[0:00] Herzlich willkommen zum letzten Vortrag der Serie "Mit Kindern durch die Endzeit". Unser letztes Thema lautet: Bleib treu, lebe deinen großen Auftrag. Die Liebe zu Menschen ins Herz legen, die Aufgabe der Endzeit annehmen.
[0:36] Denkt mal an folgende Tätigkeitsverben: Laufen, Klettern, Berühren, Lachen, Krabbeln. Ich denke, automatisch sehen wir bei diesen Verben jemanden etwas tun in unserem Kopf. Wie geht es uns, wenn ich jetzt das Wort "Adventist" sage? Sehen wir da auch jemanden etwas tun? Dass uns die Verlorenen leid tun, das reicht noch nicht aus. Das ist nicht das Kennzeichen eines wahren Christen. Das hilft ihnen schon. Christ sein bedeutet für die zu wirken, die von Satan unterdrückt werden. Wenn unsere Kinder also eine Religion erben, die nur aus Gespräch besteht, dann ist das wertlos.
[1:33] Ein Zitat dazu: "Wir sind Pilger und Fremdlinge, die auf die selige Hoffnung des glorreichen Erscheinens unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus warten, hoffen und darum beten. Wenn wir dies glaubten und es in unser praktisches Leben hineinnehmen, zu welch kraftvollem Handeln würde dieser Glaube und diese Hoffnung anregen, zu welch brennender Liebe füreinander, zu welch sorgfältigem, heiligem Leben zur Ehre Gottes."
[1:58] Die Wahrheit, dass Jesus Christus kommen wird, sollte jedem Menschen vor Augen gehalten werden. Durch die Verkündigung des Evangeliums liegt es in unserer Macht, Christi Wiederkunft zu beschleunigen. Wir sollen nicht nur auf sie warten, sondern das Kommen des Tages Gottes beschleunigen. Es ist der Unglaube, der Weltsinn, die fehlende Weihe und Hingabe und der Streit unter den Menschen, die sich zu Gott bekennen, der uns so viele Jahre in dieser Welt der Sünde und des Kummers zurückbehalten hat.
[2:36] Warum hat der Herr seine Wiederkunft so lange hinausgezögert? Es liegt daran, dass es nur so wenige Missionare gibt. Das heißt, wenn wir die Sehnsucht auf den Himmel fördern, dann heißt das auch, dass wir Kindern die Liebe zum Menschen ins Herz legen sollen, damit Jesus bald kommen kann.
[2:57] Lasst uns gemeinsam Apostelgeschichte 2, Vers 17 lesen. Da heißt es, und Petrus zitiert hier den Propheten Joel in Apostelgeschichte 2, Vers 17: "Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch, und eure Söhne und eure Töchter werden weiß sagen und eure Jünglinge werden Gesichter sehen und auch alten Träume haben."
[3:26] Wer soll aller den Heiligen Geist empfangen? Hier steht: "alles Fleisch". Ja, unsere Kinder auch. Die sind doch noch viel zu jung, die verstehen das doch noch nicht. Sind unsere Kinder zu klein dafür? Nein, hier heißt es "alles Fleisch". Der Text sagt, wir werden weiß sagen und träumen, die Botschaft Gottes selbstverständlich weitergeben.
[3:53] Gott sucht kleine Leute, er braucht auch mich, heißt es in einem Kinderlied. Ellen White sagt: "Alle, die das Fleisch des Gottessohnes essen und sein Blut trinken, werden von den Büchern Daniel und Offenbarung Wahrheit herausbringen, die vom Heiligen Geist inspiriert ist. Sie werden Kräfte freisetzen, die nicht unterdrückt werden können. Der Kindermund wird geöffnet werden, um Geheimnisse zu verkündigen, die dem Denken der Menschen verborgen geblieben sind."
[4:24] Der Kindermund. Kinder, die ihren Nachbarn ganz selbstverständlich von der Liebe Gottes erzählen. Kinder, denen es ein Anliegen ist, ihren Spielgefährten selbstlos zu helfen. Kinder, die darauf brennen, dass andere auch Jesus zum Freund bekommen. Wie kommt es dazu? Geht das so automatisch und plötzlich kommt der Geist über sie und sie machen das? Durch eine magische Verwandlung? Ich denke nicht. Ich denke, es liegt wieder an uns, sie darauf vorzubereiten auf die Aufgabe, die Gott für sie hat.
[5:00] Wie kann man jetzt Kindern die Liebe zum Menschen ins Herz legen? Wie werden sie zu einem Missionar? Wie können wir sie ausrüsten? Sieben Punkte dazu. Der erste Punkt, ich glaube, den könnt ihr mir jetzt schon selber nennen. Was ist wichtig, damit Kinder zum Missionar werden? Unser Vorbild. Genau, dass wir ein Missionar sind.
[5:28] Was sehen Kinder? Den wichtigsten prägenden Einfluss auf Kinder haben Mütter. Gleich danach kommt der Vater. Kinder erben nicht nur unsere Gewohnheiten, sondern auch unsere Sehnsüchte. Wenn Eltern also, wenn du und ich, wenn wir einem Gastarbeiter helfen, wenn wir dem Ältesten der Gemeinde zur Verfügung stehen, wenn wir einem Flüchtling dienen, dann weben sich die Fäden der Ehrlichkeit, der Barmherzigkeit, der Selbstlosigkeit in das Gewebe der Identität unserer Kinder. Wenn deine Kinder zu einem Diener heranwachsen sollen, dann müssen sie sehen, was einen Diener ausmacht.
[6:34] Wenn dem Kind eine auf den Kopf gestellte Welt gezeigt wird, eine auf den Kopf gestellte Prioritäten gezeigt werden in Bezug auf Geld, auf Zeit, auf Interessen, dann wird es für sie später schwer, dass sie merken: Das ist nicht gut, dass das Ich ganz oben steht und die Bedürfnisse der Armen, der Unterdrückten, der noch nicht Erreichten ganz unten. Also es ist wichtig, dass wir ihnen zeigen, das ist wichtig, dass wir uns um andere kümmern.
[7:26] Ihr Väter und Mütter, wie kann ich Worte finden, um eure große Verantwortung zu beschreiben? Durch euer Vorbild lehrt ihr eure Kinder entweder Gott oder dem eigenen Ich zu dienen. Bittet den Himmel inständig um die Hilfe des Heiligen Geistes, damit eure Herzen geheiligt werden und euer Verhalten Gott ehrt und eure Kinder für Christus gewinnt.
[7:50] Die Eltern sollten die geistliche Rüstung anlegen und durch ihr Beispiel die Kinder lehren, Missionare zu sein. Also unser Vorbild ist entscheidend und die Vorbilder wieder anderer Menschen. Wir haben hier schon viele Bücher uns angeschaut. Ihr habt die Pause genutzt, um euch die Bücher mal näher anzuschauen. Wenn man also davon redet, liest, wie was große Menschen getan haben, dann prägt das auch. Kinder sind fasziniert davon. Was wäre die Bibel ohne die vielen unzähligen Biografien, die sie uns bietet? Warum hat Gott uns Geschichten gegeben? Weil er weiß, dass die Geschichten uns gut tun, dass sie uns prägen.
[8:35] Was kann man noch machen, außer Bücher lesen? Einen Missionar einladen, ihn erzählen lassen von seinen Erfahrungen, Hörspiele hören. Also erstes Prinzip: Vorbilder vor Augen stellen. Großartige Vorbilder vor Augen stellen.
