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In diesem Prolog zu einer ausführlichen Studie von 5. Mose erklärt Christopher Kramp die immense Bedeutung des Buches Deuteronomium. Er beleuchtet, wie die Wiederentdeckung dieses Buches im Tempel unter König Josia eine tiefgreifende Erweckung und Reformation im Volk Israel auslöste. Weiterhin wird aufgezeigt, wie Jesus selbst die Versuchungen des Satans mit Zitaten aus 5. Mose widerstand und wie dieses Buch zentrale Aussagen für den christlichen Glauben birgt.


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Serie: Höre Israel (Ein ausführliches Studium von 5. Mose)

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Transkript

[0:13] Herzlich willkommen zu unserer neuen Serie „Höre Israel“. Wir wollen gemeinsam eines der am meisten unterschätzten biblischen Bücher studieren und entdecken, was das Buch 5. Mose uns heute in dieser letzten Zeit ganz besonders zu sagen hat. Ich freue mich, dass ihr eingeschaltet habt und euch gemeinsam mit uns auf diese Reise begebt durch ein Buch, das nicht selten vernachlässigt wird, aber das, wie ich glaube, ganz besonders uns zur Erweckung, zur Reformation und zur Vorbereitung auf die Wiederkunft Jesu vorbereiten möchte.

[1:44] Heute wollen wir in einem Prolog uns zunächst einmal Gedanken machen, warum dieses Buch so wichtig ist und warum es sich lohnt, so intensiv das Buch 5. Mose zu studieren. Das Thema heute ist: „Der Prolog – Ein Buch für unsere Zeit“. Und da werden wir auch die ersten fünf Verse schon mal studieren, dort hineingehen und sehen, wie dieses Buch eingeleitet wird.

[2:07] Bevor wir aber damit beginnen, wollen wir Gott beten, dass er durch seinen Heiligen Geist uns die Wahrheit zeigt, dass er uns führt und dass wir erkennen, was dieses Buch uns persönlich, mir und dir, liebe Freunde, zu sagen hat. Und dazu wollen wir gemeinsam beten.

[2:22] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr, dass wir uns jetzt Zeit nehmen dürfen, dein Wort zu studieren. Ein Buch, das es ganz besonders in sich hat, das Buch 5. Mose. Und wir möchten dich bitten, dass du uns Gedanken führst und lenkst auf die Dinge, die besonders wichtig sind für uns, dass du ganz persönlich zu uns sprichst und dass wir vor allem lernen, dich so zu lieben, dass wir wirklich diesem Bund mit dir leben, von dem das ganze Buch spricht. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt alles Störende verhütet und dass wir dein Wort verstehen können, wie du es gemeint hast. Im Namen Jesu. Amen.

[3:05] Ein Mann war damit beschäftigt, sauberzumachen, nicht zu Hause, sondern an dem heiligsten Ort, den es überhaupt gab im Land Israel. Nachdem der Tempel über Jahre hinweg vernachlässigt worden war, weil der ehemalige König ein schlimmer Götzendiener war, war der Befehl nun unter dem neuen König ergangen, dass man das Heiligtum wiederherstellen sollte. Und das bedeutete, dass man es sauber machen musste, dass man dort nach Dingen auch suchen musste. Und im Zuge dieser Reinigungs- und Suchaktion passierte etwas, was die Geschichte des Volkes Israel nachhaltig beeinflusste.

[3:44] Wir lesen uns 2. Chronik 34, dort Vers 14 und 15: „Als sie aber das Geld herausnahmen, das zum Haus des Herrn gebracht worden war, fand der Priester Hilkija das Buch des Gesetzes des Herrn, das durch Mose gegeben worden war.“ Eine Schriftrolle wird im Tempel entdeckt. Eine Schriftrolle, ein Buch, das mit Gesetzen voll ist und das von Mose geschrieben worden ist.

[4:15] Kaum hatte er es gefunden, lesen wir weiter hier: „Da ergriff Hilkija das Wort und sprach zu Schafan, dem Schreiber: Ich habe das Buch des Gesetzes im Haus des Herrn gefunden.“ Und Hilkija übergab Schafan das Buch. Eine beeindruckende Szene. Ein biblisches Buch, das verloren gegangen war, das vergessen worden war, ist quasi fast zufällig, möchte man meinen auf den ersten Blick. Aber mit Sicherheit war es Gottes Führung, die diesen Menschen hier geleitet hat. Ein Buch, das wiederentdeckt worden ist im Haus des Herrn, im Tempel, und das jetzt einen besonderen Dienst dem Volk erweisen sollte.

[4:53] Denn wir lesen im selben Kapitel, einige Verse weiter in Vers 18: „Da berichtet Schafan, der Schreiber, dem König und sprach: Der Priester Hilkija hat mir ein Buch gegeben.“ Und Schafan las daraus dem König vor. Als also dieses Buch vorgelesen wird, da passiert etwas Beeindruckendes. Der König, sein Name ist Josia, ist tief bewegt und getroffen von den Worten dieses Buches.

[5:24] In Vers 19 heißt es: „Und es geschah, als der König die Worte des Gesetzes hörte, dass er seine Kleider...“ Es war nicht einfach nur eine nette Lektüre, etwas, was vielleicht intellektuell befriedigend würde, sondern das Hören der Worte dieses Buches bewirkte echte Reue und wirkliche Buße. „Höre Israel“ ist nicht umsonst der Titel unserer Serie. Und König Josia, der hörte auf die Worte, und sie trafen ihn ins Herz.

[6:01] Aber damit nicht genug. Im selben Kapitel, Vers 29 und 30 heißt es: „Da sandte der König hin und ließ alle Ältesten von Juda und Jerusalem zusammenkommen. Und der König ging hinauf in das Haus des Herrn und mit ihm alle Männer von Juda und die Einwohner von Jerusalem, die Priester, die Propheten, das ganze Volk, groß und klein. Und man las vor ihren Ohren alle Worte des Buches des Bundes, das im Haus des Herrn gefunden worden war.“

[6:27] Der König war der Meinung, dass dieses Buch nicht nur ihn persönlich irgendwie angesprochen hatte, sondern dass jeder es hören musste. Er hatte den inneren Drang, dass die Botschaft dieses Buches allen im Volk bekannt gemacht werden sollte. Interessanterweise spricht der Text hier von dem „Buch des Bundes“. Und damit können wir eingrenzen, welche Schrift von Mose hier gemeint ist. Es gibt ein Buch von Mose, das am Ende tatsächlich so einen feierlichen Bundeschluss zwischen dem ganzen Volk und Gott beinhaltet. Das ist das Buch 5. Mose. Ganz am Ende, die letzten Kapitel, die werden auch heute noch das Bundesbuch. Genau das war dieser Teil, dieser letzte Abschnitt des Buches 5. Mose, der hier wiederentdeckt worden war und der so eine gewaltige Wirkung auf den König und dann auch auf das Volk gehabt hatte.

[7:22] Der König hatte schon seit einiger Zeit begonnen, Reformation in seinem Leben und auch im Volk voranzutreiben. Doch dieses Buch gab der ganzen Angelegenheit einen ganz neuen Impetus, eine ganz neue Qualität.

[7:37] Dieses Buch wurde wiederentdeckt. 5. Mose zur Zeit von Josia brachte eine Erweckung und Reformation. Und was für eine! Im nächsten Kapitel sehen wir die gigantischen Auswirkungen dieser Wiederentdeckung von 5. Mose. Wir lesen dort: „Es war aber kein derartiges Passah in Israel gefeiert worden seit der Zeit des Propheten Samuel.“ Das war viele Jahrhunderte früher gewesen. Der Prophet Samuel, Josia war jetzt Jahrhunderte nach Samuel gewesen. Und Kleider der Könige von Israel hatte ein solches Passah veranstaltet. Das heißt, unter allen Königen, auch unter David und unter Salomo, war es niemals zu einem solch geistlichen und solch an der Bibel orientierten Passah gekommen, wie unter Josia, nachdem das Buch 5. Mose, insbesondere der Schluss dieses Buches, wiederentdeckt worden war.

