[0:30] Hallo und herzlich Willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr live eingeschaltet seid auf www.joelmedia.de. Wir begrüßen auch alle, die heute zum ersten Mal dabei sind und live zuschauen oder später sich auch das Video dann anschauen.
[0:59] Wir wollen heute weiterstudieren, Offenbarung 18, den 21. Vers uns vornehmen und bevor wir beginnen, wollen wir zu einem Gebet niederknien.
[1:08] Lieber Vater im Himmel, wir kommen zu dir, weil du der Einzige bist, der uns wirklich die Zukunft zeigen kann und der Einzige bist, dem wir ganz vertrauen können und der uns so sehr liebt, dass er alles für uns gegeben hat.
[1:29] Und so möchten wir dich jetzt bitten, dass du uns in alle Wahrheit führst, dass du uns die Bedeutung dieses Verses zeigst für unsere Zeit und für unser praktisches Leben, dass wir Freude daran haben, dein Wort zu studieren und aus deinem Wort die Kraft zu bekommen, die wir brauchen für jeden Tag.
[1:47] Wir wollen uns ganz auf dich verlassen, dass du jetzt mitten unter uns bist und dass dein Wort nicht leer zurückkehrt. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.
[1:58] Heute steht Offenbarung 18, Vers 21 auf dem Programm.
[2:03] Offenbarung 18 und dort Vers 21. Letzte Woche haben wir gesehen, wie gejubelt wird über den Fall Babylons.
[2:17] Die heiligen Apostel der Himmel und die Propheten jubeln über den Fall Babylons. Gott hat euch an ihr gerecht, wird dort gesagt.
[2:28] Und jetzt in Vers 21 kommt quasi ein neuer Gedanke. Wir lesen es erstmal und dann wollen wir uns das ein bisschen durchdenken.
[2:37] Offenbarung 18, Vers 21.
[2:38] Und ein starker Engel hob einen Stein auf, wie ein großer Mühlstein, und warf ihn ins Meer und sprach: So wird Babylon, die große Stadt, mit Wucht hingeschleudert und nicht mehr gefunden werden.
[3:00] Also nachdem er jetzt die ganze Zeit Dinge hört, er hört die Kaufleute und die Könige klagen und die Seeleute und dann hört er im Himmel Jubel, sieht er jetzt eine bildliche Aktion.
[3:12] Er sieht einen Engel, was können wir dem Engel sagen? Ein Engel, der ist stark, genau, ein starker Engel. Übrigens betont sieht er nur einen Engel, das ist im Griechischen betont, ein starker Engel.
[3:30] Und was macht dieser starke Engel? Er nimmt einen Stein, ja und was für einen Stein? Einen Mühlstein. Was macht er mit dem Mühlstein? Den wirft er ins Meer.
[3:57] Nun, jetzt muss man keine große Fantasie haben, wenn man einen großen Stein nimmt und den ins Meer wirft. Also ich weiß nicht, ob ihr schon mal am Meer gewesen seid, wenn man an der Küste am Strand so entlang geht, dann nimmt man mal so kleine Steine und dann wirft man die so übers Wasser.
[4:19] Und wenn man gut wirft, dann bleiben die für eine Zeit lang auch auf dem Wasser. Aber wenn man das jetzt mit einem Mühlstein macht, einen großen Mühlstein wirft, was wird der wohl tun? Der geht senkrecht nach unten, der schwimmt nicht noch ein bisschen an der Oberfläche, sondern der versinkt automatisch 190 Grad nach unten auf den Erdboden.
[4:44] Und man hat auch nie wieder die Hoffnung, dass der hochsteigt. Also es gibt ja manchmal im Mittelalter gab es ja so die Idee des Gottesurteils, wir werfen einen Stein nach unten und wenn der oben schwimmt, dann hat Gott gesprochen oder so. Das ist natürlich Unfug.
[4:59] Der Mühlstein soll etwas Endgültiges oder dieses hineinfallen ins Meer soll etwas Endgültiges darstellen. Das Ganze ist jetzt ein Symbol für was? Für das Ende Babylons.
[5:22] Jetzt überlegen wir mal ganz kurz, diese Idee etwas im Wasser zu versenken.
[5:34] Lukas 17,2, lies mal vor.
[5:37] Es wäre besser für jeden, wenn ein großer Mühlstein auf seinem Hals gelegen ist und der ins Meer gebrochen wird, als dass er einen Verkleiderer anstürzt.
[5:46] Genau, zu dem kommen wir gleich noch, ich habe den aus Matthäus gesucht, den gleichen Vers, aber zu dem kommen wir gleich noch, wenn wir über den Mühlstein sprechen. Also merken wir uns gleich da, das ist eine ganz enge Parallele zu diesem Wort von Jesus.
[5:58] Auch in Jeremia 51, Vers 50.
[6:28] Und es soll geschehen, wenn du dieses Buch zu Ende gelesen hast, so binde einen Stein daran und wirf es mitten in den Euphrat.
[6:50] Und sprich: So soll Babel versinken und nicht wieder hochkommen, infolge des Unheils, das sich überspringen werde, und sie werden erliegen. Bis hierher gehen die Worte Jeremias.
[7:06] Ganz interessanter Abschnitt, wenn ihr den euch anschaut, das sind so die entscheidenden Punkte hier in diesen beiden Versen.
[7:13] Worauf kommt es hier an in diesen beiden Versen?
[7:16] Also es sind zwei Ideen, das eine ist nicht nur, dass es nach unten sinkt, es wird versinken, sondern es wird nicht wieder hervorkommen, es wird nicht wieder hochkommen.
[7:29] Also deswegen die Idee mit dem Stein, der Stein, der versinkt im Meer und kommt nicht wieder hoch, es ist endgültig, also nach Jeremia 51 nicht mehr hochkommen.
[7:43] Wovon hat denn hier der Jeremia prophezeit eigentlich?
[7:53] Genau, er hat den Untergang des tatsächlichen, buchstäblichen Babylons vorhergesagt. Ist denn das auch passiert?
[8:11] Wir wissen auf Babylon kam Medopersien als Weltreiche, aber das heißt ja nicht, dass die Stadt zerstört ist und für immer verloren ist.
[8:19] Es gibt auch andere Städte, die waren Hauptstadt eines Weltreiches und haben später dann auch noch in anderen Weltreichen eine Rolle gespielt.
