Alten Testament noch eine Stelle, wo Himmel und Erde verbunden worden sind. Elija ist der feurige Wagen, der ist zumindest von der Erde zum Himmel gefahren. Also hat den ganzen Weg durchfahren. Es war zwar keine bleibende Struktur, aber es war von da nach da. Wir können auch an Henoch denken, der auch von der Erde hinweggenommen worden ist.

[23:45] Ist es vom Himmel gekommen? Ja, es fällt öfter mal Feuer vom Himmel, auch als der Altar geweiht worden ist. Aber es gibt eine ähnliche Stelle, wo nicht nur diese Distanz zwischen Himmel und Erde überquert wurde, sondern wo genau wie bei der Jakobsleiter eine Struktur oder ein irgendetwas gleichzeitig die ganze Distanz ausgefüllt hat. Und zwar bei den zehn Geboten. Schaut mal in 5. Mose. Das ist sehr interessant.

[24:23] In 5. Mose, Kapitel 4, und dort Vers 11. "Da tratet ihr herzu und standet unten am Berg. Aber der Berg brannte im Feuer bis ins Innerste des Himmels hinein, der voller Finsternis, Wolken und Dunkel war." Das Hebräische sagt: bis in das Herz des Himmels. Das heißt, die Idee war, die Israeliten kommen dort aus dem Lager und sehen den Berg. Das ist auf der Erde. Dann sehen sie Feuer auf dem Berg, und das Feuer geht, so sagt Mose, den ganzen Weg bis zum Himmel. Die Idee war, als Gott am Sinai die zehn Gebote gibt, sind Himmel und Erde verbunden.

[25:21] Warum durch Feuer? Der Heilige Geist will ja die zehn Gebote in unser Herz schreiben. Warum noch? Gott ist ein verzehrendes Feuer. Warum sagt die Bibel, er ist ein verzehrendes Feuer? Warum ist er ein verzehrendes Feuer? Weil er die Liebe ist. Gott ist die Liebe. Das war eigentlich die Kernidee, deswegen auch die zehn Gebote.

[25:41] Und zwar, und das ist jetzt sehr wichtig, nicht nur, das ist ja das eine, was wir sagen: Ja, Gott hat quasi die Distanz zwischen Himmel und Erde überwunden, indem Gott Mensch wurde, indem er quasi den Zwischenraum durchschritten hat. Aber die Jakobsleiter und dieses Feuer zeigen, da ist ein konstanter Weg. Es ist also nicht nur von da nach da gehüpft, sondern er ist alles dazwischen auch. Das heißt, wir haben mindestens zwei wirklich sehr schöne Bilder, die deutlich machen, wie Himmel und Erde verknüpft werden können und zwar erfolgreich. Einmal durch diese Leiter in der Vision, einmal durch die Liebe Gottes, dargestellt durch das Feuer, und zwar dieses verzehrende Feuer, das so konstant ist sozusagen, dass man es als Gesetz ausdrücken kann. Das ist ja die Idee, das Gesetz Gottes als Konstante. Gott ist immer derselbe, er ist immer liebevoll. Deswegen ist das nicht einfach nur Feuer vom Himmel gefallen, sondern es brannte die ganze Zeit als Konstante, die Himmel und Erde verknüpft hat. Und damit war deutlich: Es gibt eine Möglichkeit, Himmel und Erde zu verknüpfen, und die besteht in der Liebe Gottes, die sich in seinem Gesetz ausdrückt.

[26:55] Babylon dagegen macht genau das Gegenteil, denn Babylon rebelliert gegen Gottes Gesetz und in dem Versuch, aus eigener Kraft in den Himmel zu kommen, haben sie stattdessen jetzt eine Mauer gebaut, die bis zum Himmel geht. Genau das Gegenteil, oder? Während der Erlösungsplan einen Weg zwischen Himmel und Erde zeigt, baut Babylon, obwohl sie behaupten, einen Weg zu Gott zu sein, in Wirklichkeit eine so feste Mauer, dass irgendwann Gott sie nicht mehr erreichen kann. Das ist eigentlich die Dramatik von Offenbarung 18, Vers 5.

