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Manuskript zur Sendung >>> 12. Gottes Gesetz

In dieser Folge von „Fundament des Glaubens“ mit Boris Bernhard wird das zentrale Thema des Gesetzes Gottes beleuchtet. Es wird untersucht, ob die Gebote auch heute noch Gültigkeit haben und wie sie im Neuen Testament interpretiert werden. Die Bedeutung der Zehn Gebote wird anhand biblischer Texte erklärt, und es wird gezeigt, wie Jesus Christus das Gesetz erfüllte und bestätigte. Abschließend wird der Antrieb für das Halten der Gebote – die Liebe zu Gott – thematisiert und die positiven Auswirkungen auf das christliche Leben hervorgehoben.

In dieser Folge von „Fundament des Glaubens“ mit Boris Bernhard wird das zentrale Thema des Gesetzes Gottes beleuchtet. Es wird untersucht, ob die Gebote Gottes auch heute noch relevant sind und wie sie im Neuen Testament interpretiert werden. Der Sprecher erklärt die Bedeutung der Gebote als Spiegel der Sünde und als Ausdruck der Liebe zu Gott, wobei die Rolle Jesu bei der Erfüllung und Bestätigung des Gesetzes hervorgehoben wird. Abschließend wird die Wichtigkeit der Gebote als Wegweiser für ein gottgefälliges Leben und als Segen betont.


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Serie: Fundament des Glaubens

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen hier auf www.joelmedia.tv.de zu unserer Reihe Fundament des Glaubens. Heute mit dem Thema Nummer 12, dem Gesetz Gottes.

[0:56] Das Gesetz Gottes ist ein zentrales Thema, das die Bibel durchzieht. Es gibt mittlerweile verschiedene Theorien darüber, ob die Gebote heute noch gehalten werden sollen oder ob das Gesetz nicht abgeschafft worden ist durch die Gnade Christi, da wir heute unter der Gnade stehen. Viele sagen auch, die Gebote und das Gesetz Gottes hat nichts mit dem Heilsplan zu tun oder ähnlichem. Wir werden uns heute gemeinsam anschauen, inwiefern die Gebote und Satzungen, die Gott gegeben hat, heute noch anwendbar sind und heute noch wichtig sind oder eben nicht.

[1:35] Bevor wir gemeinsam das Wort öffnen, lade ich euch ein, mit mir gemeinsam zu beten. Großer Gott im Himmel, wir danken dir so sehr für diesen Tag des Lebens. Wir danken dir, dass wir uns heute wieder mit deinem Wort beschäftigen dürfen. Großer Gott, ich bitte dich, sei du unser edelster Gast, sei du bei uns in den Räumlichkeiten und da, wo wir sind, damit wir dich als unseren Lehrer haben, wenn wir uns mit dem Wort beschäftigen. Großer Gott, ich bitte dich, gib du uns Weisheit, gib du uns deinen Heiligen Geist, dass wir verstehen können, was du uns sagen möchtest und dass wir nicht aus uns selber heraus reden und denken. Großer Gott, bitte zeige du uns, ob das Gesetz, ob die Gebote heute noch wichtig sind, dass wir unsere Lehren nicht aus unserem Gutdünken nehmen, sondern wirklich aus deinem Wort heraus. Heiland, so bitten wir dich in deinem herrlichen Namen, Herr Jesu. Amen.

[2:35] Die erste Frage ist, die wir uns stellen müssen: Wer untersteht alles der Herrschaft Gottes und worauf beruht diese Herrschaft? Ich lade euch ein, mit mir gemeinsam den Psalm 103 aufzuschlagen und dort die Verse 19 und 20. Psalm 103, die Verse 19 und 20. Der Herr hat seinen Thron im Himmel gegründet und seine Königsherrschaft regiert über alles. Lobt den Herrn, ihr Engel, ihr starken Helden, die seinen Befehl ausführen, gehorsam der Stimme seines Wortes. Wir sehen hier ganz deutlich, was alles der Herrschaft Gottes unterstellt ist, nämlich alles. Alles ist dieser Herrschaft unterstellt und wir sollen seinem Wort gehorsam sein. Das ist die Grundlage seines Gesetzes. Wir wissen aus dem Vaterunser: Wie im Himmel, so auf Erden. Und wir sehen, dass die Engel ihm dienen, die Engel ihm gehorsam sind und zwar seinem Wort. Das, was Gott sagt, ist die Grundlage seiner Herrschaft, ist die Grundlage seiner Befehle und die Engel unterwerfen sich diesem. Und wenn wir uns dem Willen Gottes und dem, was im Himmel ist, unterwerfen, unterwerfen wir uns auch seinem Wort.