[8:27] Ist Babylon wirklich zerstört worden?
[8:30] Wolltest du dich melden?
[8:32] Ist Babylon jetzt vollkommen zerstört worden oder ist es immer noch eine florierende Stadt?
[8:40] Also es hat dann noch ein bisschen existiert.
[8:44] Es ist nicht in der Nacht der Eroberung Babylons zerstört worden, auch die ersten Könige noch von Medopersien haben in Babylon zum Teil residiert.
[8:58] Wie war das zur Zeit der Griechen, stand da Babylon noch?
[9:01] Alexander der Große wollte noch die Stadt zu seiner Hauptstadt machen, das heißt, er ist dann noch in Babylon einmarschiert.
[9:08] Da sind die Tore noch gewesen und alles Mögliche.
[9:10] Der hat ernsthaft überlegt Babylon zu seiner neuen Hauptstadt zu machen, aber im Zuge dann der nächsten Generation ist Babylon vollkommen zerstört worden.
[9:20] Es ist verfallen und heute lebt da im Grunde genommen eigentlich niemand mehr.
[9:25] Da leben noch ein paar amerikanische G.I.s in der Nähe.
[9:27] Da gibt es so einen US-Truppenstützpunkt und ansonsten leben die Tiere, die in der Prophetie vorhergesagt werden.
[9:33] Das heißt, dieser Bibelfers hat sich in der Geschichte der Stadt Babylon präzise erfüllt.
[9:46] Babylon ist zerstört worden und wird nie wieder hochkommen und das heißt auch, wir können davon ausgehen.
[9:53] Wisst ihr, dass es jemanden gab, der versucht hat Babylon wieder aufzubauen?
[9:56] Jericho?
[10:01] Ja genau, Jericho sollte auch nicht wieder aufgebaut werden und dann ist es passiert.
[10:06] Joshua?
[10:08] Genau, Joshua hat diesen Spruch gesagt.
[10:11] Aber hat jemand nochmal versucht in neuer Zeit das antike Babylon aufzubauen?
[10:16] Saddam Hussein?
[10:19] Saddam Hussein hat das mehrmals versucht und jedes Mal gab es Krieg.
[10:25] Irgendwie kamen die Amerikaner oder die Kurden oder irgendwas ist immer dazwischen gekommen.
[10:28] Er hatte sich das zum Ziel gesetzt, sozusagen ein zweiter Nebukadnezar zu sein.
[10:33] Babylon zu alter Größe zurückzubringen.
[10:35] Aber die Bibel hatte gesagt, nicht nur an der Stelle, an vielen Stellen wird ja gesagt, Babylon wird zerstört werden.
[10:41] Und genauso vollständig wie wir heute jetzt nach knapp 2000 Jahren Babylon immer noch eine Ruine ist,
[10:52] genauso sicher wird dann auch das endzeitliche Babylon für immer vergehen.
[10:56] Das ist eigentlich so die Referenz.
[10:59] Wir vertreten in 2. Buch Mose, Kapitel 14, Untergang von Ägypten in der Ruine.
[11:08] Kapitel 15, Vers 1.
[11:12] Da kommen wir sofort hin.
[11:14] Das ist in der nächsten Vers gewesen.
[11:15] Einen Moment.
[11:16] Lass uns noch ganz kurz bei Jeremia bleiben.
[11:18] Warum wirft der, das ist interessant, was wirft der Jeremia eigentlich da in das Wasser hinein?
[11:26] Wenn ihr das genau gelesen habt.
[11:27] Was wirft der da hinein?
[11:31] Er wirft einen Stein.
[11:32] Aber wirft der allein einen Stein?
[11:37] Er wirft einen Stein mit einem Buch.
[11:41] Okay, das ist interessant.
[11:43] Ich weiß nicht, ob ihr schon mal ein Buch ins Wasser geworfen habt.
[11:46] Das tut dem Buch ja nicht gut.
[11:48] Da gibt es ja mehrere Stellen.
[11:51] Ihr sah ja Jeremia, da gibt es auch die Stelle, wo Jeremia dann einmal ein Buch verstecken soll am Euphrat.
[12:02] Das ist dann bei einem König gewesen.
[12:04] Der König hat dann das Buch verbrannt.
[12:06] Aber hier geht es ja nicht darum, das Buch Jeremia zu vernichten.
[12:10] Er schreibt ja nicht das Buch, um es danach zu vernichten, damit es nicht wieder gefunden wird.
[12:13] Sondern warum tut er jetzt das Buch Jeremia, das wir in der Bibel haben, also zumindest den Großteil davon,
[12:20] an einen Stein binden und dann im Euphrat versenken?
[12:23] Was soll das?
[12:25] Ich meine, es ist ja eine Symbolhandlung.
[12:27] Das macht er ja nicht, um den Euphrat zu verschmutzen.
[12:30] Was soll damit ausgedrückt werden?
[12:43] Genau, also das Buch hat eine Botschaft, das ist ohne Frage.
[12:46] Also eins ist sicher, der Stein, der runter geht und nicht wieder hochkommt, das ist ein Symbol für Babylon.
[12:51] Und jetzt verbindet sich das Buch mit der Botschaft an diesen Stein.
[12:58] Was ist eigentlich die Kernidee, die damit ausgedrückt wird?
[13:02] Ist das ein Gegenbegriff?
[13:04] Oder teilt es sich mit Prophetie?
[13:08] Ja, wahrscheinlich. Ich meine, Jeremia ist voller Prophetie, es ist ein prophetisches Buch.
[13:12] Also wir müssen ja lernen, die Symbolsprache der Bibel so ein bisschen zu verstehen.
[13:19] Gerade im Alten Testament wird viel mit Zeichenhandlungen getan.
[13:23] Wenn ihr Hesekiel lest oder so, der macht so viele Handlungen und die soll man dann verstehen.
[13:28] Er nimmt jetzt diesen Stein und sagt, gleich werden wir sehen, wenn er den Stein ins Wasser wirft, geht der Stein nach unten und kommt nicht wieder hoch und genauso soll Babylon verloren gehen.
[13:37] Aber bevor er den Stein hinwirft, nimmt er sein Buch, was er gerade geschrieben hat und bindet es an den Stein fest.
[13:44] Und dann wirft er beides in das Wasser.