[8:32] Hier heißt es dann, wie es Josia zielt mit dem Priester und Leviten und mit ganz Juda, mit allen, die von dieser Summe anwesend waren, auch mit den Einwohnern von Jerusalem und so weiter und so fort. Wir finden also hier ein Buch, das vernachlässigt worden war. Es wird wiederentdeckt. Es wird sofort als das erkannt, was es ist, nämlich als ein bedeutendes Buch. Es wird vorgelesen. Es bewirkt echte Reue, tiefe Bekehrung beim König. Es wird dann dem ganzen Volk gepredigt, und es kommt zur größten Erweckung und Reformation in der gesamten alttestamentlichen Geschichte des Volkes Israel. Und das hat bleibende Wirkung hinterlassen.

[9:08] Für einen treuen Juden war das 5. Buch Mose in der Stehzeit des Volkes Israel etwas ganz Besonderes. Treue Juden hatten dieses Buch sogar auswendig, komplett auswendig gelernt und zitierten gerne pro Tag ein Kapitel daraus. Nun ist 5. Mose ja nicht unbedingt ein Buch, das man vielleicht leicht auswendig lernt, das weiß ich auch. Vieles wiederholt sich, übersehen werden, aber trotzdem hatten Israeliten erkannt, dass dieses Buch eine besondere Bedeutung hat.

[9:39] Die man auch dann erkennen kann, wenn man sich ein bisschen mit der Verwendung des Buches 5. Mose im Neuen Testament beschäftigt. Er fällt vor allem die berühmte Geschichte von Jesus in der Wüste auf. Nachdem er getauft worden war, so sagt es die Bibel, ist er vom Geist in die Wüste geführt worden, um, wie es dort heißt, vom Teufel versucht zu werden. Es sollte sich also zeigen, dass seine Taufe und das Kommen des Heiligen Geistes nicht nur ein emotionales Erlebnis waren, sondern dass er tatsächlich auch unter den größten Anfechtungen nach wie vor Gottes Sohn war und ein sinnvolles Leben leben würde.

[10:16] Und als er dort in der Judäischen Wüste 40 Tage lang gefastet hatte, 40 Tage und 40 Nächte, trat letztendlich dann der Satan in Lichtgestalt zu ihm und hat ihn dreimal versucht, wie wir aus den biblischen Berichten in Lukas 4 und Matthäus 4 wissen. Interessant ist die Antwort, mit der Jesus jede einzelne Versuchung ganz deutlich abblockte. Wir finden das in Matthäus 4, Verse 4, 7 und 10. Das heißt, er beantwortet, sprach: „Es steht geschrieben.“ Vers 7: „Da sprach Jesus ihm wiederum: Es steht geschrieben.“ Da spricht Jesus: „Sieh, welche Satan denn es steht geschrieben.“ Und man hat zu Recht bemerkt, dass hier Jesus mit der Bibel argumentiert und durch das Wort Gottes der Versuchung widersteht.

[10:58] Was aber noch interessanter ist, ist, wenn man sich vor Augen führt, woher diese Zitate stammen. Denn alle drei, in 4, 7 und 10, alle drei Zitate stammen aus dem Buch 5. Mose. Ist es also nicht übertrieben, wenn man sagt, dass Jesus in der Wüste die Versuchungen des Satans für die Menschheit mit dem Buch 5. Mose abgeblockt hat? Jesus war Sieger. Er überwand den Teufel, die Sünde, durch das 5. Mose. Und das ist sehr wichtig. Auswendig kannte er es, war in seinem Herzen. Er musste nicht erst lange nachschlagen. Er kannte dieses Buch in und auswendig. Und in der größten Not wurde es ihm zur Hilfe. Allein das sollte uns schon mehr als motivieren, uns mit dem Buch 5. Mose genauer zu beschäftigen.

[11:50] Wenn dieses Buch die größte Erweckung und Reformation in der Geschichte Israels bewirkt hat, wenn dieses Buch Jesus gedient hat, den Satan mit jeder Versuchung, die er kam, mit dem Satan kam zu widerstehen, dann können wir alle, egal wo wir uns auf unserem geistlichen Lebensweg befinden, können wir alle etwas von diesem Buch lernen. Dann ist für uns alle das Buch 5. Mose enorm wichtig.

[12:14] Jesus ist es später mal gefragt worden von einem Schriftgelehrten, der so sagt, dass die Bibel ihm eine Falle stellen wollte: „Welches ist das größte Gebot im Gesetz?“ Also, welche Stelle in der Thora ist die wichtigste von allem? Und Jesus gab eine interessante Antwort in Matthäus 22, dort Vers 37 und 38 lesen wir: „Und Jesus sprach zu ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken. Das ist das erste und größte Gebot.“ Ein Zitat direkt aus 5. Mose 6.

[12:55] Und wir werden uns noch ausführlich damit beschäftigen. Für Jesus war das Wichtigste, was man in der damaligen Bibel, das heißt im Alten Testament, finden konnte, ein Kernsatz, ein Schlüsselsatz aus dem Buch 5. Mose. Und er sagt dann noch weiter: „Das ist ja recht bekannt auch. Und das zweite ist dem vergleichbar: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ An diesen zwei Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten. Also dieses zweite Gebot aus 3. Mose, so zitiert und Jesus sagt, an diesen beiden hängen eigentlich all die Aussagen der Propheten, alle Aussagen der Könige, Psalmen und alles, was es alles hergibt, lässt sich zusammenfassen.

[13:39] Nun auch in den Schriften des Neuen Testamentes finden wir die Verwendung von 5. Mose als etwas ganz Besonderes. Zum Beispiel lässt sich hier der Römerbrief zitieren. Paulus, der ein ausgesprochen guter Kenner des Alten Testamentes war, schreibt hier in Römer 10, als er die Frage der Gerechtigkeit aus dem Glauben und die Frage der Gerechtigkeit aus dem Gesetz diskutiert, die beiden miteinander vergleicht. Da lesen wir ab Vers 6: „Aber die Gerechtigkeit aus Glauben redet so: Sprich nicht in deinem Herzen: Wer wird in den Himmel hinaufsteigen? Nämlich um Christus herabzuholen. Oder wer wird in den Abgrund hinuntersteigen? Nämlich um Christus von den Toten zu holen. Sondern was sagt sie? Das Wort ist dir nahe in deinem Mund und in deinem Herzen.“

[14:28] Paraphrasiert und dann zitiert Paulus wiederum aus 5. Mose, und zwar, wie wir noch sehen werden, aus dem letzten Abschnitt aus diesem Bundesbuch, das zur Zeit von Josia im Tempel gefunden worden ist. Und Paulus verwendet diesen Abschnitt aus dem Buch 5. Mose, einem Buch, das für die meisten Leser vor allem eine Gesetzessammlung zu sein scheint, um die Gerechtigkeit aus dem Glauben zu illustrieren, im Gegensatz zur Gerechtigkeit aus dem Gesetz. Also, Paulus sagt mit anderen Worten: Wenn du wirklich die Gerechtigkeit aus dem Glauben verstehen willst, die ja auch in den Paulusbriefen, dem Römerbrief zum Beispiel, ganz wichtig ist und zentral für den christlichen Glauben, dann verweist Paulus als Begründung dafür auf das Buch 5. Mose, auf eine ganz besondere Stelle, die wir dann in einer späteren Folge natürlich ausführlich unter die Lupe nehmen wollen.

