[0:00] So, ein herzlich willkommen auch von mir. Nach dem Mittagessen einen Vortrag zu halten, das ist eigentlich ganz etwas Schlechtes, denn jetzt ist alles Blut, das wir im Kopf bräuchten, in unserem Bauch. Das heißt, man kann nicht so gut denken. Ich möchte uns jetzt deshalb gleich einladen, dass wir aktiv noch kurz sind, um richtig fit zu sein für den Nachmittag. Ich möchte euch einladen, dass ihr mit mir Kinderlieder singt. Zwei Kinderlieder, die die Vorfreude auf den Himmel wecken sollen. Wir werden uns dazu auch ausrüsten mit all den Sachen, die die Kinder sonst haben dürfen. Ich werde jetzt jeder Reihe einen Gegenstand geben und immer, wenn euer Gegenstand besungen wird, dann sollt ihr diesen Teil singen. Wir singen das Lied "Auf der neuen Erde".
[1:11] Trage ich eine Krone. Ich denke, das kennt ihr vielleicht auch noch von Kindesarbeitsschulzeiten, von eurer Kindesarbeitsschulzeit oder wie eure Kinder klein waren. Ihr findet das Lied auch in eurem Skript, das Bettina so lieb euch ausgeteilt hat. Und damit jetzt nicht jemand Solo singen muss, möchte ich euch einladen, doch die, die da so schütter in einzelnen Reihen sitzen, dass ihr euch vielleicht zusammentut und ein bisschen zusammen näher rückt. Wir schätzen ja die Gemeinschaft. Ich weiß schon, jeder hat in der Gemeinde so seinen Lieblingsplatz, wo man sich sicher und wohlfühlt. Aber vielleicht können wir sowieso ein bisschen noch näher heranrücken. Dann habe ich euch, dann sehe ich euer Gesicht an. Ich habe das so gern, wenn ich die Resonanz in den Gesichtern sehe während eines Vortrags. Also da macht ihr mir einen großen Gefallen, wenn ihr näher kommt. Gut, also dann teile ich erst mal jetzt mal aus, alles was ich habe hier. Ihr seid dann dran, wann sehe ich meine Helden? Ess ich gute Früchte? Arbeite ich im Garten? Schmus ich mit den Löwen? Spiele ich mit den Fischen?
[2:35] Dann, was machen wir da? Trage ich Kronen. Vielleicht werdet ihr da noch mit singen. Aha, da brauchen wir was anderes. Hier brauchen wir dann pflückig schöne Blumen. Dann teilt ihr euch einfach ein bisschen auf hier, dass da noch welche dabei sind. Forsche ich durch die Wälder? Da habe ich nur ein. Trage ich weiße Kleider. Dann haben wir hier noch die Vögel. Singe ich mit den Vögeln. Und hier kommen noch die, fliege ich mit den Engeln. So, und dann kommt noch reite ich auf dem Tiger. Wo haben wir jemanden, der auf dem Tiger reiten möchte? Ihr habt schon einen Löwen. Da ist noch jemand, der vielleicht, du hast noch nichts. Machst du auf dem Tiger reiten? Und die hinterste Reihe, die singt: "Reite ich auf dem Tiger." Und sehe ich meinen Heiland. Sind wir dann alle miteinander. Also gut aufpassen, wann ihr dran seid, wann eure Zeile da ist. Normalerweise singt man das Lied ja so, dass es heißt: "Auf der neuen Erde trage ich eine Krone, trage ich eine Krone, trage ich eine Krone. Auf der neuen Erde trage ich eine Krone, da ist Freude, Freude, Freude." Da wären wir jetzt ziemlich lange dran, deswegen ist es ein bisschen abgekürzt. Wir singen es jetzt so und deshalb müsst ihr euch sehr konzentrieren.
[4:17] Wir singen so: "Auf der neuen Erde trage ich eine Krone, trage ich weiße Kleider, schmuss ich mit dem Löwen. Auf der neuen Erde streichle ich die Vögel, da ist Freude, Freude, Freude." Und dann kommen die nächsten Strophen dran. Also das ist immer nur ganz kurz, euer Part. Wenn ihr dran seid, dann bitte ich euch, dass ihr euch vielleicht sogar auch erhebt und euren Teil singt, genau, miteinander. Alles klar? Probieren wir es mal, das wird uns bestimmt viel Freude machen.
[5:05] "Auf der neuen Erde streichle ich die Vögel, da ist Freude, Freude, Freude."
[5:13] "Auf der neuen Erde streichle ich die Vögel, die singen mit den Löwen, da ist Freude, Freude, Freude."
[6:13] Also gibt es unterschiedliche Versionen, wie man den Schluss dann singt in den Gemeinden. Das war jetzt mit viel Überraschungsmoment dabei, weil wir es ja zum ersten Mal so gesungen haben. Deswegen würde ich vorschlagen, weil es so schön war, singen wir es noch einmal, ja? Da hätte ich viel Freude dran.
[6:59] "Auf der neuen Erde streichle ich die Vögel, die singen mit den Löwen, da ist Freude, Freude, Freude."
[7:56] Da kommt doch wirklich die Freude auf, oder? So schön, was wir alles auf der neuen Erde tun dürfen. Dürfte ich dich vielleicht bitten, dass du mir die Materialien wieder einsammelst, das ist sehr lieb von dir. Genau, eine Sache nehme ich mir noch. Geht es wieder?