[3:57] Und lasst uns auch anschauen, wie die Bibel die Gebote beschreibt. Dazu bleiben wir in den Psalmen und gehen in den Psalm 119, Vers 142. Psalm 119, Vers 142 und 72. Der erste ist: Meine Zunge soll reden von deinem Wort, denn alle deine Gebote sind gerecht. Und der andere sagt: Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit und dein Gesetz ist Wahrheit. Wir finden noch mehrere Bibelstellen, wie in dem Psalm 111, Verse 7 und 8. Die Werke seiner Hände sind Wahrheit und Recht. Alle seine Verordnungen sind unwandelbar, bestätigt für immer und ewig, ausgeführt in Treue und Aufrichtigkeit. Und jetzt der Psalm 19, Vers 8. Das Gesetz des Herrn ist vollkommen, es erquickt die Seele. Das Zeugnis des Herrn ist zuverlässig, es macht weise. Hier sehen wir, wie das Gesetz beschrieben wird. Das Gesetz wird als gerecht beschrieben, das Gesetz wird als ewig beschrieben, so wie auch der Vater ewig ist. Es wird als die Wahrheit deklariert und dass es vollkommen ist. Vollkommen bedeutet im biblischen Sinne: Es gibt nichts, was besser ist. Wir sehen also, dass das Gesetz eine Kraft in sich wohnen hat. Das heißt, wenn sich die Menschen anhand dieser Gebote verhalten, dass das Leben hier auf dieser Welt ein besseres ist. Aber wir sehen nicht, dass dieses Gesetz gerecht machen kann. Deshalb sollten wir uns den Zweck, den das Gesetz hat, anschauen. Wir sollen uns anschauen, wozu ist das Gesetz gegeben. Dazu werden wir auch Texte aus dem Neuen Testament sehen, um zu schauen, hat sich denn daran etwas geändert in Zeiten Jesu oder zu Zeiten der Jünger.

[5:59] Darum lasst uns gemeinsam aufschlagen, Römer Kapitel 3, Vers 20. Römer Kapitel 3 und dann den Vers 20. Römer 3, Vers 20: Weil aus den Werken des Gesetzes kein Fleisch für ihn gerechtfertigt werden kann. Denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde. Und jetzt lasst uns noch aufschlagen, 1. Johannes Kapitel 3, Vers 4. 1. Johannes 3, Vers 4. Jeder, der die Sünde tut, der tut auch die Gesetzlosigkeit. Und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit. Die Schlachter 1951 hat das anders übersetzt. Die hat übersetzt: Die Sünde ist die Übertretung des Gesetzes. Wir sehen hier sehr deutlich, was der Zweck des Gesetzes ist. Das Gesetz ist kein Selbstzweck, dass man sagt: Das musst du halten, dann wirst du gerechtfertigt. Das stimmt in dieser Stelle nicht. Sondern wir sehen ganz genau: Der Zweck des Gesetzes ist, auf die Sünde hinzuweisen. So wie es Römer 3, Vers 20 sagt: Die Erkenntnis der Sünde kommt über das Gesetz. Es ist wie ein Spiegel, in dem wir gemessen werden. Das ist der Maßstab, an dem wir gemessen werden vor Gott. Aber nur die Gnade unseres Herrn lässt uns das Gesetz erfüllen. Durch seine Gerechtigkeit sind wir gerecht vor Gott.