[15:20] Auch Ellen White hat einiges zu 5. Mose zu sagen. Wir wollen hier nur einige kurze Zitate und sehen schon. Zum Beispiel sagte sie: „Wir machen nicht genügend aus 5. Mose und auch aus 2. Mose.“ Diese Bücher berichten von Gottes Handeln mit Israel. Dort nahmen die Israeliten aus der Sklaverei und führte sie durch die Wüste zum verheißenen Land. Und wenn man sich diese erstens anschaut, dann möchte man meinen, von beiden, 5. und 2. Mose, wird sicherlich, wenn etwas, mehr über 2. Mose gepredigt und über 2. Mose steht. Aber 5. Mose ist echt stiefmütterlich behandelt worden, und das muss sich ändern.

[15:57] Weiteres Zitat aus dem Bibelkommentar: „Das Buch 5. Mose sollte von denen, die heute auf Erden leben, sorgfältig studiert werden. Es enthält einen Bericht, der Anweisungen, die Mose gegeben wurden, um sie den Kindern Israels zu geben. In diesem Buch wird das Gesetz wiederholt.“ Da kommen wir dazu, zu dem Sinn dieses Buches. Aber interessanterweise sagt sie hier: „Das ist von denen, die heute auf der Erde leben.“ Zu ihrer Zeit, also jetzt, sind diese in den letzten Zügen der Weltgeschichte, soll es sorgfältig studiert werden.

[16:31] Wer sich also intensiv mit dem Buch 5. Mose beschäftigt, er verschwendet nicht seine Zeit, sondern tut etwas, was er wirklich dringend tun sollte. Und genau aus diesem Grund wollen wir uns dem Buch 5. Mose zuwenden. Wir glauben, dass es wiederentdeckt werden muss, und dass es, wenn es entdeckt wird, zur echten Herzensbuße führt, dass wir unsere Herzen zerreißen, nicht unsere Kleider, dass es zu einer echten Erweckung und wirklichen Reformation im Volk Gottes führen wird. Das Alte wird wiederentdeckt werden, die vielleicht seit Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten, verloren gegangen sind. Wir glauben, dass dieses Buch uns helfen kann, in den Anfechtungen, in Versuchung, im Kampf gegen Satan und Sünde, so wie Jesus, Überwinder zu sein. Dass wir durch dieses Buch 5. Mose die Gerechtigkeit aus dem Glauben, die letztendlich immer geht, ganz besonders gut verstehen können.

[17:24] Hier einige der wichtigsten Aussagen der ganzen Bibel zusammengefasst und erklärt werden, so wie Jesus es selbst sagt. Und deswegen wollen wir mehr uns mit dem Buch 5. Mose beschäftigen, und deswegen wollen wir es sorgfältig studieren.

[17:41] Nun, was ist eigentlich der Titel dieses Buches? Das Buch heißt im Original natürlich nicht 5. Mose, sondern hebräisch „Devarim“, das bedeutet nichts weiter als „Diese Worte“. Und heißt deswegen so, weil im Hebräischen genau das die ersten beiden Worte sind, mit denen das Buch beginnt. Also der Titel ist nichts weiter als die ersten Anfangsbuchstaben des Textes. Diese Worte. Das ist bei den fünf Büchern Mose generell der Fall. Da werden wir die ersten Worte genommen, um als Titel dann für das Buch genommen zu werden.

[18:11] Etwas aussagekräftiger ist da schon der Titel, den man im Lateinischen diesem Buch gegeben hat, nämlich „Deuteronomium“. Und das heißt „Deutero“ das Zweite, oder „es wieder“, das wiederholte, das zweite Gesetz. Wobei wir gesagt, es nicht darum geht, es ein neues Gesetz, sondern dass das Gesetz zum zweiten Mal gegeben wird. Und da spielt darauf an, dass hier in diesem Buch unter anderem die zehn Gebote noch einmal wiederholt werden in Vers 5. Und dazu werden wir dann noch kommen.

[18:38] Es stellt sich die Frage: Was ist also so besonders an einem Buch, das von seiner ganzen Grundidee her eigentlich nur Wiederholungen bietet? Andere Bücher präsentieren ja dann neue Gedanken, die vorher nie so formuliert worden waren. Aber 5. Mose präsentiert eigentlich kaum etwas Neues, sondern vor allem Wiederholtes. Dinge, warum sollte jetzt ein Buch, das vor allem altbekanntes noch einmal sagt, so besonders bedeutsam sein im Vergleich zu anderen Büchern, wo vielleicht auch neue, bisher unerhörte Ideen formuliert werden?

[19:09] Das Ganze hat mit einer grundlegenden Idee zu tun, die wir selten wirklich durchdenken, die aber ganz entscheidend ist für unser Glaubensleben. Schauen wir uns einige Bibeltexte an. In Judas 5 zum Beispiel heißt es: „Ich will euch aber daran erinnern, obgleich ihr dies ja schon wisst.“ Die Bibel und hier in dem Fall, Judas, hat die Angewohnheiten, die Angebote, wie bisschen Schreiber, immer wieder Dinge zu wiederholen. Man stellt sich die Frage: Warum ist das so? Liegt es einfach nur an der Vergesslichkeit der Menschen, von der wir selbst persönlich einiges vermutlich wissen? Es zeigt sich, dass es einen tieferen Grund gibt.

[19:50] Schauen wir mal eben den 1. Korinther, und dort Kapitel 15, und dort Vers 1 und 2. Diesmal haben wir Paulus, der sagt: „Ich erinnere euch aber, ihr Brüder, an das Evangelium.“ Und jetzt kommt: „…dass ihr euch verkündigt habe, dass ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht. Durch das ihr auch gerettet werden, wenn ihr an dem Wort festhaltet, dass ich euch verkündigt habe, es sei denn, dass ihr vergeblich geglaubt hättet.“

[20:14] Also, Paulus wiederholt sie das Evangelium, nicht, weil die Korinther es vergessen hätten, was man vielleicht noch hätte vermuten können beim Judas, sondern er wiederholt das Evangelium, obwohl die Korinther es gut kennen, verstanden haben und fest daran stehen. Sie sind nicht wankelmütig, sie sind nicht vom Glauben abgefallen, sie haben nicht besonders viele Fragen. Sie kennen das Evangelium, sie glauben das Evangelium, sie leben das Evangelium. Und trotzdem wiederholt Paulus es erneut.

[20:39] Man kann sich die Frage stellen: Warum machst du das, Paulus? Warum bringst du nicht noch neue Wahrheiten, die in keinem seiner Briefe bisher angesprochen worden sind? Es muss einen Grund geben, und der wird schon deutlich, wenn wir uns 2. Petrus anschauen, Kapitel 1, Vers 12 und 13. Dort heißt es: „Darum will ich es nicht versäumen, euch stets an diese Dinge zu erinnern.“

[21:01] Also nicht nur Judas, nicht nur Paulus, doch auch Petrus kennt dieses Prinzip. Man hat den Eindruck, dass das Allgemeine bei den neutestamentlichen Schreibern immer wieder vorkommt, obwohl er sie kennt und in der bei euch vorhandenen festen Gründung, so wie Paulus auch sagt. Petrus: Ihr kennt die Wahrheit. Ihr müsst...

[21:15] Ihr kennt die Wahrheit, ihr müsst nicht daran erinnert werden, aber trotzdem will ich euch erinnern. Warum? Ich halte es aber für richtig, solange ich in diesem Leibeszelt bin, euch aufzuwecken, indem ich erinnere. Die Erinnerung ist nicht deswegen da, oder Petrus erinnert die Gläubigen, weil sie etwas vergessen hätten, sondern weil sie, obwohl sie die Wahrheit kennen, schläfrig geworden sind, sauer geworden sind, weil sie in ihrem persönlichen Glaubensleben die Dinge vielleicht nicht mehr umsetzen, die sie intellektuell immer noch wissen.

