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In diesem Joel Media TV Spezial blickt Christopher Kramp auf die Entwicklungen des letzten Jahres im Hinblick auf die prophetische Zeitlinie. Er thematisiert die Rolle von Papst Franziskus, US-Präsident Donald Trump und die fortlaufende Ökumene zwischen verschiedenen christlichen Denominationen. Dabei werden sowohl die politischen als auch die religiösen Strömungen beleuchtet, die auf eine globale Vereinigung hindeuten.


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Serie: Joel Media TV Spezial (Zeitgeschehen im jährlichen Update)

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Transkript

[0:45] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Joel Media Spezial 2018. Schön, dass ihr heute hier in Stuttgart-Wangen dabei seid und schön, dass ihr jetzt eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de oder später dieses Video anschaut. Ein Disclaimer gleich am Anfang: Wie immer ist dieses Video nur ein Update von einem Update von einem Update von einer 27-teiligen Serie. Und wer sich noch nie mit biblischer Prophetie beschäftigt hat und mit Offenbarung 13 und 14 noch nicht wirklich was anfangen kann, der darf, wenn er später dieses Video anschaut oder jetzt im Livestream dabei ist, gleich wieder ausmachen und auf Joel Media sich erst einmal informieren über das, was die Prophetie sagt über das Papsttum, was die Prophetie sagt über Amerika. Denn wir werden heute all das voraussetzen und einfach nur ein Update geben über das, was im letzten Jahr passiert ist bezüglich dieser Dinge. Vieles von dem, was wir behaupten, werden wir heute nicht biblisch großartig belegen, sondern verweisen da auf die vielen Serien, die wir auf Joel Media haben, auf "Ausweg 2012" zum Beispiel oder "Weltengeschichte" oder "Magna Conflio" oder "Operation Blueprint" und wie sie alle heißen.

[1:58] Für alle, die Joel Media schon ein bisschen kennen und studiert haben und äh vielleicht auch die anderen Specials schon gesehen haben, wir haben heute eine ganze Reihe von interessanten Neuerungen. Wir wollen ja jedes Jahr uns ein bisschen anschauen, was ist im letzten Jahr so alles passiert an der prophetischen Front. Und als ich dem Thomas gesagt habe, wir machen das jetzt, hat er mich gefragt: "Wie sollen wir es dieses Jahr nennen?" Und ich habe gesagt: "Na ja, es wird um Franziskus gehen, um Trump und um die Reformation." Und das ist eigentlich der Titel vom letzten Mal. Haben wir gesagt: "Na ja, nehmen wir einfach Teil Zwei." Und äh, wir wollen uns also anschauen, was ist im letzten Jahr passiert. Das Reformationsjubiläum war ein großes Thema. Wollen anschauen, was im Bereich des Vatikans passiert, das und natürlich in Amerika. Und bevor wir beginnen, möchte ich uns einladen zu einem Gebet. Niederzuknien, wo es möglich ist.

[2:53] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir jetzt uns Gedanken machen können über die Prophetie und vor allem die Erfüllung direkt vor unseren Augen. Hilf uns, dass wir erkennen, in welcher Zeit wir leben, dass wir äh ohne Fanatismus, mit wachen Augen die Zeit beobachten, in der wir sind und dass wir vor allem dadurch erkennen, wie wichtig es ist, unser Leben täglich dir zu übergeben und mit dir zusammen zu leben. Und wir danken dir, dass du uns führen wirst auch am heutigen Abend durch deinen Heiligen Geist. Im Namen Jesu. Amen.

[3:30] Amen. Wir haben 2014 angefangen, damals erinnert euch vielleicht noch alle, die damals schon dabei waren, an Papst Franziskus, Tony Palmer und der dritte Elia, was so bisschen wie ein Naturereignis hineinbrach, als zum ersten Mal seit Jahrhunderten so ein direkter Draht aufkam zwischen den Evangelikalen Amerikas und dem Vatikan durch den besagten Tony Palmer. Dann haben wir 2015 dieses Thema gehabt: Papst Franziskus und der dritte Engel, wo wir gesehen haben, wie sehr der neue Papst Franziskus in diese Richtung vorgestoßen ist. Dann das Jahr darauf haben wir vor allem auch die Klima-Enzyklika des Papstes angeschaut, der Papst, das Klima und die USA haben gesehen, dass auch darüber ja, das Sonntagsgesetz mit vorbereitet wird. Und letztes Jahr, wie gesagt, dann unter dem Zeichen auch des neuen US-Präsidenten, Franziskus, Trump und die Reformation. Wie immer am Anfang ein kurzer Rückblick über die Highlights, die wesentlichen Punkte, dass wir das mal so im Hinterkopf haben. Denn das Anliegen ist ja, dass wir die Dinge, die wir in den letzten Jahren gesehen haben, nicht einfach nur als Einzelereignisse mal wahrnehmen, sondern feststellen, wie das sich so weiterentwickelt hat. Ja, sonst hört man mal hier von was und da von einem Ereignis und dann verpufft das wieder und man weiß nicht, wo die Entwicklung ist. Und so wollen wir einen größeren Rahmen äh ja, aufstellen.

[4:49] Wir haben damals immer angefangen mit dieser Idee: Martin Luther hat nicht nur die Reformation begründet, er hat nicht nur die Rechtfertigung aus dem Glauben wieder entdeckt. Er hat auch klar und deutlich, wie alle anderen Reformatoren, gesagt: Der Papst, das Papsttum ist der Antichrist, basierend auf den Prophezeiungen von Daniel und der Offenbarung. Das war so deutlich, dass äh das Papsttum im Grunde genommen so viel Macht verloren hatte, dass ein gewisser Ignatius von Loyola die Gegenreformation startete und sein Orden, die Jesuiten, dann diese Gegeninterpretation ins Leben gerufen haben. Und wie mittlerweile, ja, sattsam bekannt ist, ist der gegenwärtige Papst Franziskus ein Jesuit und hat es geschafft, in den wenigen Jahren seines Pontifikats genau das vorzuführen, was auch schon seine Vorgänger gemacht haben, nämlich das Papsttum wieder sehr populär und sehr beliebt zu machen.

[5:43] Gleichzeitig haben wir und wissen wir, dass die USA die zweite große Rolle spielt in der Endzeitprophetie, aufgrund von Offenbarung 13 und auch Offenbarung 14. Und wir wissen, dass die Bibel vorhergesagt hat, dass diese beiden Mächte am Ende zusammenwirken werden und dass es zu einer allgemeinen Ökumene kommen wird von den verschiedenen christlichen Kirchen und dann auch von Washington und Rom zusammen. Wir haben als eines der wesentlichen Meilensteine der letzten Jahrzehnte die gemeinsame Rechtfertigungserklärung zwischen den Katholiken und dem Lutherischen Weltbund, wo man gesagt hat: Am 31. Oktober 1999 glauben wir dasselbe bezüglich dessen, wo Luther ja noch die Reformation angestoßen hat.

[6:28] Wir haben, und ich bringe das noch mal als kurze Erinnerung, in den letzten Jahren immer wieder Bilder gesehen, die, ich sag das gerne, vor 100 Jahren noch einen Bürgerkrieg ausgelöst hätten: amerikanische Präsidenten, die vor Päpsten, vor Toten, vor Päpsten knien. Dann natürlich dieses Mega-Ereignis, als Tony Palmer den Papst direkt Verbindung brachte mit diesen Evangelikalen in Amerika. Und wir haben das viel gesehen, wie sie alle beim Papst gewesen sind und dort sich mit ihm getroffen haben, die Leiter der weltweiten Evangelischen Allianz, Evangelikalen Allianz, Entschuldigung. Und wie man vorgeschlagen hat, der Papst sollte doch äh Weltvorsitzender einer Weltorganisation sein.

[7:10] Wir haben gesehen, wie der Papst sich auch zu den Orthodoxen ausgestreckt hat. Wenn ich daran erinnern könnt, nicht wahr? Also wir haben ja meistens Adventisten, die die Protestanten so auf dem Schirm, aber auch die Orthodoxen sind ja eine große Gruppe von Christen, die in die Ökumene noch hinein müssen. Wir haben gesehen, wie der Vatikan an großen politischen Ereignissen unserer Zeit mit beteiligt war, wie z.B. dem äh dieser neuen Beziehung zwischen den USA und Kuba. Wir haben gesehen, dass 2014 das vielleicht progressivste Jahr der katholischen Kirche seit Menschengedenken war. In gewisser Weise, dass über die Hälfte der amerikanischen Republikaner-Wähler sich vorstellen könnten, die christliche Religion als Staatsreligion einzuführen.

[7:52] Wir haben damals gesehen, wie dieser gute Mann, Jeff Sessions, gesagt hat: "Der Papst hat, der Vatikan hat einen Plan mit den USA. Es geht darum, die Verfassung, das Gründungsdokument Amerikas zu ändern, dass es nicht mehr um persönliche Freiheitsrechte geht, sondern um das gemeinsame Gut." Und das könnte euch erinnern, sicherlich. Dann haben wir gesehen, es gab in den letzten Jahren eine ganze Reihe von Bewegungen, die die Ökumene gefördert haben, vor allem in Amerika, z.B. dieses "John 17 Movement", die Bewegung, die auf Johannes 17 sich beruft, dass sie alle eins sind. Auch in Deutschland gab es eine ganze Reihe von solchen Initiativen, "Wirttemberg 2017" als Beispiel.

[8:31] Die Klima-Enzyklika haben wir angeschaut und dann diesen Artikel von Time Magazine, wo es hieß, dass das goldene Zeitalter des Katholizismus angekommen ist in Amerika. Und dieses große Angebot der evangelikalen, diese unter diese Erklärung, die gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre auch im Vatikan zu unterschreiben. Und da werden wir jetzt sehen, was daraus geworden ist. Wir haben gesehen, dass einige der führenden evangelikalen Theologen engsten Kontakt mittlerweile zum Papst haben. Hier Thomas Schillmacher, der mittlerweile Vizesekretär ist der weltweiten Evangelikalen Allianz.

[9:10] Und Papst Franziskus schreibt Weltgeschichte. Haben wir gesehen, fast im Minutentakt hat er sich mit dem russisch-orthodoxen Patriarchen getroffen in Kuba. Dann letztes Jahr haben wir gesehen weitere ökumenische Ereignisse wie "Together 2016" und immer wieder evangelikale, die den Papst besucht haben, die Kanadier, die sich mit dem Papst getroffen haben. Dann der Papst, und es war ein großes Thema letztes Mal, unser Joel Media Spezial, der Papst in Lund, wenn ich daran erinnern könnt, in Schweden, wo das Reformationsjahr offiziell begonnen wurde, wo der Papst eingeladen worden ist, dort als erster Papst der Weltgeschichte gemeinsam mit evangelischen Würdenträgern einen Gottesdienst gemeinsam zu leisten, zu leiten. Und das war eine Sensation und hat natürlich ja für Aufsehen gesorgt.

[10:02] Dann haben wir gesehen, wie Trump US-Präsident geworden ist, entgegen allen Vermutungen. Mittlerweile hat man sich ja fast schon dran gewöhnt, obwohl er einen jeden Tag überrascht. Und auch zu ihm werden wir jetzt gleich noch mehr sagen. Wir haben gesehen, wie Trump zum Teil sehr merkwürdige Berater um sich herum geschart hat und wie interessanterweise, trotz seines unmoralischen Lebensstils, äh die evangelikalen Christen von Amerika sich gar nicht eng genug um ihn scharen konnten. Ja, und immer noch um ihn scharen, wie wir sehen werden, um ihn durch Gebete vor allem zu bewahren.

[10:34] Wir haben gesehen, dass sein Vizepräsident, Mike Pence, und das alles nur so ein bisschen das wieder in Erinnerung zu rufen, einer der vielleicht konservativsten und gläubigsten, christlichsten, evangelikalsten Politiker überhaupt ist, der in der Geschichte der USA es seit gebracht hat. Und auch ein katholisches Elternhaus hat, also da eine Verbindung zwischen evangelikal und katholisch vorhanden ist. Und wie Trump angekündigt hat, dass er Gesetze zerstören wird, die so die Trennung von Kirche und Staat auch im politischen Bereich eigentlich aufrechterhalten.