[8:33] Gut, dieses Lied und viele andere mehr zur neuen Erde, um die Vorfreude zu wecken, findet ihr in diesem Buch. Das ist sicher denen, die Kindersalbatschule machen, gut bekannt. Gott lobt von Anfang an. Und ich möchte noch ein Lied mit euch zusammen singen. Mir wurden damals so lieb Figuren genäht, die man dann ganz toll auch in der Kindersalbatschule verwenden kann. Jetzt brauche ich nur als erstes die Katze und den Vogel.
[9:43] "Katze und Vogel spielen zusammen auf der neuen Erde."
[9:48] Vielleicht spielst du es uns einmal vor, dass wir die Melodie auch im Kopf haben. Wunderbar. Gut, dann singen wir es gemeinsam.
[10:08] "Katze und Vogel, Katze und Vogel, singen wir zusammen auf der neuen Erde."
[10:20] "Lüge, Lüge, Lüge, Lüge, singen wir zusammen auf der neuen Erde."
[10:37] "Katze und Vogel, Katze und Vogel, singen wir zusammen auf der neuen Erde."
[10:55] Auch die Eule und die Maus, auch die vertragen sich. So, sie sind bereit.
[11:04] "Eule und Maus, Eule und Maus, singen wir zusammen auf der neuen Erde."
[11:15] Dankeschön für euer Mitsingen. Das sind mal Möglichkeiten, um mit kleineren Kindern die Vorfreude auf den Himmel zu wecken. Doch was kann man jetzt sonst noch tun, um die Vorfreude auf den Himmel zu wecken? Da möchte ich euch, bevor ich ins dritte Thema starte, noch ein paar Ideen vorschlagen. Ihr habt ein Skript ja erhalten, dort stehen die alle dann drinnen. Also es sind die Lieder drinnen und jetzt eben auch ein paar Bücher, die ich euch vorstellen möchte.
[11:48] Hier ein Buch für Kleine: "Erzähl mir vom Himmel" heißt das. Oder das Buch "Mal mir ein Bild vom Himmel" ist ein Buch zum Vorlesen für kleinere Kinder. Manche Teile würde ich aber etwas anders erzählen, als sie abgedruckt sind. Was ganz toll ist, zwar nur auf Englisch, aber sehr toll erzählt, ist in dem Buch "Forever Stories". Da gibt es eine Serie und da ist eben auch die Geschichte erzählt, wie Jesus heimnimmt und was uns dort erwartet. Für Größere die Geschichte jetzt. Das ist eine Geschichte, wie es in der Endzeit sein könnte und wie Jesus uns bewahrt und durchführt durch das Ende. Das sind ein paar Bücher. Was kann man sonst machen?
[12:44] Man könnte mit Kleinen zum Beispiel folgende Illustration ausprobieren. Sie sollen sich oben bei Stiegenstufen hinstellen, man selber steht unten und dann sagen: "Hier oben ist im Spiel jetzt der Himmel. Du möchtest jetzt in den Himmel, aber du darfst nicht auf die Stufen, auf die Stiegen steigen. Wie könntest du das jetzt machen?" Und dann wird das Kind realisieren, das funktioniert nicht, wie soll ich jetzt hier hoch? Dann gehe hinunter, nimm das Kind auf den Arm und trage es die Stiegen hinauf und sage: "Das ist genau das, was unser lieber himmlischer Vater für uns macht. Wir können alleine nicht in den Himmel kommen, auch nicht durch unsere Verdienste, wir schaffen es nicht. Aber unser lieber himmlischer Vater schenkt uns den Himmel, er holt uns ab. Er kommt uns entgegen und holt uns zu sich hinauf."
[13:35] Was kann man noch machen? Ich habe hier ein Heft mal zusammengestellt für Grundschüler, das heißt "Mein Vorfreude auf den Himmelheft". Grundschüler lieben es, wenn sie Sachen ausfüllen können. Und das sind verschiedenste Übungen, was sie halt so machen können, was sie zeichnen, ankreuzen, schreiben können, um sie mit dem Thema zu beschäftigen, was uns im Himmel alles erwartet. Zum Beispiel hier: "Male die Krone wunderschön an und beklebe sie mit Glitzersteinen." Oder "Male in die Wiese viele schöne Blumen hinein, denn es ist uns versprochen, dass wir auf der neuen Erde Blumen pflücken dürfen, die nie verwelken." Oder "Male oder schreibe in die Lupe, was du im Himmel nie erforschen möchtest." "Wir werden im Himmel viel Freude daran haben, Gott zu loben. Schreibe ein Danklied an Gott auf, dass er dich erlöst hat." "Was wirst du deinen Engel fragen wollen? Schreibe das in die Sprechblase und so weiter und so fort." Also mit vielen, vielen Möglichkeiten. Wer Interesse hat an so einem Heft, der darf sich dann entweder bei mir oder bei der Bettina melden, die sehe ich jede Woche, dann kann ich euch sowas zukommen lassen.
[14:46] Das kann man mit Grundschülern machen oder, und das geht auch schon mit Vorschulkindern, man lässt die Kinder beginnen, auf einem Zeichenblatt den Himmel zu malen. Und nach fünf Minuten sagt man so: "Jetzt gibt das Blatt weiter." Dann sollen sie das Blatt, ihr Zeichenblatt, in der Runde an den nächsten Schüler weitergeben, an das nächste Kind. Der malt wieder, derjenige malt wieder fünf Minuten an diesem Bild weiter. Und dann wird das Bild wieder weitergegeben. So wandert das Bild von einem Kind zum anderen, bis am Schluss es wieder bei dem ankommt, der ursprünglich daran begonnen hat zu malen. Und das macht Kindern recht viel Spaß, miteinander ein Bild zu gestalten, wie es im Himmel sein könnte.
