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Manuskript zur Sendung >>> 1. Das Wort Gottes – Einführung

In dieser ersten Folge der Reihe „Fundament des Glaubens“ beleuchtet Boris Bernhard das Wort Gottes. Er erklärt die faszinierenden Fakten der Bibel, ihre einzigartige Harmonie trotz vieler Verfasser und ihre Rolle als Quelle der Wahrheit. Das Video geht auf die göttliche Autorität der Schrift ein und zeigt, wie Gott durch sie mit uns kommuniziert. Es wird betont, wie wichtig das Studium der Bibel für unser Leben ist und welche tiefgreifenden Antworten sie auf die großen Fragen des Lebens gibt.

In dieser ersten Folge der Reihe „Fundament des Glaubens“ beleuchtet Boris Bernhard die zentrale Bedeutung des Wortes Gottes. Er erklärt die Entstehung und Struktur der Bibel, ihre einzigartige Harmonie trotz vieler Verfasser und ihre Behauptung, die Wahrheit selbst zu sein. Darüber hinaus wird die göttliche Autorität der Schrift und die Art und Weise, wie Gott durch sie zu uns spricht, thematisiert. Das Video gibt Einblicke in die Antworten der Bibel auf die großen Lebensfragen und die Vorteile, die das Lesen und Studieren des Wortes Gottes mit sich bringt.


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Serie: Fundament des Glaubens

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen hier bei www.joelmedia.tv.de bei unserer neuen Reihe "Fundament des Glaubens". Heute mit Thema Nummer eins: Das Wort Gottes. Und bevor wir miteinander starten und das Wort Gottes studieren, lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, ich danke dir, dass wir vor deinen Thron kommen dürfen und wir danken dir, dass du dich zeigen möchtest, dass du nicht verborgen bleibst denen, die dich suchen. Großer Gott, ich bitte dich, sei du unser edelster Gast bei den Zuschauern zu Hause und hier bei uns im Studio. Großer Gott, ich bitte dich, schicke du uns deinen Heiligen Geist, dass wir Verständnis haben, was dein Wort uns sagen möchte. Ein Heiland, das nichts aus mir selber herauskommt. Großer Gott, so danke ich dir für deine Gnade, deine Liebe und deine Treue. Im kostbaren Namen Jesu. Amen.

[1:57] Bevor wir uns inhaltlich mit der Bibel beschäftigen, möchte ich euch ein wenig erzählen, was die Soft Facts dieses Buches sind. Und zwar besteht die Bibel aus 66 Büchern. Tatsächlich kann man die Psalmen aufteilen in fünf Bücher. Dadurch werden vier Bücher hinzugefügt und wir haben insgesamt 70 Bücher in der Bibel. Das Wort "Bibel" kommt aus dem Griechischen "biblia" und heißt "die Bücher". Hierbei handelt es sich also nach dem Namen nach um das Buch der Bücher. Es wurde in einer Zeitspanne geschrieben von circa 1500 Jahren, von 1400 vor Christus circa bis 100 nach Christus. Das letzte Buch, das geschrieben wurde, chronologisch gesehen, ist das Johannes-Evangelium. Es sind circa 40 Verfasser, die diese Bücher geschrieben haben und das auf drei Kontinenten in drei verschiedenen Sprachen. Und das wirklich Erstaunliche hierbei ist, dass obwohl so viele Leute aus unterschiedlichen Sprachen, beruflichen Stellungen und Zeitaltern hier geschrieben haben, widerspricht sich die Bibel kein einziges Mal, sondern bildet eine einzigartige Harmonie. Das finden wir heutzutage noch nicht mal, wenn wir fünf Wissenschaftler nehmen und sagen, macht uns einen Bericht zu dem Thema Schuldenkrise: Ursachen, Wirkung, was zu tun ist. Und was meint ihr, wie viele verschiedene grundsätzliche Aussagen haben wir, wenn die fünf Wissenschaftler fertig sind? Wir haben mindestens sechs verschiedene Aussagen. Das bedeutet, wenn sich noch nicht mal Leute gleichen Bildungsstandes, vom gleichen Berufsstand, zur gleichen Zeit, im gleichen Land, mit gleicher Sprache, unabhängig voneinander, auf denselben Konsens kommen. Wie ist das möglich hier in der Bibel? Und diesem Geheimnis werden wir heute auf den Grund gehen.