[11:07] Wir haben sogar gesehen, dass unser geschätzter Ben Carson ein Minister unter ihm geworden ist. Und na ja, das haben wir damals kommentiert, dass es Kräfte auch in seinem Kabinett gibt, die pro-Papst sind. Also nicht nur der Ben Carson, auch seine Tochter als Beraterin ist ja mittlerweile zum Judentum übergetreten. Und wir haben über auch Jeff Sessions gesprochen, den US-Justizminister, der nicht nur erz-konservativ ist, sondern wie wir das damals gesehen haben, sich dafür ausgesprochen hat, durchaus auch eine Staatsreligion, ein Christentum als Staatsreligion in den USA einführen zu können, nicht durch den Kongress, sondern durch andere Ebenen.

[11:43] Und wir haben gesehen, wie die evangelische Kirche den Papst eingeladen hat nach nach Deutschland zu kommen. Und hier sind wir jetzt. Sollen wir anschauen, was all diesen Dingen geworden ist. Manche dieser Dinge sind weiter verfolgt worden, manche sind vielleicht auch nicht mehr weiter zu verfolgen. Wir wollen uns das im Einzelnen anschauen. Ich habe diesmal versucht, das nicht chronologisch zu machen, nach Ereignissen, war ein bisschen schwierig für mich, sondern ein bisschen thematisch zu ordnen, dass wir so sehen, was die einzelnen Bereiche im letzten Jahr so erlebt haben. Fangen wir an mit dem Papst selbst. Und dazu möchte ich euch was vorspielen und dann gehe ich mal kurz aus der Präsentation raus.

[12:24] Wer von euch hat gewusst, dass es jetzt demnächst einen Film geben wird, einen Kinofilm über den Papst? Schon gehört? Es wird einen Kinofilm geben über den Papst. Und ich möchte euch kurz mal den Trailer.

[13:08] [Musik] [Applaus]

[13:32] So, also wir werden im Juni in Deutschland den Kinofilm haben. Da kommt jetzt im Mai, glaube ich, schon Amerika raus, oder?

[13:39] So, der Papst, ein Mann, Papst Franziskus, ein Mann seines Wortes. Ja, ein Film, der gemacht worden ist. Was ganz interessant ist, es gibt einen anderen Trailer für Amerika, der ist fast genauso, aber ein bisschen anders. Und ihr wisst jetzt schon, worum es ungefähr geht. Schaut mal diesen zweiten Trailer an und vielleicht könnt ihr mir danach sagen, was da noch so ein bisschen anders ist, was vielleicht so ein bisschen speziell für Amerika eine Rolle spielt.

[14:34] [Fremdsprachige Musik]

[15:46] So, kurze Frage an euch: Ist euch aufgefallen, was ist in der amerikanischen Version noch anders als in der...?

[16:05] Da wurden die Räume des Vatikans gezeigt. Das stimmt. Stimmt. Ja, öffnet sich was.

[16:28] Whatever immer uns trennt, seine Worte werden uns verbinden. Ihr wisst, die USA sind ein enorm gespaltenes Land, weiß gegen schwarz und Republikaner, Demokraten und und so weiter. Ja, was immer uns trennt, seine Worte, nicht die Worte der Bibel, seine Worte werden uns verbinden. Dann habt ihr ganz viele Bilder gesehen, wo in Amerika war, wo er dann vom Kongress gesprochen hat, wo er damit mit seiner kleinen Limousine da lang gefahren ist, nicht wahr? Wo noch die Kommentatorin gesagt hat: "Das sieht aus wie ein Mr. Bean Auto." Ja, also wo man, wo man diese Sympathie für ihn erwecken möchte. Nicht wahr? Habt ihr gesehen, dass es in dem zweiten Trailer auch viele Anspielungen auf den Islam gab? Ja, Bilder von muslimischen Menschen, dann konnte man im Hintergrund sehen, wie der palästinensische Chef und der israelische Präsident sich miteinander begrüßen. Und er stellt den Weltfrieden her. Ja.

[17:20] Fand ich sehr interessant, dass offensichtlich für Amerika hier noch ganz besondere Twists zu diesem Trailer gemacht worden sind. Jetzt, ich habe mich gefragt, zurück zur Präsentation: Wer macht diesen Film und warum? Das wäre eine interessante Frage, oder? Nun, der Film ist von einem Deutschen gemacht, Wim Wenders. Ich weiß nicht, ob ihr den Namen kennt. Das ist wohl ein recht bekannter Regisseur, habe ich gelesen, bin jetzt nicht so der Kenner des Films, aber na ja.

[17:47] Aber na ja, da habt ihr ihn hier und er sagt hier: "Also am 18. Mai kommt in Amerika raus." Der der der Regisseur sagt: "Nicht in meinen wildesten Träumen habe ich erwartet, einen Film über Papst Franziskus zu machen", sagte Wenders der Vatican News. Aber als Monsignor Dario Vigano, Präfekt des Sekretariats für Kommunikation, mich einlud oder ihn einlud in den Vatikan, um das Projekt zu diskutieren, habe ich erstmal einen tiefen, tiefen Atemzug genommen und dann bin ich um den Block herum gegangen. Also, wer hat den Film initiiert? Der Vatikan selbst. Also ein ein ein Film, den der Vatikan hat sich gesagt: "Hey, wir würden gerne einen Propagandafilm machen über den Papst." Ja.

[18:29] Und dann sagt er hier weiter: "Er wusste, dass ein ganz anderer Film wird als alles andere, was er vorher gemacht hat." Und dann heißt es hier, nicht wahr, hat sich viermal mit ihm getroffen und so weiter und so fort. "Der Film erfüllt die höchsten Hoffnungen, die ich gehabt habe, denn er erlaubt es Papst Franziskus, direkt zu jedem Zuschauer und Hörer zu sprechen, fast Angesicht zu Angesicht." Und dann sagt er hier weiter: "Dies ist nicht ein Film über ihn, sondern ein Film mit ihm." Jetzt, wenn man normalerweise eine Dokumentation dreht, dann ist jeder Dokumentationsfilm eigentlich so angelegt, dass man auch ein bisschen mit Distanz das anschaut, ja? Wenn ich Dokumentation mache über das englische Königshaus, ja, oder eine Dokumentation mache über Wladimir Putin oder so, ja, dann interviewt man ihn vielleicht, aber man hat immer auch eine kritische Distanz. Oder man will ja die Person dokumentieren, aber das ist kein Dokumentationsfilm über Papst Franziskus, ist ein Dokumentationsfilm mit Franziskus, ja. Franziskus erklärt quasi der ganzen Welt im Kino, was er will. Das ist so interessant, oder?

[19:36] Na ja, und äh, das ist echt Propaganda, aber die Leute werden es wahrscheinlich trotzdem mögen. Na ja, Papst Franziskus war übrigens, man hat sich ja fast schon daran gewöhnt, dass er der Papst ist, der Weltereignisse und der Dinge, die ihm noch nie ein Papst vor getan hat. So war er jetzt auch der erste Papst der Kirchengeschichte, der die römische anglikanische Kirche in Rom besucht hat. Das ist den meisten gar nicht mehr so aufgefallen, weil das fast schon wie normal klingt, aber das war tatsächlich auch kirchengeschichtlich bedeutsam. Der erste Papst überhaupt, der eine anglikanische Kirche in Rom besucht hat. Und er hat dort beide Glaubensrichtungen aufgefordert, sich von den Vorurteilen zu entfernen.

[20:15] Nun, wir haben ja schon gesprochen, diese Rechtfertigungserklärung, die 1999 die Katholiken und die Lutheraner unterzeichnet haben und dann 2004 auch die Methodisten. Dazu gab es in diesem letzten Jahr ein wesentliches Ereignis. Weiß jemand von euch, was passiert ist? Okay, ich habe nicht sogar Leute gefragt, ist überhaupt was passiert. Also, hier kommt etwas wirklich Wesentliches, nämlich die WGRK tritt der Erklärung bei. Weiß jemand von euch, wer die WGRK ist? Ja, das wir dachten, das ist jetzt nicht so bekannt.

[20:50] Die WGRK ist die Weltgemeinschaft der reformierten Kirchen. Also, kurze Kirchengeschichte Überblick. Wer sind die Reformierten? Kirchen, also Reformation ist der große Überbegriff. Da gibt's die Lutheraner, das sind alle, die Luther folgen. Und dann gibt's die Methodisten, die folgen alle Wesley. Und dann gibt's die Reformierten. Jetzt, auf wen berufen sie die Reformierten? Ja, das sind alle christlichen Kirchen über 200, die sich auf Calvin und Zwingli berufen, inklusive einige andere Kirchen wie die Waldenser. Also, das ist, wenn man quasi den äh Christentum nicht wahr hat, man orthodoxe, Katholiken, Protestanten. Jetzt sind wir die Protestanten und teilen sie wieder auf. Da hat man die Lutheraner, die Reformierten und die Evangelikalen, so im Wesentlichen, ne? Und paar einige Sondergruppen. Das heißt, eine der Hauptgruppierungen der Protestanten ist letztes Jahr offiziell dieser Erklärung beigetreten. 1999 Lutheraner, 2004 die Methodisten, 2017 die reformierten Kirchen.

[22:03] Da habt ihr sie, wie sie hier alle gemeinsam stehen und unterzeichnen. Und kann das lesen? Na ja, geht so. Hier heißt es natürlich dann in ihrer eigenen Erklärung auf ihrer Webseite: "Heute ist ein historischer Tag und es ist signifikant und symbolisch für den Weg." Und dann heißt es hier: "Pilich sprach anlässlich des offiziellen Beitritts der Weltgemeinschaft der reformierten Kirchen, das heißt von mehr als 225 protestantischen Kirchen." Das heißt, mit einem Schlag, mit einer Unterzeichnung sind 225 protestantische Kirchen dieser Erklärung beigetreten. Ja, und die repräsentieren, glaube ich, wenn ich mich jetzt richtig erinnere, 80 Millionen Gläubige weltweit. Und wir lesen hier weiter: "Spontaner Applaus brach in der Gemeinde, wo aus in der..."

[22:53] ...in der Wittenbergischen Stadtkirche. Das heißt, wo haben sie es unterzeichnet? In Wittenberg. Wo hatten, wo haben die Lutheraner das damals unterzeichnet? In welcher Stadt? 1999, gemeinsame Rechtfertigungserklärung zwischen den Katholiken und den Lutheranern. 1999 in Augsburg. Warum Augsburg? Weil in Augsburg damals Luther noch dem Cajetan entgegenstand und gesagt hat: "Ich werde nicht widerrufen." In Augsburg hat man dann auch das äh das Bekenntnis damals abgelegt, das Augsburger Bekenntnis. Und also, die suchen sich immer schon auch ganze historische Orte aus. Und jetzt in Wittenberg äh schreiben hier 225 Kirchen im Wesentlichen: "Wir glauben dasselbe wie das Papsttum in Bezug auf die Rechtfertigungserklärung, auf die Erlösung durch den Glauben."

[23:48] Und dann heißt es hier weiter: "Als der WGRK, also dieser reformierte Generalsekretär Chris Ferguson und katholische, lutherische und methodistische Vertreter ein Dokument unterzeichneten, in der die Assoziation der WGRK zur gemeinsamen Erklärung bekräftigt wird, heute unterzeichnen wir nicht nur eine Erklärung, sondern wir bauen zusammen eine Kirche", so die Pfarrerin Reverend Naila Kassab aus dem Libanon. Ja, da war eine libanesische Theologin, die hat die Predigt gehalten und hat gesagt: "Heute ist es nicht nur, dass wir ein Dokument unterzeichnen, wir bauen eine Kirche." So, nicht ganz fertig, aber sind mitten dabei. Als ein Schritt, heißt es hier weiter, unterstrichen als ein Schritt zur vollen Gemeinschaft, hin zum gemeinsamen Zeugnis in der Welt.