[15:34] Was sehr eindrücklich auch ist, ist, dass man miteinander mal aufschreibt, was es im Himmel alles nicht mehr geben wird. Sie dürfen alles aufschreiben, was ihnen so einfällt: Lüge, Hass, Streit, Schmerz. Und sie schreiben das alles auf und dann geht man miteinander hinaus und verbrennt dieses Papier und sagen: "Jetzt ist es weg." Genauso wird es sein, im Himmel wird es all diese Dinge nicht mehr geben. Oder dass man miteinander einen Stadtplan des neuen Jerusalems malt. Wir haben ja einige Angaben auch in der Bibel, was es dort alles finden wird. Dann kann man die Fantasie noch befragen. Und ja, was wird es dort geben? Den Thron Gottes, den Lebensstrom, den Baum des Lebens, das gläserne Meer, Wohnungen, vielleicht einen Park, auf jeden Fall zwölf Perlentore, und dann malt man miteinander den Stadtplan des neuen Jerusalems. Es hat auch sehr viel Spaß gemacht, das miteinander mal auszuprobieren.
[16:29] Mit den 10- bis 14-Jährigen habe ich mal ausprobiert, ein Hörspiel zum Himmel zu machen. Wir haben uns vorher miteinander die erste Vision von Ellen White durchgelesen, wo sie über den Himmel Informationen bekommt. Und dann sollte jeder sich so eine Geschichte ausdenken, wie Menschen in den Himmel kommen, was sie dort entdecken, was sie erleben. Sie sollten sich überlegen, was sie miteinander sprechen und welche Musik dann sehr gut dazu passt. Und durften das dann auch wirklich aufnehmen. Wir hören die uns noch immer sehr gerne an. Mit den 13- bis 14-Jährigen haben wir miteinander auch mal in der Schule das Buch "Christus kommt bald" gelesen. Und jeder durfte sich dann ein Kapitel auswählen und es so gestalten, dass es wie eine Dokumentation ist. Im Dokumentationsstil dann den anderen präsentieren. Und ein Papa war so freundlich und hat dann alle gefilmt. Wir schauen uns auch heute noch den Film an, das ist recht lustig geworden.
[17:33] Was auch lustig ist, ist mit Älteren, dass sie auf die Suche geschickt werden. Jeder bekommt eine Liste mit Gegenständen, zum Beispiel Seife, Brot, ein iPhone und so weiter. Und sie sollen möglichst schnell diese Dinge in der Gemeinde oder zu Hause, wo auch immer man das mit den Kindern spielt, finden. Und dann setzt man sich zusammen und überlegt, welche Dinge wird es auf der neuen Erde noch geben und welche nicht mehr. Und warum wird man sie auf der neuen Erde nicht mehr brauchen. Oder als gesamte Gemeinde könnte man mal eine Himmelvernissage machen. Jeder, der möchte, ist eingeladen, ein Bild über die neue Erde zu malen. Und dann macht man noch so eine Eröffnungsvernissage. Da könnte man zum Beispiel eben Zitate von dieser ersten Vision vortragen lassen von den Kindern. Lieder vorsingen lassen, wie wir es jetzt gemeinsam gerade gemacht haben. Dann darf man sich die Bilder anschauen, die von jung bis alt gemalt worden sind. Und am Abschluss gibt es ein himmlisches Buffet mit den Dingen, die es wirklich auf der neuen Erde dann zum Essen geben wird. Also gute Früchte, Nüsse, Getreide. Ja, und noch viele weitere Ideen findet ihr dann noch in eurem Skript. Das nur noch als Ergänzung zum gestrigen Abend, wie kann ich die Vorfreude wecken bei Kindern.
[19:03] Eine Sache habe ich euch noch unterschlagen, das sehe ich gerade, unser Himmelsheft. Da hat einfach jedes Kind freischreiben dürfen zur neuen Erde, wie sie sich das vorstellt, auch mit Zeichnungen dazu. Und da haben wir über den Himmel geschrieben und dann hat alles gesammelt und dann hatten wir unser Himmelsheft. Gut, bevor ich jetzt zum dritten Thema komme, noch ein Gedanke, der ich denke, auch zu diesem Thema, wie man Kinder auf die Endzeit vorbereitet, dazugehört.
[19:37] Vor Jans Geburt haben wir uns diese Spieluhr zugelegt. Meine dreijährige Tochter kommt jetzt schon her und sagt: "Martin Luther, ein super schönes Lied." "Eine feste Burg ist unser Gott", was für eine Verheißung, was für ein Versprechen und ein Text, der so viel Hoffnung gibt. Und wenn die Welt voll Teufel wäre und wollte uns gar verschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen. Der Fürst dieser Welt, wie sauer er sich stellt, tut er uns doch nicht, das macht er es Gericht. Ein Wörtlein kann ihn fällen. Welche Hoffnung. Dieses Lied hat auch eine vierte Strophe. Hier heißt es: "Das Wort sie sollen lassen starren und kein Dank dazu haben. Er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geist und Gaben. Nehmen Sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib. Lass fahren dahin, Sie haben kein Gewinn. Das Reich muss uns doch bleiben."