[13:46] Er will ja nicht damit sagen, ich meine, jemand könnte ja vermuten, er will damit sagen, genauso wie Babylon verloren geht, soll auch die Bibel verloren gehen.
[13:53] Aber das will er ja nicht sagen, oder?
[13:57] Ja genau, es ist gar nicht Jeremia selbst, es ist ein Bote, der das macht.
[14:07] Das stimmt.
[14:09] Aber das spielt jetzt erstmal für die Sache nicht so die entscheidende Rolle.
[14:13] Er möchte ja nicht, dass das Buch verloren geht, oder dass die Bibel verloren geht.
[14:18] Sondern warum bindet er das Buch jetzt hier an den Stein dran?
[14:22] Weil das nur der Anspruch war, dass Babylon zerstört werden kann.
[14:27] Ah okay, das heißt, er macht deutlich, seine Botschaft ist direkt angebunden an diese Idee der Zerstörung von Babylon.
[14:37] Man kann also die Zerstörung Babylons und seine Botschaft nicht trennen.
[14:44] Man könnte ja sagen, wenn ein Prophet kommt und sagt, ich prophezeie das und jenes, ich prophezeie den Untergang Babylons.
[14:53] Und dann kommt er nicht, dann haben ja falsche Propheten das an sich, dass sie dann sagen, ich habe es eigentlich ganz anders gemeint.
[14:59] Das war dann irgendwie geistlich gemeint, oder dies und jenes.
[15:02] Und er will damit andeuten, was ich sage ist so eindeutig, so klar mit dem Untergang Babylons verknüpft, man kann das nicht voneinander trennen.
[15:11] Die Botschaft hängt unmittelbar, untrennbar mit dem Fall Babylon zusammen.
[15:17] Mit anderen Worten, wenn das nicht passiert, ist die Botschaft falsch.
[15:23] Dann hat das Buch keinen Wert.
[15:26] Weil das Buch ist geschrieben, um die Tatsache des zukünftigen Falls Babylons zu beschreiben.
[15:31] Das fand ich ganz interessant, wie sehr sozusagen seine Prophezeiung, das war aus seiner Sicht ja noch Zukunft gewesen,
[15:37] viele Jahrzehnte oder in dem Fall ja dann sogar Jahrhunderte, wie sehr er seine Botschaft quasi damit jetzt verbindet.
[15:43] Jetzt kommen wir zu der Stelle, die du genannt hast.
[15:45] Sag das nochmal in 2. Mose.
[15:56] Genau, lesen wir jetzt mal 2. Mose 14, Vers 27.
[16:00] Da heißt es: Da streckte Mose seine Hand aus über das Meer, und das Meer kam beim Anbruch des Morgens wieder in seine Strömung, und die Ägypter flohen ihm entgegen.
[16:09] So stürzte der Herr die Ägypter mitten ins Meer.
[16:12] Das ist natürlich die berühmte Geschichte vom Durchzug durchs Rote Meer.
[16:17] Die Ägypter hinterher und das ägyptische Kriegsheer wird vernichtet.
[16:22] Und dann Kapitel 15, Vers 1.
[16:25] Heißt es ja, damals sangen Mose und die Kinder Israels dem Herrn diesen Lobgesang und sprachen: Ich will dem Herrn singen, denn hoch erhaben ist er, Ross und Reiter hat er ins Meer gestürzt.
[16:35] Jetzt gibt es in diesem Lied noch einen Vers, der sogar noch genauer diese Idee von einem Stein, der ins Meer geworfen wird, illustriert.
[16:46] Ganz genau, in Vers 5.
[16:49] Da heißt es: Die Tiefe hat sie bedeckt, sie sanken auf den Grund wie ein Stein.
[16:55] Und hier wird jetzt deutlich, ich meine, zu dem Zeit, also beim Roten Meer ist ja gar kein Stein buchstäblich ins Wasser geworfen worden.
[17:02] Das waren ja alles Menschen.
[17:04] Die Tatsache, dass er sagt, wie ein Stein, macht deutlich, dass ein Stein ins Meer werfen eine sprichwörtliche Angelegenheit ist.
[17:12] Und das heißt, so wie der Stein ins Meer fällt, das ist dann sozusagen, kann man sozusagen vergleichen wie mit dem Untergang Ägyptens oder dem Untergang der Armee des Pharao.
[17:26] Jetzt, wie viel ist von der Armee des Pharao übrig geblieben?
[17:30] Niemand.
[17:32] Alle verloren gegangen.
[17:34] Und die Archäologen und die Historiker sind ja bis heute noch ein bisschen am Rätseln, zumindest die Bibel treuen, wann genau das passiert ist und mit welcher Dynastie das zusammenhängen könnte.
[17:43] Es gibt interessante Theorien, aber es ist noch nicht alles ganz entschlüsselt.
[17:46] Aber das war eine Katastrophe für das ägyptische Weltreich.
[17:50] Ja, da war plötzlich für einen Zeitraum, sie hatten keine Armee.
[17:53] Was machst du, wenn du keine Armee hast?
[17:55] Es war also nicht nur eine Niederlage, es war eine vollständige Ausrottung der Armee zu diesem Zeitpunkt.
[18:00] Und genau so vollständig ist am Ende der Fall Babylons.
[18:04] Das heißt, nach dieser ganzen Klagerei über Babylon und dann der Freude mit dem Fall Babylons, will die Bibel deutlich machen, wenn am Ende Babylon fällt, fällt es absolut unwiederbringlich und ohne Fußnote.
[18:27] Schauen wir nochmal in Hesekiel, Hesekiel 26.
[18:32] Und ich meine, das haben wir ja mittlerweile schon oft gesehen, wie sehr Tyrus und Babylon parallel zueinander laufen.
[18:43] Und wir haben eine ähnliche Aussage auch von Tyrus in Hesekiel 26.
[18:53] Hesekiel 26 und dort Vers 3 und 4.
[19:15] Darum so spricht Gott der Herr: Sieh, ich komme über dich, Tyrus, und will viele Völker gegen dich heraufführen, wie das Meer seine Wellen heraufführt.
[19:29] Also hier ist ein bisschen eine ähnliche Idee, nur umgekehrt.
[19:32] Hier ist nicht sozusagen, du versinkst im Wasser, das schon eben ist, sondern das Wasser kommt quasi über dich.