[24:36] in der Welt gesehen, wie es der Wille Christi für alle Christen ist. Und der Papst Franziskus hat das auch noch kommentiert. Hier unten hat er gesagt: "Das Ganze ist ein gutes Zeichen unseres Engagements, uns zusammen als Brüder und Schwestern in Christus auf eine Reise von Konflikten zur Gemeinschaft, von Trennung zur Versöhnung zu begeben." Also in dieser Geschichte dieses Dokuments haben wir jetzt 1999 die Lutheraner, 2004 die Methodisten, 1900, 2017 die reformierten Kirchen. Da habt ihr noch mal diese Theologin aus dem Libanon, die da die Predigt gehalten hat. Und ja, hier ist genau die Statistik noch mal, die WGRK vereinigt mehr als 225 protestantische Kirchen mit einer Gesamtmitgliederzahl von ungefähr 80 Millionen Christen, aufgeteilt in Kongregationalisten, das sind alle, die keine höhere Kirchenstruktur haben, sondern wo die Gemeinden sich einzelnen treffen. So und für sich sind die ihre Pastoren selbst bezahlen, dann die Presbyterianer. Trump ist auch ein Presbyterianer, nicht wahr, die Reformierten, die Waldenser, die Unierten und die sich vereinten Kirchen in mehr als 100 Ländern. Das heißt, mit diesem Schritt sind auch ganz offiziell die Waldenser diesem Dokument beigetreten und haben gesagt: "Wir glauben dasselbe bezüglich der Rechtfertigung wie das Papsttum." Und allein bei dem Gedanken muss man fast unweigerlich an die vielen Märtyrer denken, die dort 1000 Jahre lang in den Westalpen umgekommen sind, 1000 Jahre lang.

[26:05] Und ja, leben in interessanten Zeiten. Nun, sie haben dann auch noch ein anderes Dokument unterzeichnet, das sogenannte Wittenberger Zeugnis, wo sich die, also wo die Lutheraner und die Reformierten sich auch gegenseitig zu mehr Ökumene verpflichten. Ja, also gemeinsam noch mehr zusammenkommen wollen. Und na ja, da haben wir auch noch mal den Hinweis hier auf diese gemeinsame Rechtfertigungserklärung. Und der Kommentar von America, das ist ein jesuitisches Magazin in Amerika. Äh, war natürlich dann dementsprechend, die haben das kommentiert und gesagt: "Eine der führenden Zweige des Protestantismus hat jetzt offiziell gesagt, dass es mit dem Vatikan bezüglich des Hauptthemas gemeinschaftlich oder mit dem Vatikan übereinstimmt bei dem Thema, was die Wurzel war für die Trennung der römisch-katholischen Kirche vor einem halben Jahrtausend." Und unten heißt es dann noch hier, in einem bisschen abgeschnitten, hier in einem graduellen, aber bemerkenswerten Prozess der Versöhnung in diesem Thema zwischen Christen, die einst Kriege gekämpft haben und sich gegenseitig als Häretiker bezeichnet haben, über solche Fragen. Also dieses jesuitische Magazin sagt, das ist wirklich bemerkenswert. Das geht nicht Schlag auf Schlag, aber es geht so ganz allmählich, Schritt für Schritt, sieht man, wie der ganze Protestantismus in all seinen Spielarten, die Lutheraner, die Zwinglianer, die Calvinisten, die Waldenser und so weiter, alle nach und nach zusammenkommen.

[27:39] Und dann heißt es hier, dass die Anglikaner, wer sind die Anglikaner? Das sind, das ist, das sind die Protestanten von England, nicht wahr? Die haben so ihre eigene Kirche gegründet. Ja, die waren noch mal ein Sonderfall. Von den Anglikanern wurde erwartet, dass sie dasselbe auch noch im gleichen Jahr tun werden. Wir gleich sehen, ob sie das gemacht haben oder nicht. Und dann heißt es hier weiter: "Wir freuen uns darüber, dass die historischen Unterschiede bezüglich der Lehre der Rechtfertigung uns nicht länger trennen." Ja, der Luther hat 1518 gesagt: "Ich kann alles widerrufen, aber dieses Thema kann ich nicht widerrufen." Ja, und heute sagen seine Nachfolger: "Kein Thema mehr." Und die gemeinsame Erklärung: "Effektiv Jahrhunderte alte Debatten über Glaube gegen Werke in dem..." Und jetzt, Achtung, das ist die jesuitische Sicht hier aus dem Magazin: "Die lutheranischen und die katholischen Ansichten über Erlösung miteinander vermengt werden." Das ist das, was hier steht, ja. Man kann lesen: "Merging", ja, miteinander zusammenkommen. Der Lutheraner und der katholischen Ansichten über die Erlösung, statt sie einfach nebeneinanderzustellen. Also eine Kompromiss, das ist eindeutig, es ist ein Kompromiss.

[28:59] Und das muss das Ganze gesehen werden als ein weiterer bedeutender Meilenstein auf dem Weg zur vollen sichtbaren Einheit der Christen. Nicht das Ende der Straße, aber ein weiterer wichtiger Punkt auf dem Weg. Also nach wie vor haben wir keine volle Ökumene, aber das war ein entscheidender Punkt, sagt dieses Magazin America. Und hier steht dann weiter unten, dass die Reformierten vor allem auf den Theologen Calvin zurückgehen. Na ja, und dann tatsächlich ein bisschen später im Jahr 2017 haben wir hier Erzbischof Welby, das ist der Erzbischof von Canterbury von den Anglikanern, der jetzt den Katholiken und den Lutheranern ihrerseits eine anglikanische Resolution vorgelegt hat. Ich weiß noch nicht genau, was da genau vorgefallen ist. Die Anglikaner haben das Dokument nicht unterzeichnet, haben aber ihrerseits ein Dokument produziert, indem sie gesagt haben: "Wir stimmen im Wesentlichen überein." Ja, also vielleicht gibt's irgendwelche minimalen Details, wo sie dann irgendwie gesagt haben, aber sie haben hier eine Resolution schon 2016 zusammengetragen, in der sie diese Rechtfertigungserklärung gutheißen und übereinstimmen. Und dann hier in der Westminster Abbey darstellen wollen. Da heißt es hier genau: "Können wir hier schon mal, sie haben sowohl mit den Lutheranern als auch mit den Katholiken gleichzeitig verschiedene Gespräche geführt und haben dann herausgefunden, dass man in den entscheidenden Aspekten der Erlösung mit allen übereinstimmt und das ein Zeichen der Heilung nach über 500 Jahren Trennung."

[30:55] Und so kam es dann auch am 30. Oktober, ja, kein Tag vorher, kein Tag später, es musste genau der Tag sein, warum auch immer, hat man dieses Dokument dann übergeben. Und so kann dann hier die offizielle Webseite der Anglikaner Newsservice sagen: "Lutheraner, Katholiken, Methodisten, Reformierte und Anglikaner, alle jetzt in engerer Gemeinschaft zusammengezogen." Ja, und ein ganz sonderbarer Gottesdienst allein deswegen in der Westminster Abbey. Und wie heißt es dann? "Heute hat der Erzbischof Justin Welby den Text dieser anglikanischen Resolution präsentiert und zwar hat, gegeben an den Sekretär, den Generalsekretär der lutherischen Weltföderation, an Dr. Martin Junge, und an den Sekretär des päpstlichen Rates für die Förderung der christlichen Einheit, Bischof Brian Farrell." Also die entscheidenden Leute, alle vor Ort. Und äh, also zwei wesentliche, große reformierte Gruppen des Protestantismus haben sich 2017 sowohl, also die einen in Wittenberg, die anderen am 31. Oktober mit markanten Zeichen dieser Erklärung angeschlossen. Das heißt, von allen Protestanten, die man jetzt so großflächig hat, bleibt eigentlich welche Gruppe überhaupt noch übrig, die es noch nicht unterschrieben hat? Die Evangelikalen. Genau, und da werden wir gleich noch schauen, was mit denen passiert ist. Alle anderen sind jetzt mit Rom diesbezüglich theologisch eins.

[32:36] Und das wird dann noch hier entsprechend kommentiert. Die Tatsache, dass die historischen Kirchen des Westens jetzt alle ein gemeinsames Verständnis der Rechtfertigung haben, ist eine wunderbare Art und Weise des Reformationsjubiläums zu feiern. Ja, was für eine wunderbare Weise Reformation. Und alle Kirchen glauben dasselbe, die Katholiken und die Lutheraner und die Anglikaner und die Methodisten und die Reformierten. Und dann heißt es hier: "Was uns früher getrennt hat, ist jetzt genau das, was uns vereint." Also das Jahr war tatsächlich von großer historischer Bedeutung. Und ja, ja, dann heißt es hier noch, dass man, ich war auf dieser Basis, dann noch weiter zusammenkommen kann und das Evangelium verkünden kann. Auch entsprechend haben das die Katholiken aufgefasst. Die National Catholic Reporter: "Das Event in London, das der Reformation gewidmet hat, dazu geführt, dass die Kirchenleiter sich der vertieften Einheit verpflichten." Nun, das gibt uns jetzt die Gelegenheit, so ein bisschen über das Reformationsjubiläum als solches Revue passieren zu lassen. Man hat ja schon am Anfang 2017 schon fast keine Lust mehr gehabt, nicht wahr? Man ist schon so überschüttet worden mit Reformation hier und dort und so weiter. Und so jetzt im Rückblick fragt man sich vielleicht: Okay, was ist jetzt so, nachdem der ganze Staub sich wieder gesetzt hat, was ist jetzt eigentlich am Ende bei rausgekommen? Ja, was ist jetzt so das Resultat? Und ich dachte, ich schau mal nach ein paar Quellen, die sich dieselbe Frage gestellt haben.

[34:16] Und wusstet ihr eigentlich, dass das Reformationsjubiläum eine Sache der Bundesregierung war? Das fand ich interessant. Hier, das ist die Seite der Bundesregierung. Ja, viel offizieller geht's nicht. Da heißt es hier, ähm, 2017 hat deshalb auch die Bundesregierung des Reformationsjubiläums als Ereignis von Weltrang mit vielen unterschiedlichen Projekten begleitet und gestaltet. Das war damals wohl eine Entscheidung, habe ich jetzt gelernt im Bundestag, dass man nicht die Kirche das alleine machen lässt, sondern dass der Staat selbst ähm dieses Event ja nicht nur fördert, sondern sozusagen selbst mitorganisiert. Kann man sich mal denken, warum hatte der Staat ein Interesse daran, dieses Reformationsjubiläum als Regierung, als Staat zu fördern und zu organisieren? Was würdet ihr sagen, was war wohl das Interesse des Staates? Vielleicht, wenn jetzt keine Idee habt, dann dann dann lasst euch nie aufstellen für eine Bundestagswahl. Was hat so ein Politiker wohl gedacht? Reformationsjubiläum, was, was hat den wahrscheinlich dazu bewogen zu sagen: "Hey, das müssen wir als Staat übernehmen?"

[35:32] Beliebtheit. Frieden. Ja, Wirtschaftswachstum. Da kommen Millionen von Menschen ins Land, und insbesondere in Länder wie Sachsen-Anhalt und Thüringen, und und ich, die ganzen Reformationsstädte, die sich über die jetzt vielleicht nicht so oft besucht werden wie Mecklenburg-Vorpommern, aber wo man einfach jetzt investieren kann, Infrastruktur und neue Museen und dies und jenes. Das lohnt sich. Oder vielleicht, man hat, ich habe gelesen, man hat sogar gehofft, ein neues Sommermärchen zu machen. Ja, so wie bei der Fußball-WM 2006, alle Leute, die ganze Welt kommen nach Deutschland, nicht wahr? Und man kann sich präsentieren als weltoffen und so weiter. Aber interessant ist, dass eines der Regierungsbeschlüsse war, dass dieses Fest den verschiedenen anderen Dingen, nicht wahr, hier bla bla auch, das Reformationsjubiläum wurde international und im ökumenischen Geiste gefeiert. Da heißt es hier: "Folgende Ziele hatte sich die Bundesregierung gesteckt und erreicht." Also unsere Bundesregierung hat damals schon gesagt, wenn das Reformationsjubiläum kommt, werden wir das organisieren, und es muss ökumenisch sein. Hab mir gedacht, merkwürdig, warum muss die Bundesregierung entscheiden, dass das Reformationsjubiläum ökumenisch sein muss? Ja, hat eigentlich nicht sowas mit, also ich hätte mir ein bisschen mehr Trennung von Kirche und Staat gewünscht. Na ja, aber das habe ich mir nicht erfunden, das steht auf der Seite der Bundesregierung. Okay, also nicht, dass ihr sagt, das hat der Christopher irgendwie, das steht hier.