[20:51] "Lass fahren dahin, Gut, Ehr, Kind und Weib. Sie haben kein Gewinn, das Reich muss uns doch bleiben." Bin ich dazu bereit? Ist mir Jesus alles? In Matthäus 10 Vers 37 bis 39 steht: "Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. Und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist meiner nicht wert. Wer sein Leben findet, der wird es verlieren. Und wer sein Leben verliert um meinet Willen, der wird es finden."
[21:38] Dieser Gedanke, denke ich, gehört auch dazu, zu diesem Thema mit Kindern durch die Endzeit. Ja, wir wollen unsere Kinder vorbereiten auf das Ende. Wir möchten alles in unserer Macht stehende tun, um sie zu schützen. Wir möchten, dass sie gut vorbereitet sind. Wir haben sie lieb und das ist gut so. Und doch, denke ich mir, ist es wichtig, dass wir realisieren, wir sind nicht Gott. Das hatten wir heute schon, diese Selbst- und Gotteserkenntnis. Wir sind nicht Gott. Wir können unsere Kinder letztlich nicht beschützen. Aber wir haben einen, der es tun kann und der es tun will. Den himmlischen Vater, dessen Kinder wir alle sind und der für uns sorgt. Ich denke, es ist ganz wichtig, dass wir unsere Kinder ganz bewusst in Gottes Hand legen. In seine Hand und sagen: "Herr Jesus, es sind deine Kinder, du hast sie mir anvertraut, dass ich für sie sorge, aber es sind deine Kinder. Und du kannst und du wirst und du hast sie lieb und du lässt nichts über ihre Kraft gehen, was sie nicht schaffen werden."
[23:06] Ein anderes Geschenk, das wir zu Jans Geburt bekommen haben, tröstet mich immer wieder und verdeutlicht mir immer wieder den Gedanken: Meine Kinder sind in Gottes Hand. Engel sind um sie herum. Gott schickt seine starken Engel, die sie beschützen. Wenn einmal unser Glaube geprüft wird, möge Gott uns schenken, dass wir dann so Vertrauen haben in unseren himmlischen Vater, dass wir sagen: "Gott, du meinst es gut mit uns und du weißt, was gut ist für uns." Ja, die Liebe zu Gott soll uns das Allerwichtigste sein. Ich möchte an dieser Stelle uns jetzt noch einladen, dass wir uns zu zweit, zu dritt zusammenstellen, um für unsere Kinder zu beten und sie in seine Hand legen. Ich lade euch ein, dass wir aufstehen. Zweier-, Dreiergruppen. Und euch dann still wieder hinsetzt und wartet, bis jeder fertig ist.
[28:58] Bleibt dran!
[29:06] Lebe heute für morgen!
[29:10] Wir wollen Kinder stark machen…
[29:13] Unseren Charakter können wir mitnehmen in den Himmel. Es braucht aber heute im Alltag die Vorbereitung darauf. Wir sind nicht später plötzlich dann ein anderer Mensch. Welche Werte, welche Eigenschaften werden wir brauchen? Ich möchte jetzt einfach fünf Werte herausgreifen, von denen ich denke, dass sie sehr gefragt sein werden. Wo es auch Zitate gibt, dass wir die brauchen werden. Davor möchte ich euch aber auch wieder Literatur empfehlen.
[29:51] Ein Buch, das ich sehr schätze, ist "Wie man Kindern Werte vermittelt" von Donna Habenicht. Und ein anderes Buch heißt "Werte für Kinder". Hier wird eine Woche lang immer ein Wert behandelt. An einem Tag gibt es eine Bibelgeschichte, am anderen Tag einen Bibelfest, der besprochen wird. Am nächsten eine Geschichte aus dem Alltagsleben der Kinder. Dann wie es ist, wenn der Wert übertrieben wird oder verkehrt wird. Eine praktische Idee, das ist auch sehr lieb und wertvoll. Und ich möchte euch empfehlen für die noch kleineren Kinder im Vorschulalter eine Webseite, eine Homepage und zwar www.homekindergarten.de. www.homekindergarten.de. Hier wurden für jeden Monat ein Wert so aufbereitet, dass alle sechs Entwicklungsbereiche des baden-württembergischen Kindergarten-Lehrplans abgedeckt werden. Und man hat also Spielideen für einen Monat lang zu einem Wert, den man den Kindern dann vermitteln möchte.
[31:10] Um es mit dem Bild auch eines Gartens zu sagen. Ich denke, dass wir als Erzieher oft sehr beschäftigt damit sind, weil das auch das Augenscheinliche ist, dass wir Unkraut ausreißen und vielleicht den Blick dafür eher verlieren, dass wir auch Neues setzen sollen. Und ich denke, dass es ganz wichtig ist, es nicht zu verpassen, ganz bewusst Werte zu pflanzen, um Kinder stark zu machen, also positive Eigenschaften zu fördern. Werte zu fördern, Kinder stark zu machen, Kinder zu schützen. Wenn ich jetzt fünf Werte vorstelle, dann picke ich nur ein paar Ideen heraus, was man machen könnte, um diesen Wert bei Kindern zu fördern. Da gäbe es natürlich jetzt, man könnte ein ganzes Wochenende zu diesem Thema dann halten. Ich bringe nur ein paar Gedanken immer zu jedem Wert.