[27:28] Und weil das so ist und immer noch einige gutgläubige Christen in Babylon sind, sagt Gott: Ihr müsst da raus und zwar so schnell wie möglich, denn das System, in dem ihr seid, baut einen Turm an Sünden, vermeintlich gute Werke, aber in Wirklichkeit ist Sünde, Sünde, Sünde, Sünde, so viel Sünde, so viel Gesetzesübertretung, dass irgendwann da kein Raum mehr ist, um euch zu retten. Das ist ungefähr so ein bisschen wie bei der Sintflut. Wenn Gott nicht in der Generation von Noah eingegriffen hätte, wahrscheinlich hätte es in der nächsten Generation keine Gläubigen mehr gegeben. Da war die Sünde so massiv geworden, dass Gott eingreifen musste. Das ist hier dann ganz ähnlich.

[28:16] Aber nochmal zurück zur Frage: Kennt ihr noch eine Stelle in der Bibel, wo irgendetwas auf irgendeine Art und Weise entweder tatsächlich oder behauptet, dermaßen bis zum Himmel reicht? Wo irgendjemand vielleicht gesagt hat, da gibt es etwas, das reicht bis zum Himmel. Etwas, das vielleicht sogar eine gewisse Endzeitbedeutung für uns haben könnte. Ich kriege schon wieder ein Rätseln, ich weiß. Schaut mal mit mir in 5. Mose, wo wir schon da sind und schaut mal in 5. Mose, Kapitel 1, Vers 26 bis 28.

[29:08] "Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen." Das ist das Volk Israel, die erste Generation, am Kadesch-Barnea an der Grenze zu Kanaan. Das heißt, ihr wolltet nicht hinaufziehen, sondern lehntet euch auf gegen den Befehl des Herrn, eures Gottes, und ihr murrtet in euren Zelten und spracht: "Weil der Herr uns hasste, hat er uns aus dem Land Ägypten geführt, um uns in die Hände der Amoriter zu geben, um uns zu vertilgen." Und jetzt Achtung: "Wovon sollen wir ziehen? Unsere Brüder haben unser Herz verzerrt gemacht, indem sie sagten: Das Volk ist größer und höher gewachsen als wir. Die Städte sind groß und bis an den Himmel befestigt."

[29:51] Warum ist die erste Generation nicht reingegangen? Da waren Riesen und sie haben es übertrieben, aber die Botschaft war nicht wahr. Da ist ein Hindernis, dass eine Mauer bis zum Himmel und deswegen dagegen kommen wir nicht an. Das ist zu stark für uns. Die Riesen waren die Feinde des Volkes Gottes, oder? Sie waren aufgerufen, die Riesen zu überwinden, richtig? Wen sollen wir denn überwinden am Ende der Zeit? Sünde? Ja, genau, als wenn die Sünde bis an den Himmel reicht.

[30:36] Ja, also damals waren das wirklich nur ein paar Städte, die waren groß. Ellen White sagt, es waren große Städte, es waren große Mauern. Es war schwer zu erklimmen, aber es war überschaubar. Hier reicht die Sünde bis an den Himmel. Wir werden in einer Zeit leben, in der die Gesetzlosigkeit so überhand nimmt, so allgegenwärtig wird, wo Gesetzlosigkeit gegenüber dem Gesetz Gottes nationales Gesetz ist. Und wir sind aufgerufen, dann zu überwinden.

[30:59] Die Bibel sagt aber noch mehr. Wir sollen nicht nur die Sünde überwinden, sondern schaut mal in Offenbarung 15. Offenbarung 15 und dort Vers 2.

[31:22] Okay, wenn ihr jetzt Tier und Bild und Mahlzeichen mit einem Wort zusammenfassen solltet, dann wäre das Babylon. So wie die Israeliten die Mauern der Kanaaniter überwinden sollten und die Riesen, sind wir aufgefordert, den Sieg über Babylon zu bekommen.

[31:57] Und jetzt sagt uns die Offenbarung etwas Interessantes. Sie sagt uns nämlich, dass die Mauern Babylons, die sündigen Mauern Babylons bis an den Himmel reichen. Könnte es sein, dass es Menschen gibt, dann im Volk Gottes, die sagen: Oh, Babylon ist zu schwer für uns. Die haben zu viel Macht. Wir können nicht bestehen. Wo man plötzlich Angst kriegt vor der enormen Machtfülle und den Gesetzen der Todesstrafe und plötzlich die Angst hat: Okay, da kommen wir nicht durch.