[37:05] Sie haben sich vorgenommen und erreicht. Erreicht haben sie das zumindestens, ja, das kann man sagen. Hier heißt es: "Die größte Überraschung des Reformationsjubiläums war tatsächlich, dass in Deutschland Katholiken und Lutheraner gerne gemeinsam miteinander gefeiert haben." Es gab in den Jahren und Jahrzehnten zuvor so ein bisschen Rückschritte in der ökumenischen Bewegung, und das hatte vor allem mit dem Papst zu tun. Schauen wir mal hier, es ist die größte Überraschung dieses Jubiläumsjahres, dass Lutheraner und Katholiken dann doch zusammen feiern konnten. Und da gab es hier dieses diesen Versöhnungsgottesdienst in Hildesheim unter dem Motto "Healing of Memories", das Heilen der Erinnerung. Das war für viele in den Kirchengemeinden der Höhepunkt des Reformationsjubiläums. Und es gab auch kritische Stimmen. Ja, es gibt einige Katholiken, denen war das zu viel Ökumene. Hier z.B. der Kardinal Rainer Maria Woelki, der hat gesagt, das ist ein bisschen zu viel und hat sich beschwert, hat gesagt: "Wir können mit den Lutheranern nicht so eng zusammenarbeiten, weil die Lutheraner so liberal sind in vielen praktischen Fragen des christlichen Lebens." Ja, ganz interessant. Na ja, und dann hier noch ein Bericht von diesem vom Abschluss des Reformationsjubiläums, ein Kreuz als Versprechen. Da haben wir die Protagonisten, den Stein, man erkennt hier, was vermutlich die anderen beiden sind, der Bedford Strohm, das ist äh hier der führende Persönlichkeit der Lutheraner, der EKD, und hier haben wir den Kardinal Marx. Ja, die beiden sind sehr eng befreundet, wohnen, arbeiten fast nebeneinander und haben das ganze Reformationsjubiläum sehr eng zusammen gewirkt. Und wie heißt es dann im Kommentar: "500 Jahre nach dem Beginn der Reformation haben Katholiken und Protestanten ihren Willen zu einer umfassenderen Annäherung unterstrichen."

[38:57] Papst Franziskus und die evangelisch-lutherische Kirche kündigten am Dienstag an, auch das ökumenische Ziel eines gemeinsamen Abendmahls nach dem Ende der Reformationsfeierlichkeiten weiter zu verfolgen. Also, dieses ganze historische Geschehen mit der Rechtfertigungserklärung darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es noch Unterschiede gibt. Ja, man kann z.B. noch nicht gemeinsam Eucharistie feiern. Und sie haben sich hier verpflichtet, obwohl das Jahr 2017 vor zu Ende geht, wollen wir weiter auf dieses Ziel hinzuarbeiten, weil wenn man gemeinsam Abendmahl feiern kann, dann kann man im Grunde genommen dann die Kirchen zusammennehmen. Nicht mehr oder weniger für die Zukunft verpflichten wir uns, unseren gemeinsamen Weg zur größeren Einheit fortzusetzen, erklärte der von Rom eingesetzte päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen, sowie der lutherische Weltbund in einer gemeinsamen Stellungnahme. Und zuvor hatte Bedford Strohm den Katholiken symbolisch die Hand ausgestreckt und ach, das genau, sehr, sehr interessant hier, ja, unterstrichen vor den Augen von Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, die ganze, ganze Prominenz war da und zahlreichen Gästen aus Gesellschaft, Politik und der weltweiten Ökumene.

[40:08] Wandte er sich in seiner Rede direkt an Papst Franziskus. Der war nicht da, also trotz der Einladung ist der Papst Franziskus nicht gekommen. Ja, auch vermerken, aber er hat ihn eingeladen. Achtung, wann immer du einmal hierher nach Wittenberg kommst, dann werden wir dich, ein halbes Jahrtausend nach der Verbrennung der Bannbulle, von ganzem Herzen willkommen heißen. Das so ein Ding. Oder er sagt, ja, vor 500 Jahren ist deine Bulle von Luther hier verbrannt worden, hier in Wittenberg, und wenn du jetzt kommst, werden wir dich mit offenen Armen empfangen. Ja, Papst, du musst dich sehr geändert haben. Oder jetzt hat's sich ganz und gar nicht geändert. Man müsse mit Christus reden und dann mutig voranschreiten. Kann man sich natürlich fragen, was der Luther dazu gesagt hätte. Und der Kommentar hier auf der offiziellen Seite der 500 Jahre Reformation von Bedford Strohm: "Die Botschaft der Reformation trennt uns nicht mehr." Das muss man sich mal vorstellen, weil die Reformation hat zur Trennung geführt, nicht wahr? Und was hat zur Reformation geführt? Es war die Botschaft der Reformation. Ja, der Luther hat ja nicht gesagt: "Ich will zwei Kirchen haben." Der Luther hat eine Botschaft, die die Botschaft, die Luther gepredigt hat, war Gerechtigkeit aus dem Glauben, verschiedene andere Dinge, die entdeckt hat. Und diese Botschaft hat zur Trennung geführt. Und wenn der Bedford Strohm sagt, die trennt uns nicht mehr, dann ist irgendwas mit der Botschaft. Ja, was ist mit der Botschaft geschehen?

[41:28] Und hier heißt es: "Schulterschluss vor dem Reformationsjubiläum mit Blick auf die Feiern zum 500. Jahrestag des lutherischen Thesenanschlags stellen evangelische und katholische Kirche in Deutschland ihre Gemeinsamkeiten heraus." Und Kardinal Marx sagt: "Das ist was ein fast revolutionäres Ignis." Also die sind selbst zum Teil überrascht, wie schnell und zügig das in vielen Bereichen dann doch vorangeht. Es gab, wie schon angesprochen, ganz besonders von vielen als Höhepunkt betrachtet, diesen ökumenischen Buß- und Versöhnungsgottesdienst am 11. März in der Michaeliskirche in Hildesheim. Und ich weiß nicht, wer das Bild geschossen hat, aber na ja, "Erinnerung heilen", schreibt die katholische und evangelische Kirche demonstrieren bei einem Gottesdienst Eintracht. Ja, prominente Gäste unterstreichen die Bedeutung des Ereignisses. Aber eins ist doch interessant hier, heißt es: "Luthers die Pleite des Jahres." Das lag weniger an der Theologie, das lag daran, dass die Leute nicht kamen. In vielen Orten auch, das ist vielleicht gar nicht so bekannt, sind die Zuschauerzahlen bei den Veranstaltungen, bei den Museen, bei den Ausstellungen weit unter den Vorstellungen zurückgeblieben. Es ist schon kurz danach jetzt eine Debatte entbrannt, wer für die vielen Millionen mehr Kosten aufkommt. Ja, das sind also viele, viele Städte, Kommunen haben zum Teil heftig investiert und die Leute kamen nicht. Ich würde mal sagen, der Staat hatte sein eigentliches Anliegen nicht erreicht. Aber auf der kirchlichen Seite hat hat der Sache natürlich genutzt.

[43:12] Das vielleicht auch interessant. Ja, der Staat wollte vielleicht viel Geld machen, damit das nicht, nicht, nicht, hat nicht funktioniert, aber die Ökumene ist trotzdem vorangeschritten. Und das vielleicht nur so nebenbei, das fand ich ganz interessant. Hat jemand hier einen Kommentar geschrieben: "Was Luther noch zu sagen hat?" Was meine, gab's ja viele Kommentare diesbezüglich, und wir haben uns ja auch ein bisschen versucht, darin. Und der geht ja so ein bisschen verschiedene Dinge. Und dann sagt er hier folgendes: Das ist interessant, auf der entgegengesetzten Seite müsste jedch auch die Öffnung hinterfragt werden, wenn er beschreibt darüber, dass man heutzutage ja sehr offen die Dogmen hinterfragt und dass man auch das Glaubensbekenntnis nicht mehr so glauben muss, wenn man in der Kirche und so weiter. Auf der entgegengesetzten Seite müsste jedch auch die Öffnung hinterfragt werden, der sich die Kirchen verschrieben haben. Zwar befürchten viele Kirchenleute vermutlich nicht ganz so unrecht schnell wieder in den Ruch autoritärer Formulierungen zu geraten, sobald sie die fordernde Seite des Christentums stärker hervortreten lassen. Also er sagt, nicht wahr, viele Christen haben heute Angst, wenn man das Christentum als etwas darstellt, wo man etwas auch tun muss, ja, wo man sich an was halten muss, wo man was fordern muss.

[44:26] Insofern hat es schon seinen Sinn, wenn beide Kirchen heutzutage betont offen auftreten und insbesondere die evangelische Kirche alles, was mit Öffnung zu tun hat, fast schon reflexartig gut heißt. Das Manko einer Religion im Modus der Dauerreflexion ist indes nicht ein Mangel an Offenheit, sondern ein Mangel an Bindung. Eine empirische Erhebung nach der anderen führt den Nachweis, dass es den Kirchen oder modernen Bedingungen nur höchst unzureichend gelingt, Menschen neu den Glauben zu gewinnen. Die Herausforderung besteht also darin, eine Form des Glaubens zu finden, die einerseits den modernen Anspruch der Autonomie gerecht wird, andererseits aber auch den fordernden und bindenden Charakter des christlichen Glaubens zur Geltung bringt. Also er sagt mit anderen Worten, die Kirchen sind so leer, weil alles so beliebig ist. Niemand mehr überhaupt noch sagt: "Du solltest das glauben, wegen der Bibel." Ja, dass sich niemand mehr den Kirchen anschließt. Warum sollte ich einer Kirche beitreten, wo ich alles glauben kann und nichts verbindlich ist? Und sein Punkt ist, Luther würde heute sagen, wir müssen wieder mehr Verbindlichkeit haben und wieder mehr zu klaren Inhalten stehen. Einen solchen doppelten Ansatz hat auch Martin Luther in seiner Reformation verfolgt. Dogmatik, Liturgie und Hierarchie wollte er auf ein notwendiges Minimum beschränken. Das war der autoritätskritische Teil seines Projektes. Zugleich schärfte der Reformator jedoch ein, dass im Mittelpunkt des christlichen Glaubens das Gewissen und die Buße stehe. Im Christentum geht es also um die Beziehung mit bindender Wirkung. Dies geschah im 16. Jahrhundert zu gänzlich anderen, in religiöser Perspektive vermutlich deutlich komfortableren Bedingungen als heutzutage.

[45:58] Vielleicht wäre es dennoch ein Versuch wert, sich auch jenseits des historischen Grabens, der die Gegenwart vom 16. Jahrhundert trennt, von Luther anregen zu lassen. Heißt auf Deutsch, der sagt, was Luther heute sagen würde, wäre: "Wir können nicht so weitermachen, wie die großen Kirchen, wo man sagt, na ja, egal, was du glaubst, Hauptsache, du bist in der Kirche und zahlst deine Kirchensteuer." Wir bräuchten

[46:18] zahlst deine Kirchensteuer. Wir bräuchten wieder etwas Verbindliches, wo Buße und das Gewissen eine Rolle spielen, wo man dem Gewissen folgt und Buße – anderes Wort für Buße ist Umkehr – wo das Evangelium echte Bekehrung, ja, echte Bekehrung, echte Umkehr, echtes Gewissenschristentum, aber die Dogmen und Autorität und Hierarchie auf ein Minimum beschränkt, nur so viel wie nötig ist. Kennt ihr irgendeine Kirche, die sich das theoretisch auf die Fahnen geschrieben hat? Das klare Evangelium, aber nicht festgefahren in Dogmen und nicht festgefahren in autoritären Hierarchien?

[47:00] Kennt ihr eine? Scheint mir fast so zu sein, als ob hier jemand, der mit uns überhaupt nicht zu tun hat, einfach die kirchliche Lage in Deutschland, in der Welt betrachtet im Jahre 2017 und sagt: "Hey, das ist, was den Menschen eigentlich fehlt. Die sind mit den großen Kirchen nicht zufrieden, weil alles beliebig ist. Sie bräuchten etwas, was wirklich fordernd, was bindend ist, aber wo es wirklich um Beziehung, wo es um Glauben, wo es um Bekehrung geht, um Buße, und wo man nicht einfach nur mit Dogmen und mit mit Hierarchie und Liturgie zugedröhnt wird."