[32:08] Der erste Wert, der unbedingt gefragt sein wird, ist Gottvertrauen. Angst begleitet ja oft dieses Thema. Ist es okay, Angst zu haben vor dem Ende? Ich denke, es ist menschlich. Und auch Jesus hatte auch Angst. Im Leben Jesus steht, als der Heiland fühlte, dass sein Einssein mit dem himmlischen Vater unterbrochen war, fürchtete er in seiner menschlichen Natur, unfähig zu sein, den kommenden Kampf mit den Mächten der Finsternis zu bestehen. Jesus versteht uns, wenn wir Angst haben. Wir leben in der Endzeit. Es gibt Dinge, die beängstigend sind. Viele Kinder erleben heute schon Gewalt, Krieg, Not. Unsere Kinder sind noch sehr beschützt, aber auch sie bekommen viel auch schon mit in dieser globalisierten Welt, in der sie dann erfahren von den Nöten, die auf dieser Welt da sind und diese Umstände ängstigen. Wie können wir Kindern helfen, mit diesen Umständen umgehen zu lernen? Wir fürchten uns oft so sehr vor der Verfolgung. Sollten wir uns nicht vielmehr vor der Lauheit auch fürchten, des sorglosen Dahinlebens? Ich habe mal gehört, vor kurzem, dass jemand gesagt hat, zu jemanden, der aus China kam: "Wir beten für euch." Er sagte: "Nein, nein, wir beten für euch."
[33:42] Was kann man jetzt machen? Wie kann man helfen? Erster Punkt: Den Glauben an Jesu Allmacht, an seine Schöpferkraft, an seine große Kraft und seine Liebe fördern. Wie geht das? Wie stärkt man das Vertrauen in einem Kind? Indem ich selbst wieder vertrauensvoll bin. Indem ich das Urvertrauen in das Kind nicht zerstöre. Indem ich, wenn ich etwas verspreche, auch halte. Indem ich da bin. Und indem ich zeige, dass Jesus in alltäglichen Problemen helfen kann. Das heißt, wenn ein kleines Problem auftaucht, das ist dann unterschiedlich, je nach Alter, kleines Kind hat etwas verloren, ein großes Kind fürchtet sich vor dem Mathe-Test, dass man dann auch Gott um Hilfe bittet. Damit das Kind sehen kann: Gott hilft, er ist real. Er ist hier, er greift in mein Leben ein. Es Erfahrungen machen lässt mit Gott. Jesus verspricht: "Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Weltende." Nicht nur bis zur Endzeit und dann seid ihr auf euch selbst gestellt. Dann müsst ihr schauen, wie ihr da durchkommt. Nein, er verspricht: "Ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt."
[34:59] Wir haben schon gesagt, wir haben keine Garantie, dass es uns immer gut gehen wird, aber wir haben die Garantie, dass Jesus bei uns sein wird. Und wenn man Angst hat, kann man sich jetzt also auch vorstellen, dass Jesus bei uns ist. Wenn meine Kinder Angst haben beim Einschlafen, dann sage ich: "Weißt du was, du siehst ihn nicht, aber er ist da. Jesus ist bei dir und dein Schutzengel, der kniet jetzt neben deinem Bett." "In der Welt habt ihr Angst, aber Jesus hat die Welt überwunden, er ist stark." Paulus sagt: "Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Misshandlungen, in Nöten, in Verfolgung, in Ängsten um Christi willen, denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark." Er hat erlebt: Gott kämpft für mich.
[35:46] Vielleicht kennt ihr die Illustration von der Münze in der Schachtel. Die kann man älteren Kindern dann auch schon vorführen. Man gibt eine Münze in eine Schachtel hinein. Die Schachtel kann verbrannt werden, aber die Münze nicht. Das heißt, Menschen mögen dir etwas Böses tun können, aber sie können dir nie dein ewiges Leben nehmen. Darauf darfst du dich verlassen. Den Glauben an Jesus Allmacht fördern, an seine große Kraft.
[36:16] Zweitens: Glaubenshelden vor Augen stellen. Und da gibt es so tolle Literatur dazu, für Kleine wie für Große, zu Glaubenshelden. Und Kinder lieben es, Vorbilder zu haben. Ich weiß gar nicht, wo ich beginnen soll. Zum Beispiel für Kleinere gibt es so eine Serie, ich weiß nicht, ob die bekannt sind, wo ein Held oder eine Geschichte vorgestellt wird. Heute am Vormittag habe ich schon die Geschichte von Eric Liddell erzählt. Dann gab es jetzt vor kurzem die Kindergebetlesung mit ganz tollen Geschichten für Kinder zu Helden. Englischliteratur, aber sehr leicht zu lesen, auch für Kleine, einfach übersetzen. Die gibt es leider nicht mehr alle, aber ich glaube, antiquarisch kann man noch das eine oder andere Buch erhalten. Das finde ich eine sehr wertvolle Serie für Grundschüler. Ein tolles Buch auch für Grundschüler ist dieses Buch: "Glaubenshelden". Oder "Mit Gott erlebt", wo Helden vorgestellt werden. Für ein bisschen Ältere dann schon "Adventist Pioneers". Oder das Buch wurde zum Glück jetzt neu aufgelegt. Unbedingt besorgen, wer es noch nicht hat, beim Adventist Book Center. Und für ganz Größere, jetzt sage ich Teenager schon, die lieben ganz besonders, wenn sie Vorbilder vor Augen gestellt bekommen. "Sagt es der ganzen Welt", die Biografie von James White zum Beispiel. Und es gäbe noch viel mehr. Also Glaubensvorbilder. Ach ja, und wer nicht so gerne liest, es gibt auch CDs, Hörspiele. Ganz, ganz tolle Sachen. Oder auch von Adventistischen Helden. Das gibt es halt leider nur auf Englisch. Wir müssen mehr übersetzen. "Pathways of the Pioneers". Das ist eine ganz tolle Serie, auch mit CDs über die Adventistischen Glaubenshelden. Also, was lernen wir? Englisch lernen. Aber da komme ich später noch darauf zurück.