[21:46] Die Erinnerung, die Wiederholung der bekannten Wahrheiten, bringt also nichts Neues, aber sie bringt eine Erweckung. Das ist ja interessant. Das bedeutet nämlich, dass Erweckung und Reformation nicht unbedingt durch neues Licht und durch erstaunliche, nie gehörte Wahrheiten entsteht, sondern eigentlich durch das beständige Wiederholen des Altbekannten, dessen, was man eigentlich auch wirklich glaubt und sich auf das fokussieren auf das, was wirklich war und bekannt ist.

[22:11] Und Paulus wusste das, wenn er in Philipper 3, Vers 1 sagt: "Im Übrigen, meine Brüder, freut euch in dem Herrn. Euch immer wieder dasselbe zu schreiben, ist mir nicht lästig." Man könnte denken, dass man irgendwann denkt: "Jetzt habe ich genug", aber Paulus sagt: "Ich wiederhole das immer wieder gerne." Warum?

[22:25] Weil es gewiss das Prinzip ist, dass wir also lernen, ist hier Wiederholung in der Bibel, die so oft vorkommt. Fragt sich, warum schreiben Matthäus, Markus und Lukas dieselben Geschichten, wo doch Johannes am Ende seines Evangeliums sagt: "Es gibt so viel zu berichten, die Welt könnte die Bücher nicht fassen." Und trotzdem wiederholen Markus, Lukas und Matthäus die Geschichten voneinander. Warum?

[22:48] Warum werden Könige und Chroniken oder auch 1. und 2. Samuel immer und immer wieder dieselben Geschichten wiederholen, wenn man doch noch vielleicht andere Dinge hätte berichten können? Warum werden dann bestimmte Dinge immer und immer wiederholt? Der Grund ist immer derselbe. Nicht einfach nur, was natürlich auch zutrifft, dass Menschen vergesslich sind und wieder daran erinnert werden müssen, sondern durch das beständige Wiederholen bekannter Wahrheiten diese Ideen sich eingraben, die Ideen gefestigt werden und wir diese Dinge dann nicht nur glauben, sondern dass wir darin gefestigt werden und sicher werden, dass wir im Glauben dann feststehen, dass wir Erweckung und Reformation erleben.

[23:27] Das ist ja die ganze Idee hinter dem Buch 5. Mose. Ein Buch, in dem nicht nur einzelne Geschichten, sondern eigentlich das Gesamt, der gesamte Inhalt des Buches, für größtenteils Wiederholung von dem ist, was ich vorher in den Büchern Mose, vor allem in Büchern 2, 3 und 4 findet.

[23:45] Nun kurz ein Wort zum Autor. In den meisten deutschen Bibeln wird das Buch ja auch 5. Mose genannt, was schon darauf hindeutet, dass Mose der Verfasser dieses Buches ist, genauso wie der anderen typischen Mose und auch interessanterweise des Buches Hiob. Dass Mose der Autor ist, wird im Neuen Testament immer wieder bestätigt.

[24:04] Wir finden z.B. in Johannes 1, Vers 17: "Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden." Jesus selbst betont dasselbe, wenn er in Johannes 14, Vers 19 sagt: "Hat nicht Mose euch das Gesetz gegeben?" Also Jesus selbst ist davon ausgegangen, dass die Gesetze, die wir in unter anderem in 5. Mose finden, von Mose gegeben worden sind.

[24:32] Und doch tut keiner von euch das Gesetz, nämlich zu töten. Oder hier in Apostelgeschichte 3, Vers 22, da haben wir Petrus und Inspiration des Heiligen Geistes, sagt er: "Denn Mose hat zu den Vätern gesagt..." Und jetzt kommt ein Zitat wieder aus 5. Mose, in dem Fall aus 15. Mose, Kapitel 18. Auch ein ganz besonderes Kapitel, einen Propheten, der mich, wenn euch der Herrgott erwecken wird aus euren Brüdern, auf ihn sollt ihr hören in allem, was er euch zu euch reden wird. Höre, Israel!

[24:58] So viel wollen wir jetzt einmal andeuten, aber wir werden das noch ausführlich studieren. Also verschiedene Schreiber und Persönlichkeiten des Neuen Testaments, also Jesus, Johannes, Petrus, sie alle unter Inspiration des Heiligen Geistes bestätigen, dieses Buch ist von Mose verfasst worden.

[25:16] Und das gilt auch speziell für das Buch 5. Mose, wie wir gerade schon gesehen haben. Hier noch ein weiteres Beispiel. Zum Beispiel in Matthäus 19, und dort Vers 7 und 8, sprachen die zu ihm: "Warum hat denn Mose befohlen, ihr ein Scheidebrief zu geben und sie so zu entlassen?" Und das bezieht sich auf eine Passage in 5. Mose, wo es um das Thema Scheidung geht. Er war sprach sie: "Mose hat wegen der Härte eures Herzens erlaubt, eure Frauen zu entlassen. Von Anfang an war es nicht so gewesen."

[25:46] Also sowohl die Schriftgelehrten als auch Jesus, beide bestätigen, dass diese entsprechende Passage von Mose verfasst worden ist. Und entsprechend wollen wir genau das auch im Glauben so annehmen.

[25:57] Interessanterweise sagt auch Ellen White etwas noch dazu. "Der Prophet", finden wir eine Beschreibung von Mose, "diese eindrucksvolle Mose war fähig, unter den Großen der Erde, von den Vorrang einzunehmen, um an den Höchsten, den Herrlichsten, Könige hier erscheinen und das Zepter ihrer Macht zu führen. Seine intellektuelle Größe unterscheidet ihn von den größten Männern aller Zeitalter." Den Satz muss man erst mal richtig durchdenken. Als Historiker und Philosoph, Armeegeneral und Gesetzgeber ist er einzigartig.

[26:37] Was sie damit sagt, ist, Mose steht noch etwas höher als Homer und Cicero und Napoleon und all die großen Leute der Antike, vielleicht die man so vor Augen hatte als besondere Philosophen, Sokrates, Platon, Poeten, Historiker, Tacitus, wen auch immer. Was sie damit sagt, dass wenn wir uns mit 5. Mose beschäftigen, beschäftigen wir uns nicht nur einfach mit einem Bibelbuch. Wir beschäftigen uns mit dem Produkt eines der gigantischsten Intellekte, die es überhaupt auf Erden gegeben hat. Wir beschäftigen uns mit höchster Literatur, die – und das ist das Besondere am Wort Gottes – trotzdem von jedem verstanden werden kann, weil es eben nicht um Intellekt allein geht, sondern um das Wirken des Heiligen Geistes.

[27:18] Wer also 5. Mose studiert, der ist wirklich in allerbester Gesellschaft. Es ist ein Meisterwerk und wir werden im Laufe der Wochen und Monate dieses Studiums sehen, warum vielleicht es angebracht ist, einen kurzen Überblick zu geben, was den Zeitrahmen angeht, von 5. Mose, wo es einzuordnen ist in die Geschichte Israels.

[27:39] Sind ja beim Buch vor Mose, innerhalb dieser Erzählung des Auszugs aus Ägypten. Das Volk war jahrhundertelang in Ägypten gewesen und dann war Mose beauftragt worden im brennenden Dornbusch nach Ägypten zu gehen, das Volk im Namen Gottes herauszuführen. Gott befreit sein Volk durch zehn Plagen und dann dieses Passah, wo das Blut des jungen Lammes an die Türpfosten gestrichen wird, als Symbol für die Freiheit, die durch das Blut des Erlösers kommt. Und dann wird das Volk durch das Rote Meer geführt.