[4:07] Und die erste Frage, die wir uns stellen, ist: Zu welchem Zweck wurde die Bibel überhaupt gegeben? Wenn wir uns umschauen in der heutigen Medienlandschaft und in der politischen Landschaft, ist uns ein Wort überall entgegengestellt und das ist das Wort "Fake News". Der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, hat das ganz groß gemacht: Fake News, Fake News, Fake News. Aber es ist doch tatsächlich so: Geben uns die Medien tatsächlich das wirkliche Bild wieder, was es gegeben hat? Wir sehnen uns danach, was ist Wahrheit. Und die Bibel behauptet, genau das zu sein. Lasst uns gemeinsam zwei Texte aufschlagen. Den ersten finden wir in Johannes 17, Vers 17. Johannes Kapitel 17, Vers 17. Dort steht geschrieben: "Heilige sie in der Wahrheit. Dein Wort ist Wahrheit." Und lasst uns noch zu Johannes 14, Vers 6 gehen. Dort steht geschrieben: Johannes 14, Vers 6. Jesus spricht zu ihm: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, denn nur durch mich." Die Bibel behauptet hier an dieser Stelle, selbst die Wahrheit zu sein. Und auch Jesus Christus ist die Wahrheit. Das sind die Fundamente, die die Bibel legt, dass sie sagt, sie selbst, das Wort ist Wahrheit und Jesus Christus ist die Wahrheit. Tatsächlich werden wir in späteren Studien noch herausfinden, was mit dem Wort auch gemeint sein kann und welche Geheimnisse dahinter verborgen sind.

[5:57] Und lasst uns gemeinsam 2. Timotheus 3, Verse 16 und 17 aufschlagen und der Frage nachgehen, mit welcher Autorität die Bibel geschrieben worden ist. In 2. Timotheus, Kapitel 3, Verse 16 und 17. Denn sie behauptet, die Wahrheit zu sein und unter welcher Autorität finden wir das. "Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk und völlig ausgerüstet." Wir sehen hier, mit welcher Autorität die Bibel spricht. In der Schlachter steht "eingegeben". Im Griechischen steht da "Theopneusta", das heißt "Gott gehaucht". Es ist so, dass der Heilige Geist ausgegangen ist, um die Menschen, die Propheten und die Bibelschreiber zu inspirieren, das, was sie schreiben sollen. Das ist aber nicht so, dass Gott ihnen diktiert hat, Wort für Wort, was sie schreiben sollen, sondern er hat sie benutzt und mit ihnen zusammengearbeitet. Im Englischen gibt es da den Ausdruck: "The prophets are God's penmen, not his pens." Was heißt das übersetzt? Sie sind Gottes Schreiber, aber nicht seine Federn. Das bedeutet, er gibt Gedanken ein und die Menschen nehmen diese Gedanken auf und verarbeiten sie und schreiben sie dann so nieder. Und das zeigt uns, in welcher Art und Weise Gott mit uns zusammenarbeiten will. Gott ist nicht derjenige, der sagt: "Genau so muss es gemacht werden, und wenn du auch nur einen Millimeter zu weit links oder zu weit rechts abweichst, kann ich nicht mit dir zusammenarbeiten, dann bist du nutzlos für mich." Nein, Gott benutzt den Menschen so, wie er ist und sagt ihm: "Hier, das ist die Information, die du bitte weitergeben sollst. Wie, das sei dir überlassen." Auch wenn er Bilder gegeben hat, hat er nicht gesagt: "So sollst du es aufschreiben", sondern hat es den Menschen selbst überlassen. Und das ist eine tolle Art und Weise, wie wir mit Gott zusammenarbeiten können.

[8:25] Auch gibt die Bibel Antworten auf die großen Fragen des Lebens, die da sind: Der Sinn des Lebens, wo komme ich her? Wie kann ich mein Leben richtig führen? Und was ist das Schicksal, wo wir hingehen? Die Bibel sagt uns dazu ganz deutlich, dass wir Geschöpfe Gottes sind, dass wir geschaffene Wesen sind, dass das der Ursprung ist, wo wir eigentlich herkommen, dass wir einen Sinn haben, dass Gott einen tatsächlichen Plan mit jedem Einzelnen von uns verfolgt und wie spannend es ist, diesen Plan für unser Leben zu erfahren, wie er sich langsam vor uns ausbreitet. Dann die Moral, wie soll ich mein Leben führen, dass die Bibel dort wertvolle Ratschläge gibt. Und das Schicksal, wo gehen wir einmal hin? Welch wunderbares Geschenk Gott für uns bereithält nach dieser Welt, nach dieser Weltzeit, nach diesem Kapitel unserer Geschichte.