[47:34] Das ist interessant. Wir denken immer, unsere Botschaft ist so unattraktiv. Scheint so, als ob die Menschen, wer sich danach sehnt und nur nicht weiß, dass es so etwas gibt, was der Herr zu sagen hat. Na ja, übrigens, der Papst ist auch 2017 selbst immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik gewesen. Es gibt im Vatikan eine kleine Revolution gegen ihn. Das haben wir in der letzten, im letzten Joel Media Spezial schon gesehen, weil der Papst ja doch sehr liberal auch ist in seinen Ansichten, auch politisch. Da gibt's einige Konservative, die können das überhaupt nicht ausstehen, dass er sich für viele Neuerungen einsetzt und so weiter. Und da haben einige Theologen ihm tatsächlich Häresie vorgeworfen. Ja, ich weiß nicht, ob die jetzt das gleiche Schicksal erleiden wie dann der Luther, aber vermutlich nicht.

[48:24] Nun, gehen wir ganz kurz zum Bereich der orthodoxen Kirchen. Das ist immer etwas, was man so ein bisschen vernachlässigt, aber wo sie auch einiges getan hat und was sehr wichtig ist. Schon wieder ein Jahrtausendtreffen. Ja, also, wenn der, wenn der Luther Quatsch, wenn der Franziskus jemanden trifft, dann ist es ein Jahrtausendtreffen. Aber hier war es mal wieder so: Wen hat er diesmal getroffen? Den Papst der Kopten. Wusstet ihr, dass die? Wisst ihr, wo die Kopten sind? Wer ist die koptische Kirche in Ägypten? Wusstet ihr, dass die Kopten einen eigenen Papst haben? Jetzt wisst ihr es. Genau. Und mit dem hat er sich getroffen, und das war auch schon seit 1000 Jahren nicht mehr gegeben, dass der Papst der Kopten in Ägypten und der Papst der römischen Kirche sich getroffen haben.

[49:01] Also, der, der, der Franziskus, der hat seine Fühler an allen Seiten des Christentums, ja, die Evangelikalen in Amerika, nicht wahr, und die Lutheraner hier, und die Reformierten da, und die Anglikaner, und auch die Kopten. Sogar und hier heißt es: Was war das Besondere an diesem Treffen? Papst Franziskus, Oberhaupt der Römisch-Katholischen Kirche, Patriarch Bartholomäus der Erste, Oberhaupt der orthodoxen Kirche, nicht wahr? Da haben wir schon öfter was von gehört von dem Bartholomäus und Papst Tawadros der Zweite. Jetzt wisst ihr, wie heißt Tawadros der Zweite? Papst, Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche. Ein Treffen auf Augenhöhe, bei dem keiner der Teilnehmer dem anderen unterlegen ist. Eine besondere Gelegenheit, dass die drei Oberhäupter zusammenkommen, ist seit über einem Jahrtausend nicht mehr der Fall gewesen. Deswegen kann ja von einem historischen Treffen gesprochen werden.

[49:54] Nun, und äh, dann haben wir hier den Papst, natürlich mit Bartholomäus, mit dem Oberhaupt der orthodoxen Kirchen. Und hier gibt's interessante Sätze zu lesen: "Papst Franziskus hofft auf eine weitere Annäherung zwischen der katholischen und den orthodoxen Kirchen. Die vollständige Gemeinschaft müsste unter den heutigen Bedingungen wiederhergestellt werden." Und da heißt es dann hier: "Ausgangspunkt muss die Erfahrung des ersten Jahrtausends sein, als alle als Christen in Ost und Westen noch gemeinsam Eucharistie gefeiert haben." Und und da gibt's mittlerweile auch Theologen, ja, Theologen, die katholisch und orthodox sind und die gemeinsam jetzt versuchen, da einen Konsens zu finden, um die beiden Kirchen wieder völlig zusammenzuschweißen. Das wird vielleicht noch ein bisschen dauern. Ihr wisst, gerade die Orthodoxen, bei denen gehen die Mühlen noch langsamer als in Rom. Ihr könnt euch erinnern, letztes Jahr gab's das, das, das Konzil. Ich weiß nicht, ob das das erste seit im Frühmittelalter war. Und selbst dann waren noch nicht alle bereit dafür. Also, mal schauen, wie schnell das geht.

[50:58] Aber hier heißt es: "Papst Franziskus auf dem Weg zur Einheit von katholischer und orthodoxer Kirche." 27. Juni 2017. "Zur sichtbaren Einheit gelangt ist." Der Kommentar hier: "Vor allem die vom Papst beanspruchte, jetzt Achtung, vor allem die vom Papst beanspruchte rechtliche Vorrangstellung hemmt dabei die Annäherung." Sie sind seit 1054 getrennt. Doch Papst Franziskus will den orthodoxen Entgegenkommen. Also, mit anderen Worten, im 11. Jahrhundert haben sich die Katholiken und die orthodoxen getrennt. Und ein Haupthindernis war ja nie die Theologie. Die orthodoxen haben fast dieselbe Theologie wie die Katholiken. Sie glauben an die, an die Bilder und an die Maria und an die Heiligen und an die Kirchenväter. All das. Der Haupttrennungsgrund war im Wesentlichen, neben Kleinigkeiten, theologischer Natur: Der Anspruch des Papstes über alle zu regieren. Das haben die orthodoxen nie angenommen. Ja, und jetzt ist die Frage: Wie kriegt man das irgendwie hin, dass sie den Papst anerkennen, ohne ihr Gesicht zu verlieren? Ja, und Franziskus bietet an, da entgegenzukommen.

[51:56] Das ist vielleicht für uns interessant, weil wenn er die Methode dort anwendet, dann vielleicht auch irgendwo anders, wo auch andere christliche Kirchen sagen: "Wir können das, die Vorherrschaft des Papstes nicht anerkennen." Das ist das eines der Probleme noch mit den Evangelikalen, mit den ganzen Protestanten. Nicht wahr? Jetzt, was schlägt er vor? Gibt's verschiedene Dinge. Ja, also, ein Franziskus schrieb: "Beide Kirchen sehen heute, wie drängend es ist, einer vollen und sichtbaren Einheit zu gelangen. Das ist dringlich." Und jetzt, Achtung, "Dabei sei auch ein gemeinsames Verständnis der Amtsausübung des Bischofs von Rom möglich", so der Papst. "Diese sei im Kontext der Synodalität und im Dienst der Gemeinschaft der Kirche zu sehen."

[52:46] Jetzt, was heißt Synode? Weiß jemand, was eine Synode ist? Was ist Synode? Synode heißt, wenn alle zusammenkommen. Ja, wenn so die verschiedenen, also, wenn die verschiedenen Vertreter der Kirchen zusammenkommen. Und die Idee ist jetzt, also, man könnte ja das Primat des Papstes, also diese oberste Stellung des Papstes, neu definieren als derjenige, der im Kontext, dass alle gemeinsam zusammen sind, nicht wahr, alle gemeinsam eine Synode bilden, einfach innerhalb dieses Kontextes so quasi eine Führungsrolle hat. Und das ist ganz interessant. Das heißt, der Papst würde weiterhin das Oberhaupt sein, aber nicht einfach nur der Diktator, sondern im Dienste der Gemeinschaft. Ja, da für unser aller Gutes müssen wir alle zusammenkommen und irgendeiner muss ja leiten, nicht? Ja, so in diesem Sinne. Das ist so der, der theologische Plan.

[53:42] Und was ist mit den Evangelikalen? Kommen wir zu den zurück, weil die uns vielleicht auch besonders interessieren. Und ja, sie waren schon wieder beim Papst. Also, wenn ihr gedacht habt, das war 2014 mit dem Tony Palmer mal so eine Eintagsfliege und das ist dann halt wieder im Sande verlaufen. Nein, Jahr für Jahr sind dort Leute, hochrangige Leute beim Papst. Und das ist hier wieder von der Seite vom Thomas Schirmacher: "Delegation der Evangelischen Allianz beim Papst." Papst Franziskus hat am Donnerstag – das ist jetzt vor wenigen, ja, Anfang Januar 2018 gewesen – Papst Franziskus hat am Donnerstag eine Delegation der Vertretung evangelikaler Christen weltweit im Vatikan empfangen. Thema des Treffens mit der weltweiten Evangelischen Allianz war auch die Entwicklung Richtung eines ständigen Komitees, das den Dialog zwischen Vatikan und Evangelikalen koordiniert", sagt der Generalsekretär der Allianz, Thomas Schirmacher.

[54:37] Also, mit anderen Worten, nach diesem Treffen im Tony Palmer hat sich jetzt so eine Gewohnheit entwickelt. Ja, die, die, sie sind in einem ständigen Austausch. Jetzt interessant ist: Die Evangelikalen haben 2017 das Dokument nicht unterzeichnet. Ihr erinnert euch vielleicht. Ja, das da war die Idee möglicherweise in Rom im im im Frühjahr 2017 das zu unterzeichnen. Hat nicht stattgefunden. Und es sieht so aus, als ob theologisch doch noch ein bisschen mehr aufzuarbeiten ist, als der Tony Palmer gedacht hat. Der Tony Palmer hat ja gesagt, nicht wahr, alles vorbei, Ende aus. Ja, wir müssen nur noch unterschreiben. Und im Gespräch mit den Theologen zwischen Evangelikalen und und Katholiken sieht so aus, als ob es noch ein bisschen mehr Zeit braucht. Aber sie haben jetzt ein ständiges Komitee eingerichtet. Ja, wo man also ständig jetzt im Kontakt ist. Und das wird wahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass auch dort die Einheit erreicht wird.

[55:26] Und so sagt hier: "Es gebe auch im theologischen Fortschritte, etwa bei der Rechtfertigungslehre." Also, wenn es da Fortschritte gibt, heißt es, sie haben noch zu arbeiten. Oder aber sie machen Fortschritte. Und da seht ihr hier einige Vertreter des Vatikans und der weltweiten Evangelikalen Allianz. Und dann gab es wieder auch das. Ist mittlerweile ein eine Mode, so ein gigantisches ökumenisches Treffen. Ja, nach John 17 Movement und nach Unity hieß das diesmal Kairos. Und Kairos ist griechisch und heißt – weiß es jemand? Kairos heißt also im altgriechischen heißt es – weiß im altriechen heißt Kairos Zeitpunkt. Ja, da gibt Chronos ist so die die die chronologische Zeit und Kairos ist der ist auch Wetter. Auch Wetter. Okay, ich glaube aber hier ist auf jeden Fall der der Zeitpunkt gemeint. Ja, also 2017, ein ein besonderer Zeitpunkt. Und dazu will ich euch kurz was vorspielen.

[57:18] wichtigste Ereignis, was zu tun hat mit diesem ist das wichtigste, was in dem Leib Christi passiert ist, das vor wenigen Jahren passiert ist. Auf den jetzt kommt genau der größte, größte Gemeindeteilung der Kirche, also Reformation, katholische Kirche.

[58:44] Kirche, also sagt, jetzt denk drüber nach: "Inmitten der Familie Gottes werden wir die Protestierenden." 500 Jahre protestiert. Also, er macht sich lustig über den Gedanken des Protestierens.

[59:39] diese Katholen, die Lutheraner, 1999. Genau das gleiche. Also, wie wunderbar das ist, nicht wahr? Das ganze Prozess ist daraus. Ja, das ist jetzt die katholische Lehre.

[1:01:16] Natürlich kann man das noch verbessern. Mir fällt nichts ein.

[1:01:41] Glaubenskollektiv.

[1:01:49] Protestanten, als diese Gemeindeteilung stattfand und dieser Geist der Trennung sich auf den Thron setzte, haben uns seitdem immer noch mehr zersplittert und zersplittert und zersplittert. Da ist die Wurzel. Also war da.