[28:11] Und wir sehen, dass auf der Zeitleiste, dass im ersten Jahr des Auszugs folgende Ereignisse vor allem vermerkt sind, mit Daten in der Bibel: Am 10. des ersten Monats wird das Lamm genommen, also der erste Monat, dieser Monat Abib, oder später auch Nisan genannt, der war ungefähr so in der Zeit unseres Frühjahrs. Und Gott hatte dann zu einem Sturm gesagt: "Aber jetzt beginnt euer neues Jahr." Und dann zehn Tage später sollte das Leben genommen werden. Am 14. ganz berühmt, dann der Auszug aus Ägypten, was dann zum Passahfest führte, das immer am 14. jeden Jahres gefeiert werden soll und das wir gesehen haben, erst unter Josia wieder richtig gefeiert worden ist, so wie es eigentlich gedacht war.

[28:53] Weil man das Buch 5. Mose gefunden hat, und dann sieben Tage lang schnelle Flucht, was sich auch in der Feier der Ungesäuerten Brote dann niedergeschlagen hat. Dann wird das Rote Meer durchzogen. Da gibt es kein genaues Datum. Am 14.2. kommen in der Wüste Sin an. Dort kommt dann auch das Manna vom Himmel. Und irgendwann im dritten Monat, ohne genaues Tagesdatum, kommt man an den Sinai. Da gibt es dann das Gesetz Gottes, dort wird der Bund geschlossen, dort wird das Heiligtum gegeben. Das nimmt viele Monate in Anspruch und geht dann in das zweite Jahr über.

[29:27] Am 1.1. des zweiten Jahres, also fast ein Dreivierteljahr oder ungefähr 34 nach der Ankunft am Sinai, wird das Heiligtum dann endlich errichtet. Da gab es ja noch dann die Geschichte mit dem goldenen Kalb, was da für eine Unterbrechung gesorgt hat. Und dann wird das Buch 3. Mose geben. All das, was wir vorher gesehen haben, ist Bestandteil von 2. Mose. 3. Mose enthält im Wesentlichen Opfergesetze und verschiedene Anordnungen über die Heiligkeit, über den Lebensstil, auch nur ganz, ganz wenig eigentliche Begebenheiten.

[30:00] Und dann am 1.2. haben wir die erste Volkszählung, die dann schon in 4. Mose berichtet wird, von der dann der Name sich ableitet, Numeri, also die Zählung des Volkes. Und dann am 20.2. marschiert das Volk vom Sinai ab. Das heißt, man hat ein knappes Jahr am Sinai verbracht und dann, ohne dass uns Daten gegeben werden, kommt man an die Grenze. Es gibt die Rebellion von Kadesch-Barnea, dazu später noch mehr. Und dann 38 Jahre Wüstenwanderung.

[30:31] Und dann im 40. Jahr, am 1.1. stirbt es. Ist die Zeit, wo Mose seine Sünde begeht mit Aaron, als sie auf den Stein zweimal schlagen, obwohl Gott ihnen gesagt hatte, nur zum Stein zu sprechen. Dann ungefähr vier Monate später stirbt Aaron. Es gibt dann den Zug im Raum herum, weil die Edomiter den Durchmarsch durch ganz verweigern. Es geht in Richtung Ostjordanland. Und am 1.11. dieses 40. Jahres beginnt diese Predigtreihe.

[31:02] 5. Mose, warum predigt solches? Handelt sich eigentlich um eine Aneinanderreihung von mehreren Reden, mehreren Predigten, die Mose dem Volk sozusagen an der Grenze des Landes Kanaan angegeben hat. Das war wie sein Vermächtnis. Dieses Buch ist nicht einfach nur Wiederholungen, es ist eine Zusammenfassung der entscheidendsten Ideen, die dieser große Führer des Volkes Gottes, Mose, ein Prophet wie kein zweiter, eigentlich gewesen ist im Alten Testament.

[31:30] Eine Zusammenfassung der Dinge, die für diesen Propheten besonders wichtig gewesen, wo der Heilige Geist ihn dazu geleitet hat, das aufschreiben zu lassen. Und diese Predigtreihe, die nennen wir das, dieses Buch dann 5. Mose. Und Ellen White beschreibt diese Situation sehr eindrücklich in ihrem Buch "Patriarchen und Propheten".

[31:52] Das heißt, dass Mose stand vor dem Volk und seine letzten Warnungen und Mahnungen zu wiederholen. Sein Angesicht war mit einem heiligen Licht erleuchtet. Sein Haar war wegen seines Alters, aber sein Körper aufrecht. Sein Antlitz strahlte die unverminderte Kraft und Gesundheit aus und sein Auge war klar und nicht erwartet. Es war ein wichtiger Anlass und mit tiefer Emotionen stellte er die Liebe und Gnade ihres allmächtigen Beschützers da.

[32:19] Also beim Lesen von 5. Mose muss man sich das ein bisschen vor Augen halten. Ist er eine trockene Gesetzessammlung, sondern vielmehr eine Predigt dieses Mannes, der weiß, dass er bald sterben muss, der 40 Jahre lang das Volk Gottes geführt hatte, der die unglaublichen Wunder gesehen hatte, der mit Gott von Angesicht zu Angesicht gesprochen hat und der jetzt im Angesicht seines baldigen Todes diese, diese 100.000, diese Millionen Menschen darauf einschwören möchte, Gott treu zu sein und Gott zu lieben.

[32:43] Und so stellt er mit tiefer Emotionen in dieser Predigtreihe, in verschiedenen Reden und Ansprachen, Gottes Charakter da. Und das, glaube ich, ist ein wichtiges, ein wichtiges Anfangserkenntnis, um sich mit 5. Mose zu beschäftigen. Hier wird eine Summe gezogen, hier wird etwas zusammengefasst und hier wird etwas einer Generation mitgegeben, die noch eine große Aufgabe vor sich hat, nämlich in das Land Kanaan hineinzukommen. Und allein das zeigt schon wieder diese enorme Bedeutung dieses Buches auch für uns, die wir glauben, in das himmlische Kanaan bald eingehen zu wollen.

[33:21] Ein Grund, warum es auch nötig war, viele Dinge zu wiederholen, ist ganz einfach: Manch einer von denen, die dort jetzt in dieser Predigtreihe standen und Mose hörten, hatten viele der Ereignisse, die er wiederholte, entweder gar nicht mitbekommen, also nicht geboren worden waren, oder weil sie zu jung waren.

[33:36] Wir lesen hier von Ellen White: "Viele von ihnen waren kleine Kinder gewesen, als das Gesetz gegeben worden war, und sie hatten keine Erinnerung an die Erhabenheit des Ereignisses. Andere waren in der Wüste geboren."

[33:51] Nun, das Interessante ist, dass diese ganze Geschichte, mitsamt diesem Buch 5. Mose, für uns mehr ist als nur eine Geschichte, wo man eine Moral losziehen kann. Der Paulus macht uns darauf aufmerksam, dass insbesondere die Geschichte vom Auszug des Volkes Israel und dem, der ein sogenannter Typus ist, ein Beispiel, das sozusagen im Prinzip sich in unserer Zeit wiederholen möchte.

[34:21] Wir lesen 1. Korinther, Kapitel 10, Vers 11: "Alle diese Dinge aber, die jenen widerfuhren, geschahen ihnen als Vorbilder und sind zur Warnung für uns aufgeschrieben, auf die das Ende der Weltzeiten gekommen ist." Also Paulus sagt, die Reise des Volkes Israel durch die Wüste aus dem Land Ägypten in das Gelobte Land hinein ist ein Typus, ein Gleichnis im Kleinen, sozusagen für die Reise des Volkes Gottes bis hin zur Endzeit.