[9:36] Und lasst uns einmal schauen, welche Vorteile es hat, die Bibel zu lesen. Und zwar schon der König Salomo wusste, wie wertvoll es ist, Weisheit zu erlangen und dass er die Weisheit erlangen kann durch die Bibel. Es war das große Schauspiel, das jeder kennt, dass zwei Mütter hingekommen sind zu Salomo und ein Kind eines der beiden Mütter ist gestorben und er hat gesagt: "Zerteilt das Kind." Und die richtige Mutter hat gesagt: "Nein, tu es nicht, lieber soll es die andere bekommen." Wenn die andere gesagt hat: "Zerteilt das Kind, keiner soll es haben." Und so wusste Salomo, wessen Mutter das Kind ist. Und die Bibel hilft uns auch in schwierigen Entscheidungsfindungen, wenn ich nicht weiß, wie soll ich mich jetzt entscheiden. Sie spendet Trost, wenn wir traurig sind. Sie gibt Kraft gegen Versuchung. Und das sind Vorteile, die die Bibel bietet.

[10:40] Auch hatten die alten Bibelschreiber diese Erfahrungen mit der Bibel gemacht. Nehmen wir einmal Abraham Lincoln, der Präsident der Vereinigten Staaten, der gesagt hat: "Ich glaube daran, dass die Bibel das beste Geschenk ist, das Gott jemals der Menschheit gab. All das Gute vom Retter der Welt wird durch dieses Buch erklärt." Wir können in der Bibel lesen von Männern und Frauen, die Erfahrungen über Erfahrungen über Erfahrungen mit Gott gemacht haben. Nehmen wir alleine Abraham, dem gesagt wurde: "Zieh aus deinem Land heraus." Abraham war ein reicher Mann, wohl angesehen. Seine Familie war eine wohl angesehene im Lande China oder Sinea. Und Gott sagte: "Geh hinaus." Und er hat Sack und Pack genommen und ist hinausgegangen. Und hat dann gefragt: "Herr, an wen soll ich meinen ganzen Reichtum vererben, wenn ich nicht mehr bin? Wem willst du das Land geben, das du mir verheißen hast?" Und Gott hat einen Nachkommen prophezeit. Und die Wahrscheinlichkeit wurde immer geringer, dass dieser Nachkomme kommt. Am Ende war es sogar so, Sarah war 90 Jahre alt und sie hatten die Hoffnung aufgegeben, dass sie jetzt noch einen Nachfahren zeugen können. Aber Gott kommt seinen Verheißungen nach. Abraham hat diese feste Zuversicht gewonnen, dass Gott sein Wort hält, komme was er wolle, egal wie der Umstand aussieht. Und deshalb war er auch in der Lage, den Herzensentschluss zu fassen, seinen geliebten Sohn zu opfern. Und Gott hat ihn im letzten Moment zurückgehalten. Das ist eine Erfahrung, die er machen durfte.

[12:30] Auch David hat solche Erfahrungen gemacht, indem er sich in einer Höhle versteckt hat und der König Saul, der ihn verfolgt hat, in diese Höhle hineingegangen ist. Und David die Möglichkeit hatte, ihn zu töten, um selbst dann endlich König zu sein. Er, der schon gesalbt worden ist. Aber er hat gesagt: "Nein, Gott, dieser Saul ist dein Gesalbter. Ich möchte keine Hand an ihn anlegen. Ich glaube, dass du deine Prophezeiung verwirklichen wirst, ohne dass ich etwas dazu tun muss." Wir sehen hier ganz klar, welch Glauben David an Gott hatte und welch Vertrauen er in ihn hatte. Und das Tatsächliche ist, dass wir auch diese Erfahrungen machen dürfen, dass wir sehen dürfen, wie Gott langsam in unserem Leben wirkt, was er tun kann für uns.