[1:02:12] Aber an dem Tag, wo das unterschrieben haben und sie geredet haben und ihre Hände drauf gelegt haben, also an dem Tag, 1999, als das unterschrieben haben. Jetzt Achtung. Also, die haben 5 Jahre lang an diesem Dokument geschrieben und haben wohl gebetet. Wohl meint er viel Gebet zu Gott.

[1:02:55] Türöffner. Er sagt, also der Geist Gottes hat diesen Geist der Trennung vom Thron genommen und ihn unter unsere Füße geschmissen. Also, ihr wisst ja nicht mal, das ist einer der Hauptberater von Donald Trump. Nicht, ich, ich muss immer noch mal erinnern, nicht wahr? Das ist einer der Hauptberater, also nicht in politischen Dingen, aber in religiösen Dingen, ist gehört er zum Beraterstab von Donald Trump. Und er sagt, die protestantische Reformation war das Grundübel. Da kam der Geist der Trennung, der der protestier des Protestierens rein. Und dann hat es 5 Jahre gedauert, bis die Katholiken und die Evangelikalen, die Lutheraner, gemeinsam gebetet haben. Und als sie 99 das unterschrieben haben, da kam der Geist Gottes und hat die Trennung besiegt. Ja, und na ja, ich lass es mal hierbei.

[1:03:42] Na ja, jedenfalls dieses riesen Ding, dieses Kairos-Event fand natürlich statt. Und gehen wir ganz kurz hier rein. Ohne, ich kann auch keine Videos vorspielen, denn alle Videos sind kostenpflichtig und ich wollte da kein Geld für bezahlen.

[1:03:58] Ähm, aber sie haben sich ein tolles Jahr ausgesucht, weil es war gleichzeitig, nicht nur – das könnt ihr gar nicht lesen – nicht nur 500 Jahre Reformation, sondern auch noch 50 Jahre Jubiläum der charismatischen katholischen Bewegung und 50 Jahre Jubiläum des der messianischen Juden und 40 Jahre der ökumenischen charismatischen Konferenzen in der Hauptstadt Kansas City. Also, da kam wie alles zusammen. Und na ja, da haben sie also hier verschiedene Programme gehabt und wollen dann gemeinsam Leute ausbilden, die in all ihren Kirchen, überall, wo sie hingehen, diesen Gedanken der Einheit vermitteln. Und hier habt ihr einige der Hauptsprecher. Und na ja, er deswegen hat er geworben. Ich war Hauptsprecher da gewesen. Und der andere Hauptsprecher ist Kardinal Daniel Dinardo gewesen. Und ihr ahnt schon beim Titel: Kardinal. Das war ein Katholik. Und Kardinal Dinardo ist nicht irgendjemand. Das ist der Erzbischof von Galveston, Houston. Das ist der Präsident der US-amerikanischen Bischofskonferenz. Also, wenn man denkt, der Copeland, der ist nicht ganz ganz ernst zu nehmen. Der war Hauptsprecher der Copeland. Und dann der Erzbischof, also nicht der der der Präsident der US-amerikanischen Bischofskonferenz, der kleinste Teil eine Jesuitenschule besucht hat in Pittsburg. Die waren die Hauptsprecher bei der Konferenz. Viele andere Sprecher. Würde nicht die Zeit jetzt ausreichen, alle zu zeigen.

[1:05:16] Aber den kennt ihr vielleicht auch noch, der John Arnott. Das ist der von dem Toronto Blessing, ja, wo die Leute damals alle umgefallen sind und angefangen haben, sich wie Tiere zu gebärden. Und dieser John Arnott war ja damals auch beim Papst gewesen, ja, beim Tony Palmer. Das also dieselben Kandidaten immer dabei. Und da gibt's ein Bericht von dem Treffen und wird erzählt, wie toll das war. Und dann heißt es hier: "Zum ersten Mal Katholiken und nicht Katholiken und Orthodoxe sogar und messianische Juden, alle zusammen und andere Christen und alle gemeinsam gebetet und gefastet für die." Und jetzt kommt Weltevangelisation. Und jetzt kam hier interessanter Kommentar, den ich kurz vorlesen möchte: "Wir glauben, der Weg der Ernte wird jetzt kommen. Der Leib Christi ist in dieser Stunde, also wir sind jetzt in dieser Zeit. Gott bringt seine Braut fast wie eine Esther, so ein Moment wie bei Esther ist das jetzt in so eine ganz schöne Situation. Er schmückt sie, die Gemeinde, und sie macht sich bereit, den König zu treffen." Das klingt doch toll, oder? Die Gemeinde macht sich bereit, Jesus kommt wieder. Das wollen die auch jetzt.

[1:06:27] Achtung, wir sind in dieser dieser Zeit, nicht wahr, wo die Braut sich vervollkommnet. Klingt schon interessant. Nicht wahr? Und die Braut sich jetzt schmückt in der Schönheit und so weiter. Wir glauben, das ist jetzt das große Wir. Wir sind jetzt in diesem Brautparadigma. Und wir tun das. Der Leib Christi ist bereitet sich selbst vor. Und es wird noch viel harte Arbeit sein, die Menschen zu gewinnen, so dass wir diesen Traum haben. Und also die Idee ist, Jesus kann wiederkommen, wenn die Braut bereit ist. Wodurch muss ich die Braut vorbereiten nach dieser Idee hier? Einheit. Jetzt denk mal einen Schritt weiter. Wenn Jesus wiederkommen kann, gemäß ihrer Vorstellung, wenn alle Christen eins sind, und dann ist die Braut bereit, dann ist sie vollkommen. Oder das ist die Braut eins. Wie wird man irgendwann über die denken, die sagen: "Hey, wir sind Christen und wir machen bei euch nicht mit." Wie wird man über die denken, die sagen: "Wir wollen mit dieser Einheit nicht zu tun haben?" Sind das am Ende dann nicht die, die die Wiederkunft oder das Ende verzögern, weil sie diese diese Vervollkommung der Braut, der ein Hindernis sind, ein Hindernis für das für die Ernte? Fand ich ganz interessant, diesen Gedanken.

[1:07:45] Nun, wir haben noch ein paar Minuten und wir müssen natürlich auch über diesen Herren sprechen, Donald Trump. Er war beim Papst und es gab Zeiten, wo man dachte, jedes Mal, wenn irgendjemand beim Papst ist, ist das weltbewegend. Ich würde nicht so viel hineininterpretieren, die Tatsache, dass Donald Trump beim Papst war, denn es ist relativ offensichtlich, dass die beiden sich nicht so sehr mögen. Da gibt's relativ viele Hinweise dafür. Aber trotzdem haben sie miteinander gesprochen. Und wir werden gleich noch mehr dazu sagen. Hier wird vorher schon gesagt bei CNN: "Ein unvorhersehbares Paar trifft sich schlussendlich." Und sie haben ja im Wahlkampf von Trump hatten sie schon aneinander sind sie aneinander geraten, als der, der, der, der, der, der Papst den Trump kritisiert hat für diesen Plan mit dem Mauerbau. Und dann hat der, der, der Trump gleich zurückgekickt. Hat man schnell sich irgendwie wieder entschuldigt, weil man natürlich schon ahnte, das könnte dann irgendwie nicht gut ausgehen.

[1:08:41] Und hier haben wir den Kontrast: Der heilige Mann in Weiß, der die gute Nachricht für die Armen predigt, und dann der Geschäftsmann im dunklen Anzug, der die amerikanische Extravaganz repräsentiert. Ja, kam sich ja zusammen. Und das fand ich, das fand ich wirklich lustig.

[1:09:01] Da wird hier der, der Trump 2013 zitiert. Trump hat früher den Papst ganz toll gefunden. Zitat: "Ich zitiere Donald Trump: 'Der neue Papst ist ein sehr demütiger Mann', tweetete Trump, genauso wie ich." Was wahrscheinlich erklärt, warum ich ihn so sehr mag. Manche Sachen muss man einfach ohne Kommentar stehen lassen.

[1:09:22] Ja, und hier haben wir die Highlights von diesem Treffen zwischen Trump und dem Papst. Kamen natürlich Geschenke ausgetauscht. Wisst ihr, was der Papst dem Trump geschenkt hat? Eine, eine, eine Exemplar seiner Enzyklika über den Klimawandel. Das war interessant. Also, das natürlich einmal bemerkenswert, weil der Trump den Klimawandel ablehnt. Ja, und haben natürlich alle gesagt, der, der Papst, der will ihn jetzt hier so bekehren. Aber ihr wisst vielleicht auch, was in der Enzyklika auch noch so drin steht, außer dass es einen Klimawandel gibt. Damals ausführlich aufgedröselt in der Klima-Enzyklika sagt der Papst: "Eines der wesentlichen Mittel, um die Klimasache voranzubringen, ist Sonntagfeier. Denn am Sonntag, wenn man nicht arbeitet, hat man Zeit, sich mit der Natur zu beschäftigen." Ja, und ist ganz, ganz entscheidend. Ja, und Eucharistie. Die Eucharistie ist die Möglichkeit, die Verbindung zwischen dem Göttlichen und dem dem dem irdischen, ich war, der dem materiellen. Da steckt vielleicht mehr hinter als nur, ich weiß du, den Klimawandel nicht nur so als als Gedanke.

[1:10:30] Und entsprechend hat der Vatikan versucht, sehr viel Gemeinsames zu finden. Ja, gemeinsame Themen wie, also für das Leben, gegen Abtreibung und Freiheit der Anbetung und des Gewissens und so weiter. Und dann hier der Ludwig Müller, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, der da Doktor des Lehramtes für die Lehre und Hirtendienst, sagte dann: "Ich bin sehr zufrieden, Frieden, dass es mit der religiösen Freiheit in USA jetzt besser ist." Und auf Nachfrage sagt er noch einmal: "Ich bin sehr zufrieden." Also, der Mann versucht sich schon auch mit dem Trump hier gut zu stellen. Wie gesagt, auch Spiegel Online hat er festgestellt, das Geschenk war ziemlich bemerkenswert.

[1:11:13] Und was auch interessant war, das habt ihr vielleicht auch gesehen, dass die Frauen, also die, die, die Melania und die Ivanka, hier so schwarze Schleier getragen haben. Und das war deswegen merkenswert, weil sie direkt vorher in Saudi-Arabien gewesen waren und dort kein Schleier getragen haben. Jetzt, man würde ja denken, dass man, wenn man schon irgendwo Schleier trägt, wohl eher ein in Saudi-Arabien trägt als in Rom. Ja, und in Saudi-Arabien war nichts davon zu sehen, aber hier in Rom. Und der Kommentar der Frankfurter Allgemeine war auch: "Ivanka schmückte ein Schleier auf dem Haar, damit folgen die Frauen im Gefolge Trumps einer alten Tradition, die allerdings bereits unter Benedikt dem Sechzehnten für nicht-katholische Ehefrauen von Staatschefs unüblich wurde." Also, es wird eigentlich, der der Vatikan fordert das.

[1:11:55] eigentlich der Vatikan fordert das gar nicht mehr, wenn man nicht Katholik ist, aber sie haben das freiwillig gemacht, um irgendwie so ein Zugehörigkeitsgefühl zu erzeugen, fand ich ganz interessant.

[1:12:06] Nun, was wurde aus seinen merkwürdigen Beratern? Ihr habt von dem wir hatten damals den Steve Bannon erwähnt, der so enorme gute Kontakte zum Vatikan hatte und sein Chefstratege war. Ihr wisst vermutlich mittlerweile, ist er ganz weg vom Fenster. Erst hat er das Weiße Haus verlassen müssen und dann hat er sich dazu hinreißen lassen, enorm viele Hintergrundinformationen aus dem Vatikan einem Journalisten weiterzugeben. Der hat ein Buch geschrieben, das wurde ein Skandal-Bestseller und dann war es ganz aus mit ihm. Er musste dann sogar seine eigene Plattform, Breitbart News, verlassen und Trump hat sich völlig von ihm getrennt.

[1:12:48] Das ist aber nicht der einzige. Machen wir eine kurze, zwei Minuten Zusammenfassung der bisherigen Präsidentschaft von Trump. Zuerst ging der Michael Flynn, sein Sicherheitsberater. Dann ging hier der FBI-Chef, ja, der hat seine Entlassung im Fernsehen gesehen und dachte, das sei ein Scherz. Dann ging sein Sprecher, der Sean Spicer, der trat zurück. Dann trat der Priebus, sein Stabschef, zurück und ein Militär ist als dazu gekommen, der hat am kürzesten gebraucht. H. Scaramucci wurde eingestellt, nach 10 Tagen wieder gefeuert. Und dann der Gesundheitsminister ist zurückgetreten. Also alles innerhalb eines Jahres.