[34:57] Und dann ist es nicht schwer vorstellbar, dass gerade das Buch, das am Ende der Reise liegt, das kurz vor der Einwanderung ist, das Volk noch einmal daran erinnert, was Gott getan hat und das Volk ein Schwur auf die Nachfolge Gottes und dass man von ganzem Herzen lieben soll, dass dieses Buch eine besondere Bedeutung hat auch für alle, die ganz am Ende, kurz vor der Wiederkunft, in der letzten Zeit leben und auch erinnert werden müssen, dass Gott schon alles getan hat, was er noch tun kann, damit sie bei ihm bleiben.

[35:30] Und so finden wir tatsächlich den Ratschlag auch dann hier in diesem Zitat: "Wir müssen nun ein Werk tun, das schon vor langer Zeit hätte getan werden sollen. Wir müssen tun, was der Herr dem Mose zu tun auftrug." Mose wurde gebeten, ihnen all das zu wiederholen, was Gott an ihnen während ihrer Reise durch die Wüste getan hat.

[35:49] Also gibt es ein ganz praktisches Prinzip: So wie die Israeliten erfolgreich sein konnten, wenn sie sich daran erinnern würden, was Gott in der Vergangenheit getan hat, so glauben auch wir, dass wir nur das Land Kanaan erreichen, wenn das himmlische Kanaan, dass wir nur siegreich sein können in dieser letzten Zeit, wenn wir uns daran erinnern, wie Gott auch diese Bewegung, die Adventbewegung, von der wir predigen, dass diese Adventbewegung von ihm geführt wurde.

[36:13] Es, wenn wir uns daran erinnern, was er alles schon getan hat. Im Grunde genommen sind wir aufgefordert, so wie Mose die Geschichte des Volkes zu studieren, auch wir die Geschichte unserer Pioniere zu studieren, der Adventbewegung. Und wer sich dann noch nie beschäftigt hat, er hat auf eine interessante Serie hingewiesen hier auf joelmedia.de, heißt "Des Endes".

[36:33] Von 65 Folgen, die ganze die ersten Anfänge der Adventbewegung beschrieben werden. Und im Zuge dessen sagt sich hier weiter: "Der Bericht der Erfahrung, durch die Gottes Volk in der frühen Phase dieses Werkes ging, muss erneut veröffentlicht werden. Viele von denen, die seitdem zu weit gekommen sind, wissen nicht wieder, her gewirkt hat die Erfahrung von William Miller und seinen Mitstreitern, von Joseph Bates und anderen Pionieren der Adventbotschaft, muss den Leuten nahe gebracht werden."

[37:01] Also hier noch einmal die Zeit des Endes, als wäre erfüllt. Genau diesen Zweck, genau dafür ist aufgenommen worden. Und da laden wir euch, liebe Zuhörer, ganz herzlich auch da hinein zu vertiefen. Es geht also darum, diese Grundidee zu verstehen. Wir haben nichts zu befürchten für die Zukunft, es sei denn, wir vergessen, wie Gott uns in der Vergangenheit geführt hat. Und das gilt für Israel, das gilt für die Adventgemeinde, das gilt für die Christenheit im Ganzen, das gilt auch für unser persönliches Leben.

[37:31] Wir müssen uns immer wieder daran erinnern, was Gott in der Vergangenheit für uns getan hat und das vor Augen führen, weil ansonsten haben wir zwar Dinge mit Gott erlebt, werden am Ende aber doch vielleicht von ihm abfallen. Es geht also nicht darum, Neues zu entdecken. Es geht vor allem erst mal darum, bei dem zu bleiben, was Gott schon alles für uns getan hat. Dabei wird er natürlich uns immer wieder auch neue Perspektiven seiner Gnade und Liebe offenbar. Das ist natürlich selbstverständlich.

[37:56] Wollen wir also kurz noch abends ein bisschen denn die ersten Verse von 5. Mose hinein vertiefen und ich lade dich ein, dass wenn eine Bibel hast, sie auch mit zur Hand zu nehmen. Wir werden die eigentlichen Texte in 5. Mose hier nicht in den Folien haben, sondern immer mitlesen sozusagen und dann schauen, was wir dazu sagen können.

[38:17] Wo es steht, also vor dem Volk und der predigt dieses Volk und diese Botschaft. Und die ersten Verse in 5. Mose geben uns so eine Einleitung über die Wichtigkeit dieses Themas.

[38:32] Mitlesen 5. Mose 1, und dort Vers 1: "Dies sind die Worte, die Mose zu ganz Israel redet, auf der anderen Seite des Jordan, in der Wüste, in der Aravah, gegenüber von Sef, zwischen Paran und Tophel, Laban, Hazerot und Di-Zahab." Mit anderen Worten, auch wenn nicht alle diese Orte präzise auf einer Karte heute wiedergefunden werden können, das Volk war an der Grenze zum gelobten Land. Sie waren, es heißt, eine Aravah, das ist die Senke des Jordan. Sie waren in der Nähe des Jordan. Sie standen am Grenzfluss. Sie waren kurz davor, in das Land der Verheißung hineinzugehen.

[39:09] Dieses Buch ist für ein Volk geschrieben, das kurz vor der Erfüllung seiner lang gehegten Träume steht. Ein Volk, das am Jordan steht. Und wenn wir glauben, dass auch wir vor geistlich vor dem Jordan stehen, wenn auch wir glauben, dass Jesus bald wiederkommen kann, dann sind wir aufgefordert, dieses Buch ernst zu nehmen.

[39:26] Vers 11: "211 Tage Reisen sind es vom Hof auf dem Berg Sinai bis gerade nach Kanaan." Und das ist tatsächlich elf Tage waren von Horeb. Der Hof ist ja nichts weiter als der Berg Sinai. Das wird deutlich, "Patriarchen und Propheten", die Distanz zwischen Sef und Kadesch-Barnea an der Grenze Kanaans betrug lediglich elf Tage Reise. Also vom Sinai oder Horeb, wie auch mal genannt wird, bis nach Kadesch-Barnea, wo schon eine Grenze zu Kanaan bestanden hatte, waren es elf Tagesreisen.

[40:07] Und genauso lange hat es auch gedauert, die Reise. Wir lesen hier: Elf Tage, nachdem sie den Berg Horeb verlassen hatten, lagerten Hebräer in Paran, nicht weit von der Grenze zum verheißenen Land. Doch an der Stelle beginnt das Buch 5. Mose mit einem Kanal, mit einem gigantischen Ausrufezeichen, das man nur zwischen den Zeilen lesen kann. Das heißt nämlich im nächsten Vers: "Und es geschah im 40. Jahr."

[40:41] Wir hatten ja schon gesehen, dass das Volk im ersten und zweiten Jahr seines Auszugs am Sinai gewesen ist, für ein knappes Jahr. Und das ist dann Anfang des zweiten Jahres wieder losgezogen ist, um genau zu sein am 20. 211 Tage später war es bereits an der Grenze zum Land Kanaan gewesen. Und dann sagt der nächste Vers, und das ist ein Skandal: "Im 40. Jahr."

[41:04] Vierzigsten Jahr ist Mose mit dem Volk noch immer in der Wüste, zwar jetzt wieder an der Grenze, aber sie sind immer noch in der Wüste. Und die offensichtliche Schlussfolgerung muss sein: Hier ist etwas schief gegangen.