[38:30] Glaubenshelden. Wir haben in der Bibel auch viele tolle Glaubenshelden. Hebräer 11. Die Geschichte von Daniels Freunden im Feuerofen zeigt, wir können bewahrt werden. Die Steinigung von Stephanus zeigt, auch wenn Stephanus sein Leben gelassen hat, wen hat er am Schluss gesehen? Er hat Jesus sehen dürfen. Am Ende. Und Jesus war da. In beiden Situationen. Im Feuerofen, wie bei Stephanus. Jesus ist da. Das können wir daraus lernen. Jesus ist uns immer zur Seite.
[38:08] Wenn Angst aufkommt, dann hilft mir auch ganz besonders die Bibel. Bibeltexte, die wir auswendig gelernt haben, die geben mir Hoffnung und Mut. Hilft Kindern, Freude zu haben am Auswendiglernen. Nicht, dass es eine Pflicht ist, sondern dass sie es toll finden, dass sie jetzt schon Bibeltexte auswendig lernen dürfen. Da komme ich dann auch noch im letzten Vortrag darauf zurück, was wir da alles an tollen Spielen auch dazu machen können.
[39:39] Nächste Möglichkeit: Such dir wertvolle Lieder, die du singst. Mir helfen Lieder wirklich auch sehr, sehr. Also wenn ich betrübt bin, wenn ich angespannt bin. Selbst als bei meinem dritten Sohn der Milcheinfluss nicht so schnell kam, da hat mir das Singen geholfen. Singen hat so eine Kraft. Such dir wertvolle Lieder aus und sing die. Und sing deinen Kindern die immer und immer und immer wieder vor, dass sie diese im Kopf haben.
[40:13] Ja, und dann beobachte deine Kinder gut und überleg dir, manche Kinder brauchen viele Informationen, damit sie sich sicher fühlen können. Und andere wieder, die ängstigen viele Informationen. Jedes Kind ist hier anders. Ich weiß, meine Schwester und ich zum Beispiel, wir sind wie Tag und Nacht. Meine Schwester hat das eher geängstigt, wenn man ihr viele Informationen gab. Bei mir war das genau das Gegenteil. Ich fand das sehr gut, viele Informationen zu bekommen und zu wissen, wo wir jetzt stehen. Also gut überlegen. Ellen White schreibt das auch: "Manche Menschen können sich ändern, wenn man ihnen mit Mitgefühl begegnet. Andere muss man erretten, indem man ihnen Furcht einjagt und sie aus dem Feuer holt. Aber nicht alle vertragen die gleichen scharfen Methoden. Man kann auch nicht erwarten, dass alle die gleiche Pflichtvorstellung haben und man muss ihre unterschiedliche Wesensart und ihre Denkweise berücksichtigen." Gott weiß, wie er mit uns umgehen muss. Und er kann uns auch die Weisheit schenken, zu wissen, was unser Kind braucht.
[41:18] Also Gottvertrauen, mal kurz angerissen. Der zweite Wert, den wir jetzt schon in unseren Kindern fördern wollen: Geduld und Ausdauer. Und es ist eigentlich Mangelware heutzutage. Davon kann jeder Lehrer, der jetzt hier sitzt, ein Lied singen, dass leider Ausdauer heutzutage immer mehr abnimmt. Beharrlichkeit verspricht aber mehr Erfolg als große Klugheit. Und Gott betont, wie wichtig es ist, dass wir bis ans Ende durchhalten. Und er verspricht auch, uns das zu schenken. Hebräer 12, Vers 1: "Deshalb lasst nun auch uns, da wir eine so große Wolke von Zeugen um uns haben, jede Bürde und die uns so leicht umstrickende Sünde ablegen und mit Ausdauer laufen den vor uns liegenden Wettlauf." Oder Matthäus 24, Vers 13: "Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden."
[42:23] Ausdauer, was kann da helfen? Schickt sie in die Pfadi-Stunden. Gebt ihnen ein körperliches Ausdauertraining für die Endzeit. Lebt einfach, esst einfach. Im Buch Maranatha steht: "Alle, die den Weg für die Wiederkunft Christi bahnen sollen, werden durch den treuen Elia dargestellt. So wie Johannes im Geist des Elia auftrat, um den Ersten kommen, Christ den Weg zu bereiten. Johannes trennte sich von seinen Freunden und einem bequemen Leben. Seine einfache Kleidung war der Extravaganz und zur Schaustellung ein allgemeiner Vorwurf. Seine rein vegetarische Kost wirkte als Verurteilung der Befriedigung der Esslust und Schwelgerei, die überall herrschte." Wir können unseren Kindern helfen, dass sie es dann nicht schlimm empfinden, wenn es dann einfach frisches Gemüse aus dem eigenen Garten gibt und nicht irgendwelche Leckereien, wenn wir das auch heute vielleicht schon pflegen.