[1:13:28] Bisher nicht wundern, dann die neue, also mittlerweile schon die dritte Kommunikationsdirektorin ist zurückgetreten, die Hope Hicks. Dann hier sein Wirtschaftsberater, der Gary Cohn, zurückgetreten. Und jetzt vor kurzem der Rex Tillerson, habt ihr vielleicht auch mitbekommen, per Twitter entlassen. Der hat gedacht, er sieht nicht recht.

[1:13:47] Und ihr wisst vielleicht, Trump hatte früher diese Sendung im amerikanischen Fernsehen, wo die Leute immer gefeuert wurden. Das liebten die Amerikaner. Und möglicherweise hat er noch nicht ganz begriffen, dass er jetzt nicht mehr in der Sendung ist und Leute feuern kann, sondern dass er mittlerweile Präsident einer, einer Atommacht ist. Aber na ja, wie auch immer.

[1:14:10] Und auch der Jeff Sessions stand kurz vor der Aufgabe. Ihr wisst, dass der Justizminister mit diesen interessanten Ansichten von Kirche und Staat. Trump braucht ihn, weil er ein erzkonservativer ist. Aber Trump ist halt wirklich ein... also nach allem, was man bisher hört, muss es nicht so einfach sein mit ihm zu arbeiten. Also immer dann, wenn man eine andere Meinung hat als er, wird's schwierig.

[1:14:31] Er soll sogar dem Außenminister beim gemeinsamen Besuch in China gesagt haben: "Ist dein Salat und sei ruhig." Und diesen Jeff Sessions hat er wohl so schwer beleidigt, dass der ein Rücktrittsschreiben schon formuliert hatte und eingereicht hatte. Hat ihn als, weiß nicht, ob das hier steht, wie ein, erniedrigt und beleidigt und was weiß ich nicht alles.

[1:14:51] Und dann haben aber die Berater von Trump gesagt: "Den, den Sessions darfst du nicht entlassen." Ja, da hat man ihn noch, ihn noch gelassen. Der, der Trump war sehr böse, weil der Sessions nicht einfach nur Befehle ausführt, sondern zum Teil auch einfach mal Dinge nach eigenem Gewissen entscheidet. Und das ist Trump scheinbar nicht so gewohnt.

[1:15:15] Na ja, und den Kommentar hier in der Zeit: "Einsamer Trump. Der Kreis der Mitarbeiter, auf die sich Donald Trump bedingungslos verlassen kann, ist drastisch geschrumpft." Der US-Präsident wird immer mehr zum Einzelkämpfer. Und dann heißt es hier: "Was Trump wirklich Wert legt, ist persönliche Treue."

[1:15:30] Und weiter oben heißt es im Artikel: "Er hat jetzt einen neuen Berater, der hat öffentlich gesagt, er bringt immer die wirtschaftlichen Statistiken, die dem Instinkt des Präsidenten entsprechen." Also, wenn der Präsident sagt: "Ich denke, das ist so und so", dann weiß der Berater: "Okay, ich brauche jetzt eine Statistik, die genau das sagt." Dann präsentiert er die und der ist jetzt ganz beliebt beim Trump.

[1:15:54] Jetzt kommt ein wichtiger Punkt. Trump hat viele, viele Weggefährten, Wahlkampfmanager, Sprecher, Chefstrategen, Leute aus dem innersten Zirkel, alle geschmissen und so weiter, aus- und verbannt. Aber es gibt eine Gruppe von Menschen in seinem Machtzirkel, die völlig unangetastet ist, und das sind seine evangelikalen Religionsberater. Von denen hat sich noch keiner verabschiedet und ist noch keiner gefeuert worden.

[1:16:26] Und das ist interessant, weil Trump jetzt nicht jemand ist, der besonders stabil arbeitet, nicht wahr? Und viele Leute sich fragen: "Ja, mit wem kann der... auf wen hört er dann überhaupt?" Ja, aber von den Evangelikalen stehen alle. Und der Grund ist, sie alle stehen fest an seiner Seite. Sie kritisieren ihn nie, sie vergeben ihm alles. Und sie tun das offensichtlich aus einem bestimmten Zweck.

[1:16:53] Weil als Außenminister hat man bestimmte Ziele, ja? Man möchte vielleicht was durchsetzen. Man kann sich mit dem Papst, mit dem Trump arrangieren. Ich war aber irgendwann sagt man: "Hey, das ist meine Meinung und jetzt lass uns nicht..." Man hat mal Meinungsverschiedenheit und der Trump sagt dann: "Hey, du hast andere Meinung als ich, lass die Tür."

[1:17:11] Wenn man also was durchsetzen will, muss man ihm einfach zu Mund reden. Und das scheinen die evangelikalen Berater enorm gut zu können.

[1:17:19] Und hier haben wir ein paar Kommentare dazu. Aber das Beratungsgremium der religiösen Evangelikalen, übrigens, das ist ja ein religiöses Gremium und das sind keine Lutheraner drinne, keine Reformierten, keine Anglikaner, keine Presbyterianer, sind nur Evangelikale. Das ist schon bemerkenswert. Nur Evangelikale. Man sagt, der Donald Trump hat einen besonderen Hang zu Evangelikalen.

[1:17:44] Gleich noch drauf zu kommen. Und da gibt's ja den Jerry Falwell, der sagt: "Ich bin so stolz auf den Trump und der macht so toll, endlich mal ein richtiger Präsident, nicht wahr?" Und die Arbeiten kommen zurück.

[1:17:53] Hier die Gottflüsterer, die mächtigsten Trump-Berater, von denen du niemals vielleicht etwas gehört hast. Heißt es hier: "Was ist der Grund, warum sie das machen? Warum biedern sie sich so an?" Der Grund ist ganz einfach, ein praktischer Grund: Niemals dagewesener Zugang zu einem bekanntermaßen unabhängigen Präsidenten. Selbst bei dem George Bush, der wirklich tief religiös war, kann man als Außenberater so schnell ran. Ja, weil der hat immer sein, der hat nach Struktur gearbeitet. Aber Trump ist so gegen alle Struktur. Den kannst du nicht irgendwie festhalten.

[1:18:31] Und niemals zuvor war es für Evangelikale so leicht, direkten Kontakt zum Präsidenten zu haben. Und die genaue Liste der Glaubensleiter, die ihm dienen, ist sogar denen unklar, die in dem Arbeitskreis sind. Ja, keiner weiß genau, wie viele eigentlich ihn beraten.

[1:18:49] Aber na ja, ihr wisst, 80% der weißen Evangelikalen haben ihn gewählt. Und so weiter. Und da gibt es Leute wie z.B. Mega-Pastor Paula White, die, wie es hier heißt, zu jedem Zeitpunkt ins Weiße Haus marschieren kann und von Trump gehört wird. Ich meine, wer kann das schon sagen? Nicht, ich kann jede Zeit ins Weiße Haus gehen und der Trump hat Zeit für mich.

[1:19:11] Und dann dachte ich mir, wer ist Paula White? Wäre das interessant zu wissen.

[1:19:17] Paula White ist hier ein kurzes Video von Paula.

[1:20:36] Sie ist so eine Televangelistin, ja? Sie ist im Fernsehen und im Radio und predigt. Und nach ihrer Erzählung hat der Trump ihre Vorträge Abend für Abend für Abend geschaut. Ja, sie ist die Lieblingspredigerin von Donald Trump und er hat sie angerufen und hat ihr dann erzählt, wie er sein Herz geöffnet hat. Und seitdem ist sie quasi so seine geistliche Mentorin. Sie gehört so in die gleiche Ecke wie Joel Osteen und Benny Hinn, diese Wohlstandsevangelium-Predigerinnen und Prediger, die also sagen: "Wenn es dir gut geht, wenn Gott mit dir ist, dann geht's dir gut und dann bist du reich und dann bist du gesund und so weiter." Ja, "Du kannst es, du schaffst es, und deine besten Tage sind noch vor dir." Ja, und Motivation und so weiter.

[1:21:20] Und Trump, der liebt sie. Und Trump scheint ein ganz großes Fable für diese Art von evangelikalem Christentum zu haben. Warum? Erstens, die Leute sind meistens gute Darsteller, ja? Die können gut reden, die sehen meistens auch sehr adrett aus. Nicht wahr? Ob das der Joel Osteen ist oder sie, das ist also viel mit... amerikanisch natürlich auch. Und sind meistens sehr gute Geschäftsleute.

[1:21:44] Ja, die Evangelikalen Televangelisten, die verdienen sich eine goldene Nase mit dem, was sie machen. Und da hat er irgendwie ein Hang zu.

[1:21:54] Und das ist die Frau, die Tag ein, Tag aus da in das Weiße Haus eingehen kann. Und sie sagt dann auch an einer Stelle, dass er sie oft anruft und sagt: "Hey, was würdest du bei der Sache machen? Sag mal." Und dann sagt sie: "Ja, mach mal so und so, bete mal darüber." Und dann betet er und dann macht er und so weiter.

[1:22:10] Und na ja, viele Christen warnen vor ihr. Sie lehrt eigentlich ihr... ihr Lehren noch und nöcher, aber das ist ein anderes Thema. Ähm, genau, das ist Paula White. Nur, dass ihr die mal gehört habt. Sie hat übrigens auch bei seiner Amtseinführung gebetet. Ja, sie hat das Gebet gesprochen.

[1:22:28] Das war eine große Rolle. Und genau, dann war die Entscheidung. Ihr wisst vielleicht, Trump hat entschieden, Jerusalem als Hauptstadt von Israel anzuerkennen. Habt ihr das mitbekommen? Große Debatte. Und die christlichen Stammwähler sind begeistert, weil für sie ist dieser Beschluss eine biblische Wahrheit.

[1:22:48] Ja, sind begeistert. Ja, Paula White, Vorsitzende von Donald Trumps Evangelikalen Beraterrat. Also sie ist die Leiterin von diesen Beratern für Christen. Sei Israel ein heiliges Land und Trump habe sein Wahlversprechen zu Jerusalem eingehalten und so weiter.

[1:23:02] Sofort Amerikas Außenpolitik in Bezug auf Israel deckt sich nun mit der biblischen Wahrheit, dass Jerusalem die ewige und unteilbare Hauptstadt des jüdischen Staates ist und so weiter und sofort. Und interessant ist, dass diese Entscheidung nicht einmal so sehr von den jüdischen Interessensgruppen durchgeführt worden ist. Hier steht, dass die, die vornehmlich jüdische Aktivisten hätten Druck gemacht, dass Trump sein Wahlversprechen zu Jerusalem einhalte, kommentierte die jüdische Zeitung Forward am Mittwoch. Orthodoxe jüdische Gruppen hätten sich auch eingesetzt, doch manche jüdische Zionisten hätten die Kampagne nur vom Rand aus unterstützt.

[1:23:37] Also, wenn die Schlagzeile kommt: "Trump macht Jerusalem zur Hauptstadt", würde man denken, oh, da gab's bestimmt jüdische Interessensgruppen, nicht wahr? Israelische Interessensgruppen, und die haben den Trump da dahin bearbeitet. Weit gefehlt. Die jüdischen und zionistischen Gruppen, die waren eher am Rand. Sondern es waren die christlichen Evangelikalen Gruppen, seine Berater, die gesagt haben: "Das musst du unbedingt machen, das Volk liebt das, ja, da bist du beliebt."

[1:23:59] Hat er gemacht. Volk war begeistert. Klingt fast so ein bisschen wie das Szenario, dass wir auch im großen Kampf irgendwann lesen, nicht wahr? Dass dann das Volk etwas haben möchte. Und wenn der Trump von alleine oder der Präsident von alleine drauf kommt, gibt's vielleicht ein paar Berater, die sagen: "Hey, das wäre schön."