[7:39] Das Gesetz wird hier als Gesetz der Freiheit genannt in der Bibel. Das werden wir später nochmal lesen. Aber die Freiheit, die kommt aus Jesus Christus. Lasst es uns gemeinsam aufschlagen: Jakobus 1, Verse 22-25. Seid aber Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, die sich selbst betrügen. Denn wer nur Hörer des Wortes ist und nicht Täter, der gleicht einem Mann, der sein natürliches Angesicht im Spiegel anschaut. Er betrachtet sich und läuft davon und hat bald vergessen, wie er aussah. Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin bleibt, dieser Mensch ist kein vergesslicher Hörer, sondern ein wirklicher Täter. Er wird glückselig sein in seinem Tun. Wir sehen also, dass das Gesetz wie ein Spiegel ist. Und wir sollen nicht nur Hörer dieses Gesetzes sein, sondern auch Täter. Das ist das, was das Neue Testament hier über das Gesetz sagt. Und ich denke, unter diesem Kontext ist es viel, viel sinnvoller, dass wir nämlich wissen, das Gesetz weist auf die Sünde hin. Und ich denke, jeder einzelne Christ ist mit mir der gleichen Überzeugung: Wir sollten nicht sündigen. Und damit die Sünde nicht ein Begriff ist, der durch Menschen definiert wird, dass ich zum Beispiel als Lehrer sage: Das und das und das ist Sünde. Und aus Angst vor mir und meiner Autorität muss man dem folgen. Das ist nicht das, was die Bibel sagt, sondern die Bibel ist großzügig und gibt uns dieses Gesetz der Freiheit, damit wir erkennen können, was Sünde ist und was nicht. Und Sünde ist die Übertretung des Gesetzes. Also ich denke, darüber wird der Kreis geschlossen, dass wir sehen können: Das Gesetz ist gar nicht so schlecht, weil das Gesetz zeigt uns die Sünde auf. Und wir als Christen sollten der Sünde fernbleiben. Das ist das, was diese Texte an der Stelle sagen.

[9:53] Und jetzt ist die Frage: Was steht überhaupt im Gesetz Gottes? Viele von uns haben gelernt, die zehn Gebote einmal auswendig zu lernen. Aber es sind nicht nur die zehn Gebote. Schlagt mit mir auf Markus Kapitel 12, die Verse 28 bis 31. Markus Kapitel 12, die Verse 28 bis 31. Da trat einer der Schriftgelehrten herzu, der ihren Wortwechsel zugehört hatte. Und weil er sah, dass er ihn gut geantwortet hatte, nämlich Jesus, den anderen, fragte er ihn: Welches ist das erste Gebot unter allen, oder auch das höchste Gebot unter allen? Und jetzt Jesus antwortete ihm: Das erste oder auch höchste Gebot unter allen ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott ist der Herr allein. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken und mit all deiner Kraft. Dies ist das erste Gebot. Und das zweite ist ihm vergleichbar, nämlich dies: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Größer als diese ist kein anderes Gebot. Wir sehen also, nicht nur deinen Nächsten lieben wie dich selbst ist wichtig in dem Kontext des christlichen Lebens, sondern auch Gott zu lieben. Gott mit aller Kraft zu lieben. Wir haben hier tatsächlich die Zusammenfassung der 10 Gebote. Die 10 Gebote teilen sich nämlich auf in Gebote, die mehr in der Beziehung Mensch zu Gott sind. Und dann gibt es andere Gebote, die mehr in der Beziehung Mensch zu Mensch sind. Und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst, ist das, was uns eher in der Mensch-zu-Mensch-Beziehung ist. Und du sollst deinen Gott lieben, ist die Beziehung Mensch zu Gott.