[13:28] Ich möchte mit euch gemeinsam anschauen den Jesaja. Jesaja Kapitel 43 und dort die Verse 1 bis 4. Dort finden wir, welche Gefühle Gott dir gegenüber hat oder uns gegenüber hat. Wir wissen, dass wir, wenn wir ein Versprechen, eine Verheißung an eine Person in der Bibel finden, auch unseren Namen verwenden dürfen. Und ich bin so frei und verwende den Namen meiner Mama, weil ich weiß, sie schaut sich diese Videos an. Jesaja 43, die Verse 1 und 4. "Und nun, so spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Ilona, und der dich gebildet hat. Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein. Darum, weil du so kostbar bist in meinen Augen und wertgeachtet und ich dich lieb habe, so gebe ich Menschen für dich hin und Völker für dein Leben." Gott hat diese Verheißung nicht gegeben nur an Jakob, der auch Israel heißt. Er hat diese Verheißung an all seine Nachfolger gegeben.

[14:47] Wenn wir in die Geschichte schauen und uns die Hussiten anschauen, die Hussiten, das war damals die Pest der Christenheit. Mehrere Kreuzzüge wurden gegen sie ausgerufen, weil sie den falschen Glauben haben, weil sie sich nicht dem Diktat der Kirche unterworfen hat, sondern weil sie sagt: "Wir wollen aus der Bibel unsere Erkenntnis schöpfen und wollten das umsetzen, was sie aus der Bibel erkannt haben." Und diese Kreuzzüge sind gekommen und diese tapferen Leute haben sich gegen das Kreuzfahrerheer gestellt und bei zwei großen Schlachten war es so, dass sie noch nicht mal einen Schwertstreich führen mussten, weil das andere Heer in der Nacht vor der Schlacht geflohen ist. Keiner weiß warum. Keiner kann sich erklären warum. Aber das sind geschichtliche Fakten, die uns zeigen: Gott lässt niemanden, der wirklich auf ihn vertraut, der ihn braucht, im Stich. Das gilt für jeden Einzelnen, der wirklich bereit ist, nicht die Bibel als Hammer zu benutzen, um seine eigenen Interessen durchzusetzen, sondern der sein Leben anhand der Bibel führen möchte. Und dieses Versprechen, das ist ein großartiges Versprechen, das er uns gegeben hat.

[16:16] Lasst uns doch gemeinsam aufschlagen, Jesaja 54 Vers 10, was Gott noch über uns denkt. Jesaja Kapitel 54 und dann den Vers 10. "Denn die Berge mögen weichen und die Hügel wanken, aber meine Gnade wird nicht von dir weichen und mein Friedensbund nicht wanken, spricht der Herr, dein Erbarmer." Wir sehen hier, welch unendliche Liebe Gott zu uns hat, was er für jeden Einzelnen von uns tun möchte und deshalb hat er uns die Bibel gegeben. Es ist so, dass Gott die Liebe ist und ein Gott der Liebe, für ihn ist es ganz natürlich, dass er mit seinen Geschöpfen Kontakt aufnehmen möchte. Ich meine, es sind viele Religionen da draußen, die sagen: "Ja, Gott ist irgendeine Kraft, irgendwas Unpersönliches, Gott spricht durch irgendwelche Instrumente durch uns, durch irgendwelche Menschen, durch irgendwelche Organisationen." Aber die Bibel sagt ganz klar, sie ist das Wort Gottes. Sie ist das erwählte Werkzeug, durch das Gott mit uns sprechen möchte. Und ein Gott der Liebe möchte selbstverständlich, dass wir ihn zurücklieben und wenn wir jemanden lieben und er uns liebt, dann nennen wir das Beziehung. Aber eine Beziehung braucht mehrere Dinge. Eine Beziehung, um zu wachsen, braucht Zeit. Das heißt, wir müssen Zeit mit Gott verbringen. Wir müssen Zeit damit verbringen, sein Wort zu lesen. Warum sein Wort zu lesen? Weil hier kommt die Kommunikation ins Spiel. Ich meine, jeder von uns da draußen weiß ganz genau, wenn ich einen Partner oder eine Partnerin, einen Ehemann oder eine Ehefrau habe, Freunde in der Schule, Gemeinde, Arbeitsplatz, dann spreche ich mit denen. Ich muss mit ihnen kommunizieren, verbal oder nonverbal, zum Beispiel WhatsApp oder ähnliches, um eine Beziehung zu haben und aufzubauen. Und so ist es auch mit uns Menschen und Gott. Wir sprechen zu Gott durch unsere Gedanken, Vorhaben und Gebete und Gott spricht zu uns durch sein Wort. Denn wir finden so oft das Wort des Herrn: "Er ging an den Propheten XY und er sagte: Du sollst sagen."