[41:17] Es geschah im vierzigsten Jahr, im elften Monat, im ersten Tag, dass Mose zu den Kindern Israel redete, und es war alles so, wie es ihm der Herr für sie geboten hatte. Warum sind sie noch immer in der Wüste, wenn der Weg elf Tagesreisen weit ist? Man braucht vierzehn Tage. Dann sagt man, na ja, man hat zwar etwas langsamer, wenn man 40 Tage braucht, dann kann man sagen, wir haben uns verlaufen. Aber wenn man 40 Jahre und fast 40 Jahre für etwas braucht, was elf Tage hätte benötigt, dann steht ein gigantisches Fragezeichen im Raum. Und genau um dieses Fragezeichen geht es in 5. Mose. Warum sind wir noch immer da? Warum sind wir noch immer in der Wüste? Warum sind wir immer noch außerhalb von Kanaan, wenn schon im zweiten Jahr man im Kanaan hätte sein können, wenn es doch nur elf Tage vom Sinai gewesen wären? Und jetzt fast 40 Jahre vergangen sind.

[42:18] Noch einmal einen Blick auf die Zeitleiste. Wir haben gesagt, eben im dritten Monat war man angekommen in Kadesch Barnea, an der Grenze. Man hätte noch vor der Hälfte des Jahres hinein gehen können. Aber das Buch 5. Mose wird noch in der Wüste, noch außerhalb des Landes Kanaan, im Jahr 40 gegeben. Hier gibt es auch, wenn das Wort nicht da steht, dabei zwischen den Zeilen ist es unübersehbar, gibt es eine gigantische Verzögerung. Hier ist etwas völlig schief gegangen. Und die Frage: Warum?

[42:53] Und könnte es sein, dass uns das etwas persönlich für uns zu sagen hat? Nun, könnte es sein, dass dieselbe Erfahrung, die das Volk Israel gemacht hat, letztlich auch dem Adventvolk widerfahren ist? Dass, wenn Mose zurückblickt auf die Anfänge des Auszugs aus Ägypten, nicht einfach nur im Geschichtsunterricht mitzuteilen, sondern eigentlich zu zeigen: Schon die erste Generation hätte hineingehen können, es an Kanaan, und wir sind noch immer hier. Dass, wenn wir zurückschauen in unsere Adventbewegung, wir den selben Schluss ziehen können, dass schon unsere Pioniere hätten hineingehen können.

[43:48] Und das ist nicht nur eine Spekulation, das ist nicht nur eine Idee, die man vielleicht ableiten könnte, sondern es gibt inspirierte Aussagen, die genau diese Idee bestätigen. Zum Beispiel hier: Hätten Adventisten nach der großen Enttäuschung von 1844 ihren Glauben festgehalten und wären sie vereint den sich öffnenden Vorsehung Gottes gefolgt, hätte sie die dritte Engelsbotschaft empfangen und sie in der Kraft des Heiligen Geistes der Welt verkündet, dann hätten sie die Erlösung Gottes gesehen und Christus wäre lange zuvor gekommen. Konjunktiv, leider. Er hätte kommen können.

[44:28] Anderes Zitat: "Es war nicht der Wille Gottes, dass das Kommen Christi so verzögert werden sollte." Heute gibt es viele Menschen, die mit dieser Idee vielleicht völlig gar nichts anfangen können: Verzögerung der Wiederkunft Jesu. Aber das ist, was sie sagt, und das ist, was die Bibel uns zeigt. Es war nicht der Wille Gottes, dass das Kommen Christi so verzögert werden sollte. Gott hatte nicht geplant, dass sein Volk Israel 40 Jahre durch die Wüste wandern sollte. Nun, hat Gott es gewusst, dass es passieren wird? Und das ist jetzt sehr, sehr entscheidend an diesem Punkt. Viele Menschen sind konfus, und sie kriegen Panik, wenn man sagt: Gott hat das nicht geplant. Und haben das Gefühl, man könnte Gott überraschen durch Verzögerungen oder Beschleunigung. Man kann Gott nicht überraschen. Er weiß alles. Gott war nicht vom Sündenfall überrascht. Er war nicht von dem Verrat durch Judas überrascht. Man kann Gott nicht überraschen. Er weiß alles. Und trotzdem ist nicht alles sein Plan.

[45:21] Der Sündenfall war nicht sein Plan, und dass Judas Jesus verriet, war nicht Gottes Plan. Gott wusste es, aber er hätte einen besseren Plan gehabt. Und so war es nicht Gottes Plan, dass die Wüstenwanderung 40 Jahre dauern sollte. Aber er wusste es noch bevor der erste Israelit auch nur einen Schritt aus dem Land Ägypten hinaus gemacht hat. Wusste es. Er wusste, dass in Kadesch Barnea eine Rebellion geben würde. Aber trotzdem war es Gottes Plan, dass das Volk eigentlich schon in Kanaan im zweiten Jahr hätte durchgehen können.

[45:53] Und so wusste Gott, dass Jesus nicht kurz 1844 kommen würde, aber er hätte es gern geplant. Es wäre eigentlich möglich gewesen. Und von Gottes Seite wäre es auch kein Problem gewesen, wenn das Volk bereit gewesen wäre. Das ist der entscheidende Punkt.

[46:08] Ellen White macht es an einer Stelle sehr deutlich, so dass man es wirklich nicht missverstehen kann. Sie sagt: "Ich weiß", das schreibt sie 1903 im Kontext der Generalkonferenz, "Ich weiß, dass wir heute im himmlischen Kanaan wären am dritten März 1903, wenn das Volk eine lebendige Verbindung zu ihm bewahrt hätte, wenn es seinem Wort gehorcht hätte."

[46:30] Und schauen wir hier eine interessante Beobachtung, die uns zum Buch 5. Mose wieder führen wird. Nämlich, es geht nicht darum, dass es noch bestimmte Wahrheiten gibt, die man sich entdeckt hat, die man noch finden muss. Und was immer wieder leider vorkommt, dass Leute denken, sie müssen neues Licht bringen, damit endlich wir nach Kanaan gehen können. Nein, das Problem war die Verbindung ist nicht bewahrt worden. Und genau darum geht's in 5. Mose. Das Buch 5. Mose versucht dem Volk Israel zu erklären, warum hat etwas, was elf Tage gedauert hätte, dann doch fast noch 40 Jahre gedauert? Warum die lange Verzögerung? Und wie kann sie jetzt überwunden werden? Wie kann man jetzt die Fehler der Vergangenheit nicht mehr wiederholen, sondern besser machen? Und genau darum geht es auch, wenn wir dieses Buch auf unsere Zeit und unseren Glauben übertragen. Warum sind wir noch hier? Und wie können wir die Fehler vermeiden, die Generationen vor uns gemacht haben?

[47:25] Vers 4: "Nachdem er sie, den König der Amoriter, der in Heschbon wohnte, geschlagen hatte..." Dazu opting können nicht von Bosch an deren Asteroid und den E3 wurde. Dazu werden wir heute nicht viel sagen, sondern dann in den nächsten Folgen wird das ausführlich dann noch erklärt werden. Das kommt dann in den Kapiteln 2 und 3 ganz ausführlich beschrieben.

[47:45] Und Vers 5: "Damit wollen wir heute enden, auf der anderen Seite des Jordan im Land Moab, Mose an dieses Gesetz auszulegen." Und die Sprache dieses Wort "auslegen" ist interessant. Im Hebräischen, wenn man es genau anschaut, dann finden wir hier das Wort "bar", und das bedeutet wörtlich "auslegen". Aber es hat auch, es kann auch bedeuten "verdeutlichen", "klar machen". Also hier geht es also darum, etwas, das man im Grunde genommen intellektuell schon mal gehört hat, dass man schon mal verstanden hat, dass man erst jetzt richtig begreift, dass es einem klar wird, dass man die volle Bedeutung erfasst. Und interessant ist, dass es von der Wurzel her wörtlich verwandt ist mit der Idee von "eingraben" oder "eingravieren".