[11:54] Darum lade ich euch ein, mit mir gemeinsam die 10 Gebote aufzuschlagen, so wie sie übermittelt worden sind am Berg Sinai. Und dort werden wir vielleicht ein paar Überraschungen erfahren. Schlagen wir auf 2. Mose Kapitel 20, die Verse 2 bis 17. 2. Mose Kapitel 20, die Verse 2 bis 17. Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft herausgeführt habe. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf der Erde, noch von dem, was in den Wassern unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht, denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, derer, die mich hassen, der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen, denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht. Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn. Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Werke tun, aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du kein Werk tun, weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist. Und er ruhte am siebten Tag. Darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und geheiligt. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt. Du sollst nicht töten. Du sollst nicht Ehe brechen. Du sollst nicht stehlen. Du sollst kein Falschzeugnis reden gegen deinen Nächsten. Du sollst nicht begehren das Haus deines Nächsten. Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch sein Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch sein Esel, noch irgendetwas, was dein Nächster hat.

[14:10] Wir sehen hier, das sind die Gebote, die die Bibel beschreibt. Einmal: Du sollst Gott lieben mit allem, was du hast. Das sind hier bei dieser Aufzählung die Gebote eins bis vier. Und die Gebote, die das Zwischenmenschliche regeln, sind die Gebote fünf bis zehn. Und wir finden tatsächlich, wenn wir uns die Gebote anschauen, unterschiedliche Zählweisen. Ich denke, die Zählweisen sind nicht so wichtig. Man kann auch sagen: Du sollst den Namen deines Herrn nicht missbrauchen und gedenke an den Sabbat, dass man das in einem macht. Das ist für mich überhaupt keine Problematik. Hier geht es tatsächlich darum, dass wir den gesamten Text uns anschauen und sagen: Das ist wichtig. Zum Beispiel sehen wir: Du sollst weder Bildnis noch Gleichnis machen in den zehn Geboten, wie wir sie in den Kirchen finden, in den großen Landeskirchen im evangelischen und im katholischen Katechismus, dass dort das zweite Gebot nicht extra aufgeführt ist. Einfach daran begründet, dass eine andere Zählweise inne wohnt. Aber deshalb steht es ja dennoch da. Deshalb ist es dennoch in den zehn Geboten enthalten. Also deshalb, da sollten wir keinen Fass aufmachen. Ich in meiner Zählweise habe es jetzt einfach so aufgelistet, dass die ersten vier Gebote die sind, die das Leben mit Gott regeln und die anderen Gebote, die das Zwischenmenschliche regeln. Wir sehen hier, dass wir wichtige Gebote haben. Dass sie nicht dazu gegeben sind, um uns zu bedrücken, sondern wirklich um das Leben miteinander zu regeln und auch das Leben mit Gott zu regeln.

[15:56] Und wurden diese Gebote bestätigt durch Jesus Christus? Und dazu möchte ich mit euch gerne eine Geschichte lesen in Matthäus Kapitel 5, die Verse 17 bis 22. Matthäus Kapitel 5, die Verse 17 bis 22. Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, ich Jesus Christus hier an dieser Stelle, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern zu erfüllen. Manche übersetzen sogar: aufzurichten, zu bestätigen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe, noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und die Leute so lehrt, der wird der Kleinste genannt werden im Reich der Himmel. Wer sie aber tut und lehrt, der wird groß genannt werden im Reich der Himmel. Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit, die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, so werdet ihr gar nicht in das Reich der Himmel eingehen. Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht töten. Wer aber tötet, der wird dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinen Bruder ohne Ursache zürnt, wird dem Gericht verfallen sein. Wer aber zu seinem Bruder sagte: Raka, der wird dem Hohen Rat verfallen sein. Wer aber sagt: Dummkopf, der wird dem höllischen Feuer verfallen sein. Lasst uns jetzt noch in die Verse 27 bis 28 schauen. Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht Ehe brechen. Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.