[32:37] Aber die zweite Generation ging rein. Und wie wir gesehen haben, schon in Offenbarung 18, ihr könnt euch vielleicht daran erinnern, dass als die erste Generation, wenn ihr vor ein paar Wochen damals da gewesen seid, als die erste Generation sich geweigert hat, hat Gott gesagt: Okay, ihr geht wieder in die Wüste, aber so wahr ich lebe, meine Herrlichkeit soll was? Die ganze Erde erfüllen.

[33:03] Offenbarung 18, Vers 1: "Ich sah einen Engel vom Himmel, die Mauer und seine Herrlichkeit erfüllte die ganze Erde." Das heißt, da gibt es ganz enge Parallelen, nicht nur in Vers 5, auch schon vorher, zu der Einnahme von Kanaan. Die erste Generation wollte nicht rein, weil sie sagt, naja, es war zu schwer, zu groß. Und tatsächlich ist Babylon in der Endzeit so voller satanischer Kraft, alle unreinen Geister, alle unreinen Vögel, dass so viel Verführung, so viel Böses. Jesus sagt: Wenn es möglich wäre, würden sogar die Auserwählten verführt werden.

[33:44] Und was wir dann brauchen, sind keine menschlichen Augen, die sagen: Schau mal, das System, gegen das wir ankämpfen werden, ist so gut vernetzt, hat solche technischen Möglichkeiten, ist so erfahren über Jahrhunderte im religiösen Abfall, dann keine Chance. Wir brauchen die Augen des Glaubens, die wissen, diese Mauern sind alles Sünde und unser Gott ist ein verzehrendes Feuer für die Sünde.

[34:16] Eigentlich basiert der Text auf Jeremia 51, Vers 9. Schaut mal, Jeremia 51 und dort Vers 9. Die Verbindung zum Turm zu Babel ist natürlich offensichtlich, aber das wahrscheinliche eigentliche Motiv kommt aus Jeremia. Jeremia 51 und dort Vers 9.

[34:34] Schaut mal, das ist ein interessanter Vers. Wir können mal Vers 8 lesen: "Babel ist plötzlich gefallen und zertrümmert worden." Diese Idee von auf einmal, ja, so unerwartet, finden wir das in Offenbarung 18 nachher später auch? Oder ist der Fall Babylons ein langsamer, vorhersehbarer Vorgang in Offenbarung 18? Wie wird ausgedrückt, dass der Fall von Babylon plötzlich ist in Offenbarung 18 später? Wenn ihr ein bisschen im Hinterkopf habt, wie Offenbarung 18 so geschrieben ist. Da heißt es so: "Ihre Plagen sind an einem Tag gekommen. In einer Stunde ist sie verwüstet worden." Also diese Plötzlichkeit wird immer ganz deutlich ausgedrückt. Das ist also hier in Jeremia das Gleiche. Da heißt es: "Babel ist plötzlich gefallen und zertrümmert worden. Heult über es, bringt Balsam für seine Wunden, vielleicht kann es noch geheilt werden."

[35:35] Und jetzt schau mir den nächsten Vers an. Jetzt kommt quasi die Antwort. Die einen sagen: Oh Mann, Babylon ist gefallen, was sollen wir machen? Vielleicht können wir es noch heilen. Bringt Balsam, bringt irgendwie was aus der Apotheke, bringt irgendwie eine Babylon-Balsam. Irgendwie versuchen sie es noch zu retten. Glaubt ihr, es wird Menschen geben, die versuchen, wenn deutlich wird, die Kirchen sind gefallen, wird es da Menschen geben, die sagen: Wir müssen einfach nur treu sein in den Kirchen. Wir müssen versuchen, die Kirchen zu retten. Meint ihr, es wird solche Leute geben? Bestimmt gibt es heute noch Leute, die manchmal jahrelang die Adventbotschaft schon kennen und hören, aber versuchen, in den Gemeinden zu bleiben, in den Kirchen zu bleiben. Die vielleicht versuchen und denken: Na ja, vielleicht ist es ja doch noch irgendwie, vielleicht kann man es noch reformieren, vielleicht kann man es noch retten, vielleicht kann man Babel irgendwie noch wieder auf den richtigen Kurs bringen.

[36:26] Jetzt kommt die Antwort in Vers 9: "Wir haben Babel heilen wollen, aber Resultat: Es ist nicht gesund geworden." Schlussfolgerung: "Verlasst es und lasst uns jeder in sein Land ziehen, denn sein Gericht reicht bis zum Himmel und steigt bis zu den Wolken empor." Also, was ist der Grund, warum Gott sagt: Jetzt müsst ihr raus? Was ist der Grund?