[9:00] Die zweite Möglichkeit, wie wir Kinder zum Missionar ausbilden können, ist: Möglichkeiten zum Dienen geben. Dienstbereitschaft entwickeln lassen. Sie zur Zusammenarbeit im Zuhause erziehen. Verantwortung und Lasten abnehmen lernen lassen. Eine praktische Ausbildung geben in den kleinen Dingen. Die Bereitschaft zum Helfen vermitteln. Dass sie verstehen, dass zum Glück und Wohlbefinden, das eigene Wohlbefinden, auch es gehört, dass wir das Glück und Wohlbefinden anderer achten.
[9:52] Was kann man hier machen? Besucher fördern. Kümmert euch um einen Asylanten, um einen Obdachlosen, um einen internationalen Studenten, um ein Au-pair-Mädchen. Gestaltet eine Kinderstunde für Nachbarskinder. Plant regelmäßigen Outreach mit euren Kindern. Ich habe erlebt, dass das Kindern so viel Spaß macht, wenn sie von klein an daran gewöhnt sind. Meine Kinder machen das schon sehr gerne, wenn wir in die Nachbarschaft gehen und zum Beispiel jedes Jahr einen Adventskalender verteilen mit Bibelworten oder wenn wir vor Adra sammeln gehen. Sie finden das so lustig dann. Wenn man es aber nicht gewohnt ist von klein auf, dann ist das ziemlich eine Überwindung, habe ich den Eindruck, dass man da an die Türe geht und klingelt. Aber wenn man es von klein auf trainiert wird, und da bin ich auch wieder sehr dankbar, dass meine Eltern das mit mir von klein auf gemacht haben. Mein Papa war Buchevangelist, da hat man dann die Scheu verloren. Dann macht man das gerne und dann findet man das lustig. Wenn man jetzt also selber so eine Scheu hat, dann lasst uns darum beten, sie zu überwinden, damit dann die Kinder diese Scheu nicht mehr haben und so aufwachsen dürfen, dass sie das lustig finden, dass sie das schön empfinden.
[11:10] Was kann man noch machen? Möglichkeiten zum Dienen geben. Freundlichkeit kultivieren in unseren Kindern. Was ist Freundlichkeit? Freundlichkeit ist kein Event, zum Beispiel ein Weihnachtsessen für Obdachlose zu organisieren. Es ist auch keine Aktivität, den Rasen für den Nachbarn zu mähen. Freundlichkeit zeigt sich in den Augen, Freundlichkeit zeigt sich im Gesicht, in unseren Handlungen. Und wie lernt man Freundlichkeit? Erstens durch Vorbild, zweitens durch Vorbild und drittens durch Vorbild.
[11:53] Wie kann man noch Möglichkeiten zum Dienen geben? Indem man Kinder auch ermutigt, in der Gemeinde mitzuhelfen. Wichtig ist auch jungen Menschen von Anfang an das Gefühl zu geben, dass die Gemeinde sie braucht und dass auch sie die Gemeinde brauchen. Also wenn man merkt, dass ein Kind zum Beispiel technisch interessiert ist, dann spannt man sie gleich ein bei der Technik der Gemeinde. Und wenn sie noch so klein sind, oder wenn ein Kind sehr gut Geschichten erzählen kann, dann kann es gut mitgehen in die Kinderscharbeitsschule und dort einmal die Geschichte erzählen. Die Gaben der Kinder nutzen, sie einbinden, dann fühlen sie sich wertgeschätzt und sie lernen, dass sie ganz selbstverständlich Dienst übernehmen.
[12:43] Der dritte Punkt: Ausrüsten mit Faktenwissen. Was meine ich damit? Zum Beispiel Länderkunde, Geografie. Geografie ist für uns Christen wirklich wichtig. Für manche ist aber die dunkle Seite des Mondes vertrauter als Zentralasien, glaube ich. Warum ist es so wichtig, dass wir uns mit der Länderkunde beschäftigen? Ellen White meint, es ist Vertrautheit, die Sympathie weckt, und Mitgefühl ist die Antriebsfeder für effektiven Dienst. Um in Kindern und Jugendlichen Mitgefühl zu wecken und sie zur Opferbereitschaft für die Millionen Notleidenden der fernen Gebiete zu erziehen, lass sie vertraut werden mit diesen Ländern und ihren Menschen. In dieser Hinsicht kann viel in unseren Schulen geschehen. Statt ihr Gedächtnis mit einer Fülle von Namen, Jahreszahlen, Formeln und Theorien zu belasten, die später für ihr Leben kaum noch Bedeutung haben, sollte man Jugendliche mit den Gegebenheiten in anderen Ländern, mit den Bedürfnissen der Menschen und den missionarischen Möglichkeiten vertraut machen.
[14:16] Mein Mann würde jetzt Amen sagen, er hat Geografie unterrichtet. Was macht man hier praktisch? Hängt Karten auf im Kinderzimmer eurer Kinder, macht Landkartenpässe, schaut euch gemeinsam National Geographic Zeitschriften an. Spielt folgendes Spiel: K steht für Kenia, es grenzt an Somalia. Fahre fort mit E. Zweiter Buchstabe von Kenia. E steht für England, es gehört zur EU. Fahre fort mit N. N steht für Nigeria, es ist Afrikas einwohnerstärkstes Land. Fahre fort mit I. I steht für Indien, Indien gehört zu den zehn größten Ländern und so weiter und so fort. Also man soll immer irgendwie was überlegen, wie ist dieses Land, was ist in diesem Land besonders.
[15:05] Länderkunde, anderes Faktenwissen: Sprachen lernen. Es mag jetzt komisch klingen, aber Chinesisch ist eine der leichtesten Sprachen der Welt, behaupte ich jetzt. Ich kann kein Chinesisch, aber warum behaupte ich das? Wenn man Deutsch, Französisch, Russisch lernen möchte, dann muss man sich mit unregelmäßigen Verben, mit Fällen, Personen, Geschlechtern und so weiter und viele mehr abplagen. Ich habe gerade letzte Woche zu meinen zwei Nichten, die ich im häuslichen Unterricht in Deutsch unterrichte, gesagt: "Wir können so froh sein, dass wir deutsch aufgewachsen sind, denn Deutsch ist eine schwere Sprache. Wie gut, dass wir deutsch aufgewachsen sind und nicht Englisch." Englisch ist viel leichter zu lernen, damit habt ihr dann kein Problem. Aber warum gerade Chinesisch? Wenn man Chinesisch lernt, dann könnte man eine Milliarde neue Freunde gewinnen. Eine Milliarde neue Freunde, denn eine Milliarde Menschen spricht Chinesisch. Wenn Gott befiehlt, dass wir alle Nationen, Stämme, Sprachen und Völker erreichen sollen, dann heißt das und bedeutet das 7.140 Sprachen sollten wir erreichen. Wenn wir es also zum Schwerpunkt machen, dass Kinder eine Sprache lernen, dann geben wir ihnen ein Ticket mit für ihre missionarische Zukunft. Das Lernen einer Sprache wie Chinesisch, Arabisch oder Türkisch hat missionarische Vorteile. Aber genauso wichtig, denke ich mir, ist es, Englisch zu lernen.