[17:48] Wir sehen, Jesus hat die Gebote aufgerichtet. Er hat sie bestätigt. Und selbst wenn wir sagen, wo geht es denn im Gesetz darum, also von was ist gesprochen? Er spricht von den Geboten. Das Gesetz ist die ganze Tora, 1. Mose bis 5. Mose. Aber die Gebote sind was Besonderes. Und Jesus spricht hier von zwei der Gebote, nämlich: Du sollst nicht Ehe brechen und du sollst nicht töten. Das sechste und das siebte Gebot. Und er sagt sogar: Nicht nur das Tun ist schon die Übertretung des Gesetzes, sondern wenn es schon in unserem Herz ist. Das heißt, Jesus hat die Gebote nicht aufgelöst, sondern er hat sie nochmal strenger in Anführungszeichen gemacht. Die Pharisäer, die nach außen hin die Gebote gehalten haben, haben sie aber inwendig nicht gehalten. Und das ist das, was Jesus meinte mit: Ihr seid wie getünchte Gräber. Nach außen hin sieht das gut aus, aber nach innen hin sieht das nicht gut aus. Das ist das, was wir verstehen müssen, wenn es um das Gesetz geht.

[18:57] Und sollten wir denn die Gebote Gottes nach dem Tod Jesu noch als wichtig erachten? Ich meine, er ist für uns gestorben. Das Gesetz klagt uns an und er ist für uns gestorben. Müssen wir die Gebote denn danach noch halten? Ist es danach noch wichtig? Und dazu lasst uns in die Offenbarung schauen. Offenbarung Kapitel 12 und dort den Vers 17. Offenbarung Kapitel 12, Vers 17. Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den übrigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes befolgen und das Zeugnis Jesu Christi haben. Wir gucken uns noch einen zweiten Text an in der Offenbarung. Offenbarung Kapitel 14, Vers 12. Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen. Hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren. Und tatsächlich ist eine bessere Übersetzung hier: den Glauben von Jesus oder den Glauben Jesu bewahren. Wir sehen hier, hier geht es um eine Gruppe von Menschen, die ganz klar nach Jesus Christus kommen, weil sie den Glauben von Jesus schon haben bzw. das Zeugnis von Jesus haben. Wir sehen also hier, dass es nach Jesus Christus ist. Die Offenbarung wurde im ersten Jahrhundert gegeben. Und zwar wurde sie gegeben von Gott Vater zu Sohn über einen Engel zu Johannes. Und Johannes hat das ca. 90 nach Christus aufgeschrieben. Das heißt, 90 nach Christus wurde hier eine Gruppe beschrieben am Ende der Zeit, darum geht es nämlich in Offenbarung 14 und 12, dass diese Gruppe zwei Eigenschaften hat, die vom Satan verfolgt werden. Nämlich: Sie halten die Gebote Gottes. Und hier sind ganz klar die 10 Gebote gemeint. Nämlich immer, wenn die Bibel von Geboten spricht, sind die 10 Gebote gemeint.

[20:58] Und jetzt ist die wichtige Frage: Was sollte unser Antrieb sein, die Gebote zu halten? Und diesen Antrieb lasst uns gemeinsam aufschlagen. Und nein, zuerst lasst uns aufschlagen, warum es wichtig ist, die Gebote heute noch zu halten und ob das noch wichtig ist. Das sollten wir einschreiben, bevor wir uns anschauen, welchen Antrieb wir haben sollten. Dazu schlagen wir auf Jakobus Kapitel 2, die Verse 8 bis 12. Jakobus Kapitel 2, die Verse 8 bis 12. Wenn ihr das königliche Gesetz erfüllt, nach dem Schriftwort: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst, so handelt ihr recht. Wenn ihr aber die Person anseht, so begeht ihr eine Sünde und werdet vom Gesetz als Übertreter verurteilt. Denn wer das ganze Gesetz hält, sich aber in einem verfehlt, der ist in allem schuldig geworden. Denn der, welcher gesagt hat: Du sollst nicht Ehe brechen, hat auch gesagt: Du sollst nicht töten. Wenn du nun zwar nicht die Ehe brichst, aber tötest, so bist du ein Übertreter des Gesetzes geworden. Redet und handelt als solche, die durch das Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen. Wir haben vorhin gelernt, dass das Gesetz der Freiheit die Gebote sind. Auch hier spricht Jakobus wieder die Gebote an, die wir halten sollen, nämlich: Du sollst nicht Ehe brechen. Und er sagt noch etwas: Wenn du das eine Gebot hältst, aber das andere Gebot brichst, so bist du ein Übertreter des gesamten Gesetzes geworden. Das heißt, wenn ich nicht stehle, nicht Ehe breche, Gott liebe und all das, aber meinen Vater und meine Mutter nicht ehrfürchtig behandle, sondern sie behandle, als gehörten sie nicht zu mir, dann bin ich Übertreter des gesamten Gesetzes geworden. Wir sehen also, es ist sehr wichtig, die gesamten Gebote in Augenschein zu nehmen und nicht nur die, die uns gerade gefallen. Das Gesetz ist eine Einheit und wird von Jesus als solches bestätigt.