[37:00] Was ist der Grund, warum Gott sagt, jetzt müsst ihr gehen? Er hat ihnen viel Zeit gegeben, gesund zu werden, und sie sind nicht gesund geworden. Hat Gott den abgefallenen Kirchen Zeit gegeben, wieder zu gesunden? Kennt ihr eine Bibelstelle, wo Gott sogar über die katholische Kirche sagt: Ich gebe ihr Zeit, Buße zu tun? Ihr denkt ja manchmal, ab dem Jahr 538 war der Antichrist, der Antichrist, nicht wahr? Und das war einfach nur noch der schwarze Spieler, an dem sich nichts hätte ändern können. Gott kann einen Nebukadnezar retten. Gott hat auch der katholischen Kirche Zeit gegeben. Das sieht man sehr schön in einem Offenbarungstext. Lasst mal euren Finger noch hier drin in Jeremia, kommen gleich zurück. In Offenbarung 2, in der Gemeinde Thyatira, in der vierten Gemeinde, wo es um das Mittelalter geht, da gibt es diese Prophetin Isebel, oder diese Möchtegern-Prophetin Isebel, könnt ihr euch daran erinnern? Die Knechte Gottes lehrt, dass sie Götzenopferfleisch essen und Unzucht treiben und so weiter. Und ich gab ihr Zeit, Buße zu tun von ihrer Unzucht, und sie hat nicht Buße getan. Dann heißt es: "Ich werfe sie aufs Krankenbett und die werde ich mit der Ehe brechen, in große Drangsal, wenn sie nicht Buße tun über ihre Werke." Also Gott sagt: Ich habe ihnen Buße als Zeit für die Buße gegeben. Gott hat den Babyloniern Zeit gegeben, Gott hat den Mediopersern Zeit gegeben, er hat den Griechen Zeit gegeben, den Römern, er hat auch der katholischen Kirche Zeit gegeben. Und für uns auch, natürlich.

[39:09] Das heißt, die Idee ist, das sind nicht einfach so unerreichbare Spieler, die der Satan auf seinem Schachbrett hin und her schiebt, sondern Gott sagt: Ich habe eine lange Zeit der Kirche Zeit gegeben.

[39:22] Frage: Wie lange hat Gott den Babyloniern gegeben? Wie viel Zeit hatten die Babylonier, um sich zu bekehren? Babylonische Welt reichte wie lange ungefähr? Pi mal Daumen? 70 Jahre, okay. Die Medioperser, wie lange hatten die Zeit? Hatten die 70 Jahre, ein bisschen mehr? Ein bisschen mehr, wie viel? 200 und ein bisschen mehr, nicht wahr? 539, 331 macht 208 oder so. Griechenland, je nachdem, ja, welche, welche, 331 bis 168, ja, also auch in größten Zeiträumen. Und dann Rom, hatte wie lange Zeit? 168 vor Christus bis 476, über ein halbes Jahrtausend. Also ihr seht nicht, wie das so anwächst, aber jetzt kommt es. Katholische Kirche, der Antichrist, kleines Horn, von 538 bis bis heute und noch ein bisschen mehr. Also die Idee ist, und dann kommen die anderen Kirchen dazu. Die Idee ist, wenn man jetzt in Daniel 2 anschaut, die Weltreiche, da hat man ja Babylon, Medioperser, Griechenland, Rom und dann Kirche und Staat, dann ist von allen Kirche und Staat das Reich sozusagen, die Struktur, die am längsten von Gottes Zeit zur Buße bekommen hat, länger als alle anderen.

[41:06] Und als irgendwann deutlich wird, jetzt in der Endzeit, egal was Gott tut, selbst nachdem er das Evangelium in absoluter Tageslicht-Qualität auf die Erde scheinen lässt, durch die drei Engelsbotschaft, ja, wo, wo der ganze große Erlösungsplan in einer Dichte, einer Schönheit klar gemacht wird, wie er niemals zuvor den Menschen bewusst gewesen ist, ändert Babylon nichts, gar nichts. Bauen eine Sünde auf die andere, ein eigenes Werk auf das andere.