[1:24:17] Na ja, also sie beten weiterhin wie verrückt für ihn. Und da gibt's einen Propheten hier, der gesagt hat: "Trump wird nicht seines Amtes enthoben werden." Das hätte er schon vor vielen Jahren in der Prophezeiung gesehen. Ähm, und was weiß ich was.

[1:24:34] Ähm, na ja, hier Zeit Online kommentiert: "Solange Trump liefert, darf er ein Sünder sein." Mit anderen Worten, man würde ja denken, wie ich das letztes Jahr schon gesagt habe, ein Präsident, der von Evangelikalen gewählt wird, der vertritt auch evangelikale Werte. Aber das ist ihm vollkommen egal, solange er das für sie politisch durchsetzt, was sie wollen.

[1:24:56] Und ich lese es nicht alles vor, sind ein paar nicht so schöne Worte dabei, Zitate von Trump. Und na ja, der Punkt ist deutlich. Wusstet ihr, dass der Kenneth Copeland eine Prophezeiung gegeben hat für das Jahr 2018? Ich weiß nicht, ob ihr euch so Propheten vorstellt. Ich denke mal, nein. Du bist kein Prophet.

[1:25:20] Hat Prophezeiung gegeben und gesagt: "2018 wird das Jahr des Feuers und des Geistes." Und ich dachte mir, ich wollte mal schauen, wie kommt er darauf. Und er erzählt jetzt hier, wie er diese Prophezeiung empfangen hat, dass 2018 das jetzt kommt, das Jahr des Feuers wird.

[1:25:37] Und ich spiel noch ein bisschen rein, nicht alles. Und dann werde ich danach übersetzen. Aber die, die Englisch verstehen können, dann so verstehen. Den Rest übersetze ich dann.

[1:26:35] Sagt, ich war mit meiner Familie in der Küche. Wir haben gerade den Kalender von 2018 angeschaut mit diesen schönen Bildern. Ein schöner Kalender, ja. Und während er den Kalender in der Küche mit seiner Familie anschaut von 2018, sagt er, habe der Herr zu ihm gesprochen: "2018 wird das Jahr des Feuers."

[1:27:46] Er sagt: "2018 wird das Jahr der großen 18 sein, nämlich Früchte des Geistes und neuen Geistesgaben." Ja, 2018, 9 + 9 = 18, nicht wahr?

[1:28:02] Und dann sagt er: "Wow!" Und sein Kollege ist ganz begeistert. Also, halten wir fest: Einer der Chefberater von Donald Trump in religiösen Dingen meint beim Frühstück in der Küche, beim Betrachten des neuen Kalenders, eine Vision zu bekommen, dass das nächste Jahr das Jahr des Feuers ist. Wenn man aber weiß, wie viel Macht er hat und wie viel Leute... Also, ich frage mich jedes Mal, wie er sieht, gibt's irgendjemand, der das sieht und das glaubt?

[1:28:26] Frage ich mich ganz ehrlich mal. Wer spendet dafür Geld? Aber sind Millionen, ja, Leute, die das ihm für einen geistlichen Führer, für einen Propheten. Und wisst ihr, da schäme ich mich gar nicht für unsere Prophetin. Die ist nämlich ziemlich solide, hat nichts mit dem hier zu tun. Na ja, aber wie auch immer.

[1:28:45] Und dachte ich mir, das ist sehr interessant, weil das werdet ihr öfter jetzt mal hören, dass das es auch irgendwo in Videos vorkommt. Ich war das Jahr des Feuers. Und der Kenneth Copeland hatte vorher gesagt: "2018 wird ein besonderes Jahr." Er spricht von geistlichen Explosionen und weiß auch nicht genau, was er sich darunter vorstellt. Aber es große Erwartung, große Erwartung in Amerika, dass dort viel geschieht in die Richtung.

[1:29:07] Und wenn ihr das hört, dann wisst ihr, das hat er vermeintlich gehört in seiner Küche über dem Kalender von 2018. Etwas, was nicht so in die Nachrichten geschafft hat. Aber was vielleicht interessanter, fast noch ist, als dass Trump und der Papst sich getroffen haben, war, dass der Vizepräsident Mike Pence, der diese super evangelikale, sich mit dem Staatssekretär des Vatikans getroffen hat. Also quasi so zweite Ebene. Ja, also wenn Trump und der Papst sich treffen, dann ist so, boah, nicht wahr, alle Nachrichten und alle Fernsehkameras. Aber davon hört keiner.

[1:29:37] Man findet es kaum in den Nachrichten. Das ist jetzt direkt vom Weißen Haus. Der Vizepräsident Mike Pence trifft sich hier mit Kardinal Pietro Parolin. Das ist quasi wie so ein Ministerpräsident des Vatikans, der Regierungschef quasi. Und die haben ein langes Gespräch gehabt im Weißen Haus und haben da verschiedene Dinge besprochen. Und das war wohl sehr positiv.

[1:30:00] Ja, und gerade in einer Zeit, wo die, wo Trump und der Papst vielleicht auch aufgrund sehr verschiedener Persönlichkeiten nicht so persönlich zusammenfinden, vielleicht auf der Ebene dann mehr zu erreichen.

[1:30:11] Lass mich am Ende noch einen letzten Punkt machen, der mir an der Stelle nicht ganz unwichtig ist. Auch gerade für alle, die jetzt dieses Video schauen und vielleicht auch andere Videos in dem Zusammenhang geschaut haben. Gerade, wenn man sich mit dieser Materie befasst und den letzten Jahren so ein bisschen im Internet recherchiert, findet man eine ganze Reihe von Videos, die alle so ein bisschen in die gleiche Kerbe schlagen. Ja, und sagen: "Schaut her, Papst Franziskus, Trump und so weiter."

[1:30:38] Leider gibt's immer mehr Videos auch und Leute, die sich so engagieren, die gleichzeitig enorme Kritik an der Adventgemeinde üben und vor allem behaupten, dass die Generalkonferenz irgendwo in diesem Sog mitschwingt, ja, und niemanden warnt vor diesen Ereignissen. Und nicht wahr?

[1:30:52] Und ich möchte euch an der Stelle kurz etwas vorlesen. Nun, niemand in unserer Kirche, auch nicht der Generalkonferenzpräsident, ist perfekt. Aber in einer Zeit, in der es immer mehr Adventisten gibt, die den den TEN nicht nur kritisieren, weil er ihnen zu konservativ ist, sondern immer mal auch Leute, die meinen, er wäre Teil einer einer einer einer Verschwörung. Und ja, würde den großen Kampf verändern.

[1:31:16] Und ich weiß nicht was und so. Und ich möchte euch zitieren, was er hier im Adventist World im Januar diesen Jahres geschrieben hat. "Wir haben einen GK-Präsidenten, der genau über diese Dinge, die ich heute euch erzählt habe, seine Weltkirche informiert und damit seiner Pflicht unglaublich gut nachkommt." Er zitiert hier einige Ereignisse. Könnte wahrscheinlich schlecht lesen, das ist ziemlich klein.

[1:31:47] Von der Reformation, von Westminster Abbey, wo die anglikanischen, die anglikanische Kirche dieses Dokument dann an die Katholiken und die Lutheraner gegeben hat. Und sagt dann hier folgendes: "Das solltet ihr euch gut merken. Die Siebentagsadventistische Kirche hat mit dieser Bewegung nichts zu tun und wird es auch nicht haben." Ja.

[1:32:21] Und zitiert dann hier Offenbarung 13, zitiert seitenweise den großen Kampf über, wie Rom sich im Stillen vorbereitet und wie Amerika und Rom zusammengehen werden. Und natürlich hat er jetzt hier nicht so den Platz wie so ein 90-minütiges Video.

[1:32:38] Und dann sagt er hier: "Wir als Siebentag-Adventisten sehen darin ein klares Zeichen, dass wir in der Endzeit sind. Wir müssen uns vorbereiten." Und wir wollen zwar keine Alarmisten sein, die Panik verbreiten, aber wir wollen auch nicht schlummern und nicht irgendwie das abtun. Sondern wir wissen, wir sind in den letzten Momenten der Weltgeschichte.

[1:32:57] Und ich möchte an der Stelle mal ganz deutlich sagen: Ich bin dankbar für einen Generalkonferenzpräsidenten, der da zu unserer Botschaft und unserer Prophetie sehr deutlich steht. Und Menschen, die mit der prophetischen Wahrheit Aufmerksamkeit erzeugen und dann allerdings entgegen den Beweisen und entgegen dem, was geschrieben und gesagt wird, die Kirche attackieren, haben es nicht für viel angeschaut zu werden.

[1:33:23] nicht für viel angeschaut zu werden und schon gar nicht gefördert zu werden, durch Spendengelder. Das vielleicht so ein kleiner Kommentar an alle, die auch zuschauen.

[1:33:33] An der Stelle wollen wir schließen mit Offenbarung 14 und dort Vers 12. Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen. Hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren. Wir haben gesehen, auch wenn vielleicht manches von den spektakulären Dingen, die mancher sich ausgemalt hat für 2017, nicht eingetreten sind. Ja, keine gemeinsame Eucharistiefeier Katholiken und der Lutheraner. Die Evangelikalen haben das Dokument noch nicht unterschrieben. Sehen wir doch, wie diese Ereignisse Stück für Stück systematisch sich immer mehr verdichten. Manchmal nicht ganz so schnell, wie wir es erwartet haben, aber manchmal auch wieder überraschender von anderen Seiten, wo wir gar nicht drüber nachgedacht haben.

[1:34:10] Und in gewisser Weise, denke ich auch, dass Gott die Winde noch zurückhält. In mancher Hinsicht hätte es auch schon schneller gehen können und dass es noch nicht so schnell gekommen ist, ist auch ein Zeichen dafür, dass Gott noch glaubt, dass es etwas zu tun gibt in unserem eigenen Leben, aber vor allem in dieser Welt. Und während wir weiter diese Szene beobachten in Amerika, im Vatikan, in unseren Landen und sehen, wie die Ökumene greifbare Gestalt annimmt und wie Trump immer mehr von seinen Beratern verlassen wird und fast allein dasteht auf Leute wie den Copeland und die Paula White, wo man sagt: Meine Güte, Hilfe!

[1:34:47] Ja, wo man sich nicht ausmalen möchte, wo das hinführen kann. Sollten wir darum bitten, dass Gott uns diese Erfahrung schenkt, standhaft zu sein, auszuharren, Gottes Gebote zu halten und an Jesus zu glauben. Und in diesem Sinne möchte ich einladen, dass wir noch gemeinsam für ein Gebet niederknien.

[1:35:11] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir wissen dürfen, wo wir stehen, dass wir die Dinge, die um uns herum passieren, die für viele so unerklärlich sind, einordnen können. Und dass wir ja das Vorrecht haben dürfen, in der Kirche zu sein, die diese Dinge klar sieht, klar benennt und auch wenn es an manchen Stellen hier und dort Probleme gibt, deutlich zu deiner Wahrheit steht.

[1:35:40] Wir möchten diese prophetische Wahrheit nicht aufgeben, sondern jetzt, wo sie sich immer mehr erfüllt, fest zu ihr stehen. Aber vor allem möchten wir nicht einfach unsere Zeit nur damit verschwenden und verbringen, nach immer neuen Nachrichten und nach neuen Sensationen zu suchen, sondern weil wir sehen, dass diese Dinge immer mehr zusammenkommen, wollen wir unsere Zeit damit verbringen, dir näher zu kommen.

[1:36:01] Das Evangelium, dieses kostbare Evangelium, das uns einmal trennen wird von der ganzen Welt, so in uns aufzunehmen, dass wir zu einem wirklich attraktiven Licht für die Welt sind, dass möglichst viele Menschen noch die Wahrheit kennenlernen, wie dein Wort sie lehrt. Und darum bitten wir dich um eine echte Erweckungsreformation in unseren Herzen, in unserer Gemeinde, unseren Gemeinden weltweit, auch in Deutschland hier und danken dir dafür, dass du das tun wirst.

[1:36:26] Im Namen Jesu. Amen. Damit verabschieden wir uns für heute von diesem Joel Media Spezial und sehen uns für dieses Sende-Update im nächsten Jahr wieder, wenn Jesus vor nicht wiedergekommen ist. Und wir dann sehen, was 2018 passiert ist. Gottes Segen und Gott mit euch.


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