[19:37] Die Idee ist am Ende das gleiche, man trinkt, man ist unter Wasser.
[19:41] Vers 4: Und sie werden die Mauern von Tyrus zerstören, ihre Türme niederreißen, und ich will das Erdreich von ihr wegfegen und sie zu einem kahlen Felsen machen.
[19:50] Und wenn wir dann noch springen zu Vers 19, da wird es noch deutlicher.
[19:57] Denn so spricht Gott der Herr: Wenn ich dich zur verwüsteten Stadt mache, gleich den unbewohnten Städten, wenn ich die Flut gegen dich aufsteigen lasse und die großen Wasser dich bedecken.
[20:09] Da habt ihr also die gleiche Idee, dass so wie Tyrus vom Wasser umgeben wird, so ist dann jetzt hier der Stein vom Wasser umgeben und kommt nicht mehr raus.
[20:20] Gehen wir zum Neuen Testament und da habt ihr schon die Stelle genannt, ich glaube, du hast es gesagt, Lukas.
[20:25] Es gibt auch Matthäus 18, Parallelstelle, das ist eigentlich fast egal, welche man nimmt.
[20:30] Matthäus 18, Vers 26 oder Lukas 17.
[20:51] Und hier kommt jetzt nicht nur die Idee eines Steines, sondern die Idee eines Mühlsteines.
[20:57] Da sagt Jesus: Wer aber einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Anstoß zur Sünde gibt, für den wäre es besser, dass ein großer Mühlstein an seinen Hals gehängt und er in die Tiefen des Meeres versenkt würde.
[21:13] So, jetzt müssen wir erstmal klären, was ist ein Mühlstein und was hat Jesus da vor Augen gehabt, was dann wohl auch in der Offenbarung eine Rolle spielt.
[21:26] Mühlstein, was wisst ihr über Mühlsteine oder Mühlsteine vielleicht sogar in der Antike?
[21:32] Ja.
[21:37] Genau, da hat er Mehl und Getreide gemacht. Wie groß würdet ihr schätzen, ist das so ein Mühlstein?
[21:45] Interessant ist, in der Antike gab es zwei Arten von Mühlsteinen, die mit unterschiedlichen Worten bezeichnet werden.
[21:54] Und zwar gab es die Mühlsteine, die mit einer menschlichen Hand bedient werden konnten, weil sie von der Größe und noch so waren, dass man sie als Mensch bedienen konnte.
[22:07] Und dann gab es Mühlsteine, die waren so groß, dass man sie als Mensch so in der Produktion nicht mehr händeln konnte und dazu brauchte man einen Esel.
[22:15] Und das wird dann, kommt im Wort sozusagen deutlich, ob es sozusagen ein handbetriebener Mühlstein ist oder ein Eselmühlstein, der Mühlstein eines Esels.
[22:25] Jetzt, was würdet ihr denken, wenn Jesus hier sagt, es wäre besser für ihn, dass ein Mühlstein um seinen Hals gehängt werde und er ins Meer versenkt wird, spricht Jesus von einem Handmühlstein oder von einem Eselmühlstein?
[22:36] Was würdet ihr schätzen?
[22:38] Eselmühlstein.
[22:39] Eselmühlstein, ganz genau.
[22:41] Ein großer, dicker, fetter Eselsmühlstein, das sagt eigentlich wörtlich.
[22:46] Also nicht der, den man noch mit der Hand irgendwie, den man vielleicht noch stemmen könnte, sondern einer, der von seiner Definition her so groß und so schwer ist, dass man ihn als Mensch nicht händeln kann.
[22:59] Ansonsten könnte man sagen, wenn jemand stark genug ist, dann könnte er vielleicht damit den wieder hochdrücken oder irgendwie was weiß ich was.
[23:04] Aber das ist das Todesurteil.
[23:08] Jetzt, warum sagt Jesus dieses doch recht drastische Wort?
[23:13] Ich meine, es ist ja kein schöner, gut, ich meine, es gibt vielleicht schlimmere Todesarten, aber es ist ja auch jetzt nicht unbedingt das, was man sich wünscht, dass man mit so einem dicken Stein, ich meine, schon die Tatsache, dass der einem ans Hals gebunden wird, das ist an sich ja schon fast lebensgefährlich, wenn du so einen starken Stein am Hals hast, geschweige denn, wenn du ins Wasser geworfen wirst.
[23:33] Worin besteht dieses enorme Verbrechen?
[23:37] Hier geht es ja um Verführung.
[23:41] Also in dieser vielleicht deutlichsten Parallelstelle geht es explizit um Verführung.
[23:48] Jetzt, wer soll hier verführt werden?
[23:53] Oder wer, also wer hier wird hier verführt?
[23:57] Kinder, genau, ja.
[24:03] Es geht definitiv um Gläubige.
[24:10] Das sagt der Text eindeutig, oder?
[24:13] Gibt es irgendwo im direkten Kontext auch was über Kinder?
[24:21] In den Versen vorher.
[24:25] Genau, festhalten.
[24:35] Genau, also Jesus spricht von dem geistlichen Kindsein, ja, durch die Bekehrung.
[24:41] Geht es auch um tatsächliche Kinder?
[24:44] Also um Kinder, also kleine Kinder in dem Kontext?
[24:49] Also geistlich auf jeden Fall, aber geht es auch um die tatsächlichen Kinder?
[24:54] Er ruft ja ein Kind zu sich, ja.
[24:59] Er ruft ein kleines Kind zu sich und nimmt es quasi als Illustration für die geistliche Sache.
[25:04] Nämlich: Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder,
[25:07] so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel kommen.
[25:09] Und wer nun sich selbst erniedrigt wie dieses Kind, ist der Größte im Himmel.
[25:14] Und dann sagt er: Und wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt.
[25:19] Und solches bezieht sich jetzt wahrscheinlich eher weniger auf, ihr sollt werden wie ein Kind,
[25:24] und wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, ja.
[25:27] Und von daher ist Vers 6 eigentlich direkt im Kontext.
[25:30] Wer aber einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Anschluss zur Sünde gibt.
[25:35] Das heißt, natürlich muss man das jetzt nicht allein auf eine bestimmte Gruppe von Altersgruppe beschränken,
[25:41] aber es geht unter anderem auch um tatsächliche Kinder.