[41:32] Jetzt habt ihr in Jeremia gesehen, was dort steht, was reicht dort bis zum Himmel? Habt ihr es genau gelesen? Was reicht in Jeremia bis zum Himmel? In dem Vers, den wir gelesen haben. Das Gericht Gottes. Das ist interessant, oder? Weil in der Offenbarung heißt es, was reicht bis zum Himmel? Die Sünden. Das heißt, die Idee ist, genauso viele Sünden, wie Babylon tut, genauso viele Gerichte Gottes wird es geben. Gott richtet jede einzelne Sünde.

[42:06] Die Sünden reichen bis zum Himmel und Gottes Gericht wird bis zum Himmel reichen. Jede einzelne Sünde kommt vor ihn. Und deswegen warnt Gott die Menschen. Und deswegen ist es unser Auftrag, die Menschen aus diesem System herauszuholen, weil dieses System Sünde auf Sünde baut, Sünde auf Sünde, bis irgendwann kein Ausweg mehr ist. Und deswegen ist es eine dringliche Botschaft, die man nicht einfach nur so nebenbei mal erzählen sollte, sondern die wirklich zum Kern unserer Botschaft dazugehört, zur 3. Engelsbotschaft.

[42:43] Nächstes Mal schauen wir uns dann an, was es bedeutet, dass Gott ihrer Ungerechtigkeit gedenkt. Das werden wir dann studieren, das wird sehr interessant werden. Aber für heute halten wir mal fest: Es gibt verschiedene Wege, Optionen, Himmel und Erde miteinander zu verbinden. Die von Gott funktionieren, die nicht von Gott sind, funktionieren nicht. Das Einzige, was sie verbinden, also das Einzige, was dazwischen dann kommt, ist Sünde. Wenn wir nicht Gottes Plan annehmen, sondern unseren eigenen Plan, dann fügen wir Sünde auf Sünde, selbst wenn wir die Intention haben, in den Himmel zu kommen. Das ist ja genau das, was Babylon betrifft. Die Kirchen wollen in den Himmel, sie wollen einen Weg in den Himmel finden und sie bauen in Wirklichkeit Sünde auf Sünde. Das ist, was der Paulus sagt, wenn er sagt: Wenn ihr nicht die Gerechtigkeit aus Glauben annehmt, dann seid ihr noch unter dem Fluch. Und egal, was ihr macht, ihr baut Sünde auf Sünde. Und wenn ihr noch versucht, so viel euch anzustrengen, irgendwie vor Gott wohlgefällig zu sein und zu beten, ihr seid, ihr baut Sünde auf Sünde und werdet verloren gehen.

[43:46] Und deswegen ist es so wichtig, dass wir uns Gedanken machen: Ist mein Leben mit dem Himmel verbunden durch das Feuer der Liebe Gottes und durch den von ihm offenbarten Plan der Jakobstreppen, oder versuche ich selbst mir den Weg in den Himmel zu bauen? Das Einzige, was ich baue, ist nur eine Trennungsmauer zwischen mir und Gott. Und in dem Sinne.

[44:31] Ganz genau. Gott selbst hat eine Mission. Er hat die Mission, sein eigenes Volk aus Babylon herauszubringen. Und er braucht Menschen, die sagen: Hey, hierhin könnt ihr kommen. Hier wird Gottes Wort gepredigt. Hier wird Gottes Wort ausgelebt. Hier ist eine Verbindung, die ihr hier gesucht habt. Hier ist eine Verbindung. Hier könnt ihr wirklich den Himmel erreichen. Und dazu braucht es Menschen, die sich bewusst sind, dass sie mit Gott verbunden sind. Dazu braucht es eine Gemeinde, in der tatsächlich diese Verbindung zum Himmel sichtbar ist und auch deutlich erklärt wird.

[45:25] Wollen wir noch gemeinsam beten?

[45:26] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen, dass du in der Offenbarung zu uns sprichst. Danke, dass wir sehen können, dass es einen tatsächlichen Weg gibt, Himmel und Erde zu verbinden. Und dass wir für diesen Weg keine eigenen Werke mitbringen brauchen, sondern einfach das annehmen dürfen, was du schon längst getan hast. Wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns diese Botschaft als Bürde auf unser Herz legst. Dass wir darüber nachdenken, wie wir viele Menschen, die dich lieben und mit dir leben, aus einem System retten, das Sünde auf Sünde baut, bis irgendwann kein Ausweg mehr zu finden ist. Bitte schenkst du uns den Sinn für die Priorität dieser Botschaft, auch in unserem persönlichen Leben. Und wir danken dir dafür von ganzem Herzen. Amen.


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