[23:12] Und jetzt lasst uns gemeinsam den Antrieb anschauen, weshalb wir die Gebote halten sollten. Und dazu gehen wir in 2. Korinther, Kapitel 5, die Verse 14 und 15. 2. Korinther, Kapitel 5, die Verse 14 und 15. Denn die Liebe des Christus drängt uns, da wir von diesem überzeugt sind. Wenn einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben. Und er ist deshalb für alle gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr für sich selbst leben, sondern für den, der für sie gestorben und auferstanden ist. Und 1. Johannes, Kapitel 5, die Verse 1 bis 3 sagen: 1. Johannes, Kapitel 5, die Verse 1 bis 3. Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, der ist aus Gott geboren. Und wer den liebt, der ihn geboren hat, der liebt auch den, der aus ihm geboren ist. Daran erkennen wir, dass wir die Kinder Gottes lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote halten. Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten. Und seine Gebote sind nicht schwer. Und zum Abschluss noch Johannes 14, Vers 15, dort spricht Jesus: Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote.

[24:37] Das heißt, der Antrieb, den wir hier haben sollten, ist die Liebe zu Gott. Wenn wir Gott wirklich lieben, von innen heraus, dann möchten wir seine Gebote halten. Und wir werden schnell feststellen, dass wir die Gebote nicht halten können aus eigener Kraft. Dass wir eine Stärke und eine Kraft von außen brauchen, die uns ermöglicht, diese Gebote zu halten. Und das ist das, was das Gesetz nicht vermag. Das Gesetz hat nur die Macht zu verurteilen. Aber nur die Macht Jesu Christi hat die Kraft und die Stärke, die Gebote in unseren Herzen aufzurichten. Wir sehen also, dass die Gebote nicht schlecht sind. Und dass es auch nicht gesetzlich ist, sie zu halten, sondern tatsächlich sogar biblisch ist. Die Gebote zu halten ist für jeden Christen ein Herzenswunsch. Ich meine, welcher ehrliche und aufrichtige Christ liebt es nicht, anderen Gutes zu tun? Oder von anderen Gutes zu bekommen? Von seinen Geschwistern? Wenn man sich Woche für Woche im Gottesdienst trifft, dass man nett miteinander redet, dass man fragt: Wie war deine Woche? Und wenn jemand ein Problem hat, dass wir wirklich schauen, ihm zu helfen. Es ist die Folge der Liebe zu Christus, dass wir einander lieben und dass wir seine Gebote halten, dass wir natürlich nicht töten. Dass wir natürlich seinen Namen nicht missbrauchen. Das sind Dinge, die durch das Gesetz geboten werden und deshalb nicht schlecht sind.