[25:44] Und wenn man das jetzt erweitern möchte, um alle, die in irgendeiner Weise vielleicht auch Schutzbefohlene sind,
[25:49] die irgendwie, ja, auf jemanden aufschauen, die vielleicht auch leicht zu führen oder verführen sind.
[25:56] Es geht um gläubige Menschen, die verführt werden.
[26:01] Und du hast schon gesagt, das macht Babylon.
[26:03] Wie konkret zeigt sich jetzt diese Sache hier, die Verführung von Gläubigen, bei Babylon, beim Endzeit-Babylon?
[26:13] Woran kann man erkennen, dass Babylon tatsächlich sich dieser Sache schuldig macht?
[26:19] Das scheint da jetzt hier der Fall zu sein. Ich war der Mühlstein.
[26:24] Ja, der Wein verdirbt das Denken.
[26:28] Der Wein steht für die Irrlehren bezüglich des Evangeliums, ja.
[26:32] Noch immer eine Idee?
[26:34] Wie das jetzt ganz praktisch hier vonstatten geht.
[26:38] Was ist das Verbrechen von Endzeit-Babylon?
[26:42] Du hast es schon, aber jetzt mal ganz praktisch gesprochen.
[26:46] Falsche Erziehung, ja.
[26:53] Okay, falscher Lebensstil.
[26:55] Genau, also was steckt in Verführung drin?
[27:01] Was ist Verführung?
[27:03] Also Verführung heißt, ich führe jemanden in die falsche Richtung.
[27:08] Das ist Verführung.
[27:10] Ich kann jemanden führen oder ich kann ihn verführen.
[27:12] Das heißt, ich sage: Komme mir nach.
[27:15] Jetzt, warum würde jemand mir folgen, wenn ich sage: Komm mir nach?
[27:17] Also, wenn ich den Weg weiß, wenn ich sage, ich weiß, wo du hin willst
[27:23] und ich kenne den Weg, folge mir nach.
[27:25] Ja, genau, die blinden Blindenleiter.
[27:33] Das ist genau das Ding.
[27:35] Also hier geht es nicht um Leute, die einfach falsch glauben.
[27:39] Das ist jetzt sehr wichtig.
[27:41] Das Gericht an Babylon ist nicht das Strafgericht an denen,
[27:47] die den Irrtum glauben, weil es wird am Ende sehr, sehr, sehr, sehr viele geben,
[27:52] die den Irrtum glauben, aber nicht alle sind an sich Babylon.
[27:55] Babylon wird ja unter anderem auch dadurch gerichtet,
[27:57] dass die große Masse Babylon am Ende vernichten wird.
[27:59] Sondern Babylon sind letztendlich die, die nicht nur falsch glauben,
[28:04] sondern die gesagt haben: Wir kennen den Weg zum Leben, folgt uns nach.
[28:10] Wir sind die alleinselig machende Kirche.
[28:13] Das heißt, wenn jemand glaubt, die Seele ist unsterblich
[28:19] und es gibt eine ewig brennende Hölle, dann ist das natürlich sehr bedauerlich,
[28:23] dass er das glaubt, aber das macht ihn eigentlich noch nicht in dem Sinne,
[28:27] im engeren Sinne zu Babylon.
[28:29] Er glaubt zwar die Lehre Babylons, aber Babylon wird er dann, wenn er sagt:
[28:32] Was ich sage, ist die Wahrheit, die zum ewigen Leben führt.
[28:36] Und wenn dann die Lüge kommt und dann werden Menschen falsch geführt,
[28:40] weil die ja eigentlich glauben, die wollen ja das ewige Leben haben.
[28:44] Und wie viele Menschen folgen den Lehren Roms in der tatsächlichen Meinung,
[28:50] hier werden sie auf den Weg zum ewigen Leben gebracht.
[28:55] Wunder spielen eine Rolle, weil die scheinen zu bestätigen, dass Gott dabei ist.
[29:05] Ja, ganz genau.
[29:27] Es gibt einen, also hier sagt er was Interessantes.
[29:29] Er sagt nicht nur, dass wenn jemand Gläubige verführt, dass er dann leiden wird,
[29:36] sondern er sagt sogar, wie formuliert er das genau?
[29:39] Er sagt nicht nur, dass das die Strafe sein wird,
[29:41] sondern er sagt, wir können das mit eigenen Worten formulieren,
[29:45] was er hier eigentlich sagt.
[29:47] Das ist eine ziemlich krasse Aussage eigentlich, wenn man sie genau durchdenkt.
[29:55] Er sagt nicht einfach: Wenn das passiert, wird das eintreten.
[30:02] Wenn du Leute verführst, wirst du mit einem Mühlstand im Meer landen.
[30:06] Das sagt er nicht, sondern sagt eigentlich noch eine andere Nuance.
[30:09] Genau, er sagt: Es ist besser für einen Menschen, so zu sterben, als zu verführen.
[30:19] Und das ist, was Jesus sagt, ist: Dein Leben ist besser verbracht,
[30:27] wenn es gar nicht existiert, wenn du tot bist, als wenn du andere verführst.
[30:32] Kennt ihr noch eine Situation, wo Jesus etwas ganz Ähnliches gesagt hat?
[30:36] Es sagt aber Judas ganz genau, es wäre besser für den, dass er nicht geboren worden wäre.
[30:43] Und ich meine, das ist so eine ziemlich krasse Aussage.
[30:46] Wenn Gott am Ende sagt, dieses Leben, da wäre es besser gewesen,
[30:52] wenn es gar nicht erst angefangen hätte.
[30:54] Und das zeigt eigentlich, wie heftig in Gottes Augen Verführung ist.
[31:00] Wir Menschen, wir sehen, glaube ich, in unserer sündigen Begrenztheit,
[31:06] sehen wir gar nicht, wie weitreichend und wie katastrophal die Folgen sind,
[31:10] wenn wir andere in die Irre führen.
[31:12] Und ja.
[31:36] Jetzt habe ich noch eine Frage an euch.
[31:38] Wie kommt denn ein Verführer dazu, Verführer sein zu wollen?
[31:41] Ich meine, mit diesen Aussichten ist doch niemand gerne bereit, Verführer sein zu wollen.