[43:21] Bringe kleinen Kindern bei, auch zu warten, wenn sie was wollen. Altersangepasst, also eine Minute für ein einjähriges Kind zum Beispiel, wenn die Mama kocht gerade oder wenn sie telefoniert. Macht gemeinsam auch Aktivitäten, für die man auch ein bisschen länger braucht, zum Beispiel basteln oder nähen, etwas bauen, ein Instrument lernen, turnen. Lehre, wie man mit Frust umgeht, wenn mal was nicht so gut funktioniert. Manche Kinder tun sich da von Haus aus leichter. Manche, die haben einfach von Haus aus nicht so eine große Frustrationstoleranz. Die brauchen dann ganz besonders unsere Geduld und nicht den Vorwurf, dass sie es einfach nicht schaffen, mit diesem Frust umzugehen, sondern einfach unser Vorbild. Wie geht man jetzt mit diesem Frust um? Und auch wieder Geschichten, wie andere es geschafft haben, mit Dingen, mit Situationen umzugehen, die nicht so einfach waren. Ein Edison sagte zum Beispiel: "Es braucht 99% Schweiß und nur 1% Eingebung." Das ist Genialität. Also dranbleiben, Geschichten lesen darüber und selbst zeigen, wie man mit Enttäuschungen umgehen kann. Und wenn eine Aufgabe wirklich zu schwer ist, dann hilf einfach ein bisschen über den schweren Punkt wieder hinweg. Gib kleine Anstöße, Vorschläge. Wenn es nicht hilft, arbeite kurzfristig mit. Sag: "Komm, ich helfe dir jetzt noch." Der Geschirrberg ist gerade so groß zum Abtrocknen. Ich helfe dir ein bisschen und dann kannst du rausgehen spielen. Ausdauer, auch das eben wollen wir jetzt schon fördern.
[44:59] Der dritte Wert: Gegen den Strom schwimmen. Das hatten wir heute am Vormittag schon den Gedanken. Keine Menschenfurcht zu haben, sondern Gottesfurcht. Zivilcourage, Mut. Ellen White schreibt dazu: "Weltliche Einflüsse stürmen auf die Nachfolger Christi ein wie die Meereswellen, um sie von den wahren Prinzipien seiner Demut und Gnade abzubringen. Wir sollen jedoch felsenfest grundsatztreu sein. Es wird Zivilcourage brauchen, um das zu tun. Alle, die innerlich nicht fest mit dem ewigen Felsen vernichtet sind, werden von der Strömung der Weltlichkeit mitgerissen werden."
[45:49] Wie kann ich Kinder lernen, ganz praktisch, dass sie sich nicht unter Druck setzen lassen von anderen? Wie kann man Kinder so erziehen, dass sie wie ein Hanania, Mischael und Asarja stehen bleiben, wenn alle anderen rückwärts niederfallen? Das muss so ein gewaltiger Druck gewesen sein. Stellt euch vor, eine riesige Menschenmenge und alle fallen nieder. Freunde, Mitarbeiter, Kollegen, die vielleicht dann auch noch zurufen: "Ach komm, fall doch nieder." Musik, die einen dazu verführt, niederzufallen. Was kann da helfen? Den Einfluss der Familie stärken. Zeit mit der Familie, weiß man, reduziert Gruppendruck unter Gleichaltrigen. Das heißt, lasst uns viel unternehmen mit unseren Kindern. Wir sollten darauf schauen, dass unsere Kinder sich in unserer Familie total wohlfühlen, dass sie nicht schöner finden, als mit uns Zeit zu verbringen, mit uns Eltern. Dann werden sie sich mehr an uns orientieren als an Freunden. Lasst uns also viel Zeit nehmen für unsere Kinder, gemeinsame Familienaktivitäten planen, Interesse zeigen an den Interessen der Kinder zeigen, gemeinsame Familienhobbys pflegen, die Familie zum attraktivsten Ort der Welt machen.
[47:09] Und präge früh den Gedanken ein, dass wir nicht immer genauso sein können wie die anderen, dass wir in Situationen geraten, wo wir einfach eine andere Meinung haben werden. Verkündige diese Botschaften frühzeitig. Das heißt, bevor ein Kind ins Teenageralter kommt, bereite ich es aufs Teenageralter vor. Bevor ein Kind vielleicht in eine Gruppe kommt, in eine Spielgruppe, wo ich schon weiß, dass der Druck auf das Kind ausgeübt wird, spreche ich mit dem Kind vorher darüber. Und ermutige dein Kind, sich an lohnenden Aktivitäten zu beteiligen, zum Beispiel bei einem Orchester oder bei dem Pfad ist wieder, bei irgendeinem Freiwilligendienst, denn das gibt Selbstwert und Rückhalt. Und zeige deinem Kind, wie es Gruppendruck erkennen kann. Sprich mit deinem Kind über diese Situationen. Sag: "Ein guter Freund wird dich nie zwingen, etwas zu tun, von dem du weißt, dass es nicht gut ist. Wenn er sagt: 'Tu, was ich dir sage, oder ich bin nicht mehr dein Freund', ist es dann wirklich ein guter Freund?" In solchen Situationen sollte es dann schon im Kopf unseres Kindes klingeln, dass es dann merkt: "Ah ja, genau, Mama hat mit mir darüber gesprochen. Das ist jetzt so eine Situation, das ist nicht gut." Und dann sollten wir ihm auch helfen, wie kann ich dann mit dem umgehen? Und das ist typabhängig.
[48:32] Manche Kinder, die haben den Mut, dann aufzutreten und zu sagen: "Das mag ich nicht, das will ich nicht, da mache ich nicht mit." Oder dass sie sogar die Idee dann bringen, was man stattdessen machen könnte. "Das ist nicht gut, was ihr da macht, ich mache nicht mit. Wir könnten stattdessen das und das und das machen." Andere Kinder sind nicht so mutig, das macht auch nichts. Aber sie sollten einfach nur den Mut haben, dann in dieser Situation wegzugehen zu können, zu sagen: "Okay, ich mache nicht mit." Das brauchen sie gar nicht groß thematisieren. Das ist einfach typabhängig. Manche Kinder sind eher outgoing, andere mehr in sich gezogen. Manche haben sogar den Nerv, daraus einen Witz zu machen. Manche Kinder schaffen das schon. Also Zivilcourage fördern, gegen den Strom schwimmen lernen.