[16:51] Hatten wir vorher schon, denn viele Literatur, gute, wertvolle Literatur gibt es nur auf Englisch und deshalb ist es so wichtig, dass unsere Kinder von klein auf lernen, Englisch lieb zu haben. Wie kann man das wieder fördern? Ich habe hier ein paar Bücher auch hingelegt. Für die ganz Kleinen zum Beispiel, das sind jetzt da keine christlichen Bücher, aber damit können sie von klein auf schon an die englische Sprache herangeführt werden. Die heißen "Bilingual Books" und der Text ist immer auf Deutsch auf der einen Seite, auf der anderen Seite auf Englisch. Da muss ich jetzt selber gar kein großer Englisch-Experte sein. Sagen, wie soll ich meinem Kind Englisch beibringen, ich kann selber kein Englisch? Man hat ja alles und muss es nur noch vorlesen und die Kinder werden vertraut mit der englischen Sprache.
[17:42] Englische Lieder anhören lassen, da kommt es so gut in den Kopf hinein und plötzlich singen sie die englischen Wörter nach. Es gibt von Eric Carle ganz liebe Bücher auch für ganz Kleine und da ist immer dasselbe Satzmuster: "Brown bear, brown bear, what do you see? I see a red bird looking at me. Red bird, red bird, what do you see? I see a yellow duck looking at me." Immer dasselbe Satzmuster und damit lernen sie so spielerisch die Fremdsprache. Da kann man auch viel tun.
[18:17] Was kann man noch machen, außer Bücher? Ein englisches Au-pair-Mädchen vielleicht mal für ein Jahr holen oder, wenn es der Beruf des Mannes erlaubt, mal eine gewisse Zeit im Ausland verbringen.
[18:30] Was kann man noch machen, damit Kinder auch dafür ein Bewusstsein entwickeln, dass wir Menschen anderer Sprachkreise erreichen sollen? Ist eine ganz tolle Broschüre hier: "Übersetzen in die Werkstatt geschaut". Da erzählen Bibelübersetzer, welche Herausforderungen sie haben, wenn sie die Bibel in anderen Sprachen übersetzen müssen, wo es zum Beispiel so ist, dass diese Menschen noch nie ein Lamm gesehen haben. Wie sollen sie dann das Lamm Gottes übersetzen? Da gibt es keine Lämmer und das sind ganz spannende, interessante Geschichten. Das gibt es noch antiquarisch zu erwerben: "Übersetzen in die Werkstatt geschaut – aus der Praxis der Bibelübersetzung in aller Welt."
[19:16] Also Faktenwissen heißt Länderkunde und Sprachwissen mitgeben. Zum nächsten Punkt: Ausrüsten mit Bibelwissen.
[19:42] Das ist wie bei einer Prüfung. Wenn ich zu einer Prüfung hingehe und nichts gelernt habe, dann kann ich nichts schreiben. Ich denke, es ist bei der Bibel aber genauso. Der Heilige Geist verspricht uns, uns an alles zu erinnern. Das impliziert, dass ich es vorher gelernt haben muss. Genau. Der Heilige Geist wird mich erinnern, wenn ich vor Menschen stehe und mit ihnen über Gottes Wort sprechen möchte. Aber vorher muss ich mich mit Gottes Wort beschäftigen.
[20:18] Was kann ich da mit Kindern machen? Eine ganz lustige Sache für größere Kinder, die habe ich im Deutschunterricht mit den 10 bis 14-Jährigen gemacht, ist die Spontanrede. Das bedeutet, dass man ein Thema vorgibt und die Kinder sollen ganz spontan, ohne Vorbereitung, am Anfang eine Minute, später drei Minuten zu einem Thema einfach reden. Ohne Pause zu machen. Durchsprechen eine Minute. Man glaubt gar nicht, wie lange eine Minute sein kann. Und dann später drei Minuten. Und wir haben das nicht zu irgendwelchen Themen gemacht, sondern wir haben das zu den 28 Glaubenspunkten gemacht. Dann gab es ein Säckchen. Sie greifen hier rein, ziehen eine Karte raus und dann steht hier: Heiliger Geist. Und sie sollten eine Minute lang mal zum Thema Heiliger Geist sprechen. Überlegen, was habe ich denn alles eigentlich über den Heiligen Geist schon gelernt. Und das war ganz interessant. Wenn wir gemerkt haben, da ist ja noch gar nicht so viel da, dann gab es gleich damit die Gelegenheit, über dieses Thema zu sprechen und Wissen darüber mitzugeben.
[21:26] Etwas anderes, was ich ganz notwendig und wichtig auch finde, ist Kindern beizubringen, selber eine Andacht zu halten. Habe ich jetzt meinen Andachtszettel? Nein, der ist jetzt da drinnen in der Tasche. Macht nichts. Ich habe meinen Schülern von 10 bis 14 ein ganz einfaches Andachtsschema beigebracht, wo man selber dann kein ausgebildeter Theologe sein muss, um sich jetzt über eine Andacht drüber zu trauen. Ich mache das jetzt nur sehr provisorisch hier, damit sie uns das nicht runterschmeißen. Und zwar besteht es aus vier Teilen. Und weil sich das reimt, kann man sich das besonders gut merken.
[22:31] Die Andacht besteht aus vier Teilen. H.U.C.K. H.U.C.K. bedeutet, ich suche mir etwas, das die Aufmerksamkeit meiner Zuhörer fesselt. H.U.C.K. bedeutet Angelhaken. Etwas, das an diesem Angelhaken hängt, wo der Fisch anbeißt und dann dran bleibt. Ich muss mir also irgendwas überlegen, wo meine Zuhörer dann denken: "Das ist spannend, da möchte ich zuhören." Das kann eine Geschichte sein, das kann ein Objekt sein, das ich mitnehme, das ich zeige, eine Illustration, die zur Geschichte passt.
[23:02] B.U.C.K. heißt, ich schaue dann in den Bibeltext hinein und lese den Bibeltext oder die Bibelgeschichte vor oder erzähle sie.
[23:09] L.U.C.K. heißt, dass ich genauer den Bibeltext betrachte. Das bedeutet, dass ich vorab den Bibeltext studiere, mit den klassischen Bibelstudienmethoden, Wurffragen, die Interviewfragen, dem Botzeckschlüssel, mit Bibelkommentaren, mit Ellen White-Literatur. Ich schaue mir den Text genauer an, ich schaue mir den Zusammenhang eines Textes an. Und da schildere ich dann alles, was ich aus dem Text herausgefunden habe. Und dann das Wichtige: T.U.C.K. Was nehme ich jetzt aus dieser Andacht mit? Was bedeutet das für mich persönlich? Eine Anwendung. Und das sollte man möglichst einfach in einem Satz kurz prägnant sagen können, damit es wirklich gut im Gedächtnis bleibt. Also diesen Satz schon vorher vorbereiten. Und dieses einfache Andachtsschema habe ich den Kindern beigebracht und sie fanden es dann ganz lustig, dass sie selber schon eine Andacht halten können. Also ihnen beibringen, dass sie selber eine Andacht auch halten können.
[24:11] Ich hatte eine Kollegin, die meinte: "Ich soll jetzt jeden Tag eine Andacht bei den Kindern halten, aber mir wurde selber nie beigebracht, wie ich eine Andacht halten soll." Deshalb ist es so wichtig, dass wir unseren Kindern diese Fähigkeit mitgeben.