[18:52] Wir sehen ganz deutlich, dass die Bibel nicht nur das Wort Gottes beinhaltet, sondern das Wort Gott es ist. Wir haben in Timotheus gelesen: "Alle Schrift ist von Gott eingegeben." Die Problematik, die wir nämlich haben, wenn wir sagen, sie enthält das Wort Gottes, sind wir in der gleichen Problematik, wie wir es im Mittelalter hatten. Im Mittelalter war die Lehrmeinung die Scholastik, dass die Philosophie und die Interpretation der Kirchenväter über der tatsächlichen Bibel sind, dass es einen vierfachen Wortsinn gab, dass man die Aussagen der Bibel gar nicht richtig deuten kann und man war darauf angewiesen zu erkennen oder zu glauben, das ist jetzt ein richtiger Vers, der stimmt und den brauchen wir nicht so wichtig nehmen. Der Vers steht über dem anderen. Und das ist eine Problematik, die wir in der Christenheit viel, viel haben. Wir haben über 20.000 verschiedene kirchliche Denominationen, also 20.000 verschiedene Glaubensrichtungen im Christentum. Und was ist die Wahrheit? Jeder hat sich das eigene rausgepickt, das ist die Wahrheit und das andere ist nicht so wichtig. Und die anderen sagen: "Nein, das, was ihr sagt, ist nicht die Wahrheit, sondern das, was wir sagen." Das Einzige, worauf wir uns wirklich verlassen können, ist, wenn wir sagen: "Alles ist die Wahrheit." Ansonsten machen wir uns eine Vorstellung von Gott, stolpern irgendwann auf einen Vers, den wir uns nicht erklären können, der überhaupt nicht mit dem Gottesbild zusammenpasst, das wir haben und sagen dann: "Na, der Vers ist doch dann nicht so wichtig." Und das ist die große Gefahr. Und deshalb hat Gott gesagt: "Alle Schrift ist von Gott eingegeben." Und ihr könnt mal die Vorträge im Internet schauen, die Geschichte der Bibel, wie sie durch die Zeitalter hindurch gerettet worden ist, wie sie lange Zeit verboten und verfolgt war. Unsere Freunde in der katholischen Kirche durften erst ab dem Zweiten Vatikanischen Konzil die Bibel besitzen und lesen. Das ist keine 70 Jahre her. Die Bibel war lange Zeit verborgen, entweder durch die Sprache, deshalb war es, war Luther so ein Dorn im Auge, weil er die Bibel ins Deutsche übersetzt hat. Deshalb waren die Hussiten die Pest der Christenheit, weil sie in der Landessprache die Bibel verkündigen wollten. Deshalb war Hus ein Ketzer, weil er die Bibel ins Englische übersetzt hatte.

[21:48] Aus dieser Geschichte können wir lernen und die Frage ist: Warum ist es so wichtig, die Bibel zu studieren? Und Jesus selbst hat dazu eine interessante These gegeben. Lasst uns gemeinsam aufschlagen Matthäus 4, Kapitel 4. Matthäus Kapitel 4 und dann den Vers 4. "Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht." Wir sehen hier ganz klar, was Jesus sagen wollte. Es ist im Rahmen seines 40-tägigen Fastens in der Wüste nach seiner Taufe, wo er vom Satan verführt worden ist. Er hatte Hunger und Satan ist gekommen: "Wenn du der Sohn Gottes bist, dann sag zu den Steinen dort, dass sie Brot werden sollen und dann kannst du dich nähren." Und Jesus hat gesagt: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht." Was war? Er war hungrig. Nach 40 Tagen in der Wüste hat man Hunger und er hatte nicht mehr viel Kraft. Vielleicht war er sogar kurz vorm Sterben. Das wird deutlich später, wenn es kam und die Engel kamen und dienten ihm. Wenn Engel kommen müssen und dienen müssen, dann ist es mit der Lebenskraft nicht gut bestellt. Und er hat gesagt: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein." Er hat also das Wort Gottes mit Ernährung verglichen. Er hat hier ein Gleichnis gezogen, eine Parallele gezogen.