[31:47] Warum kommt Mensch überhaupt auf die Idee, jemanden anderen,
[31:51] der eigentlich glauben will, jemand anderen auf den falschen Weg zu führen?
[31:58] Also, wie kommt ein Mensch auf die Idee?
[32:00] Weil wir müssen uns ja auch die Frage stellen, was das praktisch für uns bedeutet.
[32:04] Es nützt ja nicht zu sagen, der Papst, auf den passt das hier nicht.
[32:07] Oder auf die Kardinäle.
[32:09] Das hat ja auch eine Bedeutung für uns.
[32:12] Jesus sagt das ja nicht nur für die Endzeit-Prophetie von Endzeit-Babylon.
[32:15] Er sagt das ja allgemein.
[32:17] Also, was könnte mich dazu bewegen, jemand anders zu verführen?
[32:26] Ich meine, die wenigsten Verführer sagen ja wahrscheinlich:
[32:29] Ich möchte heute ein Verführer sein, oder?
[32:33] Okay, genau das ist die Idee von den blinden Blindenleitern.
[32:35] Die sind verführt, ja.
[32:38] Aber nicht jeder, der verführt ist, ist automatisch,
[32:41] naja, vielleicht im weitesten Sinne schon, weil ich meine, unser Einfluss hat immer auch Einfluss.
[32:45] Aber nicht jeder, der sozusagen etwas Falsches glaubt,
[32:47] setzt jetzt eine Energie dahinter, diese Idee allen anderen weiterzugeben, sozusagen.
[32:54] Rebellion gegen Gott?
[32:56] Was bewirkt jemanden, oder was bewirkt, dass jemand sagt zu anderen:
[33:02] Folgt mir nach, ich zeige euch den Weg?
[33:05] Macht...
[33:11] Ja, genau, Satan ist der Erste,
[33:13] und dann können wir den satanischen Einfluss ein bisschen genauer definieren.
[33:16] Was ist dieser satanische Einfluss?
[33:18] Stolz.
[33:23] Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten,
[33:25] nur zwei Motive, warum ich möchte, dass jemand mir folgt.
[33:28] Entweder, weil ich wirklich Christus gefunden habe,
[33:31] und auf den schnellsten Weg jemanden zu Christus finden möchte,
[33:35] dann kann ich sagen, wie Paulus: Folgt mir nach, wie ich Christus folge, ja.
[33:38] Ich zeige dir den Weg zu Jesus.
[33:40] Oder aber ich möchte, dass die Menschen mir nachfolgen.
[33:42] Ich möchte, dass sie so denken wie ich, ich möchte, dass sie...
[33:45] Weil das gibt mir Macht, dieses Gefühl von, ich stehe über ihnen,
[33:48] weil ich ihnen ja sage, wo es lang geht.
[33:50] Und das kann, im Geistlichen ist es besonders attraktiv,
[33:54] weil im Geistlichen handelt man von Dingen, die man jetzt, sag ich mal,
[33:56] oftmals, ja, also die ein bisschen, die manchmal nicht so greifbar sind, ja.
[34:01] Und wo so die tiefsten Dinge des Menschen angesprochen werden,
[34:04] und wenn man jemanden so emotional um den Finger wickelt,
[34:08] dann gibt es sehr viele Menschen, die dadurch enormen Stolz,
[34:12] ihren Stolz so befriedigen, dass Leute ihnen nachfolgen.
[34:15] Ja.
[34:32] Ganz genau.
[34:34] Und interessant ist ja in Matthäus 18, in den Versen davor, die wir gerade gelesen haben, nicht wahr?
[34:37] Ich meine, wir kommen ja letztendlich immer wieder auf die gleichen Dinge,
[34:40] dass Babylon ist Selbsterhöhung, nicht wahr,
[34:43] und Selbsterhöhung führt dann dazu, dass man verführt.
[34:44] Was ist denn das Gegenmittel Jesu gegen diese Selbsterhöhung, die andere verführen wird?
[34:50] Genau, und wie drückt er die Demut aus?
[34:52] Hier in den Versen vorher?
[34:56] Dass man selbst wird wie ein Kind.
[34:59] Also, man hat eigentlich zwei Optionen.
[35:01] Entweder ich habe den Anspruch, die Kinder sollen mir nachfolgen, ja,
[35:05] weil ich bin groß und die anderen sind Kinder und die sollen mir nachfolgen, ja.
[35:08] Oder ich werde selbst wie ein Kind.
[35:10] Weil wenn ich selbst wie ein Kind werde, dann habe ich ja die Idee,
[35:12] ich brauche selbst jemanden, der mich führt, oder?
[35:16] Wenn ich geworden bin wie ein Kind, dann brauche ich ja selbst jemanden
[35:19] und dann weiß ich, ich bin von Jesus abhängig.
[35:21] Wenn ich aber eben nicht diesen Schritt mache, wenn ich mich nicht geistlich erniedrige,
[35:25] habe ich ganz schnell die Idee, ich weiß, wo es lang geht und die anderen müssen mir folgen,
[35:29] weil die sind noch nicht so weit wie ich.
[35:31] Und die ganze Kirchengeschichte ist voll von Beispielen von Leuten, die dann meinten,
[35:35] sie haben es und jetzt müssen alle nur noch ihnen nachfolgen.
[35:38] Da gibt es Streit und Krieg und Kirchenspaltung und ich weiß nicht was.
[35:42] Und vor allem viel Verführung, ja.
[36:00] Ja, genau, das ist das, was auch Jesus dann, was der Paulus sagt,
[36:04] im zweiten Thessalonicher, dass Gott in einen wirksamen Betrug der Lüge senden wird,
[36:09] diese Kraft, im Sinne, nicht dass Gott sie verstockt, also nicht Gott ihnen Irrtum sendet,
[36:16] sondern dass Gott es zulässt, dass sie sich verführen lassen, genau.
[36:21] Bevor wir zum Schluss kommen, es ist interessant, noch ganz kurz darüber zu sprechen.
[36:29] Habt ihr gelesen, auf Mark 18, Vers 21, auf welche Art und Weise dieser Stein geworfen wird?
[36:36] Ja, nein, nein, das Meer steht zwar in vielen Stellen für Völker,
[36:53] aber an der Stelle geht es ja genau darum, dass Babylon gerichtet wird,
[36:57] weil sie vorher die Völker verführt haben.