[24:32] Eine ganz tolle Sache finde ich auch die Textketten. Die finden sich zum Beispiel auch im Religionsmaterial der Österreicher für die fünfte bis siebte Schulstufe. Da werden auch die 28 Glaubenspunkte behandelt und zu jedem Glaubenspunkt gibt es dann eine Textkette. Was heißt das? Was ist eine Textkette? Da stehen so die wichtigsten Bibeltexte aufgelistet zu einem biblischen Thema, zu einem der Glaubenspunkte. Und ich trage mir jetzt die Textkette in meine Bibel ein. Den ersten Text der Textkette trage ich vorn in die Bibel auf die erste Seite ein. Zum Beispiel schreibe ich dann hin: Heilige Schrift. Und der erste Text steht hier in 2. Petrus 1, Vers 20, 21. Dann schlage ich 1. Petrus 1, Vers 20 auf und montiere mir dort den zweiten Text dazu: 2. Timotheus 3, Vers 16. Dort bei 2. Timotheus 3, Vers 16 schreibe ich den nächsten Vers hin: Johannes 5, Vers 39. Und so schreibe ich diese Textkette durch die Bibel durch und weiß dann alles. Ich muss die Texte nicht mehr auswendig wissen unbedingt, also welche Texte jetzt alle zu welchem Thema passen und welche Texte ich bei einem Thema alle erwähnen kann, sondern ich brauche mich nur von einem Text zum anderen weiter bewegen. Und somit kann ich mithilfe so einer Textkette eine Bibelstunde erhalten. Ich brauche gar nicht jetzt großartig da viel studiert haben oder so, sondern das können dann auch Kinder schon.
[26:06] Meine Schüler haben dann wirklich begonnen, sich gegenseitig Bibelunterricht zu geben, weil einfach eine Schülerin war, die mehr Vertrauen hatte zu einer Kollegin, die selber Altersstufe war und der machte das total Spaß. Sie sagte: "Christian, ich kann Bibelunterricht geben." Und sie kam dann zu mir, wenn sie eine Frage hatte und ich weiter wusste und sagte: "Du, die hat mir jetzt in der Bibelstunde die und die Frage gestellt, was meinst du, was kann ich da antworten?" Und das hat sie selber so wachsen lassen in ihrem Glauben. Das habe ich schon mit neun, zehnjährigen Kindern gemacht. Die fanden das super lustig, dass sie da so mit Textketten Bibelstunden erhalten können.
[26:50] Bibelwissen mitgeben. Ja, was gehört da noch dazu? Die Familienandacht, dem Alter anpassen, um den "Ich kenne das eh schon"-Effekt wegzunehmen bei Teenagern. Mir zu überlegen, welche Lehre hat diese Bibelgeschichte für die Altersstufe, die gerade vor mir sitzt. Das macht einen Unterschied. Die Speisung der 5.000 erzähle ich einem 1- bis 3-Jährigen anders als einem 10- bis 14-Jährigen, anders einem 6- bis 10-Jährigen. Bei den 6- bis 10-Jährigen zum Beispiel bringe ich heraus, arbeite ich heraus, dass Jesus Wunder tun kann. Der kann Dinge, die kein Mensch kann. Denn 6- bis 10-Jährige lieben es, dass Jesus Wunder tun kann. Die lieben diese Wunderkraft, das Übernatürliche. Bei den 10- bis 14-Jährigen zum Beispiel bringe ich heraus, dass man vielleicht kleine Gaben Jesus bringt und er aber aus dem riesig viel machen kann. Wenn du also dein Talent Jesus gibst, dann kann er aus dem ganz viel machen. Gib Jesus deine Gaben, deine Talente und er kann daraus Großes machen. Bei den 4- bis 7-Jährigen rede ich nur darüber, dass Jesus unsere Bedürfnisse stillt. Er geht auf unseren Hunger ein. Versteht ihr also, dass ich mir überlege, welche Zielgruppe habe ich da vor mir? Wie alt sind die? Und dass ich dann auch bei Größeren schon anfange, viel mehr Details und Fakten zu bringen, damit die noch genauso gefesselt und gespannt zuhören.
[28:23] Die Gläubigen sollen sich nicht auf Annahmen und schlecht definierte Vorstellungen von dem, was Wahrheit ist, ausruhen. Ihr Glaube muss fest auf das Wort Gottes gegründet sein, damit sie in der Lage sind, in Sanftmut und Gottesfurcht von der Hoffnung in ihnen Rechenschaft abzulegen, wenn die Prüfungszeit kommt und sie sich vor Ratsversammlungen bezüglich ihres Glaubens verantworten müssen. Die Diener Christi sollen sich keine fertige Rede ausarbeiten, die sie dann vortragen, wenn sie wegen ihres Glaubens angeklagt werden. Ihre Vorbereitung muss täglich geschehen, indem sie die kostbaren Wahrheiten des Gotteswortes innerlich horten und sich mit den leeren Christinären. Gott wird das Wissen, das durch fleißiges Forschen in der Schrift erworben wurde, blitzartig in Erinnerung rufen und zwar genau dann, wenn es gebraucht wird.
[29:15] Wie können wir jetzt diese Bibelworte im Kopf behalten? Durch auswendig lernen. Durch auswendig lernen. Man hört oft in der Bibel, dass Jesus sich zurückzog, um zu beten. Warum liest man nie einen Vers: "Jesus zog sich in die Synagoge zurück, um die Bibel zu studieren"? Warum? Weil Jesus die Bibel im Kopf hatte.
[29:45] Jesus war Jude und ein durchschnittlicher Jude begann damals mit dem Auswendiglernen der fünf Bücher Mose mit fünf Jahren. Kindern macht das eigentlich auch recht viel Spaß, wenn sie größere Textpassagen auswendig lernen dürfen. Und die Bibel legt uns das Behalten des Wortes Gottes sehr nahe, sagt: "Diese Worte sollst du deinen Kindern einschärfen und davon reden, wann? Wenn du in einem Haus sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst." Eigentlich immer sollen wir davon reden. "Mein Sohn, vergiss meine Weisung nicht und dein Herz, behalte meine Gebote. Lieblich ist es, wenn du sie im Sinne behältst. Lass sie miteinander auf deinen Lippen bleiben."
[30:29] Uns wird damit auch viele Vorteile versprochen: Es reinigt die Gedanken, es lässt die Liebe zu Jesus wachsen, es gibt Führung, es hilft zu gehorchen, es fördert Weisheit, es hilft die Schrift richtig zu verstehen, es bildet einen aus für das Weitergeben des Evangeliums. Unser Thema jetzt: Es fördert unsere Lernfähigkeit und analytischen Fähigkeiten und man kann mit der Bibel beten. Da gibt es ein ganz tolles Buch übrigens dazu: "Prayer Promises for Kids", wo ein Bibeltext dort steht und sagt: "Lieber Gott, du hast versprochen, dass du das und das tun wirst. Ich möchte das beanspruchen zu wirklich Problemen, die aus der Lebenswelt der Kinder sind."
[31:16] "Prayer Promises for Kids". Englisch, also Englisch lernen. Da ist zum Beispiel ein Beispiel aus diesem Buch, wenn sie Angst vor gemeinen Kindern haben: "Lieber Jesus, es gibt da Kinder, die gemein zu mir sind und ich fürchte mich wirklich vor ihnen. Ich weiß nicht, was ich tun soll, denn sie sind größer und wollen mir wehtun. Jesus, bitte hilf mir. Ich beanspruche Jesaja 41, Vers 10, wo du mir versprichst: Fürchte dich nicht, ich bin mit dir, weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch. Ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit. Bitte komm ins Herz dieser Kinder, dass sie niemanden mehr wehtun wollen und hilf mir, dir zu vertrauen, mich nicht zu fürchten. Amen."