[23:53] Und um dieses Gleichnis besser zu verstehen, lasst uns doch mal gucken, wie wir überhaupt Brot essen. Wenn wir ein Leibbrot haben, so wie vorhin auf dem Bild gesehen, dann was müssen wir tun, um es zu essen? Wir können uns es nicht direkt komplett in den Mund schieben. Das funktioniert nicht. Und so macht es auch keinen Sinn, die ganze Bibel innerhalb von einem Rutsch, vielleicht vier, fünf Wochen, zu lesen. Wir müssen das Brot zuerst brechen. Das heißt, wir lesen Kapitel für Kapitel, Abschnitt für Abschnitt, vielleicht manchmal Vers für Vers. Und was müssen wir dann mit dem abgebrochenen Stück Brot machen? Abbeißen. Das heißt, wirklich in die kleineren Abschnitte gehen. Und dann müssen wir kauen. Gut kauen. Und dieses Kauen ist das wirkliche Studieren. Bibelstelle mit Bibelstelle vergleichen. Vielleicht manchmal eine andere Bibelversion zu nehmen. Manche Übersetzungen sind einfach nicht perfekt. Auch meine Übersetzung, die Schlachter 2000, ist nicht perfekt an einigen Stellen. Und deshalb ist es so wichtig, dass wir Paralleltexte aus anderen Bibeln und aus anderen Kapiteln nehmen, damit die Geschichten plastischer werden. Weil Gott macht es oft so, dass er einen Gegenstand von mehreren Blickrichtungen betrachtet und sagt: "Wir gucken uns erst von hier, dann von da und dann von dort an." Und dann erhalten wir ein plastischeres Bild von dem Gegenstand, den er hier behandeln möchte.

[25:40] Und nachdem wir das Wort, die Schrift gekaut haben, was müssen wir dann tun? Wenn wir das Brot gekaut haben, schlucken wir es runter und dann müssen wir es verdauen. Wenn es nicht verdaut wird, kommt es so in uns rein, wie es raus, wie es reinkam. Und dann haben wir nichts von dem Brot. Nein, wir müssen es verdauen, dass es ein Teil von uns wird. Und so ist es auch in der Bibel. Wir müssen sie so studieren und so lesen, dass sie ein Teil von uns wird, dass wir sehen können, in unserem Leben verändert sich etwas. Wir müssen uns selber die Frage stellen: Was unterscheidet mich von anderen Menschen? Was unterscheidet mich von der Welt? Was unterscheidet mich von Christen? Denn Mahatma Gandhi hat einmal gesagt: "Christus gerne, ihr Christen niemals." Denn Gott ist gut, aber sein Bodenpersonal lässt zu wünschen übrig. Und das ist genau die Problematik, weil sein Bodenpersonal Recht haben möchte, es so machen möchte, wie es selber für richtig hält, aber sich nicht selbst verändern lassen möchte durch das Wort Gottes. Und da verlieren solche Aspekte wie Kultur, Alter, Geschlecht, Rasse plötzlich ihre Wichtigkeit und ihre Wirkung, weil im Geiste der Bibel steht es um uns alle nicht besonders gut.