[48:30] Das ist schon deswegen interessant, weil uns das ein bisschen vielleicht auch was und wie verändert dann die Idee von Siegel und Versiegelung. Wir haben ja auch die eine einzige Aufnahme hier auf den weder die von dem Siegel Gottes spricht und erklärt, wie sehr die Idee von der Versiegelung eigentlich die Idee von 5. Mose, nämlich, dass man über alte Wahrheiten nachdenkt und sie vertieft. Und dieses Wort "bar" kommt nochmal vor im Alten Testament und zwar an dieser interessanten Stelle in Habakuk Kapitel 2 und dort Vers 2: "Der Herr antwortete mir und sprach: Schreibe die Offenbarung nieder und grabe sie in Tafeln ein." Einen ist es ein Graben "bar", was jetzt hier in 5. Mose oder 15 verwendet wird für das Auslegen. "Grabe sie in Tafeln ein, damit man sie geläufig lesen kann."

[49:12] Da geht es um das Wort Gottes, es geht um Visionen, die sollen, wie man hier das so sehen kann, somit Buchstaben eingraviert werden, eingesetzt werden kann und zwar so, dass jemand, der vorbei läuft, es immer noch klar sehen kann. Mit anderen Worten, man muss nicht sich erst von den Textstellen intensiv hineinzoomen, sondern selbst beim Laufen, beim Vorbeischauen, sieht man noch klar und deutlich, worum es geht. Das heißt, es geht nicht darum, die letzten kleinsten theologischen Details verkünstelt irgendwie so kompliziert wie möglich zu machen, dass nur Gelehrte ihre vermeintliche Freude daran haben, sondern es geht darum, eigentlich Schlüsselwahrheiten so offensichtlich zu machen, so klar zu machen, dass jemand sofort das verstehen kann, er sich auch nur ein bisschen damit beschäftigt. Es geht darum, eigentlich die Wahrheiten des Evangeliums auf den Punkt zu bringen.

[50:02] Das ist der Inhalt von 5. Mose, und das werden wir in den nächsten Folgen, Kapitel für Kapitel, sehr deutlich sehen. Und was die größte Motivation eigentlich sein kann, und das Buch 5. Mose zu studieren, ist die Wirkung, die es gehabt hat. Wenn man sich die Geschichte Israels anschaut, dann stellt man fest, dass das die erste Generation, trotz gewaltiger Wunder, immer wieder untreu gewesen ist. Sie haben die zehn Plagen gesehen, sie haben gesehen, wie jede Erstgeburt in Israel gestorben ist. Sie haben gesehen, wie das, was sie sich geteilt, sie haben die Stimme Gottes gehört, sie haben Brot vom Himmel regnen sehen, sie haben Wasser aus dem Felsen sprudeln sehen, sie haben Wunder über Wunder gesehen. Und trotzdem, selbst mit der Stimme gerade zu den zehn Geboten vom Sinai, sind sie immer wieder und immer wieder abgefallen. Auch die zweite Generation war zunächst nicht viel besser, egal ob wir eine Geschichte mit den Schlangen denken und auch andere Geschichten. Immer wieder finden wir Rebellion und Abfall, bis wir im Zuge der Wüstenwanderung zu der Zeit kommen, wo Mose diese Predigt sehr hält.

[51:06] 5. Mose. Und was wir danach finden, ist unglaublich interessant. Nach 5. Mose kommt das Buch Josua, und im Buch Josua finden wir das Volk, wie es von Sieg zu Sieg eilt, mit einer Ausnahme. Machen wir, ich war wohl einer vom Volk, sündigt man. Hat er vorher vor dem, wo 5. Mose, er den Eindruck, wie weit wir es noch studieren. Wer merkt, dass man hier das fast das ganze Volk im Abfall ist, und 12 wenige treue. Und ja, Josef zum Beispiel. Aber jetzt dreht es sich um fast das gesamte Volk, nur einzelne sind noch treu. Aus einem untreuen Volk wird ein treues Volk. Aus einem Volk, das immer wieder die Wüste zieht, wird ein Volk, das über den Jordan geht und Kanaan einnimmt, von Sieg zu Sieg eilt und erlebt, wie alle Verheißungen dort sich erfüllen. So steht es in New York. Ein Wort Gottes blieb unerfüllt.

[51:59] Alles geschah. Das Buch 5. Mose, oder die Predigt 5. Mose, diese Predigtserie, diese Reihe von Themen, die Mose hielt, kurz bevor er starb, hat eine besondere Wirkung. Eine Wirkung, die kein anderes Wunder, selbst dass die Stimme Gottes in der Form, nicht gehabt hat. Sie transformierte ein rebellisches Volk in ein gehorsames Volk. Ein Volk, das ihm glaubend voranging, egal was die eigenen Emotionen gesagt haben. Ein Volk, das mit Gott in seiner Mitte und Gott an seiner Spitze voranging und siegreich war.

[52:40] Und ist nicht genau das, was wir uns wünschen? Dass nicht einzelne hier und dort nur den Glauben kennenlernen, sondern dass Gottes Volk erweckt wird, dass Gottes Volk transformiert wird. Dass einem Volk, das immer wieder sich ablenken lässt von der Nachfolge Jesu, ein Volk wird, das gewohnheitsmäßig von Sieg zu Sieg eilt. So, dass das Evangelium nicht nur in unseren engsten Freundeskreis hier und dort mal bekannt gemacht, sondern dass das Evangelium durch die ganze Welt gepredigt wird, alle Nationen zu einem Zeugnis, damit Jesus wiederkommen kann. Damit das Licht der Herrlichkeit Gottes die ganze Erde erfüllt. Danach sehne ich mich. Du dich auch? Dann gibt es kaum ein besseres Buch, das wir studieren können, damit das nicht nur Theorie, sondern Realität wird.

[53:33] Das Buch 5. Mose. Und damit werden wir dann in der nächsten Folge beginnen und uns Stück für Stück durcharbeiten. Und dieses wunderbare Buch, mit dem Gebet, dass Gott uns segnen wird, dass er uns führen wird, dass er uns zeigen wird, worauf es wirklich ankommt, was die entscheidenden Dinge sind, die man nicht missverstehen darf. Und dass wir eine Erweckung, Reformation erleben, so wie sie das Volk Gottes unter Josua erlebt hat. Und dass wir siegreich in das Land Kanaan eingehen können, dass wir vorbereitet sind auf die Wiederkunft Jesu. Ist das nicht auch dein persönlicher Wunsch? Lasst uns doch gemeinsam zum Ende bieten.

[54:12] Lieber Vater im Himmel, danke für das Buch 5. Mose. Danke, dass du uns jetzt die Gelegenheit gibst, dieses Buch nach und nach besser kennenzulernen und die vielen Schätze zu heben, die es beinhaltet. Und wir bitten dich von ganzem Herzen, dass du uns Freude und auch Geduld schenkst, dass du uns Beständigkeit gibst, dass wir dranbleiben, dieses Buch wirklich systematisch erforschen und erkennen, wo wir stehen und erkennen, was du tun kannst. Und dass wir eine Transformation erleben, die aus eigener Kraft nie erreichen können. Und Herr, wir sehen, dass unsere Geschichte auch als Adventvolk eine echte Parallele zu dem hat, was in Israel passiert ist. Wir wollen erleben, dass das Buch 5. Mose in unserem Leben das tut, was es auch im Leben der Israeliten getan hat. Uns vorbereiten, mit den Jordan zu gehen, vorbereiten, unser Werk zu vollenden, abzuschließen, damit du durchkommen kannst in den Wolken des Himmels. Mach uns dazu bereit und erfüllt uns mit dem Heiligen Geist. Im Namen Jesu. Amen.

[55:10] Nächstes Mal werden wir dann mit dem Vers für Vers Studium ganz intensiv beginnen, das erste Kapitel dieses wunderbare Buch anschauen. Bis dahin wünsche ich Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. [Musik]


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