[32:01] Hier heißt es: Kinder sollten so angeleitet sein, dass sie Gottes Wort gut kennen und fähig sind, zu erkennen, wann nur ein bestimmter Teil der Schrift gelesen wird und ein Teil ungelesen bleibt, um einen falschen Eindruck zu erwecken. Wann kann man das nur? Entweder man hat die Bibel vor sich oder man hat das auswendig im Kopf. Kinder sollten viel auswendig lernen. Man merkt doch sonst nicht, wenn etwas übersprungen wird.
[32:35] Wie kann man das jetzt machen? Ganz wichtig, es sollte fröhlich sein. Kein Druck, fröhlich sein. Vorschulkinder lernen sehr schnell, aber sie vergessen auch wieder schnell. Macht nichts, es reinigt unseren Kopf. Vielleicht kennt ihr die Geschichte mit dem Sieb. Ein Junge wird von seiner Mama mit einem Korb zum Fluss geschickt, um Wasser zu holen. Er läuft los, er will seiner Mama eine Freude machen und er rennt und er schöpft das Wasser rein und er bemüht sich, er läuft so schnell er kann wieder heim. Doch als er schon zu Hause ist, ist der Korb wieder leer. Es ist gar kein Wasser mehr drinnen. Hat nicht funktioniert. Er möchte der Mama eine Freude machen, also rennt er wieder zurück. Er versucht es nochmal, schöpft Wasser, rennt wieder schnell zurück. Doch als er zu Hause ankommt, wieder kein Wasser mehr drinnen. So rennt er wieder zurück. Er versucht, Wasser zu schöpfen, rennt wieder heim, aber dasselbe passiert ihm immer und immer wieder, bis er plötzlich dann sagt: "Jetzt kann ich nicht mehr." Und er geht zu Mama und sagt: "Mama, ich wollte dir wirklich eine Freude machen. Ich wollte dir so gern das Wasser bringen. Du hast gesagt, ich soll das machen, aber es funktioniert nicht. Es bleibt kein Wasser im Korb." Sagt die Mama: "Ich danke dir trotzdem, denn der Korb ist jetzt gereinigt." Und genauso ist es mit unserem Kopf. Uns geht es nämlich genauso, uns Erwachsenen, wie den Vorschulkindern, nur dass wir nicht mehr so schnell lernen wie sie. Wir vergessen viel schneller als die Grundschulkinder, aber das macht nichts. Unser Kopf wird dadurch gereinigt. Unsere Gedanken werden gereinigt, wenn wir das machen.
[34:14] Die goldenen Jahre sind, so sage ich, ab der zweiten Klasse Grundschule. Da lernen Kinder so unglaublich gut und sie merken es sich auch. Ich weiß nicht, wie es dir geht, wenn du als Adventist, als Christ aufgewachsen bist. Die Verse, die du kannst, wann hast du die gelernt, die du wirklich gut kannst? Wenn man dich aus dem Schlaf raus rütteln würde und sagen würde: "Sag mir, was steht im Psalm 23?" Wann hast du das gelernt? Als Kind. Die Dinge, die wir als Kind gelernt haben, die sitzen wirklich gut. Deswegen sollten wir diese Zeit nutzen. Eine Bibelübersetzung wählen, dabei bleiben, dass sie den Text immer wieder so hören, in der Familie, beim Lernen. Und ich würde hier keine Übertragung wählen, sonst gehen biblische Lehren auch verloren.
[35:05] Was kann man machen? Welche Methoden gibt es dafür, dass die Worte im Kopf bleiben? Die üblichen mit Bewegungen. Das wird bekannt sein, nehme ich an. Also, dass man einfach Bewegungen dazu macht. Mit Zeichnungen. Zeichnungen zu den Dingen. Auch das ist eher bekannt. Wo es am besten im Kopf bleibt, haben wir aber gerade in der Pause gesprochen, dass hier so ein großer Mangel ist und so ein großer Bedarf ist: Mit Liedern. Mit Liedern bleibt es am besten im Kopf, aber wir haben im deutschsprachigen Raum sehr wenige gute, brauchbare Bibeltextlieder. Aber es soll sich bald ändern. Kurze Werbeeinschaltung: Yvonne Witzig ist gerade in der Planung dabei, hier eine CD und ein Buch rauszubringen und ich freue mich schon sehr darauf, dass wir dann unseren Kindern hier auch viele gute Lieder vorspielen können.
[35:58] Wegwischen. Wie funktioniert das? Man schreibt den Bibeltext auf und wischt nacheinander oder streicht nacheinander oder klebt eine Karte nacheinander dann drüber. Über ein Wort nach dem anderen drüber, bis dann nur noch Striche überbleiben. Die Kinder dürfen immer sagen, was weggewischt werden soll. Oder Kärtchen in die richtige Reihenfolge bringen. Einen Vers abmarschieren. Auch bei Stufen. Vielleicht einfach die Stufe hochgehen und auf jeder Stufenstiege steht dann ein Wort. Man geht die Stufen rauf, die Stiege, um das immer wieder einzuprägen. Oder nach Wörtern fischen und sie dann in die richtige Reihenfolge bringen. Sie auf eine Wäscheleine hängen und Kleidungsstücke aufhängen lassen, quasi. Da den Text, die Wörter des Textes in die richtige Reihenfolge bringen lassen. Bausteine sortieren. Auf Duplosteine die Wörter schreiben oder Etiketten draufkleben und dann die Wörter von unten nach oben in die richtige Reihenfolge bringen lassen. Einen Turm bauen. Dann kann man es von unten nach oben lesen. Oder auf die zehn Finger schreiben. Wenn es ein kurzer Vers ist, auf jeden Finger ein, maximal zwei Wörter schreiben und dann noch mal einfach von den Fingern ablesen. Dann nacheinander einen Finger nach dem anderen knicken, damit man nicht mehr den ablesen muss, bis man den ganzen Vers gelernt hat. Es ist auch recht lustig, das finden sie ganz interessant. Oder ein Reißsäckchen im Kreis werfen und jeder sagt ein Wort. Derjenige, der das Reißsäckchen zugeworfen bekommt, der soll das nächste Wort sagen, das im Vers drankommt. Das ist zum Wiederholen eines Verses ganz gut. Oder man bildet zwei Gruppen und jede Gruppe soll ein Wort sagen, bis man den Vers wiederholt hat. Stille Post machen und und und. Also, wer sagt, er möchte hier noch mehr Ideen haben, findet ihr hier auf dieser Didaktik-DVD auch noch viele Ideen oder ein ganz tolles Buch auf Englisch, aber kein schweres Englisch.
[38:17] "Where are you?" Ja, "100 Creative Ways to Learn Memory Verses" von Karen Holford. Die finde ich sowieso ganz spitze, die hat einige so Didaktikbücher herausgebracht, auch zum Gebet. "100 Prayer Ideas for Kids", da gibt es auch noch "100 Devotional Ideas for Kids". Das habe ich heute jetzt nicht mitgebracht. Da kann man sich ganz, ganz viele Ideen herausholen.
[38:46] Ja, was heißt das noch? Bibelwissen mitgeben, das heißt auch sie anzuleiten, zum Zeugnis geben. Wie gebe ich jemandem ein Zeugnis? Wie kann ich von meinem Glauben sprechen?