[49:22] Unser vierter Wert: Gehorsam. Treue Loyalität. Von Jochebed heißt es, sie zeigte ihm Torheit und Sünde des Götzendienstes. Wem gehore ich? Ich denke, heutzutage ist es so, dass Treue gar nicht mehr groß geschrieben wird. Nur noch Flexibilität und Spontanität. Sich einer Sache wirklich hinzugeben, das wird nicht mehr groß geschätzt. Man denkt sogar, man hätte das Recht, wenn sich jemand einfach nicht so verhält, wie es gut ist, dass man sagt: "Naja, in so einer Situation kann ich ja gar nicht treu sein." Und man rät dann, sich zu trennen. Man hat die Freiheit zu wählen, ob man den schwierigen Weg mit dieser Person mitgehen möchte oder nicht. Treu bleibt, wer den Blick fest auf Gott gerichtet hält, glaube ich. Treue kann viel kosten, aber es lohnt sich.
[50:31] Was kann ihr helfen? Wiederum, baue Loyalität zur eigenen Familie auf. Unterstützt euch gegenseitig. Springt füreinander in Notzeiten ein. Schafft Gelegenheiten, auch über Treue nachzudenken. Wie soll man Freunde auswählen, haben wir schon kurz angeschnitten, beim vorherigen Wert. Worauf sollte ich bei der Wahl achten? Jemand, der mich zwingt oder der mich unter Druck setzt, etwas Falsches zu machen, ist kein guter Freund. Und dass Treue zu Gott überall im Anderen steht. Was kannst du tun? Halte selbst deine Zusagen. Können deine Kinder dir vertrauen? Erkläre auch dein Handeln. Sag zum Beispiel: "Ich bin zwar schon so müde, aber ich habe versprochen, dass ich in der Gemeinde putzen helfe. Also werde ich mein Versprechen halten und ich komme. Ich werde gehen." Kritisiere nicht Menschen, die Autoritätspersonen sein sollten für die Kinder. Prediger, Lehrer, Partner, andere Menschen, bei denen du möchtest, dass dein Kind ihnen gegenüber loyal ist.
[51:36] Und nun noch der letzte Wert: Der Geist des Gebets. Wiederum heißt es hier von Jochebed: "Und lehrte es früh, sich im Gebet vor dem lebendigen Gott zu beugen, der allein hören und in jeder Not helfen konnte. Ihre einzige Verteidigungswaffe wird das Gebet sein." Das Gebet wird uns viel Kraft geben in der letzten Zeit.
[52:09] Was kann hier helfen? Was können wir wiederum tun? Wie geht es denn du? Ich fange wieder bei unserem Vorbild an. Ich habe vor kurzem gehört, da hatte ein Mann eine Autobahn. Und er stand an einem Ort, wo niemand vorbeikam und niemand helfen konnte. Und auch zu einer Stunde, wo nicht mehr viele auf der Straße waren. Aber erst nach einer Stunde kam ihm die Idee zu beten. Und mir, wie schaut es da bei mir aus? Ist für mich das Beten so natürlich wie das Atmen? Wann knie ich mich mit meinem Kind nieder? Bei welcher Gelegenheit? Nur in der Früh? Bei der Andacht der Gemeinsamen? Beim Essen? Beim Abendgebet? Oder gibt es auch während des Tages ständig Situationen, wo ich sage: "Komm, da knie wir uns nieder und beten dafür." Oder ihr seid unterwegs am Spazieren und ihr seht etwas Wunderschönes. Und sagt gleich spontan: "Gott, danke für das, was er geschaffen hat." Wann beten wir? Knie dich nieder bei jeder Gelegenheit und erzähl von deinen Gebetserfahrungen. Erkläre deinem Kind, wie man betet. Gestalte die Gebetszeit abwechslungsreich. Lass die Kinder sehen, wie du betest. Bete vor ihnen. Das kann für eine Mama manchmal ganz schön herausfordernd sein, wenn es Kleinkinder sind. Aber es ist gut, dass sie uns beten sehen.
[53:45] Vielleicht habt ihr schon gehört, dass die Vereinigung begonnen hat, einige Vorträge auch auf DVD aufzunehmen. Da gibt es ganz viele wertvolle DVDs. Zum Beispiel eines, wie man das Gottesbild bei Kindern prägen kann. Oder wie man Kinder in der Gemeinde mit einbinden kann. Warum Kinder für unsere Gemeinde wertvoll sind. Wie man Kinder zu Jesus führt. Oder über Entwicklungspsychologie. Es gibt auch eine DVD über Didaktik. Und wer sagt, er möchte da gerne noch mehr kreative Gebetsideen haben, der findet hier noch allerhand.
[54:27] Gut, ganz kurz die fünf Werte angerissen, die ich denke, dass wichtig sind, dass wir sie jetzt schon in unseren Kindern fördern. Gottvertrauen, Geduld, Ausdauer. Gegen den Strom schwimmen, Gehorsam und der Geist des Gebetes. Wir machen nun eine Pause und treffen uns um 17 Uhr hier wieder für den letzten Input.