[36:59] Das heißt, hier ist ja eine Aktion Gottes jetzt, der Engel wirft den Stein ins Meer,
[37:03] um damit auszudrücken: Babylon geht verloren und kommt nie wieder hervor.
[37:09] Das heißt, hier geht es nicht darum, dass Babylon zu den Völkern gesandt wird,
[37:12] sondern weil sie vorher die Völker verführt haben, Stichwort an den Babelsitzen.
[37:16] Ja, ja, ja, genau.
[37:18] Aber hier geht es nicht darum, der Stein ins Meer geworfen bedeutet nicht,
[37:21] dass Babylon zu den Völkern kommt, sondern das bedeutet eindeutig,
[37:24] dass Babylon vernichtet wird, das sagt der Vers.
[37:27] Mit Wucht.
[37:30] Und dieses Wort Wucht heißt eigentlich im Griechischen auch so eine Art Schock,
[37:38] so plötzlich, so mit einem großen Impuls.
[37:43] Also nicht irgendwie lange angekündigt, sondern so plötzlich.
[37:49] Und starke Engel, die sind ganz plötzlich und unvermittelt,
[37:53] und das ist ja diese Idee auch von Offenbarung 18,
[37:56] dass das Gericht am Ende sehr schnell, sehr plötzlich, sehr heftig und intensiv kommt.
[38:03] Und da gibt es noch einen, ich schau mal, ob ich das noch mal kurz finde,
[38:06] in Apostelgeschichte.
[38:12] Ja, ganz kurz, können wir noch einen?
[38:15] Ja, das ist interessant, vielleicht eine Parallele dazu, könnte sein, weiß ich nicht.
[38:20] Aber nochmal wegen dem Wort Schock.
[38:23] Schaut mal in Apostelgeschichte 14, Vers 5,
[38:26] da gibt es ein Wort, das ist verwandt mit diesem griechischen Wort,
[38:34] das wird aber anders übersetzt hier.
[38:36] In Apostelgeschichte 14,
[38:38] und dort Vers 5, da heißt es:
[38:42] Als sich aber ein Ansturm der Heiden und Juden samt ihren Obersten erhob,
[38:48] um sie zu misshandeln und zu steinigen.
[38:50] Und das Wort, das hier verwandt ist mit diesem Schock oder mit dieser Wucht,
[38:54] ist welches Wort?
[38:56] Könnt ihr raten?
[38:58] Ansturm, genau, ein Ansturm.
[39:00] Und da hat man so eine Idee von, das ist dynamisch,
[39:03] das ist nicht nur, das ist so ein Schock,
[39:04] sondern das hat so eine Bewegung auch.
[39:06] Und genau das ist letztendlich dieses Bild,
[39:08] da ist nicht ein Engel, der ihn einfach fallen lässt,
[39:10] sondern ein Engel, der mit viel Kraft diesen riesigen Stein nimmt
[39:13] und plötzlich ins Wasser wirft.
[39:15] Und aufgrund, jetzt ist es ja interessant,
[39:17] aufgrund der Schnelligkeit der Bewegung,
[39:20] wird das jetzt den Stein schneller sinken lassen oder langsamer sinken lassen?
[39:24] Schneller, nicht wahr?
[39:26] Je schneller und je heftiger der Schock ist,
[39:28] desto schneller sinkt der Stein.
[39:29] Und das steckt auch hier drinnen, diese Plötzlichkeit.
[39:32] Und dann heißt es von dem Stein oder von Babylon in Offenbarung 18,
[39:37] am Ende, nicht wahr,
[39:39] so wird Babylon, die große Stadt, mit Wucht hingeschleudert
[39:43] und nicht mehr gefunden werden.
[39:45] Frage noch zum Schluss jetzt,
[39:47] diese Formulierung, nicht mehr gefunden werden,
[39:49] das heißt, die Stadt wird nicht mehr gefunden werden,
[39:51] die Stadt wird nicht mehr gefunden werden,
[39:56] Frage noch zum Schluss jetzt,
[39:58] diese Formulierung, nicht mehr gefunden werden,
[40:01] haben wir die schon mal irgendwo in Offenbarung gehabt?
[40:03] Nicht mehr gefunden werden,
[40:05] so in der Art und Weise,
[40:07] dass etwas nicht mehr zu finden war?
[40:10] Die Städte, genau,
[40:12] und ihre Städte wurde nicht mehr gefunden im Himmel.
[40:15] Wo hatten wir das?
[40:17] Und ihre Städte wurden nicht mehr im Himmel gefunden.
[40:19] Offenbarung 12, genau, welcher Vers?
[40:21] Genau, 7 oder 8 ist es 8,
[40:23] also 7 ist: Und es entstand ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen,
[40:28] und der Drache und seine Engel kämpften,
[40:30] aber sie siegten nicht,
[40:32] und ihre Städte wurden nicht mehr im Himmel gefunden.
[40:35] Was ist mit dem Satan dann passiert?
[40:37] Er ist hinausgeworfen worden,
[40:39] wie ein Blitz,
[40:41] hinabgeworfen worden,
[40:43] wie ein Blitz ist auch diese Idee von Schock,
[40:45] von plötzlich, von heftig,
[40:47] hinabgeworfen worden,
[40:48] und zwar endgültig.
[40:50] Er hat seine Stellung,
[40:52] als himmlischer Engel,
[40:54] hat er dann,
[40:56] als er sie verloren hatte,
[40:58] war es endgültig.
[41:00] Ihr wisst vielleicht,
[41:02] da gibt es diese interessante Szene bei Ellen White,
[41:04] dass er, nachdem er hinausgeworfen worden war,
[41:06] nochmal in Tränen erschienen,
[41:09] so an der,
[41:11] und wollte mit Jesus sprechen,
[41:13] und hat gesagt:
[41:15] Ich komme zurück, es tut mir leid.
[41:16] Und es war zu spät,
[41:18] es war zu spät.
[41:20] Es waren noch viele Emotionen da,
[41:22] aber er war über den Punkt hinaus,
[41:24] wo es eine echte Bekehrung hätte geben können,
[41:26] und diese Parallele sozusagen,
[41:28] ist auch wichtig jetzt für das Ende Babylons.
[41:30] Babylon fällt am Ende genau so definitiv,
[41:33] und unwiederbringlich,
[41:35] wie der Satan am Ende unwiederbringlich
[41:37] aus dem Himmel schon geschmissen worden ist.