[39:01] Okay, wahre Erziehung schließt auch die Ausbildung zum Zeugnisgeben ein. Jeder Sohn und jede Tochter Gottes ist dazu berufen, ein Missionar zu sein. Wir alle sind zum Dienst für Gott und unsere Mitmenschen berufen. Eine gute Befähigung zu diesem Dienst sollte das Ziel unserer Erziehung sein. Wie lernt man Zeugnis geben? Durch Vorbild. Genau, danke. Durch Vorbild, indem sie uns hören, wie wir vor einem Nachbarn, bei einem Freund, bei unseren Verwandten über unsere Beziehung zu Jesus sprechen, wie wir gläubig geworden sind, was uns der Glaube bedeutet, was uns Jesus bedeutet. Und Zeugnis geben ist auch eine gute Schule, um Mut zu lernen, denke ich.
[39:49] Hier ein paar kreative Möglichkeiten. Was kann man machen? Zum Beispiel: Erzähle eine Erfahrung aus deinem Leben, die zeigt, warum du glaubst. Oder verwende nur sechs Bibeltexte, um deinen Erlösungsplan aufzuzeigen. Oder verwende nur Texte aus dem Alten Testament, um den Erlösungsplan zu erklären. Oder erkläre die Erlösung so, wie Daniel sie dem König Nebukadnezar vielleicht hätte erklären können. Oder entwirf eine Methode, wie du den Erlösungsplan mithilfe einer Grafik darstellen kannst, für die Visuellen. Oder erkläre den Erlösungsplan mithilfe eines Gleichnisses.
[40:23] Da hättet ihr mitlesen können.
[40:33] Zum nächsten: Die Liebe zum Menschen entwickeln. Es ist eigentlich schade, wenn man die Welt nur durch sein eigenes kulturelles Fenster sieht. Kinder sollten lernen, dass was wir als normal empfinden, in vielen Orten der Welt gar nicht normal ist. Zum Beispiel, wie man eine Banane schält. In Polen habe ich mir sagen lassen, schält man die genau anders herum. Oder wie man sich begrüßt, was man trägt, wie die Beziehung zwischen Geschwistern ist, wann man erwartet, dass Kinder arbeiten, wie man mit älteren Personen umgeht. Unsere Art ist da nicht die einzig richtige Art. Und diese Demut braucht es auch als Missionar. Dass sie lernen, es gibt einen Unterschied zwischen kulturellen Eigenheiten und Wahrheit.
[41:40] Was kann man hier machen? Ganz praktisch: Kinder mal mitnehmen auf einen Markt. Auf einen asiatischen, auf einen indischen Markt. Das ist ein großes Erlebnis für die Sinne, für die Gerüche. Sucht etwas, was den Kindern schmeckt, damit ein positives Erlebnis ist. Esst anders. Plant vielleicht einmal im Monat, dass ihr so esst wie in China oder wie in Indien oder wie in Mexiko. Macht eine kulinarische Welttour. Besucht mit älteren Kindern andere Gottesdienste, mal einen jüdischen, einen muslimischen, einen katholischen, einen orthodoxen Gottesdienst. Bereitet diesen Besuch vor, damit sie lernen zu sehen, wie diese Menschen sind. Diese Menschen lieben zu lernen.
[42:30] Schaut euch auch Bücher an, wie Menschen leben in anderen Gegenden der Welt. Hier möchte ich euch zwei Bücher vorstellen. "So lebt der Mensch. Familien in aller Welt" zeigen, was sie haben. Das ist spannend. Da sieht man mal, die Idee ist hier, dass die Menschen immer alles aus dem Haus räumen, was sie besitzen, und das macht einen riesengroßen Unterschied, ob man sich zum Beispiel jemanden in Guatemala anschaut oder jemanden aus Nordamerika. Das ist zum Beispiel eine Familie aus Russland. Die räumen einfach alles aus, was sie in ihrem Haus haben, und dann sieht man, wie lebt der Mensch, was hat er, was ist ihm wichtig. Oder hier dieses Buch: "Where Children Sleep". Das ist auch ganz interessant, um bei Kindern so das Verständnis zu wecken. So wie wir leben, leben die meisten Menschen auf unserer Welt nicht.
[43:38] Überlegt euch auch bei Bibelgeschichten, was der kulturelle Aspekt der Geschichte ist, warum zum Beispiel Ruth bei den Füßen Boas schlief, was Füße waschen damals bedeutete. Beim verlorenen Sohn gibt es ganz interessante kulturelle Aspekte. Das ist dann was schon für die Größeren. Pflegt internationale Freundschaften, kümmert euch um ausländische Studenten, schreibt der Familie einer Missionarsfamilie, schließt im Urlaub Bekanntschaft mit einer Familie, haltet den Kontakt, adoptiert einen Flüchtling, geht in Flüchtlingsheime.
[44:12] Was sind die Vorteile? Kinder erleben, dass Menschen anderer Kulturen Menschen sind wie sie. Die lachen, die lieben, die weinen. Kinder experimentieren gleich mit fremden Sprachen, sie begegnen fremden Kulturen und legen da eine Scheu ab. Sie lernen Menschen zu lieben, deren Hautfarbe, deren Klang, deren Geruch anders ist. Ich fand das so schön, ich hatte in meiner Heimatgemeinde, gab es, wie ich noch sehr klein war, eine Südkoreanerin, die hier studiert, also in meiner Heimatgemeinde studiert hatte, und das war so toll. Wir durften nach dem Gottesdienst immer zu der raufgehen und sie hat Südkoreanisch für uns gekocht. Deshalb mag ich das heute noch und sie hat uns südkoreanische Wörter beigebracht. Das war lustig.
[45:06] Also, Umgang mit anderen Menschen anderer Kulturen zu haben und wie kann man noch Liebe zu Menschen entwickeln? Indem wir für Menschen beten, für Bitte für andere Menschen machen.
[45:23] Bei Opendoors zum Beispiel gibt es so ein Plakat, wo man sehen kann, in welchen Ländern Christen am stärksten verfolgt werden. Für Christen zu beten, die es nicht so leicht haben wie wir. Das kann man zum Beispiel, je nach Alter, dann auch im Zuhause aufhängen, sichtbar machen oder eine Karte aufhängen und für die Gegenden beten, wo noch so viele Unerreichte sind, Menschen, die noch nie von Jesus gehört haben. Von EFM gab es mal einen ganz tollen Kalender, Adventist Frontier Missions, wo man jede Woche für eine andere EFM-Missionarsfamilie beten konnte. Das war eine ganz tolle Sache. Dieser Kalender, finde ich, der läuft ja nicht ab, kann man immer wieder verwenden. Oder indem man für jemanden betet, der einem nahe steht, einen Freund, und dass man sich daran erinnert, könnte man sich einfach eine Bohne in die Hosentasche stecken oder in die Federschachtel legen. Oder mal mit den Kindern durch die Gemeinde gehen und je nachdem, wo man sich befindet, für die Tätigkeiten beten, die dort ausgeführt werden. Also man geht in den Predigtvorbereitungsraum und betet für den Prediger. Man geht in die Empfangshalle und betet für den Begrüßungsdienst. Man geht in die Kinderscharbeitsschulräume und betet für die Kinderscharbeitsschulleiter und Onkeln, dass sie lernen, auch für die Gemeindeglieder zu beten. Oder man macht ein Landkartengebet.
[47:15] So blanko Flaggen gibt es in Lehrmittelverlage. Einfach da eine Flagge aus dem Internet ausdrücken und hinten die Informationen zum Land draufkleben, gemeinsam besprechen, immer wieder ein Land einführen, wo es ganz große Nöte gibt. Und dann beim Beten dürfen die Kinder sich eine Flagge ziehen und sagen: "Ich bete heute für dieses oder jenes Land." Und sie können hinten noch einmal nachschauen, was sind die Herausforderungen in diesem Land. Etwas für ältere Kinder also.