[27:26] Und ich möchte euch zeigen, dass schon im Alten Testament das Volk das Wort, die Schrift nicht gelesen hat und wozu das geführt hat, automatisch. Die Geschichte, die ich mit euch lesen möchte, ist in 1. Könige, Kapitel 12, Vers 28. 1. Könige, Kapitel 12, Vers 28. "Darum hielt der König..." Hier dreht es sich um den König Jerobam. "...Rat und machte zwei goldene Kälber und sprach zu dem Volk: Es ist zu viel für euch, nach Jerusalem hinaufzuziehen. Siehe, das sind deine Götter, Israel, die dich aus dem Land Ägypten herausgeführt haben." Wir sehen hier ganz deutlich, was passiert ist. Und zwar der König Jerobam, also das war ein König nach dem Israel geteilt wurde in das Nordreich und das Südreich. Sie sind schon lange am Berg Sinai gewesen, sie sind schon lange im gelobten Land gewesen und das Volk hat sich geteilt. Und dieser König Jerobam hat gesehen, das Volk pilgert immer noch mindestens einmal im Jahr nach Jerusalem und dort Gott anzubeten. Und er hatte Angst um sein Königtum und hat sich gedacht: "Wenn das Volk dahin geht, dann kann der andere König das Volk bereden und sie würden ihm nachfolgen und ich bin meinem Königtum los." Und deshalb hat er gesagt: "Ich stelle zwei goldene Kälber auf und sage zum Volk: Das sind deine Götter, Israel, die dich herausgeführt haben aus Ägypten." Und wir sehen hier, hätte das Volk, hätte die Priesterschaft die Bibel gelesen, zumindest die ersten fünf Bücher Mose, die es zu der Zeit, zu dem Zeitpunkt auf jeden Fall schon gab, hätten sie gesehen: Ein goldenes Kalb zu errichten, das ist nicht die beste Idee. Und warum Götter, die uns aus Ägypten geführt haben? Steht nicht geschrieben: "Er ist der Herr, unser Gott, wir sollen keine anderen Götter neben ihm haben." Nicht nur wurde das Gesetz mit Füßen getreten, das Gott am Berg Sinai gab, sondern auch die Lektionen der Vergangenheit wurden nicht gelernt. Und wir werden im Laufe unserer Studienreihe feststellen, welche Aussage die Bibel trifft, die wir heute in der Christenheit überhaupt nicht mehr beachten. Und inwiefern müssen wir sie nicht mehr beachten, inwiefern sollten wir sie vielleicht noch beachten, und dem werden wir biblisch auf die Spur gehen.

[30:12] Und ich möchte mit euch zum Abschluss einen großen Aufruf starten, den auch Jesaja damals, kurz vor der Wegführung nach Babylon gegeben hat, 600 Jahre vor Christus, 2600 Jahre vor unserer Zeitrechnung, hat Jesaja folgendes gesagt in Jesaja Kapitel 34, Vers 16. Jesaja Kapitel 34, Vers 16. Dort steht geschrieben: "Forscht nach im Buch des Herrn und lest es. Nicht eines von alledem wird fehlen, zu keinem Wort wird man die Erfüllung vermissen, denn mein Mund ist's, der es befohlen und sein Geist ist, der sie gesammelt hat."

[30:59] Liebe Zuschauer, die Bibel ist genau das, was sie behauptet zu sein, nämlich Gottes Wort. Ist es nicht logisch, dass es dann das wichtigste Buch in unserem Leben sein sollte? Lieber Zuschauer, wenn du für dich heute den Entschluss gefasst hast, mehr aus dem Wort Gottes zu hören, dass du sagst: "Das ist interessant, ich möchte mehr darüber lernen", dann lade ich dich ein, zur nächsten Folge wieder einzuschalten und jetzt gemeinsam mit mir zu beten. Lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, ich danke dir für das Wort, das du gegeben hast. Ich danke dir für die Geschichten, die das Wort erzählt. Heiland, wir danken dir für die Beispiele, die du uns gegeben hast durch die Zeitalter. Was passiert, wenn man dein Wort nicht beachtet, aber welch großer Segen kommt, wenn wir dein Wort beachten. Großer Gott, ich bitte dich, gib uns das Verlangen ins Herz, noch mehr gemeinsam zu studieren und Heiland, dass du uns führst und leitest, wohin du möchtest. Großer Gott, so danken wir dir und bitten dich im Namen Jesu. Amen.

[32:38] Für unser nächstes Mal werden wir Teil 2 anschauen: "Die Zukunft der Welt, Glaubwürdigkeit der Bibel". Wir haben heute große Thesen aufgestellt, nämlich dass das das Wort Gottes ist und außergewöhnliche Behauptungen verdienen außergewöhnliche Beweise und eben solche Beweise kann die Bibel bieten. Und für jeden Zuschauer, der sich das anschaut, haben wir die Möglichkeit, das Bibelstudium, das wir heute gemacht haben und etwas tiefer gehende Punkte downzuloaden als PDF. Ihr könnt alles selber nachforschen. Ihr könnt sehen, dass nichts daraus aus meiner Feder stammt, sondern dass das Wort Gottes diese Aussagen trifft. Deshalb lade ich euch ein, dass ihr im Anschluss dieses Videos euch das anschaut, dass ihr es studiert, dass ihr es euch anguckt und seht, was das Wort Gottes euch zu bieten hat.


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