[41:39] Das heißt,
[41:41] da Babylon das gleiche tut,
[41:43] wie der Satan im Himmel,
[41:44] und wenn Gott immer gleich ist,
[41:46] werden sie auch dasselbe Schicksal erleiden,
[41:48] wie Satan im Himmel.
[41:52] Und das wollte hier,
[41:54] das wollte Babylon auch,
[41:56] nicht wahr,
[41:58] Babylon wollte über Gott sein,
[42:00] hat sich an die Stelle Gottes gesetzt,
[42:02] hat Gottes Gesetz geändert,
[42:04] hat sich angemaßt,
[42:06] Gottes Gläubige führen zu wollen,
[42:08] als alleinselig machende Kirche,
[42:10] und entsprechend haben sie genau das gleiche dann Resultat.
[42:12] Ja genau,
[42:14] das ist dann, wenn,
[42:16] nach den tausend Jahren,
[42:18] wenn das Feuer kommt,
[42:20] da wird dann,
[42:22] Wurzel und Rudenbranche,
[42:24] weiß ich gar nicht,
[42:26] wie es im Deutschen heißt,
[42:28] aber vollständig,
[42:30] da wird dann der Satan selbst vernichtet.
[42:32] Ganz genau.
[42:34] Also halten wir fest,
[42:36] und glaube ich,
[42:38] hier ist ein wichtiger Punkt für uns praktisch,
[42:40] warum lohnt es sich zu leben,
[42:42] ist,
[42:44] Friseur Bildungsaufgaben,
[42:46] zur ganze Welt,
[42:48] und erzählen was sie dort in der Kirche sagen,
[42:50] um uns dadurch zu befassen,
[42:52] dass wir eigentlich was sind,
[42:56] warst du da in der Kirche und siehst dann ordentlich,
[43:00] wenn die Welt vor Ort ist,
[43:02] und jetzt noch was zu tun,
[43:04] das werfst du zu.
[43:06] Du whiskey,
[43:07] das was du wusstest,
[43:09] das warst du.
[43:11] Das warst du.
[43:13] Und wenn wir mit den Kindern umgehen,
[43:15] und von Jesus wegführen,
[43:17] dann haben wir nach Jesus Worten
[43:20] den ganzen Grund unseres Lebens verwirkt.
[43:23] Das ist schon eine ernste Sache.
[43:27] Weil Jesus wie gesagt sagt das nicht nur am Ende
[43:31] für Inside Babylon,
[43:33] er sagt das für alle Menschen.
[43:34] Dass ich nicht alles weiß, nicht alles kann,
[43:37] dass ich ständig die Hilfe von Jesus brauche,
[43:39] mich von Jesus führen lassen muss.
[43:41] Und dass ich nicht den Antwort erheben muss,
[43:43] dass andere auf mich schauen müssen,
[43:45] sondern wenn ich etwas möchte,
[43:47] dann nur, dass andere auf Jesus schauen.
[43:55] Ganz genau.
[43:57] Der falsche Prophet gehörte dann zu Babylon,
[43:59] das zweite Tier aus Offenbarung 13.
[44:02] Genau, da haben wir auch diese Idee,
[44:04] der falsche Prophet, der Verführer,
[44:06] mit den Zeichen und Wundern,
[44:08] das ist das ganze Thema.
[44:10] Halten wir also fest für uns heute,
[44:12] Babylon wird sehr heftig,
[44:14] plötzlich vernichtet werden.
[44:16] Und die Botschaft,
[44:18] ich denke das bezieht sich nicht nur auf Jeremia,
[44:20] sondern auf die ganze biblische Botschaft,
[44:22] kann man das letztendlich übertragen,
[44:24] ist so eng damit verbunden,
[44:26] dass man nicht das eine oder das andere denken kann.
[44:28] Wir wollen auf keinen Fall,
[44:29] wir wollen nicht verführt sein,
[44:31] aber schon auf gar keinen Fall andere verführen,
[44:33] sondern wir wollen Gott bitten,
[44:35] dass wir immer realisieren,
[44:37] dass er unser Führer ist
[44:39] und dass wenn andere Menschen uns folgen,
[44:41] dann haben wir nur eine Intention,
[44:43] nämlich sie zu Jesus zu bringen.
[44:51] Ganz genau.
[44:53] Letztendlich die einzige Garantie ist,
[44:55] wenn ich werde wie ein Kind.
[44:57] Was ja letztendlich
[44:59] die Wirklichkeit in Glauben
[45:01] und die Augensalbe bedeutet,
[45:03] wenn ich mich wirklich bekehre.
[45:11] Der Judas, ja.
[45:13] Gut ihr Lieben,
[45:15] wollen wir noch gemeinsam beten?
[45:21] Lieber Vater im Himmel,
[45:23] wir möchten dir danke sagen,
[45:25] dass wir in deinem Wort
[45:27] wieder viele Dinge erkennen konnten,
[45:29] und dass wir sehen konnten,
[45:31] wie wunderbar das Alte und das Neue zusammenhängen.
[45:33] Herr,
[45:35] wir wollen sein wie die Kinder
[45:37] und werden wie die Kinder
[45:39] und wollen uns immer dessen bewusst sein,
[45:41] dass es so viel gibt, was wir nicht wissen
[45:43] und dass niemand von uns das Recht hat,
[45:45] anderen Befehle zu geben,
[45:47] andere meinen führen zu können.
[45:49] Unser ganzer Wunsch ist,
[45:51] dass wir persönlich mit dir verbunden sind
[45:54] und dass wir viele andere zu dir bringen können.
[45:56] Und so bitten wir dich,
[45:57] dass du uns vor Verführung bewahrst
[45:59] und ganz besonders auch vor dem Stolz,
[46:01] der vielleicht andere noch verführen könnte.
[46:03] Und dass du uns, ja,
[46:05] die Gewissheit schenkst,
[46:07] dass, ja, in Kürze
[46:09] dieses ganze Leid ein Ende haben wird,
[46:11] dass Babylon schnell und intensiv
[46:13] und heftig gerichtet werden wird
[46:15] und wir bald bei dir sein dürfen.
[46:17] Darauf freuen wir uns im Namen Jesu.
[46:19] Amen.
[46:27] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!