[47:59] Das Landkartengebet funktioniert so, dass man immer wieder Missionare den Kindern vorstellt und dann auf eine Landkarte, die ihm zu Hause hängt, einfach eine Flagge dort setzt, wo dieser Missionar gerade aktiv ist. Und beim Beten dürfen sich die Kinder dann eine so eine kleine Flagge rausholen und sagen: "Ich bete heute für den und den Missionar." Oder ein Essensgebet zu machen. Das ist was ganz was Lustiges. Also, wenn ihr zu Hause gerade Nudeln esst, dann sagen: "Heute essen wir Nudeln, deshalb beten wir für Nordkorea." Nudeln, Nordkorea. Ein anderes Mal gibt es Suppe, also beten wir für Somalia. Und dann gibt es Dampfnudeln und dann wird für Deutschland gebetet. Oder ein Zeitungsgebet zu machen. Das ist auch was für größere Kinder. Man blättert gemeinsam eine aktuelle, gute Tageszeitung durch und kreist sich mit Textmarker einfach ein, wo wirklich Nöte und Probleme da sind. Dann beim Gebet hat man einfach die Zeitung vor sich liegen und derjenige, der für etwas beten möchte, zeigt mit dem Finger dorthin, was eingekreist ist und betet für diese aktuelle Not, die in der Zeitung geschildert wird. Oder einen Neighborhoodwalk zu machen.
[49:26] Man geht gemeinsam, macht gemeinsam einen Spaziergang durch die Nachbarschaft und betet mit ruhiger Stimme für die Häuser, an denen man vorbeikommt. Und schaut, so wie ein Buchevangelist das macht, schaut, da sind die Rollläden herunter, haben die Menschen vielleicht, sind das sehr ängstliche Menschen. Da steht ein Kinderwagen, da muss eine Familie wohnen mit kleinem Kind. Hier steht ein Rollstuhl, wir beten für Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Oder das Haus, das schaut richtig prunkvoll aus. Das werden reiche Leute sein. Welche Bedürfnisse haben die? Hier ist ein Spielplatz, wir wollen für die Kinder beten, die da spielen und so weiter. Dass man einfach beim Spazierengehen das gleich nutzt fürs Beten der Menschen, die um einen herum wohnen.
[50:22] Für die Kleinen eignet sich sehr gut ein Fingerpuppen-Gebet zu machen. Da kann man zum Beispiel sagen, man druckt Fotos aus und bastelt eine Fingerpuppe dann daraus der Familienmitglieder. Wer mag heute für die Mama beten, der darf sich den Fingerhut der Mama dann holen. Wer mag für den Papa beten. Aber das kann man auch machen zum Beispiel und sagen: "Wir beten für die Vereinigungsmitarbeiter und wir holen uns da die Fotos." Heute bete ich für den Onkel Erhard. Heute bete ich für den Onkel Eugen. Die brauchen unser Gebet. Oder ein Home to Home Prayer zu machen. Das ist was für die schon viel Größeren, auch für die, die outgoing sind und sich trauen eben auch bei fremden Türen zu klingeln. Man geht da gemeinsam zu einer Tür und sagt einfach: "Guten Tag, unser Name ist und wir kommen heute, weil wir etwas Nettes machen möchten für die Menschen, die hier wohnen. Das Netteste, was uns eingefallen ist, für sie zu beten. Haben sie irgendein Anliegen, für das wir beten dürfen?" Und ich habe selber erlebt in der Buchevangelisation, ich bin auch mal eine Zeit lang gegangen und habe erlebt, dass die Menschen das sehr, sehr, sehr schätzen. Denn sie haben in der Regel niemanden, der für ihre Anliegen betet. Manche Menschen beginnen noch zu weinen und freuen sich so sehr darüber.
[51:53] Also, das sind einmal ein paar Möglichkeiten, um die Liebe zum Menschen zu fördern, die Kulturen der Menschen verstehen lernen und für Menschen zu beten.
[51:58] Sechster Punkt: Die praktische Vorbereitung. Paulus sagt in 2. Korinther 11, 25 bis 27: "Ich bin dreimal mit Stöcken geschlagen, einmal gesteinigt worden, dreimal habe ich Schiffbruch erlitten, einen Tag und eine Nacht trieb ich auf dem tiefen Meer. Ich bin oft gereist, ich bin in Gefahr gewesen durch Flüsse, in Gefahr unter Räubern, in Gefahr unter Juden, in Gefahr unter Heiden, in Gefahr in Städten, in Gefahr in Wüsten, in Gefahr auf dem Meer, in Gefahr unter falschen Brüdern, in Mühe und Arbeit, in viel Wachen, in Hunger und Durst, in viel Fasten, in Frost und Blöße."
[52:49] Der Apostel Paulus musste ziemlich Ausdauer haben, körperlich fit sein, empfinde ich. Ein Missionar zu sein, erfordert körperlich fit zu sein. David Livingstone, er wurde von einem Löwen attackiert, konnte seinen rechten Arm dann kaum gebrauchen. Er marschierte bei 40 Grad weite Strecken. Hudson Taylor, er schlief auf hartem Stein. Gladys Aylward machte als junge Frau die Reise von England nach China mit dem Zug und marschierte mit ihren weißen Kindern hunderte von Kilometern über die Berge mit kaum Essen. Jan Hus hatte monatelang in menschenunwürdigen Verliesen und wir könnten die Reise so fortsetzen.
[53:37] Wie kommt es, dass sie das konnten? Ein Livingstone zum Beispiel büffelte mit zehn Jahren im Kerzenschein Latein, nachdem er vorher stundenlang in einer Fabrik gearbeitet hatte. Gladys Aylward diente als Hausmädchen und gewöhnte sich damit an einfache, harte Arbeit. Das Werden eines Missionars liegt also hier, dass einem jetzt zum Beispiel es nichts ausmacht, auf dem Boden zu schlafen, mit Schmutz zu leben, in der Hitze zu sein, zu Fuß zu marschieren, ohne Leckerbissen auszukommen und trotzdem noch gut gelaunt zu sein. Das schafft man, wenn man es auch als Kind gelernt hat, dass man nicht nur gute Miene dazu macht eine Zeit lang, sondern dass es einem wirklich gelingt. Also in der Kindheit beginnt es, ob man den missionarischen Alltag überlebt.
[54:39] Was kann man hier machen? Wie lernt man es, Entbehrung zu lieben? Ich meine, bequem haben wir es alle gerne, oder? Aber was kann man hier machen? Campingausflüge, Rucksacktouren, Kanusport, Klettern, Wildcampen, eine Woche im Hinterhof leben, Survival-Trainings, Kurzzeit-Missionare ausreisen, einen Pferdestall ausmisten, Besuche die Armen in einer Stadt, Hilfe bei Putzaktionen, bei Menschen, die fast wie Messi sind, ermutige ein Duo Daniel, zehn Tage nur frische Früchte, Gemüse, Nüsse, Getreide, über Pioniere, erste Siedler, Abenteurer lesen, die Härten auf sich genommen haben. Das beeindruckt vor allem auch Jungs und hilft Sehnsucht danach zu bekommen. Hilft einem Kind auch zu lernen, wie sie ihr Zeit richtig einsetzen können, wie sie finanzielle Prioritäten setzen können, wie sie eine gute Arbeitshaltung entwickeln können.