[26:15] Und ich möchte mit euch zum Abschluss noch zwei Bibelfersen lesen. Den ersten finden wir in Jesaja Kapitel 48, die Verse 17 und 18. Jesaja Kapitel 48, die Verse 17 bis 18. So spricht der Herr, dein Erlöser, der Heilige Israels: Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt, was dir nützlich ist, der dich leitet auf dem Weg, den du gehen sollst. Oh, dass du doch auf meine Gebote geachtet hättest! Dann wäre dein Friede wie ein Wasserstrom gewesen und deine Gerechtigkeit wie Meereswellen. Und den zweiten Bibelfers, den wir uns anschauen, der ist wieder im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung. Kapitel 22 und dann den Vers 14. Offenbarung Kapitel 22, Vers 14. Glückselig, also eine Seligpreisung. Glückselig sind die, die seine Gebote tun, damit sie Anrecht haben an den Baum des Lebens und durch die Tore in die Stadt eingehen können. Gottes Gebote sind tatsächlich ein Segen. Wenn wir sie halten, hat Gott einen Segen darüber ausgesprochen. Und zwar als natürliche Folge. Dadurch, dass wir uns selber niedriger setzen als unsere Nachbarn, als unsere Freunde, als unsere Bekannten, werden sie sehen: Auf diese Christen ist ein besonderer Einfluss da. Sie schauen nicht auf sich selbst, sondern sie schauen zuerst auf mich. Dadurch laden wir die Menschen ein, unseren Vater als liebevoll anzunehmen. Und das ist nur der theologische Hintergrund, dass die Gebote einfach das äußere Zeichen sind, dass wir seinen Willen tun, dass wir uns ihm wirklich unterstellen. Und ich denke, es ist auch so, dass kein Christ bestreitet, dass die Gebote gut sind. Ich denke, dass kein Christ bestreitet, dass es wichtig und richtig ist, nicht mehr zu sündigen. Und lieber Freund, lieber Zuschauer, wäre es nicht wunderschön, ohne Schuld zu leben, ohne dieses Laster der Sünde, sondern im Einklang mit seinem Wort und seinem Gesetz? Möchtest du auf Jesu Gebote antworten, mit Hilfenahme seiner Kraft zu sagen: Ich möchte das gerne. Ich möchte auch, dass dieses Gesetz, dieses höchste Gesetz, du sollst deinen Gott lieben mit aller Kraft und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst, dass das in unserem Leben Kraft gewinnt. Dann lade ich dich ein, mit mir gemeinsam zu beten, dort wo du bist.

[29:07] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für deine Gebote. Wir danken dir, dass du uns gezeigt hast, dass sie immer noch wichtig sind, dass sie ein Ausdruck deines Charakters sind, dass sie der Maßstab sind, an dem wir gemessen werden. Allein wir danken dir, dass wir sehen dürfen, dass aus ihnen kein Heil kommt, sondern dass sie eine Folge des Heils sind, das aus dir kommt. Großer Gott, dass du uns die Kraft gibst, gemäß deiner Liebe die Gebote zu halten. Heiland, so danken wir dir, dass du uns diesen Schatz anvertraut hast und dass du uns führen, lenken und leiten möchtest, auch in den nächsten Tagen und Stunden. Großer Gott, so bitten wir dich um deinen Segen und bitten all das im kostbaren Namen Jesu. Amen.

[29:53] Und wir verabschieden uns an dieser Stelle von den Geboten Gottes. Und es gibt tatsächlich eines der zehn Gebote, das in der Christenheit kontrovers behandelt wird. Wir haben gesehen, dass die Gebote nichts Schlechtes sind. Aber es gibt ein Gebot, das in der allgemeinen Christenheit etwas anders behandelt wird, etwas stiefmütterlich behandelt wird, sogar so behandelt wird, als wäre es ein schlechtes Gebot. Und dieses Gebot ist der Sabbat. Unser nächstes Thema wird sein das Thema Nummer 13, der Sabbat. Und wir werden sehen, was die Bibel darüber sagt und ob es ein biblisches Thema ist, ob es noch okay ist, ihn auch weiterhin zu halten. Das werden wir uns gemeinsam anschauen. Und ich kann euch sagen, es wird ein spannendes Thema sein und es wird ein schönes Thema sein, da es uns einfach hilft in der Art und Weise, wie wir Gott anbeten werden. Zum Beispiel, ich habe viele Freunde in der Neuapostolischen Kirche, die sagen: Wir halten den Sabbat, denn der christliche Sabbat ist der Sonntag. Und diese wichtigen Fragen werden wir uns beim nächsten Mal gemeinsam anschauen. Dazu lade ich euch herzlich ein und wünsche euch noch eine gesegnete Zeit.


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