[55:34] Und der letzte Punkt, wie wir Kindern helfen können, ein Missionar zu werden, ist der wichtigste, denke ich auch: Jesus zuhören, zu Jesu Füßen sitzen. Eine ganz tolle Möglichkeit für Familien empfinde ich ist KIT. Habt ihr sicher schon gehört. KIT sind Discipleship, wie man als Familie gemeinsam lernen kann, Jesu Jünger zu werden. Ein Jüngerschafts-Seminar für die ganze Familie. Was heißt das? Jesus zuhören, zu lernen, Menschen lieb zu haben, wie er es getan hat. Seinen Arbeitsstil analysieren. Wie hat er denn Menschenherzen gewonnen? Auch mit dieser Perspektive Geschichten gemeinsam lesen. Was hat Jesus gemacht, um das Herz dieses Menschen zu erreichen und auch zu lernen, nicht nur zu arbeiten. Wir Adventisten, wir sind da oft ganz gut darin. Wir denken, wir machen eh die Arbeit für Gott und dann tun wir und tun wir und tun wir und tun wir und tun wir und vergessen, dass es auch notwendig ist, Pause zu machen, auszuhören, still zu sein, zu Jesu Füßen zu sitzen und ruhig zu sein. Sieg durch Gebet zu lernen. Und genau dazu möchte ich uns jetzt am Schluss auffordern.
[56:54] Ich möchte uns das Prinzip "Open Close" mitgeben. Ich habe gesagt am Freitag, ich werde euch empfehlen: Wasch dich im Fluss und auf die sonst das zu einfach. Wir nehmen: Jemanden beten, Bibel lesen und Zeugnis geben. Das hält ein Christenleben aufrecht, auch in der Endzeit. Nur in der Endzeit ist große Dringlichkeit geboten. Wir sollen aufwachen und den Herrn Jesus bitten, uns mit seinem mächtigen Arm zu umfassen und uns durch die bevorstehende Zeit der Trübsal zu tragen. Wir sind gegenwärtig nicht in der Lage, im Einzelnen die Ereignisse zu beschreiben, die in unserer Welt in Zukunft stattfinden werden. Eins aber ist sicher: In dieser Zeit hilft nur wachen und beten, denn der Tag des Herrn ist nahe.
[58:06] In der Mahnung zu wachen und zu beten hat uns Jesus den einzig sicheren Weg gezeigt. Und das ist wieder ein Prinzip aus Jochebeds Erziehungsstil, dass alles dies sie in seiner Unterweisung noch fleißiger und sorgfältiger als bei ihren anderen Kindern sein. Nicht nur Mose hatte Herausforderungen am Königshof, auch unsere Kinder sind umgeben von einer säkularen Welt, einer Welt der Bosheit, wo die Liebe erkaltet ist. Ellen White schreibt deshalb: "Ich appelliere an die Eltern, sich selbst und ihre Kinder auf die Vereinigung mit der himmlischen Familie vorzubereiten, um Christi Willen. Macht euch bereit, euren Herrn in Frieden zu begegnen."
[58:47] Christen sollten mit der gleichen Intensität nach der Krone des ewigen Lebens streben, wie weltlich gesinnte Menschen nach irdischen Vorteilen. Dann wird die Gemeinde Gottes sicherlich mit Macht Fortschritte machen.
[58:59] Was bedeutet es zu wachen? Ich sah, dass es unmöglich ist, das Gemüt und die Interessen mit weltlichen Sorgen zu belegen, irdische Besitztümer zu sammeln und gleichzeitig in wartender und wachender Verfassung zu sein, wie es unser Heiland befohlen hat. Der Engel sagt es: Sie können nur eine Welt besitzen. Um den himmlischen Schatz zu erwerben, müssen sie den irdischen aufgeben. Sie können nicht beide Welten haben.
[59:22] Das heißt, unser Herz nicht an irdische Dinge zu hängen. Wir sollten Gott noch ernster auch suchen. Die Jugendlichen sollten Gott noch ernster suchen. Wir müssen Gott heute suchen. Heute. Das bedeutet dieses Wachen und gleichzeitig auch Beten.
[59:40] Gebet für unsere Kinder ist so notwendig. Auch Jochebed betete ernstlich darum, dass es vor jedem verderblichen Einfluss bewahrt bliebe. Wir sollten viel mehr zu Gott beten, als wir allgemein tun. Es liegt Kraft und großer Segen darin, als Familie gemeinsam zu beten, mit den Kindern und für die Kinder. Beständigkeit im Gebet hilft uns, unsere Kinder für Gott zu erziehen und Gott steht uns bei, wenn wir beten.
[1:00:09] Wird in unserer Gemeinde für die Kinder gebetet? Gibt es zum Beispiel eine Kinderdiakonie, dass man ein Foto jedes Kindes hat und jeder, der möchte, darf sich dann in einem Kuvert das Foto ziehen und ein Jahr lang für dieses Kind ganz besonders beten. Gibt es Gebetskreise für Kinder, wo ganz besonders speziell für Kinder gebetet wird? Ich habe den Segen so genossen und erfahren, wie ich in der Schule in Linz tätig sein durfte. Wir hatten zwei Gebetskreise, die ganz speziell nur für die Schule gebetet haben und ich habe gemerkt, was das für einen Unterschied macht.
[1:00:55] Wann kann man sich treffen? Sabbatmorgen vor der Kindersabbatsschule, unter der Woche in der Gemeinde, bei Familien, am Telefon zu zweit, einmal die Woche per Skype, am Sabbatmittag nach der Predigt zu einer festgesetzten Zeit, jeder für sich zu Hause per Mail.
[1:01:10] Was kann man hier machen, um sich diese Zeit auch kreativ zu gestalten? Zum Beispiel mal so einen Adventskalender, einen Blanko-Adventskalender zu nehmen und jeder darf dann ein Türchen aufmachen, wofür er für die Kinder beten möchte. Gehorsam für ihre Talente, dass sie sie entdecken, für die Berufswahl, gute Beziehungen innerhalb der Familie und so weiter. Oder man nimmt sich so ein Album mit in die Handtasche, wenn man beim Bus steht, wenn man beim Arzt warten muss, kann man dieses Album rausziehen und die Kinder durchgehen, ein Foto haben von jedem Kind, das zum Beispiel in meiner Kinderscharbeitsschulgruppe ist und dann für die Kinder beten. Oder ein Pflanzerl-Gebet. Sich eine Blume aufstellen und immer, wenn man diese Blume gießt, daran zu denken, dass man für die Kinder der Gemeinde betet.
[1:02:05] Vielleicht kennt ihr die Bücher von Stormy Omar. Ich weiß nicht, wie sie wirklich ausgesprochen wird, Omalzion, glaube ich. Die hat gute Gebetsbücher auch für Erwachsene. Hier geht es darum, Gebetsideen zu haben, auch ganz besonders für Kinder, für Mädchen, für Jungen. Da gibt es ganz gute Gebetsanregungen drin.
[1:02:27] Ja, Jesus fordert uns auf: "Wachet und betet." Er sagt das zu den Jüngern in Gethsemane. Die guten und die bösen Engel wachen in Gethsemane. Nur der Mensch schläft. Es ist wichtig, dass wir den großen Kampf, der hinter den Kulissen tobt, nicht aus den Augen verlieren. Und dann, glaube ich, dann sind wir gerüstet, um mit unseren Kindern durch die Endzeit zu gehen. Amen.